Donnerstag den 8.3imi I 9 j K D W I ■ 1 11 yji tzerzeloide. Roman von 'Georg Freiherrn von 0mPtedet: (Nachdruck verboten,) (Fortsetzung,) Die Sonne stieg und -stieg. Schräg schaute sie über die Felsen herein. Immer wilder und bunter Und farbiger wurde das Spiel, ßmnter jäher und höher schienen die Türme sich in den Himmel zu recken. Der Führer deutete hinüber. Die beiden Bergsteiger am Delagoturm begannen hoch oben die schwere Traverse. Wir hörten ab und zu ihren Ruf, und in der gewaltigen Stille der großen Höhen fiel hier und da prasselnd ein Stetnregen, den sie losgemacht hatten. Ich hatte mich rückwärts sinken lassen. Auf beide Arme stützte ich mich. Ich dachte an nichts, nichts mehr als an die Schönheit dieser Erde. Immer höher sah ich die beiden Führerlosen sich hinauf- hrbeiten. Sie verschwanden lange in den Tiefen des senkrechten Risses, der den Turm spaltete vom Gipfel herab, dann wieder ab und zu erblickte man sie an der Wand und vernahm ihre Stimmen in der klaren tontragenden Luft der Berge. Ich hatte die Leute unten am kleinen See vergessen. Wein Führer war aufgestanden, vielleicht hatten sie ihn gerufen, er kletterte zu ihnen hinunter, um ihnen zu erklären. Ich blieb allein. In meiner Seele regte es sich. Seltsam dumpfe Lasten lagen auf ihr. Tot war sie gewesen. Jetzt schien sie erwacht mit einem Mal. Meine Augen konnten sich nicht sattsehen an der Herrlichkeit dieser hohen Felsen. Ich atmete tief die frische, wärmer und wärmer werdende Lust, die wie Balsam meine Lrurgen dehnte. Ich dachte an beit Abend zurück im „Greif", wo wir die Türme und den Rosengarten gesehen hatten, und meine Gedanken weilten bei meinem ersten Tage dort unten, als Marja noch unter Uns- gewandelt. , Nichts Bitteres war es mehr, nur ein leises, Wehes, weiches Gefühl: säße sie hier an meiner Seite! Ich wußte, daß unsere Hände sich verkrampfen würden ineinander, ich wußte, daß wir keine Worte tauschten. Nicht einer störte des anderen Gedankengang. Ich wußte, sie empfand- das gleiche wie ich. Mir war es nun, als säße sie wirklich neben mir, als könnte ich ruhig das Wunderschauspiel anstaunen, das sich vor meinen trunkenen Augen aüftat. Sie sah es — wenn auch nicht an meiner Seite. Lebte sie nicht mit mir? Mir war es, als lächelte sie milde, als spräche sie im Angesichte dieser kühnen Türme: Genieße die Schönheit der Welt, ich bin bei dir. , Da kam eine große GehUsucht über mich, auch: den Mick zu tun herab von dort oben nieder ins Dal. Einmal hinanzusteigen zu den Höhen, ein wenig nur. Mir was es, wenn ich dort stände, als käme ich ihr nahe, als könnte ich dort oben an den Enden der Schöpfung besser Zwiesprache halten mit ihr. Bielleicht die Antwort finden auf jenes' „Und . . * Auf dem Gipfel hatten wir die beiden Führerlosen gesehen. Kleine Gestalten nur, erschreckend auf dieser Ungeq heuren Höhe mit den furchtbaren Abstürzen nach allen Seiten. Wir hatten sie erblickt gleich kleinen Schatten, gleich Fliegen dort oben und mit dem Glase erkannt, jto-te sie winkten, und, als ein Windhauch herüberfuhr, gehört, daß sie froh uns grüßten in die schwindelnde Tiefe, hinab. Ich blieb noch lange liegen. Dann stand ich auf ttnü ging, die Seele von Licht und Luft und Sonne und Höhenglück geschwellt, -ein Stück hinauf zum Gartel. Als ich unter den Schroffen der Laurinswand stand-, kletterte ich in frohem Mut ein Stückchen empor. Ich faßte die Felsen an, ich rüttelte, ich brach Steine los. Ich suchte mir Dritte, den Fuß zu setzen. Und Griffe, die Finger anzulegen. Die Sehnsucht kam immer stärker über mich, auch einmal dort oben zu stehen. Dann sah ich die Rosengartenwände an, die für den Neuling erschreckend genug ausschauten, und ich- lächelte, als ich die senkrechten Felsen sah, denn dort, dort zum Rosengarten wollte ich hinauf. Mit Maria wäre ich vielleicht einst gegangen, mit ihr, der Tochter ihres Vaters, am Ende von ihm geleitet. Nun sollte es allein sein, allein, wie mir am wohlsten war. Ich stieg hinab. Längst hatte sich der Platz unten geleert. Die Norddeutschen waren fort, sie hatten ja noch einen weiten Weg ins Tal zurückzulegen. Ich aber nahm mir vor: hier oben wollte ich bleiben, lange, lange, lange bleiben, nicht in die Enge und Dumpfigkeit der Täler, nicht unter die Menschen zurück. Auf der Hütte störten mich die Leute nicht, die da täglich wechselten. Mit m-eineM Führer machte ich kleine Muren, um mich an das zu gewöhnen, was mir bevorstaUd. Immer wenn ich heimkam, waren die fort, mit denen ich den Abend- vorher in d-er Wirtsstube gesessen hatte, und' immer kamen neue über den Grasleiterpaß, pon der Kölner Hütte, vom Karersee, aus dem Fassatal, es war ein Wechsel wie in einem Hotel zur Mir aber blieb mein trauliches, kleines Zimmer, in dem ich meiner Maria jenen seltsamen Brief an dein ersten Abend geschrieben hatte. Mein Zimmer, in dem kern Platz war für einen anderen Menschen. Das mir, einer -Lanffs- kabine gleich, lieb geworden durch seine Enge, vertraut, weil ich hier nicht anders hätte sein können als allern r-, es fehlte der Platz. , ; Ich lag am Nage, wenn tch von meinen Strenzugen zurückgekehrt war, auf dem Bett, las die Zeitung, die aus dem Dal hier und da einer mitgebracht hatte, oder die die Wirtschafterin kommen ließ. Ich hörte, daß Menschen ge- 350 — storben waren, die ich kannte, huschte darüber weg und sagte Mr: „Ach!" Ich nahm es hin wie Menschengeschick. Bekannten war ein Sohn, eine Tochter geboren. Die Welt stand nicht still, ging unerbittlich weiter, der eine trat ab, ein anderer kam wieder. Ich las von Unglücksfällen, von Krieg in fernen Landen, von neuen Gesetzen und Parteienkampf. Ich las, um mich zu beschäftigen/ Ich las mit dem Gedanken: Was hätte Maria dazu gesagt? Manchmal in meiner einsamen Zelle traf ich auf etwas, daß es mir wär, als mußte ich Maria fragen: Kennst du das schon? Immer mehr vertiefte ich mich in das, was dort unten geschah. Dort unten, tveit, weit unten in den Tälern, wo die Menschen sich stritten und liebten, wo sie verdienten und ausgaben. Mir gleich, mir fern. Ein Philosoph, blickte ich nieder von der Höhe auf all die Kleinlichkeit, aus tausend Eitelkeiten, auf Schmerz und Elend, auf Kampf und Spiel. Sah nieder !vie einer, den das nichts anging, der nur kopfschüttelnd las,- kopfschüttelnd und auch manchmal lächelnd. Denn siehe, ich konnte wieder lächeln. Ich lachte einmal laut auf über einen Scherz, einen dummen Witz. Und da war es mir, als hätte ich unrecht getan. Wie konnte sch achen und heiter sein? Aber meine Gedanken beruhigten ich. Hätte sich Maria nicht mit mir gefreut? Ihr silbernes Lachen klang mir ins Ohr, so hell, so rein. Ja, Maria hätte Tränen in der: Augen gehabt. Ich konnte und durfte lachen. Die Tage vergingen. Die Menschen wechselten. Ich blieb nicht mehr still und einsam, scheu in einer Ecke. Redete mich jemand an, so gab ich Antwort. Mit ein paar Herren sprach ich, als das schöne Wetter, das lange angehalten hatte, einmal wich, den halben Regennachmittag. Es waren Beamte aus Wien. Den ganzen Tag saßen sie im dumpfen Bureau, und nur diese Sommerzeit kämen sie heraus. Ta wollten sie freie Luft atmen, keine Menschen sehen, da mußten sie in die Einsamkeit. Sie gingen jedes Jahr zusammen ins Hochgebirge. Es waren liebe, gescheite Männer in meinen! Älter, von meinen Ideen. Sie fragten, ehe sie schieden, nach mir. Ich sagte, meine Frau sei gestorben. Ich sprach es ruhig Und gefaßt, die Stimme versagte mir nicht, ja, ich konnte Von ihr erzählen. Sie wollten fort, die Rucksäcke hatten sie schon auf beni Rücken. Aber da legten sie noch einmal das Gepäck ab, setzten sich zu mir, und in der herzlichen Weise des Oesterreichers, der leicht seine Seele öffnet, nahmen sie teil au dem, was ich sprach. Sie ließen sich von dein Ende erzählen in Meran. Sie wollten durch das Bintschgau nach hem Ortler, und der eine sagte, wenn sie mit der Bahn am Friedhof vorbeikämen, würden sie meiner gedenken. Dann schüttelten wir uns die Hand. Sie gingen. Sie winkten mir lange noch zu, wie sie hinaufstiegen zum Sant- nerpaß. Ich blieb vor der Hütte. Es waren die letzten Gäste. Ich stand allein. Der Führer schlief. Dann saß ich dort auf der Bank im trüben Wetter und sah die beiden sich entfernen, .Und ich, der ich die Menschen geflohen hatte, empfand ganz leise ein Bedauern, daß sie mich ber- ließen. Am nächsten Tage schien wieder die Sonne. Neue Menschen kamen, und wenn sie mir nicht paßten, legte ich mich draußen hinter der Hütte auf die Felsen mit einem Buch, einein Blatt, sah zu den hohen Türmen und Bergen auf, die den Kessel umschlossen: der Rosengartenwand, dem wunderkühnen, jähen Winklerturm. Ich las, las, ließ die Zeitung sinken und dachte nach. Das kleine Grab dort unten erschien vor meiner Phantasie, mit jenem: „Die Liebe höret nimmer auf." Und ein Lächeln schlich um meine Lippen. Nein, wenn du auch gingest, hu bist mein geblieben, Maria! * Ich sprang auf, stieß die Läden zurück. Die Sonne war noch nicht heraus, aber wolkenlos spannte sich der Himmel über dem engen Täleinschnitt, den inan sah. Schlank hob sich, wie her spitze Zahn eiires Raubtieres, der Mnkler- turm vom Hinlinel ab. i— Wie ist das Weills, Schön! Ich zog niich an. Es sollte auf beit Rosengarten gehen. Der Führer hatte gesagt, ich hätte so gut klettern gelernt, daß !vir es mit einem der leichteren WajolettürmÄ versuchen könnten. Aber ich kannte meine Kräfte und wollte nicht an die Grenze des Mögliche» gehen, sonderns Genuß und Freude davon haben. Die Wirtschafterin gab uns Frühstück mit. Ich, der bisher eine» Bergstock getragen hatte, lieh mir einen Pickel. Der Führer nahm den Rucksack, das Seil darauf, und langsam schritten wir hinaus, langsam, wie der Bergsteiger beginnt. Es ging die Schlucht hinan zum Gartet, zwischen den gewaltigen Wänden, eng mteutmiber gerückt, den Winklerturm immer vor uns, der bei jedem Schritte näherzukommen schien, über dem der Himmel blaute, daß es mir war, als ob die Spitze sich bewege, sich langsam neigend gegen uns. Dann machte» lvir Halt, etwa dort, wo ich zum ersten Male das Wunderbild der Vajolettürme gesehen hatte. Ich blickte mich um. Starr und trotzig, heute noch nicht von der Sonne beschienen, standen sie da. Aber mir liebe Freunde, denn es war mir, als hätten sie Viel aus meiner Seele gelöscht, diese drei gewaltige», trotzige» Gesellen. Dan» hieß es: Nagelschuhe aus und die Kletterschuhe angezogen. Das Seil ward umgelegt, der Anstieg begann. Im überhängenden Kami» ging es schwer hinauf, senkrecht, lange Zeit, aber schnell, denn mein Körper war gestählt durch die vielen Tage des Umherirrens hier oben. Nun kletterten lvir in die freie Wand hinaus. Schwindlig war ich nicht. Der Führer zeigte, wie in immer mehr versinkender Tiefe dämmerig unten auf dein Geröll unser Gepäck lag, fast gerade unter uns, daß ein Steinwurf es hätte treffen können. Die Wand ward steiler und steiler. Auf schmalen Bänder» ging cs an den Felsen hin. Ab und zu traf mich ein forschender Blick des Führers, ob ich dem auch gewachsen sei, aber ich lachte ihn nur an — Es ist schön! Immer mehr gewannen wir an Höhe. Kleine Felsvorsprünge gaben Halt dem Fuß und MUschelvertieftingen und -köpfe Halt der .Hand: Bald lag nach steilem Klettern, daß der Körper durchgearbeitet ward und Schweißtropfen mir auf der Stirn standen, die hohe Wand hinter uns, und auf dem Grat tat sich jäh ein Ausblick auf, wie ich ihn nicht geahnt hatte. Tief sank es hinab auf der anderen Seite, aber milder, mäßiger geneigt. Wir konnten den wilden Felsenzirkusi überblicken, an dessen Hintergrund schneebeglänzt i» den ersten Straßen der junge» Sonne hoch die Marmolaia stand. Nun begann die Kletterei über den Grat, langsanr, vorsichtig. Lange immer steigend, ab und zu einen Blick in die furchtbare Tiefe. Wieder drehte sich vorsorglich der Führer um: » — Tut's Ihnen was?" Zum zweiten Male gab ich zurück: r— Es ist schön! (Fortsetzung folgt, v. Rosen und Lilien. Die schönen Früchte unserer Bäume, die herrlichen Blumen unseres Gartens, meistenteils sind sie Kinder des Orients, die dort seit uralter Zeit angepflauzt, veredelt und zu Salben und Wassern für die Despoten und zu Religionsgebräuchen verarbeitet wurden. Es ist begreiflich, daß diese Pflanzen, Blumen und Früchte den Hirten, Kriegern und Ackerbauern des Westens lockend und wunderbar erschienen und darum auch frühe schon von Volk zu Volk westwärts verbreitet wurden. Der Rose, dieser Lieblingsblume aller gebildeten Völker der Welt, wie nicht minder auch der Lilie, den! herrlichen Sinnbilde der reinen Unschuld, beiden herrlichen Zierpflanzen unserer Gärten hat der Mensch seit der ältesten Zeit seine Liebe und Sorgsalti zugewandt. Das heiße, heitre Persien, heute noch ein Blumenland, lvo alle Garten und Höfe mit Rosen überfüllt, alle Säle mit Rosentöpfen besetzt, jedes Bad mit Rosen bestreut und alles mit Rosendust umweht ist, Persien ist jedenfalls die Urheimat der Rose und der Lilie, die von da aus nach Babylonien verpflanzt wurden, und zu den Blumenschätzen der berühmten Gärten Babylons zahlten. Auch in der Bibel werden des öfteren Rosen und Lilien bildlich erwähnt. Schon waren Rosen und Lilien in der ältesten geschichtlichen Zeit zu den Griechen, denk ältesten Kulturvolk Europas, gelangt, anfangs Wohl 'nur den! Rufe nach als etwas M- bestimmtes, herrliches der Blumenwelt, von dessen Farbe und Gestalt erzählt wurde, in Form duftenden Oeles, dann auch allmählich die Pflanzen selbst mit ihren .Blüten, Homer gebraucht 361 fie bildlich in Ker AlMe W QdysM toiS v-oti Ur -Dichkevi.it SWM> (600 v. Ehr.), die die Rose so häufig gepriesen und verherrlicht! jlrnd als Gleichnis schöner Mädchen gebraucht Hat, ist der Name -„Königin der Blumen" auf unsere Zeit vererbt. Bon da an finden tvir Rosen und Lilien unter dein Fest- und Blumenschmuck! liebenden Volke der Griechen eingebürgert, überall verbreitet und in Leben und Sitten verflochten; bei keiner Festlichkeit, bei keinem Opfer und bei keinen religiösen Gebräuchen durften Rosen Und Lilien fehlen; Jünglinge und Jungfrauen schmückten und! bekränzten sich damit. Die Rose war der Aphrodite als Sinnbild der Schönheit, der Aurora als Sinnbild der Jugend getveiht; sie W-ar auch die Blume des Dionysos, das Symbol der Liebe und des Todes, auch ein Zeichen, der Verschwiegenheit. In letzter Eigenschaft, als Symbol der Verschwiegenheit, diente die. Rose der schönen, auch in dem nördlichen Europa verbreiteten Sitte, bei gesellschaftlichen und änderen Versammlungen eine weiße Rose an die Decke zu hängen, zum Zeichen, Klaß, das, was hier im Vertrauen gesprochen und gehandelt wurde, als Geheimnis in der Brust jedes Anwesenden bewährt bleiben sollte. Jetzt ist dieser Gebrauch längst verschwunden, und auf uns ist nur der Ausdruck gekommen, jemanden etwas „sub rosa vertrauen". Von der Lilie wurde viel gesäbelt; sie sei aus der Milch der Hera entstanden, als diese schlafend den Herkules säugte; mit der Aphrodite ivar die Lilie der reinen unbefleckten Farbe wegen in Streit, und um die keusche Blume zu beschämen, setzte ihr Pie Göttin das gelbe Pistill ein. Durch die griechischen Kolonien, kam die orientalische Garten- rose frühe schon und gleichzeitig mit der Lilie nach Italien, und! von da gingen beide in alle Welt hinaus, doch je weiter nach Norden, desto mehr von der Kraft und Süßigkeit des Duftes einbüßend, der sie in ihrer ursprünglichen Heimat umweht. Unter dem! italienischen Himmel gedieh indessen die Rose noch herrlich, sie blühte je nach den Varietäten den größten Teil des Jahres und sand bei den Römern dieselbe Verehrung tvie bei den Griechen, ihre Dichter feierten sie in Wort und Lied. Die Rose war überall in den Liebes- und Lebensgenuß verflochten. Bei den Gast- mählern spendete man Rosen, legte sie in WeiUschalen, stellüe sie auf die Tafeln upd schmückte sich damit; das Haupt der Tänzerin und des weinschenkenden Knaben war mit einem Rosenkranz um- tvunden; der Trinker bekränzte sich selbst und den Becher mit Rosen. Bei den öffentlichen Belustigungen wurden die Straßen mit Rosen, Lilien und Blumenblättern bestreut und die BAd-- säulen und Götter mit Kränzen und Girlanden von Rosen geziert. Daß die Rose auch ekne Blume der Gräber war, daß man den Toten mit Tränen spendete, ivar auch bei den alten Römern eine alte, durch zahlreiche Grabinschriften bestätigte Sitte. Die nach der römischen Sage aus dem Blute des sterbenden Naturgottes 'entstandene Rose, ebenso schon als flüchtig, zeigt neben der höchsten Lebensfülle das Bild der raschen Vergänglichkeit. Auch zu Essenzen, Wassern und Salben wurde die Rose int alten Rom viel verwendet, so 'wie sie auch in der Arzneikunst als Rosenwein und Rosenwasser, nach ben Berichten der Alten selbst in der Küche Anwendung fand. Nach dem Verfalle des römischen Reiches versank die Welt! in einen Zustand der Barbarei; der Gartenbau und die Blumenzucht wurden vernachlässigt, aber doch blieben in dieser Zeit, wo so viele Kulturen zu Grunde gingen, Rose und Lilie, durch Duft und Farbenpracht auch dem rohen Menschen imponierend, in den Gärten gewöhnlich. Als aber die häufigen Kriege aufhörten und man sich wieder längere Zeit hindurch feen Segnungen des Friedens crsreuen konnte, da wandte man sich neben anderen Beschäftignngen auch wieder der so manche liebliche Genüsse bietenden Kultur der Blumen zu. Karl der Große, der eifrige Förderer der Landwirt-! schäft und des Gartenbaues, wandte auch der Rose seine Aufmerksamkeit M und bestimmte, daß sie in seinen Gärten gezogen werde. Bei den Arabern, die große Garten- und Blumenfreunde waren, wurde die Rose zur Lieblingsblume erhoben und neben ihrer hohen Kultur fand auch ihre Begleiterin, die Lilie, aufmerksame und treue Pflege. Auch in Italien erwachte wieder der alte Sinn und die alte Liebe für die Rose. Die Dichter des Mittelalters verwenden sn ihren Versen Rosen und Lilien reichlich. Rose und Lilie dienten dem Christentum zu beliebten Symbolen. Die heilige Jungfrau in ihrer Anmut und Milde erschien äks Rose, die himmlische Reinheit wurde in der Lilie angeschaut; gotische Kirchen schmückten sich mit steinernen Mystischen Rosen, auf Bildern der Verkündigung trug der Engel den Lilienstengcl. Einige Jahrhunderte lang war eö in der katholischen Kirche Gebrauch, daß der Papst am Sonntag Lätare eine goldene Rose weihte und sie dem Monarchen eines. Staates als Zeichen seiner besonderen Gunst und Hochachtung zu- saudte; so erhielten kurz vor der Reformatio» der Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen und in neuester Zeit die unglückliche Kaiserin Charlotte von Mexiko Und die „tngendsämv" Königin Isabella II, vvn Spanien diese Auszeichnung. Heute noch steht die Rose -in Italien in der Reihe der Blumen Voran, wenn es gilt, Feste Und Religionsfeierlichkeiteir durch den Schmuck der Blumen zu verherrlichen. Auch in der Wappensprache jener bildlich- denkenden Zeit gingen beide Blumen über. Bekannt sind die drei Lilien int königlichen Wappen von Frankreich, sowie die feindlichen Zeichen der roten -und weißen Rose in den Kämpfen der Königsgeschlechter ppn England. Auch in Ungarn standen Rose und! Lilie in hoher Achtung NNd heute ist es nichts seltenes, daß man dort die schönsten Varietäten der Rosen ast den fernsten und ünbesuchtesten Orten findet. In Holland-, wo Tulpe und Hyazinthe die ganze Liebs und Begeisterung der Blumenzüchter des 17. und 18. Jahr-- hunderts in Anspruch nahmen, wurde die Rose lange Zeit nicht in dem Maße beachtet, tvie sie -es verdient; doch ist von dort die Moosrose, eine der lieblichsten Varietäten, nach England gebracht worden, von wo aus sie sich weiter Nach Frankreich Und Deutschland verbreitete. In Frankreich, wo viele Rosenarten wild wachsen, unter denen besonders die französische Rose (Rosa gallica) hervorzuheben ist, da von ihr eine Menge der herrlichsten. Varietäten stammen, war die Rose von jeher eine Lieblingsb-lume des Volkes-,- und die französischen Rosenzüchter Vibert-Robert in Angers und Laffaye haben unsere Gärten mit bewundernswerten Varietäten der mehrmals blühenden Hybryden und Moosrosen bereichert. Der jardiu du Luxembourg gewährt zur Rosenzeit einen prächtigen Anblick. In England, dem Laude mit den Prachtgärten und den hübschen, heimlichen Hcmsgärten, mit seinen Bewoh-- n-ern voll Vorliebe für Blumenzucht, zählt die Rose schon seit alter Zeit zu den Lieblingsblumen; die Zahl der Rosenliebhaber, die zum Teil ausgedehnte Sammlungen besitzen, ist gegenwärtig außerordentlich groß. Besitzt unser Vaterland auch nicht Sammlungen von solchem Maßstabe wie England und Frankreich, so gehört doch auch bei Uns die Rose seit langem- zu den Blumen, die sich einer besonderen Liebe, Kultur und Pflege zu erfreuen haben, wie auch in jedem besseren Garten ihre Gefährtin, die Lilie, in mehreren Abarten zu finden ist. Schon die Minnesänger preisen Rose iinbl Lilie und übertragen deren Bild auf die Geliebte. Treu gehegt und gepflegt wird- der Rosenstock im Gärtchen beim Haus, int Park beim Palast, vor dem Fenster des rosenwangrgen Dorf- mädchens und int feinen Salon der Modedame. Doch auch an größeren Anlagen, welche der Rosenkultur gewidmet sind, fehlt es uicht. Die Sammlung zu Kassel stand früher in hohem Rufe, int Rosarium auf der Pfaueninsel b. Potsdam wird- heute Noch die Rose mit großer Liebe und Sorgfalt gepflegt, die Rosenau bei Koburg, das Rosarium, des Freiherrn von Lade auf Monrepos in Geisenheim im Rheingau sind seltene Sehenswürdigkeiten, aber auch die großen Gartenanlagen, die vorzugsweise der Rosenkultur gewidmet jinb, wie die von Goß und Köuemänn in Niederwalluf am Rhein und viele andere, besonders in Trier und Luxemburg, die fast alljährlich neue Arten und Varietäten in den Handel bringen, leisten in der Rosenzucht ganz hervorragendes, während! Gotha und Erfurt neben der Rosenzucht auch dem alten Knollen- gewächs, der Lilie, die weiteste Verbreitung durch den Handel sichern. So sind denn Rose und Lilie seit ben ältesten Zeiten schon, bei fast allen Völkern unter allen Himmelsstrichen, die ihnen nur einigermaßen zusagen, anerkannte und bevorzugte- Lieblinge des sinnigen, gemütreichen, mit Schönheitssinn begabten Menschen- Gr, Wschspielettrickz. Unter bem herkömmlichen Namen „Gree" versteht man Falschspieler; die Bezeichnung soll von dem berüchtigten Falschspieler Apoulos, einem Griechen und Günstling Ludivigs XIV. abgeleitet fein. Im großen und ganzen arbeiten die Grees mit »eifern, und nur sehr geschickte Falschspieler besorgen ihre Geschäfte allein. Eine Gruppe verbündeter Falschspieler heißt in der Gaunerwelt „Philosophenklub", „Nomadenklub" oder „Cagnothe"; die Zntreiber heißen „Schlepper" oder „Parasiten", jene, die durch Zeichen bei Spieler unterrichten, heißen „JudaS" und das System der verabredeten Zeichen ivird „Maschine" genannt. „Mangenr" ist der Gehilfe, der falsche Karten einzufchmuggeln hat, „Colonel" und „Tante" der Hausherr oder die Hausfrau, bei denen gespielt wird. So zahlreich die Tricks der GreeS auch fein mögen, sie verfügen doch über einen gewissen eisernen Bestand von Mani- pülationen, von denen die passendste im richtigen Augenblick gewählt ivird. Am beliebtesten ist das Kennzeichnen der Karten, die „Maquillage". Dabei werden die Ränder bestimmter Karten mit einem scharfen Messer gestrichen, so daß sich der Rand rauh anfühlt. „Pointiert" sind die Karten, wenn sie an gewisser Stelle mit einer zuerst in weißes Wachs gesteckten heißen Nähnadel fein gelocht werden. Das Wachs verklebt das Loch, so daß man dieses nicht sieht, aber fühlt. Auch die Muster auf der Rückseite werden in irgend einer Art „gezinkt." Am bekanntesten ist da§ Anbringen eines Striches, eines Kreuzes mit einem in Wasser getauchten Hölzchen. Nach dem Trocknen bleibt auf der glänzenden Rückseite das Kreuz z. B als matte Zeichnung zurück. Nur auf grobe Täuschung berechnet ist das „Biseautieren", d. h. das Beschneiden der Ränder, wozu es eigene Maschinen gibt. Große Gewandtheit erfordert das Transportieren der Karten wobei entweder Karten weggenommen oder dazu gelegt werden. Tas „Salatmachen", d. h. da§ Falschmischen, besteht darin, mit den Karten )o umzugehen, daß jeder Zuschauer darauf schwört, daß die Karten gut gennscht wurden; in Wirklichkeit hat sich jedoch keine Karte von der -stelle gerührt. _ . , , ... Die „falsche Coupe" hindert den Zweck des „Abhebens". Hierbei gibt es zwei Mittel. Das eine soll bewirken, daß der Äbhebende dort abhebt, wo es der Gree will. Er rechnet, wie der Kriminalist Prof. H. Groß betont, psychologisch richtig, daß 352 auch hier jeder das tut, was am bequemsten ist, selbst beim Spiele; er schmuggelt in das Spiel eine Karte, die breiter ist als die andern, und diese bringt er wieder dahin, wo abgehoben werden |cU. Geht das nicht, io preßt er den Teil der Karten, die eben ge- uonunen werden sollen, der Länge nach etivas zusammen, so daß dieser Teil der Karten hohl liegt. Der Abhebende hebt gewöhnlich entweder an der breiten Karte oder dem hohlliegenden Päckchen ab, wie es der Gree habeir ivill. Tiit er dies aber nicht, so ergreift der Gree unverfroren zuerst das abgehobene Päckchen, nnb legt es auf das zurückgebliebene Päckchen, so daß die Sache wieder beim alten ist. Die Tätigkeit der Helfer des Falschspielers laust meistens darauf hinaus, daß sie entweber als „Schlepper" fungieren oder den Falschspieler über die Karten seiner Mitspieler verständigen. Die Verständignngsntittel dürfen natürlich in keiner Weise auffallend sei». Zeichen mit den Händen sind daher wenig beliebt, besser ist die Verstäiidigung z. B. mit einer Zigarre, Je nachdem der Gehilfe diese int Mund hält, den Rauch ivegbläst ober einsaugt, durch beide ober ein Nasenloch ausstößt usw., kamt er dem Gree alles Wissenswerte mitteilen. Um beim Abziehen das Bild ber Karte sehen zu können, wirb irgenb ein zufällig auf dem Tisch stehendes blank poliertes Metallgefaß, eine silberne Zuckerbüchse, ein Teekessel als Spiegel benützt. Auch die spiegelnde Fläche ber silbernen Zigarettendose ober der Deckel ber goldenen Taschenuhr geben das Bild.der Karte beullich wieder VeL'mkZehts». * D ie Zahl bet Studentinnen an der Pariser Universität hat in den letzten Jahren eine so schnelle Steigerung erfahren, daß die Professoren und die ©tubenten sich lebhaft über den Stand ber Dinge beunruhigen und die leitenden Behörden zu einer grsindlicheit Prüfung der Sachlage aufforbern. Die letzte Statistik zeigt, baß gegenwärtig bei beit verschiebenen Fakultäten in Frankreich immatrikuliert sind: bei bet literarischen Fakultät 1147 Französinnen und 1002 Auslänbermnen, bei bet naturwissen- fchaftlichen Fakultät 303 Französinnen und 150 Ausländerinnen, bei der medizinischen 618 Französinnen und 530 Ausländerinnen, bei ber juristischen 62 Französinnen und 88 Ausländerinnen, und in ber pharmazeutischen Schule 51 Französinnen und 3 Ausländerinnen. In Paris allein ist die Zahl ber Studentimien 2121, V8 von bet Gesamtzahl bet ©tuSierenben, während die Gesamtheit der etwa 4000 Studentinnen Vio der gesamten Studentenschaft des Landes ausmacht. Das Auffälligste bei diesen Zahlen ist, daß die Zahl der französischen Studenten in Paris seit dem Vorjahre nur um 2 ^genommen hat, während 144 junge Französinnen mehr studieren als 1910. Es ist begreiflich, daß angesichts dieser Zahlen ber drohende Wettbewerb ber Fratteit in ben gelehrten Bernsen die Männer mit einiger Sorge erfüllt. * Der Appetit ber Sonbonct Krönungsgäste. Was wird bet Krönungstag für Wettet bringen ? Um diese Frage drehen sich die sorgenvollen Erwägungen der zahllosen Teestubenbesitzer in London. Wird es warm sein, so muß man Mineralwasser und Limonaden in ungeheiiren Mengen bereit halten; im entgegengesetzten Falle werden die Krönungsgäste nur Tee und Kaffee fordern. Die Firma Lyons, die etwa 2000 Tea-rooms in allen Teilen bet Stadt unterhält, bereitet sich auf wenigstens anderthalb Millionen Besuchet vor. Was das bedeutet, kann man aus den Angaben des Leiters einet anderen Gesellschaft, die etwa 80 Teestuben besitzt, entnehmen; danach sind für ben Krömmgstag vorbereitet: 1 Million gestrichene Brötchen, 30 Tonnen Butter, 80 000 Liter Milch, 500 ÖOO Taffen Tee, 250000 Tassen Kaffee, 10 Tonnen Kuchen und 1 Million Flaschen Mineralwasser. * Die Kochtüte. Es ist noch nicht lange her, daß bie Kochkiste eine Revolution in bet Küche verursacht hat und von allen Seiten bie glänzendsten Erfahrungen mit diesem Kochinstrument mitgeteilt wurden. Jetzt ist eS darüber wieder still geworden, aber eine neue Revolution in ber Küche wirb von England aus vorbereitet, wo eine große Zeitung — allen epochemachenden Er» finbungen ber Neuzeit hat ja die Presse durch Wort und Tat die größte Förderung angedeihen lassen — bie Methobe bet Kochtüte verkündet. Diese Tüte ist ans einem wasser- und settdichlen Papier gefertigt und in den verschiedensten Größen zu haben. Die zu kochenden Speisen kommen mit ben nötigen Zutaten in Sie Tüte, bann wird diese geschlossen, wie man bei uns Drucksachen- kuverts schließt, mit Drahtpinnen. Auf dem Herd, ber vorher stark geheizt ist, wird bie Tüte auf ein Drahtgestell ober ein Blech gelegt. Die Vorzüge bet Tüte gegenüber dem Topf sind : bie Speisen behalten ihren spezifischen Geschmack, ihren vollen Nährwert, es entwickelt sich beim Kochen kein Rauch und bet Herd bleibt sauber. Man kann auf einem und demselben Blech bie verschiedensten Speisen in ben Tüten nebeneinander, zubeteiien, bie bebeutenb schneller als in Töpfen gar werben, so baß Gas- und Kohleu- verbrauch geringer sind. Ob die Kochtüte, deren Erfinder ein Londoner Küchenchef — Mr. ©oiier — ist, sich über ben Leserkreis Se§ betreffenden Blattes hinaus Geltung verschaffen wird, kann man noch nicht sagen. Diese Leser wenigstens, die gegen Einsendung bet Abonnementsquittuug je eine Tute gratis zugesandt erhalten, intereifieren sich lebhaft dafür tmb berichten bereits von den glänzendsten Erfolgen ihrer neuen Kochmethode. * E i n k o sts p i e l i g e s T e e g e s ch irr. Eine lustige Anekdote von dem Pariser Baron Rothschild wirb in ber Tribuna erzählt. Vor einer Reihe von Iahten erbte ein junger Schauspieler nach dem Tobe seiner Mutter ein schönes Teegeschirr in Meißener Porzellan, bas von einem Kunsthändler auf gut 50 000 Frs. geschätzt wurde. „Nur der Baron Rothschild wird "ein solches Wunderwerk kaufen wollen", sagte ber Händler. Darauf setzte sich ber Schauspieler eine Perücke auf und schminkte sich, daß er wie ein Achzigjähriger aussah, und begab sich mit dem kostbaren Geschirr zu dem Bankier. „Ich will Ihnen 45 000 Frs. dafür geben", meinte Rothschild, nachdem er es eingehend geprüft hatte. „Wollen wir nicht eine Leibrente ausmachenerwiderte ber Verkäufer; „ich lasse Ihnen bas Porzellan, und Sie geben mir 4 000 Frs. jährlich auf Lebenszeit." „Na schön," sagte ber Baron, „gehen Sie zur Kasse." Nach fünf Jahren hörte Rothschild, baß bet Mann mit ber Leibrente noch immer alljährlich erschien und seine 4 000 Frs. abholte. Das erschien ihm merfwürbig, er ließ ihn kommen rind sagte zu ihiii: „Hören Sie, mein Lieber, Sie haben aber eine sehr kräftige Natur." „Es geht, Herr Baton," sagte bet andere, bet wieSer im selben Auszug vor ihm erschienen war. „Wie alt sind sie beim eigentlich?" Daraus nahm ber Schauspieler bie Perücke und den grauen Bart ab und sagte: „Fast. 28 Jahre." Rothschild lachte und fand ben Scherz augenscheinlich so gut, daß et die Rente weiter zahlte. So ist oaS berühmte Teegeschirr in Meißener Porzellan mittlerweile schon recht teuer geworben: es kostet bis heute 80 000 Frs. I * lieber flüssige Frage. Klara: „Gestern abend, als Arthur bei uns war, umarmte er mich stürmisch und rief: „Ich muß Sich küssen ober ich sterbe!" — Ella: „Um, Gottes willen, hat er dich Senn geküßt?" — Klara: „Na, hast tu vielleicht gehört, daß er gestorben ist?" Büchert'isch. — Joseph v. Eichendor sss Dichtungen. Aus- gewählt und heratisgegeben von Franz Schultz. 2 Bände. — Die schöne Verheißung, bie der von ber Goethe-Gesellschaft veranstaltete billige Volksgoethe bes Insel-Verlages bebeutete, beginnt sich zu erfüllen. In derselben guten Ausstattung liegt ein Eichendorfs vor, bet sich schon allein in ber Auswahl aufs vorteilhafteste von bem unterscheiSet, was wir auf biefem Gebiete leider gewöhnt sind. Da sind, wahrlich zum Vorteil des Ganzen, einzelne Abteilungen ber Gedichte (Zeitlieder, Romanzen, Aus dem ©panisclien) gekürzt, und ein paar Zyklen des altgeworbenen Romantikers werben mit Recht Sem Leser ganz erspart, ©o ist Raum nicht nur für die beiben großen Romane „Ahnung und Gegenwart" und „Dichter und ihre Gesellen", sondern auch für eine umfangreiche Abteilung „Erlebtes" mit fesselnden Schilderungen über das ©tubententum in Halle und Heidelberg und das Adelsleben am Ausgang des 18. Jahrhunderts. Schachaufgabe. Von W. G a l i tz k y. Schwarz. 8 8 6 6 5 5 3 3 2 2 abedefgh abedefgh 9//. W'/W&w, ' i Weiß. Weiß setzt mit bem britten Zuge Matt. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des magischen Dreiecks in voriger Nummer: CHINA H A. H N I H R N N A Redaktion : I. B.: E. He ß. — Rotationsdruck und Verlag der Briihl'schen Universitäts-Buch- und Steinbruckerei, R. Lange, Gießen»