r ! t t ß r ■A r ); ) d c t 6 f \ ti - z ß h f t t t l', c ) t L e t e ). e HßK M 7ig«U Ihres Vaters Tochter. Roman von Lulu von Strauß und Torney. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) 8. Dezember. Man sollte eigentlich nur gute und schöne Eindrücke schriftlich fixieren. Wer ich muß es mir von der Seele reden, ich (bin empört über Tilla, einfach empört. Bei Tisch wieder schlecht Wetter wegen irgend einer Kleinigkeit. Georg sollte bei der Kommandeuse „schustern", er wäre zu gleichgültig in gesellschaftlichen Dingen und so weiter. Georg selbst immer die personifizierte Ruhe und Gelassenheit gegen all ihre kleinen Spitzen. Nachher, als sie mit mir allein war, fing sie wieder davon an. Ich antwortete nur kurz. Darauf sie: „Lappalie nennst du das? Mir ist das eben keine Lappalie Was habe ich denn in dem Nest hier, wenn nicht das bißchen gesellschaftliche Stellung? Auf die kann ich doch wenigstens wohl Anspruch machen als Entschädigung für diese Mesalliance." Ich sah sie ganz starr an. „Mesalliance! Und das sagst du, Tilla? Du, Georgs Frau?" Sie lachte etwas.! „Ich habe es nicht zuerst gesagt. Von den Verwandten in Hamburg habe ich es damals vom Morgen bis zum Abend zu hören bekommen. Ja, und was hatte Georg denn schließlich zu bieten? Sein älter Name? Wir haben in Hamburg Firmen, die reichlich so alt sind. Uno die Vergoldung war ja doch längst vom Wappen abgebröckelt, die mußte ich selbst dranwenden." Mir wurde ganz kalt bei dieser seelenruhigen Abrechnung, die sie da hielt. Aber kalt vor Zorn. „Und er selbst, Tilla? Sein Charakter, sein Verstand, sein — ja, eben der ganze Mensch? Gilt das gar nichts? Schämen solltest du dich und auf den Knieen danken, daß du solch einen Mann haft!" Sie hob plötzlich den Kopf. „Du gehst ja sehr warm für ihn ins' Zeug!" * „Weil es mich empört, daß du so sprichst! Weil ich! ihn achte und gern habe! Daß du, seine Frau, dir erst von andern sagen lassen mußt, was dein Mann wert ist, das ist einfach eine Schande!" Tilla zuckte die Schultern und' sah mich mit einem spöttischen Blick an. Mein Zorn lief von ihr ab wie Regen von einem Waterproof. Ich ivär still, jedes weitere Wort war ja Verschwendung. Aber es siedet noch in mir, wenn ich barem denke. Mesalliance! Still, AM.es Weddigen. Was geht dich das an? Ich möchte wiffen, auf wessen Seite hier die Mes- alliance liegt! Doch, es geht mich an! Weil Georg mein Freund tffc! Aber helfen flamt ich. nicht. Was ich tun kann, ist nur: die Hände herauslasfen. Zwischen Mann und Frau gehört kein Dritter. Ich. weiß, er denkt auch. so. Mann und Frau. Sind die einander denn wirklich das Höchste! auf der Welt? 10. Dezember. Ich habe ja nie gewußt, was' es heißt, Freunde zu finden. Menschen, die einem nicht blutsverwandt sind und doch nah und eng verbunden. Seelen, bei denen man bei jedem Wort Neuland entdeckt, und doch dieses Neuland so vertraut wie die eigene Heimat! Leben, ich danke dir! Wie eine gute Mutter bist du.. Wenn du mit der einen Hand nimmst, so schenkst du mit der andern etwas Neues, unerwartet Schönes. Unsere Augen werden groß und glücklich, erstaunt, wenn sie es anschauen, und vergessen die Tränen. Gestern, als ich von Gelsas nach Haus ging, kant er geritten. Es war so ein silberner Dag, ein feiner, n-eißlicher Dunst über dem Himmel und zwischen den laublosen Bäu« men; die Teiche im Park wie weiße, spiegelnde Tafeln. Ich hatte erst gar nicht auf den Reiter und den GraU- schimmel geachtet und sah ihn erst, als er dicht vor mir war. Ein plötzlich.es, frohes Erkennen war in seinem Gesicht. Er rief mir vom Sattel im Vorbeireiten ein frisches, herzliches „Guten Morgen!" zu. Ich sah mich noch einmal um, ehe der graue Mantel! und das silberig blanke Pferd in dem Weiß und Grast des Dezembertags untertauchten. Ich habe ja immer ziemlich nah am Wasser gebaut: Wer warum nach dieser kleines Begegnung plötzlich die Tränen da waren, weiß ich nicht. Ich war doch nicht traurig... ( c 11. Dezember. Ich kroch mit Baby auf meinem Teppich herum, mit ganz zerzaustem Haar und heißem Kopf, lieber seinem Krähen und Jauchzen mußte ich das Klopfen überhört haben. Georg blieb laut lachend an der Tür stehen, mit dem Buch in der Hand, das er mir bringen wollte. „Du hast's gut, Junge! Das soll dir wohl gefallen! Quälst du denn die Dada nicht tot? Dir allein gehört sie nicht." Ich war aufgestanden und strich Mein Haar zureM während er lachend nach dem Jungen sah „Mein Herr Sohn scheint sich hier ja ganz zu Häufe zu fühlen. Das ist aber auch, nicht schwer. Wie fangest Sie es nur an, daß es bei Ihnen imw.er so ganz eigest behaglich ist?" . Ich lachte. „Bei Ihnen, Georg! Ich habe hrer kein Eigentumsrecht. Ich Kn hier doch nur eine Fremde. __ — 246 Georg, ja!' 12. Dezember. Nur in mir zu werden. Er sah mich alt, mit einem raschem, warmem Blick. „Eine Fremde? Mr uns nicht, Agnes. Und ich hoffte, Ihnen wäre es hier auch etwas HeiMat geworden. Da hab! ich ihm beide Hände hingestreckt: „ya Erziehungsresorm. Vvn Tr. Otto Lipm'ann. IM itntotlä: toleiteveii Kreisen bricht sich die Neberzeugung! BaM daß an unserem Erziehmigs-- und Unterrichtswesem vieles verbcsse- rungsbedürftig ist. Während Man aber bisher Meist von außen! her zu reformieren suchte, indem man die eine oder ibie andern Teilfrage, z. B. di« Berech.tigtmgssr.agc, herausgriff, scheint mM doch die Zeit gekommen fein, die Reform von innen heraus systematisch in Angriff zu nehmen, d. 61 das Schuh- und Erziehuugs^ Wesen auf eine solche Masis zu fttiten, HM sie Aas Prädikat „zeitgemäß" rerbienen. Fragen wir uns zunächst, was dies« Forderung^ der Zett-' geMÄßheit 'bedeutet, uw daun zu untersuchen, wie weit die hegem wörtige Pädagogik ihr gerecht wird und wie jene Kulturausgabe zu erftillen ist. Zeitgemäß ist eine Pädagogik, die den AnspriichM der Wissenschaft, der Jugendkunde und der Fachivissenschasten, den Ansprüchen des praktischen Lebens und denen bet kulturellen, der ethischen und AWetiWen JdeM gerqht wird- Bet reder Ich sah sie ganz starr an, das Gesicht wurde mir Herst „Wenn rch dir unbequem bin, Dill« —" Georg hatte im Augenblick heftig den Stuhl geruckt. „Seit wann ist es bei ums Sitte, das; dem Gäste« derartige Unhöflichkeiten gesagt werden?" Alla warf gereizt den Kopf hoch ., . , Seit wann ist es Sitte, daß, mein Mann mich uni Beisein der Gäste anfährt wie einen Dienstboten?" „Wer sich unerzogen benimmt, wird eben danach behandelt. Es ist einfach unerhört. Wenn du nicht sofort Agnes um Entschuldigung bittest —" Ich legte ihm hastig die Hand auf den Arm, fern ntafc loses Aufbrausen machte mir angst „Georg, nicht meinetwegen Streit, bitte." (Fortsevung folgt.) Nein, ich kann den Kdpf hochtragen. Mas kümmert mich eine taktlose Redensart, die ein Kind wie Lotte Gelsa! gedankenlos heraussagt? Lachen kann ich darüber, weiter nichts; nicht einmal böse sein: es ist ja, ihr eigener Schade, wenn sie nichts von denk Höchsten und Besten kennt, was; die. Menschen verbindet. . 16. Dezember. Beide Fenster habe ich! weit aufgemacht, daß die Nachtlust mir kalt nm den heißen Dopf geht- Die weihen! Chrysanthemen bewegen sich wie lebendig in dem Luftzug. Georg hat sie mir gebracht, weil ich gestern sagte, daß ich sie so liebte. Mir die weißen und seiner Mau eine Handvoll orangegelber. Alla machte ein gleichgültiges Geich t, als er sie ihr gstbs „Bitte, gib sifi lieber auch Aga, ch frage nicht viel danach!" , Ich. springe immer vom Schreiben! auf und' gehe auf dem Teppich ruhelos hin und her. Draußen kein Laut und kein Licht, wenigstens kein irdisches. Schwarz,bmuer, Himmel und stille, weiße Sterne. Eine große, kalte Ruhe. Und in Mir alles aufgestört. „ , ,, Ein paar schöne, .glückliche Wochen habe ich gelebt/ n denen es an fing, wieder hell in mir zu werden. Nur erst zaghafte Dämmerung; aber ich glaubte doch wieder, daß der Tag kommen könnte. , z~. Und nun plötzlich alles anders in em paar stunden'. Wie konnte ich mir nur einbildeu, hier ein Zuhause, einen Hafen gefunden zu haben? Ich bin ihnen ja doch die Fremde. Wenn die einem lästig wird, setzt man ihr einfach den Stuhl vor die Tür. Nein, Georg ist nicht so, ich will ihm nicht unrecht tun. Es ist Alla allein. Ich weiß jetzt, was sie gegen mich hat ES ist nicht Eifersucht, wie Lotte meinte, sondern einfacher Egoismus, Bergnü gun g s g i er.! Heute mittag kam die Geschichte. Das gewohnte Thema: Regimentsklatsch', Gesellschaften. Und dann aus einmal: „Georg, nächstens musseiil wir nun auch an unsere Verpflichtungen denken. Das beste ist, wir lassen tanzen, es läßt sich in unseren Raumen sehr gut machen." , . , Georg dehnte sich unwillkürlich etwas in der Litewka, big ihm viel besser steht, als der steiffeierliche Waffenrock. „Wir haben uns gerade so behaglich eingewintert, Alla. Es hat ja noch Zeit." . v „Beit? Natürlich, so lange Aga hier ist in ihrer Trauer, können wir nicht daran denken. Wer schließlich hat man doch nicht nur gegen einen einzigen Menschen Verpflich- Es tüt mir leid, weil Georg Wert daraus legt, aber Mein Einfluß auf Tilla, der mir immer problematisch schien, ist jetzt gleich Null. v . ., Sie hat es mir doch! wohl übelgenommen,, daß! ich ihr neulich so offen die Wahrheit sagte. Das ist sie nicht gewohnt. Sie war immer enfant gäte, zu Haus und tn der Gesellschaft. „ Nicht daß sie mir jetzt unliebenswurdig begegnete. Mer es ist eine Scheidewand zwischen uns. Frostige Meund- ikichkmtz e e{n ^aarmat versucht, eine Aussprache herbeizuführe n, aber sie versteht mich nicht. Vielleicht will sw auch nicht verstehen. Baby ist diese Tage kaum bei mir oben gewesen. Wenn ich nm ihn bitte, bekomme ich eine höflich ausweichende Antwort. Der kleine Kerl fehlt mir; die Sonne von hellen Härchen und das Lachen machten meine Stube hell, wenn er hereinkam. 14. Dezember. Ich bin ernstlich böse auf Lotte Gelsa. Solch eine Taktlosigkeit hatte ich nicht von ihr erwartet. Wir haben uns in den paar Wochen sehr angefreundet. Gestern fragte sie mich in ihrer abrupten Art: „Wie ist es eigentlich möglich, daß Sie mit Frau von Bierg be- freunbet find? Feuer und Waffer!" Ich zuckte die Schultern. „Es ist mehr Gewohnheitsfreundschaft. J-ch begreife es selbst nicht, besonders in letzter Zeit —" . Lotte hockte in ihrer Malschürze vor der Staffelei und hörte zu, wie ich von Allas Wesen in den letzten Tagen, sprach. Ich hätte es ja für mich behalten können, aber Lotte Gelsa ist ein Mensch, bei dem man sonst nicht immer vorsichtig zu sein braucht. Diesmal sah sie mich! aber plötzlich nut Pfiffigen Augen an. „Vielleicht ein bißchen Eifersucht!" „Eifersucht? Auf was?" Sie sagte nichts, sie pfiff nur mit gespitzten roten Lippen vor sich hin- Und auf einmal begriff ich, was sie meinte. „Pfui, Lotts! Ich verbitte mir solche Scherze!" Weinen hätte ich mögen vor Zorn. Ich wollte keinen Augenblick länger bleiben. Lotte versuchte erst, nur zum guten zu reden, aber daun half sie mir den Mantel anziehen. Ganz seelenruhig war sie dabei, gar nicht, als ob sie mich schwer verletzt hätte. Drehte mich sogar mit einem Ruck zum Fenster und sah mich wunderlich forschend an. „Merkwürdig weltfremde Augen haben Sie, Prinzeß! Aus Wiedersehen."' Ich antwortete nicht, ich' war zu empört. Im Sturmschritt bin ich durch! den Park nach Haus gelaufen. Eifersucht! Wie mich das anwidert! Natürlich ist es nicht wahr. Tilla kann gar nicht auf so etwas kommen. Sie sieht ja jeden Dag sonnenllar vor Augen, daß wir miteinander verkehren wie Bruder und Schwester. Mer daß überhaupt solch ein Gedanke in eines Menschen Sinn kommen kann! Es ist mir, als ob schmutzige! Hände das Zarteste!, Kostbarste, was ich besitze, angetäft1et hätten! Ich gehe fürs erste nicht wieder zu Lotte Gelsa. Wenn sie kein Gefühl dafür hat, wie tief sie mich verletzt hat, so mag fie's merken. Ich will nicht mehr daran denken, es ist zu häßlich. Es darf mich nicht berühren — weder mich noch ihn! Aber ich kann es doch nicht hindern, daß der Gedanke mir wie eine widerwärtige graue Fledermaus um den Kopf flattert. Ist die Welt denn ivirklich so? Nimmt sie immer gleich das eine, das Niedrigste an in den Beziehungen zwischen Mann und Weib? Was geht mich Georg als Mann an? Da! gehört er seiner Mau. Ich will in ihm nur den Freund, weiter nichts. Und auf den habe ich ein Recht! 247 — Technik verlangt mM Wit Recht, dah/der, der siö. Mwmdet. eü« Mündliche Kenntnis des Materials besitzt. NNrber der Padagvgtr, die Wit W idealsten Material, werdenden Menschenseelen^ arbeitet. glaubte man sich bisher mit der Erfahrung des Alltags, mit Intuition und Routine, begnügen zu können. Demgegenüber- ist aus die -War Mch verhä.ltnismaß.ig- lunge, aMr d«,' lebenskräftige und schon weitverzweigte Wisien;chasi der ^ugend- fitnbe hinzuweisen, die Physiologie, Pathologre, Kriminologie,^ besonders aber Psychologie des JNgendalters uMfaßt. Tw WM schastliche Jngcndkunde muß- Grundlage nicht um der häuslichen Erziehung und des Schulwesens, sondern alnch i- der Tätigkeit des VvrMundschasts- und Jugend-Richters werden. ~ . Tie Mutter, die wenigstens mtt.den elementarstM Tatsachen der Kinderpsychologre vertrant rsh, werd um nur em Wichtiges Beispiel zu nennen — den Begriff der Luge weit enger fassen, als dies bisher Mist üblich ist; sie Wird so den pada- aogischen Fehler vermeiden, ,,Lügen"zu bestrafendiegar keine sind Eine Kenntnis der Jugend-Physiologie und -Pathologie ist wichtig für eine zweckmäßig-e Ernährung des Kindes, für die »«eignete Form einer „sexuellen AnfklürnM des Jünglings und Mädchens. In manchen Fallen freilich wird hier der Rat des Arztes herangezogen werden müssen, so. -. «-.wenn em Kind auffallend lügenhaft oder grausam- ist, da dies eventuell als Symptom einer beginnenden oder bereits ausgebrochenen psychischen ^^^Der^R i ck?t"e n^der^beruflichl mit jugendlichenIndividuen zN tun bekommt, hat nicht nur als Bormundschaftsrichter, sondern Mich als Strafrichter sein Amt NW wesentlichen als «ne Cr- -iehungssunktivn anszutassen sind so M-es, für ihn, wie für jeden anderen Pädagogen die Forderung, da» er über tziuen gewissen pädagogischen Takt und über ein gaivisses Ma,: jUgendkundsicher, besonders psychologischer Kenntnisse verfügen must. Die richterlichen pädagogischen Aufgaben und. sehr mannigfacher Art: Unterstützung der Eltern bei Anwendung von: ZiichtmUnln gegen das Kind, Bestrafung des ingendltchen Uebelta^rs, Schlitz der Kinder gegen die Eltern, Verteilung, der Kinder aus geschiedenen Ehen, Regelung! des. Verkehrs zwischen den Kindern und deut Elternteil, bei dem es nrcht erzogen wird, Aufsicht ubc^ u. Tätigkeit der Vormünder und Kontrolle ihrer Anordnungen, z. V. bei der Berufswahl des Mündels. , - Wir ÄnnMen minntehr zur Schule, der eigentlichen offiziellen ErriehUnasinstitutivn. Entsp-richt sie der Forderung der Ze.t- geinSstheit? Wird sie zunächst cinMal' den Ansvrderungen,die Line wissenschaftliche Jugendkunde an sie zu erheben hat, gerecht? Wir dürfen diese Frage wohl schlechthini verneinen. Zunächst »imutt di« Schulorganisation viel zu wemg Notiz bvn der Tatsache, daß das Kind ein sich entwickelndes Wesen ist, da st diese Entwickelung sowohl des gantzen Individuumswie temer einzelnen »ristia-en Funktionen bestmiMteN Gesetzen folgt. Welckwr^^ehrplan «ichtig z B. die enorme Veränderung!, dw der körperliche mid aeist ae Organismus während der Pubertät erleidet? Tas Jdral'der Pädagogik ist „Entwickelungstreue", Anpassung des Lehrgangs, der Fächerauswahl, der Pensen an die Smören der feesisck-eu Mtivickelüng. Von diesem Ideal sind wir noch wert entfernt, WÄl nicht psyckplogische Momente, sondern dre sachlich logische MihenfAe des Stoffs und die Anforderung! der Examina meist Ein die AuÄvahl bestimmt. Ter Forderung der Entwick-elungs- ^reue w-ird sckMN die Tatsache- iuir höchst! nnvollkommen gerecht, dast der Besuch der Volksschule sich voni ! 6. bis rum.14. Lebcns- uibre mi erstrecken hat. Einerseits nämlich liegt das 6 Leb«is- rahr noch unter der zu fordernden unteren Grenze des Lchud- Eintritts; anderseits fällt der Sckchlanhritt in cm ^0«!, tnl fosrt die volle Ausnahmefähigkeit noch nicht oder allemaW eben erst erreicht ist. Auch der Unterricht IN den emzelUen Fachern lat nicht den für die entsprechenden Mistigen Funktionen gel- ^•.^,01 Entwickelungshesetzen. Ohne näher darauf elnzugehen. cr- wäbne ich nur daß die 'sogenannten Elementarfäch-er Lerne Ele- -Mntarfächer" sind, daß besonders. in den unteren ÄÜMlklassen vielmehr das bloße Aufnehmen mit -produktiven Tätigkeiten des «»-- «nt. S?undmZa und zu kurze oder seltene Pansen bewirken eme permanente körperliche und geistige Ermüdung, also eme Uebcr- Müdung aus der sich leicht Psychosen entwickeln können; und diese Gefahr ist um so größer, je jünger jms betteffende Individuum! ist. Zwei Ansichten sind es hauptsächlich, die, obwohl mngit wissenschaftlich widerlegt, noch immer sehr häufig die Reihenfochc der Unterrichtsfächer bestimmen: Mali glaubt, ut der ersten Stunde des Vormittags sei das Kind aM frischestwi, und- legt daher das schwerste Fach womöglich an den Beginn bo. Unterrichts, nm tvmnten aber sehr viele Kindei: nicht in völlig ansg^asenan! -Zustande in die Schule und sind deswegen.gerade m der mstew Stunde großen geistigen Anforderungen nicht gewachsen, das schwerste Fach gehört also in die zweite Unterrrchtsstunde. Tas andere, fast noch gefährlichere Vorurteil ist dies, daß körperliche Rnstrenguilg für den Geist eine Erhvlüug bedeute;, aus diesem Jrrtuni her-aus -legt män mit Vorliebe das Turnen ui die Mitte der Unterrichtszeit. Toni gegenüber ist schon lange wissenschaft- kich festgestellt, daß. körperliche Ermüdung Mch. die geistigen Leistinügen erschwert und schädigt; das Turnen gehört also all den Schluß des Unterrichts. , , „ ..... Endlich greift die Jugendkunde aM m die Frage dessiBerhalh- Nisfes der einzelnen Schnlgattnngen zu einander ein. Tie Frage, welchen Beruf jemand ergreift und damit zusammenhängend, also auch die, wvM Art von Schule er besucht, Must von seiner speziellen^ Veranlagung! abhängig gemacht werden. Dies« ist aber mt all- geineinen nicht schon- im> 9. Lebensjahre zu erkennen, und der spatere Nebergang von einer Schulgattung zur anderen ist heute Mel zu sehr erschwert. So -wäre denn zu fordern, da» sich, an die einheitlich von allen Kindern zu besuchende Volksschule erst spat, nach Beendigung- der Pubertät, Spezialschulen — nicht für ine Kinder bemittelter Eltern, sondern für die begabteren an- schließen und ferner, daß die obersten Mässen der Schulen durch weiter« Einführung wahlfreier Fächer universitatsmayiger , ge- fl-altet werden. Eine andere Forderung, die nicht so sehr S- p e z i a l- begabungen wie Grade der allgemeinen Begabung- berücksichtigt, ist die, daß, man dis Kinder, die ihrem Begabungsgrade! nach zusammengehören, auch zu gemeinsamen Klassen gruppiert. Zwischen die gewöhnliche Volksschule und die bereits seit längerer Zeit bestehenden Hilss-schnlen für zurückgebliebene Kinder hat man nenerdsiigs — zuerst in Mannheim —^genannte '^ordErklassm für schwächliche und sitzengMiebene Milder eingeschaltet, istrner hat man — zuerst in Charldttenburg — sogenannt« "Eliteklassen für besonders begabte Schuler geschaffen. Es wäre zu wunschM, daß diese Beispiele eine recht zahlreich!« Nachahmung finden. Ferner aber wäre es wünschenswert, wenn diese Begabnngs-DifierenMq rung in Zukunft nicht einfach nach der Susickle-rstung-, svnrcrn nach einer einwandfreieren Jntelligenz-Prüfungs-Methode vorgenomm en Wir sehen so, wie- eine gründliche Kenntnis- der Jugendkundö als eine Grundlage jeder Art erziehlicher Einwirkung- geforoertz werden wüst. Di« Schulen aber Müssen auch, noch in anderes Rich-ung zeitgemäß sein: die einzelnen Fachwissenschaften durfew fordern? daß die Auswahl der Lehrstoffe- in den entwrechmd^ Unterrichtsfächern auf der Höhe der Zeit steht, imi> daß die Unterrichtsmethoden so gestaltet sind!, daß der formal biluciM Wert der Nnterrichtsgegenstände auch voll ausgenützt wrrd. Wieb Man im Zvdkogre- uiid Botanik-Unterricht den EniwicklungA-- gcdanstn, überhaupt biologische. Gesichtspunkte in d«i Border- arund zu stellen haben; man wird den Unterricht m Physik und Chemie dazu benutzen, den Schüldr an kausales Denken zu Sn' einer zeitgemäßen Schule ist ferner zu verlangen, dast sie den Forderungen des praktischen Lebens gerecht wird, daß. sie liebensgemäß, ist. Hierzu gehört es, daß einerseits nicht Tinge gelehrt werden, die im Leben nicht gebraucht werden, andererseits!, ^ast nicht Stoffe rmberücksichtigt bwibcn, deren Be^rschung tM praktischen Leben erforderlich ist- Jü unfern ^Aulen aber auf die Kenntnis vergangener Kultnrepvchen größerer W^rt gelegt als auf die der Gegenwart. Ist eine stäatsbürgeiltchc ©rjiehnng nicht Wichtgier als ein Unterricht ut Geschichte? ,Hußte nicht wenigstens der geschichtliche Unterricht aus eine „Burgerkuilde zugespitzt werden und damit abschließcn? ferner: warum spielt in unseren Gymnasieii die Kenntnis toter L-pr-ackwn noch Wt die größere Rolle als die lebender? Tast unsere schuledn Fordeh runa, aufs praktische Lebeii vorzuberesten., in keiner Weist gerecht wird, zeigt sich in erschreckender Weise m ihren Aachwirkungem Nach dem Verlassen der Schul« toirb schleunigst der größte Teal des Gelernten wieder vergessen. Offenbar also svird viel zri viel gelehrt. Weniger wäre mehr! Ferner aber ist hier die bereits aN anderer Stelle erhoben« Forderung zu wi-ederhosin: Dm Scknile soll zur Selbsttätigkeit erziehen und anregen. Der ^chuler soll die Schulaufgaben als Aufgaben auffafsen, die er sich zum eigenen Nutzen stlbst stellt und an deren Erfüllung er em perionsicheK Interesse hat. In vorbildlicher Weise snid dwse^ Forderungen zum Deik im Werner-Sicmens°-RealgymnasiuM zu «choneberg- be- «i7s verwirklicht. Auch der gleicW bereits, erwähnte WunM, hem Schüler durch eigene Auswahl der Unterrichtsfächer Gelegum heit zur Selbstbetätigung' zu geben, sindet h,er ferne erneute Bej- gründung. v nv ,* , . . Endlich erheben auch unsere Kulturideale Auspruch' darauf, in -einer zeitgemäß sein wb-llenden Erziehung.berücksichtigt zu LrLn Die Forderung „Kunst im- .Le^n des Kindes" ist lfreilich vielfach übertrieben worden; denn die Kindespsychologie sagt uns, daß in jenen Jähren die Gruiidlagm für «tn «in ästhetisches Ge- uießen noch nicht eigentlich vorhanden jmd. Mehr^Unterstntzung v---rdient dagegen Mi E. die Forderung, ut den Schulen eutut ethischen Unterricht einzufühven. Ein, Kulturideal schemt nur auch die Einheitsschule zu sein, die bereits oben aus my-chologischw« Gründen als -ein erstrebenswertes Ziel hingestellt wurde. Ten manuigsachen Widerständen gegenüber, die sich der Einführung solcher Reformen entgegenstellen, ist es-unsere Aufgabe, Mittel und Wege zu finden, allmählich das-gesamte Erziehungssi und Unterrichtswesen in einem! zeitgemäßen Smne umznMalten. Ti« Krast des Einzelnen reicht hierzu selbstverständlich, nicht aus, und wir begrüßen es daher mit Freude, daist.sim ein „Bund kür Schulresornii" gegründet, hat, der Möglichst cM« an dwsest Fragen Interessierten herauszuziehen bemüht ist. Schule wobt der am schwersten zu reformierende Erziehungsfaktor ist, so ?st diese MfgM in dem MMN des Bundes in den Vordergrund 248 geftaft't; aber tote fein Untertitel „Allgemeiner deutscher BerbatW ptr Erziehungs- und Unterrichtsnteftn'' besagt, will er sich durchaus nicht auf die Reform dieses einen Grzichungsfaftors be- schvänken. Ter Bund wurde im Oktober 1908 gegründet und iit mm nwch iy3 jähriger ftiKer Arbeit zum ersten Male an die breitere Dcffentlichkeft getreten. Bei eirtem von ihn« am 19. Marz rn Berlin veranstalteten Vortragsabend Wurden einer zahlreichen Zu- Hörerschaft die Aüifgaben und Ziele des Bundes klar gelegt Es sprachen: Uriiversftätsvvoftsfor Dr. E. R e u ma v. n (Halle), Anfts- gerichtsrat T-r. Köhne (Berlin), Universitätspoofessor Dr. W. Stern (Breslau), Realgymuasialdirektor Prof. WetekaMp (Schönebergs und JrrenauMÜsdirektor Prof. Dr. Weygandt (Hamburg).' Die Rednerliste und die int geschäftsführenden Ausschuß des Bundes vertretenen Personen zeigen, daß es dem Bundü in der kurzen Zeit seines Bestehens gdämglen ist, die Wrtrütev der verschiedensten Beruft für seine Bestrebungen zu interessieren; and dies darf wohl als günstiges Auspizium für seine Zukunft betrachtet werden. .Ich. habe diesem Aussatze zum größten Steil die in den Borträgen vom 19. Msärz enthaltenen Gedanken zu! Grunde gelegt. Was der Bund will, ist nichts wesentlich jtetteg: fast alle! seiner Teilaufgabeir sind hier und da schon einmal in Angriff genommen wvrdM. Während aber bisher fast jede einzelne Re- formbestrebung zur Gründung eines eigenen Vereines führte, will der Bund alle Sonderinteressen in sich mlsnehmen, das Gegensätzliche mildern, das Gemeinsame betonen uni> so mit vereinten! Kräften das allgemeine Ideal einer zeitgemäßen Anziehung seiner Verwirklichung näher bringen. Besonderen Wert legt er dabei auch auf ein Zusammengehen der Eltern- und Lehrerschaft, d. h. überhaupt aller an der Erziehungsarbeit beteiligten Personen. Dabei will der Bund die Reform bewußt in erster Linie auf die Ergebnisse der Jugendforschung stellen. Bei den Laien, die er- zteherisch tätig sind — Eltern, Vormündern, Waifenräten usw. — Will er durch Vorträge, Kongresse, insbesondere aber durchs die Herausgabe billiger populärer Schriften in weitesten Kreisen auf- klürend Witten; er wird sich auch an! der Herausgabe der Zeitschrift für JngendwoWahrt, Jugendbildung und Jugendkunde „Ter SäeMann" (Verlag von B. G. Teubner, Leipzig-Berlin) beteiligen und sie seinen Mitgliedern zu einem ermäßigten Abonns- mentspreift zugänglich machen. Ter Bund tritt ferner dafür ein, daß die beruflich als Erzieher tätigen Pädagogen (und Richter) eilte gründliche jugendkundliche Vorbildung erhalten. Womöglich auf der Universität, die wenigstens den Seminarlehreril zugänglich gemacht werden sollte. (Eine besondere Kommission des Bundes beschäftigt sich Mit der Frage der Lehrerbildung.) Um ftstzu- stÄlen, was bisher durch Zeitschriften, Vorlesungen, Vereine, Institute und dergleichen für die Jugendku.nde geschieht, beabsichtigt die Kommission für Jugendkunde i Herausgabe eines Handbuches für Jugendkunde. Ter erzieherisch tätige Laie muß auch mit den Kulturidvaten erfüllt Werden, die wir in «die Heranwachsende Generation gefegt zu wissen wünschen. So hat die Hamburger Ortsgruppe des Bundes eine Arbeitsgruppe für Heimatkunde gebildet, die soeben eine für diesen Zweck bestimmte Keine Schrift „Fragen an die Heimat" herausgegeben hat. Zu den Aufgaben des Bundes wird es gehören müssen, dis psychologischen Resultate zu beschaffen und zu sichern, die einer Erziehungsreftrm zu Grunde zu fegen sind. Taher wird in ibeti Kommission für Jugendkunde die Errichtung eines Institutes für Jugendkuude erwogen, zu dessen Aufgaben unter vielen anderen die gehören würde, Jntelligenzprüftmgsmethoden zu finden, aus Grund derer die Einteilung der Schulkinder in Gifte-, Normal-, Förder- und Hilfsklassen zu erfolgen hätte. Nun ist freilich vom psychvl'ogisckMr Ergebnis noch immer ein weiter Weg zur Umsetzung dieses Resultates in die Praxis. Bevor der Bund also die allgemeine Einführung einer Reform befürworten kann, Werden zunächst praktische Versuche über ihren Wert veranstaltet Werden müssen. Um hierzu Gelegenheit zu haben, tritt er für „Versuchsschulen" ein. Eine Kommission für Versuchs- schufen ist soeben mit der Herstellung einer Tenkschrift beschäftigt, die demnächst den maßgebenden Behörden zugehen soll. Bon den Forderungen der Fachwissenschaften beschäftigt sich der Bund gegenwärtig mit denjenigen der Mathematik und der Naturwissenschaften. Eine Kommission für die Reform des mathe- NMtischen und naturwissenschaftlichen Unterrichts, die mit dem von der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Aerzte eingesetzten Deutschen Ausschuß für mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht zusammen arbeitet, bemüht sich gegenwärtig durch eine Umfrage an sämtliche Seminare, Mfttelschufen und Volksschulen Deutschlands die Grundlagen für eveiftuelte Reformvorschläge' zu beschaffen. , So ist die Tätigkeit des „Bundes für Schulreform" trotz seiner JNgend eine bereits sehr mannigsialtige. Aber um( gedeihlich Weiter arbeiten, um seine weitgesteckten Ziele der Verwirklichung! Näherbringen zu können, bedarf es der Unterstützung und Mit- ärbeit Weitester Kreise unseres Bolles'. Ten bisher bestehenden! -Ortsgruppen in Hamburg (Vorsitzender des Bundes Prof. Dr. Gordsen) und Groß-Berlin (Vorsitzender der Ortsgruppe Dr. Otto LiWtann) fioHten sich bald in allen anderen großen Städten Döuhsch- lands Weitete Ortsgruppen zugeselfeü. Bei der Wichtigkeit der Sache wird dieser Appell au den idealen Sinn aller Deutschen hoffentlich nicht nngÄMt verhalfen! Vermachtes. * Das Eldorado der Süßigkeiten. Kürzlich Ward in einer französischen Revue behauptet, man sähe niemals eine Amerikanerin ihre Einkäufe besorgen, ohne daß sie dabei eine Tüte voll „sweeties" in der Hand halte. Denn bas „American girl" Wisse unglaubliche Mengen Süßigkeiten zu vertilgen und halte von früh bis abends, von Neujahr bis Silvester, immer irgend ein Gntschen im lieblichen Munde. Das mag allerdings recht wohl möglich fein, seit in Amerika der „Kaugummi" so beliebt geworden ist. Dieser „chewing-gum", auch „chicle" genannt, Wird aus dem Safte des in Zentralamerika einheimischen Zapote-Baumes (Achras Sapoia) hergestellt Und ist allerdings eine Art „nnabnntzbares" Zuckerchen, das inan stnndenlang im Munde behalten kann. Daß aber auch in den vorhergehenden Behauptungen von dem ungeheuren Süßigkeitenverbraiuch der Amerikaner nicht viel Uebertreibnng steckt, geht aus einigen statistischen Zahlen hervor, die das „Technical World Magazine" soeben veröffentlicht. Diese süßen Ziffern .verraten nämlich, daß die Vereinigten Staaten in der Tat, Erstaunliches leisten. Das Steigen die-es Verbrauchs im Laufe der letzten Jahrzehnte steht in reinem Verhältnis zu der Zunahme der Bevölkerung. Während man im.Jahre 1850 nur für 3 040 671 Dollars verbrauchte, sollte sich diese Ziffer im Laufs der nächsten zwanzig Jahre schon verfünffachen, Im Jahr« 1880 betrug die für Zucker werk verausgabt« Summe bereits 33 714 770 Dollars, im Jahre 1905 schon 87 087 253 Doll, und 1907 gar 101578 000 Doll. Dabei darf man nicht vergessen, daß für die Statistik nur die im Fabrikbetrieb hergeftollte War« in Betracht kam. Man nimmt an, daß die obigen Ziffern eine nicht unbeträchte liche Erhöhung erfahren würden, wenn man alles das mit einberechnen tonnte, was die Besitzer kleiner Läden selbst Herstellen und verkaufen. Der Statistik nach kommen auf den Kopf der Bevölkerung der Bereinigten Staaten jährlich 4 Pfund Naschwerk. In Wirklichkeit dürften es mehr ein. Süßigkeiten, auch die feineren, sind in Amerika nicht euer. Der Fabrikant kann es zu sehr mäßigem Preise geben, denn Zucker, Mandeln, Schokolade u[to. kommen ihn selber ,ft>hr billig zu stehen. Außerdem stellen ihm ferne Maschinen riesige Mengen von Ware in kürzester Zeit fertig- In einer einzigen Stunde werden z. B. von einem Apparat 150 Kilo „Fondants" geformt. Maillard, ein .eirtzgewawi Werter Franzose, wurde aus diesem Wege 65facher Millionär. Uebrigens war es die von ihm' gegründete Airmas, die auf die Weltausstellung von Chicago zwei riesige Schokoladenfiguren sandte. Die eine Statue stellte Columbus dar und wog 800 Kilo. Die andere — Venus von Milo — war 100 Kilo leichter. Zu der allzu großen Hitzq begann diese Göttin der Liebe zu schmelzen. Nach Aus^ besserung des Schadens setzte man ihr deshalb einen elektrischen Ventilator, der Abmhlung halber, zu Füßen. * I m Kinematographen-Theater. „Sie, sag'n S' amal, Herr Nachbars i bin jetzt scho seft heut früh da und hab's schon siebenmal g'sehg'n, wann berf ma denn eigentlich wieder 'naus?" ___________ vücherttfch. — A. Theinert, „Hinaus!" Bunte Bilder für Freunde der freien Natur (Lahr, Baden, Moritz Schauenburg). Hinans- zuwandern ist zwar eine gern geübte Gewohnheit unseres Volkes, Aber führerlos gehen die meisten an tausend Merkwürdigkeilen achtlos vorüber, die dem Sehenden willkommene Gelegenheit zu immer neuen Beobachtungen bieten. Ein Leitfaden ist dies Buch, das in anmutiger Form und lecchr unterhaltendem Tone geschrien ben ist, ' Bersteck-Rätfel. Man suche ein Sprichwort, dessen einzelne Silben in Solgenbeit Wörtern versteckt sind, wie die Silbe „an" in „Wanderer". Rheinland — Sauerteig — Gigerlstock — Schwalbennest -- Augustus Nibelungenlied — Zigarrenkiste — Unbesonnenheit — Serbien — Halstragen — Zweibrücken — Fremdherrschaft — Redefreiheit. Auslösung in nächster Nummer. Auflösung der Altägyptischen Hieroglyphen in vor. Nunttuer: Es irrt der Mensch, s o lang er st r e b t. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch, und Steindruckerei. R. Lange, Gießen-