Ilf LLL t i« chM ?» WM S^Sshifc »MM »o? ggSrÄiia-Si" rZM«^E^ •!!••',', * 19J0 — Nr. 29 Montag den 2\. ßebruar MenekMuilier,^ N AnlerhaldikgsblM M lEießmerAnzeiAer iGmemkAilzeigers Droesigl. Moman von Georg Freiherrn von Ompted«. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) An der Ecke -er Behrenstraße traf er tvieder einen Bekannten: einen großen Herrn im Zylinder mit weißem, spitzgeschnittenem Vollbart, das hinter den Ohren lang gehaltene weiße £aar nach vorn über die Ohrmuschel gebürstet. — Na, Regnier, wieder mal mobil ? — O, ich habe höllisch git tun ! Der Große ging langsam und klopfte Graf Regnier auf die Schulter: — Anders kenne ich dich ja gar nicht. Das hattest du in Tokio auch.: Und in Rio warst du ja immer in der Luft.- Was ist denn wieder los? — Ich muß doch meinen Sohn verheiraten. Der alte Herr meckerte: ।— Na, das macht er doch und nicht du. — Leider, ich heiratete gern noch mal. Graf Regnier erzählte von der anstrengenden Tätigkeit, die er jetzt wegen des Hochzeitsdiners zu entfalten hätte. Den Pastor zu besorgen überlasse er seiner Fran.. Graf Ehrburg, bis vor kurzem Botschafter, aber nach einem Schlaganfall zurückgetreten, blieb abermals stehen. Seit der Erkrankung versagte sein Gedächtnis. Obgleich er die Verlobung des jungen Regnier mit Gräfin Pauline Kölln gelesen, erinnerte er sich dessen nicht mehr. Er verwechselte sie mit Agathe: — Aber die ist doch längst verheiratet! i-— Na, wenn sie in acht Tagen heiraten soll! Der Botschafter, den es quälte, daß er den Zusammenhang nicht fand, wurde immer röter: — Sie hat doch einen Menschen geheiratet, wie heißt er denn, der Kerl? Graf Regnier unterbrach ihn: — Die andere, Aga. Die hat einen Herrn Ludwig Droesigl geheiratet, hervorragender Mann, brillanter Reiter, ieuorm reich, Kulinarier! Der Botschafter schüttelte den Kopf: .— Wie hieß er? — Droesigl. ■— Habe ich in meinem Leben nicht gehört. Son Namen gibt's ja gar nicht! Graf Regnier ereiferte sich: — Na, von dem werden wir noch hören! Das ist der 'einzige Kerl, der zu leben versteht in Berlin. Ich meine nicht kleinen Mädchen nachlaufen, nein, großes Leben. Ich freue mich schon auf die Gesichter bei meiner Hochzeit. Run wurde der alte Herr ganiz- konfus, er dachte: sollte Regnier Witwer geworden sein? und fragte: — Du heiratest doch nicht? — Droesigl ist doch der Schwager. — Dein Schwager? Es ging wirklich nicht mehr. Graf Regnier dachte an seinen Koch und drückte dem alten Freunde die Hand. Er müsse in die Taubenstraße. Der kleine Graf blickte kopfschüttelnd diesem Mann nach, der wie ein großer Herr des 16. Jahrhunderts aus sah, diese auffallend prachtvolle Erscheinung, in der nur noch ein halber Verstand weilte. Einen Augenblick darauf begegnete Graf Regnier Ludwig und Agajhe, und der alte Bummler, der mit jedem Bekannten ein Stück ging, schloß sich ihnen an und sagte Agathe gewohnheitsmäßig allerlei Artigkeiten, die er in seinem langen Leben in den Salons ausgespeichert hatte. Agathe war nicht hübsch, aber wenig Frauen in Berlin zogen sich so gut an. Das sah der stlte Schwerenöter. Mu solch elegantem Paar zeigte er sich gern. Und er erzählte die letzten Witze, die an der Börse zur Ablenkung der Gemüter hin und her gingen, au der Grenze dessen, was man einer Dame mitteilen konnte. Agathe verstand ihn gar nicht. Ludwig aber fiel mit irgend etwas anderem ein. Auf der Tiergarteustraße blieb der Gesandte bei ein paar Damen stehen, die ihn fragten, wer das Paar sei. Sie erfuhren es mit einer Miene, wie: „Ja, die kennt eben nicht jeder." Endlich verabschiedete sich der schwatzende kleine Herr, denn nun fiel ihm doch das Hochzeitsmahl auf die Seele. Das Gerücht über Ludwig Droesigls Schick, Geld und Person kam aber nicht mehr zum Schweigen. Der General, früher ein tüchtiger Soldat, seitdem er den 'Abschied genommen aus Mangel an Beschäftigung jedoch Klatschbase, trug weiter, was Graf Regnier ihm erzählt hatte. Ruder Botschafter half zu Ludwig Droesigls Bekaiiniwerden nicht mit. Er erzählte zwar alles, was ihm sein früherer Kollege und Freund mitgeteilt, aber unter anderem Namen und aus Petersburg. Da nun Graf Regnier vor der Hochzeit noch zwei Mal im Hotel Bristol gefrühstückt hätte, so war er so begeistert von dem jungen Paar, daß er während der Hochzeitstafel beinahe eine Rede auf Ludwig gehalten hätte. Agatha kam sich schon als würdige Frau vor, !vie sie das junge Paar, er in Paradeuniform, Patsch mit dem Myrtenkranz, dasitzen sah. Sie konnte sich kaum in ihre Mädchenzeit zurückdenken. Weit am Tisch von ihrem Mann entfernt, beugte sie sich immer vor, um zu sehen, was für ein Gesicht er mache. Dann erblickte sie ihn, wie er, den Kopf gleichsam bescheiden geneigt, jemandem zuhörte oder, artig mit seiner Nachbarin sprach. Agathe lernte an diesem Tage eine Menge Leute kennen, deren Namen si e nie zuvor vernommen. Alle aber schienen von ihr zu wissen, der Tochter des alten Grafen Kölln, die den bürgerlichen Kohlensohn geheiratet, von dessen Reichtum übertriebene Gerüchte schwirrten. Agathe wollte ihrer Schwester ein Kort sagen. Als sie 114 Sie hatten die Verwandten nach Kölln eingeladen, aber alle lehnten ab. Lndwig schien verstimmt, und doch war es keine üble Absicht, sondern alle waren bereits versagt. Beide Gatten sehnten sich nach Kölln zurück: sie wollte Ruhe haben, er dachte an allerlei Arbeiten im Schloß. So fuhren sie denn wieder nach Haus, in zwei Wagen voin Bahnhof vtbgeholt, in dem einen das junge Paar, in dem andern, wie bei Fürstlichkeiten, die Begleitung: Oskar und die Jungfer. Der Herbst strich langsam hin, ein Tag war wie der andere. Sie fragte: — Langweilst du dich mit mir? — denn sie machte sich jetzt über allerlei Gedanken. Doch er lachte sie nur aus. Er hatte die Handwerker zu beaufsichtigen und ging eben Morgen zur Pürsch in den Wald. Nach dem Früh- lück, denn sie aßen abends, unternahmen sie eine Wagen- «hrt, irgendwohin wo Holz geschlagen wurde, oder über >ie Heide, auf der früh und abends der Nebel schwebte. Seit undenklichen Jahren war es nicht so ftiL in Kölln gewesen. Wenn sie einem Holzfäller, einem Arbeiter begegneten, die alle ans den umliegenden Ortschaften stammten, hörten sie es von den einfachen Leuten immer mit der gleichen Redewendung: „Et is jar keen Leben mehr!" Ludwig besaß nicht die Gabe, mit dem kleinen Manne K. reden, als hinderten ihn seine schönen Handschuhe ihm 0 Hand zu reichen. Dafür war Agathe gewohnt, mit den Bauern zu verkehren, von ihrem Vater her. der nut jedem beerensuchenden Mädchen, mit jedem reisiglesenden alten Weibe, mit jedem Pflügenden ein paar Worte wechselte. Das hatten die Kölln so gehalten von Urzeiten her. Nun fühlten die Leute unwillkürlich den anderen Wind, der da wehte. Agathe war für sie immer noch die „Kom- tesse"; sie nannten sie so, bis Ludwig sie verbesserte. Dann blickten sie den fremden Mann wohl von der Seite an und schwiegen. Dabei tat Ludwig alles mögliche: Er versprach dem Kriegerverein jährlich eine bestimmte Summe, er hatte eine Jahne geschenkt, und bei der Fahnenweihe gab es Freibier; er spendete reichlich für die Ortsarmen; er war nicht knauserig, und wenn auch alles durch die Kanzlei ging, jedes überlegt und gebucht wurde, so liefen doch seine Beiträge regelmäßiger und sicherer ein als beim alten Grafen. Wer Mei Leute machten sich nichts aus ihm. Von einem ging es zum anderen: nach Tisch des jungen Ehemanns hohe Gestalt erblickte, steuerte sie aus ihn zu, denn in seiner Nähe mußte doch! vie Braut feilt. Aber Patsch stand am anderen Ende des Saales, genau wie als Mädchen in Kosin von einem Kreis junger Offiziere umgeben. Agathe zeigte sie Gräfin Linden- oach. Die alte Dame schüttelte den Kopf: . — So benimmt sich keine Brant. Möchte Gott ihrem Manne eine starke Hand geben, sonst geht's schief, das sage ich euch schon heute. Agathe meinte, Patsch würde in der Ehe anders lverden, sie sei nun einmal so erzogen, doch die alte Gräfin fragte: — Warum bist du denn nicht so? Weil ich nicht so hübsch bin wie sie und Valy. — Dafür hat mein kleiner Liebling auch den besten Mann bekommen. Agathe sah sie glückselig an: i— Meinst du das wirklich? I r— Sonst würde ich es nicht sagen. ' >— Gefällt dir Ludwig? *- Er ist gut gegen dich, darum bin ich für ifjitj Die junge Frau senkte die Stimme, als solle es niemand hören: — Tante, willst du mir eine Liebe tun? — Nun? — Ich habe eine große, große Bitte. Die Gräfin hob das Kinn und senkte den weißen Scheitel nach hinten, mit lächelnd stolzer Gebärde: — Es sei gewährt. — Du nennst Ludwig Sie. Bitte, Bitte — — — Ah, ich verstehe. Andere traten dazwischen, Leute, die Frau Droesigl Snnen lernen wollten, Frau Droesigl mit den vielen Milanen, ja der Milliaroe, von der einzelne bereits jetzt nach Tisch erzählten. —- En stolzer Herr! — Nee, unser Jraf war doch anders. Der alte Polke in Koseritz meinte: — Daß der eenen mal die Pfote reichte, da jibt's aber nischt. Die Leute in Werden erinnerten sich der Tage, wo die Tür aufgerissen ward und der alte Graf rief: — Ist keener da, der mein Pferd hält? Da waren sie alle aufgesprungen vom Tisch. Sie rissen sich darum, kriegten dann aber auch ihren Taler. Dann hatte sich der Graf zu ihnen gesetzt, eine Lage Bier bezahlt, auf den Tisch gehauen und gerufen: — Ihr könnt alle nich saufen, ihr Luder! Gestiefelt und gespornt war er gekommen mit seinem krebsroten Gesicht und den weißen, wehenden Schnurrbartenden, hatte einem Mädel unters Kinn gegriffen und gefragt: — Wie heißt denn deiner? — und dann: — Wat, du hast keenen? Als ick jung 'war, hatte jede zwei. Ja, heilig war der alte Graf nicht eben gewesen, geflucht hatte er, daß die verhauensten Kerle noch etwas von ihm lernen konnten. Mit dem Pastor stand er jahrelang übers Kreuz. Aber die Köllner, die regelmäßig zum Gottesdienst gingen, denn ihr Pastor war ein braver Mann, hatten's ihm nicht nachgetragen. Wer konnte ihm böse sein, und wenn er durch die Saaten ritt, daß die Erdklöße nur so prasselten! Da ging man einfach Sonntags aufs Schloß: schweinegrob wurde er zwar, er ritte nie über die Saat, aber Geld kriegte man doch. Und jedesmal was zu saufen. Das kam alles bei dem neuen Schloßherrn nicht vor. Der saß jeden Sonntag in der Kirche, und es war, als zähle er geradezu für den Pastor die Häupter seiner Lieben. Und grüßen mußte man ihn. Grüßen tat er ja auch wieder, aber "kein Wort fand er dabei, keinen Scherz Doch die „Komtesse" Ivar die alte geblieben. Sie ging wie einst zu den Kranken und Bedürftigen. Ja mehr noch, wenn sie Ludwig bat, ließ er Kleider kommen aus Berlin und Arznei, kurz alles, was sie wollte. Wohin Agathe kam, hellten sich die Mienen auf. Ludwig fand, sie sei sogar zu freundliche Einmal sah er, wie sie einem der Hausmädchen die Hand gab. Man merkte es seiner Miene an, daß es ihm nicht gefiel. Am Abend fragte er Agathe, was sie mit dem Mädchen gehabt. Sie antwortete: — Ich erfuhr durch Zufall, sie hatte Geburtstag, — Da gratulierst du? Sie blickte ihn erstaunt an: — Wenn's Papa erfuhr, gab's immer ein paar Flaschen Wein, und Kuchen wurde gebacken! Ludwig blieb den ganzen Abend in seinem Zimmer. Agathe strickte Strümpfchen für das Keine Wesen, das sie erwartete. Als ihr Mann nicht erschien, ging sie zu ihm. Er saß am Schreibtisch. Sie beugte sich über ihn: — Ludwig, fehlt dir etwas? Er zwang sich zu einem Lächeln: — Was soll mir denn fehlen? — Du sprichst nicht mit inirj — O, es war nur. . , Sie legte den Arm um seinen Hals: — Du, ich bin nicht so dumm, Ludwig! Das hat dich gekränkt, was ich von Papa gesagt habe. Er wehrte zwar ab, nein, nein, aber sie rüttelte ihn: — Ludwig, das dürfen wir nicht erst anfängen. Ich habe dich so lieb, so lieb. Wir sagen uns doch alles, nicht wahr? Wenn ich vir's nicht sagen darf, wer täte es sonst auf der Welt? Und du sollst mir auch alles sagen. Wie er ihre Stimme hörte, ihren Atern fühlte und dann ihren Kuß, rückte er den Stuhl vom Schreibtisch ab, zog sie auf den Schoß: — Ja, du darfst mir alles sagest. Ich war ein wenixj ärgerlich. Es soll nie wieder geschehen! Und wenn ich es täte, mußt du mich an mein Versprechen erinnern. Aber sie brauchte ihn nicht daran zu erinnern, bis der Schnee niedersank und Jark, Schloß, Heide, Wiesen. Felde« und Wald in seine weiße Decke hüllte. (Fortsetzung folgt.) 116 In der Residenz der indischen Sonnendqnastie. Unter den Königreichen von Nadschputcma, die sich mitten tut englischen Machtbereich ihre politische Unabhängigkeit zu bewahren gewußt haben, ist das größte und mächtigste Dschodporadas, das mit seinen 85 000 Quadratkilometern größer als Bayern und Württemberg zusammen ist und dessen 3 Millionen Einwohner die Urkraft und stolzeste Blüte der indischen Rasse repräsentieren. .Der Beherrscher dieses Reiches, der junge Maharadscha Sardar Singh, lebt in seiner märchenhaft schönen Residenz Dschodpore, die an der Grenze der großen Thartvüste, eine Eisen- bahntagereise nördlich von der englischen Stadt Adschmer liegt. Einen Besuch bei diesem Sprößling der uralten indische» Sonnendynastie schildert Emst v. Hesse-Wartegg in lieber Land und Meer. Wenn mau durch Radschputana reist, so gleicht man sich von der romantisch-malerischen Sphäre des tiefen Mittelalters umfangen. Tie Könige leben in ihren altangestammten, von gewaltigen Ringmauern umschlossenen Burgen, umgeben von prächtigen Hofstaatm, mit Zwergen, Hofnarren, Märchenerzählern, Ballettkorps, lassen sich auf ihren Jagdzügen von Jagdlcopardeu und Falken begleiten, reisen auf Elefanten, anrüsieren sich mit blutigen Elefanten- und Tigerkämpsen und erscheinen bei den „Turüars", das heißt den offiziellen Festlichkeiten, in altindischem Glanz, geschmückt mit Edelgestein im Werte von Millionen. Diese stolzen Inder haben mich nicht das geringste, nicht einmal europäisches Schuhwerk, von den Engländern angenonimen. Nur in Schauspieler-Schrullen. Bon Wilhelm Rullmann (Schlüchtern). In einer rheinischen Stadt lernt« ich einst — es ist seitdem schon recht viel Wasser dem schönen (Strom hinabgeflossen — einen Schauspieler feinten, der durchaus das nm-, was man ein Original zu nennen pflegt. Er hatte sich einen schönen Theater- namen beigelegt, Meß aber eigentlich — ich kann es ja jetzt verraten, da er nicht mehr zu den Lebenden gehört — mit seinem bürgerlichen Namen Meier und- wurde von seinen Berifisgenossen der „Stimmungsmeier" genannt. Sein Fach waren Eharakter- rvllen, aber gelegentlich ließ er sich auch gern« als Bonvivant sehen. Er war ein.Mitterwurzer an Umfang, freilich nicht an Stärke und Tiefe der Begabung. In einem Restaurant, in dem Viele Schauspieler verkehrten, machte ich zu später Abendstunde! seine persönliche Bekanntschaft, nachdem ich ihn vorher im Theater als tzäarziß bewundert hatte; er wurde mir vorgestellt, sprach ater, obwohl er mir gegenüber saß, bis zur Mitternachtsstunde, in der er sich empfahl, kein Wort mit mir und beteiligte sich überhaupt fast gar nicht an der Unterhaltung. Der ernste AuÄwuck seiner Züge, sein bleiches Gesicht, das dunkle, Über der Stimel leicht gelockte Haar, — alles das schien noch in schönster llebev- einstimmuug mit der Rolle zu stehen, bie 'er mrz vorher gespielt hatte. Wie verändert erschien mir dieser Mensch!, als ich vierzehn Tage später wieder mit ihm in persönliche Berührung kam! War das noch der Narziß von damals, der blasse Mann mit der Wettschmerzmiene? In einer kleinen Gesellschaft, die einen ünsflug an den Rhein unternahm, bewegt« ,er sich mit der Lieherheit und Gewandtheit eines vollendeten Weltmannes. Er trug einen Hellen Sommeranzug mit einer Rose im Knopfloch, einen Panamahut auf dem dunklen, sorgfältig stisierten Haar, Mir heiter und gesprächig und machte den Damen unserer Gesell- schaft der Reihe nach den Hof, ohne eine einzelne besonders zu bevorzugen. Der „Stimmungsmeier" müßte sich schon am Nachmittag von uns verabschieden, denn er hatte am Abend einen liebenswürdigen Schwerenöter in einem Sardonscheu Lustspiele, ich glaube den' Mortimer in den „Mten Junggesellen", zu spielen. Schauspiekerschrullen eines Provinzfamödianten — wird man sagen. Aber man erzählt ja auch von einem sehr berühmten dramatischen Künstler, daß er, als er nach einer Lear-Vorstellung von seiner Gattin mit einem Abendessen von Heringen mit gesottenen Kartoffeln empfangen wurde, dieses kärgliche Mahl unter den Tisch warf mit den Worten: „Ist das ein Essen für einen König?" Von einem Pariser Schauspieler, namens Boufsä, weiß Ernest Blum in seinem Journal d'un Vaudevilliste folgendes zu erzählen: Wenn Bvnfso mn Wend auf der Bühne einen Greis darzustellen hatte, traf man ihn am Tage auf den Straßen als jungen, gigerlhaft aufgeputzten, frisch rasierten und frisierten Burschen. Sollte er aber einen Jüngling oder gar einen Jungen (wie im „Gamin de Paris") spielen, so ging er auf den Boulevards in der Haltung eines lebensmüden Greises, mit gebeugtem Rücken und sich mühsam an einem Stocke fartbewegend, spazieren. Im Publikum äußerte man sich dann: „Dieser Boufsä rst wirklich! ganz einzig, noch so jung und dabei so lebenswahr, so täuschend glaubhaft in den Vaterrollen!" oder es wurden Stimmen laut, wie: „Was für ein Künstler ist doch dieser Bvuffä! So alt und doch noch so lebendig und munter in den Liebhaberrollen!" Aber Bouffä — so erzählt Blum weiter — war nicht der einzige Pariser Schauspieler, der das Straßenpublikum in Erstaunen zu setzen liebte; es gab da noch andere, di« sich das Vergnügen machten, das Publikum der Straße zu überraschen, indem g; auch im bürgerlichen Leben die TheaterkostÄ'me anbehielten, eint der Schauspieler Christian in „Mam'zelle Nitvuche" die Rolle des Obersten spielte, ging er fast jeden Abend während einer Pause in Uniform auf die Straß« und war ganz glücklich, wenn er von zufällig vorüber gehenden Soldaten gegrüßt wurde. Eines Abends grüßte ihn ein Soldat ganz vorschriftsmäßig, blieb dann aber stehen und sagte, indem er ihn von oben bis unten betrachtete: „Verzeihung, Herr Oberst, wenn ich nicht irre, sind Sie der Schauspieler Herr Christian von den Varietäs?" — Ohne mit der Wimper zu zucken, erwiderte Christian: „Sagen Sie in meinem Namen Ihrem Leutnant, daß Sie vier Tage Mittelarrest haben, weil Sie Mich für einen Schauspieler hielten!" Ein anderer Künstler jener Zeit, Lassagne, der Lieblings- komiker Napoleons III., spielte eine Frauenrolle in dem Schwank „Mamzelle Rose". Auch er ging gern während einer Pause in seinem Kostüm aus die Straße oder in einen Laden, um eine Kleinigkeit zu kaufen und war hocherfreut, wenn eine Verkäuferin sagte: „Noch etwas gefällig, Madame?" Zu den Schrullen der Schauspieler gehört auch ihr Aber- glanben, der sich bei vielen in der wunderlichsten Weise äußert. So bei der unvergeßlichen Gallmeyer. Im letzten Vierteljahr ihres Lebens hatte sie ein längeres Gastspiel in Graz absolviert, aber nie war sie an einem Freitag aufgetreten. -Di« war schon damals -leidend und ost verriet sie eine LebeusmüdigV, die bei ihr betfremden mußte. Sie war wieder, Ivie schon ost, zur Mutter Gottes Nach Mariazell gewallfahrt und einer Freundin gegenüber äußerte sie einmal die Absicht, in ein Kloster zu gehen. ,,O ie!" lacht« sie dabei auf, „was möchten die Zeitungen dazu sagen und das verehrte Publikum! Die Ramasuri! Tie Gallmeyer geht ins Kloster! Ui jegerl: Aber mir iS eß nit zum Lachen, sondern! ganz ernst, denn das Leben macht mer schon lang ka Freud mehr, und ob die Leut applaudieren oder nit, obs lachen oder nit, das is iner, wie der alte Moser zu sagen pflegte, das Tontememeckstsesst tollt allen Doutememechosen." Auf Rechnung des Aberglaubens der Gallmeyer ist auch eine! der Ohrstigen zu setzen, mit denen dasiiberschäuniende Temperament der sonst so gutmütigen Frau fa rasch bei der Hand war. Als die „fesche Pepi" einst in Budapest gastierte, suchte sie eine Kärtens- schilägerin auf, die sich in der dortigen Theaterwelt eines großen! Rusts erfreute. In dem vor der Künstlerin entfalteten Spiest der Karten nahm der Pique-Bube eine Stellung ein, aus der sich nach den Gesetzen der Äährsagekunst schließen ließ, daß der Schatz der Fragestellerin sich einer Untreue schuldig gemacht hatte. Die Künstlerin geriet außer Rand und Band, fuhr in ihr Hotel, packt« ihre Koffer und! fuhr mit dem nächsten Zuge nach Wien, wo sie an ihrem damaligen Geliebten, ohne viel Federlesens zu titodjen, die Chronik ihrer Ohrfeigenspenden um ein neues Kapitel bereicherte. Das klingt unglaublich, aber die Geschichte soll wahr fein. Die Rachel trat keine Reise an, ohne vorher Brot und Salz in ihren Kvsfer gestreut zu haben. Ein alter Aberglaube verbietet den Schauspielern, einen Spiegel mit auf die Reise zu nehmen; wie leicht könnte er zerbrechen und das bedeutet sieben Jahre Unglück! Die in hohem Grade abergläubische Sarah Bernhardt tritt nie eine Reife an einem Freitag an, und sie nimmt nie einen Spiegel mit; dafür trennt sie sich nm keinen Preis der Welt von einem kleinen Ring mit blauem Stein, bet angeblich von einem persischen Zauberer stammen fall. Von der Sängerin! Calvö sagt man, daß, sie nie die Bühne betrete, ohne vorher um den kleinen Finger der linken Hand- ein Roßhaar gewunden! zu haben. Dem Aberglauben des Roßhaars fallen auch schon die Malibran und Faimy Elßler gehuldigt haben. Die berühmte Haizinger konnte sich nie von einer geweihten Kapsel trennen, die sie an einem feinen Kettchen um den Hals trug und in der sich, wie sie behauptete, ein Splitter vom Kreuze Christi befand! Ihr Kollege am Burgtheater, La Roche, glaubte an die glückethaltende Kvaft eines Men Siegelrings mit korallenrotem Stein, der von! einem gelehrten, später Heilig gesprochenen Mönche stammen fall. Ein Grazer Schauspieler, der verstorbene Oberregisseur Klang!, hat mir einst folgendes Erlebnis erzählt: In Laibach sollte die Erstlingstragödie eines fangen, hoffnungsvollen Dramatikers auf- geführt werden, in der dreizehn Perfanen auf dem Theaterzettel! verzeichnet waren. Am Tage der Aufführung kam eine Deputation der Mitwirkenden zu dem Direktor, deren Sprecher an ihn folgende Ansprache hielt: „Hochgeehrter Herr Direktor! Einem von uns ist ausgefallen, daß wir gerade zu Dreizchnt in dieser Rc er- tragödie heut abend beschäftigt sind. . Mr haben nachgczahlü und richtig — wir sind gerade dreizehn, von denen allerdings im dritten Akte sck)vn fünf und im Vierten Akte schon sieben tot sind. Na, das ist ja ganz richtig, denn dafür ist es eine Tragödie!, aber dreizehn Personen — das bringt kein Glück, da fällt das Stück durch. KLimte man nicht den Septimius Caraeälla, der doch nur zehn Worte zu sprechen hat, und der im zweiten Akte von der Wache erstochen wird, schon vor dem Aufgehen des Vorhangs umbringen? Dann wären wir zu zwölf und dann wirds gut ausgehu. Im anderen Falle steh ich für nichts." Der Direktor lächelte und gab seine Zustimmung dazu, daß dstser nichtsnutzige Caracalla schon vor Beginn der Ausführung umgebracht wurde. Nur zwei Perfanen waten mit dieser Verstümmelung deS Dramas unzufrieden: der Dichter, ein junger SteueramMvntrvL-- leur, dessen Talent zu den schönsten Hoffnungen berechtigte, und! der Darsteller des Septimius Caraeälla, der sich um sein Spiel- Honorar im Betrage von 1 Fl. 20 Kr. ö. W. verkürzt sah. 116 einem mußten sie sich itotgebritiige» dem Vorbilde ihrer Feinde «»bequemen: in der modernen Bewaffnung ihrer Armee. Doch tragen die .Herren und ihre Leibgarden noch immer die alt- Nngestammteit Waffen, Schwert und Dolch, Bogen und Pfeil, sogar Kettenpanzer und Eisenhelm. Dschodpore, der Königssitz, enthält nicht etwa nur einen .Herrscherpalast, sondern eine Fülle Don KönigSschlössern, die alle auf dem hohen, stark befestigten Felsen über die Stadt und aus der gelben staubigen Ebene fast senkrecht aufragen. Nach altindischer Sitte darf nämlich kein Fürst den Palast feines Vorgängers beziehen, sondern er erbaut sich bei feinem Regierungsantritt eine neue Residenz. Bisher lagen all diese Schlösser aus dem Burgfelsen, aber der junge Maharadscha hat mit dieser Traditio,t gebrochen und sich seinen Palast in einem grotesken Ausstattungsstil unten in der Stadl bei seinen Untertanen erbauen lassen. Modernen Neigungen huldigte auch schon sein Vater, der zwar noch hinter den 100 Meter hohen Festungsmauern sein Heim gründete, aber als junger Mann sich aus der schwindelnden Kirchtnrmshöhe oft an einem Seil herabliest, um in der Stadt tollkühnen Liebesabenteuern »lachzujagen und beiM» Morgengrauen wieder in die Burg seiner Ahnen zurückzuklettern. Buntfarbig und phantastisch ist das Bild, daS sich in den Strasten des palastreichen Dschodpore darbietet. Da huschen Frauen hin, vom Kopf bis zu den Fußknöcheln in faltenreiche glitzernde Gewänder gehüllt, an den Armen und Füßen klirrende Gold- und Silberspangen. Auf reichgeschirrten stolzen Pferden tänzeln die Barone und Ritter daher, das Schwert zur Seite, die Füße in silbernen Bügeln. Dem Edelmann folgt daS nicht minder stolze Geleit seiner Pfeifen-, Pantoffel- und Schwertträger. Ein Elefant schreitet majestätisch einher, das bunt verbrämte Reitzelt auf dem Rückens davor auf dem Kopf der betnrbante Mahant mit den, Leithaken, Dahinter tauchen Kamelreiter aus der Arinee des Maharadschah auf. Jü der gewaltigen Festung oben wandelt man durch die reich mit Skulpturen geschmückten, weitläufigen Paläste der Fürsten, der ältesten und vornehmsten indischen Herrscher, die sich rühmen, in direkter Reihe von dem sagenhaften Ahnherrn des ganzen Volkes, von Rama, abzustammen. Da tun sich wahre Labyrinthe von Gemächern auf, mit Sviegelwänden und grotesken Malereien, mit Fontänen, Marmorbalkonen und luftigen Erkern. Die reichhaltige Waffeir- sammlung, die sich hier befindet, enthält einen solchen Reichtum an Edelsteinen, wie ihn keine Schatzkammer europäischer Kaiser- Höfe besitzt. All die kostbaren Schwerter, Dolche, Pistolen, Streitäxte, Schilder, auch die Elefanten- und Pferdegeschirre funkeln und glühen von prächtigen Juwelen. Austerdem aber sind da »roch sechs Glasschrünke, gefüllt mit den herrlichsten Perlen, Smaragden, Rubinen und Saphiren, alle von unerreichter Größe und Reinheit, in kunstvoller Weise zu Agraffen, Ohren-, Nasen-, Hand- und Fußgeschmeiden gefaßt. Broschen, Knöpfe, Ringe, Schwert- und Dolchgrisse, im Wert von vielen Millionen' Nicht weniger als zehn Halsketten bestehen aus Smaragden und Perlen von .Haselnußgröße, und an ihnen baumeln Diamantsolitäre von der Größe von Taubeneiern! Jede einzelne dieser Ketten muß einen Wert von mindestens einer Million besitzen. In andern Schränken stehen Tafelaufsätze und Eßgeschirr aus purem Golde, Kostbarkeiten mit dem feinsten Dschaipuremail, Basen, Gefäße, mit Rubinen und Smaragden geradezu bedeckt, sogar Zeltstangen aus getriebenen» Golde! Wie diese Aufhäufung von Reichtümern, so ist auch das Leben, am Hofe des Malmradschahs noch ganz mittelalterlich. In aufregenden Jagden, in gefährliche»» Reiterspielen u»ld prunkvollen Zeremonien gestaltet sich das Leben zum ewigen Fest. vermischter. * Amerik a n ische Gel e h r Le habe»» den» Newyork Herald zufolge das 777. Wunder der »teilen Welt entdeckt. Professoren der Cornell Universität, so »vird berichtet, haben seit einiger Zeit weißen Hennen unschädliche Farbstoffe in das Futter ge- mischt, und dadurch ist das Gefieder gefärbt worden. Es gibt nunmehr in den Bereinigten Staaten rosafarbene Hennen, d»e auch — man höre — rosa Eier legen. Haiisfraueir werden sich freuen, daß »n Zukunft die Ostereier nicht mehr gefärbt' zu werden brauchen, sondern daß sie gleich in dei» gewünschten Farben ber de»» Hennen bestellt werden können. Leider wird nicht gesagt, welche Farbstoffe sich für die natürliche Heimen- und Eierfärbima eignet». Vielleicht Eosin? * G«f ichtsmvd e »t yv n Ijeu t e. Die herrschsüchtige Modd- gottiu, die rhre Untertanen durch eine nie versiegende Mut neuer Gesetze rastlos zur Umformung ihrer Lebensgewohnheiten zwingt, begnügt sich längst nicht mehr mit der Herrschaft über die Kleidung. Wie alliahrlich der Schnitt der Toilette, die Linien der Robe, dl« /wt der bevorzugten Stoffe wechseln, so verwandelt die sashio-- uatle Modedame getreu der Vorschrift der Mode auch ihr Aenßeres, die Art der Bewegung, den Ausdruck des Gesichts, di« Fa'rbei<- »niance des Teints und mit den Wandelnden Frisurnwden auch den Harbton ihrer Haare. Noch vor welligen Jahren war der höchst« Ehrgeiz der eleganten Pariserin ein diskretes, kokettes Not der Wangen, das von Dmemsfreude und heiterer SLbenSknnft erzählte. Heute imd die roten Wangen streng verMnt; ausgeglichene Gleich- söimigkeit des Teints ist, die Losung: die schöne Frau von heM muß eine zarte, cremefarben e Blässe des Gesichts zeigen. Paris hat besohlen: „'keine Farbe", und die hübschen, kleinen! Schininkschalulleu, in denen die verschiedenen Arten von Rosa und Rouge sorgsam verwahrt worden sind, werd?» beiseite gestellt. Aber es ist keine bedingungslose Rückkehr zur Natur, die sich hierin! kundtut. Die moderne Gesellschaftsdame, der eine gütige Natur gesunde rote Wangen schenkte, beklagt dies Geschenk mit schwerem Herzen und greift statt zu,dein Rouge zu anderen Schönheitsmitteln, die sie natürlich streng geheim hält, nur uni jene lichte, vergeistigtet Blässe des Teints zu erobern, die die Mobs für diese Saison vorschreibt. Zn dem blassen Antlitz gehören dann blutrot leuchtende Lippen, die das matte Weiß des Gesichtes pikant betonen, sehr fein, aber doch energisch markiert« Augenbrauen und vor allem ein leuchtender, tiefer Blick aus großen Augen. Die Doilettenlundige ist hier nm Rat nicht verlegen und gibt durch diskrete Schattierungen der Wimpern der Natur die nötige Nachhilfe. D ie einzige Farbe, die noch/erlaubt ist, ist ein ganz zartes mattes Rosa der Nase und der Ohren, und Madame wird nie versäumen, in stiller eingehender Beratung mit.dem Spiegel mich hier der Mode ihr Recht zu geben. Natürlich muß auch die .Haarfarbe mit der neuen Gesichtsmode in Einklang gebracht werdeik. Die rotgoldenen oder kiipserleiichteuden Flechte»», die in den letzten Jahren in jedem Salon zu.sehen waren, sind verschwunden. Die elegante Weltdame bevorzugt jetzt ein ganz helles, lichtes Gold; das letzte Ziel ihres Ehrgeizes ist jener milchweiße! Silberschimmer, wie ihn etwa das Haar eines Albinos zeigt. Die. neue Haarfarbe hat zudem den Vorzug, daß sie nicht in dem Maße der Gefahr der Bnlgarisierung ausgesetzt ist, Wie das entschwundene Rotgold, das in kurzer Zeit so populär wurde, daß Modedamen mit einer anderen Haarfarbe zur Seltenheit wurde». Mit dem lichten, matten Blond und dem darüber liegenden ersehnten silbrigen; Schimmer liegt der Fall schon schwieriger: das Haar muß gebleicht und zugleich ausgetrocknet werden, und diese schwierige Operation wisse» mir wenig erprobte Haarkünstler erfolgreich vor- znirehmen. Im Zusammenhang mit dieser neuen Vorliebe für matte, diskrete, verschleierte Farbtöne ist die Zitrone zum unentbehrlichen Hilfsmittel der modernen Weltdame goworden: all« Zitronengetränke Werben mit Vorliebe genossen, denn die Zitrone! befördert einen blassen Teint. Selbst das Parfüm hat sich willig der neuen Mode unterworfen. Die starken, charakteristischen! Wohlgerüche, die noch vor kurzem bevorzugt wurden, werden von neuen Parfüms verdrängt, die jede Aufdringlichkeit vermeiden intbi nur als ein zarter, kaum wahrnehmbarer Hauch die Gestalt beii schönen Pariserin umfließen. Das Patschuli, das sich so lang? behauptete und bei seinen» ersten Erscheinen so schnell die Franeu- welt eroberte, ist nun endgültig überwunden; sein Duft gilt selbst bei diskretester Anwendung in seiner charakteristischen Eigenart als aufdringlich und wird streng vermieden. Zarte, weiche, flüchtige Gerüche, die vorüberhnschen, ohne daß man.ihr« Eigeiiart erschöpfend definieren kann, sind die Losung der Saison. In- tere'fsant bleibt, daß die .Herrenwelt dein Gebrauch von Parfüm nunmehr endgültig entsagt hat. Nur ältere Herren haben sich von ihrer alten Gewohnheit nicht trennen »vollen; die. jüngere» .Herrenwelt verzichtet endgültig ans die Hilfe des Parfümeurs und begnügt sich in Wenigen Fällen allein mit Kölnischem Wasser. * Verdienst. „Warum habt Ihr denn die Witwe Meier zu Euren» Ehrenmitglied ernannt?" — Abstinent: „Nu', die hat doch drei Männer gehabt, und jeden» hat sie 's Trinken abgewöhnt !" * Ballgesprach. Dame: „Ich kann mich zwar nicht auf Ihren Namen besinnen, aber ich. muß Sie schon mal irgendwo getroffen haben." — Herr: „Tas stimmt, gnädiges Fräulein! Ich bin der Drogist, bei deist Sie Ihre Schminke kaufen," Arithmogriph. 123456789 10 eine Körperschaft. 2 10 7 Hausgerät. 3 8 7 6 5 6 oströmischer Feldherr. 4 7 8 2 Nebenfluß der Donau. 5 7 4 5 ein Planet. 6 8 3 4 sieht inan allerwegen. 7 5 6 5 4 8 eine Zierpflanze. 8 9 10 5 3 Stadt in Griechenland. 9 10 5 7 5 6 5 weiblicher Vorname. 10 8 3 4 Teil des menschlichen Körpers. Auflösung in nächster Nummer. Auslösung des Diamanträtsels in voriger Nummer: M 8 ü d Arni m M ü ii c li c n Bohne Fez n Blebßfiion; K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch, und Steindruckerei, R. Lange, Gsttz«?