© Ml — Nr. 68 Nlontag den z. Mak öl VArüechüttungsAMMMeßenerAnzelgerBeneml-Anzeiger). 1 3 jj HOB iiumi .«»«»'»MmMll'M, AL 'ftWiMhiM,.« Herzeloide. SlotncBt von Georg Freiherrn von Ompteda, (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Was sollte ich sagen? Sie sah aus wie — ja wie sah sie aus? Ich wußte es nicht. Vom ersten Augenblick an hatte ich mir nicht darüber Rechenschaft gegeben. Das erschien mir völlig gleichgültig. Es ging mir, wie es mit Menschen geht, 'die man täglich sieht, daß man sich über ihr Aeußeres nicht mehr klar ist. Ich hatte vom ersten Tage ab gefühlt, daß dieses Wesen mich in Fesseln schlug, ich hatte empfunden und nicht gesehen. Ich hatte mich an die zierliche Gestalt gewöhnt, an diesen zarten und doch vollen Gliederbau. Ich hatte das Bewußtsein: so wie sie ist, muß sie sein. Sie dürfte gar nicht anders sein, nicht größer, nicht kleiner, nicht älter, nicht jünger. Mir war es, als wäre dieses köstliche Geschöpf zu meiner Freude und Augenweide, zu meinem Glück und Segen geschaffen und hierhergeschickt. Ich befaüd mich seit diesen zwei Wochen wie in einem Traum, wie von einem Zauber fühlte ich mich umsponnen. Mir genügte es, daß das alles war. Warum? Daran dachte ich nicht. Wie alt? Nein, darauf konnte ich .nicht antworten. Doch als ich zögerte, fragte Maria: Sie scheuen sich wohl, es zu sagen? Sie hatte einen fast traurigen Ausdruck dabei, einen Zug um den Mund wie Enttäuschung, und wieder etwas wie Jammer ,und Kummer, als wollte sie sagen: „Hätte ich mich in dir geirrt? Wärest hü etwa auch wie die andern?" Das traf mich so, daß ich nicht mehr zurückhielt, das Herz beflügelte meine Zunge, und ich redete, ward mir klar, was in mir geschlummert gleich einer seligen Krankheit, die nun jäh ausbrach. Ich vermag nicht mehr zu sagen, welche Worte ich gebraucht. Ich weiß nur, daß mir zu Sinn war, als erwachse in mir alle die alte Leidenschaft meiner jüngsten Jahre. Ich geriet in einen Taumel, eine Verzückung. Ich sah diese Mädchengestalt neben mir sitzen wie einen Freund, den liebsten, besten Freund, dem ich alles anvertrauen durfte, mit dem ich gleich fühlte in jeder Faser meines Herzens. Und doch erblickte, empfand ich in ihr das Weib, das meine Sinne gefangen hielt, das mich beschäftigte vom Erwachen bis zum schweren Einschlafen des Abends. Denn schwer nur noch schlief ich ein. Stundenlang lag ich wach, während mir durch den Sinn die Gedanken zogen: War das nicht ein unverdientes Glück alles das, was du heute erlebt hast? Ach, mein Gott, mein Gott, hatte ich je noch für möglich gehalten, solche Seligkeit Wune mich alternden Menschen umfangen? War ich nicht längst so weit, zu lachen über Meine Verliebtheit junger Fahre? Wirklich, wenn ich an die erste Leutnantszeit dachte, mit ihrem wilden Herzklopfen täglich für eine andere, überkam mich ein Staune«, daß ich mich selbst nicht wiedererkannte. War ich je so gewesen? Und nun regte es sich dir drinnen unter den Rippe« wie einst, nun ward mir ganz bewegt zu Sinn, wenn ich nur den Namen Maria horte. Maria, nicht Marie, has mir jetzt alltäglich klang. Der vollere Laut des Maria tönte mir in den Ohren. Fast hätte ich das Mädchen einfach so genannt. Das sagte ich ihr jetzt. Sagte es mit Stocken und Zaudern, entschuldigte mein armes Herz, als beginge es eine Sünde, ein Unrecht an ihr. Und während ich sprach^ senkte sie die Augen, daß ihr Strohhut halb das Gesichts verdeckte. Ich wollte ihren Ausdruck sehen und beugte mich nieder. Der Hutrand sank noch mehr. Da beugte ich mich ganz herab. Meine Stirn berührte fast ihre Knie«, und ich hockte am Boden vor der Bank. Nun gewahrte ich erst, daß ihre Schultern zuckten^ und ich vernahm jenen leisen Ton, der nicht zu beschreibe« ist, den nur unsere Sinne sofort erfassen: sie weinte. Ich sprang auf, nahm ihre Hände in die meinen und fragte leise, ganz leise: — Was haben Sie? Sie gab keine Antwort. Da zog ich ihre Finger an mich und preßte sie an meine Brust. Und wieder fragte ich: — Habe ich Ihnen etwas getan? Sie schwieg, gber ich sah, wie ihre Tränen langsam über die Mangen Perlten und ihr aufs Kleid fielen. Es warm kleine, runde Tropfen, die in der Sonne glänzten. Sind Tränen.nicht Wasser wie anderes? Ich sah in ihnen ein Wunder, als hätte ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Menschen weinen gesehen! Es berührte mich wie etwas, davor ich fast Furcht und Schrecken empfand und dann doch wieder eine herbe Süßigkeit. Ich war wohl von Sinnens! Ich wußte nicht, was ich tat. Ich hätte am liebsten diesem holdseligen Geschöpf, das um mich weinte, die Zähren pon der Wange geküßt. Ja, weinte sie um mich? Ich fragte fast mit Bangen: — Warum weinen Sie? Ich lag auf den Knim vor ihr. Ich lehnte mich an sic. Ich zog ihre schlanken Mädchenfinger an die Lippen und küßte sie, küßte sie unausgesetzt. Sie ließ mir die Hand. Nun prst hob sie ein wenig den Kopf: ich blickte in ein rotes tränenüberströmtes Gesicht, rot, so entstellt, so traurig, daß ich erschrak. Und indem ich mich erhob! und mich neben Maria setzte, fragte ich. abermals, aber nun nannte ich den lieben Namen: — Maria, warum weinen Sie? Jetzt erst kam an den Tag, weshalb sie noch mit keinem Worte geantwortet hatte. Kam das, was die Dichter in ihren Szenen der Liebe verschweigen: die Kleinlichkeit des Lebens, die .trockene Wirklichkeit des Alltags. Sie hatte nicht verstanden, meine weichen Fragen nicht eines der Male 270 «Hört. Sie .waren Teife, ganz leise gewesen und Unter Uns klatschten .die Wellen an den Fels, wie bte bösen! Zungen, bte sich! geregt hätten, falls ein Mitmenschenange uns beide gnf der Bank erblickt. Ja, ich hatte plötzlich geflüstert, während vorhin die Worte meiner Liebe laut als frohes .Bekenntnis geklungen. Aber ein Segen ist in allem. Sollte ich! nun die Wogen überschreien? Nein, ich legte meinen Mund dicht an das Ohr des Mädchens. Mußte ich nicht? Konnte ich anders? Aber sollte sch die albernen Fragen wiederholen? Nein, mir war in diesem Augenblick das Wort versagt. Ich drückte die Lippen leicht an die rosige, kleine Muschel, die sich hell.abhob von dem rabenschwarzen Haar. Ich küßte die zarte .Rundung. Dann zog ich die Finger, die ich noch in der Hand hielt, an die Lippen, küßte sie, und küßte sie wiederum. Ich ließ gb und blickte Maria in die Augen. Sie weinte nicht mehr, nur am unteren Lid, dicht bei mir, hing eine winzige schillernde Kugel, in der sich Meer und Himmel zu spiegeln schienen. Durste ich sie lassen? Mußte sie nicht fort? Mein Mund sank nieder aus die langbewimperten Lider. Maria schloß die Augen, und ihr Haupt siel leise zurück. Da schien ihr die Sonne gerade ins Gesicht, und erleuchtete strahlend die Wangen, die ich. noch! nie so in der Nähe gesehen. Meine Lippen suchten den weichen Flaum. Mir war es, als hätte ich! noch nie, seitdem mein Herz geschlagen für eine runde Wange und einen roten Mund, solche Herrlichkeit erblickt. Rot, ja rot, war dieser Münd und klein dazu, Und fein gezeichnet diese Lippen. — Als ich sie dicht bei mir fühlte und sie tut Schatten, den mein Kopf auf sie warf, immer noch erglühen sah — konnte ich anders tun, als ich getan? Und was tat ich? Ich senkte daraus meine Lippen, jbie breiten, die groben, daß sie das Mündchen ganz bedeckten) perschlossen, daß nicht ein Ton, kein Wort ihm entfiel. Nicht sprechen sollte sie. Ich schlang den Arm um Marias Nacken, ich küßte die Hände, bte Wangen, die Augen, das Haar, die Stirn und den Mund, und dann legte ich die Lippen dicht an ihr Ohr und flüsterte ihr das Geständnis zu, jenes höchste und tiefste, seligste, das Menschen einander sagen können: — Ich habe dich lieb I Wir hielten uns umschlungen Und ließen nicht wehr Voneinander. Da fühlte ich auch, wie in meinen Armen das Mädchen -erwachte. Unmerklich stieg der Druck der Kinger um meinen Nacken, nnmerklich stärker ging der ME. Ich spürte, wie die Wangen sich färbten. ' Eine köstliche Warme kam mir entgegen, und mir schien, als ich den Mund auf den ihren schmiegte, als bewegten sich Mnz leise ihre Lippen. Ich nahm den Kopf von ihr und fragte: s— Hast du mich lieb? Sie senkte die Stirn. Ich fragte abermals t !— Hast du mich lieb, Maria? Wenig mehr sank das Haupt und hob sich wieder. Aber ich ließ sie nicht los und bat: *- Sage es mir! schüttelte den Kopf. Ich konnte ihr nicht in die men, und mit sanfter Kraft drängte ich ihre Stirn .A. Abstoß dte Lider, als könnte sie mich dabei ntcht anblicken. Doch zum drittelt Mal klang, meine gyTOijie. Sie Augen j zurück. — Maria, hast du mich: lieb ? Da klang verstohlen: H Du weißt es. Ich aber bat und flehte: ~ Sage es mir! Maria, sage es mir ! St e faßte sich ein Herz, nahm einen Anlauf, schwieg Versuchte von neuem und schließlich bat sie errötend ' '' — Step mich nicht an! Uh sch^ die Augen und wartete. Da klang eine KroTraS. **’ **"*- «"* — .Ich habe dich lieb. . ?stch aber überkam ein Jubel, eine unsägliche Wonne tote ich sie nocy nie gespürt, als sollte ich laut ausschreien als mußte ich die Arme werfen, sprinaen und't^en Mtr war zu Sinn wie, —: wie sage ich °es dockt? __ aat jenen seltenen Tagen, die in einem Menschenleben säenden Marksteinen stehn. Die nur einmal sind und so nie wiederkommen können. Die Uns reich machen in Sekunden und wären sie auch lange erwartet. Die uns das Leben erscheinen lassen als des Lebens wert. Die uns in traurigen Zeiten aufrichten, aufschnellen lassen, Kraft und Gesundheit wiederbringend. Die aus Demütigung und Not der Seele uns mit einem Schlage wieder zu Herren machen über uns selbst. Mir war es wie an jenem Morgen, da ich vernahm) ich junger, jüngster Fant: „Du bist Leutnant geworden/« Mir war es wie damals, als ich ntetit erstes Rennen gewann. Mir war es wie einmal, ajls ich nach langem, höff- nungslosem Krankenlager vom Arzte hörte: „Sie werden gesund!" Ja, ich war wieder jung und gesund, die graüien Jahre der Einsamkeit lagen nun hinter mir, hier an meinem Halse hing ein Menschenkind, das eben zu mir Armen gesprochen; — Ich habe dich lieb! Ich war nicht mehr allein! O Jubel! O Glück! ö Wonne! Ich hatte eilt Wesen, ihm zu dienen, ihm zu helfen, es zu lieben! Ja, zu lieben mit aller Kraft undi Seligkeit meines Herzens, das einst so stürmisch, so wetterwendisch gepocht und fortan nur noch einer gehörte, diesem liebreizenden, holden Geschöpf, das da atmete in meinen Armen, das da zitternd lag an meiner Brust, auf dessen Lippen meine Lippen ruhten, als wollten sie ihm meine Seele einhauchen, tief, tief hinein bis in das klopfende Herz. Meine Seele, nur mit ihrem Guten und Reinen, mit Mut und Kraft, mit Glück und Seligkeit. Die Schlacken der Erbennot blieben draußen. Davon sollte sie bewahrt sein burch mich, die sich mir schenkte, die sich mir gab Maria! * Und doch mußten wir aus dem reinen Himmel unseres Glückes einmal zur Erde zurück. Als wir uns aus den Armen ließen, weil die Glocke des Hotels zum Frühstück! rief, kam die Forderung des Tages, kam wieder solches), das die Dichter unterschlagen, das doch wirklich ist, sein muß und ewig bleiben wird, weil wir eben Menschen sind: Ich hatte gekniet vorhin, und zwei große Flecken feuchten Sandes waren wie die Kniekappen bei einem meiner Gäule am Beinkleide hängen geblieben. Maria bemerkte es, als wir uns erhoben hatten. Sie stand wie benommen und verstört vor mir und mit purpurnen Wangen; während sie sich ordnend ans Haar griffe sagte sie mit einem Blick zu Boden: — Sie sind ganz schmutzig geworden! Das war so kornisch, daß ich nicht anders konnte und zu lachen begann. Sie lächelte. Ich lachte noch mehr. Da begann auch sie zu lachen. Sie lachte, wie ich es noch nie von ihr gehört, obwohl doch oft der Schalk ihr im Nacken gesessen, sie lachte hell und hoch, so herzlich) daß meine Heiterkeit sich an ihr fortwährend neu entzündete. Es klang nie grell und schrill und so natürlich, so einfach, fo wahr. Nach! den Tränen eben noch schien alles gus- gelöst, was an Sonne und Frohsinn in ihrem Wesen lag. Ich nahm ihre beiden Hände, und wir blickten uns an: 1— Nun wollen wir es den Eltern sagen! Dann kletterten wir über den Abbruch. Sie huschte fast leichtsinnig hinüber, daß idj nicht schnell genug zugreifen konnte, sie zu stützen. Als wir auf dem Wege zum Hotel standen, nahmen wir eine würdige Haltung an, gingen ein Stück getrennt voneinander, und förmlich grüßte ich Maria an der Treppe, beitu die Schwestern ans Münster kamen eben bett Gang herab, int Gänsemarsch, etwas verlegen an uns vorbeihuschend, wie immer. Ich lief in mein Zimmer, schleuderte meinen Hut aufs Bett, wusch mir die Hände, fuhr mir mit dem feuchtest Schwamm über das Gesicht; dann rannte ich hin und her, und meine Gedanken sprachen: „Gott, bist du glücklich!" Mit dem Jubel im Herzen blieb ich am Fenster stehen und blickte nach der Landzunge hinüber, wo wir eben noch ge- 'essen hatten. Sie sah nicht anders aus als sonst, es war nichts daran zu erblicken, aber mir schien es, als chärs das Meer noch nie so blau gewesen, die Brandungsstreifen! nie so .weiß. Mir war es, als ginge von dien» Kap ein trahiendes Licht aus, den sonnigen Tag noch übrrhellenh. (Fortsetzung folgt.) 271 Ohne Worte. Skizze von Hugo Klein (Men). Die Eltern standen am Fenster unb sahen, daß die Tochter tzt Begleitung eines jungen Anwalts heimkam, der sich fett einiger Zeit sehr um sie bemühte, ' „Ein schönes Paar," sagte die Mutter, und der Vater nickte beistimmend. „ „ , „ ,,, . Nach kurzer Zeit bemerkten die Akten, daß sich der junge Mann wieder entfernte; er hatte sich wahrscheinlich am Haustor verabschiedet. Und gleich darauf trat das junge Mädchen in die Stube und begrüßte die Eltern. „Hat er sich erklärt?" fragte die Mutter. Das Mädchen schüttelte den Kopf. „Das dauert viel zu lange," sagte die Mutter. „Was soll daraus werden?" Damit verliest sie das Zimmer. Die Tochter schwieg einige Augenblicke und wandte sich dankt fragend an ihren Vater. „Wie denkst du darüber, Papa?" Der alte Herr blies große Rauchwolken aus seiner Zigarre Und begann langsam im Zimmer auf und ab zu gehen. „Beunruhige dich darüber nicht, Kind," meinte er dann. „Er erklärt sich' nicht, es ist wahr. Aber müssen denn immer Worte bei den Dingen sein? Du und er, ihr gehört Meinander. Das sieht man. Gerade in solcher Lage sind' Worte manchmal überflüssig, vielleicht sogar hinderlich. Mama hat vergessen. . ." Er machte eine kurze Panse und fuhr dann fort: „Als ich deine Mütter kennen lernte, standen die Dinge weit schwieriger. Sie war mit einem alternden Bankier verlobt, wozu sie die Eltern beredet hatten. Auch ich war verlobt. . , Mit einem sehr schönen Mädchen, dessen äußerer Reiz mich dazu verführt hatte. Aber längst hatte ich schon erkannt, daß sie gar zu eitel, gar glt hochfahrend und innerlich leer war. Längst war ich entschlossen, dies Band zu lösen. Ich wartete nur den' geeigneten Zeitpunkt ab. Als ich deine Mutter kennen lernte, als wir einander in einer großen Gesellschaft zum ersten Mal ins Auge blickten, da wußten wir sofort, daß es eine Schicksalswendung war für uns beide. Wir schwiegen zunächst. Daun sprachen wir über gleichgültige Dinge. In der Folge sahen wir uns oft wie zufällig, und unsere Unterredungen wurden schon persönlicher. Wer von dem Gefühl, das uns verband, sprachen wir nicht. Das schien so vollkommen überflüssig. Eines Abends jedoch, in einem halbdunklen Korridor, in dem wir zusammen- trafen, da drängte sich mir das erlösende Wort förmlich auf die Lippen. Deine Mutter merkte wohl, daß ich nun reden wollte, über wir waren beide.noch gebunden. So lächelte deine Mutter nur und .legte den Finger auf den Mlmd. Ich verstand und schwieg. Und ich wußte, was ich zu tun hatte." „Das ist ja ein ganzer Roman, von dem ich noch gar Wichts wüßte," sagte das junge Mädchen überrascht. „Ja, Kind, du siehst, eS: gibt auch stumme Romane. Schon drei Tage später standen wir uns wieder allein gegenüber! diesmal Mr es in einem verlassenen Salon, abseits einer großen Gesellschaft. Wir sahen uns au und wußten sofort, daß wir beide unsere fremden Verlöbnisse, bei denen das Herz nicht sprach, gelöst hatten. Etwas Freudiges, Strahlendes war im ganzen Wesen deiner Mutter ausgeprägt; und in dem meinen wohl auch. Da umfaßte ich sie in meiner Freude und küßte sie; und' sie liest es geschehen. Aber unsere Aufregung war so groß, daß keins von uns ein Wort hervorbringen konnte. Stumm kehrten wir zur Gesellschaft zurück, aber unsere Hände hatten sich verschlungen, und schwer war es, sie zu lösen, bevor wir die Schwelle überschritten, wo die anderen beisammen waren. Eigentlich hatten wir uns nichts meljr zu sagen. Nur einen verstohlenen Blick, ein verlorenes Lächeln tauschten wir manchmal. Ein geheimes Einverständnis war vorhanden, das keiner weiteren Erklärungen bedurfte. Und dann ging ich an einem der nächsten Tage zu ihrem Vater und hielt um ihre Hand an." Das junge Mädchen war ergriffen. „Der stumMe Roman war sogar sehr schön," sagte sie leise. „Ja, wenn zwei sich verstehen ... In bewegten Augenblicken des Lebens sind- Worte meistens banal itnb deshalb überflüssig. Wie soll man mich einen vollgültigen Ausdruck finden für die Erregung des Herzens und der Sinne? Für die Flut von Gedanken, die sich im Hirne überstürzt? ... In Unserer Ehe gab es daun später eine dunkle Zeit. Eine mächtige Leidem-. Schaft lMtte deine Mutter erfaßt: die Eifersucht. Man geht ja mit ihr, milde ins Gericht, denn sie beweist ja immer Lie.be. Aber deine Mutter trieb es arg. Sie war ans jedes weibliche Wesen eifersüchtig, das in unsere Nähe kam. Nach und nach lösten sich dadurch all unsere Verbindungen mit den Freunden, weil junge Frauen im Hause waren; Frauen achtbarster Art. Wenn ich ans Fenster trat und ans die Straße blickte, hatte deine Mutter einen Anfall von Erregung. Sie vermutete, daß ich irgendeine andere Frau bewunderte. Ich sah keinem Weibe mehr ins Gesicht, wenn ich mit deiner Mutter ausgiug, und' doch gab es immer eine Flut von Vorwürfen, Anklagen, Verdächtigungen. Ich sollte stets Frauen angestarrt haben, die ich in Wahrheit gar nicht bemerkt hatte. Das gab' Austritte Tag für Tag, Zank und Streit mit bösen Worten, ganz unfaßbar und ganz nnans- steWch. Das Haus würde uns zur Hülle, mir und ihr. Ich fürchtete die Stunde, da ich heimkehren sollte. Ich wurde verdrossen, mißmutig, -leidenschaftlich und ungerecht, wie sie. So ging es nicht weiter..... Da trafen wir eines Tages auf der Straße zusammen. Ganz zufällig, und gerade vor der Tür unseres Anwalt. Wieder tauschten wir einen Blick des stummen Einverständnisses — und wir traten beide in das Haus. Beide waren wir entschlossen, uns scheiden zu lassen. Das Leben war für uns auf diese Weise nicht mehr zu ertragen. Es galt die Fessel zu brechen, die uns beide; unglücklich gemacht. Zum Glück wohnte der Anwalt drei Treppen Hoch. Die erste- Etage war rasch erstiegen ... die zweite Treppe hinauf ging es schon langsamer, und die dritte erklommen wir bereits mit zögerndem Schritt. Wir waren oben noch nicht ganz-! angelangt, da hatte sich deine Mutter schon in meinen Arm geneftelt und verbarg tijt Gesicht schluchzend an meinem Neuen Ueberrock. Ich ließ sie geivähren und legte nur den Arm zärtlich um ihre Schultern. Kein Wort sprachen wir dabei. . . Was- wäre da auch zu sagen gewesen? Wie hätten wir unsere Empfindungen in diesem Augenblick in Worte fassen können? Wir' hatten einander doch lieb! Und hätten wir uns doch beinahe zu Tod« gequält. — Sollten wir nun einander verzeihen? Nochmals den (Streit beginnen, wer imi Rechte, wer im Unrechte war? Einander, der Himmel weiß was, zuschwören? Nichts war zu sagen. Stumm mußte sich nur jeder geloben, in der Folge gerechter gegen den andern zu fein. Das taten wir denn auch, während wir die geschlagenen drei Etagen wieder hinabstiegen. Freilich, deiNü Mutter hatte noch mancheii kleinen Mckfall — aber ich wappnete Mich mit Geduld. Dann kamst du, und alles iourde gut." „Mutter erzählte mir nie von diesen Dingen . . . Und- du meinst, Papa — ?" „Ja, ich meine. Du und dieser junge Mann da, ihr gehört zueinander. Und so werdet ihr schon zusammenkommen. Wozu die Erklärungen? Ja, es gab einmal ein Zeitalter der sehr zerr- moniösen Liebeserklärungen. Der Kavalier beschrieb mit seinem Dreispitz einen Bogen in der Luft und klappte ihn dann unter den linken Arm, worauf er ein Knie beugte und in warmer, bewegter, manchmal leidenschastlickjer, aber immer wohlgesetzter Rede seine Liebe erklärte. Huldvoll beugte sich die Dame- über ihn, um ihm ein zärtliches Gewähren zuzuflüstern. Das war im Zeitalter der' Liebeserklärungen. Aber mir leben im' Zeitalter der Elektrizität. Zwei Menschen begegnen einander auf der Straße und blicken sich ins Auge. Ihre Finger berühren sich, und ein elektrischer Funke springt auf. Es gibt ihnen förmlich einen- Schlag. Sie können nicht, mehr voneinander lassen. Auf den elekttischen Funken kommt es an, mein Kind!" Lin aufregender Kampf mit einem Panther. Ein lehrreiches und zugleich beinahe rührendes Beispiel von der Mutterliebe eines Panthers und von dem langen, mit List, Schlauheit und Todesverachtung geführten Kampfe des Raubtieres um die Wiedererlagung seines Jungen, berichtet im Wide Works Magazine ein kanadischer Farmer, dessen Hütte südwestlich von Lillcoet in Brittsch-Columbia im einsamen Urwald steht. Hier lebt der Farmer gemein {am mit feinem Freunde Selman, der durch feine weidmännische Arbeit das bescheidene ®intommeni dieser beiden Pioniere der Zivilisation inmitten der Wildnis verbessert. Es war zur Abendstunde, das Tagewerk war vollbracht. „Ich saß friedlich auf der Bank vor unserer Hütte, als Selman hastig herbeieilte. Er wär auf einem Jagdausslyg gewesen, und als er seinen ledernen Rucksack, der sich merkwüMg bewegte, abgelegt hatte, erfuhr ich auch den Grund seiner ängstlichen Hast: er war auf die Lagerstätte einer Panthersamilie gestoßen und da die beiden Alten anscheinend nicht in der Nähe waren, hatte er schnell den unbewacht daliegenden kleinen Panther mitgenommen,- ein graziöses reizendes 'Keines Kätzchen mit seidenweichen Haaren, das nun in der Mitte unserer Hütte saß und offenbar neugierig und erstaunt der Dinge harrte, die nun komnien sollten." Obgleich Selman, Um seine Spuren den Panthern zu verbergen^ ganze Strecken lang durch Sümpfe und Bäche gematet war, hatten die Eltern unseres kleinen Gastes ihn anscheinend doch verfolgt, mitten auf seiner Flucht stieß Selman auf den männlichen Panther und hatte ihn mit einem Schüsse niedergestrecht., Die Mutter aber war nickt zu 'sehen. Wir kannten die Lebens- gcwohnheiten dieser Raubtiere, und int Stillen ahnten wir bereits, daß die Mutterliebe den zweiten Panther bald zu unserer Hütte treiben wlttde und daß uns vielleicht noch manches Abenteuer bevorstand. Es gab auch eine unruhige Nacht, nut Eintritt dep Dunkelheit erklang m der Nähe das Geheul der Panthermutliejk. die nach ihrem Kinde rief, die kleine Katze in der Hütte wurde unruhig und begann zu lärmen. Nach Mitternacht plötzlich tauchte unmittelbar im Fensterrahmen, gegen den Hellen Mondhimmel klar sich -abhebend, der riesige Kopf des Panthers auf: eine ge- spcnsttae Vision, die eine ganze Zeit lang lautlos durch das Fenstergitter in den Raum starrte und dann mit der gleichen unheimlichen Stille verschwand, mit der es plötzlich erschienen wat. „Wir hatten zu den Gewehren gegriffen und als nun einige 20 Meter vom Hause in der Allee ein lautes Knacken ertönte? 27 2 eilte Selman »ttr Tür und -öffnete sie uni etwa einen , Spalt. Vielleicht war es möglich, zum Sckmß, zu kommen. Aber rn demselben Augenblick bebte unsere kleine Hütte unter einem gewaltigen Schlage, der die Tür fast aus den Angeln rifj,. Selman wurde zurückgeschleudert und das Gewehr entglitt seinen Händen, yunt Glück konnte ich sofort den Riegel wieder vorlegen, aber dieser plötzliche Schlag war uns unerklärlich und wir starrten uns kratlos an, bis ein leises Knacken über unseren Häuptern das Rätsel löste. Die schlaue Panthermuther saß auf dem Dache Unserer Hütte, unmittelbar über der Tür und wartete darauf, den ersten, der das Haus verlassen würde, durch einen Schlag ihrer mächtigen Pranken niederzuschmettern. Wir wagten uns nicht mehr hinaus, und jene Nacht in unserer kleinen Bretter-' bude, das furchtbare Raubtier nur durch eine Minne Holzwand von uns getrennt, werde ich nie vergessen." Aber die Panther- Mutter, die mit furchtloser Schlauheit nun einmal den Kampf um ihr Junges ausgenommen hatte, brachte es schließlich doch fertig, die beiden „Kinderräuber" zu überlisten, trotz Gewehr und Menschenklugheit nahm sie Rache und blieb schließlich Siegerin. Mit Wiederkehr des Tageslichtes war der Panther verschwunden, jäber rm nahen Gehölze hörte mau ihn heulen, es war, als locke er die Feinde zu seiner Verfolgung. Die beiden Männer schlossen das Haus und von ihrem Jagdhund begleitet, folgten sie, Gewehr ßn Hand, der Fährte des Raubtieres. Sie führte in immer größer werdenden Kreisen rund um das Haus, der Hund gibt plötzlich Laut, stürzt ins Dickicht, — dann tiefe Stille. Als die Jäger endlich mit größter Vorsicht ins Gebüsch eingedrungeu sind, liegt der treue Hund mit zerschmettertem Schädel und Rückgrat in seinem Blute: die Pantherniutter ist verschwunden. Sie hat die beiden Feinde fortgelockt, um inzwischen einen Versuch zu Machen, in das Gefängnis ihres Kindes einzudringen; als man hastig zum Hause zurückeilt, zeigt die Tür die Spuren des erduldeten Angriffes. Wer diesmal hat sie noch widerstanden. -„Wir müssen die Bestie sofort überlisten, wenn nicht noch größeres Unheil geschehen soll," so lautet der Beschluß der ihres treuen Hundes bereits beraubten Jäger. Sie tragen nun das in einem Fasse eingesperrte Junge hinaus auf die Alles vor dem Hause, suchen im Inneren der Hütte Deckung und warten auf den Augenblick, da die Panthermutter dem Schreien ihres Kindes nickst widerstehen und zu dem Füsse eilen wird, um ihr die tödliche Kugel zu geben. Aber im Kampfe um ihr Junges wird das Raubtier listiger als ihre Feinde. In dem hinter der Hüthe liegenden Stalle ertönt plötzlich ein furchtbarer Lärm, ein Stöhnen, ein Fauchen und dann tiefe Stille. Die beiden Jäger stürmen heraus, rollen schnell die Tonne mit dem Pantherjungen in die Hütte zurück, schließen die Tür und eilen znm Stall. Ihre einzig« Milchkuh liegt tot am Boden: vom Panther keine Spur. Hastig folgen die Jäger den Abdrücken der Tatzen durch den Sand: sie führen in den Wald, beschreiben wieder einen großen Bogen und nach etwa einer Viertelstunde wenden sie sich von neuem direkt der Hütte zu. Als die beiden Männer ihr Haus wieder erreichen, tst die Tür aus den Angeln geschlagen, das Faß zertrümmert und das Pantherjunge verschwunden. Die Panthermutter hatte gesiegt. vermischtes. * Eine mexikanische Jungfrau von Orleans. Wenn auch die mexikanischen Insurgenten für europäische Begriffe auf militärische Heldentaten kaum zurückblicken können, so haben sie wenigsten doch ihre „Jungfrau von Orleans", ihre junge Heldin, die den Kämpen in die Schlacht vorausreitet und eine vorbildliche Unerschrockenheit und Tapferkeit an den Tag legt. Die junge Dame, die den Oberbefehl über eine der rührigsten Banden führt, ist die Senorita Dona Margarita Neri, Tochter des Generals Neri, der 1898 bei einer erfolglosen Revolution fiel und von dem die Tochter alle Vorliebe für irische, fröhliche Aufstände geerbt hat. Fräulein Neri, die von ihrer getreuen Gefolgschaft vergöttert wird, zählt 18 Jahre und hat erst vor 6 Monaten das Kloster verlassen, in dem sie ihre Erziehung genossen bat. Sie ist Besitzerin eines nach Millionen zählenden Vermögens, von dem sie bereits stattliche Summen für die Revolutionäre geopfert hat. Die Bande, die unter ihrem Befehl steht, ist von ihr selbst ausgerüstet worden und in den roenigen Monaten seit dem Verlassen des Klosters hat das temperamentvolle Fräulein sowohl mit dem Pferd, als auch mit dem Gewehr umzngehen gelernt. Alle ihre Leute sind mit amerikanischen Schnellfeuergewehren und Revolvern bewaffnet. Fräulein Neri hat ihre Bande schon mehrfach ins Treffen geführt und eine ganze Reihe mehr oder minder blutiger Scharmützel mit den Regierungstruppen bestanden. Wo immer Kugeln pfeifen, ist sie an der Spitze, und da sie bisher noch nie trotz ihrer Tollkühnheit eine Verwundung davongelragen hat, spinnt der A b e r g l a u b e bereits seine Legenden um die Gestalt der jungen Amazone. Ihre Leute halten sie für tniverwnndbar. Margarita Neri ist ein ungewöhnlich hübsches Mädchen, wenn auch von ausgesprochen indianischem Typus, denn von mütterlicher Seite stammt sie von einer Indianerin aus Gnerero ab. Sie spricht neben ihrer spanischen Muttersprache fließend englisch und französisch und hat sogar einige Kenntnisse in der alten Nahuati-Mundart, der Sprache ihrer indianischen Borfahren. "Der Schlaf der Fische. Es wäre eine fesselnde Auf" gäbe, zu versuchen, wie iveit das Schlafbedürfnis in der Lebewelt verbreitet ist. Die Säugetiere schlaien sämtlich, ebenso Vögel, Reptilien und Amphibien. Dagegen galt es früher als sicher, daß die Fische nicht schlafen. Erst in den letzten Jahren sind ivenigstens bei einigen Fischen Beobachtungen gemacht worden, die den Nachweis liefern, daß auch sie wenigstens einem schlafähnlichen Zustand zeitiveise unterworfen sind. Alle darüber bisher gemachten Erfahrungen hat Dr. Reuß in der „Allgemeinen Fischerei-Zeitung" zusammengestellt. Der erste, der den Schlaf der Fische festgestellt hat, war Boulenger, und dieser Forscher ermittelte auch bereits, daß die Fische sich dabei auf die Sette legen. Tr. F. Werner hat dann ähnliche Ermittelungen an verschiedenen Arten der Welse, am Schlammpeitzger und am Steinbeißer gemacht. MancheWelse nehmen während des Schlafs eine halbmondförmig gekrümmte Stellung ein, wie man sie gewöhnlich an den Schleien sieht, wenn sie gekocht auf die Taiel kommen. Tie Fische verhalten sich im Schlaf so regungslos, daß man sie auf den ersten Blick sür tot halten muß. Es hat sich aber gezeigt, daß sie trotz scheinbar völliger Unterbrechung der Almungsbewegungen ganz gesund waren und eben nur schliefen. Eine recht genaue Untersuchung hat dann Romais an den sonderbaren Fischen ansgeiührt, die als Maul- brüter bezeichnet werden, weil die Weibchen die Eier so lange in ihrem Maul tragen, bis sie zu kleinen Fischchen ausgebrütet sind. Auch diese Fische schlafen, indem sie sich ganz auf die Seite legen, jedoch zeigen die Bewegungen der Kiemendeckel an, daß bei ihnen die Atmung nur wenig herabgesetzt ist. • Leuchtende Termitenhügel. Vor vielen Jahren beobachtete Herr Frederick Kuab in Amazonien leuchtende Termtten» Hügel. Er sah diese Erscheinung zlim erstenmal auf einem nächtlichen Waldspaziergang in der Umgebung von Santarem in Brasilien. Unter de>i Bäumen herrschte vollkommene Dunkelheit. Plötzlich wurde eine leuchtende Fläche bemerkbar, die aus unzähligen Punkten phosphoreszierenden Lichtes bestand. Diese Punkte schienen ihre Lage zu wechseln und ineinander überzugehen und bildeten aus diese Weise glänzendere Flecke, die sich beständig auflösten und wieder erschienen. Tie den Beobachter begleitenden Eingeborenen erklärten, daß das Licht von den Termiten erzeugt werde. In der Tat gehörte die leuchtende Fläche einem großen Termitenhügel an. Ter genannte deutsche Ansiedler sah späterhin noch verschiedene derartige leuchtende Termitenhügel, konnte aber, wie in der Wiener Zeitschrift „Urania" ansgeiührt wird, niemals seststellen, ob die Insekten selbst die Leuchlkörper sind. Dagegen Hai Joao Severiano da Fonseca in einem schon 1880 eridnenenen Reiscwerk über Brasilien mitgeteilt, daß er im Staate Malta Grosso em Ter- mitennest wie mit Sternchen bedeckt gesehen habe, das einem kleinen, glänzend erleuchteten Turme glich. Als mit einem Stock darausgeschlagen wurde, gingen die Lichter sofort uu§, erschienen aber nach und nach von neuem, und zwar zunächst dort, wo die Schläge am schwächsten waren. Auch Castelnau hat in seiner Reisebeichreibung über die zentralen Gebiete Südamerikas einen solchen ' leuchtenden Termitenhügel beobachtet. Tie Erscheinung wurde nach seiner Ansicht von einer Unmasse kleiner phosphoreszierender Larven hervorgebracht, die sich in ihre Gänge zurück- zogen, wenn versucht wurde, sie zu sangen. Es scheint demnach das Leuchtvermögen auf besondere Arten von Termiten beschränkt zu sein oder nur unter ganz bestimmten Bedingungen des Termiten- lebens aufzutreten. * In der Schul«. Lehrer: „Was versteht ntton denn unter Tagesgrauen?" — Schüler: „Wenn man Mlfstehen muß!" * Stoßseufzer. „Ihr« Frau ist di« reine Eva." — „Ja, aber leider braucht sie mehr und teurere Kleidung als jene. * Der schalkhafte Fechtbruder. Bettler (der von der Hausfrau eine etwas stark gesalzene Suppe erhalten hat): „Ach, gnädige Frau, die Suppe erinnert mich so scheen an meine Militärzeit; mein Schatz von dunnemals war nämlich genau so verliebt in mich." Skat-Ausgabe. Hinterhand reizt bis Solo, weshalb Mittelhand Null ouvert spielt mit folgenden Karten: Q <2 <2 <2 Q <2 ❖ O Oxfr ❖ o V <7 <2V<2 -2 Q Q <2 Vorhand hat acht Angeii in ihren Blättern mehr als Hinter' Hand. Das Spiel geht verloren, obgleich die übrigen Pique nicht gufammen stehen. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Palindroms in voriger Nummer r Nebel, Leben. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gieße»