IBIff •gjy^eh. ^u^g.TCTTöTi. ü I LLH A REk '•fffluHi NU M Droesigl. Roman von Georg Freiherr»» von Ornpteda^ (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Die junge Frau war verändert von der .Hochzeitsreise und Parts zurückgekehrt. Sie hatte auf Ludwig Droesigls Wunsch zur Ausstattung nur tvenig Kleider bekommen. Um die Toilette seiner Braut konnte er sich nicht bekümmern, aber seine Frau wollte er, wie er au alles vorher dachte, in Paris nach seinem Geschmack anziehen. Da ioar denn wirklich ein Wunder geschehen. Wo war die breite Gleichgültigkeit geblieben, wo das ein wenig bewußt -Hausmütterliche? Agathe hatte in Kölln, wo Zehntausende nur so verwirtschaftet wurden, an sich selbst immer gespart, genau wie an den Löhnen, an Wäsche und Kleinigkeiten, 'die ihr unterstanden. Nun 'hatte 'die junge Frau in Paris einer erste Korsctt- lnacherin zu Rate ziehen müssen, einer der großen Schneider auf der Rue de la Paix zeichnete verantwortlich für die duftigen Modeschöpfungen ihres Anzuges. Aus der Avenue de l'Opöra stanlnrten ihre Hüte. Sie hatte eine engere Taille bekommen, die Hüsten schienen trotzdem schmaler, sie war vollkommen anders frisiert. Gräfin Patsch betrachtete ihre Schwester nut einer Art Neid. Die Prinzessin war freundlicher als vorher, und beinahe vollzog sich eine 'Annäherung.Kivischen den beiden. Vielleicht half auch ein wenig mit, daß Ludivig allen etwas Hübsches ans Paris mitgebracht hatte. Wie er den wunderbaren Fächer aus ChantillhSpitze mit seinem entzückend zart gearbeiteten Goldgestell der ?!rinzessin überreichte, beschrieb' er ihr das Kleid, das sie ei seiner Hochzeit getragen und sagte, er hätte einen passenderen als diesen zu. der Toilette nicht finden können. Er »rannte das „ihren Stil" und bekairr dafür einen dankbaren Blick aus ihrer» schöner» Augen. Au jede Dame hatte er gedacht. Die Gräfinnen Rsguier, Mutter und Tochter, und Gräfin Lindenbach, Als das jrrnge Paar in ihrer Berliner Wohnung den ersten Besuch »nachte, stellte er ihr eine entzückende Sövres-Base auf den Tisch. Sie meinte: — Ich freue mich ja sehr darüber und danke Ihnen vielmals, «aber ich liebe eigentlich so etwas nicht. Ich lasse mir nicht gern ettvas schenken, habe es sogar meinen Kindern verboten. Immerhin, das Ding ist reizend! -Aber bitte nicht wieder. Ludwig sagte mit gesenktem Blick: --- Es ist wirklich nur eine Kleinigkeit, hie bedeuten! soll, daß ich dankbar gewesen bin für alle Güte gegen meine liebe, kleine Frau. Da streckte ihm die alte Dame die Hand entgegen- — So, na dann ist's was anderes. Das freut mich sehr. Agathe Droesigl.Zuckte bei den ersten Worten ihrer Dante zusammen und blickte ängstlich ihren Mann an. Sie hatte ihn» ihr leises Bedenken gesagt, aber er verstand ja alles besser, er, der sie herumgefuhrt in diesem großen Paris, das er von Gründ auf zu kennen schien. Alles hatte ec ihr gezeigt: nicht nur die oberflächlichen Dinge, sondern auch.'Museen, Denkmäler, malerische alte Stadtteile. Dieser Mann' wußte ja alles! Wie mußte sie Gott danken, daß sie, die vom echten Augenblick an eine Hinneigung zu ihm empfunden, nun seine Frau ivar. Und wie hatte er sie verwöhnt! Alles, Ms sie zrrr Reise brauchtej war erneuert worden, sie hatte Tasche»» nni> Koffer bekommen, dann eine ganze große Garderobe für einen Aufenthalt an der See, int GebuM, um aü| der Straße, in Gesel'ßchaft, bei Hitze uird Kälte richtig gekreidst zi» sei»». Und die tausend persönlichen Diitge, — ein kleines Vermögen hatte allein der Zoll gekostet — die er iHv in de»» elegante»» Läden gekauft, alle die silbernen Döschen und Schalen, die Bürsten, Kämme, Fläschchen und Spiegel! Und dann die Schreibtischgarnitur! Nur die fand sie vielleicht zu viel, denn sie war von Silber. Bronze bätte sie vorgezoge,!.- Aber was kannte sie von der großen Welt, sie, die in dem einsamen Kölln aufgewachsen war. Hub dann hatte er ihr vorn .Hochzeitsgeschenk seines Vaters erzählt. Im Elysöe Palast-Hotel in den Ehamps-Elhseeo schrieb sie ihrem. Schivtegervater einen überschwänglichen Dairk- brief. Sie zeigte i(n» Ludwig. Der las ihn zweimal durch und sagte: — Agathe, wirst jm mir böse sein, wenn ich dir einen Rat gebe? Sie nahm seine Hand und blickte ihm jn die geliebtM Airgen: । — Ich dir böse? Du, der du alles besser weißt als ich! Er schüttelte den Kopf: ™ H, mir fehlt sehr viel. Aber ei»rs kenne ich : ineinerk Pater. —- Bedanke ich mich nicht genug? L— Zu viel, viel zu viel! Der Brief ist zNllang! Ach W liebes, gutes Ding! Eine überströmende Zärtlichkeit ivar über ihn gekommen. In beit wenige»» Wochen, die sie sein war, wuchs in ihm etwas Seltsames seiner Frau entgegen. Keine glühende Regung seines Herzens, zu der ihn die Nat»»r nicht geschaffen, aber ein hohes Glück, in diesen» 'Mädchen aus -gräflichem Hause alles verwirklicht zi» sehen, dessen , er bedurfte. Und da setzte er ihr auseinander, wie sie schreiben müsse: kurz, sachlich, i»nd trotzdem herzlich, denn sein Mater sühls wohl heraus, was eine Redensart sei und was mau ehrlich meine: Mei»» Mkev Hat keine Zeit, lgnge Herzensergüsse 98 Wu lesen. Agathe, du haft acht Seiten geschrieben, dabei D die Schrift nicht einmal groß. Also laß etwas weg. Sie setzte sich mit ihrem Mann hin, und sie strichen «inen Satz nach dem andern. ■—> Gräfin Patsch war die einzige, die kein Wort über die Wandlung ihrer Schwester zur Keinen Pariser Modedame verlor. Sie sagte fast wegwerfend zu ihrem Bräutigam: — Das ist ja alles sehr schön bei Agathe, aber man Mch auch bi« Figur darnach haben. Sie war schlechter Laune, denn ihre Hochzeit wurde längere Zeit hinausgeschoben. Graf Mguiers Vater meinte, es sei eine ungünstige Zeit, um Papiere zu verkaufen. Einmal sagte er sogar etwas von: sie müßten für alles sorgen, von Köllnscher Seite sei ja nichts da. Endlich ward Die Hochzeit erst auf den Herbst festgesetzt. Tann erst,, wahrscheinlich, würde Ludwig die Fürstin Hohengart Wiedersehen, die einzige der Damen, die hi Had- densen gewesen, von der er nichts wieder gehört hatte. Er sprach in Paris seiner Frau von einer Aufmerksamkeit für sie, aber Agathe schien nicht dafür zu sein. Trotzdem hatte Ludwig etwas gekauft: eine Marmorfigur von Rodin. Eine dunkle Ahnung' sagte ihm ztvar, er könne nicht etwas geben, das er von vier Dienstmännern herein tragen lassen • mußte. Doch als die Kiste geöffnet dastand und der sehnend gestreckte Oberkörper des herrlichen Aktes ihnen blüten- weiß entgegenleuchtete, beichtete er .Agathe, dies sei für die Fürstin bestimmt. Sie bat: Ludwig, tu das nicht. Warum nicht? Du kennst sie nicht genüg. Er sah die schöne Skulptur anr — Sie kann sich doch nur freuen darüber. So was bekommt sie nicht alle Tage! — Siehst du, Ludwig, du sagst es eben. Es ist zu kostbar. Mit einem Mal umschlang sie ihn; — Liebst du mich? i— Wie kommst du darauf? Sie schmiegte ihren blonden Kopf an seine Wange: Sei gut, ich habe dich ja so lieb, so unendlich lieb Und ich möchte, daß. alle meinen Ludwig . . , — Was möchtest du? >— Daß alle ihn ebenso lieben wie ich. Er begann zu lachen: '—Da würdest du aber eifersüchtig sein! s— Auf dich nie! Wie blickten wieder auf die Marmorfigur, und ihr kam Mit weiblicher Schlauheit ein Gedanke: — Weißt du, daß ich einen Wunsch habe? NUN? *— Schenk mir's. Mit einem Jubelruf preßte er sie an sich: — Alles, was du willst! Du weißt ja gar nicht wie glücklich du mich damit machst. Sage mir alle deine Wünsche, alle, alle-- Ein wenig protziger Stolz klang aus seinen Worten, als er weiter sprach: > — Das macht mich ja so.glücklich, daß ich in der Lage bin, dir jeden Wunsch zu erfüllen! Ludwig waren seine Geschenke bisher vorgekommen, als verbessere er nur Agathens Geschmack. Nun zeigte sie von selbst den Wunsch, etwas Schönes ihr eigen zu nennen. Und Schenken war sein höchstes Glück. Sie standen Arm in Arm vor der Figur. Agathe strich leise Über den Zarten, gleichsam Verschwimmenden Wrper, der unter der Hand zu beben schien, als sei er picht Stein, sondern ein sehnsüchtig zitternder Menschenleib. Aber noch beschäftigte sie der Gedanke des Geschenkes an die Fürstin: — Weißt du, dis Hohengart ist ein bißchen prüde. Eine nackte Figur . ., !— Ein Akt. Gelehrig nahm sie auf: Ern Akt könnte sie verletzen. Du kannst gewiß fein: itt Hohengart würde sie das nie ausstellen. Er lachte: r—. Das ist dumm! Sie ist es auch ein wenig! - --Ob. . .oh . . .! Es klang etwas daraus, als dürfe man so etwas von Muer Fürstin nicht sagen. -Agatha fuhr fort: — Papa behauptete mal von ihr: wenn man von Hosen spricht, tvird sie rot. Mer Agathe verfärbte sich selbst bei dein Wort. War es der Gedanke, daß sie eine Unzartheit ihres Mannes in kluger Weiblichkeit leise verbessert, war es die Ueberlegung, daß sie zum ersten Male Ludwig etwas gesagt, das sie von ihrem Väter als Mädchen gehört hatte, — kurz, sie schmiegte ihren Kopf an ihres Mannes Wange, und als er sie anf- rrchten wollte, sank ihr Gesicht immer mehr herab. Sie atmete tief und blieb so cm seiner Brust, in sich nur einen Gedanken: tote bin ich glücklich! * Als auf dem Wege von der Station an der Waldecke die hohen Renaissance-Giebel des Schlosses Kölln auftauchten, traten Agathe die Tränen in die Augen. Und nun wuchs der Bau allmählich ans der morgendlich dampfenden Heide, die Fenster blinkten in der ersten Sonne, immer höher stiegen die alten Mauern. Agathe verzehrte mit den Blicken das liebe Schloß, das ihr ganzes Leben umfaßte. Sie kamen an den hohen, zerfallenen Saud- steinbogen, der den Eingmig zur Allee bildete. Um den Park lief keine Matter, sondern ein natürlicher Graben, einst voll Wasser, jetzt bon dichtem Grase überwuchert, solange Agathe ihn kannte. Durch jahrelange Uebung mar er den Dorf- leuteti anheim gefallen, die ihn mit der Sichel abmähten. Wie sollten die das Grün kurz halten, denen doch nur am! Heuertrage gelegen war! Ms sie in dem Wagen, den Ltrdwig aus seinem Berliner Stall vorausgeschickt, durch das Portal fuhren, Diener und Kutscher in einfacher, schwarzer Livree mit glatten Knöpfen, ließ der treue Besitzer etwas fallen von: — Da tmrß wieder Wasser hinein. Ra, das werden wir schott machen. Agathe sah ihn erschrocken an: — Dann haben die Leute ja kein Gras. Er meinte zerstreut, denn ihm schien schon alles int Kopfe herumzugehen, was hier geändert werden mußte: — Der Schlendrian hört auf! Mathe lehtrte sich itt die Kissett zurück, und erst als er in der Freude des pingen Besitzes sich umblickte zwischen ben hohen, alten Bäumen, unter denen sie hinrollten, bemerkte er ihr Schweigen: — Was hast du? — Ach, nichts. Nun machte die Allee einen Bogen. Ein riesiges Saud- {teinbecken ward sichtbar, in das ein breiter Graben mündete, ich in der Ferne verlierend: der Kanal. Wer der Wasser- piegel war versunipft und versandet. Seit vielen Jahren hatte keiner daran gedacht, hier Ordnung zu schaffen, denn diese. Ordnung kostete Geld, und das wurde für Pferde, Jagden, Sekt und Spiel verbraucht. Die Säume wichen zurück, ein freier Platz tat sich auf. Das Schloß, seitdem! sie in den Park eingefahren, beit Blicken entzogen, erschien von neuem. Agathe ergriff den Arm ihres Mannes: — Sieh nur! Dann lehnte sie sich an feine Schulter, und er, der nur kritisch-stolze Besitzer-Augen für das alles hatte, nierkte int Augenblick nicht, daß seine Frau weinte. Erst als er von der Schloßterrasse sprach, aus deren Sandsteingeländer Barock- Jäger standen, das Hifthorn blasend, gewahrte er, daß sie ihn nicht ansah. Er richtete Agathe auf: Wir sind gleich da! Seine Frau sollte guten Eindruck machen und nicht gebeugt sitzen, mit dem Taschentuch vor den verweinten Augen. Ms der Kies int Hofe knirschte und sie ein paar Diener am Haupteingang stehen sah, hatte sie ihre Fassung wieder. Sie meinte, Elßmaun würde die Treppe herab- steigen, doch ein Herr, -- denn so sah er aus — kam ihr entgegen mit grauen Koteletten, im Frack mit weißer Binde, und ihr war einen Augenblick alles fremd. Der neue Haushofmeister, von feinem Herrn ein wenig obenhin begrüßh stand da, während zwei Diener den Schlag öffneten. Ludwig sagte seiner Frau: — Haushofmeister White. Sie reichte ihm die Hand. Der int Frack beugte sich mit erfreutem Lächeln darüber. Mathe wattdte sich zu den Dienern. < — Oskar, schon acht Jahre frei mir, und hier James. Auch ihnen reichte sie die Hand. Nicht verlegen, nicht familiär: sondern Dame. Wie Frau Agathe Droesigl und 99 Her« Louis Dnoesigl über den neuen Läufer die Stiege hiimufschritten, iahen all die altere Grafen und Gräfinnen von Kölln in Wen Panzern itnb Seidengewändern, in ihren Puffeuivämsern und festlichen Kleidern nieder auf den fremden Mann, der mit der ihres Namens am Arme in ihr Mes Schloß einzog. (Fortsetzung folgt.) Das versinkende Paris. Jetzt, wv die Gefahr der Wassertotastrophe für die schöne Stadt an der Sein« glücklich überwunden ist, erscheint in „Kunst imb Künstler" ein reizvoller Aufsatz Georg« Moores über das Versinkende Paris. Er meint das Paris seiner Jugend, wo er mit beit führenden .Impressionisten hier gliüMche Jahre «ei> brachte, und er findet nun, daß das Paris seiner Liebe tot sei. „Ich schaute mich nach den vertrauten Zeichen der kleinen Bour- geosie und der Künstler um, die hier in den siebziger und achtziger Jahren zu Haus« waren; doch ich fand keine Spur von ihnen, mir einen gemeinen, schmutzigen Krämergeist. Ta war das Cafe ÄtouvÄles Athenes, in dem. sich Manet, Tegas, Pissaro, Tes- bvutin, Form, Mendes und Paul Alexis abends einzustellen pflegten, das Casö, in dem ich Französisch gelernt habe und alles, was ich von Literatur und Kunst weiß. Doch wie verändert ist das Cafs! Was für eine schreckliche, unklassifizierbare Gesellschaft verkehrt seht dort! Nur ein raubtierhasies Mlerweltsbürger- tum, von deut ich mich mit Grausen .abwandte. Tas Haus, in dem Fwmeutin tvvhitte — der tüchtige Bialer, der mit die schönste französische Prosa schrieb (ich hab ihn so manches Mal frühmorgens über den Platz gehen sehen, einem Araber ähnlich, denn er war vom langen Aufenthalt in der Wüste wie die Araber ge- wivrden) —■ auch dies Haus ist in ein Restaurant umgewnndclt, Und die Führer aus dem Grand Hotel locken hie Touristen hin Mit dem Versprechen, ihnen das Künstlerleben in Paris zu zeigen. Und so sind die lieben kleinen Ball-Lokal« verflossener Zeiten dahin, und an ihre Stelle trat das Moulin Rouge, ent großes Etablissement mit Reklamezetteln davor, die alle möglichen neuen Reize den Touristenhorden verheißen. Statt seines alten Stammlokals findet Moor« eine Reihe neuer Häuser, eifernd Tragbalken mit Latten und Kalkbervurf, durch die man jeden Laut hört, selbst die Träume seines Nachbarn. Allen modernen Kvmsort gibt es dort; jawohl, es gibt dort Badezimmer, in den siebziger Jahren etwas Unbekanntes auf dem Montmartre. Man hat stch damals weniger gewaschen, aber man schrieb und malte vesser. Vielleicht vertragen sich Kirnst und Sauberkeit nicht zu- nuten. Auch Tortoni existiert nicht mehr, zu dessen kleinem eis von StülLen vor 30 Jahren alle großen Künstler zu kommen Werten, um ihren Absinth oder Wermut zu trinken. Der letzte Pariser, den man regelmäßig vor seinem Cafä sitzen sehen tonnte, war Catulle Mendes. Wirtshaus und Bar auf den großen Bvulevacds vertrieben die Cafes. Gewisse Teile von Paris find durch eine sogenannte servitude geschützt, indem der Höh« der Gebäude eine Grenze gesetzt wird. Trotzdem hat die Rue de la Paix gelitten, und die Place Vendäme, einst bte elegante Wohnstätte des Wels während des ersten und zweiten Kaiserreichs, ist S Hotels, Pntzgefchäften, Damenschneidern und Antiquitäien- n ausgeliefert. Und überall in der Architektur ist der Sinn für Proportion abhanden getomMert. Mait glaubt endlich nach Paris zu kommen, wenn man Über die Seine geht. In der Rue du Bac tvurde allgemein Französisch gesprochen. Eine wahre Erlösung, das vertraute Idiom ivieder zu hören nach dein Sprachengeplapper in "der Rue de Rivoli. Auch di« Gesichter waren französisch Und im Luxeni- bvnrg-Garten stieß Moore auf einen Anblick, der ihn noch mehr an das alte Paris gemahnte: Ein Student mit langem Haar schlenderte in der bleichit Septembersvnne dahin und las im Gehen. Ter Anblick war so erfreulich, daß ich der Versuchung, den Studenten anzusprechen, nicht widerstehen tonnte. Eine ganze Woche wär ich in Paris gewesen, ohne Französisch zu hören. Sie erzähltett sich vom Quartier Montmartre und schieden voneiw- and«r mit deut Ausdruck des Bedauerns, daß es sehr bald keine Pariser mehr geben werd«, da es der Ehrgeiz aller Fremden sei, nach Parts zu tontwn, und der Wunsch aller Pariser, auf dem Lande zit leben. Die Zeinde der Eisenbahn. Tie EisenbahnunfMe, die sich in den letzten Tagen ereignete'»! itiib di« so vielen Menschen das Lebert kosteten, geben einem Aussätze eine beklägenswerte Aktualität, der in der neuesten Nummer der Lectures pour Tons veröffentlicht wird und der sich mit den Ursachen der Bahnkatastrophen beschäftigt. Tie Anzahl der Unfälle, Di« durch menschliche Irrtümer hervorgerusen trerden, ist verschwindend klein gegenüber den Katastrophen, die aus Ratar- ereigitisse zurüchzehen. In tveitaus den meisten Fällen ist «s der Zorn entfesselter Element«, der dis größten Katastrophen hervE- vust. In erster Linie zeigt sich hier das W a s f e r als ein Feind der EisenbaHn; die Äste der grüßen Unfälle, die durch U«b«w schbenuuung hervvrgerufen wurden, ist «in diisteres Zeugnis für dis Feindschaft der Natur gegen das Menschenwerk der Eisenbahn. • Die Wasser Lockern beit Unterbau, ohne daß das Auge dies währ- nimmt. Sv hat vor 15 Jahren «ine Hochflut den Bahndamms der Newt-orker Zentraleisenbakm unterminiert, keine äußeren Merkmale kündeten das Zerstörnngswerk des Wassers; aber als eilt Schnellzug mit voller Geschwindigkeit über dis Streck« brauste, brach der Schienen bart unter dem gewaltigen Truck zusammen, zwei Passagierwagen überschlugen sich und 25 Reisende bezahlten Sie Fahrt mit ihrem Leben. Im November 1904 brach über die Ebenen Ohivs eine Hochflut herein. Ter Stationsbeamte ließ den Zug passieren, im Vertrauen aus frühere ähnliche Fälle. Tas Wasser aber stieg so schnell, daß der Expreß bald inmitteit eines stiirmischen Meeres weiterkeuchte. Ein Zurück gab es nicht mehr, die einzige Rettnng war Volldampf voraus. Immer höher fliegen die Fluten; nun drangett sie bereits in die Wagen. Eist Tunnel! trennte bett Zug noch von der nächsten Höher gelegenen! Station. In ivildem Teurpo sauste der Zug tu die dunkle Oefsnuna, in der di« Hochflut sich bereits' brausend zunt Herrn gemaM hatte. Unter den .Pässagieren herrschte eine wilde Panik. Mitten int Tunnel, im Tmniel, Mndete dann ein heulender, zischende« Pfiff, daß die Fluten den Kassel der Maschine erreicht und das Feuer erstickt hatteit. Zum Glück vmr di« Geschtoindigkeit so groß, daß der Zug aus eigener Kraft noch aus dem Tunnel herauskam und L«S halbübersckAremmt« Stationsgebäude von Johnstown erreichte, wo di« Reis«,-den sofort aus ihren Aquarien gerettet wurden. Ein anderer Feind der Eisenbahn ist der W i r b « l st u r m, der in Amerika mehr alÄ eine furchtbare Eisenbahnkatastrvphe herauf- Leschtvvren hat. 1893 wurde Jo der Expreß auf der Fahrt nach LouisvAe ein Opfer des Zyklons. Ter Maschinist sah das Wetter heraitziehen, er versuchte, durch höchste Geschtviudigldit dem drohenden Sturm zu entkommen, aber das' Element wär rafifyer als das Menschengebtld: bei einer Steigung holt« es den in rasend« Geschwindigkeit dahinsausenden Zug ein. Wie leichtes Kinds» spielzeug hob der Wirbelwind di« mächtigen Waggotts von der Erd« empor; dann fielen die Wagen schwer wieder zurück, ze» schmetterten, und 40 Tote und 100 Verwundete wurden das Opfer des Windes. Im rtnsischen Asien richten die großen Sanost ü r m e oft ähnliche Verheerungen an; daß ein Zug durch Sand- vettvehnngen oft tagelang in menschenferner Gegend aufaehalteist wird, ist feilte seltene Erscheinung. Was hier der Sand vollbringt, verübt weiter im Norden das Eis und der Schnee. 1902 geriet eilt Zug inmitten der Steppe in ein Schneewehen, blieb stecken; von der Schauspielertruppe, die in dem Zuge reiste, wurde nut «in Drittel gerettet; die übrigen starben in ber Kälte und deist Eise. Ein« andere Quelle großer Eisenbahnkatasirophen sind die ErSbebeu, die die Schienen verschieben und so furchtbar^ Entgleisungen herbeiführen. In Japan, wo solche ErdersÄütte»- rungen an der Tagesordnung find, haben die Eisenbahngesellschasten einen umfassenden Ueberwaächtngsdienst eingerichtet, der Tag und Nacht die Strecken abpatrvuilliert, nm solche Schienenverbiegungest beizeiten festzustellen. Aber trotz aller Vorsichtsmaßregeln und trotz der Sorgfalt der japanischen Maschinisten ist die Zahl der Eisew- bahmmsälle in Japan, di« durch Erdbeben verursacht werdet«, außerordentlich groß. Doch das Wasser, der Srnid, der Schnee, und das Erdbeben sind nicht die einzigen Fsinde, die di« Ratup d er Eisenbahn entgegen stellt. Zur Zeit, ba in Amerika noch int fernen Westen die gewaltigen Büffelherden umherzoaen, wat es eilte gewöhnliche Erscheinung-, daß Expreßzüge stundenlang, ja bisweilen während ganzer Tage durch mächtige Büffelherds» blockiert wurden. Die Verspätungen waren so häufig und so groß, fcjaJil die ersten Bohngesellsck;aften schließlich Bankrott ntachten. In Ostafrika erschwert der Löwe den Bahndienst, an einsame» Stationen werden die Stationsb-wmten manckMal tagelang von den hmtgernden Raubtieren buchstäblich belagert. Und was in Afrika der Lowe vollbringt, verübt in Asien der Elefant. Noch im Februar 1908 sah der Maschinist eines Zuges, der von Bangtok nach Lapburi fuhr, plötzlich auf der Route einen Elefanten. Zum Bremsen wär es M spät; der Maschinist gab Volldampf, und der Tickhänter wurde von der Lokomotive getötet. Aber 6 Monat« fpiiter fant durch einen Elefanten ein Zug zur Entgleisung, und zwei Passagier« kamen.dabei ums Leben. Sogar die friedliche« Blumen können der Bühn zum Verhängnis werden. Im Engadin wurde 1899 die Streck« von Narzissen so dicht übertvachsen, daß der Zug schließlich im Wumenmeer stecken blieb. In Flvriada hab«» bunte Hyazinthen schon mehrfach das Dampfroß aitfgehalten und in Englisch-Guayana waren es einmal Schnecken, die zn Tausenden den Schienenstrang bevölkerten und schließlich den Zug zur Entgleisung brachten. Derm* jcktes. :i* Bismarcks Russisch, lieber Bismarcks Kenntnis deÄ Russischen und seine Erfahrungen mit dieser so ausdrucksvollen! und schwer erlernbaren Sprache plaudert Eugen Zabel in einem Aufsatz der Halbmonatsschrift „Nord und Süd", inbent er es unternimmt, den in der russischen Literatur lebenden Geist des Humors und der Satire aufzulveisen und der durch die tragischen und anklägenden Meisterwerke der Realistik zurückgedräugten nr- spriiuglichen Heiterkeit der russischen Volksseele zu ihrem Recht zu verhelfen. Als Fürst Bismarck 1859 als preußischer fandter nach Petersburg kam, fing er au, bei einem jungen Stw- denten Russisch zu lernen, der ihm zweimal in der Woche früh mn ,10 Uhr Stunden gab. Ter große Staatsmann fürchtete z«-- 100 nächst, sich frei freu dicke» MnisNÄlte» ititfr Zilchl-auken bte Zunge zu verrenken. Als er aber erst einmal bi» ersten Schivlertgkettest WerWnnben hatte, machte er mit Mnem stmlnenswerten Ge- -LchtniS. überraschende Fortschritte. Währeub des Unterrichts teil es W manch lustigen Zwischeufätteu. Bismarck hatte aut dec Jagd einen kleinen Bären gefangen, mit dein ferne Herden, damals acht und elf Jahre alten Jungens spielten und der in dem gronen Sank, iv» die LektÄm-en stattsanden, frei herumlief. Wahrend Bismarck als fleißigen Schüler TurMnjcWs damals efren erschte- neue Novelle „Das adlig« Nest" ins Deutschs übersetzte, mustce er auf einmal laut auflackjen, denn der Bür hatte sich dem Lehrer genähert und dieser war in entsetzliclxr Angst, daß dre Bestie ihn in dir Waden freisten konnte. Durch ferne rasche Ern lernung des Russischen teufte er sogar die Anfinerklamkert des Zaren auf sich. Er war mittags ins kaiserliche schlost geladen . Worden und Alexander II., fragte ihn: „Berstehen Sre russisch?' „Ich verstehe eS ein wenig, Majestät," antwortete Bismarck dreist, „wenn es nicht zu rasch gesprochen wird." „Lernen sie die Sprache schon lange?" fragte nun der Zar weiter und als Bismarck auf Russisch erwiderte: „Erst seit vier Monaten." war Ate- xander höchlichst erstmmt über ein so ungewöhnliches Sprach!- talent und äußerte sich darüber in den schmeichelhaftesten Worten Sbent Gesandten. Besonderen Spast machte Bismarck die viel- tige Bedeutung des Wortes „Nitschetvö!", das eigentlich „W tut nichts!" heißt, dessen Sinn aber auf die verschiedenste Weise je nach dem Inhalt des Gesprächs ausgetegt werden kann und sowohl bent dlusdruck des Bedauerns und der Entschuldigung, Wie der Zufriedenheit und Genugtuuug entspricht. Die Vieldeutig- feit dieses russischen Aller!vvltswortes sollte -er einmal in fühlst barer Weise kennen lernen. Bei einem Jagdausslug hatte er sich verspätet und einen Schlitten gemietet, der ihn möglichst schnell zu seinem Gastfrennde bringen sollte. Aber der Kutscher kam iHv! trotz aller milden und kräftigen Ermahnungen, die «r an ihn! richtete, nicht rasch genug Vorwärts. Auf die Frage, weshalb er denn nicht schneller fahre und ob er auch den richtigen Weg nicht verfehle, antwortete der Kutscher intmev gelassen: „Nitschewo!" Selbst als er einen Puff in den Rücken erhielt, zuckte er nur eilte sagungsvotl mit den Schultern und murmelte Wieder „Nitschelvü!". -Mö.tzuch mackjte er mit seinem Schlitten eine zu kurze Wendung. Das Fuhrwerk neigte sich bedenklich zur Seite und kippte endlich mit seinem erlauchten Passagier mm, der schon damals über zwei 'Zentner wog. Bismarck fiel mit dem Gesicht in den Schnee. Als er sich Wieder erhob und ärgerlich zu schimpfen anfing, sagte der Kutscher, nachdem er seinem Fahrgast gemütlich den Pelz ab- geklopft hatte: „Nitschewü, Herr, wir werden schon irgendwo! glücklich ankommen." * De r Klnb der D rriz«h n n einer der bekanntesten Rein- horker Klubs, gab jüngst ein Bankett, frei dem der Aberglaube in jeder Gestalt gehörig lächerlich gemacht und daK Schicksal keck 'Herausgefordert würde. Die Tischgäste fasten zu je dreizehn frei» ginnen, und vor jedem brannte in einem schädelartig gefornttsst Achter eine rote Kerze; ein plötzliches Erlöschen der Kerze gilt M böses Zeichen: nach einem weit verbreiteten dtfrerglauben must von dreizehn beieinander sitzenden Menschen der, dessen Licht zuerst erlischt, noch im Laufe des Jahres sterben. Als alle Platz genommen hatten. Wurde ein Spiegel zerbrochen; dast Salz in grasten Mengen auf bie Tischtücher geschüttet Wurde, ist selbstverständlich. Von Zeit zu Zeit sangen auf ein Zeichen des Präsidenten, der mit einem Mmcschmknochen auf den Tisch klopfte, Käte im Chor die Zahlen von eins bis dreizehn, rind diese llnglücks- zcchl würbe jedesmal mit rasendem Beifall begrüßt. Während des Banketts spielte das Orchester nur Trauermusik, und zuletzt erschienen/ wie bei einem Begräbnis, die Kellner in feierlicher Prozession mit brennenden Kerzen und brachten eine r'iesige Schokoladentorte, aus der -ein Schädel und zwei kreuzweise übereinandsrj- gelegte Menschenkiwchen prangten. Der also verhöhnte Aberglaube «ächte sich jedoch. An jedem' Tische stand ein offener Regenschirm, der als eine Verspottung und Herausforderung des Regenaber- glanfrens gedacht War. Einer diesen Regenschirme bildete für einen Kellner, der mit einer vollen Suppenschüssel ankam, ein Verkehrshindernis, und ehe man sichs' versah, war über dreizehn Tischgäste ein nicht sehr angenehmer Regen von Heister Brühe niedergegangen. * Der überfahrene Elephaut. In der Provinz Kaschmir in Indien hüt sich, Wie man aus London der „Inf." schreibt, ein sonderbarer Eisenfrahnunfall abgespielt, wohl eine? der sonderbarsten, bie sich je ereignet haben. Es finden sich unter anderem in jenem Teile der Provinz Kaschmir auch noch Ele- iphanten 'vor, freilich ist ihre Zahl durch die unaufhörlichen Jagden, die vor allem von englischen Jägern angestellt werben, stark vermindert Warben. Vor -einiger Zeit kam es zu einem Zusammenstoß zwischen der Eisenfrahntokomotive und einem Ele- Mauten, über beit ein Augenzeuge in einem Londoner Matt fob- geiwermasten erzählt: „Wir waren von der letzten Station weg- gefahren und mochten uns seit einer Stunde auf freier Strecke! befinden. Der Zug hatte eine .Geschwindigkeit von mindestens 85 Km., als er plötzlich bie Fahrt verlangsamte und scheinbar ohne Grund stehen blieb. Die Reisenden, die nicht Wustteu, was geschehen war, sprangen aus den 'Abteilen und man lies zur Lokomotive. Da bot sich ein seltsamer Anblick dar. In eine in' M« : stand von 500 Schritten versperrte ein« Elephanteuh-erde, di« mindestens 25 Tiere zählte, die. Strecke, die schwarzen Koloss« starrten schweigend uns entgegen, sie rührten sich nicht/ sonderns ' hoben nur manchmal wie drohend die Rüssel. Da war guter Rat teuer, was sollte geschehen. So -ohne weiteres gegen die Elv- phauten loszufahren, ging doch nicht an, beim ein Zusammenprall mit den ausge'ipachesnen Miesen Wäre auch für den Eisen- frahnzug sicherlich nicht- ohne Folgen verlaufen und fuhr der Zug langsam gegen die Herds los, so mußte man gewärtig1 fein', dast die Tiere frei der drohenden Stellung, die sie einuahmest, gegen bie Waggons losgehen würden, was gleichfalls nicht gefahrlos war, da 25 wütende Elephanten sehr wohl im staube sind, -einen Eisenbahnzug mitsamt den Fahrgästen .gründlich zu zerstören. Es blieb nichts anderes übrig, als' das Feuer zu er« öffnen, mit Gewehren waren ja alle versehen. Tatsächlich hatten schon die ersten Schüsse die Wirkung, dast bet größte Teil der . Herde langsam Kehrt machte und rechts und links in beut' hohen! Bambusgestrüpp verschwand. Nur ein Tier, augenscheinlich bet älteste und stärkste der Herde, wich und wankte nicht, obgleich dte Kugeln nur fo um ihn pfiffen. Da der Zug eine1 .längere Betz- säumnis unmöglich vertragen konnte, das Hindernis sich jedoch, nicht aus dem Wege räumen liest, so beschloß mau nach, längerer Debatte endlich doch, loszusahren. Der Lug bewegte sich ruern eine Strecke weiter zurück, nahm gewissermaßen einen Anläu? und fuhr bann mit voller Geschwindigkeit gegen den Elephanten. Wir beugten uns alle aus den Fenstern und harrten der Tings, bie ba kommen sollten. Der Elephaut wich wcchchafttg nicht. Da, Plötzlich ein Ruck - - ein Stoß, den Wir alle verspürten, allein der Zug sauste weiter und man sah, wie. der Eiephant von der Sicherung der Lokomotive zur rechten Seite int Bogen, allev- dings nur infolge seiner Schwere einige Nieter weit, fortgest schleudert Würbe und als blutig zerguetschte Masse tot liegest Web. Hoffentlich bient sein trauriges Schicksal ieinen Stammes!- genossen mm mehr als Warnung." Literatur. — „DaZ Welter" Monatsschrift für Witternngskimde. Jährlich 12 Hefte. Verlag von Otto Salle in Berlin W., Eltzholzstr. 15 —. Das vorliegende Januarheft bringt einen Artikel über bie Jahreszeiten von H. Hecker, einen weiteren über die feste Eisdecke, den Eisaufbriich, Eisgang auf Flüssen und Strömen von Scheibel, alsdann über die Beobachtung der Gewitter von DretS. Den weiteren Inhalt des Heiles bilden: Monatsübersicht über den Wilterungsverlauf, die Erscheinungen der oberen Luftschichten und Meteorologische Nolizeu. Bei der Bedeutung, die der öffentliche Wetterdienst gewonnen hat, ist eine besondere Abteilung: „Nachrichten aus dem öffentlichen Wetterdienst" eingerichtet, die in diesem Hefte einen interessanten Beitrag ans der Feder von Prof. Schultheiss über den Wetterdienst in Baden aufweist. Als ständige Beilage erscheint eine in Farben ausgeführte Karte über bie Niederschlagsmengen in Zentraleuropa nebst den Luftdruck- und Temperatnr- (inieit; sowie eine Karte über den Gang der Temperatur in den höheren Luftschichten über Berlin. Es wirb eine Fülle von interessantem Material in dieser monatlich erscheinenden Zeitschrift geboten, und es verdient nochmals hervorgehoben zu werden, daß gerade der gemeinverständliche Ton, der Lust und Liebe zu syste- inatischen Weller-Beobachtungen in den weitesten Laienkreisen zu erwecken geeignet ist, den Erfolg dieses Unternehmens herbeigeführt hat. _____________ Königspromenade. Man darf die einzelnen Wörter und Silben nur in der Weiss miteinander verbinden, daß man — wie der König auf dem Schachbrett — stets von einem Feld nu8 auf ein benachbartes übergeht. Auflösung in nächster Nummer: man man ih sich UNd mit gehrt nicht die freut rer prachl man ent be fier nacht freit der auf zu blickt die ne ern in je cken Auslösung des Geographischen Verschiefrrätsels tu voriger M.? Madrid Persien Basel Weser Peru Tirol Serbien Blebaftton: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'scheit UntversttätZ-Bnch. und Steindruckerei, R. Lange, Dietzen.