w Donnerstag den H Juli ZW Itil et' Das schlafende Heer. Roman von Clara Viebig. (Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Der hübsche Inspektor schlang den Arm um die Lustige. Gre sahen miteinander .auf dem harten Ledersofa, dessen Heufüllung durch verschiedene Schlitze herausquoll. Szulc spießte mit seinem Tascheumesser die Leckerbissen auf — Gabel und Messer hatte man nicht —, Stasi« aß mit den Fingern. Nur ein paar Biertulpen waren oben, so tranken sie den Sekt Ms diesen. Uebermütig goß das Mädchen die Neige seines Glases dem Mann auf den Kopf: „Wohl bekomme es dir!" Der Posener Koch amüsierte sich königlich; ei, konnte die saufen! Die Männer hätten sie gerne trunken gemacht, aber Stafia widerstand schlau: sie würde sich schön hüten, dazu konnten sie sich andre holen! Ja, das wollten sie auch! Szulc schlug auf den Tisch. Eine, noch dazu eine, die nicht trunken war, war viel zu wenig! Wenn die Hofmägde nicht struppig waren, nicht voll vom Staub .des Ackers oder der Kuhjauche, waren sie hübsch genug! Stafia lachte: mochte er sich deun doch welche holen! Aber daß er sich nicht verriet, wenn er zum Mägdehaus tappte! Leise, leise! Und dann mußte man durch die Gitterstäbe des Fensterchens die Hand zwängen und anpochen, dann machten sie auf. Er lachte sie aus: als ob er das uicht selber wüßte! — Ihrer fünf, die Hübschesten, fanden sich bald ein, rvie durften sie zögern, wenn Pan Inspektor sagte: „Dales!" Mit rotgeschlafcnen Backen, die Zöpfe hängend, die Augen erschrocken aufreißend, drückten sie sich erst stumm auf einen Haufen. Aber der süße Wein, den man ihnen reichlich gab, löste ihnen bald die Zungen. Die schwatzten und saugen; am liebsten hätten sie getanzt. Die kleine Jn- spektorstube, die so niedrig war, daß man die Decke fast mit der Hand erreichen könnte, war überfüllt. Auch den Schreiber, ber nebenan wohnte, hatte man noch zuziehen müssen. Man mußte sich dicht zusannneudräugen, jeder Mann hatte zwei Mädchen auf dem Schoß. Ein Gekicher, ein Gejuchze, ein Gepolter, ein Gekreisch, ein Gesinge, ein Gegröhle war in der Jufpektorstube, daß der Stroz, der seine einsame nächtliche Runde über den Hof machte, unterm Fenster stehen blieb und verlangend Mir seinen roten Angen hinaufplierte: die tranken, wenn doch auch für ihn etwas abfiele! Er pfiff, daß sie doch merkten, daß einer rrnterdes für sie wachte. Da öffnete sich das niedrige Fenster: „He, Stroz!" Der Stroz glotzte nach oben mit offenem Munde. IM Lichtstreifen, der aus der Stube fiel, schwenkte ein Arm eine Flasche. „He, Kopf hintenüber, Maul auf! SolU auch was abkriegen! Aufgcpaßt!" Der Nachtwächter riß Pen zahnlosen Mund auf unbi streckte gierig die Zunge aus. Von oben herunter goß jetzt eine Sekttraufe, aber sie traf nicht ins geöffnete Dor; auf die Pflastersteine unterm! Fenster plätscherte sie. Da kniete der alte Mann nieder und leckte. Oben waren sie jetzt alle des süßen Weines voll. Tie Hofmägde lachten sinnlos. Pan Szulc hatte sie heimlich mit ihren langen Zöpfen aneinander gebunden; nun hieß er sie aufstehen, und sie rissen sich, kreischend zu Boden. In diesent Augenblick öffnete sich die Tür. Auf der Bordschwelle stand der junge gnädige Herr, im eleganten Nachthemd, nur die Hosen an. Sein Knabengesicht blickte mit weit-aufgerissenen Augen. „Psia krew!" Der Inspektor taumelte auf, um hastig die Lampe zu verlöschen. i Aber St asm hatte noch Besinnung genug: 's war ja nur Pan Bolek, das machte nichts! Und sie sprang auf den jungen Menschen zu, faßte ihn um den Hals und zog ihn vollends in die Stube. Der Tag graute, frostig und nüchtern. Wie Opfer der Seekrankheit über Bord, beugten die Hofmägde ihre Köpfe über die Fensterbrüstung. Drinnen auch ein Bild der Verwüstung. Flaschen und Schüsseln und Ueberreste amBoden, schwerer Zigarettenduft in der Luft, gemischt mit dem Duft der Weinneigen. Grünblaß saß Herr Boleslaw auf dem Ledersofa zwischen Stafia und Herrn Szulc. Vergebens pries der Inspektor lallend einen kräftigen Schnaps an. Der junge Herr schüttelte verneinend den Kopf, wie zerbrochen hing er in des Mädchens Armen. Auch Stafia war jetzt kreidebleich, aber durch ihr umnebeltes Gehirn schoß doch noch ein Gedanke: der junge Herr mußte zu Bett — fort — zu Bett! Sie rüttelte ihn, er fiel ihr weinend um den Hals. Drunten ertönte plötzlich ein donnerndes Pochen «M hölzernen Hoftor Wortwechsel — Schlüsselrasseln —, zögernd machte der Stroz, auf. Ein Wagen fuhr ein. Hetzt gellte ein Reißen an der Klingel — noch ei im mal — eilt Läuten wurde es, ein unausgesetztes. Das kam aus dem Zimmer der Herrin! „He, Stasi«, pst!" Der Nachtwächter pfiff unterm1 Fenster. „Js sich Pan Doktor gekommen für gnädige Pani! Stafia, he, du!" . ' Aha, sie wurde verlangt! Aus alter Gewohnheit tauq ntelte Stasi« auf. Der Knabe entglitt ihren Armen, sie ließ ihn fallen. lieber ihn weg stieg sie und stolperte zur Tür. Aber weit kam- auch sie nicht. Ihr schwindelte — sie wußte gar nichts Mehr — mochte die läuten, läuten, läuten! In einem Winkel des Ganges sank sie hin. — 430 — 9. Doktor Wolinski in Miasteczko war nicht zu Hause gewesen, als der Wagen gekommen war, ihn nach Chwali- börczyce zu holen. Da hatte sich der Kutscher, auf der: Herrn Doktor wartend, in die Schenke gesetzt, durch deren Läden- ritzen noch Licht schimmerte; der Schenkwirt neben Wb Scheftel hatte auch Bäckerei, darum kümmerte ihn die Polizeiverordnung nicht, denn wer konnte wissen, ob! er Brot buk oder Schnaps schenkte?! Doktor Wolinski war nach Pociecha-Dorf gefahren. „Spaß, hab' ich 'ne Fahrt gehabt," hatte W Scheftel, der ihn! rufen gekommen, gejammert und b:e Hände hoch erhoben. Er hatte es mit der Ciotka sehr gefährlich gemacht. Nebenbei interessierte den Arzt dieser Fall noch ganz besonders — wie, ein polnisches Weib, angeschossen von einem deutschen Herrn —?! Die junge Frau Wolinska, die, in Nachtjacke und Nachthaube, sich und den Chwaliborczhcer Kutscher mit der Versicherung tröstete, der Herr Doktor käme nun bald, wurde Lügen gestraft. Ms Wolinski, in seinem, vom Vorgänger übernommenen alten Kutschkasten von der Hütte der Ciotka zurückgerasselt kam, war er an der Propstei aufgehalten ivorden. Der junge Vikar war unbedeckten Hauptes herausgeeilt und hatte ihn gebeten, doch einmal einzutreten. Ilnd Wolinski war gern gefolgt; die Nacht war rauh, ein Glas Ungar würde erwärmen ,— und überdies drängte es ihn zu einer Aussprache. Mit der Ciotka stand's zwar weiter nicht gefährlich — bei richtiger Behandlung würde die Ladung Fein- schrot im Gesäß keinerlei nachteilige Folgen haben — aber war die ganze Sache nicht doch empörend und tief betrübend?! Armes polnisches Volk, fremdherrlicher Ausnutzung, fr emdherr sichern Uebermut ausgesetzt! Diese Sache Mußte in die Zeitungen. Eine genaue Schilderung mußte gegeben werden. Das arme Weib! Nun lag es darnieder, Nicht imstande, seiner Arbeit nachzugehen; infolgedessen war die Hütte kalt uiid kein Labetrunk da sirr die dürstenden Lippen! Der Doktor erregte sich sehr; leidenschaftlich bebten seine Lippen: nein, dieser Notschrei durfte nicht ungehört verhallen! Piotr Stachowiak, der Probst, hörte zu n::t •rotem Kopfe. Hr vergaß dabei nicht, sich einzuschenken. Stöhnend rieb er sich ah und zu die mit 'Flanellbinden dick umwickelten Beine. Au, wie das bohrte und riß und stach! Jede Aufregung mußte er büßen. Mit Zeterrr war ihM, noch in seinem besten Nachmittagsschlaf, die Köchin in die Stube gestürmt; und einen Zusammenlauf hatte es auf -der Gasse gegeben, daß man hätte meinen können, das Dorf brenne. Seit er seiner leidenden Beine wegen sich so wenig Bewegung machen konnte, war Piotr Stachowiak cholerisch geworden. Mit einem „Psia krew" ließ er jetzt die Faust vie noch immer eine Bauernfaust geblieben, schwer auf den Tisch fallen: wer hieß das dumme Weibsbild denn auch treiben?! „Sie ist arm." sagte der Vikar, weiter nichts, und schloß daun herb die Lippen. „Sehr richtig, sehr richtig!" Wolinski nickte ihm zu. ,,Sie sagen's in drei Worten, Herr Vikar! Das empört ja gerade so, daß die Armut unsre Landsleute zwingt, den fremden Herren aufzuwarten! Empörende Zustände! Armut hat es natürlich immer gegeben, aber noch zu meiner KNaben- heit picht in dem Maße. Die letzten fünfundzwanzig Jahre hgbeN Uns wirtschaftlich grausam zurückgebracht. Deutsches Gesindel, das es daheim zu nichts gebracht hat, macht sich hier breit und bereichert sich. Ist es nicht zu bitter, unser Bauer muß zuseh er:, tvie sein Land, seine Muttererde, die er seit Generationen mit seinem Schweiß gedüngt hat, verschleudert wird zu halbem Preis, halb verschenkt wird, an fremde Ansiedler? Unsre alten polnischer: Eoelsitze werden Umzingelt, belaufen, überkrochen von diesen — diesen heftig suchte er nach einem Ausdruck. „Sageu Sie: Wanzen! Wanzen!" Piotr Stachowiak lachte gemütlich. „Brüderchen, man weiß doch, ist erst ihrer One wo, sind ihrer auch gleich viele da. Nicht weit von Wala hatte sch meine erste Stelle —, Hasen und Füchse sagten sich da gute Nacht, aber Wanzen waren da genug. Und hier, na," er machte eine kleine Pause unb be- schmunzelte wohlgefällig seinen Witz — „hier herum haben wir nun schon an die hunderte!" Der Doktor lachte nicht mit. UM Gorkas ausdrucksvollen Mund zog ein flüchtiges Lächeln, aber etwas Verächtliches war in diesem Lächeln. Wolinski sagte ernst: „Kann man es unfern: Adel verdenken, daß er sich! fortmacht aus dieser Nachbarschaft?! Und — was fast noch schlimmer ist — unser Landvolk verläßt uns auch. Unsre Burschen, unsre Mädchen — Polens Zukunft — ziehen zu fremden Ernten, in die Fabriken des Rheiulanoes, Gott weiß wohin. Unfern Landleuten hat Man die Söhne verschickt, hundert Weilen weit, zuM Militär, nun bleiben die da, wo sie Lohn finden. Was follen sie auch hier?! Unser Wohlstand liegt darnieder, wir haben kein Geld. Und „deutsche Arbeiter, nehmt deutsche Arbeiter!" ist die Losung, Der Pole muß nachstehen!" „Sie würden aber doch wohl keinem Polen zureden, bei einem Deutschen Arbeit zu nehmen?" sprach rasch der Vikar. „Eine Mark Tagelohu bei einem polnischen Besitzer ist besser als zwei Mark bei einem solchen Deutsch- tumsförderer!" Er schwieg einen Augenblick und setzte dann hinzu im Ton einer überzeugenden Feierlichkeit: „Gott wird ihm diese eine Mark verdoppeln; er wird mit ihr ebenso west reichen als mit jenen zweien!" „Sehr gut, sehr gut," rief Piotr Stachowiak erfreut, „das werde ich mir merken! Das ist mal ein einleuchtender Trost!" „JÄ," — der Arzt zuckte die Achseln und seufzte — „dann müssen wir ebe:: zusehen, daß unsre strammen Burschen, unsre frischen Mädel fremdem Lai:d ihre Jugendkraft geben. Daß von polnischen Müttern polnische Kinder geboren werden, die doch deutsch sprechen und deutsch denken!" „Sie irren!" Gorka lächelte fein. „Deutsch sprechen! — vielleicht! Aber deutsch denken, niemals!" „Wieso?" Wolinski hob den Kopf, den er kummervoll in die Hand gestützt hatte und sah den Vikar an: dieser junge Mann mit der schmächtigen Gestalt hatte eine Unbeugsam- keit im Ausdruck, eine Zuversichtlichkeit im Ton, die wahrhaft beruhigte! „Trinkt, Brüderchen, trinkt!" schwatzte Piotr Stachowiak dazwischen und schenkte die Gläser voll. „Prost!" Er stieß gegen das noch unberührte Glas seines Vikars: „Alles kann er, nur das Trinken nicht! Zulpt den ganzen Abend an einem' Gläschen. Gelobt sei Jesus Christus und seine Mutter Maria — ja, die Hand unsers Herrn Erzbischofs reicht weit!" Behaglich dehnte er sich: „Sehen Sie, Doktor, mein Seelchen, wenn mir hier so ’n Mädel in die Ernte zieht oder in die Fabrik oder sonst wohin in Dienst, bann' rede ich erst mit ihr — ich!" Er stieß sich mit dem plumpen Zeigefinger vor die Brust und nickte bekräftigend. „Und! da ist wirklich keine, die meine Mahnung vergäße!" „Ach, ich bitte Sie, Hochwürden, tvie wollen Sie das kontrolliere::?" Der Arzt war noch nicht überzeugt, bedenklich schüttelte er den Kopf. „Da müßte man doch der miserabelste Stümper im Berus sein, ein Esel, wenn man nicht wüßte, daß, wenn das heiße junge Blut wallt, alles andre vergessen wird. Polnisch — deutsch — a bah, da gibt's dann kein Bedenken mehr, alles egal!" Wieder spielte das feine Lächeln um den Mund des Vikars. Er war aufgestanden; die eine Hand auf den Tisch gestemmt, reckte er sich, als sei ihm die eigne Länge noch! nicht lang genug. „Und wenn auch! Haben Sie aber je gehört, daß eine Mutter ihrer Kinder vergäße? Und wären sie noch so weit, unsre Kirche wird immer über sie -wachen!" Er setzte sich wieder. „Ja, ja, ich weiß wohl, man tut sehr viel: eigne Ge-^ Meinden, eigne Geistliche, eigne Zeitungen, eigne Kassen aber —" „Na, siehst du wohl, Doktorchen" — der Probst Hub! sein dröhnendes Lachen wieder an, — „warum denn bange sein?" „Sie werden ausziehen und Seelen gewinnen, weit eher« M daß sie die eigne verlieren," sprach Gorka'. (Fortsetzung folgt.) 481 Die polenfchlacht bei Tannenberg. 1410 — 15. Juli — 1910. Von Dr. Cavl Schröter (Danzig). Mit überschwenglicher Ruhmredigkeit und Entstellung der ge- schtchtlichen Tatsachen schickt das PolentuM sich an, in den Juli- tagen dieses Jahres den Sieg, den es vor einem halben Jahr-, tausend über den deutschen Ritterorden bei Tannenberg errang, als eine Großtat slawischer Volkskraft zu feiern und mit nicht mißzuverstehenden Hoffnungen auf eine kommende, staatliche Wiedergeburt des polnischen Nationalgedankens zu begleiten. Das in polnischen Flugblättern der letzten Jahre vielfach unverhüllt 'ausgesprochene Endziel, nicht nur die Provinz Posen, sondern! auch Westpreußen, nicht nur den polnisch redenden Teil Ober- schlesiens, sondern ganz Schlesien mit einem vom Schwarzen bis Zum Baltischen Meere reichenden grobpolnischen Zukunftsreich« zusammenzuschweißen, gibt ernsthaften Anlaß dazu, am Gedächtnistage der Unglücksschlacht, sich in die Zeit jenes blutigen Ringens zurückzuversetzen und den Gründen nachzuspüren, die dem weiteren Fortschreiten erfolgreicher deutscher Kolonisationsarbeit durch viele Jahrhunderte Einhalt getan haben. Zweifellos ist der deutsche Orden von dem Augenblick, als Hermann von Salza im Jahre 1230 den Ordensritter Hermann Balk in Begleitung von 100 anderen ritterlichen Ordensbrüdern, Und einer Handvoll Kriegsknechte als ersten Landmeister in das ihm von Kaiser Friedrich II. zugesicherte Land zur Bekämpfung der heidnischen Preußen entsandte, so zielbewußt und sicher vor- aegangen, daß man noch heute die Siedlungspolitik jenes Mannes, der einem Achilles an Tapferkeit und einem Odysseus an Klugheit glich,. bewundernd anstaunen muß. Es wird dabei manches erst Verständlich, wenn man die kulturelle und politische Vorgeschichte des Ordens, die nicht in Preußen, sondern im fernen Morgew- lande begann, in ihren Zusammenhängen betrachtet, wie sie zum ersten Male umfassend in dem aus der Feder eines gelehrten Offiziers stammenden Werke „Geschichte des deutschen Ritterordens von Max Oeler, Oberleutnant im Deutschordens-Jnfanterie-- regiment" vor wenigen Jahren zur Darstellung gekommen sind. Man erkennt da, daß die größte, weltgeschichtliche Tat des Ordens, das Vorschieben der deutschen Macht und Sprachgrenze eben nicht der Anfang, sondern der Schluß einer weit zurückreichenden Entwicklung ist, deren früheste Anfänge in Palästina auf allgemein christliche Ziele gerichtet sind, während' sie sich in Preußen in den Dienst der Kolonisation zum Nutz und Frommen der deutschen Rasse stellt. Die glänzenden kriegerischen Erfolge des Aeghptdrsultans Sala- din untergraben dem Orden, der damals noch unter der Aufsicht des Johanniterordens steht, den Boden, in deni er wurzelt, und auch die umfangreichen Besitzungen, die ihm König Andreas von Ungarn int Burzenlande schenkt, gehen bald wieder verloren, weil der treulose Monarch, sobald die Ordensritter das Land kultiviert lund durch Anlage von Burgen gegen die Einfälle der wilden Kumanen gesichert haben, die Privilegien zurückzieht und die Ritter vertreibt. So sieht sich der Orden denn seines hauptsächlichsten Wirkungsgebietes beraubt, als ihm der Hilferuf des Herzogs Konrad von Masovien, der ihn bittet, zur Bekämpfung der Heiden nach dem Weichsellande zu ziehen, plötzlich ein neues Arbeitsfeld eröffnet. Durch das in Ungarn erlittene Mißgeschick gewarnt, geht Hermann von Salza aber nicht blindlings auf die lockenden Vorschläge ein. Vorsichtig läßt er durch seine Abgesandten die Verhältnisse prüfen und erst nach jahrelangen Verhandlungen mit Kaiser und Papst, deren unbegrenztes Zutrauen er genießt, erst nachdem dem Hoch- weister und seinen Nachfolgern Rang und Stellung eines Reichsfürsten zugesichert sind, wirft er das ganze militärische Schwer- gewicht des Ordens, der im Orient nur wenig mehr zu verlieren hat, in die Wagschale der Gefchicke. Der deutsche Orden befand sich gerade damals in der denk-, bar günstigsten Lage, um wahrhaft großes zu leisten. Als echte Herrenmenschen traten sie nicht mit dem Verlangen, daß der ihnen folgende Schwarm von Ansiedlern als befruchtender Völkerdünger sich unter dem slawischen Völkergewimmel auflöst, sondern Mit der fest vorgezeichneten Politik, zu germanisieren und die Keime deutscher Kultur zum Wachstum zu bringen, unter den sarmatisch wilden Stämmen auf. Ihr ritterliches Christetttum in strenger Selbstzucht gestählt und dank seiner straffen militärischen Organisation schier unüberwindlich, begnügt sich nicht Mit der äußerlichen Ueberwindung des auf tiefer Kulturstufe! befindlichen Feindes. Zur scharfen Schneide des ritterlichen Schwertes gesellt sich vielmehr noch der wirtschaftspolitische Geist der Handelsbeamten, die in einem besonderen Brüderkorps zu- sawmengefaht sind, und eine weise Bodenpolitik, die Städte baut, verwüstete Dörfer wieder aufrichtet und neue in der Einöde des preußischen Waldes entstehen läßt. Und während der Orden' innerhalb eines knappen Jahrhunderts seine Besitzungen und Festungen bis tief nach Livland hinein vorschiebt und über die Reumark hinweg eine verbindende Brücke nach Gesamtdeutschland hinüberschlägt, erreicht er den Höhepunkt seiner Macht, als deren äußerliches Zeichen das prachtvolle, gotische Ordensschloß der Marienburg aus dem Boden emporwächst. Wenige Jahrzehnte spater begannen sich unMerklich, aber unaufhaltsam dte Verhältnisse zu Ungunsten des Ordens M andern. Auch die wohlwollendste Beurteilung vermag es nicht hmwegzudisputieren, daß unter den Rittern Luxus und ander« Mißbrauche emzureißm begonnen hatten, von denen der strenge Hochmeister Werner von Orselen sagte: „wo man eins der Gelübde brrcht, sind alle Regeln zerbrochen". Allerdings darf es Nicht als ein Symptom innerer Zerrüttung gedeutet werden,- wenn der Ordensritter JohaiiN von Endorf, ein schon oft be- straster zügelloser Mann, den vom Gebet in der Hauskapell« zurückrehrenden Hochmeister Werner von Orselen aus niedriges Rachsucht mit dem Dolche niederstößt, denn es ist nur die Greuel- tat eines einzelnen Entarteten, wie sie sich unter allen Verhält), Nissen und in allen Zeiten ereignen kann. Biel gefährlicher aber, beginnt dem Orden das erwachende Selbstbewußtsein der deut- scheu Städte, die Organisation des sich bedrückt fühlenden deutschen Landadels in dem ritterlichen Eidechsenbunde und vor allem die Nachbarschaft des erstarkenden Polenreiches zu werden, das sich besonders seit der Vermählung des lithauischen GroßsürsteN Jagello mit der Erbtochter des Polen- und Ungarnkönigs Ludwig von Anjou mehr und mehr als Todfeind des Ordens entpuppte^ Die noch immer Respekt einflößende geistliche Ritterrepublik be=, kam dies zunächst nur in Gestalt diplomatischer Hindernisse zn spuren, die ihr von polnischer Seite in den Weg gelegt wurden! Die Christianisierung Lithauens durch Jagello, der den römisch- katholischen Glauben annahm, raubte dem Orden die äußerlich« Existenzberechtigung als Vorkämpfer gegen das Heidentunl, und so standen die Zeichen schon längst auf Krieg und Sturm, als 1407 der vorsichtige und friedliebende Hochmeister Konrad von! Jungingen verschied, der iwch auf dem Sterbelager, alle ver» wandtschaftlichen Interessen dem Wohle des Ordens hintansetzend) die Ritter davor warnte, seinen Bruder Ulrich dessen leidem, schastliches, draufgängerisches Temperament er kannte, zum Hochmeister zu wählen. Drei Jahre später war der wegen des Besitzes von Samos giften entbrennende Krieg mit Polen da und am 15. Juli 1410 standen sich die zum Entscheidungskampfe bereiten Heere in der Südwestecke der heutigen Provinz Ostpreußen, hart au der Grenze, Westpreußens, zwischen dem Luwensee und dem Groß-Damerauep See bei den Dörfern Schönwäldchen, Grünfeld und Tannenberg gegenüber. Die heute von üppigen Getreidefeldern und Wiesen! eingenommene Oertlichkeit erinnert durch nichts mehr an den blutigen Kampf, der hier einst viele Stunden lang tobte. Selbst von der Kapelle, die int Jahre! <1413 zu Ehren des in der! Schlacht gefallenen Hochmeisters errichtet wurde, ist nichts mehr! übrig geblieben als die unweit der Straße von Tannenberg nach Ludwigsdorf liegenden, sehr zerstörten Fundamente, die in ihrer, Bedeckung mit Gras und Erde den Eindruck eines prähistorischen! Ringwalles machen. Bon dem damals mit der Kapelle Verbund denen Kloster aber fehlt vollends jede Spur. Zur Zeit bet) Schlacht war der nördliche, tiefere Teil des Feldes von weit) ausgebreiteten, unwegsamen Sümpfen und Moorbrüchen eingenommen, während auf der int Süden sich anschließenden Hochebene und noch weiter gegen die polnische Grenze zu dichte! Wälder begannen, hinter denen das polnische Heer feinen Aufmarsch vollzog. Auf die Kunde von der Zerstörung Gilgenburgs, wo die tatarischen Hilfstruppen Jagellos unerhörte Grausamkeiten verübt und die in die Kirche geflüchteten Frauen und Mädchen lebendig verbrannt hatten, war das Ordensheer tags zuvor bis Löbau) gelangt und war am Morgen des 15. Juli nach einer Nacht voll schrecklicher Gewitter und Sturzregen, in der niemand auch nur einige. Stunden Ruhe finden kann, ermüdet drei Meilen, weitermarschiert, als die Spitzenreiter auf der Hochebene auf di« Vorposten des Litauer Fürsten Witowd stießen. Schnell hatte: das Ordensheer sich in Schlachtordnung aufgestellt, während di« größtenteils erst durch die Wälder heranrückeuden Polen zögerten', den angebotenen Kautpf anzunehmen. Drei für das deutsche Heer unersetzlich kostbare Stunden, in denen das Ordensheer nach dem Urteil vieler militärischer Kritiker sichere Aussicht gehabt hätt«,- den unfertigen Feind durch einen energischen Angriff gründlich zu besiegen, verrannen ungenützt, bis endlich gegen die Mittagszeit bei glühender Hitze der linke Flügel des Ordensheeres mit den' Truppen des Großfürsten Witoivd ins Gefecht kam. Nach fast weiteren drei Stunden tarnen die litauischen Scharen ins Wanken, das bald zu einer völligen Niederlage ausartete. Unberührt frisch dagegen war der rechte Flügel des Polenheeres, tvo über) König Jagello und seinem Feldherrn Zindram das große polnisch« Reichspanier wehte. Hier fiel, nicht zum wenigsten, weil cinl Teil des Ordensheeres sich zu tief in die Verfolgung der Litauer eingelassen hatte und, statt dem anderen Flügel beizustchen, sich mit Beute belud, nach langem Ringen die Entscheidung zu un- gunsten des Ordensheeres, das nach anfänglichen Erfolgen feind Flügel zurückbiegen mußte und auch in seinem geschwächten, übermüdeten Zentrum langsam zurückgedrängt wurde. Vergebens riet dem Hochmeister seine Umgebung, den in diesem Augenblick noch möglichen geordneten Rückzug einzuleiten. „Das soll, so Gott will, nicht geschehen," gab er zur Antwort, „bennv wo so mancher brave Ritter neben mir gefallen ist, will ich nicht aus dem Felde reiten." An der Spitze von sechzehn noch frischen! Fähnlein stürzte er sich, während der Bannerführer vom Kulmer- 432 land und der Häuptling des Eidechsenbundes ihre Paniere Unterdrücktei: und verräterisch entwichen, aufs neue ins dichteste Kampfgewühl, wo er von zwei tödlichen Geschossen an Kopf und Brust getroffen um die fünfte Nachmittagsstunde den Heldentod fand, Mit dem Fall des Hochmeisters war die Schlacht entschieden, in der laut der auf dem Konstanzer Konzil überreichten Ordensdenkschrift außer 200 Ordensbrüdern vom deutschen Heere noch weitere 18 000 Mann (ultra decem octo milia .christifidelmtst corpora) gefallen sein sollen, währeich die Verluste auf polnischer Seite, wenn man die offensichtlichen Uebertreibungen ausscheidet, sich auf 30—40 000 Köpfe belaufen zu haben scheinen. Während die nächsten Burgen ihre Tore den Feinden öfsnen Wußten, das offene Land in bestialischer Weise verwüstet wurde! Und manche Stadt in Flammen aufging, wurde der völlige Zusammenbruch des Ordens und die Eroberung der Marienburg durch den Komtur von Schwetz, den heldenhaften Grafen Heinrich von Plauen abgewendet, der die Burg der heiligen Jungfrau so lange zu halten wußte, bis der König aus Mangel an Lebens- Mitteln und Futter, wegen des Auftretens pestartiger Seuchen im polnischen Lager und aus Furcht vor Meuterei die Belagerung nach achtwöchiger Dauer aufhob und abzog. Dem edlen Plauen gelang es sogar, in dem im nächsten Jahre abgeschlossenen Frieden von Thorn Bedingungen zu erhalten, nach denen die Macht des Ordens äußerlich ungemindert erschien und mit der Reform des Ordens und dem Wiederaufbau des Zerstörten begonnen werden konnte. Trotz den: redlichsten Wollen des einstimmig zum Hochmeister gewählten Plauen gelang es nicht, die geistliche Ritterrepublik wieder hochzubringen. Was er bis zu seiner tragischen Entsetzung von der Hochmeisterwürde und was seine Nachfolger geschaffen haben, blieb ein kurzer Nachsommer, in dem die Vorboten herbstlichen Welkens nicht zu verkennen waren. Die. Blüte des Ordens, den: sein vornehmstes Ziel, die Bekämpfung der Heiden und damit die Daseinsberechtigung genommen war, war unrettbar hin. Der von vielen deutschen Elementen in der Schlacht und nachher geübte Verrat schuf unüberbrückbares gegenseitiges Mißtrauen, die Kluft zwischen der Ordensregierung und dem Eidechscnbund wie dem Bürgertum der Städte erweiterte sich mehr und mehr. Die Söldnerscharen, die fortan statt der nunmehr ausbleibenden Kreuzfahrer gemietet werden mußten, zehrten an dem großen Ordensvermögen, das durch neue Kriege und kostspielige Gesandtschaften reißend schnell verbraucht wurde, obwohl dem Lande fast Unerträgliche Steuern auferlegt wurden, und so fristete der Orden noch 100 Jahre lang ein rühm- und erfolgloses Dasein hin, bis er von seinen: letzten Hochmeister in Preußen, dem Markgrafen Albrecht von Hohenzollern-Anspach im Krakauer Frieden vom 8. April 1525 in ein erbliches, weltliches Herzogtum unter polnischer Lehenshoheit verwandelt wurde. Nicht die polnische Volkskraft war es, die bei Tannenberg den Sieg errungen hatte. An Zahl dem Ordensheere mindestens um das Doppelte überlegen, war Jagellos Heer überwiegend aus Armeniern, Juden, Litauern, Russen, Walachen, besonders aber auch Tataren zusammengesetzt, von welchen letzteren allein 30 000 Mann bei Tannenberg mitgefochten haben. Erst im zweiten Frieden von Thorn von: 19. Oktober 1466 fiel ganz Westpreußen mit Danzig, Elbing, Kulm, Marienburg und Thorn an die Krone Polens, während der Orden sich auf Ostpreußen zurückzog. Deutsches Land und deutsches Volk unter sarmatischer Gewalt! — Was die 300 jährige Polenherrschaft aus dem unglücklichen Lande gewacht hat, ist von keinen: besser geschildert worden als von Gustav Frehtag in seinen „Bildern aus deutscher Vergangenheit", wenn pr schreibt: „Die einst so blühende Stätte der Kulturarbeit des Ordens war im Jahre 1772 (dem Zeitpunkt der ersten Teilung Polens, die Westpreußen an die Hohenzollernkönige brachte) ein verlassenes Land, ohne Zucht, ohne Gesetz, ohne Herren. Verfallene Städte in menschenarmer Einöde, das Land verwiistet, die Bevölkerung in Armut und Aberglauben, in Trunksucht und Trägheit versunken." Das waren al,o im Endergebnis die Früchte des von den Polen als Großtat gepriesenen Sieges von Tannenberg. Heut aber gilt wiederum der Schlußvers des Gedichtes, das Felix Dahn dem Hochmeister Hermann von Salza beim Beginn des Ordenskampfes vor sieben Jahrhunderten in den Mund legt: Gen Preußenland! Brecht, stet im Siegen Mit Schwert und Pflug die Wege klar Und hoch ob euren Häuptern fliegen Prophetisch soll der deutsche Aar. Die Geldfabri?. Wir entnehmen den nachstehenden Aufsatz n:it Genehmigung der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart dem 12. Heft der illustrierten Unterhaltungszeitschrift „Arena", Oktavausgabe von >,Ueber Land und Meer". Wenn eine Krone oder eii: Taler oder auch nur ein Groschen Uns seine Lebensgeschichte erzählen könnte, so würde sie wahrscheinlich interessanter und in jedem Falle abwechslungsreicher ausfallen als manche der vielen Biographien, die alljährlich 'erscheinen. Wer cs versteht, solche Geschichten zu erlauschen, dem kann ein Ztvanzigmarkstück Wunderdinge erzählen. Der sieht und fühlt, daß das Gold dieser Münze nicht einfach Gold ist, sondern daß sich in dieser Krone das Blut von vielen hundert längst vergangenen Münzgenerationen miteinander vermischt. Die Krone mag zwar erst im Jahre 1909 geprägt sein. Aber nur ganz wenig von ihrem Golde kam erst frisch aus den Minen von Südafrika, um die so viel Burenblut vergossen wurde. Ein auderesj Teilchen wurde schon im Jahre 1849 in den kalifornischen Flußtälern aus Felsgeröll erwaschen. Und wieder andere Teile waren schon einmal als Dukaten, als Friedrichsdore und Louisdore im Verkehr. Die hatten die siegreichen Spanier aus dem neugewonnenen An:erika gebracht. Aber andere Partien unseres Zwanzigmarkstückes sind noch viel älter. Die zirkulierten schon als Goldmünzen in Rom und Byzanz, ehe an Amerika zu denken war. Und einige Partien, freilich nur Tausendstel in uuserM Zwanzigmarkstück, die steckten vor viertausend Jahren schon in einem Schekal babylonischen Goldes oder in einer jener goldenen Münzen, die Priaiuos als Lösegeld für Hektors Leiche zahlte. Jede dieser Münzexistenzen fand ihr Ende im Schmelzofen,' aber aus der Glut stiegen jedesmal neue Münzen, und tausendfach vermengt rollt das alte Gold in neuem Gewände weitab durch die Welt, von der Jugendzeit des Menschengeschlechtes an bis auf unsre Tage. Und rede Münzexistenz, jede einzelne Münze wandert auch heute nach längerem oder.kürzerem Dasein wieder zum Ofen. Verfolgen wir solchen Gang einmal. Ein Ztvanzigmarkstück, das neulich noch durch unsre Finger! rollte, war doch im Laufe der Jahre stark angegriffen. Sein Gewicht war um de» fünfundzwanzigstcn Teil eines Grammes unter den norinalen Betrag gesunken und hatte damit die Passier-t grenze erreicht. Zwar wurde es uns noch anstandslos abgenommen, und auch durch die nächsten vier oder fünf Hände ging es noch glatt. Aber dairi: kam es zu einer Bank, und dort sah man! es mit kritischen Augen an. „Du bist gewogen und zu leicht befunden," lautete das Urteil, ui:d mit vielen Leidensgefährten! wanderte das Goldstück zur Münze. Tiegel, aus einer Mischung von schtvarzem Graphit und weißen: Pfeifenton geformt und gebrannt, nahmen unsre Kronü neben vielen andern auf. Aber nicht nur alte Münzen brachte man aus dem großen Panzertresor der Geldfabrik zun: Tiegel, sondern auch noch einige massive Goldbarren, die erst vor kurzem aus Südafrika angekommen und nur wenige Tage in: Tres«y geruht hatten. Das alles lag jetzt genau abgewogen im Graphittiegel, und darüber wurde eine dichte Schicht von seinem Holzkohlenpulver ausgebreitet. Dann setzte man noch einen schweren graphitgefütterten Deckel über den Tiegel, und dann umspieltest die heißen Stichflammen einer Gasfeuerung den in einen Herd eingebauten Tiegel von außen. Schnell stieg die Temperatur zur Rotglut und kam von da zur Weißglut auf rund tausend Grad Celsius. Den Münzen im Tiegel wurde dabei ganz eigenartig zumute. Sie vergaßen frühere Prägung und Geschichte. Und auch die stolzen Barren wurden weich. Das Gold kam ins Fließen, und bald stand unter der Kohleupulverdecke, und durch diese von der oxydierenden Luft sicher getrennt, ein flüssiges Golobad im Tiegel.. Kräftig fuhr die Schürstange des Schmelzers in die Legierung, um alle Teile gut durcheinai:der zu bringen und genau die vorgeschriebene Legierung von neunhundert Teilet: Gold und hundert!. Teilen Kupfer zu erzielen. Sildenratsez. a, de, der, gev, ei, et, ha, jo, ka, leb, nie, mir, ni, nes, oc, pal, sel, hebt, ta, tuet), ve. Aus vorstehenden Silben und Buchstaben sollen acht Wörter gebildet und derart untereinander gesetzt werden, daß die Anfangsbuchstaben von oben nach unten und die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen den Namen eines Volksschriftstetters und Dialektdichters ergeben. Es bezeichnen aber die einzelnenWörter folgendes : 1. Hebräischen Propheten. 2. Musikalische Bezeichnung. 3. Stadt in der asiatischen Türkei. 4. Eine Bildungsstätte. 5. Feines Gewebe. 6. Fluß in Airika. 7. Einen Baum. 8. Eine Halbinsel. Auslösung in nächster Nummer. Auflösung der Schach-Auigabe in voriger Nummer' Weiß. Schwarz. 1) L £ 4 — c 1 f 5 — f 4 2) g 3 tt. f 4 K g 6 it. h 6. 3) f 4 — f 5 f und Matt. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Bruhl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.