W,s^* " ■ Das schlafende Heer. Roman von Clara Viebig. ^Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Ein Grausen rüttelte die Gemüter. Erregt stieß einer den andern an: „Bruder, he, hast du nicht gehört, daß Juden Kinder schlachten?!" Gewiß, man hatte es gehört. Und wenn der Löb Scheftel nun vielleicht auch 'kein Kind geschlachtet hatte, viel zu teuer war er doch mit dem Fleisch ! Ein Dutzend Stimmen heulten plötzlich laut auf: „Schlagt ihn tot, schlagt die Juden tot. Jesus Christus haben sie geschlachtet! Kinder haben sie geschlachtet! Kälber Und Lämmer haben sie geschlachtet, aber wir bekonrwen nichts davon!" Die Bürger, von dein Geheul aus dem Schlafe geschreckt, zogen die Bettdecken höher über die Ohren: et, Betrunkene, nichts neues waren die! Slblaßtag war's — man mußte sie lärmen lassen! Der Nachtwächter init Signalpfeife und Spieß drückte sich fester in die Nische der Kirche, wo er zu schlafen pflegte: Betrunkene, denen ging er gern aus dem Weg! „Gott soll hüten, haben die geschickert," sagte auch Löb Scheftel. Er, der nun, da sein Sohn Isidor ihn nicht mehr Unterstützte, oft bis in die Nacht zu schaffett hatte, war eben noch im Keller bei seinem Fleisch gewesen. Jetzt war er mit dein Lämpchen nach oben gekommen ins Lädchen Und hatte sich noch hingesetzt, Kasse zu machen, während sein Weib nnd Röschen, seine Tochter, hinten heraus in der dunklen Kammer schon schnarchten. Bekümmert sein spitzbärtiges Kinn in die Linke stützend, während die Rechte die Feder hielt, rechnete er. Es war nicht allzuviel an Gewinn einzutragen ins Hauptbuch. „Gott der Gerechte, teure Zeiten, schlechte Zeiten!" Er seufzte und kratzte sich mit der Feder auf dem Kopf. Wenn die .Herren Besitzer weiter solche Preise fürs Rindvieh Machten, wie sollte man da bestehen?! Bon den Schweinen gar nicht zu reden. Und die Grenze gegen Rußland war gesperrt, kein Schweinchen kriegte man mehr 'rüber; nnd keine Speckseite von .Amerika, keine Tonne SchMalz war mehr erlaubt! Nun fehlte bloß noch, daß der Sommer beit Rotlauf brachte oder die Sperre fürs Rindvieh wegen Maul- Und Klauenseuche, dann war's aus, dann konnte ntmt hier gehen mechulle, bei Gott, wie der Isidor es propha-- Ijcttc! „Gott Abrahams, Jsaks und Jakobs!" Der alternde Händler legte die Feder hin und schraubte das Lämpchen ein wenig höher. Aber tote er auch schraubte und rückte, es tourde nicht lichter um ihn. „Gott meiner Väter, hast du denn ganz vergessen dein auserwähltes Volk? Wirst du Uns nich schicken den Messias, wie du uns hast doch verheißen? 's wär' an der Zeit! Teurer ivird's von Tag zu Tag, aber bei Gott dem Allmächtigen, ich will nich. leben und gesund sein, wenn ich inache 'n Geschäft hier" — -* Er stockte. Mitten im betrübten Kopfschütteln erstarrte er plötzlich; den Kopf ein wenig auf die Schulter geneigt, blieb er steif sitzen. Denn draußen vor seinem Ladenfenster — so dicht, als tutete es ihm in die Ohren — ety» klang ein: „Hepp, Hepp!" Das galt ihm! „Hepp, Hepp" — wer hier hatte das nicht schon gehört?! .. , Die Erstarrung toidfr von Löb Scheftel. Sein Kassa« buch hinter den Ladentisch schleudernd und sich selbst hinter den großen Hauklotz flüchtend, auf dem das schwere Fleischbeil blitzte, stand er mit vorgeguolleiten Augen, das verfettete Lederbeutelchen, mit dem er stets auf den Handel zog, fest an die Brust gedrückt. ■ Draußen tappten viele Schritte. Eine Faust pochte derb au den vorgelegten Fensterladen; eine Hand legte sich auf die Klinke der Haustür und rüttelte daran. Einen wilden, verängstigten Blick warf der Jude um sich: weh geschrien, die Läden waren nur von Hotz und nicht von Eisen! Die hielten nicht lange dem Rütteln stand und die Tür auch nicht. Wo blieb der Gendarm, w'y der Nachtwächter mit feinem Spieß?! „Jude, Spitzbube, Gauner, wir wollen dich lehren, das Fleisch so teuer machen!" Unter der Wucht eines sich dagegen werfertden Körpers erzitterte die Tür und das ganze winzige Häuschen. Von Steinen — oder waren es Fäuste? — wie mit Hämmern bearbeitet, ächzte der Fensterladen. Krach, schon barst ein Spalt, und die Stange, die von innen vorgelegt war, fiel aus ihrer Klammer. Zu Hilfe, zu Hilfe! Wo blieben die, die den Bürger schützen sollten?! Die entsetzten Augen des Juden rollten:, weh, die kamen nicht! „Jude, Spitzbube, Gauuer! Du Gottesmörder •—" Da hörte Löb Scheftel weiter nichts mehr. Die schlotternden Füße in verzweifelter Anstrengung zur Eile zwingend, sprang er in die Kammer, schob den Nachtriegel vor, schrie den erschrocken auffahrenden Weibern zu: „Lauft, lauft, die Gojim kommen," und setzte zum' Hmterfensterchen hinaus, daß die Blumentöpfe, die Röschen dort pflegte, in Scherben klirrten. Blindlings rannte er davon, tote das Wild auf der Jagd, sinnlos, atemlos, ein gehetztes Tier. „Hepp, Hepp!" Er warf die Hacken fast bis an die Ohren auf eiliger Flucht; die Pantoffeln flogen ihm ab, er ließ sie fliegen, ans Socken rannte er in die Nacht hinaus. Nun war er schon weit. Er hörte nicht mehr das schreckliche Pochen an seiner Tür, auch nicht das Pochen an der Gastwirtschaft des Prochowuik nebenan, auch das nicht am Warenhaus bei feinem Schwiegersohn Leiser Hirsch, auch das nicht bei Gedulat Veigel, bei Joel Pascheles, bei Abraham Schaut Und wie sie alle hießen. Er hörte aber immer noch das „Hepp, Hepp" — das würde er hören bis an das Ende seinem .Tsge, Dorn Laufen erschöpft, von Furcht übermannt, sank Löb Scheftel nieder. Hier war die Abdeckerei. Einsam lag das dunkle Häuschen, ein wenig von den andern abgerückt. Aber er traute sich doch nicht zu klopfen: weh geschrien, jetzt nur nicht unter eines Christen Dach! Da kroch er lieber unter die Pferdehaut, die seitwärts am Giebel auf Stangen trocknete. Er kroch auf allen vieren darunter und machte sich ganz klein. Hier würden sie ihn nicht finden, die Gojim, und wenn sie ihn suchten die ganze Nacht und tagelang! Hier würde er liegen bleiben, bis die gefährlichste Zeit vorüber war und bis das Fleisch billiger wurde nach den: Fest. 19. Ostern war vorüber, Doleschal war aber nicht zum Fest zu den Seinen zmmckgekehrt, wie er so fest beabsichtigt hatte. Er schrieb Helene, es sei ihm nicht möglich, sich schon so bald loszumacheu, war man doch in Berlin ungeheuer entgegenkommend gegen ihn. Er bat seine Frau, es ihm nicht zu verübeln, daß er das Fest nicht mit ihr und den Kindern verlebte; sein Herz hing daran — aber durfte er seinem Gefühl, einem Wunsch, der rein privater Natur war, so viel nachgeben? Nein, das durfte er nicht! Er mußte fern bleiben in Tagen, an denen er seinen Knaben sonst immer selber die Ostereier versteckt hatte im ersten frischtreibenden Buchsbaum der Gartenrabatten. Er mußte ein Diner besuchen, das einer der Hanptführer der haka- tistischen Bewegung, Großgrundbesitzer und Parlamentarier, am ersten Osterfeiertag gab. „Das ist zu wichtig für mich", schrieb er. „Geliebte Frau, verstecke Du unfern Kindern die Ostereier — morgen wird das Kistchen ankommen, ich schicke die schönsten, die ich in Berlin bekommen konnte — und denke Du dabei an mich! Sage auch den Knaben, daß sie an mich denken. ,Euer Vater mußte noch in Berlin bleiben, sage ihnen, aber ist doch bei ench, im Geiste um euch. Für euch bedacht, daß einmal ein Ostern komme, wie der Lysa Gora noch keines geschaut hat. Tas werden sie natürlich nicht verstehen — können es ja auch noch nicht verstehen — wenn ich zwar glaube, daß unsern Hanns-Martin doch eine Ahnung davon überkommen wird, was es heißt: vom Lhsa Gora auf deutsches Land blicken, auf lauter ganz deutsches Land, wenn Du, gute Mutter, ihui das in Deiner Weise erklärst. Geliebte Frau, ich schreibe in einer gehobenen Stimmung, die Worte fließen mir nur so zu. Gestern abend traf "ich mit mehreren famosen Leuten beim Landwirtschaftsminister zusammen; natürlich war's keine Gesellschaft, nur eine.zwanglose Teestunde. Es tut doch wohl, unter Gesinnungsgenossen zu sein, es erquickt an Leib und Seele. Heute morgen beim Rasieren sah ich mich im Spiegel, ich war erstaunt: Du kannst es glauben, mir ist, als wäre ich um zehn Jahre jünger geivorden." Helene lächelte, als sie diesen Brief las. Sie freute sich für ihren Mann; wie voll von Hoffnnngsfreudigkeit War er! Aber doch war Wehmut in ihrem Lächeln, und hie Wehmut wurde Herr über das Lächeln. Die Hände, die den Brief hielten, in den Schoß sinken lassend, neigte sie das Haupt: wie würde Hanns-Martin die Enttäuschung ertragen? Denn die würde kommen. Die schien ihr so Unausbleiblich, wie heute auf den grellen Sonnenschein, der jetzt, Ende März, fast sommerlich sengend niederstach, ein Regenschauer. Gewitterig dünkte sie der Himmel, sie sah eine gefährliche Wolke überm Lysa Gora geballt. Ach, wenn doch Hanns-Martin sich nicht zu sicher in Hoffnungen wiegen wollte! Hätte Helene es begründen sollen, woher ihr jetzt oft die trüben Gedanken kamen, so hätte sie es nicht gekonnt; ihr liebendes Herz ängstigte sich eben um ihn. Würde es ihn nicht treffen bis in die tiefste Seele, wenn man den Polen ihm vorzog? Wenn er es ihr auch selbst gesagt hatte, daß seine Kandidatur durch Garczhnski stark gefährdet sei, überzeugt von seiner Niederlage war er doch keineswegs. Und auch, wenn er nun wirklich gewählt werden sollte, war er denn der Berufene, das Ziel zu erreichen?! „Deutsches Land, ganz deutsches Land, ach, lieber Gott!" Die blonde Frau faltete die Hände über dem Brief und schaute träumerisch durchs Fenster über die Fläche des Sees hinüber zum ragenden Lhsa Gora. Der schaute noch in polnisches Land, in ganz polnisches Lchnd, Und konnte denn auch ein einzelner Mann, wirklich einer allein, so vieles ausrichten, so Großes erreichen?! Wie in banger Frage hingen ihre Augen am Berße. Lange sann sie, dann schüttelte sie den Kopf: ach nein/ ein einzelner konnte das nie, niemals! Da mußte schon ein Heer anferstehen, wie das polnische Volk sich eines erhoffte dort aus dem Schoße des Lysa Gora. PelasiG die alte Amme, hatte die polnische Sage den Knaben erzählt. Aber sie — entschlossen stand Helene rasch auf — sie, als Mutter, würde jetzt zu den Knaben gehen und ihnen auch etwas erzählen: vom Vater, vom deutschen Land, und von — sie zögerte noch einen Augenblick und überlegte: Ivie sollte sie es ihnen denn verständlich machen, den jetzt noch unmündigen Kindern? — nun, von der Pflicht würde sie ihnen sagen und immer wieder sagen, die jedem von ihnen einst oblag, und die er schon begreifen lernen mußte von klein mt! Helene lächelte. Ihr eben noch so trübes Gesicht war übersonnt von diesem Lächeln, wie von Frühlingsschein die Flur. Es war etwas Strahlendes um die Mutter, die zu ihreu fünf Söhnen ging. * „Bleibe", hatte Helene von Doleschal ihrem Manu auf seinen Brief geantwortet. „Bleibe ruhig noch in Berlin, wenn Du meinst, daß es von Nutzen ist. Die Kinder gehorchen mir, und wir denken Deiner allezeit." So war er sogar noch ein paar Tage über das Fest fortgeblieben. Das hatte er wirklich nicht erwarten können, daß man ibm so viel Freundlichkeit in Berlin entgegcn- bringen, überhaupt dort so viel Interesse zeigen würde für die Verhältnisse in der Provinz. Er, der so lange einsam auf seiner Insel gesessen, hatte doch davon keine Ahnung gehabt, wie die Wellen, die am Lysa Gora brandeten, auch in der Reichshauptstadt anspülten. Man drückte ihm warm die Hand und glaubte ihm versichern zu dürfen, daß man alles daran setzen werde, seiner Wahl nachzuhelfen. Er hetzte sich unendlich ab in diesen Berliner Tagen. Dahin — dorthin—• immer noch gab es einen Weg, einen Besuch, eine Konferenz, aber er fühlte nichts von jener Müdigkeit, die ihm auf seinen Feldern so oft die Füße gelähmt hatte und den Mut auch. Elastisch überwand er die Anstrengung, und als er endlich im Kupee saß, um wieder nach Hause zu fahreu, hatte er! schon das beseligende Gefühl eines halben Sieges. Er hatte Helene nicht bestimmte Nachricht über seine Ankunft zukommen lassen, nur geschrieben, er würde noch telegraphieren. Aber dann hatte er auch dieses nicht getan f— wozu? Er würde lieber in der Kreisstadt einen Wagen beordern, und während dieser angespannt wurde, die Gelegenheit wahrnehmen, um ein paar Augenblicke bei seinem Freunde, dem Landrat, vorzusprechen. Es drängte ihn, diesem sofort von der erfolgreichen Reise zu berichten. Es war in Berlin schon recht frühlingsmäßig gewesen, der Winterpaletot war lästig geworden; ans allen Schmuckplätzen und in der Siegesallee hatten die Ziersträucher! gegrünt, aus den Körben der Händlerinnen waren Wolken von Veilchenduft aufgestiegen. Doleschal war schon am frühen Morgen, mit geöffneten Fenster sitzend, abgefahren, aber noch war er nicht drei Stunden unterwegs, als er das Fenster schloß. Je weiter nach Osten, desto niedriger die Temperatur. Ein scharfer Wind wehte erkältend. Noch hatte man Posen nicht erreicht, als Doleschal den als lästig oben ins Netz geschleuderten Winterpaletot wieder anzog; ihn fröstelte, und ein Unbehagen kroch ihm über den Rücken. War denn die Temperatur wirklich so erheblich kiihler hier, oder ließ nur die Angeregtheit, in der er sich befunden hatte, plötzlich nach? / Der Blick, der bald durch's Fenster links, bald durchs Fenster rechts schweifte, sah nichts als Felder, Felder, Felder. Wenige Bäume, wenige Häuser, wenige Menschen. Die große Monotonie des Ostens war da. Und wo der - Zug hielt, fremdartige Stationsnamen — das Reich des Ostens war da. Die Stirn runzelnd- saß der deutsche Mann, und die lähmende Traurigkeit, die er schon glaubte ganz abgeschüttelt zu haben, war auch: plötzlich! wieder da. O, wie grau war der Himmel! Und jetzt — war's! möglich? Wahrhaftig, hier schneite es noch! Regen mit Schnee untermischt ging in dichten Schauern nieder, und — 639 der Wind- der ungehindert über die weite Fläche schnob, peitschte sie gegen das Fenster. Ein Gefühl grenzenloser Vereinsamung überkam den ganz allein im Coups erster Klasse Sitzenden. Wie buntm1 war es von ihm gewesen, nicht Paul Kestner von seinem Aufenthalt in Berlin wissen zu lassen! Vielleicht wäre der jetzt auf ein paar Tage mit nach Hause gefahren? Und wie töricht, Helene nicht zu benachrichtigen! Nun würde kein Wagen an der Bahn sein, und sonst wäre Helene sicher dagewesen, ihn abzuholen; er hätte ihre Hand ein paar Stunden früher in der seinen halten können! (Fortsetzung folgt.) Aus dem Lchlachtselde von §edan. Unter dem Titel „Vierzig Jahre nachher" sammelt Jules Clarötie seine Erinnerungen an das Kriegsjahr 1870, unter denen in diesem Augenblick die Schilderung seiner Erlebnisse bei Sedan das größte Interesse erregen wird. Der bekannte französische Schriftsteller erzählt, daß kurz nach der Katastrophe unter den deutschen Befehlshabern und Offizieren der Glaube an einen baldigen Frieden geherrscht habe, daß „die deutsche Armee, glücklich und sogar erstaunt über ihren Sieg, sich auf den Frieden freute und zu den heimischen Herden zurückzukehren gedachte". Er lvurde mit einem Kameraden zusammen von zwei deutschen Ulanen „auf dem Wege aufgegriffen" und in das Hauptquartier des Prinzen Albrecht gebracht. Da er aber nicht als Kombattant au dem Kampfe teilgenommen hatte, so lag keine Veranlassung vor, die Kriegsgefangenschaft aufrecht zu erhalten, und es wurde ihm erlaubt, nach! Belgien zu gehen. Vorher lvurde er jedoch noch vor den Prinzen geführt, der mit ihm zu sprechen wünschte. „Der Prinz frühstückte mit seinem Generalstab in dein großen Saal des Wirtshauses „Zum weißen Roß" in La Chapelle. An den beiden parallel gestellten Tafeln saßen die Osfi- ziere in ihren sauberen Uniformen, elegant trotz ihrer Schmucklosigkeit, nahmen den Kaffee und plauderten. Der Prinz saß auf einem Taburett an der Spitze der linken Tafel und rollte eine'Zigarette zwischen seinen Fingern. Die Offiziere, die ihm zunächst auf der Bank saßen, rückten zusammen, um den Platz neben dem Prinzen frei zn machen. Dieser fragte uns, sanft, ohne einen anderen Akzent gls einen etwas südlichen Tonfall, woher wir kämen, was lvir vor hätten, wohin wir gehen wollten. „Ich glaube nicht", sagte er, „daß ich Sie werde zurückhalten müssen, man wird Ihnen sogleich in meinem Generalstab einen Passierschein geben. Uebrigens weiß ich garnicht, ob wir überhaupt noch im Kriege sind", fügte er lächelnd hinzu. Als wir über diese Worte einige Ueberraschung bezeigten, erwiderte er, indem er den Rauch seiner Zigarette tief einzog: „Napoleon ist Gefangener, der Kaiser hat sich ergeben." Er erzählte uns alle Einzelheiten, und ein preußischer General fügte hinzu: „Ihre Journale werden sicherlich sogleich ans diesen Ereignissen Siegesberichte machen. Ihre Presse mit ihren falschen Informationen nnd ihren Romanen hat Frankreich in einer absurden Zuversicht gehalten. In Oesterreich war es 1866 ganz so. Nach den Zeitungen waren wir ewig geschlagen. Die Oesterreicher hatten keine genaue Kenntnis von unseren Erfolgen, bis wir schon beinahe im Prater und vor den Toren Wiens waren. Manche Ihrer Zeitungen haben uns ebenso gute Dienste getan wie zwei Armeekorps." Um gerecht zu sein, muß ich bekennen, daß diese Offiziere von dem Feldzug ohne jede Emphase sprachen, wie wenn sie nach! Beendigung der Operationen diese nun auch objektiv beurteilen könnten. Sie drückten sich jwie Mathematiker nnd Fachleute aus, kühl und mit mehr Bescheidenheit, als wir hätten glauben können. Hauptsächlich beschäftigte sie die Frage, was inan jetzt in Paris machen werde: „Wenn der Kaiser oder das Kaiserreich in Frankreich noch möglich wäre, würben wir zufrieden sein", so erörterten sie, „denn wir würden von dieser Seite alle Bedingungen erfüllt erhalten. Aber die neue Regierung wird in nichts nachgeben, und so werden wir den Kampf fortsetzen müssen. Uebrigens wird sich Frankreich die Regierungsform wählen, die ihm die beste scheint. Das sind Privatangelegenheiten, in die wir uns nicht einmischen wollen. Das Wichtige für uns ist, die gewünschten Bedingungen zu erhalten und Ihr Vaterland zu zwingen, uns nicht in einem oder zwei Jahren wieder anzugreifen, Wahrlich, wir wissen, daß die Revanche-Idee nicht gps, Ihren Gedanken weichen wird. So wollen wir auch nicht, daß unsere Opfer unfruchtbar gewesen seien, und wir müssen uns dessen gegen Sie versichern." Prinz Albrecht gibt Clarötie nnd seinem Begleiter einen seiner Adjutanten mit, der ihnen den Paß nach Belgien ausstellen lassen soll. Der Offizier, ein junger, eleganter Husar, schwärmt ihnen von den militärischen Manövern des schicksalvollen Tages vor, der sich soeben zu Ende neigt. Vor ihnen dehnt sich das Schlachtfeld aus mit all seinen Schrecken und all seinen Schauern, dies ungeheure Leichenfeld, auf dem die Krankenwagen hin und her fahren und die Aerzte ihre traurige; Arbeit verrichten. „Nach dem ersten Entsetzen, das der Anblick dieser Leichenmassen verursacht, blicken wir auf die toten Körper, die, in ihrer Bewegung ober im letzten Tobeskrampf versteinert, in ihrer fahlen Blässe, mit beit offenen, verglasten Augen mehr Wachsfiguren gleichen als Gestorbenen. Allmählich fühlt man sich von einer tiefen Verachtung bes Tobes ergriffen, man wirb erfüllt von Be- wunbernng für diese Märtyrer, die ihr Leben bahingegebeu haben. Die stoische Liebe zum Vaterlande spricht lauten unb stärker zu uns; der Anblick bieser Helben läßt die erhabene Größe dieses Opfers besser begreifen und heißer lieben. Sie waren schön, diese französischen Toten, und! neben Leichnamen, deren Schrecken an die Kriegsbilderi Goyas erinnerte, lagen Unglückliche, deren stolze, straffe Stellung in ihrer Plastik an Meisterwerke der Skulptur! erinnerte, und ich suchte in dem durchbohrenden Schmerzgefühl, das mich umklammert hatte, einen grausamen Trost darin, die deutschen Toten mit den französischen zu vergleichen, diese schweren Germanen, die massig dalagen, biefe blonden, starken Soldaten mit diesen mageren Galliern, aus deren schmalen Gesichtern noch ein Zug höhnischer Ironie nnd spottenden Heldentums zu sprechen schien. . . . Der Abend kam. Am Himmel breiteten sich die melan^ cholischen Schatten der Dämmerung aus. Ich streifte mit einem Blick des Abschieds die Gehölze von Birken, in deren Schatten man noch die aufgehäuften Leichen erkennen konnte. Von Sedan her warf die untergehende Sonne blutrote s3te? flexe auf die Wasser der Maas. Mau hörte noch vereinzelte Gewehrschüsse, den Knall einer Flinte, die in die Luft entladen wurde, oder den letzten Schuß eines Verwundeten, eines Besiegten, der seine Niederlage noch nicht anerkennen wollte. Wir stiegen langsam nach Givonne herunter. Plötzlich erblicken wir mit stumpfem Staunen auf der Hochs- fläche, sich abhebend von dein bleichen Himmel, das Geleit der siegreichen Generale: den König, den Kronprinzen, Bismarck, und hinter ihnen, unbeweglich auf ihren Pferden, wie Kolosse von Granit, die berühmten weißen Kürassiere, das Schwert in der Faust, den Helm auf dem Haupt. Der König kam, um mit seinem Gefangenen, dem Kaiser, zn reden." __________ vermischtes. Vom Ergrauen her Haare. In Nr. 131 der Gießener F a m i l i e n b l ä t t e r hatten wir von neuen Forschungen über das Ergrauen der Haare berichtet, die nach der „Internat. Friseurzeitung" von einem japanischen Gelehrten, Dr. Nieda an gestellt worden sind. Aus unserem Leserkreis wird uns hierzu mitgeteilt, daß kein Japaner, sondern der Königsberger Anatom Geh.-Rat Prof. Dr. Stieda der Verfasser der Schrift ist, auf die sich die Mitteilungen stützten. Wie die „Internat. Friseurzeitung" zu dieser sonderbaren Verwechselung kommt, ist uns unerfindlich. * Ein gekaufter Säugling spielte die Hauptrolle in einer Angelegenheit, ans welcher hervorgeht, daß das Baby eine kurze, aber aufregende Sortiere znrückgelcgt hat. Im Spital, wo das Kind gestorben war, erregte fein Schicksal allgemeine! Teilnahme und nach eingezogenen Erkundigungen des Totcn- beschauers wurde ein trauriges soziales Nachtbild zu Tage befördert. Es wurde festgestellt, daß die Eltern des Kindes unbekannt seien und daß cs von Paris, wo es gekauft worden war, nach London gebracht worden sei. Die Frau eines Zimmermalers, Mrs. Powney, sagte aus, daß sie das Kind am 25. Mai übernahm. Es sei ihr von seiner angeblichen Mutter, einer Miß Frankel, gebracht worden, welche ihr mitteilte, sie hätte das Kind aus Paris gebracht. Es wurde ein Kostgeld von 8 Sh. pro Woche ausgemacht und Miß Frankel erbot sich freiwillig, 10 Sh. zu zahlen, int Falle sie das Kind für immer behaltünj wollte, da, sie selbst nichts damit zu tun haben wolle. Schließlich habe sie auch igeftandeu, daß es gar nicht ihr eigenes Kind sei und daß sie ps von einer Frau in Paris für 6 Pfund gekauft habe. Sie selbst benötigte das Kind, um einen Mann, der sie angeblich zu Grunde gerichtet habe, durch die Anwesenheit des Kindes zur Heirat zu bewegen, dem sie offen,ba.r zu verstehe» geben wolle, baß bas Kind die Frucht Wer gemeinsamen Bsi- »chunaen fet. Sie selbst habe keine Beweise in Händen, ob die Erzählung der Miß Frankel wahr sei. Miß Frankel sei übrigens inzwischen nach Oesterreich ausgewiesen worden. Als das Kind krank wurde, habe sie einen Arzt geholt, der Meningitis konstatiert und den Transport des Kindes ins Spital veranlaßt habe. Aus der Geschichte geht klar lind deutlich hervor, daß in diesem traurigen Falle ein menschliches Wesen, der noch lebende Säugling, als Instrument zu Erpressungen dienen sollte. Da aber der Mann, der das geplante Opfer werden tollte, von der lobenswerten Miß Frankel nicht ausgefunden werden konnte, kein ungewöhnlicher Fall in London, so war der arme Säugling, der für einen bestimmten Zweck gekauft worden war, zwecklos geworden. Der Tod hat ihn also von einem nutzlosen Dasein erlöst. * Kunst in der Gefängniszelle. Die langsam hinschleichende Qual der Stunden im Gefängnis und die gezwnngenü Untätigkeit der Finger bringen den Verbrecher ans alle möglichen Gedanken der Betägigung und veranlassen ihn auch, die Geschicklichkeit seiner Hände in mühsamen Arbeiten zu erproben, die bis- tveilen zu kleinen Kunstwerken werden. Aus einer Sammlung solcher im Gesängnis entstandenen Gegenstände beschreibt Frederick A Felton im Strand Magazine einige besonders merkwürdige Arbeiten, die nicht nur durch den Ort ihrer Entstehung, sondern auch durch ihr Material und die auf sie verwendete Geduld Interesse erwecken. Ein höchst kunstvoll geformter Photographierahmen ist aus Brot, Porridge, der breiartigen Hauptkost der Englischen Gefängnisse, und Papier gefertigt. Der Gefangene sparte sich Brotstückchen und kleine Mengen Porridge vom Miinde ab und knetete daraus den Rahmen, den er auf eine sinnreiche Weise rot färbte. Er wußte sich in der Schneiderwerkstatt rote Papierstückchen zu verschaffen, wie sie auf die Zwirnrollen geklebt sind. Aus diesem Papier zog er durch Anfeuchten den Farbstoff heraus und färbte seinen Rahmen damit. In dieses Kunstwerk, das viele Wochen lang seine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nahm, steckte er dann die Photographie der Frau, die er kurz zuvor getötet hatte. Andere bildhauerische Talente vertreiben sich Vie müßigen Stunden in der Gefängniszelle, um aus Brot und Porridge Kästchen zu machen, die mit allen möglichen Ornamenten verziert sind; sie verwenden auch Wachs und Seife als Material. Die Seife wird von der Ration, die der Gefangene zum Waschen drhält, mühsam abgespart; zur Ausschmückung werden rote Wollfäden verwandt. Das Wachs stahl einer aus der Schuhmacherwerkstatt und formte daraus die Köpfe König Eduards und Napoleons III., die mit den Rückseiten aneinander geklebt wurden, dann eine gelungene Statuette des Boxkämpfers Johnson. Ein anderer verfertigte aus .Wachs einen kleinen Revolver, der bis auf alle Einzelheiten naturgetreu nachgebildet Ivar. Die Sehnsucht eines anderen Gefangenen bestand darin, ein Schreibzeug zu erlangen. Aus der Schneiderwerkstatt stahl er einen Fingerhut und benutzte ihn als Tintenfaß; als Feder verwendete er ein Stückchen Stahl, das er mit unendlicher Mühe fein zuspitzte. Nach langen Bitten und Eingaben erhielt er auch Tinte, und von bent Papier, das ihm zu diesen Schriftstücken gegeben wurde, wußte er einen kleinen Vorrat beiseite zu bringen. So war er sendlich so weit, daß er unbeaufsichtigt schreiben konnte, und er verfaßte nun einen langen Roman, den der Wärter entdeckte und konfiszierte. Das höchste Ziel vieler Gefangenen, das zu erreichen sie sich unendliche Mühe und Arbeit nicht verdrießen lassen, besteht darin, sich häufiger zu rafieren, als nach der Gefängnisordnung geschieht. So konstruieren sie sich denn sinnreiche Instrumente, um sich den Bart abzuschaben. Ein eitler Verbrecher fand eine gewöhnliche Packnadel, schärfte sie etwas und wußte mit ihr seinem üppigen Bartwuchs recht hübsch Einhalt zu tun. Andere steckten kleine Stückchen Blech in Holz und schabten mit ihnen ihre Backen glatt. Solch ein kostbares Zinn- oder Stahlstückchen wird, wenn es der Gefangene findet, im Mund oder zwischen den Zähnen in die Zelle gebracht, und die schmerzhafte Prozedur des primitiven Rasierens dann in allen unbewachten. Stunden eifrig vollzogen. Natürlich merken die Wärter, daß die Gefangenen ziemlich glattrasiert sind, auch wenn der Gefängnisbarbier ihnen nicht seine Hilfe hat angedeihen lassen. Sie vermuten, daß der Verbrecher irgendwo ein unerlaubtes Instrument verborgen habe, und nun beginnt eilt Wettkampf zwischen Wärter und Gefangenem, wer der Schlauere sei, der Suchende oder der Verbergende. Gewöhnlich wird '.das „Rasiermesser" hinter einem lockeren Ziegel in der Mauer verborgen, der dann wieder täuschend genau eingefügt wird. Als Spiegel dient bei dem Rasiergeschäft die blankgeputzte Zinnschüssel, zum Einseisen etwas von der Ration abgesparte Seife. Bei dieser unbequemen und schmerzhaften Prozedur aber dünkt sich 'der Gefangene fast "ein König, so stolz und glücklich ist er dabei. Auch Pomade spielt im Gefängnis eine große Rolle. Sie wird aus allen möglichen fetthaltigen Ingredienzen verfertigt, um das Haar damit zu glätten und den Bart zu wichsen. Die Fraueit sind natürlich noch ‘eitler. Sie füllen die langen leeren Stunden damit aus, sich die phantastischsten und kompliziertesten Frisuren zu machen, und die größte Strafe ist es für sie, wenn ihnen die Haarnadeln entzogen Auflösung in nächster Nummerr Auflösung des Logogryphs in voriger Lummer: Pelz, Pilz. werden. Eine Verbrecherin machte sich ein Korsett aus den Drahtstangen, die sie nach und nach von einem' Gitter losriß, ans dem sie täglich vorbeigeführt wurde. Aus dem von dm Gefängnis- mauern abbröckelnden Kalk stellen sie ihren Puder her, und rote Schminke gewinnen sie, indem sie den toten Wollfäden, bte sie zu ihren Arbeiten erhalten, den Farbstoff entziehen. * Wie lei ne junge Engländerin am'er if müde wurde, geht aus einer rührenden Geschichte hervor, die sie selbst zum besten gibt. Das junge hübsche Mädchen, das nach Newhork gegangen war, um ihr „Glück" zu machen, kehrt in Kürze nach London zurück, beraubt aller zärtlich gehegten) Ideale. Sie hatte gelesen, daß der Wettbewerb in den amerve konischen Berufen weit geringer wäre wie in den europäischen Großstädten und'daß jedes Mädchen mit Bildung, Ausdauer und Unternehmungsgeist weit bessere Gelegenheit hätte, etwas mehr wie das tägliche Brot zu gewinnen. Sofort nach der Landung hätte sie eingesehen, daß sie das Opfer einer argen usi o n ge- worden war, die einzige Gelegenheit, und zwar in überreichlichem Maße, die sich einem jungen Mädchen biete, sei bieieitige, als Dienstmädchen ihr Brot zu verdienen. Nun habe sie für diesen Beruf nicht die geringste Eignung, sie passe am besten zur Bureauarbeit, aber sie fand nicht die geringste Gelegenheit, auch nur in bescheidenster Weise unterzukommen. Und so sei sie schließlich gezwungen gewesen, die Stelle einer Kellnerin zu übernehmen.. Aber nun hätte die unerträglichste, entsetzlichste Zeit ihrer Amerika- tätigkeit begonnen. Man mache sich in Europa keinen Begriff davon, in welch ungalanter und schonungsloser Weise der funge Mann in Newhork das im öffentlichen Leben stehende Mädchen verfolge. Das Leben als Kellnerin im Newyorker Restaurant sei ihr zum Schluß vollkommen unerträglich geworden. Amerikanische Mädchen seien daran gewöhnt und müssen demzufolge auch gröbere Nerven besitzen, aber für jede zartbesaiie.e Europäerin sei das Gebähten der amerikanischen Männer einfach unertragnch. Mag sein, daß es auch daran liegt, daß die meisten amerikanischen jungen Männer kein eigenes Heim haben und mir in möblierten Zimmern wohnen, während doch das Familienleben in England viel mehr Anhänger besitze. Um Nun den Verfolgungen bet! jungen Männer zu ‘entgehen, griff sie zu einem sehr einfachen Versahren: sie verkleidete sich als Mann und wurde Kellner.. Dann ergriff sie den Beruf eines Ladengehilfen, fernes Privatdetektivs und Kassierers in einem großen Barbiergeschaft, Zwn Monate lang lebte sie in Verkleidung, bis sie schließlich durch eilte „Freundin" denunziert und der Polizei vorgeführt wurde, welche ihre Uebernahme durch ein Mädcheiihelin erwirkte, von wo sie schließlich die Fahrt in die Heimat angetreten habe Das Mädchen ist nun der bestinimten Ansicht, daß es einem Mädchen mit hübschem Gesicht oder anmutiger Figur geradezu unmöglich sei, in Newhork unabhängig einem Beruf nachzugehen. Die Belästigungen der jungen Männer seien einfach unerträglich Sie sei glücklich, daß sie nach England wieder zuruckkomme und niemals würde ihr der Gedanke kommen, die Heimat neuerlich, zu verlassen... * Beim Drogisten. Dame (als noch mehrere andere Kunden den Laden betreten): „Parlez-vvus frangais? Chef: „Oni, ntabatne!" Dame (leise zu ihrer Freundin). „Ach, -Jeiw tote heißt doch „Insektenpulver" auf französisch? * Beleidigt. Richter: „Was fragte Sie denn bet Mager, daß Sie ihm sofort eine Ohrfeige statt einer Antwort gaben? — Schauspieler: „'s waren fast keine Leute tut Theater, und da fragte er mich, ob ich heute Benefiz hätte! * Vorsichtig. A.: „Na, tut Frack unb Söhnber . . . was haben Sie vor?" - B.: „Ich wollte einen Wechsel bei einem Kunden einkchsiereu!' — A: „xvft das alles. A,; „Hm, wenn er bezahlt, halte ich gleichzeitig um seine rochier an. ist den unb rein glut richt zeih' mel klar ke toll bet ver erst be- tö- der mut und nach wat mets ju auch hi ni des ü sie der som gend wenn Redaktion: K. Neuratb. — Rotatiousbruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Stenfdriickerei, R. Lange, Gießen-