öjjuinw MffW M MW M UUJU Das Witwenhaus. Slonton von Helene von Mühlau. Dortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Ueberall, im ganzen Ort waren jetzt Balkons und Wartenzäune mit Federbetten, Steppdecken, Teppichen und Kissen belegt. Die Sonne schien so warm und prächtig um die Mittagszeit, und wenn das Wetter so anhielt, kamen die ersten Borsaisongäste gleich nach den Ostertagen; man mußte sich daranhalten, um seine Zimmer bereit zu haben. Die Berliner hatten es jetzt auch oft an sich, die Ostertage selbst zu einem Ausflug zu benutzen und dabei gleich eine Wohnung für die großen Ferien festzumachen, besonders die, die auf drei Zimmer und Küche reflektierten. Die Kosy war in einem Feuereifer; sie legte sich kaum noch für einige Stunden in der Nacht in ihr warmes Federbett. Es ging ihr soviel im Kopf herum, daß sie doch nicht recht zum Schlafen kam. Bauunternehmers waren richtig am Dritten mit Sack und Pack angekommen; der kranke Herr war von der langen Reise etwas angegriffen und hatte für die ersten Tage im Hotel gewohnt, bis seine Frau mit der Ein- rrchtung fertig geworden. Die Kosy hatte ihr tapfer geholfen, und als alles fix und fertig war, hatte die Dame ihr ein Zehnmarkstück in die Hand gedrückt und hatte ihr gute Bezahlung versprochen, wenn sie die Reinigung ihrer Wohnung und das Holen des Essens aus dem Hotel weiter übernehmen wollte. — Die Kosy hatte mit etwas geteilten Gefühlen zugesagt, denn sie wußte noch nicht, wie das werden sollte mit ihrer eigenen Frau; bis jetzt hatte sie noch keine Aufwartung für die Zeit der Saison. „Nu, wo der liebe Gott uns bis jetzt immer geholfen hat, wird er uns auch in der Angelegenheit nicht im Stich lassen!" meinte sie vertrauensvoll und ging in den Flügel der Häuflein, wo Frau von Hilbach mit ihrem Annen Jungen mit dem Tapezieren der Balkonstube be- schaftigt war. schön, Frau von Hilbach, ein herrliches Muster^ sagte sie bewundernd. „Machen Sie auch genug Kleister auf? Damit darf man nicht sparen, sonst hält es nicht. Jungchen, du mußt deiner Mutter immer genau sagen, ob das mit dem Muster stimmt. Rose muß auf und Knospe auf Knospe. Hier zum Beispiel haben Sre sich ent bißchen versehen, Frau von Hilbach, aber das Macht nichts, so genau steht da keiner hin." Frau voU Hilbach stand oben auf der Leiter und hielt »inen Streifen Tapete an die Wand, der kleine Erwin 8»8 nach unten, prüfte alle Muster, sagte zweimal: „So, teodj ein bißchen nach oben," und dann, „nun ist's richtig, Mütterchen r „Ist hoch ein Allerweltskerl, unser Jungchen!" ries die Kosy lachend, „der kann mit fünf Jahren eine Stühe austapezieren, aus dem wird mal was! — 9hl, Laug» mann, was bringen Sie denn Neues?" fragte sie den Briefträger, ,der eingetreten war und erstaunt zu Frau von Hilbach hinaufsah. „Der sieht ja wichtig aus!" sagte sie dann und besah den unfrankierten Brief, den Langmann ihr gegeben. ,Mon der Bürgermeisterei! Wohl was von der Steuer/ Frau von Hilbach, kleben Sie mal ruhig fertig, der har keine Eile." Frau von Hilbach war aber schon von der Leiter; herunter. „Nichts weiter?" fragte sie etwas enttäuscht und schnitt den Brief auf. „Nu?" drängte die Kosy ungeduldig, als sie sah, daß ihre Frau den Brief zum zweiten Male las. „Das versteh ich nicht!" meinte Frau von Hilbach endlich, gab der Kosy den Brief und sah ängstlich zu ihr hinüber. Es war ihr plötzlich wie ein Schwindel durch den Kopf geflogen — sie mußte sich setzen, und da der einzige Stuhl im Zimmer mit Tapetenstücken bedeckt war, ließ sie sich auf der untersten Sprosse der Leiter nieder. „Frau von Hilbach wird aufgefordert," las nun dis Kosy laut, „innerhalb von acht Tagen auf der Bürger-, m elfter ei zu erscheinen. Es ist eine Klage der Frau Oberlehrer Specht an die Baupolizei wegen unvorschriftsmäßigev Schornsteinanlagen in dem Hause Saaleufer fünf ssinge- gangen. Der Magistrat. —" Die Kosy las den Brief auch zweimal, und ihr Kopf wurde dunkelrot. Die Pastorin schwebte ins Zimmer, schlug die Hände zusammen und sagte ein paarmal: „Nein, wie entzückend! Ein himmlisches Muster! Dies zarte Rosa und das saftige Grün dazwischen — wirklich reizend!" Als niemand ihr antwortete, sah sie zu Frau von Hilbach, die mit aufgestütztem Kopf auf der Leitersprosse saß und zur Kosy, die noch auf den Brief starrte, hinüber. „Nun?" fragte sie neugierig, „eine Nachricht?" Sie erhielt noch keine Antwort und fragte noch einmal harmlos: „Nun, eine Neuigkeit?" „Ja, Frau Pastern, eine Neuigkeit, eine pikfeine Neuigkeit! Hier lesen Eure gräflichen Gnaden einmal den Brief, und dann sagen Sie uns mal auf Ehr und Gewissen, oh das auch für Sie eine Neuigkeit ist?" Die Pastorin wurde bleich im Gesicht und las den Brief. „Man sollte es nicht für---" Sie wollte sagen: „Man sollte es nicht für möglich halten!" aber die Kosh ließ sie nicht aussprechen „Frau Pastern, versündigen Sie sich nicht! Das hier ist ein Komplott gegen unsere .Frau, und das ist nicht von einer allein geschmiedet worden,, da nehm ich Gift' 162 — Smuf. Da hat die Häuflein drum gewußt, und da hat auch die Frau Pastorin Melzing brivrtt gewußt, das versuchen Sie mal nicht zu leugnen. Die Specht und die Hänflern sind nun einmal so, daß sie ihre Freude am Bosen hauen, aber sie haben trotz allem noch Charakter, tot'U sie nicht heuchlerisch, gegen Frau von Hilbach waren, aber wenn ich so denke, daß Sie abends seelenruhig! ber uns fitzen und über die Specht und die Häuflein schimpfen und haben doch geholfen, unsere Frau unglücklich zu machen, dann ' Ihre Stimme stockte vor Erregung, ihre Augen blitz- ten, sie hatte ihre kolossale Figur aufgerichtet und stand! wie ein Strafrichter vor der kleinen, zitternden Pastorin. „Meine Baldriantropfen! Meine Baldriantropfen!" Wimmerte die plötzlich, „ich bekomm meinen Anfall!" ©ie ließ den Brief auf die Erde fallen und rannte aus dem Zimmer; die Kosh lachte gellend hinter ihr her. „Mütterchen!" schmeichelte Erwin und versuchte seiner Mutter die Hände vom Gesicht zu ziehen. Frau von Hil- Lach sah noch auf der untersten Leitersprosse und weinte; sie iveinte nicht wegen der Sache selbst, denn sie wußte fa nicht, was das zu bedeuten hatte; aber daß man ihr mit Willen ein Leid zufügte, über die Schlechtigkeit der Menschen, die sie umgaben, und ganz besonders über der Pastorin Handlungsweise, darüber mußte sie weinen. Sie fühlte sich auch wieder so grenzenlos verlassen wie ein Mensch, der ertrinken muß und beni auf seine Hilferufe niemand antwortet. — In dieser letzten Zeit war sie so ruhig und froh ge- i wesen; der stete Verkehr mit der Kosh, die ihre Gedanken immer wieder aufs Greifbare, Praktische richtete, hatte ihr I hinweggeholfen über viel unnütze Grübeleien, nun aber fühlte sie, daß sie doch allein war; sie fürchtete sich vor sich vor dem, was die Kosh jetzt sagen würde. Warum auch war das Schicksal so hart und unver- ständig, warum mußte gerade sie berufen sein, einen so harten Kampf mit fauter kleinen, häßlichen Widerwärtigkeiten zu kämpfen, sie, die so wenig mit den dazu gehörigen Waffen ausgerüstet war! Und wenn sie es auch wollte, wenn sie sich alle Mühe gab, sie brachte es nicht fertig, das zu werden, was die Kosh „vernünftig" nannte. Kam ihr einer mit Tränen und Bitten, dann ivar es ihr unmöglich ein „Nein" zu sagen, und wenn sie tausendmal wußte, daß der Betreffende im gleichen Falle mit Wonne eine Bitte von ihr abgeschlagen hätte. „Daß du mich so ganz allein lassen konntest!" dachte sie trostlos und wehrte den kleinen Jungen ab, der ihr tarnt er noch die Hände vom Gesicht ziehen wollte und schließlich selbst weinen mußte, weil seine Mutter sich nicht trösten ließ. „Da hilft nu alles Reden nicht, Frau von Hilbach!" sagte die Kosh, „lassen Sie mal die Dapeziererei für heute sein un!d gehen Sie gleich zur Bürgermeisterei, damit wir Klarheit kriegen; bis viere ist da offen. Ich würde die paar Streifen mit dem Jungchen fertig aufkleben, aber tn letzter Zeit hab ich wieder mit Rheumatismus zu tun und kann die Arme nicht ausrecken. Es hat auch Zeit, wenn Sie's morgen früh fertig machen. Ziehen Sie sich nett an und waschen Sie sich die Augen aus. Nie jemand merken lassen, daß einem was nah geht, das kann ich Ihnen nicht oft genug sagen, Frau von Hilbach." Sie begann die umherliegenden Tapetenreste aufzu- heben. „Nichts wegwerfen von der Tapete, Jungchen!" ermahnte sie den Kleinen, der betrübt an dem Eimer mit dem Mehlkleister stand. „Das kann man all noch mal zum Flicken brauchen. Meine selige Mutter hat auch das Prinzip gehabt, nie was wegzuwerfen, und to ernt’§ ein Lumpen war. Ja, Frau von Hilbach, das geht Sie auch an. „Alles, was du unnötig wegwirsst, wirst du ttoch einmal suchen müssen!" hat sie tarntet gesagt, und das hatte sie von dem Paster, der sie eingesegnet hat. Wer wir wollen nicht erst ins Reden kommen. Hören Sie auf tu weinen, Frau von Hilbach, und machen Sie sich fertig, kommen Sie!" Sie zog ihre Herrin von der Leiter empor und ging mit ihr die Treppen hinunter. „Du kattnst mal inzwischen in den Garten laufen, Erwin, aber nicht zu «ah an die Saale, nur daß Mama Ruhe hat." Sie half ihrer Frau beim Anziehen und geleitete sie bis an die Brücke. „Courage!" rief sie ihr nach, aber wie sie allein zurück? Geschichte des psstwesenr im Grotzherzogtum Hessen. Von M. Koehler und R. G o l d m a n n. II. Die Post im 17. Jahrhundert. Während des Dreißigjährigen Krieges hatte sich das Daxissch's Postwesen des besonderen Kaiserlichen Schutzes zu erfreuen, konnte sich aber trotzdem infolge des verwahrlosten Zustandes der Straßen und der häufigen Raubanfälle nicht weiter entwickeln. Erst nach Beendigung des Krieges (1648) wurde mit dem weiteren Aus- bau des Postwesens begönnern Eine kaiserliche Urkunde vom 2. Septeinber 1649 ordnete an: „das Postwescn int Retche wiederum neu einzurichten und weiter zu extendiren". Diese Ausdehnung stieß jedoch bei einzelnen Reichsständen und Gebietsherren Mr ging, war ihr selbst Kopf und Herz schwer, und sie mußte sich tat Garten auf eine Bank setzen. . Das ging über ihren Horizont, daß man Schleching-! feit und Haß so weit treiben konnte, und fie_ sah sich das! graue, lange Haus an, wie man einen Menschen ansieht, der einem großen Kummer macht und von dem man eine Verantwortung erwartet. — Nach etwa einer Stunde, als sie Frau von Hilbach über die Brücke kommen sah, forderte sie den Kleinen auf: „Jungchen, lauf mal deiner Mutter entgegen!" Das Kind warf Spateit uttd Schaufel, mit der es gearbeitet hatte, hin und rannte den schmalen Weg entlang. „ . „ „Mütterchen!" rief der Junge, nahm rhre yand und sah fie angstvoll an. Frau von Hilbach ging langsam, fie stützte sich auf ihr Kind. Der Kops tat ihr weh, und jedes einzelne Glied schmerzte sie. „Nanu?" fragte die Kosh; aber Frau von Hilbach antwortete nichts. Die Alte wollte sie in den Garten ziehen, aber sie deutete auf das Haus, ging durch die Vorder- stübchen, die schon für Fremde her gerichtet waren und fiel in der großen Mittelstube auf einen Sessel. „Manu?" fragte die Kosh noch einmal itnb nahm ihr Hut und Handschuhe ab. — . . „Kosh," sagte Frau von Hilbach lerse, „nun geb rch alles auf, wir brauchen gar nicht weiter zu arbeiten, wir können alles liegen lassen, es ist ja doch verloren!" „I, das wär noch schöner!" sagte dre Kosy. „Gey mal raus, Jungchen, bu .brauchst nicht altes anzuhoren. Nu erzählet: Die mal!" t , 'Frau von Hilbach sah jns Leere. „Und dazu noch meine eigene Schuld, Kosy!" „Ihre eigene Schuld? Haben Sie etwa Ihre Schorn- steine gebaut?" _• Das ist's nicht allein, Kosy!" berichtete Frau von Hilbach. „Das mit d-n Schornsteinen soll erst von Sachverständigen untersucht werden. Ms September müssen wir die Rohre, die nicht gebraucht werden, zustopfen, aber---" „Nu, was denn, „aber"?" — „An: ersten Januar, Kosy, als sie uns alle miidrg- ten und ich so .krank war, hab ich einen Brief bekommen, von dem ich Ihnen nichts gesagt habe. Aus Naumburg war der; die zweite Hypothek wurde zum Juli ge- kündrgt!" Was?" "Ja, Kosh, ich erinnere piich noch genau, daß ich damals'dachte: bis zum ersten Julr ist noch ein halbes Jahr, und weil wir schon so viel Trauriges an den: Tag hatten, wollte ich Ihnen das erst später sagen, und bann hab rch den Brief vergessen, ganz vergessen, Kosy! Heute nun wmo ich an ber Bürgermeisterei gefragt, was für Hypotheken auf dem Hause stehen, sind da — — —" Sie schluchzte auf. „Da fiel mir auf einmal der »rief wieder ein, und ich sagte es an ber Bürgermeisterei--" Ja der eine, ich weiß den Namen nicht mehr, meinte, die zweite Hypothek sei zu groß für den Wert unseres Hauses, und ich würde Mühe haben, eine neue zu bekommen weil doch jetzt schon der erste April vorüber ist, Kosy, und wenn wir keine bekommen, wenn wir wegen der Schornsteine bauen müssen, bann behält die Specht doch recht, und sie nehmen uns das Haus." Sie sagte Pas letzte ganz lers, ganz langsam, so, als ob es unmöglich sei, das auszusprechen; ihr Kops war bis auf die Knie herabgesunken, und ihr ganzer Körpers bebte, weil sie so heftig schluchzen mußte. (Fortsetzung folgt.) 163 reiche! Private und ftemdländische Postverbmdungen. In Oberhessen waren es namentlich die Hessen-Casselschen Posten, bte sich damals trotz aller taxisschen und kaiserlichen Drohungen gut entwickelten und auch in Gießen ein eigenes Postamt*) unterhielten. Ferner hatten die Städte Worms, Mannherrn', »erdel- berg, Weinheim, Wetzlar und Coburg durch wgenanute Landkutschen eigene Postverbindungen mit Frankfurt hergestetlt. Mit der Wormser Landkutsche, bte ut Frankfurt Menstags und Donnerstags ankam und von da Mittwochs und Frertags wieder abging, dursten jedoch nur Bürger 'der Stadt Worrns befördert rmd „auch keinem Anderen als den zu Worms lrch Aushaltenden gehörige Maare zugeführt" werden. Außer diesen Landkutschen verkehrsten damals noch zahlretche Botenposten. So gingen regelmäßig em- oder mehrmals m, der Woche besondere Boten von Büdingen, L aub ach, Lauterbach, Offenbach und Michelstadt nach Frankfurt. Wichtiger als diese Botenposten und Landkutschen waren chre durch hessisches Gebiet gelegten fremdländischen Kurse. Bereits im Jahre 1662 hatte der braunschweigiesche Postmeister Nmiiber eine „ordinari Post" zivischen Frankfurt und Hamburg angelegst Man stieg in Frankfurt im goldeneir Löwen, m Fr"dberg im Schwanen, in Butzbach un Hirschen, m Gießen E wilden Mann und in Marburg bei Michael Weymar em. wie Post ging in Frankfurt jeden Donnerstag mittag ab. Die La;,« betrug von Franffurt nach Friedberg 1 Thal er, nach undvvN Gießen je IV2 Thaler usw. Seit dem Jahre 1690 vertegrt« auch eine taxissche fahreiide Post zwischen Frankfurt und Nürnberg und berührte entweder Dieburg,oder Seligenstadt. Zu endloseir Streitigkeiten zwischen Taxis und Äessen-Casset führte die Einrichtung des Hffseii-^sselischen Postwagenkursesf Wetzlar—F r i e d b e r g—Frankfurt un Jahre 1696. Tie.erfolglos beim Reichskammergericht und beim Kaiser von Taxis vor- gebrachteu Beschwerden richteten sich auch gegen, die freie Reichsstadt Friedberg, weil daselbst em Hessen-Casselsches Postschildl [ ausgehängt war und die „Schäfferische Wittib" als Hessen-Casselsche i Zn'' dm "Taxisscheii- Braunschweigischen, D^bN^asse^^ Postver'bindungeii trat im Jahre 1704 ern pfälzischer B°stwagen- „ kurs, der auf Befehl des Kurfürsten Johann Wilhelm, Pfalzgrafen !t I bei Rhein durch den Konuuerzienrat Aussem m Mulherm enr- ’ gerichtet wurde. Dieser sogenannte Aussemsche Postwagen gmg dreimal in der Woche von Düsseldorf über Wetzlar und Franks« Fan-Uie Taxis! Beschwmchen^-PoAoükSbmigm und Briefgeheinmisver- letzungen — erhoben wurden. . ersten Anfangs Auch m Hessen ftndeut wir m dmer: am Bcftünmteni einer selbständigen Landespost mitf i Philipp der Groß?- An'kimsts- und Abgangszeiten. Broai bie ^ste wütige (1518 bis 1567) für dre »ert ffmng «%c^nnt 'ist flere^tten / 961° a bey einer, sein Ausspruch: ..,Mair soll enen NMten^ renn^„ Jedoch Straße (guter Muntze und H"^"^Mostverbinchingen kam es erst zur Einrichtung ständiger und eigener vmv bab|rt Rüsselsheim, Zwingmberg, Bicke^ach^Msbach, K^U l RM W8S& ÄÄ" - i'°« “lÄlinbm,« d°s MMM e?B°t7ab.estAi?, dm über Frankfurt, bis Ober-Roßbach gmg ZZK8LLL-MW..... --LS-W-WMM...... “ Roßbach der^ellner ff Aoß-Linden^^-G t ^er englische Schriftsteller Frank Harris verössentlicht emen $em£T füllten schmutziges jüdisches Schwein; animalisch, zeichnete Verordnung auch aufgefordert, sich der „Kayserft | . ... ' i^chutzig." „Ja," sagte Harris, „schmutz,g, wie ete und ordinari Post", zii bedienen. Umgekehrt wurden offenbar auch m 'nd alle Menschen si>id; Sie kennen das französische Sprichwort die „Canzleyposteii" zur Beförderung von Bmespaketen dar Kaiser- ^ animal bon homme." „Ihre Franzosen .sind auch Schweme, Men Posten verwendet. Hierfür spricht em dem Marburger | . te ber Qlte starre Puritaner, „aber nicht ich und nicht alle Canzley-Boten un Jahre 1634 vom Frankfurter (Taxisschen) °ru nm _ _ $ ' ek mlt gbrem Humor in dieser Weise gegen Ober-Postmeister Johannes von der Kirchden ausgefertigter m ST U können, erstaunt mich," begann Harris wieder, „Sie Anlage III abgedruckter Geleitpaß. I =nter Men Menschen müßten Heines Humor schätzen." — „Er hatte Zu einer Weiterentwicklung der Hessieschen Canzlehpost zu I____ MÄSÄ8ÄJS|. •)«««*»*Wfc«*• w**«* des Migen Großherzogtums neben den taxisschen Posten zahl- Jahre 180^ 164 Humor/ gab Carlyke za, „und sonderbar, „daß keiner der alten indischen Schriftsteller Humor hatte; die ivaren alle ernst, zu ernst. Wo hat wohl Heine seinen Humor her? Er muß doch deutsches Blut in sich gehabt haben; die Deutschen haben Humor; Richter hatte sehr viel davon und vom feinsten." „Sie müssen viele berühmte Männer Ihrer Zeit kennen gelernt haben," begann Harris wiederum, nm der Konversation eine andere Richtung zu geben. „Wer war der Größte darunter ?" — „Emerson." fagt'e Carlyle schort, „Emerson weitaus der Edelste." „Größer als Darwin?" fragte Harris, — „aber vielleicht haben Sie Darwin nicht gekannt?" — „Ich kannte beide Brüder sehr gut," sagte Carlyle. „Ich hielt anfangs nicht sehr viel von Charles; aber wir Menschen sind ja blind Als er von der Beagle-Forschungsreise zurückkam, traf ich ihn in Gesellschaft bei der Lady — ivo er alle Damen um sich hatte — mehr als ihm gut ivar — und ließ mir von ihm seine Theorie erklären." „Das muß wunderbar geivesen sein," warf Harris ein, „Darwin den Darwinismus erklären zu hören." „Er erklärte ganz gut," fuhr Carlyle fort, „ich sah, ich hatte den Mann unterschätzt. Allerdings, seine Theorie war alt, alt ivie die Erde — nichts darin, nichts, führt nirgends hin — Schall und Lärm, die nichts bedeuten." Daun lächelte der Alte vor sich hin. „Als Darwin einige Zeit gesprochen hatte, war ein Sroßer Kreis von Leuten um uns, die mit offenem Munde zuhörten. jch ließ ihn ausreden und sagte dann: Das ist alles sehr interessant, Darwin, wie wir Menschen uns aus Affen entwickelt haben und so weiter, und vielleicht ist es wahr — und dabei sah ich mich im Kreise um — nein, ich sehe keinen Grund, das zu bezweifeln. Aber was ich wissen möchte: wie sollen wir die gegenwärtige Generation verhindern, sich zu Affen zu entwickeln? Das scheint mir die wichtige Frage." Und Carlyle lachte in Erinnerung an die Szene, bis ihn ein Hustenkrampf unterbrach. Diese Spaziergänge, während deren auch die intimsten Angelegenheiten aus Carlyles Leben zur Sprache kamen, fanden ungefähr in den Jahren 1878/79 statt. brüllende Brandung an der Küste ihr einziges OrientierilnM mittel über den Stand ihres Schiffes. Nur zu wenig ist es bekannt, unter welchen schwierigen Untii ständen und mit welcher Aufopferung an Kraft und Mut die schönen Seefische auf unserem Tische dem Meere abgewonnen werden. Wenn dann der Dampfer von seiner gefahrvollen Steife heimkehrt und eine reiche Beute mitbringt, so ist es leider häufig der Fall, daß der Erlös die anfgewandte Mühe und den ausgestandenen Gefahren nicht entspricht. Die besten Fische, wie sie an unseren großen Fischmärkten in Altona, Bremerhaven, Cuxhaven, Hamburg, Nordenham und Geestemünde täglich von den Fischdampfern in Mengen zum Verkauf gebracht werden, finden sehr ost nicht die Anerkennung, die sie als Nahrungsmittel des Volkes verdienen.. Wissenschaftliche Untersuchungen haben längst etnwandsfrei dar- getan, daß der Eiweißgehalt der Fische im Verhältnis zum Fleisch der Warmblüter und in Anbetracht der gezahlten Preise ein sehr hoher ist. Für eine Mark bekommt man beim Fischfleisch nach den Untersuchungen von Professor Dr. Lehmann, Göttingen, ungefähr das Dreifache an Eiweis als beim Rindfleisch. Bei der jetzigen Fleischteuerung ist das Verhältnis natürlich noch wesentlich günstiger für das Fischfleisch. Hier steht ein Nahrungsmittel zur Verfügung, das infolge seiner vorzüglichen Eigenschaft Anspruch hat, sehr viel höher bewertet zu werden, als es zurzeit in Deutschland der Fall ist. Alle Gefahren und Schwierigkeiten^ die seine Gewinnung bedingt, der harte Beruf des Seefischers, sie können ihren Ausgleich finden in dem Interesse, das die deutsche Hausfrau den Seefischen zum wohl verstandenen eigenen Nutzen entgegenbringen muß. Hier ist eine nationale Frauen^ arbeit zu leisten, wie sie edler und schöner nicht gedacht werden kann. Möchten unsere deutschen Hausfrauen alle den Versuch machen, und bei der Behandlung und Verwertung des See- fisches daran denken, wie schwer der Seefischer bei seiner Gewinnung gearbeitet hat, und demgemäß auch die Sorgfalt verwenden, die den Fisch zu der ihm gebührenden Geltung bringt« (Ein schwerer Beruf. Von Fischerei-Inspektor Duge< Unter den verschiedenen Berufsarten ist die Seefahrt jedenfalls eine der schwersten. Nicht nur, daß sie an Körper und Geist die schwersten Anforderungen stellt und die härtesten und selbstbewußtesten Männer erfordert, sondern sie hat daneben manche in das Leben des Menschen tief eingreifende und ihn formende Eigenschaften. Die dauernde Abwesenheit von der Familie, das Leben mit denselben Menschen auf engem Raum, die Entbehrung aller geisttgeu und leiblichen Genüsse, die der Landbewohner zu feinen Lebensbedürfnissen rechnet, alle diese UmMnde tragen dazu bei, dem Seemann feilt Aeußeres und seinen Charakter zu geben. Wir begegnen unter unfern Seeleuten vielfach ernsten, festen und auch verschlossenen Charakteren, die jedoch einer inneren Abklärung und eines klaren Blickes für alles Praktische nicht entbehren. Die schwerste Art aller Schiffahrtsbetriebe ist von altersher die Hochseefischerei gewesen. Früher verstand man unter Hochseefischerei den Walfang. Jahrelang waren die auf den Walfangschiffen tätigen Leute von allem Verkehr mit der Außenwelt abgeschlossen. Im Kampfe mit den Elementen im eisigen Norden erwarben sie auf der Jagd nach dem gewaltigen Säugetter des Meeres große Werte für die Zivilisierte Welt. Die moderne Hochseefischerei, nachdem sie sich die Dampfkrast zunutze gemacht hat, weicht in ihrer Art von dem Walfang bedeutend ab, besonders was die Dauer der Reisen betrifft. Der moderne Fischdampfer kehrt zwar in kurzen Zwischenräumen in den Hafen zurück, aber die Kostspieligkeit des Betriebes bedingt es auch, daß er mit der größten Beschleunigung wieder in See hinaus muß und seine Besatzung ost nicht die Zeit findet, ihre Familie zu sehen, jedenfalls im günstigsten Falle ihr nur einige Sttrnden widmen kann, wenn sie im Anlaufhafen wohnt. Auf See gestaltet sich der Beruf des Hochseefischers ebenso schwierig als der des stüheren Walfischsängers. Das schwere Retz muß unter allen Umständen bei Tag und Nacht, bei Sturm und Univetter ausgesetzt und eingeholt werden. Die Bearbeitung der gefangenen Fische ist unter jeder Bedingung sofort nach dem Fange vorzuuehmen, denn es handelt sich darum, den Fisch zu schlachten, abbluten zu lassen, zu entweiden, zu waschen und in sauberem Eis sorgfältig zu verpacken, damit er den Konsumenten in der besten Verfassung zugeführt werden kann. Immer weiter ist man hinaus- gegangen, um gute und lohnende Fanggründe aufzufinden und heute spielt sich ein wesentlicher Teil nuferer deutschen Hochseefischerei während des Winters in den unwirtlichen Gewässern ton Island herum ab. Hier, wo nur für Stunden am Tage und zwar in der Mittagszeit die «Sonne ein fahles Dämmerlicht zu verbreiten vermag und im übrigen dauernde Nacht herrscht, arbeiten unsere Hochseefischer Mit Anstrengung aller Körper- und Getsteskrast, um ihren Fang zu erlangen. Schwere Stürme, Schurr Und Ers hindern sie ost tage» und wochenlang, irgend etwas anderes als die gnaue wilde See zu sehen und vielfach ist die humoristisches. * B r o w n: „Wie kommen Sie dazu, mich in dieser Weise zu betrügen? Sie sagten, daß die Kette, die ich hier kaufte, bis an mein Lebensende halten würde, und hier ist die ganze Versilberung in einem Monat abgescheuert!" — Isaacs: „Mein Freund, ich sagte, die Kette würde halten bis an Ihr Lebensende, weil Sie, als Sip sie kauften, so elend aussahen, daß ich dachte. Sie würden nicht leben bis ans Ende der Woche." * Berühmter Maler (wütend): „Ich höre, daß Sie bannt prahlen, Sie hätten unter mir Ihre Stttdien betrieben. — Junger Maler (gelassen): „Und so war es, denn ich hatte fast einen Monat lang ein Atelier unter dem Ihrigen inne." * Ein Rechtsanwalt, der zu einem Diner geladen worden war, wobei der Gastgeber allerlei juristischen Rat aus ihm herans- gefragt hatte, sandte für seine Bemühungen eine Rechnung. Sein Gastgeber antwortete hierauf mit einer Rechnung für das von dem Rechtsanwalt verzehrte Muer. Aber der letztere war der Situation gewachsen und drohte prompt mit einer Klage wegen Verkaufs von Wein ohne Konzession, wodurch er seinen Gegner znm Schweigen brachte. Rösselsprung. nur ver nicht tig zeit wär' hoffen würden kehrte ten her beste zen zu men tig scheu nüns wir unferm immer schaf zen wär' hoffen würden ewig das hasten wille kehrte ten her beste fünf und leiden ver zen zu men tig hätten an Aullöiung in nächster ’Jtummeei Auflösung des magischen Quadrats in voriger Nummer.' M A I N A H L E L L E N E E B Redaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühk'schen Universität«-Buch- und Steindruckerei, R. Lang«, Vieh«»