jiönw MM Wt. Mi { LLLLLS« W-: M A'7. AM Das Witwenhaus. Roman von Helene von Mühlau!. (Bortfeynng.) (Nachdruck verboten.) „Eigentlich schade," meinte die Kosy zu Frau von Hilbach, „daß gerade die Natustus' ziehen. Das waren -nette, bescheidene Leute, bei denen man immer wußte, wo man dran war. Ich hab tntr schon ausgedacht, wie wir die Wohnung für den Sommer Herrichten. Da springt was bei heraus, Frau von Hilbach. Wenn die Berliner und Leipziger ihre Küche haben, daß sie das teure Hotelessen sparen, dann geben sie gern ein paar Mark mehr für die Wohnung. Wir gehen zum Topfmarkt nach Naum- burg und kaufen Ausschußware, da kriegen wir für zehn Mark die ganze Kiiche voll, und tapezieren tun wir allein. Das können wir uns sparen, dein Tapezierer vierzig Pfennig für die Rolle zu bezahlen. Sie sollen mal sehen, das macht sogar Vergnügen, und wenn man so tüchtig arbeitet, fliegen die Tage nur so dahin!" Frau von Hilbach hörte das Schwatzen der Alten nur wie ein Geräusch, etwa so, wie sie das Rauschen des Wehres hörte, man konnte dabei denken, wenn man wollte, aber sie dachte ja nicht einmal. Die Gedanken liefen in ihrem armen, müden Kopf bunt durcheinander, und sie gab sich keine Mühe, sie zu ordnen. Es ivar ihr ja alles so gleich- gültig, so entsetzlich gleichgültig. Wenn ihr jemand gesagt hätte, in den nächsten Minuten würde das alte Haus über ihr Zusammenstürzen, sie würde nicht erwacht sein. Dumps und schwer, wie eine Last, die viele Zentner wog, lag der Schmerz auf ihrem Kopf. Noch hörte sie seine» leisen, lieben Worte, noch zrrckten ihr« Lippen und glaubten seine heißen, innigen Küsse zu fühlen. „Ich komme ja wieder", das hallte in ihrem Herzen nach! Er hatte es gesagt, als sie oben von der Wilhelmsburg den dritten Vers vom Kirchenlied saugen: „Ein feste Burg ist unser Gott!" und nun hörte sie seine Worte wie eine heilige, mächtige, rauschende Mu ik, die über Berge, Wälder, Flüsse und Täler schallte: „Ich komme wieder!" Und doch war sie so schwach, so viel, viel schwächer wie vorher, da ihre Zukunft noch in graue Schleier gehüllt vor ihr gelegen. Warunl konnte sie jetzt nicht jubeln, warum nahm sie jetzt nicht ihr Kind ans Herz, ihr kleines Kind, dem sie sonst alles erzählte, wenn sie auch wußte, es verstand sie nicht, warum konnte sie ihm jetzt nicht sagen: „In einem Jahr kommt er wieder und holt uns und macht uns glücklich, Jungchen, so namenlos glück- uch!" — Ach nein, er hatte ja alles mit sich genommen, all ihre armen Gedanken, ihre Kraft, ihren Willen, ihre Zuversicht und den festen Glauben an das Wunderbare, alles war mit ihm gegangen, und sie fühlte sich so elend, so entsetzlich elend und mutlos. Die Kosh ordnete ihr die Schleifen an ihrem Kleid und holte einen großen Kragen aus der Kommode: „Was Weißes steht Ihnen aut, und Sie sehen dann auch ein bißchen froher aus. Machen Sie nur kein so betrübtes Gesicht, wenn die Specht und die Hänsletn kommen, die machen sich ohnedem schon ihren Vers und wissen, daß Ihnen der Mschied vom Doktor schwer geworden ist. Aber wenn die Specht sich weigern sollte, die zerbrochene Scheibe zu ersetzen, dann werden Sie mal energisch. Die Rahmen von der ihren Doppelfenstern sind vollkommen in Stand, und wenn sie vergißt einzuhaken, wenn Sturm ist/ darrn hat sie den Schaden zu tragen. So, da klopft sie schon wieder." „Ich wünsche frohes Neujahr!" begrüßte die Specht Frau von Hilbach, als sie zu ihr inS Zimmer trat. „Meine Miete wollte ich bringen!" Frau von Hilbach erwiderte ihren Glückwunsch und schob ihr einen Stuhl hin. „Bitte! Hier meine eigentliche Miete!" sagte die Specht und schob einen Betrag hin, „und hier die Steigerung! Wollen Sie die Güte haben und unterschreiben?"- Frau von Hilbach füllte die Quittung aus und dankt« für das Geld. „Ich habe Ihnen schon schriftlich die Mitteilung gemacht, daß ich Ostern ziehe!" fuhr nun die Specht fort/ und Frau von Hilbach sagte etn erstauntes: „So?" „Wie, haben Sie meinen Brief nicht bekommend fragte die Specht etwas erregt, und Frau von Hilbach wurde verlegen. „Ja, ich glaube!" sagte sie, und im selben Augenblick kam die Kosy mit den noch uneröffneten Briefen, die Langs- mann am Morgen gebracht hatte. Sie gab sie Frau von Hilbach: „Hier ist der Brief wohl bei!" Die Specht sah spöttisch zu den beiden Frauen hinüber. „Ach, Sie haben unsere Unterhaltung mitangehört?" sprach sie zur Kosy gewandt, die einen Augenblick tief- rot wurde. „Ja, in diesem Haus sind die Wände etwa- dünn, das habe ich auch schon gemerkt!" „Wenn Sie sich da mal nicht irren, Frau Oberlehrer," entgegnete die Kosy, die schnell ihre Fassung wieder erlangte. „So, Frau von Hilbach, mir scheint, dos ist der Brief; der ist hier vom Ort, nee, warten Sie mal, da ist noch einer mit fünf Pfennig frankiert. Da müssen Sie gleich beide aufmachen!" „Dies hier ist er!" erklärte die Specht, und dabei lächelte sie wieder so, daß es aussah, als schlüpfe ihr eine Schlange um den Mund. Frau von Hilbach öffnete den Brief. Er enthielt die Benachrichtigung der Kündigung für April. „Es rst gut, Frau Oberlehrer, haben Sie sonst noch einen Wunsch?" Die Specht stand auf. ,£), ich störe wohl! Nein, ich habe sonst keinen Wunsch, höchstens den, daß Sie einen recht angenehmen Mieter für meine Wohnung bekommen." Frau von Hilbach erwiderte nichts, aber die Kost) erinnerte au die zerbrochene Scheibe. Daraus hatte die Specht gewartet, dem: es war, als huschte etwas wie Freude über chr Gesicht. „Wegen der Scheibe muß ich Sie bitten, mich zu verklagen! Gutwillig ersetze ich sie nicht, nun, und wo wir doch einmal aus diese Dinge zu sprechen kommen — ah, es klopft!" „Herein!" rief die Kosh, und die Hänflein kam im Vonutagsstaat in einem blauen Tuchkostüm mit goldenen Litzen und Knöpfen verziert, ins Zimmer. Auf dem Kopf trug sie einen großen Hut mit blauen Federn; in der einen Hand hielt sie ihr Gesangbuch, in der andern das Porte- momtaie. Sie sah sehr schön und elegant aus, und die Kosy starrte sie einen Augenblick tote verblüfft au. ..Guten Morgen," sagte die Häuflein, „ich wünsche ein zMmiches Neujahr!" Frau von Hilbach bat sie, aus dem Sofa Platz zu nehmen, aber die Hänflein dankte kühl: „Ich wollte nur meine Miete bringen," und sie zählte den Betrag auf. »Meinen Brief haben Sie ja bekommen, Frau von r»ach. Ich will noch einmal mündlich wiederholen, daß zum 1. April die Wohnung gekündigt habe!" Die Kosh wurde kreidebleich. ,/O," sagte die Specht, „liebe Frau Hänflein, Frau Von Hilbach hat unsere Briefe noch gar nicht geöffnet!" tob ihr Gesicht strahlte bei diesen Worten. Das war wieder so echt, so ganz Frau von Hilbach, bie las einfach ihre Briese nicht. „So?" wunderte sich die Hänflein, und die Kosy kramte unter den Briefen und gab ihrer Herrin den zweiten, ter fünf Pfennig Porto trug. Frau von Hilbach las und sagte leise: „Es ist gut, ßtatu Häuflein!" Die Kosy aber konnte ihrer Erregung nicht Herr werden. Die Hänflein kündigte und hatte doch den bril- lanten Sommer hinter sich! Herr im Himmel, was sollte denn da werden? Die Natusius zog, die Specht zog, die Wohnung der Lengerich stand leer, und nun kündigte die Häuflein den großen, linken Flügel! Das war ja ent- fetzlich l Was sollte denn da werden? Vier Wohnungen megte man doch nicht so einfach besetzt, und die paar Möbel, die Frau von Hilbach aus dem Boden hatte, reichten eben, um die Wohnung der Natusius für den Sommer suszumöblieren. „Ist das Ihr Ernst?" fragte sie fassungslos. Die Häuflein sah sie hochmütig au. „Söffen Sie doch, Kosy!" bat Frau von Hilbach, und die Specht begann wieder wegen der Fensterscheibe. „Also ich muß Sie bitten, mich zu verklagen! Gutwillig zahle ich nicht. Man wird ja dann Gelegenheit Nehmen, die Wohnung richtig zu besichtigen, und--" „Ich bitte, Frau Oberlehrer," unterbrach sie Frau von Hilbach und griff an ihre Stirn, die sie schmerzte. „Wir wollen uns nicht auf unangenehme Erörterungen ein» lofjen. Wollen Sie nicht zahlen, so verzichte ich!" „Nee aber, Frau von Hilbach," fing die Kosy an, aber He schwieg, als sie den verweisenden Ausdruck im Gesicht ihrer Herrin sah. „Also ich wiederhole noch einmal meine Kündigung!" fagte die Häuflein. „Frau Oberlehrer, Sie sind mein Zeuge!" Dann verabredeten sie sich zum gemeinsamen Kirchgang, verneigten sich gegen Frau von Hilbach und gingen. Die Kosy sank auf einen Stuhl und schlug die Hände Vors Gesicht. „Herr, du mein Gott!" jammerte sie, und sie wollte Jerade anfangen, ihren erregten Gedanken Worte zu verleihen, als Frau von Hilbach ihr die Hand auf die Schults; legte. „Gute, alte Kosy," sagte sie, „ich weiß alles, was M« jetzt sagen wollen. Aber was nützen Worte? Es ist schlimm, ich weiß es wohl, aber bitte, heut machen Sie mir das Herz nicht schwer, Kosy, heute nicht! Ich kann es sicht hären. Morgen wollen wir davon reden, nur jetzt muß ich Ruhe haben!" Dis Kosy schluchzte auf. „Wenn das unser Doktor Mßte," murmelte sie, „und gerade wie er mich heute morgen fragte, ob wir nun wirklich keine Sorgen für die nächste Zeit hätten, hab ich ihm vorgerechnet, daß wir glatt durchkommen, besser als andere Jahre, und nun —“ „Lassen Sie, Kosy," bat Frau von Hilbach noch einmal, „heute können wir ja doch nichts tun; morgen will ich mit Ihnen überlegen, ich verspreche es Ihnen!" und dabei sah sie die Kosy flehend an. „Ach, meine arme Gnädige!" antwortete die, „ich weiß ja, warum Sie so reden können, aus eigener Erfahrung weiß ich all das. Hunger und Durst, das ist Kinderspiel gegen so einen Kummer, wie Sie ihn jetzt' fühlen. Ich will mir gern die Finger blutig arbeiten und von Kaffee und Kartoffeln leben, jahraus, jahrein, aber eine unglückliche Liebe möchte ich nicht noch einmal durchmachen, das ist schlimmer als die schlimmste Krankheit, und dafür gibt es auch kein Mittel, höchstens die Zeit, Frau von Hilbach. Aber Sie lieben ja nicht einmal unglücklich oder umsonst: Ihr Doktor kommt ja wieder. Was ich durchgemacht hab, das kann ich keinem Menschen beschreiben, das versteht auch keiner, und dabei war ich verheiratet und hatte Pflichten und lief doch herum, als trüge ich ein Messer im Herzen. Ach, Frau von Hilbach, nee, damit will ich Ihnen heute nicht kommen, er liegt ja nun auch schon lang unter der Erde--— Aber daß die Hänflein zieht---" Frau von Hilbach saß an ihrem Fensterplatz und stützte den Kopf in die Hand. „Kosy, wann gehst du denn nchch Naumburg, meine Eisenbahn laufen?" quälte Erwin. „Morgen, Jungchen, morgen! Ich dachte, Frau von Hilbach, dann könnte ich gleich die Annonce im Kreisblatt aufgeben, was meinen Sie?" Es klopfte schon wieder. „Die Frau Pastorin läßt fragen," meldete Frau Häufleins Köchin, „ob Frau von Hilbach mal zu ihr heraus- kommen wollte. Sie hat sich gestern abend beim Punsch bei der Frau Hänflein ein bißchen übernommen und liegt noch im Bett." „Ja, ich komme!" sagte Frau von Hilbach, und das Mädchen ging. „Die steckt auch mit denen unter einer Decke in letzter Zeit!" brummte die Kosy beklommen. „Gott, Frau von Hilbach, wenn wir do'ch verkaufen könnten und nach Berlin ziehen. So eine Dame wie Sie, die ein paar fremd- landifche Sprachen spricht und überhaupt so viel weiß, die kommt in Berlin durch. Da wett ich drauf--" „Still Kosy," bat Frau von Hilbach, strich der Men übers Haar und ging hinaus. „Aber kommen Sie bald wieder, Frau von Hilbach," rief ihr die Kosy nach. „Wenn Sie Kopfschmerzen haben, können Sie das viele Geschwatze nicht vertragen." (Fortsetzung folgt.) Die verschwundene Braut. Eine Detektivgeschichte von Conan Doyle. (Fortsetzung.) (Nachdruck verboten) „Es ist ivirklich recht gnädig von Seiner Lordschaft, daß er meinem Kopf die Ehre erweist, ihn mit dem {einigen auf eine Stufe zu stellen," meinte Sherlock Holmes lachend. „Aus dieses lange Kreuzverhör hin habe ich aber eine kleine Erfrischung und eine Zigarre verdient. Ich war mit meinen Schlußfolgerungen übrigens bereits im reinen, ehe unser Besuch erschien." „Mein lieber Holmes!" „Unter meinen Aufzeichnungen befinden sich mehrere ähnliche , Fälle, aber wie schon erwähnt, ist es noch bei feinem! so flink gegangen. Das Verhör machte meine Vermutung nur zur Gewißheit. Ein Indizienbeweis ist gelegentlich außerordentlich überzeugend, namentlich wenn auch das übrige so genast dazu paßt." „Aber ich habe doch alles mit angehört, so gut wie du." „Allerdings, aber ohne die Kenntnis der früheren Fälle/ die mir so sehr zu statten kommt. Da war ein Fall vor einigest Jahren, wo — doch da kommt ja Lestrade! Hallo Lestrade, guten Abend! Dort drüben steht Ihr Stamm glas und hier ist die Zigarrenkiste." Der keine Herr erschien in einer hellen Jacke und hellem Halstuch, was ihm ein ganz seemännisches Aussehen gab, ist der Hand trug er eine schwarze Reisetasche. Nach kurzem Gruße ließ er sich nieder und steckte sich die angebotene Zigarre an. „Was ist beim los?" fragte Holmes mit einem Zwinkern seiner Augen. „Sie sehen ja recht mißmutig aus." 1 1 X 185 „Bür ich auch. Diese Teuselsgeschichie mit der Hochzeit Loco St. Simons! Ich weis; nicht, an welchem Zipfel ich das Geschäft mrsassen soll!" „Wirklich! das ist mir überraschend." „Hat man je von einer so verttakten Geschichte gehört? Sobald ich meine ich habe einen Faden gefunden, schlüpft er mir wieder durch die Finger, den ganzen Tag habe ich mich daran abgearbeitet. „Und gewaltig naß sind Sie scheint's dabei geworden." verletzte Holmes, seinen Rockärmel befühlend. „Ja. Ich habe den Kanal ausfischen lassen." „Wozu denn das, nm Gottes willen?" „Uni beit Leichnam von Lady St. Simon zu suchen." Sherlock Holmes lehnte sich in seinen Süihl zurück Und lachte aus vollem Halse. „Haben Sie auch das Bassin des Springbrunnens auf dem Trafalgarplatz ausfischen lassen?" fragte er. „Wieso? Warum das?" „Weil Sie gerade soviel Aussicht hatten, dort die Leiche zu finden, wie im Kanal." Lestrade warf einen zornigen Blick aus meinen Freund. „Es scheint, Sie sind nicht vollstündig im klaren über alles!" sagte er gereizt. „Nun, ich habe zwar erst eben den Verlauf der Sache verkommen, aber meine Ansicht habe ich mir gebildet." „So! Dann sind Sie wohl der Meinung, der Kanal habe gar nichts mit der Sache zu tun?" „Ich halte es flir höchst unwahrscheinlich." „Wollen Sie dann vielleicht die Güte haben mir zu erklären, tote diese Sachen hier hineingekommen sind?" Damit öffnete er feine Tasche, aus welcher ein Brautkleid aus verblaßter Seide, ein Paar weiße Atlasschuhe, ein Brautkranz und Schleier herausfielen, alles vom Wasser durchweicht und verdorben. „So," sagte er, und legte noch einen ganz neuen Ehering' oben auf den Haufen, „nun knacken Sie mir 'mal diese Nuß, Herr Holmes." „Also aus dem Kanal süid die Sachen heraufgeholt worden?" Versetzte mein Freund und blies dabei blaue Ringe in die Lust. „Nein, ein Parkhüter sah sie in der Nähe des Ufers schwimmen; man hat sie als der Lady gehörig anerkannt; nun dachte ich, sind die Kleider da, so wird die Leiche mich nicht weit davon sein." „Dieser wunderbaren Logik zufolge müßte mau also die Leiche eines Verstorbenen stets in der Nähe seines Kleiderschrankes Eiden. Und bitte, sagen Sie mir doch, was hofften Sie denn durch zu erreichen?" „Einen Beweis für die Beteiligung der Flora Millar an dem Verschwinden der Vermißten." „Tut mir leid, aber das wird schwer halten." „Wirklich, auch jetzt noch?" rief Lestrade in gereiztem Tone. z.Und mir tut es leid, Holmes, Ihnen sagen zu müssen, daß Sie mit Ihren Schlüssen und Vermutungen nicht sonderlich glücklich sind. Sie haben zwei Böcke in den letzten zwei Minuten geschossen. Durch dieses Kleid ist Flora Millar überführt." „Und wieso das?" „In dem Kleid ist eine Tasche. In der Tasche befindet sich ein Visitenkartentäschchen. In diesem Täschchen steckt ein Zettel. Und hier ist der Zettel selbst." Damit legte er diesen vor Holmes auf den Tisch hin. „Hören Sie nur: „Wenn alles besorgt ist, werde ich erscheinen. Komme unverzüglich. F. H. M." „Ich war von Ansang an der Ueberzeugung, daß Lady St. Simon durch Flora Millar weggelockt worden ist, daß sie, ohne Zweifel im Verein mit anderen Genossen, an ihrem Bcr- {chwinden schuld ist. Dieser Zettel mit Flora Millars An- angbuchflaben unterzeichnet, wurde der Lady ohne Zweifel unter »er Tür in aller Stille in die Hände gespielt, um sie vom Hause toegzulocken." „Vortrefflich, Lestrade," versetzte Holmes lachend. „Sie sind in der Tat höchst scharfsinnig. Lassen Sie mich 'mal sehen." Damit griff er gleichgültig nach dem Zettel, allein plötzlich wurde seine Aufmerksamkeit rege und ihm entfuhr ein Ausruf freudiger Ueberraschung. „Das ist wirklich von Bedeutung," bemerkte er. „Ha, sind Sie jetzt auch der Meinung?" /«Versteht sich. Ich gratuliere Ihnen aufrichtig." , ,^/strade erhob sich in seiner Siegesfreude und beugte sich gleichfalls über den Zettel. „Aber," rief er, „Sie schauen ja üuf die verkehrte Seite!" „Durchaus nicht, das ist die richtige Seite." . -'Die richtige Seite? Sie sind nicht bei Trost. Hier steht i« die Notiz mit Bleistift geschrieben." „Und dort steht etwas, das einem Stück von einer Hotel- Rechnung ähnlich sieht, und mich höchlich interessiert: Zimmer 8 Shill., Frühst. 2 Shill. 6 Pence, Gabelstiihstuck 2 Shill. 6 Pence, ein Glas Sherry 8 Pence." u „Dahinter steckt nichts, Das habe ich längst gesehen," er- torderte Lestrade. "Es hat allerdings ganz den Anschein. Und trotzdem ist es von höchster Bedeutung. Was die Bleistiftnotiz betrifft, so ist diese, oder wenigstens die Anfangsbuchstaben, gleichfalls von Wichtigkeit. Ich gratuliere daher.nochmals." „Wir haben jetzt genug Zeit vertrödelt." versetzte Lestrade, indem er sich erhob. „Ich halte mehr davon, eine Aufgabe tüchtig anzupacken, als beim Kaminfeuer geistreiche Hypothesen darüber auszuklügeln. Adicu, Herr Holmes, wir werden ja sehen, wer der Sache zuerst auf den Grund kommt!" Er packte die Kleidungsstücke wieder in die Tasche und schritt der Tür zu. „Einen Wink will ich Ihnen doch noch geben, Lestrade," rief Holmes gleichmütig seinem abgehenden Kollegen nach, „ich will Ihnen die richtige Lösung des Rätsels verraten. Lady St. Simon gehört ins Fabelreich. Eme solche gibt es nicht und hat es nie gegeben." Lestrade warf einen betrübten Blick auf meinen Freund., Dann wandte er sich zu mir, deutete auf seine Stirn und verschwand eiligst unter feierlichem Kopfschüttelu. Kaum hatte sich die Tür hinter ihm geschlossen, so erhob sich Holmes und zogfeinen Ueberzieher an. „Es ist etwas Wahres an dem, was der Mensch sagt; es laugt nichts, hier müßig zu sitzen," äußerte er, „deshalb muß ich dich wohl jetzt mit deinen Zeitungen allein lassen, Watson." Es war fünf Uhr vorüber, als Holmes mich verließ; doch hatte ich nicht lange Zeit, mich einsam zu fühlen; es dauerte keine halbe Stunde, so brachten zwei Leute aus einem Delikatessengeschäft eine große flache Kiste herein, der sie zu meinem größten Erstaunen tut Handumdrehen ein ganz üppiges, kaltes Souper entnahmen, das bald auf unserem bescheidenen Junggescllentisch prangte. Da standen Rebhühner, ein Fasan, eine Gänseleberpastete nebst einer ganzen Batterie alter bestaubter Flaschen. Kaum! waren der Wein und die ledern Gerichte ausgestellt, so verschwanden die Uti)erbringet Wie die Geister in „Tausend und eine Nacht" ohne sich auf eine weitere Erklärung einzulassen, als daß das alles hierher bestellt und schon bezahlt sei. (Schluß folgt.) Mischen Winter und Frühling. Hygienische Plauderei von Dr. med. G. Schütte. Die Zeit der Erkältungen und Katarrhe ist wieder in auffallend starker Weise da, und der Rachenkatarrh tritt endemisch auf. Rachenkatarrh oder Halsentzündung nennt man eine durch Erkältung hervorgerufene Entzündung der Schleimhäute des Schlundes, wobei auch die Mandeln nnd das Zäpfchen ergriffen werden können. Der gewöhnliche Rachenkatarrh beginnt mit dem Gefühl der Trockenheit und Hitze im Halse, das Schlucken und Schlingen wird schmerzhaft, die Schleimhaut ist stark gerötet und mit Punkten eines zähen Schleimes bedeckt. Erstreckt sich die Entzündung weiter nach unten, auf die Schleimhaut des Kehldeckels, so erfolgt beim Schlingen Hustenreiz und beim Trinken oft Krampf husten. Ist das Zäpfchen stark geschwollen, so reizt es durch Berührung des Hinteren Zungenrückens ^um Husten. Sind die Mandeln stark geschwollen, so entsteht eine ganz besonders große Schlüig- beschwerde, die durch das Bedürfnis, den sehr vermehrten Speichel mederzuschlucken, sehr schmerzhaft wird. Am meisten geneigt zu diesem Katarrh sind verweichlichte Personen, die ohne Halstücher, ohne enge und hohe Stehkragen nicht leben können. Der böse Rachenkatarrh entsteht manchmal aus einem einfachen Schnupfen, pflanzt sich immer weiter nach unten fort und erzeugt den gefährlichen Luftröhrenkatarrh. Der Rachenkatarrh kamt akut oder chronisch auftreten; den akuten heilt man schnell durch Schwitzen und Gurgeln. Die besten Gurgelnngen sind folgende: Einfaches, frisches, kaltes Wasser, oder eine zweiprozentige Borsäurelösung, oben 2 Gramm Gerbsäure gelöst in 300 Gramm destilliertem Wasser, ober frisches, kaltes Wasser, in dem man eine kleine Portion Kochsalz, 3 Gramm auf Vi Liter Wasser, gelöst hat. Diese Kochsalzlösung ist namentlich bei Kindern anzuwenden. — In bezug auf die Gurgclung aber ist gar manches zu sagen. Zuerst: es müßte überhaupt viel mehr gegurgelt werden, täglich morgens, mittags und abends, und sei es nur mit frischem Wasser, das trägt zur Stärkung und Reinigung des Mundes und Schlundes ungeheuer viel bei. Wer regelmäßig gurgelt, behält gute Zähne und weiß nichts von Rachenkatarrh, denn es entsteht so auf die Dauer ein gesunder, gegen Erkältungs- und Nnsteckungscinflüsse jeder Art widerstandsfähiger Mundraum. Wer täglich regelmäßig und richtig gurgelt, wird die guten Folgen bald in seinem Gesamtbefinden merken. Der bekannte fade, nüchterne oder pappige Gcsckmack im Munde, den man sonst erst nach dem Kaffee los wurde, der tritt überhaupt nicht mehr auf, die Speisen schmecken einem leiser, und infolgedessen wird auch die Ernährung und Stärkung des Körpers günstig beeinflußt. Bor ollen Dingen -aber muß man richtig gurgeln! Die bis jetzt allgemein beliebte Art des Gurgelns ist nämlich grundfalsch und kann daher nicht die vollen Wirkungen erzielen. Es ist zur Gewohnheit geworden, sich zu gurgeln, indem man den Kopf, nachdem der Mund mit dem Gnrgelwasser stark gefüllt ist, möglichst weit nach hinten neigt nnd nun das bekannte Gurgel- geräiisch ertönen läßt. Das hat aber keine Bespulung der tieferen Halspartien, die eben gerade getroffen werden sollen, zur Folge, sondern wirkt höchstens als Mundspülung. Also ausreichend ist diese alte Art der Gnrgelung auf keinen Fall, und dazu sei noch betont, daß das „Gurgelgeräusch", das manche Menschen für so wichtig nnd notwendig halten, vollständig unnötig ist» Man 186 brcmcht gar kein Geräusch zu hören (was in vielen Fällen der Umgebung sehr angenehm sein wird!); ferner nelnne inail nur einen Hei nen Schluck des Gnrgelivassers, lege den Kopf nur halbweit und nicht ganz zurück und lasse nun die Giirgelflüssigkeit langsam von selbst sich nach abwärts senken. So nur gelaugt sie in den Hohlraum hinunter und wird, da sich die Muskeln des Schlundes unwillkürlich znsammstzihen, dann -nährend einer leichten Vorwärtsneigung des Kopses mit ziemlich starker Gewalt nach oben gepreßt, also zum Munde, manchmal auch zur Nase hinaus. Auf solche Weise wird das ganze Schlnndrvhr gewisser« -.»aßen ansgeqnetscht uird es werden zugleich der zähe Schleim, die abgestorbenen Schleimhautteilchen, die aus den Zähnen gespülten Speisereste, kurz alle Verunreinigungen, mitgerissen. Bei Lieser Art von Gurgelnng werden auch die Mandeln und das Zäpfchen gehörig gereinigt, und jeder Hustenreiz unterbleibt. Hiermit ist aber die Hygiene des Racheirraumes noch nicht erschöpft. Unter den Mitteln, die geeignet sind, Erkrankungen vorzubeugen, ist noch in erster Linie die L u n g e n g t; m n a stik zu nennen, die den meisten Laien vollständig unbekannt — und doch ebenso einfach ist wie die Gurgelung! — Tiefes, langsames Einatmen der Lust, drei Sekunden lang, eine gleiche Pause des Anhaltens der Luft in aus gespannter Lunge und geweiteter Brust, dann langsames Ausatmen bis zur möglichste:'. Luftentleerung, ebenfalls in 3 Sekunden; diese Atmungen führen nicht nur bald zu einer Kräftigung aller beim Atmen wirksamen Muskeln NUd zur räumlichen Erweiterung der Brust, sondern sie erzielen auch das schöne Ergebnis, das; die Verdauung gefördert und die Spannung der übrigen Muskeln gehoben wird. Auch schwindet bald die bleiche Gesichtsfarbe der llebenden und macht einer frischen, gefunden Platz. Kinder, welche anfangs schon nach zehn Stauungen solcher Art müde mürben, weil sie gewohnt toaren, nur flach, also nur mit der oberen Brust zu atmen, und das tiefere Atmen durch Aufziehen der Schultern, Langziehen des Brustkastens zu erzwingen, vermögen nach zwei bis drei Wochen mit Leichtigkeit hundert- bis zweihundertmal in dieser Weise zu atmen. Diese Atmung darf aber nur durch die Nase bei geschlossenem Munde geschehen — wie man überhaupt besonders Kinder, die schon brat Hanse aus an mehr ober weniger ausgesprochener Engbrüstigkeit leiden, möglichst frühzeitig daran ge- loöhnen sollte, nur durch die Nase zu atmen! Besonders wohltuend mtb heilsam find die Tiefatimingen abends unmittelbar vor dein Schlafen, und zwar im Bett, in bet Rückenlage. Selbstverständlich muß das Schlafzimmer geräumig gut gelüftet, frisch und kühl fein. Diese Tiefatmungen in der Rückenlage üben einen beruhigenden Einfluß aus, sie mitten manchmal besser als alle anderen Berichianngsmittel — und sind das beste, billigste und gesündeste Schlafmittel. Genügen keine zehn Atmungen, dann mache man deren zwanzig bis dreißig, und die gute Wirkung bleibt selten aus. Dieses Rezept gilt Namentlich für leicht aufgeregte und nervöse Personen. Ein akuter Rachenkatarrh kann, wenn er vernachlässigt wird, zum chronischen iverbeit. Gewöhnlich ober hat ein chronischer Katarrh innere Ursachen. So bedeutet eine blaßkörnige Anschwellung des Gaumensegels (das ist der Hintere, weichere Gaumen) eine Skrofel-Krankheit. Eine umschriebene Röte des vorderen Segels läßt auf Schwindsucht oder Anlage dazu schließen. Ein chtonischer Rachenkatarrh geht leicht auf den Kehlkopf über, zumal meint der Patient viel spricht, singt, raucht oder trinkt. Auch wirkt auf die Dauer das fortwährende Hinunterschlucken der krankhaften Absonderungen höchst nachtellig auf die Magenfnnkttoneu ein. Man beuge also bei Zeiten vor und nehme keine Erkältung zu. leicht, baut bei einer solchen sind die Schleimhäute stets erweicht imb geschwollen, und in diesan Zustande sind sie weit empfänglicher als sonst für die Krankheitserreger, für die Bakterien ober Bazillen jeder Art. yea’mncbtes* ' Der ahnungslose Engel a us Sachsen. An bett Namen der alten Bischofsstadt Meißelt knüpft eine Redensart an, die in Sachsen im Schwange ist und nicht gerade höflich lautet: „Ter dumme Junge von Meißen*. Man wird unwillkürlich an die Bezelchimng erinnert, wenn man folgende wahre Geschichte liest. Nachdem eine hiesige Bank die Ausgabe der neuen Hundertmarkscheine cmgekündigt hatte, erschien am Schalter der Bank ein biederer Einivohner und äußerte den Wunsch, einen solchen Schein zu besitzen. Der Beamte hielt ihm den Schein auch entgegen und erwartete, daß der Alaun zunächst die entlprechenden 100 Mark in Gold oder Silber auf das Zahlbrett niederlegen würde. Da das nicht geschah, gab der Kassenbeamte dem fDiamt eine gelinde Andeutung, daß er zunächst mit dem Gegenwert von 100 Mark herausrücken solle. Als der Mann auch hierauf nicht reagierte, verlangte der Beamte in dürren Worten zuerst 100 Mark in Gold oder Silber, erst dann könne er ihm den neuen Schein einhändigen. Jetzt endlich ging dem Mann ein Licht auf. Nach einigem Nachdenken raffte er sich zu den geflügelten Worten auf: Das hab 'ch mer doch ooch bald gedacht, ich dachte, die gäbs geschenkt. — Nach diesem Ausspruch entfernte sich der Mann, der jedenfasts einem Spaßvogel zum Opfer gefallen mar. ' T er Glückszauber von Monte Carlo. Der aus- merksame Beobachter wird an der Riviera und hauptsächlich in Monte Carlo bemerken, wie gerade die elegantesten Besucherinnen der Spielsäle tvunderlich geformte Schmuckstücke tragen, seltsame Nachbildungen von Tieren u dgl. Tas Merkwürdige aber ist, daß man bei der Damenwelt zur gleichen Zeit fast immer dieselbe Form dieses Zierrats beobachten kann. Was die schönen Frauen tragen, sind keine gewöhnlichen Schmuckstücke, sind unersetzbare Kostbarkeiten : das kleine, aus Metall oder Stein geformte Tier ist ein Glückszauber, ist ein Amulett, ist die „Maseotte" der Schönen, di« allerdings, wie alle Gegenstände des weiblichen Geschmackes, von der Diode nicht ganz unabhängig ist. In diesem Jahre ist der Glückszauber ein winzig geformter Elefant aus purpur schim- mernbem Amethyst; die Augen des kleinen Viersüs-lers bestehen aus blitzenden Brillanten und auch über den Rumpf läuft ein Streifen kleiner Diamanten. Der Glücksbringer hat natürlich auch sein Heim, ein kostbar gearbeitetes Etui aus exotischem Holz, mit Samt gefüttert; die Außenseite ist mit dein Namen irgend einer exotischen Stadt geschmückt, ans der der Elefant gekommen sein soll, und auf der anderen Seite sieht man das Motto „Porte- Bonheur“. An den Spieltischen kann man ganze Herden solcher kleiner Elefanten ausmarschieren sehen. Ein anderer Glückszauber^ der unfehlbar hilft, ist ein winziges Büchlein, das mit rotem Maroguiuleder überzogen ist. Schlägt man es auf, so gewahrt man auf der einen Seite in Leder eine Nachbildung der Roulette; auf der anderen Seite ist die eigentliche „SDiascottc" angebracht, irgend eine Phantasiegestalt, die aus Gold gearbeitet und mit kostbaren Steinen geschmückt ist. Daneben aber tauchen auch als Glücksbringer blaue Böget auf, die ihren Ursprung in Maeterlincks „Blauem Vogel" haben; ein zarter Goldreif umgibt den kleinen Glücksvogel, der sicher dafür sorgen wird, daß man auf die richtig« Nmnmer setzt. * Eine Sprotte n frage. Fast überall, wo man den Sprottenfcwg betreibt — an der holsteinischen, der französischen, auch der englischen Küste — wird die Sprotte »männlich empfunden", rote der Sprachgelehrte Ferdinand Richters sich scherzend ausdrückt. »Der Sprott" hieß es schon im Angelsächsischen, und auch heute noch spricht man im Plattdeutschen niemals von einer Sprotte, sondern stets von einem Sprott. Bis zum Jahre 1774 lebte denn auch in den deutschen Wörterbüchern ruhig und friedlich der alleingesessene „Sprott". Tann aber kam auf einmal di« „Sprotte" hereingeschwommen und drängte ihn hinaus. Diesen interessanten kleinen Vorgang hat man — wohl nicht mit Unrecht — in Zusammenhang gebracht mit der im Jahre 1774 erschienenen deutschen Ueberietznug von Linnös Syetema naturae. Linus hatte in seinem Werke bewiesen, daß auch er die Sprotte „männlich empfand", denn er nannte sie „sprattus“ und nicht etwa „spratta“. Der Uebersetzer aber, Professor Müller in Erlangen, ließ über den in Frage kommenden Abschnitt in fetten Lettern drucken „Dis Sprotte", obwohl er daun, auch einmal von „dem Sprott" spricht. Tie hohe Bedeutung und große Verbreitung des Linnä'schen Werkemacht es erklärlich, daß nach seinem Erscheinen die neue Wortbildung überall bei uns in Aufnahme kam. Eingehendere Nachforschungen haben ergeben, daß es sich dabei anscheinend um eine völlig freie Erfindung Mullers handelt, dein die Sprachkundigen deshalb den Vorwurf der „Verweichlichung und Verweiblichung* des kleinen Fisches nicht erspart haben. Mit um so größerem Wohlgefallen stellen sie nun fest, daß „der Sprott" doch langsam wieder seinen Einzug in die Schriftsprache zu halten beginnt. Sachverständige, z. B. Naturforscher, Zoologen, die bei ihren Studien mit den Küstenbevölkerungen in Berührung kommen, schreiben nämlich, entgegen dem heutigen Sprachgebrauch, mit Vorliebe über „den Sprott". -- Magischer Dreieck. I Jn die Felder nebenstehender Figur sind _________ die Buchstaben eeeegggllmoorrn derart einzutrageir, daß die einander ent- ----------—J sprechenden wagerechten und senkrechten Reihen gleichlautend folgendes bedeuten: — ("'■■■* 1. Männlichen Vornamen. 2. Einen Raubvogel. T“”* 3. Tier aus derOrdnung der Amphibien. __J 4. Teil von Oesterreich. 6. Einen Buchstaben. Auslösung in nächster Nummer. Auflösung der Skat-Aufgabe in voriger Nummer? Abkürzungen : tr — Treff, p = Pique, o — Coeur, car ----- Garreau, trB — Treff-Blibe, pA — Pique-Aß, eD Coeur-Dame u. s. f. Vorhand erhielt: trZ, trK, tr9, pD.earZ, carK, carD, carö, car8, ear7, Mittelhand drückt pK und p7, Hinterhand hat den Rest. — Verlaus des Spieles: 1. V. carZ M, carA H. carB — — 23. 2. H. pA V. pD 3. an.trA H. p8 4. M. trB H. pZ 5. V. trK M. tr7 6, V. carö M. c9 M. cB B. tr.9 B. trZ ----- - 20. 83. cZ ----- - 14. H. eK ----- — 4. Sa. — — 61, Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Üniverfikäts-Buch« und Steindruckerei, R. Lange, Dießen.