Mf M !l| rnwr<1M:TTIiy Das Witwenhaus. Roman von Helene von Mühlau. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) „So, Frau von Hilbach, hier sind nun die Küchen« Handtücher, die müssen Sie säumen und sticken. Das Bett« $eug hätten wir fix und fertig, nu müssen wir nur noch überlegen, wie wir billig zu allem andern kommen. Das war doch ein guter Einfall von der Frau Belzig, daß sie uns riet, die Möbel leihweise aus Naumburg zu beziehen. Der April steht nahe bevor, und unsere leipziger Herr« schäften kommen am dritten. Da haben wir noch alle Hände voll zu tun, und ich mache mir oft genug in der Nacht Gedanken, wie Sie mit all dem zurechtkommen." Sie sah ihre Herrin sorgenvoll an, und Frau von Hilbach lächelte. In dieser letzten Zeit war sie so gang aus ihren Träumen und Sehnsuchtsgedanken herausgerissen worden. Sie hatte es nicht gewollt, hatte sich im An« fang dagegen gewehrt, nun aber empfand sie es als Wohltat, daß oa eine um sie herum lebte, die so fest und sicher mit ihren Füßen auf realem Boden stand und die voch so gar nicht nüchtern, die so voll Herzensgute, Einfalt und Wärme war. Ihre Seele war krank gewesen in den ersten Wochen dieses Jahres, das noch so lang und düster vor ihr lag. Wäre sie allein gewesen, sie hätte nie die Kraft gefunden, sich aus ihren Träumereien, Schmerzen und Hoffnungen herauszufinden. Diese Alte da hatte sie mit ihren derben und doch weichen Händen anpacken müssen, um sie vor sich selbst zu retten, und darum war sie ihr dankbar und war gut und freundlich zu ihr. Sie arbeitete und sorgte gern im Hause. Es machte ihr Freude, etwas Praktisches zu tun. Sie wollte ihm ja eine gute Frau werden, und um eine gute Frau zu werden, mußte man vor allem praktisch und wirtschaftlich sein. Die Kosh setzte nun eine lange Liste auf, und wie sie alles zusammenrechnete, war sie erschrocken und begann dieses und jenes auszustreichen. „Früher, wenn da die Leute aus den großen Städten auf Sommerfrische gingen, dann ließen sie ihre Ansprüche, zu Hause!" seufzte sie, „dann wußten sie, daß sie auss Land gingen, und dachten nicht an Teppiche und Portieren. Heutzutage sehen sie nach, ob der Waschtisch eine Marmorplatte hat, ob die Gardinen gecremt sind; unter Plüschsofas und einem großen Spiegel, wo sie die ganze Figur orin sehen können, tun sie's überhaupt nicket mehr, und dabei mäkeln sie am Preis. Es ist ein Gluck, Frau von Hilbach, daß wir die Leihgebühren für die Möbel erst Ende Sommers bezahlen müssen. Drei Küchen ausstaffieren, das kostet was, selbst wenn wir auf dem Tovtmarkt taufen und zurückgesetzte Ware nehmen. Dabei noch bür Ungewiß- heit, ob man überhaupt vermietet."--- ' ’ „Das hab ich Ihnen auch noch gar nicht erzählt, was unsere Küstern für einen Charakter hat!" sagte sie am Abend, als das Jungchen im Bett lag. „Gestern nachmittag als Sie auf der Wilhelmsburg waren, hat's einen Heiden- skandal im Haus gegeben. Iw) wollt Sie eigentlich nicht Damit inkommodieren, weil Sie sich so was immer gleich zu Herzen nehmen, aber wo nu alles glatt aogelaufen ist, schadet's ja nicht mehr, und eine Hausbesitzerin muß ja schließlich auch wissen, was für einen Charakter die Leute haben, die bei ihr wohnen. Ich hab doch immer so viel von der Küstern gehalten, das sagt ich Ihnen schon oft, weil die sich nicht davor gefürchtet hat, daß Die Senge» rich Mördersfrau war und auf geheimnisvolle Weise gestorben ist, und wenn die Pastorin auch darüber gelacht hat, daß sie sagte, ihr Geld sei heiliges Geld, es hat nur doch von ihr gefallen. , . c „Aber an der Küstern sieht man mal wieder so rechh daß man nach dem Schein nicht gehen darf, und wenn eine immer Bibelstellen zitiert und alle Sonntage zweimal in die Kirche läuft, bann braucht sie deshalb noch längst keinen guten Charakter zu haben. „Ich will zugeben, daß die Häuflein ein bißchen empfindlich gegen Lärm ist und nicht vertragen kann, wenn einer über ihr einen lauten Schritt tut. Das sind so Eigenheiten bei manchen Menschen, gegen die sich nichts tun läßt, aber in diesem Fall hatte sie recht. Was unsere Küstern ist, die hat ein Harmonium in ihrem Wohnzimmer, das spielt fast ebenso laut ivie unsere Orgel in der Kirche. Nu, ich muß ja sagen, ich hab solche Musik gern und könnte stundenlang zuhören, besonders wenn die Küstern nicht dabei singt; das tut sie aber leider fast immer, denn ich hab gehört, sie wollte sich ausbilden zur Gesanglehrer'in. Früh am Morgen um sechs, wenn sie auf» steht, singt sie kirchliche Lieder, das tut sie im Andenken an ihren verstorbenen Mann, sagt sie. Mir ist ,das ja eine Erbauung, weil ich dann gerade im Flur beschäftigt bin und gern etwas Frommes höre. Wer die Häuflein, die um diese Zeit noch schläft, hat schon dreimal ihre Köchin heraufgeschickt und um Ruhe gebeten. Die Küstern tut aber, als hörte sie nicht, und spielt weiter. Nu ist ein Harmonium doch eigentlich ein frommes Instrument, aber weil die Küstern fein Klavier hat und doch auch weltlichen Gesaug- unterricht geben will, spielt sie alles Drauf. „Kommt ein Vogel geflogen", „Alles neu macht der Mai" und so weiter, und dazu singt sie. „Ich hab gedacht, „es ist ein Glück, daß die Häuflein in ein paar Wochen auszieht", aber wie unsere Kurfremden im Sommer sich damit einverstanden erklären, das steht bei mir noch nicht fest. — Kurz und gut, damit Sie es wissen, gestern nachmittag nach dem Mittagessen klopft die Häuflein in eigener Person bei der Küstern und verbittet sich energisch den Lärm. Ich hatte gerade zufällig im Flur zu tun una — 154 Var Zeuge. Da Wien Sie aber was erleben können, Frau von Hilbach! Die Häuflein war im ersten Augenblick ganz starr. Im grauen Unterrock und weißer Nachtjacke kommt die Küstern mitten am hellen Tag auf den Flur und sängt an zu schimpfen. Na, das muß ich sagen, so eilt Mundwerk ist mir lange nicht vorgekommen. Und die Ausdrücke! Direkt ins Gesicht hinein hat sie der Hanflein die größten Beleidigungen gesagt, und wie die Pastorin auf den Flur gelaufen kam, um zuzuhören, schrie fte der zu: „Sie sollten mal Treppe und Flur besser reinmachen, als hier Maulaffen feilhalten!" und der Specht, die auf die Treppe kam, warf sie Schimpfreden entgegen, und mich beleidigte sie wiederholt, wo ich doch kein Wort in die Unterhaltung Warf, mt, ich muß sagen, ich halte ja sonst nicht viel von der Specht und der Häuflein, aber in diesem Fall mußt ich mich ooch auf ihre Seite stellen. Es konnte auch keiner ein Wort vorbringen, so laut schwadronierte die Küstern — „Die Häuflein ging schließlich wie eine Königin die Treppe hinunter, und die Specht und die Pastorin liefen ihr nach. Die Küstern lachte laut auf, schnitt eine Fratze, ging dann in ihre Wohnung und hat den ganzen Llcich^ mittag am Harmonium gesessen und gesungen' und gespielt, daß die Wände zitterten. mir natürlich Sorgen gemacht, wie das spätex-lverden soll, und hab mir bei meiner Bekanntem -m der Querstraße, die auch aus Großheringen Mmmt, was von der Küstern ihren früheren BerhNmissen erzählen lassen. Die soll also in der ganz§U^llmgebung in einem sehr schlechten Ruf stehen rfT'nach hier gezogen, weil sie in ihrem Ort keine Wohnung mehr kriegen konnte. Auf die Dauer können wir sie ja natürlich auch nicht behalten, aber nu heißt es klug sein. Kündigen wir ihr am ersten Juli, dann schikaniert sie natürlich unsere Badegäste den Sommer über, das geht also nicht — ---" „Aber was sonst, Kosh?" sragte Frau von Hilbach, die über diese Mitteilungen sehr erschrocken war. „Ja, das ist ein schwerer Kasus!" entschied die Kosh. „Einem Lösen Hund wirst man zwei Knochen vor, heißt es im Sprichwort, und ich hab immer im Leben die Er- ahrung gemacht, daß nian mit schlechten Menschen am iesten zuwege kommt, wenn man eben so gut zu ihnen ist, wie sie schlecht zu einem sind. Daun müßte einer doch chon durch und durch verdorben sein, Wenn das keinen Lindruck ans ihn machte. „Aber sehen Sie, Frau von Hilbach, das kann und kann ich vom Doktor nicht begreifen, daß der Ihnen jetzt nicht ein bißchen tragen hilft. Was nützt Ihnen dann die ganze Verlobung, Wenn der einfach seiner Wege geht und jagt: „Hab ich Glück, daun komiue ich wieder, hab ich keins, dann sich, Wie du allein fertig wirst!" Ich hab ja nie gewagt, ihm Ratschläge zu geben, aber wenn ich er gewesen wär, hält ich mir die Zukunft so gestaltet: Sie haben nun einmal das Besitztum hier, Frau von Hilbach, und er hat Doktor studiert. Wo ist aber ein Doktor nötiger als an einem Badeort? Zumal, wo wir aus unserer Seite keinen haben und immer über die Brücke müssen, wenn wir ärztliche Hilfe brauchen. Er hätte aus nnserm Haus eine Kuranstalt machen können. Bei feiner Persönlichkeit und Klugheit hätte der doch einen kolossalen Zuspruch gehabt, das können Sie sich doch an den Fingern abzahlen, und auf die Weise wären Sie aus Ihrer Ein'amkeit heraus- ßefommen, und der Doktor hätte auch wieder soliden Boden unter die Füße gekriegt---" „Kosh, wir wollten doch nicht mehr über ihn reden!' -bat Frau von Hilbach, und die Alte meinte ärgerlich: „Unklare Verhältnisse sind mir nun einmal verhaßt. Wenn man wenigstens genau wüßte: er kommt! Aber womöglich Wartet man ein Jahr, und wenn es um ist, steht man da und ist gefoppt." Fran von Hilbach wollte etwas erwidern, aber die Kosh ließ sie nicht zu Worte kommen. „Das nehmen Sie mir nicht übel, Frau von Hilbach: Hier im Haus ist ein Manu so notwendig, wie das Salz aufs Brot, das muß er gemerkt haben. Warum hat er sich da nicht gesagt: Du bist derjenige, welcher —" „Das verstehen Sie nicht, Kosh!" widersprach nun Frau von Hilbach ärgerlich. Die Mte schwieg und setzte eine gekränkte Miene auf. Der Doktor hier im Saalehaus? Nein, o nein, das tat er nicht, das war unmöglich. Ihr Doktor war doch nicht der Mann, der seiner Frau ettvas verdanken wollte! Das hätte sie auch nicht gemocht, daß er geblieben Wäre, obschon sie ihn in all ihrer Schwäche darum gebeten hatte. Nein, holen sollte er sie, sollte sie erlösen ans ihrem grauen, traurigen Haus; sie wollte warten, und wenn es Jahre dauerte, er kam doch, er mußte, mußte ja kommen! „Kosycheu," schmeichelte sie, als sie sah, daß die Alte wirklich gekränkt war. „Sie haben mir doch heute morgen noch gesagt, Ihre Diele hätte „ja" geschrien, wie Sie sie gefragt haben, ob der Doktor wiederkommt, und nun sogen Sie wieder das Gegenteil!" Die Kosh Wischte sich eine Träne ans ihren Augen, aber ihr Unmut war schon vorüber. „Wenn das man mit dem vielen Umziehen im April gut geht!" seufzte sie, „do wird man in der nächsten Zeit vor Arbeit gar nicht zu sich kommen, und am ersten Mai ist Badeeröfsuung. Bis dahin muß ich all mein Zeug für den Sommer parat haben und Hausputz in meiner Wohnung gehalten haben. Sie müssen wirklich tüchtig mit zugreifen, Frau von Hilbach, auch Wenn Sie nicht sehr fürs Praktische sind. Wenn Sie erst Frau Doktor geworden sind, daun hält er Ihnen hoffentlich ordentliches Personal ..." , „Dumme Kost), als ob Sie viel Personal um sich duldeten!" Der Kosy Gesicht strahlte: „Wenn er mich man will in seinem Haushalt!" „Wir fragen ihn gar nicht, Kosycheu!" scherzte Frau von Hilbach, und die Alte lachte, steckte ihr Strmzeug tu di.x Tasche und brachte ihre Frau zu Bett. Dabet redete sie immer noch vom Aprilumzug: , „In den nächsten Wochen werden Sie nicht viel Zeit haben, über ihn nachzudenken. Wenn die Sachen aus Halle erst kommen,' heißt es „arbeiten" kleine Gnädige, aber schaden tut's Ihnen nicht!" (Fortsetzung folgt.) Die Uorrespsndent'm. Bon C. D Leslie. Uebersetzung ans dem Englischen von Marie Eisner. James und John Moxon halten die Londoner Agentur für Jallands merkwürdigen amerikanischen Eiskasten, der sich im Winter in einen Gciväck)shausvfcn umwandeln ließ. Wenn James und John auch nidjt wie ihre Namensvettern im Kinderreim allabendlich um 10Va Uhr zu Bett gingen, so waren sie doch brave junge Leute, die durch unermudliazen Fleifj das Kommissionsgeschäft hoch gebracht hatten. JameS war 28, trug kürzen Bart, Umlegekragen und rote Krawatte; in der Theorie war er Sozialist und Anhanger Bernhard Shaws. John zählte 26, bevorzugte weiche Schlipse, die einen entschieden künstlerisck)cn Anstrich hatten, war glatt rasiert uird las mit großer Begeisterung Marie Eorellis moinane. Aber beide kannten als echte Briten nur ein einziges Vorhaben — und so vernachlässigten sie ihre tünstlerischen Neigungen über ihrer ivichtigsten Lebensaufgabe — dcur Berkaus von Jallaiids Ers- Das Bureau der Agentur befand sich in Holboru, uiid ein Laufbursche bildete seinen Personalbestand. Jetzt aber lieg die stets wachsende Arbeitshänfung doch eine Vergrößerung desselben ratsam erscheinen. . . „Wie wärs, wenn wir eine Korrespondentin engagierten, die uns die Schreibarbeit abnehmen könnte?" schlug James vor. „Eine Dame?" meinte John zweifelnd. „Warum denn nicht ©tftetüi ‘?y/ „Eine Dame kommt billiger imb leistet ebensoviel," erklärte bet Gleitete. „Gut," pflichtete der jüngere Sozius nach einiger Ucberlegung bei „Aber sei um Himmels willen vorsichtig in deiner Wahl. Win wollen doch keine von der Sorte, die aufgeputzte Blusen und unechte Perlen trägt und sich das Haar aufbauscht." „Natürlich nicht!" stimmte James zu. „Und dann, weißt du, können wir fern Mädchen gebrauchen, das geivöhnlich spricht, mit uns flirtet oder uns m Ehebande zu fesseln sucht. Nimm ein zuverlässiges, anstan-igcs Mädchen mit guten Manieren." „Versteht sich!" sagte James. Noch am selben Tage hatte er eme Unterredung nut einer würdigen älteren Dame, die ein Institut leitete, das den grausame« Zweck verfolgte, Korrespondentinnen auf die leidende MeuchgeN loszulassen. Die Matrone hörte ihm aufmerksam zu, machte kurze Nvtizeii uiid verpflichtete sich, die Ware sicher zuzustellen — wie Mr. Jalland sich ausgedrückt haben würde. Miß Ffmch erfüllte dieses Versprechen und stellte sich am folgenden Tage den beiden Kompagnons vor. 156 Miß Wuch war hübsch, zierlich unb zwetundzwanzrg; ihr Wesen trug den Stempel der Selbstbeherrschung und Beschetdenhett. Sie hatte ein gut sitzendes blaues Cheviotkostüm an, das ehre stattliche, graziöse Figur Vorteilhast hervorhob. Nachdem sie eine kurze Prüfung in Maschinenschreiben und Stenographie abgelegt hatte, wurde sie sofort engagiert und begab sich gleich an die Arbeit. Ain nächsten Lage kam es zu Uneinigkeiten zwischen der Neu- angekonnnenen iinü deut Laufburschen, der sehr gegen ihr Eugagement gewesen war. Der Jüngling hatte das Amt: ,,Herein zu rufen, wenn Kunden anklopsten, ein paa Briefe abznschreibcn und zu befördern — und sein Gehalt einzuziehen. Dabei behielt er reichlich Zeit, Pfefferminzbonbons zu essen und sich in die Abenteuer von „Desperado Dick, dein Schrecken der Pampas' zu vertiefen. Miß Fsinch erhob Eintvände gegen die Psesferniinzbonbous, oder vielmehr gegen den Geruch, der sich verbreitete, während der Bursche sie verbrauchte. Er wiederum machte Einwände gegen ihr Einwand- erheb?' und variierte zu diesem Zwecke eine Rede von „Desperado« Dick" Die Tauie aber unterbrach ihn — mit einer Ohrfeige. In diesem Augenblick kamen die Chefs, die zum Lunch ausgewesen waren, zurück, und der beleidigte Jüngling legte nun den drei Zuhörern sein Ultimatum vor: er ober sie müsse weichen. James und John aber waren so außerordentlich znsricden mit der neuen Korrespondentin, daß sie ohne Zaudern den Sprecher sofort ablehnten. Mit erhobenem Haupte ging er von dannen, und in seinen Abschiedstvorten lag besonderer Nachdruck: „Es wird Ihnen leio tun, Herr Moxon, daß Sie jemals ein Mädel ins Bureau genommen haben. Sie ift falsch. Alle Mädels sind falsch, und die da besonders wird Unheil ins „traute Heim" bringen." O prophetischer Ausspruch! Der Laufbursche erhielt keinen Nachfolger und Miß Ffinch erwies sich als musterhafte Angestellte. Sie war stets pünktlich gesetzt, gleichmäßig, heiter und erledigte schnell und fleißig die ihr anvertraute Arbeit. Ein paar, echt weibliche Züge, die ihr eigen waren, erhöhten — ganz im geheimen — nur ihren Reiz in den Augen der Brüder. So hatte sie ständig Veilchen angesteckt, wechselte aber jede Woche mit der Farbe — einmal violette, dann wieder weiße wählend. Und ihre beiden rosen- geschmückteu Florentinerhüte kannte man bald: zu den weißen Veilchen trug sie den nut den weißen Rosen — in der dunklen Veilchenwoche aber den mit den roten. Selbst ihre goldene Uhr steckte eine Woche im Armband, die nächste im Gürtel. Schnell war Miß Fsinch so vertraut mit der Leitung des Bureaus, daß man sie ihr selbständig überlassen konnte, wenn beide Kompagnons fort waren. Die Brüder sanden die junge Dame von Anfang an anziehend, Und nach wenigen Wochen schon waren beide stark verliebt in sie. Waren sie doch so ernst und solide, daß sic bis jetzt sorgfältig Tameugesellschast gemieden hatten, und so wurdest ihre noch von Liebe unberührten Herzen um so leichter von einem hübschen, anmutigen Mädchen wie Miß Fsinch gefesselt. Jeder der Beiden verschwieg sein Geheimnis und tvußte nicht im ent» kerntest en, Ivie weit ihre Vertraulichkeit mit dem auderen gedieh. Die im Bureau eiugesührte Arbeitsteilung begünstigte diese Ahnungslosigkeit. Seit mehreren Jahren galt die Regel, daß wöchentlich abwechselnd einer der Brüder in der Stadt Orders werben sollte, der andere sie im Bureau entgegenzunehmen und nach der Post zu sehen hatte. Sv wußte der Abwesende nie, wie Miß Ffinch .rnzwischen mit dem im Bucrau gebliebenen stand. Ohne die Arbeit im geringsten zu vernachlässigen, fand sich zwischen der Abfertigung von Kunden und der Erledigung von Briefen noch Zeit für lange, intime Gespräche. In der einen Woche disputierte James mit Miß Ffiuch über Sozialismus Und Weltvcrbesscrung, und sie gingen gelegentlich abends zu einem Bernhard Shaw-Stück, während sie in der nächsten Woche kaum ein halbes Dutzend Sätze weck)selten, und auch die nur in Gegenwart des zweiten Kompagnons. Im Laufe dieser Woche aber ergingen sich John und Miß Fsinch in eingehenden Gesprächen über Marie Carellis Philosoplste, besuchten ausch wohl am Abend einen lehrreichen Vortrag oder ein Stück, das die Verderbnis der modernen Gesellschaft beleuchtete. Jeder der beiden glaubte, immer mehr die Neigung des jungen Mädchens zu gewinnen — jeder der beiden sühlte sich im Paradiese — bis es zur unvermeidlichen Aufklärung kam. Etwa drei Monate nach dem Anstauchen der Korrespondentin suchte John einmal Ende der Woche Verwandte an der See auf unb kam erst Montag am späten Abend zurück. Als er ins Bureau kam, fand er James int Begriff, nach Haus zu gehen. Miß Fsinch war schon fort. „Ich habe dich erst morgen früh erwartet," sagte der.Aeltcre, „aber ich freue mich, daß du da bist; denn ich will feiern., Soupiere mit mir im „Holborn"!" „Was willst du feiern ?" „Das wirst bn schon hören, Trallalälla!" Dabei improvisierte James einen Cakewalk. „Haben wir denn den Mac Dougal Kontrakt abgeschlossen e— oder bist du betrunken?" fragte John argwöhnisch. Doch James verstand sich zu keinen weiteren Mitteilungen *— bis das Souper beendet war und eine Flasche Champagner fast geleert. Da ettdlich sagte er: „John, alter Junge, ich habe mich verlobt I" John riß die Augen auf, daß man das Weiße rings nm die Pupille sah — so überrascht war er. „Nun, das hast du aber geheimnisvoll angestellt!" rief er ans. „Und wer ist die Glückliche?" „Miß Fsinch." Der andere lachte befangen. „Heraus mit der Sprache! Die ist's sicher nicht. Du scherzest — das weiß ich genau." „Freilich ist's die! Ich sage es dir ganz ernsthaft." „Dann lügst du ernsthaft; denn — sie ist mit mir verlobt." Sie starrten einander über den Tisch hinweg an. „John," fing James nach einer Weile an, „um jeden Irrtum zu vermeiden: Miß Fsinch hat mir heute nachmittag ihr Wort „Aber sie ist schon seit Freitag mit mir verlobt," erklärte John, „sie hat mich gebeten, es vorläufig geheim zu halten." Ein langes Schweigen folgte, währenddessen die Brüder inner* lich die neuesten Enthüllungen über, weibliche Falschheit verarbeiteten. Der lebhaftere John brach die Stille. „James, was soll das heißen? Warum — warum erhört sie uns beide? Sie kann uns doch nicht beide heiraten." „In keinem Knltnrlande wenigstens. Aber augenscheinlich will sie keinen von uns heiraten," meinte James mit sardonischem Lachen. „Sie hat sich wohl nur amüsieren wollen. Bist du manchmal mit ihr ausgegangen?" „Nun ja, fast jede Woche ins Theater, und oft genug haben wir an diesem Tisch hier soupiert." James schlug mit der Faust darauf. „Zum Kuckuck noch einmal! Sechs- ober achtmal habe auch ich mit ihr an diesem Tische gesessen. Warst du je in ihrem Heim?" „Nein. J'ch wollte sie gern zu Hause aufsuchen. Da erklärte sie, sie lebe bei ihrer Mutter, die leidend sei. Vor Wochen schon bat ich sie, Mrs. Fsinch besuchen zu dürfen. Doch hielt sie mich immer hin, weil, wie sic sagte, ihre Mutter nicht wohl genug wäre, um Gäste zu empfangen." „Aber genau so hat sie es mit mir gemacht! Mir scheint, sie hat gar nicht des Erwerbs wegen, sondern nur zum Amüsement gearbeitet. Bon Ansang an erkannte ich, daß sie über dem Niveau der gewöhnlichen Korrespondentin stünde. Wahrscheinlich ist sie mit irgend einem Dandy verlobt." John seuszte schwer. „Das ist ein harter Schlag für mich, der ich Freitag abcnd erst als Glücklichster der Sterblichen London verließ. Ich hätte gern den Besuch aufgegeben, aber sie wollte nichts davon wissen und bat mich, unser Verlöbnis noch eine Woche lang geheim zu halten. Narr, der ich war, ich stimmte zu. Wenn ich dir's gleich gesagt hätte--" „Als sie mir heute nachmittag ihr Wort gab, bestand sie auf Heimlichkeit für ein paar Tage. Erinnerst du dich, John, wie der Bursche, den wir am Tage ihres Eintritts entließen, sie „falsch" nannte?" „Das ist bezeichnend für sie", pflichtete John bei, „ich eilt- sinne mich, wie ich einmal während meiner Außenwache ins Bureau kam und euch beide sehr vertraulich schwatzen fand. Ich wurde ein wenig mißtrauisch; doch als ich sie zur Rede stellte, schwor sie mir, daß ihr beide nichts zusammen hättet." „Die kleine Lügnerin! Von Anfang an bemühte ich mich um sie. So hat sie es wohl Woche aus, Woche ein mit uns getrieben." Ter Jüngere nickte. „Woche aus, Woche ein!" murmelte er. „Wenn ich mir's jetzt überlege, fällt mir auf, daß sie jede Woche Kleinigkeitent an ihrer Toilette änderte. In meiner Bureauwoche trug sie ihre Uhr im Gürtel, während der anderen im Armband. Unb ihre Hute — nur in zweien habe ich sie gesehen. Wenn wir Abends ausgingen, hatte sie stets den mit rosa Rosen garnierten Hut aus." „Den mit iveißen in meiner Woche", murmelte James in Erinnerung versunken, „und immer war die Uhr ums Handgelenk befestigt. Auch hatte sie weiße Veilck)«n gern, von denen sie ein Bouanet auf ihrem Pult stehen hatte." „Das stimmt. Aber in der Woche, die ich int Bureau zu sein hatte, staitden gewöhnliche blaue Veilchen da. Sie meinte, es wären Marie Corellis' Lieblingsblumen, und deshalb hätte sie sie stets neben sich." „Unb mir sagte sie, Marie Corellis Romane langweilten sie. Aber — was für eine falsche kleine Katze! John, sie ließ sich heute nachmittag von mir. küssen." „Ich habe sie Freitag geküßt", stellte John mit düsterem! Stolz auf seinen Vorrang fest. „Unb sie sagte mir, daß ich außer einem Sausewind von 17jährigem Vetter der erste Mann fei, der das dürfte." „Und mir versicherte sie, ich wäre überhaupt der erste Mann, der sie küßte", zischte James tragisch. „Das ist stark. Ich finde heute Nacht keine Ruhe, bis ich ihr gesagt habe, was ich von ihr halte. Machen wir unS sofort auf!" Er verlangte die Rechnung. Sie mußten erst ins Bureau zurückgeheu, um Miß Fsinches Adresse nachzuschlagen. Sie wohnte West-Street 117, Hampstead. Eine halbe Stunde drauf traten sie aus dein Hampsteab-Bahn- Lift auf die Straße, und James zog dein Bruder Utft Sette, unt ihn von Kopf bis Fuß zu musterns „Kopf hoch, John! Nimm dir Miß Ffinch zu Hanse?" fragte James. 'Ja, mein berr. Wollen Sie sich bitte heraufbemülstn?" Bor einer Tür blieb das Mädchen stehen, „Wen darf ich melden?" ,Lames und John Moxon." . In dem hübschen Wohnzimmer am Tisch ,aß Miß Ffinch. Bed» Eintritt der Gäste sah sie von einem Modejournal auf und erhob sich in reizender Verwirrung. Die Brüder verneigten sich tief, und James fing an: „ , , , „Verzeihen Sie, Miß Ffinch, daß wir ohne Erlaubnis zu Ihnen kommen. Aber der Grund unseres Besuches rechtfertigt wohl unser Eindringen hier. Vor einer halben Stimde erzählte sch meinem Bruder von unserer Verlobung — Lächelnd neigte Miß Ffinch das Haupt. - „Ich dachte dock, James", sagte sie dann saust, „es sollte vorläufig geheim bleiben. Selbst meine Mutter weiß noch nichts davon. Aber Mr. John wollte mir wohl sofort gratulieren?" John schnappte nach Luft. Ihre Keckheit raubte ihm ein paar Sekunden lang den Atem. „Schwerlich!" rief er dann zornig ans. „Ich wollte Sie Nur daran erinnern, daß Sie mir Freitag Ihre Hand versprochen ....._______' ein Beispiel an mir. Wir müssen unser Schicksal mit Würde und Gelassenheit tragen und nicht vergessen, daß wir Männer sind, wenn man uns auch grausam behandelt hat." John reichte dem Bruder die Hand. „James, ich werde weder meinem Geschlecht noch meinem Namen Schande machen. Verlaß dich auf mich! In West-Street 117 angelangt, schellten sie, und ein Diensthaben." Das junge Mädchen runzelte bte Stirn. „Ich?" sagte sie daim in stagendem Tone. Ihr Gesicht war so ruhig und trug den Ausdruck so vollkommen höflicher Zurückweisung, daß der junge Mann im Moment überlegte, ob er jenen Zwischenfall nur geträumt hätte. Ob nur ihre weißen Veilchen und die Uhr im Armband (es war gerade James Bureauwoche) cs ihm so unmöglich scheinen ließen, daß er'ihr zärtliche Worte zugeflüstert und sie verliebt angesehen haben sollte — sie Freitag gar umarmt und geküßt hatte? James Ihm ihm zu Hilfe. „Leugnen Sie es," fragte er. „Ganz entschieden," lautete die Aittwort. >,Zeihen Sie meinen Bruder einer Unwahrheit?" „Nicht direkt." „Molleit Sie mir schleunigst Ihr „nicht direkt" näher «pklären?" „Sie guälen mich so", schmollte die junge Dame. „Und doch fann ich mich wegen der Beschuldigung, die Mr. John gegen Mich erboten hat, vollkommen verantworten." „Das will ich ja gerade hören!" entgegnete John. „Sie sollen es nicht nur hören, sondern auch sehen." Mit diesen mysteriösen Worten drehte sie sich um und öffnete die Tür nach dem Nebenzimmer. „Violet!" ries sie. Ein junges Mädchen kam herein, bessert Anblick geradezu lähmend auf die Brüder wirkte. Sie wurden blaß und atemlos vor Staunen. Und doch hatte diese Erscheinung durchaus nichts Schreckenerregendes an sich. Die Eingetretene sah vielmehr etn- nehmend genug aus und hatte ein ebenfalls blaues Chevrotkleid an wie Miß Ffinch, der sre überhaupt in allem glich. John fand endlich die Sprache wieder und faßte des Mtsels Lösung in Worte: „Himmlischer Vater — Es sind zwei!" Wie die sprichwörtlichen beiden Erbsen ähnelten die Mädchen vor ihnen einander. Man konnte sie nur an den verschiedenfarbigen Veilchen, die sie angesteckt hatteit, unterscheiden. Die Damen Finch — das zweite ,,f" war ein Scherz, mit dem sie leise andeuten wollten, daß sich zwei unter dem Namen verbargen — waren Zwillinge, die sich außergewöhnlich, ja beunruhigend glichen. Auf diese Aehnlichkeit bauend, hatten sie es zu ermöglichen gewußt, Heim- und Bureauleben zu verbinden. Die Mutter brauchte stets nur eine zur Gesellschaft, und da ilhnen die Zeit lang wurde, sollte die andere Korrespondentin werden. Blanche fand ihre Stellung und gewann Einblick in das Arbeitsteilungssystem der Brüder. Da erst kam ihr der Einfall, daß'sie mit ihrer Schwester gemeinsam, bei wöchentlicher Abwechslung, ihr Amt verwalten könnte. Der Versuch gelang. Aber als die Brüder sich in ihre Korrespondentin verliebten, wurde die Lage schwieriger. Wiederum vereinfachte sich die Lösung dadurch, daß Blanche wirklich James zugetan war, während Violet John liebte. Jetzt konnten die Mädchen den Brüdern erklären, wie sie in den Verdacht der „Falschheit" gekommen waren. So mußte Mrs. Finch beide Töchter hergeben und die Chefs verloren ihre Korrespondentin. Ihre Frauen bestehen darauf, daß fortan ein Sekretär die Schreibarbeit im Bureau übernimmt. vermrschtss. * Die „Examenskrankheit". In der eifrigen Er« örterung pädagogischer Probleme, die gerade in unserem Zeitalter sich so lebhaft mit dem Seelenlebeir des Schülers beschäftigt- spielt die Examensfrage eine besondere Rolle, und es fehlt nicht an Pädagogen, die die Prüfungen beseitigen möchten, weil bte Examinanden diesem entscheidenden Tage ost mit so großer Gr* regung entgegen gehen, daß ihre Leistungen im Examen dann eins völlig falsches Bild von den Fähigkeiten des Prüflings geben, der auf der anderen Sette durch die ExamensfmM nicht feiten; das Opfer schwerer nervöser Erregungen wird. Ein französischer! Pädagoge, Binnet in Versailles, hat nun eine Reihe außerordentlich lehrreicher Versuche angestellt, die ein Bild von den körperlichen Folgewirkungen der Examensfurcht vermitteln. Bei dieser^ Versuchen, so teilt Prof. Frassi in der Jgieue della Scuola mit, zeigte es sich, daß in der Zeit von Mai bis August, den Monaten, die dem Examen voraufgingen, von 20 Schülern nicht weniger als 12 eine erhebliche Abnahme des Körpergewichts aufwiesen. Dies« französischen Beobachtungen werden durch die Studiert eines rufst* scheu Pädagogen in ihrer Tragweite noch verstärkt. Am Moskauer Gymnasium hat der Prof. Jguatieff ähnliche Versuche angestellt.! Seine Untersuchungen erstreckten sich auf die Schüler der höchste»! Lehrklassen, auf junge Leute von 18 Jahren, die vor der Reifeprüfung standen. Dabei zeigte sich, daß mit Ausnahme eines einzigen Schülers sämtliche angehenden Prüflinge in den letzten Tage» vor und während des Examens eine so erhebliche Einbuße an Körpergewicht erlitten, daß man zweifellos berechtigt ist, von einer „Examenskrankheit" zu sprechen. Wenn sich auch bei den meisten SckMern die Folgert dieser von körperlicher Schwächung begleiteten seelischen (Erregung mit der Zeit wieder verwtsüMt mögen, so bleibt es doch fraglich, ob gerade in unserem Zettalter der Nervosität nicht doch viele durch die Examenskraukhett einen Schaden erleiden, der sich nie mehr völlig beseitigen läßt. Die Geschichte der Prüfungen kennt übrigens attd) schwerere Fälle: erst vor wenigen Jahren fiel eilt Student an der Universität Madrid während des Examens infolge der Austegung zu Boden: er war tot. An der Universität Salamanca füllte kürzlich bei einem Examinanden die Aufregung eine solche Ueberreizung des Geistes herbei, daß er vor und während des Examens deutliche Zeichen von Geistesverwirrung ablegte. Der italienische Pädagoge, der sich mit diesen charakteristischen Fällen eingehend beschäftigt, kommt dann auch auf die Einteilung des Stundenplanes an den Schulen zu sprechen und tritt mit aller Energie dafür ein, an allen Lehranstalten ein für allemal die Schulzeit ausschließlich auf den Vormittag zu begrenzen und dabei niemals ein Maximum von fünf Stunden zu überschreiten. Diese fünfstündige, von kurzen Pausen durchbrochene Arbeitszeit ermögliche es dem Schüler, sich am Nachmittage frei zu fühlen und wirklich auszuruhen,: zugleich würden sich dadurch die Früchte der Lehrarbeit verbessern, weil das Gehirn dann ruht tmb die am Vormittag aufgenommenen Eindrücke sozusagen verdauen kann. „Man weiß sehr gut, daß die zweistündige Mittagspause in Wirklichkeit keine Rul-epause ist, und die Erfahrung zeigt auch, daß alle Kinder in den Nachmittagsstunden unter einer Anspannung leiden, die die Aufmerksamkeit beeinträchtigt und damit die Arbeit für die Schüler verdoppelt, ohne damit entsprechend größere Ergebnisse erreichbar zu machen." * Erledigt. „Du — eben hat mir Ernst um 'n Dahlev angepumpt! Weeste--„ja" könnt ick nich sagen imb so flottweg „nee" wollt ick ooch nich sagen, da hab ick denn bett joldnen Mittelweg einjeschlagen ..." — „Na — und —? 1 — „. . . und hab ihm eens in die Schnauze lefraun! Logognph. Wenn an schönen Frühlingstagen Dich die Pflicht geiangen halt, Wünschst du wohl, ich könnt' dich tragen In die weite, weite Welt. Doch wenn meine beiden Enden Tu mir abgeschnitten hast, Wirst du wohl dich,.von mir wenden, Ten» nun bin ich dir verhaßt. Auflösung in nächster Nummer; Auflösung der Skat-Ausgabe in voriger Nummer k Abkürzungen: tr = Treff, p — Pique, c — Coeur, cm = Garreau, trB — Treff-Bube, pA — Pique-Aß, cD Coeur-Dame u. s. f. Vorderhand erhielt: cB, carB, trK, trö, tr8, tri, carA, carD, car8, cnr7, int Skat liegen trD und car9, Mittelhand hat den Rest, Spielg> n.i: 1. V. carA SOI. trZ £>. carK= — 25, 2. V. caiD M. cZ H- carZ — — 23. 3. Dl. pK H. cK B. carB — - 10. 4. V. trK M. c7 H.' trA — — 15. Somit ist das Spiel verloren. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen UniversttätS-Buch- und Steindruckerei, R. Lange. Gieße«,