Donnerstag den iq. Dezember Ml - Nr. 196 Kare iiikes& Ä-lyle luMÄ iKiJpJefezgä 8ÄMk i$i W s ■ K^M -MMAEMtzS ■MS« Die weiße Frau. Roman von W. Collins., (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Genau eine Stunde, nachdem er sich Mm Schlafen niedergelegt, öffnete er die Augen und erhob sich vom Sofa. Ich fühle mich unbeschreiblich erquickt, bemerkte er. Eleanor, mein gutes Weib, bist du oben ganz fertig? Das ist recht. Mein bißchen Packen hier kann in zehn Minuten fertig — und ich in noch zehn Minuten zur Reise gerüstet sein. - Der Graf sah' auf seine Uhr. Ungeachtet seiner festen Entschlossenheit, seine Fassung zu behalten, schien er doch mit Unruhe der Ankunft des Agenten entgegen zu sehen. Die Lichter waren längst ausgelöfcht worden, und das Sonnenlicht des neuen Morgens ergoß sich ins Zimmer. Es wa!v bereits fünf Minuten nach sieben Uhr, als man am Gartenpförtchen schellen hörte und der Agent anlangte. Er war ein Ausländer mit einem dunklen Barte. Mr. Hartright .— Monsieur Rubelle, sagte der Graf, Uns einander vorstellend. Er nahm den Agenten (dem man in jedem Zuge des Gesichtes den Spion ansah) in einen Winkel des Zimmers, flüsterte ihm einige Verhaltungsbefehle zu und verließ uns dann. Monsieur Rubelle bat mich, sobald wir allein waren, mit ausgesuchtester Höflichkeit, ihm seine Instruktionen zu geben. Ich schrieb zwei Zeilen an Pesca, welche ihn autorisierten, „dem Ueber- bringer" den versiegelten Brief auszuhändigen; dann adressierte ich das Billett und gab es Monsieur Rubelle. Der Agent blieb bei mir, bis sein Vorgesetzter — in Reisekleidern — wieder zu uns hereinkam. ■ Der Graf betrachtete die Adresse des Brieses, ehe er den Agenten entließ. Ich dachte es mir! sagte er, sich mit einem finsteren Blick gegen mich wendend, und veränderte sein Benehmen gegen mich sofort wieder. Er machte sein Gepäck fertig und setzte sich dann, um ein.Kursbuch zu studieren, wobei er Anmerkungen in sem Notizbuch schrieb und von Zeit zu Zeit ungeduldig nach seiner Uhr sah. Er sprach kein Wort wieder 51t nur. Der Uahe Augenblick seiner Abreise und der -Beweis, den er von der Verbindung zwischen Pesca und mir gesehen hatte, hatten offenbar seine Aufmerksamkeit wieder ganz auf die Maßregeln gelenkt, welche zu seiner Flucht notwendrg waren. Kurz vor acht Uhr kehrte Monsieur Rubelle mit meinem uneröffneten Briefe zurück. Der Graf betrachtete aufmerksam Siegel und Adresse — zündete ein Licht an — und verbrannte den Brief. Ich erfülle mein Versprechen, Mr. Hartright, sagte xr, aber die Sache ist hiermit nicht zu Ende. Der Agent hatte den Fiaker, in welchem er zurückgekehrt war, vor dem Hause warten lassen. Er und die Magd beschäftigten sich jetzt, das Gepäck aufzuladen. Die Gräfin kam dicht verschleiert und mit dem Käfige, der die weißen Mäuse enthielt, von oben herunter. Sie sprach weder zu mir, noch sah sie mich an.1 Ihr Gemahl führte sie an den Fiaker. Folgen Sie mir bis in den Gang, flüsterte er mir ins Ohr, ich mag Ihnen im letzten Augenblicke noch etwas zu sagen haben. ,, Ich ging bis an die Haustür, und der. Agent stand vor mir im Vordergarten. Der Graf kam allein zurück und zog mich ein paar Schritte in den Gang hinein. Denken Sie an meine dritte Bedingung! flüsterte er. Sie sollen von mir hören, Mr. Hartright — ich mag vielleicht früher, als Sie es denken, die Genugtuung eine® Gentleman von Ihnen fordern. Er ergriff, ehe ich dergleichen noch ahnen konnte, meine Hand und drückte fie fest. Tann zwängte er seinen ungeheuren Körper in den Fiaker und fuhr davon. । Während Rubelle und ich ihm nachblickteu, kam em zweiter Fiaker um eine Ecke etwas weiter den Weg hinabgefahren. Er folgte dem Fiaker des Grafen; und als er an dem offenen Gartenpförtchen vorbeikam, schaute der Tarinsitzenoe zu uns heraus. Es war wieder der Fremde von der Oper — der Ausländer mit der Narbe auf der linken Wange! Sie werden noch eine halbe Stunde länger mit mir hier warten, Sir! sagte Monsieur Rubelle. Ja, antwortete ich. Wir kehrten ins Wohnzimmer zurück. Ich war nicht in der Stimmung, mit dem Agenten zu sprechen oder ihn mit mir sprechen zu lassen. Ich nahm die Papiere heraus, welche der Graf mir übergeben hatte, und las noch einmal die Geschichte des Anschlages, tote der Mann, welcher ihn erdacht und aus geführt, sie ausgeschrieben und mir bereits vorgelesen hatte. * Zeugnis des Grafen Isidor Ottavio. Waldassare Foseo (folgen seine Titel und Orden). Jin Sommer des Jahres 1850 langte ich mit einer delikaten Mission vom Auslande beauftragt in England an. Es standen Vertrauenspersonen, deren Bemühungen ich zu leiten autorisiert war, halb-offiziell mit mir in Verbindung ; zu diesen gehörten Monsieur und Madame Rubelle. Es h lieb en mir einige Wochen zur Verfügung, ehe ich meine Stellung antrat und mich in einer der Vorstädte Londons häuslich einrichtete. Die Neugierde wird mich hier vielleicht um eine Erklärung dieser Verrichtungen bitten. Ich sympathisiere vollkomnien mit der Bitte und bedaure ebensosehr, daß diplomatische Rücksichten mich verhindern, ihr zu willfahren. 1 . Ich nahm eine Einladung an, diese kurze Ruhezeit aus dem prachtvollen Landsitze meines verstorbenen Freundes« 782 — Dir Percival Glyde, zuzubringeu. Er kehrte soeben mit seiner Gemahlin von dem Festlande zurück, wie ich mit der meinigen. England ist das Land des ehelichen Glücks ■— wie angemessen war es daher, daß wir es unter dieses ehelichen Verhältnissen betraten. Das Band der Freundschaft, welches Percival und nlich aneinander knüpfte, wurde bei dieser Gelegenheit noch durch eine rührende Gleichheit unserer pekuniären Lage befestigt. Wir brauchten beide Geld. Gibt es ein menschliches Wesen, das nicht mit uns zu fühlen imstande wäre? , Im Hause empfing uns jenes herrliche Wesen, das in meinem Herzen als „Marianne" eingegraben steht,, in der kälteren Atmosphäre der Gesellschaft aber als >„Miß Hal- combe" bekannt ist. 1 Gerechter Himmel! mit welch unbeschreiblicher Schnelligkeit lernte ich dieses Weib vergöttern! Mit sechzig Jahren betete ich sie mit der vulkanischen Glut von achtzehn Sommern an. Alles Gold meiner reichen Natur schüttete ich hoffnungslos vor ihren Füßen aus. Meine »Frau, die mich anbetet, erhielt nichts als die Schillinge und Pfennige. So ist die Welt; fo der Mann — so die Liebe. Das häusliche Verhältnis zu Anfänge unseres Aufenthaltes in Mackwater Park ist von Mariannens eigener Hand mit erstaunlicher Genauigkeit und tiefer geistiger Einsicht beschrieben worden. Eine genaue Bekanntschaft nut dem Inhalte ihres Tagebuches — dem ich mir durch heimliche Mittel Zugang verschaffte, der mir in der Erinnerung noch unendlich kostbar ist — warnt meine eifrige Feder gegen Mitteilungen, welche dieses begnadete Weib bereits zu den {einigen gemacht' hat. Die Interessen — atemlose, ungeheure Interessen! — mit denen ich hier zu tun habe, beginnen bei dem beklagenswerten Unglücke von Mariannens Krankheit. Die Lage war um diese Zeit sehr ernst. Percival brauchte große Geldsummen, welche zu einer gewissen Zeit bezahlt werden mußten (ich sage nichts von dem Wenigen, dessen ich in demselben Grade benötigte); und die einzige Quelle, in der er diese Bequemlichkeit noch suchen konnte, war das Vermögen seiner Gemahlin, von dem ihm kein Heller früher als nach ihrem Tode zufiel. Aber es kam noch schlimmer. Mein verstorbener Freund hatte Privatsorgen, über die ihn genau zu befragen das Zartgefühl meiner uninteressierten Anhänglichkeit mir verbot. Ich wußte weiter nichts, als daß eine Frau mit Namen Anna Ca- therick sich in der Umgegend versteckt hielt, daß sie mit Lady Glyde in Verbindung stand, und daß die Folge hiervon die Enthüllung eines Geheimnisses sein konnte, das Percival unfehlbar zugrunde richten mußte. Er hatte mir selbst gesagt, daß er verloren sei, falls nicht seine Frau zum Schweigen gebracht und Anna Catherick gefunden würde. Falls er tierloren war, was sollte da aus unseren pekuniären Angelegenheiten werden? 1 Die ganze Kraft meines Verstandes war jetzt auf das Aufsinden Anna Cathericks gerichtet. Ich kannte sie nur der Beschreibung nach, der zufolge sie eine außerordentliche persönliche Aehnlichkeit mit Lady Glyde hatte. Die Erwähnung dieser merkwürdigen Tatsache — welche bloß in der Absicht geschah, mir beim Erkennen der von uns gesuchten Person behilflich zu sein, erweckte — gepaart mit der noch hinzugefügten Mitteilung, daß die Catherick aus einem Jrrenhause entsprungen — zuerst jenen großen Einfall in meinem Geiste, welcher spater zu so ungeheuren Ergebnissen führte. Dieser Gedanke brachte nichts Geringeres mit sich, als die vollständige Verwandlung der beiden getrennten Identitäten. Lady Glyde und Anna Catherick sollten Namen, Aufenthalt und Bestimmung austauschen — und die erstaunlichen Folgen dieses beabsichtigten Austausches waren: ein Geivinn von dreißigtausend Pfund und ewige Bewahrung von Percivals Geheimnisse. Mein Instinkt (der sich selten täuscht) ließ mich •— nachdem ich die Umstände überlegt — annehmen, daß unsere unsichtbare Anna früher oder später nach, dem Boothause am Blackwater See zurückkehren würde. Hier stellte, ich mich als Wache auf, nachdem ich zuvor gegen Mrs. Michelson, die Haushälterin, erwähnt, daß, falls man meiner bedürfe, ich an dieser einsamen Stelle bei meinen Studien zu finden sein werde. Es ist eine meiner Regeln, nie unnötige Heimlichkeiten zu machen, oder die Leute aus Mangel an ein bißchen wohl angebrachter Aufrichtigkeit mißtrauisch gegen mich zu machen. Mrs. Michelson glaubte von Anfang bis zu Ende an mich. Ich wurde 'für meine Geduld, am See Schildwaches zu stehen, durch das Wiedererscheinen — nicht von Anna! Catherick selbst, sondern der Frau, unter deren Obhut sie sich befand, belohnt. Durch sie gelangte ich zu dem Gegenstand ihrer mütterlichen Pflege. Als ich Anna Catherick zum erstenmal sah, schlief sie. Ich war durch die Aehnlichkeit zwischen dieser unglücklichen Person und Lady Glyve wie elektrisiert. Die Einzelheiten des großartigen Projektes, von dem ich bisher nur erst die Umrisse entworfen, stellten sich mir beim Anblicke dieses schlafenden Gesichtes in ihrer ganzen meisterhaften Kombination vor die Seele. Zu gleicher Zeit löste sich mein Herz, das stets allen zärtlichen Einflüssen zugänglich! ist, beim Anblicke des Leidens vor mir in Tränen auf. Ich beschäftigte mich sofort damit, ihr Erleichterung zu verschaffen. .Mit anderen Worten, ich sorgte für ein Reizmittel, welches Anna Catherick hinlänglich stärken würde, unt sie in den Stand zu setzen, die Reife nach London zu machen. Es lag durchaus in meinem Interesse (wie mau sogleich sehen wird), Anna Cathericks Leben zu erhalten; meine ganze Sorge konzentrierte sich darauf, Marianne aus den Händen des privilegierten Dummkopfes zu erlösen, welcher sie in ihrer Krankheit behandelte, und der von Anfang bis zu Ende meinen Rat durch den Arzt aus Loudon bestätigt fand. Bei nur zwei Gelegenheiten — welche beide für die Betreffenden Individuen durchaus harmlos waren — rief ich den Beistand meiner chemischen Kenntnisse zu Hilfe. Bei der ersten benutzte ich, nachdem ich Mariannen nach dem Wirtshause zu Macktvater gefolgt war (indem ich hinter einem mir gelegen kommenden Frachtwagen welcher mich ihr verbarg, die Poesie der Bewegung studierte, die in ihrem Gange verkörpert war), die Dienste meiner unschätzbaren Gemahlin, um den einen von zwei Briefen, die meine angebetete Feindin den Händen einer entlassenen Kammerjungfer anvertraut hatte, abzuschreiben und den anderen zu unterschlagen. In diesem Falle konnte nur die Gräfin, da das Mädchen die Briefe im Busen trug, sie durch wissenschaftlichen Beistand öjfnen, lesen, ihre Instruktionen befolgen, sie versiegeln und wieder an ihren Platz tun — und diesen Beistand gab ich ihr in einem halb- lötigen Fläschchen. Die zweite Gelegenheit, bei welcher derartige Mittel angewendet wurden, war die von Lady Glydes Ankunft in London (auf welche ich in kurzem zurückkommen werde). Ich war nie zu irgend einer anderen Zeit meiner Kunst verpflichtet. Allen anderen dringenden Fällen und Verwickelungen war meine natürliche Fähigkeit, mit den Verhältnissen zu kämpfen, unabänderlich gewachsen. Ich behaupte die alles durchdringende Kraft dieser Fähigkeit. Auf Kosten des Chemikers recht,ertige ich den Mann. Nachdem ich Mrs. Clements (oder Clement, ich bin mir darüber nicht klar) darauf aufmerksam gemacht, daß die beste Methode, Anna davor zu bewahren, daß sie in Percivals Hände fiele, die sei, sie nach London zu bringen; nachdem ich gefunden, daß sie eifrig auf meinen Vorschlag einging, und nachdem ich einen Tag bestimmt hatte, an welchem ich mit den Reisenden auf der Station zusammentreffen und sie abreisen sehen wollte — war ich frei, nach Hause zurückzukehren und den Schwierigkeiten, welche mir dort noch übrig blieben, entgegenzutreten. Mein erstes war, von der erhabenen Ergebenheit meiner Gemahlin Gebrauch zu machen. Ich war mit Mrs. Clements übereingekommen, daß sie in Annas Interesse Lady Glyde von ihrer Adresse in London in Kenntnis setzen solle. Aber dies genügte nicht. Es konnten hinterlistige Leute in meiner Mwesenheit ihren einfachen Glauben erschüttern und sie so am Schreiben werhindern. Wen konnte ich da ftudeu, der mit ihr in demselben Zuge nach London reiste und ihr dort bis an ihre Wohnung folgte? Ich legte mir diese Frage, vor — und meine eheliche Zärtlichkeit antwortete sogleich — die Gräfin Fosco. Nachdem ich mich für die Reise meiner Frau nach Loudon entschieden, beschloß ich dadurch einem doppelten Zwecke jn dienen. Eine Krankenwärterin für die leidende Marianne, die in gleichem Verhältnisse mir und der Kranken ergeben sein mußte, war eine Notwendigkeit meiner Lage. Glücklicherweise stand mir die zuverlässigste und fähigste Frau von der Welt zur Verfügung. Ich meine jene achtbare Matrone, Madame Rubelle — der ich durch meine Frau einen Brief zustellte. (Fortsetzung folgt.) 783 „Das geht nicht!" zankte der Bürgermeister: „ich ivttSü den Vikar herbeiholen bis das Essen beginnt." Mit raschen Schritten eilte er ins Pfarrhaus. „Sie wollen uns nicht die Ehre antun, Herr Vikar? Warum denn?" fragte Wallbott. „Weil — weil — ich nicht kann, Herr Wägermeister, ver- zerhen Sre mir." „Darf ich den Grund Ihrer Weigerung erfahren?" „Gewiß! Hier schauen Sie her!" lautete die Antwort, woraus er ein Paar neue schwarze Beinkleider vorzeigte. Ter Bürgermeister schaute das neue Kleidungsstück an, dann brach er in ein schallendes Gelächter aus. „Der Unglücksmensch von Schneider hat die Vorderteile hinten angebracht uni) die Hinterteile vornen," rief Wallbott. . „Wenn ich den langen Chorrock anhabe, geht es, aber bei jedem anderen Rock nicht," klagte der Vikar. „Wo haben Sie die bisher benutzten Beinkleider, die sinA als Anzug beim Essen durchaus genügend, Herr Vikar." „Ich habe sie gestern einem armen Handwerksburschen geschenkt, bevor ich wußte, daß die neuen verdorben waren." „Der hat sie dem Flickschneider Seip um achtzehn Kreuze« verkauft und hat das Geld sogleich in Schnaps umgesetzt. Ich frage nach, gedulden Sie sich ein Paar Minuten." Wallbott eilte fort zu Seip; die Beinkleider waren noch vorhanden. „Hier ist ein Guldenstück, Seip; vorwärts, im Galopp mit der Hose zum Vikar. Sei ihm beim Anziehen behilflich; in ein paar Minuten muß alles abgemacht sein. Dann melde dich später im Hochezitshaufe zu einem Stück Braten und Kucksen, Adieu!" Zehn Minuten später erschien der Vikar im Hochzeitshause. Die kleine Verzögerung hatte niemand bemerkt. Es kam ost vor, daß der Bürgermeister urplötzlich abgerufen wurde. Nach und nach hatten alle Gäste Platz genommen. Die jungen Leute und die Kinder saßen im großen Gesindezimmer. Tie übrigen Gäste waren in den drei großen, saalarti^en Räumen des Hauptgebäudes, die ausgeräumt und zu Speisezrmmern eingerichtet worden waren, untergebracht. Alle hatten Platz genommen, es trat tiefe Ruhe ein. Da! öffnete sich die Saaltüre, ein Mädchen trat ein; es trug ein blankpoliertes Stahlkästchen, das vor die Braut gestellt wurde^ Tie Gäste reckten die Hälse. Die Braut nahm ein himmelblaues Bändchen, das sie mn den Hals trug, herab, und überreichte es dem Bräutigam. An dem Bande hing ein kleiner Schlüssel. Der Bräutigam schloß das Kästchen auf und nahm zehn schön bedruckte Papiere heraus. Ätuf jedem Papier standen allerlei Worte. Ganz groß gedruckt las man schon von weitem die Worte: „Tausend Gulden". Es Hub ein Geflüster und Getuschel an, die Köpfe bei »egten sich wieder hin und her; einer fragte den anderen: „Was ist >es?" „Staatspapiere sinds," erklärte Vetter Heibel aus Ortenberg, der bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit ansriefr Freut mich! „So, Staatspapiere seins!" antwortete Base Renker ans Steinau, die etwas harthörig war. ,Jch hab noch keine gesehen und muß sie betrachten." — Sie erhob sich, ging hin zum Brautpaar, deutete mit dem Finger auf jedes Papier und zählte: eins, zwei, drei, bis auf zehn. Bei jeder Zahl nickte sie mit den: Kopf und sprach zuletzt: „Zehe tausig Gealle!" (Gulden.) „Waas?" fragte der Nachbar. „Zehe tausig Gealle!" hieß es. „Waas?" fragte der folgende Gast; er erhielt die Antwort? „Zehe tausig Gealle". — So liefen die Fragen und die Antworten um die ganze Tafel herum. Nachdem sich die Gäste an den schönen Papieren satt gesehen und von deren Richtigkeit überzeugt hatten, schloß Thomas die Sachen ins Kästchen und hing sich den Schlüssel mit dem Bandi um den Hals. „ . m ™ , „So viel hab ich nicht mitgebracht," rief die Base Renker laut. Nun sprach der Pfarrer das Tischgebet, dann begann das Hochzeitsmahl. Zuerst kam eine treffliche Reissuppe, die nicht fehlen darf. Frau Wallbott hatte noch eine zweite Suppe mit Klöschen auftragen lassen. ,. _ , , Vetter Renker war ein tapferer Esser; er zog die Schüssel mit den Klöschen, die für seinen Tisch bestimmt war, heran- fischte sie heraus mid vertilgte sie schnell. „Vetter Heibel!" sprach Renker, „die Klöschen sind gut: em Hack und ein Knack! schlupp! sind sie drunten." „Freut mich!" antwortete Heibel. „Wozu sind denn die sauberen, weißen Tücher hier? fragte Base Renker. „Es sind doch keine Schnupftücher?" „Freut mich, Base! Die Tücher breitet man auf den Stuhl aus und setzt sich drauf, daß die Kleider geschont werden. Seht Ihr, so macht man es," belehrte Heibel. . Die Renkersbase unterrichtete ihren Nachbar un Gebrauch der Servietten; der Nachbar zeigte es seiner Nachbarin. Nach kurzer Zeit saß fast die ganze Gesellschaft auf den weiße» Tüchlei» und der Schalk, Vetter Heibel, rief: „Freut mich!" Als zweiter Gang kam Ochsenfleisch mit Meerretttg Hfl» Zwiebel brüh. Thomas wallbotts Familienleben, Brautfahrt und Hochzeit. Von Gg. Schäfer. ^Fortsetzung ans Nr. 194.) Kurz vor elf Uhr erschienen Matthes und Lore im Walk- vottshofe. Schlag elf Uhr läuteten die Hvchzeitsglocken, Unverzüglich setzte sich der Hoc^eitszug in Bewegung er wurde von den eingeladenen Kindern, die noch schulpflichtig waren, eröffnet. Die Knaben trugen Sträußchen an den Mützen, die Mädchen Kränzchen von künstlichen Blumen im Haar. Auf die Kinder folgten die noch ledigen Freundinnen der beiden Bräute. Darauf kamen Matthes und Lore als erstes Brautpaar. Letztere trug ein dunUes Tuchkleid, weiße Strümpfe in schwarzen Schuhen und einen ziemlich großen Brautkranz, auf den sie, als angejahrtes Mädchen, sehr stolz war. Matthes hatte seinen langen Kirchen- rock, an dem ein Sträußchen stack, angezogen. Der treue Diener und seine Familie sollen henke den Ehrenplatz an feinem Ehrentage einnehmen, hatte der Bürgermeister bestimmt. Hinter Matthes und Lore folgten Anna und Thomas. Die Eltern des Bräutigams wünschten, daß Anna in ihrer Schlitzer Tracht zur Trauung erscheinen möchte. Das war ein dunkles Tuchkleid, dessen Rock weit herab geht und unten mit einer handbreiten weißen Borde verziert ist. Dazu gehören weiße Strümpfe Und schwarze Schuhe. Auf dem Kopfe trug die Braut die sog. Brautkrone, die aus bunten Bändern gefertigt ist, welche über den Rücken herabsallen. Um die Schultern wird ein weißes Brusttuch gebunden, das mit Blumen gestickt und mit Spitzen besetzt ist. Der Bräutigam hatte, wie Matthes, einen schwarzen Anzug an. Aus der linken Brust war ein Blumensträußchen, worin der Rosmarin nicht fehlte, befestigt; als Kopfbedeckung diente der Zylinderhut, ähnlich wie bei Matthes. Nach dem zweiten Brautpaar erschienen die Männer Und ganz zuletzt die Frauen. Unterwegs wurde der Zug einigemal gehemmt. Dann griff Thomas in die Tasche und warf den Hemmenden eine Handvoll Münzen zu, worauf es weiter ging. Der Lehrer zog alle Orgelregister als der Zug die Kirche Betrat und begrüßte die Eintretenden mit dem Choral: Lobe den Herrn! Zuerst traten Matthes und Lore vor den Altar. Pfarrer Eckhardt, der hochbetagte Herr, konnte die Trauung wegen Unpäßlichkeit nicht vornehmen; feit einigen Wochen hatte er einen jungen Vikar, der ein trefflicher Redner war. Er predigte über den Text: Matth. 25, 21: „Ci du frommer und getreuer Knecht." Die Ansprache gefiel allgemein. Nun sollte das Paar sich die Hände reichen. Lore verstand es falsch, sie ergriff die Hand des Vikars Und hielt sie krampfhaft fest. Dem Vikar blieb nichts übrig, als sich umzudrehen und zn tun, als suche er etnaS auf dem Altäre. 'Da ließ Lore die! Hand frei. Nun richtete der Vikar die Frage an Matthes: Wollt Ihr diese Eure Verlobte Eleonore Scholz zu Eurem ehelichen Weibe nehmen? Matthes war so verwirrt, daß er die Frage nicht verstand. Sie würbe zum zweiten und dritten Male an ihn gerichtet, doch er schwieg. Da rief der Lehrer von der Orgel: „Matthes, sag ja!" Jetzt erst begriff er, was er zu sagen hatte. „Ja! ja, Wenn sie ihren Dienst ordentlich tut," rief er. Lore fügte mit kräftiger Stimme hinzu: „Ja! Herr Pfarrer!" Nun reichten sich die Brautleute die Hände und die Einsegnung fand statt. Das zweite Brautpaar trat vor. 'Der Geistliche hatte den Text gewählt: Tob. 5, 23: „So ziehet nun hin, Gott sei mit euch auf eurem Wege und sein Engel geleite euch." Es waren die nämlichen Worte, die Frau Stock der Brant zwei Tage zuvor auf den Weg mitgegeben hatte. Der junge Geistliche sprach so ergreifend, daß viele Anwesende in Tränen zerflossen. Der Lehrer fang mit seinen Schülern zum Schluß: „Nun banket alle Gott," woraus der Hochzeitszug den Mckweg antrat. Bor der Kirche stand die Musik, die sich an die Spitze des Zuges setzte; sie blies zuerst einen Choral, auf den sie eine»! Marsch folgen ließ. Im Wallbottshofe stellten sich beide Paare, Hand in Hand, in der Nähe der Musik auf. Die Hochzeitsgäste brachten ihre Glückwünsche dar. Msdann wurden drei Tänze aufgespielt, die von den Brautgesellen und den Brautjungfern getanzt wurden. Das ist der eigentliche Hochzeitsreigen. Während des Reigens Umschritten die Brautpaare langsam die Tanzenden und begrüßten die Umstehenden. Zuletzt tanzten sie selbst einmal herum, worauf sich die ganze Gesellschaft in die Häuser begaben, wo das Hochzeits- fliahl gerüstet War. Pfarrer und Lehrer hatten inzwischen, nachdem sie' ihre Amtshandlungen verrichtet, auch Einladungen erhalten^ 784 — „Das ist meine Leibspeise!" rief Renker; „fie gibt Bem starken Menschen Kraft!" „ r „Freut mich Vetter, greif zu," ermutigte »etbel. Mle Gäste hieben tapfer ein. Das Ochsenfleisch ans dem Vogelsberg ist wegen seines Wohlgeschmacks und ferner Zartheit weit und breit berühmt. „Wie schmeckts, Vetter Renker?" fragte Vetter Schli-enbecker. „Na, es geht! Schade, daß man sich mit dem Essen den Mppetit verdirbt." ,. , . . Jetzt erhob sich der Vikar und hielt eine schöne Rede ans Bas Brautpaar. Viele Frauen vergossen Tränen. Auch Bas« Renker wischte die Augen. „Er hat zwei schöne Reden getan, tn der Kirche und hier," sprach Base Renker zu ihrem Nachbar. • „Ich hab sie nicht verstanden, aber gefallen haben fte mir hoch, der Pfarrer hat eine gar schöne Stimme." „Das Redenhalten bei Hochzeiten sollte abgeschafst werden. Man wird immer beim Essen gestört," brummte Renker. „Freut mich!" rief Heikel. . „Mich nicht!" murrte Renker. „Die Hauptfach bet einer! Hochzeit ist das Essen, nicht das Schwätzen. Ich hab noch Platz „Hast du bereits einen guten Grund gelegt?" fragte Schliew- becker. „Na ja, das erste Stockwerk ist ziemlich kapitelfest geworden, jetzt muß das zweite Stockwerk und das Dach darauf." Nun erschien Sauerkraut mit Hirsebrei und frischem Schweinefleisch; daneben Kalbsbraten mit Gemüse, dürren Zwetschen und dickem Reis. „Freut mich!" rief Heikel. „Vetter Renker, mmml letzt Bein bißchen Verstand zusammen und kau tüchtig." „Wenn nur jetzt keine Reden getan werden," erwiderte er Kind hieb ein. Sein Wunsch ging in Erfüllung. Ms alle gesättigt waren, kaute Vetter Renker noch. Er hatte für dreigesunde Männer gegessen. Die Gäste erhoben sich: das junge Volk eilte zum Tanz, der in der großen Scheuertenne abgehalten tourbev weil kein anderer Raum die Menschenmenge fassen konnte. (Fortsetzung folgt.) Saunen des Blitzes. Die ungewöhnliche Hitze und die in der Tat eigenartigen atmosphärischen Verhältnisse dieses Sommers haben in Mitteleuropa vielfach zu heutigen Gewittern geführt, bei denen wunderliche Blitze beobachtet werden konnten, für die wissenschaftliche Erklärungen einstweilen nicht zu geben sind. Camille Flammarion berichtet im „Newyork Herald von diesen oft erstaunlichen Vorgängen und von den bizarren Launen des Blitzes im Sommer 1911. In dem Glockenraum der kleinen Kirche von Villeguieres im Departement Cher schlug der Blitz in eine im Jahre 1812 gegossene Bronzeglocke. Tie Wirkungen des Blitzstrahls sind merkwürdig gewesen. Die Glocke wurde ^veder gesprengt, noch zum Schmelzen gebracht: der elektrische Dtrahl durchschlug am oberen Ende die Glocke etwa wie das Geschoß eines Geschützes, und hinterließ keine anderen Spuren als ein großes rundes, armdickes Loch. Tas bei dem Blitzschläge ausgerissene Metall ist spurlos verschwimden. Noch eigentümlicher ist ein Fall, der aus Wiesen ach in Deutschland berichtet wird: Ein Bauer mußte mit ansehen, wie ein Sturm seine ganze junge Saat vernichtete; ohnmächtige Wut übermannte den Landmann und in feinem blinden Zorne feuerte er sein Gewehr gegen den Himmel ab. In demselben Augenblick zuckte ein Blitzstrahl aus den Wolken und schmetterte den Schützen tot zu Boden- Dieser rächende Strahl ist ein neuer Beweis dafür, wie gefährlich es ist, während eines Gewitters künstlich Lufierschütteruugen hervorzurufen, und liefert interessantes Material zu dem Dieinungsstreit über die Verwendung von Explosivstoffen und Kanonen gegen Hagelgefahr. Daß der Blitz von Metall angezogen wird, ist allgemein be" fannt; auch in diesem Jahr müssen wir eine ganze Reihe von Fallen verzeichnen, wo während des Gewitters die Metallzwinge des aufgespannten Regenschirmes den Blitz anzog und dem Träger des Schirmes verderblich wurde. Durch die Metallteile ihrer Uniform und durch ihre Waffen sind Truppen stets den Gefahren des Blitzes besonders ausgesetzt. So wurden auch in diesem August auf dem Truppenübungsplatz von Valboime während der Schießübungen fünf Soldaten vom Blitze getroffen. Am gleichen Tage schlug in dem Dorfe Chalautre-la-P eilte bei Provins der Blitz in eine Kavallerieschwadron; wahrscheinlich wirkten die Lanzenspitzen als Blitzmagneten, ein Reiter mit feinem Pferde wurde getötet und zwei Nebenleute schwer verletzt. Aber trotzdem wäre es ein Irrtum, zu glauben, daß bestimmte Vorsichtsmaßregeln uns gegen die Zerstörungskraft der Elektrizität schützen können. Wir wissen, daß Metall, daß emzelstehende hohe Bäume während eines Gewitters gefährlich sind und wir nahmen bisher auch an, daß der Blitz hauptsächlich durch einzelne Gegenstände im Freien angezogen wird, durch alleinstehende Bäume, Häuser oder Wanderer. Ein Blick auf die Statistik der Blitzschläge muß diese Annahme erschüttern. Der vergangene Sommer brachte eine ganze Reibe von Füllen, in denen Aleuschen in ihrem Heim vom Blitz getroffen wurden. In der H a u t e • ® a r o n n e wurde ein Bürger in seinem Bette vom Blitz erschlagen, der gleiche Unglücksfall ereignete sich in Saint-AndrS-le-Dssert, wo wie durch ein Wunder die neben dem Gatten schlafende Frau mit heiler Haut davon kam, während der Mann auf der Stelle tot blieb Diese Liste läßt sich leider sehr lang fortsetzen, aber sie bietet uns int Grunde keine wirklichen Anhaltspunkte für die Launen des Blitzes, sie zeigt uns nur die Unerschöpflichkeit der Möglichkeiten, ohne uns das Rätsel der Elektrizität zu lösen ober Gesetze zu verraten. Hier tötet, zerstört und vernichtet der Blitz, dort geht er durch Bäume und Häuser, ohne Schaden anzurichten. Im letzten Sommer durchschlug der Blitz eine 26 m hohe Tanne, fpallete den ganzen Baum und verschonte dabei vollkommen einen großen Ameisenhaufen, der am Fuße des Baumes sich auftürmte. In Hsricy-sur-Seine bei Fontainebleau schlug der Blitz in ein kleines Bassin, das 3 cbm Wasser enthielt. Er leerte das Bassin vollkommen, ohne weiter Schaden anzu- richten. „Angesichts solcher wechselnden Launen dieser rätselhaften Naturgewalt können wir nur unsere Beobachtungen fortsetzen uni) unsere Schlüffe auf spätere Zeiten vertagen, denn heute ist es noch unmöglich, in dieser Vielfältigkeit der Erscheinungen bestimmte Gesetze klarzulegen." Vermischtes. * Edisons Jdeathe im der Zukunft. Aus Newyork wird berichtet: Nachdem Edison in seinen Zementgußhäusern die Kosten eines kleinen Familienhauses auf ein Fünftel der ursprünglichen Bausumme herabgesetzt hat, tritt er jetzt mit einer anderen neuen Erfindung hervor, die eine wesentliche Ergänzung des billigen Hausbaues bildet: durch ein besonderes Verfahren will er im- stande sein, massive Diöbel und Eiiirichtungsgegenstände zur Hallte des bisher üblichen Preises herzustellen, und zwar aus einem Material, das zmn mindesten ebenso dauerhaft ist wie Holz, Nach den Aeußerimgen des Erstnders wird in wenigen Monaten der kleine Bürger sich ein eigenes Haus mit vollkommener Jnnen- einrichtung für insgesamt 5000 Mk. schaffen können, ivährend er bisher dafür mindestens 22 000 Mk. aufwenden mußte. „Ich null es einem einfachen Arbeiter ermöglichen, sein Heim mit künstlerisch schönen und zugleich dauerhaften Möbeln zu schmücken. Ich kann eine komplette Schlafzimmereinrichtung für 20 Mk. liefern. Gegenwärtig sind meine Diöbel noch schwerer als die gewöhnlichen Holz» möbel, aber ich hoffe, das Gewicht auf em Viertel ermäßigen zu können. Diese neuen Möbel können poliert ober bemalt werben und so auch äußerlich die Gestalt der besten Holzgegenstände annehmen. . , ,, tf. Die Reispv rt ton «als Gottesgericht. W ein eigentümliches Gerichtsverfahren bei einem kleinen indischen Stamme erzählt ein Reisender, der erst kürzlich von einer Fahrt zurückgekehrt ist. Wird irgendeiner der Stammesangehörigen eines. Verbrechens beschuldigt, so zwingt man ihn, eine Handvoll rohen Reis in den Mund zu stecken und zu tauen. Gelingt es ihm, fdiese Masse im Verlause von 10 Minuten restlos zu einem flüssigen Brei zu Der arbeiten, so gilt er als freigesprochen. Der Unglückliche aber, der in seiner Herzensangst von seinen Kauwertzeugen nicht den besten und schnellsten Gebrauch M Machen weiß, ist dem Strafgesetz verfallen. -* Im Speisewagen. Passagier; »Was könnte man noch essen, Kellner? — die nächste Station ist nur noch zehrt Kilometer entfernt, und da steige ich aus!" — Kellner: „Nehmen Sie ein Paar Wtrstchen, die sind ungefähr zehn Kilometer lang!'z Silbenrätsel. a, bro, co, con, e, et, es, go, har, jec, li, Io, mo, niu, na, nah tn, ni, o, ob, pa, pic, rel, sa, schi, ti, tiv, to, toc, um, »ent, re. Aus vorstehenden Silben und Buchstaben sollen zehn Wörter gebildet und derart untereinander gesetzt werden, daß die Anfangs» und Endbuchstaben von oben nach unten gelesen, den Begründer eines modernen Verkehrsmittels und seine bedeutungsvollste Er» stnbung bezeichnen. Es bedeuten aber die einzelnen Wörter folgendes: 1. Einen Propheten. 2. Deutsche Kolonie. 3. Dolchartige Waffe. 4. Dienstbaren Geist in Gastwirtschaften. 5. Em Musikinstrument. 6. Fluß in Spanien. 7. Französische Volksvertretung zur Revolutionszeit. 8. Einen Astronomen. 9. Teil eines Fernrohres. 10. Sagenhaftes Wesen, Auflösung in nächster Nummer: Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer.- Arbeit ist des Blutes Balsam. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lang«, Gieße».