MV 6 s sTJjs]idfwKS H^WlÄ^M Tassen., Ihres Vaters Tochter. Roman von Lnlu von Strauß, und Torney. (Nachdruck verboten.) (8-ortieyuna.) Ich versuche, durch meine vergangenen Fahre h-ndurch- zusehen wie durch einen buntfarbig schillernden Ne e!. Und ich finde in diesem Kinderleben nichts, das wie Mutlerforge cmssieht. Nicht einmal eine bla se Erinnerung Immer nur das Gesicht meines Vaters Der hat die Antwort auf die ersten grüblerischen Kinderfragen. Um den drehen sich die phantastischen Spiele und Träumereien Er ist fast der liebe Gott meiner kleinen West. Bisweilen nur. wenn ich andere Kinder an der Hand der Mutter sehe, kommt mir die verwunderte Frage: warum habe ich denn keine? Ob es wohl sehr schön ist,' solche zu haben? Ich vergesse es aber wieder über meinem Vater, diesem Vater, der die weiche, Keine Kinderseele in Best!) nimmt und bildet und formt nach seinem Gefallen, als ob sie Wachs wäre. Aber dem halbwüchsigen Mädchen kommt doch biswe len eine Ahnung davon, was ihm fehlt. Es hat Stunden vereinter Sehnsucht nach der Mutter in der halbdunklen Siube am Fenster, wenn draußen die Sterne über dem Hchnee stehen, oder auch an stillen Sommerabenden. Es treibt einen Kultus mit dem kleinen Bild dieser jungen, nie gekannten Mutter, als ob sie eine Heilige wäre. Und weil es merkt, daß eine Frage nach ihr des Vaters Gesicht verstimmt macht, scheut es sich, an einem großen Schmerz, zu rühren, und treibt den Kultus heimlich, mit Blumen und wunderlichen kindlichen Gebeten. Und lebt die Lüge seines Lebens gläubig mit. Bis die Stunde kommt, wo diese Lüge zerbricht. Wo alles, was ihr lieb und heilig war, ihr im Schmutz vor den Füßen liegt; wo sie keinen Halt und keine Stütze mehr hat, nicht einmal sich selbst, denn ihr Ich hat der ihr längst fauch genommen, der ihr alles andere stahl. Er selbst weiß zwar nichts von diesem Gericht über seine Schuld. Die Wahrheit kommt tote der Gott des Alten Testaments, der die Sünde der Väter heimsucht an den Kindern.! Man soll Toten nichts Böses nachsagen. Wer kann tch denn anberg als ihn hassen? Ihn und das verdorbene Geschöpf, die beiden, die durch ihre zügellose Leidenschaft mich um mein Bestes betrogen halben? Wie ich so weit gewesen bin, habe ich das Bild ansehen müssen. Und aatf einmal ist mir, als ob ich Augen und Ohren zuhalten müßte vor dem, was es sagt. Ms ob ich vor den Hellen lachenden Augen siehe wie vor einem Richter. Du willst verdammen? Du willst dich erheben? Du? Wenn es gekommen wäre, wie du ivolltest, was hättet ihr dann anderes getan als sie? Dieses Kind hat das gleiche Recht, wie du es hattest. Du besannest dich keine Sekunde, >es ihm zu nehmen! Was euch zusammen führte, wäre rein gewesen und keine Sünde? Es wäre rein gewesen, wmn ihr beide freigestanden! hättet. Es wurde Todsünde, tocit dieses Kind lebte! Jeden Satz muß ich klar und scharf durchdenken, als ob ihn mir einer deutlich vorsagte. Es ist noch nicht zu Ende. Es geht noch tiefer. Die damals fündig:en, waren zwei. Einer stieß und zog den andern in den Schmutz. Jeder trug halbe Schuld. Wenn eure Sünde nicht zur Tat wurde, es war nicht dein Verlenst. Wenn der Mann, den du lieb hattest, nicht stärker gegen die Versuchung gewesen wäre als du — bat haltest b ind gesündigt und dir noch dazu eingeredet, das wäre dein Recht! Wer war da vorhin so rasch bei der Hand mit Worten wie „zügellose, egoistische Leidenschaft", als es sich um andere handelte? — Und als alles vorbei war, sündigten deine Gedanken Weiler. U ber das Kind weg gingen sie rücksichtslos. Waren da nicht sogar Stunden, wo jre fügten: wenn das Kind nicht .wäre, dann — ? Und du willst verdammen? Du? Neben denen, die du ri htest und verdammst, stehst du selbst. Wenn du sie hassen willst, mußt du dich selbst! Haffen. Du bist das gleiche wie sie. Nein, sogar weniger. Das Weib, über das du aburteilst, kam was der Gasse. Woher sollte das von.Recht und Unrecht wiffen? Und der Mann? Peter Florenz Weddigen — mein Vater? Ich will mir jetzt keine Wahrheit sparen. Ein Leben in heimlicher Sünde ist Lüge. Mer tausendmal verlogener die Sünde, die sich hochmütig als Recht und Wahrheit gebärdet! 11. Mai. Mein Kopf ist bumpf und brennt vom vielen Denken. Ich bin aufgeftanben, habe Georgs Bild und seine Briefs genommen und sie int Kamin verbrannt. Ich habe ihn jetzt zum zweitenmal verloren, und nun erst ganz. Ich habe kein Recht mehr auf ihn. Kein Recht mehr auf meine Liebe. Die Erinnerung an ihn und der Glaube an mich selbst — das war das Letzte, was ich hatte! 12. Mai. Gerichtet und schuldig gesprochen vor meinem eigenen Gericht! Ich muß mich in den neuen Zustand gewöhnen wie der Sträfling in die Zuchthausfaste. Ich bin nicht mehr die Agnes Weddigen, die bett Kopf hoch trug vor den Leuten, soviel sie auch innerlich durchzu» — 810 kämpfen, hatte. Die tonnte ich heute beneiden, so wunderlich das klingt. Die war ja reich. Dio hatte ja noch Selbstachtung! Würden die Menschen wohl ebenso richten, wenn sie alles wüßten? Ich versuche, mir dies und jenes Gesicht unter den guten Bekannten vorgustellen und ihm in Gedanken die Geschichte erzählen. Ich höre, was sie sagen: „Torheit! — Uebersp-annte Ideen! Wer wird das denn so tragisch auffassen? Es ist ja gottlob nichts geschehen. Ja, wenn ein Skandal daraus geworden wäre, dann allerdings" — Wie deutlich ich sie reden höre! Wie gern ich das glaubte! Aber der Richter in mir lacht darüber. Er ist unbestechlich. Nichts geschehen, nein. Aber was ist denn die Tat? Eine Folge, etwas Aeußerliches. Die innere treibende Ursache ist der Wille. Der Wille tut die Sünde, nicht die Hand. Wenn der Wille zur Sünde hier nicht Tat wurde, so war das nur, weil die Hand fehlte, die half. Weil er nicht allein in Taten sündigen konnte! Es hilft nichts. Beuge dich. Du bist schuldig. 14. Mai. Wie kann man existieren, wenn man sich selbst nicht wehr achtet? Ich weiß es nicht. Aber ich habe es fertig gebracht, diese paar elenden Tage durch. Bielleicht bin ich abgestumpft, weil ich Ku stark leide. Ich grüble nur in dumpfer Verwunderung darüber, wie es möglich war, daß ich mich selbst so verlor. Aber tvas soll das Grübeln und Rätseln? Ich mag nicht zurückdenken und nicht vorwärts. Auch nicht mehr über das dunkle Tor hinaus, das mir vorher wie Rettung und Erlösung schien. Ich habe keine Energie und kein Wollen mehr, nur die verächtliche müde Mutlosigkeit. Auch den kleinsten Alltäglichkeiten gegenüber bin ich so. Es ist vorgestern ein Paket vom Professor gekommen. Es liebt noch uneröffnet in meiner Stube. Es iverden die Briefe meines Vaters sein, von denen er sprach. Was hat es für Zweck, daß ich sie lese? Aber ich werde das Paket doch wohl öffnen müssen, es könnte etwas für Seppl darin sein. 15. Mai. Ich lasse Seppl den kleinen, frohherzigen Brief selbst lesen, den der Professor seinem Buben schreibt, und helfe nur ein wenig nach, wenn der Finger stockt, der beim Buchstabieren unter den Zeilen herfährt. Wie er fertig ist, holt er tief Atem und sieht ganz, verklärt aus. „Du, Aga, ich glaub net, daß es einen gibt, der guter ist als der Vater." „Nein, gewiß nicht, mein Junge!" „Du, aber ich weiß doch noch einen, der ist grab so Mt! Weißt, wer? Du!" Mein Gesicht ist aus einmal brennend heiß, ich reiße weine Hand aus seiner. . ’ „Das sollst du nicht sagen, Seppl, hörst du?" Er schüttelt verwundert und ein bißchen altklug den Kopf. „Sagen schon net, wenn du's net wagst. Wer wahr ist's. Schaugst, ich hab mir immer gedacht, so wie der Vater kann ich doch net werden, der ist so stark und qroü und ich bin doch krank. Aber so wie du will ich werden. So gut, daß mich alle Lent arg lieb haben müssen!" So tote du. Kind! Du weißt ja nicht, was du sagst! Einen Augenblick ist mir's, als kann ich es nicht ertragen, als muß ich aufspringen und weglaufen. . Aber ich nehme mich Kusammen. Was hab ich deine Besseres verdient? Das ist eben mein Gericht! Er würde mich gar nicht verstehen, wenn ich ihm jetzt sagen wollte: „du darfst mich nicht lieb haben. Das hab ich getan! So bin ich!" . Und selbst, wenn er es fassen könnte, habe ich denn das Recht, ihm sein Kindervertrauen auf Menschengüte zu zerstören ? Wäre das nicht neue Schuld? StilllMten! Sich beugen unter unverdiente Liebe und Verehrung! Tausendmal härtere Strafe als offene Verachtung tragen! Ich stehe auf und schiebe detn Jungen die Kissen iw Rücken zurecht, nur um ihm nicht immer in die 'Augen sehen zu müssen. Blau sagt, Kinder haben Instinkt. Er zuckt zusammen,- wie ich ihm Wfällig die toarnte Haut am Hals mit den Fingern streife. * Peter Florenz Weddigen an Professor Bernhardt. Eisenach, 6. Oktober 1893. Lieber alter Freund ! Als wir einander zuw letzten Male schrieben, hast DÜ mir diesen Namen ausdrücklich abgesprochen und das Tuch zwischen uns zerschnitten. Wenn ich nun heute doch toieder die alte vertraute Anrede brauche, so ist es teils, weil wir seit den bösen Tagen damals grau geworden sinh und wohl viel Feuer verraucht ist — teils, weil sie mir ganz unwillkürlich in die Feder komüit. Vielleicht söhnt es Dich ein wenig damit aus, wenn ich Dir gleich anfangs rückhaltlos und ehrlich zu gestehe: Du hattest recht mit Deinem Zorn. Was ich, neben allem andern, an Deiner warmherzigen Freundschaft und Deinem naiven Idealismus verbrochen habe, stand mir diese ganzen Jahre wie eine ungelöste Schultz in der Rechnung meines Lebens. Du hättest diesen Idealismus ja auch sonst kaum unverletzt durch Jahrzehnte gebracht, aber jedenfalls war ich der Letzte, der berufen gewesen wäre, ihn zu zerstören. Als mir neulich 'Dollar Mullstoff, ohne von unfern früheren Beziehungen zu wissen, von Dir erzählte, wurde mir mit einem Schlag unsere gemeinsame Jugend wieder lebendig, diese ganzen wilden, guten, vorwärtsdrängenden Jahre vor unserm Zerwürfnis. Mer Freund, was auch später geschehen ist, wir sind doch miteinander jung gewesen! Mit grauem Kops hat Man nur noch wenig Fäden, die in die Jugend zurückreichen, und möchte diese wenigen festhalten. Und man möchte, was matt früher darin in Leichtsinn und Leidenschaft verwirrte, jetzt, am Ende des Wegs, gern so viel tote möglich entwirren und schlichten. Ich weiß, daß ich nicht Ungeschehen machen kann, was ich Dir damals getan habe. Aber vielleicht denkst Du doch ein wenig anders und versöhnter an mich, wenn ich Rechenschaft über mich ablege. Du bist der einzige Mensch, bei dem ich das BÄürsnis habe, das zu tun. Den Gang der Ereignisse damals kanntest Du, hast ihn wahrscheinlich auch später verfolgt und weißt, daß sie mit dem Kind von mir ging. Aber ich gebe ihr voll und ganz recht darin, tat es auch damals schon, so schwer ich' darunter litt. Ich habe sie nicht wiedergesehen. An ihrein Begräbnis^ tag holte ich mir das Kind ins Haus, das mir niemantz mehr streitig machte. (Fortsetzung folgt.) Die Brüsseler weltaursteümrg. Die deutsche Abteilung. Die deutsche Ausstellung hat den Vorzug der Ucbersichtkich- leit und der Eigenart, da sozusagen unter eine m Dach all das! untergebracht ist, was Deutschland in Brüssel ansstellt. Wir sind sicher, daß dieses bei Weltausstellungen z u m e r st e n m a l angewandte System- Nacheiferer finbeu wird, denn es hat fast alles für sich, besonders aber dann, wenn sich die bauliche Gliederung der Hallen so übereinstimmend an das Ausgestellte anreiht, wie es hier geschehen ist. Hier hat Emanuel von Seidl wirklich sein Meisterwerk vollbracht, und wenn er es vielleicht noch verstanden Hütte, in den ersten der Raumkunst und den: Kleingewerbe! gewidmeten Hallen etwas mehr Ausdehnung nach oben hin zu schaffen, dann würde wohl kaum ein berechtigter Wunsch unbefrie-i digt geblieben sein. Es macht da noch manches den Eindruck des Gedrückten. Man hat da eher.zu viel an das seitlich gelegen« deutsche Haus abgegeben. Dieses „Heim" enthält im Erdgeschoß Empfangs- und Geschäftsräume für die Ausstellungsleitung; im ersten Stock aber einen großen Festsaal mit vorgelagerter oval gehaltener Terrasse. Dieser Festsaal ist wohl das Eigenartigste, was je auf diesem Gebiet geschaffen wurde. Um einen rundest Kuppelbau mit Galerien lagern sich drei Nischen. Man hat fast den Eindruck, als ob dwser Raum nach oben an offen wäre, dermaßen heben sich die Höhenverhältnisse des mittleren Stockes, von beit übrigen Teilen ab. Durch einen grau gehaltenen, ganz wundervoll abgetönten Anstrich hat man dem Saal eine harmo- msche Ruhe gegeben. Hübsche antike Gobelins, die Prinzregent Luitpold von .Bayern, zur Verfügung gestellt hat, wechseln mit — 311 nur Mi nähernd däS zu bewältigen, was hier ein Bienenfleiß zusammengetragen hat. T«ß man die neueste Er- rungenschast unserer Schulpolitik, die praktische Ne.berleitung unserer Mädchen zu ihrem Berufe als Mutter und Hausfrau nicht außer Acht gelassen hat, ist außerordentliche lobenswert. Als letzter Stein krönt das gesamte Werk eine Betrachtung über die allgemeine Hygiene, als deren Musterland 'Deutschland angeseheu- werden muß. Mau führt uns hier den Schularzt als Lehrer der Gesundheitspflege vor und weift uns nach, das; die Forderung der Reinlichkeit bei unseren Schulkindern als ein .Grundelement unserer Volksgesundheit anzusehen ist. ■ Von allen Abteilungen Weint Mrs die für das N n t e r r ich t s-, wesen die bedeutendste M sein, weil sie den Beweis liefern soll und muß, !vie in Miseren Brlduug'sanstalten gearbeitet wird. Die Schulausstcllung wurde von dem preußischen Kultusministerium in Gemeinschaft mit dem sächsischen Kultusmmisterium und der Ober- schnlbehörde von Hamburg ^usammengestellt. Sie umfaßt nicht, wie bei den Weltausstellungen in Chicago und St. Louis, das Gesamt- g'ebiet unserer Unterrichtseinrichtungen, sondern beschränkt sich auf die Volks- und höhere Schule, läßt also unsere Universitäten und Akademien vollständig außer Betracht, w. mußte natürlich den Veranstaltern der Ausstellung in der Hauptsache darunt zu tun sein, den inneren Betrieb unserer Schulen anschaulich zu machen, da lebendige Wirkungen sich bekanntlich nicht ausstellen lassen. Erst später soll Probeunterricht gehalten werden. Es war auch notwendig, die gegenwärtige Richtung der öffentlichen Erziehung zu kennzeichnen, denn das Unterrichts wesen hat sich zeitgemäß entwickelt und ist von beut Gebiet der rein geistigen Uebungen übergegangen zur Berücksichtigung des praktischen Lebens unserer Kulturvölker. Man erkennt dies am besten, wenn man sieht, luie jetzt Hand und Auge des Kindes zur Fertigkeit auf dem Gebiete des. Schönen unb zur Ausübung von Arbeiten künstlerischen Gepräges angeleitet und ausgebildet werden. Man erkennt ferner, welche Sorgfalt der körperlichen. Erziehung gewidmet wird, und wie man sich bemüht, sie mit den humanistischen in Einklang zu bringen. Daß unter diesen Uniständen auch der Unterricht für geistig zurückgebliebene Kinder nicht außer acht gelassen werden durste, versteht sich von selbst. Wer mit offenen Augen gerade diese Abteilung betrachtet, wird erkennen müssen, daß sich unser deutsches Schulwesen doch in einem beachtenswerten Zustand der Entwickelung befindet. Es erweist sich, daß der Unterricht sich jetzt schon von Anfang an auf dcnr Gedankenkreis des Kindes vom zartesten Alter an aufbaut. Unter diesen Umständen durften auch die Waldschulen nicht fehlen, und es war außerordentlich notwendig, zu beweisen, daß mau jetzt auch das biologische Gebiet beut Schulkinde nach und nach zil eröffnen sucht. ' Nach dieser Richtung scheint das, was hie Stadt Zwickau in. Sachsen metht, gerademustyrgDig!, zu sein. Auf dieser Grundlage baut, sich nun die deutsche Unterricht^ abkeilung auf. Wir finden im ersten Raum den Zweck der amtlichen akademischen Auskunstsstelle an der Berliner Universität erläutert, die es uns begreiflich macht, warum man jetzt in Deutschland emsig darauf bedacht ist, Schule und Haus in steter Verbindung zu halten. Hieran schließen sich = an Musterbüchereieu für höhere Schulen und ihre Lehrer. Tann erläutert man uns, wie jetzt Erdkunde gelehrt wird, uub es ist nur natürlich, daß man beweist, daß Heimatkenntnis, Heimatliebe und Heimatpflege Zielpunkte einer jeten gründlichen Ausbildung fein müssen. Hieran anr schließend beschäftigt sich die Ausstellung mit dem mathematischen Unterricht. Sodann zeigt man uns Mustereurrichtimgen von Klassenzimmern, ein. Physikzimmer, in beut den Schülern Gelegenheit geboten, wirb, Versuche zu machen, und außerdem, in anschaulicher Weise, wie der naturgeschichtliche Unterricht der Gegenwart von dem Bestreben geleitet wird, die Gestalten der belebten Welt in ihrer Abhängigkeit von den Einflüßen der Umwelt zu besprechen. Ein besonderer Raum beschäftigt sich mit dem Zeichenunterricht, und ein letzter ist dem Turnen, dem Lptel und dem Sport gewidmet. . , ■ Tas. sind die einzelnen Musterräume, auf Leuen die getarnte! Unterricht sausstellung aufgebaut ist, beim was sie sonst an Material, an Lehrmitteln und Monographien bietet, ist sp umpang- reich und so erschöpfend gehalten, baß selbst ent Studium von acht- Tagest nicht genügen würde, um - MM prirpurseidenen Wandbespannungen ab, Weniger als dieser Raum lagt uns das Treppenhaus zu, in dem drei Brouzefignren des Berliner Bildhauers Karl Ebbinghaus Aufstellung gefunden haben, die zu massig sind, als daß man sie in diesem Raum gerne sehen möchte. Hildebrands Brunnen dagegen, der den Vorrauin ziert, fügt sich dem ganzen vortrefflich ein. Es ist ferner noch ein Vortragsraum 511 erwähnen, in dem die Urania aus Berlin Vorträge halten lassen will, zweifelsohne zur Förderung des Deutsch- tnms int Ausland, beim die gleichnamige Gesellschaft hat hier eine kleine statistische Uebersicht untergebracht, die auf derartiges schließen läßt. An das deutsche Haus' schließt sich eine stilvolle Weinstube und ein Münchener Bierhaus an, das mit Erlerschen. Figuren geschmückt ist, an die sich das Auge, erst allmählich gewöhnen muß. ..., ; Die Einteilung der deutschen Abteilung ist eine ganz vortreffliche. Man hat an der entferntesten Nordseite mit der Raumkunst und dem Kunstgewerbe begonnen, ist. dann zum sUnterrichts- wesen übergegangen, mit dem man sinngemäß das Buchgewerbe mit seinen weitverzweigten Nebenberufen verbunden hat. Hieran schließt sich die Optik und Feinmechanik, dann folgt sdas Kraft-; wagen- und Luftschifswesen, hierauf der Wasserbäu und das Jn- genieurfach. Alsdann kommt man in die großen Maschinenhallen, die dadurch eine unterrichtende Bedeutung erlangen, daß sie fortgesetzt durch eigene Kraftanlagen im Betrieb gehalten werden. Besondere Aufmerksamkeit schenkte man auch dem landwirtschaftlichen Maschinenwesen rind- dem rollenden Eisenbahnmaterial ,das Von dein preußischen Eisenbahnministerium zusammengestellt wurde. Von dieser Abteilung, die schon heute sich als eine Zugkraft der deutschen Ausstellung erweist, wollen wir kurz noch übergehen zum deutschen Buchgewerbe, das ja in der deutschen Welthandelsstatistik eine ganz hervorragende Rolle spielt. So hat Deutschland allein im Jahre 1908 an Druckwerken, einschließlich an bunten Papieren und Lithographien, fast annähernd für 110 Mill. Mark ausgeführt. Dazu kommt noch, daß wir für fast die gesamte Welt Druckmaschinen liefern, sowie auch fast sämtliche Maschinen für das Buchbindergewerbe, nicht zu vergessen unsere Ausfuhr an Drucklettern, die ganz besonders seit jener Zeit, seitdem unsere Schriften nach künstlerischen Grundsätzen her- S~ lt werden, eine wesentliche Ausdehnung erfahren hat. Tie lellung ftir das Buchgewerbe hat der deutsche Buchgewerbe- Verein in Leipzig veranstaltet. Sie ist außerordentlich reichhaltig und beweist namentlich auf dem Gebiete des Buntdrucks, daß Wir iu der Vielfarbentheorie in den letzten Jahren ungeheure Fortschritte gemacht haben. Der reichhaltigen Ausstellung für das Buchgewerbe gliedert sich! eine Abteilung für Photographie an. Die deutschen Erzeugnisse für Photographie und Reproduktionstechnik stehen natürlich seit der Entwicklung, die das Zeitungs- und Zeitschriftenwesen genommen hat, jn innigster Fühlung miteinander. Beide gehörest also zusammen, und man hat gut daran getan, sowohl die Berufs-' photographie als auch die Liebhaberphotographie in das Bereich der Betrachtungen zu ziehen. Deutschland hat hier und dort auf dem Weltmarkt erhebliche Interessen zu vertreten, beträgt doch dta Ausfuhr an photographischen Gerätschaften rund 50 Mill. Mark im Jahr. 'Sie technische Vollkommenheit der photographischen Industrie wird durch die Ausstellung glänzend bewiesen. Vervollständigend hat man natürlich auch der eletrotechnllchest Industrie gedacht, die Meßinstrumente, Registrierapparate herstellt, deren Gebrauch für den moderenen Betrieb im Buchgewerbe! nicht mehr entbehrt werden kann. Auch an Atlanten und Mim sikalien hat man gedacht und deren Ausstellung so reichhaltig wie möglich gestaltet. S- W. Line neue vorgeschichtliche Menschenrasse. Das Gebiet der Dordogue in Südwestfraitkreich, das an Ueberresten aus der ältesten nachweisbaren Geschichte des Menschengeschlechts so überaus reich ist, hat uns in der setzten Zeit wiederum einige hochwichtige Dokumente aus der Eiszeft geschenkt, über die eine Zuschrift der Internationalen Wochenschrift aus Bordeaux berichtet. Der nichtigste Fund ilt em tadellos erhaltenes ganzes Skelett, das am 12. September 1909 durch den Breslauer Prof. Magisch uub den L-Kveizer Archäologen O. Hauser auf dem Berge von Combe Capelle unwett des Städtchens Montferrand ausgehoben wurde. Die Fundstelle befindet sich 40 Km. südli'chl ton Le Mvustier im Vezsretal, wo vorher das vielbesprochene Skelett aus dem Ende der vorletztest Zwischeneiszeit, der Achculeeuzeit, gefunden worden war. Das! neue Skelett gehört der sogenannten Aurignacicnpertode an, die der Mitte der letzten Zwischeneiszeit entspricht. In ihr war an Stelle der ausgedehnten Movssteppeit mit einer kältcliebendest Tierwelt, tme sie vorher geherrscl. ein wärmeres Klima mit Grassteppen und weiten Wüstensttccken getreten. Damals wurde der die fruchtbarsten Gegenden Mitteleuropas bedingende Löß abgelagert, in dem wir die unter freiem Himmel, gelegenen! Lagerplätze des „Lößmenschen", von kalkreichem Flugsande über- weht und so erhalten, vorfinden. Der Lößmcnsch, der ein eifriger Jäger war, verfertigte sich mit großem Geschick ans Feuerstein Werkzeuge und Waffen und wußte auch zum erstenmal in der Menschheitsgeschichte neben dem Stein den Küochen in ausgedehntem Maße als Werkzeugsmaterial zu verwenden. Unter einem vorspringenden Felsen des Berges! vostl Combe Capelle fanden sich nun vier verschiedene, durch sterile Zwischenichtchteu von 30- 50 Cm. Dicke getrennte Milturschichten von ebenfalls 30—50 Cm. Mächtigkeit. Während die unterste Schicht dem vor der Anriguaeienperiode gelegenen Zeitalter des Mmtstoricii, an- gehörte, wurde die zweite SchiM, in der sich das Skelett raub/ nach den in ihr eingeschlossenen Kulturresten als zu der älteren, Zeit des Aürignaeieu gehörig erkannt. Die dritte und vierte Schicht gehören dann der mittleren und jüngsten Epoche des Aurignaeien an, wie sich ans der immer größeren Verfeinerung! in der Bearbeitung der Fenersteingeräte und aus dem Auftreteu gut gearbeiteter KUocheugeräte erkennen läßt. Das «leletr, befand sich in einer völlig unberührten, aus zahlreichen, mit «and und Kalk zusammengekitteten Feuersteingeräten und Knocheurelten bestehenden Schicht, die zweifellos dem ältesten Aurignaeien art- ~ 312 — gehörte. Der Körper lag, etwas rrach rechts gewendet und die Beine ziemlich stark gegen den Leib angezogen, in einer künstlich hevgestellten Bodenvertiefung bestattet, mit allerlei Knochen und Werkzeugen als Grabbeigaben. Das einst an letzteren befindliche Fleisch sollte dem zunächst in der Nähe des Leichnams hausend gedachten Geiste als Nahrung dienen. Der Lößmensch, der um den Hals mit einer Kette von durchbohrten Schneckengehäusen geschmückt war, gehört dem kräftigsten Mannesalter an und hat ein tadelloses Gebiß. In Gegensatz zu. dem sogenannten Neander- taler-TvPus weist der Schädel auf das Vorhandensein einer neue n M e n s ch e n r a s s e in Europa hin, die aus Asien eingewandert war. 'Diese Rasse, die nach Klaatsch mit den heutigen Australiern in engerer verwandschaftlicher Beziehung gestanden haben soll, weist nicht mehr die niedere, nach unten zu von kräftigen Ueberaugenwülsten begrenzte Stirne des ersten vorgeschichtlichen Menschen auf, sondern hat eine viel besser gewölbte schmale Stirne mit nur wenig angedeutete» Ueberaugen- Wülsten. Die Nasenwurzel ist zwar iroch sehr breit, doch, nicht mehr so breit wie bei jenem, auch war die Nase schmäler und moderner gebaut. Der Unterkiefer ist kürzer, der Gelenkfortsatz steiler, das Kinn, wenn auch nicht zurücktretend, so doch noch im rechten Winkel abfallend, statt rvie beini heutigen Europäer einen nach vorne gerichteten Fortsatz zu bilden. Die Prognatm ist nur noch schwach angedeutet, die Augenhöhlen sind als altertümliches Merkmal noch recht groß und das Gesicht noch breit, mit kräftig entwickelten. Jochbögen. Im Verhältnis zum Rumpf sind die Extremitäten länger als beim Neandertaler, insbesondere sind Vorderarm und Unterschenkel gestreckter und erreichen fast dieselbe Länge wie Oberarm und Oberschenkel, alles neue, fortschrittliche Momente. Dieser eingewanderte Lößmcnsch, der sich nach urch nach Über Europa verbreitete, brachte die Freude am Schmuck mit nach seinem neuen Besiedlungsgebiet; er scheint die Narbentätowiernng ausgeübt zu haben, beding! sich, soweit das nachweisbar ist, zum erstenmal mit Muschel- schinuck und begann die später zu so hoher Vollendung gelangte Höhlenkunst, die er anfangs freilich recht hilflos ausübte. Einige aus dem Aurignacien staminende gravierte Steine wurden unter denr einstige» Felsenschutzdache von Fongal in Vezöretal zu Tage gefördert. Auf einem dieser Steine, der 2,05 Meter tief in einer starken Kohlenschicht lag, ist sehr undeutlich eine Saigaantilopg bargestellt. Die beiden unweit davon gefundenen Steine, die eine Größe von 1,05 und 0,97 Metern und ein Gewicht von 120 und 140 Kg. haben, zeigten einander vielfach durchkreuzende Figuren, die nicht zu enträtseln waren. An ihnen sind vor allem zwei mühsam in den harten Krcidekalkstein gebohrte Durchlochungen merkwürdig, die vermutlich mit irgend welchen Zauberkünsten zusammenhingen. Jedenfalls sind diese Steine weitaus die ältesten Skulpturen der Menschheit und blicken auf ein Alter von etwa 150 000 Jahren zurück. Die große Bedeutung des neuen Skelettfundes von Combe apelle liegt darin, daß er in einer zeitlich genau fixierbarer!, völlig unberührten Schicht gemacht wurde und daß das ganze Skelett.in ungeivöhnlich schöner Erhaltung geborgen ivurde. Vernrkschtes. * Die Parfüms der Königinnen. Ein Pariser Parfümeriehändler, der sich rühmen kann, in der wichtigen Frage der Auswahl des Parfüms das Vertrauen von Königinnen zu besitzen, hat dem Mitarbeiter einer englischen Damenzeitschrift allerlei Einzelheiten verraten von den Parfüms, die die Herrscherinnen Europas bevorzugen. „Die größte Vorliebe für Wohlgerüche chat die Kaiserin von Rußland, unb es gibt auch wohl kaum eine Frau, die so viel Parfüm verbraucht wie sie. Die Blumen, aus deneir die Essenzen hcrgestellt werden, müssen in bestimmten Zeiten gepfltickt werden, die die Kaiserin selbst angibt. Aus Grasse kommen alljährlich gewaltige Mengen von Veilchen, aus denen das Waschwasser der Zarin bereitet wird. Diese Veilchen dürfen nur in den Nachmittagsstunde» zwischen 5 und 7 Uhr gepflückt werden, in der Zeit, wo ihr Duft am zartesten und schönsten ist. Während die Zarin des öfteren ihre Parfüms wechselt, alle Neuerscheinungen mit Interesse verfolgt und sich bisweilen selbst in neuen Mischungen versucht, verrät die bisherige Königin von England, die Königin-Mutter Alexandra, in ihrem Geschmack eine streng konservative Gesinnung. Die Königin- Mutter benutzt noch heute ausschließlich das sogenannte „Eß- Bonguet", das seit dem Jahre 1829 in der englischen Königsfamilie in Gebrauch steht. Das Rezept zur Herstellung dieser Essenz wnd von dem Fabrikanten streng geheim gehalten und geht von Vater auf Sohn über, ohne daß Neugierige je das Rätsel gelöst haben. Sobald die Rede auf dies Parfüm kommt, verliert der Parfümfabrikaut seine gewöhnliche Mitteilsamkeit, er imrd plötzlich zurückhaltend und ergeht sich nur in allgemeinen Andeutungen. Das einzige, was er von dem „Eß-Bouquet" verrät, ift die Bemerkung, daß das Parfüm aus einer Mischung von Ambra mit Essenzen von Rosen, Veilchen, Jasmin, Orangen- blüten und Lavendel hergestellt wird. Von der Königin von Ru- nrmrren erzähl! er dabei eine Geschichte, die erkennen läßt, wie das stete Lebe» inmitten berauschender Wohlgerüche jede Skepsis in ihm betäubt hat; die Welt der zarten Blumendüfte wird ihm; ein romantisches Fabelland, in dem alles möglich ist. „Carmenj Sylva," so erzählt der Fabrikant, „ist stolz auf ihr weißes Haar nick» auf ihr Antlitz. Trotz ihrer 60 Jahre sieht man nicht die Spur einer Falte in ihrem Gesicht und dies Wunder verdankt sie dem geheimnisvollen Toilettewasser, dessen Zusammensetzung niemand kennt als sie selbst. Das Wasser wird aus Blumen gewonnen, die nur inmitten eines einsamen, abgelegenen Waldes' wachsen; niemand darf diesen Wald betreten als die Blummw sammler der Königin. Rings um den Forst stehen unausgesetzt Reihen von Wachtposten, die den Wald der Königin beschützen." * Der Tod im Unterseeboot. Die kurze» Meldung«! von dem Untergang eines japanischen Unterseebootes und dem Heldentod der Besatzung erfahren jetzt einige Ergänzung durch das Bekanntwerden des erschütternden Dokuments, das der Kom- mandant des gescheiterten Bootes angesichts des Todes verfaßte. Dieser letzte Bericht, den ein französisches Blatt veröffentlicht, beginnt mit den Worten: „Wenngleich wir keine Entschuldigung dafür haben, ei» Boot Seiner Majestät zum Untergang gebracht zu haben, ist die gefaulte Besatzung des Bootes bis zu»! ^Augenblick des Todes ruhig und hat ihre Pflicht getan. Die einzige Furcht, die mir haben, entspringt der Sorge, daß man die Ursache des Unfalles nnßdeuten und damit der Zukunftsentwicklung des Unterseebootes Schwierigkeiten bereiten könnte. Meine Herren, mir hoffen, daß Sie Ihre Beharrlichkeit nicht verliere» werden und daß Sie Ihre ganze Kraft daransetzeil werden, um die Fort-- entlvickelung unserer Unterseeboote vorwärts zu treiben. Wenn das eintritt, so haben wir keine Sorge mehr." Der Bericht schildert dann die Ursache der Katastrophe; „Während mir mit Gasolin operierten, tauchten wir zu tief in das Wasser unter und als wir dann die Klappe schließen wollten, riß die Kette. Wir versuchten die Klappe mit den Händen zuzuhalten, aber es war zu spät. Die anliegende Abteilung war bereits mit Wasser gefüllt und das Boot senkte sich in einem Winkel von 35 Gmid/^ Unter der Ueberschrift „Die Lage »ach dem Unfall" fährt der Bericht bann fort: „1. Das Boot zeigt eine Senkung von etwa 15 Grad am hinteren Ende. 2. Der Umschalter steht unter Wasser, das elektrische Licht ist erloschen. Die giftigen! Gase breiten sich aus, die Atmung wird schwierig. Gegeir 10 Uh« vormittags blieb das Boot auf dem Grunde stecken. Wir ver- versuchten in der bedrückenden Atmosphäre, das Wasser mit einer Handpumpe auszutreiben. Zu gleicher Zeit ließen wir das Waffer aus dem Hauptbehälter heraus. Da das Licht versagt, kann man die Hohe nicht uachprüfen, aber wir wissen, daß das Waffer aus dem Hauptbehälter heraus ist. Die elektrisierte Flüssigkeit nimmt überhand, aber das Chlorwasserstosfgas entwickelt fich nicht. Wir hoffen jetzt nur noch auf eine Handpumpe. Das Vorstehende ivurde um 11 Uhr 45 Min. bei dem Lichte des Turmaufbaus geschrieben. Wir stehen jetzt tief im Wasser, das immer höher steigt. Unsere Kleider sind durchnäßt. Wir frieren. Ich pflegte stets meine Matrosen zu lehren, daß es ihre erste Pflicht märe, Unter allen Umständen ruhig und mutig zu sein; sonst könnten wir nie auf gute Leistungen rechnen, jeder Ueberfluß an Empfindsamkeit gefährde unsere Arbeit. Die Wafserhöhe im Turmaufbau ist 52, trotz der Bemühungen, das Wasser herauszutreiben, bleibt die Pumpe stecken; nachmittags ivird nicht mehr gearbeitet. Die Offiziere und Matrosen der Unterfeeboote müssen als die Besten unter den besten Mannschaften ausgeivählt iverden. Ich freue mich, daß die ganze Besatzung dieses Bootes ihre Pflicht gut erfüllt hat und ich bin zufried«». Ich habe immer mit dem Tod gerechnet, wenn ich mein Haus verließ und mein Testament liegt bereit. Ich erlaube mir nun, ehrfurchtsvoll zu Eurer Majestät selbst zu sprechen und bitte ehrfurchtsvoll barum, daß keine Familie der Unigekommenen Not imd Entbehrung ausgesetzt bleibe. Dies ist die einzige Sorge, die ich jetzt habe." Der Kommandant übermittelt dann einer Reihe von Kameraden seine Grüße, führt die Freunde persönlich an. Das tragische Dokument schließt mit den Eintragungen: „12 Uhr 30 Min. Atmung sehr schwierig. Mir scheint es, als ob wir Gasolin atmen. Ich ersticke durch Gasolin. Grüße auch an den Kapitän Nakano. Es ist 12 Uhr 40 Minuten." Zitaten-Nütsel. Aus jedem der folgenden Zitate ist ein Wort zu nehmen, so daß ich ein neues Zitat ergibt: 1. Der Prophet gilt nichts in seinem Vaterlande. 2. Halb zog sie ihn, halb sank er hin..... 3. Bon Zeit zu Zeit seh' ich den Alteit gern. 4. Kardinal, ich habe das Meinige getan; tun Sie das Ihrige» 5. Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert. 6. Ein edler Meirsch zieht edle Menschen an. 7. Die ich rieh die Geister, werd' ich nun nicht los. 8, Dies ist die Art mit Hexen muzugehen. Auslösung in nächster Nummer.'? Auflösung des Logogriphs in voriger Nummer» F u n k e, U n k e. Redaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Untversttäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießern