M. 25 MD HW W (Nachdruck verboten! Er kam nun wirklich jeden im großen Lehnstuhl am Ofen k- «w >md d>° ^^2ude^Umstauch^daß die Pastorin sich nun einen Advokaten tu Gotha angeschafft hatte, der aber gar kern eigentlich studierter Advokat, sondern einer von denen war, die ganz besondere Kniffe haben, gab zu Erörterungen Wer was war alt das gegen das eine, das Nrrglaub- lickc? was sich im Haufe abspielte? Diese Frau vorr Hilbach, dre immer tat, gl» sei fte + j iiiter Armut viel mehr als dte Mieter ihres Laufe« voU deren Geld sie doch lebte, diese hochmütige Frau "von Hilbach hatte einen wildfremden Menschen da unten bei ich wohnen, schlief Wand an« mit ihm, hmb iebeit Abend saß er stundenlang, oft bis spat tu dte Mackt hinein in ihrem Zimmer, und das alte Gentusewctb Umschmeichelte diesen Menschen, der kaum den Hiu abnahtn, wenn er einem im Flur begegnete und der überhaupt so düster fast unheimlich aüssah, und erzählte sederiuan , was Mr eirt guter, ernster, gediegener Mensch er. set und daß Frau von Hilbach ordentlich auflebe, feu er tm ?ause ci’n%(,ß wie man es nennen will! Ein direktes Ge- beint'nis 'ist es nicht, eigentlich nur ein Plan, und auch fU nicht einmal. Ich muß Ihnen da.wach erzählen, und bann werden Sie selbst «teilen Sehen Ste^mal. im^ . .r(. daraus? o Sie ließ einen Baumeister kommen, tntt denL sie natürlich auch unter einer Decke steckt und der erklärt die Oefen seien gut und das ganze Haus set in Ord- ... ' 11Hs vorschriftsmäßig gebaut, ittib tute ich thm sagte, R^-teil wahren Ich hab ntir nun aus meine Kosten -WS-LS-SSW wert sei gegen alle polizeilichen Vorschristeu gebaut, und Frau von Hilbach könne von Glück sagen, daß sie svgut, Feou 'sirfiotfinbp denn löcitn da einer mal den ü? das alte Saalehaus das letzte Stündchen geschlagen, I f A mic allein bad Umbauen vmt all beu Schornsteinen kostete, könne die junge Frau nie ausbringen. (Fortsetzung folgt.) to°'”eie wird nicht einmal rot, lvenn man sie auf der Straüe scharf ansieht!" sagte die Specht empört. „stM Geaenteil es ist, als ob sie lachen-wolle, und der kleine Fnnae länst il n bis ans Gradierwerk entgegen, lvenn er STtfä, W, «*■ IW «ich «M*. Renten. So einem armen Smb kann man dasenatuzttch L;fßt Übelnehmen, das ist nur zu bedauern. Aber wa» meinen Sie wohl, was da unten wohl al.es Vorgehen mag, S weh“ »em die zwei fo allein sind, was meinen Sie wohl?" ' ? Die Häuslein meinte gar nichts, sie lächelte nur unv sagte höchstens: „Ich habe sie nie anders taxiert! Aber es tat ihr wohl, wenn die Specht all ihre Galle an der jungen Frau ausließ, denn sie hatte die Enttauschiing mit lern Lasker noch nicht verwunden, und diesen ..renschcU' der ihr solche Schmach angetan, den hatte sie durch Frau von Hilbach kennen gelernt, und da ihr Haß einen Gegoti- stand haben mußte, übertrug sie ihn aus dir Her on der Frau von Hilbach, die ihr nie sympathisch gewesen war. „Dabei kann man sich doch au feinen fünf Fingern abräblen daß so ein Mensch, der Mele Wocyen lang un Winter Sommerfrische genießt, nichts Reelles ist. Da» mit dem Doktortitel wird wohl auch nicht ganz stimmen, denn einer, der doch nur einigermaßen was zu tun hat .geht nicht mir nichts dir nichts mitten rm Winter auf Sommerfrische, die Pastorin ist )« auch nicht klug geworden aus der ganzen Sache. Sie hat mir erzählt, die erste Nacht hätte Frau von Hilbach partout nicht mit dem Menschen allein unten schlafen wollen und. hatte sie und ihre Wirtschafterin hintmelhoch gebeten, 6et ihr zu bleiben, und nun unterhalten sie sich so interessiert, daß es förmlich beleidigend für die Pastorin geworden ist, so wenig wurde sie beachtet; nun geht sie nur noch ganz selten abends herunter und sitzt lieber oben nutt t er; e et eit a (u in, als so was ansehen zu müssen. Es ist doch eigentlich skandalös/' l man 6aslt sagen?" meinte die Häuflein achselzuckend. „Sie wird doch auch das Geld, was er ihr ,Ür “ÄSSS- lachte die.Specht. „Die Kosczyskowsky sagt, sie bekäme zehn Mark die Woche ohne Frühstück und Bedienung, und ihr gäbe er jede Woche zwei Mark extra als Trinkgeld. Nun, und wenn sich das wirklich so verhält, nützen tut ihr das mich nicht viel, denn halten kann sie das Haus doch nicht Wir werden ia sehen warten Sie mal ab, ob ich recht behalte, ich be lauste, es vergeht kein Fahr, dann iü ^aus un/kr dem Hammer. Wir werden uns wieder sprechen! ■ Dar getupfte Band. Eine Detektivgeschichte von C o n a U Dohle. (Fortsetzung.) Rock dieser Schiiderung werden Sie mir gerne glauben/ , r "sLa Qpr.m meiner armen Schwester Julia und nur wenig Su“ WW* d-i ito.Mei&n unb lange ■mufcteii wir die ganze Hausarbeit allein verrichten. iJb» oleicf) sie^bci ihrem Tooe erst dreißig Jahre alt war, fing doch ihr Haar auch bereits an grau zu werden wie bn» meine. Sditöcftct ift alfo Qcftoibcn ? ... -> < _ "cvq. e§ ist gerade zwei Jahre her; und von ihrem srode möchte^ ich Ihnen eben Genaueres imtteikn. . Sie werden beareislich finven, daß wir bei dein Leben, wie ich es JhneU soeben beschrieben habe, wenig Gelegenheit zum Berkehr nut insersaw chen hatten. Nur bei unserer Tante tzonona W-stpMl, Ä"unverheirateten Schwester meiner Mutter, me n'.du Gegend von Darrow wohnt, durften wir von Zett zu Zeit ulten ti ä Besuch machen. Vor zwar Jahren lernte Julia bei cmem ^lch^ Besuch über Weihnachten einen auf Halbsotd ^eietzten , ft Slatlnc tennen, mit .dem si- M> W । Vater erhob gegen die Verbindting tetm 1-cmwenoung, — 99 — verständlich?" jenem schrecklichen Abend zog sich unser deutete, als em neuer gratzncyer rcrarnpiaiiiai uyi oit uu ... «**•" ‘tvy. liw4«en Arme ab Munde erstickte. Ich wollte eben unfern Stiefvater herbeiholen rühreiid, zeichneten sich aus ,mnvm und rief laut nach ihm: da kam er mir bereits im Schlafrock „Sie sind mißhandelt worden, sagir voime» m g e >e O Ä it l, id !N m or Vater?" . „„ „Warum? Was wollen Sic bannt sagen? Als Antwort schlugt Holmes die Spitzenmanchette zurück, welche, das rechte Handgelenk der Erzählerin bedeckte Kuns kleine blaue Male, sichtlin; von funs Fmgcrn inne, das zweite meine Schwester und Eine Verbindung zivischen ihnen besteht vierzehn Tage vor dem für die Hochzeit festgesetzten Zeitpunkt trat das schreckliche Ereignis ein, das mich meiner einzigen Gefährtin beraubte." . . Holmes, der unterdessen mit geschloneueu Augen ut sc men Armstuhl zurückgelehnt, den Kopf im Kissen vergraben, zugehört hatte, schlug nun die Lider ein 'wenig auf und warf erneu Blick auf die Erzählerin. „'Bitte, vergessen Sie auch nicht den kleinsten Umstand," entgegengeeilt. Als er zu meiner Schwester trat, hatte die;e bereits das Bewußtsein verloren. Er flößte ihr noch Kognak cm und ließ auch ärztliche Hilfe aus dem Dorfe herbeiholeu, aber es nützte alles nichts mehr, sie wurde immer schwächer und starb, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Dies waren die Umstände, unter denen ich meine geliebte Schwester verloren habe." . „Einen Augenblick!" unterbrach sie Holmes, „haben «ic das Pfeifen und den metallenen. Klang ganz bestimmt wahrgeirommen? Könnten Sie daraus schwüren?" „Dasselbe fragte mich auch der Gerichisarzt bei der. iroten- schau. Ich habe zwar den durchaus bestimmten Eindruck, als hätte ich beides gehört, doch kann ich mich nm Ende auch ge- täuscht haben; bei dem Tosen des Sturmes erkrachie ja das alte Haus in allen Fugen." „War Ihre Schtvestcr angekleidet?" „Rein, sie trug nur ihr Nachtgewand. In der rechten Hand hielt sie noch ein herabgebranntes Lichtstümpfchen iind in der linken eine Zündholzschachtel." „Woraus hervorgeht, daß sie Licht gemacht und sich iNiw geschaut hatte, als das Geräusch entstand. Das ist von Wichtigkeit. Und zu welchem Ergebnis gelangte der Leichenbeschauer? „Er untersuchte den Fall sehr sorgfältig, denn das auffallende Treiben unseres Stiefvaters war in der ganzen Grafschaft bekannt; er war jedoch nicht imstande, eine bestimmte Todesursache zu entdecken. Aus meinem Zeugnis ging hervor,, daß die Tür von innen verschlossen gewesen war, und die Fenster waren durch altmodische Läden mit breiten Eisenstäben, verrammelt, die jede Nacht vorgelegt ivurden. Auch die Wände untersuchte man sorgfältig, fand sie jedoch völlig unversehrt und fest, ebenso wie den Fußboden. Der Kamin ist zivar weit, aber mit vier starken Eisenstäben vergittert. Meine Schwester war also zweifel- los ganz allein, als ihr Geschick sie ereilte. Auch von äußerer Gewalt war keine Spur an ihr zu entdecken." „Und Gift — wie steht es damit?" „Die Leiche wurde von ärztlicher Seite daraufhin untersucht, aber ohne Erfolg." . „Was ist nun Ihre Ansicht über die Ursache dieses bedauere lichen Todesfalls?" . „Ich bin der Meinung, daß meine Schwester lediglich w. folge einer durch Schrecken verursachten Nervenerschütterung starb/ obwohl ich von der Ursache dieses Schreckens keine Ahnung habe. „Hielten sich zu jener Zeit Zigeuner in den, Anlagen am Hause auf?" „Jawohl; es sind fast immer ivelche da? „So, so; und >vas glauben Sie, daß Ihre Schwester nut der Andeutung von einem „getupften Band" oder auch einer „getupften Bande" meinte?" n „Das möchte ich manchmal lediglich für eine Ausgeburt des Fieberwahns halten: daun meine ich aber auch wieder, es könnte sich auf eine Bande vpn Menschen, vielleicht gerade auf biei Zigeuner in den Anlagen, bezogen haben. Möglich, daß die getupften Tücher, die viele von ihnen nm den Kopf tragen, ihr zik der ausfallenden Bezeichnung Anlaß gegeben haben." , Holmes schüttelte den Kopf, als sei er ganz und gar nicht besiiedigt. imd) ganj Dunkeln," meinte er, „bitte fahren Sie in Ihrer Erzählung fort." . „ , „Zivci Jahre sind seitdem vergangen, und mein Leben war inzwischen einsamer als je. Bor einem Monat jedoch hat nur ein lieber langjähriger Bekannter Namens Percy Armitage die Ehre erwiesen, um meine Hand anzuhalten. Mein Stiefvater hat nichts dagegen, und so soll unsere Verbindung noch in diesem Frühjahr stattfindcn. Seit zwei Tagen hat man begonnen, Ausbesserungen an dem westlichen Flügel unseres Wohnhauses vorzunehmen, wobei die Wand an meinem Schlafzunmer durchbrochen ivurde, so das; ich das Zimmer, in dem meine Schwester starb, beziehen und in bereit Bette schlafen mußte. Stellen Sie sich nun meinen gräßlichen Schrecken vor, als ich in der letzten Nacht, während ich gerade mit dem Gedanken an ihr schreckliches Geschick beschäftigt wachend dalag, plötzlich das leise Pfeifen vernahm, das ihren Tod vorhervcrkündet hatte. Ich sprang auf und steckte die Lampe au, vermochte redoch nichts im Zimmer zu entdecken. Zu erregt, um wieder zu Bette zu gehen, kleidete ich mich an und schlich mich, sobald der Tag graute, aus dem Hause, ließ mir in dein gegenüberliegenden Wirtshaus zur Krone einen Wagen anfpannen und fiihr nach Leatherhead; von da bin ich heute früh hier eingetroffen zil dem einzigen Zweck, Sie aufzusuchen und um Ihren Rat zu bitten | „Daran haben Sie. sehr wohl getan," versetzte Holmes. „Aber I haben Sie mir auch alles gesagt?" .„Doch nicht, Fräulein Roylott. eie stponen Ihren elief- Hoimes. „Stets." „Und warum das?" , , . r , Ich olaube, ich habe bereits erwähnt, daß unser erief- pater' eine "Tigerkatze und einen Pavian hielt; wir fühlten uns deshalb nicht sicher, wenn unsere Türen nicht verschlossen waren. „Ja freilich. Bitte, fahren Sie nur fort." Ich konnte in jener Nacht keinen Schlaf finden. Ein unbestimmtes Vorgefühl drohenden Unheils bedrückte mich. Sie erinnern sich, daß ich und meine Schwester Zwillinge waren, und Sie wissen ja, wie zart die Bande sind, die zwei so eng verbundene Wesen aneinander ketten. Es war eine unwirtliche Nacht. Draußen beulte der Wind und der Regen schlug klatschend gegen die Laden. »Plötzlich ertönte mitten durch das Tosen des Sturmes der wilde Angstschrei einer weiblichen Stimme. Ich hatte die stimme meiner Schwester erkannt. Eiligst sprang ich aus dem Bette, warf einen Shawl um und stürzte auf den Gang hinaus. Wahrend ich meine Tür öffnete, war es mir, als hörte ich ein leises Pfeifen, wie meine Schwester es beschrieben hatte, und wenige Augenblicke darauf ein klingendes Geräusch wie vom Fall eines schweren metallenen Gegenstandes. An dem Zimmer meiner Schwester stand die Tür bereits offen und drehte sich langsam in den Angeln. Starr vor Entsetzen wartete ich auf den Anblick, der sich mir bieten würde; da sah ich beim Schein der Flur.ampe meine Schwester unter der Tür erscheinen, schreckensbleich, die Hände hilfesuchend ausgestreckt, schwankte sie hin und her, als wäre sie berauscht. Ich eilte auf sie zu und schlang die Arme um sie, aber gerade in diesem Augenblick versagten ihr die Knie. Sie stürzte zu Boden, wand und krümmte sich in furchtbaren Schmerzen, und ihre Glieder zogen sich kranipfhaft zusammen. Ich Meinte zuerst, sie habe mich nicht erkannt, aber als ich mich über sie beugte, stieß sie plötzlich mit einer Stimme, die ich nie vergessen werde, die abgebrochenen, undeutlichen Worte hervor: „£?, mein Glott! < Helene! Es war . . . Band . .! ... getupfte Band. . .!" Sie machte den Versuch, noch etivas zu sagen, wobei sie in der Richtung nach unseres Stiefvaters Schlafzimmer deutete, als ein neuer gräßlicher Krampfanfall ihr die Worte tm „Vollkommen." . „Tie Fenster der drei Zimmer gehen auf den Rasenplatz vor dem Hause. An jenem schrecklichen Abend zog fich unser Stiefvater zeitig in sein Schlafzimmer zurück; trotzdem wußten wir wohl, daß er sich noch nicht zur Ruhe begeben (jake, beim Meine Schwester wurde durch den Geruch der starken indischen Zigarre belästigt, die er zu rauchen pflegte. Sie kam deshalb in mein Zimmer herüber, um noch eine. Zeitlang mit mir über ihre bevorstehende Hochzeit zu plaudern. Es war elf Uhr als sie mich wieder verließ; an der Tür blieb sie jedoch stehen und schaute noch einmal zurück. . £ „Sag' mir, Helene," fragte sie, „hast bu jemals cm Pfeifen mitten in totenstiller Nacht vernommen?" „Nein, niemals." , „ . . „Du hältst es doch nicht etwa siir möglich, day bu selbst im «schlase pfeifen könntest?" „Gewiß nicht, warum, denn?' . In den paar letzten Nächten ertönte immer etwa um drei Uhr "morgens ein leiser heller Pfiff. Ich habe einen leichten Schlaf, und bin davon auigewacht. Woher der Laut nun, kann ich nicht tagen, — vielleicht aus dem Nebenzimmer, vielleicht auch vom Vorplatz herauf. Ich dachte, ich wollte dich doch fragen, ob du es auch, gehört hast." r , ... Nein, ich habe nichts gehört. Das muß von dem Zigeirner- gesindel unten in den Anlagen Herkommen." .... , , Höchst wahrscheinlich; und doch wundere ich mich, daß du es nicht auch gehört hast, luenn es wirklich von unten kam. ' „Ich schlase eben sester als du." Nun es ist ja jedenfalls nichts von Bedeutung, verletzte fie lächelnd; damit schloß sie die Tür und wenige Augenblicke darauf hörte ich sie ihren Schlüssel im Sch oß umdrehen." Schlossen Sic sich denn nachts regelmäßig em?" tragle sagte er. .... ,jTas wird mir nicht schwer fallen, denn alle Vorgänge dieser entsetzlichen Zeit stehen mir noch unauslöschlich tm Gedächtnis. — Das Wohnhaus ist, wie gesagt, sehr alt, und e§ ist zurzeit nur ein Flügel desselben bewohnt. Die Schlafzimmer bennden sich im Erdgeschoß dieses Flügels, während die Wohnzimmer tut Mittleren Stockwerk liegen. Bon den Schlafzimmern hatte das erste unser Stiefvater ' k*3 ”’’ h das dritte ich selbst. nicht, dagegen münden alle auf deiifelben Gang. Ich spreche doch 100 — Vermtifbies Vüchsrtisch. Speisen gekocht oder sonstwie znbereitet werden. * ® i b t e 8 o iit i 9 e Fische? Ein Mitarbeiter des „Kosmos", Handweiser für Naturfreunde < Stuttgart) schreibt hierüber in Heft 1 des neuen (8.) Jahrganges, daß diese Frage unbedingt zu bejahen ist, ganz abgesehen von den schlimmen Wirkungen verdorbenen oder schlecht konservierten Jischfleisches, in dein wuchernde Bakterien starke Gifte, Ptomaine genannt, erzeugen. In kranken Fischen ent- ivickcln sich mitunter wieder andere Toxiite und Toxialbumme (von Bakterien erzeugte giftige Eiweistkörper), die dem Menschen ve^ hängmsvoll werden können; ferner gibt es allem Anschein nach auch bakterielle Krankheiten, die den davon befallenen Fisch nur . . c. < . .. ; l c .r. ns. 1 .___ S4zx hot feinem Genuß dadurch erkranken. Dann sind bei inanchen Fischen aewiffe Organe stets oder nur bei beftimmte« Jahreszeiten für den — Sternbüchlein für das Jahr 1911 von Robert Henseling ^iit 12 Sternkarten und zahlr. Abbildungen, Herans- aegeben vom Kosmos, Gesellschaft der Naturfreimde (Stuttgart, Franckh'sche Bcrlagshandlung). Das Merkchen gibt m fernem ersten Teile einen für jedermann verständlichen Ueberbuck über unser Wissen vom Weltall und int zweiten Teile an der Hand von 12 monatlichen Sternkarten eine gute Orientierung am nächtlichen Himmel. Die praktische Anlage des Büchleins und sem * Äh so! Richter: „Waitu haben Sie das Lokal, in dem sich auch der Angeklagte befand, verlassen?" — Zeuge: „Mit dem Angeklagten." — Richter: „Aber der wurde doch hinaus-: geworfen." — Zeuge: „Ich auch." Skat-Aufgabe. Hinterhand spielt Tress-Solo auf folgende Karten anderen Tieren in die Adern gespritzt, so gehen sie unter Krampten zugrunde. Beim Seeskorpion (Cöttus scörpins) gilt nur das Fleisch des Männchens für schädlich. Andere Fische, deren Fleisch gänzlich ungiftig ist, können mittels der Flossenstrahlen und der Stacheln am Kiemendeckel gefährliche Wunden erzeugen; zuweilen i t es, wie beim Peterniännchen (Trachiuas dräco), em diese Lette bedeckender giftiger Schleim, der böse Entzündungen hervorrn't, bet anderen stehen diese Waffen in Berbiudung mit einem Gttlapparat, der seine Absonderung durch eine Rinne des Strahls in die Wunde ergießt, so daß eine tätliche Blutvergiftung entstehen kann. Die Giftdrüsen sitzen bald in der Haut der Fische, bald im Munde. WKbJ8a(b nach Mittag dürfen Sie uns erwarten. Ich habe selbst noch einige kleine Angelegenheiten zu erledigen. Wollen Sie nicht noch bleiben und etwas frühstücken?" „Nein, ich muß gehen. Es ist mir schon leicht^ ums Herz, seit ich Ihnen anvertraut habe, was mich bedruckt. Ich will jetzt nur an unser Wiedersehen heute nachmittag ^«1. S« zog den dichten schwarzen Schleier wieder über ihr Gesicht und verließ das Zimmer. (Fortsetzung folgt.) Kann das Spiel verloren gehen, wenn noch 21 Augen im Skat legen und die übrigen drei Trümpfe nicht in einer Hand stehen k Auslösung in nächster Nummeri Auflösung des Anagramms in voriger Nummer: Eber, Rebe. I SÄÄSKÄi» hafte Sache," sagte er zuletzt- ,,yd noch tausenberlci Fragen, ^iffe Organe stets oder nur bet bestimmten Jahreszeiten für den ehe ich mich Mer den einzuschlagenden Weg i ) 1 9 ~ I gj;en;c[)en giftig, ganz besonders der Rogen der Barbe wahrend der Und doch dürfen wir tonen Ausblick voÄtE W M | Seltener der von Karpfen, Schleie, Hecht und einigen to0M machen, daß wir die fraglichen Zimmer ohne Witzen es Stiefvaters besichtigen könnten, wenn wir heute nach Stoke Moran * T ü ch t i g. „Dein Schwiegersohn soll ja sehr kaufmännisch sein?" •— „Ja . . . zu kaufmännisch! Wir haben die Hochzeit aus verschiedenen Gründen nm sechs Wochen verschieben mutzen da ivill er jetzt außer der Mitgift noch fünfzehnhundert Mark Verzugszinsen!" . „. , „ * In der Sprechstunde. Arzt: „Ja, mem Lieber, ob Sie wollen oder nicht, das Pulver müssen Sie nehmen, das hilft nichts." — Patient: „Na, wenn's doch nicht hilft, wozu soll ich es da erst nehmen?" . . ,, . 1 * Poetisch. Gastgeber (zum Klavierspieler): „Und wenn! der Schweinskopf mit Zitrone serviert wird, dann, 1 bieten Sie dos schöne Lied: „Kennst du das Land, ioo die Zitronen; * Durch zu starkes Schmüren. Bor der UMttte des übertriebenen Schnürens kann gerade jetzt, m der Tanzsaison, nicht genug gewarnt werden. Fälle, töte z. B. der, der sich dieser ^.age m Altona ereignet hat, geben wirklich zu denken. In der Nacht zum Sonntag stürzte dort in den Bluinensalen bet einem Maskenball während des Tanzens ein sechzelmiahrtgeS Mädchen bewtchl- los zu Boden. Wenige Minuten darauf trat der Tod ein. Die ärztliche Untersuchung ergab, daß der Tod durch zu starke.-Schnuten verursacht sei! * Die Tafel des Mikado. Jeder japanische Untertan hat das Recht, feinem Kaiser Speisen zu schenken, viele betrachten es sogar als moralische Pstickt, und auch dem Mtkado erscheint es als solche, sie auf seiner Tafel erscheinen zu lassen und davon zu kosten, selbst wenn sie ihm nicht zusagen. Für die Mittagsta-el des Mikado wird nach einem Bericht der „Kiautschou-Post" schon m früher Morgenstunde gerüstet. Sämtliche Speisen, dte durch einen Prüfungsrat genau auf Gift und überhaupt auf schädliche Stoffe hm untersucht werden, müssen, soweit als möglich unzerteilt, m ihrer natürlichen Gestalt aufgetragen werden, also die Fische, das Geflügel usw. alles ganz. Erst die Hofdamen lösen mit den Eßstäbchen in Ge enroart des Kaisers das Fleisch von den Knochen VU1UI1VU ÄJl. -------- --- .. . . oder Gräten und legen es ihm vor. Sie sind wahrend der ~mter I Format ermöglichen, cs bcguem mit sich zn führen, der Mahlzeit an der Seite des Kauers, der sich gern mit ihnen . 1 ersten Einführung in die Himmclskunde ist es daher unterhält. Die Anzahl der aufgetragenen Speisen betragt 50-60, 0» ' «• ' es sind aber nicht Gerichte oder Gange, vielmehr Schusseln, in I •__gicht und Schatte n". Die eben erschienene Nr. 19 denen jede Art von Speisen gesondert serviert wird, wie,. B. die i , Münchener Wochenschrift bringt ein Titelblatt „Kioto verschiedenen Gemüse. Früher wurden die Speifereste der Kaiser- j Zeichnungen von Emil Orlik, außerdem künstlerische liehen Tafel verbrannt, doch ist dies bei den letzten teueren Zellen I t)"rt ^arf Walser, Max Frey, Hans Schwcgerle unä zu miökonomisch; und so erhalten die Hofdamen imd sonstigen Hof- | $ Feininger sowie Dichtungen von Max Danthendey, Wil- beamten die Ueberreste. Der Kaiser genießt die Speisen bei seinen I ß 6 Scholz, Georg Bnsse-Palma, Richard Dehmel nnÄ Privateffen nach japanischer Sitte auf Kiffen hockend, die emo- Q Bertram päische Art, auf Stühlen zu sitzen, ist ,hui zu unbeguem. Der Eß- I 'öcurnnL ----- tisch, der nur 20 Zentimeter im Geviert groß und etwa 60 Zemt- Meter hoch ist, heißt ,.Zen“ und ist einfach schwarz lackiert ohne irgend welche Muster. Die Teetaffe (chawan), , Suppentaffe (shirnwan) mid sonüige Gefäße sitid aus Porzellan, die Außeiiseite schmücken einwche Chryiantemenmuster mit Onagatori (altjapanische Phantasievögel mit langen Schwänzen, ähnlich den Paradiesvögeln, wörtlich „Grillenvöqel"». Die Taffcn der Kaiserm sind gaiiz ähnlich, nur haben die Chrysantemen getriebene Muster. Die Eßstäbchen (hashi) sind aus Weidenholz und werden nach dem Gebrauche verbrannt. Sie werden stets nur zu einer Mahlzeit benutzt. Nur die Saibahi (St helfen für die Nebenspeisen), sowie Löffel sind atis Silber. Ans Silber sind auch die Geschirre, in denen die Laichzeit, seltener der von Karpfen, Schleie, Hecht uiiö einigen anderen Arten. Tas Aalblut enthält einen Ichthyotoxin genannten Eiweißkörper, der ähnlich wie Schlangengift wirkt, jedoch nur, führen?" ± „ I pr noch frifck in die Blutbahn oder den Darm gelangt. Beim ,”®r hat gerade zufällig erwähnt, er müsse heute m emer wtm^r.w- wird diese Substanz bereits bei 60 Grab vernichtet, sehr wichtigen Angelegenheit hierher fahren. Vnmutlich wird l durch die Magensäste, sodaß also zum Genuß Aalblut er den ganzen Tag fort sein und dann waren ®J-e boL[ g I durchaus unschädlich ist; beim Töten und Zubereiten des Fisches gestört. Wir haben zwar gegenwärtig E Haushälterin aber I sei man vorsichtig. Auch die Neunaugen enthalten em Blut- die ist alt und einfältig undj wäre leicht etne Weile zu entfernen. “ Jnb eiu üou ibrer Haut abgesondertes Gist ivirkt auch nach „Vortrefflich. Du hast doch Nichts gegen diesen Ausflug, I 6^ goc^en öom Magen aus. Gistig soll das Fleisch des Koffer- Watson?" | ftsches (Osträcion quadricörnis L.) sein: in noch höherem Grade „Nicht das geringste. I giftig ist das Blut der Muräne -Mirräena helena L.); wird es "Dann werden wir uns also beide etchfiuden. Und was 1 .»» 1,1...... ----«. «vAmnt»« tun (sie selbst, jetzt?" r Ich möchte gerne noch em haar Sachen besorgen, weil ich gerade hier bin. Doch will ich mit dem Zwölfuhrzug wieder nach Hause fahren, so daß Sie mich rechtzeitig dort antrefsen Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und B..mg der Brühl'schen UniversttätS-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gieß«»