Mittwoch bett A. W Muft Cx. Das schlafende Heer. Roman von Clara Viebllg. ^Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) „'Die Polen sind gut/' sagte der Inspektor rasch. „Gut", damit meine ich das Volk, die Männer und die Weiber, die den Acker bestellen im Schweiß ihres Angesichts. Die kennen Sie ja gar nicht, wie ich sie kenne — kindgut sind sie, sag' ich, fleißig, anhänglich, dankbar, treu wie ein Hund seinem Herrn!" „Och, hören Sie auf!" Bräuer machte eine ungläubig- äbwehrende Bewegung. „Spitzbuben sind se, stehlen wie die Raben! Un boshaft sind die Kanaillen! Denken Se an," 1— der Zorn überkam ihn, er sprang auf und schüttelte an- klagend die Faust —■ „haben se ntt letzthin in einer Nacht all meinen Obstbäumcher de Kronen abgebrochen?! Vierzig Obstbänmcher, all eingeknickt, all kaput! Uu ich dacht' schon, dies Jähr wat zu ernten!" Die Erinnerung überwältigte ihn noch; Mit einem Laut des Schmerzes und der Wut ließ der schwere Mann sich auf einen Stuhl fallen und stierte, die geballten Wüste an die Stirn gedrückt, finster auf den Tisch. Der Inspektor nickte. „Ja, ja, so was kommt hier schon vor! Und doch sage ich noch einmal: der Boden ist gut, und das Volk ist auch laut. Man hat nur zu viel an ihm gesündigt. Das einige Gebete macht's nicht, das auf den Knien Rutschen, zur Messe Kaufen und in die Beichte Gehen. Und — hören! Sie, Herr Ansiedler, wenn dazu noch einer, der großartig auf seinem Herrenhof sitzt, wenn dazu nun so einer sagt: „Wozu Schulen, wozu Bildung, dumm müssen sie bleiben, je weniger sie wissen, desto bessere Arbeiter sind sie!" r- Herr Gott, wenn ein großer Herr so was sagt, was kann mau da vom armen Wolk verlangen?!" „Hm, ja, — no ja!" Bräuer strich sich das Mnn. -,D'onnerwetter, Sie sind ja ’ne Sozialdemokrat!" „Bin ich das?" Der alte Mann lächelte verlegen und strich sich ganz verwirrt über das stopplige Gesicht. „Das weiß ich nicht, das weiß ich wahrhaftig nicht!" „No un ob!" Der Rheinländer lachte dröhnendi „Aber ?5ie brauchen sich deswegen ntt zu genieren. Weiß Gott, wer kann hier derzu kommen! Stasia" — er drehte sich nach seiner Schwiegertochter uw — „bring' noch en Flasch Bier und zwei Gläser, babrauf müssen wir ens anstoßen!" Stasia brachte bas Gewünschte. Mit einew „Na zdro- Wie" stellte sie es vor ihren Schwiegervater hin. Lächelnb [ging sie bann hinaus, sie hatte genug1 gehört. Ei, Was Würbe ber Herr Vikar sagen, wenn sie ihm bas erzählte?! Die b eiben Männer hatten bann auch halb ben Krug verlassen. Sie gingen miteinander fort bis, hinüber zu Bräuers Haus. Dort trennten sie sich mit ein ent Händedruck. „Ein schnurriger alter Kerl", dachte der Ansiedler, „dumm, daß er so wenig auf seinen eigenen Profit Bedach. genommen hat; hätte er das getan, hätte er's wohl puc, weiter gebracht im Leben als so, — no, ganz bieder ist e jedenfalls, ntan kann sich von ihm schon hie und dä mal beraten lassen!" Hoppe hatte, als er über die jungen Saatfelder ist der Richtung des Lysa Gora hinwanderte, ein seit länger Zeit nicht empfundenes, wahrhaft befriedigtes Gefühl: bst hatte er endlich einmal einem Menschen seines Herzens Meinung lagen können. Ach, wie tat das gut! Man wav doch sonst gar zu vereinsamt. Der Prinzipal war immer höflich, auch gerecht, — aber gemütlich, nein, gemütlich war's nie mit dem. Ein Ehrenmann war er, sicherlich, aber hochmütig, und aus lauter Hochmut verschlossen, so Vers schlossen, daß es beleidigend war für den, der täglich mit ihm zu arbeiten hatte. Warum sprach er sich denn nie aus? Seine Worte dünkten ihm wohl zu kostbar?! Damals, als bas Plakat gehangen hatte am Dore ber Katarynka —» man hatte es ihm angesehen, wie ihn bas wurmte — aber bewahre, kein Wort hatte er gehabt auf ben ehrlichen Aus- brück ber Entrüstung, nur ein kühl ablehnendes: „Ich danke". Er war eben trotz aller guten Eigenschaften eist hochmütiger Aristokrat! Und der alte Inspektor vergaß ganz, als er, den Kopf schüttelnd, über die schmalen Fußpfädchen quer durch biß Saatfelder stapfte, was er diesem Hochmüllgen eigentlich zu danken hatte. * Doleschal hatte sich zu einer Reise nach Berlin entschlossen — sein Freund, der Landrat, hatte ihm auch dazu geraten — hatte er doch noch viele Berbindungen dort von früher her. von jener Zeit, als er, ein schneidigen; Kürassier, auf ben Hofbällen getankt unb bei allen Festlichkeiten ber vornehmen Welt, bet Basaren unb Wohltätigkeitsfesten eine gute unb beliebte Figur abgegeben hatte. Man würde ihn dort wohl noch nicht ganz vergessen haben. Er würde herumfahren und feine Karte hineinschicken unb die Gelegenheit finden, bei maßgebenden Persönlichkeiten sich und seine Kandidatur zu empfehlen. Er war voll der besten Hoffnungen. Den ganzen Winter hätte er sich in trüben Tagen trübe gequält, pust kam ihm mit der grünenden Saat eine frohere Stimmung. Boni Lysa Gora herunter sah er lauf lauter hoffendes Land. Und er tadelte sich: hatte er nicht unrecht gehabt. Mitunter so zu verzagen? Schlimme Elemente gab es überall, aber wenn man sie erkannte, war es nicht schwer, ihnen zu begegnen. Das Deutschtum besaß doch eine so große, so überzeugende Kraft, feine Segnungen lagen so auf der Hand, daß es mit der Zeit selbst die verstockteste Gegnerschaft überwinden mußte. Nur Zeit, Zeit, eine Masse Zeit mußte man haben. Man mußte die Zeit haben, zu wartest, bis in allen Schulen nur deutsch gelehrt wurde. MS deutsch« Kinder, von deutschen Ettern hier geboren, den Acker v« — 622 stellten. Zeit, bis die polnische Dirne, die der deutsche Bursche freite, ihr Vaterland da fand, wo ihre Liebe war! Doleschal, den Valentin Bräuers Hochzeit mit so viel Unwillen erfüllt hätte, hörte jetzt Gutes von dem Paar, und er hatte die jungen Leute auch schon einmal zusammen gesehen. Er war am Kruge vorbei gefahren, da hatten sie miteinander auf der Haustreppe geständen; sie futterte Die Hühner, die emsig pickten, mit eifrig lockendem „Put, put," und er hatte ihr gefällig den Futterkorb gehalten. .Sie schienen so recht eickträchtig; die hübsche Frau mit ihrem 'glänzenden Haar, sauber angetan, gab ein freundliches Bud. Und die Fenster des Hauses waren auch blank gewesen und weiße Gardinchen hingen daran; selbst die Straße vornt Krug war sauber, eine derbe Magd war eben dabeh Mit Schaufel und Besen den Schmutz von Rossen und Kühen beiseite zu schaffen. Es hatte Doleschal Mit enter wahren Freude erfüllt, das so zu sehen: hier konnte junge Saat auf geh en, kräftig und verheißungsvoll! Gottlob! "'Helene fteute sich der heiteren Stimmung ihres Mannes f— Gott sei Dank, er konnte doch noch lachen! Oft hatte sre geglaubt, er habe es ganz verlernt. Aber ihn nach Berlin zu begleiten, hatte sie abgelehnt. Was sollte sie da? Seme Interessen konnte sie nicht unterstützen, und — sagen durfte ie's ihm freilich nicht — sie wollte die auch gar nicht unter» tützen. Wenn er Mit ihr über seine Pläne gesprochen hatte, o würde sie ihm gesagt haben, wie schwer die Befürch- ung einer Enttäuschung für ihn aus ihr lastete. Wie ’oniite er nur denken, hier durchzudringen?! War denn ein Ange so ganz nmschleiert, daß er nicht sah, was so deutlich zu sehen war, so zum' Greifen nah, wie Vota Lysa Gora der schwarze Turm von Poeiecha-Dorf?! Er würde hier nicht siegen! Doleschal war enttäuscht, daß seine Frau ihn nicht nach Berlin begleiten wollte, aber zuletzt sah er's doch ein, daß sie bleiben mußte, wenn er fern war. Er würde nun seine Berliner Besuche so sehr als möglich zusammendrängen, um zu den Osterfeiertagen wieder bei den Seinen zu fein. Die Knaben quälten ihn um Ostereier — ja, ja, er würde ihnen welche mitbringen, viele! Boller Freudigkeit versprach er's ihnen; er hätte noch ganz andres versprochen, er war wie neu belebt. Helene brachte ihn zur Eisenbahn. Die Kinder empfahl sie derweilen der Obhut der Gouvernante und der alten Pelasia. Es würde ziemlich spät werden, bis sie zurückkam, bä sie ihren Mann, der mit dem Nachtzug fuhr, noch bis tzum Kupee begleiten wollte. Doleschal mußte selbst nicht, was ihn plötzlich überfiel gleich einer jähen Traurigkeit, als er, die Hand seiner Frau fn der seinen haltend, der Kreisstadt zufuhr. Heute war ein ungewohntes Treiben, Kontmen und Wehen auf den sonst so stillen Feldern. Der Märzwind wehte in Röcken von Weibern, lüftete Rockschöße von Männern und ließ viele rote, blaue, grüne und violette Bänder in der Luft flattern. Sie waren alle im' Sonniagsputz, wie zum Kirchgang gerüstet, im höchsten Staat. Den Rosenkranz trugen sie um hie Hände geschlungen; die Frauen hätten am Arm ein Körbchen, das scharlachene Sacktuch trug der Mann wie ein Bündel. Gleich großen bunten Blumen wehten die Westalten über die schwachbegrünte Ebene, einzeln oder auch |n Trupps gesellt; ans allen Richtungen kamen sie her, alte und junge Männer, alte und junge Weiber, Knaben und Mädchen. Und vom Pociechaer Dorfturm tönte die Wocke in einem' fort. Wohin strömten die nur alle? Jetzt wär doch nicht sonntägliche Kirchgangszeit?! „Mariä Verkündigung, gnädiger Herr — Ablaß!" sagte der .Kutscher und drehte sich herum nach den Herrschaften. „Fahren Sie heute abend auf dem Nachhauseweg so schnell als möglich," befahl ihm Dvleschal, und dann wendete er sich besorgt zu seiner Frau: „Hoffentlich habt ihr feinen Krawall mit Betrunkenen! Fatal!" Seine Stirn zog fich kraus, wie mit einem Schlag war feine ganze gute Laune dahin. Er faßte die Hand feiner Frau noch fester, eine plötzliche Sorge packte ihn: „Es wird dir doch nichts passieren?!" Sie sah ihn dankbar an: „Mein guter Mann, wie du immer sorgst!" „Ich mag dich gär nicht allein lassen. M möchte Mber bej dir bleiben," murmelte er. .Sie nickte lächelnd, aber Tränen waren ihr jäh in die Augen geschossen. „Es wäre mir auch lieber, du bliebest hier! Ach ja!" Das Scheiden von ihm wurde ihr auf emmal so UN-, ägbar schwer. Wie töricht, es handelte sich ja nur UM änm eine Woche! Aber ihr war, als sollte die zur Ewig->. ?eit werden. Dichter zu ihm rückend, legte sie ihre zweite Hand auch noch in die seine. „Bleibe," flüsterte sie innig; „bleibe bei mir!" „Aber ich kann ja nicht, ich muß doch fort!" „Ja, du müßt fort!" Traurig nickte sie. Und dann zog sie ihre Hände aus der seinen, faltete sie im Schoß und ah still darauf nieder. Sie wagte jetzt nicht mehr to prechen, denn dann hätte sie weinen müssen, und sie wollte nicht Weinen — nein, nicht wehleidig jein! Und sie bist die Zähne aufeinander. . m,.„ Äuch er schwieg. Ohne zu sehen, glitten ferne Blicke über die weiten Felder nnb die geputzten Menschen, die alle zum Ablaß eilten. Er wandte den Kopf noch einmal zurück in der Richtung nach Deutschäu. — da schwand eben ber sLysa Gora. Es war heut wenig Hoffnungsfreudigkeit in der grauen Luft^am Tag von Mariä Verkündigung.--sh — ti Auch die Bräuers hätten sich auf den Weg WM Ablaß gemacht: der Mann, die Frau, das Settchen, der Sohn und die Schwiegertochter. So waren sie ein ganzer Trupp, Valentin hatte erst nicht mitgewollt, aber die Mutter hatte ihm zugeredet: warum wollte er sich ausschließen? Weiß Gott, er kam auf viel bessere Gedanken, wenn er mitgina! Uiid ein forschender Blick hatte sein nachdenkliches Gesicht! gestreift: fühlte er sich nicht wohl, warum war er jetzt oft so still? Aber er hatte sie beruhigt: nein, er war ganz! gesund, sie brauchte sich nicht zu sorgen. Er war eben nur nicht mehr der ledige Bursche, er war nun ein Ehemann, der was zu bedenken hatte. War es nicht zum Beispiel unrecht, daß er jetzt fortging und den Krug allein ließ?! Darüber war Stasia nun ganz ruhig. Sie lachtet allein —?! Der Vater war ja da und führte die Aufsicht! Valentin erwiderte nichts hierauf, aber fein Gesicht zeigte, daß ihn das durchaus nicht beruhigte. Stasia sah es, und ihr Ton lvurde gereizt: dann hätte! er doch zu Hause bleiben sollen, hatte sie ihn etwa daW gedrängt, mitzugehen, he? Das war es ja gerade. Daß sie ihm so wenig jzuä geredet hatte, das hatte Valentin nun doch bestimmt, mit- zugehen. Er wollte nicht immer derjenige sein, der beiseite stand, wenn sie mit Pan Szule schwatzte. Und daß dieser sich einfinden würde, des war er gewiß. Ein dumpfe« Groll gegen den Inspektor erfüllte ihii. Der hatte ihm zwar nie etwas zuleide getan, war stets höflich, aber wenn der nur die Wirtsstube betrat, wurde ihm schon heiß und kält. Er mochte es nicht, ioenn der so vertraut mit Stasip sprach, wenn der mit Stasia lachte und er nicht mitlachen konnte. Ha, wie er ihn haßte, den — den Polacken! Vormals hatte er sich oft über den Vater verwundert — wär's nicht gleich, ob polnisch ob deutsch?! Mer jetzt ach! Er seufzte, als er Stasia vor sich hergehen sah, mit der ganzen Zierlichkeit, die ihr eigen war. Wie er dieses Weib liebte, so von ganzer Seele, so über alle Maßen, -s aber liebte sie ihn? Die heißen Blicke seiner weit gewordenen Augen hingen sich an sie. Ach, wenn sie doch von Glas wäre, daß er siä durch und durch gucken könnte! Mochte sie ihn wirklich' leiden?! Oder war er doch immer noch der Niemiec, der Fremde?! Er wollte ihr ja alles zuliebe tun. So viel polnisch hatte er schon gelernt, aber immer noch nicht genug, immer noch nicht genug — sie war noch immer nicht sein! Gehörte sie nicht jemand andrem viel, viel mehr? Aber wer war dieser andre? Wenn er das nur wüßte! All« Menschen, mit denen sie sprach liest er bei sich vorüber passieren: ihre Eltern, den Vikar, Pan Szule älle H er haßte sie alle. * (Fortsetzung folgt.) — 623 ihrer letzten Kraft breljtc sie Has Antlitz nach der Wand' UnZ verschied. Hatte sie vielleicht in diesem AngeMick noch einmal ihren! Peter geschaut, kehrte die Erinnerung wieder an ein kurzes! Jugendglück, oder wars begründete Weltverachtung, die sie so heiter entschlummern ließ? Wer kanns wissen? Spät in der Nacht — die Mannsleute bei der Leichenwachs hatten bereits den sechsten Schoppen Branntwein getrunken und soweit vergessen, wo und warum sie hier saßen — kam der Petero Er bedankte sich vielmals für die dem Hause erwiesene Ehre, aber nun möchten die Männer so gut sein und ihn allein lassen mitj seinem toten Mütterchen. Da zogen die Wackeren ab, und manches unter ihnen mit schwankenden Schritten. Drei Tage darauf trug man die Amrei auf den Kirchhoft Einen außergewöhnlich langen Leichenzug hatte sie, wie er eineu so armen Person von Rechtswegen gar nicht gebührte. Indessen-, die Arbeit in Haus und Feld drängte um diese Zeit nicht all-, zusehr, und lvas der Pfarrer sagen würde, darauf war man nU=. gemein gespannt, denn die „unverehelichte Seipel" würde doch sicher „eins abkriegen", dachte man. Aber wer eins abkriegte, das war nicht die Amrei, im Gegenteil, sie wäre mit ihrer Leichen-? predigt hochzufrieden gewesen, falls fies noch hätte hören können — sondern alle die, welche kalten Herzens ihr das Geleite gegeben hatten nebst denen, die als Zaungäste im Werktagskleid hinter der Hecke standen. Die Balzersch Woase zeterte nachher, so etwas! könne man von einem unbekehrten Pfarrer nicht anders verlangen-, „Der Peter hett emol feen Glück," sagten die Gansbacher, als ihn bald darauf die Oberersatzkommission tauglich zur Garde-, infanterie erklärte, weil seine bis dahin wohlbegründete Reklamation! durch das Ableben der Mutter gegenstandslos gewor- den war. „Jajoa, su is et," fügte ein ländlicher Philosoph tiefsinnig hinzu, „sei Lebtoag heiter mit dem Amrei sei Last gehott, UN alleweil, wu's ihm hält nütze könne, dp legt sich's hm und! sterbt." Wie Peter selbst üher den Fall dachte, hat niemand erfahren, denn seine Mutter hatte ihm eine große Kunst vererbt: er ver-, stand zu schweigen. Und schweigsam, jede fremde Hilfe freundlich ablehnend, ordnete er sein Hauswesen, bestellte den kleinen Garten, filtterte die Geiß und die Hühner unb schickte sich an, die erstÄ selbständige Arbeit auf eigene Rechnung in seinem Beruf aus-? zuführen. Er hatte nämlich den Neuverpsttz des alten und toind- schiefen Backhauses von der Gemeinde übernommen. Zum Voranschlag und als Alleinbietender,, weil die Taxe den übrigen! Maurern im Dorfe zu niedrig erschien. _ „Der Peter hett Glück, das muß mehr soage," streßen sich seine Mitbewerber beim Verlassen des Versteigerungstermins mit! verschmitztem Augenzwinkern an, „kaum, hett er sich zum MeesW gemoicht, do kriegt er nach schun Orweit." Der neugebackene Unternehmer war jedoch nicht der DummS, ftir den ihn die schadenfrohen Handwerksgenossen ansahen, ed wußte recht wohl, daß bei dem. Geschäft nicht viel herausfpringeg würde. Weil er aber vorläufig doch nicht wegreisen konnte, wollte er sich mit dem schmalen Verdienst begnügen, vielleicht sielen späterhin fettere Brocken für ihn ab. Also ging er hierhin! und dorthin, borgte sich Stangen, Breiter, Stricke und Mauereisen, bekam natürlich nicht überall das beste Material, und hatte ust Handumdrehen das Gerüst hoch gebracht. Dann kratzte, schabte und pinselte er so flink an dem verwitterten Fachwerk herum, daß es eine wahre Lust war, ihm zuzuschauen. Wenigstens holte Hannjakobs Aennchen, seitdem er dort Pbest hantierte, an einem einzigen Tage am Backhausbrunnen so viel Wasser tote sonst die ganze Woche nicht. Immer, wenn sie unten! vorbeiging, rief sie ihm eines der landesüblichen Scherzworte zrM „Peter, sei nit ze fleißig," oder „Peter mach Feierowend, fonfl gib sie noch haute en reicher Mann!" Dann färbten sich des jungen Meisters gebräunte Wänäest jedesmal um eine Schattierung dunkler. Aus Freude über des hübschen Mädchens Aufmerksamkeit unb gleich darauf vor Scham, daß er sich überhaupt gefreut hatte, wo die Mutter doch erst einige Wochen int Grabe ruhte. Aber, während bereits zwei Wände in blendender Weiße erstrahlten, hätte er bei der dritten! die widerstreitenden Gefühle in seiner Brust auf gute Art zu! vereinigen gewußt. Ja, das Aennchen, das wär was passendes! für ihn. Er besaß so viel wie nichts, sie hatte nicht mehr zu! erwarten, dagegen standen ihnen beiden kräftige, arbeitswillige! Arme zur Verfügung. Ei, warum sollte denn daraus nichts! werden? Und bei der letzten Wand — das Aennchen hatte sich mittlerweile beinahe lahm geschleppt — war sein Zukunftsplast fix und fertig bis auf die Einzelheiten. Alles klappte vorzüglich und war in bester Ordnung. Nur nicht die morsche Unterlage, die das Brett trug, auf! deut sich der Peter soeben emporreckte, um eine schadhafte Stells unter dem Dache ausznbessern. Plötzlich hörte man einen gewaltigen Krach, und der junge Meister stürzte, sich mehrmals überschlagend, in die Tiese samt Speiskübel und Kelle. Düst Speiskübel hat's nicht viel geschadet, nur der Henkel war verbogen, aber desto mehr dem Peter. Auf einer Wagenleiter trügest sie den Ohnmächtigen den Geißeküppel hinauf. Und wiederum stand, seiner Beute harrend, der grinsende! SenfeiMästst äm Köpfende, des Bettes, darin kurz zuvor die Peter Seipels Glück Most G. Zitz er, Nieder-Eisenhäusen, Peter Seipel wär schon ein fleißiger und strebsamer Mensch tzelvesen, als er noch in die Gansbacher Halbtagsschule ging. Wo's ptwas zu verdienen gab, da konnte man ihn immer treffen. Den Leuten Anmachholz spalten, Botengänge tun, den Kegeljungen und Hafentreiber spielen, Beeren eittsammeln, otts- stnbekannten Kollektanten die besseren Bauernhäuser zeigen und was dergleichen Gelegenheiten mehr sind zu lohnendem Nebenerwerb für findige Torfbuben. Und wenn er dann auf dem Heimweg mit den ergatterten Groschen in der Tasche beim Krämer- ludwig vorbei mußte, der die bunten Zuckerwaren hinter der Proßen Ladenscheibe so recht fängisch ausgestellt hatte, guckte er jedesmal in eine andere Ecke oder fetzte sich ist gelinden Trab, bis er den Versuchen entronnen war. Denn seiner Mutter, der „unverehelichten Seipel", tat das bischen Geld bitter not. Sie hatte sich den Peter von einem Gutshofe aus der Wetterau mitgebracht, wo sie in ihren jungen Jahren Sommermagd gewesen war. Ein sogenanntes „Wetterauer Christkind", wie's so manches in der Gegend gab. Die lieben Gansbacher würden auch von der Geschichte weiter nicht viel Aufhebens gemacht haben, aber die Seipels Amrei war doch eine „Dwerschte", !eine verwachsene, schielende, unscheinbare Person, hie dazu noch Mit dem linken Fuß nachhinkte. „S'ist die Möglichkeit," sagten sie, „häi ze Land hätt sich hoch feener on su'nem Däier vergriffe!" Und sie schüttelten die Köpfe und wärest sittlich entrüstet, Mm meisten die Balzersch Woase, die eigentlich hätte vor ihrer eigenen Türe kehren sollen, aber ihr Fall lag gar so weit zurück und ihr Mann, der Balzersch Vetter, saß im Kirchenvorstand, Ja, wenn man wenigstens noch gewußt hätte, wer der Vater War, allein über diesen Punkt schwieg sich die Amrei hartnäckig äus, so große Mühe sich die guten Nachbarinnen auch geben mochten. Selbst dem Herrn Pfarrer toollte sie's nicht gestehen, nicht einmal dem Bürgermeister, der sie von Amts wegen ins Verhör nahm, weil er befürchtete, die kränkliche Mutter, eine! Waise ohne jeglichen Anhang, könnte einmal samt ihrem Kinde dem Gemeindesäckel zur Last fallen. Ein russischer Polack sei der Missetäter gewesen, meinten einige, der Gutsherr selber, sagten andere. Die Amrei ließ die Leute schwatzen und Vermutungen ast- stellen, so lange sie Lust hatten, tat im übrigen unverdrossen ihre Arbeit und schlug sich redlich durch. Und Peter wuchs zu einem kräftigen, gesunden Jungen heran, trotzdem er mehr trockene Brotstücke zu schwarzem Kaffee als Butterschnitte mit Milch und Fleisch zu sehen bekam. , So brauchte er nicht, wie's bei den armen Bübchen im r,Lappen gründ" Sitte ist, nach der Konfirmation zunächst mal ein Jahr lang sich im Wittgensteinifchen als Hütejunge herauszufuttern, sondern durfte schon nm Sonntag nach Pfingsten mit den Maurern nach dem Siegerland abreifen. Zwar konnte ihm die Mutter nur einen kleinen Zehrpfennig mitgeben, dafür aber tausend fromme Segenswünsche, die schwerer wogen tote ebenso- viele harte Taler. Und der Jüngling hielt, toas der Knabe gelobt. Allgemach »pg ein bescheidener Wohlstand in Amreis Stübchen ein, sie elbst trug zum Kirchgang nun eiste Saminetmütze mit drei- ächem Litzenbesatz um die Aermel. Nur die reichen Bauers- rauest kleideten sich so, aber der Peter toollte es nicht anders haben. Doch sollte sie sich ihres Glückes nicht lange mehr erfreuen, die Gesundheit des ohnehin nicht starken Weibleins nahm zusehends Mb. Die Lungensucht, die Armeleutekrankheit, setzte ihr bös zu und warf sie schließlich aufs Krankenlager, von dem sie nicht mehr aufstand. An einem Samstag Abend im März ist es gewesen, als sie den letzten Atemzug tat, ohne daß Peter, der erst in der nächsten Woche zur Rekrutenäushebung heimkehrest sollte, ihr die Äugen zudrücken konnte. Statt seiner stand ein Dutzend Weibsleute am Sterbebett, Mehr ats der Amrei lieb waren. Im Leben hatte man ihr wenig Gutes erwiesen, nun gedachten sie ihr in der Todesstunde eine billige Wohltat zu erzeigen. Vorneweg die Balzersch Woase, die zu den „Bekehrten" e und ein Gebet über das andere sprach. In dem Tonfall ?r Landers, des Sektenpredigers und Evangelisten, der frömmer wär und erleuchteter als alle „Pärrner" der Umgegend zusammen. Doch die Amrei kehrte sich nicht darum, sie deutete nur immer stumm nach der verräucherten Bibel auf dem Ofenbrett, darin alle die Briefe und Karten lägest, die ihr der Peter aus der Ferne gesandt. , Und die Balzersche leierte fort und fort, ohne Unterbrechung, bis sie endlich alle ihre Konkurrentinnen aus der Stube hinausgebetet hatte. Dann aber, die günstige Gelegenheit benutzend, beugte sie sich hastig über die schon halb Bewußtlose, um schnell stoch die Frage zu tun, die ihr so lange schon auf den Lippen brannte. „Amrei, diou Amrei, diou mußt bei Herz erleichtern, nomm's nit mit eniwer ist die Ewigkeit! Amrei — wer ts der .Vatter! vom Peter?" _ Da glitt eist seltsames Lächelst, einem flüchtigen Sonnen- ftrahl gleich, über die. eingefallenen Züge bet Sterbenden. Wit S= 524 — SItnxei ausgelittest hatte. Allein, 'ein hinfälliges Welblem lunb ein jugendstarker Bursche, das ist ein Unterschreit Emtge Stunden nachher, als sich der Achendörfer Schäfer anschickte, das gebrochene Bein einzurenken, kam Peter zur Besinnung. Wertere Ver- ^üngen hatte e "'s° zerschunden er auch war, nicht davongetragen. In drei Wochen höchstens, prophezeite der Wunderen, könne der Verunglückte wieder laufen wie em Has. Sprach s, ließ stch feüt oitorett unauffällig in. bie tQanb btüifcit, unb 6in8 init einem herablassenden Gruß davon. Die Zurückbleibenden schauten ihm bewundernd nach. , Äi , „Er is gescheuter wär en Dokter, sagten sie. < ,. Na, »mb der Peter hatte wahrlmftrg wieder mal Gluck gehabd Bon dieser Tatsache war man rn Gansbach Mer denn leüber verrat. Man bedenke doch! Nur em stmpeler Bernbruch, em,Fast aus vier Metern Höhe ist doch kein Kinderspiel? Und wie leicht hätte er den SSatS brechen können! Wenn er schließlich auch em lahmes Bein behielt, dann brauchte er, w«s dre HaupUache war, nickit -w dienen, außerdem war ihm eme lebenslängliche Unfall- rente obendrein sicher. Ist das etwa nichts teert? Ja, Wenns Von"al? dM ^vielen Glück blieb jedoch Nichts übrig als die- Militäruntauglichkeit und der gerettete Hals. Pettt lag vorläufig in dem dunkel verhängten Stübchen mit fernen Schmerzen allein. Hin und wieder sah die alte Eckelres aus dem Armenhaus nach ihm, aber die Frau war halbtaub und zur Krankenpflege völlig Ungeeignet. Manchmal besuchten ihn auch ferne Schulkameraden, oder eine mitleidige Seele brachte einen Topf Milch und em Paar Eier. Und jedesmal, wenn die Türe srch öffnete, bhcSte er er-s wartungsvoll auf. Vergebens — die Erne, an dre er Tag und Nacht denken mußte, kam nichü . . . Nach drei Wochen konnte Peter nicht mal.kriechen wie eme Schnecke, geschweige denn laufen wie ein Has. Dann trat noch der Knochenbrand hinzu, und das Ende vom Lred war, daß sre ihm in der Marburger Klinik, um fern Leben zu erhalten, das ver-, letzte Bein mit Rumpf und Stumpf absägten. , Blieb noch die Unfallrente. Was dre anbelangte, so belehrte ihn achselzuckend der Bürgermeifter, bas ser em „Schwerpunkt. Denn die Berufsgenossenschast hatte durch eme von ihr heraus-- geschickte Kommission feststellen lassen, das Gerüst entspräche durchaus nicht den gesetzlichen Vorschriften, wodurch sie ihrer Sbafb’ pflicht entbunden sei. So stand es in einem siebenspaltrgen Gutachten ausführlich zu lesen. Da waren dre Stangen und Seiler Nicht von ordnungsmäßiger Beschaffenheit, da warengroße Abstände in den Traghölzern, da fehlte die unbedingt erforderliche Rücklehne und anderes mehr. Peter, verantwortlich vernommen, Miißte das alles zugeben, aber woher nehmen und nicht stehlen. Inzwischen wurde der Aktenbündel m Sachen Peter Serpels contra Maurerberufsgenossenschaft immer dickleibiger, bis auch die oberste Instanz zu seinen Ungunsten entschM. „ , Das war ein harter Schlag für den armen Burschen. Braucht es noch gesagt zu werden, daß er jetzt bei allen, die ihn kanntön,> für den ausgemachtesten Peihvogel galt, der lemal^> aus der Wetterau mitgebracht und in Gansbach zur Welt gekommen war? ,,Hunn aich's nit doamols gleich gesproche, klagte der Bürgermeister seinen Räten, „der Peter fallt nochemol der Gemeind 61U ^Jajoa, Borgemeester," pflichtete ihm der erste Schöffe bei, r,Jhr hett raicht, der Peter steckt rn keener gwute Haut. Nur der Michelsschuster, der, von der 3. Klasse gewählt, gewöhnlich den Oppositionsmann herauskehrte, erlaubte sich anderer Meinung zu sein. Man solle sich doch keme Gedanken um ungelegte Eier machen, ob der Verunglückte denn überhaupt etwas von der Gemeinde haben wolle. Soviel er vernommen ln-be, ginge Peter mit dem Plane um, sich eine Drehorgel anzuschaffen, nm sich auf 'diese Weise durchs Leben zu schlagen. „Was? Eine Drehorgel?" entrüstete sich der hohe Rat, seit Menschengedenken sei kein Orgelmann ins Gansbach gewesen, das wäre ja eine Schande und ein Schimpf fürs ganze Dorf. _ , Der Michelsschuster entgegnete, ihm könne es ja einerlei sein, aber jedenfalls sei ein Drehorgelfpieler immer noch besser wie ein Bettelmann, sie sollten sich z. B. mal den lahmen Gelberk in Muckershansen betrachten, der sich in kaum zwanzig Jahren ein Vermögen erworben habe, um das ihn mancher kleine Kuh- Hauer beneide. , Diesen und anderen mit großer Wärme vorgetragenen Gründen vermochte sich das Kollegium doch nicht ganz zu verschließen, Und der Bürgermeister erklärte sich am Ende der Sitzung sogar bereit, bei dem Landratsamte um einen unentgeltlichen Wander- Newerbeschein vorstellig zu werden. (Schluß folgt.) Vermischter. * Düs Segel,- das man in mannigfachster Weise zuist Mechanischen Antrieb benutzt, hat man in Chile, wo in gewissen. Monaten ein regelmäßiger heftiger Wind' weht, zur Fortbewegung von Eisenbahn-Arbeiterwagen eingeführt. Nach der >,Umschau" werden die kleinen Wagen auf der Strecke Autofagasta-Oruro nur durch den Wind getrieben'. Die Spurbreite der Bahn betragt NA einen Meter. In der Mitte der Wagen wird ein Mast aust gerichtet und daran ein riesiges Segel befestigt/ das ganz nach der Art von Schiffssegeln benutzt wird. * Das plötzliche Ergrauen der Haare. Daß das Haar mancher Menschen innerhalb von Stunden ergraut oder weiß geworden ist, wird schon seit Jahrhunderten berichtet. Ms Ursache wird meistenteils oder ausschließlich Schreck und Furcht genannt,/ Historisch überliefert sind solche Gerüchte durch Beobachtungen von Augenzeugen bei einer ganzen Reihe von Personen, tote z. B. bei der Königin Marie Antoinette, als ihr das Todesurteil vEndeL wurde, bei dem Gefangenen von Chillon Fran» Bonward u. a. Die Haare Ludwigs Sforzas, des Gegners Ludwigs XII. vost Frankreich, erbleichten, als er den Franzosen m die Hande gefallest war, in einer Nacht. Ein Soldat soll mit schwarzem Haar rn die Schlacht bei Königgrätz gegangen und mit weißem zuruckgekommest 'ein. Aehnliche Fälle verbürgen englische Aerzte aus dem Krim- kriege. Obwohl sich nun die Wissenschaft häufig mit dem plötzlich^ Ergrauen befaßt hat, gibt es doch noch keine überzeugeiche Theorie darüber, ja einzelne Aerzte leugnen noch immer die Möglichkeit/ daß das Haar über Nacht weiß werden kann. Dagegen hat kürzlich/ wie die „Internationale Friseurzeitung" mitteilt, ein lapamschep. Arzt einige derartige Fälle wissenschaftlich beobachtet. Durch mikroskopische Untersuchungen kam er zu dem Resicktat daß lN Zeiten des Kummers, der Sorge, der Angst der Farbstoff des Haares erbleiche. Hat der Druck auf das Gemüt nachgelassen, so gewinnt auch das Haar seine natürliche Farbe zurück. Ueberhaupt bietet, wie der japanische Arzt weiter schließt, das Haar in semep Färbung einen Gradmesser für das Gemütsleben des Meifichen./ Physiologisch bedeutet nach Professor Rieda das Grau- oder Weiß- werden nicht etwa die Folge einer Veränderung oder gar emes. Verschwindens des Haarpigments, sondern das bisher schwarze oder farbige Haar wird durch neues pigmentfreies ersetzt. Der Prozeß ist infolgedessen ein Wechsel des Haares und kein Entschwinden des Pigmentes. Das Pigment, der Farbstoff, ist außergewöhnlich dauerhaft, ja man findet es sogar in ägyptischen Mumien und in Körpern, die schon lange Zeit unter der Erde gelegen habest. * Sehnsucht. Sie: „Ach, ich möchte verreisen! Ich sehne mich so sehr in die Weite!" — Er: „Kunststück, bei dem engen Rock!" , . ' . . . * Moderne Kinder. „Fritzchen, du bekommst nun, em Schwesterchen." — „In solchen Dingen müßte doch unsereins auch gefragt werden!" Büchertisch. — „Die schöne H elena", Offenbachs Meisterwerk, bringt das neueste im Verlag von Ullstein u. Co., Berlin, erschienene! Hest der „Musik für Alle". Aus dieser mythologischen Parodie finden wir in dem Heft sowohl die heiteren und witzigen Szenem Austritts-Lieder und Couplets, als auch dre lyrischen Höhepunkte in chronologischer Reihenfolge. In seinem Eingangs-Artikel, der reich illustriert ist, bietet daS Heft eiste eingehende Würdigung büt ©bttctt’C. — „Die Deutsche Bühne" (das amtliche Bla» des Deutschen Bühnenvereins) bringt in der 12. Nummer des 2. Jahrganges einen Leitartikel „Theatersommer", der über die Ereignisse des Sommers Bericht erstattet; ferner einen Beitrag vom Geh. Adm.-Rat Dr. Fetisch über den „Deutschen Bühnenspielplan," der ab September d. I. in den Verlag Oesterheld u. Co. übergeht und neue einschneidende Veränderungen erfahren soll. An weiteren Artikeln seien genmutt: „Titus Andronicus" von Iohaniies Schlaf, „Deut che Bühiieiileiter als Gratulanten Reclams" vo>i Dr. Adolf Kohut, Deutsche Theater-Neubauten, Stellenvermittlergesetz und die übliche Chronik der wichtigsten Ereignisse. Bilderrätsel. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Arithmogriphs in voriger Nummer r Barbe — Rembo(d — Amis. — Uran — Sa(omo — Ebn — Leoni: Brauselimonade. Redaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch, und ©teinbrueferei, R. Lange, Gießen,