W W MS K U M Donnerstag den 16. Juni 1910 — Nr. 92 Not verkaufen? Würdest du je Deutschau verkaufen, Hanns- nicht ab!" , , , • , r. „Ich mag ihn nicht," sagte die junge H-rau pefag, ,,ui) mag ihn ganz und gar nicht. Wie kann er ohne zwingende ihren Mann. , Aber die Lider halb über die Augen srnken laßend, ignorierte der Freiherr den Inspektor »oltstaudrg. Nur eine feine Röte überzog fluchtig sem blaß-braunliches G sicht. „Sieh mal, Chwaliborczyer Merzen! Er z.rgte mit der Peitsche. „ . . „Aber er ist lauge nicht so schwer wie der unsre, fneg sie hastig heraus; es drängte sie förmlich, ihm rasch etwa.- ^'^^Du'irihü dich^Kind, er ist ebenso Ivie der unsre. Er könnte sogar besser sein, denn Deutschau hat langst nicht den famosen Weizenboden wie Chwatloorczye.. v Garczynöki will eben nichts mehr hinein^ecken. vto) denke, ’IÄ« **»»« * «> d-m,? » die Kommission?" Helene blickte ganz entsetzt.- ^Sem schone» Gut! Ueber vierhundert Fahre xn der üchnuie lmingsteiw sagt er so! Muß er verkaufen? Schrecklich. Sag, Hann^ Martin aeht's ihm denn so schlecht?" „Ach, bewahre!" Doleschal lachte. vergehst du nicht, Kind! Warum soll es ihm denn schlecht geycn das nicht! Aber vielleicht auch, daß er dabei an bxe U- ziehung seilles Sohnes beiut — er hat nur du z g Jungen —, und seine Frau kann stcy absolut nicht schließen, sich von dem zu trennen, tote er erzählt. Uno au die Dauer geht das doch nicht: nur der Unterricht beim Vikar. Ich bitte dich, so ein katholischer Geistlicher nux Seminarbildultg , was kann der Junge da lernen. Uber vor allem, wenn es einem so bequem geboten w-no wie iefet! Er kann sich glänzend rangieren. Er geniert sich nur ndch ein bißchen. Die Großpolen lind die Bolkscharter tverden es ihm ordentlich anstreichen, wenn er an die ckngedluug verlauft. Das halftert ihm auch sein Kuryer Poznansli Das schlafende Heer. Roman von Clara V i e b i g. (Fortsehung.) (Nachdruck verboten.) Alle Schnitter kannten das Gefährt von Nieinczyce, aber nicht alle grüßten. Wenige mir; viele grinsten tpjnijg. aha, der Niemczycer! Daß ihn der Donner erschlage^ D e Arbeiter sollten nicht Schnaps bekommen? Haha, mochte er danii sehen, wo er noch Arbeiter herkrlegte. Der Chwaliborczhcer Inspektor, Herr Izulc, der aus tänzelndem Braunen in der Nähe seiner Schnitter hiüt, und, mit der verknoteten, vielschwänzlgen LederpeiFch hier- ulld dorthin weisend, Befehle schrne, tippte mit dies nachlässig an seinen §ut. . DaS sollte ein Gruß sein?! Unverschämt^dieserSchulz Helene warf einen schnellen, ängstlichen Seitenblick auf d^^Dü sei Gott vor — nie!" Sein Gesicht wurde sehr ernst" gm würde Mich ja versündigen am Andenken meiner Vor ahreli Der Großvater und dann mein Va er ha.^n Deutschau gehalten, mit vielen Opfern. Nun halte ich -. Sie lachte fröhlich. „Grade so denk' ich- Und die gunaens sollen auch so denken. Weißt du, und dann werden wir int Erbbegräbnis, das der alte Großvater so schön int Park angelegt hat alle nlitelnander Wasen. W muß einem doch im Grave noch ctit angenehmes Gefühl sein, du liegst im eigenen Grund und Boden.' Er nickte. „Natürlich! Aber sprich nicht ,o etwas, Selene, wir sind noch zu jung dazu. .""b. Mr haben ja nock so viel vor uns! So vieles zu schaffen, zu Heisern. Wenn die Zeit nur reicht. llebrigens, wenn Garezynski verkauft soll niir's recht sein. Dann bekommen wir noch mehr Ansiedler her - hoffentlich Deutsche und recht viele' Kleine Leute, die macheu da» Volk au». Siehst du, et hob die Peitsche und wies gerade aus, wc' einzellig kleine Häuschen, tote ängstlich auf ^rtomkuFlachesich zusammenduckteii — „da haben ton Ansiedlung - ß und da ist der Kirchturm von Pociecha-Äorf! Sie hüben ihn gerade im Rücken. Wie guckt er schwarz. Laß ihn! Siehst du," - er hielt sein Pserd au — .da, "selbst der GrenOein ist jetzt sä^ar^wery. Holla, wer trampelt denn daraus herum? Ist, das Nicht der oihwaliborc-yeer Schäfer?" -utf dem Grenzstein, der auf schtoarzgeteertem Grund in weithin leuchtenden leisten Buchstabeü,,Ansiedlung Augenweide" ivies, stand Dudek, der Schäfer. "süw'r stützte er sich, um' oben auf dem schmälert, fi-barfaekanteten Stein die Balance zu halten, auf seinen canac-n Kienswch der mit der eifengekrümmten Spitze wobl gewichtig genug war, einen Wolf nrederMschlagm. D<"' blaue Strumpf, au dein er sonst rinerinndlich strickte, lag achtlos am Boden. Die vielen hundert Schafe, des Sckstfers Obiut anvertraut, hatten sich von Ghtvaliborczycer Rooqenstoppel längst hinüberverloren auf Nachbarland. Auch der Hüiejunge war davongeschlichen und träumte im Grenz- auf die kleinen Häuschen, ängstlich rn der großen Wi tir z DM^ÄckÄuM^Ädr noch jung gewesen, da war W tonnte" der' Schlachcic reiten von Sonnenausgang $geu D^dL'üLMg^ch^tL'ülle gesproche./in de« ^^nlechÄMKM M WeßemrZmMr lGeAml-Ar^Ler). * W — 366 — (Fortsetzung folgt.) 'Zum Von Ferdinand ßreiiigrath. 10 0. Geburtstage (17. Juni 1910). Adolf Bergheimer in Laubach. Es gibt kein deutsches Lesebuch, in dem nicht ein Gedicht bott Freiligrath steht. Die Kindcrlippen sprechen es. Was ist der Schmuck und die Ehre eines Volkes? Nicht sein Schlachienruhm, sondern seine geistige Arbeit. Da sammeln die Völker auf oeml Erdenrund, und ein Volk spricht zum andern: Sieh her, das M mein und das fei unser. Es nimmt das beste, Mas es zu bieten! hat. Die Einheit der Jugendeindrücke ist von unberechenbare-i! Folgen. Es gibt Lieder, die in jedem anklingen und zum Eigentum! werden, die die innerste Einheit mit seinen Heimats- und Vaterlandsgenossen bilden und schaffen. So ergeht es uns mit deck Liedern des Mannes, der morgen seinen hundertsten GAmrtstag! feiert. Mer sollte nicht sein „Hurrah Germania!", seine „Lrvmfure von Gravelotte", sein „O lieb, so lang du lieben kannst!" kennen? Ferdinand Freiligrath wurde als Sohn eines Lehrers inj Detmold geboren. Im 7. Jahr verlor er seine Mutter und der Archivrat Klostermeier war von Einfluß auf seine Jugendbildung- Anfänglich besuchte er das dortige Gymnasium, doch die Mittel! reichten nicht zum Studium, und sein Vater tat ihn in das Geschäft eines Onkels in Svest in Westfalen. Eine alte KinderbrbÄ und viele Reisebeschreibnngen lenkten seine Phantasie frühe ut den Orient; 16 jährig schrieb er seine ersten Gedichte, woriucke» der isländische „Moosthee" ihn berühmt machte. Der Jüngling/ der den Tee aus den „bitteren Flechten" trinken must, rauberh sich die ganze Landschaft vor, daraus sie sprießen und es ist em Doppelbild: Das wallende Blut in ihm und die rollenden Gewalten des vor seiner Phantasie sich ansbrcitendeir Erdstriaw- Er will dieser Insel gleichen. Seine vulkanische Natur spricht Sohne. „Nein!" Doleschal hatte den Blick ausgefangen. „Ader! Sie können mir ruhig sagen, was Ihnen nicht behagt. Ich interessiere mich für die Kolonisation. Ich bin auch Deutscher.' Hier in der Nachbarschaft ansässig — Doleschal auf Deutschau!"■ grün vermoosten Strohdächer, hier schassten noch alle fleißig aus dem Felds. „Soll ich dich mal über die Aecker fahren?" fragte er seine Frau. „Viel zu sehen wird freilich noch nicht fein; Wer sie haben ja die Freijahre, die sind eine riesig kulante Einrichtung!" .Wohlgefällig schaute er sich um: „Sieh mal, wie nett, wie sauber! Wie aus der Spielschachtel! Unsre Ansiedlung ist die allervielversprechendste. Erinnerst du dich, noch/ vor fünf Jahren, als sie hier das Gut parzellierten? Wie hernntergewirtschastet das war?! Und wie sieht es jetzt aus! Freilich, es wird noch eine Weile dauern, ^bis den ausgesogene Boden sich wieder erholt hat. Mer linier tüchtig en Arbeitshänden — da, sieh mal!" Sich unterbrechend/ zeigte er aus eine kreisrunde mächtige Scheune: „Wie ein! Zirkus! Ein bißchen groß, aber, na — die hat sich der Amerikaner gebaut! Famoses Ding, was? Links das niedliche Gehöft gehört einem Schwaben. Ach, sieh' mal au, hat sich der Mann neben den Obstbäumchen auch Rebstöcke gepflanzt ;— ist das nicht rührend? Da hinten fitzen die Kolonisten aus der hiesigen Provinz alle zusammen. Und hier sind wir bei den Rheinländern!" Sie waren die ungepflasterte Straße, an der die Häuschen und die Scheunen sich rechts und links verteilten, eilt paar Mal aus und nieder gefahren. Nun hielten sie bei oent Neubau an. Peter Bräuer und sein SohU sägten gerade an einem! Balken. Die Säge war stumpf geworden, widrig klang ihr Gequietsch, und widerwillig nur gab der Balken nach. Mit einer gewissen Verdrossenheit arbeiteten beide Männer; sie blickten auch kaum auf, als Dolefchal vom Wagen ab- fprang und seiner Frau die Zügel übergab. Er trat zu den Arbeitenden und sagte: „Nun, wie steht's mit dem Bau?" „Tag!" Vater Bräuer faßte nur an die Mütze, während der Sohn die seine wohl heruntertat, aber sogleich wieder aussetzte. „Könnt' besser fein. Mer kömmt int voran. Hätt' ich dat gewußt!" „Wieso — hätten Sie was gewußt?" fragte Doleschal lebhaft. „Ueber was haben Sie sich zu beklagen?!" „Der Herr ist wohl auch einer von der Kommission?" sagte Peter mißtrauisch und wechselte einen Blick mit seinem Spräche, die Gott der Herr spricht, darinnen die heilige Mutter zum Sohne spricht. Die da —■ „psia krew!" Energisch hob der Hirt das Mit Lappen und Schnuren umwickelte Bein und stampfte Mit dem Bastschuh! den Grenzstein. Sein Mund, dessen Lippen durchs Alter so schmal geworden, daß sie ganz in der verschrumpfteu Kinn- und Backeuhaut verschwanden, murmelten Pen Fluch: „Möge sie der feurige Blitz zerschmettern!" Konnten sie nicht bleiben, wo sie geboren worden r— jeder soll bleiben, wo ihn die Mutter geboren — was mußten sie hierher kommen?! Trugen sie keine Scheu, so dicht zu nahen dem Nest des weißen Adlers? Drohend hob Dudek den schweren Stock, die geballte Faust schüttelte er gegen die kleine Kolonie. Da waren ihrer wieder neue hinzugekommen, — weiße Eindringlinge Mit gelben Haaren — sie bauten ein Haus! Noch schimmerten die unbedeckten Dachsparren wie die Rippen eines Skeletts, aber geschäftig eilten die Männer beim' Bau; man sah ihre Gestalten sich richten und bücken, sich drehen und wenden in emsiger Bewegung, wie unruhige Zwerge auf dem Teller der großen Ebene. „Sie bauen, sie bauen," rief Helene erfreut und klatschte in die Hände. Da drehte sich der Lllte um’. Er hatte den Wagen nicht ?erankommen hören, sein Ohr war nicht mehr scharf, aber ein Auge noch. Ohne Uebereilung, schwerfällig stieg er nieder vom Grenzstein und zog, das Knie beugend, den Hut. Freundlich grüßte ihn Helene, war doch seine Frau die Schwester von ihres Mannes einstiger Amme, der alten Pelasia. „Tag, Dudek, wie geht's? Kommt ihr nicht auf einen Sonntag die Pelasia besuchen? Sie beklagt sich, daß niemand nach ihr sieht!" „Wenn sie sich sehnt nach ihren Eigenen, soll sie kommen!" „Ihr seid viel rüstiger als sie, Dudek, und Eure Frau ist auch wohl noch besser zu Fuß. Sagt, was machen denn Eure Enkel, der Jendrek und die Michalina? Daß ich's Pelasia erzählen kann!" „Hat der Jendrek bei Soldaten gemußt. Haben sie ihn geschickt, weit, sehr weit, wo niemand versteht ihn. Js die Michalina zu Herrschaft gezogen, is sich auch Amme geworden hei fremdes Kind!" „Nun, Dudek, und was machen Eure Schafe? Ich sehe schon, sie sind gut imstande. Sie sind gewaschen, sind ja weiß wie Schnee!" „Mutterschafe sind sich gewaschen; aber wie lange noch werden Lämmer (einige sein? Alles nimmt sich Fremder, jalles!" In einer resignierten Melancholie ließ der alte Mann den Kopf auf die Brust sinken. „Wieviel Schafe habt Ihr jetzt?" fragte Doleschal. Nun hörte Dudek aus einmal gar nicht mehr. Mit weit.ausholenden Schritten in die Roggenstoppel stapfend, schrie er schimpfend nach seiner Herde und dem lässigen Hütejungen. ®er. wolfsähnliche Hund, der bis jetzt trüg am Stein geblinzelt, jagte mit wütendem Gekläff vor ihm her. Vergebens rief Helene: „Soll ich Pelasia grüßen?" Keine Antwort mehr. Taub war der Schäfer, aber auch blind, denn er suchte seine Herde, wo diese gar nicht zu finden war. Ein heißer Wind, der plötzlich mit Kraft über die Ebene schnob, lüftete feinen Schafpelz und warf die weißen Haare, die ihm langsträhnig unterm! Hut vorhingen, wild durcheinander. Als Helene nach einer Weile zurückblickte, stand Kuba Dudek wieder auf dem Grenzstein; unbeweglich, wie der Weiser an der Wegscheide, reckte sich sein Arm. — In der Kolonie war nicht die muntere Geschäftigkeit, die man in der Ferne zu sehen vermeint. Nur die Bräuers waren beim Hausbau; von den andern Ansiedlern ließ Sich niemand blicken, Helene war einigermaßen enttäuscht, Mtte sie doch geglaubt, die Fraupn aus den Türschwellen itzend zu finben, schwatzend beim Kartoffelschälen, wie sie iie Frauen viel hundertmal gesehen hatte im deutschen ®orf beim elterlichen Gut. Wer Doleschal war seht befriedigt: noch war nicht Feierabend gemacht ! Drüben in Pociecha-Dorf stiegen schon Rauchsäulchen aus den zusammengesunkenen Schlöten der 367 sich sofort aus. In biblischem Orient WNrzelt seine dichterische Kraft: „An einem Tag int frühen, Herbst ging ich entlang ben Meeresstrand, Mas Haupt entblößt, den Blick gesenkt, die Weder Davids in der Hand!" Moostee — Bilderbiüel, es ist kein willkürlicher Kon- kvast, sie nebeneinander zu stellen, sie bilden den Sftuk der Weinander sich verschiebenden Traumgestalten, ine. der Genius vormgewaliig eint und neuschintrnerndes Leben daraus bildet. 18 jährig traf den Jüngling der Tod seines Vaters und er ging n ein Geschäft nach Amsterdam. Hier trat das Meer in den Kreis einer Anschauung; er folgt in seinen Gedanken den ein- und aus- egelnden Schiffen nach Afrika, Jttdien, Amerika, und Gedicht auf Gedicht folgen biefeit Anregungen. Mit einem Schlag machen diese Gedichte ihn berühmt. Chamisso, der aiterkannte Nestor unter Yen Poeten, erkannte die echt dichterische Seele, die sich im Ungestüm ihrer Kraft nun vor der Verleitung Mm Häßlichen und Wilden hüten mußte. Auch gingen diese Erstlinge sogleich in Schulbücher über, was die schnell errungene Popularität Frei- ligraths besonders bezeugte. Die farbenglühenden Bilder ergriffen besonders die Jugend, die in gedrückt tatenloser Zeit die Sehnsucht nach kühner Lebensentfaltirug und Lebensführung entfaltete. Er hatte seine eigentümliche Form und handhabte sie virtuosen- haft; das Jahrhundert der Dampfschiffe und Eisenbahnen, des Weltverkehrs hatte in ihm einen Sprecher gefunden. 1836 kehrte er nach Deutschland zurück und lebte drei Jahre ttls Kaufmann in Barmen. Durch Chamisso und Schwab ermutigt, zu deren Musenalmanach er schon viele Beiträge geliefert hatte, erttsagte er ganz dem Kaufmannsstande, um sich oer Poesie zu widmen. „Ans Herz der Heimat wirft sich der Poet, ein anderer Und immer noch derselbe," so sagt er im Widmungsgedicht für das malerische und romantische >,Westfalen", das er mit Levin Schücking herausgab. Er hatte sich in Unkel am Rhein niedergelassen. Ein erstes schönes Poeteustück war die Herausgabe der „Äolandskinder", Um damit eine allgemeine Beisterter für die Wiederherstellung des eingestürzten Bogens der fagettumwehtett Ruine Rolandseck zu bewirken. Um diese Zeit trat die Liebe in fein Leben. Ida Melos, eine Professorstochter aus Weimar, die als Kind zu den Lieblingen des greisen Goethe gehört hatte, Erzieherin im Hause eines pensionierten Offiziers, zog ihn durch Hchfz und Geist mächtig an. Wundervolle Liebeslieder weihte er ihr. Frühjahr 1841 führte er diese als seine Gattin heim; zugleich folgte seine Uebersiedelung nach Darmstadt; hier wollte er eine Zeitschrift '„Britaunia" leiten, die die Vermittlerin zwischen England und Deutschlaub sein sollte; ein Unternehmen, wovon der Verleger bald zurücktrat. Der Dichter empfing dafür vom König Friedrich Wilhelm IV. eine Jahresdotation von 300 Talern; hiervon Machte er nur zweimal Gebrauch. Es war, durch seine Freunds veranlaßt, eine plötzliche innere Wandlung mit ihm vor gegangen. Während er seither von der Politik unberührt blieb, ivarf er sich mit ganzer Seele dem Liberalismus in die Arme. Es ergriff ihn mit solchem Feuer, daß er 1844 auf seinen Ehrengehalt verzichtete, um sich, durch feine Rücksichten gebunden, der neuen! Richtung frei hingeben zu können. Im Bewußtsein, daß der tzerhängnisvolle Schritt den König beleidigen mußte itnb daß fein keckes Auftreten gegen die herrschende Gewalt ihm Verfolgung zuziehen würde, verließ er Deutschland. Die Plackereien mit der Zensur, die er selbst erfuhr, taten das ihrige, um ihn den herrschenden Geistesdruck persötilich fühlen zu lassen. Er flüchtete nach der Schweiz und ging nach Belgien, 1846 nach England, wo er in London eine kaufmännische Stellung entnahm. Das freiwillige Exil sollte indessen keine Abdankung bedeuten. Er hielt sich vielmehr ttach wie vor Berufen, „der Trompeter der Revolution" zu fein. In ihm arbeitete der Idealismus seiner Zeit mit Leidenschaft weiter und der Dichter wurde deshalb ein Republikaner und Sozialist von schwärmerischer Begeisterung. Als endlich 1848 die Revolution losbrach, da jauchzte er im Ungestüm seiner Natur jhr zu. Aber ihr Verlauf ging ihm zu langsam; in seinen Vorstellungen sah er kein Heil von einet; Revolution, die vor den Thronett Halt machte. Er hielt seine Gegenwart für nötig, daher feine Rückkehr nach Düsseldorf, wo er sich an die Spitze bet demokratischen Partei stellte. Sein Sieber» mund gab ber Volksleidenschaft eine poetische Weihe; so bas Gedicht: „Die Toten an die Lebenden", Ganz Deutschland tötirbe davon elektrisiert, „Die Throne jgehcn in Flammen auf, W Fürsten slichn zum Meere, Die Adler fliehn; die Löwen sliehn, die Klauen und die Zähne! Und seine Zukunft bildet selbst das Volk, das souveräne!^ Das Predigen der offenen Revolution ging der Regierung zu weit. Sie ließ ihn verhaften. Nach 6 Wochen fand fein Prozeß wegen Versuchs der Aufreizung der Bürger und wegen des Umsturz der bestehenden Staatsverfassnng vor dem Assisenhofe statt. Freiligrath verteidigte sich sehr geschickt, so daß die Geschworenen ihn frei sprachen. Unter unermeßlichem Jubel führte das harrende Volk den geliebten Sänger nach seiner Wohnung. Kurze Zeit nachher siedelte er zust Leitung der demokratischen .„Neuen Nheinischen Zeitung" nach Köln über. Die wilden Gedichte dieser Zeit enthalten oft die Stichworte des Parteisanatismtts' mit volksverständlichcr Derbheit, doch glänzen auch im Gewölk wie sichere Sterne die Ideale eines schönen freien Menschentums; ebenso zeigt sich die alte Kraft anschaulicher Darstellung hi steter Frische. „O Deutschland, ein Erheben, o Deutschland, eine Tat! Die Eisenbahnen pfeifen, es zuckt der Telegraph — Du aber bleibst gelassen, du aber bleibst im Schlaf! Beim Todeskampf der Riesin dastehst du wie von Stein Alles, wozu du dich ermattnst, ein kläglich Bravoschrei'n!^ Seine Ruse waren vergeblich, die Reakliott siegte auf der ganzen Linie und begann schonungslos ihr Rachegericht. Im Mai 1849 erschiett aus ber ersten Seite rot gedruckt sein trotziges Abschiedswort. Freiligrath traute der Regierung nicht und ging freiwillig mit seiner Familie ins Exil. In der Tat hatte er recht geahnt, ein Steckbrief wurde hinter ihm her erlassen, ein zweiter „wegen Umsturzes der Verfassung" folgte ihm ans britischen Boden; die Antwort war von London aus fein Trotz- und Zornlied: „Die Revolution". , Nach dem durchlebten Sturme schwieg der Dichter. Jetzt galt es, Frau und Kind zu ernähren. Ohne Dünkel auf seinen Dichterruhm, kehrte er zur Arbeit zurück; zuerst in einem jüdischen' Handlungshause, dann von 1857 an war er im Direktorium der Schweizer Bank tätig. Die Leidenschaft hatte seinen dichterischen Geist ms Unge- meffene gerissen; die Innigkeit der Empfindung führte ihn wieder in die Tiefen des Gemüts. Solche Lieder waren ein Manifest an die Nation. Gelegenheitsgedichte grüßten die Nation, so beim Begräbnis von Johanna Kinkel, bei der Schillerfeier, beim Aufruf für Julius Moser usw. Eifrig beschäftigen ihn die Übersetzungen von Victor Hugo, Von Robert Burns und Thomas Moore, die mit vollendeter Meisterschaft ausgeführt sind. Im übrigen bewegt er sich vom Geschäfte in der City zu seinem Familienheim draußen in ber Vorstadt. 2 Töchter und 3 Söhne bildeten den schönen Kreis. Daneben stand er in reger Korrespondenz mit deutschen Freunden, so mit Theodor Eichmann, Karl Buchner, Gottfried Kinkel. Aus feinen Briefen strahlt immer seine Sehnsucht und Liebe zur Heimat hervor. Da geschah in Deutschland der erste Schlag zur Einigung; ber norbdeutsche Bund warb 1867 ge- grünbet; Preußen konnte sich der Sache ber Freiheit fernerhin nicht versagen. Staatsmänner und Heerführer arbeiteten daran, die Ideen des Liberalismus auszuführen. Zu dieser Zeit brach die Genfer Bank zusammen. Seine Freunde im Wuppertale eröffneten eine Bolksdotation für den Dichter, ber keine nennenswerte! Reichtümer sich zusamnieugespart hatte. Das Ergebnis war eine Summe von 60 000 Talern, einer Summe, die ber Dotation an die siegreichen Generäle würbig zur Seite stand. Wie im Triumphe empfing man den Dichter am Rheine, als er 1868 zurückkehrte; selbst seine ftühreren politischen Gegner ehrten diese Huldigungen des Volkes, die dem ihm teuersten Dichter galten. Er ließ sich in Stuttgart nieder. Der Krieg von 1870 entflammte noch einmal feinen Patriotismus. Als es sich um die nationale Selbständigkeit handelte, schmetterte er in kriegerischen Gesängen den Geist des deutschen Volkes in jenen Wen aus. Sein „Hurrah Germania" rief mit reißender Macht zum Kamps um den Herd auf. Germania wirst die Sichel ins KorN und greift zum Schwert. Nicht minder ergreifend ist „Die Trompete von Gravelolte". Den Toten, ben Gefallenen ruft er bte Klagen des Vaterlandes um sie zu. Zu den schönen Ausklängen des Dichters gehören Nur wenige Gedichte: „An Deutschland" und „Zum Friedensseste". 'Nun, sammelte er in 6 Bändchen seine Gedichte , und Ueberfefeungen; und widmete sie dem Vaterlanbe als Zoll seines Dankes. Hatte er doch reiche Siebe erfahren und den Weltsturm mit erlebt, der ent sreieiniges Vaterland gebracht hatte, wenn es auch auf andere Weis«! zugegangen war, als er es sich im Revolutionsjahre gedacht hatte. Ein schweres Familienschicksal, der Tod seines Sohnes Otto, suchte ihn 1873 heim; seitdem breitete sich ein Schleier wehmütigen Ernstes über fein Gemüt; seine frische, freubige Kraft war gebrochen. Am 18. März 1876 erlag er ber Vergrößerung und Verfettung des Herzens, die eine Wassersucht zur Folge hatten, noch nicht 66 Jahre alt. Mit ihm schieb einer unserer begabtesten Dichter, von großer eigener Produktivität als auch von bewundernswerter Ucber- setzungsbegabung. Viele Kräfte mußten von verschiedenen Serien zusammenwirken, baß unfer Deutsches Reich entstand; unter den Dichtern steht Freiligrath ruhmvoll da; seine Poesie ist vorn Adel und ber Größe eines edlen Menschen getragen,. Neue Lieder. Bei der Ueberprobuktion, die sich heutzutage! >vie auf allen Gebieten ber Literatur und Kunst, so auch auf bem der Sieber'» komposition breit macht und unvermeidlich verbunden ist mit einet Verflachung und oft bewußten SpekiilatioN auf bas Tagesbedürsms und ben Augenblickserfolg beim breiten Publikum, ist, es, für den Kuustfreunb ein hoher Genuß, in all dem ausbriugluhen „musikalischeu Geräusch" Halt machen zu dürfen vor den Schoß- 368 fungen eines Tondichters, die, im besten Sinne des Wortes modern, berufen erscheinen, einen dauernden ehrenvollen Platz in der Musikliteratur einzunehmen. Umso erfreulicher wird gerade für die hiesigen sangesfrohen Kreise diese Bekanntschaft sein, als es sich um einen Landsmann aus dem lieben Hessenlande, einen gebürtigen Darmstädter, handelt. Karl Hallwachs lebt als, Dirigent des Oratorien- Vereins und der Liedertafel in Kassel, wo er auf das gesamte Musikalische Leben den erfreulichsten Einfluß ansübt. Die zwei ersten Liederzyklen, die in weiteren Kreisen bekannt wurden, vertonen Gedichte des Schweizers Eonrad Ferdinand Meyer. Neber sie urteilt Friedrich Spiro folgendermaßen: „Diese Lieder erheben sich in mehr als einer Beziehung weit über den Durchschnitt der modernen Massenproduktion, ja selbst über viele erklärte Lieblinge des Publikums. Wer durch dicke Klavierbasse mit andauernd unmotivierten Synkopen oder durch 'überladene Pseudo-Polyphonien und überreizte Akkorde mit unwürdig deklamatorischer Behandlung der Singstimme allmählich mürbe gemacht ist, der wird aufatmen bei diesen teils anmutigen, teils stattlichen, stets aber natürlichen Gebilden, au deren Gestaltung der bewußte künstlerische Takt ebensoviel Anteil hat, wie die freie Inspiration. So klar und überzeugend auch die Verse des feinsinnigen Schweizers zur Geltung kommen, so ist doch dem Ausdruck niemals die Kontinuität des, musikalischen Fadens geopfert: die Stimme hat überall zu singen, und der Klavierpart, der sie trägt, ist in seiner Einfachheit so charakteristisch gehalten, daß er durch Harmonie und Färbung eine, Originalität erreicht, die dem Ohre wohltut, ohne es von seiner Hauptaufgabe, dem Verfolgen der Singstimme, abzuziehen.. Ter Geist, der aus diesen Liedern weht, ist der einer tiefen Naturfreude, die sich zuweilen in feuriger Lebenslust, zuweilen aber auch in feierlicher Andacht und wiederum in romantischer Phantasie äußert; als Proben dieser letzten Art, die sich am meisten zu schneller Verbreitung eignen durften, seien namentlich „Tas Seelchen" aus Op. 19 und „Liederscelen" aus Op. 20 genannt, wahre Meisterstücke von Erfindung und Wohlllang, schwelgend in Farbe und sprühend von Geist. — .Man bemerkt leicht, daß die Muster, die am stärksten auf Hallwachs gewirkt haben, bei Schubert und Schumann zu suchen sind; diese Einflüsse steigern sich hier und da zu wirklichen Anklängen, wie bei den „Nachtgeräuschen" an die sinfonischen Etüden oder beim „Schnitterlied" an den Schwager 'Kronos, aber die Flüchtigkeit dieser Anklänge ist eilt Beweis für ihre Zufälligkeit, und was der Autor aus ihnen gemacht hat, zeigt deutlich, daß er seine großen Vorbilder nicht uachempfindet Nnd jedenfalls verständnisvoller auf ihren Spuren wandelt, als ihre offiziell sanktionierten „Nachfolger"." — Zeitlich gehen diesen Liedern voraus' 6 „Lieder eines fahrenden! Spielmanns" von Stephan George Op. 12, aus denen ich besonders die innig-schlichte, tiefempfundene „So ich traurig bin" hervorheben möchte, ein Volkslied im besten Sinne des Wortes. Weiter erschienen „Sieben Gedichte von Wilhelm Busch" für eine Singstimme und. Klavier Op. 28. Auf den ersten Blick muß das Unternehmen, die tiefgründige Lebensweisheit, die uns der große Humorist in seiner „Kritik des Herzens" und dem „Dideldum" geschenkt hat, in Musik zu setzen, als ein Wagnis erscheinen, um dessen Gelingen man besorgt sein darf. Wie schnell aber schwindet die Besorgnis beim Kennenlernen dieser Lieder! Schon die Auswahl derselben zeigt den feinen Takt des Künstlers.: zarteste Lyrik, goldener Humor, dithyrambischer! Jubel und drastische 'Komik finden wir in diesen! Liederheft vereinigt. Und wie hat es Hüllwachs verstanden, stir jede dieser Stimmungen den treffenden Ausdruck zu finden!. Wie originell sind die musikalischen Gedanken, wie natürlich und einfach nnd dabei doch wie Packend und überzeugend ihre Ausdrucksmittel/! Sieht man nicht förmlich das naschhafte „Fliegel" am Honigseim schlecken und dann kläglich als Gefangener mit dem Beinchen darin zappeln, oder den bösen Esel unter übermütigen Sprüngen und J-a-rufen das „heißgeliebte" Blümelein des verliebten Schmetterlings abrupfen! Lockt es nicht, mit dabei zu sein, wie der „verdammte Kritikus" von dem lebensfrohen Genießer des Augenblicks zum Tempel hinausgeworfen wirb! Dies Lied bildet in seiner lustigen Drastik ein würdiges Gegenstück zu Hugo Wolf's „Abschied" ans den Möricke-Liedern. Und welch' zartes, inniges Gefühl weht uns dann wieder entgegen ans dem entzückend seinen „Ich sah dich gern im Sonnenschein", dessen keusche Stimmung uns berührt, wie der ruhige Glanz des Vollmondes ans dem stillen Wasserspiegel des tiefen Waldsees! Und dagegen wieder die prächtige! Lebensfreude, die in den beiden Liedern „Seid mir nur nicht gar zu traurig"^und „Was mit dieser Welt gemeint" als Eingang und Schluß des ganzen Zyklus pulsiert und sich besonders im erstgenannten Lied zu hinreißendem Schwung steigert! Zuletzt erschienen sind als Op. 30 „Neun Lieder und Gesänge aus des Knqben Wunderhvrn". von Wilhelm Bitsch zu „des Knaben Wunderhorn"! Wahrlich ein kühner Sprung, Zeugnis gebend von der glücklichen Vielseitigkeit des Künstlers, die es ihm er- mö.glicht, hnrch, tiefes Eindringen ,'n die Dichtung und volles Erfassen des Stimmungsgehaltes den richtigen Ton für die aller- verschiedenartigsten Erzeugnisse der Lyrik zu finden. Auch in diesen Liedern finden' wir alle Vorzüge der früheren', vielleicht in noch gesteigertem Maße, wieder: Absolute Natürlichkeit und Frische der Empfindung, reich quellende Melodik, die sich gelegentlich zit herzerquickendem Jubel anfschwingt, treffende! Charakterisierung, mustergültige, sinngemäße Deklamation, reiche, malende Ausgestaltung des Klaviersatzes. Und im einzelnen, auch hier welcher Reichtum der musikalischen Ausdrucksfähigkeit! Neben der prächtigen Frische des Eingangsliedes „Nachtigall, ich hör' dich singen" mit dem! jubelnden Schluß „grüß mein Schätzlein tausendmal" steht das zarte, tief empfundene „Ich hört' ein Sichlcin! rauschen" mit dem Murmeln des Bächleins in der Begleitung,- das weltschmerzlich angehauchte und dabei so humorvolle „Wie bin ich krank" — dieses ein Meisterstück in der Deklamation ebenso wie das „Wenn du zu meinem Schützlein kommst". — Im Balladenton erhebt sich daneben die düstere „Judentochter", inj der Töne höchster, verzehrender Leidenschaft angeschlagen werden. Entzückend fein ist die Behandlung des Refrains „Trabe, Rößleiu, trabe" in dem Lied „Spazieren wollt'' ich reiten"; bei konsequenter Beibehaltung des Rhythmus des trabenden Rößleins welche Abwechselung im einzelnen! Ganz besonders gelungen erscheinen uns „Ehestand der Freude" in seiner kräftigen, gesunden Sinnen- freude und Festesstimmung und „Zierlichkeit des Schäferlebens", ein Rvkokostückchen von intimstem Reiz, bei dem man die festlich geschmückten Schäferpaare sich förmlich im Menuettschritt drehen; sieht! Die prächtigen Lieder liegen in der Musikalienhandlung von Ernst Challier hier aus: möchten sie fleißig begehrt und gesungen werden, sanglich sind sie im besten Sinne des Wortes, erfordern allerdings vont Sänger wie vom Begleiter eine reife Technik.. Aber daran ist man ja bei modernen Liedern gewöhnt, die durchweg mit komplizierten Kunstmitteln arbeiten, als die älteren! Komponisten sie kannten. Wer die Mühe des Studiums dieser Lieder nicht scheut, wird sich reich belohnt finden^ —i—. Vermachtes. * D i e H e r ku n ft der Reseda. Nach Mitteilungen, die der Berliner Universitätsprofessor Geh. Rat Paul Aschersou; vor kurzem veröffentlicht hat, ist als Ursprungsort unserer Reseda nicht Aegypten, wie man früher meist annahm, sondern das nördliche Afrika anzusehen. In Europa wurde sie nm' die Mitte des 18. Jahrhunderts eingeführt und verbreitete sich rasch derart, daß man bald fünfzig verschiedene Arten zählte. Linne erwähnt! sie zuerst 1759, Albrecht von Haller führt sie bereits 1753 als Reseda aegyptiaca odoratifsima Granzer an. Granger war der Name eines französischen Arztes, der das anmutige Pflänzchen 1733 auf einer Forschungsreise in Tripolis sah und Samen davon an den Jardin des Plantes in Paris sandte. Dadurch, daß, er die Sendung mit anderen Dingen von Aegypten ausgehen ließ, scheint die Annahme entstanden zu sein, die Reseda stamme aus dem Pharaonenreiche. Im Pariser Botanischen Garten wurde sie bann im Jahre 1737 zum ersten Male ausgesät. In ihrer Urheimat aber, der alten. Landschaft Chrenaica im heutigen Tripolis,- kommt 'die Reseda noch heute vielfach wildwachsend in Felsenspalten und an grasigen Abhängen vor, wie der Berliner Botaniker! Taubert schon 1887 bei einer Forschungsreise feststellen konnte. * Sein Ziel erreicht. „Was ist ans, Ihrem Sohne! geworden, der fest überzeugt war, daß die Welt einst noch von ihm hören wird?" — „Er ist jetzt Paukenschläger int Hoforchester !" *' Reserviert. „Der junge Doktor Kühlmann hat dir das Heiraten verboten, Else?" —- „Ja, damit ich ihm nicht von anderen' weggeschnappt werde; gestern hat er sich schon im Aus- lunftsburcau über uns erkundigt." Ar'rtlmsgriph. 1 2 4 8 eine Münze. 2 13 4 Strom in Asien. 3 4 9 schweizerischer Kanton. 4 3 1 berauschendes Getränk. 3 8 2 1 9 Landscha't in Tentsch-Ostasinka. 5 2 1 2 6 babylonische Gottheit. 6 7 4 9 5 italienischer Maler. 7 4 5 8 Stadt in Russland. 8 2 5 7 türkische Insel. 2 17 5 Prophet des alten Testamentes. 9 5 2 4 Flnß in Bayern. Tie Anfangsbuchstaben der gefundenen Wörter ergeben der Reihe nach von oben nach -unten gelesen den Namen eines Romanschriststellers. Auslösung in nächster -Nummer. Auflösung des Rösselsprungs in voriger Nummer: Nicht Bessers weif; ich mir an Sonn- und Feiertagen, Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei, Wenn hinten, weit, in der Türkei, Die Völker auf einander schlagen. Goethe. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen»