W 1910 — Nr. 194 WW WMW I I jrj i'iSiULfa Friedel halb-süß. Noman von FedorvonZobeltitz. (Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Madame Bailloud hielt sich für verpflichtet, allen Anfeindungen zum Trotz in der Villa Hoche auszuhalten. Das war insofern schlimm, als ihre beständige Gegenwart jede intimere Aussprache mit Andree unmöglich machte. Denn nunmehr, da die Komteß Braut war, waltete Madame Bailloud auch bei grimmigster Migräne ihres Wächter- amtes. Nie wich nicht mehr vom Platze; immer störten ihre forschenden schwarzen Kugelaugen. Aber Andrse sand erneu Ausweg. Sie verabredete mit Fritz ein Stelldichein im Prokuristenzimmer des Geschäftshauses. Da Clamard zu den Chandvns übergesiedelt und Migneau an seinem alten Platz verblieben war, so stand das Zimmer leer und man konnte ungestört miteinander plaudern. An diesem Vormittage war Fritz durch einen anonymen Drohbrief erfreut worden. Er steckte ihn lächelnd in seine Brieftasche. Die alberne Hetze begann komisch zu werden. Eine in Avize erscheinende Zeitung hatte bereits gemeldet, das Haus Miquelon solle mit der Firma Friedel Der» schmolzen werden. Die Notiz trug ihrer Fassung nach so sehr den Stempel der Wahrheit, daß Fritz stutzig wurde. Er hatte tatsächlich mit Andrse noch kein Wort über die Zukunft gesprochen. Aber es war naturgemäß, daß die Pläne, die man fassen würde, auch die Zukunft der Firma Miquelon betreffen mußten. Und da hatte Fritz beschlossen, seiner Braut vollkommen freie Hand zu belassen und sie nur durch seinen Rat zu unterstützen. Er wollte abwarten; es widerstrebte seinem Feingefühl, sich in ihre materiellen Angelegenheiten zu mischen. Au der blanken Gemeinheit war er allzeits vorüber- gegangen. Schon die ethische Wertung 'seiner Persönlich- teit hätte ihn immer gehindert, sich einer brutalen Geldheirat zu fügen. Nun aber kam zum Glück seiner Liebe auch die Freude an der Eroberung. Er verhehlte sich das nicht. Er war kein Idealist, der lediglich in Empfindungen schwelgte: er war auch eine praktische Natur. Er hatte eilt Herzchen gewonnen, und es war kein bitterer Zwang für ihn, zugleich ein paar Millionen mit in den Kauf Au ItBDlItCTt. 1 Als er die Treppe des Gasthofs hinabschritt, begegnete er dein Wirt, der mit kühler Kopfneigung grüßte. Auch in ihm schien das nationale Gewissen erwacht zu sein. Nur der Portier war höflich wie immer; die guten Trinkgelder, die Fritz ihm in die Hand drückte, waren sieghafter als das Gefühl inneren Widerstandes. Im Miquelvnschen Geschäftshause fand er Andrse bereits vor. Sie flog ihm entgegen und küßte rhn. „Bist du mir gut?" fragte sie. M war gewoynltch W .Eröffnung ihrer WtMaltnng, „Richt die Spur," erwiderte er. „Madame Bailloud ist glücklicherweise abwesend — da kann ich dir zeigen, tote sehr ich dich verabscheue." Er nahm sie aus seinen Schoß. Ueber ihnen tickte die Wanduhr. Vom Hofe herüber drang das Geräusch arbeitender Menschen. Aber im Kosen der Siebe ver-, nahmen sie nichts. , . „ , Endlich riß Andrse sich los. Sie stand auf. ^och einmal umschlang sie Fritz. „Liebster," sagte sie, „ich war nie furchtsam. Aber in den letzten Tagen btn ich es geworden. Gegen die heimliche Niedertracht fehlt mir die Waffe. Hast du die Abscheulichkeiten gelesen, die man über uns verbreitet?" , , „Ich habe sie sogar gesammelt. Aber )te regen mich nicht auf." „Hat man dich auch mit anonymen Schmähschriften bedacht?" „Auch das." „Und bliebst ganz kühl dabei?" „Durchaus. Nur um eins sorge ich mich. Daß ich dich hier allein zurücklassen muß." . Plötzlich brach Andrße in Tränen aus. Ihre Tapferkeit hielt nicht mehr stand. „Ach, Fritz," rief sie, „wo sind meine gesunden Nerven geblieben?! Ich ärgere mich über mich selbst, daß ich nicht den Mut finde, wie du die Schmutzflut, die auf uns niederprasselt, gleichmütig zu ertragen. Aber wenn du wüßtest, wie schmählich die Angriffe waren — wie vergiftet die Pfeile, die meine Mädchen ehre treffen sollten, du würdest verstehen, daß ich mich mit allen Fibern sortsehne! Was habe ich denn den Leuten getan? Ich gebe zu, daß ich eine Unvorsichtigkeit begangen habe. Der Kuß vor dem Personal entsprach tti diesem Lande der reinen Tugend nicht üblicher Sitte. Selbst die Bailloud war empört. Aber was ist ein Kuß!?" Nun lachte sie wieder, ivährend noch die Tränen ihre Wangen näßten. „Ein Kuß ist viel," sagte er, glücklich darüber, daß ihre Heiterkeit zurückkehrte. „Und grade diesen Kuß vov der kleinen Welt deines Personals hätte man als schönes Symbolnm deuten können. Tat man es nicht, sondern fand sittliche Entrüstung für dieses Verbrechen und stellte dich an den Pranger und mich daneben — — laß es div rricht gram sein, lieber Schatz, ebensowenig wie alle die anderen Beschimpfungen, mit denen man uns bedacht hat, weil wir uns lieben! Deine Angen sind viel zu hübsch, um über diese Gesellen eine Träne zu vergießen; außerdem: deine Augen gehören mir. Für eins allerdings plädiere ich auch: ich würde gern sehen, wenn du dich bis zu uu erer Heirat von Epernay fernhalten könntest, fein Mädchen ist schutzloser als ein Mann —. und ich möchte dir neue Bitterkeiten ersparen." Sie war nun wieder ganz verständig, saß aus dem Schreibtischsessel des Herrn Clamard und nickte mit ernstem Gqicht. 774 „Wo soll ich hin?" fragte sie. „Das muß überlegt werden. Zunächst die Geschäfts- frage. Wird Migneau die selbständige Leitung führen rönnen?' „Es ginge zur Not. Für kurze Zeit jedenfalls. Aber ich denke weiter. Höre mich an. Ich habe mich nie heimisch in Epernah gefühlt. Das war vielleicht meines Vaters Schuld. Er hätte mich nicht in Deutschland erziehen lassen sollen. Ich kann mein Herz nicht teilen. Jetzt noch weniger als sonst. Ich will einen Deutschen heiraten ■— da gehöre ich zu euch. Ich habe reiflich überlegt; habe auch die Möglichkeit erwogen, ob wir das Geschäft behalten und gemeinsam weiterführen wollen. Es hätte viel für sich und ebensoviel gegen sich. Dein Hauptinteresse wird immer deinem rheinischen Hause gehören; das ist naturgemäß. Aber auch ich fühle mich hier nicht wohl. Das fühlte ich mich nie, und deshalb, du sahst es ja, schlug ich nllch aus die Seite der Einsamkeit. Nun war vor einer halben Stunde der Graf Chandon bei mir. Clamard hat vorgearbeitet. Moöt und Chandon haben ihr Gebot erhöht. Sie brauchen die uns gehörigen Enklaven ihrer Weinberge und schielen seit langem nach La Vitrine. Sie versprechen sich auch reiche Erfolge von einer Verschmelzung ihres Geschäfts mit dem unfern; ich wittere so eine Art Trustbildung, der auch Cliquot, Ayala und Goulet nicht fernzustehen scheinen. Nun also: ich möchte verkaufen. Ich habe Chandon versprochen, mich binnen drei Tagen tzu entscheiden. Diese drei Tage würden für dich genügen, in unsere Bücher Einsicht zu nehmen; dann möchte ich von dir hören, was du zu dem Angebot CKandons sagst. Mein Anwalt meint, es sei noch immer um eure halbe Million zu niedrig. Das wird sich finden. Vorderhand ist mir nur darum zu tun, im Prinzip deine Ansicht zu wissen. Bist du für den Verkauf?" Fritz erhob fich. Ein Ja oder Mein brachte hier die Entscheioung. Aber es war nicht leicht gegeben. „Lieb, die Arrllvort ist schwer. Hinge dein Herz au der allen Firma, so würde ich Bedenken haben. Aber du trägst nicht den Namen der Firma, und dir hast mir ehrlich gesagt, baß dein Herz nicht hierher gehört. Ich will alle Gründe beiseite lassen, ich konstatiere die Tatsache." „Gut," sagte sie. „Das Empfinden wäre also für das Ja. Bliebe noch die praktische Seite der Frage zu erwägen, feie liegt immerhin so günstig, daß ich dem Gefühl ruhig nachgeben kann. Der Mammon deiner Braut ist groß." „Ich denke zu klug, als daß ich das übel nehmen würde. Er ist da, und wir werden mit ihm rechnen müssen." „So wollte ich's hören. Die Antwort ist mir lieber, als hättest du mir in schöner Wendung entgegnet, daß dich mein Besitz ohne Besitz noch glücklicher gemacht haben würde. Unsere Liebe wird auch unter den Millionen nicht leiden." ,/Jch glaube dir das auf das bestimmteste versichern zu können." Sie umschlangen sich wieder. Aber die Hofuhr schlug Mittag, und Die Zeit drängte. „Zurück zum Geschäftlichen," sagte sie. „Ein Kuß -wischen Soll und Haben ist zwar sehr süß -V' „Wir wollen daran festhalten!" rief er einfallend. „Aber das Konto nicht überlasten. Fritz, Vernunft! Die Sache ist abgemacht. Heute abend beginnst du mit der Prüfung der Bücher. Wir wollen dem Grafen nicht ein Soustück schenken. Dabei fällt mir ein: noch ein andrer Graf beehrte mich heute früh: Eldringen." „Ist der hier?" „Er hat feine, Kündigung rückgängig zu machen Ver-j sucht und mir bei dieser Gelegenheit seine schöne Seele ■geöffnet. Es war nicht vonnöten, aber er gedachte wohl, sich in meinen Augen ein wenig zu rehabilitieren. Und daher erfuhr ich denn mancherlei Interessantes. Man hat im Nheingau arg gegen euch intrigiert, armer Freund." „Das ahnte ich längst. Hat Eldringen Namen ge- Itannt?" „Auch das. Er manövrierte nicht urrgeschickt. Er wollte mir „Erklärungen" geben. So sagte er. Aber seine Er- Mrungen zerrannen in allerhand Klatsch. Und als schließlich ferne glatte Zunge auch kandierte Bosheiten gegen dich fauch habe ich ihn höflich hinauskomplimentiert." Fritz wurde neugierig. „Was wollte er von mir, Andree?" ! Sie schüttelte den Kopf. „Erspar mir die Wiedergabe. Ich weiß nicht einmal: was ist Lüge, was Wahrheit. Ich sah nur llar: der ganze Streit der Firmen Friedel und Miquelon basiert im Grunde genommen auf einer Intrige. Aber auf einer alten Stils. Scribe hätte die Fäden schlingen können. Verletzte Fraueneitelkeit gab den Ausschlag. Schwache Weiberarbeit, stümperhaft angelegt — aber sie genügte, einen Skandal in die Welt zu setzen. Nun kein Wort mehr darüber! Der Champagner- rrieg ist aus, der Friede geschlossen — und mit den Bedingungen sind schließlich beide Teile zufrieden. Oder du nicht?" Er Mete vor ihr nieder und küßte ihre Hände. Dann sprach man verständig miteinander. Fritz hatte einen guten Vorschlag. Andrse sollte nach Erledigung der Verkaufsformalitäten nach Schrattstein kommen. Die ganze erste Etage im Hause des Großvaters stand leer; da fand sie Herzliche Ausirahme auch während seiner Festungszeit. Und wenn dann wieder der Frühling kam und die Ftieber- blute im Garten des Prokuristen Kefselholz: dann ivollte man heiraten. Sie trugen fich mit großen Plänen: die wurden wn Abend bei der Durchsicht der Bücher weiter gesponnen. Madame Bailloud war freilich dabei; aber sie hatte sich diskret in eine Ecke des Zimmers zurückgezogen und häkelte an dem Besatz eines Stuartkrageus, und nur von Zeit zu Zeit streifte ein forschender Blick aus den Kugelaugen die beiden jungen Sente. Sie sprachen Deutsch miteinander. Fritz bekam Einblick in die Vermögenslage seiner Braut. Ein großer Reichtum wartete seiner. Aber er war genügsam geworden: es war kein Bild schimmernder Pracht, das diese Millionen vor ihm aufbauten. Mir zu einem sollten sie ihm verhelfen: seinem alten Hause eine neue, fest gegründete Basis zu schaffen, um den Kampf gegen das Uebergewicht Frankreichs auf dem Gebiete der Schaumweinindustrie mit aller Kraft fortsetzen zu können. Andree hoffte, drei Leute ihres Personals, die Elsässer waren, mitnehmen zu können: den ersten Kellermeister, den Likörbereiter und den Doseur. Das waren Männer von Wichtigkeit; es ivar Verlaß auf ihre Zunge, und sie beherrschten die Technik. Sie brachten vielleicht auch unbewußt das große Geheimnis mit, das den Weltfirmen der Champagne noch immer den Ruhm sicherte: ein Geheimnis, das bisher nicht gelöst worden ivar, das möglicherweise in der Erde schlummerte, das' an die Sonne gebunden war oder an dienfließenden Wasser. In Wahrheit glaubte Fritz an alles dies nicht. Die Traube des Rheins ist so köstlich wie die der Marne, und dis Fabrikation verstand man hier so gut wie drüben. Aber hier war man kleinlich, und drüben großzügig: das machte den Unterschied. Fritz war der Ueberzeugung: das ganze Geheimnis der berühmten Häuser der Champagne bestand in ihrer kapitalistischen Stärke, die vor keinem Zinsverlust zurückschreckte, den Ankauf eigener Weinberge in den besten Lagen und die Sicherung der erlesensten Wachstnmer gestattete, die ihre Keller mit reichlichen Reserven füllte und ihnen schließlich eine ausgiebige Faß- und Flaschenlagerung erlaubte. Der gelungene Versuch mit der Marke Excelsiov war für Fritz der Beweis, daß der deutsche Schaumwein sehr wohl mit dem französischen rivalisieren konnte. Doch er wollte mehl'— uno das sollte die Aufgabe der Zukunft sein. Es war keine Arbeit, die auf neue Höhen des Lebens führte. Sie diente dem Luxus. Aber in dem Ge- samtbestande der Kultur ist auch dem Luxus sein Platz angewiesen, der einen wirksamen Sporn für wirtschaftliche Betätigung bedeutet. Wie in anderen großen Organismen^ so war er auch in der Schaumweininoustrie die treibende Kraft, die ein Heer von Menschen beschäftigte, den heimischen Weinbau förderte und der Wohlfahrt des Landes zugute kam. Es war eine Arbeit, die in ihrer reichert Entwickelungssähigkeit vor allem dann der Mühe lohnte, wenn sie das Spinnennetz irriger Vorstellungen zu zerreißen vermochte, durch die deutsches Geld Jahr für Jahr in riesigen Massen nach dem Auslande geführt; würde. . (Fortsetzung folgte 77b — Berlin zurück, um nach zwei WockM wieder nach Teplis zu reifen. Am Wend vor dieser iroeuni Abreise hat der Prinz förmlich! Abschied von Elisa genommen. Die keusche Schönheit dieses Abends im nächtlichen Dunkel des heutigen Reichskanzlergartens enthüllt em Brief Elisas: . Am Tage vor seiner Abreise, hat er hier gesessen, und den Abend mit uns zugebracht bis nach zwölf Uhr des Nachts, und immer im Garten. Ohne Zwang und Aufsehen haben wir uns da sprechen können, wie ein Bruder mit seiner Schwester spricht. Es war aber doch noch viel schöner! Er gab mir einige Aufschlüsse über sein Benehmen in Schlesien, wovon ich ihm aufrichtig um Rechenschaft gefragt, und er sprach so schön, so herrlich, so ohne irgend einen Anstrich von selbstsüchngcr Liebe, daß ich mich nicht halten konnte, und meine Tranes fielen reichlich auf meine Hände. Ich habe auch nicht versucht, ihm zu verbergen, wie sehr seine Rede mich gerührt, und habe ihm alles gezeigt, was in mir vorging! Diese Unterredung, dieses Wiedersehen hat viel gewirkt und viel Gutes gehabt, meine teuere Luln! Er ist mir noch viel werter geworden in dieser Kerzen, Zeit, und fest ist der Vorsatz in mir eingewurzelt, allen Stürmen zum Trotz sein Angedenken und meine Treue ihni im Herzen zu bewahren! Er hat sich mit mir aussprecl-en können und hat von mir selbst erfahren, was er nur durch Mamas Versicherungen! kannte! So haben wir uns mit tausend Tränen und vielem Weh, aber doch nicht ohne ein kleines Fünkchen Hoffnung ge-, trennt." „ Noch einmal, im Jahre 1823, wurden die Verhandlungen! über die Zulässigkeit der Verlobung der beiden Liebenden auf-, genommen. Prinz Wilhelm hatte im Dezember mit dein König eine Unterredung, die „sehr heftig" verlief, so daß er „iede! Hoffnung schwinden sah". Nach drei Jahren der schmerzlichstes Trennung trafen sich die Liebenden wieder. „Da führte ihn, schreibt Elisa, „Papa herein Seine Tritte hörte ich, ehe er ein trat, aber nicht seine Stimme. Er flog auf Mama zu, nachhep gab er mir die Hand. Wir zitterten heftig, aber geweint haben mir, glaube ich, nicht. Wir haben uns auch umarmt, aber ganz wie sonst. Die ersten Worte, die er herausbrachte, waren: „Nach drei schweren Jahren der Prüfung." Deine Freundin war ganz! stumm, mein liebster Schatz, und konnte dann erst wieder sprechen, nachdem sie sich im anderen Zimmer ans geweint.....Ich bitt unaussprechlich glücklich! das ist genug!" Das Schicksal hat die Verbindung der zwei Menschen, die sich so treu geliebt, nicht gewollt..... „Er hat aus Pflicht des! Königs Wunsch erfüllt", so schrieb der Vater Elisas, Fürst Radziwill, im Jabre 1829. Prinz Wilhelm führte die Prinzessin Augusta von Weimar heim, und auch Elisa lädjielte noch einmal ein furjer Liebesfrühling, bis eine tückische Krankheit sie vott dieser Erde fortritz. . . . Mit dem Lasio auf der Nashornjagd. Kurz nachdmi Roosevelt die afrikanischen Jagdgefilde ver- lassen hatte, traf ans der Stätte, wo Teddy seine großen weid- männischen Triumphe geerntet hatte, ein anderer amerikanischer Jäger ein: Colonel C. I. Jones, der berühmte „Buffalo Jones", der es sich zum Grundsatz gemacht hat, kein Tier z u töte n, es fei denn in Notwehr. Er war ausgezogen, um im scywarzen Weltteil seine neue Jagdknnst zu erproben: nur mit dem Lasso ausgerüstet, wollte er Löwen und Nashörner fangen. Der Plan, der damals viel Aussehen und auch Kopsschütteln erregte, ist vollauf geglückt, und mit einer ganzen Menagerie lebender wilder Tiere konnte Buffalo Jones wenige Monate später Afrika verlassen. Ein Teilnehmer jener seltsamen Jagdreise, der Amerika ucr Gun H. Seull, gibt nun in der Weihuachtsnummer des Strand Magazine einen fesselnden Bericht über den Verlauf des eigenartigen Unternehmens und schildert dabei auch den Fang des erstell Nashorns mit dem Lasso. Von Nairobi ans war bte Expedition in das Innere Afrikas vorgedrungen, doch war es nicht gelungen, auf einen Löwen zu stoßen, und der Jagdeifer der verwegenen Lassowerfer anS Wild West mußte sich einstweilen mit Giraffen, einem Elentier und einem Tschita, einer Abart des Leoparden, begnügen. Bis eines Tages das Lager durch eins aufregende Meldung alarmiert wurde; der Jagdgefährte Löveles brachte die Botschaft: „Der Oberst kam eben an den Abhang und faate, brauten liege ein Nashorn. Er ist wieder fort, um Wachs zu" halten." Im Nu war alles aus den Beinen, der Photograph Kearton, der tollkühne Schotte, der mit seinen kinematographischeN Apparaten überall dabei war, packte hastig seine Kamera aufs Pferd, und schweigend, von gespannter Erwartung erfüllt^ brach man auf. Plötzlich sah man den Oberst auf tauchen. „Still!" flüsterte er, „dort unten, kaum hundert Meter entfernt. Seid ihr bereit?" Alle waren es. Die Lassos ivurben vom Sattel genommen, Kearton sprang ab und kroch mit seiner großen Kamera durch das Gras. „Erschreckt es mir nickst, ehe ich meinen Apparat in Ordnung habe, ich winke mit der Hand," Man sah nichts von dem Nashorn, die Büsche verwehrten den Ausblick, eine glühende ssaitze lag über der Landschaft. „Wir sahen, wie Kearton feinen Apparat ausstellte und sorgfältig mit dem Taschentuch die Linien abrieb, dann ein Wink, Colonel Jones stieß einen Schrei aus, und sofort sahen wir im Grase ein mächtiges Nashorn auftarnchrn Die Reiter ritten ihm entgegen, mit überrasckMder Schnelligkeit! machte das Ungetüm kehrt und entschwand im Tal." Nun begann eine wilde Hetzjagd. Nach drei Weilen endlich kommt KM Muse; Prinz Wilhelm von Preußen und Prinzessin Lltsa Radziwill. Elisa Radziwill, — ein vielgenannter Name und doch bis Heule keine greifbare Gestalt. Man sprach von der Prinzessin als von der Jugendliebe Kaiser Wilhelms I. und hatte damit den Inhalt dessen, was man von ihr wußte, erschöpft. Haben verschiedene Veröffentlichungen in den letzten Jahren so maiiche Aufklärung über das Wesen und die Persönlichkeit der Prinzessin geliefert, und sind auch insbesondere ihr Seelenleben unb ihre Beziehungen zum nachmaligen großen Kaiser in das Licht der Forschung gerückt worden, !— jetzt erst empfängt man Einblick in das Drama, das die Liebe des Prinzen Wilhelm zu Elisa und das Scheitern eines schönen Lebenstraunies in sich birgt, soeben erscheint nämlich ein Werk „Elisa Radziwill. Ein L eben in Liebe und Leid", unveröffentlichte Briefe der Jahre 1820 bis 1834, herausgegeben von Dr. Bruno Hennig, im Verlage von Ernst Siegfried Mittler und Sohn in Berlin; diese Briefe und der! sie verbindende Text enthüllten in der Tat das große Geheimnis, das bisher sich um die Person der unglücklichen Fürstentocksteü gerochen hatte. Was bisher noch zweifelhaft roar, — ob die Prinzessin die starke Siebe des Prinzen Wilhelm auch erroibert hat, — «s wird zur Gewißheit. Denn in ben nun vch-öffentlichten Briefen an ihre vertrauteste Freundin, an die Gräfin Sulu stosch, geborene v. Kleist, spiegelt sich das zarte Liebesleben der Pnnzeftin Elisa wider, alle Wonne und das bittere Leid, das die Trennung von dein Prinzen ihr zugeftigt hatte. , Prinz Wilhelm ist im Hause Radziwill schon aus- und ein- gegangen, als Elisa noch Kind war. Er, der fast aus den Tag genau so alt war wie der älteste der Radziroillschen Prinzen^ fand dort, was er im eigenen Vaterhanse entbehren mußte, — ein reiches glückliches Familienleben. Der Mutter der Prinzessin, seiner Tante, gehörte seine Verehrung schon lange, ehe die Tochter feine Blicke auf sich gelenkt hatte. Man sah fidji, wenn die Radzi- tvills in Berlin waren, wohl nahezu täglich, unb Elisa reifte in diesem harmlos fröhlichen Umgang vom Mädchen zur Jungfrau! heran, ohne jemals andere Empfindungen als die guter Kamerab- schaft für irgenb einen der Königssöhne zu hegen, die in ihrem Eltern hause verkehrten. „Wenn er nicht angefangen hätte mich Mi lieben, würbe ich nie einen Unterschied zwischen ihm unb feinen Brüdern gemacht haben", hat sie in einem späteren Rückblick auf die Anfänge ihrer Siebe gesagt. Zu der gleichen Zeit aber, in bet die Briefe Elisas und ihrer Mutter erkennen lassen, baß mast des Prinzen Neigung verstanden hatte, wird aus dessen Briefen! ersichtlich, daß er seine Neigung zu bekämpfen suchte. Das streng« Pflichtgefühl, das den Königssohn auch in seinen allerpersön, kichsten Empfindungen band, hat das Glück dieser reinen Siebet -schon in den ersten Anfängen gestört. Auf einem gemeinsamen Ausflug nach Freienwalde war es Elisa zuerst zum Bewußtsein gekommen, daß Prinz Wilhelm sie liebe. In dieser Zeit der jungen Liebe sind die Beziehungen der beiden noch frei von starker Leidenschaft. Auf der Seite des Prinzen ist zunächst ein Geftihl warmer Zuileigung für die Tochter einer hochverehrten Fürstin seines Hauses vorhanden, auf ihrer, Seite noch weniger als das: Ein gehobenes Selbstgefühl der Siebzehnjährigen, unschuldiger Stolz über die Aufmerksamkeiten des Königssohnes. Später, voir einer Reise nach Schlesien, schreibt sie der Freundin: „Prinz Wilhelm fand ich — m Sandeck — fei einer munteren Gesellschaft. Wilhelm roar gut und freundlich wie sonst . . ." Zwei Tage nachher: „Prinz Wilhelm . . . war so sehr gut unb herzlich, als wir schieden, daß ich nicht vhns Wehmut daran denke. Gewiß, er liebt mich recht herzlich — über das übrige will ich kein Urteil wagen, sondern stelle Gottes Fügung alles anheim." Unb bann: „Als wir in Lanbeck voneinander schieden, begleiteten wir ihn bis Kuiizendorf. Er war so bewegt, er weinte so heftig, daß es mich innig rührte und ich« mir sagte: Kann er so um mich weinen?" An anderer Stelle heisst es in demselben Briefe: „Prinz Wilhelm schreibt, miet sonst, recht ausführliche, lange Briefe." In damaligen ^Briefen aus Posen klagt die Mutter Elisas Über das „Gerwe und 6)eSafe" einer „Klatschenden kleinen Welt wie die hiesige" und erzählt einer Freundin, sie habe sich jetzt sehr ernsthaft verbeten, „Anspielungen auf Dinge zu machen, hon denen nicht die Rede wäre". Aber während Elisa sich im Saufe des Jahres 1821, wohl bestärkt durch die gewaltsam reservierte Haltung des Prinzen, zur Ruhe und Entsagung durchge- kämpft zu haben scheint, war Prinz Wilhelm im Sommer „mit stärkeren Gefühlen geschieden" als jemals. Nun folgten schwere Tage, beim wenn der König in die Verbindung des Prinzen mit der Prinzessin Elisa Radziwill einroilligen sollte, so mußte vorher die Ebenbürtigkeit der Familie Radziwill festgestellt fein. Schwere Tage waren es für beide Teile! Die Fürstin und ihre Tochter haben noch später mit Schrecken und Bitterkeit an diese Tage der "Recherchen des Hausministeriums" gedacht, die nicht anders als kränkend unb bemütigenb wirken konnten, weil sie schließlich! doch die vom Hausmiiiisterium wohl schon von vornherein nie bezweifelte Unebenbürtigkeit ergaben. Prinz Wilhelm war nach der Entscheidung ans Berlin geflohen. Ein Vierteljahr lang reifte er, von leidenschaftlichem Schmerz erfüllt, ja bis zur physischen Erkrankung niedergebrochen, am Rhein und in den Niederlanden Mptjer» Ktz Als. König ks .ausdrücklich feefaffit kehrte er Mch 776 —• das Nashvrn hat kn einer stattlichen Wasserlache -Stellung genonl- men: hier fühlt eS sich sicher, wälzt sich zwei- bis dreimal behaglich im Schlamme und stellt sich dann den Rertern entgegen Es ist gefährlich, mit den Pferden in die Pfütze zu folgen. „Ich must es heranSholen," meint Jones, und reitet dem Rhinozeros entgegen. Nicht weit: denn sofort beginnt der Angriff, das Wasser wirbelt hoch auf, und wie ein Pfeil schießt das scheinbar so schwerfällige Ungeheuer auf Buffalo Jones zu, der sein Pferd hermilreißt und davonjagt. 'iSie Geführten stehen nicht müßig, ein Lasso schwirrt durch die Luft, legt sich um den Nacken des Nashorns, das mächtige Tier fällt hin: aber das Seil zerreißt tote ein Zwirnsfaden. Und nun beginnt die wilde, wechselvolle Jagd. Bei einem zweiten Versuch hackt das von Lovelest geschlenderte Lasso ein Hinterbein des Nashorns: auf drei Beinen humpelt es davon und zieht Reiter und Pferd mit sich. Da erregt plötzlich die Kamera die Aufmerksamkeit der Bestie. Der Photograph steckt unter seiner Decke, er sieht nicht, wie rasch das Verderben auf ihn zustürzt. „Vorsicht!" brüllt der Oberst: der Photograph hat gerade noch Zeit, zur Seite zu springen, bann fliegt die Kamera mit dem Gestell hoch in die Luft. In diesem aufregenden Moment hört man Keartons Stimme, der auf der anderen Seite bei der zweiten Kamera steht und mit der Verzückung seines Photographenherzens laut sagt: „Famos, famos, diesmal habe ich es richtig bekommen, eine prächtige Aufnahme, eine, herrliche Aufnahme." Die Pferde der Jäger sind erschöpft, ein Seil nach dem anderen ist gerissen, die Sonne sinkt im Westen; wenn es nicht bald gelingt, wird die Beute entkommen. Wer auch das Nashorn ermüdet. Endlich (gelingt es, wieder ein Lasso an einem Vorderbein festzulegen. Noch einmal ein Angriff auf die Kamera. Ein erschreckter Massai-Krieger stürzt vor der Linse vorbei, und wieder hört man Keartons empörte Stimme: „Zum Teufel, wie oft soll ich euch sagen, daß iHv mir nicht vor die Linse kommen sollt." Die gefährliche Situation kommt ihm nicht in den (Sinn. Zunt! Glück wendet sich das Nashorn zur Seite und attackiert einen Baumstumpf, an dem Loveleß gerade den Lasso festbindet. Durch einen Sprung kann er sich noch retten. „Run endlich haben wir biei Bestie halb sicher. Zwei Cowbohs lassen ihre Pferde arbeiten; Meter um Meter zerren wir das Nashorn dahin, wo wir es habens wollen. Mit seinem mächtigen Horn wühlt es in einem großen Mmeisenbau, der so hart wie Granit ist, aber unter den zornigen Stößen des Gefangenen wie Staub aufwirbelt. Dann steht das Nashorn stumpfsinnig da und starrt auf die Kamera, wo Kearton! eifrig am Werke ist, bis der letzte Meter Film verbraucht ist. Die Sonne entschwindet am Horizont, die Dämmerung ist da, Menschen und Tiere sind von den vierstündigen Anstrengungen und von der Glut des Tages erschöpft: aber das erste Nashorn, das mit dem Lasso gefangen wurde, ist unser.." ßarmecleben in südtvest. Südwestairika ist durch den Krieg unsere volkstümlichste Kolonie geworden, und Schilderungen des Lebens der dortigen Kolonisten sind schon aus dem Grunde willkommen, weil sie Anhaltspunkte geben können für Ansiedler, die ihr Schicksal mit dem Gedeihen des Landes zu verknüpfen gedenken. Wie sich in Südwest namentlich der detnschen Frau ein Feld anstut, iuo sie Mitarbeiten kann an der Gesunderhaltung der Nation, wo sie dem Wanne noch eine Mitarbeiterin sem kann im wahren Sinne des Wortes, das schildert Warta Karow in ihrem Buche „Wo sonst der Fuß des Kr tegers trat“ (Verlag von E. S. Mittler u. Sohn in Berlin), das jetzt in zweiter, neubearbetteter Auflage erschienen ist. Tie Verfasserin hat wahrend ihres Aufenthaltes in der Kolonie mit offenem Auge das Beachtenswerte erlaßt lmd auf seinen Wert für die Allgemeinheit zu beurteilen verstanden. In der neuen Auflage berücksichtigt sie auch die inzwischen emgetretenen Veränderiiirgen und die attuetlen Erfahrungen, die neuerdings in der Kolonie gemacht worden sind. Das Leden des Farmers in Südwestairika ist mühevoll; iianlentlich der Anfang drüben ist schiver. Aber dafür ernährt auch Südwest, wenn man nicht erlahmt, seinen Mann reichlich, und die Ansiedler, die Misgehalten haben, haben es stets zu einem gewissen Wohlsland gebracht. Aber die Arbeit ivird auch später nicht kleiner, dem: als Arbeitskräfte kommen nur die Eingeborenen in Betracht. Wie unzulänglich bereu Mitarbeit ist, davon kann man sich zu Hause schwer eine Vorstellung machen. Sie ist der ivnnde Punkt mid die Hauptichwierigkeit in dem an sich nicht leichten Dasein des füdwesiairlkanischen Ansiedlers. Es ist aber zu hoffen, daß sich die Verhältnisse nach und nach ein wenig beffern. Von den Bergdamaras kann inan sich freilich so wenig wie nur möglich versprechen. Mit wenig Ausnahmen, die eben nur die Regel bestätigen, sind sie Sklavenseelen. Faul und verlogen, unterwürfig, wenn sie die Hand des Herrn fühlen, stech, wenn sie glauben, Oberwasser zu haben, aber immer unzuverlässig, dabei diebisch und gefräßig im hohen Grade. Entschieden bessere Anlagen zeigen die Hereros. Man hat zwar auch mit ihnen ferne hebe Not, aber sie haben doch die Entschuldigung für sich, daß sie ein Herrenvolk sind und Arbeit in innerem Sinne nie kennen gelernt haben. Ein Nomadenvolk, dem nur die Sorge für das Vieh, ihren Abgolt, für seiner würdig gatt. Im großen und ganzen aber fomteit die Hereros, wenn man sich mit ihnen Blühe gibt und sie verständig anleitet, Mitarbeiter — nach airikanlschen Begriffen — werden. Sie haben wenigstens Ehrgefühl, und das ist doch schon viel wert.. Wenn man sie nicht in ihre früheren Stammesgewohnheiten gurüdfatlen läßt, sondern sie in erträglicher 'Abhängigkeit von den Weißen erhält, so werden sie mit der Zeit wohl schon begreifen, daß es sich in der Zusammenarbeit mit diesen ganz gut leben laßt. Es liegt in unserem Interesse, daß der Heine Rest dieses stolzen Volkes den der unselige Ausstand übriggelaffen hat, sich erholt, denn die Hereros sind die geborenen Viehvfleger nnd als solche für die Fannwirtschaft in Südwest von unschätzbarem Wert. Aus dem ganzen Leben da drüben ergibt sich von selbst, daß der Weiße sich immer und überall den Eingeborenen gegenüber als Herr fühlen muff. AIS Herr im besten Sinne, dem auch das Wohlergehen seiner Leute am Herzen liegen muff. Das erste Erfordernis für den Ansiedler ist aber ein starkes Raffenbewußtsein. Er darf sich den Eingeborenen gegenüber nie etwas vergeben und muff ihnen bei der Arbeit und in seiner LebeitShaltung stets mit gutem Beispiel vorangehen. VerkinksehtSK. * Mrs. Eddys Tod — ein „Irr tuin". Die Mch- richt von dem Ableben der Mrs. Eddy 6at in den Kreisen der Anhänger der „Christlichen Wissenschaft' Bestürzung und Erregung Hervorgernfen, aber die auftauchenden Zweifel to erb eit nun niedergeschlagen durch eine Erklärung, die dem Tode der berühmten Gesundbeterin! eine ganz neue Deutung verleiht. Die Mitglieder. ihres Kirchenrates erklären, daß Mrs. Eddy in Wirklichkeit gar nicht tot ist; sie ist nur „aus dem Fleisch entwichen" und wird auch fürderhin die Geschicke ihrer Gemeinde und Anhänger leiten. Aber auch diese „Entweichung aus dem Fleische" ist in ihrer Bedeutung nicht zu überschätzen, beim sie beruht nur „auf einem Irrtum". Airs. Eddy war in beit zehn Tagen, bie dem tödlichen Ausgang ihrer Luugen- eutzündung voraufgingeu, in einem Irrtum befangen und mußte infolgedessen aus dem Fleische entweichen. Um Unruhe unter den Gläubigen zu vermeiden und Spaltungen und Eifersüchteleien vorzubeugen, haben bie Führer der Christlichen Wissenschaft beschlossen, Mrs. Eddy einstweilen keine Nachfolgerin zu geben; die fünf Mitglieder des hohen Nates werden gemeinsam bie Geschicke der Gemeinde toeiter» lenken und ihre Inspiration von Mrs. Eddy erhalten. Zum Begräbnis der berühmten Sektenstifterin wird die Ankunft ihres Sohnes aus erster Ehe, Mr. G. W. Glover, — Mrs. Eddy war dreimal verheiratet — erwartet. Ihre .Hinterlassenschaft wird auf rund 8 Millionen Mark geschätzt, und es gilt als wahrscheinlich, daß her Sohn ihr Testament anfechten wird. * Bor Gericht. Richter: „Angeklagte, Sie leugnen dts Täterin zu sein, und doch paßt bie Beschreibung ganz genau auf Sie- hübsches Gesicht, jugendliche Erscheinung, zierlicher kleines Fuß —---" Angeklagte: „Ich bin geständig!" *Der zerstreute Professor. „Womit kann ich dienen?" — „Geben Sie mir ein zweijähriges Bilderbuch sütz ein unzerreißbares Kind!" Rösselsprung. der stroh bewacht auch hat der flur zum spendet dem für doch wer verwendet mann körn der davon und ihn gleicht nur ihn reich- tum nicht genießen nicht und andre nicht gar hat auf Auslösung in nächster Nummer. Auflösung des Ergänzungsrätsels in voriger Nummerst So lang noch stehn die Augen offen, Laßt irisch uns schaffen und fröhlich hoffen Und täuscht uns auch die Hoffnung oft, Der Mensch ist glücklich, so lang er hofft. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckereh R. Lange, Dietz««»