W>X E Mff <3 1 r,l WW MKSKSR-L MBM wÄrafiäkw MK? W •L^ IN I Das nette Mädel. Roman von Fedor von Zobeltitz< (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Den weißen, festgestampften Schlängolpfad hinab, der über die Heide sich wand, radelte ein Schwarm junger Leute. Das Metall der Räder gleißte. Drei Herren hatten die Führung. Dann kam ein Rudel von Mädchen: jhre Röcke flogen. MoebinS lächelte. „Die Goldene Horde," sagte er. „Und Everstedt hat die Tete," fügte Kruse hinzu. „Ich liebe ihn nicht. Für den Subjektivismus in .Bügelfalten und Lackschuhen habe ich keine Neigung." „Es ist schade um ihn," meinte Moebius. „Unter andern .Verhältnissen hätte er viel Tüchtigkeit und produktive Kraft entwickeln können. Was er geworden, ist nur ein Typus für die Unruhe des modernen Lebens." „Eine Karikatur," sagte Niels. „Ein Zerrbild auf Nietzsches Herrenmenschen." „Im Grunde genommen ist er eine weiche Natur. Daher das Zerrbild. Die Energie des Wollens geht ihm ab. Anläufe auf der einen Seite, .Verkümmerung auf der andern. Das Resultat: eine haltlose Unfertigkeit." i Niels nickte. „Schade nm ihn," wiederholte er. „Er stand mir einmal näher. Mer dann kam etwas, was der Freundschaft den Knacks gab. Eine bewußte Gemeinheit, in seinen Augen ein erlaubtes Beuterecht. Ich weiß, auch in diesem Falle kam die Reue bei ihm nach. Er ist ein Spielball seiner Stimmungen." Moebius wurde aufmerksamer. „Die kommen wahr- hafkig zu dir," sagte er. „Ich sehe, auch Fred Dewa ist dabei und das Insepcirablespaar: Friederici und Ivedön. Und Eva Delbriick und Fräulein Henny — sie nehmen am Gartentor Ausstellung, und es hat den Anschein, als wolle man zu einer regelrechten Belagerung schreiten." Niels zog den Freund vom Fenster. „Komm zurück!" Es läutete schon an der Haustür: ein dumpfes, klagendes Muten, wie von einer Kuhglocke auf ferner Weide. Als die Bierthalern öffnete, hatte die Goldene'Horde den ganzen kleinen Borgarten mit Beschlag belegt. Ever- stedt stand wieder vorn. Die Mädchen bildeten einen Kranz um die Beilchenrabatte. Die übrigen Herren hatten zwischen den Stockrosen des Mittelweges Aufstellung genommen und zeigten militärische Haltung. Alle Räder standen draußen 'am Zaun und neigten sich rechtsseitig. Everstedt zog vor der Bierthalern respektvoll den Hut. Im gleichen Augenblick entblößten auch die anderen Herren die Köpfe und die Damen machten ein tiefes Kom- Mment. „Unfern Gruß zuvor," sagte Everstedt. „Ihr kennjt mich, Donna?" „Aber nu ja, Herr Everstedt," antwortete die Bierthalern und grinste. „Was werd fch denn nicht." „Ist der Meister daheim?" „Ja, das ist er. Aber er ist grade im Bade — und dann muß er drei Stunden ruhen und darf den ganzen Tag nicht sprechen." „Das ahnten wir, doch wir glauben es nicht. Sagt dem Herrn Professor, eine ganze Deputation sei hier: die Blüte der Jugend unserer guten Stadt, das Beste an Anmut und Schönheit. Und es handle sich um etwas ungeheuer Wichtiges, das sich auch nicht aufschieben lasse. So sagt." Die Bierthalern schwankte. Sie hatte nun auch die Bürgermeisterstochter erkannt und Herrn Konsul Friederici. Es war keine bloße Ulkprozession, sondern etwas Feines. Dennoch antwortete sie: „Es geht nicht, Herr Everstedt. Es ist so: der Herr Professor läßt keinen nicht vor." „Also schön. So vermeldet ihm, wir hielten aus. Wir warten die Beendigung des Bades ab, auch die Ruhe gönnen wir ihm. Dann fordern wir Borlaß. Er braucht nicht zu sprechen; das Sprechen besorgen wir selbst. Er braucht nur mit dem Kopfe zu nicken. Inzwischen bringen ivir den Garten in Ordnung." „Den Garten in Ordnung?" fragte die Bierthalern verwundert. „Jawohl. Wir reißen die Weilchen heraus, die passen nicht hierher. Auch drüben die Maiglöckchen machen sich nicht gut. Noch weniger die Pfingstrosen und die neue Beigelienhecke. Das reißen wir alles heraus und werfen es über den Zaun. Wir werden schon Ordnung schaffen." Boll Entsetzen wich die Bierthalern zurück und entschwand hinter der Tür. Indes war oben im Atelier Niels Kruse nochnrals hinter den Fenstervorhang getreten und äugte hinaus. „Was will die Kolonne?" fragte er. „Hol mich der Geier, man weiß doch, daß ich mich nicht sprechen lasse! Glaubt Everstedt, daß mich der Schwarm seiner Gänschen weich stimmen wird?" . . . Nun lüftete er den Vorhang etivas mehr. . . „Arthur," sagte er, „ich bitte dich, komm einmal her. Borsichtig--so — — siehst du das Mädel mit dem Matrosenhüt und dem weißen Sweater? Die Sonne scheint ihr gerade ins Gesicht und sie zuckt nicht mit der Wimper. Das kann nur eine, die selber Sonne in sich hat. Kennst du die Kleine?" „Ja," entgegnete Moebius, „die habe ich konfirmiert. Es ist Traute Köhler. Ein nettes Mädchen, lebt aber unter wenig erfreulichen häuslichen Verhältnissen." Nun trat die Bierthalern wieder ein und war in starker Erregung. Doch Niels ließ sie nicht erst zu Worte kommen. „Machen Me jditz Mren zuM WoZrrzi.UMe.r. Wch. — 422 eud) zur Diele auf," befahl er, „ich will die Herrschaften empfanden." r . , . .. Die Bierthalern knixtc. „Gott fei baut," sagte |te, „sie hatten sonst alte Veilchen tut Garten ausgerissen und auch die Maiglöckchen und auch die Veigelien." Niels stutzte. „I schau! Haben sie bannt gedroht? Er nickte. „Das ist eine Erpressung in optima forma. Das ist hübsch. Energie des Wollens, Moebius, die Pir bei Eberstedt zu fehlen schien. Beinahe ein Banditenstreich. Das freut mich." „Willst du die Leute wirklich heremlassen, Niets? „Ei ja - wegen der Traute. Das ist das Jrrlichtmodeli, das ich Huben möchte." „Sie wird sich hüten." • , .. . , „Immerhin meine Sache. Geh, zieh dich um! Odor willst du Johannes bleiben?" . „Dazu fehlt mir die Hochstimmung. Zagtest du nicht, mein Gesicht gefiele dir nicht?" „Ganz und gar nicht. Zu viel Schlagsahne, zii wenig! ehrliches Brot." , , Moebius nahm stillschweigend einen Pinsel mit Kremser Weiß und fuhr damit über das Gesicht des durch den Wald schreitenden Mannes auf dem Bilde. Dies Gesicht wurde zu einem Hellen Flecken, der allmählich! grau verlies. „Gut so," sagte Mels, und während Moebius ging, zog er den Vorhang zurück und klinkte das Fenster auf. Es klang hell. Unten im Garten hoben sich aller Köpfe. . . .... „Ich habe die Ehre," rief Niels hinaus und winkte. „Eberstedt, bist du der Sprecher für die erlauchte Ge- meiiibe?" „Meister, ich bin es," erwiderte Eberstedts „Aber wir wollten dich nicht stören, weil du im Bade bist. Oder bist du schon abgetrockuet und hast du bereits zu ruhen geruht?" „Erledigt," sagte Niels. „Was hast du mir mitzit- teilen?" , „Vieles und Interessantes, Aber es laßt sich Nicht durch das Fenster rufen." „Ist auch nicht nötig. Ich bitte einzutreten. Jllustre Gäste heiße ich gern willkommen. Ich habe eine neue Sendung Chianti da, die bitte ich zu proben. Und für die Damen getrocknete Datteln aus den Oasen Algeriens, Feigen aus Chios und in Zucker getauchte Veilchenblätter von den Bazaren in Bagdad." Er machte noch eine einladende Bewegung mit den Armen und schloß wieder das Fenster. Unten war man sehr erstaunt. „Was habe ich euch gesagt?" sagte Eberstedt triumphierend. Er tat so, als habe schon sein Anblick den Löwen gezähmt. Die Mädchen umringten ihn; sie waren begeistert. Auch die Herren hatten eine so rasche Abwicklung nicht erwartet. Mursinna schüttelte den Kopf. „Mich hat er neulich abgewiesen," murmelte er. . . . „Du bist auch nur du," sagte Noeidechen..... „Meine Damen," rief Friederiei, „ich bitte Vorsicht walten zu lassen. Das Unerwartete macht mich stutzig. Es kann Falltüren geben und automatische Fesseln." Ellen Meier wurde ganz blaß. Sie entsann sich eines schrecklichen englischen Romans, in dem ein Bahnhofsvorsteher seine Geliebte sechs Wochenlang gefangen gehalten hatte. „Er ivird doch nicht," wisperte sie Traute zu. Traute amüsierte sich. Sie hatte heute ihren rosen- farbenen Tag. „Man kann nie wissen," entgegnete sie. „Er soll ein Blaubart sein. Aber wenn man ihm fest in die .Augen guckt, ist man gefeit." „Nein," sagte Eva Delbrück, „sowie er die Hand erhebt, um einen nmzubringen, muß mau drauf spucken. Das lähmt seine Kraft." Nvcdvn benutzte die Gelegenheit, die rundlichen Arme von Suse Appelmann unter die feinen zu ziehen. „Halten Sie sich nur immer an mich," flüsterte er ihr zu. Suse tat es. Sie toäre für ihr Leben gern Fran Marquise geworden. Inzwischen ivar die Bierthalern wieder erschienen und hatte gebeten, näher zu treten. Es ging durch das Dreppen- häus; das war vollgestopft mit alten Bauernmöbeln. Es ging eine schmale Treppe hinauf; das Geländer war rot Md gelb gestrichen, M ging durch das Eßzimmer; dg hing ein schöner Gobelin. Der wandhbhe Kaminmantek gegenüber war mit Ziegeln eingedeckt. „Stillos, stillos, stillos," murmelte Mursinna und zuckte mit den Nasenflügeln. Nun wurde die Türe zu der großen Diele geöffnet. Sie lag int Hellen Sonnenlichte. Das Sonnenlicht glftt iveiter' durch die Wohnstube, die zugleich Bibliothek war, und durch das Atelier. Es waren schöne Räume. „Stillos," murmelte Mursinna verächtlich. Niels Kruse trat seinen Besuchern entgegen und entschuldigte zunächst sein Kostüm. „Ich war bei der Arbeit," sagte er, „da liebt man die Bequemlichkeit. Beachten Sie weniger mein Ich als die umliegende Welt. Sie ist be- zeichnend für das Ganze meiner Lebensführung: sie ist ohne System." Die Mädchen reckten unwillkürlich die Hälse und inach- ten große Augen. Die meisten hätten Niels Kruse nie gesehen. Aber sie kaunten Porträts von ihm. Aus denen hatte er einen bewundernswerten Christuskopf: mit schönem, sanft fließendem Vollbart und gewelltem Haar. Jetzt ivar der Mann glatt rasiert und sein Schädel geschoren wie der eines Galeerensklaven. Aber wenn man gedacht hatte, Niels Kruse sei ein ungeschlachter Bär, so irrte man sich. Er ivar ungemein liebenswürdig. Er ließ sich durch Eberstedt Vörstetten, wen er noch nicht kannte. Er hatte auch für die Damen ein paar nette Worte. Er sagte zu Eva, er freue sich, die Tochter des einzigen Senators der Freien und Hanse-Stadt kennen zu lernen, der beit Mut gehabt habe, allgemeiner Ansicht ber hohen Herren vom Rat zu trotzen, die nackten Putten am Fries des neuen Seeamts verletzten das Fein- empfinden. Und vor der Tochter des Oberbürgermeisters verneigte er sich besonders tief und nannte sie Priuzessiu; dann machte er Lili Men lens ein Kompliment wegen ihrer reizenden Nixenaugen. „Ja," sagte er, „Nixenangen. Stellen Sie sich einmal, in die Sonne, Gnädigste. Jetzt ist das Auge ganz tief und grün, und bei kleiner Wendung schimmert es bläulich, und fällt ein Schatten daraus, so wird es zusehends dunkel. Eine Transformation, die nur wenigen Glücklichen eigen ist. Ich möchte gern Ihre Augen geborgt haben . . ." (Fortsetzung folgt.) Das Landhaus in Hampshire. Eine Detektivgeschichte von Conan Doyle. (Fortsetzung.) „Hampshire — Copper Beeches; reizender Landsitz sünf Meilen hinter Winchester. Sie können sich feine anmutigere Gegend, keine heimlichere Behausung denken, mein liebes Fräulein." „Und meine Obliegenheiten?, Darüber möchte ich doch auch' gerne etwas erfahren." „Ein einziges Kind, ein kleiner, lieber Bengel von genau sechs Jahren. Wenn Sie sehen könnten, wie er Schwaben und andere Käfer mit dem Pantoffel totschlägt! Klatsch, klatsch! geht es, und im Nu sind sie kaput." Dabei lehnte er sich in den Stuhl zurück und lachte wieder, daß seine Augen völlig verschwanden, „Ich war nicht wenig verdutzt über den eigentümlichen Zeitvertreib des Kindes, allein da dessen Vater so darüber lachte/ dachte ich, er mache vielleicht Scherz." „Meine einzige Obliegenheit wäre also," fragte ich weiter, „für das eine Kind zn sorgen?" - „Nein, nein, das ist nicht alles!" rief er, „Sie wären! außerdem verpflichtet, was Sie ja gewiß als selbstverständlich betrachten würden, den Weisungen: von feiten meiner Frau nach- zukommen, vorausgesetzt, daß deren Befolgung für eine gebildete Dame keinerlei Anstand böte. Dagegen haben: Sie doch kein Bedeuten, wie?" „Es wird mir ein Vergnügen sein, mich nützlich machen zn' können." ivvi, „Nun, ja, z. B. was die Kleidung betrifft. Wir sind wunderliche Leute, wissen Sic, — wunderlich aber gutmütig. Falls wirs von Ihnen verlangen, ein Kleid von uns anzuziehen, so würden Sie teilten Einwand gegen diesen kleinen Wunsch erheben, nicht! „Nein," erwiderte ich, ziemlich erstaunt über diese Aeußerung.) „Oder sich dahin und dorthin zn setzen, —■ daran würden Sie doch feilten Anstoß nehmen?" „O nein." „Oder vor Ihrem Eintritt bei uns Ihr Haar ganz kurz abzuschueideu?" . „Ich traute meinen Ohren kaum. Wie Sie vielleicht be- Merten, Herr Holmes, ist mein Haar ziemlich üppig und hat eine ganz besonders kastanienbraune Färbung, die schon von MBlr 423 — Meme erste Luftreise. Am Verlansstage Ihrer Königlichen Hoheit der Großherzogin hatte der Hessische Verein für Lnftsckjiffahrt, Ortsgruppe Gießen, beschlossen, 2 Ballons aufsteigen zu lassen, da neben beut', beim] Verein gehörigen Ballon „Marburg" noch ein Berliner Ballon gewönnen worden mar, der zufällig nur im Anfangsbuchstaben voir nnscrnt Ballon avwich und den Namen „Harburg" führte. lebt scher Seite Beachtung gefunden hat. Es siel mir deshalb Ntcht ein, cs so kurzer Hand einfach dran, zu geben." „Ich bedaure, aber das geht schlechterdings nicht," crivibcrtd W Er hatte seine Keilten Augen voll gespannter Erwartung aus mich geheftet, und ich sah, wie bei meiner Antwort ein Schatten über seine Züge flog. „Leider ist dieser Punkt ganz wesentlich," sagte er. „Es W das eine kleine tLrillc von meiner Fran, und auf weibliche! Grellen muß man Rücksicht nehmen, wissen Sie, Franleim "Wü ®te wollen vvljK Haar wirklich nicht abschneiden?" „'Nem, dazu konnte ich mich in der Tat unmöglich entschließen," antwortete ich fest, „So dann must ich leider verzichten. Es ist schade, denn Etc wurden sonst wirklich sehr hübsch gepaßt haben. Unter diesen Umstanden, Fraulein «toper, möchte ich gerne noch ein paar von Mten jungen Damen sehen." m . Gcnmmte hatte sich die ganze Zeit über mit ihren,' Papieren zu schaffen gemacht, ohne ait eines von uns beiden ^ort zn richten, allein nun, warf sic mir einen so unfreund- fstst'E'n Blick zu, dap ich nicht anders annehmen konnte, als tch habe sie durch meine, abschlägige Antwort um eine recht ansehnliche Vermittlungsgebühr gebracht. „Wünschen Sie noch langer vorgemerkt zu bleiben?" fragte fte mich. 1 J „Sitte, ja, Fräulein Stoper." „Nnii, das wird wohl keinen großen Wert haben, da Sie dte Vortrefflichsten Anerbtetnngcit in dieser Weise ausschlagen. M doch tonnt von uns erwarten, daß wir uns noch viele Muhe geben werden, Ihnen abermals eine solche Gclcgcn- Ijett *n verschaffen. Guten Tag, Fräulein Hunter." Damit I gab ste dem Türsteher das Zeichen, mich hina'uszugeleiten. "Als ich nun wieder zu Hause war, Herr Holmes, und dort ntichls vorfand als eine ziemlich leere Speisekammer und auf dem .Tisihe zwei oder drei Rechnungen, da begann ich mir doch dte Frage vorzulegen, ob ich nicht einen törichten Streich gemacht habe. Denn schließlich, wenn diese Leute absonderliche Launen hatten und höchst merkwürdige Dinge von einem verlangten, so rahlten ]ie auch gehörig dafür. Hundert Pfund im Jahre vcr- dteneu nur sehr wenige Gouvernanten in England, llnd dann was uuhtcn mir meine Haare? Es gibt viele, denen sie kurz, geichn'tteil besser stehen; vielleicht gehöre ich auch zu dieser Zahl. Am nächsten Tage neigte ich bereits sehr der Auffassung zu, vast ist) einen gehler begangen hätte, und am dritten war ich test davon überzeugt. Ich wollte meinen Stolz schon beiuäha ivwei. überwinden, tun nochmals auf dem Bureau nachzufragen, ob dte Stelle noch offen sei, als ich von dem Herrn selbst diesest Brief hier erhielt. Ich! will Ihnen denselben vorlesen: The Coppcr Beechjcs bei Winchester., . „Wertes Fräulein! Fraulent Stoper war so freundlich, mir Ihre Adresse zu I geben; ich schreibe xihnen deshalb von hier aus, um bei Ihnen anzu,ragen, ob Sie sich Ihren Entschluß ,wch einmal überlegt haben. ..steine Frau wünscht sehr, daß Sic bei uns cintretcn; jte i)t ganz entzückt von der Schilderung, die ich ihr von Hstnen gemacht habe. Wir sind bereit, 30 Pfund das Bicrtcl- tahr, also lährltch 120 Pfund zu geben, um Sic für alle lliiannchmlichkcitcn, dte Ihnen etwa ans unseren Grillen erwachsen konnten, schadlos zu halten. Im Grunde wollen diese letzteren übrigens gar nicht soviel bedeuten. Meine Fran hat etnc Vorliebe für eine ganz bestimmte Schattierung von bleu clectrignc und wünscht deshalb, daß Sic morgens int Hause ent Kletb von dieser Farbe tragen. Sic brauchen sich jedoch ein solches nicht anzuschaffen, da wir selbst, eines besitzen, das Meiner zurzeit in Philadelphia befindlichen Tochter gehörig niib das Jhiicn vermutlich vollkommen passen wird, llnfere besonderen Wunsche wegen des jeweiligen Sitzplatzes und des Zettvcrireibs, den Sie wählen sollen, werden Ihnen keinerlei .Unantiehntltchkett verursachen. Was Ihr Haar betrifft, so ist cs freilich schade darnm; mir selbst ist während unseres kurzen Zusammenseins dessen Schönheit ausgefallen, allein leider muß tch am diesem Punkte unwiderruflich beharren und will mir honen, daß Sic tu der Erhöhung Ihres Gehalts einen Ersatz mr den Verlust finden. Ihre Obliegenheiten bei dem Kinde Wb nicht schwer. Also marbeit Sie den Versuch; ich werde wie von Winchester in meinem Wagen abholen.' Lassen Sie tmch wissen, mit welchem Zuge Sie eintreffen. Ihr ergebener Jephro Rucastle." roh16 - JW' ich bin entschlossen, die Stelle Ehe ich jedoch den entscheidenden Schritt tue, wollte brcittt?" b’C 9rtH3C Angelegenheit noch Ihrer Erwägung unter» s„ ’W bereits entschlossen haben, Fräulein Hunter, : ° G.age M schon etttWtben," meinte Holmes lächelnd. der Ansicht, ich sollte lieber abschreiben.?( rn ‘ .'e Schwester von mir Aussicht auf diese Stelle, ' Wie sn t'^, Ä ,^^0- erwünscht, das muß ich gestehen." M bas alles erklären, Herr Holmes?" fr w'Stf 3+''r‘möchte ich teilte Vermutung EldÄ" ^Eevht haben Sie sich selbst eine Ansicht darüber "'m* iann mir nur eine einzige Erklärung dafür denkeM Herr Rucastle machte einen sehr freundlichen, gutmütigen Eindruck. Ware es nicht möglich, daß seine Fran verrückt ist, und daß er dies geheim zu halten sucht, damit sie nicht etwa in eine! Anstalt verbracht wird, und daß er ihren tollen Lannen in jeder Werse entgegenkommt, um einem Ausbruch vorzubeugen?" „Diese Erklärung hat, wie die Sache liegt, in der Tat am meisten für sich. Soviel ist jedenfalls sicher, daß eine solche! 'ZWsKMeft nichts Anziehendes für eine junge Dame hat." „Aber Herr Holmes, der Gehalt!" „Nun ja, freilich, ünt - zu gut; das ist es gerade, was mir nicht behagen'wilt^-GW'"-bezahlt man i 120 Pfiiiid im Jahr, während unter gewoWlsrKA I intr-'rrCU ™ dsuno vollauf genügen? Dahinter muß ein ganz gewrckstiger Grund stecken." dachte, es wäre gut, Sic in die Verhältnisse ciuzuweiheu. damrt Eie wißen, um was cs sich handelt, falls ich später einmal HAfe bedürfen sollte. Tas Bewußtsein, daß Sie hinter! Mir stehen, wurde mir viel mehr Mut verleihen." . dieses Bewußtsein dürfen Sic getrost mitnchmcn. Ich versichere Sie, daß ^hr kleines Problem das interessanteste zu werdcil verspricht, das mir seit mehreren Monaten vorgekommenj bietet etiugc Züge ganz besonderer, überraschender Art. Sollten Tic sich je einmal in Zweifel oder in Gefahr befindeni—" „Gefahr? — Was für eine Gefahr beulen Sic sich als möglich?" Holmes schüttelte ernst den Kopf. „Könnten wir uns darüber I bestimmt aussprechen, so wäre es ja keine Gefahr mehr. Doch c» bedarf nur eines Telegramms, und ich werde zu jeder Tagesober Nachtstunde zu Ihrem Beistände bereit fein." . , „-tas genügt." Damit erhob sic sich frisch und munter', und rhrc Zuge zeigten keine Spur von Aeugstlichkcit mehr. „Nun gehe ich ganz guten Mutes meiner neuen Bestimmung entgegen.. werde Herrn Rucastle unverzüglich schreiben, mein teures Hüar heute abend opfern und morgen nach Winchester fahren." , „Eie junge rainc scheint mir Manns genug zn sein, sich selbst zu beschützen," bcmerf'tc ich, als wir ihren raschen, festen Schritt auf der Treppe hörten. „Sie wird cs wohl auch tun müssen," erwiderte Holm cs ernst; „wenn ich mich nicht sehr täusche, werden wir schon in wenigen Tagen Nachricht von ihr erhalten." bauerte auch gar nicht lange, so ging seine Vorhersagnng m Erfüllung. Während der nächsten vierzehn Tage ertappte ich meme Gebauten häiifig auf ber Wanderung zu dem alleinstehcnden Mädchen, das vom Schicksal ans einen so rätselvollen Irrweg verschlagen worden war. Der ungewöhnlich hohe Gehalt, die sonderbaren Bedingungen, die leichten Obliegenheiten — dies alles war ganz gegen die Regel, und doch konnte ich schlechterdings nicht! mit mir darüber ins reine, kommen, ob cs sich dabei nur um eins verrückte Laune oder um einen verbrecherischen Zweck handelte, und ob der Mann ent philmitropischer Schwärmer ober ein Schurke lunr. Was Holmes betrifft, so sah ich ihn oft eine volle halbe Stunde lang mit gerunzelten Brauen in tiefes Nachdenken versunken dasitzen; fing ich jedoch von der Sache an, so winkte er immer ab-, „Tatsachen, Tatsachen!" tief er ungeduldig aus. „Ich muß doch vor allem festen Grund unter den Füßen haben." Wenn er sich aber dann erhob, machte er jedesmal die Bemerkung, feiner eigenen Schwester würde er niemals gestattet haben, eine derartige Stelle anzunehmcn. Das erwartete Telegramm traf eines Abends spät ein als ich eben im Begriffe war, mich zuriickzuzieheu und Dolmcs sich zn seinen beliebten chemischen Untersuchungen anschickte, die ihn die ganze Nacht festhielten: hatte ich ihn doch schon oft abends über seine Gesäße und Gläser gebeugt verlassen! und ihn am nächsten Morgen zur Frühstücksstunde noch in derselben Stellung getroffen. Er riß den gelben Umschlag auf, überflog ceit vNihalt der Depesche, unb dann reichte er sie mir. ., „Sieh gleich die Züge im Kursbuch nach," sagte er dabei, indem er sich wieder seiner Beschäftigung.zuwandte. Es war eine kurze, dringende Aufforderung. Sie lautete: „Kommen Sie, bitte, morgen juittag in den „schwärzest Schwan" in Winchester. Kommen Sie ganz bestimmt, sch weiß Nicht mehr ans noch ein. Hunter." „Willst du mich begleiten?" fragte Holmes auf schauend. „Ja, gerne." „Dann sieh nur gleich nach." „Ein Zug um halb zehn Uhr," sagte ich, in mein Kursbuch blickend, „trifft in Winchester um halb zwölf Uhr ein." „Das paßt ja ganz gut. Dann will ich meine Untersuchung hier lieber auf sich beruhen lassen. Denn mir müssen morgen früh frisch und munter fein." (Fortsetzung folgt.) 424 Bride solle» daher, der Kürze halber, nur mit „M." und bezeichnet werden. Die Führung des „M." hatte, wie beim ersten Aufstiege in Gießen, Herr Dr. Stuchteh aus Marburg, die des „H." Herr Dr. Elias-Berlin. Für ,L." waren die Herren Docler Und Schmidt aus Gießen, für „M." Herr Rechtsanwalt Röm- Held-Gießen und der Schreiber dieses als Passagiere vorgesehen. Vor der Füllung der.Ballons suchte ich mich über die Befestigung der Reiß- und Ventilleinen, die durch den Gasrgumi der Ballons hindurchlaufen, zu orientieren, wär es nötig, durch die untere Ballonöfinuna hindurch in die Ballons hineinzukriechen, was, ..b^i erst nach einigen vergeblichen Ver- s'lchW'Mglich war. .,, Die Füllung der Ballons ging dank der guten Einrichtungen der städtischen Gasanstalt rasch vorwärts und damit wuchs die Erwartung von Minute zu Minute. Zur Orientierung über die Richtung, die wir einschlagen würden, wurde ein Pilotenballon losgelassen, der entgegen der Voraussage der Wetterkarten, eine nördliche Richtung einnahm. Nun hieß es: einstcigen zur Abfahrt. Bei Feststellung der Auftriebsfähigkeit zeigte es sich, daß beide Ballons eine größer« Tragkraft hatten, als erwartet war, so daß in jedem Ballon noch ein Passagier Aufnahme fmden konnte. Rasch entschlossen meldete sich für „M." Herr Bankier Bang aus Marburg und für „H." Herr Ost aus Gießen. Herr Bang war als Vorstandsmitglied des Marburger Vereins nur als Zuschauer erschienen, aber ohne langes Besinnen tauschte er Hut und Stock gegen eine Sportinütze aus und stieg zu uns. Ruil folgte noch ein .Händedruck an Freunde und Bekannte, ein „Glückab" und auf das Kommando: los! entschwebte „M. sanft den Händen unserer Vaterlandsvertcidiger. Sogleich zeigt» es sich aber, daß der Auftrieb nicht groß genug war: wir mußten daher sofort Ballast geben, den leider die Zurückbleibenden als häßlichen Abschiedsgruß von oben her erhielten. Man sollte meinen, daß man bei der Aufwärtsbewegung ein Ähnliches Gefühl wie in einem Aufzuge haben müßte. Das ist aber durchaus nicht der Fall. Man merkt überhaupt kaum etwas. Man glaubt stille zu stehen und die Gegenstände der Erde bewegen sich. Dies erklärt sich durch die außerordentlich sanfte Bewegung, während ein Persolrenaufzug immer Erschütterungen ausgesetzt ist. Wir bewegten uns zunächst noch in geringer Höhe über den Botanischen Garten, das alte Schloß und den Landgraf-Philipp- Platz, wo die Gemüsehändlerinnen in Hellen Aufruhr gerieten. Weiter fiel uns noch die Schuljugend auf, die auf den verschiedenen Spielplätzen ihrer Begeisterung für die Lustschiffahrt Ausdruck verlieh. Allmählich erreichten wir über der Lahn eine größere Hohe (etwa 800 m), so daß wir Gießen nun ganz übersehen konnten. Es sah prächtig ans. Besonders trat der Festungscharakter der von der Anlage umgebenen Altstadt schön hervor und hob sich scharf vom neuen Stadtteil ab. Wir folgten nun der Lahn, ohne deren Krümmungen mitzumachen, vielmehr also der Lahn- linie, von wo das „taktvolle" Arbeiten der Streckenarbeiter deutlich zu »ns heraufklang. Wir übersahen nun das ganze schöne Landschaftsbild, das Gießen umgibt: die Ruinen Gleiberg und Vetzberg, den Dünsberg, den lieblichen Schiffenberg Und dahinter den hohen Vogelsberg, während in unserer Fahrt- richtung Marburg sichtbar war und sich weiterhin Berg an Berg reihte. An Einzelheiten fielen uns verschiedene Gärtnereien durch ihre scharf gegliederten, verschieden gefärbten Blumenbeete auf, sodann das Dorf Launsbach auf der anderen Seite der Lahn, das als rechtwinkliges Dreieck erschien. Bald hörten wir unter uns Wasser rauschen: es war die einsame Badenburg, deren Wasserfall sich gerade unter uns befand. Weiter überflogen wir, etwas nach Osten abweichend, den Hangelstein und kamen über Lollar, wo wir wiederum von der Schuljugend, die gerade Pause hatte, mit viel Geschrei und Tücherschwcnken begrüßt wurden. Die gesprengten Hochöfen waren zwar nicht mehr sichtbar, aber dennoch machten die Werke einen stattlichen Eindruck. Unser Weg führte uns nun über den Staufenberg, wo uns ein Teich auffiel, der uns bis dahin unbekannt war, dann folgten wir ein Stück dem Laufe der Lumda aufwärts, überflogen den Oderwald und gelangten in der Richtung auf Amöneburg in die fruchtbare Ebene des Ebsdorfer Grundes, mit seinen vielen Dörfern, wo ein Zügle der Lokalbahn sich gerade mühsam vorwärts' schlängelte. Die Richtung auf Amöneburg behielten wir bei und hatten das Glück, die so gern besuchte, schöne Bergstadt von oben fett schauen. Ein herrlicher Anblick! Auch den braven Bürgern muß das so vorgekommen sein, denn sie begrüßte» uns aufs Lebhafteste. Wie die Lahn und Lumda uns durch die nach unten gerichtete Luftströmung etwas von unserer Richtung abgelenkt hatten, so wiederholte es sich bei der Ohm und Schwalm. Immerhin kamen wir tu die nordöstliche Richtung immer wieder zurück und gelangten über die altertümlichen Städte Neustadt und Treisa und über) die von der Schwalm in wundersamen Zirkeln umflossene, ehemalige Festung Ziegenhain nach Frielendorf, dessen zu Tage liegende Braunkohlenbergwerke uns wie wimutelnde Ameisenhaufen erschienen. Den Eindruck der Höhe und Tiefe hab Man ja bekamrk- ltch von oben nicht. Ein Berg erscheint nur aus der Ferne gesehen als Erhebung. Unser Führer hatte sich stets bemüht, möglichst in Höhe von etwa 1000 Meter zu bleiben, was durch die Höhenmeßinstrumente kontrolliert werden konnte. Jede Aufwärtsbewegung machte sich außerdem durch Gasgeruch, jede Abwärtsbewegung durch eine» schwachen Druck auf das Tromnielfell des einen unserer Fahrt- .-UKösien L«rrer!bar, ber dadurch als lebendes Barometer wirkte. Beim Fallen des Ballons wurde natürlich Sand ausgeworfen, um die Höhe beizubehalten. Häufig geschah es nun, daß wir schneller fielen als der Sand, so daß wir selbst davon überschüttet wurden, was beim Kvtelcttfrühstück unangenehm, beim Schreiben mit der Füllfeder aber ganz praktisch war. Das Wetter war während der ganzen Zeit sehr schön gewesen, aber, .da totr im Sonnenschein fuhren, war auch das Gas stark ertoärmt worden und Gasverlust eingetreten. Wir hatten dadurch zuletzt eine Höhe von 3000 Meter erreicht. Leider sollte unsere schöne Fahrt damit aber auch bald zu Ende sein, denn nun kamen wir in den Schatten der Wolken, wodurch sich das Gas rasch abkühlte und uns trotz aller Ballastabgabe zu Boden zwang. Das Schleppseil chatten wir schon vorher ausgeworfen. Bald schleifte es auf der Erde. Die Bedingungen zur Landung ivaren sehr günstig. Wir befanden uns über freiem Felde, an der Bahnstrecke Treisa- Eschwege, ganz in der Nähe einer Fahrstraße, so daß wir nach kurzer Fahrt in geringer Höhe unter dem Staunen der herbei- eilenden Landbevölkerung über einem Kartoffelacker bei Wernswig die Reißleine zogen und landeten. „H." war kurz nach uns anfgestiegen und während der ganze» Zeit in Sicht gewesen. Bei unserer Landung fuhr er über uns weg, mußte aber 15 Kilometer weiter ebenfalls niedergehen. Das Abrüsten des Ballons ging mit Unterstützung hilfsbereiter! Hände rasch vor sich. Sehr zu statten kam uns die Mitwirkung eines ehemaligen Angehörigen der Liiftschifferabteilung. Die Flurschadenfrage war durch das Eingreifen unseres erfahrenen Bankiers schnell gelöst und ein Fuhrwerk zur Stelle, das Ballonhülle und Korb nach der Bahnstation Frielendorf brachte. Wir aber nahmen vor der Rückreise einen Abschiedstrunk, dankbar dem tüchtigctzi Führer und, in dem Bewußtsein, einen unvergeßlich schöne» Tag erlebt zu haben. Dr. K. Feist- Gieße». * Eine kühne Weltumsegelung. Vor einigen Tagen sah man im Newyorker Hafen einer kleinen gebrechlichen Segeljacht zwei sonnengebräunte Männer entsteigen, struppige, bärtige Gesellen, denen das Haupthaar bis weit über die Schultern hinabhing. Der eine der beiden Fremden war groß und stark und schien in der Mitte der Vierziger zu stehen, der ändere schien zwar nicht jünger, aber seine Gestalt ivar fast zart, klein und schn,regsam. Das ivaren die beiden k ü h u st e u W e l tu m s e g l e r der Gegenwart, der Große heißt Peter Arapaki, ein griechischer Seemann, der Kleine ist ein Engländer aus Coventry und heißt John B l y t h e. Sie können sich rühmen, eine der verwegensten Weltumsegelungen seit den Tagen des Kolumbtis hinter sich zu haben, denn in ihrem kaum 12 Meter langen, kleinen Segelboot haben sie am 3. Mai 1910 die Ausreise von B u n b u r y ans Australien angetreten und sind jetzt nach der Umsegelung des Kaps Horn glücklich in Newyork gelandet. Aus der kleinen Segeljacht „Pandora" haben sie auf den Weltmeeren 122 900 Seemeilen zurückgelegt. * Im Restaurant. Gast (die Speisekarte studier end)l „Was können Sie mir besonders empfehlen?" — Kellner: „Essest Sie Sauerbraten; das ist dasj einzige, worüber sich heute »och keiner beschwert hat!" ZitatenrStsel. Aus jedem der folgenden Zitate ist ein Wort zu nehmen, so daß sich ein neues Zitat ergibt: 1 . Was nützt mich der Mantel, wenn er nicht gerollt ist l 2 . Nicht um Gnade will ich betteln, ich verlange nur mein Recht. 3 Und darum Räuber und Mörder! 4 Vergelten will ich's Euch, wenn Ihr mein Leben schont. 6. Schwer büßen soll der Frevler, der die Tat verübt. 6. Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn. 7. Mau hat Exempel, daß man denMord liebt und den Mörder straft. Auflösung in nächster! Nummer. Auflösung der Königspromenade in voriger Nummer: Wem: ein Liebes dir der Tod Aus den Augen fortgerückt, ’ Such' es nicht im Morgenrot, Nicht im Stern, der abends blickt. Such' es nirgends früh und spät, Als im Herzen immerfort; Was mau so geUebet, geht Nimmermehr aus diesem Ort. Justinus Kerner. Rebattion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversttätS-Buch- und Steindruckerei, R. Lange; Vietze»