AultchsltuuMM M lKirßemrAiyeiger ((Stntml-^yigtr). 8ZZ SwfejgESgj rM?.»i>;2£.4 1910 — Ur. G teit Perser mit Tierfiguren und Wolkenband nahm er aus dem Vorzimmer und lauschte ihn um gegen euren anderen, der in Ludwigs Zimmer tag. — Herr von Droesigl, die beiden stehen im Wert wir tausend zu eins. Nun schien er zufrieden, lief noch einmal durch alle Räume und schwärmte wieder von den Tapisserien, dre bald in Wien ankommen würden, immer noch, als ser er bei der Arbeit, in Hemdärmeln, den Zylinder auf dem Kopf. Als sie in den großen Saal traten, verschwand eben die letzte Leiter. Der Hofrat schob die schönen Sessel der Zeit an die Wände zurück, zog den Ueberrock an, setzte den Zylinder ab und deutete mit strahlendem Gesicht ttt ote Runde. Der Saal war in der Tat völlig verändert, Agathe sagte ein paar Worte des Dankes, der Hofrat aber zog die Uhr: — Jesses, schon sechs? Er küßte schnell Agathe die Hand und kehrte nur noch einmal um, Ludwig zu empfehlen, die Bilder vielleicht ab« reiben zu lassen, nur flüchtig, sie seien ja sonst in gutem Zustande. Dann war er verschwunden, und das Ehepaar stand allein. Schon seit einer Viertelstunde führen in ununterbrochener Reihe die Wagen zu.dem doppelten Käryatiden-Portal auf der einen Seite hinein, auf der anderen hinaus. Auf der Wilhelm,straße stand die.gaffende Menge. Sie.sah nichts bei den angelanfenen Scheiben der Wagen und da tief drin im Ehrenhof unter dem Baldachin aus gestiegen wurde, aber sie wankte und wich nicht. Rechts am kleinen Gittertor stand ein Portier in der einfachen, schwarzen Droesiglschen Livree, nur mit einem Seidenstreifen 'an der Mütze. Er grüßte jedesmal, wenn ein Gast zu Fuß den Gang von Sandstcinplatten betrat, der' zum Nebeneingang führte. , Ein paar Offiziere blieben, da die Wagen zu dicht hinter einander sichren, in der Nähe des Schutzmannes, der den Menschenstrom regelte, stehen. Der eine, etwas stark, mrt Doppelkinn, den Helm ans dem Kopf, hatte seinen Arm tit den eines größeren, hageren in.Mütze gesteckt. Er sagte leise- — Du stehst dir sehr.im Licht, daß du nicht mitkommst! So was erlebt man nicht so leicht wieder. Ich war mal auf einem tont, wo die Patti sang! Aber sie war schort etwas über die Jahre. Und zwanzigtausend Mark zahlen, nur um homo sweet Home zu hören? Der Hagere lachte: — Und du fällst trotzdem drauf mit? — Keine Spur! Das wollte ich dir ja eben sagen. Damals war's nur die eine Patti! Heute Ms ein Dutzend Künstler! Was das kosten mag? Und dann soll der Ball besondere Ueberrafchungen bringen! Und das Dmer. bist wirklich aijt komischer Kerl! Droesigl. Noman von Georg Frei Herrn von Omptedat (Nachdruck verboten.) tFortjeöung.) Die Riesengemälde wurden eben die Treppe herauf- tzebracht. Es schien zuerst zweifelhaft, ob sie durch die Tür könnten, aber nachdem die Flügel ausgehängt worden, sand es sich, daß es, die Stirnseite voran, ging, wenn auch so knapp, daß Agathe immerfort ängstlich rief: — Aufpassen! Aufpassen! Große Trittleitern standen schon da. Während es nervös durcheinander klang: „Weiter rechts! Höher! Festhalten! Festhalten!" war der Hofrat eingetreten. Er ging sofort zur Frau des Hauses: — Gräfin, i weiß wirklich nicht, wie i danken soll. Wenn t gewußt hätt, daß wir die Tapisserie bekommen 1 outen, hätt i gar net davon erzählt. Da ist meine Reiseziel umsonst g'wesen. I werd's zu rühmen wissen daheim. Der Minister interessiert sich g'rad besonders für unser Künstgewerbe- tnnseum. , Der Hofrat übernahm jetzt von selbst das Aufhangen der Bilder. Den Zylinder mit steifen, geraden Krempen, tm Nacken, warf er im Eifer fernen Gehrock ab und half ut Hemdärmeln ein Bild seitwärts schieben, das ihm noch nicht die richtige Entfernung von dem nächsten zu haben scyteu. Er herrschte die Tapezierer an: — Sie mit dem Metermaß gehen S'stoeg. . Augenmaß Muß man haben. Da braucht's nur a Leisten, die schief sitzt oder an Sims, der hängt, und die ganze Messerei hilft nix. Mehr rechts. Das da links hängt ja vüll z' tief. Dret Finger muß 's höher hinauf. Jr, ja, drei dicke Finger. Er zog Ludwig in eine Ecke und flüsterte mit ihm, wayrend das Hämmern und Arbeiten klang. Er ließ sich, wie er sagte, zu offiziellem Dank noch einmal genau Herrn Droe- sigls Namen und Adresse geben. Dann bestimmte er, ai§ sei er Herr int Hause, die beiden kleinen Rubens sollten augenblicklich fort: ' • . ., —■ Nix verloren daran! Dä hat mancher andere mit-- geholfen, wenn überhaupt der Rubens dabei g'wesen ist! Daun ging er mit dem Ehepaar noch einmal durch die anderen Säle, als wolle er sich erkenntlich erweisen für das fürstliche Geschenk. Bei einem gotischen Neligutenschretn blieb er stehen, setzte seinen Zwicker iauf, zog eine Lupe hervor, drehte das Ding um und um und sagte nur mit feinem Lächeln: — Herr von Droesigl, das tat i net heilste t len. Ludwig gehorchte stumm. Der Hofrat riet, von drüben etwas zu holen, das besser her paßte. Er hatte alles im Kopf. Auf einen italienischen Büsteuständer von vterzehn- hunoert wollte er eine Bronze gestellt haben, die bisher einen Kamin geschmückt. Einen langgestreckten. dichtgeweb- Montag den 2\. März /X 178 — Ter andere zuckte die Achseln: '— Imponieren tut mir das nicht. Ich mache den Tanz ums goldene Kalb nicht mit. Es mögen sehr nette Leute sein, aber mich reizt das wirklich nicht. Ta in diesem Augenblick eilte Lücke in der Wagenreihe entstand, drückten die beiden sich die Hand, und der Große schritt dem Eingang zu, wo der Portier stand. Der Offizier in Mütze aber grüßte sich init einem Kameraden. Sie wollten zuerst aneinander vorüber, dann blieben sie stehen: — Na, Herr von Rebbin, Sie inachen wohl auch nicht Der Angesprochene schüttelte den Kopf und dämpfte seine Stimme, denn neben ihnen lauschten ein paar Gaffer: — Ich gehe, wenn Majestät befiehlt, auf den Hofball, aber bei irgend einem reichen Kiwpp mich satt fressen? Das alles kostet auch zu viel: Uniform, .Handschuhe, Lack- stiebel, ne notwendige Droschke. Kämmen Sie nicht mal zum Essen? Wir haben ein ganz anständiges Lokal auf der Lützowstraße. Behrendt. Da essen toir alle zusammen. Eins Mark fünfzig mittags. Der Herr von Rebbin Angeredete grüßte besonders iartig einen mittelgroßen Herrn in grauem Bart, der, einen runden Hut auf dem Kvpf, unter der Menge stand und lächelnd zum Palais Droesigl hinüberblickte. Der andere fragte: — Wer ist denn das? — Der Herzog von Käschän. Der Herzog hob sich ab und zu auf den Zehen, die Häude in den Taschen seines Pelzes vergraben. Graf Rs- guier wollte eben den Fahrdamm überschreiten, da erkannte er den Herzog und blieb stehen: — Sie sehen sich wohl erst die Geschichte von außen au, Durchlaucht? — Gewiß, unser altes Haus in neuer Fassung! Er gewahrte des Gesandten Frack: )— Ah, Sie sind wohl eingeladen? i— Sie nicht? i— Was habe ich mit den Seilten zu tun? Na, sie haben Ihnen doch den Palazzo um' einen schönen Preis abgekauft. — Dazu braucht man doch keine gesellschaftlichen Beziehungen. Wenn ich jemand ein Pferd verkaufe, macht er doch deswegen meiner Frau noch keinen Besuch. — Ach, Droesigl hat der Fürstin keinen Besuch gemacht? >— Nein, ich würde mich auch gewundert haben, wenn Itt es getan hätte. Was geht mich Herr Droesigl au? Ich habe gar nichts gegen ihn, würde auch ruhig hingehen, wenn ich glaubte, einen geistigen Gewinn daraus zu ziehen. Aber wir haben unseren bestimmten Kreis und eine so große Verwandtschaft! Ach du lieber Gott! Und dann wissen Sie, Exzellenz, ich könnte heute gar nicht mal. Ich Habs meinen Bierabend im Tunnel! Graf Regnier blickte ihn von der Seite an: — Bierabend im Tunnel? Wen treffen Sie denn da? — Wir sind immer ein paar Herren. Mein Freund Geheimrat Meyer. — Wer iist denn das? — Der Volkswirtschaftler. Dann ein Museumsdirektor, dann Geheimrat Biese von der Schatullverwaltung, der wegen des Schach, dann Oberregisseur Bank. Von dem habe ich auf der Schule immer die Mathematik abgeschrieben, er kriegte dafür mein Griechisch. Das sind doch wertvolle, alte Beziehungen. Aber nun gehen Sie mal hinein zu Ihrem Völkerfest. Ich wollte bloß sehen, wie das alte Dach sich macht, wenn's so großartig erleuchtet ist. Man hat doch ein Interesse daran, wir haben dort drin manches erlebt. Und er erzählte von seinem Verkehr im Tunnel, der ihm vielleicht mehr Freude machte als die Unterhaltung mit Rittern des schwarzen Adlerordens, mit jener Selbstverständlichkeit des großen Herrn, der auch mit Oberregisseuren und Meyern verkehren kann, da er morgen ebensogut bei einem König speist, Immer noch drängte sich Wagen nach Wagen. Die Kette schien kein Ende zu nehmen. Und immer entschlüpften den dunklen Kästen schwarze, graue, braune, rote, gelbe, blau« Raupen, die sich in dem hohen, ganz in Weiß gehaltenen Treppenhause unter den Händen der Diener und Mädchen, zu schillernden Faltern und 'Schmetterlingen entpuppten. Dann flutete der Strom der Gäste unablässig die breite Marmorstiege hinauf, in deren Mitte ein von einem Puttenreigen umgebener riesiger Bronze-K'an delaber sich erhob, der sein Licht auf die großen Wandgemälde des Treppenhauses! warf. In langer Reihe stand auf den Stufen die Droesigl- sche Dienerschaft in schwarzen Seidenstrümpfen, schwarzen Kniehosen, schwarzem Frack mit unscheinbaren schwarzen Knöpfen. Arn Eingang warteten Ludwig und Agathe, die Gäste zu begrüßen. Sie wußte manchmal gar nicht, wer es sei, wenn sie ihren Mann dann fragend ansah, flüsterte er es ihr schnell noch zu. Manche der Damen begleitete er ein paar Schritte in das erste Zimmer und brachte es fertig, trotzdem noch zur rechten Zeit zurück zu sein, wenn eine noch vornehmere kam, der er den Arm reichte, um sie bis in den in Blau und Gold gehaltenen zweiten Saal zu geleiten. Dabei fand er Gelegenheit, schnell vorzustellen, so daß die Dame und ihr Gemahl nicht allein standen. Wenn aber1 Ludwig wirklich den Namen eines jungen Herren zum Beispiel nicht wußte, sagte er mit liebenswürdiger Offenheit: — Verzeihen Sie, bei den vielen hundert Menschen ist es nicht möglich . . . Darf ich mich bekannt machen? Droesigl. ; Den Müttern sagte er über die jungen Mädchen jedesmal eine Artigkeit. Und, wenn er eine doch nicht gleich erkannt, flüsterte er ihrem Vater zu: — Ich bitte um Verzeihung, das gnädige Fräulein sieht heute so reizend aus, daß ich im ersten Augenblick . . . Aus den nächsten Sälen klang Musik. Ueberall waren die Möbel an die Wände gerückt. Die Flucht der Räume, in einem langgestreckten Flügel bis tief in den Park reichend, schloß mit einem riesigen Gartensaale, in dem getanzt und gegessen werden sollte. Nur für heute mit Heizung versehen, wurde er sonst lediglich im Sommer benutzt. Hohe Fensterscheiben konnte inan versenken und dann noch größere Marquisen davor herablassen, so daß die Sonne nicht blendete und man nur die grünen Rasenflächen sah, die sich nach der Königgrätzerstraße in der Ferne verloren. Der große Saal mit den Rubensbildern sollte dem Konzert Vorbehalten bleiben. Als die Gäste anfingen spärlicher zu kommen, verließ das Ehepaar seinen Posten am Eingang. Run ging Agathe von einer Gruppe zur andern von Valy unterstützt, die durch die Räume rauschte, immer einen anderen Herrn zur Seite oder eine neue Dame, denn das war ihr gleich. Im Gegensatz zu ihr blieb Agathe dort, wo sie gerade im Gespräch war, sich scheinbar um nichts kümmernd, als sei sie nicht die Hausfrau, sondern selbst ein Gast. Gerade dadurch wurde sie ihren Pflichten doppelt gerecht. Alle bewunderten diese Ruhe, alle sagten, sie habe etwas so Vornehmes, und dann hieß es wieder: — Eine geborene Gräfin Kölln. Jemand wußte noch hinzuzufügen, Prinzessin Hohengart sei ihre Schwester. Ein anderer behauptete, nein, die Fürstin, denn Fürst und Fürstin Hohengart waren gleichfalls da. Valy wußte, daß sie Agathe damit einen Gefallen tat, so hatte sie ihre Schwägerin darum gebeten. Der Fürst wollte vom Hausherrn die 'Kunstschätze gezeigt haben, und Ludwig, der immerfort Menschen vorüberkommen sah, mit denen er noch nicht gesprochen, tat es etwas zerstreut. Aber als er den Minister von weitem allein stehen sah, schien ihm der, doch wichtiger, und er sagte plötzlich: — Durchlaucht, Pardon . . . gestatten Sie . . . '— Bitte, bitte. Als er zurückkehrte, war der Fürst zu seinem Schreck verschwunden. Er ging durch die Säle mit Staatssekretär von Gloeven, der die Kunst im Lande unter sich hatte. Der Staatssekretär ließ seine Augen umherwandern, und die beiden Herren blieben ab und zu stehen und sprachen über die Zeit, aus der dieses und jenes stamme. Dann kamen Damen, von denen Herr von Gloeven, ein auffallend schöner Mann, immer umringt war. Er hatte einen Augenaufschlag, den sie alle liebten, und nie wurde er müde, die törichten ober wißbegierigen Fragen zu beantworten. (Fortsetzung folgt.) — 179 Die Festung im modernen Kriege. i w ° 1 3 I wesentliche Verschiedenheit zwöichen Feld-- und Festungskrieg. W Hat eine Zeit gegeben, in der MM annehmen Kt töuN'eM I Selbstredend sind die allgemeinen KaMPslgrunMtzr die gleichen! tzkaiubte, daß manche Reste einer «««Mich veralteten Kriegs!- 1 für Leche Arten des Krieges, die Anwendung dieser Grundsätze führung vvr den Errnng-Mschasten der Modernen Technik der- I jedoch ändert sich nach den Kam'pfbedingungen. fchtpindeir würden. Tie Festungen beispielsweise schienen jenen! I Eine ständige Landesbefestigung besitzt weitestgehende Bedeu- Ueberbleibseln der alten Zeit anzugehören, mit denen die fort? I tung für die große KriegMHruug, und! kann bei zweckinäßigev schireitende Entwicklung der HviegSwissMschaften gründlich auf- I Anlage und Benutzung ein wertvolles', ja, ein unentbehrliches xäumen würde. Aber die Erfahrung hat gelehrt, daß,'die Kriegs'- I Hilfsmittel der Landesverteidigung werden.^ Trotzdem gibt es führung in weiten Bogen in mancher Hinsicht wieder auf Ge- I ,Wch- genug Stimmen, dis von ständigen Festungen nichts wissen Wogenheiten und EinrichtunKn vergangener Epochen zurückgreist I mit» die Landesverteidigung lediglich der Feldarmee übergebens ^md sie, allerdings in moderner Umwandlung', eben in'd en Dienst I sollen. Es lassen sich in der Dal g ewichtige Bedenken gegen der Kriegswissenschaften stellt. Tie Deckung des Kämpfers mit | eine ständige Landesbefestigung erheben und mit Gründen belegen, dem! Schilde taucht wieder gerade in unserer Zeit ans, der zielende ! Tie wichtigste Beweiskraft in Mer Hinsicht haben jene Grunds Md feuernde BediemMgs'mann des Geschützes sichert sich durch I sätze, die da aussprechen, daß die Vernichtung der feindlichen Streit-, einen Schild Vvr der feindlichen Gegenwirkung, und- auch das I ftäfte nur durch rücksichtslose Offensive in Feindesland selbst zu teuerste Rüstzeug des Krieges, die Festungen, sind nicht nur erreichen ist. So wahr dies ist, so unbestreitbar bleibt es jedochs Nicht verschwunden, sondern erlangen gerade in unserer Zeit der | daß, die Heeresleitung keines Staates, und fei er auch im Besitz, Wassenheere ihre erhöhte Bedeutung als Sammelpimkte großer I der stärksten und kriegsbereitesten Feldarmee, das Gelingen der Armeen und als Stiitzpunft der Landesverteidigung. Und wie I strategischen Ofseirsive verbürgen kann. Unsere Letzten Kriege sind sie als Hilfsmittel der Verteidigung geilten, so auch 'als Basis j allerdings glückliche Offensivkriege gewesen. Aber wer wollte filr die Offensive großen Stils. , ' t I bei aller Anerkennung der Tüchtigkeit unseres Volkes in Was,en! «x. e w» TrüpvenftiArung so I leugnen, daß uns das Kriegsglück und die Gunst besonderer Ve-r- ^^tttätte^^Ei^i^d^nch wtniffe auch zu Hilfe gekommen sind? Wird dies in Zukunft auch £ Ltuna?, rn7d S Möglichkeit, solche der Fall sein, nachdem die Schwierigkeiten einer strategt.cheH nnt Sefl^gen wti' des aw-eckm-äßigen Ver- Offensive durch die wetteifernden Kriegsrüstungen der ltzws-machte, Aufgaben überlKupt zu löen,die.Wahl ,^ÄnM der Lü- dmch den Ausbau der Landesbefestigungen und durch das ift denn Le Technik eftt treten der Massenheere sich erheblich gesteigert haben? Und ob stnngsfahrg^tt der TechMk ab, l ' überhrnipt zur schließlich beim Fehlen einer ständigen Landesbefestrgung das Geld ^entbehrliches Hilfsmittel der Trapcknfuhrung umMiupt zur ) andernfalls' beanspruchen würde, berj fere^tg t-r« Me. Welch« Hutung Festungen M ^ich zugute kommen würde, bleibt noch sehr die Amgschef^m^Königl ^^7n"K7ie"gs/ühr"^ng^^r" ÄÄ1 ■»*= •« ; ■=•£* HftE iwsssassÄ« istiKg^chen bM^ftt und er . • ^orberei- entziehen, oder günstiger« Lagen zu erfolgreichen Schlägen ans- zwar derart, daß jede Befestigung zunächst ganz unabhanglg von I entsprechend zu erhalten. Es ist dies nicht unbegründet, aber ihrer SMswerteidigung- «ne^Emte d-S sXriegel, jede beftonmte» 8W erfuttm b lebt bewafsnung, die Einführung neuer Artilleristischer Mittel z. Bk aus einzelnen selbständigen Festungen und ^kesngnngen oeneyr, i mtb veraltet auch rasch. Hat man einmal! setzt sich auch jede Ortsbefestigung Miedern und s ^Ld^befestigung als unentbehrliches Hilfsmittel in schwieriger, Elementen zusammen denen zuM Zweck der ^Ee^digung ^>^gL er annt, so dürfen auch die Kosten nicht gescheut d-. O-.-«-»»- I**»»*«« S'sSwÄS H«* S.6.8. engsten Zusammenhange mit dem Begrifr ver ^eioiroerieivignng i ____________ bei Befestigungen sicht der Begriff der Sturmfreiheit. Von I .. . „ sprachkundiger ' Seite wird behauptet, di« deutsche Sprache sei I DlC UtOÖC iM Reich ÖCt Mitte. die -einzige, welche diesen Begriff in einem Worte anszudrucken I Vergnügliche und seltsame Bilder von der Kleidung de« vermöge. Aber ohne näher« Erläuterung' ist nut diesem Worte als I Chinesen entwirft der feine Kenner Chinas Louis de Cantilly tirt allgemeiner Bezeichnung nicht Piel anzufangen. Diese Bezeich- I M Blas'". Eine eigentliche Mode kennen die bezopften Himmels- HZÄ KeÄ,.TM$ * imwwt;i» SÄ ZL A«, A S’tÄwÄÄ Ä fi **« s KÄ"* Tragfähigkeit und Wirkungskraft der modernen Belagerung^- Dketteste Tai-Tai oder Lebedame nicht wagen, die Gewänder geschutz-e das Ideal einer Befestigung. Tas Endziel der Ver- a^lttegm, die schon die Zeitgenossen des Konsutse trugen. Auch teidiauna einer Festung nun kann man erblicken in einer großt- ^e Tracht der Reichsten unterscheidet sich von der der Armen mir Möglichen Verlängerung des Widerstandes, ebenso im Zeitgewirm | vurch die Kostbarkeit der Stoffe. EbeMvwenig hat die- Witterung und in einer siegreichen Abwehr des Angriffs. Je nachdem die I einen Einfluß auf den.'SM^ntt und die Form der Kostüme, btäin Ä JteTe 'ZÄ’-m «M W M--, M JXteÄSS 'S Ä'JKÄ* Verterdigungsbersahren und damit der Festungsbau andern. I j^int bn. warmen Jahreszeit nur den Einfluß aus ihre Er- JN neuerer Zeit ist di« Forderung erhoben worden, für das f^inintg, daß sie unter den Sonnenstrahlen sichtlich znsammei^ Verfahren bei Angriff und Verteidigung von Festungen das Ver- | schrumipfen und plötzlich schlank und schmal -erscheinen, w-ah.cnd Tabren im Feldkrieae als Richtschnur zu nehmen und dementsprechend ! ihnen vorher die Fülle bec Gewänder emeu gehörigen Umst^ Feldstellnng zngrunde zu legen. Ob diese ÄiisckMiung Em ist, I M tragbaren Heizung. Es ist das die „Ho- ob sie durchgeftihrt werden kann, läßt sich so einfach nicht beant- I j-jcit" eine Art Kohlenpfanne, bestehend aus einem Bambus- iuorteit. Auch bei dem Kampf um Festungen treten die Verhalt- ^rbchm, in dem sich ein mit Kohle gefülltes Becken befindet. Nisse des Feldkrieges da in ihre vollen Rechte, to> die Festung! ^ie Söhne des Himmels fühlen sich glücklich m ihrer aus selbst nicht unmittelbar Mitwirken kann, d. h., wo sich -Kampfe attcn Zeiten übervommenmi Tracht und piü-Ln sie 'sufh dnr^ außerhalb der wirksamen Kbiwnenschußweite der Festung abspielen, ans nicht intbcgncm Btekmehr «regt n*e' «g»“® Einen besonderen Charakter jedoch gewimtt der Kamps erst, trenn Mißfallem iitid ruf eine Verach mm^ die Festtmg angegriffen Wick, mit dem Ziel, sie zu nehmen. In 1 vvr, mit dem Mr bet unserer Toilette möglichst an w 180 und gM» krrappe, Mge Sachen trageit. „W ÄÄ ©ie nut eilten Smoking tragen?" fragt dann etttM köpf schüttelind ein ivefr» tichen Einflüssen sonst sehr zugänglicher Mmdarin eilten lungert eleganten KonsnI, und er bleibt bei der veväMlichM AnschMuntwr „Tie Europäer sind wie unsere Kulis: sie arbeiten Tag inti> Nacht, nirt ihre Nahrung z-u gewinnen, und sie tragen nrgef Kacken wie die Knlis!" Ter Höhepunkt der Eleganz rst und blmbt für den Chinesen die Länge der Älermdk, dir titelt über bw .Hände herabfällen. Diese Tracht ehiingt sie zwar, unzählige Male am Tage die Arme rmporzuheben, nut die Hände frei zrt bekommen, eine Bewegung, die jmau besiändig bei ihnen. be- obaä ten kann, aber trotzdem mag sich auch der ärmste Arbeitet, der etwas auf sich hält, dieser Zierde nicht berauben lasten. Tas Gewand des Chinesen hat auch keine Taschen! Für den! Europäer wäre das unerträglich, aber der Sohn des Himmels mackt aus der dtot eine Tugend und benutzt alles als Tasche: seine Schuhe, den Gürtel, in denk sich die vkrschiedenstPrt Gegenr- siände nachbarlich Miteinander vertragen müssen, die Ausschlags der Riesenärmel, wo sich die Opiumpeife mit der zur Nahrung dienenden Reiskugel und denk Kleingsld gesellen jnuB,. Wertvolle Briefe soll man allerdings dem Chinesen nicht anvertrauen!, denn da er keinen bestimmten Aufbewahrungsort dafür hat, steckt er sie irgend wohin, wo sie häufig niemals mehr zum Vorschein! dämmen. Unter dem langen Gewand tat gelt die Kinder der Mitte eine Art Pluderhose, die je nach der Wohlhabenheit des Besitzers! ans Seide oder BaummMe ist und an den MöcheÄr durch Schnür- bänder zusammengehälten wird. Die Chinesen rühmen dieser Hose eine besonders günstige Wirkung auf die Gesundheit nach, während durch unsere über den Schuhen offtätett Beinkleider Wind, Kälte und Staub eindriugen können. Das Gewand der Frauen .unterscheidet sich nur wenig von drM der Männer, aber cs must nach der Anweisung des Gesetzgebers, der dadurch die überlegene Stellung des starken Geschlechts andeuten wollte, kürzer sein und reicht nur bis zu den Knieen. Dies« Bekleidung ist so ungeschickt, datz sie höchstens eine Verschönerung durch die Bnnt- ?rett und Pracht des verwendeten Stoffes! erlaubt. Doch entschädigt ich die Chinesin für die mangelnde Eleganz ihres Kostüms durch den ausgiebigen und sorgfältigen Schmuck, den sie ihrem Gesicht, ihren Haaren und ihrem Teint zu teil werden lästi. Schminke! Das ist das .HauptzuflüchtsMittel, durch das die chinesische Eva ihren Reizen nachchilst und ihre Feinheit beweist. Bon ranzigem! Ocl und Fett bis zu den kostbarsten Wenzen, dem! grellgefärbtesten Puder werden alle Schönheitsmittel verwandt, und Haare und Teint bilden dann Nur eine einzige Farbenmasse, über der sich der seltsame Aufbau des Kopfputzes erhebt. Wendet man sich zuletzt noch der Unterkleidung der Chinesen zrt, so rührt man da an ein sehr dunkles Kapitel. Unterwüsche ist ein fast Völlig' unbekannter Luxus; nur die höchsten Mandarine und Fürstlichkeiten besitzen zwei oder drei Hemden, die sie aber auch nut! alle drei Monate etwa wechseln. Int Winter wäscht man sich in China nicht: kaum ist der erste Frost eingeiveten, so zieht sich der Chinese nicht mehr ans, sondern wickelt sich alle Gewänder, die er besitzt, um den Leib, und da in den kalten! Provinzen des Ostens der Winter oft mehr als sechs Monate dauert, so kannl Man sich von der Untorwäsche eine Borstellnug machen, die auch der reichste Mandarin vom korallenen Knopf an sich trägt. Auch Bettwäsche kennen die Chinesen nicht. Als bei der Eiunahnto tfon Peking die Einrichtung des kaiserlichen Winterpalastes geprüft wurde, sand man auch nicht ein Paar Bettlaken in denj Schlafgemächern. Wie der letzte seiner Untertanen legt sich auch der Beherrscher des himmlischen Reiches ganz angekleidet nieder Und entledigt sich nur des oberen Gewandes) des einzigen, das bei dem Chinesen gut erhalten, ohne Flecken und chstehnlich zrt fern braucht. ______________ Devmi Achtes. * Paletvtmarder — Vandalismus. Jtt einem! Aeitnngsaussatz War einmal die Rebe von der Widersinnigkeit; des Ausdruckes „Paletotmarder". Der Marder sei gar kein Dieb, Wurde da ausgeführt; weder der Steinmarder noch auch der Hausmarder. Wenn sie in den Geflügelstall oder Taubenschlag Eindringen, beißen sie meistens sämtliche Hühner und Tauben tot, sind Mo die fürchterlichsten Mörder, di« es gibt; aber gestohlen, d. h. 'weggeschleppt findet man höchstens ein einziges Stück. So dürfe man also von Rechts Wegen weder von Geld- noch von Bücher- oder gar von Paletotmarder rüden. — Spaßhaft War nun, das in derselben Nummer der Zeitung, in der diese „Ehrenrettung" des Mörders Marder stand, gar zu lesen war, daß die Wagenmarder von Tag zu Tag dreister würden. — Eine ernstlichere Ehrenrettung haben vor einiger Zeit die Vandalen ge- futiteit, die bekanntlich gar nicht „wie Vandalen" gehaust haben. Noch immer aber, so schreibt Elsa Sprengel in der Zeitschrift des Sprachvereins, bezeichnet die Tagespvesse eine Zerstörungslust, welche sich gegen Kunstwerke richtet, als „Vandalismus", obgleich bewiesen ist, daß die Vandalen nicht mehr zerstörten als andere Kriegervölker und keineswegs so viel wie die Franzosen unten Ludwig dem Vierzehntert. Dabei hat gerade eirt Franzose — um 1790 — die Vandalen zuerst in diesen Ruf gebracht, toiti durch Schiller („Dem Vandalen sind sie Stein" in dem Gedicht „Die Antiken zu Paris") iviard diese ungerechte Verdächtigung eines germanischen Stammes leider auch bei uns heimisch. Un- deutsch klingt „Vandalismus" außerdem; Warum sagt man dafür nicht „Kunstfrevel", in Anlehnung an bereits vorhandene verwandte Begriffe wie Baumfrevel, Forst-oder Waldfrevel, Kirchen- srcvel? * Der schiefe Turm von Pisa. Wie dem alten Campanile auf dem Marknsplatz zu Venedig, der ant 14. Juli 1902 unerwartet in sich zusammenstürzte, scheint der Zahn der Zeit jetzt auch dem berühmten schiefen Turm zu Pisa ans Leben gehen Ku wollen. Der .Boden unter den Fundamenten hat .sich gesenkt und zeigt Verschiebungen, und eine Kmnmission von Fachmännern beschäftigt sich mit der Frage, aus welche Weise diesem wunderlichen Baudenkmal zu weiterem Leben verholsen werden kann. Der Streit über die Entstehung der Lotabweichung deI Turmes, die von einigen als eine absichtlich gewollte Bauspielerci bezeichnet wurde, ist dahin entschieden, daß die Neigung zur Senkrechten ursprünglich nicht beabsichtigt war. Im Jahre 1174 hatte der Architekt Bonnanus mit dem Ban begonnen, bei dem znm großen Teile antikes Material benutzt wurde. Als man bis zum dritten Stockwerke des zylindrisch-klotzigen, auf acht Geschosse projektierten Tnrmes gelangt war, trat die unerwartete Senkung des unsicheren Baugrundes ein, ebenso unerwartet kam sie aber auch zum Stillstand, und als man sich vergewissert hatte, daß der Schwerpunkt des Turmes auch unter den veränderten Voraussetzungen noch innerhalb des Kreises der Turmbasis liegen werde, wagte man sich kühn an die Errichtung der nachfolgenden fünf Stockwerke, deren oberstes mit seiner Spitze um nicht weniger als 4,3 Meter überhängt. Wenn der Turm heute ohne wesentliche Beschädigungen ein Alter von mehr als 700 Jahren erreicht hat, so verdankt er dies neben seiner schon .erwähnten eigenartigen Schwerpunktslage einerseits der eine hohe Festigkeit gewährenden Rundung der marmornen UmfasmngSmauern, die in sich Wie der geschwungene Bogen einer steinernen Brücke wirken, andererfeits aber auch dem Architektenkniff, daß auf der der überhängenden Seite entgegengesetzten Seite größere und schwerere Massen eingebaut wurden, die das Uebergewicht wieder ausbalanci-eren itnb ähnlich wirken wie der Schwerpunkt eines! Stehanfgläschens. Nichtsdestoweniger beobachtet man schon seit langen Jahren die Vorsicht, nur drei Personen zu gleicher Zeit zur Besteigung zuzulasscn. Weit bedenklicher als das Gewicht so Weniger Menschen ist dasjenige des im obersten Umgang in dessen Bogen hängenden Geläutes, pon dem allein die Assuntaglocke 10 000 Pifaner Pfund Wiegt. Auch sie ist allerdings vorsichtigerweise auf der der Neigung entgegengesetzten Seite aufgehängt. * Er: „Wenn ich alle meine schlechten Angewohnheiten anf-- gäbe, würdest du mich dann heiraten?" — Sie: „Aber dann würde ich dich ja gar nicht wiedererkennen, mein Junge, und du kannst doch nicht erwarten, daß ich einen völlig Unbekannten! heirate." * Ans der Schul e. Lehrer (beim Versuch, den Kindern an einem Beispiele den Begriff „Pflichtgefühl und Pslichtoer- gesseicheit" beizubringen): „Wenn dein Vater regelmäßig Punkt 8 Uhr ins Bureau kommt, was hat er dann?" — Karl (Be- amterstohn): „Pflichtgefühl." — Lehrer: „Wenn er aber er ft um 9 Uhr kommt?" — Karl: „Dann hat er ’n Kater." viichertisch. — Einanuel Kant. Von Privatdozent Dr. E. von Aster. Mit einem Porträt. 136 S. (Wissenschaft und Bildung, Bd. 80.) Verlag von Quelle u. Meyer in Leipzig. Es verdient Anerkennung, wie der Verfasser es verstanden hat, in die beherrschenden Probleme und in den inneren Gedankenzusammenhang der Knutschen Philosophie hineinzuversetzen und so zu einem erfolgreichem Studium der Hauptwerke anzuleiten. In 4 Abschnitten! werden Kants Kritik der reinen Vernunft, seine Ethik, Religions- philosophie, Aesthetik und Theologie behandelt. Kapselrätsel. Guttapercha — Junggeselle — Nachtmütze — Schwitzbad — Leithammel — Kammerzoie — Bockbierbrauerei — Treibjagd — Kinderstube — Neifedecke — Rangliste — Sternenhimmel. Aus dem ersten und dem letzten der vorstehenden Wörter sind je drei, aus jedem der übrigen Wörter zwei zusammenhängende Buchstaben zu eirtnehmen, so daß sich daraus ein Sprichwort ergibt. Auslösung in nächster Nummerst Auflösung des magischen Dreiecks in voriger Nlimmcr! E R N 8 T REIS NIL 8 S T Redaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brtthl'fchen Universitäts-Buch» und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.