Donnerstag den 13. Juli e Bl IW ■PI - : 1»! MMV SM Das nette Mädel. Noman von Fedor von ZobelttG- (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Traute war purpurrot geworden. Me anderen beneideten sie heimlich. Aber sie ließen es sich nicht merken; sie gratulierten ihr und riefen ihr Scherzworte zu. Traute als Irrlicht — als lockendes Flämmchen in tiefer Nacht — die „mondäne" Verführung! „Wenn man Mutter nicht schimpft," meinte Lili Mengens. An ihrem Herzen nagte die Eifersucht. „Die Frau Mutter wird Nichts dagegen sagen," erwiderte Niels lächelnd. „Vermelden 'Sie ihr, selbst Seine Heiligkeit der Papst würde nichts wider diese Sitzungen ernzuwenden haben. Ich gebe die Versicherung ab, daß immer eine besondere Schutzwache dabei sein soll: sei es die Zwölfmark mit dem flammenden Schwert, sei es mein alter Freund Moebius — also die Tugend selbst." „Ich kann keine Versprechungen abgeben," warf Moebius ein. „Schadet auch nichts," entgegnete Traute. ■ Sie hätte ihre Kühle wiedergefunden. „Ich fürchte mich nicht. Es wäre eine Beleidigung, täte ich das . . ." Sie schürzte die Lippen. Innerlich triumphierte sie über ihren Sieg. Aber dann kam sehr rasch die Sorge, was wohl die Eltern dazu sagen würden. . . „Hoffentlich erlaubt es die Mama," weinte sie. Niels gab ihr noch ein paar gute Lehren. Er sei auch gern bereit, selbst an die Frau Mutter zu schreiben. Herrgott, was sei jdenn schließlich dabei! Wäre er Porträtmaler, so verstände sich alles von selbst. Nun wurden die Herren ungeduldig. Sie wollten Mich der Ehre teilhaftig werden, Modell zu dem Bilde zu sitzen. Sie stellten sich in schöne Positionen und zeigten freundliche Mienen. Doch es ging rasch mit der Auswahl. „Dewa ist der einzige, der in Frage kommen könnte," sagte Niels. „Aber auch bei ihm muß ich erst probieren; muß mir seine Physiognomie sozusagen erst zurechtlegen. Wollen Sie es darauf ankommen lassen, schöner Jüngling?" Fred Dewa antwortete, er fühle sich als Glücklichster unter den Sterblichen. Die anderen Herren murrten. Frie- d'erici schaute in den Spiegel und erklärte, er begreife den Meister nicht; schon in der lichten Bestrahlung seines Schädels läge etwas ungemein Malerisches. Mursinna meinte, Kruse werde doch noch auf ihn zurückgreifen. Wilm Noel- dechen rief, Dewa sei ein Blender; im Neglige versage er vollkommen. Trotz aller Unzufriedenheit wurde aber eiligst das 9h) t» JwÄijje hasproMv., Newa, hatte W& MckMtey zu M- men; die Pianinos des väterlichen Geschäfts verkauften sich auch ohne ihn; er stellte sich jederzeit zur Verfügung. Traute Köhler sollte mit den Eltern sprechen und Bescheid geben; erste Sitzung möglichst schon am Freitag vormittag. Für Samstag wurde eine Moste Konferenz anberaumt, um die Vorbereitungen für das Maifest zu beraten. Niels war sehr lebhaft geworden. So vergnügt hatte ihn noch keiner gesehen. Im dunklen Samt seiner Augen blitzten lustige Lichter. Die gute Stimmung gab seinem Gesicht einen eigenen Ausdruck. Mit dem Christusbart, den er früher getragen, und dem gelockten Haar hatte man ihn für einen schönen Menschen gehalten. Wenigstens nach der Photographie; in Wirklichkeit paßten Bart- und Haartracht gar nicht zu dem Muskulösen seiner Erscheinung. Es war eine Maske des Widerspruchs. Wie Bezeichnung als „schöner Mann" ärgerte ihn außerdem: da ließ er sich denn scheren. Das glatte Gesicht und der Bürstenkopf standen ihm wieder nicht. Der eckige Friesenschädel vertrug diese kahle Nacktheit Nicht. Die Stirn sprang vor, und über ihre starke Wölbung schob sich die schwarze Spitze des kurzen Haares wie eine Witwenschnebbe. Aber es war doch ein prachtvoller Kopf: nichts Gewöhnliches daran, wie von großer Künstlerhand modelliert, ein RodinschesMeisterwerk. Ein trübes Kinderdascin und eine entbehrungsreiche Jugend hatten die ersten Linien über die Stirn gezogen; dann kam das Bewußtsein wachsender Kraft und gab dem Gesicht den Ausdruck stolzer Siegesfreude; die einsamen Stunden stillen Lernens fügten den Glanz des Gedankens hinzu. Aber im Auge blieb immer etwas Träumerisches; das haftete da in tiefem Grunde, wenn auch die Leidenschaften hinüberspülten: Leidenschaften, die zügellos werden konnten. Es lagen dann zwei feindliche Mächte im Ausdruck seines Blicks: ein treibendes Ungestüm und ein sinnendes Verweilen. Plötzlich erklärte Eberstedt, es sei Zeit, auszubrechen. Er war stiller geworden, je lauter und nervöser Niels Kruse wurde. Er ging hin und her, mit dem Benehmen eines Zerstreuten und — wenn er wußte, daß er nicht beobachtet wurde — mit dem Gesicht eines Verärgerten. Irgend etwas paßte ihm nicht; es machte auch deu Eindruck, als langweile er sich. Uebrigens war man allseitig zum Aufbruch bereit. Niels stülpte eine rote algerische Tschäschia auf den Kopf und hrachte seinen Besuch bis vor das Haus. Er blied bis zuletzt der liebenswürdige Mann. Am Gartentor brachte Fred Dewa noch ein Hoch auf ihn aus. Dann bestieg man die Räder, und es ging zurück über die Heide. Die Lenzsonne meinte es noch immer gut. Sie war ein wenig blasser geworden, aber ihre Wärme spürte man doch. Anfänglich hielt man sich zu Gruppen beieinander, dann engte der Weg sich ein, und man mußte zu zweien weiterradeln. Zuerst hatte man auch noch lebhaft geplau- dert; Merzen iM KaMn flog heMer. ruck MMer« MM 430 — tauschte seine Ansichten aus. Aber eine gewisse Abspannung trat ein. Es lag am Chianti, Wohl auch an der Frühlings- lüft. Die Herren an der Spitze begannen langsamer zu radeln, die laute Unterhaltung schlief allmählich ein. Der bunte Zug verlängerte sich. An Trautes Rad war irgendetwas nicht in Ordnung. Es war eine alte Maschine, billig gekauft, und stöhnte und ächzte bei jeder Drehung, als füge sie sich nur widerwillig. Traute sprang ärgerlich ab. Sofort war Eberstedt an ihrer Seite. „Was ist los?" fragte er. • „Die Pneumatik versagt wieder einmal — oder die Kurbel ist kaputt . . . das alte Ding will nicht mehr weiter." Everstedt untersuchte das Rad. „Eine Kuriosität, aber kein Belo," sagte er. „Eine reaktionäre Maschine, bei der die Bremse das beste ist. So etwas sah ich noch nie. Cs gehört in ein Museum. Ich bin an einer Fahr- rüdfabrik beteiligt; darf ich Ihnen nicht einen besseren Ersatz schicken?" Traute dankte. „Sehr liebenswürdig — aber ich habe eine gewisse Zärtlichkeit für diesen Klapperkasten. Wenn man ihm gut zuredet, geht er noch immer. Ich habe mir die Abzahlung von meinem schmalen Taschengelde erspart. Daher meine Anhänglichkeit." Everstedt antwortete nicht. Er pumpte die Pneumatik auf und ölte die Kurbel ein. Dann wischte er sich die Finger an seinem Taschentuch ab. „Wir hätten meinen Boy mitnehmen sollen," sagte er, -„der versteht sich besser auf derlei als ich." „Brauchen Sie denn immer Bedienung? „Wenn ich sie haben kann." „Sie sind ein schrecklich verwöhnter Mensch!" „Pardon, daß ich da widerspreche. Ich habe in Chicago Stiesel geputzt und war in Neuyork Ausrufer ftir ein Strohhutgeschäst. Und zwar freiwillig, weil ich meinen Baker ärgern wollte. Sie können sich denken, daß inan in derlei Stellungen nicht über Domestiken verfügt. Aber ich wiederhole: toeiut man die Bequemlichkeit haben kann, soll man sie nicht von sich weisen. Schon deshalb nicht, weil sie eine Ersparnis an der eigenen Kraft bedeutet. So — nun ist das Rad wieder zur Fortbewegung möglich. Nur werden wir ein Schneckentempo einschlagen müssen." „Aber, wo sind die anderen?!" rief Ttaute Die waren schon weit voran. Man hatte auf das Zurückbleiben Trautes und Eberstedts sichtlich nicht, geachtet oder nicht achten wollen. Die Radelnden bogen jetzt 'n den Weg nach dem Stadtwald ein, den die Dampfbahn- inie nach Sonderkroog dnrchschnitt. In der Entfernung ah die Gesellschaft wie ein farbiges Band ans, das sich über der Landschaft aufrollte. Auch Traute und Everstedt hatten wieder ihre Maschinen bestiegen. Sie blieben nebeneinander. Traute mußte schwer treten; das alte Rad stöhnte und klagte von neuem. „Ich glaube wirklich, es geht seiner Auflösung! entgegen," sagte Traute. gibt Töne von sich, als liege es schon in der Agonie." „Ich bot Ihnen ein neues an. Warum »vollen Sie es nicht nehmen?" „Weil ich mir von Ihnen nichts schenken lassen möchte." „Das klingt sehr unfreundlich." „So ist es aber nicht gemeint. Sie verstehen mich auch schon richtig." „Nein, ich verstehe Sie nicht. Natürlich — man pflegt keiner Dame kostbare Präsente zu machen. Aber das Rad stammt aus einer Fabrik, an der ich Anteil besitze. Ich habe es also umsonst —" „Na na!" „Oder sagen wir, halb umsonst. Und ich möchte Ihnen so gern eine Freude machen. Auch mir selber. Sie sind «ine famose Fahrerin. Es ist ein ästhetischer Genuß, Sie aus dem Rade sitzen zu sehen. Es sieht wundervoll aus, wie. unter der Kraft Ihrer Bewegungen die Stahldrähte zittern." „Und so weiter. Sie verwechseln sich mit Niels Kruse. Sie sprechen wie ein Maler." „Apropos Mels Kruse. Wie finden Sie ihn?" „Sehr interessant." r,Das sagt nicht viel. Aber M D .richtig, Kn interessanter Mensch ist er schon. Zuweilen posiert er gern — das halt ich dem Künstler zugute. Wollen Sie ihm wirklich zu. dem Irrlicht sitzen?" Traute nickte. „Wenn es die Eltern erlauben, warum nicht?" „Ich wünschte, die Eltern versagten die Erlaubnis. An sich ist gewiß nichts dabei. Ich bin auch der letzte, der prüde denkt. Aber. . ." er starrte einen. Augenblick in das Nachmittagsblau des Himmels. . . „ich — es ist gar zu dumm, aber ich kam: mir nicht helfen; ich werde in diesem Falle ein gewisses Unbehagen nicht los!" Traute schaute ihn von der Seite an. Durch seine Stimme klang ein Unterton, der sie fremdartig berührte: etwas mehr und etwas Tieferes als in seinem gewöhnlichen Geschwätz zu finden war. Es machte sie stutzig und verwirrte sie auch. „Herr Everstedt," sagte sie, „seien Sie ehrlich: was ist der Grund zu diesem Unbehagen? Trauen Sie Niels Kruse nicht?" „Ich kann Ihnen darauf keine Antwort geben. Sie hörten: wir sind Duzfreunde. Aber unsere Freundschaft ging gelegentlich in die Brüche. Daran war ich mehr schuld als er. Er ist ein Ehrenmann. Auch ein Ehrenmann kann einmal stolpern, zumal wenn er Künstler ist und Temperament hat." Everstedt sagte dies letzte sehr hart. Es Mang in seiner rohen Sinnfälligkeit fast verletzend. Auch Traute berührte es unangenehm. Am liebsten hätte sie geantwortet: „Sie schließen von sich auf andere, bester Herr." Aber sie fühlte doch auch, daß er es gut meinte. „Ich fürchte mich nicht," entgegnete sie. „Sie nennen Kruse einen Ehrenmann. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Aber nicht jeder Ehrenmann braucht anständiges Empfinden zu besitzen. Ich kenne einen, der zu den Größen unsrer Stadt zählt und an dessen Ehrenhaftigkeit wohl niemand zweifeln dürste — und doch möchte ich mit ihin nicht eine Stunde lang allein fein. Anders Kruse. Dem traue ich rückhaltlos — gerade so wie Ihnen. Sehen Sie sich um: außer uns weit und breit fein Mensch. Um uns die Heide und die Stille. Niemand sieht uns. Warum überfallen Sie mich nicht? Weil schon der Gedanke absurd ist. Nicht wahr?" Er neigte zustimmend den Kopf, und dabei streifte aus den Augenwinkeln ein rascher Blick seine Nachbarin; ein Blick wie neulich in dem schönen Empiresalon der Delbrücks: eilt Blick, der wie ein Blitz war. „Weil schon der Gedanke absurd ist," wiederholte er. „Ja natürlich. Die Dressur der Erziehung ist der beste Regulator für gewisse wilde Seitensprünge unseres Gefühlslebens . . ." Und dann reckte er den Oberkörper und hob den Köpf und, während er fröhlich auflachte, leuchteten seine hellen Augen . . . „Wissen Sie überhaupt, was Sie mich fragten, Miß Traute? Sie fragten: „Warum überfallen Sie mich nicht?" Aber ich weite mit Ihnen: Ml, wo ich das wiederhole, fragen Sie mich nicht zum zweiten Male." Sie begriff, und eine jähe Röte stieg in ihr Gesicht. „Sie sind grausam, Herr Everstedt. Sie spotten noch meiner naiven Dummheit. Nicht jede Eva ist für den Apfel der Erkenntnis empfänglich." „Aber in jeder Eva lebt die Neugierde nach der verbotenen Frucht." Sie schreckte ein wenig zusammen. „Wollen wir nicht vom Wetter sprechen? Ich habe das dunkle Gefühl, als verlöre sich unsere Unterhaltung in Schlängelwege, die für junge Mädchen verboten sind." „Das Verbot erstreckt sich nur auf die mit der falschen Moral, auf die Züchtung niederer Arten, die durch die traditionelle Stallfütterung längst ihre Natur eingebüßt haben. Und sehen Die: gerade das entzückt mich so an Ihnen, daß Sie nicht zu beit kleinen HerdeMierchen gehören, die für die Allerweltstafel genudelt wekden, oder um mich! toentger allegorisch, aber verständlicher auszudrücken: daß Sie trotz Schule und höherer Töchtererziehung sich doch! tün eigenes Reich der Begriffe schaffen konnten. Das merkte ich schon neulich, und das sonderte Sie sogleich! von dem 'Schnatterschwarm der Kapitolinischen, die immer nur nachstiegen, aber nicht imstande sind, sich auch einmal über die andern emporzuschwingen." „Danke, Herr Everstedt. Ich stecke das Lob ein und freue mich, darüber. Aber ich meine doch, so ganz gebührt — 431 — schlang die Hände über den fi'nteen. „Wir müssen mit der Dampfbahn zurück," sagte Trante. Eberstedt nickte. „Das können wir. In zwanzig Minuten sind wir am Jägerhäuschen. Da hält unser Luxuszug." „Radeln Sie. Ihr Rad geht schneller als die Dampfbahn. Ich finde allein meinen Weg." Sie setzte sich zu ihm. „Pfui," sagte er. „Das ist Nicht hübsch von Ihnen, daß Sie mich verstoßen wollen. Darf ich nicht bei Ihnen bleiben?" „Wenn es Ihnen Spaß niacht," erwiderte sie. lachend. „Spaß ist ein falscher Ausdruck. Es liegt ein Zauber e3 mir nicht. Ich bin eine, viel einfachere Natur, als' Sie schätzen, und wenn Sie mir etwas'Schönes nachsagen wollen, könnte es höchstens das Lob eines gewissen gesunden Mensch eiw erstand es sein — oder meinetwegen auch das eures gewissen Mutterwitzes. Und den habe ich allerdrngs erst erlernt: in langer: und nicht immer angenehmen Konflrtten zwischen träumerischer Hoffnung und recht schaler Wrrt- lichkeit." r ., . „Konflikte sind immer gut," warf Eberstedt lebhaft ein, „sie läutern an unserm Wesenhaften und lösen uns von den Eindrücken der Umgebung. Leben ist Kämpfen, sagt Seneca. Es kann übrigens auch ein anderer gewesen sein. „Wer's auch gewesen ist: er hat recht. .Aber er meinte den großen Kampf, nicht den kleinen." „Welchen kleinen?" . „Den alltäglichen, den um Nichtigkeiten Und Flüchtigkeiten, deii zermürbenden." , Eberstedt schaute auf. „Das klingt fast, tote das Geständnis eines Pessimisten, Fräulein Trante. Unb pessimistisch veranlagt dünken Sie mich gar nicht. Wan braucht nur in ihre Augen zu schauen." „Bin ich auch nicht. Gott sei Dan kiiicht. Aber-- Das „aber" kam nur halb heraus. Es gab einen Knall uüd einen Puff, und dann merkte Traute, daß ihr altes Rad gänzlich versagte. „O du mein!" rief sie. „Nun ist die letzte Herrlichkeit dahin. Jetzt ist ~ber Gummi geplatzt, und mit der Luft entweicht auch der Mut." Sie sprang ab. Auch Eberstedt stoppte und wär rasch vom Stahlroß. Er untersuchte die Pneumatik. „Nichts mehr zu wollen. Gnädigste. Jeder Pumpver- such würde fehlschlagen. Was machen wir nun?" Er setzte sich in das Gras an den Wegrand und verschlang die Hände über den Knieen. in Ihrer Gegenwart —" „Ach," warf sie ein, „nur keine Süßigkeiten!" Sie streckte sich läugsnach im Grase aus. Die Rispen standen noch nicht hoch, aber die ersten wilden Blumen begannen zu blühen: gelber Sumpsdotter und bläßliche Anemonen. Auch ein weißer Falter taumelte schon durch die Lust, und die Mücken schwirrten. Der Himmel hatte die Farbe von dunkelbrüniertem! Stahl angenommen. Er war wie mit einer Dunstschicht übergössen, die durchsichtig schien. In diesem Dunst hing die rote Sonnenscheibe strahlenlos. Die Stille in der Natur war groß; war ähnlich ivie vor einem Gewitter im Hochsommer. Schweigend streckte die Heide sich aus. Ein flaches Gelände, nur nach dem Moore zu von einer welligen Hügelkette durchzogen. Diese Hügel waren fast gleichmäßig hoch und breit, als seien ie von Menschenhand aufgeworfen worden; vielleicht lammten sie auch noch aus der Pfahlbautenzeit. Es waren teBen au der Zahl, und auf dem mittelsten zeichnete sich deutlich die Silhouette eines Mannes ab, der dorr unbeweglich stand. (Fortsetzung folgt.) Das Landhaus in Hampshire. Eine Detektivgcschichte von Conan Doyle. (Fortsetzung.) „Jephro," sagte sie, „da steht ein unverschämter Kerl auf der Straße, der nach Fräulein Hunter heraufschaut." „Doch nicht etwa ein Bekannter von Ihnen, Fräulein Hunter?" fragte er. „Nein, ich kenne niemand hier in der Gegend." „Nein, welche Frechheit! Bitte, wenden Sie sich doch um junb winken Sie ihm zu, er solle fortgeh-eu." „Es wäre besser, die Sache unbeachtet zu lassen." „Nein, nein; wir würden ihn sonst immerfort hier herum- Lwaem sehen. .Bitte, drehen Sie sich Mi jinb winken, Sie ihm ah." „Ich tat es. Und im selben Augenblick ließ, Herr Rucastle das Rouleau herab. Dies war vor einer Woche, und seither! habe ich nicht mehr am Fenster sitzen und das blaue Kleid nicht! mehr auzieheu müssen, habe auch den Mann auf der Straße nicht mehr gesehen." „ _ „Bitte, fahren Sie fort," bemerkte Holmes, „Ihre Erzählung verspricht höchst interessant z'u werden." „Ich fürchte, sie ist recht unzusammenhängend: cs kann wohl sein, daß die verschiedenen Vorfälle, auf welche ich jetzt zu sprechen komme, sehr ivcnig miteiuaudcr zu tun haben. Gleich am allerersten! Tage führte mich Herr Rucastle an ein kleines Häuschen, das neben dem Eingang zur Küche steht. Beim Hinzutrcten vernahm ich das scharfe Rasseln einer Kette und ein Geräusch, wie wenn teilt großes Tier sich, darin herum bewegte. „Da schauen Sie hinein," sagte Herr Rucastle und zeigte mir eine Ritze zwischen zwei Planken. „Ist es nicht ein Prachtexemplar?" „Ich blickte hindurch und begegnete zwei glühenden Äugest NNd einer Gestalt, die sich in unbestimmten Umrissen aus der Finsternis abhob." „Haben Sie keine Angst," beruhigte mich mein Begleiter lachend, als er meine Gebärde des Schreckens sah, ,ws ist nur Carlo, der Kettenhund. Er gehört wohl mir, aber in Wirklichkeit ist der alte Toller, mein Bedienter, der einzige, der etwas mit ihm machen darf. Er bekommt nur einmal am Tage zu fresse»/ tot> auch da nicht zuviel, so daß er jederzeit scharf ist wie Gisst Jede Nacht läßt Toller ihn los, und Gott sei dem Eindringling gnädig, der ihm zwischen die Zähne gerät. Setzen Sie um des! Himmels willen nachts niemals unter irgend einem Borwand den Fuß über Ihre Schwelle, wenn Ihnen Ihr Leben lieb isst' „Diese Warnung war auch sehr am Platze. In der übernächsten Nacht schaute ich zufällig etwa um zwei Uhr morgens! aus meinem Schlafzimmersenster. Es war eine schöne Mondnacht/ und der Rasenplatz vor dem- Hause strahlte fast taghell in Silberglanz. Gebannt von der friedlichen Schönheit dieses Bildes stand ich da, als ich gewahr wurde, daß sich im Schatten der «lutbuchest etwas regte. Als es in den Mondschein heraustrat, sah ich, was es war: ein riesiger Hund, so groß wie ein Kalb, von braungelber Farbe, mit hängenden Backen, schwarzer Schnauze und gewaltigen, weit vorstehenden Knochen. Er schlich langsam übe« den Rasen und verschwand dann wieder auf der anderen Seite in der Dunkelheit. Ich glaube, kein Einbrecher wäre imstande! gewesen, mir einen solchen Todesschrecken einznjagen, wie dieser furchtbare stumme Wächter." „Und nun habe ich Ihnen noch eine ganz merkwürdige Entdeckung mitzuteilen. Ich hatte mir, wie Sie wissen, in London! mein Haar abschneiden lassen, und verwahrte es, zu einem großen Knäuel zusammengerollt, unten in meinem Koffer. Eines Abends, nachdem das Kind zu Bette war, begann ich zum Zeitvertreib die Einrichtung meines Zimmers zu inustern und meine wenigest Habseligkciteil aufzuräumen. In meinem Zimmer stand eine alte Kommode, deren zwei oberste Schubfächer offen waren, während! ich das unterste verschlossen fand. Nachdem ich die beiden oberen mit meinem Weißzeug angefüllt hatte, war sonst noch gar vieles unterzubringen, und so verdroß es mich natürlich sehr, daß ich die dritte nicht auch zur Verfügung hatte. Ich nahm an, diese sei vielleicht lediglich aus Versehen verschlossen worden, deshalb zog ich meinen Schlüsselbund heraus und probierte sie zu öffnen. Gleich der erste Schlüssel paßte, und so zog ich die Schublade auf. Es war nur ein einziger Gegenstand darinnen, aber was für einer würden Sie gaiiz gewiß niemals erraten. Es war meist Haarzopf. „Ich nahm denselbeii heraus, um ihn zu besichtigen. Die Haare hatten ganz genau die eigentümliche Farbe und die Stärke meiner eigenen. Aber dann drängte sich mir wieder die Nnmög- lichkeit der Sache auf. Wie konnten denn meine Haare in diese verschlossene Schublade kommen? Mit zitternden Händen öffnete ich meinen Koffer, räumte ihn aus und zog zu uuterst meinest Zopf hervor. Ich legte die beiden Zöpfe nebeneinander, und ich gebe Ihnen die Versicherung, sie waren vollkommen gleich. War! das nicht merkwürdig? Ich mochte mir den Kopf zerbrechen, wie ich wollte, die Sache blieb mir ein völliges Rätsel. Ich legte! den fremden Zopf wieder in die Schublade, ohne Herrn Rucastle und seiner Frau gegenüber etwas von der Sache zu erwähnen, denn ich fühlte wohl, daß es nicht recht von mir gewesen war, eine Schublade zu öffnen, die sie verschlossen hatten. Ich bin von Natur eine scharfe Beobachterin, wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, Herr Holmes, und hatte bald einen ziemlich genauen Plast des ganzen Gebäudes im Kopfe. Ein Flügel desselben schien völlig unbewohnt zu fein. Eine Tür, dem Eingang zur Bchausimg des Tollerschen Ehepaares gegenüber, führte zu diesem Flügel, allein sie war stets verschlossen. Eines Tages jedoch fließ ich auf der, Treppe auf Herrn Rucastle, wie er, seine Schlüssel in der.Hand, aus dieser Tür herauskam, und zwar mit einem so verändertest Ausdruck, daß ich den sonst so behäbigen, gemütlichen Mann kaum wieder erkannte. Seine Wangen waren gerötet, seine Brauen zornig gerunzelt, und in der Erregung traten ihm die Adern ast den Schläfen weit hervor. Er verschloß die Tür und eilte fyintö mir die Treppe herauf, ohne ein Work oder einen Blick an mich zu richten." 432 Ties erregte meine Neugier ttnb ich richtete deshalb den Mchsten Spaziergang, den ich mit dem Kleinen machte, so em, daß uh dabei die Fenster an diesem Teil des Hanfes im Auge hatte. Es waren vier in einer Reihe, drei davon ganz mit Staub überzogen, während an dem vierten der Laden geschlossen war. Offenbar waren die Räume, zu denen sic gehörten, sämtlrch unbewohnt. Während ich auf- und abschlenderte und dabei gelegentlich einen Blick nach den Fenstern warf, kam Herr Rucastle zu mir heraus; seine Züge zeigten jetzt wieder ganz den heiteren, gemutlichenj .Ausdruck wie immer." . r „Ach," redete er mich an, „Sie müssen mich nicht.für rücksichtslos halten, weil ich ohne ein Wort an Ihnen vorübergeeilt bin, mein liebes Fräulein. Ich hatte den Kopf voll Geschäftssachen." „Ich gab ihm die Versicherung, daß ich es ihm nicht übel genommen habe. „Sie scheinen da oben eine ganze Reihe überzähliger Zimurer zu haben," fuhr ich fort, „und an einem ist her Laden geschlossen." „Er sah überrascht und, wie es mir vorkain, etwas verdutzt ans über meine Bemerkung. „Ich bin Photograph aus Liebhaberei," sagte er, „und habe da oben meine Dunkelkammer eingerichtet. Aber du meine Güte, an was für eine Beobachterin wir geraten sind. Wer hätte das geglaubt; wer hätte das für möglich gehalten?" Seine Worte klangen scherzhaft, aber in dem Blick, den er dabei auf mich richtete, lag kein Scherz. Ich las darin wohl Argwohn und Äerger, aber nichts Spaßhaftes," (Schluß folgt.) Gelkömg und Telephonistin. Eine hübsche Geschichte wird dem »Tag" berichtet: Viele Leute glauben, das Jahrhundert der Elektrizität und daS Land des Dollars sei jeder Romantik bar. Diese „Weisen" sollten sich durch folgende Geschichte bekehren lassen, die aus St. Louis geineldet wird. War da in der Stadt am „Vater der Gewässer" ein liebliches Mädchen, Viola Kortkemp geheißen, die ihren Kaugummi und ihre Humpelröcke als Telephonistin verdiente. War da auch ein Handelsherr namens Mac Alpin, der das Del der Erde in Gold zu verwandeln verstand. Denn er war Präsident der „Waters Pience Oil Comp.", die mit dem Standard Dil Trrlst aufs engste verwandt ist. Einst trat der Handelsherr wütend an seinen Fernsprecher, um eine ganze Expedition von Delsnchern, die er i,n fernen Texas beschäftigte, auf der Stelle zu entlassen, weil sie Dollars des Trusts in die Erde hinein „gebuttelt* hatten, ohne daß auch nur ein Tropfen Del herausgekommen wäre. „Nr. 3533 San 'Antonio Texas" donnerte der Gewaltige in den Apparat hinein. Im nächsten Angeirblick aber verschwanden die Zornfalten von feinem Gesicht und mit sehr sanfter Stimme bat er die Dame am anderen Ende des Drahtes, doch die Ntimmer noch einmal zu wiederholen, um zu sehen, ob sie ihn auch richtig verstanden hätte. Als er endlich Verbindung erlangte, war sein Zorn verraucht. Er klingelte sofort wieder ab und ließ die Deliucher weiterbohren. Vier- bis fünfmal per Tag beschäftigte sich Mac Alpin jetzt mit dem Telephon und versuchte immer und immer wieder die Telephonistin in eilt Gespräch zu verwickeln, denn ihre Stimme hatte es ihm angetan. Schließlich bat er sie um eine Unterredung von Angesicht zu Angesicht, aber Miß Kortkemp stellte einfach den Apparat ab, beklagte sich bei ihren Vorgesetzten und tat genau das, was die Heldin im Roman unter solchen Umständen getan hätte — sie ließ sich versetzen. Zwei Jahre suchte Mac Alpin in allen Telephonstationen nach dem „M ä d ch e n mit der süßen Stimm e", aber alle, die das sein wollten, bestanden die Probe nicht. Schon beim ersten »Hallo!" wußte der verliebte Handelsherr, daß man ihn betrügen wollte. Endlich, eines Tages, als er wieder mal an das Telephon trat, flötete es ihm entgegen: „Hallo I welche Nummer?" „Gesunden, gefunden!" jubelte Mac Alpin, und setzte schnell hinzu: „Bitte, laufen Sie nicht weg, ich bin der „Det-Vizekönig Mac Alpin" und bitte Sie, mir zu erlauben, Ihren Vater auszusuchen." Das „Pfädchen mit der süßen Stimme" fing an, in das Telephon zu stottern und wollte schon wieder abklingeln, aber Mac Alpin flehte so herzerweichend, daß sie schließlich nachgab und ihres Vaters Adresse nannte. Es versteht sich von selbst, daß zu der süßen Stimme auch ein süßes Mädel gehörte, das nun Frau Mac Alpin geworden ist. Ihr Mann ist zivar noch kein Multimillionär, aber „wer den Standard Trust zum Vetter hat" — usiv. . . . wohnlichen Sportmütze die Aemperaktiv Noch höher als die in freier Lust war; sie betrug 53 Grad. In einem schwarzen steifen Hut herrschte eine Wärme von 51, in einem Zylinder eine solche von 50 Grad. In einem weichen Filzhut wurden 49, in einem Strohhut 45 Grad gemessen. Die niedrigste Temperatur wies ein Panama auf: in seinem Innern wurde eine Wärme von 43 Grad festgestellt,- er verdient also den Ruf, den er seit langem Hat. * Ein« Mänuer-Berleih-Anstalt. Die letzt« Neuheit des Jahrhunderts, die uns Vorbehalten blieb, nämlich eine Männer-WerleiH-Anstalt, ist, wie wir in den „Leipziger Neuesten Nachrichten" lesen, durch die Bürgermeisterei von Nizza jetzt auf allgemeinen Wunsch eingerichtet worden. Die Munizipalität hält täglich im Rathause von elf bis ein Uhr eine „wohlassortierte Auswahl" bereit. Da nämlich anständige Frauen ohne Herrenbegleitung neuerdings nicht mehr Mein in den Nizzaer Cafes geduldet werden, aber immerhin bei der allgemeinen Kuttrlr des europäischen und Reiselebens in Nizza doch einmal Kaffee trinken möchten, so hat sich Has Bedürfnis nach stundenweis ausleihbaren B e g l e i t h e r r e n schreiend bemerkbar gemacht. Die Nizzaer Stadtverwaltung, immer bereit, die Wünsche der Fremden zu erfüllen und ihnen das für Nizza so' kostbare und wertvolle Behagen zu schaffen, hat nun diese modernst« aller Einrichtungen getroffen. "Die Gesetze des Ehe Herrn. Auf eine wunderliche Form des Ehelebens wirst eine Gerichtsverhandlung Licht, die in diesen Tagen vor der vierten Pariser Zivilkammer stattfand imb mit der Verurteilung des Eheherrn seinen Abschluß fand. Der Herr Gemahl mar ein tüchtiger Beamter, der in feinem Bureau auf Drdnung hielt und dessen Bureankralenherz höher schlug, wenn die Aktenstöße sich häuften. Acht Jahre lang führte der würdevolle Alaun mit seiner stillen braven Gattin, die sich durch kunstvolle Handarbeiten allerlei Einnahmen zu verschaffen wußte, ein wortkarges, eintöniges Eheleben, bis der Gebieter des Haushaltes den Entschluß faßte, in der Drganisierung seines Haushaltes eine durchgreifende Aeudernng eiuzusühren. Er war kein Freund von mündlichen Auseinandersetzungen. 9ln einem schönen Dktober- morgen, als der Eheherr mit würdigem Schritt in seine Kanzlei gegangen war, fand die Gattin daheim den ersten kategorischen Erlaß tbre§ Mannes, sozusagen ein Ottobermanifeft, in dem der eheliche Gesetzgeber feierlich seine Reformen einleitete. Das merkwürdige Schriftstück begann mit der Erklärung: „Aus Gründen, die ich nach Belieben barlegen werde, habe ich folgendes beschlossen:" und nun begann eine Reihe der Paragraphen, die das Eheleben des Bureaukraten regeln sollten. „Artikel 1. Jeder von uns wird künftig aus eigenen Mitteln leben. Artikel 2. Ich bezahle die Hälfte der gemeinfamen Ausgaben, meine Frau die andere Hälfte. Mit dem Rest seiner Einkünfte kann jeder tun, was ihm beliebt. Artikel 3. Unter den gemeinsamen Ausgaben verstehe ich immer diejenigen, zu denen ich ausdrücklich meine Einwilligung gegeben habe. Artikel 4. Um Schreibereien und Aktenüberhäufungen zu vermeiden, werde ich künftig nur gegen Vorlage der Driginalrechnung zahlen." Artikel 8 bestimmt: „Ich werde fast immer außer dem Hause essen; speise ich zu Hause, so taufe und koche ich meine Nahrung selbst." Ei» elfter Paragraph regelte bann noch die Bediemmgsfrage in klassischer Kürze: „Tie Aufwartefrau wird täglich (mit Ausnahme des Sonntags) in einer Stunde die Wohnung aufräumeit und sauber halten." Von diesem Tage an ward zwischen den Ehegatten kein Wort mehr gesprochen, desto mehr häuften sich aber die Erlasse und Verfügungen, die der hochmögende Herr Gemahl seiner Frau „zur weitere» Veranlassung" zurückließ. Tag für Tag sand die Gattin irgend ein neues Gesetz, eine Beschwerde über zu hohe Ausgaben usw. Die Erlasse füllen heute einige stattliche Aktenbände. Da findet man Verfügungen, in denen auf eine Zeit lang ausschließlich Gemüsekost vorgeschrieden ist, strenge Gesetze gegen den Empfang von Besuchen an Sonntagen, und in der letzten Zeit schlossen die Dekrete gewöhnlich mit dem Satze: „Wenn diese Bestimmungen nicht sofort auf das Genaueste ausgeführt werden, gebe ich meinen Abschied." Der letzte Ukas stammt vom Januar dieses Jahres: der eheliche Gesetzgeber derlügt, daß er aus Gründen persönlicher Beguemlich- keit sein Heim wo anders aufschlage» wirb. Er verließ die Frau und das Ende dieser Tragikomödie war der Scheidungsprozeß, bei dem zur begreiflichen Verblüffung der Richter und der Zuhörer alle diese Erlasse bekannt wurden. Logsgriph. Wird es besucht mit „B", Sieht man viel Glanz und Putz. Schreibt man statt „B" ein „W", Gewährt es sichern Schutz. (Auflösung in der nächsten Nummer.) Auflösung de Bilderrätsels in voriger Nummer: .i r reu i st in e u s ch l i ch. VeL'snjßcdtes. * We scher Hut schützt am besten vor Hitze? Zur Zeit der größten Sommerhitze, in die mir jetzt einzutreten scheinen, M die Frage, welche Art von Hüten den heißen Sonnenstrahlen den besten Widerstand ztt leisten vermag, gewiß angebracht. In Paris sind denn auch wirklich praktische Versuche gemacht worden, um dies sestzustellen. Man hat ehte Reihe von Hüten einer Temperatur von 51 Grad yt der Sonne ausgesetzt und nach einer bestimmten Zeit die Warnte gemessen, die int Innern jedes ein» Seinen Hutes bestand. Es ergab sich, daß im Innern einer ge «edaktion: R. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'jchm Universitäts-Buch- und Steindruckereh R. Lange. Gieße»