LLLLL «Ej ■fqii nitiQ ■Räs. Montag den tf. vezembek ^WWNVtzMZ M- W WE .....LAA Die weiße Frau. Roman von SB. Collins. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Gräfin Fosco sei. „ Me Magd führte mich nach dem Zimmer, welches die Gräfin soeben verlassen hatte. Ich trat ein und stand dem Grafen gegenüber. Er war noch in seiner Wendtoilette, ausgenommen, daß er seinen Rock aus gezogen und über einen Stuhl geworfen hatte. Seine Hemdärmel waren am Handgelenke umgekrämpt, aber nur wenig. Zur einen Seite von ihm stand ein Nachtsack, zur anderen ein Reisekoffer. Bücher, Kapiere und, Kleidungsstücke lagen zerstreut im Zimmer Umher. Als ich eintrat, saß er vor dem Reisekoffer, welchen er packte, und stand mit einigen Papieren in der Hand auf, um mich zu empfangen. Sein Gesicht zeigte noch! deutliche Spuren von der Erschütterung, welche ihn in der Oper überwältigt hatte. Seine großen Wangen hingen welk, seine kalten grauen Augen blickten mit verstohlener Wachsamkeit, seine Stimme, sein Blick und sein Wesen waren alle gleich argwöhnisch, als er mir einen Schritt entgegenkam und mich mit( zurückhaltender Höflichkeit ersuchte, Platz zu nehmen. Sie kommen in Geschäften, Sir? sagte er. Ich kann nicht erraten, welcher Art sie sein können. Die unverhohlene Neugier, mit der er mir, während er sprach, fest ins Gesicht blickte, überzeugte mich, daß er mich in der Oper nicht bemerkt hatte. Er hatte Pesca zuerst erblickt und offenbar von diesem Augenblicke an bis zu dem, wo er das Teater verließ, nichts weiter gesehen als ihn. Mein Name mußte ihn natürlich darauf gefaßt machen, daß mich kein anderer als ein feindlicher Zweck in sein Haus brachte — aber er schien bis hierher volb- kommen im unklaren über den wirklichen Zweck meines Besuches. ( Ich habe Glück, indem ich Sie heute abend noch hier finde, sagte ich; Sie scheinen im Begriffe zu sein, eine Weise zu machen. Haben Ihre Geschäfte mit meiner Reise zu tun? Zu gewisser Beziehung, ja. Es war keine Lampe im Mur; aber in dem matten »chrmmer des Lichtes, welches die Magd mit aus der Ruche gebracht hatte, sah ich eine ältliche Dame geräuschl- los das Hmterzimmer des Erdgeschosses verlassen. Sic^s warf mir einen einzigen Natternblick zu, als ich in den otur trat, sagte jedoch nichts, sondern ging langsam und ^ne meinen Gruß zu erwidern hie Treppe hinauf. Ich war durch meine Bekanntschaft mit Mariannens Tago- MUM hinlänglich überzeugt, daß diese ältliche Dame die In welcher Beziehung? Wissen Sie, wohin ich reise? Nein. Ich weiß bloß, warum Sie London verlassen. — Er schlüpfte mit Blitzesschnelle an mir vorüber, verschloß die Tür und steckte den Schlüssel in die Tasche. Sie und ich, Mr. Hartright, sagte er, sind dem Rufe nach sehr wohl miteinander bekannt. Ist es Ihnen zufällig eingefallen, als Sie nach diesem Hause kamen, daß ich nicht ein Mann fei, mit dem Sie Ihr Spiel würden treiben können? Allerdings, entgegnete ich; und ich bin durchaus nicht dazu hergekommen. Ich bin hier in einer Sache über Leben und Tod — und wäre jene Tür, die Sie soeben verschlossen haben, offen, so würde mich nichts, das Sie zu sagen oder zu tun imstande wären, bewegen können, dieses Zimmer zu verlassen. — Ich trat weiter in das Innere des Zimmers hinein und stand ihm auf dem Kamrnteppiche gegenüber. Er zog einen Stuhl vor die Tür, setzte sich darauf und stützte sich mit einem Arme auf den Tisch, In einer Sache über Leben und Tod? wiederholtet er für sich. Diese Worte bedeuten vielleicht mehr als Sie denken. Was wollen Sie damit andeuten? Was ich sage, antwortete ich entschlossen. Dicker Schweiß trat auf seine breite Stirn. Seine linke Hand stahl sich über die Kante des Tisches. Es war eine verschließbare Schublade darin, und der Schlüssel steckte im Schlosse. Sein Finger und Daumen faßten den Schlüssel, doch drehte er ihn? nicht um. Sie wissen also, weshalb ich London verlasse? fuhr er fort. Nennen Sie mir gefälligst den Grund. — Während er sprach, drehte er den Schlüssel um und öffnete die Schublade. Ich kann noch mehr tun als das, entgegnete ich; ich kann Ihnen den Grund zeigen. Wie können Sie ihn mir zeigen? Sie haben Ihren Rock abgelegt, sagte ich. Wollen Sie Ihren linken Hemdärmel hinauf ziehen — Und Sie werden ihn sehen. — Dieselbe fahle, bleierne Blässe, die ich schon im Theater auf seinem Gesichte hatte lagern sehen, überzog es abermals. Das tödliche Leuchten seiner Augen brannte sich fest und tief in die meinigen. Er sagte nichts. Aber seine linke Hand zog langsam die Schublade heraus und schlüpfte dann leise hinein. Es ließ sich auf einen Augenblick ein harter, scharrender Ton hören, wie wenn er einen schweren Gegenstand bewegte, den ich jedoch nicht sah. Mein Leben hing an einem Faden, und ich wußte es. Warten Sie ein wenig, sagte ich. Sie haben die Tür verschlossen — Sie sehen, daß ich mich nicht rühre — daß meine Hände leer sind. Warten Sie ein wenig. Ich habe Ihnen noch etwas zu sagen. Sie haben genug gesagt, entgegnete er mit einer plötzlichen Ruhe, die etwas so Unnatürliches und .Gespen- 774 — stisches hatte, daß sie mich heftiger erschütterte, als der gewaltigste Wutausbrach getan staben würde. Ich brauche noch einen Augenblick für meine eignen Gedanken, wenn Sie ihn mir erlauben wollen. Erraten Sie, woran sch denke? Vielleicht. Ich denke daran, sagte er mit großer Rüste, ob ich die Unordnung in diesem Zimmer noch dadurch vermehren soll, daß ich Ihr Gehirn iiber den Kamin spritze. — Ich sah es seinem Gesichte an, daß, falls ich mich ::: diesen: Augenblicke rührte, er es tun würde. Ich rate .Ihnen, ehe Sie sich über diese Frage entschließen, zwei geschriebene Zeilen zu lesen, die ich bei mir trage, entgegnete ich. " Dieser Vorschlag schien seine Neugierde zu erregen. Er nickte mit dem Kopfe. Ich nahm Pescas Bescheinigung über den Empfang meines /Briefes aus meinen: Taschenbuche und hielt sie ihm auf Armlänge hin; dann kehrte ich zu meinem Platze vor dem Kamine zurück. Er las die Zeile:: laut vor: „Ich habe deinen Brief erhalten. Wenn ich dich vor der genannten Zeit nicht sehe, werde ich mit dem Glockenschlage das Siegel brechen." Für einen anderen Mann in seiner Lage hätten diese Worte einer Erklärung bedurft — bei dem Grafen war sie unnötig. Ein einmaliges Durcküesen des Billetts zeigte ihn: so deutlich, als wenn er in dem Augenblicke, wo ich sie traf, zugegen gewesen, durch welche Vorsichtsmaßregel ich mich geschlitzt hatte. Sein Gesichtsausdruck veränderte sich augenblicklich und seine Hand zog sich leer aus der Schublade zurück. Ich verschließe meine Schublade nicht, Mr. Hartrigstt, und ich sage nicht, daß ich nicht doch-noch Jstr Gehirn über den Kamin spritzen werde, sagte er. Aber ich bin selbst gegen meinen Feind gerecht — und will vorläufig bekennen, daß sein Gehirn klüger ist, als ich es geglaubt hätte. Kommen Sie zur Sache, Sir! Sie verlangen etwas von mir? Ja, und ich beabsichtige, es zu erhalten Unter Bedingungen? Ohne Bedingungen. — Seine Hand fiel wieder in die Schublade. Bast, sagte er, wir mache:: Umwege, und Ihr kluges Gehirn ist schon wieder in Gefahr. Der Ton, den Sie annehmen, ist von einer beklagenswerten Unvorsichtigkeit, Sir — mäßigen Sie ihn auf der Stelle! Das Risiko, Sie an der Stelle, wo Sie stehen, zu erschießen, ist geringer für mich, als das, Sie lebend aus diesem Hause zu lassen — ausgenommen unter Bedingungen, die ich selbst vorschreiben werde. Sie haben es jetzt nicht mit meinem verstorbenen Freunde zu tun, sondern stehen Fosco gegenüber! Und wenn die Leben von zwanzig Mr. Hartrights als Stufensteine zu meiner Sicherheit nötig wären, so würde ich, aus meine erhabene Gleichgültigkeit und meine undurchdringliche Ruhe gestiitzt, über sie hinwegschreite::. Achten Sie mich, wenn Ihnen Ihr Leben lieb ist! Ich fordere ®te auf, mir drei Fragen zu beantivorten, ehe Sie wieder Ihre Lippen öffnen. .Höre:: Sie sie an — sie sind zu dieser Unterredung notwendig. Beantworten Sie sie! Er hielt einen Finger seiner rechten Hand empor. Erste Frage! sagte er. Sie kommen hier im Besitze einer Mitteilung, welche wahr oder falsch sein mag — woher haben Sie sie? Ich schlage es aus, die Frage zu beantworten. Einerlei, ich werde es schon erfahren. Wenn diese Mitteilung wahr ist — bemerken Sie wohl, daß ich mit der ganzen Kraft meiner Entschlossenheit sage, w e:: n — so treiben Sie hier, entweder durch Ihren eignen Verrat oder den Verrat eines anderen Mannes, Ihren Handel damit. Ich mache mir aus diesem Umstaude eine Anmer- kung in meinem Gedächtnisse, welches nichts vergißt, für künftigen Gebrauch, und jetzt weiter! Er hielt einen zweiten Finger empor. Zweite Frage! Jene Zeilen, die Sie mir zu lesen gäbe::, sind ohne Unterschrift. Wer hat sie geschrieben? Ein Mann, auf den ich alle Ursache habe mich zu verlassen, den aber Sie alle Ursache staben zu fürchten, — Meine Antwort traf ihn diesmal ziemlich hart. Seine linke Hand zitterte störbar in der Schublade. Wie lange geben Sie mir Zeit, frag er, indem er seine dritte Frage in ruhigerem Tone tat, ehe das Siegel mit dem Glockenschlage gebrochen wird? Zeit genug für Sie, um auf meine Bedingungen eilG zugehen, entgegnete ich. Geben Sie mir eine deutlichere Antwort, Mr. Har- trigyt. Welches ist die Stunde, die der .Glockenschlag angeben soll? Neun Uhr, nwrgen früh. Neun Uhr, morgen früh? Ja, ja — Sie haben Ihre Falle wohl angelegt — ehe ich meinen Paß visiert bekommen! und London verlassen kann. Ich nehme an, daß es nicht schon früher ist. Doch werden wir darauf sogleich zurück- kommen — ich kann Sie als Geisel hier behalten und einen Handel mit Ihnen treffen, daß Sie den Bries holen lassen, ehe ich Sie fort lasse. Iowischen haben Sie jetzt die Güte, Ihre Bedingungen zu nenne::. Die sollen Sie stören. Sie sind einfach und bald erklärt. Sie wissen, wessen Interessen ich repräsentiere, indem ich hierher komme? — Er lächelte mit erhabenster Gelassenheit und machte eine nachlässige Bewegung mit der rechten Hand. Ich will es zu erraten wagen, sagte er spöttisch. Die Interessen einer Dame natürlich! Tie Interesse:: meiner Frau. — Er blickte mir mit dem ersten ehrlichen Ausdrucke, den ich noch nie bei ihm gesehen, ins Gesicht — einen: Ausdrucke des größten Erstaunens. Ich konnte sehen, daß ich in meiner Eigenschaft als gefährlicher Mann von diesen» Augenblicke an in seiner Achtung sank. Er schloß sofort die Schublade, faltete die Arme iiber seine Brust und hörte mich mit einem Lächeln sarkastischer Aufmerksamkeit an. Sie sind hinlänglich von dem Fortgängemeiner Nuch- forschungen während der letzten Monate unterrichtet, sagte ich, um zu wissen, daß jeder Versuch, die einfachen Tntl- sachen zu leugnen, in meiner Gegenwart vollkommen nutzlos ist. Sie haben sich eines schändlichen Anschlages schuldig gemacht und der Gewinn eines Vermögens von zehntausendi Pfund war der Zweck. Er sagte nichts. Aber über sein Gesicht zog sich eine Wolke finsterer Besorgnis. (Fortsetzung folgt. Thomas Wallbotts Kamwenleben, Brautfahrt und Hochzeit. Bon Gg. Schäfer. (Fortsetzung aus Nr. 192.) 4. Kapitel. , Eine große Landhochzeit. In raschem Flug verging die Zeit: schneller als man dachte/ kam der letzte Dienstag im Monat Oktober heran. Der Brautwagen stand gerüstet in: Stockshof. An den Leitern des mit vier schön geschmückten Rossen bespannten Wagens hingen die Kleider der Braut, damit, sie von jedermann betrachtet werden konnten. So ist es Brauch bis heute, also keine Prahlerei. Auf den Wagen wurde eine Masse von Bettwerk, Leinen', Tischen, Stühlen, Vorhängen, Küchengeschirr intb was sonst zst einen: neuen Haushalt gehört, verpackt. Ganz vorneu stand ein neues Sofa, auf den: die Braut nut den beiden Brautjungfer^ Platz nahmen. Hinter den: Sofa war eine Wiege postiert, in der eine Waschschüssel, ein Kinderschwämmchen, ein Stück Seife und ein Rasselchen untergebracht! waren. So verlangt es die Sitte. Hoch oben lag eine große! Anzahl von Säcken mit Flachs gefüllt. Darauf halten die Gebirgsbewohner große Stücke. Den Abschluß nach oben bildete ein neues, kunstvoll gearbeitetes Spinnrad. Der vierspännige Wagen konnte nickst alles fassen. Ein Zweispänner mußte noch herbei, der kann: hinreichte. Au die Leitern' dieses Wagens kamen Hand- und Tischtücher mit eingestickten,' Namenszügen und Sinnsprüchen zu hängen. Truhen, Körbe und anderer Hausrat füllten das Fuhrwerk bis weit über die Leitern. Das Viergespann wurde vom Sattel geleitet; je zwei Ehren- reitcr folgten auf beiden Seiten, deren Rosse, Zügel und Hüte mit bunten Bändern geschmückt waren. Der Zweispänner war ist ähnlicher Weise geziert. Run erschien die Braut mit ihren BrautMrerinnen, von ddr Familie Stock MM Wagen geleitet. „Zieh hin mein Kind, Gott sei mit dir auf deinem Wege und sein Engel geleite dich!" sprach Frau Stock, die die laut! weinende Brant unrarnrte und küßte. „Heißen Dan? sage ich für alles, Gott Vergelts Ihnen mA ewig bleibe ich Eure Schuldnerin. Kaum das Nötige hatte ich, als ich Euer Haus betrat; jetzt zieh ich mit diesen: Reichtum hinaus./ — 775 — Verdienst es, mein Kind! Bleibe fromm, gilt rmd fleiAg und auf baldiges Wiedersehen." ,,,, Tre Mädchen stiegen aus den Wagen. Hinter dem Sofa, über den Häuptern der Mädchen, war eine große Tafel angebracht: darauf stand nnt weithin leuchtenden Buchstaben geschrieben: - »Hilf Herr Jesu, laß gelingen!" Der zweite Wagen trug die Inschrift: „Anfang, Mitt' und Ende, Herr Gott zum Guten wende." ^Msam,fuhren die Wagen ab. Kurz nach 2 Uhr trafen sie I? -nothenbuhl em. Neugierige Knaben waren ihnen eine Viertel-- MAick 1 entgegengelaufen; sie brachten die Botschaft schnell kommen I" schrien die vordersten den weiter zurück- Irtonir s c^ese riefen es weiter. Nach wenigen Minuten Ruf Ul Rothenbuhl: „sie kommen!" in allen Gassen Und Gäßchen des Dorfes. Tie Leute eilten ans den Häusern, die Frauen und Mädchen, die am meisten voll den M R°^M?Sbgenstanden verstehen. Als die Wagen in dm großen Wallbottshvf Anfuhren, war dieser von Neugierigen angefüllt: Kopf an Kops stand dre Menge. 'Sulz wie eine Königin fährt das hübsche Weibsbild in den Mppe-Nickcchen ““ '*C)U stunden im Umkreis," zischelte die r^"^nb/rt-^p trappele« wie eine Schwadron Schöfaux- W aus Butzbach," antwortete das weit- gererste Zwrebelkathrrnchen. . halten sie still: der Thöms hebt die Braut vom Wagen Und schmatzt fte ab." . ließ ich mir auch gefallen, wenn ich noch jung war!" meinte eine andere. ... k°"'men die Alten heraus!" fuhr die Dippe-Nickelsen scht. „Der alte Wallbott lacht mit denk ganzen Gesicht, schmatzt dre Braut auch ab und zeigt auf den Spruch, der in den Stein Wer der Haustiir erngcmeiselt ist: Ueb immer Treu' und Red- Ilchkeit! „„ ."Die neidische Bürgermeisterin nimmt das schöne Weibsbild zu schnell mit ms Haus, daß mans nicht recht betrachten kann," bemerkte eine andere. „Tie ist nicht neidisch!" widersprach das Latwergen-Grittchen. "Wenn sre warten wollte, bis jeder Maulaffe genug hätte, könnte es Mertenstag werden." . , 7®aft du dein Maul mit Bettelbutter geschmiert, weil es jo lncht auf und zu klappt!" versetzte die andere, dann schob sie srch schnell werter. «» .,Um Latwergen-Grittchen sammelten sich noch einige Weiber: Besenbrnders Jette, Zunder-Amiche und Knoche-Justelsen. „Letzt geht es ans Abladen!" sprach Grittchen. „Wir helfen, da schni wir etwas mehr als die anderen; auch können wir manches SÄck besser beschauen, oder befühlen. Was meint Ihr?" „Ich bin dabei!" antwortete Zunder-Amiche. „Ms die >,Zweite Braut" hier war, hatte ich ein geschwollenes Gesicht: ich mußte zu Hause bleiben, sah gar nichts und hab geheult, daß man es über drei Häuser hörte." ,, »Jetzt vorwärts und airgepackt; seht Ihr! da steht puch schon ern ganzer Trupp Weibsleut!" „Denen gehts wie uns!" zischte die Dippe-Nickelsen7 Die Weiber halfen, beschauten, betasteten und bewunderten. Der Bürgermeister stand aus der großen Freitreppe, er überwachte das Abladen. Nichts entging seinem scharfen -Auge „Imes, meine Latwerge!" rief plötzlich das Grittchen, bann lief sie ohne Abschied zu nehmen, davon. Zn Hause angekommen, roch Grrttchen, daß der Obsthonig, wie die Latwerge auch genannt wird, langsam weiter gebrodelt hatte. „Es ist nichts verdorben!" wrach Grittchen; „nun muß meine Dose herbei. Wenn man Herz und Mund tut laben, muß die Nase auch was haben, soll der große Dichter Goethe in seinem Rinaldini gesagt haben." Grittchen fand die Dose nicht. Als sie mehrere Stunden spater den großen Rührlöffel in den Kessel setzte, spürte sie etwas hartes darin: sie fischte es heraus unb fand--den Deckel der Dose. Sie fischte weiter, da sand sie auch den Unterteil: der Tabak lag natürlich im Kessel und kochte mit der Latwerge. Grittchen verriet nichts. Später sagte ihr Mann öfters: so gut wie der diesmalige Obsthontg geraten ist, haben wir noch keinen gehabt. Das macht, weil er am Wallbottstag gekocht worden ist. Dein Zunder-Amiche widerfuhr auch ein Mißgeschick: es hatte einen kleinen Topf, halb mit Sahne gefüllt, auf der Anrichte stehen gelassen. Der Hauskater geriet an den Topf; er zwängte seinen Kopf hinein und leckte die Sahne aus, Über der Kopf des Näschers ging nicht mehr heraus, worüber das Vieh ein klägliches Miauen auhub. Zunder-Amiche prügelte den Kater, doch die Sahne und der Topf waren in die Binsen gegangen. Am widerwärtigsten erging es der Besenbinders Jette. Sie hallte grade ihren Jungen gestillt, als der Ruf erscholl: sie rammen! Blitzschnell schob sie das wohlgesättigte Bübchen in die Wiege, deckte es zu und lief davon. Nachhause gekommen, schaute sie nach dem Jungen: Die Wiege war leer. Jette suchte unter Bett, Tisch, Stuhl Und Schrank: Der Lunge war nicht da? m. Aüche, auf den Speicher, in den Stall, in die Nachbarschaft: der Junge war nicht zu finden. Dre Nachbarsleute halfen suchen: alles war vergeblich! ^""l lref ^ette zum Bürgermeister. Dieser kam sogleick mit. ' "JAt ihr alles sorgfaltrg durchsucht?" fragte Wallbott, c . §?r Lunge muß gestohlen oder versteckelt worden lein! heulte Jette. „Solche Dummheiten macht man nicht," antwortete Wallbott, der alles genau prüfte. ,. zog er die Tischschublade auf; da lag der Junge und hielt lernen Veidauungsschlaf. . her, Jette! Tu hast den Jungen gestillt. Als der Ruf ericholl: sie kommen, hast du ihn in die Schublade, majt tu die Wiege gestopft, bist davon gelaufen und bast deine Neugierde bemedigt. Jette! Jette! beim Naschen und Gassen sind jne Weibsleut' gleich bei der Hand." ,. rLAw bedankte und entschuldigte sich. Von jenem Tage an mcht mehr Besenbinders- sondern Schubladen-Jette. , Am folgenden Tage, dem Mittwoch, machte das Brautpaar Beiuche ber allen Freunden, Bekannten und Verwandten im Dorfe, ote noch einmal für den morgenden Hochzeitstag persönliche Eiu- ladungen erhielten. Die auswärtigen Gäste waren vorher schriftlich etngeloben worden. Dags darauf, ani letzten Donnerstag im Oktober, fand die Doppelhochzeit statt. Matthes, der Großknecht, erschien zeitig bei seiner Schwiegermutter, der Scholzehanjers Kathrine, die hier die Hochzeitsmutter sprelte Sre hatte eine zahlreiche Gesellschaft eingeladen, brauchte aber keinen Kreuzer auszugeben und keinen Finger krumm zu machen. Es war beabsichtigt, die Hochzeit des Großknechts auch ,m Wallbottshause abzuhalten, allein der Raum fehlte durchaus. Das war der Schwiegermutter des Matthes viel lieber, weil ihr alle Reste verblieben; für diese wollte sie nach der Hochzeit sorgen. Sogar eine besondere Köchin hatte der Bürgermeister gesandt und ungeheure Vorräte an Speisen und Getränken waren m das kleine Haus gebracht worden. Drum sollte es hoch hergehen; die Leut' brauchten sich auch vor Wallbotts vornehmen Gasten nicht zu genieren. (Fortsetzung folgt.) Uachederblüten. Unter dem Titel „Goldene Jugend" ist soeben int Verlags von Hermann Sack in Berlin-Schöneberg eine Sammlung Anekdoten und Kuriositäten aus dem Schul- und Hochschulleben erschienen, lustige Erlebnisse aus der Schul- und Studentenzeit bv- Aihmter Männer und Äehnliches, geschöpft aus schulgeschichtlichen Schriften, Memoirenwerken, Biographien usw. Wir entnehmen dem Buche als Probe vornehmlich einige Kathederblüten, die Gießener Schulmännern zugeschrieben werden. Von einem Professor G. rühren her: Nach der Schlacht bei Leipzig sah man Pferde, denen drei, vier und noch mehr Beine abgeschossen waren, herrenlos herum- laufen. Es gibt in Paris Spiegel, die ohne Glas und Rahmen! 10000 Franken kosten. Unter die vorzüglichsten Produkte von Aegypten gehört dasj Klima. Die Nilquellen liegen noch viel weiter südlich, als wo Bruce sie entdeckte. Wer über diesen Gegenstand etwas nadjkfett will, der findet es in einein Buche, dessen Titel ich vergessen habe; es ist aber das 42. Kapitel. Ein Breslauer Gymnasialprofessor schilderte feilten Schülern! die in früheren Zeiten bestehende .Unsicherheit der Landstraßen mit den Worten: „Man konnte nicht von Breslau nach Schweidnitz reisen, ohne mehrere Male überfallen und totgeschlagen zu werden." „Warum lachen Sie?" fragte der Professor L. der Gelehrten- schule des Johanneums in Hamburg einst (1835) einen seiner Schüler, und auf die Antwort: „Nicht über Sie, Herr 'Doktor!" meinte er: „Was wäre denn sonst hier Lächerliches?" Statt zu sagen: „Die Araber wanderten nach Mekka," sagte Professor W. (Schulpforta) einst: „Die Araber mekkerten nach Wanda." * Am Gießen e r Gymnasium wirkte um 1830 ein Lehrer Dr. Bö Icker, ein kränklicher und überaus verweichlichter Manu, der in der Klasse oft entsetzliche Anfälle vott Krampfhusteu bekam' und dann Blut spuckte. Wenn Völcker einen Schüler strafte/ so ließ er ihm zumeist die Wahl zwischen einem Buckel voll Schläge und einer Stunde Karzer. Da nun für eine Stunde Karzer an den SchulPedellen eine Abgabe von drei Kreuzern entrichtet werden mußte, so konnten sich vorwiegend nur die Auswärtigen, die ihr Taschengeld zur Verfügung hatten, diesen Luxus gestatten, während die Einheimischen, die zumeist keine Barmittel besaßen, sich erst zu Hause das Karzergeld hätten ausbitten müssen und daher so argumentierten: ninrmft du Karzer, so mußt du es zu Hause sagen und bekommst dort Wichse;^ bmtrt nimm sie nur lieber gleich hier und sparst so die Stunde Karzer! 778 Wenn laber zu viele Missetäter in Ker Masse waren, so Wurde ohne Wahl auf Prügel erkannt. Da der kränkliche Lehrer Aber wohl nicht alle einzeln durchprügeln konnte, so wurde bte Mprügelung systematisch in -er Weise vorgenommen,, daß alle Straffälligen, mit Haselstöcken bewaffnet, rittlings hinter em- iartber in gewissem Abstande auf eine Bank gesetzt wurden und Mm auf Kommando jeder auf seinen Vordermann losschlagen! mußte. Den Rücken des letzten bearbeitete Völker eigenhändig/ meist unter beständigem Husten. 'Dabei kam es denn wohl vor, daß. der kranke Mann einen Anfall von Bluthusten bekam. Er warf dann den Stock weg und ging mit den Worten: „wetzt muß ich zum Medizinalrat Balser!" fort. Die Schüler waren aber in Erfüllung ihrer Mittelpflichten so eifrig, daß sie dennoch nicht mit der Abprügelung aufhörten, sondern diese vielmehr jetzt mit besonderer Verve u,nd zu eigenem Pläsir fortsetzten., * Dem Gießener Theologieprofessor, Superintendenten und Oberfchulinfpektor Palmer (t 1838) wurden allerlei seltsame Examensfragen, teilweise wohl zu Unrecht, nachgesagt, die geradezu sprichwörtlich waren. So wurde auch ihm die bekannte Frage: „Wer lacht über Griechenland?" — „Ein ewig heiterer Himmel!" zugeschrieben. Andere Fragen waren: „Was tun die Fürsten von Renß?" („Sie teilen sich in drei Linien.") — „Wann wurde Christus geboren?" („Gerade zur rechten Zeit, wie es der Wille war seines Vaters im Himmel.") Einmal sagte Palmer: „Herr Kandidat, ich werde Ihnen zeigen, wie man katechisiereu muß. Sage, mein Kind, was war Christus?" Das Kind stockte. „Nun geben Sie acht, Herr Kandidat, wie man auf Umwegen zu der richtigen Antwort gelangen muß. Sage, mein Kind, wie sieht der Schnee aus?" „Weiß!" — „Ganz richtig, mein Kind, fahre so fort! Und nun die Mette Frage: „Was mar also Christus?" — „Gin Schneemann!" — „Nein doch, ein weiser Mann!" * >Zn Marburg bestand in der kurhessischen Zeit vdn altersher die Einrichtung, daß die Kollegienhonorare nicht bei Annahme der Vorlesungen entrichtet, sondern nur im Laufe des Semesters irgend einmal gezahlt weichen mußten. Geschah dies jedoch bis zum Schluß des Semesters nicht, so erhielt der Betreffende Stadtarrest, d. h. er durfte sich nicht weiter als zwei Stunden von Marburg entfernen. Die Folge dieser Einrichtung war natürlich, daß manche leichtsinnige Studenten den vom Vater zu Semester- beginn für Kolleggelder erhaltenen Mammon anderweitig verbrauchten und die Vater dann beim Semesterschluß, um die Herren Söhne für die Ferien loszueisen, abermals in den Säckel greifen mußten. War gegen einen Studenten anderer Schulden wegen bei der akademischen Behörde Anzeige erstattet und war der Studio auch nach zweimaligem Zahlungsbefehl der Behörde seinen Verpflichtungen nicht nachgerommen, so wurde gleichfalls Stadtarrest gegen ihn verfügt. Den Gläubigern stand es auch zu, das Universitätsabgangszeugnis des Betreffenden mit Arrest zu belegen. Ein Student, dem dies Mißgeschick passiert war und der laus Marburg fortgehen wollte, wußte sich, wie man erzählt, auf ingeniöse Weise aus der Zwangslage zu befreien: Er lud feine sämtlichen Gläubiger zum Essen ein und ließ dabei den Wein reichlich fließen. Als alle sich dann eine fröhliche Stim- mnng angetrunken hatten, wurde ihnen ein Reviers vorgelegt, der die Freigabe des Zeugnisses zusicherte. In der Weinlaune Unterschrieben sie natürlich alle. — Später sollen sie übrigens Mch alle ihr Geld bekommen haben. Daß jemand Schulden halber das Karzer beziehen mußte, kam verhältnismäßig selten vor: Jedoch hat ein Student, der es später bis zum kurhessischen Bundestagsgesandten brachte, auf dem Schuldenkarzer seine Examensstudien gemacht: Ein Onkel von ihm hatte zur Aufmunterung seines Fleißes einige Schuldscheine von ihm aufgekauft und ihn auf Grund dieser $u seinem eigenen Wohle einsperren lassen. * Professor Klein, erster Lehrer des Gießener Gymnasiums etwa 1830 —, von feinen Schülern „der alte Dachs" gewannt, hatte die Marotte, alle Schüler nach dem Namen der Mutter zu nennen, da die lyrische Ordnung, wie er behauptete, die einzig richtige fki. So nannte er Karl Vogt, den nachmals berühmten Naturforscher, der sein Schüler war und der dies erzählt, „Follenius" und war wütend, wenn Vogt auf diese Anrede nicht sofort reagierte. Unglücklicherweife war in dieser Klasse ein Schüler Krug, dessen Mutter eine geborene Heß war, Und außerdem ein Vetter dieses, namens Heß, dessen Mutter eine geborene Krug war. Da „der alte Dachs" nun nach seinem System Heß „Krug" und Krug „Heß" nannte, so kann man sich denken, welche Verwirrungen hierbei ost entstanden. * Der Professor C. Eduard Bresemer (1802 bis 1874) am Friedrich-Wilhelin-Gynruasium in Berlin war ein tüchtiger und ob seiner Strenge sehr gefürchteter Lehrer. Periodenweise trat bei ihm jedoch hochgradige Zerstreutheit auf, und in solchen Perioden, die oft nur in wochenlangen Abständen vorkalmen. machte Bresemer die ergötzlichsten Unfreiwilligsten Witze: „Bre- Raben", wie die Schüler sagten. So fragte er einst zwei Schüler/ die »Brüder waren: „Sie sind Zwillinge?" — „Ja." — „Wo sind Sie geboren?" — „In Berlin." — „Und Sie?" , wandt'« er sich nun zu dem anderen Zwilling. —> „Auch in Berlin, Herr! Professor", (allgemeines Gekicher). Einen anderen Schüler fragte Br.1 „Was ist Ihr Baker?" — „Der ist tot; er war Besitzer einer Mineralwasseranstalt." —s „So schreiben Sie," sagte Br. zu dem Primus, der die Schüler- liste führte, „unter „Stand des Vaters": Witwe einer Mineralwasseranstalt". In der bekannten Weinstube von Lutter und Wegner (Charlottenstraße) pflegte Sh-efemer feinen AbLndtrulnk zu tun totb so sprach er einst im Geschichtsunterricht beim dreißigjährigen Krregs von der „Schlacht bei Lutter und Wegner"; er meinte natürlich, die Schlacht bei Sutter am Barenberge. Viichertisch. — Deutsche Stilkunst von Eduard En g e l. Verlag von G. Frehtag in Leipzig und F. Ternpsky in Wien.; 31V- Bogen und 18 Handschriften. Das meiste dessen, was sich bei uns Stilistik nennt, ist entweder gelehrte Stilgeschtcht« oder es ist schülermäßige Grammatik, nicht wirkliche Ltillehre. Mit der einzigen Ausnahme des Kapitels „lieber Schriftstelleret und Stil" in Schopenhauers Parerga und Paralipomena besitzen wir tatsächlich nichts Zusammenhängendes über Stilkunst von einem künstlerischen deutschen Schreiber. Eduard Engels Deutsche Stilkunst, ein stattliches Buch von 500 Großoktavletten, sucht diese von zahllosen gebildeten Deutschen längst schmerzlich empfundene Lücke endlich auszufüllen. Nicht ums gelehrte Wissen vom Sttl ist es Engel in erster Reihe zu tun, obgleich auch der gelehrteste Stilforscher in diesem ans allen klassischen Quellen schöpfenden Buche überraschend reiche Belehrung finden wird. Engels Deutsche Stilkunst zielt aufs Große und Ganze des Gegenstandes: auf die jedem gebildeten Leser in faßlichsterWeise zu vermittelnde Fähigkeit, in gutem, reinem, klarem Deutsch seine Gedanken gefällig und wirksam auszusprechen. Engels Todfeindschaft gegen bloße Gelehrttuerei in Worten, bte er „eine gar leichte Fingerfertigkeit" nennt, ist ans seiner Deutschen Literaturgeschichte bekannt. Er macht fein hohles Gerede, das, tetnent Schreibenden im mindesten nützt, sondern er lehrt zunächst tn einigen wuchtigen Kapiteln, die er Grundfragen nennt, die Hauptsache: so wahr, so natürlich, so persönlich im Schreiben rote möglich zu fein. Dann folgen acht Kapitel über stretttge und schwierige Fragen der deutschen Sprache; sieben Kapitel über die Waht>d-es Ausdruckes; ein sehr großer Abschnitt mtt unwiderstehlicher Ueberzeugungskraft gegen die Frenwtvörteret, deren unheilvolle Wirkung auf den deutschen Stil Engel an Einer für die Betroffenen vernichtenden Fülle von Beispielen, nachweist. Ein ganzes Buch von acht Kapiteln ist dem Satzbau, em anderes von fünf Kapiteln dem Ausbau, also der Anordnung, gewidmet. In fzwei Büchern mit zusammen elf Kapiteln lehrt Engels Deutsche Stilkunst 'den Ton und die Schönheit der schriftlichen Darstellung. Ein zehntes Buch behandelt zum Schlüsse bte verschiedenen Stilgattungen. Wie außerordentlich groß bas Bedürfnis nach einem Werke dieser Art war, geht daraus hervor, daß, wie uns die Verlagshandlung soeben mitteilt, in den ersten zwei Wochen nach dem Erscheinen nicht weniger als fünf stark« Auflagen notwendig wurden. ZttatenrStsel. Aus jedem der folgenden Zitate ist ein Wort zu nehmen, so daß sich ein neues Zitat ergibt: 1. Blut ist ein ganz besonderer Saft. 2. Ein jeder lernt nur, was er kann. 3. Es gibt im Menschenleben Augenblicke .... 4. Den stolzen Sieger stürzt sein eignes Glück. 5. Nichts ist höher zu schätzen, als der Wert deS TageS. 6. Das Spiel des Lebens sieht sich heiter an. 7. Wenn die Rose selbst sich schmückt. Schmückt sie auch den Garten. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Kreuzrätsels in voriger Nummer» H G N e e e i 1 u Heilbronn Gelbsucht Neuruppin o c p n h i n t n In unserer Schachaufgabe vom 4. i>. M. ist leider ein Druckfehler unterlaufen, der die schöne Lösung unmöglich machte. Anstatt der schwarze Bauer auf c7 steht, muß er auf b 7 stehen, und dann ist die angegebene Lösung richtig. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lang«, Gießen-