Mittwoch den 8. November ^LLLL IKjpFRÜ «JÄijUW Ä! EM tzxEöWWWWL ^W^DA HifMi iWKMW llfeM Die weiße Frau. Roman von W. Collins. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) In dieser einsamen Verlassenheit des Hauses, wo die Herrin krank in ihrem Zimmer lag, während Miß Hal- combe noch immer so hilflos wie ein Kind war, und der Doktor uns in Feindschaft verlassen hatte, war es gewiß nicht zum Verwundern, daß ich niedergeschlagen wurde und es schwer fand, meine gewohnte Fassung beizubehalten. Ich war ängstlich in meinem Gemüte, und ich wünschte den beiden armen Damen eine schnelle Genesung und mich selbst fort aus Blackwater Park. Das nächste Ereignis, das sich zutrug, wär so sonderbarer Art, daß es mir ein Gefühl abergläubischen Erstaunens verursacht haben würde, falls nicht feste religiöse Grundsätze meinen Geist gegen eine derartige heidnische Schwäche gestärkt hätten. Dem unbehaglichen Gefühle, baß etwas in der Familie nicht ganz richtig sei und in welchem ich mich aus Blackwater Park fortgewünscht hatte, folgte, so seltsam dies auch scheinen mag, wirklich meine Abreise vom Hause. Allerdings war es nur eine kurze Abwesenheit, doch war das Zusammentreffen meiner Meinung nach deshalb nicht weniger bemerkenswert. Meine Mreise fand unter folgenden Umständen statt: An dem Tage, an welchem alle Diener das Haus verlassen hatten, wurde ich abermals zu Sir Percival beschieden. Graf Fosco war ebenfalls anwesend. Der Gegenstand, auf den sie jetzt meine Aufmerksamkeit lenkten, bezog sich auf die Luftveränderung, von der wir alle so große Vorteile für Lady Glydes und Miß Halcombes Genesung hofften. Sir Percival sagte, daß beide Damen wahrscheinlich (infolge einer Einladung von Frederick Fairlie Esquire) bett Herbst zu Limmeridge in Cumberland zubringen würden. Er sei jedoch der Ansicht, und der Graf (welcher hier das Wort nahm und bis zu Ende der Unterredung behielt) stimmte hierin mit ihm überein, daß es von großem Vorteile für sie sein würde, wenn sie, ehe sie nach dem Norden aufbrächen, erst auf eine Weile das milde Klima von Torquay genössen. Man wünsche daher ernstlich, an diesem Orte eine Wohnung zu mieten, Welche alle Bequemlichkeiten und Vorteile bieten würde, derer die Damen so sehr bedürften; doch sei die Schwierigkeit die, eine erfahrene Person zu finden, welche imstaitde sei, eine Wohnung zu wählen, wie sie ihrer bedurften. In dieser dringenden Lage wünschte der Graf — in Sir Percivals Auftrage — zu hören, ob ich etwas dawider habe, den Damen meinen Beistand zu leisten, indem ich selbst in ihrem Interesse die Reise nach Torquay machte. M war für jemand in meiner Stellung unmöglich. einen in solchen Ausdrücken gemachten Vorschlag entschieden abzuschlagen. Ich konnte bloß wagen, auf die ernstliche Unangemessenheit meiner Abreise von Blackwater Park bei der außergewöhnlichen Abwesenheit aller Diener mit Ausnahme von Margarete Porcher hinzudeuten. Aber Sir Percival sowohl wie der Graf erklärten, daß sie die Unbequemlichkeit im Interesse der kranken Damen sehr gern ertragen wollten. , Ich machte dann den achtungsvollen Vorschlag, daß man an einen Hansa,genten in Torquay schriebe; aber man er- innerte mich daran, daß es eine Unvorsichtigkeit sein würde, ein Haus zu Meten, das man nicht vorher gesehen habe. Man sagte mir.außerdem, daß die Gräfin (welche andernfalls selbst die Reise nach Devonshire gemacht haben würde) ihre Nichte in ihrem gegenwärtigen Zustande nicht verlassen könne, und daß ,Sir Percival und der Graf Geschäfte miteinander hätten, die sie nötigten, in Blackwater Park zu bleiben. Kurz, es wurde mir klar gemacht, daß, falls ich die Sache nicht übernehme, niemand anders da sei, deut man sie anvertrauen könne. Unter diesen Verhältnissen konnte ich Sir Percival bloß ankündigen, daß meine Dienste Miß Halcombe und Lady Glyde zu Gebote stünden. Es wurde darauf ausgemacht, daß ich am nächsten Morgen abreisen, den darauf folgendenden Tag mich mit Untersuchung der passendsten Häuser in Torquay beschäftigen und am dritten mit meinem Berichte zurückkehren sollte. Vor meiner Abreise überzeugte ich mich noch, daß Miß Halcombe Fortschritte in der Genesung machte. Doch drückte sich in.ihrem Gesichte eine schmerzliche Sorge aus, die mich fürchten ließ, daß sie nicht ganz ruhig im Gemüte sei. Jedenfalls aber erholte sie sich körperlich schneller, als ich hätte erwarten können, und sie schickte Lady Glyde liebevolle kleine Botschaften, daß sie bereits wieder ganz wohl sei und sie nur bitte, sich nicht zu früh anzustrengen. Ich überließ sie der Sorgfalt von Mrs Rubelle, die noch immer ebenso unabhängig von allen übrigen im Hause war, wie vorher. Als ich an Lady Glydes Tür klopfte, sagte man mir, daß sie noch immer in einem sehr traurigen Zustande der Schwäche und Abspannung sei; es Mr die Gräfin, die mich hiervon unterrichtete, und welche zur Zeit ihrer Nichte in ihrem Zimmer Gesellschaft leistete. Meine Reise war ein großer Mißerfolg. Für den ausbedungenen Preis konnte ich keine Wohnung finden. Ich ging sofort zu Mylady und fand, daß sie sich während der letzten drei Tage bedeutend erholt hatte. Obgleich noch immer matt und nervenschwach, war sie doch imstande, sich ohne Hilfe zu erheben und mit langsamen Schritten in ihrem Zimmer umherzugehen, ohne eine schlimmere Wirkung davon zu verspüren, als die einer leichten Ermüdung. Im Korridor trafen wir Sir Percival. Er sah aus, als ob er uns dort erwartet habe. 698 Wohin gehst du? fragte er zu Lady Glyde. Nach Mariannens Zimmer, antwortete sie. Es mag dir vielleicht eine Täuschung ersparen, bemerkte Sir Percival, wenn ich dir sage, daß du sie dort fticht finden wirst. Daß ich fie nicht finden werde? Nein. Sie hat.gestern mit Fosco und seiner Frau das Haus verlassen. Lady Glyde war nicht stark genug, um den Schlag dieser sonderbaren Nachricht zu ertragen. Sie erbleichte, daß es zum Erschrecken war, und lehnte sich an die Wand, indem sie in tiefem Schweigen ihren Gemahl anblickte. Ich selbst war so überrascht, daß ich nicht wußte, was ich sagen sollte. Der Gärtner hatte mich zwar von der Abreise des gräflichen Paares in ihre Londoner Wohnung benachrichtigt, aber von der Abreise unserer Rekonvaleszentin hatte ich keine Silbe erfahren. Mylady ergriff zuerst Pas Wort. Was soll dies bedeuten, Sir Percival! Ich bestehe darauf — ich bitte und flehe Sie an, mir zu sagen, was es bedeuten soll! Es bedeutet, entgegenete er, daß Miß Halcombe gestern morgen wohl genug war, um aufzusitzen und sich anrleiden zu lassen, und daß sie darauf bestand, die Gelegenheit zu benutzen und Fosco nach London zu begleiten. Nach London! Ja, auf der Durchreise nach Limmeridge. — Lady Glyde wandte sich zu mir. Sie sahen Miß Halcombe zuletzt, sagte sie. Fanden Sie, daß sie gussach als ob sie imstande sein würde, in vierundzwanzig Stunden eine Reise anzutreten? Meiner Ansicht nach nicht, Mylady. — Sir Per- cival wandte sich jetzt seinerseits ebenfalls zu mir. Haben Sie, ehe Die abreisten, sagte er, der Wärterin geäußert, Miß Halcombe sehe weit Wohler aus, oder haben Sie das nicht gesagt? Die Bemerkring habe ich allerdings getan, Sir Percival, antwortete ich. Er wandte sich, sowie ich ihin diese Antwort gegeben, schnell wieder zu Mylady. Vergleiche die eine von Mrs. Michelsons Ansichten ruhig mit der andern, sagte er, und versuche, vernünftig und klar über hie Sache zu denken. Glaubst du, daß, falls sie nicht ,wohl genug gewesen wäre, um die Reise zu ertragen, wir riskiert hätten, sie reisen zu lassen? Sie hat drei zuverlässige Leute um sich, die nach ihr sehen — Fosco, deine Tante und Mrs. Rubelle, die ausdrücklich zu dem Zwecke mitreiste. Sie nahmen ein ganzes Kupee und machten auf dem einen langen Sitze ein Lager für sie, falls sie sich vom Aufsitzen ermüdet fühlen sollte. Heute setzen Fosco und Rubelle mit ihr die Reise nach Cumberland fort. Warum geht Marianne nach Limmeridge und läßt mich hier allein? sagte Mylady, Sir Percival unterbrechend. Weil dein Onkel dich nicht aufnehmen will, ohne vorher mit deiner Schwester gesprochen zu haben, entgegnete er. Hast du den Brief vergessen, den er ihr zu Anfang ihrer Krankheit schrieb? Man zeigte ihn dir doch — i)ii lasest ihn und solltest dich dessen entsinnen. Ich erinnere mich. Warum wunderst du dich dann darüber, daß sie dich verlassen hat? Dich perlangt's, nach Limmeridge zurückzukehren, und deine Schwester ist hingereist, um dir deines Onkels Erlaubnis hierzu nach seinen eignen Bedingungen zu verschaffen. — Der armen Lady Glydes Augen füllten sich mit Tränen. Marianne hat mich noch niemals verlassen, sagte sie, ohne mir Lebewohl zu sagen. Sie würde dir auch diesmal Lebewohl gesagt haben, entgegnete Sir Percival, hätte sie nicht für dich und für sich selbst gefürchtet. Sie wußte, daß du suchen würdest, sie zurückzuhalten, und daß du sie durch Tränen betrüben würdest. Hast du sonst noch Einwendungen zu machen? Dann mußt du hinunterkommen und mir deine Fragen im Eßzimmer vorlegen. Diese ewigen Quälereien langweilen mich. Ich grüß ein Glas Wein haben — Er verließ uns plötzlich. Seine Manier während dieser ganzen seltsamen Unterhaltung war vollkommen verschieden gewesen von dem, was sie gewöhnlich war. Er schien alle Augenblicke fast ebenso aufgeregt und ängstlich, wie seine Gemahlin Ich hätte mir nimmer gedacht!, daß er eine so schwäche Gesundheit gehabt, oder so leicht außer Fassung zu bringen gewesen wäre. Ich versuchte Lady Glyde zu überreden, in ihr Zimmer zurückzukehren; doch war dies nutzlos. Sie blieb im Vorsaale stehen und hatte das Aussehen, als ob sie von einem panischen Schrecken ergriffen sei. Es ist meiner Schwester etwas zugestoßen! sagte fie. Bitte, bedenken Sie, Mylady, welche erstaunliche Energie Miß Halcombe besitzt, sagte ich. Ich hoffe und glaube, daß mchts Unrechtes geschehen jst — gewiß ich glaube es. Ich muß Mariannen nachreisen, sagte Mylady mit demselben erschrockenen Blicke. Ich muß hin, wo sie ist; ich muß mit meinen eignen Augen sehen, daß sie gesund und am Leben ist. Kommen Sie! Kommen Sie mit mir zu Sir Percival hinunter! Ich mußte ihr folgen. Sir Percival saß am Tische, und vor ihm auf demselben stand eine Karaffe mit Wein. Als wir eintraten., führte er das'.Glas an seine Lippen und leerte es in einem Zuge. Da ich .bemerkte, daß er mich zornig anblickte, indem er es wieder niedersetzte, versuchte ich, eine Entschuldigung für meine Anwesenheit im Zimmer zu machen. Denken Sie etwa, daß hier Geheimnisse Vorgehen? rief er plötzlich aus; da irren Sie sich — es ist hier nichts Verstecktes, pichts, das Ihnen oder sonst irgend jemandem verhehlt würde. — Nachdem er diese seltsamen Worte mit lauter, strenger Stimme ausgesprochen, füllte er sein Glas wieder und fragte Lady Glyde, was sie wolle. Wenn meine Schwester imstande ist, zu reisen, so bin ich es ebenfalls, sagte Mylady mit größerer Festigcech, als sie noch bisher gezeigt hatte. Ich bitte dich, mich für meine Besorgnis um Mariannen zu entschuldigen und mir zu erlauben, ihr sofort mit dem Nachmittagszugg nachznreisen. Du wirst bis morgen warten müssen, entgegnete Sir Percival, und dann, wenn ich dich nicht vom Gegenteil unterrichte, kannst du reisen. Ich halte es nicht für wahrscheinlich, daß .irgend etwas dazwischen kommen wird, und will deshalb mit der Abendpost an Fosco schreiben. Wozu wolltest du an Graf Fosco schreiben? frug sie im größten .Erstaunen. Um ihm zu sagen, daß er dich mit dem Mittagszuge erwarten möge, sagte Sir Percival. Er wird dich an der Station empfangen und dich von da mitnehmen, damit du die Nacht im Hause deiner Tante in St. Johnss Wood schläfst. — Lady Glydes Hand fing heftig auf meinem Arme zu zittern an — ich begriff nicht warum. Es ist nicht nötig, daß Graf Fosco mich auf der Station abholt, ich will die Nacht lieber nicht in London bleiben. Du mußt es aber. Du kannst die ganze Reise nach Cumberland nicht in einem Tage machen. Du mußt die Nacht in London schlafen — und ich will nicht, daß du allein in ein Hotel gehst. Fosco hat deinem Onkel das Anerbieten gemacht, dich in seinem Hause zu empfangen, und dein Onkel hat es angenommen. Da, da ist ein Brief von ihm au dich. Ich hätte ihn dir heute morgen hinaufschicken sollen, aber ich vergaß es. Lies ihn und siech was Mr. Fairlie selbst dir darüber schreibt. — Lady Glyde blickte den Brief einen Augenblick an unÄ sagte sodann eifrig: Ich möchte lieber nicht dorthin gehen — ich möchte die Nacht lieber nicht in London bleiben. Schreibe nicht an Graf Fosco! Bitte, bitte, schreibe nicht an ihn! Ich möchte wissen, warum nicht! rief Sir Percival! mit einem plötzlichen Zornesausbruche aus, der uns beide erschreckte. Wo kannst du wohl mit größerer Schicklichkeit die Nacht in London zubringen, als in dem Hause, welches dein Onkel selbst dazu bestimmt hat — im Hause deiner Tante? Frage Mrs. Michelson. — Sobald wir beide wieder oben angelangt waren, tast ich mein Möglichstes, um Mylady zu beruhigen, aber ihre Sorge um Miß Halcombe und ihre unbegreifliche Angst-' vor einer Nacht in Graf Foscos Hause in London blieben ungeachtet all meiner dringenden Gegenvorstellungen, dieselben. Ich hielt es für meine Pflicht, gegen Lady Glydes ungünstige Meinung, von Sr. Gnaden zu protestieren, und' ich tat es aller Achtung und Nachsicht. (Fortsetzung folgt.) . 699 Die Rückkehr. Novelle von Charles Louis Philippe.*) EM Uebersetzung aus dem Französischen von Clara Viebig. Er hatte gewartet, bis die Nacht herabgesunken war. Es mochte dreiviertel auf sieben sein, als er an die Tür klopfte Von linnen nlef eine Stimme, die er nicht gleich wiedererkannte!: „Herein!" .. „ zögerte nicht, er fand die Klinke an der alten Stelle, er »ruofte fte nieder, er öffnete und, trat ein. Seine Frau war nicht überrascht. Seit den vier Jahren, die er fort war, hatte sie jedesmal, wenn es an die Tür klopfte, denken muffen: „Vielleicht ist ers!" a Sie hielt die Suppenschüssel zwischen ihren Knien, drückte das Brot gegen ihre Brust und schnitt es — mit einer 'Bewegung, die er immer an ihr gekannt hatte — in Scheiben für die Suppe. Sre sprach kein Wort, stellte die Suppenschüssel hin und legte das Brot auf einen Stuhl; dann, den Kopf senkend, faßte sie nach ihrer Schürfe und verbarg ihr Gesicht darin. Man brauchte Nicht ihre Augen zu sehen, man wußte, daß sie weinte. Er setzte sich rittlings auf einen Stuhl, stützte die Ellbogen ? „ Lehne und blickte weg, da er nicht wußte, was er sagen sollte. . Er war ganz verlegen. Dsie drei Kinder saßen, über den Tisch gebeugt, um die Lampe herum. Tie beiden kleinen, Lucian und Margarete, spielten Lotto. Sie sahen, daß da ein Mann hereinkam, ein Mann wie all die anderen, die da kommen und von Sachen sprechen, die Kinder gar mcht interessieren. Ruhig spielten sie weiter. Aber Antonie, die Aelteste, die jetzt bald 13 Jahre sein mußte, Uiio die damit beschäftigt war, in das breit aufgeschlagene Heft ihre Schularbeiten einzuschreiben, erkannte ihn beinah augenblicklich, trotzdem er einen Vollbart trug, und stieß hervor: „Ach, der Vater!" Sie war sehr groß geworden. Sie hatte immer kleine Eigenheiten gehabt, und er hatte sie so gern damit geneckt, weil sie eine so drollige Art hatte, sich zu wehren. Sie konnte nicht Weiterarbeiten. Sie stand auf; da er ihr den Rücken zukehrte, legte sie ihm die Hand auf die Schulter. Er wartete nicht länger und sah sie an. Sic war nicht schüchtern. Sie betrachtete ihn mit einem Gefühl von Ueberlegenheit und sagte: „Es ist lange her, daß du mich nicht mehr die „Frucht deiner Liebe" genannt hast!" Sie hatte das nicht vergessen. Als sie noch alle zusammen lebten, hatte er den ganzen Tag in der Kneipe verbummelt. Er war Schmied. Seine Frau hatte, wenn ein Kunde kam, um ein Pferd beschlagen zu lassen, Antonie hinschickcn müssen, um den Vater zu holen. Wenn die Kleine dann unter den Zechbrüdern erschien, er sie kommen sah, stellte er sie seinen Kumpanen vor mit den Worten: „Meine Herren, das ist meine Tochter, meine älteste Tochter, die Frucht meiner Liebe." Jedesmal boste sie sich darüber. Er legte ihr die Hand auf den Scheitel, aber er wagte es nicht, sie wie früher zu küssen. Uebrigens öffnete sich anch gerade in diesem Augenblick die Tür unter dem Stoß eines neuen Ankömmlings. Baptiste Rondet, der Zimmermann, trat mit einer solchen Sicherheit ein, daß Larmingeat keiner Erklärung bedurfte, um sofort alles zu begreifen. Er stand auf, wie man es zu tun pflegt, wenn der Hausherr eintritt und sagte: „Ich bins". Baptiste antwortete: „Bleib doch sitzen". Und fügte dann hinzu: „Ich bin wie deine Frau, ich habe immer gedacht, du würdest mal wiederkommen." Doch, da sie Männer waren irnd Männer das Leben keimen, blieben sie nicht lange einsilbig. Larmingeat sagte: „Ist es vielleicht 'ne Dummheit von mir?" Baptiste seinerseits beeilte sich zu sagen: „Donnerwetter! Ich, Alter, ich bin Witwer geworden." „Ach! Ist die arme Adele gestorben?" „Ja, und wie ich dir sage, schnell, 'ne Lungenentzündung. In drei Tagen war sie tot. Ich war nicht mehr daran gewöhnt, allein zu sein. Deine Frau ist 'ne sehr gute Frau." Larmingeat erwiderte: „Ich — was willst du, ich hatte so viel Schulden und keine Arbeit mehr. Ich habe gedacht, daß man 'nen . . 8ür Charles LoUis Philippe, der vor zwei Jahren kaum dreißigjährig in Paris gestorben ist, beginnt jetzt der Ruhm zu erblühen, der auch in Frankreich — man denke nur an Bizet, den Komponisten der „Carmen" und an Millet, den Schöpfer des „Angelus" — so vielen Genies bei ihren Lebzeiten voreuthalteü blieb. Philippi, der nur wenige Romane und einen Novellenband hinterlassen, gilt heute bereits für eine Zierde der modernen französischen Literatur. Selbst ein Kind der Armut, fühlte er sich den Enterbten, Niedrigen, Elenden blutsverwandt. So war er imstande, bei allen abschreckenden und brutalen Zügen die Fähigkeit zu tiefer Liebe, hingebender Güte in ihnen zu entdecken. Sehr charakteristisch für seine Art, die man vielleicht mit Recht mehr als eine deutsche, denn als eine französische bezeichnen kann und die gerade darum in Frankreich ganz neu angemutet hat, ist die Novelle, die ivtr hier in der Uebersetzung der dem Franzosen seelenverwandten deutschen Dichterin bieten. (Die Red.) Säufer zu Hans nicht nötig hätte. Ich bin verduftet, sozusagen! desertiert. Aber rch hatte ihr wenigstens schreiben können " . , '5^°' erst nach drei Monaten hat sie begriffen, daß'du sie Hattest sitzen lassen. Na, schließlich hat jeder seine Fehler " Sie schwiegen einen Augenblick. Sie kannten sich beide gut Sre waren zusammen zur Schule gegangen und hatten zusammen beim 3b. Artillerieregiment m Clermont-Ferrand gedient Lar- mengeat dachte daran, als er sagte: „Wer uns das damals ge- sagt hatte, als wir beim Militär waben!"-- Dies war Larmingeats Rückkehr. Und dies waren die Worte/ die er sprach. „ Man kann nicht ewig weinen. Die Frau ließ die Schürze Mken, hinter der sie das Gesicht versteckt hatte, nahm ihre Suppen- schuffel und, das Brot und ging durch die offenstehende Tür in das Nebenzimmer, das als Küche diente. Auch Antonie, die Nicht alles verstaiÄ/ was im Zimmer gesprochen wurde, ging ihr langsam dahm nach. . Dw beiden Männer blieben sich allein gegenüber, und Lar- ^f"6eat sagte: „Ich sehs ein, ich hätte lieber nicht wiederkommen sollen." Baptiste Rondet erwiderte ihm: „Warum denn? Du mußt dich doch mal erkundigen, was aus deiner Frau und deinen Kindern geworden ist!" ®ie waren sehr höflich miteinander. Als Larmingeat unbehaglich aus seinem Stiihl herumrutschte und wie Leute, die nicht wffien was tun, Anstalt zu machen schien, sich zu verabschieden, sagte Baptiste Rondet zu ihm: „Du wirst doch 'nen Teller Suppe mit uns essen." , 'Er nahm an, da er sich nicht anders zu helfen wußte; inj seinem Heimatort hätte pr nicht in eine Kneipe gehen können.. Alexandrine, seine Frau, die durch Baptistes Worte einigermaßen ihre Fassung wiedergewonnen hatte, dachte auch so. Sie zeigte ihren Kopf im Rahmen der Tür und sagte, daß es aber nur Suppe und Käse gäbe, und daß das doch sehr wenig wäre. Baptiste war ein gutmütiger Kerl. Er erklärte, dann würde man eben was vom Schlächter holen und außerdem noch eine Flasche Wein. Lar- mingeat, der gerade so war, wollte sich nicht lumpen lassen und zog 20 Sous aus der Tasche. Er bestand darauf, auch seine Flasche Iju bezahlen und von dem, was von dem Frankstück übrig bliebe, sollten Süßigkeiten für die Kinder gekauft werden. Dann fügte er aus Höflichkeit hinzu: „Ich mache euch Unkosten." Die Kleinen packten schnell ihr Lottospiel zusammen, als sie hörten, daß der Gast zum Essen bleiben würde. Das machte ihnen Spaß und sie wollten selbst den Tisch decken. Alexandrine nahm das Tischtuch heraus und breitete es über den Tisch. Larmingeat wehrte ab, aber sie sagte: „Mein Gott, dazu hab ich es doch, ich muß es doch gebrauchen, wenn jemand kommt." Als sie zurückgekehrt war vom Schlächter mit einem' Stück Speck, Sülze, ihren zwei Flaschen Wein und Kuchen, begann die Mahlzeit., Larmingeat hatte großen Hunger. Er gestand das ohne Umschweife, -und diese paar Worte genügten, um die Unterhaltung in Gang zu bringen. Man fragte ihn, wie er sich eingerichtet hätte, wo er schliefch wo er äße. Richtig, er hatte ihnen ja noch gar nicht erzählt, daß er ans Paris kam. Er schlief im Gasthof und aß im Speisehaus. Das Schwierigste war, es sich ein bißchen gemütlich zu machen, weil man ja so schwer jemanden findet. Er arbeitete bei der Metro, wie man sie nennt. Er erklärte ihnen, was das ist, die „Untergrundbahn". Baptiste sagte: „Donnerwetter, in Paris findet man alle mögliche Arbeit!" ~ Es schmeckte ihnen sehr. Die . Schlächterei führte jetzt nicht piehr der alte Langevin, sondern der Sohu, aber das Geschäft war noch immer sehr gut. Die beiden Flaschen wurden entkorkt, und wenn Alexandrine nicht gesagt hätte, daß sie teilten Durst hätte, wäre nicht genug Wein übrig geblieben, um den Käse hinunter- zuspülen. Nur eins hatte man vergessen: Zigarren. Aber Larmingeat zog noch einmal sein Portemonnaie, entnahm ihm zehn Sous und sagte zu Antonie: „Hier, mein Kind, hol uns mal zwei Zigarren." Sie war ein beizendes Mädel. Nicht nur, daß sie sogleich bereit war, zu gehen, sie wollte auch durchaus, daß ihr Sätet mitkäme. Sie wäre zu gern mit ihm im Ort spazieren gegangen. Ihre Mutter mußte ihr sagen: „Nein, nein, laß den Vater in Ruh und sag auch dem Krämer ja nicht, daß es für ihn ist. Niemand braucht zu wissen, daß er hier ist."-- Einen Augenblick wurden sic traurig; etwas später als man die Kinder zu Bett brachte. Mit den beiden Kleinen ging es ganz leicht, die schliefen schon am Tisch ein. Larmingeat gab jedem von ihnen zwei Sous. Nur wollten sie immer nicht sagen: „Danke Papa," sie sagten: „Danke, Herr." Aber als die Reihe an Antonie kam, stürzte diese sich auf ihren Vater. Sie schien bis dahin nur so still gewesen zu lsein, um ihre Kräfte aufzusparen, nun schrie sie mit dein höchsten Ausdruck: ,J-ch will nicht, daß. er wieder fortgeht, ich will nicht, daß er wieder sortgeht!" Sie klammerte sich au seinen Hals. Die Mcutter sagte: „Laß doch, du tust ihm ja weh!" Man mußte sie losmachen, loshäkeln, losreißen, ihr xtefi». sprechen, daß er nicht fo.rtgehen würde» — 700 Larmingeat heulte. Alexandrine Und Baptiste weinten euch. Als sie gegangen war, sagte Baptiste: „Hast dus gesehen, wie die Kleine ist? Es gibt kein besseres Mädel, 's hat mir immer leid getan, daß sie nicht mein ist. Als die Kinder im Bett waren, fingen die drei rni'iU gähnen: es war ja auch spät! Die Zigarren waren geraucht. Da es keinen Tropfen mehr zu trinken gab, hatte man nichts mehr zu Mn. Larmingeat begriff, was nun seine Pflicht war. Er sagte: „Ach ja! einmal muß ich mich ja doch entschließen M gehen." Man hielt ihn nicht zurück. , Man fragte ihn mir, wie er gekommen sei: mit der Bahn natürlich. Er erzählte ihnen, daß er seinen Koffer mitgebracht hätte, weil er zuerst die Absicht gehabt hatte, zu bleiben. Seine Frau sagte zu ihm: „Ja, da hättest du eben damals nicht fortgehen sollen. Was willst du, jetzt habe ich mich nun s o eingerichtet. Ich kann mir doch nicht 'nen Mann nehmen und ihn beliebig wegschicken?!" Schließlich traf es sich gut: es ging ein Zug um elf Uhr. Der Bahnhof war nahezu sechs Kilometer entfernt, er durfte nicht zu spät kommen, der Zug wartet nicht. Baptiste sagte ihm, ehe er ging, in einem jener Augenblicke, in denen man all das noch einmal zusammenfaßt, was man sich bereits gesagt hat: „Wie es bei uns ist, das siehst du nun. Meine Möbel sind hier, und es ist ein Bett mehr da, als zu deiner Zeit." Er zeigte ihm die Einrichtung. Der Hauswirt hatte einige Reparaturen machen lassen. Er führte ihn in das Schlafzimmer der Kinder. Es war tapeziert worden und der Ofen umgesetzt, weil er geraucht hatte. Die Kinder schliefen mitgeballten Fäustchen. Larmingeat warf einen Mick auf sie. Er wagte nicht sie zu küssen, aus Furcht, sie im Schlaf zu stören. Er sagte: „Wirklich, ich seh's, ihr habts sehr gemütlich." Er küßte Alexandrine, bevor er ging und dann, als Baptiste ihm die Hand hinstreckte, sprach er: „Na komm, wir wollen uns auch 'nen Kuß geben, Alter." Vermischtes. * Die Furcht vor dem Scheintod. Es ist eine bekannte Erscheinung, daß es viele Menschen gibt, die eine oft ans lächerliche grenzende Angst vor dem Scheintod haben. Und zwar findet man solche Menschen nicht bloß in den weniger gebildeten Schichten des Volkes. Dazu kommt dann noch, daß solche Individuen die schauerlichsten Geschichten gehört haben wollen, wie schrecklich es einem Großonkel einer Freundin ihrer verstorbenen Tante ergangen sein soll und ähnliches mehr. Nun hat kürzlich ein Franzose, Dr. Jcard, eine Methode angegeben, mittels der es jedem Laien sogar möglich ist, in einwandfreier Weise den erfolgten Tod eines Menschen nachzuweisen. Es ist bekannt, daß nach dem Absterben des Körpers sofort die Verwesung beginnt, d. h. die im oder auf dem menschlichen Körper lebenden, mehr oder weniger unschädlichen Bakterien beginnen das Körpergeivebe zu zersetzen und chemisch abzubauen. Als Folge einer solchen chemischen Zersetzung tritt schon kurze Zeit nach dem Tod die Bildung von Schwefelgasen in den Lungen auf. Dr. Jcard gibt nun an, man soll mit irgend einer Blei- Verbindung auf einen Streifen Papier einige Zeichen machen; da die Verbindungen des Bleis eine weiße Farbe haben und das Papier auch, so werden die Zeichen nicht sichtbar fein. Führt man nun dieses Stückchen Papier mittels etwas Draht in die oberen Luftwege, z. B. die Nase, ein, und es haben sich in der Lunge auch nur Spuren von Schwefelgasen gebildet, so werden die Zeichen auf dem Papier sich schwärzen. Es ist dies eine sehr einfache und zugleich exakte Methode zum Nachweis des erfolgten Todes. *DieverführerischenMannequins. Man schreibt Ms Paris: Unter den Mannequins, den A'nprobierdamen der großen Pariser Schneiderhäuser, herrscht gewaltige Aufregung. Es ist ihnen bei sofortiger Entlassung aufs strengste verboten worden, ihre Reize, so lange sie sich in dm Geschäftsräumen aufhalten, auf künstliche Art zu erhöhen. Sie dürfen sich weder schminken, noch pudern, sie dürfen sich nicht die Lippen färben, und «sie dürfen keine falschen Haare tragen. Die Kundinnen besagter Schneiderhäuser haben zu dieser drakonischen Vorschrift den Anstoß gegeben, weil die allzu raffinierte Eleganz der Jdjönen Mannequins verhängnisvolle Wirkungen auf ihre männlichen Begleiter qus- zuüben begann. Das Verbot ist erklärlich, wenn man weiß, daß der Mannequin schon von Berufswegen alle Verführungskünste spielen lassen muß. Das Neueste auf diesem Gebiet ist das Au- probieren von Morgen- und Schlafröcken. Das geschieht folgender- maßen. Tie Dame, die einen solchen Nock zu kaufen beabsichtigt, nimmt auf einem Stuhl vor einem Vorhang Platz, einem richtigen schwerseidenen, reichbestickten Theatervorhang. Der Vorhang teilt sich, uich man erblickt ein mit dem größten Luxus eingerichtetes Schlafzimmer. In dem Prunkbett vorn liegt — der Mannequin. Eine Kammerzofe betritt das Zimmer, der Mannequin richtet sich mit lässigen, graziösen Bewegungen auf, verläßt das Bett Und zieht sich nun mit Hilfe der Zofe ein intimes KleidüngsstM nach dem anderen an, — als letztes den Morgenrock und'zeigt sich nun darin von allen Seiten der Käuferin. Gefällt dieser der Rock nicht, so schließt der Vorhang sich, um sich nach einigen Minuten wieder zu öffnen, — und dasselbe Schauspiel beginnt mit einem neuen Mannequin, bis Madame endlich gefunden hat, was sie wünscht. Ist es ein Wunder, wenn die Pariser Frauen jetzt verlangen, daß die Mannequins, die ja an sich nicht unteq den häßlichsten ihres Geschlechts ausgesucht werden, sich wenigstens mit dm Reizen begnügen, die die Natur ihnm verliehm hat? "Wie Alphonse Allais keine Miete zahlte. Eine lustige Erinnerung an den vor einigen Jahren dahin- gegangenen berühmten 'französischen Humoristen Alphonse Allais erzählt £6ou Le Giere ui der Revue politique et literaire. Durch einen amüsanten Einfall brachte es der lachende Philosoph sogar dahin, seinem gefürchteten Hauswirt die Miete schuldig bleiben zu können. Er war bereits dreimal die Mietsrate schuldig geblieben, aber dieser Umstand verstärkte in ihm keineswegs die Sehnsucht, das Versäumte nachzuholen. Der 1. Januar stand vor der Tür. Als höflicher Mieter beeilte sich der fröhliche Alphonse, seinem Hausherrn, einem alten Gerichtsvollzieher, „der durch das Unglück und die Geldnot seiner Landsleute reich geworden war," als Neu- jahrsgratulalion eine Visitenkarte zuzuschicken. Auf dem Kärtchen las matt: „Alphonse Allais, Sprengolinfabrikant". Zu gleicher Zeit tapezierte Altais sein Zimmer mit großen Plakaten: „Rauchen streng verboten." Dauii legte er ein großes Blatt weißes Papier aus die Mitte seines Tisches und schüttete darauf ein Pfund Stärkemehl. Seelenruhig harrte er nun dessen, was kommen sollte. Es dauerte auch nicht lange. Eines schönen Tages hörte Altais die alte Treppe unter den gewichtigen Tritten des „alten Büttels" knarren. Der Herr des Hauses kam selbst, tun endlich die 'Miete zu erhalten. Die Glocke tönt, der Hausherr tritt ein, glücklicherweise mit einer Zigarre im Munde. Wie ein Tiger stürzt sich AllaiS mit entsetzter Miene auf den unwillkommenen Besucher, entreißt ihm in wilder Hast die Zigarre und schleudert sie die Treppe hinunter; dann lehnt er, wie von der Aufregung übermältigt, atemlos an der Wand und weist nur stumm mit dem Finger auf die Plakate „Rauchen streng verboten". Verblüfft fragt der Hauswirt : „Aber warum diese Rattchverbote?" „Aber um Gottes- wtlleu, Sie Unglücksmensch; trenn ein einziger winziger kleiner Teil Ihrer Zigarrettasche auf dies „Sprengolin" geiallen wäre, Menschenskind,' dieses Sprengolin! Wir alle miteinander, Sie, Ihr Haus, das ganze Viertel mären in die Luft geflogen." Der Rest ist zu erraten: der Hausherr beeilte sich, möglichst schnell einen so gefährlichen Mieter los zu werden, er erließ ihm die rückständige Miete unter der Bedingung, sofort anszuziehen, und er war dem listigen Humoristen von Herzen dankbar, als Alphonse sich schließlich bereit erklärte, sofort seine Siebensachen zu packen. * Glückliche Mieter! „Seit anderthalb Jahren hab' ich jetzt keinen Hauszins mehr bezahlt." — „Wie ist das möglich?" — „Unser Hauswirt ist Quartals-Säufer; und das trifft sich grade immer so schön." , ,, * Zurückgegeben. Alte Tante (zu ihrem jungen Nesseln, der sich vor dem Spiegel sein kleines Schnurrbärtchen dreht): „Zupf' doch nicht so viel, du hast ja überhaupt noch gar keinen Schnurrbart." — Neffe: „So weit wie Deiner ist er allerdings noch nicht, .Tante." _ „ . , * Warnungszeichen. Gast (der int Adreßbuch dte Wohnung eines Arztes suchte): „Sagen Sie mal, hier stehm hinter verschiedenen Namen Kreuzchen..... was bedmtet das? — Wirt: „Das haben meine Stammgäst' gemacht! Dös san nämlich die Aerzt', die 's Mer Verbieten!" * Nicht seine Schuld. „Ihr Sohn hat sich trotz seiner Jugend verschiedme Straftaten zuschulden kommen lassm; uni seine Erziehung scheinen Sie sich nicht viel gekümmert zu haben!" — „Konnte ich denn? Ich war ja, währmd er heranwuchs, fast immer eingesperrt!" _____________ Gitter-Rätsel. In die Felder nebenstehender Figur sind die Buchstaben b b b b, ce, ddddd, eeee e e e e e e e, g g, h h, i i; 1 1 1 1, n nnnnn, rrrrr, s,tt derart einzutragen, daß die senkrechten und ivagerechten Reihen gleichlautend folgendes ergeben: 1. Süßschmeckende Früchte. 2. Beliebten Märchendichter. 3. EinenOperettenkomponisten. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nummer: Erlogen ist die Liebe und nur der Haß ist echt. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gieße«.