Dsnnerrtag den (7. März B88 Bffl M III I l-.lll W «JÄsJW +g- H 'N_dH~B.IR,ssan Z-M Droesigl. Dloniön von Georg Freih errn von Ompteda. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Während die kleine Frau sprach, immer kecker werdend, den Mann, den sie in seinem Wissen und Wollen so hoch über sich fühlte, zu wecken, ihn sich ganz zu gewinnen, biß er die Lippen aufeinander, in der Weise, als wenn ein Höherer ihm die Wahrheit geigte. Er ward rot und blaß, die Adern schwollen an seinem Hals, aber immer weniger widerstrebte er. Mit einem Mal urnschlang er sie und — war es Jubel, daß sie ganz eins geworden; war es-Glück indem er den Weg nach oben nun klar vor sich sah; war es der Wein, der den Mut, seine Seele entblößen gestärkt hatte und sich nun in Tränen entlud — kurz, Ludwig Droesigl begann zu schluchzen wie ein kleines Kind. Sie zog seinen Kopf an ihre Brust, darin das treueste, beste, einzigste Herz schlug, das er chesaß. Dann schwiegen die beiden lange Beit, bis sie endlich leise fragte: — Ludwig, hat deine kleine Frau nicht recht? — Woher weißt du das, Agathe? Sie preßte ihn an sich und ries in dem nächtlichen Schweigen: — Weil ich dich lieb habe. Dann hielte,! die beiden sich lange umschlungen. Als sie sich los ließen, fragte sie nur: — Wirst du mir jetzt immer alles sagen? Er blickte ihr in die Augen: — Ja! Mehr sprach er nicht. Es war, als bedürfe dieser Mann, der bisher sein ganzes Leben hindurch gewohnt gewesen, in keinem anderen Herzen Widerklang zu suchen, Zeit, sich hinüber zu finden in den neuen Zustand. Es wühlte und arbeitete in ihm, das Blut stieg ihm -zu Kops, und er fragte: — Ist es nicht fürchterlich heiß? Auch Agathe glühten die Wangen. Er zog die Decke über sie, daß nur ihr Gesicht herausfah, stopfte das Laken an der Seite ein, und dabei beugte er sich nieder und suchte ihre Lippen. Dann ging er ans Fenster, und als die kalte Winterluft hereinströmte, fächelte er sie mit dem Taschentuch sich entgegen. Er fühlte sich so unsäglich glücklich, er trug keine Maske mehr vor seiner Frau! Ihm schien, als sei seine ganze Vergangenheit versunken, er dachte nur an das neue Leben. Und in seinem Glücksrausch blieb er lange stehen, die Blicke auf die Linden hinaus gerichtet, die schweigend in dem durch winterlichen Nebeldunst nur matt strahlenden Licht der elektrischen Lampen lagen. Agathe rief, r— Ludwig, lieber Ludwig, erkälte dich nicht! Da schloß er das Fenster, zog sich langsam aus und streckte such in seinem Bett neben dem ihren- Als er das Licht gelöscht, tastete er in der Dunkelheit nach ihrer Hand. D-ann zog er sie zu sich herüber und hielt sie fast. So schliefen die beiden Menschen, die heute ganz eins geworden waren, einen tiefen, glückseligen Schlummer bis in den späten Morgen. * Schon im April wurden die Rüstungen um das Palais in der Wilhelmstraße errichtet. Die Dachdecker gingen an die Arbeit, im Ehrenhof und im Park waren die Gärtney beschäftigt, das Gitter an der Einfahrt wurde neu ver- goldet. Im Innern klang Hämmern und Sägen und bis Schritte des Heeres der Arbeiter. Stukkateure, Vergolder, Maurer, Anstreicher, Maler, italienische Marmorarbeiter^ Tischler, Klempner, Schlosser, Zimmerleute, Wasser-, Lichtq und Heizungs-Installateure waren am Werk. Ludwig kam jede Woche mehrmals von Kölln herüber, alles zu beaufsichtigen. Er sagte zu seiner Frau: i— Entweder werden die Kerls nicht fertig oder sie Übervorteilen uns, wenn ich nicht nach dem Rechten sehe. Wenn ihm auf den vielen Eisenbahnfahrten nach Berlin! ein neuer Plan einfiel, war sein erster Gedanke, sie zu fragen, was sie darüber dächte. Und wenn er müde dis Augen schloß beim Rütteln des Zuges und beim Rattern; der Räder, schwebte ihm das Bild seiner Frau vor, wiS sie vor ihm gelegen, das Laken über die Schultern gezogen, und ihn so glückselig angeblickt. Da kam ihm flüchtig noch einmal der Gedanke: daß er sich die Liebe zu Agathe einst vorgegaukelt habe, nur um durch seine Ehs mit ihr Eintritt in die von ihm so heiß ersehnte Gesell- schaftswelt zu gewinnen, die Liebe, die er heute wirklich! empfand. Was wußte er heute noch von der Vergangenheit! Es lag in seiner Natur, immer nur nach vorwärts! zu denken, den Weg zu überschauen, den er zurückzulegen hatte noch oben. Verschwunden war jegliches Mißtrauen. Jetzt fühlte er wirklich das Bedürfnis, sich ihr anzuvertrauen. Wo er sie früher mit Fertigem überrascht, wollte er nun immer ihre Meinung hören. Sie ivar sein treuer Kamerad. Ihr Urteil, ihr Rat war ihm unentbehrlich. So folgte er auch jetzt bei der Neueinrichtung des Palais ihrem feinen Gefühl. Sie mußte Zeichnungen begutachten, und in Berlin lagen Tapeten und Stoff- und Farbenmuster, ihres diskreten Geschmackes wartend. Grade in dieser Soinmerzeit war bei Helbing in München eine große Versteigerung. Es handelte sich ums die Kunstsammlungen eines verstorbenen russischen Groß^ fürsten, der im Ausland leben mußte, weil er eine kleine Ballettratte geheiratet, ohne den Zaren zu fragen. Da hatte er denn ein Schloß in Oberbayern erworben und dort sein Riesenvermögen geteilt zwischen dem Schmuck, den die kluge, tauzende Gemahlin sich für alle Fälle für die Zukunft schenken ließ, und Auticfuitäten, die er mit Leidenschaft sammelte. Er war, wie jetzt Ludwig und Agathe,- auf jeder Versteigerung zu finden gewesen,, nm zuerstehe«, 170 Was es nur Kostbares gab. Allerdings hatte man ihm auch Fälschungen aufgehangen, aber die große Firma schied die augenscheinlich unechten Sachen aus. Ludwig bestimmte bei der Vorbesichtigung nach dem Katalog, worauf sein Strohmann biei-m sollte. Da nun wegen des Minen- und Kupferkrachs die Engländer, wegen einer Hausse im Bombenwerfen die Russen, wegen eines wütenden Spionagekampfes die Franzosen und wegen der Präsidentenwahl die Amerikaner fehlten, so stiegen die Preise nicht hoch. Im Herbst kamen die Sachen in Berlin an: Teppiche, Tapisserien, italienische Reualssancemöbel, ganze Zimmer im Stil Ludwig XV. und XVI., Boule-Arbeiten, deutsche, französische und italienische Bronzen, alte Sammete, Damaste, Brokate, Zellen-Schmelz-Arbeiten, Reliquienkästen, gotische Kelche, Turmuhren der Renaissance und venezianische Glaslüster. Während Ludwig mehr aus den Einbau von Türfüllungen und Täfelungen, von Plafonds, von Kaminen sah, kümmerte sich Agathe um die wohnliche Einrichtung. Obwohl sie schon beim Kauf bemüht gewesen, daß es nicht auffallend würde, tat sie jetzt immer noch dieses oder jenes beiseite. Wie er ihr früher „protzig" nachgesprochen, so bediente er sich jetzt ihrer Worte: „es müsse ruhig wirken". Agathe hatte Farbensinn, wenn sie auch nie ahnte, ob etwas falsch oder echt sei, und trotz heißer Bemühungen nie gelernt hatte, die Zeitalter zu unterscheiden. Er aber beherrschte, was durch den Verstand zu erreichen war, durch Nachschlagen von Werken, durch Sehen und Vergleichen. So ergänzten sie einander. Die Heranwachsenden Jungen mußten jetzt länger und länger bei ihrem Latein und Griechisch sitzen, so gewann sie Zeit, den ein wenig engen Frauenhorizont zu weiten. Sie ward freier in Geschmack und Ansichten. Er, der nie mit ihr über Geld gesprochen, gab ihr jetzt Einblick in seine Einkünfte. Nun sah sie mit Staunen und Bewunderung, wie ihr Mann sich um die Anlage des nicht verbrauchten Einkommens bekümmerte, denn nachdem erst einmal die großen Anschaffungen gemacht, blieben von Rreseneinkttnften auch Mesensummen übrig. Zuerst hatten die Zahlen sie fast geblendet. Immer wieder mußte sie sich daran gewöhnen, nicht ängstlich zu sein, wenn er viel ausgab. Als er nicht gezögert, für eine Sofa-Garnitur aus dem Besitz der Marie-Antoiuette sechzigtausend Mark zu zahlen, da schlug sie doch die Hände zusammen. Er aber sagte lacheno: — Kind, das ist nie verlorenes Geld. So etwas ist einzig I Und als er einen Tisch des Papstes Julius II. erworben, meinte sie: — Ludwig, was haben wir davon? — Der Kenner werd sich freuen. Und ist es nicht ein schöner Gedanke, daß auf diesem Tisch vielleicht Michel Angelos Pläne zur Kuppel der Peterskrrche gelegen haben? Sie verstand nicht ganz. Doch immer mehr suchte sie in seine Gedanken einzudriugen. Und eines Abends Ttt Kölln bat sie, ihr Bücher zu geben. Er hakte sie unter und ging mit ihr zur Bibliothek: — Was willst du haben? — Ja, daß ich mich ein wenig bilden kann. Dir sprachst da von Julius II. und Michel Angelo. Er suchte ihr eine „Einführung in die Renaissance" heraus, gab ihr Bilderwerke dazu, und jeden Wend bat sie, die eifrig gelesen und sich alles eingeprägt, noch um Erklärungen. Er schien überall beschlagen. Sie fragte: — Ludwig, woher weißt du alles das? — Ich bin fleißig gewesen. — Aber du hast doch Jagden geritten und mit den Weltmeuschen dich unterhalten? — Ja, aber während oie dann ihre Zeit tot schlugen . . . Sie drohte mit dem Fiirger: — Ludwig, du hast auch mit ihnen geieitt! Er nahm ihre Hand und umschloß ihre' kleinen Finger mit seinen großen: — Du liebes Kind. Willst du das Geheimnis wissen? Wirst du mit friesischen Schiffern von Gemsen reden? Oder in einsamer Jagdhütte droben im Gebirge vom Heringsfang? Die größte Weisheit dieser Welt ist, mit denen, in deren Kreis man sitzt, in das gleiche Horn zu blasen... in das Jagdhorn wie in Kölln! Wer er war jetzt nicht mehr mit vollem Herzen bei den Jagden, als träume er von einem neuen Ziel. Wie, er einst, da es! ihn in gewisse Kreise am bequemsten hinein-. brachte, gespielt, um es daun aufzugeben, weil sein Haus rein bleiben sollte, so dachte er jetzt an eine andere Gesellschaft als solche, die nur im Sattel saß, bei der die Jugend überwog, das einflußreiche Alter meist fehlte, die Damen gering vertreten waren. Generalleutnant zur Disposition von Herrnwerth ivar noch immer der Master. Das ließ er sich nicht nehmen. Much Graf Rsguier erschien zu jeder Jagd, wenn auch mehr, weil er in Kölln sozusagen als Verwandter, wie er sich selbst nannte, zum billigen Löffel lebte. Patsch hatte nämlich mit jungen Herren gespielt, als rege sich das Blut ihres Vaters. Da sie ihnen nun ost Erhebliches abgenommen, so fühlten die sich jetzt, wo sie einmal verloren, nicht genötigt, einer Dame gegenüber schonungsvoll aufzutreten, sondern wollten ihr Geld haben. Graf Regnier hatte für seine Schwiegertochter, die nichts besaß, zahlen müssen. Nun wollte er von ihr nichts mehr wissen,; schlug ihre Einladung in die Garnison ab und blieb in Berlin. Dort hatte er ausposaunt, ohne Mftrag freilich/ jetzt würden im Palais Droesigl der Wilhelmstraße Märchenseste beginnen. Aber seine Prophezeiungen erfüllten sich nicht. Ganz still zogen die. beiden Menschen mit den Jungen, dem Hauslehrer und der vielköpfigen Dienerschaft ein. Ganz still verlebten sie dort die erste Zeit, schwelgend im Glück ihres neuen Besitzes. Ludwig verriet mit keinem Wort seins Freude, nicht vor Oskar, nicht vor dem Hauslehrer. Aber wenn er allein war mit seiner Frau, liefen sie von einem Raum in den andern, sich an all den Herrlichkeiten zu freuen und nachzudenken, wie etwas noch schöner gestaltet werden könne. Valy nahm die Gelegenheit wahr, als Hausbesuch ein paar fröhliche Wochen in Berlin zu verleben. Eine Reihe vo-. Bekannten des prinzlichen Paares machten ihm einen Gegenbesuch und mußten aus Artigkeit auch für Droesigls eine Karte abgeben. Agathe meinte, das sei reine Formsache. Ludwig stimmte ihr zwar bei, sagte jedoch: — Schade eigentlich, daß wir sie nicht kennen lernen. Da erzählte Valy beim Frühstück, Graf und Gräfin Fritz Egern hätten eine Andeutung gemacht, sie würden gern mit Ludwig und Agathe verkehren, könnten sie aber/ da sie den ersten Besuch gemacht, nicht zuerst eiuladen. Als Droesigls von der Oper nach Hause fuhren, fragte Agathe: Wie wäre es, wenn mir Graf und Gräfin Egern em» lüden? Merkwürdig, das wollte ich dir in diesem Augenblick sagen. Bor dem Einbiegen in die Wilhelmstraße mäßigte der Kutscher den Gang der Pferde, trotzdem glitt das Sattelpferd auf dem Asphalt aus und fiel bei dem leichten Glatteis, das sich in graupelndem Regen gebildet hatte. Agathe zuckte zusammen. Ludwig beruhigte sie: — Es ist nichts, Kind! Ein war Schritte nur von ihrem Palais waren sie auf die Straße gebannt, Agathe in ihren Seidenschuhen und großer Toilette. Ludwig meinte ärgerlich, das könne bei einem Automobil nicht passieren. Und gewohnt, jetzt seiner Frau nichts zu verbergen, neigte er sich zu ihrem Ohr, als wolle er es nicht laut sagen: — Es bringt Beziehungen. Ich könnte in den Klub ein» treten. Und er setzte ihr mit jener Begeisterung, die er immer für alles Vorwärtsdeutende zeigte, auseinander, es würde nicht mehr lauge dauern, so stünden die Pferde als Sehenswürdigkeit im Museum. Da hatten Kutscher und Diener mit Hilfe von eilt paar Leuten endlich das Pferd wieder auf die Beine gebracht. Zu Haus sah Agathe wie täglich nach den Jungen, als ob sie noch ganz klein wären. Beide lagen in ihren Zimmern in tiefem Schlaf. Dann saß sie mit ihrem Manu am Kamin, in dem ein elektrisches Scheinfeuer brannte, und sie sprachen noch einmal die Leute durch, die sie einladen würden. Ludwig meinte: — Vielleicht ginge es, dem Herzog von Kaschäu nahe zu legen, ob er nicht sein ehemaliges Palais in der neuen! Gestalt sehen möchte? Agathe redete es ihm aus, nicht mehr ängstlich, daß er es Übel nehmen konnte, sondern sie waren wie zwei Menschen, die bei gleichen Interessen miteinandcr Vor- und Nachteile besprechen. (Fortsetzung folgt.) 171 — soll die Konstruktionen und' beit Bau der lenkbaren Luftschiffe in Deutschland feststellen. Unter der Firma eines Weinreisenden' gelingt es ihm, Beziehungen zu militärischen Kreisen zu finden und schließlich einen veffchnldeten Zahlmeister-Aspiranten auf- zulreiben, der ihm gegen Geld die wichtigsten Pläne Md Papiere ausliefert. Aber wie gesagt, die Verwendung von Offizieren zu solches Aufgaben ist nur eine Ausnahme. In der Regel bedient man sich dabei besonderer Agenten, denen bestimmte Aufträge gegeben werden. Da man aber bei diesen Leuten nie wissen kann, ob ihren Angaben zu trauen ist, versucht man ein und dieselbe Sache durch mehrere Agenten, die unabhängig voneinander arbeiten, feststellen zu lassen. Erst wenn die verschiedenen Berichte übereinstimmend lauten, kann das Ergebnis als sicher ange- nonrmen werden. Tie Verteilung der Aufträge, die Verwertung der erhaltenen Auskünfte, ihre gegenseitige Kontrolle ist allmählich zu einer besonderen Kunst geworden, die jahrelange Routine und große Gewandtheit erfordert. Es existiert sogar ein besonderes Lehrbuch, das das Wesen und die Knnst der Spionage im einzelnen lehrt. Die Aufträge, die den Agenten gegeben werden, dürfen nicht zu allgemein gehalten werden, sondern! müssen ganz bestimmte Feststellungen enthalten. Hat man z. B. den Eindruck erhalten, daß ein Staat seinen Aufmarsch verschoben hat, so werden nicht etwa Agenten ausgeschickt, mit dem, allgemeinen Auftrage, die Richtigkeit dieser Annahme zu bestätigen. Cs erhält vielmehr der eine den Arrftrag, die Bauten auf einer! bestimmten Bahnlinie zu erkunden,, die im mutmaßlichen Aufmarschgelände liegt. Es handelt sich da um Ausladerampen, Verlängerung der Gleise, Anlage von Tränke- itnb Verpflegungs-- stationen, Erweiterung des Telegraphen- und Signaldienstes, der den augenblicklichen Bedarf übersteigt. Ein anderer hat die Wegeverhältnisse zu erkunden, namentlich solche, die von und nach den Bahnhöfen führen. Ein dritter wieder hat die Anlage von Magazinen, Ausschreibungen von Futter- und Lebensmittel-Liefe- rungen zu beobachten. Es ist von Interesse, zu wissen, ob die Brücken, die über die Flüsse nsw. führen, verstärkt werden, ob hölzerne durch eiserne imb steinerne ersetzt werden, um so auch schwerere Lasten tragen zu können (Lastautomobile). Die plötzliche Verstärkung der Intendanturen, der höheren Stäbe, häufige Konferenzen der Zivil- und Militärbehörden geben wertvolle Fingerzeige. Vielleicht gelingt es auch, eine der für den Mvbil- machungsfall vorbereiteten und schon im Frieden in Tausenden von Exemplaren gedruckten Proklamationen zu erhalten. Auf diese Weise versucht man von den verschiedensten Leuten einzelne Nachrichten zu erhalten, die jede für sich zwar klein und unbedeutend ist, im Zusammenhang mit den anderen aber ein wertvolles Material bildet. * Von Wichtigkeit ist die Erkundung neuer Befestigungen. Dabei spielen die fremden Arbeiter, die bei deni Bauten beschäftigt sind, eine große Rolle. Es ist bekannt, daß sowohl bei den französischen wie auch bei den deutschen Befestigungsarbeiten in gvoßeur Umfange italienische Arbeiter verwendet werden. Es läßt sich gar nicht vermeiden, daß diese infolge ihrer Beschäftigung eine ziemlich genaue Kenntnis der Bauten erhalten. Wenn sie ihre Arbeit verlassen und in das Nachbarreich ziehen, können sie aus ihrer Kenntnis gewinn- bringenden Vorteil ziehen. Sie lassen sich bei der Nähe der Grenze und der M-enge der Arbeiter überhaupt schwer kontrollieren, und es ist nicht ausgeschlossen, daß sie auch schon während der Arbeit Nachrichten über die Bauten über die Grenze lnlt(5ine sorgsame Heeresleitung wird das Agentenwesen aber auch für den Kriegsfall vorbereitet haben. Tie Nachrichten, welche die Kaväl'leriepatrauillen bringen, genügen nicht. Sie können tvohl die vordersten feindlichen Linien und die Spitzen der feindlichen Marschkolonnen feststellen, aber nicht, was sich dahinter befindet und da vorgeht. Und gerade dies ist von besonderer Wichtigkeit. Es muß gemeldet werden, ob der Aufmarsch des Gegners tatsächlich so stattfindet, wie man angenommen hat, oder -ob Verschiebungen noch in letzter Stunde eintreten. Dazu bedarf es besonderer Angaben über die Inanspruchnahme der Bahneii, die Ausladeorte-, die Zahl und Art der ausgefchiffteu Truppen. Diese können Nur von besonders beauftragten Personen erfolgen, die aber schon im Frieden ihre Aufträge bekommen haben müssen nnd sich an den fraglichen Orten selbst befinden. Ueber das neutrale Ausland und unter Benutzung verabredeter Texte werden die Telegramme dann an die betreffenden Heeres leitungen gesandt. Der Weg über das neutrale Ausland ist erforderlich, weil mit Ausspruch der Mobilmachung selbstverständlich jeder Staat den Verkehr mit seinem Gegner zu verhinderst bestrebt ist. Alle Telegraphen- und Telephonleituiigen werden zerstört, auch die unterirdischen Kabelleitungen. Aber auch dre m das Ausland abgesandten Telegramme müssen ganz nüber? sanglich abgefaßt fein, weil sie sonst nicht befördert werden, ete dürfen auch nicht den Anschein erwecken, als ob- sie eine besondere Mitteilung enthielten. Als Muster und- Beispiel können die Loden i dienen, deren sich die Großbanken zu Mitteilungen geschäftlicher Art regelmäßig bedienen. Drahtnachrichten .über kanfmanmsche I Transaktionen lauten immer noch am harmlosesten. Kem n.el-e- Vsm Spionieren. Allerhand Kundschaftertricks. In den -letzten Wochen ist hüb et« und drüben soviel von Spionage und Spi-onenriecherei die Rede gewesen, daß der „Spion" ivieber einmal in einer aus Romantik und Verwerflichkeit gewobenen Gloriole erschien. Nichts ist auch mehr geeignet, die Phantasie zu erhitzen, als so abenteuerliche Erzählungen, die häufig über das Tun und Treiben der Spione und ihrer Auftraggeber verbreitet werden. In Wahrheit handelt es sich aber hei der Spionage nm einen Gefchäfts-betrieb, der nach ganz bestimmten, aus der Erfahrung gewonnenen Grundsätzen und Knnst- regcht gehandhabt wird. Bon besonders informierter Seite gehen uns darüber folgende Ausführungen zu: Tie Nachrichten über den Gegner bilden die Grundlage für jeden kriegerischen Entschluß. Ties gilt sowohl in taktischer wie in strategischer Beziehung und auch in weitestem Umfange für den Kriegsplan und die Kriegsvorbereitungdn. Zwar irrt der Laie, wenn er annimmt, daß im Frieden- ein Kriegsplan ausi- gearbeitet wird, der den beabsichtigten Feldzug in allen seinen Einzelheiten im voraus festlegt und nach dem sich die KriegS- handlung schablonenmäßig abspielt. Ties ist nicht möglich Aber auch die Maßnahmen, die im Frieden vorbereitet und bestimmt werden können, wie die Versammlung des Heeres an der Grenze, der sogenannte Aufmarsch, die Gliederung- und Gruppierung der Kräfte und die ersten einleitenden Bewegungen sind zum Aeil von den Nachrichten abhängig-, die die obersten Militärbehörben sich über den voraussichtlichen Gegner verschafft haben. Tas Studium der fremden Heere, ihrer Einrichtung und Organisation-, ihrer Ausbildung nnd Taktik, die Kenntnis des voraussichtliaM Kriegsschauplatzes mit allen seinen Hilfsmitteln, die mutmaßflicheil feindlichen Absichten Md die Pläne bilden so recht eigentlich das Arbeitsgebiet des Generalstabes, der darin vom Kriegs- ministerinm und den obersten Waffenbehörden unterstützt wird. Tas erforderliche Material zu seinen Studien erhält der Generalstab aus den Berichten der Militärattaches und der zu den Manövern entsandten Offiziere, aus der Fachliteratur und aus der Tagespresse. (£g ist aber einleuchtend, daß sich daraus nur ein unvollkommenes Bild des fremden Heeres gewinnen läßt. Jedes Heer ist bestrebt, seine neuesten Einrichtungen-, seine Waffen und Munition, feine Mobilmachung, beit geplanten Aufmarsch, die neuesten Befestigungen fremden Augen zu entziehen. Ties wird alles geheim gehalten, und es darf nichts darüber veröffentlicht werden. Und doch ist dies gerade das, was für den Nachbar das Wichtigste nnd Interessanteste ist. Er muß bestrebt sein, sich Kenntnis von diesen Dingen zu verschaffen, damit er bei einem Kriege nicht von neuen Einrichtungen üben- rafcht wird. . , v _. Ta sich die Kenntnis dieser streng gehetM gehaltenen Dinge nicht auf offenem Wege erreichen läßt, ihre Erkundung aber dringend wünschenswert ist, muß eine sorgsame Regierung auf anbereut Wege versuchen, in den Besitz dieser Eehennntsse zu gelangen. Und dazu dient die Spionage. lieber das Verwerfliche und Unmoralische dieses ganzen Verfahrens besteht kein Zw-eifel. Nicht nur, daß mit unerlaubten! Mitteln gearbeitet wird, sondern schwache Leute tocrbeit direkt zum Landesverrat verführt. Dazu werden einerseits die Notlage, andererseits die gewöhnlichsten Leidenschaften der Menschen benutzt. Tie Haupttriebfeder bildet wie stets das Geld, aber wo dieses versagt, tritt häufig die Verführung durch das Werb an dessen Stelle. Auch Aussichten auf Orden nnd Ehrenzeichen spielen eine Atolle dabei. Seltener ist Rachsucht oder gekränkter Ehrgeiz das Motiv. So sehr sich alle über das Unmoralische klar sind, so wenig können die Regierungen daraus vernichten. Es existiert kein Staat, der sich mcht biefeS Mittels B’cbicntc Im Lause der Jahre find die Strafen, die auf das- Verbrechen der Spionage gefetzt find, immer schärfer, und Harrer geworden. Sie haben es aber nicht vermocht, diesem treiben Einhalt zu gebieten. Tie vielen Prozesse, die in den Wen Jahren vor dem Reichsgericht in Leipzig gespielt haben, sind ein deutlicher Beweis dafür. Man muß aber nicht etwa denken, daß wir hauptsächlich unter der französischen Spionage leiden, sondern ebenso wird man in Frankreich über deutsche Spionage klagen. ~ , _ . , „, Die Spionage ist von allen »tauten nN tyrteben planmäßig organisiert. Es ist bekannt, daß in Parts ein besonderes, dem Geueralstabe unterstelltes Bureau de rensetgNe- ments existiert, das den ganzen Spionagedienst leitet. Verhaltms- mäßig selten werden Offiziere direkt ins Nachbarland W Or- ffmdiguugszwecken entsendet. Es finden sich wenige zu dieser Art der Tätigkeit bereit, nnd die Ergebnisse ihrer Arbeit find gering. Sie können wohl die militärische Beschaffenheit eines Landstriches, beit Zustand der Kommunikationen, den Bau von Brücken, Befestigungeit usw. feststellen, zu anderen muitartschen Geheimnissen fiitben sie selten Zutritt. Wollen sie dies dennoch erreichen, müssen sie sich wieder anderer Personen bedienen, ^n welcher Weise dies geschieht, schildert in sehr anschaulicher Weise ein soeben erschienenes Buch: „T er Luft kr e u ze r-spto n von I. v. Adler krön. Ein französischer G-enernlstabsoffizter 172 — araphenbvamter wird sich bei Ms weigerir, ein Telegramm mt Mister Smith nach London anfzunehmen, daß in Köln zwanzrg Transporte fetter Ochsen angeschafft wären. Uno doch kann das bedeuten, daß innerhalb der letzten 24 Stunden zwanzig Züge Mit je einem Jnfanteris-Bataillvn in Köln eingetvoffen smd. Besondere Vorbereitungen müssen auch die Festungen tn dieser Hinsicht treffen. Sie sind für den Fall gebaut, daß der Feind in das Land dringt, daß sie belagert werden. Für sw fontmt es in erster Linie darauf an, auch während der Emt- schlietzung und Belagerung Nachrichten über den Gegner zu erhalten und dessen Maßnahmen und Pläne zu erfahren. Sehr wichtig ist es, rechtzeitig zn erfahren, gegen welchen Teil der Festung der Feind feinen eigentlichen belagerungsmaßrgen An- griff richten will. Je eher dies feststeht, desto eher können die entsprechenden Gegenmaßregeln getroffen werden. Dazu gehört die Feststellung der feindlichen Ausladeorte, die Erbauung von Feldbahnen, Anlage von Handwerkszengdepots, Vereinigung von Arbeitertrupps u. bergt Dazu müssen in der Umgebung der Festung auch schon im Frieden Leute bestimmt und ausgesucht sein, die genau wissen, ioorauf sie ihre Aufmerksamkeit und ihr Augenmerk zu richten haben und die Wege und Mittel kennen, wie sie solche Nachrichten schnell und unauffällig in die Festung gelangen lassen können. Am zweckmäßigsteir werden hierzu Leute verwendet, die durch ihren Bermf mit den örtlichen Verhältnissen vertraut sind lind deren Verbleib inmitten der feindlichen Truppen nicht weiter verwunderlich ist, Ivie Förster, Bahnmeister Chausseewärter, Grenz- beamte, Steueraufseher und bergt Da sie beinahe alle gedient haben, vielleicht alte Unteroffiziere sind, so werden sie auch mit den einschlägigen militärischen Verhältnissen genau bekannt fein. Erforderlichenfalls müssen sie besonders unterrichtet und ausge- biloct werden. Dies ist namentlich wichtig, um technische Einzelheiten richtig zu schildern. Hierzu gehört die Bestimmung der verschiedenen Geschützarten und Kaliber. — Natürlich ist es schwierig, diese Nachrichten in die emgeschlossene Festung gelangen zu lassen. Man muß sich dazu der Brieftauben, Flaschenposten, besonderer Lichtsignale bedienen. Häufig finden sich auch unterirdische Gänge, alte Wasserleitungen und dergleichen vor, die man zu diesem Zwecke benutzen kann. Wichtige Hinweise auf die Maßnahmen des Gegners enthält Häufig die Presse uich zwar nicht sowohl die großen politischen urnale, sondern die kleinen Blätter in den Grenzstädten und in den Grenzprvvinzen. Ihre genaue Lektüre ist dringend erforderlich. Es ist bekannt, wie die erste Nachricht von dem Vormarsch Mac Mahons von Reims auf Metz zum Entsatz von Bazaine durch jein belgisches Blatt gebracht toitrbe. Aus diesen kurzen Andeutungen ergibt sich, ein tvelch weites Feld die Spionage umfaßt, und wie sie ein zwar unmoralisches Und verwerfliches, dennoch aber ein unentbehrliches Hilfsmittel der Kriegs- und Heerführung geworden ist, auf das kein Staat verzichten kann. Je besser dieser Dienst organisiert ist, je mehr Geldmittel auf ihn verwendet werden, desto besser werden auch die Erfolge fein, mit um so größerer Sicherheit kaun die Heeres- leitung dann die Maßnahmen treffen, die geeignet find, den glücklichen Ausgang des Krieges zn gewährleisten. Der Staat, der unter den jetzigen Verhältnissen einseitig dieses Hilfsmittel vernachlässigen würde, würde sich einer schweren Unterlassung schuldig machen. v. S. Lin Gespräch mit Napoleon. Einen fesselnden Beitrag zur Charakteristik Napoleons bringen die Lebenserinnerungen des Lord Broughton, die vor kurzem in London erschienen sind und in betten der britische Lord ein merkwürdiges Gespräch widergibt, das ein Freund von ihnr, der Napoleon auf E!ba besuchte, Mit dem Kaiser gehabt hat. Der Engländer stellte sich auf den Weg, den Napoleon gewöhnlich zu passieren pflegte; der verbannte Imperator sah den Fremden, sprach ihn !an und forderte ihn schließlich auf, ihn in das kleine Zrmmer zu begleiten, das er auf Elba bewohnte. „Nun können Sie mir alle Fragen stellen, die Sie wollen, ich will Ihnen antworten." Das erste, was der britische Besucher fragt, zielt auf den Grund, der Napoleon veranlaßt hatte, so lange in Moskau zu bleiben. „Ich habe die meteorologischen Karten der letzten 30 Jahre durchstudiert", erklärte Napoleon. „Der Winter des Jahres 1812 kam um fünf Wochen zu früh. Ich konnte das nicht Voraussehen. Ich beging einen Fehler, wie ich deren in meinem langen Leben als Soldat und Staatsmann vielleicht täglich zehn beging. . . . Ja, vielleicht zehn am Tage. . . . Ebenso wie ich den Fehler beging, England erobern zu wollen. Ich habe stets gesagt, es gäbe nur zwei Nationen: die englische Nation und die französische Nation. Die französische Nation habe ich geschaffen." Napoleon befragt dann den Besucher nach der Stimmung des englischen Volkes: „Sie glauben, daß England niemals meine Herrschaft angenommen hätte?" Der Engländer erwidert, daß man zwar das Genie Napoleons bewundere, doch zwei oder drei Taten habe der Kaiser vollbracht, die ihm die Engländer nie verzeihen können Napoleon besteht darauf, diese Taten aufgezählt zu hören. Endlich sagt der Besucher: „Also gurr vor allem der Tod des Herzogs von Enghien." „Bah", meinte Napoleon, „das sind Dummheiteit." Und er fährt fort: „Warum hat er mit Georges und Pichegru fünf Meilen von der französischen Grenze Komplotte geschmiedet? . . . Ein Kriegsgericht hat ihn verhört und verurteilt. Man hat ihn nicht des Nachts erschossen, sondern am Hellen Morgen. Man sagte mir, ich müsse ibn zum Tode verurteilen." Aber Napoleon will auch die anderen Vorwürfe unverblümt hören. „Man beschnllsigt Sie", so antwortet der Engländer, „in Jaffa 2000 Türken hingemordet zu haben." „Es waren 3000," berichtigt ihn Napoleon. „Ich hatte ihnen einen Offizier mit der Par- lamentärslagge geschickt und ihnen raten lassen, die Stadt zu verlassen, da "ich mich nach der Einnahme genötigt sehen würde, mit ihnen auszuräumen. Sie haben meinen Ab- gesandten getötet, ihm den Kopf abgeschnitten und das Haupt auf eine Lanze gespießt. Als die Stadt zerniert war, wurden sie zum Tode verurteilt. Robert Wilson und Sydney Smith hätten nicht anders gehandelt. Zudem gab! es nicht genug Lebensmittel für Türken und Franzosen,- ich hatte zu wählen, wer sterben müsse, unb ich habe nicht gezögert." Ms der Engländer die Legeiche streift, wonach man Napoleon in Fontainebleau zwei Pistolen ließ, uni durch seinen Selbstmord seine Abdankung zu vermeiden, lacht der Kaiser laut auf. „Welche Torheit! Blieb mir nichts anderes übrig? Wie, ich sollte mich ermorden wie ein unglücklicher Bankrottier, der pack Verlust seines Vermögens sich eine Kugel in den Schädel jagt? Nein, Napoleon blerbt immer Napoleon: er wird auch das Unglück tragen. ... Sie werden zugeben, daß ich mich auch in diesem Augenblick noch in einer besseren Lage befinde,- als damals, da ich Artillerieoffizier war." Als der Engländer von einem Dreigestirn großer: Männer spricht: Alexander, Cäsar und Napoleon, blickt ihn der Kaiser fest an. Dann meint er: „Sie hätten Recht, wenn mich in Moskau eine Kugel niedergestreüt hätte, aber meine letzten Fehlschläge haben den Ruhm meiner früheren Zeit ausgelöscht." Und nach kurzem Schweigen fügt er hinzu: „Ich bin zu gut gewesen. . . . Ja, zu gut: alle haben mich, verraten. Was die Marschälle Frankreichs betrifft: sie sind nicht so viel wert", und dabei schnippte er mit den Fingern. Auf die etwas unverfrorene Frage des Besuchers, ob Marie Luise ihn geliebt habe, meint Napoleon: „Ach, die arme Frau, wenn sie mich wenigstens geliebt hätte." Er weiß nicht zu beantworten, ob der König von Rom ein schönes Kind ist: „Wirklich, das kann ich Ihnen nicht sagen: ich sah ihn so selten: ich war immer int Kriege." Als er hört, daß man in Paris von allen Bauwerken und Denkmälern sein Wappen und die Adler entfernt hat, bemerkt er trocken: „Das sind Lastpalien. . > < Vielleicht hätte ich besser getan, mein N nicht auf die Bauwerke zu setzen." Humoristisches. * Glückliche Ehe. „War Ihr Reisender nicht früher im Bureau bei Ihnen?" — „Jawohl. Um den Reiseposten hat er sich erst beworben, nachdem er sich verheiratet hatte!" * I m Dorfwirtshaus. „Kann ich etwas „Bauern-^ geselchtes" mitnehmen, Herr Wirt?" — „Ja, dös kennen's scho hab'n, aber es geht uv a gute halbe Stund' her, bis d' „Stadt- bötin" kommt!" Zitatcu-Rätsel. Aus jedem der iolgeuden Zitate ist ein Wort zu nehmen, so daß sich ein neues Zilat ergibt: 1. Ten schreckt der Berg nicht, wer daran! geboren. 2, Begnügt euch doch, ein Mensch zu fein. 3. Der brave Mann denkt an sich jelbst zuletzt. 4. Es war die Nachtigall und nicht die Lerche. 6, Wem Gott will rechte Gunst erweisen, Den schickt er in die weite Welt. 6. Mancher glaubt, er lenkt, und hält doch nur die Zügen Auslösung in nächster Nummer. Auflösung des Bilderrätsels in vor. Nummert Mit Worten bezahlt man feine Schulden, Redaktion: K. Ne u r a t b. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universttäts-Buch- und Stemdruckerei, R. Lange, Wiebe»