H.-Nol'.ü'^sääK \4 «W |ilJ5 191(0 — Nr. 65 e »Mj WWM^ Ihres Vaters Tochter. (Montan von Lnlu von Strauß, und Tvr»ey, (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Lotto war schon gan^ vekannt dort, als ich miet) noch höchst unbehaglich fühlte. Das .Grüß- Gott, Gelsa', das sie mit einem raschen Kopfnicken nach rechts und links erwidert, klingt respektvoll; die Bernhardifchüler haben immer ihre besondere Stellung, matt weiß, die können was. Es sirtd »roch zwei andere aas ihrem ^Atelier da, eilt blonder Schüchterner, deit ich nie anders als .Brüderchen' rufen höre, ititb ein junger, bildschöner Pole mit dunllen Krachtaugen. Lotte hat ihn Van Dyk getauft, weil er bessert Selbstporträt so ähnlich siecht. „Wer Hat den nettsten Simpliz-issimus gesehen? Einfach kolossal!" -j \ „. . . Ja, Sie können aber doch nicht behaupten, daß der Nietzsche nicht ein großer Kerl ist. Der steckt noch das nächste Jahrhundert in die Tasche! . . „Hundsgemein, daß der Natzler die Meistersinger in den Münchner Neuesten so Vermöbelt —" „Rost, was gibt's deinr heute? Wieder Kälbsvögerl? Dös is fad —" . , „Brüderchen, kommen Sie mit heute? Kaimsaal, die Weunte!" । „Hab keine Zeit, Nmß schaffen. Meine Platte must morgen -zur Druckerei —" Alles junge, frische Stimmen, lebhafte Artgen — alles in Eile, wieder hinausKukommen, um zu schafferr, vielleicht auch rrur zu bummeln, jedenfalls um zu leben! Zürn Teil Boheme, die blanke Papierkragen trägt und vielleicht Nicht weiß, wovon morgen satt werden. Aber trotzdem in jeder Ader den klopfenden, unverkümmert en Lebensmut und den Kopf voll Plärre und großer Ziele, die ihre kleine Existenz in ihren Augen wichtig und wertvoll für sich und die Mitwelt machen! Mir wird wunderlich zumute, wie ich zuhöre. Keiner spricht mich an, sie wissen nicht recht, thas sie aus mir machen sollen. Nur der junge Russe mit den Krücken rrud deut hageren gelbblassen Vogelgesicht versuchte es am ersten Tag: „Das Fräulein sirrd Malerin?" Nein. „Da studieren Sie wohl Musik?" Auch nicht. ,Dder gar ein Fräulein Doktor, gelt?". Nein, nein, nein! Nichts bin-ich! Kein Talent, kein Ziel! Ein überflüssiger Mensch! Brennend hab ich mich geschämt, Georg. Ich kam mir so unberechtigt vor zwischen diesen jungen Strebenden. Ich stehe abseits Vom Leben. Früher war das anders, mein Leben hätte seinen Zweck Und Mittelpunkt. Man weiß ja nicht, während man besitzt, Ivie bitter das Entbehren ist! Ihre Agnes W, Einen Menschen, einen Glauben haben, eine große Idee, wofür man sich mit tausend Freuden rädern ließe! Irgend etwas, das das Leben groß und tief macht, das diese schmertzhafte Leere füllt! , n r Aber ich will Ihnen nicht länger Vorklagen! Leben Sie wohl, lieber Freund! München, 31. Januar 1901.; Lieber Georg! Bott meiner täglichen Umgebung wollen Sie hören? Gut. Mir gegenüber bei Tisch sitzt eine Amertkanertn, eure . junge Frau mit raffinierten Toiletten und kühl neugierigen Äugetr. Sie hat Vor dreiviertel Jahren ihren Mann verloren. ' „O, ich bin sehr froh, frei zu fein. Beruf und Famrlre sind nur Fesseln. Ich will mein Leben genießen, solange als ich bin jung. Wenn ich werde sein alt, ich werdq go in for philantropy," erklärte sie neulich in kokett ge? broch en em Deutsch. Sie trägt die Zwecklosigkeit ihres Daseins mit Ruhe.. Soll ich von ihr lernen? Es sind allerlei Seilte mit mir auf die gleiche kahle' kleine Insel tm Menschenmeer, alias Pension Damiani geworfen. Eine ältliche Sprachlehrerin, die bei Mrs. Willows Schnitzern ein Gesicht macht, als Wenn sie Essig tränket Ein sehr junger, ängstlich schüchterner Conte aus Palermo. Ein Doktor der Chemie mit inteltigenten, ruhigen Augen hinter dem Kneifer. Eine junge Offiziersfrau, deren Mann nach China kommandiert ist, und mit der ein Musiker mit Beethovenmähne und breitem Verlobungsring eifrig kokettiert, bisher aber ohne Erfolg. Fenier —- * Aber wozu die Aufzählung? Gott behüte uns vor den vielzuvielen. Der Doktor redet nicht viel, aber toa§' er sagt, hat Hand und Fuß. Ich habe mich bei Tische öfter mit ihm unterhalten. Er fragte mich heute, ob ich den Münchner- Eissport schon gesehen hätte? Ob ich nicht Luft hätte, hinzugehn? Wenn ich gestattete, würde er mich begleiten, er hätte den Nachmittag frei. Ich gestattete. Er hat mich also heute zum Klein- hefseloher See hingehütet. Er trug mir die Schlittschuh, Via ich mir unterwegs kaufte, und machte Konversation^ Wir waren an dem großen englischen Geschäft vorbei- gekommen, wo das Kopenhagener Porzellan imt dem wundervoll blaukühlen Glanz hinter den breiten Spiegelscheiben steht. Er erzählte mir von den Gröndahlschen Fabriken, die er kannte, und erklärte Mir die Methode., Ich glaube, ich habe ihn noch nie von einem abstrakten! Thema reden hören. , Himmel und Erde waren übrigens auch wie von Kopenhagener Porzellan heute. Alles bläulich weiße, blasse Töne. Die Bäume fein bereift, und die Ferne der richtige , blaue TunfV. Zwischen dein Eisfiligran der Uferbäume lag der Kee wimmelnd von Leben. Eine Kapelle spielte am Ufer, ton die Pnnschbude war lachendes Gedränge, und hie und da dampften die kleinen Glühpfannen .fliegender' Maro- Mnhändlev. 1 i Der Doktor läuft gut, es wär jvirllich ein Genuß. Er sah mit humoristisch zwinkernden Wegen in das Getümmel. „Ist es Ihnen auch ausgefallen, daß München eine so junge Stadt ist? Wsau kommt sich ganz unberechtigt vor, wenn mau nicht mehr Kwiamzig Jahre alt ist oder den Kopf voll Leichtsinn und Illusionen hat, was sich hier ja auch mit höheren Semestern verträgt." Ich sah ihn ganz überrascht an. Es war, als ob er Gedanken las. , „Ich beneide jeden, der das noch kann." „Ihn Himmels willen, beneiden? Um was denn? Was bleibt denn übrig von den ganzen schäUen Illusionen? Bitte, fragen Sie nach zehn, zwanzig Jahren einmal nach, wer von oieser« Hunderten von Lehrlingen Meister geworden ist! Nur ein ganz geringer Prozentsatz!" „Das «nag sein. Ich beneide sie trotzdem, sie haben doch wenigstens ein großes Streben gehabt!" „Großes Streben! Pah! Schanmschlägerei!" Der Mann schüttelte heftig den Kopf. „Was einem Leben Wert gibt, ist doch nicht das bloße Wollen! Das kann ganz unfruchtbar bleiben. Das Können, das Fertigbringen machen es! Das greifbare praktische Resultat." Ich war entsetzt. „Also haben künstlerische Bestrebungen ist Ihrer Welt eigentlich überhaupt keine Existenzberech- Ugung?" ' I Er lachte trocken.! „Ich bin kein Unmensch, gnädiges Fräulein, ich sehe di« Dinge nur von meinem Privatstandpunkt aus. Die Must ist auch praktisch berechtigt dadurch, daß sie in den« Kunstkonsumenten Stimmungen anregen kann, Mut, Freude, die sich ganz unbewußt wieder in praktische Resultate um- setzen. Und da zum Produzieren in der Kunst die Be- Msterung und die Illusionen nun mal unerläßlich sind, haben die auch einen gewissen Wert. Aber es wird aus dem Gebiet viel Pulver unnütz in die Luft verknallt." Ich war einen Augenblick still, ich fühlte mich! plötzlich Ivieder bedrückt. „Also wenn ein Leben kein greifbar praktisches Resultat äufzeigt, ist es für Ihren Kegriff absolut wertlos?" „Ja." Kurz und entschieden. Auf einmal sah er mir mit seinen gescheiten Brilleu- Wgen ins Gesicht, merkwürdig freundlich. Ich hatte das Unbehagliche Gefühl, daß er mehr aus meiner Frage heraus- hörte, als ich gesagt hatte. „Sie müssen mich übrigens nicht mißverstehen, ich meine häs nicht so engherzig. Jedes Leven hät Zeiten, scheinbar Sohne greifbares Resultat, und das sind möglicher- r doch die wichtigsten, weil sie zum Auswachsen und cen Ausreifen der Persönlichkeit nötig sind. Je mehr einer ist, desto mehr kann er leisten." Dos wär Höflichkeitseinschränkung, ich fühlte es deut--, sich. Das „Ja" vorhin war ehrlich. Also eine andere Variation auf mein altes Thema. Praktisch« ^Resultate. Ich kann ja mein Leben auch chumäl auf das hin prüfen. Das Ergebnis ist das gleiche: Eine blanke Rull. Ich habe weder Illusionen und Streben noch praktisch« Resultate. Also wertlos. — Als wir abschnallten und gingen, stand der Sonnetw Untergang flanrmengelb und rot wie ein rasch finkender g)ßer Brand hinter den Bäumen des Englischen Gartens. wurde dunkel, bis wir in der Stadt waren. Tie Hellen itztürme der Ludwigskircho, das Löwengespann des Tors standen, grell beleuchtet, in scharfen Konturen vor dem Schwarzblau des Himmels. Wie eine weiße Lichtperlenkette Logen sich die runden elektrischen Lampen an beiden Seiten der breiten Lndwigsstraße entlang bis Mr Feldherrnholle Und tief in die Theatinerstraße hinein. Vor dem Anblick bin ich schon öfter entzückt stehen geblieben. Auch heute ivieder., „Wie schKn das ist! Deukm Sie dabei nuu auch nur M den prMischen Zweck?" Er lachte wieder sein kurzes, trockenes Lacher«, dis Brillengläser blitzten, wie er den Kopf hob. „Jedenfalls ist die Wichtigkeit der Straßenbeleuchtung nicht zu Unterschätzer«. Uebrigeus meiner Ansicht nach hat alles, was Zweck hat, auch seine Schönheit. Sie fällt nur nicht immer so ins Auge wie hier." Ich knurrte nur ungeduldig vor mich hin. Ick« glaube, diese Nacht werde ich von praktischer« Zwecken! und Resultaten träumen! Wunderliche Welt! Verschwenden wir da Stunden und Worte und Gedanken an Merrschen, die eine ganz andere Sprache sprechen als wir selbst. Und die, die uns in unserml Bester« und Eigensten verstehen, sind toeit, weit weg! Georg, Tilla schrieb mir neulieh so etwas von Herkorn-- men im Frühling; was wird daraus? Wer ich will mich nicht zu früh freuen! Ade, Ade! Ihre Agnes W München, 6. Febrnar 1901. i Georg, liebster Freund! Ihr guter, lieber Brief! Er war mir, rvos ein warmes Feirer den« Friere««den ist! Wie gut Sie trösten! Ob es mir nicht Lebenszweck genug ist, rireinen Freunden — meinem Freund — etwas zu sein? Ja, tausendmal ja! Wenn ich's nur könnte! Wenn nicht Meilen und Meilen zwischen uns lägen! Was kann denn überhaupt ein Mensch den« andern sein? Was können wir einander denn selbst im Beisammen- sein vor« unfern Seelen geben, da wir doch kei««e Brücke haben als diese armselige Menschensprache, die das Feinste und Zarteste u««terwegs falle«« läßt? Und nu«« gar Briefe! Geschriebene Sprache, ohne Ton-, fall, ohne Mienenspiel, in dem Wund und Augen sagen, was den Worten fehlt r— Aber nein, Sie haben doch recht! Es ist doch uncrrdlich viel, es ist ein Reichtum! Ich sehe es ja ent meiner eigenen Freude, wenn ich den Briefbogen mit Ihrer Schrift in der Hand halte! — Mer nein, dem Doktor dürfen Sie «licht böse fei««! meinetwegen! Seine „verschrobenen Theorie««" tun mir gar nichts, und er nimmt sich rührend meiner au. Wahrscheinlich ist meine Bildung der praktische Zweck, wenigstens fördert er die auf alle Weise, macht den Bärenführer durch München und erklärt mir stundenläng im Nationalmusenm technische Dinge, die ich nie verstehe«« werde. Nnr Sonntags ist er spurlos verschwunden. Und neulich hat Fräulein Damianis Spürnase heransgebracht, daß er dann immer in Freysing bei seiner Mutter sitzt, einem alten Bauernweibchen, das der Sohn vollständig unterhält. Mrs. WilloNp die trotz des free America einen tiefen, heimlichen Respekt vor Krone!« und Wappen hat, zog die schmale Nase kraus. „Wie oisgusting! Ein Bauer! Mm« Fann nicht mit ihm verkehren." Sie markierte das deutliche ihre Kvketterie wär plötzlich verschwunden. Als er am nächsten Mittag — zufällig Moutag — kau«, brachte sie das Gespräch auf die deutschen Bauern. „O ja, ich habe schon viele gesehen. Ich liebe sie aber nur at a distauce. Sie waschen sich nicht, uird sie riechen ««ach Stall und bad tobacco. Aber sie sind gut und nützlich wie die Kühe, und sie sind wirklich dekorativ in countrh scenes." Dies alles halblaut, aber doch sehr verständlich zu ihrem Tischnachbar. Dann wandte sie sich auf einmal zu dem Doktor und sah ihn kühl neugierig an. „Ist es wahr, .Herr Doktor, daß Ihre Mütter eine Bäuerin «st? Eine wirkliche! Hvw very intcrcsting! War«r«ni haben Sie uns nie davon gesagt?" Um die gescheite«« Augen hinter dec« Brillengläsern' waren ein paar spöttische Fältchen. Er quittierte die kleine Bosheit mit einer Verbeugung, gar nicht wie eii« Bauer. „Ich dachte picht, daß meine persönlichen Angelegen-, hellen Sie interessierten, gnädige Fra«»." (Fortsetzung folgt.) r- 259 — Staatliche Theaterpflege. Bmt Staatsanwalt Dr. Ä! u r t Heinz man »--Leipzig.*) Tie polizeiliche Aufsicht über die Theater ist von der staatliche >r Theaterpflege streng zu scheiden. 'Tie erstere äußert sich in der Konzession, geregelt! durch Paragraph 83 der Reichsgewerbe-' vrdunng, wonach nur sittlich einwandfreie, künstlerisch befähigte und finanziell leistungsfähige Personen die Leitung eines Theaters übernehmen sollen, ferner in der zurzeit noch nicht einheitlich gesetzlich geregelten Zensur, durch die der Bühne sittlich, politische oder religiös anstößige Stücke nach Möglichkeit fern, gehalten Werden, weiter in baupolizeilichen Sicherheitsmaßregeln, in der Kinderschutzgesetzgebung durch das Reichsgesetz vom 30. März 1903, sowie endlich in Äufführungsbeschränknngen für die „stillen Zeiten" aus religiösen und während der Landestrauer aus politische» Gründen. Die bindende, zwingende Autorität des Staates offen--! hart sich in dieser sogenannten Theaterpolizei. Im Altertum aber war außerdem die Pflege des Theaters selbst, also die Veranstaltung von Aufführungen, Staatsangelegenheit. Vertraten doch im alten Athen und Rom die Theater — riesige, unbedeckte, zirkusartige, amphitheatralisch ansteigende An- lagen — teilweise zugleich die Stellung, die heute einerseits die Kirche, anderseits die Presse einnimmt. In, klassischen Athen verbot sogar ein Staatsgesetz bei Todesstrafe, das Vermögen, das zur Bestreitung des freien Theaterbesuchs« für das Volk diente, jemals anzugreifen. Im Mittelalter war dagegen von eurer Pflege der 'Dramatik kaum die Rede. Oeffentliche Darstellungen fanden höchstens bei kirchlichen Festen statt; sie entnahmen ihren Stoff den kirchlichen Ueberlicfcrungen einschließlich der Legenden und dienten lediglich den Zwecken der Kirche. Allmählich erst wurden neben den lirch- lichen^auch Stücke weltlichen Inhaltes zur Aufführung gebracht. Das Schauspiel entwickelte sich so zu einer oft recht derben Volksbelustigung. Eine sorgsamere und verständnisvollere Pflege fand das Drama an den Fürstenhöfcn. Hier erst entstanden bleibende Stätten für die Ausführung dramatischer und musikalische dramatischer Werke. Neben den Hoftheakern und nach ihren, Muster entstanden! dann unsere Stadt- und Privattheater, und diese bilden heute bei weitem die Mehrzahl. Oekonomisch nur wenig oder gar nicht unterstützt, sind sie auf den Ertrag der verkauften Theaterkarten! angewiesen und daher stark von, Publikum abhängig. Insofern also erscheinen die heutigen Theater nicht als Anstalten des Staates, sondern des Publikums; von seinem Ge- schmacke, von seiner Schaulust hängen sie ab. Tie Idee eines Staatstheaters, in Athen einst so vorzüglich verwirklicht, ist uns also fast ganz verloren gegangen. Allerdings hätte auch ein Staatstheater gewisse Gefahren. Tenn wie unsere schöne Literatur und Kunst aus dem individuellen Leben entspringt und besonders der fteien Gesellschaft zugewandt ist, und wie dort jede staatliche Einrichtung und Herrschaft gefährlich ist, so gilt dies auch vom Theater. s Tas Theater zur Staatssache machen, würde allerdings bedeuten: auch die schöne Literatur und Kunst als Staatsangelegenheit zu behandeln. Das Theater hat freilich eine ivichtige nationale Bedeutung. Gerade die berühmtesten Werke der draniatischen Dichtkunst aber sind allgemein menschlich verständlich und deshalb nicht auf eine Nationalität beschränkt. Ein Shakespeare hat nicht bloß für die englische Nation geschrieben. Die Dichter lassen sich eben kraft ihres starken Naturells nicht vom Staate vorschreiben, was und wie sie dichten sollen. Aus alledem läßt sich zwar rechtfertigen, daß der Staat die Theater zunächst der fteien Tätigkeit und sogar der Privatspekulation überläßt uiti> daß er das Theater nicht als Alleinrecht behandeln darf. Keineswegs aber ergibt sich daraus, daß der Staat hem Theater gegenüber keine Aufgaben hätte. Vielmehr hat der Staat ein Interesse und sogar die ethische Pflicht, erstens gute Theater zu unterstützen und zweitens auch eine gewisse Aufsicht über die öffentlichen Bühnen zu üben. Die in, ganzen also unvermeidliche ökoiromische Abhängigkeit der Theater von, Publikum hat jedoch ihre großen künstlerischen und sittlichen Gefahren. \ Seiner Idee nach soll das Theater der lebendige und insofern höchste Ausdruck des in der Nation enthaltenen dramatischen Gefühls sein. Die ausgezeichnetsten Werke des Genies soll es dem Bewußtsein des Volkes unmittelbar darstellen und mitteilen. Wie die Werke des Genies aber selber hoch über dem Maße des Gewöhnlichen stehen, so müssen auch die Schauspieler das Publikum gleichsam über seine Alltäglichkeit emporhebeu. Sie müsse!, dem Publikum zwar verständlich, aber sie dürfen nicht auf der niederen Kulturstufe der Unbildung stehen bleiben. Am wenigsten dürfen sie auf den rohen Geschmack der 'Menge rechnen und durch ihre Uebertreibungen den plumpen Beifall der Menge erstreben. . Tabei ist offenbar die Ehre und das gesäurte Geistesleben emer Nation beteiligt. Darauf gründen sich auch das Recht und ,nA *) Kgl. desselben Verfassers „Deutsches Theaterrecht", München 1905, E. H. Beck, Leiuenbaudi 4 Mt die Pflicht des Staates, nut seinen großen Mitteln zu Helsen, daß wirkliche Meisterwerke auch in ivürdiger Form dargestellt werden. Wenn er daher durch seine ökonomische Unterstützung wenigstens dre Hoftheater — denen dadurch zugleich die Pflicht auferlegt wird, den übrigen Bühnen als Vorbild zu dienen — 1“ ?Me setzt, daß sie weniger in Versuchung geraten, ,'ikm dre Gunst der Menge mit unedlen Mitteln zu buhlen, so erfüllt der Staat damit nur seine Kulturpflicht. ,, Neben der künstlerischen aber hat das Theater auch die groß« sittliche Aufgabe, als Anstalt der nationalen Erziehung zu wirken, und die gemeinnützige Bestimmung, für würdige Genüsse und Unterhaltung zu sorgen und damit die allgemeine Lebeusfteude zu erhöhen. Auch von diesen, Gesichtspunkte aus rechtfertigt es sich, wenn der Staat Beiträge leistet, damit diese Aufgaben würdiger erfüllt werden können. Allerdings kommt auch viel auf den sittlichen Ernst, der ist Literatur und Kunst sich ausspricht, auf die Empfänglichkeit der Nation für das Edle und Gute, auf die Heiterkeit ihrer Lebensauffassung und auf die Mäßigkeit an, zu der sie erzöge«, äst. Seiner Ehrenpflicht, die dramatische Kunst zu fördern, kann der Staat in materieller, wie in imniaterieller Weise genügen. In Deutschland haben wir gegenwärtig — von den freien Städten und einigen Beihilfen des Reiches in Elsaß-Lothrmgen abgesehen — kein Theater, das unmittelbar aus Reichs- oder Staatsmitteln erhalten würde. In den meisten Verfassungen ist vielmehr dem Monarchen die Pflicht auferlegt, aus seiner Zivil- liste die Unkosten der Hofbühne zu bestreiten. \ Der Herrscher wird hiernach ohne Zustimmung der Landstände nicht das Recht haben, ein Hoftheater eingehen zu lassen. Nicht aber wird daraus die Pflicht hervorgehen, Zuschüsse in bestimmter Höhe zu leisten. Tie Frage ist übrigens keineswegs unpraktisch, insbesondere für Hannover, Wiesbaden und Kassel als die Hauptstädte annektierter Länder, in zweiter Linie auch für Koburg als die zweite Residenz des Herzogtums. Der Freigebigkeit der Fürsten ist also die Höhe der Zuschüsse ganz anheimgestellt. Relativ am besten haben wohl dieser Ehrenpflicht die verschiedenen Zweige der Wettiner und die Wittels- bacher genügt. Au die früheren Leistungen der Meininger unter der tatkräftigen Mitarbeit ihres mit einer Bühnenkünstlerin vermählten Herzogs, aber auch der Weimarer, die das Glück hatten, einen Goethe zum Theaterleiter zu haben, braucht, kaum erst erinnert zu tverden. Tie Dresdner Hofbühnen aber, die in den letzten Jahren in der Oper Ivie im Schauspiel auch die moderns Kunst in vornehmer Weise pflegten, erhalten in Deutschland fast den höchsten Zuschuß. Die in Deutschland von den Fürsten gewährten jährlichen Beihilfen schwanken zwischen etwa 30000 und 800 000 Mark. Tie Hoftheatcrgebäude dagegen werden in der Regel gemäß der Verfassung stracks aus der Staatskasse, nicht aus den Mitteln der Zivilliste erbaut und im Stande gehalten. Sonst haben in Deutschland die Gemeinden durch die Unterstützungen, die sie ihren städtischen Bühnen gewähren, ihren Kunstsinn recht gut bewährt; besonders diejenigen, die ihre Theater auf eigene Rechnung durch einen Intendanten führen lasse». Bewährt hat sich auch die Pachtklausel, wonach der Bühnenlcitep eine Anzahl Kunstwerke vornehmerer Richtung zu volkstümlichen Preisen geben muß. In Frankreich und England dagegen wird man außerhalb Paris und London vergebens nach guten Bühnen suchen. Daneben aber hat der Staat, sofern an seiner Regierung kunstverständige Männer Beteiligt sind, den großen Vorzug, daß er fast ohne jede Geldausgabe die Kunst in ihren bewährtesten Vertretern durch immaterielle Gunstbezeugungen ehren kann. Hier kommt ziemlich ernsthaft in Betracht die Verleihung von Titeln und Orden. Sind ja die deutschen Fürsten in der glücklichen Lage, ihre Beamten und Osiiziere nicht nur mit Geld, sondern auch mit Ehren bezahlen zu können. Nur die außerordentliche Wertschätzung, die man in Deutschland dem Staatsdienste zuteil werden läßt, ermöglicht es, daß selbst die veraift- wortuiigsreichsten und aufreibendsten Staatsämter (von Ungeschicklichkeiten in der Verteilung abgesehen) so oft nur recht gering bezahlt sind. Aehnliches gilt auch in der Kunst. Gerade für die Künstlev (deren schwache Seite übermäßige Bescheidenheit ja nicht immer ist) haben Auszeichnungen Wert. Mag auch mancher noch so spöttisch versichern, wie wenig Wert er auf Auszeichnungen lege — die nämlich sein Wettbewerber besitzt. Voraussetzung ist dabei allerdings, wenn die Auszeichnungen nicht völlig wertlos werden sollen, daß man nur die Vertreter einer edleren Kunstrichtung ehrt. Wenn z. B. einem Possentheaterdirektor nach einer Aufführung von „Charleys Tante", einem Zirkusschmarren ohne die geringste Bedeutung, die Verdienstmedaille für „Kunst und Wissenschaft" verliehen wurde, so war wahr- cheinlich eine Auszeichnung wegen Verdiensten um die „Wissen^ chaft" geplant, denn ein Verdienst um die „Kunst" war es wahrhaftig nicht, einen derartigen Unsinn dreihundert Abende hintereinander spielen zu lassen. Wenn dagegeir die reife Kunst eines Max Klinger, ei»«s> Max Reger, eines Artur Nikisch durch die Verleihung des Professorentitels die amtliche staatliche Anerkennung fand, so wird 260 man neuer- Charade. (Viersilbig). ES kain der Herbst schier über Nacht, Da war daS Erste kahl geworden; TaS Zweite fuhr daher mit Macht, Die beiden Letzten hinzumorden. Nun, da der Lenz die Fluren iveckt, Da alle Knospen auserstehen, Hab' ich int Ersten tief versteckt Das Ganze anmutsvoll gesehen. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Bilderrätsels in voriger Nnimnerr E l s a si - L o t h r i n g e n. dies jeder Berüssgenosse neidlos und mit ehrlicher Freude begrüßen. Nur gelöhnten kamt der akademische Titel, wenn ihn auserlesene Künstler in der Vollkraft ihres Schaffens tragen, auch ohne vom Katheder herab Weisheit zu lehren. Recht günstig wurde es auch ausgenommen, daß; dings in München und 'Dresden einzelnen älteren hervorragenden Hoffchaufpielern den Titel eines „Professors der Schausptelrunst verlieh In München ernannte man auch 'Darsteller zu Ho,- schauspielern, die nicht Mitglieder der Hofbühne waren Als wesentliche Förderung der dramatischen Dichtung — ein immaterieller und materieller Lohn zugleich die Einrichtung des „Schillerprciscs" (Berlm-Wetmar), des „Grill- parzerpreises" (Wien) und des „Baiternfeldpretses" (Wten) ern- von Löwen erlegt und angefressen wär. Der Pia 8 wär günstig/ sofort errichtete man inmitten einer llmfrieduug von Dornbüschen, die die Karawane mit sich führte, 'die Blihlichtapparate und stellte die Apparate auf. „Die Kameras standen in einer Linie, je etwa 8 Fuß voneinander entfernt, etwa drei Meter von dem toten Zebra. Alles war bereit und wir aßen unser Abendbrot: wir wollten eben eine Schale heißen Kaffee gemeßen, als zu unserer Ueberraschung in dem hohen Grase ein leises Geräusch hörbar wurde. Meine kleine elektrische Taschenlampe verriet mir bald die Ursache; in dem matten Lichte sahen wir dicht vor uns eine mächtige Löwin, ihre Augen leuchteten 'wie strahlende Juwelen. Der Anblick war so herrlich und zugleich so aufregend, daß ich int ersten Augenblick vergaß, auf den elektrischen Knopr zu drücken. Als dann mit einem schußartigen Knall das Blitzlicht aufleuchtete und die Dunkelheit jäh in ein grelle» blanlich- blitzendes Licht tauchte, zog sich die Löwin erschreckt großer Hast zurück rind Noch lauge hörten wir ihr zorniges Brüllen und Knurren." Einige Stmiden verstrichen, es war gegen nenn, als Dugmore, der Wache hielt, wieder ein seltsames Geräusch hörte. Er weckte seinen Gefährten. Es war äbermals eine Lowm, die sich langsam dem Zebra näherte. Sie hatte ihre Bente fast erreicht, als von neuem das Blitzlicht auffeuchtete: ,,C» wurde eine der besten Ausnahmen, die mir t'on Löwen gelungen sind. Sie war kaum 8 Meter von uns entfernt, als sie mit einem zornigen Brüllen den Rückzug antrat. Lange Zeil seihen wir dann nichts mehr, aber überall tit 6er Nachbarschaft erklang das Brüllen von Löwen; nach meiner Schatzung waren wemgi.enr ein Dutzend der Raubtiere in unterer Nähe. Um zwei Uhr nachts ertönte das Gebrüll ganz nahe; aber sehen konnten wir Nichts. Es wareil unsagbar aufregende Stunden. Gegen drei Uhr bemerken Wir zu gleicher Zeit drei Löwen, die lautlos zwischen.den Granin umherstrichen. Das Gebrüll hörte trotzdem nicht auf. äann er- fchien noch ein vierter Löwe unmittelbar hinter uns. Er kant bis auf drei Meter an uns heran. • Wir hielten untere Waffen bereit, aber wir wußten, daß sie tut Falle enies ^Angriffs bei dieser geringen Entfernung nichts mehr nutzen konnten. In diesem Augenblick höchster Spannung näherte siÄ .vorne erne Löwin dem Köder. Nach , der langen Panse regungslosen War tens wirkte die Entladung des Blitzlichtes aus. uns >vle eni ianvue>m schlag. Die Löwen aber wichen nur langsam und .ipgeritO Zur iw. Ihr Brüllen wurde immer zorniger; sie waren wütend, daß sie beim Mahle gestört wurden." Erst gegen 5 Uhr morgens kam der letzte Besuch. „Diesmal waren es nur zwei, aber ihr Knurren und Brüllen verriet, daß sie gereizt waren Hur und her schlichen sie, aber keiner kam in den Bereich mlsercr Apparate. Wohl eine Stunde lang saßen wir regungslos tit unmittelbarer. Nähe der beiden Bestien. Sie waren niedergekauert und starrten gerade auf uns. Plötzlich hörten wir wieder dw Halme knacken, diesmal kamen sie gerade nur uns zu. Unsere Lage war mehr al. gefährlich; znm Glück änderten sie im letzten Augenblick ihrei, Entschluß, sie kehrten um und verschwanden hastig tm Dickicht. Wir ntmeteit erleichtert auf. Denn selbst Jur gesunde Nerven ist. eine solche Nacht eine. Marter. Die geringste Bewegung kann die Möglichkeit der Aufnahme zerstören, man muß ganz still und starr Men, während die grausamen Bestreu einem gegenüber stehen und einen oft minutenlang unstarren. Und daber würde ein einziger Sprung genügen, bis an uns heranzukommen. Wenn der Mond scheint, ist eilte solche Nacht schon eher erträglich. Aber wenn überall schwarze, nndrirchdringliche Finsternis gähnt, ävenn man nichts sieht als die in nächster Nähe funkelnden Augen der Bestien, ohne daß man ihre Bewegungen oder ihren Körper erkennt, dann wird dies bange atemlose Stlilsitzeir zu einer Nervengnal, die man nicht oft wiederholen mochte und doch immer von neuem wiederholt. . ." * Seife. „Haben Sie noch mehr blonde Geschwister, Franä Äe— ,,92cc, ic() bin in uTtfctet x j- *'Auch ein Trinkgeldempfänger. .Fremder (als im Dorfgasthof daS Personal das Trinkgeld in Empsang nimmt): , Was wollen Sie denn mit dem Hahn? Soll ich den ziim Aii- denken haben?" — Knecht: „Nee, aber der hat Sie doch ieb.es Morgen geweckt!" Leider haben nun die Satzungen deS S. P., der allein für Deutschland wesentlich in Frage kommt, eiiwn erheblichen Mangel Denn die Entscheidung des ans deutschen Dichtern und Gelehrten bestehenden Preisgerichtes muß von dem König von Preußen bestätigt werden. Diese Pretsrichterentscheidungen über die Verleihung des Schillerpreises aber sind von allerhöchster Seite fast regelmäßig nicht bestätigt worden, so daß insbesonders Paul Heyse fein Preisrichteraint mit einer durchaus gutzuheißeuden, ziemlich deutlichen Begründung meberfegte., Diese königliche Genehmigung (die etwa dem jnristisch. so viel angegriffenen Be- stütignngsrechte des Gerichtsherrn gegenüber den Urteilen der Kriegsgerichte in Parallele zu stellen ist) ist entschieden ungeeignet und sollte freiwillig fallen gelassen werden. Einem Rat von deutschen Dichtern (deren Ernennung zu Preisrichtern im Belieben der deutschen Regierung steht) wird wohl das Vertrauen geschenkt werden müssen, daß sie fähig find, über einen andern Dichter zn urteilen. 1 So dankenswert ferner die Hosthcaternnterstutzungeu der Monarchen sind, so ist doch zu bedauern, daß sie weitaus zum größten Teile nur der kostspieligen Oper zugute kommen. Denn der Schauspiel- und Opernhaushalt ist auch bei den größten Hofbuhnen nicht genügend getrennt. ... ,. Auch sollten sich die staatlich unterstützten Theater, also die Hofbühnen, ihrer Ehrenpflicht etwas mehr bewußt bleiben, ihren Spielplan mehr nach künstlerischen Grundsätzen, nicht nach Launen lind Mode zu gestalten. Leider aber wird auch hier viel ge- lun'L so höher ist es anzuerkennen, wie große Verdienste sich einige Privatbühnen, die also keinen Pfennig Unterstützung erhalten, um die moderne Literatur erworben haben. . Sehr dankenswert sind endlich die vereinzelt emgeslihrtest Steuervergünstigungen für die Bühnen nut höherem künstlerischem Interesse. Eine vollständige, .gesetzlich festzusetzende staatliche unbi städtische Steuerfreiheit würde eine ziemlich wertvolle Forderung der Kunst ohne eine unmittelbare Ausgabe bedeuten und ist deshalb drillgend anzuempfehlen. ■ , Geradezu als künstlerische Roheit aber muß die glücklicherweise vereinzelt gebliebene, aber auch in Berlin versuchte Einführung einer städtischen Wartensteuer bezeichnet werden. Trotz aller Mängel aber ergibt sich doch, daß Deutschland vor anderen Ländern den außerordentlichen Vorzug hat, eine ganz bedeutende Anzahl guter Theater selbst in Mittelstädten zn besitzen _ pauk der Freigebigkeit seiner Surften nnd Gemeinden. Dr. Kurt Heiuzmaun. vermischter. * K i n d e rs e g e n bei „s i a in es i s ch e n Z w i ll i n g e n". Die kürzliche Niederkunft der Rosa Blalschek, der einen der beiden „siamesischen Schwestern", über die wir vorerst nicht berichielen, weil wir sie für eine bloße Reklame hielten, ist, wie der „Ins." von ärztlicher Seite geschrieben wird, durchaus keine große ©elten- beit. Sogenannte „siamesische Zwillinge" sind an und für sich eine große Seltenheit, da sie meist bald nach der Gebiirt wieder sterben. Wenn sie aber am Leben bleiben, dann kommt Kindersegen nicht selten vor. Wir missen von einigen siamesischen Zwillingen, die sich sogar eines großen Kindersegens erfreuten. So gab es in Wjatka (Rußland) in den 70er Jahren ein siamesisches Zwillingspaar — es waren Mädchen — von denen die eine der beiden Schwestern dreimal Mutter wurde, die andere Schwester dagegen nur einmal. Die Kinder der ersten Schwester blieben alle am Leben. Ein noch lehrreicheres Beispiel für den Kindersegen bei bcrnrligeit Zwillingen bieten die siamesischen Geschwister, die allen diesen Doppclgeschöpien den Name» gaben. Sie stammten aus Siam und kämen im Jähre 1811 zur Welt. Beide Geschwister waren männlichen Geschlechtes und beide waren mit zwei chinesischen Schwestern verheiratet. Aus dieser Doppelehe entstamiiiten 18 Kinder, die alle völlig normal und gesund waren, gleicheriveise ivie das Kind der Rosa Blalschek. Die Kinder blieben auch alle am Leben. Die siamesischen Väter selbst wurden 63 Jahre alt und starben an einem Tage. * Eine nächtliche Löwenjagd mit der Kamera. Der englische Tierphotograph Dugmore schildert in einem eben veröffentlichten Buche seine Erlebnisse int Inneren des dunklen Weltteils. In der Nähe des Thikaflnsses stieß Dugmore mit seinen Gefährten auf den toten Körper 'eines Zebras, das Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, N. Lange, Gießen.