m» Samstag tat (5. Januar «DZ äTTplW ®Ä1 oar.aufg- h.'nöii. 6itssen "MW •Mi Sommerseele. Von Helene Böhlau. (Nachdruck verboten.) ^■rrtfcbiing.) Nachts träumte die Pfarrerin, ein weicher, lautlos fliegender Vogel flöge an ihr vorüber und streifte sie mit den Flügeln — und streifte sie immer wieder und wieder. Sie dachte im Traum: das ist nun eine Schleiereule, und war begierig, sie zu sehen. Der Vogel war aber so schnell im Flug, daß sie nie einen Eindruck von ihm haben konnte — dann war eis ihr, als sagte die Schleiereule „Mutter" zu ihr — „Mutter!" — ganz leise, wie aus der Ferne, und sie erwachte und sah ihre Tochter Alma angekleidet vor sich stehen. Die sagte wie geistesabwesend in einer wie von Weh durchtränkten Betonung: „Mutter — Mutter?" „Ja, was machst du denn da, Kind?" fragte die Pfarrerin schlaftrunken. Alina antwortete nicht gleich. Sie hatte das kleine, offen brennende Oellämpchen in der Hand, „Mutter," sagte sie, „es wird jetzt schon hell." „Ach, es ist noch tiefe Nacht. —: Du hast ja Licht gemacht." „Nein," sagte Alma, „es brennt noch von abend her." (Jetzt war die Pfarrerin ganz munter und setzte sich im Bette auf. „Hast du noch gar nicht geschlafen?" Das Mädchen stand gerade aufgerichtet mit dem Lämp- chen in der Hand. — „Mutter," sagte sie, „ist es denn mög- lich, einen Menschen so zu lieben, daß man ohne ihn gar nichts inehr ist?" „Kind," antwortete die Pfarrerin ernst, „ich habe euren Vater sehr lieb gehabt und bin nun doch eure gute Mutter geblieben." — Alma schien nicht auf sie zu achten. „Es heißt," sagte die Pfarrerin, „du sollst nicht andere Götter haben neben mir. — Wir sollen Gott über alles lieben." „Gott — Gott — ach — ja Gott!" sagte das Mädchen langsam vor sich hin. „Alma, du träumst ja, du bist ja gar nicht recht wach, Kind, was ist dir denn?" „So bang'," sagte sie. — „Ach Mutter, steh' doch auf und geh' mit mir hinaus vors Haus, ins Feld, da wird mir's besser werden." „Alma, tote kommst du mir denn vor? — Jetzt bei nacht!" „Es lvird schon hell — komm mit!" bat das Mädchen Dringlich. „Nun, weshalb denn nicht?" Die Pfarrerin erhob sich. Während sie ihre Strümpfe änzog, schaute sie besorgt auf die Tochter, die immer noch mit deut Lämpchen stand. „Setz' doch die Lampe nieder, Alma, und mach' die Läden auf!" Alma tat es, wie in Gedanken verloren, und die erstes Morgeudäntmerung drang ins Zimmer. Tie Pfarrerin spülte sich das Gesicht ab, um völlig wach zu werden. „So, nun können wir gehen!" meinte sie. Alma nahm der Mutter Hand, als sie aus dem Pförtchen getreten waren. „Merkst du," sagte die Pfarrerin, „jetzt istfs in den Linden still, jetzt schlafen die Bienen." Kett: Lüftchen regte sich noch. Das matte Licht ivar gleichmäßig weißgrau. Die Aehrenfelder lagen wie schlafend. Es war die große, tiefe Stille der ersten Morgendämmerung. Kein Bewußtsein tvachte rings umher. Das gibt dieser stillen, stillen Stunde das Urweltliche — das Herzbeklemmende. — Das Wort erstirbt im Munde. So gingen Mutier und Tochter auch schweigend int großen Schweigen. Die erste Lerche schmetterte aus grauem Licht ihr Lied. Wie gewaltig das klang, als erfüllte ihr Gesang den ganzen Himmelsraum. „Mutter" — sagte das Mädchen, „vor kurzem noch kannte ich ihn nicht. Kannst du dir das vorstellen?" „Ach, Kind, red' doch nicht so!" „Sag' mir, mtlß eine solche Liebe auch wieder vergehen? Ist das möglich?" „Gewiß, Kind —. sie muß zu Ende gehen, denk' doch selbst!" Die Pfarrerin spürte, wie die brennende Hand ihres Mädchens itt der ihren aufzuckte. Mein Gott, dachte die Frau, wie sie leidet! Sie ist zu klug, um tticht alles zu sehen. „Sag' mir," bat Alma, „wie war mein allererster Tag aus Erden? — Schien die Sonne?" „Ja," sagte die Pfarrerin, „du warst ja mein einziges Sommerkind, kaum warst du geboren und in die Wiege gelegt, da wurde die Wiege ans offene Fenster gestellt. Es war mittags zwölf Uhr und zur Rosenzeit: aber das weißt du ja. Die Kletterrosen nickten zum Fenster herein. Draußen ivar es wundervoll sonnig. Die Bauern waren alle zur Heuernte hinaus. Das Dorf war ganz still, und ich lag in meinem Bett und war voller Dank und Freude über dich. Der Vater hatte sich zu seinen drei Mädchen gar sehr einen Buben gewünscht. Als er dich aber so friedlich in deinen Kissen liegen sah, tvar auch er voller Freude über sein viertes Töchterchen und legte dir eine frische Rose auf deine Wiege." „Und man wird geboren, um zu sterben. — Mir ist so angst" — sagte Alina leise; „ich bin nicht mehr mein eigen — wohin er geht, zieht er mich »rach. — Ich möchte wieder »nir selbst gehören, es war doch alles so schön und ruhig." 30 „Ja, titeln Kind, das mnß alles wieder so werden wie tzs war." „Wo er and) hingeht, kann er mich nicht gebrauchen. Ick) seh ihn da und dort. Ach, Mutter, so werd' ich ihm bald lästig werden!" Sie setzte sich auf einen Grasrain am Wege wie erschöpft nieder und lehnte den Kopf an ihrer Mutter Schulter. „Ms du den Vater liebtest, war es da auch, als hättest du im Herzen eine Wunde und dein Leben flösse da heraus; auch wenn du die Hände darauf preßtest — es nützte nichts?" Tas Mädchen preßte die Hände aufs Herz, als wenn sie eine Wunde schließen wollte. „Nein," sagte die Mutter, „Alma, tuir war, als strömte das Leben mir von allen Seiten zu, als würde ich täglich besser und glücklicher." „Ich liebe ihn zu sehr — zu sehr!" schluchzte das Mädchen auf und sank ihrer Mutter an die Brust. „Deine Stirn glüht so und deine Hände," sagte die Pfarrerin. „Mein Kopf schmerzt so sehr/ Der Pfarrerin iZard es ganz angst, wie sie in der lebenverlassenen, ersten Morgenfriche in der großen Stille mit ihrem armen Mädchen mitten zwischen den Kornfeldern saß. Ihr Kind hielt sich setzt so still bei ihr, als wäre es hingelehnt, bei ihr eingeschlafen. „Mma," sagte die Pfarrerin leise, aber sie bekam keine Antwort. Sie faßte die Hand, die matt herabhing; die brannte wie Feuer, das Gesicht glühte, und das Herz schlug so schnell und heftig, daß sie es spürte. Krank ist sie, dachte die Pfarrerin bang. Krank war sie, als sie mich weckte. Unbegreiflich war es der Pfarrerin erschienen, daß ihr gutes, rücksichtsvolles Kind sie geweckt hatte — und jetzt verstand sie es schreckvoll. „Mma, hör' doch —" „Laß mich, laß mich, Mntterchen!" kam leise, wie schlaftrunken die Antwort. „Ich will noch ein bißchen im Bett bleiben." Sie lag ganz regungslos, die Pfarrerin, über sie gebeugt, spürte ihren heißen Atem. Mndwellen fuhren über die Felder hin. Es wogte rings umher. Die Wolken strahlten rosig, die Sonne ging «uf. Bon all der Herrlichkeit sah die Pfarrerin nichts. — „Komm, Mma, komm, komm, Kind!" Keine Antwort. Sie war ganz in sich versunken, lag mit halbgeschlossenen Augen und atmete sehr schnell. Zeit auf Zeit verstrich. Das Mädchen lag teilnahmlos mit dem Kopf auf der Mutter Schoß. Endlich wußte die Pfarrerin sich nicht mehr zu helfen Und versuchte, sich und Alma anfzurichten. „Ja, ja, Mütterchen, ja — ja," sagte das Mädchen dabei in einem führend zustimmenden Ton. Sie waren nicht gar iveit vom Hause. Die Pfarrerin hob ihr armes Mädchen mühselig in die Höhe, stützte sie, so daß sie sie fast trug, und schleppte sich mit ihr dem Hause zu. Dort legte die Pfarrerin sie in das Be^t mit den Dornenkronen und den brennenden, durchstochenen Herzen nieder und setzte sich an den Tisch und vergrub den Kopf in den Händen. Die junge Witwe kam, um der Mutter wie jeden Morgen dis Fensterläden zu öffnen. „Ja, was ist dir, Mutter?" „Mma ist krank, ruft Uerle, daß er uns den Doktor schickt, wenn er zur Stadt geht!" Mma lag ganz teilnahmlos in ihren Kleidern auf der Mütter Bett. ' „Bist du schon die ganze Nacht auf, Muttercheir? Ja, was ist denn? Was ist beim?' Die junge Witwe trat ans Bett ihrer Schwester und fühlte die starke Hitze, die von ihr ausging. „Fieber!" meinte sie ganz ratlos. „Hilf mir sie auskleiden," sagte die Pfarrerin. Ms die Kleider, in denen sie gestern so schön und glückselig war, von ihr abgestreift waren, schlugen ihr die Zähne vor Frost aufeinander. Die Frauen hüllten sie warm ein, ober der böse Frost ließ nicht von ihr ab, warf ihren Körper hin und her. Man sah, wie die Schauer ihr über die brennende Haut fuhren, —: „Ach, was macht ihr denn mit mir? — Was macht W denn mit mir?" Die beiden anderen Schwestern kamen; eine lief zu Uerle, der war auch gar bald zur Stelle. „Sie ist nicht bei sich, Uerle," sagte die Pfarrerin in großer Bangigkeit, als er eintrat Da war es aber, als wenn sie Uerles Nähe spürte, „Uerle," sagte sie leise, von Frost geschüttelt. „Er soll nicht zu mir heraufkommen. — Er soll mich nicht so krank sehen.--Wenn ich es nicht weiß, könnte er hereinkommen. — Niemand darf ihn hereinlassen!" sagte sie angstvoll. — „Versprechen, Uerle, versprechen I — Ich kann nicht wach bleiben." „Gewiß nicht, Mma, bis Sie gesund sind!" Sie nickte. Die Augenlider lagen schwer über den Augen. (Schluß folgt.) Alte und neue ttostüme. Eine Anregung. Bon Professor Hermann Kaulbach*). Es ist.ein schönes Bderkmak unserer Zeit, daß sie in dem lebenden Geschlecht den Sinn und die Pietät für das Vergangene erweckt und betätigt. Große Städte und kleine Ortschaften unseres! Vaterlandes rechnen es sich zur Ehre und Pflicht, Museen und Sammlungen zu schaffen, in denen die Trachten und Geräte unserer Vorfahren in der Mannigfaltigkeit ihrer Geschmacksrichtung und ihrer Bedürfnisse gezeigt und so vor dem Untergang bewahrt werden. Neben prähistorischen und römischen Ausgrabung««! prangen die kunstvollen Rüstungen des Mittelalters und leuchten die schweren Seidenstoffe der Zopfzeit neben den spießbürgerlich geblumten Fähnchen unserer Großmutter. Aber mit diesen ist es in den Sammlungen fast überall zu Ende. Es ist, als ob die charakteristischen Gewänder der folgenden Geschlechter mach nicht des Aufbewahrens würdig wären. So kommt es, daß unsero Kinder schon nicht mehr wissen, wie ihre Großeltern sich getragen haben, noch weniger (wenn nickst eine verblaßte Photoi- graphie zu Hilfe kommt), wie der Vater gekleidet war, als er die Mutter in der Tanzstunde kennen lernte. Warum das? Warum dieser Halt vor einer Zeit, die wir noch miterlebt haben? Muß eine Bäode erst den hundertsten Geburtstag ihrer „Erfindung" begangen haben, um für uns interessant zu werden? Wird ein Kostüm oder ein Kleidungsstück erst dann begehrenswert, wenn cs den hundertjährigen Leidensweg aus dem modrigen Speicherschranke durch zahllose Antiguitätcw läden, durch Malerateliers und Maskcngarderoben zurückgeleigt hat? Sind die politischen Ereignisse unserer Gegenwart etwa deshalb weniger wichtig und bedeutungsvoll, weil wir sie täglich miterleben und weit wir sie täglich im Morgenblatt lesen können? Ist eine Mode deshalb weniger fiiiturgeschichtliches Moment, weil sie uns noch auf lebenden Menschen und tn den SclMufenstern! an der Straße statt in den Glas schränken der Museen entgcgeit- triti? Jede Bibliothek sammelt die Tageszeitungen, die Witzblätter, alle die ephemeren Kundgebungen der Gegenwart, denn! sie bilden ein wertvolles! Merkmal ihres Denkens und Empfindens. Aber die Kunst- und Kostümsammtungen machen, soweit ich sie kenne, unerbittlich Halt an der Schwelle des vorigen Jahrhunderts, sie schließen ab mit der sogenannten Biedermeierzeit, gerade als ob diese das nicht zu übertreffende Ideal menschlicher Kleidung geschaffen hätte. Warum gehen die Sammler nicht weiter bis auf unsere Zeit, bis ans die Stunde!, in deo x< i Diese Zellen! schreibe? Wo findet man in den Museen die Krinotinrnröcke, die Mantillen, die geblümten Schals unserer Mütter, Ivo jene großen! Damenstrohhüte, die man „letzter Versuch" nannte?. Holt sie! Euch doch, Ihr Museumsdirektoren, so lange sie noch zu haben! sind! Sie liegen ja noch in den alie.it Truhen und in den! Schränken der Kinder und Enkel! Holt sie, erbettelt sie Euch, jetzt, und überlasset diese Arbeit nicht einer späteren Generation, für die es viel schwerer und — kostspieliger sein wird, diese dann! endlich „historisch" gewordenen Kostbarkeiten zu sammeln! Als ich kürzlich durch die Kostümsäle unseres Nationalmuseums wanderte, begegnete mar eine äußerst elegant gekleidete junge! Dame; sie trug einen jener Hüte, dio an alles eher, als an eine Kopfbedeckung erinnern. Strohgeslecht, Federn, Blumen, ein Auto- mobilschleier darüber, all dies durchspießt mit langen goldenen! Nadeln — es war ein Chaos von Sonderbarkeiten, lieber ihre Schultern hatte sie einen».leuchtenden Kimono geworfen, ein Traum! in Farbe und Schnitt. Am Handgelenk hing ihr ein Täschchen- glitzernd, schillernd, weiß Gott, aus welchem Stoss gemacht. Ja, warum läßt sich eine Kbstümsammlung solch ein Prachtstück weiblicher Mode vom Jahre 1909 entgehen? Ist- dies gtz- *) Tie „Münchener Neuesten Nachrichten" VM'öffeUtlichen den folgenden Aufsatz des Kürzlich verstorbenen Kchrstlers, der auch! bei unseren Lesern zweifellos großes Interesse finden wird. 31 Wmüisbvllö Fron Frvu tioit heule nicht ebenso merftttüzbig1, Ivie das geblümte Kattnnkkidchen unserer Großmutter? Unsere heutige Mode wechselt so rasch und unser heutiges Geschlecht hat so wenig Sinn, Mutze und Platz zum Aufbewahren solcher au sich größtenteils wertloser Eintagsdinge, daß vielleicht in einigen Monaten von all dem närrischen, koketten, blödsinnigen, berückenden Krimskrams nichts, aber gar nichts mehr da sein wird. Und was dann? Wie will Wan sich nach nur drei Jkhreft Kittel Kollektion der 1909 getragenen Damen hüte verschaffen? Noch eins! Wir stehen in der Kindheit des Auto- und Luftschiffverkehrs. Wurde es für unsere NackMmmen nicht von höchstem Interesse sein, die ersten wSnnlichsm und weiblichen Auto-- und Luftschiffmoden im Original sehen zu können? Sie lverdett sicher darüber lüchieln, so wie wir jetzt über die kindliche Gestalt der ersten Lokomotive lächeln, aber sie werden uns dankbar sein, daß wir weitschauend» in unserer Zeit an die kommend« gedacht haben. Es ist wahr, wir haben Photographien, Kinemlatographen Mrd .Zeichnungen von den Modesonderbarkeiten rurserer Zeit in Hülle Mid Fülle, aber das genügt nicht. Jeder Maler, der einmal versucht hat, nach allen Stichen (und wären diese selbst von Chvdowiecky) ein Kostüm herzustellen, !veiß, wie unzureichend für solchen Zweck selbst die beste Zeichnung ist. Und die sogenannten Reformkostüme! Wie lang wird es dauern, und sie .sind verschwunden, vergessen! Und doch haben sie einmal die weiblichen Gemüter bewegt und beschäftigt,. wenn auch die Gestalten, die sich in dieser Weise drapierten, nicht immer die hierzu berufensten waren. Wie merkwürdig würde sich aber «ins Sammlung solcher Resbrmkostüme ausnehmen! Merkwürdig nicht nur den späteren Geschlechtern, sondern auch schon uns, die Wir all dies noch mitcrlebt haben! — Ich bin mit meiner bescheidenen Plauderei, die nichts als eine Anregung sein soll, zu Ende. Freilich ließe sich noch manches beifügen, was der Erinnerung wert wäre. Wie merkwürdig ist rs zum Beispiel, daß sich seit einigen Jähren neben der plh- bergebrachten durch Volkslrachtenvereine geförderten Nativnal- rleidnug unserer bayerischen Berge ein eigenes Kostüm zu entwickeln scheint, das die weiblichen Sommerfrischler aus der Stadt Mit aufs Land bringen, das, so wie es ist, nie und nirgends getragen wurde, und das internationalen Charakter hat, Tirol, Steiermark, Tegernsee, Norwegen! Auch! diese Erscheinung unserer Zett verdiente es, sestgehalben zu werden. Oh sie schön ist oder nicht, Mwint hier nicht in Frage. Für uns muß es genügen, ihr Dasein zu lbnstatteren. Denn wer weiß, ob aus diesen etwas konfusen Anfängen sich nicht noch das entwickelt, was inan eine Tracht, ein Kostüm nennt? — Doch genug der Anregung, und der Fragen. Ich fürchte, schon diese werden genügen, mir die Ungnade Mer jener Museumsdirektoren zuzuziehen, die (und das tun ja doch die meisten) sich über Mailgel an Platz zu beklagen haben. „Auch iwch moderne Kostüme? Wo kommen wir hin? Wo ist da ein Ende?" Ein Ende? Niemals, meine Herren, so lange es Moden, das heißt Menschen gibt! Und wenn in den letzt bestehenden Museen svirklich kein Raum mehr stir die heutigen und künftigen Mode- thpen sein sollte, wie wäre «cs, wenn man in Deutschland sich entschlösse, ein Museum zu gründen, in welchem die Mode unserer Zeit in charakteristischen Typen uns und unseren Enkeln erhalten würde? __________ von Dr. Steins Forschungsreise in Senlral-Asien erstattet der Gelehrte selbst einen ausführlichen Bericht, dessen erster Teil in der Umschau erschienen ist. Bereits auf seiner Reise 1900/01 war er bei Grabungen im Süden der Taklawakan-Wüsto aus die Ruinen alter Wohnstätten und Tempel gestoßen, die seit langen Jahrhunderten in ihrem Sandgrabe wohlbewahrt schlummerten und völlig neues Licht auf eine interessante alte Kultur warfen. Eine reiche Zivilisation, aus indischen, chinesischen und antikklassischen Einflüssen geboren, hatte einst in diesen Oasen des Tarimbeckens geblüht; davon gaben prächtige Skulpturen und Malereien, Reste alter Mauern und Bewäfse- rnnaskanäle ein stolzes Zeugnis. Jur April 1906 brach nun Stein zu einer neuen Reise auf, um diese Stätten ergebuis- rercher Arbeit weiter zu durchforschen. Sein Weg führte ihn vom Fort Chakdarra zunächst durch Gebiete, die einst den Sivgesz-ug Alexanders gesehen hatten und in denen zahlreiche Ruinen aus lutddhistischer Zeit sich erhoben. Die Gebirge waren noch mit gewaltigen 'Schneemassen bedeckt und mußten unter großen Mühen und Gefahren überschritten werden. Im Juni brach Stein von Kachgar aus Und erreichte Anfang August Khotan, das auch bei seiner vorigen Reise feine Operatronsbasis gebildet hatte. Die archäologische Kampagne in der Wüste, begann nnt der Untersuchung der Trümmerstätten nördlich von Hanguya- Kanton. Eine Reihe schöner Stuckreliefs, die einem buddhistischen Tempel aus dem 5,-6, Jahrhundert n. Ehr. entstammten, wurden geborgen. Sehr zahlreich waren die beschriebenen Holztäfelchen und Handschriften in Sanskrit, Chinesisch, Tibetisch und der unbekannten alten Sprache Khotans, die -aus den Schutthaufen der zerstörten Tempel- ruinen ans Licht traten. Kunststil und Münzfunde wiesen» deutlich aus die zweite Hälfte des 8. Jahrhunderts n. Chv., als die Zeit, zu der diese Siedlungen verlassen wurden. Wett älter war ein anderer Ruinenplatz, mehrere Tagemärsche jenseits des Punktes, wo der Myafluß im Wüstensande versiegt. Hier stieß man in fast jedem der ausgegrq- benen Häuser auf Schriftfunde, schön gearbeitete rechteckige hölzerne Täfelchen mit genau paffenden, als Umschlag dienenden Deckstücken, wie sie für die amtlichen Dokumente gebraucht wurden, dann auf keilförmige Doppeltäfekchen für yalboffizielle Korrespondenz und auf einfache Brettchen für Aufzeichnungen, alles in indischer Schrift und Sprache, die die letzten Bewohner um die Mitte des 3. Jahrhunderts n. Ehr. als „Makulatur" zurückgelassen hatten. Ein besonders reicher Fund an alten Dokumenten glückte in dem Hause eines höheren Beamten, in dem man in einem geheimen Versteck eine Menge von noch uneröffneten, mit völlig intakten Tonsiegeln und Umschnürungen versehenen Schriftstücken entdeckte. Die Siegel zeigten zumeist Ab<- drücke nach antiken Gemmen mit Darstellungen des EroS, der Athene, des .Herakles usw. Stach» diesen ergebnrsreichen Arbeiten wurde eine Expedition zu den von Sven Hsdin im Jahre 1900 entdeckten Ruinenstätten nördlich von Lop nox unternommen. In der wasserlosen Wüste, bet dem eisigen Nordostwind und der Kälte von über 18 Grad Celsius war die Reise ein schwieriges Beginnen, denn die Arbeite» mußten süns Wochen lang in der öden Wüste Nahrung und Trank erhalten. Das notwendige Wasser wurde in Form von Eis mitgeführt. Die Nachgrabungen in den Bauresten der verschiedenen Ruinengruppen lohnten aber reichlich die Mühe. Sogar im äußersten Osten des Tarim- beckens hatte sich eine imposante Kultur und Kunst entwickelt; die architektonischen und kunstgewerblichen Arbeiten zeigen deutlich jenen grako-buddhistifchen Kunststil, der im! nordwestlichen Indien unter dem Einfluß der Antike in den letzten Jahrhunderten vor und den ersten Jahrhunderten nach Ehr. geblüht hat. Soweit auch das Lop-nor-Gebiet von Khotan entfernt ist, fo hat doch der indische Einfluß» biA hierhin sich erstreckt. Das erwiesen auch 'Dokumente in indischer Schrift und Sprache, die neben chinesischen Schriftstücken gesunden wurden. Auch diese Stätten sind etwa m der zweiten Hälfte des dritten nachchristlichen Jahrhunderts von ihren Bewohnern verlassen worden. Ende des Jahres 1906 waren hier die Arbeiten beendet. Die Kälte war bis auf 27 Grad Zelsius gestiegen, die eisigen Winde führten Krankheitsfälle herbei. In dieser schrecklichen Witterung wurde' nach höchst beschwerlichem achttägigem Marsch das verfallene Fort Miran mit seinen umliegenden Ruinen durchforscht. Außer zahlreichen Dokumenten zur tibetanischen Geschichte wurden in den Schutthügeln der buddhistischen Tempel zahlreiche Kunstwerke aufgefunden, so Torsos kolossaler sitzender Bnddhastatuen und herrliche, wenn auch schwer beschädigte Wandfresken, die in Auffassung und Behandlung so ausgeprägten westlich-klassischen Stil zeigten, daß tmni vor ihnen eher an den Schmuck einer römischen Billa Kleinasiens, als an den eines Buddhaheiligtums an der Westgrenze des eigentlichen Chinas denken mochte. Auch diese Heiligtümer wurden irrt 3. Jahrhundert n. Chr. verlassen. Bon den Fresken wurde ein großer Teil abgelöst und mitgenommen. Attf einem uralten, ttoch von Marco Polo erwähnten Wüstenweg zog dann die Karawane der Tunhuang-Oase zu, die an der Westgrenze der chinesischen Provinz Kansu liegt. Fünf Tagemärsche von ihr entfernt stieß Stein zum erstenmal auf verfallene Wachttürme und entdeckte bald auch Spuren einer sie verbindenden Mauer. Ein sehr altes Bauwerk war entdeckt, ein riesiger Grenzwall, der in Zweck und Anlage der noch heute bestehenden „Großen Mauer" an der Kansugrenze entsprach. Der „Limes" wurde nun in der noch winterlichen Wüste eingehend untersucht. In Abständen von 3 bis 5 km erhoben sich die massiven Wachttürme mit den bescheidenen Stationen für die Posten. Aus zahlreich gefundenen chinesischen Schriftstücken ging hervor, daß die Erbauung dieses Grenzwalles am Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. erfolgte, als unter Kaiser Wu-ti die Ausdehnung der chinesischen Macht nach! Zentralasien begann- Mit bewunderungswürdigem Scharfblick halten die alten chinesischen Ingenieure den Bau an- 32 'gelegt und zu seiner Verstärkung SÄzsümpfe und Seen benutzt. Ein imposanter, 160 m langer, palastähnlicher Hallenbau hatte als Magazin gedient- Die chinesischen Schriftstücke, von denen gegen 2000 gefunden wurden, sind weit älter als irgendwelche anderen bis jetzt in Zentral- Asieu oder China gefundenen Original-Dokumente, und geben ein anschauliches Bild vom Leben dieser in der Wüste wachehaltenden, alten chinesischen Besatzungen. Dermifcbtes* * Reisegepäck. Tas Gepäck wird gegen Rückgabe des Gepäckscheines ausgeliefert. Tic Eisenbahn ist nicht verpflichtet, die Berechtigung des Inhabers zu prüfen. Wird Gepäck nicht innerhalb 24 Stunden nach Ankunft des Zuges abgehvlt (bei Ankunft nach 6 Uhr abends vorn nächsten Morgen 8 Uhr an gerechnet), so ist Lagergeld zu entrichten. Wird der Gepäckschein nicht bet? gebracht, so ist die Eisenbahn Mr Ausliefermrg des Gepäcks nur verpflichtet, «ernt die .Empfangsberechtigung glaubhaft gemacht wird; auch kamt Sicherheitsleistung verlangt werden. Die Eisenbahn hastet für Reisegepäck wie für Frachtgut, für den Gepäckträgern übergebenes Gepäck wie für Reisegepäck, für aufbewahrtes Gepäck als Verwahrer. Für Verlust haftet sie nur, wenn das Gepäck binnen 14 Tagen nach Ankunft des Zuges abgefordcrt wurde. Ms verloren gilt es 3 Tage nach Ankunft des Zuges. Wird es wiedcrgefuirden, so kann der Reisende binnen 30 Tagen nach Empfang der Mitteilung Aushändigung gegen Auszahlung des Schadensersatzes verlangett. Für Uebrrschreitung der Lieferfrist haftet die Eisenbahn — es fei berat, daß sie die Ursache wedep herbeifiihrte noch abzuwenden veriuochte — nicht nur, wo Schaden nackgewiesen ist, sondern auch, wenn er nicht entstanden oder rächt nachgewieserr ist, in beiden Fällen in verschiedener Höhe, und je nachdem daS Interesse an der Lieferung angegeben war oder nicht. (§§ 30 ff. Eifettbahnverkehrsordnung vom 23. Dezember 1908.) * Versinkende Ortschaften. Ter Einsturz des Krankenhauses von Raibl in Kärnten, das ntit seinen Insassen in einem sich öffnenden Erdschlund versunken ist, ist ein Ereignis, das in allen vom Bergbau unterwühlten Gegenden nicht zu den Seltenheiten gehört. Ter ursächliche Vorgang ist dabei immer derselbe. Ter vorschreitende Abbmi der Mineralien in bett Grubenfeldern schafft fortgesetzt große Hohlräume unter der Erde, die in absehbarer Zeit zu Bruche gehen und beben tenbe Senkungen ack der Oberfläche nach sich ziehen müssen, sobald die eben nicht für die Ewigkeit berechneten bergmännischen Zimmerungen vermorscht sind. Ter rationelle Bergbau läßt deshalb in jedem Bergwerks- hvriMit ausreichend starke Gesteinspfeiler stehen, die das Hängende trage« und stillt die HMräume mit taubem Gestein an. Ter Raubbau in vergangenen Zeiten (und bei mangelnder Mutvolle auch in der Gegenwart) sieht deut Kommende« tatenlos zu in der Hofsming, daß die bett Hohlräumen übergelagerten Schichten schon in sich selbst genügende Tragfähigkeit haben werden. Besonders gefährliche Verhältnisse entstehen, roemt im Saliuen-Be- triebe in die erbohrten Salzlager Wasser gepuntpt wird, das später als gesättigte Lauge wieder gehoben uitb der Verarbeitung zugeführt wird. Selbstverständlich sind die dabei entstehenden Hohl- tiittnte nach Lage und Größe ««.berechenbar tmb brechen häufig auch erst nach Jahrzehnten imb Menschenaltern zusaminen. Diese unver- antwortliche Betriebsart, die in der Umgebung von Staßfurt und Leopoldshall noch in' der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts geübt wurde, hat die schweren Beschädigungen zur Folge gehabt, die zuletzt nn Minter von 1903 auf 1904 in Staßfurt eintraten imb die Stadt nut einem ungewissen Schicksal bedrohen. Auch in Schneidemühl rm Kreise Kalmar jn der Provinz Posen wurden im Jahre 1893 durch das Hervorbrechen einer starken Salzgnelle und nachfolgende Bodensenkungen schwere Verwüstungen angerichtet. Gänzlich un- gewtßist ferner das einstige Schicksal! der 7000 Einwohner zählenden, galizischen Stadt Wieliezka bei Krakau, ans dessen berühmtem 'Salzbergwerk.schon seit mehr als 1000 Jahren Salz herausgeholt wird und wo seit alter Zeit Höhlen und Gänge bestehen, in die sich Niemand mehr hineingetrant. Ter deutsche Kohlenbergbau in West- falen Oberschlesteu und in anderen Kohlelnbecken ist schon lange so vorstchttg, die bäuerlichen Amvesen anfzukausen, unter denen sich Flöze befinden. Sehr arg haben Bodensenkungen vor wenigen wahren dem Bergstädtchen Motherwell in Schottland mitgespielt, wv die wurme und mehr als 70 Häuser versanken und sämtliche Erseubahnltnien unfahrbar wurden. Ganz andere Ursachen ivarett bet den zahlreichen Katastrophen wirksam, von denen die Ka-itons- yanpls.abc Zug tu der Schweiz im Laufe der Jahrhunderte be= Wen wurde. Hier war das unsichere Borland am Gestade des 200 Meter tiefen Lees der Anlaß zum Unheil. Hier versanken schon am. 4. Marz 1435 bte „Niedere Gasse" der Altstadt mit 26 Hausern Md 60 Personen, lo94 stürzten wieder einige Häuser ^a*nnnn £ 'S?1'11 ^b87 endlich versank aufs neue eine Fläche von 9000 Quavratmetern' mit mehr als 20 Gebäuden in der Vor- lstadt in den Fluten, wobei elf Mensche« umtämen. italienische Marineleutnant Betteloni im Bulletin der italienischen geographischen Gesellschaft. Die ärmsten Klassen sind Wohl mäßig und begnügen sich mit einem in Wasser gekochten Reis- ober Maisgericht, aber hier ist nur der Zwang der Vater bet Tugend: sobald auch nur der ärmste Chinese im Stande ist, sich leckere Tafelfreuden zu bereiten, so zögert er nicht, sondern speist außerordentlich stark und mit großem Raffinement. Und in dieser Neigung wird er unterstützt durch die für europäische Begriffe fabelhafte Billigkeit der Lebensmittel; Fleisch, Gemüse und Zutaten sind so billig, daß eilt Chinese mit 20—30 Pfennig für den Tag nicht nur gut, sonder« sogar ausgezeichnet leben kann. Mit einem Haushaltungsgeld von 20 Mark im Monat kann der Chinese sich täglich eine Tafel bereiten, die der europäisch)« Arbeiter selbst alt, Feiertagen sich kaum gönnen kann: Gemüse, Eier, Fisch, Schweinefleisch, Hammelfleisch, Reis und Tee. Die Berichte von den bisweilen widerlichen Leckerbissen der Chinesen sind fast immer übertrieben; in Südchina wird zwar Hundefleisch gegessen, aber es ist kein Nationalgericht, und die Legende, daß jeder gute Chiness täglich Hundefleisch essen müsse, entstammt dem Reich der Fabel. Literatur. — Wintersport i n Tirol ist das neueste Bändchen der Griebenschen Reiseführer, das im Verlag von Albert Goldschmidt, Berlin W. 35, erschienen ist. Auf 136 Seiten ist in knapper, übersichtlicher Form alM Wissenswerte von Rnd. Gvmperz mit Unterstützung der Tiroler Äintersportvereine zu- sammeitgestellt worden. Ter Führer wird jedem eine verläßliche Handhabe bieten. Tas Kartemnaterial ist mit Sorgfalt zusammengestellt, u. a. die Karten der beiden wichtigsten Tiroler Schigebiete, um Kitzbühel und des Arllwtggebietes. Jn bezug auf die reinen Spottverhältnisse wurde versucht, bis zum Tags des Erscheinens den tatsächlichen Zustand festzuhalten. Daß auch die Unterkunstsverhältnisse eingehend berücksichtigt sind, versteht sich von selbst, und es ist in« Interesse des Wintersports sehr er- fteülich, daß in allem nur das sportliche Interesse inaßgebeitd lvar. — Lebensbilder aus bet Tierwelt. HerauSge- geben von H. Meerwarth. 1. Band: Säuger, Lieferung 1. 1. Band: Vögel, Lieferung 1. 5.—10. Tausend. R. Vvigtländcrs Verlag in Leipzig. Nachdem C. G. Schillings in seinen epochemachendes Werken zum erstenmal nicht verbesserte Photographien freilebender Tiere Afrikas veröffentlicht hatte, regte sich überall der Wunsch, ein gleiches Werk über die Tierwelt Europas zu erhalten. Dieser Ausgabe hat sich der Verleger der Lebensbilder auS der Tierwelt angenommen und durch große Schwierigkeiten zum Ziel geführt. Es ist ein eigenartiges Buch geworden. Waren nur bisher gewohnt, zoologische Werke immer nur von Künstlern, die oft genug diesen Namen kaum verdienten, illustriert zu sehen, tnobel wir die Tiere in der zum Teil willkürlichen, zum Teil ungenaue!» Auffassung des Zeichners .erblickten, so bieten uns diese Bilder aus der Tierwelt zum ersten Male die Tiere in wahrhaftiger Naturtreue auf die Platte gebracht. Es sind Bilder von wünder- t-arer Zartheit und Schönheit, die uns die überraschendsten Einblicke in die bisher unbekannten Vorgänge des Tierlebens bieten. Ganz neuartig und bahnbrechend für die Zukunft sind, ebenso wie die Bilder, auch die textlichen Beiträge. Wir haben hier zum ersten Male ein größeres zoologisches Werk mit rein biologischem Text. Auf alles Trockene und Lehrhafte, auf die Beschreibung des Körperbaus der Tiere und ihre Ein-ordnung in die Systematik der Zoologie ist beherzt verzichtet. Die verschiedenen textlichen! Mitarbeiter schildern .das Tier im engsten Anschluß an das reiche Bildmaterial in seinem Wesen, int Leben und Treiben deck Alltags. Zunächst liegt ein Band Säugetiere und ein Band Vögel vor. Tie Ausgabe der Hefte soll in mäßigen Zwischenräumen erfolge«. Ter Plan der Verlagshandlung, ans diesen Anfängen betätig ein Werk zu schaffen, das die Tierwelt aller vier Tierklassen der gemäßigten Zone umfassen soll, ist lebhaft zu begrüßen. Rätsel. Zwei Worte kenn' ich, die sehr sich gleichen, Ilm Ansaug und End' steh'« dieselben Zeichen, Nur in der Mitte das Hetz ist verschieden, Die Aelmlichkeit ist hier last ganz gemieden I Das eine wird hoch in den Lüften bewundert Als größter Fortschritt in dem Jahrhundert! Das andere läßt Herz und Seele hoch schweben, Im Reiche der Töne seht ihr eS leben! Was ist das'andere? Was ist das eine? Nun ratet mal schnell, und sagt was ich meine. Auslösung in nächster Nummer. Auflösung des Geographischen Verschiebrätsels in vor. Nr.: Portugal Deutschland Frankreich Oesterreich Schweiz Serbien Dänemark " Die Chinesen als Feinschmecker. Die in Europa so weit verbreitete Legende von bet Mäßigkeit bet Chinesen und von ihrer Abneigung gegen die Freuden der Tafel zerstört der Nedaciiout K. Neurath. Rotationsdruck und Verlag der Briihl'schen Ilniversitats-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.