w 4 Das schlafende Heer. Roman von Clara Viebig. Kortsttzung.) (Nachdruck verboten.) Als sie die Nepomucena begruben, ging der Wind sehr hart. Die Komorniks, die den Sarg trugen, froren, denn er war nicht so schwer, daß sie unter der Last geschwitzt hätten. Zwischen das Trauergeleit, das hinter dem Sarg her betete, fuhr ungehindert der Nordost und jagte die Leidtragenden auseinander, daß sie die Ordnung bald aufgaben und durcheinander liefen wie eine verwirrte Herde. Jeder erkämpfte sich einzeln seinen Weg nach Pociecha-Dorf. Als sie vom Kirchhof zurückkehrten, der hinter dem Dorf, nur durch eine dürftige Fliederhecke vom Acker geschieden, preisgegeben allen Winden lag, tat ihnen ein Schnaps wahrlich not. Sie traten alle in den Krug, nur die Enkelin des Dudek, die Michalina nicht, die wollte nicht mit einkehren. Die anderen schalten über sie: ei, warum wollte sie denn nicht? War sie etwa so vornehm gelvorden in Poznan, daß es ihr nicht mehr paßte bei Eljakim Eiweih?! Nein, das war es nicht! Michalina war nur sehr betrübt. Ms sie nun so allein zum Dorf hinaus ging, iveinte sie vor sich hin. Ach, da war sie nun gestern ans Posen ge- lommen, so schnell als möglich, aber die Großmutter hatte sie doch nicht mehr am Leben gefunden, und die war immer so gut gewesen! Nun würde sie die nie mehr auf Erden sehen! Die würde ihr nicht mehr die Zöpfe flechten, schön zwölfsträhnig, daß sie handbreit standen, eine ivahre Pracht! Ach, die gute Babusia!*) Sie heulte laut, ihr Herz floß über von Trauer. Und daß der Jendrek nicht beim Begräbnis sein konnte! Den hatte die Babusia bocty auch immer so lieb gehabt. Aber der wußte ja nicht einmal, daß sie gestorben war. Wo mochte der Jendrek jetzt sein in der weiten Welt? War er noch bei den Soldaten oder war er schon frei? Sie hatten von Hause nicht an ihn geschrieben, schon lange nicht, Großvater hatte das Schreiben nicht gelernt, Großmutter auch nicht, und die Mutter hatte es längst vergessen. Ihr selber, der Michalina, wurde es auch schwer, und der Jendrek sparte auch gern die Tinte und das Papier. So hatten sie sehr lange nichts voneinander gehört. Ach, wer doch als Sternlein am' Himmel stehen könnte, heruntergucken auf die weite Welt! Wer sich doch aufschwingen könnte tote ein Täubchen und fliegen mit dem Wind hin bis wo der Jendrek wäre! Daß sie doch singen könnte über ihm in der Luft: „Jendrek, kehre wieder, Brüderchen, komm zurück!" Als sie noch Kinder waren, nur ntit dein Hemdcheir angetan, da war er mit ihr über die Felder gegangen und hatte sie sorglich an der Hand geführt; und als sie größer geworden war und die Buben sie narrten, hatte er sich vor *) Großmutter, sie hingestellt und alle abgewehrt. Und die dicksten Aepfel hatte er für sie geholt aus dem Herrschaftsgarten und einmal sogar einen Salzhering aus der Herrschaftsküche! Er war immer ein sehr guter Bruder gewesen. Beim Raffen und' Mandelaufstellen in der schweren Erntezeit war er ihr stets beigesprungen, und als sie dann später Stubenmädel geworden in Przyborowo, da war er freilich schon beim Mi'litäp gewesen, aber er hatte geschrieben: „Liebe Schwester, gräme dich nicht, wenn ich werde zurück sein, werde ich ihn verwammsen, wenn du nur wirst sagen können, iv e r Vater ist." Das konnte sie Wohl sagen, aber was nutzte es ihr? Wie dürfte der Jendrek seine Hand erheben gegen einen ko vornehmen Herrn? Seine Hand mußte er an dir Mütze legen und stramm stehen — ja, das mußte er! Ach, wie war das alles so traurig, so traurig! „Heilige Mutter!" Eine Boza meka stand am Wege zwischen Dorf und Ansiedlung, da knickste die Weinende tief und schlug vielmals das Kreuz. Ihre Hände _ erhob sie flehend: 'mochte die da oben nun alles machen, wie sie's für gut faud! Die Großmutter saß ja nun neben der auf dem' goldenen Thron, und die beiden würden jetzt wohl miteinander sorgen für die Michalina, bis der Jendrek heimkam. Die traurige Michalina trocknete ihre Augen. Was hilft's, man muß ja getröstet sein! Nach Posen zurück- kehreu würde,fie nun nicht mehr; die Mutter hatte auch gesprochen: „Spare das Geld, das die Bahn kostet!" Amme konnte sie ja nun doch nicht länger sein; das kleine Kind' kriegte jetzt eilt Fräulein. Sie war nur noch gut, die Windeln zu waschen und die Dielen zu scheuern, und der Lohn war auch danach. „So viel", sagte die Mutter, „kannst du auch hier verdienen, bleibe jetzt; vielleicht, daß du wieder einmal Glück hast, eilte so feine Stelle annehmen zu können in Poznan!" Michalina wußte nicht, ob sie sich darüber freuen sollte, daß sie nun hier blieb, oder traurig sein. In Posen hatte sie immer schönste Nationaltracht getragen: getollte Häubchen, weiß tote Schnee, schwerseidene Bänder — handbreit, bunt wie alle Farben des Regenbogens — einen Spenzer von Sammet, Perlschnüre so viele, daß der Nacken sich bog. Wenn sie doch wenigstens die Tüllschürze behalten dürfte, sich darin zu zeigen am Festtag! Und zu arbeiten hatte sie dort gar nichts gehabt. Aber auf die Dauer hatte es ihr doch nicht behagt; das gute Essen, das bequeme Leben hatten sie dick gemacht, und sie sehnte sich nach ihrer vormaltgen Schlankheit. Wie behend hatte sie sich bücken können, tote flink springen! Das Kattunmieder von früher wollte ihr jetzt gar nicht mehr passen, die Brust quoll über den Rand/ die Haken platzten ab. ?Zeiit, es war nichts mit dem Faulenzen! Sogar der Kopf wurde einem dick davon, inan kriegte Gedanken. Wo hätte sie sonst je Gedanken gehabt — gepriesen sei Gott! — wozu auch? Wenn man zu arbeiten hat und zu essen, ist's gut. 454 — 5?un würde sie wieder mit den rindern Mädchen auf den Oer gehen und -am Fest den Krakowiak tanzen und rntmer singen! Hell lachte sie auf Bei dem Gedanken und sah dann hastig, ganz beschämt nieder: et, das war doch mcht fein von ihr, daß sie lachte, heut am Begräbnis der Großmutter! Und die war doch so gut gewesen! Nun war ote nicht mehr da, die dem Jasio den Brei gegeben und ihn auch gewaschen hatte. Der Großvater war zu taubj der hörte nicht, wenn der Kleine weinte, und die Mutter nlllßte zu Hofe gehen; aber sie würde es jetzt hören, denn er war ein niedlicher Knabe — Gott erhalte ihn, und die heütge Mutter schenke ihm Gnade! Ms sie gestern an- gerommen war und sich über ihn gebeugt, hatte er mit beiden Händchen in ihre Perlenschnur gegriffen und sich sp, aufgerichtet auf seine Füße. Die Perlenschnur war zerrissen, aber es tat ihr nicht leid darum — so stark war das Bürschchen schon! Der würde einmal tüchtig die Sense schwingen bei der Ernte — und hatte er nicht jetzt schon brav Geld eingebracht?! Michalina fühlte nach jener Stelle ihres Unterrocks, Wo ste, in emeit Leinwandflecken eingenäht, Goldstücke barg. He, sie war jetzt gar keine schlechte Partie! Wollte Gott!, daß ste einen braven Mann kriegte, der sie auch, nicht schlug, und mit dem sie alt und grau wurde bei Somntersonne und Winterschnee! Sie ließ ihre Blicke schweifen: hier war's noch immer • gerade so wie vor anderthalb Jahren, als sie nach Posen gefahren war. Nur dort in der Ansiedlung waren der Hauser mehr geworden. Vorzüglich das eine Haus stach ihr in die Augen: Fenster rechts und links von der Tür, auch im Giebel eine blanke Glasscheibe; die Ställe ebenso wie das Haus und die Scheune mit Ziegeln gedeckt — das war einmal ein feiner Hof! Mußten das reiche Schwabby sein, die darin wohnten! Bewundernd hafteten die Augen Michalinas auf dem Haus der Rheinländer. Sie konnte ihre Neugier nicht zähmen, sie ging rund herum um das Viereck und lugte dann an der Zaunseile in den Hof. Eine Fran trat jetzt aus der Hintertür und schritt eilig dem Stalle zu. Bescheiden grüßte das Mädchen, verlegen errötend; die Frau nickte freundlich wieder, aber ihr Gesicht war besorgt. !Aius dem Stall drang dumpfes Muhen, es hörte sich gar kläglich an. Michalina schaute, sich auf den Zehen reckend, neugierig über den Zaun weg in den geordneten Hof: wie fein! Da standen Eimer und Mistgabel in einer Ecke, keine Jauche floß, aller Mist war auf einen Haufen zusammen gekehrt, tot der Stallwand war hoch das Reisig geschichtet, hübsch in Bündel gebunden. So ordentlich war's hier wie in einer festtäglich geputzten Stube! In Posen halte sie wohl schöne Zimmer gesehen, auch in Przhborowo war's stattlich gewesen, rtt Chwaliborezyee sollte sogar Sammet an den Wänden hängen und das Sofa von Seide sein, wie die Stasia Freli- kowska erzählte, aber einen so schönen Hof gab's gewiß nicht wo anders! Michalina staunte noch, als die Frau wieder aus' dem Stall herauskam. Das Muheu wurde immer kläglicher; es klang schier menschlich, wie lautes Stöhnen. Frau Kettchen war allein zu Haus, die Kinder waren Noch mcht aus der Schule zurück, das Kleinste schlief in der Mege. Die Männer, die mit Löh Scheftel noch nicht handelseinig geworden wegen des Gauls, waren heute mitsammen nach Miasteozko gegangen. UnB gerade heute mußte es die junge rotbunte Kuh überkommen! Die wollte kalben zum erstenmal. Was anfangen?! Ratlos sah Frau Bräuer in die meilenweite Ferne: Jesus, Maria, Joseph, welch eine Lage! Wann kamen die Männer zurück? Der Weg war weit, und keine, keine Hilfe in der Nähe! Verzweifelt irrten die Augen der Frau Umher; sie weinte fast. Horch tote jammervoll das Tier klagte! Sollte sie Bei dem' nächsten Nachbar anklopfen? Der würde doch nicht kommen, ihr Peter war nicht Freund mit ihm. Und mit dem zweitnächsten jauch nicht; mit kaum einem hier. Er hatte ja auch recht, 's war ja meist Gesindel: aber nun war man so ganz allein hier, so ganz verlassen! Und allein traute sie sich nicht, Hand anzulegen; sie hatte nicht die Kraft und wenn sie das Tier verletzte, das kostbare Mück?! „Jesus Christus, erbarme dich!" seufzte sie in höchster Da traf ihr hilfesuchender Blick die verschämt lächelnde Dirne ton Zaun. Frau Kettchen konnte nicht mehr an sich halten, wetnenü öor Angst schlug sie die Hände zusammen: „O Jesus Mana!" Was war denn? He, warum weinte die reiche Au- steolerfrau?! Michalina wagte es, näher ans Gattertürchen zu kommen. Frau Kettchen winkte ihr, da trat sie in den Hof. Beide sprachen sie zu gleicher Zeit aufeinander los und verstanden sich nicht; Michalina hatte auch bei der deutschen Herrschaft kein Deutsch gelernt, denn die sprach immer polnisch mit ihr. Wer das Brüllen der Kuh verstand sie. Vor der blonden zitternden Frau her eilte sie zur Stalltür. I Sle traten beide miteinander zur Leidenden ein. Ihrs Jöltcte trafen sich; da nickte die stämmige Dirne ermutigend und streifte sich die Aermel auf. — '2liö Peter Bräuer und sein Sohn eine Stunde darauf nach Hause kamen, den gekauften Braunen hinter sich fier» ziehend, fanden sie die Mutter geschäftig in der Küche; sie kochte einen Trank für die Wöchnerin. Was, die Rotbunte hatte gekalbt?! , „Donner und Doria!" Ohne weiter zu hören, stürmten die Männer zum Stall. Dort hatte Michalina unterdessen das nasse Stroh aus- gemistet und frisches untergebreitet. Mit offenen Mäulern standen Bräuers Kinder, die eben aus der Schule heimgekehrt waren, an der Stalltür und glotzten, was die fremde Magd schaffte. Grade als die Männer auf die Schwelle traten, kniete das Mädchen, ihr Begräbniskleid hochgeschürzt über dem feuerroten Rock, Bei der jungen Mutter und legte ihr den Säugling an. LieBreich stützte Michalina das auf seinen hohen Beinen noch schwache Tierchen Beim Trinken mit ihren Armen. Sie gab dabei der Kuh, die, noch Angst im' feuchten Blick der schwarzbraunen Augen, den Kopf nach ihrem Kälbchen drehte, Schmeichelnamen. Des Mädchens braune Wangen waren gerötet; zutrau- lich in seiner Freude übers niedliche Kalb, nickte es den fremden Männern zu. Diese standen erst verdutzt; Peter Bräuer runzelte sogar die Stirn: was wollte die Polackin hier?! Aber dann vergaß er das Fragen vor Freude über das kräftige Kalb. —! Als Michalina ein wenig später den Bränerschen Hof verließ, geleitete sie der Sohn bis vor die Haustür. Der Water hatte ihm einen Taler gegeben, — man durfte sich doch nicht lumpen lassen, vor dem Volk erst recht nicht! —, und nun versuchte Valentin ihr das Geld in ine Hand zu stecken. Aber sie widerstrebte: die Hilfe hatte sie aus freien Stücken und gern geleistet! Einmal der armen Kuh zuliebe und dann auch der Frau zuliebe, die sie so freundlich gegrüßt/ nicht fortgejagt hatte vom Zaun, als sie neugierig dort gestanden. So gern Michalina auch sonst Bezahlung nahm', hier beleidigte es sie fast, daß man ihr welche anbot; der dankbare Händedruck der guten Frau hatte ihr Wohlgefallen, und wenn ihr nun der schöne Bursche vielleicht au»h noch die Hand reichen würde! Den Kopf heftig verneinend schüt- telnd, wies sie das Geld zurück: „Nie, nie!"*) Verlegen stand Valentin: also sie schien kein Geld an- nehmen zu wollen?! Nun, dann würde er ihr später einmal eine Perlenschnur mitbringen oder einen Rosenkranz jaus der Bude am Dom; aber es wär doch unangenehm, daß er jetzt nichts für sie hatte — man darf sich nicht lumpen lassen, sagte der Vater. Ihre blanken braunen Augen schauten ihm treuherzig in offen gezeigtem Wohlgefallen, ins Gesicht; ein Erröten nach dem andern jagte über ihre Mangen und machte sie hübsch. Da wiederholte er lachend, was er gestern gelernt hatte: „Demi Buscht!", bückte seine schlanke Gestalt herunter zu ihrer kleinen untersetzten und drückte einen scherzenden Kuß jguf die errhtende Wjange. lFortsetzung folgt.) Aus dem Ghmgebket. Von 8eü religiösen Verhältnissen im OhmgebieL Wenn die Sitten eines Volkes aus seiner Jugendzeit stammen'/ und wenn andererseits dieselben die religiösen Verhältnisse desj Volkes zur Grundlage haben, so muß das religiöse Empfinden der ChattM e.mi Weraus tiefgründiges gewesen sein.. Den Römern,' ■*) Nein, nein. 455 vor allem dem römischen Geschichtsschreiber Tacitsts, verdanken Wir die ersten Nachrichten über unsere Vorfahren. Ihr Hauptsitz war die Gegend der unteren Edder, wo die vornehmsten Heiligtümer aufbewahrt und die Hauptverehrungsstatten: Odenberg, Heiligenberg und Donarseiche bei Fritzlar, lagen, dem Schutze der mächtigen Götter unterstellt. In dem, was ein Mensch oder ein Volk glaubt, zeigt sich oft am besten sein Charakter. Tempel hatten unsere Vorfahren nicht; unter riesigen Bäumen, an rauschenden Strömen, auf weitblickenden Höhen und in schauerlichen Waldschluchten verehrten sie die Kräfte der Natur, welche aber bereits persönliche Gestaltungen angenommen hatten. Märchen lind Sage, Zauberspuk und Gespenstcrglaube unseres Volkes lassen auf diese Gestalten, die einst van unseren Vorfahren verehrtest Götter, schliessen. Gleichfalls fehlte ein besonderer Priesterstand; vielmehr übte nach alt-arischer Weise die priesterlichen Dienste: Opferung und Anrufung der Götter, im Gegensatz zu den Kelten, bei welchen die Druiden selbige besorgten: der König für den Staat, der Fürst für den Gau, der Vater für das Haus. Die religiösen Gebräuche und Deutungen durch das Los, den Vogelflug, das Wiehern der Rosse und den Zweikampf waren allgemein^ In den wilden Zeiten der großen Völkerwanderung (375—540) mit ihrem Heer- und Wanderleben, in dieser großen Gärungszcit, mußte die frühere Kindlichkeit schwinden; neue Bildungselemente Und mit ilmen neue Laster hielten ihren Einzug. Aber ihre Ursitze behielten die Chatten in den gewaltigen Bewegungen inne; wie sie denn auch trotz dem Wechsel der Zeit Und der Berührung mit dem Christentum den alten Gottheiten getreu blieben. Nicht unmöglich erscheint es, daß mit Chlodwig um 500 n. Chr. Edle des Volkes die Taufe angenommen haben, auch Krieger und Händler, welche der Idee des Christentums in ihrer Heimat Bahn brachen; aber die Chatten hielten noch 200 Jahre am alten Glauben fest. Und Jute das Christentum trotzdem am tiefsten in Hessen wurzelte, so ist es ferner von größtem Interesse, daß diese Wurzeln, gerade int Ohmtale den triebkrästigsten Boden fanden, was, wie oben dargelegt, in dem jahrhundertelaitgen Bestehen des Königshofes zu Großseelheim begründet ist. In dem merovingischen Staat der Nachfolger Chlodwigs war schon die Kirche von hoher Bedeutung, wozu sie namentlich durch die immer größer werdende Schwäche der Könige sich aufschwingen konnte, obschon die geistlichen Würdenträger Untertanen des Königs waren. Die Kirche bot den Verfolgten aller Art eine Zuflucht, aber die Bekehrung der heidnischen Germanen im Frankenreiche und die Verhinderung Und Beseitigung der wilden Volksansbrüche war der fränkischen Kirche nicht möglich. Der neue Glaube erwies sich erst langsam, und Unter beut Einsluß der römisch-katholischen Kirche wirksam. Wie seine Landsleute, die Angelsachsen, erblickte bereits Bonifatius in dem Papste das Haupt der ganzen Kirche. Noch zeigt ein lindenbeschatteter Altar auf dem Friedhöfe zu Amöneburg die Stätte, wo er, sein Predigt- und Taufamt in Hessen beginnend, und nachdem er zwei mächtige Brüder, die Fürstensöhne Detic und Dierolf, durch die Taufe sür das Christentum gewonnen hatte, die erste Zelle in Hessen, ein Kloster für Benediktiner- Mönche ■— mit Hilfe dieser beiden Grafen — erbaute. Stets wurden königliche Klöster und Reichsäbteien in der Einsamkeit erbaut, und zwar war dieses Gebiet entweder Eroberungsgebiet, oder es hatten Empörer ihr Eigentumsrecht verwirkt. Keineswegs jedoch war das Gebiet des Klosters immer ganz unwirtlich. Die Missionen waren in die damalige Befestigungsweise eingeweiht, da die Bistümer, Reichsäbteien und Klöster stets befestigte, vorgeschobene Postest waren, und diese dienten auch dann, wenn der Krieg zu Ende war, als Stützpunkt für spätere Unternehmun- gest. Mit seinen Gehilfen lebte Bonifatius' in größter Armut, wodurch sich! ihnen die Liebe des von den Sachsen oft ausgeplün- dertest Volkes in hohem Grade zuwandte. Als Erzbischof von Mainz gründete! er in Amöneburg eine Kirche, welche er dem Erzengel Michael weihte und wußte auch die weltliche Macht dem Stifte zu sichern. In der Lindenkapelle soll, Bonifatius gepredigt haben, Und die vielett sogenannten Bonifatius- stcker um die Stadt herum waren, wie alle A'ecker, über Welche ier ging, zehntfrei. In Seelheim', h» ein HausMeier den 'Königshof verwaltete, ans dem wahrscheinlich die einst sehr reiche Und angesehene Adelsfamilie der Jmhofe stammt, welche sich itnt die Kirche! in Hessen, besonders auch zu' Marburg, Verdienste erworben hat, fand Bonifatius immer gastliche Aufnahme, so pst er in diese Gegend zurückkehrte. Um der Predigt des' Evangeliums größeren Nachdruck zn verleihen, stattete ihn schon Karl Martell mit einem Empfehlungsbrief an alle Herrn , und Königlichen Beamten aus. Einer der mächtigsten der in dieser Gegend dem Evangelium Gewonnenen war Ad al g er, ein späterer Priester. Auf seinem Sterbebette schenkte er dem heiligen Martin, dem Schutzpatron der dortigen. Kirche, seine Güter in Amöneburg, dem ausgegangenen Orte Breitenborn und in Seelheim. Asperth Und Trutmund aber, des Verstorbenen Brüder, schworen sich durch einen. Meineid am Altäre der Kirche diese Güter zst. Nach der Weissagung des heiligest Bonifatius wurde Asperth aus der Bärenjagd getötet, und Trutmund, dem' Bdnifatins den Segen der Leibeserben vorenthalten, fürchtete auch die Erfüllung dieser Verheißung rind gab! die geraubten Güter an den heiligen Martin alsbald wieder heraus. Schon zst Anfang des 11. Jahrhunderts! ging das Kloster zu AmönebUrg ein. In d?r Folgezeit wähltest die Erzbischöfe vost Mainz unser« KergstM öfter zu ihrem .Wohnsitz, namentlich seitdem der Erzbischof Gerlach im Jahre 1360 wieder ein Chorherren- oder Kollegial ft ist gegründet und Mainz neben der geistlichen auch die weltliche Herrschaft über A'mönv bürg erlangt hatte. In den Besitz des Stifts Amöneburg kam auch die halbe Mühle zu Todt«»brücken an der Klein. Das Dorf verschwand frühzeitig vom Erdboden; nur die Mühle und' bi« Kapelle waren im 14. Jahrhundert noch vorhanden. Erst nach dem dreißigjährigen Kriege (1618—1648s wurde die Kapelle abgebrochen und zur Wiederherstellung der Stiftsgebäude in Amöne<- bürg verwendet. Auch das katholische Dorf N i« b er kl e in toast ehemals ein Mainzischer Flecken, und der eine der beiden Höfe von Rabenhausen gehörte dem Erzstift Mainz, der andere dem hessischen Landgrafen. Das Dorf Bauerbach, welches bedeutenden Obstbau betreibt, und Schröck, bis zum Jahre 1892 zum Kreis Kirchhain, seitdem zum Kreis Marburg gehörig, sowie Ginseldorf, traten auf der Synode zu Homberg a. E. 1526 zum evangelischen Glauben über. Seit dem Ende des 16. bezw. Mfang des 17- Jahrhunderts sind die drei Orte wieder katholisch, und besitzt jeder seine eigene Pfarrei. Als nämlich der Landgraf Moritz (1592—1627) auch in Bauerbach und Schröck die sogen, Verbesserungspunkte einführen wollte, suchte dies der Erzbischof von Mainz mit allen Machtmitteln zu verhindern. Endlich einigt« man sich am 20. Oktober 1608 in einem Vergleich dahin, daß! Heissen das Patronat über Epstein, Nordenstadt und Oberlieder- bach (Reg.-Bch. Wiesbaden) erhielt, dagegen an Kurmainz dqs Patronat über Bauerbach, Schröck Und Himmelsberg obtrat. Unsägliches Elend erfuhr Amöneburg im dreißigjährigen Kriege; nur allmählich konnte sich die Stadt nach dem' Brande von 1646 erholen, nachdem sie im November 1649 an Mainz zurückgegeben worden war. Erst 1656 wurden die Krrche, das Stift, die Pfarr- und Schulgebäude wieder errichtet. Im Friedest zu Lüneville (1802) wurde dem Erzstift Mainz ein Ende, gemacht, und Amöneburg kam an Hessen. Das Stift St. Johannis'/ dessen wohlbeleibte Stiftsherrn einst eifrig der Jagd hulbigten, und, um die Hasen, beguemer schießen zu können, diese durch die Bauern der umliegenden Dörfer aus den Feldern den Berg hinauf treiben ließen, wurde in eine Domäne verwandelt. in ihreH größten Zeit eine wohltätige Macht für die Völker, so offenbgrte sie ihr Uebergewicht am vollsten in den Kreuzzügen, bie eine* Verbindung von Mönchs- und Rittertum, die geistlichen Rittst- orden, entstehen ließen. Der fromme Sinn fallt schon urt 10. Jahrhundert Und in dem so lebensvollen 13. Jahrhundert durch Errichtung von Werken zur Ehre Gottes zum Ausdruck, und noch heute sind die damals entstandenen kunstreichen Kirchen, soweit sie nicht durchs Brand und dgl. der Zerstörung anyetmftelen, der Schmuck Unserer Städte. Die Stätte der,alten, ehrwürdige»/ ruhmumstrahlten Kirche zu Amöneburg ziert jetzt eine neuere, stattliche. Seit mehreren Jahren hat auch! die kleine evanaelstG. Gemeinde unter Beihilfe des Gustav-Abolf-Bereins es» Gotteshaus erhalten. Auf einem sanften Hügel der Stadt Ktxch ha ist erhebt sich mit ihren gedrungenen Formen die Kirche. IM Jahra 1506 erbaut, wurde die evangelische Kirchs zu S ch w e, n s berg 1635 durch von den Kaiserlichen angelegtes Feuer zerstört, 1664 wieder aufgebaut und nach Stephanus benannt. Di« Wer 2000 Meist katholische Einwohner zählende Stadt N e U st a d t (M. W. BI hat zwei katholische Kirchen und eine vom Wistav-Molf-BereM Des Bonifatius gesegnete Tätigkeit bedeutet in kirchlicher Beziehung den Wendepunkt einer alten und einer neuen Zeit. Der Lahngau, welcher ungefähr die Kreise Marburg, Kirchhain, Ziegenhain, Frankenberg, Siegen und Biedenkopf umfaßte, wurde! dein Erzbischof von Trier, die Diemelgegend, Paderborn und die Fuldagegend kirchen- und staatsrechtlich den Abteien Fulda und' Hersfeld unterstellt 1541, 1567 und 1623 werden Glieder der! Schenckschen Familie als Fürstäbte von Fulda genannt. Der größte Teil des Landes hatte den Erzbischof von Mainz als Oberhtrtest anzuerkennen. Aus den Archidiakouaten, in welche größere Sprengel geteilt waren, haben sich allmählich die Pfarreien heraus- gebildet. Karl der Große, im Jahre 800 n. Ehr. vom Papst«! Leo III. zum Kaiser gekrönt, so daß in den Astgen der Wölkest das römische Reich, das einst die Welt beherrscht hatte, imebe,t erneuet schien, hatte sich das Kaiserreich anders gedacht, als eÄ' später Wirklichkeit wurde; der Kaiser sollte, nach seiner Meinung und wie er selbst es gepflegt, die weltliche und die geistliche Macht in seiner Hand vereinen. Und wie jener fühlte sich Otto der Große (936—973) wieder als Unbedingten Herrn der Kirche/ vor der in der Verwilderung und Gesetzlosigkeit des Mittelalters sich der Höchste wie der Niedrigste in gleicher Ehrfurcht beugte-. Von den mannigfachen Strafen, welche die Kirche, ihren Gliederst für begangene Sünden auferlegt«, nennen wir dm Wallfahrtest. Hessen bewahrte an verschiedenen Städten Reliquien auf, nach denen viele Wallfahrten stattfanden. In Gojtsbüren hatte mast um 1331 den Leichnam Christi gefunden, wohm denn auch Landgraf Wilhelm I., der Aeltere (1471—1493) pilgerte. 3» bet St. Martinskirche in Kassel wurde ein Splitter von dem heftigA Kreuz gezeigt. Auch Betziesdorf ist ein ehemals berühmter Wall- sahrtsort. In Amöneburg wurde einst alljährlich da§ Fronleichnamsfest gefeiert, welches alle katholischen Gemeinden der Umgegend mit Kreuzen Und Fahnen verschönern halfen. Neben den oft so wohltätigen und heiteren Gebräuchen wucherte freilich der Aberglaube nicht niinder üppig. War die Kirche v 455 erbaute' evangelische Kirche. Das Dorf Rauisch-H o lz h a u se n war mainzisches, die Burg dagegen hessisches Lehen; seine schöne und neue Kirche ist 1880 errichtet und 'eilt Werk des Frei Herrn! von Stumm. Ebenso besitzt Kl e i n s e e l h e i nt eine schöne,, vor einigen Jahren prächtig erneuerte ^und im Innern Verhältnis^ mäßig reich ausgestattete Kirche. Sehenswert an der gotischen Kirche zu Langenstein ist das freistehende dreieckige Zetlen- gewölbe. Gleichfalls gotischen Stiles ist die Kirche in Stausebach, während diejenige von A n z e f a h r die altdeutsche Bauart aufweist. Nach der Völkerwanderung die größte Begebenheit in der Geschichte, brach die Verbesserung der Kirche, die Reformation, überraschend schnell und mächtig herein. Mit Ausnahme einer verhältnismäßig kleinen Zahl Juden gehören.heute die Bewohner von Hessen zur christlichen Religion, und zwar etwa 4/s zur evangelischen, die übrigen zur katholischen Konfession. In den Kreisen Fulda, Hersfeld und Hünfeld ist die katholische Kirche vorherrschend; in den übrigen Kreisen überwiegt mehr oder weniger die evangelische Bevölkerung. Nur int Kreise Kirchhain sind beide Konfessionen int Gleichgewicht. Um 1840 zählte dieser Kreis' 13 lutherische, 2 reformierte und 8 katholische Kirchspiele. Dem Konsistorium zu Kassel untersteht gegenwärtig die Leitung der evangelischen, dem Bischof zu Fulda die der katholischen Kirche. Inner sofzig Kennig git’s nit oab. Dr Nicklos mußt eans Möwe gih Auoaber ernt die Wearrera; Doach vor dr Hausdihr bleawe stih Eean saat zon feier Fraa: „Ei woas ich saa wollt, Annenioarie," „Vrkäi doas ah!t gehl Huh;" „S lehkt jo doach kah Niger mit;." „Maas sonn mr noach inet tut)." „Mr hu noach Freasser gnugk eam Haus." „Dai Oehser koste Geatd." „Die Fricht enS nit geroare dans," „S ftit goar binn eam Feald." „Doach sei beim Hannil of dr Houk," „Eean gih nit väil eroab." „Zouni 'Schloachle eas doas Huh noach goiit." „Inner foizig Pfennig gits nit oab." Woas häi der Mann ean gourer Rouh Seier Fraa hoat oabefoahn, ‘ Doas hott dr Nochbersch Jörg metzou Ganz harnlich ean vrstoahu. Doas woar a Spötter ersetzter Sort; Doas weaßt die ganz Gemah, Wen der nit schu all oageiort, Mr dörs's kairn Mensche saa. De Donnerschtoag, so gege drei, Mr fuhr schu oa die Waid, Do koarn oant Jörg feint Haus vrbei Dr Rimtz vo Leauneroad. „Guudach" „Guudach" gengs her ean hie; „Ito Jörg weißt dou mr nant" „Ka Niger ean ka Fearrervieh?" „„Joa, joa, dir waiß ich aut"" „Do neaiue eas ihs Nochberschfraa" „Tai verkäst a ahlt geahl Huh" „S will oawer, roaiaid) dr saa" „Groad sofzig Feunig hu." „Dou tonst, als wann de vo nant weht" „Ean bitft r siewizig oa!" „„Ean warnt se rnersch do oawer letzt,"" „„Hun aich de Schoare droa."" „Wann aich dr saa, se letzt drsch nit,* „Do mad) dr nur kaa Glosse! „Wann bat kaa foizig Fennig krit, „Dann taut se s Huh nit loste." Ean dr Ruutz, der git auch schih Aniwer noack) dm Nochberschhans; Doad; vör dr Hausdihr bleibt r stih Ean rifst die Fraa araus. Die Annentoarie, bat wusch tut groad Ean halt die Hann voll Safe. Dr Ruutz, der sregkt, so roai sei Oart: „Holt ihr nant se verkäse?" „Ei joa", scgkt do die Annemoarie, „Seaht ihr doas ahlt geahl Huh" „Do iroe bei dr Aleaste stih? „Doas könnt r gtaid) gehti." Do segkt dr Rtmtz: „Aich fei’S sesrirre", „Dann loacks amoal abet 1" »Aid) will dr siewezig Fennig birre," „Ean die Sack) ea-3 ean dr Reih." „„Vör siewezig Fennig geaw aich'Z nit,ee „„Doas braucht r nit je denke."" „„Wann ihr kaa !o?zig Fennig bit!"* „„Aich hu nant se verschenke."" „No joa! Tie Sach, däi macht fiel) ;* „Etz mach mr nur kaa Bosse." „Aich geaive dr dann sechzig," „Do konnst de mersck) gelöste." „„Vör sechzig tun id)'§ aach noach nit „„Aich gih nant miß aroab."" „„Wann bau kaa ioizig gerne mit,"" „„Dann git ds Huh nit oab."" ■ „No, wann de nnnt aroab wit gih," „So will ich's dann behahle," „Ean woas ich saa wollt, grüß mt schih" „Bis Sonnowed dein Ahle." De Sonnowed do koant dr ?lhlt; Ts Möwe woar verbei. Do Horrem dann sei Fraa verzählt Die Htihverkäierei. To oawer rii! dr Nickelos: „Sei stell imm Goatteswenn," „Dou bleibst a bomm Gewirrerohs" „Bis oa bei selig Enn." Peter Fink, Offenbach a. SOI. Büchertisch. — Heber Wilhelm Holzame r s, des früh verschie- denen hessischen Dichters Leben, lag seither ein undurchdringliches Dunkel, so weit es seine seltsamen trauervollen Familien- verhältnisse betraf. In den „Beitrügen zur Literaturgeschickste" hat nun sein Landsmann und ehemaliger Freund Karl Neurath ein, Werk herausgegebeu, das Holzamers ganzes Wesen und Schaffen einer literarischen Würdigung unterzieht. Wir erfahren darin, wie der junge Dichter, das Hirn voller Träume und das Herz voller Siebe, sich mit seinem jungen Weib an der Bergstraße mitten int Grünen ein Häuschen baut, tote er unaufhaltsam' und rastlos arbeitet, tote er für die erste Ausstellung der Künstlerkolonie eine Anzahl feiner Spiele verfaßt und wie ihm bei den Proben zu diesen Spielen ein Weib begegnet, das den ab- gearbeiteten Dichter durck) all ihre Eigenschaften so zu fesseln! wußte,. daß er nicht mehr los konnte, und Weib und Kind verließ, um bei ihr ein neues Leben zu suchen, das ihn zum „Tempel des Ruhmes" führen sollte. Wir sehen auch, ivjie seine Gattin ihn in Frieden ziehen läßt, um seine Bahn zur Höhe nicht zu verlegen, wie er aber fortan nirgends Ruhe und Rast findet, bis ihn der Tod mitten im Schaffen, kaum 37 Jahre alt, von seinem Leiden erlöst. Neurath gibt dann eine eingehende Analyse sämtliche Werke des Dichters, auch des Erstlingswerkes: M eilte Lieder, das im Buchhandel schon längst nicht mehr zu haben ist, da es der Dichter zurückgezogen hatte, und geht dann auf bte übrigen Werke über, die ausführlich und mit eingehender Sachkenntnis behandelt sind. Eine Anzahl bedeutungsvoller Briefe, darunter der Abschiedsbrief an seine Frau, sind in dem Werk« abgedruckt und vermitteln interessante Einblicke in das Leben des Dichters, das jeden Leser mit innigstem Anteil erfüllt. Nachdrücklich tritt K. Neurath auch der von dem Berliner Freundcs'-- kreis verbreiteten Ansfassung entgegen, als ob die Geliebte sein Genins gewesen sei: er weist vielmehr nach, daß diese Fran den unheilvollsten Einfluß auf Holzamers Schaffen hatte, wie es ja auch nach den bisher bekannt gewordenen Einzelheiten aus dem Leben dieser Frau nicht anders zu erwarten Ivar. So ist in dem Buche alles zusammengebracht, um den bedeutenden hessischen Heimat-Dichter im richtigen Licht erscheinen zu lassen und mit Verständnis zu erläutern. verWMdlrmgsratse!. Erbe — Naht — Ton — Ur — Ader — Hebe — Regen — Adel — Laube. Die vorstehenden Wörter sollen durch Hinzusügen je eines Buchstabens derart in ebenso viele neue Wörter verwandelt werden, daß die hinzngesi'iglen Bnd)staben der Reihe nach gelesen den Namen eines Bildhauers ergeben. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Skat-Ausgabe in voriger Nummer: (Mit a, b, c, d werden die vier Farben bezeichnet; A = Atz, U — Unter, Bube, Wenzel; D = Dame, Ober.) Das Spiel wurde gewonnen. Vorhand drückte bZ und cZ, Mittelhand besaß eil, dU, aD, a9, a8, bK, bD, b8, c9, dZ und Hinterhand die übrigen. Spielgang: 1. V. bA M.'b8 H. b7 — 11. 2. B. dA M. dZ H. d7 — 21. 3. V. cA M. c9 £>. c8 = 11. Der Rest fällt den Gegnern zu, Vorhand hat aber zusammen t seinen 20 Augen im Skat das Spiel bereits gewonnen. Redaktion: I V.: E. Hetz. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen»