Ml Blf Das nette Mädel. Roman von Fedor von Zobeltih< (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Im Empiresalon bei Delbrücks empfing Eva das Gründungskomitee des neuen Ordens. Traute fand Lili Mcnkens und Ellen Meier bereits vor. Bald nach ihr kamen noch andere junge Mädchen, unter ihnen die Bürgermeisterstochter und Suse Appel- maun, die Tochter des reichen Rheders, der wie ein Zim- mermann aussah und immer schmutzige Fiuger hatte. Darfur war Suse um so sauberer; in ihrem weißen Kleide war sie ein blitzblankes Persönchen. Aber sie parfümierte sich zu stark. Traute zog sofort ein krauses Mischen, als sie eintrat. Es war eine feine Auswahl getroffen worden. Die acht Mädchen bildeten die Blüte der Stadt. Rang, Stand, Reichtum und Schönheit einten sich in diesem Bukett. Traute als neunte war nur zugezogen worden, weil sie so reizend war. ES müssen auch Ausnahmen gemacht werden. Mit den Eltern trat man nicht in Verkehr. Aber Traute war schou Mitglied der Harmonie gewesen und hatte auch der Goldenen Horde angehört. Zudein war sie Evas liebste Freundin. In der Harmonie herrschte das Chaos, und die Goldene Horde war zerfallen, seit die Zwillinge des Ratsbäckermeisters sich den Eintritt erkämpft hatten. Nun wollte man wieder unter sich sein. Die Herren gehörten durchweg zur Sauvegarde Paul Everstedts. Das waren der Konsul Friederici mit seinem lln- zertrenulichen, Herrn von Ivedou; dann Walter Mursinna (Mursinna und Compagnie, chemische Fabrik), der auch sehr hübsch dichtete und seine Poesien auf Bütten drucken und köstlich ausstatteu ließ; ferner Fred Deiva (Dewa-Pianinos), eilt zierliches Bürschchen, Vorsitzender des kynologischen Vereins „Nimrod"; Wilm Noeldechen (Luxuspnpiere), ein rastloser Kopf im Ersinnen neuer Moden; schließlich die Brüder Eggenolph (Eggenolph und Sohn, Verlagsbuchhandlung, gegründet 1721), beide Reserveoffiziere bei den Waldenburger Dragonern, sich zum Verwechseln ähnlich, mit gesträubten Schnurrbärten und rege von Geist. Es fehlte nur noch Paul Everstedt (P. L. Everstedt, Weingroßhandlung, gegründet .Lübeck 1683, seit 1750 am Platze). Aber der kam immer zu spät. Man war schon froh, daß man seiner wieder habhaft würde. Als er vor zwei Jahren eine halbe Million Schulden gemacht hatte, war er von seinem Vater nach Amerika verbannt worden. Nach seiner Rückkehr hielt er sich sehr still und verkehrte fast nirgends. Aber um die letzte Weihnachtszeit hatte er wieder überall Karten ^gegeben, Ein Diener in Livree und eine Zofe in schwarzem Kleide mit weißem Kragen und weißen Manschetten reichten Tee und Biskuits. Die alten Delbrücks waren nicht sichtbar. Der Senator war noch im Kontor; die Frau Senator, eine sehr nervöse Dante von hypochondrischer Veranlagung, mischte sich nie unter die Jugend. „Der Name fehlt noch," sagte Fred Dewa. „Nur nicht Konkordia oder ähnlich. Siehe die zerstörte Harmonie." „Bleiben wir namenlos," entgegnete Walter Mursinna. „Es ist viel origineller. Man wird nie auf uns hindeuten können, wenn wir auf jedes Plakat verzichten. Name sst Schall und Rauch, hat schon mal irgendwer geäußert." „Walter," sagte Friederici, „wenn du zitierst, tu es korrekt. Oder sonst zitiere aus deinen eigenen Werken. Da merkt mau nicht, wenn es falsch ist." Die beiden Buchhändler standen nebeneinander und rührten mit gleichmäßiger Bewegung in ihren Teetassen. „Eine Frage," meinte Otto, der jüngere. „Ich möchte den Zweck der Uebung kennen lernen. Soll es ein Klub werden, der literarischen Neigungen Raum bietet?" „Um Gottes willen!" rief Wilm Noeldechen. „Vielleicht „Turandot" mit verteilten Rollen! Nur keine Tendenzen! Ein Klub des Auslebens." „Wie sollten wir von der weiblichen Seite das denn machen?" fragte Traute. „Ausleben klingt prachtvoll und sehr modern. Aber uns sind die Flügel gebunden." „Wir zerschneiden die Fesseln," erklärte Fritz Eggenolph. „Das soll mit zu den Zielen unseres Ordens gehören: daß wir uns von Vorurteilen nicht knechten lassen." „Dann wird die Sache brenzlig," sagte Eva. „Ihr klugen Herrn habt nach niemand zu fragen. Hinter uns aber stehen Mama und Papa — und manchmal noch eine Tante." „Utt cri de douleur," murmelte Herr von Ivedon lächelnd. Seine langen, weißen, schmalen Finger griffen in den Zigarettenkasten, den Suse Appelmann ihm reichte. „Merci bten, gnädiges Fräulein. Dürfen wir denn hier rauchen?" „Aber natürlich!" rief Eva und nahm selbst eine Papyrus zwischen die blühenden Lippen. „Sie hörten ja von Herrn Eggenolph, daß wir gewillt sind, alle unberechtigten Vorurteile über den Haufen zu werfen." „Notabene bloß die, die uns nicht passen," bemerkte der Konsul Friederici. „Es gibt auch Vorurteile, die man als bequeme Schutzwehr gebrauchen kann. Die möchten wir doch lieber behalten" ... Er stieß ein wenig mit der Zunge an. Das paßte nicht zu seinem verlebten Gesicht und der stattlichen Glatze. Die weltmänitischen Weisheiten, die er von sich gab, erhielten durch diesen Sprachfehler einen unwillkürlich komischen Beigeschmack. Er tippte Pvedon auf die Schulter. Der erhob sich sofort und trat zu ihm in die Fensternische. 406 Der Konsul zeigte auf die Straße. „Da geht Fräulein von Simkotoitz," sagte er. „Erinnert sie dich nicht anLuinis Pasteil der Herzogin von Piney int Luxembourg?" — Und leise fügte er hinzu: „Nicht schüchtern, Raoul. Mach dich an die Suse heran. Drei Millionen decken ihre Langweiligkeit . . ." Und wiederum lauter: „Ich glaube, die Sim- kowitz hat ihren eigenen Emailleur. Es liegt eine gewisse Kunst in dem Farbenauftrag ihrer Wangen. . Indessen verhandelten die anderen weiter über Zwecke und Ziele der neuen bedeutsamen Ordensgemeinschaft. „Ist diese Fräktiousbildnng denn überhaupt von nöteu?" fragte Fred Dewa. „Eine Idee Eberstedts," entgegnete Lili Meukens. „Aber ich sehe den Grund nicht ein, gnädiges Fräulein. In unserer guten Stadt wimmelt es von Vereinen. Sollen wir noch einen Gipfel auf das Gebirge türmen?" Traute Köhler saß zwischen Dewa und Noeldecheu. e-tc war verstimmt angekommen. Daheim heuchelte Helene seit zwei Tagen wieder einmal Schmerzen im Hinterkopf und wollte nicht zur Schule gehen. Trante sollte mt ihrem Bette bleiben. Sie hatte keine Lust dazu, und da war es zn einer der üblichen Szenen mit der Mutter gekommen. Jetzt kehrte allmählich die gute Laune zurück. Außerhalb des Elternhauses wurde sie rasch vergnügt. „Vereine genug," antwortete sie, „aber sie sind auch darnach. Sie unterbinden alle Freiheit des geselligen Lebens. Es ist wahnsinnig kleinbürgerlich bei uns geworden." Das sagte sie in einem Tone, als gehöre sic zu, bcn ragenden Stützen des Patriziats. Doch nickte Wilm Noeldecheu ernsthaft und stäubte einen Atom Zigarettenasche von seiner Weste: einer burgu.iider- rotett Weste mit Goldknöpfchen, der letzten Errungenschaft seiner modischen Phantasie. „Wir kommen aus dem Philisterium nicht heraus," entgegnete er; „es ist zum Einschlafen öde. Das ist der Fluch aller großen Kaufmannsstädte. „Merkwürdig," sagte Fred Dewa, an /feinem kleinen Schnurrbart zupfend; „wir sind in aller Welt gewesen, doch auch die Väter, als sie noch jung waren und in der Fremde Lehrgeld bezahlten; aber in der Heimat kranken wir durchweg' au einer inneren Engherzigkeit, die schauderhaft ist. Was soll denn nun wieder der neue Verein?!" „Die Creme von der Creme sondern, "antwortete Nocl- dechen. „Everstedt will die fine flenre zusammenbringen. Das heißt die Langeweile potenzieren." Traute nickte lächelnd. „Ich fürchte es beinahe. Als die Bäckertöchter in der Goldenen Horde Aufnahme fanden, schieden die oberen dreißig aus. Sehr töricht. Die beiden munteren Mädel hätten vielleicht frisches Blut in die anämische Clique gebracht." Noeldecheu applaudierte, indem er die spitz geschnittenen Nägel beider Daumen anfeinaitderschlug. „Natürlich! Das Exklusive ruiniert uns. Wir ersetzen den Genealogischen Almanach durch die Steuer- einschätzung." i „Und die geregelte Ahnenfolge," ergänzte Traute, „durch das Alter des Bürgerrechts. Nur ich, bilde die Spreit im Weizen." Noeldecheu und Deiva standen gleichzeitig ans und verbeugten sich mit guter Schulung. Sie erhoben auch gleichzeitig zur Abwehr beide Hände. Traute lachte lustig auf. „Nehmen Sie wieder Platz, meine Herren. Ich danke Ihnen für Ihre freundliche Meinung. Nichtsdestoweniger: ich bleibe das Entlein unter den Schwänen. Aber es schadet nichts; es bekommt mir ganz gut." Jetzt ging die Tür und Paul Everstedt trat ein. „Pardon," sagte er und wandte sich sofort nit Eva, „Pardon, gnädiges Fräulein, daß ich mich um ein paar Minuten verspätet habe. Stein Niggerjunge hat sich beim Sprung mit dem Floridor das Schlüsselbein gebrochen, und da bin ich selber zum Arzt gelaufen." Er reichte die Hände ttach allen Seiten. Bor Trante zögerte er einen Augenblick. „Sie habe ich noch besonders um Verzeihung zu bitten, gnädiges Fräulein. Ich traf Sie neulich bei uu- ferm Lederfritzeu und grüßte ein wenig formell. Das schadet freilich nie. Aber ich gestehe, es geschah in diesem Falle, weil ich Sie nicht sofort erkannte. Was ist anders! au Ihnen geluorben, seit wir uns nicht gesehen haben? Sind Sie noch gewachsen? Oder umreit Sie früher dunkler?" „Jawohl," rief Lili Meukens lachend; „sie war erst brünett, daun kastanienbraun wie Ellen Meier, Hieraus kriegte sie einen Rotschopf wie ich, und jetzt hat sie sich M ihrem Blond hinübergelichtet." „Mach keine Witze," sagte Eva; „wir sind zu ernstem Tun zusammengekommen. Herr Everstedt, nehmen Sie den Präsidentenstuhl ein." Everstedt steckte sich eine Zigarette an. „Gestatten Sie,- daß ich bcn Präsidentenstuhl ausschlage," sagte er zu Eva. „Unser neuer Verein hat nur Glieder, aber kein Hänpt." „Wie soll er heißen?" fragte Otto Eggenolph. „Ein Name muß sein. Mursinna ist' zwar dagegen, aber da ex gegen alles ist, spricht sein Votunr nicht mit." „Wir taufen uns nicht selbst," sagte Everstedt, „aber ich taxiere, man wird uns taufen. Dann Wirb man nns die Clique der Rücksichtslosen nennen." Das Wort schlug ein. Es klang so hart, daß die Mädelchen heimlich erschauerten. Die Herren fanden es ganz famos. „Bravo!" rief Mursinna. „Das ist's, was uns fehlt r die goldne Rücksichtslosigkeit! " „Was meint er damit?" fragte Ellen Meier, das Schäfchen, die neben ihr stehende Traute. Everstedt selbst gab Antwort. Er schob ein niedriges Taburett inmitten des Salons und setzte sich, indem er die Beine hochzog. „Pvedon," sagte er, „kommen Sie näher und schneiden Sie nicht Fränlein Suse in so auffallender Weise die Cour. Sie nimmt Sie doch nicht, weil von Ihrem Marquisat nur noch drei Pommerauzenbäume übrig sind. Boyez, nies' dames et inonsienrs, ich fange gleich mit einem Blanko an Rücksicht au! Nämlich, liebwerte Gemeinde, wie unser großer Moebius zu sagen Pflegt: wir ersticken in gegenseitiger Rücksichtnahme. Die Rücksichten sind die Politnr des Lebens. Ach ja — sein Sie so gut — sie könnten es schon sein, wenn es sich dabei itm nichts anderes handelte, als um eine gewisse Glätte des Sichgebens, das uns bequem über Ecken und Kanten hinweghilft. Aber sie greifen tiefer. Sie be- schränken uns in jeder Beivegungsfreiheit, sie erniedrigen uns zu Marionetten." „Sehr gut!" rief Fred Dewa. Die Mädchen allesamt machten nur große Angen und starrten ihren Heros an. Ellen Meier hatte heiße Bäckchen bekommen; die Bürgermeisterstochter zeigte ein verwogenes Gesicht, als wolle sie sofort über die Stränge schlagen. Suse Appelmanu zitterte förmlich vor innerer Erregung. Lili Meukens nickte fortwährend zustimmend: sie war immer der Ranfbold in der Kumpanei. Nur Traute saß ruhig ans ihrem Platz und veränderte keine Miene. Everstedt schleuderte den Rest seiner Zigarette so kunstgerecht durch die Luft, daß er in die auf dem Tische stehende Aschenschale fiel. (Fortsetzung folgt.) Merkwürdige Geschichten. Aus bent soeben erschienenen vergnüglichen linb' kulturgeschichtlich wertvollen Buche: „Aus der ChroNika Derer von Zimmern, Historien und Kuriosa aus sechs Jahrhunderten deutschen Lebens, urkundlich erzählt von Graf Froben Christoph von Zimmern f 1563, herausgegeben von Bernhard Jhringer, geben wir mit Erlaubnis, des Berlages Wilhelm Langwiesche- Brandt,^Ebeuhausen bet München, im folgenden einige Proben: Peter Schneider hatte viel am Neckar zn tun; wie er nun eimnal nach Winderlingen kam, besuchte er dort einen seiner Gesellen, der hieß Auberle Stössle. Nun war damals dort ein Pfarrer, der hatte eine hübsche Anzahl der besten Kapaunen gezogen. Das erfuhr Peter Schneider und hatte Stift, davon 31t versuchen; er stellte also mit Missen Auberle Stösfles einen; Knaben an, der mußte, während der Pfaffe in der Kirche war, mit Pilsensamen in dem Hühnerstall einen Ranch anmachen? von dem die Hühner, Hennen und Kapaunen betäubt wurden und wie tot dalagen. Der Pfaffe erschrack bei seiner Heimkehr darüber, sehr, weil er feine besondere Kurzweil mit dem Geflügel hatte? Auberle Stössle machte sich von ungefähr bei ihm zu schassten; da klagte er ihm sein Unglück mit dem Geflügel und bat ihn ünt feinen Rat. Auberle antwortete, das fei eine sehr merkwürdige Sache, von der er nie gehört; sie seien vielleicht per- 407 S" et Ivvrden. „Doch," fuhr er fort, „es, ist heute nacht ein rcnder Schüler von Mcßkirch hierher gekommen, Iber weiß Wle Künste und hat miaifches Wunder erlebt, den Nollen wir tomnten lassen und hören, was er dazu sagt." Das gefiel dem Pfaffen und man schickte nach Peter Schneider. Der kam und Mt, als ob er von nichts wüßte, also klagte ihm der Pfaffe seinen Unfall und fragte ihn, ob er ihm helfen könne. Peter Schneider hatte das -Hilfsmittel bei der Hand und versprach dem Geflügel zu helfen; mit den Kapaunen aber, meinte er, werde es, schwerlich geraten. Auf die Bitten des Pfarrers und Auberles, der auch zuredete, unternahm Peter das Geschäft, bedingte sich aber als Lohn vier der besten Kapaunen aus, eine andere Belohnung in Geld verlangte er nicht. Der Pfaffe willigte ein. Und nachi- dcin sich die beiden entfernt hatten, machte Peter sein Gaukelspiel, bis die Kapaunen und das andere Geflügel alles wieder zu sich kam. Sobald die Hähne munter wurden, fingen sie an zu krähen. Ta gewann der Pfaffe seine gute Hoffnung wieder, er konnte sich nicht mehr länger halten und lief zum Hühnerhaus. Und fand, daß alles Geflügel wieder lebendig geworden war, Peter Schneider aber hatte sich seines Versprechens entledigt Nnd nahm vier Kapaunen, nicht die besten, so das; der Pfaffe sehr zufrieden war. Tie Kapaunen wurden bei Auberle Stösfle verzecht und der Pfaffe samt anderen guten Gesellen dazu geladen; der war mit ihnen güten Mutes und erzählte jedermann von der großen Kunst und Erfahrung des, fahrenden Schülers von Mcßkirch. Man erzählt auch eine Geschichte, die dem Graf Ulrich von Württemberg mit einem Edelmann von Leutersheim begegnete., Dieser von Leutersheim hatte ein überaus schönes Weib, von Hessen Schönheit viel gerühmt und geredet wurde; und wie nun einmal der von Leutersheim gen Stuttgart kam, da bat ihn der Graf, ihn seine Frau, dieweil ihre Schönheit so gerühmt wurde, einmal sehen zu lassen. Run war der Leutersheimer ein eifersüchtiger Mann, aber er konnte die Bitte dem Grafen anstandshalber doch nicht abfchlagen und nannte ihm also einen Tag, an dem er kommen solle. Zu diesem Termin erschien Graf Ulrich mit wenigen Dienern, fanden aber das, Tor undj die Brücke gesperrt, worüber sie sich sehr wunderten. Ta kam der von Leutersheim mit seiner Frau auf die Zinne und rief dem Grafen zu: „Herr, das ist meine Hausfrau, seht sie Euch tot! So sieht sie von vorn aus," drehte sie herum und.sagte,: „Und so von hinten! Run habt ihr sie gesehen und mögt weiter- zieh.en, ich laß Euch nicht herein!" Also mußte der gute Graf Ulrich wieder abziehen: und obwohl der von Leutersheim dem Grafen im Land saß, so ist ihm doch aus der Geschichte weiter kein Verdruß erwachsen. Dieser Graf Ulrich von Württemberg iunr ein tugendhafter weiser Herr. Viele Jahre später hat man nach ihm Herzog Ulrich von Württemberg seinen Namen gegeben, als er gefirmt wurde; er hieß nämlich zuerst Heinrich.. Man hat den Namen deshalb geändert, weil man hoffte, er werde mit dem Namen auch des alten Herrn tugendsanies Wesen annchmeu. Ob das geschehen ist, das haben hernach seine Tateir genugsam gezeigt. Darum erzählte man auch den Schwank van ihm: als er um- gctaust wurde, soll er bei seinen jungen Freunden im Gemach hernmgesprungen sein und gesagt haben: „Noch heiß ich dennoch Heinz!" Um die Zeit als in Jgelswies die Kapelle gebaut wurde, ton rin Almosensammler, namens Herr Martin Vischer, im Auftrag der Mönche von St. Bernhard inö Schtvabculand und schließlich auch nach Metzkirch; er reifte mit einer Reliquie, Ivie das damals so gebräuchlich war. Wie er nun einmal des Abends mit seinen Freunden, einer vollen Rotte, gezecht hatte, stahlen sie ihm die Reliquie aus. dem Sack nnd steckten dafür Heu hinein. Anr andern Morgen predigte der Pfaffe und nach geschehener Ermahnung au das Volk um Almosen zog er das Heu vjUs dem Sack; nnd obwohl er nicht wenig erschreck, so faßte er sich doch gleich und sagte, es sei das Heu, das unseres Herr g o t t 's Esel a m P a l m s o n u t a g g e f r e s s en habe. Darüber entstand ein großes Gelächter in der Kirche. * . Zu unfern Zeiten und vor luenigen Jahren ist auch ein solches Gespenst gen Sachseuheim zu den Edellcuteu des Namens gekommen. Das blieb etliche Jahre bei ihnen und nannte sich Entenwick; er redete auch, aber nur mit einer Vogel stimme und sagte, er sei einer von bett verstoßenen Engeln im Himmel, habe sich aber nicht so schwer wie die andern versündigt itttb hasse daher, noch zu Gnaden zu tonnten und nicht ewiglich verloren zu sein. Er gab mancherlei Bericht davon, tvo er die Zeit über seit seiner Verstoßung gewesen, unter anderem, daß er tausend Jahre in einem kleinen Röhrlein int Moos gesessen und auf eine Gelegenheit, von dannen zu kommen, gewartet habe. Als er von den Edellcuten und besonders von Bernhard von Sachseuheim, dessen guter Freund er war, gefragt wurde, lute er nach Sachseuheim gekommen sei, antwortete er, er, Bernhard, habe einen reisigen Diener zu Köln gehabt, der neulich heim-- relfte; mit dem sei et heraufgekommen und immer hinter ihm Äiif dem Roß gesessen. Alle Dienste und >vas. im Schloß zu tun wär, das verrichtete er ganz williglich, wenn cs ihm befohlen wurde. Er leuchtete den Leuten mit Lichtern, brachte Kartenspiele und andere Tinge, was matt ihn hieß. Aber keiner hat ihn je greifen können. Sobald er in ein Gemach kam, fing er au zu reden; wenn er aber auch stillschwieg, tnertol man doch, daß er da war, denn es wollte jedem, der in den Kammer war, der iAt'cm etwas kürzer werden. Alle Gebete, die man ihm vorsprach, sagte er nach, auch bett Glauben und das Vaterunser; nur bei den Worten „und führ' uns nicht in böse Versuchung, sondern erlöse uns von allem liebel" schwieg er und wollte sie nicht nachsagen. Eines Tages lag der Bernhard von Sachseuheim auf feinem Bett und dachte seinen Geschäften nach, lind ime er bett Geist merkte, fragte er ihn, ob er btt sei. Der legte sich neben ihm aufs Bert und gab ihm Rede itttb Antwort. Nach einem langen Gespräch nun bat .ihn der Ebelmann, er möge ihn seine wahrq Gestalt scheit lassen. Das schlug ihm der Entenwick ab mit dem Vermelden, er wolle ihn mit seinem ungestalten, gräßlichen, schrecklichen Aussehen nicht bekümmern. Weil er aber auf seinem Begehren bestand, so sagte der Entenwick: „Wohlan, sch will deiner schonen und doch etwas von mir sehen lassen, damit btt siehst, daß ich dir gern willfahre; ich zweifle aber gar nichts du wirst sein fürderhin nicht mehr begehren." Dantit streckte er seinen Arm aus den Kissen hervor, wie dem Edelmann schien. Der war mit langen Spitzen am Ellenbogen und überall vcrun- staltet, die Finger an der Hand ivarett auch ganz spitzig und greulich, die Farbe aber so schrecklich mit Blutfarbe und gelben Sprenkeln vermischt, daß ich von dem Edelmann selbst hörte, er habe einen gräßlicheren Anblick sein Lebtag nie gehabt. Der Geist sagte: „Wohlan, ich habe dir es vorausgesagt, denn ich wußte wohl, welche Unlust btt an meiner Gestalt haben mürbe ft; darum laß mich künftig mit dergleichen Begehren zufrieden undj Unbekümmert." Der Entenwick sagte auch, so lauge er zu Sachsen- heim sei, tuerbc das Geschlecht tut Ehren und Gut nimmer zerrinnen, und die Wahrheit zu sagen, ist es dem von Sachseuheim auch immer wohl und glücklich gegangen, er hat hübsche Kinder gehabt, iinb auch an zeitlichem Gut sehr zugcnommen. Und obwohl nun der Geist schon etliche Jahre im Schloß war, so beleidigte er doch wahrend der Zeit itientanb, sondern bewies immer seine Dienstbarkeit; freilich Ivar bett Leuten nicht recht geheuer dabei, Tie Freunde des von Sachseuheim rieten ihm oft, er solle das! Gespenst vertreiben, denn cs könne ihm zuletzt der ganze Handel übel ausschlagen. Darum berief er schließlich seine Verwandtem und Freunde zusammen Nnd fragte sie um ihren Rat. Die haben einstimmig gegen bett guten Entenwick beschlossen. Der wir Sachscuhmn jolgte ihnen und ließ ihn, sehr gegen seinen Wilken/ beschwören nnd verbannen. Bei seinem Abschied aber verkündete der den Niedergang des Hauses itttb Geschlechts Sachseuheim!, Bald darauf brannte das Schloß bis auf beit Grund nieder und! dafür gab jedermann dein Entenwick die Schuld. Gott weiß den Grund. Man hat später nichts mehr gehört und weiß nicht, wo, er hingelommen ist. * Der Doktor, der vielmals von Rottweil zu der Gräfin gen Seedorf kam, war erst vor wenigen Jahren von Heidelberg herauf-, gezogen. Seinem Weiblc gefiel das Waschen gar nicht, wie es in Rottweil Sitte war. Sondern wie sie dort in der Au waschen, auf etlichen Brettern oder Brücken int Neckar, stellte sich die Doktorin zu ihnen auf ein Brett-und sagte: „Also wäscht man zu Heidelberg." Dabei lockerte sich aber das Brett und sie fiel in den Neckar zum großen Gelächter aller Zuschauer. Die Wcibcp wateten zu ihr ins Wasser itttb zogen sie samt ihrem weißen neuen Nnterpelz micber heraus. Sie wollte hernach nicht wieder waschen nach Heidelbergischer Art, denn sonst hätte sie jedesmal einen« neuen Pelz haben müssen; den hätte ihr vielleicht der Toktorj nicht gelaust. Ungefähr ein Jahr, ehe der Fürstenkricg begann, lud Herzog Hans von Simmern, der vorher etliche Jahre Kammcrrichter! gewesen war, Graf Wilhelm Werner zu sich, und weil er ihn als einen guten Historiker itttb besonderen Liebhaber der Antiquitäten kannte, so führte er ihn spazieren auf das Schloß Bolanden, am Donnersberg, Monis Jovis, gelegen, und in die umgelegen en; Klösterle, die gleichwohl jetzt auch mehrteils verschluckt, und durch sind. Er nahm ihn dann mit gen Simmern und geleitete ihn über den Huudsrück hinab an die Mosel, damit er die beiden Grafschaften Sponheim sehe und an den Schlössern und mächtigen Gebäuden die Herrlichkeit dieser vornehmen Grafen erkennen könne. Sie t mit en auch nach Trier, um die An tiquitäten mt Gebäuden und anderem zu besichtigen, wie den» fürwahr Trier eine «tnbt ist, dergleichen an Alter und ältesten BandeulMalcn in ganz Europa keine gefunden wird. Uttb ist manchem schimpflich zn hören, daß wir Deutsche die fremden Gebäude und S tü-b te loben, auch ob ihrem Alter und ihren Sehenswurbig- Ti'iten uns verwundern und wissen von den unfern, die doch die andern weit übertreffen, nichts zu sagen, haben sie nie gcfehcni- Itnb achten auch ihrer nicht. — Dieser Herzog war dem Grafen besonders' gnädig, und wenn er es noch erlebt hätte, daN die Kurwürde an ihn gefallen, wie sie dann später sein ältester wohn, Herzog Friedrich, erhielt, so würde er ihm ohne Zweiiel in allen Gnaden gewogen gewesen fein.. 408 Graf Wilhelm Werner Hatte einen Diener in Spetter, namens Melchior Schenk; der wat von Leipzig gebürtig und von dem Grafen von Jugend uns erzogen worden. Er konnte ihm alle Seine Rechnungen und anderen Geschäfte versehen, ganz getreulich, Und war feinem Herrn ein guter Diener. Wie es aber zugeht, das; die Diener einander verführen, so geschah es auch da. Das gute Männlein kam hinter den starken Rheinwein; den verbuchte er lo wohl und machte daraus ein solches Handwerk, daß ihn schließlich' ein Kindleweh, wie mans nennt, anstieß. Der Graf hatte den Diener lieb, und was man seiner Gesundheit halber tun konnte, daran ward nichts gespart. Man riet ihm, den Zorn und den überflüssigen Wein so viel als möglich zn fliehen und zu vermeiden. Das konnte aber mein Weingänsle nicht halten, er wußte und konnte den Wein nicht lassen, woraus dann schließlich folgte, daß er zu Speyer in aller Jugend, int besten Alter mit Tod verging; geschah den dritten Octobris anno 1553. Vermischtes. • Eine wichtige Erziehungsfrage bespricht der bekannte Straßburger Kinderarzt Prof. Dr. Schlesinger unter den» Thema „Kind und Alkohol" in einem Buch, das soeben im Mäßigkeits-Verlag, Berlin W 15, mit dem Titel „Vorn ersten Elsaß-Lothringischen Kursus zum Studium der Alkoholfrage, Bericht, Vorträge, Ansprachen" erschienen ist. Prof. Schlesinger führt da aus: „Eine Differenz der Ansichten über die Wirkung des Alkohols auf die wachsende Jugend besteht nicht mehr. Abstinente wie Mäßige, Aerzte wie Schulmänner stimmen darin überein, daß auch der mäßige Genuß alkoholischer Getränke dem Kind nachteilig werden kann, daß er zum mindesten überflüssig ist. Die Bekämpfung des Alkoholismus im Kindesalter, überhaupt die Beseitigung des Alkoholgenusses der Kinder greift das liebet an der Wurzel an; der Kampf gegen den Alkoholmißbrauch bei den Erwachsenen wird nur dann einen vollen Erfolg versprechen können, wenn er in zielbewußtec Weise das Heranwachsende Geschlecht, die Jugend, vor den Gefahren schützt. In diesem Teile des Kampfes kommt der Schule eine große Bedeutung zu; ihr erwächst hierin eine große Ausgabe. Der wichtigste und unentbehrlichste Stützpunkt in diesem ernsten Kampfe ist aber doch das Elternhaus, die Familie, und da ist natürliche Voraussetzung ein vorbildliches Handeln und Verhalten der Eltern. ' * D i e Weiberstadt. Froissy, ein kleines, nicht weit von Paris gelegenes Städtchen im Departement Oise, ist mit Frauen so überreich gesegnet, daß die Damen dort sämtliche Aemter bekleiden, von dem der Stadtsekretärin bis zcc dem der Briefträgerin. Im vorigen Jahre war das kleine Postamt von Froissy in ganz Frankreich das einzige, das sich trotz aller Drohungen dem Streik der Post» unb Telegraphenbeamten nicht anschließen ivollte. Ten Telegraph des reizvollen Ortes bedienen drei junge Mädchen, denen eine vierte Jungfrau als Depeschenausträgerin hilfreich ztcr Seite steht. Die kleine Bahnflalion steht gleichfalls unter weiblicher Obhut, und die Dame, die hier die oberste Leitung hat, vereinigt in ihrer Person drei ivichtige Aemter: das einer Fahrkarten- verkäüferin, das einer Wartesaalivächierin unb das einer Stationsvorsteherin. Damit ist aber die amtliche Tätigkeit der Frauen von Froissy noch nicht erschöpft; acich als Flurhüterin fungiert eine Frau, und eine andere hat als Stadtpolizislin öffentlich zu. verkünden, wer innerhalb einer bestimmten Frist ir den heiligen Stand der Ehe zu treten gedenkt; die Standesamtsbotin tut das, indem sie nach alter Sitte mit einer großen Trommel durch die Straßen zieht, an allen Straßenecken stehen bleibt, die Leute zusammentrommelt und mit einer Stentorstimme — es gibt auch Frauen mit Stentorstimmen — die Namen der künftigen Ehepaare aus- ru't. Die meisten Geschäfte des Städtchens werden von Frauen, meist verwitweten, geleitet oder verivaltet. Bor einiger Zeit hatte man sogar einen tveiblichen Stadtrat gewählt; der Präsekt mußte jedoch auf Grund der französischen Wahlgesetze die Wahl für ungültig erklären. Die „Gazetta di Torino", der das alles und noch mehr aus Paris berichtet wird, fügt hinzu, daß die männliche Atinderheit der Stadt schon ost gegen das Weiberregiment revoltieren wollte — aber es blieb meist beim Wollen. Der jüngste Ansturm galt einem Barbierladen, der gleichfalls unter weiblicher Oberaufsicht steht. Die armen Männer wollten sich nicht länger von einer Fratt einseifen lassen nnt> beschlossen, den Laden in Verruf zu erklären. Die Fran Barbier rächte sich aber, indem sie einen Tag nach der Verrufserklärung durch ein großes Plakat kund und zu wissen tat: „Morgen wird, ohne daß eine Preiserhöhung stattfindet, ein Pariser Künstler meine Herren Kunden rasieren." Der Künstler aus der Hauptstadt erschien auch in einer gesitcbt elegante» Kleidung und bewaffnet mit einem fabelhaft großen Rasiermesser, mit welchem er in unglaublich kurzer Zeit einen Kunden rasierte; aber es war attch danach: alle Herren hatten auf ihren Wangen blutige Schmisse ivie nach einer Mensur, und als sie da nächste Mal kämen, wolllen sie alle iviedcr von zarter Frauenhand bedient werden. * Die Philosophie des Z i g a r r e n k e n n e rs. Der Mensch hängt nun einmal an alten Vorurteilen und liebgetvonnenen Gewohnheiten, und es ist die Aufgabe des Philosophen, ihm den scharfen Spiegel der Wahrheit vorzuhalten, ihm den falschen Glauben, an beit er sich klammert, mit den Wurzeln aus dem Herzen zu reißen. Als ein solch radikaler Zerstörer menschlichen Wahns erweist sich der englische Schriftsteller Sidney Brooks, der sich die Aufgabe gestellt hat, alle die Verurteile unb hinfälligen Meinungen ber Zigarrenraucher von Grund mtf zu vernichten. Jur Auftrag der „Times" hat er die Zigarrenfabrikation in Havanna studiert, die besten Zigarrenkenner gefragt und eifrige Arbeit der Lösung des großen Problems gewidmet: Wie kann man eine gute Zigarre erkennen, ohne sie zu rauchen? Und wie so oft die Philosophie dem sehnsüchtigen Btenschenherzen nur Steine statt Brot bietet, ihn au§ all seinen Idealen reibt rmd vor das leere Nichts stellt, so ist acich Sidney Brooks Antwort für alle Zigarrenraucher eine höchst trostlose. „Alle die Theorien und Mittelchen," so schreibt er, „durch die man den Werl einer Zigarre vor dem Geccccß ausfindig machen ivill, sind hinfällig. Absolut falsch ist der Glaube des harmlosen Durchschniltsraccchers, daß ein dunkles Deckblatt einen schweren und ein Helles einen leichten Glimmstengel berge. Die Farbe ber Zigarre hat mit ihrer Stärke überhaupt nichts zic tun. Ganz sinnlos ist es auch, bie Zigarre zu drücken oder oit ihr zu riechen. Das gibt keine irgendwie brauchbaren Anhaltspunkte. Jrregesührt wird auch, wer sich etwa auf die Farbe oder Festigkeit der Äsche verlassen will. Die besten Havaicnas brennen mit keiner weißen, sondern mit stahlgraccer Asche, die ziemlich leicht adfällt. Flecken an einer Zigarre sprechen weder für ihre Güte, noch für ihre schlechte Qualität. Ob eine Zigarre feucht ist ober trocken, ist nur Modesache. Der Amerikaner bevorzugt bie feuchten, der Engländer die trockenen. Tas cvichtigste ist, daß eine Zigarre richtig abgelagert ist, b. h. bie Folgen der Seekrankheit, bie sie beim Transport zu überstehen hat, völlig überivcmden sind. Die Länge bet Lagerung muß in einem richtigen Verhältnis zu ber Länge ber von ber Zigarre zurückgelegten Reise stehen. Aenßere Anzeichen für bie Güte einer Havanna gibt es nicht: man muß sie rauchen." * I n der Sprechstunde. Arzt: „Ihr Mann müßte das Rauchen unterlassen. Freilich gehört dazu ein eiserner Wille." — Frau: „Den habe ich ja, Herr Doktor!" * Aus Umwegen. „Sie müssen entschieden nach Marien- bad!" — „Wie kommen Sie denn bei meiner schlanken Figur bnranf?" •— „Na, weil Sie immer so dicke tun?" * Verplappert. Sonntagsreiter: „Neulich bin ich mit meinem' Schimmel über jenen breiten Wassergraben hinweggesetzt!" — „Wirklich?" — „Aus Ehre. . . dapon habe ich doch dir Erkältung!" * Die Geschiedene. „Sie haben schon den brittenl Gatten?" —■ „Ich— einer .Hat,mich immer dem. andern empfohlen!" * A u s e in em S o l d ai e nb r i e f e. „Liebe Eltern! Mein Unteroffizier ißt Leberwurst für sein Leben gern! Blutwurst rührt er nicht ait; das nächste Mal schickt also bloß Blutwurst!" * Unter Strolchen. „Es is »ich zu jloben, lvat de Welt jetzt fortjeschritteu is!" —■ „Ach, quassele nich, wenn de beite wat stiehlst, wirst de jerade so injesperrt wie vor hundert Jahren!" ___________ Skat-Ausgabe. Da alles paßt, tourniert Vorhand mit folgender Karte: b £><3 <3 -fr * * + <3 T f>f><3<3) I+ + ++J f [£> <3 <3 *_J 1 & J3C ♦ ♦' l*_±J ❖ Er tourniert so günstig — jedoch keinen Wenzel — daß er sein Spiel mit Schneider gewinnen konnte. Mittelhand hat in ihren Karten ein Ange weniger als Hinterhand. Was lag im Skat, wie waren die übrigen Karten verteilt unb wie mußte gespielt werben 2 Auslösung in nächster -Nummer. Auflösung des Gitkervätsels in voriger Nummer: F A A F e 1 d m i L u s e 1 8 t d t r A m s t e r d a in ü r c u d h A B t r a c bau e IN n Redaktion: «.Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen UniversikätS-Buch- und Steindruckereh R. Lang^ Gießeck