Donnerstag den 24. November w Rs [in WW iiii ftes iiLM Friedel halb-süß. Roman von Fedorvon Zobeltitz. (Sortierung.) (Nachdruck verboten.) 12. Das schwere Unglück, das das Hans Friedel betroffen, chatte sich bald int Gau herumgesprochen. Zahlreiche Bei- leidskundgebungen trafen ein: aus dem großen Bekaunteu- kreise, von den Konkurrenten in der Schaumweinbranche, von den meisten Weingroßhändleru der Landschaft. Der Kommissar Ringer und der alte Bauer Nidderkopp erschienen persönlich, um Fritz ihre Dienste anzubieten; auch von dem Grafen Eldringen war ein gewunden' liebenswürdiges Schreiben eingelaufen: er bedaure aufrichtig das tragische Vorkommnis. Die übertriebensten Gerüchte schwirrten durch die Luft und drohten das Ansehen der Firma zu schädigen; daß der Kommerzienrat der Gräfin Orczelska eine halbe Million geschenkt habe, war noch das geringste. Dazu kamen neuerdings Anfragen aus aller Welt, wie sich K. A. Friedel zu den letzten Behauptungen der Miquelons verhalten werde Und welchen Fortgang der Prozeß nehme. Sogar aus Manila, Port Elizabeth unb San Joss de Cucuta waren Telegramme eingetroffen, und in Cap Haiti hatte eine Horde Nigger die Gelegenheit benützt, „aus Sympathie für Frankreich" das Lager des deutschen Agenten zu erbrechen und auszurauben. Schon begannen allerdings auch ernstere deutsche Zeitungen auf die Albernheit hinzuweisen, die darin liege, daß man das öffentliche Interesse für den Privatstreit zweier KUufmannshäuser in Anspruch zu nehmen versuche. —■ In diesen Tagen erhielt Fritz einen unerwarteten Besuch: Otto Spannuth ließ sich bei ihm melden. Der kleine Mann war in sichtlicher Verlegenheit, als er bei Fritz eintrat. Er war der vollkommene Gegensatz zu seinem verstorbenen Bruder: sah mit seiner in Gold gefaßten Brille eigentlich mehr lote ein Philologe aus und trug sich ein wenig unmodern in der Kleidung. „Sie sind erstaunt, Herr Friedel," begann er schüchtern, „mich bei sich zu sehen. Im umgekehrten Falle wäre ich's auch. Aber das — das, was zwischen unfern Fantilien vorgefallen ist — ich bitte, ich weiß genau Bescheid, ich weiß, daß es sich nur um eine unselige Zufälligkeit gehandelt hat — das soll mich doch nicht hindern, Ihnen in den Tagen Ihres Unglücks meine Anteilnahme auszudrücken." Fritz wies auf einen Stuhl. Otto Spannuth galt allgemein als eilt rechtlicher Mann. Trotzdem überschlich Fritz eilt mißtrauisches Gefühl. Es war immerhin sonderbar, daß Spanmrth persönlich kam, nur um ihm ein paar freundliche Worte zu sagen. ; „Ich erkenne Ihr Mitempfinden doppelt dankbar an, Herr Spannuth," entgegnete er. „Es find allerdings traurige Zeiten für uns. Die Erkrankung meines Vaters mit allen ihren Folgen war der letzte harte Schlag." „Und die Sache mit den Miquelons?" fragte Span-i nuth. Er war kein Diplomat; Fritz merkte sofort, bag er auf das Ziel seines Besuchs hinsteuerte. „Man sagt, daß Ihre Verurteilung aus formalen Gründen zu er« warten sei." „Jedenfalls nur eine Verurteilung insoweit, als matt uns die Behauptung, der Uttenhoover Taussekt sei Friedel- scher Schaumwein gewesen, verbieten wirb. Wahrscheinlich lastet man uns auch die Kosten des Verfahrens auf. Eine Bußzahlung halte tch für ausgeschlossen. Immerhin — eine Niederlage kann uns schon blühen, selbst wenn uns der gute Glaube zugesprochen wird. Sie sehen, ich bin ganz ehrlich." Spannuth rückte an seiner Brille. „Und wehren Sie sich gegen eine gütliche Einigung?" fragte er. „Sie ist mir nur einmal nahegelegt worden. Ich brauche Ihnen kein Geheimnis daraus zu machen: durch Helldorf — gewissermaßen im Auftrag seiner Frau." Die Hand Spannuths fuhr durch die Luft. „Ah — ich versteh schon," sagte er, „nichts da —■ Sie brauchen bi» Dame nicht! . . ." Er setzte sich fester auf seinen Stuhl.... „Geehrter Herr Friedel, die Sache liegt s o, daß die Mi- quelons nur auf das Anerbieten einer Einigung warten—« und daß sie sofort zustimmen würden — unter den ku- lautesten und annehmbarsten Bedingungen." Fritz schaute Spannuth mit geschärfter Aufmerksami- keit in das Gesicht. „Und bas wissen Sie positiv?" „Ich habe nicht nötig, Versteck mit Ihnen zu spielen. Sie kennen natürlich den Grasen Eldringen?" 'tßcibciV' "Nun also — der Graf waren kürzlich einige Tage üt Epernay. Er ist nicht mein Mann — gar nicht. Aber er kann den Mund nicht halten — und grade deshalb ist's zuweilen ganz pläsierlich, ihm zuzuhören. Er verschnappt sich leicht. . . Fritz bot seinem Gast eine Zigarre an. Die nahm er auch und entzündete sie mit großer Umständlichkeit, während .sich Fritz eine Papyrus ansteckte. „Wenn die Miquelons," sagte er nachdenklich, „eilte Einigung herbeiwünschen, so sollte man vermuten, daß sie trotz ihrer Sicherheit den Ausgang des Prozesses fürchten." "Spannuth nickte zustimmend. „Ist auzunehmen. Vielleicht sorgen sie sich, daß Unliebsames zur Spracbe kommen könnte. Wenn es den Urteilsspruch auch nicht beeinflußt, kann es doch dem Renommee ihres HauseH schaden." „Gewiß. Ein Pyrrhussieg ist unangenehmer als eure ehrliche Niederlage. Und ohne Zweifel haben die Mique-i lons bei der Sache im Trüben gefischt. . . . Lieber Herr Spanmrth, ich gestehe ohne weiteres zu, daß auch mir an einer Beilegung des Streites liegt. Er dünkt mich kleine — 734 j lich gegenüber den größeren Aufgaben, die inzwischen tot mich herangetreten sind. Ader ich kann den Zenten Eeuten Ist auch^nicht nötig. Reisen Sie selber nach Epernay!" ^Ah, Herr Spannuth, das wäre doch noch demuttgender ^Mtnestveas. Man braucht ja nicht anzunehmen, daß Sie Nur um des Zweckes willen nach Epernay gekommen seien. Eine geschäftliche Tour kann Sie nach Parr^ geführt haben. Auf der Rückreise machen Ste m Epernay Halt, gewissermaßen apropos, sprechen ber den Bctquelonv vor und lassen fallen, daß Sie gehört hatten, man chunsche dort eine Einigung, der Sie, mon dien, Nicht Prtnztptell. abgeneigt seien. . . ." Hinter den Brillengläsern blmkten die Augen schlau . . . ,Ließe es sich so nicht machen? Fritz ging unruhig im Zimmer umher. ,,u>mmerhcn »- so ginge es. Meinen Dank, Herr Spannuth ^ch will überlegen. Vielleicht findet sich noch ein Plausibler Grund Ich will ja froh sein, wenn ich die Geschlchte l^s b n. Die Ordnung des Wirrwarrs, in den meines Vaterv Krankheit das Geschäft gebracht hat, absorbiert alle meine ^n- tercssen.^ ft r ß e Y sollte ich mit Ihnen sprechen," sagte Otto Spannuth. . Fritz blieb stehen. „Sie?" fragte er in ungläubigem ihn dem Prokuristen. „Was heißt das, Msselholz?" Kesselholz ging an das Fenster, uin besser zu schm. Der Brief war in deutscher Sprache mit der Maschine geschrieben, aber handschriftlich unterzeichnet, uno laute.e: „Herrn Kommerzienrat K. A. Friedel. Schrattstein (Rhein). Unter höflicher Bestätigung Ihrer gefl Zuschrift vom 18 v Mts. bitten wir zunächst um Entschuldigung w.gen unserer verspäteten Antwort, die durch eine Reise un res ersten Geschäftsführers veranlaßt tottrbe. Zu em^r Beilegung der schwebenden Streitfrage unter den frdl. angegebenen Bedingungen sind wir gern bereit ebenso zu d m gewünschten Darlehn m Hohe von 8,0 000 Franks Zu« Frage der Sicherstellung würden wir Sie am heoftcn pcr- sönlich sprechen und bitten daher um Ihren werden Besuch, bei welcher Gelegenheit auch die übrigen Anfragen ^hres Briefes bestens Erledigung finden könnten. Wir empfehlen uns Ihnen und zeichnen Hochachtungsvoll Miquelon et fils. Elanrard." Kesselholz legte den Brief auf den Nachttisch. _ Sie fragten, was das heiße, Herr Friedel," sagte er. „Eine Unannehmlichkeit mehr. Der Bries ist die Antwort auf ein Schreiben des Herrn Kommerzienrats das wir nicht kennen. Wer aus der Antwort ist ersichtlich, daß Ihr Herr Vater schon bei Abfassung seines Briefes nicht mehr in geistig normaler Verfassung war. Er ist am achtzehnten vorigen Monats abgeschickt worden; zwei Tage später trat der Anfall in der Droschke ein." „Wir müssen auf der Stelle antworten und die Sach- IC9e Das'natürlich. Aber noch besser wäre, 6ie führen selbst nach Epernay Und brächten die Geschichte in Ord- im Bette ruhelos hin und her. Jminer von neuem erwog er Tatsächliches, Aussichten und Möglichkeiten Stand auch die Firma nicht vor dem Ruin, so doch vor schwerer Das Angebot Spannuths war in der Tat eine Rettung. Es war auch richtig, daß die Fusion eine Verdoppelnng der Umsätze, ein Emporschuellen der Verdienste, eine gAvaltige Steigerung aller geschäftlichen Betätigung tnic sich bringen mußte. Spannuths „Schwarz-Etikett" war ungeheuer populär geworden; man trank die Marke wirklich Faller Herren Lande vom Nord- bis zum Südpol, unter allen Breitengraden. Sie hatte die übrigenMarken des Harstes gänzlich in den Hintergrund gedrängt: Gebrüder Spannuth fabrizierten fast nur noch ihr „Schwarz-Etikett . i.cher einen solchen kleineren Schaumwein tarnen sw auch utcyt hinaus, und da hätte denn die Firma Friedel ecne wirkungsvolle Ergänzung bieten tarnten. O ja, die Vortcite einer Vereinigung lagen klar aus der Hand! Es war der letzte Gedanke Fritzens an einer logisch geordneten Kette: was wird der Opa zu all dem sagen? — Dann überwog die Müdigkeit, und der Schlaf kam. Der Diener weckte ihn nicht. Er hatte Mitleid mit n Herrn, und so kam es, daß Frttz erst Bormittagsstunde erwachte, und da stand Msselholz vor secnM Entschuldigung. Er hatte im Bureau auf Herrn Friedel gewartet und es schließlich mir der Flucht bekommen, ihm sei vielleicht ein Unglück zugestoßen. Und noch etwas: unter der ersten Post habe W auch ein an den Herrn Kommerzienrat Person.ich adressterter SScte, befunden, mit einem Firmenauidrnck auf dem Kuvert, p-i zu denken gebe. Kchelholz reichte Fritz den Brief. Von wem kam er? Ta fuhr Fritz m den Kissen empor. Er las auf dem strohgelben Papier die Firma. „Miquelon et fils. Epernay" stand da m g.ckystcher ~nu schrist. Und hastig riß er den Brief auf, dnr.yflog ihn und wurve matz, las ihn noch einmal mijmerstamer und gab Fritz sprang ans dem Bette. „So ist es, Msselholz! rief er lebhaft. „Die Leute müssen aus geklart werden. Und vielleicht — nun, vielleicht findet sich dabei auch Gele aen'aeit, den ganzen dummen Streit ans der Welt zu schaffen. Sie haben ja gehört, was uns Itttland neulich aesaqt hat. Selbst Weelen läßt uns im Stich. Von ihm hört" man überhaupt nichts mehr!" Während er sich anzukleiden begann, sprach Kesselholz sich mts. Ja, auch er teilte die Ansicht, daß eine Einigung $01 ich. Ich wollte Ihnen den Vorschlag machen. Unsere beiden Häuser zu vereinigen, unter Beibehaltung der bisherigen Firmen, aber unter gemeinsamer Berwal- titng mit Ihnen und mir an der Spitze." Fritz war so maßlos erstaunt, daß er mcht sofort zu antworten vermochte. Auf der Stelle setzte auch wieder sein Mißtrauen ein: es war der alte Lteblingbgedanle Jacques Spannuths gewesen, bei einer Umwandlung der Firma Friedel in eine Gesellschaft einen großen Teil der Aktien in seine Hände zu bringen. Und als spure der andere etwas von diesem Mißtrauen, wartete er nicht erst eine Entgegnung ab, sondern fuhr fort: ,,^ch versiehe, meine Idee überrascht Sie. Ich wurde auch verstehen^ wenn Sie nach Motiven suchen wollten, die nur durchaus fern liegen. Wer bitte, prüfen Sie nur die prackifche Seite meines Vorschlags - überlegen Sie, welche Mast wir gemeinsam entfalteti könnten! Unsere beiden Hauser tehen in hoher Blüte; ich kann wobl sagen, sie erfreuen ich eines Weltrufs. Mine andere deutsche Schaumwein- irma kamt mit ihnen konkurrieren. Wenn toir uns vereinigen, haben wir das Heft in der Hand. ■ • • 'i Während Spannuth sprach, fragte Fritz sich immer wieder: was will der Mann? - Tatsächlich lag die Situation doch so, daß die Firma Friedel sich gegenwärtig in einer Mise befand, die dem Konlurrenzhaiis nur erwünscht kommen konnte. Aber Spannuth dachte nicht daran, sie auszubeuten; er kam int Gegenteil als Helfer m der Not. Und Fritz, fiel wieder der alte Kämpf der beiden Häuser ein, die heimlichen Intrigen Jacques, das seltsame Zusammentreffen zwischen diesem und dem Opa, da der feinen Stoct erhoben unb bet cinbete fMt Mittig Revolver gezogen hatte. Hatte ber Schuß aus bem Meber- Wald denn allen Groll begraben, statt ihn noch mehr zu schüren? Was lag vor, daß der Bruder des Toten ihm die Hand entgegenstreckte? — Otto hatte sich erhoben. „Sechstverständlich, Herr Friedel," sagte er, „so etwas läßt sich nicht übereilen. Prüfen Sie reiflich und sorgfältig — meinethalben auch skeptisch. Wer schieben Sie die Sache nicht zu sehr aus die lange Bank — auch in Ihrem Interesse nicht, denn natürlich würden bei einer solchen Fusion die Fatalitäten, in die Sie Ihr bedauerliches Familienunglück gebracht hat, ohne Schwierigkeiten reguliert werden können. Und nun möchte ich mich gehorsamst empfehlen." Fritz reichte ihm die Hand und dankte ihm nochmals. Und als Spannuth schon in der Tür war, fragte er: „Wie geht es Ihrer Frau Schwägerin?" . Spannuth wandte sich zurück, und !venn Fritz ein Menschenkenner gewesen tväre, hätte ihn jetzt der Ausdruck im Auge des Mannes befremden können. ,L> — merci — es geht ja so leidlich," antwortete er. „Ich habe die Ehre, Herr Friedel." . . . Fritz hatte wieder eine schlaflose Nacht. Der September war heiß. Schwüle brütete draußen; lenseit des Rheins ssteg ein graues Wetter auf. Fritz wälzte sich Was ziehe ich an? Von Joseph Aug. Lux. toCTt$tud) der Goldschmied hat, wenngleich in bescheidenem Maße, bei der Herrentracht mitzured.n. Die Bauschkrawatte kann di« Nadel nicht entbehren. Auch die langen Selbstbinder werden zn- wl-ilen mit einer Nadel geschmückt, ine unterhalb de» Knotens steht obzwar sic sicher ganz überflüssig ist. Es ist die rechtiga Ansicht, daß Schmucktragen bei Männern das Zeichen einet z>en^ Tirfi unfeinen Gesinnung ist. Jedenfalls sieht die über den Lauch baumelnde dicke Uhrkette gewöhnlich aus und legt ebenso wie stark beringte Hände wenig schmeichelhafte Vetgleiche nahe. Uber auch die völlige. Enthaltsamkeit von jebem Schmuckstuck wie Uhr- fette, Ring, Nadel, Knöpfe schiesst über das Ziel hinaus und ist in vielen Fällen ganz undurchführbar, weil in. .mancher §nnsM dieser sogenannte Schmuck eine praktische Notwendigkeit erfüllt. Die schmalen «zartgliedrigen venetianer Uhrketten, urncen Hals getragen und mi fcr Brust mit einer feinen Schließe galten, bilden einen Reiz der alten Porträts und werden mit tzin Gehrockauch m Uukunit ibr Recht behaupten. Ueberhaupt ist e» Nicht das ett> zelne zweckmäßige Schmuckstück, das an der Herrentracht unÄel wirkt sondern es ist eine grobe Menge und eine unfeuie Shbeit, ift Anker der besagten Krawatte bedürfen auch die Ätatm eines Haltes an dem sich schönes Material und 'L&WÄ« ®«t üto d>- K«l e Lum »W«« »»ta'S? oehörf der Zylinder nut breitem Rand. Der Mapphm ist mr den Frack vorgesehen. Mit dem Smoking vertragt sich der stafe. Mit den Miquelons unter ehrenhaften Bedingungen einer Fortsetzung des Streits vorzuziehen fei. Natürlich nur Unter ehrenhaften Bedingungen; man mußte hören, was der Kommerzienrat geschrieben hatte, mußte auch die Vorschläge der Miquelons hören. Im übrigen eröffnete das närrische Darlehnsgesuch des Kvmmerzienrats abermals recht unangenehme Aussichten. Wie an die Miquelons, so konnte der irre Mann sich auch an andere Firmen mit seinen Pumpversuchen gewandt haben. Es half alles nichts: es wurde zur Notwendigkeit, daß man die Entmündigung des Kommerzienrats mit Beschleunigung, betrieb und sie durch die Zeitungen bekannt machte. (Fortsetzung folgt.) Das Thema ist recht geeignet, Kopsschütteln und Mißbilligung in jenen Kreisen hervorzurusen, wo nach altbürgerlicher Sitte die Solidität eines Menschen durch nichts so leicht m Mißkredit geraten rann, als durch sorgfältige und korrekte Kleidung. Wenn es auch Konventionen sind, so wollen sie gerade deshalb beachtet sein. Es ist bezeichnend, daß die modernen Mustlervereinigungen, die Sezessionen, zu gunsten des Gesellschaftskleides erzieherisch wirken wollen, indem sie auf den Einladungskarten zu den Aus- stelliingseröffnungen vorfchreiben: Herren erscheinen ,m Gehrock. Die Frage, wie man sich korrekt kleidet, ist vielfältig und hat so Viele Seiten, als es gesellschaftliche Gelegenheiteil gibt. Der Gehrock ist die häufigste und unentbehrlichste gesellschaftliche Tracht. Er ist das geziemende Kleidungsstück für die Ansstellmigseröffnung, für die Trauungsakte am Vormittag, für den Besuch und für Malinees, für die Promenade, für die Tee- und Kaffeevisite am Nachmittag und beim Vortrag; ut England (st er sogar für die geschäftlichen Besuche am Vormittag unerW lieft. Doch iist man in dieser Beziehung auf dem Kontinent nicht so streng und kann sich zu diesem Zweck des gewöhnlichen kurzen Alltagsrockes, des Sacko oder des förmlicheren Jacketts bedtenem Für den Bortragsraum gibt es keine strengbindende Regel, doch besteht im Publikum eine geheime Uebereinstimmung, die je nach dem Ort und der Art des Vortrages, sowie nach der Perfonlichs- keit des Vortragenden eine Unterbrechung liebt, die sich in einem mchr oder minder feierlichen Kleid ansdrückt. Man wird es nach Möglichkeit zu vermeiden suchen, am Tage den Frack oder den Smoking cmzulegen. Beide sind Abendkleider, wobei zu bnnerken ist, daß unter Umständen, wie bei Festessen, der Nach- mittag zum Abend gehört. Hier leuchtet der E.nfluß der englischen Sitte durch, die durch ihre Begrüßungsformeln den Tag in 'zwei Hälften teilt: „Good Morning" bis Mittag und bis nach dem Lunch, und: „Good Evening" vom frühen Nachmittag an. Der Empfang bei Hofe nötigt allerdings zur Ausnahme, wenn er am Vormittag gegen den Mittag h/n stattfindet; hier gilt nur der Frack oder die Uniform. Als festliches Abendkleid gilt er zur Hochzeitstafel, zum offiziellen Essen, zum Ball, zum Abendempsang und für den Theaterbesuch im Parkett, namentttch der Hoftheater. Die zwanglosere Form ist der Smoking. Uitr ziehen ihn mit Vorliebe ins Theater an, wo er gegen den Frack in der Ueberzahl ist. Er ist das angenehmste und leichteste Kleidungsstück und hat seineii Platz im vornehmen Klub bei den zwanglosen Hausdiners und Bei den sogenannten „Tss dansants Er ist die leichtere Abart des Fracks, ebenso wie das Jackettj oder der Cutaway die zwanglosere Form des Gehrocks ist. Ler Cutaway kann vaher bi Nachmittagsbesuchen auf der Promenade und ähnlichen Anlässen den Gehrock ersetzen. Bei ganz zwanglosen abendlichen Zusammenkünften, sowie im Vorstadttheaterund auf der Galerie wird der Smoking durch einen leicht und elegant geschnittenen kurzen Rock von schwarzer oder zumindest dunkttn Farbe, einreihig zu knöpfen, und mit tidjter Weste stets offen zil tragen, ersetzt. Der Gehrock verlangt nach moderner Sitte eme dunkelgraue gestreifte Hose. Vom Cutaway gilt dasselbe, wenn er aus schwarzem Stoff hergefteltt ist. Zum kurzen Alltagsrock gehört eine Hose aus gleichem Material, wenn der Rock eiw° reihig zu knöpfen ist; ist er doppelreihig,, so kann die Hose auch in anderem gestreiften Stoff hergestellt fein. Run die Weste. Sie erlaubt unter Umstanden künstlerische Launen in bezug auf Farbe und Stoffmuster und bringt Abwechslung trt die Einförmigkeit Sie stellt Probleme und bildet das dekorative Element im Alltagsgewand. Sie zeigt das Maß an, Ivie weit der Farbensinn und der gute Geschmack des Tragers entwickelt sind, oder sie zeigt das Gegenteil an. Für das mehr oder minder feierliche Kleid ist sie allerdings an die ftrcitge Konvention gebunden. Zum Gehrock, zum schwarzen gackelt, zum Frack, zum 1©mofing gehört eine Weste aus dem gleichen Stofs wie der Rock. Mr den Frack ist 'eine einreihige weiße Weste aus Leinendrill oder Pikee bei allen Abendgelegenheiten nicht nur statthaft, sondern sehr berechtigt. Die Weste zum Gehrock hat im Ausschnitt einen weißen Einsatzstreifen. Zum kurzen dunklen Rock, den man abends bei zwanglosen Gelegenheiten an Nle des Smokings trägt, steht eine lichtgrane Leinen- oder Seidenweste, die ein Muster haben kann, durchaus Vorteilhast. Mr beit kurzen offenen Älltagsrock ist jedes West en Phantasiestuck gestattet, vorausgesetzt, daß es hinsichtlich der Farbe einen harmonischen Kontrast zur Gesamterscheinung bildet. Mehr noch als die Weste hat die Krawatte die Erinnerung cm die farbige Tradition der historischen Kleidung bewahrt. Sie ist ein Stück Heraldik, das der Herrentracht aus den besserens Zeiten des Kostünis geblieben ist. In dem kleinen Seidenknoten, den man zum Alltagskleid trägt, ist jede Farbenfreude am Platze Trägt man jedoch eine farbige Weste, so ist zn bedenken, daß zwei Farbenwirkungen in Kontrast treten. Man wird sonach wählen müssen, ob man die Harmonie durch Uebereinstimmung ober durch den Kontrast herstellt. Der Kontrast ist das Kühnere« und Edlere. Hier liegen die gröhereii Siege, aber auch die grötzeren Niederlagen. Bei den streng formellen Kleidern, die schni die Geltung einer Uniform haben, hat sich allerdings auch für die Krawatte eine Verbindlichkeit herausgebildet, die nicht umgangen werden kann. Es gibt keine statthafte Wweichung von der Regel, daß zum Frack die weiße Binde und zum Gehrock die Bausch- ficttocitte gehört. Die lange Form bei* gehori be»n Jackett und dem kurzen Rock an. Krawatten, die man fertig gebenden und genäht kauft, mit Einsatzstücken aus Pappendeckel, wird ein Halbwegs geschmackvoller Mensch ebenso vermeiden, wie die Vorhemden oder sogenannten Plastrons. Wir dürfen uns darüber nicht wundern, daß amerikanische Witzblätter den Deutschen mit dem blütenweisen steifgebügelten Vorhemd, das an irgend einer Stelle gelüstet ist, darstellen. Das Vorhemd, das man immer als ein solches erkennt, erweckt stets die fatale Vermutung, die sich in unsauberer Unterwäsche ausdrückt. Auch die losen Manschetten stehen im Range nicht viel höher als das Vorhemd. Sst. sollen nach einer guten Regel mit dem Hemd etmm testen, untrennbaren Bestand bilden. Der ursprüngliche Sinn der Krawatte, bestand vielleicht darin, das Hemd mit dem nmgclegteu Slrcgeri am Halse zusammenzuhalten, und heute noch ^ullt die Krawatte ihre Aufgabe hauptsächlich dadurch, daß sie den Halsknopf verdeckt oder durch die Verkleidung in Form des Knotens zur monumentalen Wirkung bringt. Es wäre vielleicht das wichtigste, ben Halsknopf am Hemde anstatt zu verkleiden selbst künstlMsch auszubilden, indem man den Kopf des Knopfes flach und groß behandelt und schönfarbige geschnittene ballMelsteine benutzt. Solckw Steine würden an Farbe und Leuchtkinst nickst hinter dem bullten Seidenknoten zurückstehen. Da ffch aber m dieM Erörterungen nickst um die Kritik, unserer Tracht, sond.rn um die Feststellung der herrschenden Sitte, gleichgiliig, ob sie zw.ck mäßig ist, handelt, so müssen wir uns zunächst diesen und noch manchen anderen Resormgedanken versagen. ^e Lchwalbe macht keinen Sommer. Darum begnügen wir uns vorderhand mit ber Feststellung, daß in bezug auf den Lemdkragen ebenfa mne konventionelle Abhängigkeit vom Kleidungsstück bisteht. Krawatte und Kstagen, die ihr'Dasein in sester Umschlu^enhett behaichtm, müssen sich nach dem Gesetz richten, das die Gesell chaftssitte für «e und ihre Art z>i sein, entwickelt hat. Al o gehört zum Frack mit weißer Binde der Stehkragen mit umgelegten Spitzen, Stehumlegekragen kann man jedoch zu allen anderen .Kleidungsstücken tragen, sogar zum Smoking. Er war früher auch hier verpönt weil er in dem eleganten Gesellschaftsrock den .Spate zu bid erscheinen läßt. Neuestens aber hat Englano das Beispiel gegeben daß man sogar zum Frack den Stehumlegekragen, bei für bie Krawatte sehr bequem ist, tragen kann, immerhin ist der Fall zu vereinzelt, um ohne weiteres als Vorbild betrachtet zu schwarze Hut, dessen Formen, neben den runden weichen Hüten, zum Alltagsrock getragen werden. Für die Handschuhe ist eine farbige llcbemitftimntung mit der Krawatte in gewissen Fällen zu beobachten. Die Bansch- krawatte zum Gehrock, die nur Grau und Schwarz oder Schwarz als Grundfarbe zuläßt, fordert graue schwedische Handschuhe. Wetße Glaces mit weißen oder schwarzen Rückennühten gehöreir zum Frack, graue zum Smoking. Für den Tagesgebrauch auf der Straße rst tzraues Renntierleder und braune oder chamoisfarbene Handschuhe zulässig. Weiße Waschleder-Handschuhe auf der Eisenbahn sind keinesfalls der Ausdruck der Affektion oder Verschwendung. Im Gegenteil. Sie sind gerade hier sehr zu empfehlen!, weil sie den Ruß und Schmutz nach einmaligem Gebrauch anzeigen und zur Steinigung unbedingt zwingen. Ueber das Schuhwerk ist zu sagen, daß sich gelbe Juchten nur in Verbindung mit Hellen Anzugsstoffen gut vertragen. Selbstverständlich niemals mit Schwarz und nur in besonderen Fällen mit Straßenkleidern dunklerer Färbung, weshalb inan diese besonderen Fälle lieber vermeiden soll, wenn man nicht allzugroße Sicherheit besitzt, und daher besser tut, sich an das Verläßliche zu halten. Zum Frack gehört der Lackschuh mit Knöpfen und mit Oberteilen aus Chevreauleder. Der feine Chevreauschuh als Schnürstiefel ist zum Gehrock gerade noch zulässig, aber nach strenger Etikette oft auch hier schon in Frage gestellt. Won den unendlichen kleinen Variationen in den Kleiderformen und Schnitten, die von den Schneidern erfunden werden, um einen raschen Wechsel der Tagesmoden herbeizuführen, kann nicht die Rede sein. Der Zweck dieser Darstellung ist mit der Orientierung über das Maßgebende erschöpft. Es liegt nicht in dieser Absicht, zum Modegigerl oder Stutzertum zu erziehen. Diese Klasse hat ihren eigenen Kodex und Merkmale, die in dem Moment veraltet sind, wo sie allgemein werden und die Losung von morgen bedeuten, da sie eben vom Schauplatz verschwunden waren. Die Mode hat immer neue Nichtigkeiten und neue Ueber-- raschungen, die beim genauen Zusehen stets schon einmal da- gewefen sind. Es sind Konventionen wie alle Sitten und sie zu beobachten wissen, ist das Merkmal der Erzogenheit. Sie will nicht Anstrengung bedeuten, sondern leichte und selbstverständliche Hebung und Gewohnheit ; Regelzwang geübt mit der Freiheit der Natürlichkeit. Auch Natürlichkeit ist eine Pose; nach Oskar Wilde allerdings die schwierigste. Dermijebtcs. * Wilhelm Raabe sah dem nahenden Tode mit der Seelenruhe des echten Philosophen entgegen. Es ist nicht lange her, daß seine 76 jährige Schwester starb, und da meinte er, von den drei Geschwistern Raabe sei nun an ihm zunächst die Reihe, ,^>en andern den Weg in den Frieden zu weisen". Trotzdem hielt er frisch und rüstig am Leben fest, und er bekannte, daß er die englische Weisheit „never sah die" — sage nie: sterben — für ein treffliches Wort halte. Auch sind ihm ja gerade in den letzten Jahrzehnten seines Lebens so viele Freuden zuteil geworden, wie vielleicht zuvor in seinem ganzen Leben nicht. Unter den Anerkennungen nnd Zeichen von Dankbarkeit, die bei ihm eingingen, war eine der merkwürdigsten vielleicht die Wirkung, die seine Bücher auf — Insassen der Gefängnisse machten, Wilhelm Speck, der Raabes Bücher den Sträflingen übermittelte, hat ihn über diese Wirkung in Kenntnis gesetzt. Als er ihm mitteilte, wie tiefen Eindruck aus einen Sträfling sein „Wunnigel" gemacht habe, antwortete Raabe: „Das hätte ich mir wahrlich nicht träumen lassen, daß der Regiernngsrat Wunnigel, von dem das übrige deutsche Volk so wenig hat wissen wollen, gerade dort zu seinem! Recht und seiner Würdigung gekommen ist." Ein anderes Mal ließ er bei Gelegenheit einer ähnlichen. Mitteilung in Bezug auf seinen „Christoph Pechlin" das geistvolle Wort fallen: „Wer das Burleske nicht ehrt, ist das Pathos nicht wert." Auf dis Insassen der Zuchthäuser aber verächtlich oder verurteilend herab- zublicken, das lag einem Wilhelm Raabe ganz fern; schrieb eq doch einmal, an Speck von allen denen, „die in dem großen! Zuchthaus Erde Weihnachten feiern". Ohne das zu sein, was man in den modischen literarischen Salons einen „geistreichen Mann" nennt, konnte Raabe doch außerordentlich treffende und feine Bemerkungen machen. So ging er einmal mit ein paar Begleitern durch Braunschweigs alte Straßen, und einer klagte über das Verschwinden der merkwürdigen alten Häuser; eben habe wieder einer ein Haus weggerissen, das 1624 gebaut worden sei. „Nun," sagte Raabe, „wenn Sie schimpfen wollen, da schimpfen Sie doch auf den, der 1624 dort das Haus weggerissen hat, das war ja noch älter". Schon seit Jahren ist Raabe nicht mehr als Dichter an die Oeffentlichkeit getreten. „Ich habe au die 70 Bände geschrieben (so erklärte er Wohl), die mag das deutsche Publikum einmal erst lesen!" Wohl aber gab er gelegentlich zu, daß in seiner Lade noch Gedichte lägen. Mit denen aber wolle er lieber warten, bis er sich der Verantwortung, sie in die Meli gelassen zu haben, entziehen gekonnt. Aus solchen Aeußeruugen ist zu schließen, daß wir noch auf einen Nachlaßband Raabescher Gedichte hoffen dürfen. "Was die Bildung einer Dollar Prinzessin kostet. Mit neugierigem Ecker verfolgt die amerikanifche Gesellschaft das Schicksal der Forderung, die Airs. Emily Ladenburg, eine der besten Reiterinnen Amerikas, gegen ihren Vater erhoben hat. Sie verlangt von ihm auf vier Jahre einen Zuschuß von jährlich 68 000 Mk., um ihrer Tochter Eugenia Warta die standes- mäßige Vollendung ihrer Bildung zu ermöglichen. Denn die I6jährige junge Amerikanerin muß natürlich nach Europa, um dort den letzten Schliff zu erhalten und das kostet jährlich an die 100 000 Mk., wenn nicht mehr. Tie btldtmgsbedürslige Tostar- vriuzessin wird sich auf mindestens ein Jahr in Paris einrichten, dann in London eine Zeit lang wohnen, sie muß Musik studieren. Malerei üben, ihre Tanzkunst vollenden und um aste diele Talente anSzubilden, sind die teuersten und renommiertesten Lehrer gerade gut genug. Die junge Amerikanerin muß Französisch, Italienisch und Deutsch lernen, muß sich im Reiten und Kutschieren üben, muß Schwimmunterricht haben und noch tausend andere Dtuge absolvieren, ehe sie ;as wirklich „gebildet" gelten kann. Selbstverständlich umschließen diese Lehr- und Wanderjahre auch eine „grand tour", eilte Rundreise durch aste gröberen Städte Eurovas, itisbesondere aber durch die faslnonablett Badeorte. Wenn dann in Parts der Schatz von neuen Toiletten zusammengestestt ist, daun kann die junge Dame in der amerikanischen Gesellschaft endlich debütieren. Die Forderung der Airs. Ladenburg ist also sehr bescheiden und wird auch in Amerika als allzu bescheiden angesehen. Airs. Astor gibt für die „Bildung" ihrer Tochter jährlich über 160 000 Alk. aus und die gleiche Summe verbrauchen auch jede der beiden kleinen Töchter von Frank Gould. Em junges Atäuleiit, das erst krzlich in der Gesellschaft bebntiert hat, halt sich sogar einen eigenen Stall nut eigenen Pferden, und in den Wohnhäusern ihrer Eltern hat sie eine ganze für sich abgeschlossene Zimmerflucht als bescheideties Mädchenheim inne. * Teure Andenken. Die Sammlerleidenschaft für Gegenstände aus dem Besitz oder Gebrauch berühmter Persönlichkeiten ist nicht erst eine Errungeuschast unserer Zeit: auch frühere Generationen waren bereits mit diesem Spleen gesegnet. Wenn man betsvielsweise hört, daß im Jahre 1816 ein Zahn Newtons von Lord Schunterbury um 750 Pfund Sterling gekauft imirbe, oder daß die Rüstung, die Karl XII. in der Schlacht bei Pnltawa trug, 1826 zu Edinbourg 5501 00 Franken erzielte, erscheinen die Preise, die helitzutage für die abgelegten Kleider vott Berühmtheiten gezahlt werden, verhältnismäßig gering. Die hübsche Summe von 100 000 Franken bot auch ein Engländer für einen Zahn Heloiseus zu der Zeit, da die sterblichen Siefte des berühmten Liebespaares zu den Angitstinern überführt wurden. Eine Perücke, die der englische Dichter Sterne zu Lebzeiten getragen hatte, wurde in London 1822 um 200 Pfund Sterling verkauft, und Mr. Burnett, der Schwiegersohn Walter Scotts, verkaiifte zwei Federn, deren sich der berühmte Schriftsteller bedient hatte, um zivölf- taujend Franken. Für 1920 Franken erwarb ein Herr de la Croix im Jahre 1835 den Hut, den Naooleon in der Schlacht von Eyiau getragen hatte. Reliquien von Philosovöeu dagegen scheinen bedeutend niedriger im Preise zu stehen als die von Dichtern oder Feldherren: die Hirnschale Descartes', die 1820 bei einer Bibliotheks. auslösung öffentlich versteigert wurde, erreichte nur — 100 Franken- Armer Borst 1 Schachaufgabe. abcdefgh abedefgh 8 8 6 6 5 5 3 2 Weiß. Weiß setzt mit dem dritten Zuge Matt. Auslösung in nächster Nummer: Auflösung des Gleichklangrätsels in voriger Nuinnterr Das Tor, der Tor. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scben Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.