MM« D«'?» -L.- u< Wj! Montag den 9. Moder 1»U - Nr. 158 Wch-«LS><«nU InierhallunKblM M tGichenerZyzeizer ((fetetnl-^eigcr). Die weiße Frau. Roman von W. Collins. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Nachmittags. — Es ist geschehen. Die Asche seines Abschiedsbriefes liegt auf dem Kaminherde. Ist das das traurige Ende jener ganzen Geschichte? Den 29. November. — Die Vorbereitungen zur Heirat haben begonnen. Die Schneiderin hat ihre Aufträge bekommen. Laura ist völlig gleichgültig, völlig un- bekümmert um Dinge, die sonst vor allen andern das Interesse der Frauen in Anspruch nehmen. Den 30. November. — Wir hören täglich von Sir Perceval. Die letzte Neuigkeit, die er uns mitteilt, ist die, daß es wohl vier bis sechs Monate dauern wird, ehe die Veränderungen in seinem Hause vollständig beendet werden können. Falls Maler, Tapezierer und Möbelhändler sowohl Glück als Pracht Herstellen könnten, so würde ich mich für ihre Fortschritte in Lauras zukünftiger Häuslichkeit interessieren. So aber ist die einzige Stelle in Sir Percivals Briefe, welche mich nicht so gleichgültig wie vorher läßt, die, in welcher er von der beabsichtigten Hoch- zeitsrerse spricht. Er schlägt vor, da Laura augenblicklich nicht kräftig ist und der Winter ungewöhnlich strenge zu werden droht, sie nach Roni zu nehmen und bis zu Anfang nächsten Frühlings in Italien zu bleiben. Sollte sie diesen Man nicht billigen, so sei er ebenso bereit, die Saison in London Zuzubringeii, und da er selbst kein Haus dort besitze, irgend ein passendes, möbliertes Haus zu mieten. Indem ich mich und meine eigenen Gefühle in Bezug hierauf gänzlich unberücksichtigt lasse (was meine Pflicht ist), zweifle ich meinerseits nicht an der Schicklichkeit des ersten dieser Vorschläge. In beiden Fällen ist eine Trennung zwischen Laura und mir unvermeidlich. Wenn sie ins Ausland reisen, wird es eine längere Trennung werden, als wenn sie in London blieben — aber dagegen müssen wir wieder den Vorteil erwägen, der aus einem Aufenthalte in einem milden Klima für Lauras Gesundheit erwachsen würde, und noch mehr als das berücksichtigen, wie sehr die Ueberraschungen und die Aufregung einer ersten Reise in dem interessantesten Lande der Welt zu ihrer Aufheiterung und Aussöhnung mit ihrem neuen Leben beitragen würde. Ich fürchte den Anfang ihres neuen Lebens mehr, als ich Worte habe, es auszudrücken k*- aber ich 'hege einige Hoffnung für sie, wenn sie reist; keine, wenn sie zu Hause bleibt. Den 1. Dezember. — Ein sehr, sehr trauriger Tag; ein Tag, den ich ausführlich zu beschreiben nicht das Herz Mbe. Nachdem ich gestern abend schwach genug war, es zu verschieben^ wär ich heute morgen genötigt, ihr von Sir Percivals Vorschläge in Bezug auf die Hochzeitsreise zu sagen. In der vollen Ueberzeugung, daß ich sie bcg eiten werde, wohin sie auch gehen möge, war das arme Kind — denn in vielen Dingen ist sie immer noch nur ein Kind — beinahe froh über die Aussicht, die Wunder von Florenz, Rom und Neapel zu sehen. Es brach mir fast das Herz, sie hierüber zu enttäuschen und sie angesichts der bittern Wahrheit zu bringen. Ich mußte ihr sagen, daß kein Mann während der ersten Zeit nach seiner Vermählung einen Nebenbuhler — selbst nicht einen weiblichen —, in der Zuneigung seiner Frau duldet, was er auch später tun möge. Ich mußte sie warnen, daß meine Aussicht auf dauernden Aufenthalt unter ihrem Dache einzig und allein davon abhänge, daß ich nicht Sir Percivals Eifersucht errege, indem ich mich beim Beginne ihrer Heirat als Empfängerin der tiefsten Geheimnisse seiner Frau zwischen sie drängte. Jetzt ist es vorbei. Sie hat ihre bitteren, unvermeidlichen Lehren empfangen; die Täuschungen ihrer Mädchenzeit sind dahin, nnd es war meine Hand, die sie ihr rauben mußte. Aber lieber meine Hand, als die [einige, das ist mein einziger Trost. So ist denn der erste Vorschlag angenommen: sie gehen nach Italien; und ich soll, mit Sir Percivals Genehmigung, meine Vorkehrungen treffen, bei ihrer Rückkehr nach England bei ihnen zu wohnen. Mit andern Worten, ich soll zum ersten Male in meinem Leben um eine persönliche Vergünstigung bitten, und zwar von dem Manne sie mir erbitten, dem ich von allen andern am ungernsten wirklich verpflichtet zu sein wünsche. Nun gut! Ich glaube, für Laura könnte ich sogar noch mehr tun. Den 2. Dezember. — Da ich zurückblicke, finde ich, daß ich immer in herabsetzenden Ausdrücken von Sir Percival spreche. Nach der jetzigen Wendung der Dinge muß nnd will ich dieses Vorurteil gegen ihn abwerfen. Ich kann mir meine eigenen Gefühle nicht erklären; aber das eine ist mir ganz llar: daß es meine Pflicht, jetzt doppelt meine Pflicht ist, Sir Percival nicht durch unbegründeten Argwohn unrecht zu tun. Wenn es mir zur Gewohnheit geworden, immer noch auf ungünstige Weise von ihm zu schreiben, so muß und will ich es mir wieder abgewöhnen, und wenn ich deshalb dieses Tagebuch schließen müßte, bis die Heirat vorüber ist! D en 16. D ezemb er. — Es sind volle,vierzehn Tage vergangen, ohne daß ich diese Blätter geöffnet habe. Ich habe mein Tagebuch lauge genug unberührt gelassen, um, wie ich hoffe, mit besseren, vorurteilsfreieren Gesinnungen in Bezug auf Sir Percival zu ihm zurückzukehren. Er wird morgen erwartet. Den 17. Dezember. — Er laugte heute an und sah, wie mir's schien, etwas abgemagert und sorgenvoll aus, sprach und lachte indessen wie ein Mann in bester Laune. Er brachte einige wirklich schöne Kleinodien als Geschenke mit, welche Laura mit Freundlichkeit und wenig- 630 stens äußerlicher Fassung entgegennahw. Das einzige Anzeichen von dem Kampfe, den es sie kosten muß, in einer so schweren Zeit wenigstens, den Schein der Fassung zu bewahren, entdeckte ich in ihrem plötzlichen Widerwillen, allein gelassen zu werden. Anstatt sich wie sonst in ihr Zimmer zurückzuziehen, scheint sie nur mit Zagen hineinzugehen. Als ich heute nach dem Gabelfrühstück hinauf ging, zrm mich zu einem Spaziergänge zu rüsten, erbot sie sich, mich zu begleiten. Und vor Tische wieder öffnete sie oie Tür, die unsere Zimmer trennt, damit wir plaudern könnten, wahrend wir Toilette machten. Laß mich fortwährend etwas tun, sagte sie, laß mich immer in Gesellschaft sein. Laß mir f'eirte Gelegenheit zum Denken, das ist alles, warum ich dich bitte, Marianne — laß mir keine Gelegenheit zum Denken. Diese traurige Veränderung in ihr machte sie nur um so anziehender für Sir Percival. Er deutet sie, wie ich sehen kann, zu seinem Vorteile aus. Es liegt eine fieberhafte Röte auf ihren Wangen, ein fieberhafter Glanz in ihren Augen, die er als eine Rückkehr ihrer Schönheit und ihres Frohsinns willkommen heißt. Sie sprach heute bei Tische mit einer so falschen, so unpassenden Lustigkeit und Sorglosigkeit, daß ich mich heimlich sehnte, sie zum Schweigen zu bewegen oder fortzuführen. Sir Percival schien unbeschreiblich erfreut und überrascht darüber. Die Sorge, die ich bei seiner Ankunft auf seinem Gesichte bemerkt, verschwand gänzlich, und er erschien selbst meinen Augen um wenigstens zehn Jahre jünger, als er wirklich ist. Es ist kein Zweifel — obgleich ein sonderbarer Eigensinn mich verhindert, es zu sehen — es ist kein Zweifel, daß Lauras künftiger Gemahl ein sehr schöner Mann ist. Erstens liegt ein großer Vorteil in regelmäßigen Zügen — und er hat sie. Glänzende braune Augen sind bei Männern sowohl, wie bei Frauen sehr anziehend, und auch die hat er. Selbst Kahlheit, wenn sie von der Stirn ausgeht (wie es bei ihm der Fall) ist bei einem Manne eher kleidsam, als nicht, denn sie erhöht die Stirn und den Ausdruck der Intelligenz im Gesichte. Anmutige, unbefangene Bewe- gungen, feines Wesen, fließende Konversation — alles unstreitig Vorzüge, und er besitzt sie alle. Wenn man mich in diesem Augenblicke früge, ivelche Fehler ich an Sir Percival entdeckt habe, so könnte ich nur zwei andeutcn. Der eine: seine fortwährende Unruhe und Erregbarkeit, welche ganz begreiflicherweise aus seinem ungewöhnlich energischen Charakter entspringen mag. Der andere: seine kurze, scharfe, verächtliche Manier, wenn er mit Dienstboten spricht, was wahrscheinlich eine bloße Angewohnheit ist. Den 18. Dezember. — Da ich mich heute morgen traurig und niedergeschlagen fühlte, ließ ich Laura bei Mrs. Besey, um einen meiner schnellen Mittagsspaziergänge zu machen, die ich seit einiger Zeit zu oft ausgesetzt hatte. Ich schlug den trocknen, offenen Weg über die §eibe, der nach Todds Ecke führt, ein. Nachdem ich ungefähr eine halbe Stunde gegangen, war ich unaussprechlich erstaunt, Sir Percival mir aus der Richtung des Gehöftes entgcgen- kommen zu sehen. Er ging sehr schnell und schwang seinen Stock, den Kopf hoch erhoben wie gewöhnlich, und mit offenem Jagdrocke, der im Winde flatterte. Als wir zusammenkamen, wartete er nicht ab, daß ich ihn befragte, sondern teilte mir sogleich mit, daß er auf dem Gehöfte gewesen, um sich zu erkundigen, ob Mr. und Mrs. Todd seit seinem letzten Besuche in Limmeridge nichts von Anna Catherick gehört hätten. Sie fanden natürlich, daß sie nichts weiter von ihr wußten? sagte ich. Nicht das geringste, entgegnete er. Ich fange an, ernstlich zu befürchten, daß wir sie verloren haben. Wissen Sie vielleicht, fuhr er fort, indem er mir sehr aufmerksani ins Gesicht sah, ob der Maler — Mr. Hartright imstande ist, uns weitere Auskünft zu geben? Er hat weder von ihr gehört noch sie gesehen, seit er Cumberland verlassen hat, sagte ich. Sehr traurig, sagte Sir Percival, indem er sprach wie ein Mann, der sich unangenehm getäuscht sieht, und dabei aussäh wie ein Mann, der sich erleichtert fühlt. Den 19. Dezember. — Ich spielte heute auf den in Vorschlag gebrachten Plan meines Aufenthaltes bei seiner Frau an, nachdem er sie nach England zurückgcbracht habe. Ich hätte kaum den ersten Wink in dieser Richtung fallen lassen, als er mit Wärme meine Hand ergriff und sagte, ich hübe gerade das ausgesprochen, was er von Herzest mir vorzuschlagen gewünscht habe. Als ich ihtn in ihrem und meinem Namen für seine wirklich rücksichtsvolle Güte gegen uns beide gedankt hatte^ gingen wir zunächst auf den Gegenstand seiner Hochzeitsreise über und sprachen von der englischen Gesellschaft in Rom, in die Laura eingeführt werden sollte. Er erwähnte mehrerer Namen von Bekannten, die er diesen Winter oort zu treffen erwartete. Sie waren, so viel ich mich entsinnen kann, alle englisch, mit einer Ausnahme. Diese eins Ausnahme war Graf Fosco. Die Erwähnung Graf Foscos und die Entdeckung, daß er und seine Frau wahrscheinlich mit den Neuvermählteu auf dem Festlande zusammentreffen werden, stellt Lauras Heirat zum ersten Male in ein entschieden günstiges Licht. Es mag dies vielleicht eine Familienfehde enden. Bisher hat es der Gräfin Fosco beliebt, ihre Verpflichtungen als Lauras Tante aus bloßem Grolle gegen den verstorbenen Mr. Fairlie wegen seines Verfahrens in Bezug auf das Legat zu vergessen. Jetzt aber rann sie nicht länger bei diesem Betragen bleiben. Sir Percival und der Graf sind alte und vertraute Freunde, und ihre Frauen haben keine andere Wahl, als sich auf höflichem Fuße zu begegnen. Die Gräfin Fosco war zu ihrer Mädchenzeit eines der impertinentesten Frauenzimmer, die mir vorgekommen sind, launisch, anmaßend und eitel bis zur Albernheit. Falls es ihren: Gemahle gelungen, sie zu Verstände zu bringen, verdient er die Dankbarkeit jedes Mitgliedes der Familie. Ich werde neugierig, den Grafen kennen zu lernen. Er ist der vertrauteste Freund von Lauras künftigem Gemahle und erregt als solcher mein lebhaftes Interesse. Alles, was ich von ihm weiß, ist, daß vor vielen Jahren seine zufällige Gegenwart auf den Stufen der Trinita del Monte zu Rom Sir Percival hals, einem Raub- und Mordanfalle zu entgehen, gerade in dem kritischen Moments, wo er an der Hand verwundet worden und im nächsten im Herzen hätte getroffen sein können. Dies ist alles, was ich von Sir Percivals Freunde weiß. Ob er wohl je nach England kommen wird? Ob ich ihn wohl werde leiden können? Den 23. Dezember. 1— E l f Uh r. Es ist alles vorüber. Sie sind verheiratet. Drei Uhr. Sie sind fort! Ich bin blind vom Weinen — ich kann nicht schreibeir. — Miß Halcombes Aussage. 2. Teil. Blackwater Park in Hampshire. Den 27. Juni. — Sechs Monate, die vergangen sind, sechs lange, einsame Monate, seit Laura und ich uns zuletzt gesehen! — Von Walter Hartright erhielt ich ein paar Zeilen, die er gleich nach seiner Landung in Honduras und etwas heiterer und hoffnungsvoller geschrieben hatte. Etwa einen Monat oder sechs Wochen später sah ich einen Auszug aus einer amerikanischen Zeitung, welcher den Abmarsch der Abenteurer landeinwärts beschrieb. Seitdem hat man alle Spur von ihnen verloren. — Ueber dem Geschick von Anna Catherick und ihrer Ge- fährtin Mrs. Clements schwebt noch immer dasselbe undurchdringliche Dunkel. Man hat von keiner von beiden je wieder etwas gehört. Sogar Sir Percivals Advokat hat alle Hoffnung und zugleich alle ferneren Nachforschungen! aufgegeben. — Unserm guten alten Freund, Mr. Gilmore, ist ein trauriges Hindernis in seinem Berufsleben entgegenge- treten. Zu Anfang des Frühlings erlitt er einen Schlaganfall. Auf ärztliche Anordnung ist er nun zu Verwandten nach Deutschland gereist. Das Geschäft führt sein Kompagnon. — Was Mr. Fairlie betrifft, so glaube ich mich keiner Ungerechtigkeit schuldig zu machen, wenn ich sage, daß es ihm eine außerordentliche Erleichterung war, sein Haus von allen ^Frauenzimmern befreit zu sehen. — Soviel über die Personen und Ereignisse, die den vordersten Platz in meiner Erinnerung einnehmen. Was aber jetzt über die eine Person, die in meinem Herzen 631 den allerersten Watz füllt, und die morgen hierher zürück- kehren soll? Sie ist den ganzen Winter über mit ihrem Manne in Italien und darauf in Tirol gewesen. Sie kommen in Begleitung von Graf Fosco und seiner Frau zurück, die sich in der Umgegend von London niederzulassen beabsichtigen Und versprochen haben, die Sommermonate in Blackwater Park zuzubringen, bis sie eine passende Wohnung gefunden haben. — >— — Ich verließ Limmeridge gestern morgen. Vorige Nacht schlief ich in London und wurde dort heute so lange durch allerlei Besuche und Geschäfte abgehalten, daß ich erst nach dem Dunkelwerden in Blackwater anlangte. Nach meinen bis jetzt empfangenen unbestimmten Eindrücken zu jurteilen, ist es ganz das Gegenteil von Limmeridge. Das Haus steht in einer ganz flachen Ebene und ist rings von Bäumen eingeschlossen oder vielmehr erstickt, wie ich mit meinen nordländischen Begriffen es fast nennen möchte. Ich habe noch niemanden gesehen, als den Diener, der mir öffnete, und die Haushälterin, eine sehr aufmerksame, höfliche Frau, die mich auf mein Zimmer führte und mir meinen Tee brachte. Ich habe ein hübsches kleines Wohnzimmer mit Schlafgemach am Ende eines laugen Korridors in der ersten Etage. Die Zimmer der Dienerschaft und noch einige Fremdenzimmer sind in der zweiten Etage und alle Wohnzimmer im Erdgeschosse. Ich habe noch keins von ihnen gesehen und weiß noch nichts von dem Hause, ausgenommen, daß der eine Flügel fünfhundert Jahre alt sein soll, daß es einst von einem Wallgraben umzogen war und daß es seinen Namen Blackwater von einem kleinen See im Parke erhalten hat. —— Laura benachrichtigte mich in ihren Briefen immer nur davon, daß sie gesund ist- daß das Reisen ihr wohl bekommt, daß sie zum ersten Male in ihrem Leben den Winter ohne Erkältung überstanden, aber nirgends finde ich ein Wort, das mir sagte, sie sei mit ihrer Heirat ausgesöhnt und könne jetzt ohne alle Bitterkeit und Reue auf den dreiundzwanzigsten Dezember zurückblicken. Der Name ihres Mannes erscheint in ihren Briefen nur wie der eines ,Freundes, der sie aus der Reise begleitet. • (Fortsetzung folgt? Die Alchimie der Gegenwart. Ioh. S ch ü r m a n n, Betriebsinspektor. Hätte jemand vor 10 Jahren behauptet, daß sich in vielleicht nicht nllzuierner Znkun't die Träume der Alchimisten, ein Element in ein anderes überzusühren, vor allem unedlere Stoffe in edlere zu verwandeln, verwirklichen würden, der wäre mindestens aus- gelacht morden. So sehr hatte sich in den orthodoxen Streifen der Chemiker der Gedanke von der Unteilbarkeit der damals etwa 70 bekannten Elemente eim,enistet, trotzdem die Aussteller dieses Begriffes von vornherein immer betont hatten, dast ihm nur eine re- Intive Bedeutung zukomme. Als Elemente seien diese Stoffe vorläufig nur deshalb anzclsehen, iveil inan sie mit den damaligeii Methode» nicht iveiter zerlege» konnte. So lange eine Zerlegung nicht möglich ist, müffeii sie praktisch als solche gelten, aber nur praktisch. Theoretisch ist damit nichts erwiesen. Heilte sind die Ansichteii über die elementare Natur der Atonie chon längst ivankend geivorde». Ist es doch bereits gelungen, ben Nachweis zu führen, daß bei gewissen Prozesse» Stoffe, denen alle Eigeiischaslen von Elementeii zukoniinen, sich in Stoffe von eben- salls elementarer Natur zerspalten. Das typische Beispiel ist die Bildung von Heliuiii aus Radium. Tas Helium ist aber nicht das einzige Zerfallsprodukt des Radiums. Von dem Atomgewicht des Radiums 226 spalten sich nämlich in verschiedenen Stadien 4 Gewichtsteile als Helium ab, rind es entsteheii so der Reihe nach die gnssönnige Emanation (Atomgewicht 222), Radium A (218), Radium C (214) und Polonium (210). Auch das Polonium spaltet nochmals eilt Heliumatom ab und es bleibt deshalb ein Stoff mit dem Atomgewicht 206 zurück. Dieses Endprodukt ist nicht radioaktiv und ist vermutlich Blei, das gerade das Atomgewicht 206 besitzt. Daß man die Amvefeaheit des Bleies nicht direkt seststellen kann, beruht darauf, daß die zur Bersügung stehenden Zerfallsprodukte io winzige Mengen ausmachen,' daß sie weder sichtbar noch, sonst nachweisbar sind. Wenn man die Zwischenprodukte identifizieren kann, so beruht das darauf, daß sie radioaktiv sind, an welcher Eigenschaft man selbst winzige Mengen solchen Stoffes nachweisen und bestimmen kann. Für die Identität des Endproduktes mit Blei spricht neben dem Atomgewicht auch der Umstand, daß man in asten Endsormationen die radioaktiven Stoffe mit Blei vergesellschaftet findet und zwar genau in dem Verhältnis, wie es sich aus den Zerfallszeiten rechnungsmäßig ermitteln läßt. Das Radium ist nicht das einzige Element, dessen Zersalls- sährgkett seststeht. Man unterscheidet jetzt mehrere radioaktive Familien, die dadurch gekennzeichnet sind, daß von einer Muttersubstanz mehrere Sprößlinge hintereinander abspalten. Tie drei wichtigsten Familien sind, die Uranfamilie, der auch das Radium angehört, die Thoriumfamilie und die Aktiniumiantilie. Zti diesen Familien gehören etwa 30 Elemente. Da außerdem noch 70 Elemente bekannt sind, so ist also für fast */3 aller heute sestgestellten Elemente die Zerkastskähigkeit nachgewiefen. Allerdings kommen diese radioaktiven Stoffe nur in relativ winzigen Mengen vor, ihre große Zahl legt aber den Gedanken nahe, daß auch die anderen Eleniente nicht aus unteilbaren Atomen bestehen. In der Tat hat man neuerdings auch für aste anderen Elemente eine gewisse Zertrümmerung des Atoms festgestellt. Man hat nämlich mit Hilfe elektrischer Erscheinungen aus asten Elementen Partikelchen aus- scheiden können, die nur 1l)800 Teil der Masse eines Wasserstoffatoms ausmachen. Diese Partikelchen nennt man Elektronen. Wahrscheinlich ist jedes Atom ein kleines Weltsystem von vielen umeinander kreisenden Elektronen; die Elektronen wären gleichsam die Uratome. Nun hat man wohl aus asten Elementen Elektronen abspalten können, aber noch nie größere Bruchstücke. Diese spalten sich nur bei den radioaktiven Stoffen als Helium und bergt ab, aber hier erfolgt der Zerfast völlig spontan ohne äußere Einwirkung und ist es uns bisher auf keine Weise gelungen, durch äußere Kräfte, wie Truck, Temperatur oder Elektrizität den Zerfall zu beeinflussen oder zu beschleunigen. Sollte es uns einmal möglich sein, die Elektronen nach unserer Willkür zu Atomen zusammenzusetzen und andererseits die Atome zu zerspalten, so dürfte eine Veredelung wegen der gewaltigen hierzu aufzuwendenden Energie von keiner wirtschaftlichen Bedeutung sein. Denn die Energie, nicht die Materie, nach deren Wert wir heute alle anderen Werte bemessen, ist hier das wertvollere. Weit einschneidender wäre es, wenn wir durch den willkürlich berbeizuführenden Atom- zersall große Energiemengen frei machen könnten. seltsame Testamente. Vor kurzem ist in London ein reicher Herr gestorben, der sich vor seinem Tode bei der Abfassung seines Testamentes das besondere Vergnügen machte, seinen Erben und den 'Erbschaftsbehörden eine harte Nuß zu knacken zu geben. Mr. Mugeen starb als vielfacher Millionär und vermachte sein Vermögen seinen nahen Verwandten und einigen seiner besten Freunde. Als der letzte Wille des Verstorbenen verlesen wurde, waren die Testamentsvollstrecker nicht, wenig verblüfft: Mr. Mugeen setzte für einen seiner Freunde 50 000 Pfund, also mehr als eine Million Mark, ans. Dabei aber legte er den übrigen Erben die Verpflichtung auf, diesen Freund ausfindig zu machen, und beschränkte sich hierbei auf die lakonische Angabe: Man wird ihn in einer der größeren Bars von Paris finden." Wer ist dieser Freund? Wo ist die Bar? Dem Testamentsvollstrecker wird nichts anderes übrig bleiben, als eine Zeitlang nächtlicherweile regelmäßig eine Rundreise durch die Bars von Paris zu unternehmen, und da ihre Zahl recht stattlich ist, kann er dabei, ehe er es sich versieht/ zum Alkoholiker werden. Die Fälle, da Sterbliche noch im Angesicht des Todes den Humor behalten und eine kleine Bosheit nicht verschmähen, sind keineswegs selten, ja oft müssen bizarre letzte Willensbestimmungen dazu dienen, um dem Verstorbenen eine Popularität zu verleihen, die im Leben zu erringen ihm versagt war. In den meisten derartigen Fällen sind Freuden oder Enttäuschungen der Ehe der Ausgangspunkt ungewöhnlicher Bestimmungen. In London, so weiß der Gaulois zu erzählen, starb vor einigen Jahren ein sehr reicher Junggeselle, dem es mehrfach mißglückt war, in den Hafen der Ehe einzulaufen. Durch sein Testament setzte er zu seinen Erben ein: die acht Damen, die ihm nacheinander einen Korb gegeben und seine Heiratsanträge abgewiesen hatten. Und er gab auch eine lakonische Begründung dieser ungewöhnlichen Verfligung, indem er in seinem letzten Willen ausführte: „Indem sie meine Anträge ablehnten, ermöglichten diese Damen es mir, ein friedliches Dasein zu führen, nirgends von häuslichen Zwistigkeiten bedroht. Dafür bin ich ihnen Dank schuldig, und er soll ihnen werden." ,, , Anders dachte Fräulein Hetty Bloomer, die 1897 tn der englischen Stadt Dutney starb. Sie verfügte über ein Vermögen von rund 800 000 Mark und gab ihm durch ihr Testament folgende Bestimmung: „Trotz meines gegenteiligen Wunsches bin ich unverheiratet geblieben; ich war dreimal verlobt, um dreimal von wortbrüchigen Männern verlassen zu werden. Daher bestimme ich, daß die Zinsen meines Vermögens fortan rährltch am Jahrestage meines Todes zwischen fünf unverheirateten Frauen verteilt werden, die das 40. Jahr überschritten haben und den Beweis erbringen können, daß ihre Verlobungen durch dte Schuld des Bräutigams zurückgegangen sind." Eine besondere Klausel verfügte noch fürsorglich: „Falls sich inau- didatiunen nicht melden, — was mich bet der Schlechtigkeit der Männer sehr verwundern wü^de, — werden dte Zinsen zum Kapital geschlagen." Aber das Testament des Fräulein Bloomer schweigt sich über einen sehr wesentlichen Punkt aus, nämlich darüber, ob die mehr als 40jährigen Jungfrauen, die einmal die ausgesetzte Prämie erhalten haben, das Recht zu nner spateren Heirat besitzen. In der Tat kam es bald zu entern Prozesse; 632 eine Dame, die die Zinsen erhalten hatte, heiratete bald darauf, Und der Testamentsvollstrecker strengte einen Prozeß auf Rückerstattung des empfangenen Betrages an. Die,Sache beschäftigte damals die Londoner Gerichte, endete aber mit dem Siege der nun glücklich verheirateten Jungfer. Mit der Welt nach seinem Tode muß sich auch sehr viel ein in Paris sehr bekannter Arzt beschäftigt haben, der vor einigen Jahren verschied, wobei sich herausstellte, daß er schon 20 Jahre vor seinem Ableben sorgfältig seine eigene Todesanzeige verfaßt hatte. Die Anzeige war bereits vervielfältigt und lag zum Versand bereit, nur das Datum des Todestages war noch einzusetzen. Der merkwürdige Brief hatte folgenden Wortlaut: „Ich habe.die Ehre, Ihnen mit» zuteilen, daß ich heute, am ... . gestorben bin. Erweisen Sie mir die Liebenswürdigkeit, meiner Beerdigung fernzubleibeu, denn der Tod ist noch trauriger als das Leben, und es ist höchst überflüssig, die Lebenden zu belästigen." Im Gegensatz zu diesem Sonderling findet man sehr oft in den Testamenten die Be- ftimmung, durch die für alle Teilnehmer an der Beerdigung eine bestimmte Summe ausgesetzt wird, die unter dem Trauergefolge verteilt werden soll. In solchen Fällen fehlt es natürlich sticht an Leidtragenden, und wenn der Tote wieder auferstehen könnte, würde er sich einer sehr stattlichen Schar völlig Unbekannter, aber doppelt trauervoller Freunde gegenüber sehen. Ein wegen seiner Naivität und kindlichen Güte rührendes Vermächtnis hinterließ unlängst eine fromme Burgunderin, die in ihrem Testament folgendermaßen verftigte: „Ich schenke den Nonnen von Saint Jean-de-Losne (Cöie d'Or) lOoOO Mark, damit sie sich von den Zinsen den Kaffee kaufen können, den ich ihnen seit langen Jahren geliefert habe; sie sollen ihn nach meinem Tode nicht entbehren." Diesem Testament an Menschen- Seundlichkeit gleich kommt folgende Bestimmung eines deutschen rztes, des Dr. Mayer, der 1899 in Mainz starb; er hatte mehrere philosophische Werke, darunter eins über das „Dogma der Erkenntnis" verfaßt. In seinem Testament hieß es, man möge nach seinem Tode seinen Klienten nicht die noch unbezahlten laufenden Rechnungen zusenden. Wohl aber möge man in der Verbreitesten Zeitung der Stadt.ein Inserat veröffentlichen, durch das die reichen Klienten des verstorbenen Arztes aufgefordert würden, die nach ihrer Meinung ihm geschuldete Summe den Armen zu geben. „Was meine minderbegüterten Klienten angeht, so falten sie ihrer Schulden ledig sein und können sich meinetwegen als Arme ansehen. Alle meine Geschäftsbücher und Papiere, die sich hierauf beziehen, sollen dem Ferner zu vollständiger Vernichtung übergeben werden." Vermischtes. * Lfa n a ns Braut. Marie Behrends, die Frankfurter Bürgermeisterstochter, erblickte vor einem Jahrhundert das Licht der Welt; sie sollte als Lenaus Braut wenige Wochen des Glückes, einem der bedeutendsten Dichter der Zeit angehören zu können, mit vielen Jahren der Trauer um den Wahnsinnigen und den Toten bezahlen. Am 4. Oktober 1911 war sie in der Mainstadt geboren; sie mar also über die Blüte der Jugend hinaus, als Lenau sie am 14, Juli 1»44 in Baden-Baden, wo sich die Vaterlose an der Seite ihrer Tante, der Bankiersgattin Jäger, aufhielt, im „Englischen Hoi" an der Table d’höte kennen lernte und einen so tiefen Eindruck von ihr erhielt, daß er dem Mädchen, das am selben Tage noch abreisen mußte, seine Gedichte mit der Widmung sandte: „Mich ließ die Gunst des Augenblickes, Ein flüchtig Lächeln des Geschickes, Wie bis in? Herz du schön, erkennen; Leb wohl! ich mutz mich von dir trennen! Doch milderts mir dein frühes Scheiden, Wenn ich vom Glück, das mir entschwunden, So schnell wie du — die heitern Stunden, Und wenn ich darf den Rui der Leiden, Die singend mir das Herz zerrissen, In deinen lieben Händen wissen." Diese Gabe Lenaus bestimmte sreiltch die Danten, den Aufenthalt in Baden-Baden noch um einige Tage zu verlängern. Gleichwohl kam es zu keiner Aussprache; erst die Abreise der Damen ließ in Lenau die Erkenntnis ouftommen, daß er das Mädchen liebe, und den Entschluß reiten, Marie Behrends einen Antrag zu machen. Schnell reiste er nach; in Rippoldsau holte er sich das entscheidende Jawort und in Frankfurt fand die Verlobung statt. Aber der allzu raschen Entschließung folgte die Enttäuschung nur zu bald. Lenau, der sicherlich nicht als Mitgistjäger anzusehen ist, hatte doch aber Marie Behrends für reich gehalten, und wenn für lhn wohl das auch nicht bestimmend gewesen war, so hätte er, der auf den Ertrag seiner dichterischen Arbeit allein für den Lebensunterhalt Angewiesene, sich doch ohne jene bestimmte Voraussetzung gefragt, ob er sich überhaupt tn seinen Verhältnissen verloben dürfe. Nun, erst nach der Verlobung, vernahm er, daß das Mädchen eine zwar reichliche, aber unter den obwaltenden Verhältnissen ketnes- wegs auskömmliche Mitgift erhalte. Zwar wußte er nun Cotta zu einem Vertrage zu drängen, der seine Existenz einigermaßen sicher stellte, ihm aber andererseits das fatale Gefühl auferlegte, zu Arbeiten verpflichtet und gedrängt zu sein. Dazu kam die Qual der Dovpelliebe. Als er von Frankfurt nach Wien reifte, war dort die nie schluntmernde Liebe zu Sofie von Loewenthal, der Gattin seines Jugendfreundes, von neuem zu starker Leidenschaft erwacht, und mit der Liebe iür beide int Herzen war er nach Stuttgart zu seinen Freunden Reinbeck zurückgekehrt, wo er am 13. Oktober vom Wahnsinn befallen wurde. Au! die Kunde seiner Erkrankung war Marie Behrends sofort mit ihrer Mutter nach Stuttgart geeilt. In Heidelberg mußte ihr Wagen aus die von Karlsruhe kommende Post warten. Im Gasthof nahm Marie eine Zeitung zur Hand und ihr erster Blick siel au! die Nachricht aus Stuttgart: „Der Dichter Lenau ist wahnsinnig geworden und liegt in der Zwangsjacke." Sie hat mit ihrem Verlobten nicht mehr sprechen dürfen; sie sah nur noch von einem Fenster aus, wie er vom Hosrat Zeller mit Hilfe zweier Wärter in die Irrenanstalt übergeführt wurde. Sie blieb unvermählt. In Frankfurt a. M. ist sie am 6. September 1889 gestorben. * Die Verbreitung des Islams. Nach ungefährer Berechnung kann man die Zahl aller in der Welt lebenden Mohammedaner auf 250 Millionen festsetzen. Davon entfallen allein 24 Millionen aus Französisch-Afrika, 65 Millionen aus Englisch und 30 Millionen an! Niederländisch-Jndien. Die Türkei und Aegypten besitzen zusaniine>r 34 Millionen Gläubige, Persien dagegen nur 9 Millionen, während in China 30 Millionen Mohammedaner leben. Tie Moslemin Zentralasiens (Turkestan, Bochara und Afghanistan nsw.), faiuie diejenigen Marokkos und des Sudans lassen sich au! etwa 55 Millionen schätzen. Es ist aber anziinehine», daß die Millionenziffer 250 noch zu niedrig gegriffen ist, zumal der Islam in allen Nachbarländerii noch immer fast bedrohliche Fortschritte macht. In Japan, auch in unseren deutschen afrikanischen Kolonien, ja selbst in England zieht Mohammeds Lehre täglich neue Jünger in ihren Bannkreis; neulich trafen die ersten englischen Mekkapilger in der „heiligen etnbt" ein. Auch eine Menge Deutsche sind schon zunr Islam übergetreten. Ueberall zeigt sich seine iverbende Kraft; seine Einfachheit und phantastische Plastik wirkt auf die int Heidentum ^versunkenen Völker, ebenso fiuie aus die grübelnden Gemüter unserer religionsarmen Zeit. Man muß es bei dem allen als ein Glück betrachten, daß die islsimitifchens Völker von keiner Einheit des ^Handelns beseelt sind und — zunächst wenigstens — Politik von Religion iernhalten. kf. Ein Paar Schuhe für 10 000 Mark. Dieses Mal sind es nicht die Amerikaner, die diesen unsinnigen Höchstpreis aufgestellt haben, sondern die Engländer. In London soll ein Schuhmacher ein Paar Schuhe ausgestellt haben, für die er nicht weniger als 10 000 Mark verlangt. Ter hohe Preis erklärt sich aber nicht etwa aus Juwelen oder anderen kostbaren Stoffen, die man fair Schuhe verwenden kann, sondern ans» der Mettge der Arbeit, die in den Schuhen steckt. Sie sind nämlich über und über mit buntschillernden Kolibribrüsten benäht,. und der Pariser Schuhmachermeister hat ein halbes Jahr auf sein Kunstwerk verwenden müssen. Tie einzelnen, winzigen Kolibribrüst« mußten mit den feinsten Stichen aneinandergenäht werden, um ein gleichmäßiges Federfleid herzustellen. Tie Schuhe müssen wirklich prachtvoll aussehen, jedoch die Vogelfreunde werden — und mit Recht — über sie nicht begeistert sein. Der gleiche Schuhmachermeister stellt übrigens ans Marabufedern Schuhe her, die auch recht reizvoll aussehen sollen — und dabei „nur" 120 bis 150 Mark das Paar kosten. * Verschnappt. Hausherr (zur Köchin): „Minna, ich hoffe, daß Sie Ihrem Schatz keine Zigarren von mir geben!" —> Köchin: „Wo denken Sie hin, Herr Schulze, . . dem sein Herb hat viel bessere Zigarren!" , ' * Zurechtweisung. Herr: „Sie sind ja ganz rüstig/ arbeiten Sie doch!" — Handwerksbnrsche: „Ich habe Sie doch nicht um einen Rat gebeten, sondern um einen Zehrpfennig!" * Zu spät. „Mein Herr, hier wird doch ein junges Mädchen von angenehmem Aenßeren gesucht?" — „Ja, mein Fräulein, tut mir leid, da kommen Sie — um zwanzig Jahves zu spät!" * Schlagfertig. „Anna, ich kann mich nicht satt sehen an dir!" — „Ja, dann laß doch etwas zu essen kommen, ich habe auch Hunger!" * U n a n g e n e h m. Freund (zum anderen, an dessen Polterabend): „Bei mir kamen die Polterabende erst nach der Hochzeit!" Magisches Sahlenquadrat. In die Felder nebenstehenden Quadrats sollen die Ziffern 15 134 245 338 viermal derart eingetragen werden, daß die Summe der Zahlen in jeder der senkrechtem wagerechten und Diagonalreihen stets 782 beträgt. Auflösung in nächster- Nummer i Auflösung deS Versteckrätsels in voriger Nummer r Arbeitsamkeit ist die beste Lotterie. Nedakkion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lang», Gießen. ,