M - Nr. (7| Mtwoch den November W W^^UDM a ! |$ 1 R s K Die weiße Frau. Roman von W. Collins.. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Was! Hast du gar kein Geld bei deinem Bankier? Ein paar hundert Pfund, für die ich gerade so viele Tausend brauche. Hast du keine einzige andere Sicherheit zu bieten, auf die du borgen könntest? Nicht die Spur. Was hast du in Wirklichkeit mit deiner Frau bekommen? Nichts als die Zinsen von ihren Awanzigtausend Pfund i— kaum genug für unsere täglichen Ausgaben. ■ Was hast du noch von ihr zu erwarten? Dreitausend Pfund jährliche Renten, wenn ihr Onkel stirbt. Ein hübsches Vermögen, Percival. Was für eine Art voir Mensch ist dieser Onkel? Alt? Er ist ein kläglicher, egoistischer Narr und langweilt alle Leute, die ihn: zu nahe kommen, mit seinem Gesundheitszustände zu Tode. Die Art Leute leben lange, Percival, und wenn man es am wenigsten erivartet, heiratet er aus reiner Bosheit. Ich gebe dir nicht viel für deine -Aussicht auf die Dreitausend des Jahres, mein Freund. Bringt deine Frau dir sonst nichts mit? Nichts. Durchaus Lichts? Durchaus nichts — ausgenommen falls sie stirbt — Aha! falls sie stirbt also? — Es trat nochmals eine Pause ein. Der Graf trat von der .Veranda auf den Kiesweg hinaus. Ich konnte dies nach seiner Stimme beurteilen. Da ist endlich der Regen, hörte ich ihn sagen. Der Zustand meines Mantels bewies mir,' das; es bereits eine kleine Weile ziemlich heftig geregnet haben mußte. Der Graf kehrte unter die Veranda zurück. Nun, Percival, sagte er, und was bekommst -du, falls Lady My-de stirbt? Wenn sie keine Kinder hinterläßt, ihre zwanzigtausend Pfund. Bar ausgezahlt, die zwanzigtausend Pfund? Bar ausgezahlt! Sie schwiegen abermals. Dann fragte der Gras: Machst du dir viel aus deiner Frau Percival? Fosco! Die Frage scheint mir sehr offen. Ich bin ein offener Mann und wiederhole sie. Was, zum Henker, siehst du mich so an? Du willst mir nicht antworten? Nun denn, wir wollen Mlnehmen, deine Frau stürbe, ehe der Sommer vorüber ist - Laß das, Fosco! Nehmen wir an, deine Frau stürbe — Laß das, sage ich dir! In dem Falle würdest du zwanzigtausend Pfund ge- •totnnert; und verlieren würdest du —- Die Aussicht auf dreitausend Pfund jährliche Renten. Die entfernte Aussicht, Percival — nur die entfernte Aussicht. Und du brauchst sofort Geld. Der Gewinn rst in deiner Lage gewiß — der Verlust zweifelhaft. Sprich für dich sowohl, als für mich. Ein Teil des Geldes, das ich brauche, wurde für dich geborgt. Und wenn du doch von Gewinn sprichst, so würde der Tod meiner Frau der deinigen zehntausend Pfund in die Tasche spielen. So pfiffig du auch bist, so scheinst du doch bet dieser Gelegenheit das Legat der Gräfin Fosco vergessen zu haben. Sieh mich nicht so an! Ich verbitte es mir! Es überläuft mir die Haut wahrhaftig ganz eisig bei deinen Blicken und Reden! Die Haut? Bedeutet Haut etwa im Englischen: Gewissen? Ich spreche von dem Tode deiner Frau, wie von einer Möglichkeit. Und warum wohl nicht? Die achtungswerten Advokaten, die eure Urkunden und Testamente kritzeln und kratzen, sehen doch dem Tode lebender Leute gerade ins Gesicht. Machen die euch die Haut schaudern? Warum sollte ich sie dir also schaudern machen? Ich habe es mir heute abend zur Aufgabe gemacht, mir deine Lage so auseinanderzusetzen, daß ich kein Versehen machen kann, und jetzt bin ich damit zu Ende. Dies ist deine Lage: falls deine Frau am Leben bleibt, so bezahlst du jene Wechsel mit ihrer Unterschrift. Stirbt sie, so bezahlst du sie mit ihrem Tode. — Während er sprach, erlosch das Licht im Zimmer der Gräfin, und die ganze zweite Etage des Hauses lag jetzt in Dunkelheit da. Was du da zusammen faselst! brummte Sir Percival; wenn man dich anhört, sollte man denken, daß wir die Unterschrift meiner Frau bereits in der Tasche hätten. Du hast die Sache in meine Hände gegeben, entgeg-, nete der Graf, ich habe mehr als zwei Monate vor mir, um mich umschauen zu können. Sprich für jetzt nicht weiter darüber. Sobald die Wechsel fällig werden, wirst du sehen, ob mein „Gefasel" zu etwas nütze ist, oder nicht. Und jetzt, Percival, da die Geldgeschäfte für heute abend abgemacht sind, stelle ich dir meine Aufmerksamkeit zu Diensten, falls du mich über jene zweite Schwierigkeit zurate zu ziehen wünschest, die dich seit kurzem so ungünstig verändert hat, daß ich dich kaum wieder erkenne. Nun ja, Fosco, sagte Sir Percival zögernd. Wir beide kennen uns seit langer Zeit: und wenn du mir schon ehedem ein paarmal aus der Klemme geholfen hast, so habe ich meinerseits mein Möglichstes getan, um dir Gegendienste zu leisten, soweit Geld mich dazu instand setzte. Wir haben einander, soviel wir Männer nur können, gegen» 682 fertige Freundschaftsdienste geleistet; aber wir Haden natürlich and} unsere Geheimnisse voreinander gehabt, — wie? Du hast allerdings ein Geheimnis vor mir gehabt, Percival. Du haft hier in Blackwater Park so ein Skelett im Schranke, das während dieser letzten paar Dage schon anderen, außer dir, ins Gesicht gesehen hat. —. Der andere schwieg. Ist es meine Schuld, fuhr Fosco eindringlich fort, daß dein Skelett mich angeraut hat? Warum bekenne ich meine Neugier? Du armer, oberflächlicher Engländer ! nur, um meine Selbstbeherrschung zu zeigen. Ick) könnte, wenn ick) es wollte, dein Geheimnis aus dir herausziehen, wie ich diesen Finger durch meine Handfläche hinziehe — das weißt du auch recht gut! Sage mir also einfach, ob du meiner Hilfe bedarfst? Ja, und zwar sehr, antwortete Sir Percival. Und du kannst sie von mir fordern, ohne dich und dein Geheimnis bloßzustellen. Ich kann es wenigstens versuchen. 8$erfucl)c ciljo. ' Nun, die Sache steht so: ich sagte dir heute, daß ich mein Möglichstes getan, um Anna Catherick zu finden, und daß es mir nicht gelungen. Ja, ganz recht. Fosco! ich bin verloren, wenn ich sie nicht finde, erklärte nun Sir Percival mit erregter Stimme. Und nunmehr setzte er seine Befürchtungen auseinander. Anna Catherick wisse um das Geheimnis, das ihr ihre Mutter mitgeteilt habe. Bon der Mutter zwar sei nichts mehr zu befürchten. Sie werde in ihrem eigenen Interesse SMeigen, wie sie auch nach Annas Ber>pwin.den jenen rief an Laura nach seinem Diktat geschrieben habe. Aber auch Laura sowohl wie Hartright wissen, wie er überzeugt sei, genug, um ihn zu verderben, denn Hartright sei ihr bei ihrer Flucht aus der Irrenanstalt behilflich gewesen, und er befürchte darum die Rückkehr des „verfluchten Vagabunden". 1— Die letzte Frage Foscos bezog sich auf das Aeußere Anna Cathericks. Wie sie aussieht? erwiderte Sir Percival. ^Nun, das will ich dir mit zwei Worten beschreiben. Sie ist ein krankes Ebenbild meiner Frau. Der Stuhl knarrte und der Pfeiler bebte abermals. Der Graf war diesmal aufgesprungen — vor Erstaunen. Was! ! ! rief er ans. 1 Denke dir meine Frau nach einer schweren Krankheit mit einem Anfluge von Geistesverwirrung, und du hast Anna Catherick, antwortete Sir Percival. Sind sie miteinander verwandt? Nicht im geringsten. Und doch einander so ähnlich? > Ja. Worüber lachst du? rief Sir Percival aus. Bielleicht über meiue eigenen Gedanken, mein bester Freund. Beruhige dich, Percival. Schlafe, mein Sohn, schlafe den Sck)laf des Gerechten und sieh, was ich für dich tun werde, wenn das Tageslicht kommt, unt uns Leiden zu helfen. Ich habe meine Pläne und Projekte hier jn meinem großen Kopfe. Du sollst diese Wechsel bezahlen und Anna Catherick finden, mein heiliges Ehrenwort darauf, daß du es sollst! Bin ich nun ein Freund, den man im besten Winkel des Herzens tragen sollte', oder nicht? Verdiene ich jene Geldvorschüsse, an die du mich auf so zartfühlende Weise vorhin erinnertest? Was du auch tun mögest, verletze nie wieder meine Gefühle. Erkenne sie an, Percival, und ahme sie nach, wenn du kannst! Ich vergebe dir nochmals! Gib mir noch einmal die Hand. Gute Nacht! Ich hörte eine Türe gehen. Als ich mich zu rühren versuchte, war die Anstrengung so schmerzhaft, daß ich genötigt war, es aufzugeben. Ich versuchte es zum zweitenmal, und es gelang mir, mich auf dem nassen Dache auf meine Knie zu erheben. Als ich an die Wand kroch und mich an derselben aufrichtete, schaute ich zurück, und sah, wie sich das Fenster in des Grafen Ankleidezimmer erhelle. Mein sinkender Mut flackerte wieder in mir auf und fesselte meine Blicke an sein Fenster, während ich mich Schritt für Schritt an der Mauer wieder zurückschlich. Die Uhr im Türme schlug das Viertel nach ein Uhr, als ich meine Hände auf die Fensterschwelle meines Zimmers legte. Ich hatte nichts gesehen oder gehört, das mich vermuten ließ, daß irgend jemand meinen. Rüc^ug entdeckt hätte. Den 6. Juli. — Acht Uhr. Die Sonne steht hell am klaren Himmel. Ich bin keinen Augerchlick im Bette gewesen, habe nicht ein einziges Mal meine müden matten Augen geschlossen. Durch dasselbe Fenster, durch das ich gestern abend auf die Finsternis hinausschaute, blicke ich jetzt in die helle Stille des Morgens. Kann ich mich entsinnen, wann das ^Gefühl der starren Kälte der glühenden Hitze wich? > Es muß vor Sonnenaufgang gewesen sein, — ja, ich hörte es drei Uhr schlagen. Ich erinnere mich dieser Zeit nach der plötzlichen Helle und Klarheit, nach der fieberhaften Aufregung all' meiner Kräfte, welche >mü ihr kamen. Ich entsinne mich des Impulses, der mich trieb, ihre Worte, so lange meine Zeit noch mir gehörte, und sie noch frisch in meinem Gedächtnisse waren, schriftlich und genau so aufzubewahren, tote sie gesprochen wurden. Wozu sitze ich noch immer hier? Wozu ermüde ich meine heißen Augen und meinen glühenden Kopf, indem ich noch immer weiter schreibe? Warum lege ich mich nicht nieder und ruhe aus und suche im Schlafe das Feuer zu löschen, das mich verzehrt? Ich wage nicht, es zu versuchen. Eine nie gefühlte Furcht hat 'mich ergriffen. Ich ängstige mich um diese Glut, die mir die Haut austrocknet, und um das Klopfen und Hämmern in meinem Kopfe. Wie kann ich wissen, wenn ich mich niederlege, ob ich die Kraft und die Besinnung haben werde, wieder aitfzustehen? 0, der Regen, der Regen — der grausame Regen, der mich in der Nacht erstarren ließ! Neun Uhr. Schlug es neun soeben oder acht? Neun, gewiß? Ich schaudere wieder, — schaudere am, ganzen Körper in der Sommerluft. Habe ich hier gesessen nnd geschlafen? Ich weiß nicht, was ich gemacht habe. 0, mein Gott! werde ich krank? Krank, zu einer solchen Zeit! Mein Kopf — ich fürchte so sehr für meinen Kopf. Ich kann schreiben, aber die Zeilen verschwimmen alle ineinander. Ich sehe die Wörter. Laura — ich kann Laura schreiben und es lesen. Acht oder neun, was war cs? So kalt, so kalt — o, dieser Regen gestern abend! Und die Schläge der Uhr; die Schläge, die ich nicht zählen kann, sie schlagen fortwährend in meinem Kvpse — An dieser Stelle fängt das ins Tagebuch Eingetragene an unleserlich zu werden. Die zwei oder drei noch folgenden Zeilen enthalten bloße Bruchstücke vou Wörtern. (Fortsetzung folgt.) Vie Mche im November. Von A. Burg. Menn es natürlich auch kein Trost ist, so ist es doch wenigstens eine angemessene Reminiszenz in diesen Tagen, daß sich „ältere" Hausfrauen sehr wohl noch erinnern können: es war alles schon einmal da. Zumal in Berlin erschien zu der sogenannten Gründerzeit eine Teuerung und beglückte die Hausfrauen gleich mehrere Jahre lang, etwa bis 1878/?9. Von Anfang der achtziger Jahre an waren dann alle Lebensmittel wieder bedeutend billiger, so daß Damen, die einige Jahre fern von Berlin gelebt hatten, im Jahre 1883 wahrhaft erstaunt sein mußten über die Wohlfeilheit früher so teurer Erzeugnisse. So kostete — in den Jahren 1871—1879 — 1/2 kg eßbare, gute Butter im Winter 1,80 Mark, im Sommer 1,60 Mark; V2 kg harte Schlackwurst 1,80—2/20 Mark; 1/2 kg Rindfleisch 80 bis 90 Pfg.; 1/2 kg Kaffee 1,60 Mark; Hz kg Kochzucker 40 bis 50 Pfg. Ebenso waren Gemüsekonserven teuer, denn eine Einkilodose Brechbohnen kostete 60 Pfg. — Diesen Preisen gegenüber waren die während der achtziger und neunziger Jahre üblichen — 1,20—1,30 Mark für 1/2 kg Eßbutter, 90 Pfg. bis 1,10 Mark für 1/2 kg Kaffee, 20—25 Pfg. »für 1/2 kg Zucker — wirklich gering. Seit den neunziger Jahren dann sind wir ja an steigende Preise gewöhnt, von denen allmählich das flache Land und die Kleinstädte betroffen wurden. . . Die Hausfrauen werden sich also bis zu wieder einer Wendung zum Besseren in Geduld fügen und durch kluges Einteilen, Resteverwertung usw. sich diese sorgenvolle Zeit erleichtern müssen. Sind die Kartoffeln teuer — nun, so setzen wir sie ein- bis zweimal in der Woche von dem täglichen Menü herunter und lassen (das kann nicht oft genug gesagt werden) z. B. Nudeln, Reis, Makkaroni, wie auch Hirse oder Buchweizengrütze ihre Stelle ausfüllen. Umso mehr, als die trefflichen Grützen 683 — und Mehlpräparate in den meisten Küchen lang nicht so geschätzt werden, wie sie es verdienen . . . Aber auch die Herstellung von Mehlklößen und Spätzlen, die durchaus nicht immer reichlicher Eierzutat bedürfen, kann in diesen Zeitläuften nicht oft genug empfohlen werden. Man verarbeitete z. B. i/2 kg Mehl mit 1—2 Eiern, etwas Salz und Milch zu einem glatten Teig und schneide diesen mit dem Messer in längliche Streifen, lege diese laber nicht zu viele auf einmal) in siedendes Salzwasser, lasse sie 10—12 Minuten kochen, nehme sie mit dem Schaumlöffel heraus und richte sie auf erwärmter Schüssel, mit gerösteter Semmel überstreut und gebräunter Butter überfüllt, au. Ebenso kann man auch die unüberfüllten Spatzen um ein Ragout, um Gulasch, Zrasi oder um einen tranchierten Braten legen. Zwar hat die allgemein« Erhöhung der Preise auch die Hülsenfrtichte betroffen, aber doch nur in mäßigem Umfange, und so steht zu hoffen, daß ihre sonst recht bescheidene Verwendung im Haushalt endlich einmal gehoben wird. Fast alle Mütter erklären ja merkwürdigerweise: oh! meine Kinder mögen Hülsenfrüchte nicht! Indessen liegt das doch nur an schlechter Gewöhnung. Gut gargekochte (und natürlich durch ein Sieb gerührte) Hülsenfrüchte sind sättigend und narhaft und können in geeigneten und notwendigen Zwischenräumen auf mannigfaltige Art gereicht werden. Z. B. weiße Bohnen mit, Aepfeln oder mit Mohrrüben, tote auch die Zubereitung von Hirse oder Graupen als Gemüse in der einfachen bürgerlichen Küche einen bevorzugteren Platz verdienen würde. Durch Zugabe von S.llerie- scheiben, Petersilieuwurzel, einer zerschnittenen Mohrrübe und etwas Portulakkraut gibt man den in Wasser mit Butter und Salz oder mit leichter Brühe (Knochenbrühe) ausgequellten Graupen ein besonders gutes Aroma. Schließlich kann man noch für sich allein gargekochte, abgegossene Kartoffeln einmal in denr Graupengemüse aufkochen lassen, wobei freilich zu beachten ist, daß die Graupen nur in irdenem Geschirr oder weißer Emaillekasscrolle über ganz gelindem Feuer kochen dürfen. In eisernem Kochgeschirr nämlich werden sie dunkel und unansehnlich und über- raschem Feuer brennen sie nicht nur leicht an, sondern das schnelle Kochen beeinträchtigt auch ihren Wohlgeschmack,, der eben nur durch langsames Aüsquellen gehörig „aufgeschlossen" wird. # Von frischen winterlichen Gemüsen erfreuen sich, angesichts des Gänsemonats und der Zeit des Hasenbratens, Rotkohl und Sauerkohl besonderer, Vorliebe, während Grünkohl erst mit dem Dezember seine Hochsaison erreicht. Es scheint übrigens, als wenn der Grünkohl, dem bekanntlich der Frost nichts anhaben, kann, auch die-Dürre besser vertragen hat als andere Gemüse. Die Stauden glichen in Gärten und Feldern (wenigstens in der Mark Branden- burg und in Mecklenburg) an Schönheit und Fülle kleinen Tannenbäumen. — Die berühmten Teltower Rüben sind natürlich auch noch etwas teurer als sonst. Wer aber „echte" (das sind di« Keinen, dunklen) nicht kaufen kann, findet in den größeren ern- fachen weißen Rüben und sogar in der viel gröberen Kohlrübe annehmbaren Ersatz für den Fall, daß die Rüben und Rübenscheiben mit dicker, brauner Sauce (nach märkisch-brandenburgischer Art) gekocht werden, wobei sich zum Süßen der dicken Sauce die altmärkische Hausfrau noch immer des Syrups, bedient, der in der Küche unserer Großmütter eine erste Rolle spielte. Der heut als veraltet angesehene Sprüh gibt übrigens neben der Sütz- würze ein ganz besonders feines Aroma, z. B. auch dem Grünkohl und dem Rotkohl, sowie sauren Speckkartosfeln, ein Umstand, den die jetzige Küche oft übersieht. — Echte Champignons, d. h. solche vom Felde, stehen sehr hoch im Preise;, hingegen dürsten diejenigen künstlicher Zucht wohl int allgemeinen ihren gewohnten Preis beibehalten. Das Interesse an der sich nun zur Fettgans verwandelten Gans ist natürlich um so größer, je teurer das, Schlachtfleisch ist, trotzdem höhere Fleischpreise auch die Gänsepreise beernfiussen Und erhöhen. Reben denr Gänsebraten, dem Gänseklein und der Leber ist es auch namentlich das Fett, welches in der Küche und auf dem Tisch eine Hauptrolle, spielt. Meist brät man das gewässerte und zerschnittene Fett mit der Zugabe einer Zwiebel und 1—2 Aepfeln aus, die dem Schmalz ein feines Aroma verlerhen. Da Gänsesett niemals ganz fest wird, so nehmen Hausfrauen, die gern ein ganz festes Schmalz verwenden wollen, etwas Schweinefett zur Hilfe. Auch Gänsepökelfleisch —■ zu Erbsen oder zu Kartoffelgemüse ;— Und die als Delikatesse geschätzte Spickgans sowie Gänse-Weiß- sauer gehören zu den mit Vorliebe verwendeten Arten des Ge- slügels. *— Die Enten, besonders die aus wasserreichen Gegenden, sind in dieser Jahreszeit vorzüglich zum Braten, und manchmal kann man sowohl Gans als Ente recht preiswert erstehen, während alles andere Geflügel: Hühnchen, Kapaune, Suppenhuhn, Tauben, sehr hoch im Preise steht. Aus dem WildMarkt ist reges Leben. Hasen sind besonders geschätzt Und werden in diesem Jahr als sehr wohlschmeckend gerühmt. Die Preise sind nicht höher als im Vorjahre, aber höher als im letzten Jahrzehnt. Unter 3,25—3,50 Mark ist ein guter, fleischiger Hase nicht zu haben.- Außerdem wird viel Rehwild, Hirschwild und Schwarzwild auf den Markt gebracht, und das sogenannte kleine Fleisch oder Kochfleisch ist oft recht wohlfeil, während Keule und Rücken manchmal hoch im Preise stehen. Mittlere Preise sind 75 bis 80 Pfg. für J/a kg. Hier Und dort wird das Wildschweinsfleisch recht ivenig geschätzt. Und doch ist es ein schmackhafter Braten, das Kleine Fleisfch zu Ragout gut zu verwenden, und Wildschweinskopf eine bekannte Delikatesse, die nur im Hause zuzubereiten etwas umständlich ist und — selbst wenn der Kops' billig ist —■ meist daran scheitert, daß er stundenlang kochen muß, was also viel Feuerung kostet. Dem Konsum von auf Eis versendeten Seesischen ist die Jahreszeit besonders günstig, und die Verwaltungen vieler Städte haben bei der Teuerung der Lebensmittel die Versorgung der Städte mit billigen Fischen in die Wege geleitet. Dabei ist man bemüht, durch Zugabe pon Rezepten die Mannigfaltigkeit de^ Gerichte zu heben und die Hausfrauen lernen nun Gulasch, Ragout, Koteletten, gespickten Fisch, falschen Hasen, Puddings, Auf- lause, Klopse und Frikadellen von Fischfleisch Herstellen. Flußfische sind teuer und kommen fast nur für Gasttafeln und festliche Gelegenheiten in Frage. — In der Verwendung von Räucherfischen hat die einfache Küche auch einige Fortschritts gemacht. Eine sehr reiche Ernte von Birnen hat es in den meisten Gegenden Norddeutschlands gegeben, und der warm« Sommer hatte das Aroma der im allgemeinen wasserreichen Frucht recht erhöht und gekräftigt, so daß der Genuß von Birnen wirklich ein „Genuß" war. Auch treffliche billige Weintrauben hattg dieses „Weinjahr" uns beschert, dagegen waren die sonst so wohl- feilen blauen Pflaumen sehr viel teurer, und die Preiselbeeren erreichten, für deutsche sowie auch für schwedische Ware, eine Höhe, wie noch nie. Aus Joseph Joachims Briefwechsel. Aus einer 'demnächst erscheinenden Sammlung von Briefen von und an Joseph Joachim, die uns den unvergeßlichen Meister der Violine in seinen persönlichsten Empfindungen und in innigem Gedankenaustausch mit seinen Freunden zeigen wird, veröffentlicht Dr. Johannes Joachim schon jetzt eine Anzahl Schreiben, die aus denr Frühling und Sommer des Jahres 1856 stammen. Der junge, schüchtern schweigsame Geiger, der mehr wie ein Theologe als Ivie ein Virtuose aussah und in dem nur wenig« gleichgestimmte Geister den genialen Musiker ahnten, unternahm im Mai 1856 mit seinem Freunde Herman Grimm eine Reue nach Italien, kam aber nur bis Venedig und zog sich dann in stille Einsamkeit nach Heidelberg zurück, wurde aber durch die plötzliche schlinrme Wendung in Schumanns Krankheit und dessen Tod aus seiner Ruhe aufgeschreckt. Von seiner . Fahrt erzählt, er in schwärmerischen Briefen an Gisela von Arnim, die dichterisch begabte Tochter Bettinas und spätere Gattin Grsinms. In Wien ergreift ihn Mozarts Gegenwart bei einer Aufführung des Ton Juan. „Ueberhaupt machte mir die Oper trotz des handwerksmäßigen Orchesters größeren Eindruck als je: weil die Fr- guren des Stücks lebendig waren und namentlich dem Rhhthinus im Gesang diese Freiheit der Bewegung zustatten kam; die Deutschen vernachlässigen das oft. Hier vergaß man gern, daß manches nicht idealisch genug war, weil aber überhaupt ein natürliches Element da war, um das die unverwüstliche Grazie Mozarts sich f ei schlingen konnte. Mir war Mozarts Operngenie nie so nahegetreten, ich konnte nicht aufhören, seiner in Wien liebend zu gebcntcTt." Venedig machte auf den melancholischen Jüngling, der sich selbst als „ein Stück Maulwurf" bezeichnet, einen wüsten Eindruck, und so eilt er zurück nach anmutigeren Gefilden. In Stuttgart besucht er Möricke, den er durch Gisela von Arnim lieben gelernt hatte. „Ich sagte ihm erst nicht, daß rch (Sud) kenne", schreibt er an sie, „und introduziere nnch mir als Musiker, der aus einigen seiner Sachen wüßte, wie innig er seine Kunst liebe und ihr Wesen verstände, und der darum glaubte, daß es dem Dichter Freude machen müßte, zu erfahren, daß seine Sachen nicht ohne Wirkung auf Musiker blieben. Der freundlrche, fast gelehrtenhaft verlegene Mann gefiel mir sehr wohl." In Heidelberg, wo ihm „die Lust riecht nach Wunderhorn und den dänischen Heldenliedern", vergräbt sich Joachim in bw Arbeit an seiner Sinfonie, schwelgt mit Gervinus tn der Verehrung Händels und begeistert sich an der Romantik des alten Schlosses. Begeistert schreibt er an die Freundin über Brahms: „Eine Fülle von geistiger Kraft steckt in dein jungen Energikus. Er ist fähig, das Erhabendste wie das Zarteste zu , umfassen mit seinem Verständnis." Und wie bei BralMs, w wer en seine Gedanken -auch bei Clara Schumann und ihrem unglücklichen Gatten, der in der Nacht des Wahnsinns schmachtet. „Er hat nur neulich Arbeiten geschickt", heißt es von Brahms, darunter eure Orgelfuge von einer Tiefe und Zartheit der Empfindung bei der reichsten musikalischen Kunst, wie ich kaum von Bach und Beethoven Edleres kenne. Ich konnte ihm meine vollste herzlichste Anerkennung schreiben; ich schätze mich glücklich, ihm , innerlich immer gerechter zu werden. Der arme Schumann mit seinem Enthusiasmus war denn doch mutiger als alle die über seine Prophetenmiene spotteten! Vor acht Tagen war sein Geburtstag; Brahms mußte ihm auf seinen Wunsch Strelers Atlas bringen . . Und dann empfängt Joachim von Clara Schumann einen Brief, der ihm das nahende End« des großen Kom- 684 Ponistm meldet: „Nur wenige Worte! Ich bin seit gestern mit Johannes hier — ich sah ihn gestern — Von meinem Jammer lassen Sie mich schweigen, aber einige zärtliche Blicke empfing ich — sie nehme ich durch mein ganzes Leben hindurch! Einmal umfaßte er mich auch, er kannte mich! Bitten Sie zu Gott um ein sanftes Ende für ihn — es kann nicht lange mehr dauern, wie Richarz sagt. Ich oerlasse ihn nicht mehr! Ach Joachim, welcher Schmerz, welcher Jammer, so Ihn wieder zu sehen! Aber der Blick — um alles in der Welt mißte ich ihn nicht mehr^" Kurz nach dem Tode Schumanns trifft Joachim in Eu- denich bei Bonn ein. „Am letzten Tage soll er ganz sanft allmählich eingeschlafen sein. Sanft und mild sah sein Anlitz aus; ich habe einen ernsten, aber ruhigen Eindruck noch von dem geliebten Meister, dessen Leben rein wie wenig andere war." Joachim wird von Frau Schumann beauftragt, den Freunden die traurige Nachricht mitzuteilen; er schreibt an Liszt: „Daß Tu, der in frühen Tagen schon in künstlerischer und freundlicher Beziehung zu dem entschlummerten Meister gestanden, die Kunde besonders teilnehmend hören würdest, war einer meiner ersten Gedanken — denn mag auch Schicksal: äußere wie innere Erfahrung die Wege von Ench beiden gerade verschieden im Leben gestaltet haben, ja mögt Ihr das gegenseitig ausgesprochen haben, mir ist doch gewiß, daß Niemand den vollen Wert des leider uns entrückten Mannes reiner zu verstehen, schöner zu empfinden Macht Willen hat, als Du in diesem ersten Moment". Liszt antwortet aus Weimar: „Sursum Corda — Dies gebietet die ernste Trauer, das mahnende Stillschweigen, Robert Schumann's Grab! Ueberbringe seiner Frau den Ausdruck meiner innigsten Teilnahme an dem großen Verluste der sie am herbsten betroffen hat; — meine wahrhaftige Verehrung und Ergebenheit für sie wünschte ich überzeugender als durch Worte beweisen zu können. Dir aber danke ich herzlich und insbesondere, daß Du mich nicht verkennst und die Ueberzengnng festhälst, daß Niemand mehr durchdrungen von dem vollen Wert des entrückten Meisters fein kann, und mit reinerer Empfindung und begeistertem Verständnis seinem Genius huldigt als Dein in herzlicher Verehrung getreuer F. Liszt." Vsxmrsehtes. — Chri st i a n G o t t h e l f S a l z m a n n. Der Pfarrerssohn, der 1744 in Rohrborn bei Sömmerda geboren wurde, sollte wieder ein Pfarrer werden, und so studierte Christian Gotthels Salzmann in Jena Theologie, wurde Dorfpfarrer und später erst Diakonus, dann Pastor zu Erfurt. Aber er wollte nicht nur von der Kanzel herab leiten, in ihm steckte der geborene Erzieher, und die Rousseauschen Ideen, von Basedow in Deutschland verbreitet,, ergriffen ihn mächtig. Er trat als pädagogischer Schriftsteller nuf, und Basedow berief ihn als Lehrer an die von ihm in Dessau ins Leben gerufene Erziehungsanstalt, das Philanthropin. Hier schrieb er seinen pädagogischen Roman „Karl von Karlsberg oder über das menschliche Elend": aber er blieb nicht lange da, es ging ihm doch zu rousseauischgenial zu. Er wollte in den brausenden Wein der Rousseauschen Idee etwas Wasser schütten, hausbackener zu Werke gehen und schuf mit Unterstützung des hochgebildeten Herzogs Ernst II. von Gotha auf bem1 von ihm erworbenen Landgut Schnepfenthal die gleichnamige, berühmte Bildungsstätte. Am 7. März 1784 war es, daß er dort anlangte, und dieser Tag wird als Gründungstag gefeiert. Von Einfang an nur für Söhne wohlhabender Eltern bestimmt, hat sie an ihren Zöglingen Vortreffliches geleistet: in Heer und Verwaltung, Großhandel und Diplomatie, Industrie uud Kunst gibt es viele Schnepfenthaler. Merkwürdig ist, daß Schnepfenthal zur Wiege des Turnens geworden ist. Der erste Turnplatz befand sich hier, und die damals alltags, heute Sonntags in rote Fracks gekleideten Zöglinge Schnepfenthals waren die ersten Turner Deutschlands. Als Salzmann am 31. Oktober 1811, also vor 100 Jahren> starb, ließ er die Anstalt in guten Händen. Sechs der ersten Lehrer, die drei Brüder.Ausfeld, Lenz, Weißenborn und Märkler waren seine Schwiegersöhne und Nachfolger geworden, und noch heute stehen zwei Ausfeld, Vater und Sohn, an der Spitze des Instituts. Vieles ist ja anders geworden im Lauf der Zeit, aber noch heute tummelt sich die etwa 70köpfige Schar barhäuptig in Wald und Feld, treibt allerlei Handarbeit und wird so vor der Einseitigkeit einer nur geistigen Ausbildung bewahrt. D. D. II. H. steht über den Türen der Schnepfenthalschen Häuser, das soll heißen: Denke, Dulde und Handle, und in diesem Sinne,werden die Zöglinge erzogen. Die Schüler und der Direktor und seine Gattin duzen sich: diese Sitte soll den Familiencharakter der Anstalt hervorheben. Dem Begründer wurde 1894 in seiner Vaterstadt ein Denknral errichtet, ein dauerndes hat sich der Kinder- und Menschenfreund in seinem Lebenswerk gesetzt. DK. Der K in em a to g r a ph als Erzieher spielt in den Vereinigten Staaten eine Rolle von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Ein amerikanischer Fachmann auf diesem Gebiete äußerte,sich dem Berichterstatter der Londoner Tageszeitung gegenüber wie folgt: „Die größte Ueberraschung, die ich in England Klebte, lag in der Tatsache, daß in England keine Zensier des Kmematographen existiert. Dabei ist nicht außer Acht zu lassen. daß ein einziger Filni von zumindest 18 Millionen Mensche« in England und im ÄuslaNde gesehen wird. Das Kinematographeni theater, oder wie immer sie auch dasselbe nennen mögen, kann in gutem oder üblem Sinne großen Einfluß ausüben. Der Kin«- matograph in England befindet sich noch in seinem Kindheits- stadium. Die erzieherischen und Reklamemöglichkeiten, die sich mit demselben verbinden, sind noch nicht zur Genüge erfaßt worden. In Kanada z. B. wird der Kinematograph in den Schulen in ausgedehntem Maße verwendet. Der Anschauungsunterricht erfährt durch ihn eine lebhafte Unterstützung. Ein in allen Schulen Kanadas verbreiteter Film stellt die Art und Weise vor, wie durch die Milch Tuberkulose übertragen wird. Der Film führt aber auch in anschaulichen Bildern die hygienischen Maßnahmen vor, die zur Vorbeugung der Verbreitung der Krankheit dienen. Amerikanische Eisenbahngesellschaften haben den Kinematographen als Reklamemittel in ausgedehntem Maße in ihren Dienst gestellt. . — Mark Twains Freund und Reisebegleiter JosefVerey lebt gegenwärtig in einem Londoner Obdachlosenheim. Durch unglückliche Spekulation ist der Mann in Not geraten. Seine beträchtlichen Ersparnisse hat er vollständig eingebüßt. In Madrid bekleidete Josef Verey seine letzte Stellung als Fasanenzüchter für den Haushalt König Alfonsos. Mit 200 Fasaneneiern verließ er seinerzeit London, um in der Casa Real del Campo in Gesellschaft eines königlichen Forstaufsehers die Ausürütung j)er Fasaneneiern dur ch spanische Hennen zu überwachen. Während seines Aufenthalts in Madrid in der Casa Real bei Campo, bie einen Flügel bes königlchen Palastes bildet, wurde Verey wiederholt von König Alfonso und der Königinmutter besucht und verstand es, die .Herrschaften durch witzig pointierte Erzählungen über Mark Twain stundenlang zu unter» halten. Als aber Vereys Züchtertätigkeit in Madrid zu Ende war, befand er sich im Besitz eines auf Pergament geschriebenen Zeugnisses, das das königliche Monogramm, das königliche Siegel und Wappen Spaniens aufwies, seine finanzielle Lage war aber durchaus nicht beneidenswert. Nach London zurückgekehrt, versiegten seine Einnahmen bald, so daß er in Elend geriet. — Jedermann, der es wünscht, erzählt Verey die köstlichsten Anekdoten über Mark Twain. Wohlweislich bemerkt er aber, daß Mark Twain selbst gesprächsweise niemals. Witze machte, sondern zur Schweigsamkeit geneigt war. kf. W i e viel (Europäer leben in China? Durch die Revolution in den chinesischen Hu-Provinzen sind chnch Europäer in Gefahr gebracht. Wie viele Europäer gibt es nun überhaupt in ganz China? Ein amerikanischer Konsulatsbericht beziffert die Zahl aller in China sich aushaltender Ausländer ans 141 872. Davon aber sind nur die Halste Europäer, denn es halten sich in China 65 438 Japaner, 2256 Koreaner und 3176 Amerikaner auf. Dazu kommen noch 141 Fremde, die in China leben und verschiedenen Staaten angehören. Hiernach stellt sich die Liste der Europäer in China folgendermaßen: Es leben dort 49 395 Russen und 10 140 Engländer. An dritter Stelle kommen die Deutsche n, die mit 4106 vertreten sind, Portugiesen leben in China 3377, Franzosen 1925, Spanier 400, Italiener 274, Dänen 260, Oest erreich e r 255, Belgier 225, Norweger 188 und Schweden 166. Nach dieser Ausstellung beläuft sich also die Gesamtzahl der in China ansässigen Europäer auf rund 70 700. *■ Ungenügend. Der Herr Professor hat Tage, ast denen er etwas schwerhörig ist, will es aber seine Schüler nicht merken lassen und sucht ihre Reden zu erraten. Neulich kommt einer zü spät, stellt sich in einiger Entfernung auf, macht einen Diener und sagt: „Herr Professor, Sie können mir den Buckel hernnter- rutschen. — Professor: „Aber das kann ich doch nicht als Entschuldigung gelten lassen!" * Galgenhumor. Patient (vor der Operation): „Na, hoffentlich werden Sie sich in mir zurechtsinden, Herr Professor!" * Eine Schlaue. Herrin (ihr Dienstmädchen beim Lesen überraschend): „Wie, Elise, Sie brennen zwei Stearinlichter in Ihrem Schlafzimmer; das möchte ich mir denn doch verbitten!" — Mädchen: „Aber, gnädige Frau, das ist hoch nur eines. Ich habe es ja voneinander geschnitten!" * Umschwung. Studiosus Pump: „Ein ganzes Dutzend Mahnbriefe auf einmal! Die Kerle scheinen es schon wieder ausbaldowert zu haben, daß mein Onkel sich auf dem Wege der Besserung befindet!" Dechiffkir-Aufgabe. Czr rkmc chd vdhrdm. Chd ctqbg hqqsgtl ytq vzgqgdgs qdhrdm. Chd adh cdl hqqsgtl adgzqqdm, Czr rkmc chd mzqqdm. Auslösung tn nächster Nummer. Auflösung des Silbenrätsels in voriger Nummer? Kiger — Ottilie — »akete — JOiobem — PaCTas — Oriatti — Levante; Nordpol, Eismeer. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, N. Lang«, Gießem