Somstag den \2. Zebruar w jggyjÄf t |t1 lnilB«g£a W i-A LM äSSiiSS «ZZ'W Droesigl. Roman von Georg Freiherr« von Ompteda. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Agathe hatte ihren Mann hinter einen mehrteiligen Wandschirm gezogen, über und über mit Hunderten jener Photographien besteckt, die diesem Raum das Merkivürdige gaben. Sie hielt Ludwigs Hand. Als er Tränen in ihren Augen glänzen sah, fragte er: — Was hast du denn? — Ich bin so glücklich. Da neigte er sich zu ihr, nachdem er sich überzeugt, daß nieinand es sähe, und küßte sie. Dabei sagte er in lvärmerem Tone: — Ich bin dir so dankbar! Dankbar? Wofür? — Daß du ja gesagt hast. Sie verstand ihn Nicht: — Ich muß doch d i r dankbar sein. Herr Droesigl blickte sich ängstlich um, nun war wieder etwas Konventionelles in ihm. Er zog seine junge Frau hinter dem Schirm hervor und flüsterte: — Wir dürfen die andern nicht vergessen. Sie sah ihn an, als wollte sic sagen: „Gibt es die?" Aber er suchte schon, wen er aureden müsse, und trat in seiner wohlerzogenen Art zu dieser oder jener Dame. Die junge Frau blieb unter dem Kronleuchter stehen, während er abwechselnd Gräfin Patsch oder die Prinzessin, Gräfin Regnier oder ihre Tochter anredete. Ihr Auge folgte ihrem Mann. Da kam Gräfin Lindenbach auf sie zu: — Nun, ganz allein? Wo ist er denn? Agathe fuhr zusammen: — Er? Er hat mit Gräfin Regnier noch nicht gesprochen! Die Wahl-Tante nahm der Braut Arm und trat mit ihr aus dem „Photographen-Wartezimmer",. wie der alte Kölln den Salon seiner Tochter getauft hatte, in die Galerie. Tie beiden schritten hin, bald von den einfallenden Sonnenstrahlen hell beleuchtet, bald wieder in den Schatteubalken, die von den Mauern auf das Parkett geworfen wurden. Die Tür zum Speisesaal war geschlossen. Die beiden befanden sich allein. Und die alte Dame neigte den Kopf zur Braut: — Mein liebes Kind, ich muß dir, ehe du gehst, noch etwas sagen. Sei glücklich, jo glücklich, wie du es verdienst. Tu bist in die Hände eines anständigen Mannes gekommen. Mehr weiß ich nicht, und ich mache dir nichts vor. Nimm ihn recht, und ivenn's mal wie in jeder Ehe eine kleine Meinungsverschiedenheit gibt, laß es dich nicht anfechten. Wenn dir an deinem Manne irgend etwas nicht so scheint, wie du's gewohnt bist oder wie du möchtest, rechne ihm's nicht an. Vielleicht gerätst bit ein wenig in ein anderes Fahrwasser, aber du hast ihn gewählt, und auf eines kommt'Ä nur im Leben an: nicht auf das, wie die Menschen es finden, sondern auf das, was man selbst fühlt. Verlaß dich auf dich und sieh zu, daß dir dich auf deinen Mann verlassen kannst, woran ich nicht zweifle. Tie andern kommen nur, dir was zu raten. Durchführen tun sie es nicht; das mußt du doch immer allein. Uebrigens ^empfiehlt dir jeder etwas anderes. Dann, stelle dich gut mit deinem Schwiegervater. Er ist wohl sonderbar, aber du wirst schon mit ihm aus- kommen, denn er hat mir erklärt, euch „auf der Pells sitzen würde er nicht, er hätte Besseres zu tun". Nun,, vas glaube ich ihm aufs «Wart. Die alte Gräfin schien nicht ganz mit denk heraus- zukommen, was ihr am Herzen lag. Sie wollte Agathe noch sagen, sie solle einige Schwächen ihres Mannes zu dämpfen suchen: dieses „nach vornehmer Gesellschaft trachten", dieses „immer der korrekte Mann sein". Wenn eine Frau es geschickt anfange, könne sie gerade in der ersten Zeit der jungen Eheliche manches bekämpfen. Doch die Gräfin fühlte, Agathe hörte ihr gar nicht zu. Und da sagte sie schließlich nur noch, während Sonnenflecken, durch das leise im Wind sich regende Geäst fallend, über Haar und Gesicht der Braut zitterten: — Jetzt gehst du besser gar nicht mehr hinein. Du mußt dich umziehen. Ihr fahrt fort. Warte hier mal einen Moment. Ich will zu deinem Schwiegervater, daß er dir Adieu sagen kann. Sei schlau, verdirb es nie mit ihm. Während die alte Dame davongtng, trat die Braut in die Fenstcrbrüstung unb blickte chinaus über die toten Rasenflächen, weit in die Ferne, too im Sonnen glanze dis Meereswellen zitterten. Gräfin Lindenbach ging in das Herrenzimmer. In dem dichten Rauch, der wie aus einem Fabrikschlot dem! Geheimrat Droesigl entströmte, sah sie nur seinen vorgebeugten Kopf. Sie begann: — Agathe möchte Abschied nehmen. Der Fürst stand auf. Der Geheimrat aber redete weiter. Dio alte Dame fing noch einmal an. Fürst .hohengart wandte sich von Herrn Droesigl ab und fragte seine alters Verwandte: — Was befiehlst du? Doch der Geheimrat fuhr mit einer Armbewegung dazwischen, glückselig, einen verständnisvollen Menschen gefmw den zu haben: — Na nu hören Sie mal zu. Da hat der Kaiser ganz recht. Und wenn das die Minister nicht einsehen, sind's' Ochsen. Das hindert ja nicht, Minister zu werden. Wenn tvir nämlich in dieser Weise fort wurschteln, sind Wir überhaupt am Und er gebrauchte, ohne die Anwesenheit der Dams zu beachten, em so häßliches Wort, daß der Fürst ihm einen Blick zuwarf, als wollte er sagen: „aber passen Sie doch auf". i Die alte Gräfin war verschwunden. ' 94 Mit der Zeit Hatten sich die beiden Herren ausge- sprochen. Nun kam Graf Röguier mit seinen, von oben bis unten besternten Frack, auf dem auch einige stark glitzernde, etwas exotische Dinger saßen, zu Geheimrat Droesigl. Der Graf kramte Anekdoten aus, erzählte von Japan, im nächsten Augenblick von Bulgarien, dann kam wieder ein zweifelhafter Börsenwitz, und er selber lachte über den Unsinn am allermeisten. Nach Tisch war er immer etwas gefährlich, und in der Wilyelmstraße hatte man ihn wohlweislich an Botschaften nicht gesetzt, aber seine unterhaltende Schlagfertigkeit, (einen Mangel an Menschenfurcht und seine Liebenswürdig- eit zugleich wohl zu schätzen gewußt. Wenn es gegolten, die Präsidenten irgendwelcher exotischen Republiken durch Pariser Kokotten-Geschichten zu unterhalten, auf anstrengenden Ritten in glühendstem Sonnenbrand zu begleiten, sie unter der Wirkung von schweren Weinen für irgend etwas zu gewinnen, gab es keinen, der es mit Graf Regnier du Plessis aufgenommen hätte. Er beherrschte, wohin er auch gekommen, nach einem halben Jahre die Landessprache in Wort und Schrift. Und nach erstaunlich kurzer Zeit auch hatte er regelmäßig alles, was es in solchem Staate von Orden gab, auf seiner linken Brust prangen. Er erzählte gern, wie er diese und jene Dekoration bekommen. Ms er nun einen der blinkenden Sterne dem Geheimrat zeigte, während er dabei die Geschichte seiner Erwerbung zum besten gab, wandte sich Herr Droesigl senior zu ihm und sagte mit einem Blick auf seinen eigenen kahlen, schwarzen Frack im Sich-Abwenden nur die Worte: — Ich habe auch so'n Dreck! Offenbar machte er von diesem „Dreck" keinen Gebrauch. Die Herren kamen jetzt in das „Photographen-Warte- zimmer" zu den Damen, wo die ganze Gesellschaft versammelt war. Nur die Verlobten, Graf Mguier und Gräfin Patsch, blieben unsichtbar. Sie standen hinter dem großen photographiebesteckten Schirm und sprachen von ihrer Einrichtung. Der Verlobte, von dem doch alles ausgehen mußte, schien bescheidenere Ansprüche zu machen. Gräfin Patsch hatte dieses bei einer Freundin gesehen, jenes bei einer anderen, solch schöne Kommode mit alten Bronzebeschlägen wiö sie bei,Lindenbachs stand, mußte sie haben, das Silber, auf dem sie heute gegessen, und kein anderes gefiel ihr. Dann liebäugelte sie mit dem Schmuck, den Fürstin Hohen- ?art trug. Und der verliebte junge Offizier stimmte immer ei, als sei es ein Verbrechen, wenn etwas der süßen, kleinen Patsch fehlte, der alle Herren nachliefen, ble nur einen Finger auszustrecken brauchte, und sie hätte gehabt, wen sie toöfite. Am Fenster stand Leutnant Graf Lindenbach mit der schlanken Gräfin Olga Regnier. Sie redeten nicht wie das kindische, verliebte Paar dort drüben; das junge Mädchen ließ sich Bücher nennen. Als er mit strahlendem Ange sagte: — Kennen Sie Graf Gobineaus Renaissance? — fiel sie lebhaft ein: — Lese ich ja jeden Abend! Es ist so voller Kraft! Herrlich! Er sah sie beinahe ängstlich an: — Ach so. . . Dürfen Sie denn das lesen? Was sagt Ihr Herr Vater dazu?' In ihrem Auge lag etwas wie Trauer: — Mein Vater? Ach, darum kümmert er sich nicht. Und beide schickten einen kurzen Blick hinüber zu dem lebhaften, ordenglitzernden Mann, der sich eben lachend auf den Schenkel schlug, gewiß über eine ganz unglaubliche Geschichte. Gräfin Olga erzählte, ihre Mutter, ihre liebe, liebe Mutter habe ihr das Buch gegeben. Sie sei doch kein Kind mehr. In diesem Augenblick kam mit Gräfin Lindenbach Olgas Mutter, beinahe wie eine ältere Schwester ihrer Tochter aussehend, nur mit schärferen Zügen und ein paar grauen Mden im Haar. Sie hakte ihre Tochter unter: '— Nun, wovon sprecht ihr denn so eifrig? Graf Lindenbach kennt auch Gobinean. Fürstin Hohengart näherte sich. Kein, ein wenig breit hatte sie aus den ersten Blick eine gewisse Ähnlichkeit mit Agathe, ohne im geringsten verwandt mit ihr zu fein. Sie fragte eifrig: — Habt ihr es denn schon gehört? i—< WaS denn? — Das Schloß Kölln! — Es wird wohl versteigert werden müssen! -7 Nein! Habt ihr's wirklich nicht gehört? Agathes Schwiegervater hat gefragt, was es kostet. Eine große Summe! Er kauft's. Mein Mann hat mir's eben erzählt. Dieser Herr Droesigl hat gar kein Wesens davon gemacht. Wieviel? — Gut — fertig. Ich dachte doch nicht, daß en so reich wäre! Nun war auch die Prinzessin noch hinzugekommen. Sie schaute ihrer Schwägerin, die ihr nur bis zur Achsel ging, über den Kopf und sagte spöttisch: 1— Na, da wird's ja schön zugehen' Was will er denn damit anfangen? Sie verstummten, denn langsam hatte sich die umfangreiche Gestalt der Frau vom Platz genähert. In dem Schweigen horte man des alten Droesigl dröhnende Stimme zu Graf Lindenbach: — Ich? Für mich? Ich habe zu arbeiten. Sie sinh ja auch immer zu den Sitzungen da. — In letzter Zeit ist mein körperlicher Zustand. < Aber Herr Droesigl fiel ihm ins Wort: — Werde ich alter Mann mich allein auf ein Schloß setzen. Nee, aber meine Schwiegertochter! Gefällt mir. Schön ist sie nich, wir Droesigl sind schon besser gewachsen. Mer daraus kommt's nicht an. Schönheit ist meistens dumm. Und dumme Frauen können wir nicht brauchen, 's Herz hat sie auf dem rechten Fleck. Und lieb; hat fie meinen Sohn. Gegen den ließe sich übrigens allerlei sagen. Ich bin nicht bfind. Na, und nun der langen Rede kurzer Sinn, haben Sie nicht bemerkt, daß ich dem jungen Paar kein Hochzeitsgeschenk gemacht habe? Ich schenke ihnen den ollen Stiften zur Hochzeit. Dann braucht Agathe gar nicht erst ranszuziehen. Die UmzuAsspesen fallen fort. Immer kaufmännisch denken! Das sollte meine Uederraschung fein für heute. Hatte nur noch keine Zeit es zu sagen. Wir hatten einen Ausstand in Aussicht. Der kann teurer kommen als so'n Schloß Na, da habe ich erst jetzt dran gedacht, und da Sie Vormund sind, Herr Graf . . . vielleicht sagen Sie das den beiden. Dank habe ich nicht gern. Ich habe noch nie auf dem Bauch gelegen, aber vor mir soll es auch keiner tun. Das ist gegen die Menschenwürde, und wenn sie sich bedanken, würde ich mich vielleicht mehr schämen als sie. Also bitte sagen Sie's ihnen! Gräfin Lindenbach meinte, halb zu ihrem Sohn, halb! zu Herrn Droesigl senior: v — Das junge Paar ist längst fort! Der Alte, der sich, ohne es zu zeigen, über sein fürstliches Brautgeschenk selbst wie ein Sind freute, rief aufbrausend, lauter, als je in diesen Räumen gesprochen worden war: — Zum Donnerwetter, ist das ne Manier, einem nicht mal Adieu zu sagen! Aber die @räfin antwortete mit ihrer kräftigsten Stimme: — Na, ich hab es Ihnen doch vorhin gesagt, und Sie wollten nicht hören! — Ach, das ist Quatsch! Plötzlich trat der junge Süraffier vor: — Bitte, Herr Geheimrat, meine Großmutter sagt nie Quatsch! Herr Droesigl sah den Verteidiger der alten Dame an, als wolle er ihn niederblitzen. Doch ein Lächeln ging über sein Gesicht, und die riesige Gestalt streckte dem fast ebenso großen jungen Mann die breite Hand mit den kurzen Nägeln hin. Ans dem Frackärmel rutschte das Röllchen, daß man zwischen dem weißen Seinen und dem schwarzen Aermel den beharrten Arm des alten Mannes sah: — Herr Leutnant, meine Hochachtung vor Ihnen. Ich bin immer mit dem Mund vornweg. Aber cs ist feine! Schande, um Entschuldigung zu bitten. Herr Droesigl dachte nicht daran, auch der alten Dame ein Wort zu sagen. Die Sache war Unter Männern erledigt, etwa wie er es mit seinen Direktoren ober seinen Prokuristen hielt. Er zog die Uhr und sagte zu Prinz Hohengart, indem ein fieundliches, etwas gezwungenes Lächeln über sein Gesicht ging: —■ Könnte ich wohl einen Wagen zur Pcchn bto kommen? (Fortsetzung folgt.) — 96 Andröes Schicksal im Lichte der neuesten Forschung. Man wird geneigt fein, auch die jüngste Mitteilung über das Ende der Andrsescheu Ballon-Expedition ad acta zu legen. Sie kam vor einigen Tagen aus Stockholm und besagte: auf eines Priesterkonferenz in Toronto (Kanada) seien Gerüchte erzählt worden, wonach Eskimos, die etwa 1200 Kilometer nördlich vom Territorium Alberta lebten, ein weißes Haus mit drei weißen Männern hätten voni Himmel herunterfallen sehen. Tie Weißen feien dann auf die Renntterjagd gegangen und von den darüber erbitterten Eskimos getötet worden. Auch ein Eskimomissionar Namens Turquotille habe ähnliche Gerüchte von den Eskimos gehört, die offenbar mehr wüßten, als sie sagen wollten. Der schwedische Konsul in Montreal habe von diesen Gerüchten feiner Regierung Meldung gemacht und Vorbereitungen getroffen, fie an Ort und Stelle nachzupriifen. Es kann fein, daß das Gerücht keinen tatfächlichen Kern bat, und daß es sich um Mißverständnisse oder gar Märchen handelt. Trotzdem wäre es gut, wenn ihm gründlich nachgegangen würde. Die Nachricht, daß Andröe im nordöstlichen Kanada gelandet sei und dort feinen Tod gefunden habe, taucht nämlich Nicht zum erstenmal auf, sondern ist in nicht sehr verschiedener Form schon wiederholt zu uns gelangt, und deshalb wäre es Nicht ganz unmöglich, daß an ihr etwas Wahres ist. Andröe stieg mit seinen beiden Gefährten Fränkel und Strind- berg am 11 Juli 1897 von der Däneninsel auf. Nach zwei *?°hren, Ende 1899, kam eine Meldung aus Fort Churchill, einem Posten der Hudsonbai-Kompagnie an der Westküste der Hudsonbai (etwa 59° n. Br.), dort des Handels wegen an« gekommene Eskimos aus bem fernen Nordwesten hätten erzählt ihre Stammesgenossen seien bei der Jagd auf Moschusochsen Mit Weißen zusammengetroffen. Die Eskimos hätten das Mo- fchusochsenrudel nicht gesehen und deshalb geglaubt, die Schüsse galten ihnen; sie hätten alsdann mit Pfeilen auf die Weißen geschossen und zwei von ihnen getötet, während die beiden andern Weißen die Flucht ergriffen hätten. In Wirklichkeit hatte der Ballon nur drei Insassen, und die für dieses Ereignis angegebene Jett, der Sommer 1899, scheint auch nicht grade die Ansicht zu stutzen, daß die Eskimos es hier mit Andree zu tun hatten. 8u>er man darf nicht vergessen, daß solche Gerüchte um so verworrener und unbestimmter werden, je weiter sie getragen werden «Bieber vergingen zwei Jahre. Tann beridjteten im Herbst 1901 »wei amerikanische Touristen im Hiidsonbaigebiet hätten me Eskimos mitgeteilt, fie hätten im voraufgegangenen Frühiahr (also 1901) im Norben — etwa 900 engl. Meilen nördlich von „Moose Flang" — die Leichen von zwei weißen Mannern und den Korb eines Ballons gefunden. Im März 1902 [am wieder eine Meldung aus Fort Churchill über die Ermordung weißer Fremden: Angehörige eines wilden Eskimostammes hatten drei weiße Männer, die in einem großen Kajak ober in Vooten durch die Lüste gekommen wären, mit Pfeil und Bogen getötet. Die Verwaltung der Hudsonbai-Kompagnie glaubte in- vefsttt Nicht, betij die Mitteilung sich auf Andree bezöge, weil keine Reste von ihm, feinen Gefährten oder seinem Ballon gefunden waren. Tie oben erwähnte Nachricht wäre also die vierte, die An- drtze tu einem bestimmten Teil des nordischen Amerika sein Ende trüben läßt, dreimal übereinstimmend durch die Hand von Eskimos; aber unsere Liste macht aus Vollständigkeit nicht An- fpruch. Nicht zu vereinigen ist mit ihr die Meldung, die im No- vemoer 1908 aus St. John's (Neufundland) kam; sie besagte, daß m Labrador, 100 Kilometer von der Missionsstatiou Okkak (58 n. Br.), der Kapitän des amerikanischen Schiffes„Pelops" em Grab und ein Kreuz mit der Aufschrift „Andröe" und Leiche und eine Kiste mit Papieren gefunden hätte. Tie Meldung begegnete gleich wenig Glauben, und da man nichts davon gehört hat, daß die Nachforschungen, die im Sommer 1909 auf Veranlassung der schwedischen Regierung durch ein Mitglied der Labradormission vorgenommen werden sollten, irgend eru Ergebnis gehabt haben, so muß man die wohl ins Reich der Fabel verweisen. In Widerspruch stehen nun alle diese Gerüchte auch mit der Anschauung, die man sich in geographischen Kreisen nach dem Vorgang der schwedischen Autoritäten von dem wahrscheinlichen Verlauf der Audrse-Expeditton gebildet hat. Was man mit Sicherheit weiß, ist Folgendes: Dem Ballon sollte durch uachschleifende Taue eine gewisse Lenkbarkeit verliehen werden; da er diese Taue aber bald verlor ober verloren geben mußte, so wurde er zum Spiel des Windes, der ihn nach Nordost und Ost, b. h. nicht Jinn Pol, sondern in der Richtung auf Nordsibirien trieb. In Uebereinftiunnung damit besagte ein Zettel, den eine fünf Tage üach dem Aufstieg geschossene Brieftaube Andrews trug, daß er fich mit dem Ballon am 13. Juli 12 Uhr mittags, also knapp zwei Tage nach her Auffahrt, unter 820 n. Br. und 15° 05 ö. L. befunden habe nnb mit guter Fahrt gen Osten treibe. Er hatte danach infolge von Windwechseln in den zwei Tagen nur etwa 280 Kilometer in gerader Richtung zurückgelegt. Tie bekannten Bojen, die später gefunden würden, sind nach den in tonen enthaltenen Notizen von Andrae früher ansgeworsen worden als jene Taube. Noch andere Bojen Andröes, die man im Laufe der Jahre misgefifcht hat, waren leer. AndrSe hatte sich also ihrer wohl nur entledigt, um bett Ballon zu erleichtern. DaS Weitere ist eine Wahrscheinlichkeitsrechnung und besagt: In der Zeit vom 11. bis 15. Juli 1897 ist m bett Gewässern Spitzbergens ein Wirbelsturm beobachtet worden, der den Ballon AudrSes nach Abgang der Taubenpost aus seinem östlichen Kurse nach Westen zurückgeworfen haben wird. Er mag dadurch bis zur Nordostküste Grönlands getrieben worden fein, um dann vom Windwirbel von neuem nach Osten geführt zu werden. Die niebergegangenen Schneeinafsen werden darauf, im Verein mit dem Gasverlust, den Ballon bald zum Sinken gebracht haben, im Meere zwischen Spitzbergen und Franz Josef- land, wo die drei tollkühnen Lustschiffer ertrunten sind, oder auf Franz Jofesland selbst, wo sie bei dem Mangel an Jagdbarem Wild ebenfalls haben umtommen müssen. Dies die gewöhnliche Anschauung, die natürlich respektiert werden muß, die aber mit ihrem Aufbau auf einem Hin- und Vertreiben des Ballons zwischen Spitzbergen, Franz Joscfland und Grönland vielleicht doch etwas gekünstelt erscheinen kann. Eine schließliche Fortführung des Ballons nach dem arktischen Amerika mag am Ende doch nicht ganz abzuweisen fein, und deshalb wäre es nicht überflüssig, wenn über die unter den Eskimos verbreiteten Gerüchte endlich einmal wirklich genaue Nachforschungen angestellt würden, u. zwar von einem mit ihrer Sprache und Eigenart wohlverttauten Manne, der ihnen sogar das Eingeständnis eines vor Jahren begangenen Verbrechens abzulocken vermöchte. H. S. Me llnregelmWgkelt des menschlichen Gesichts. Im ersten Februarheft der illustrierten Halbmonatsschrift „Nord nnb Süd" findet sich ein sehr interessanter Aufsatz von Dr. Wilhelm Waetzvldt, der unter dem Titel: „Die Mimische Asymmetrie des Gesicksts" die eigentümlichen Verscksteden hecken in der allmäh- lickstn Ausprägung der Züge unseres Antlitzes barlegt und aus solchen Beobachtungen allerlei Kunstgrifse der Porträtmalerei erklärt. Man hat wissenschaftlich eine ungleichmäßige mimische Handhabung der beiden GesichtAhälsten festgestellt, die sich auf die un- gleichmäßige Inanspruchnahme unserer beiden Angen im Leven zurück,uhren läßt. Wir lassen — das ist eine allbekannte Erfahrung — nicht gleichmäßig das rechte und das linke Ang« am Fixieren, am Lesen und beim Schreiben teil nehmen. Das rechte Auge wird von der überroiegenben Mehrheit der Menschen, der Bevorzugung der rechten Hand entsprechend, mehr gebraucht als das linke. So bildet sich das rechte Auge zum fixierenden! Auge aus, während das linke ihm sozusagen nur sekundiert. (Bis zu welchem Grade tatsächlich das eine Auge mehr gebraucht wird als das andere, läßt sich an Schulkindern und Rekruten beobachten, von denen die rechts,eiligen nur mit großer Anstrengung ober überhaupt nicht das rechte, die linksseitigen nicht das linke Aua« Wieß.en können, z. V. beim Zielen.) Die physiognomische Folgeerscheinung dieser Tatsache ist: dio beweglichen, leicht verschiebbaren und bildsamen Teile um das rechte Auge herum und die Stirnmuskeln über ihm werden stärker angestrengt als die entsprechenden Haut- und Muskelpartien links. Die ganze rechte Gesichtshälfte erhält allmählich einen mimisch anderen Charakter als die ganze linke — und zwar, infolge der fixierenden Tätigkeit des Anges, einen „apperzeptiveu, tätig denken» beu oder verständig wollenden", während ihr gegenüber das linke Halbgesicht durch einen „direktionsiosen, ttänmerischen und mehr passiven" Ausdruck gekennzeichnet wird. Erweckt doch die Tätigkeit des Fixierens, stets den Eindruck höchster seelischer Aktivität des willentlichen Ergreifens und Festhaltens von Menschen und Dingen, während sich dem Blicken ohne bestimmtes Blickziel der Eindruck des Vertiestseins, der Träumerei und der gefühlsmäßigen Entrücktheit und Passivität verbindet. Bei linksseitigen Meuschm, also bei solchen, die auch das linke Auge mehr aufteengen als das rechte, geht der Ausdruck von Wittentlichkeit und Aktivität von der reckst en Gesichtshälfte auf die linke über, richtiger: er haftet der linken an. Diese ur^leichmäßige mimische Betätigung beider Gesichtsi- hälsteu wird noch durch folgende Umstände unterstützt: Infolge seiner stärkeren Arbeitsleistung dem linken Ange gegenüber zeigt das reckte vielfach eine leichte Kurzsichtigkeit. Diese nötigt ihrerseits null wieder zu energischerem Zusammenziehen der Augen- und StirmnnskelN auf der reckst en Gesichtshälfte zum Zwecke des beut» lickst ii Setzens. Ferner: bei scharfem, angestrengtem Nachdenken, imigeifügen; Fixieren eines Gedankens sozusagen, kontrahieren iciii nicht gleichmäßig die Stirn- und Augenmuskeln beider GesichlD- Hälften, sondern analog unserer gewohnten Bevorznaung des rechten!, bezw. des linken Auges beim Fixieren eines Punktes in der Außenwelt, ftlhlen wir die mimisckMN Begleiterscheinungen des Nachdenkens mehr rechts oder mehr links. Angengebrauch und geistige Arbeit mit ihren Begleiterscheinungen: typischen Bewegungen, modellieren also an den bildsamen Teilen der einen Gesichtshälfte stärker als an denen der anderen, prägen meistens dem lecksten Halbgesicht den Charakter einer Jntelligenzseite, gegenüber dem der linken als der Gefühlsseite, auf. Die erworbenen und bleibenden! physiognvmischen Merkmale einer solchen ungleichen mimischen Handhabung der Gefichts'hälsten' bestehen in den feinen Fallen und Fältchen unter dem einen Stage nud in den zugehörigen Stirn- und RasenwNrz ekpartien. 96 Wen!» eZ Mo eure alte PorträtiftenerWrung ist, daß Manner ES, Frauen links hübscher sind und infolgedessen bet der Wahl einer Ansicht für männliche Modell« die Drehung des' Köpkes Nach links, ’ d. h die Betonung der rechten Gesichtshälfte, für Frauen die Drehung nach rechts und bannt die Präsentierung des Kitten .Halbgesichtes bevorzugt wird, so erklärt sich diese Praxis ans der - - selbstverständlich gewordenen — Gleichsetzung spezifisch lmämklicher Schönheit mit geistigem DnrchgearMtetsein des Gesichts imtb der 'Gleichsetzung charakteristisch weiblicher Schönheit nut dem Ausdruck des Gefühlsmäßig-Weichen uni) Unverarbeiteten, akzentuiert durch Profilierung des KopfeS oder dura, die Licht- nnd Schattenderteilnng der Maler in Männerporträts die salteu- reichere Zntelliqenzseite, tn Frauenportrats di« glattere Gesühls- seite des Gesichtes. Es lohnt sich, der Frage nachzugehen, ob die Scharssichtigkeit und der physwgnomische Instinkt guter Porträtisten oder Photographen nicht etwa bei der Darstellung geistig arbeitender Frauen, %. B'. in Schriststellerinuienporträts, die Drehung des Kopfes nach links der Wendung nach rechts vorzieht? Dermifd>te$. --- Ans de in Bekenntnisbuche t>Ür Könige'. Von einem eigenartigen Album, in dem fast alle gekrönten Häupter Europas auf gestellte Fragen gewissenhafte Antworten schriftlich Niedergelegt haben, weiß ein« englische Zeitschrift allerlei Einzelheiten zn erzählen. Dies Bekenntnisbuch der Könige ist Eigentum der Königin von Griechenland und nie versäumt es die Besitzerin, bei dem Besuche fremder Herrscher das Buch mit der Bitte um Beantwortung irgend einer Frage zu übergeben. Dem König von Griechenland, ihrem Gemahl, legte die Königin in ihrem Mbnm die Frage vor: „Was ist Ihre Idee vom Glück?" Der König mag wohl eine Weile in der Stille nachgegrübelt haben, ehe er schließlich! kurz Und witzig schrieb: „Stets eine Doppel- froite zu haben ohne eine Krone." Weniger doppelsinnig äußert sich der Wnig von Schweden ans die Frage, welche Vorstellung er von Unglück habe. „Ein Unglück," so meint der schwedische Monarch, „das sind zu enge Stiefel, ein Korn darin und darüber ein schwerer Fuß." König Eduard wurde die Frage vorgelegt, welche Art von Menschen er für die unangenehmste Halle. Der gekrönte Führer der Mode und des guten Dones zögerte nickst, seine Anti- Pathicn zn entschleiern und er schrieb mit fester Handschrift in das Albuin: „Das unangenehmste Wesen der Welt, das ist meiner Meinung nach der Mensch, der durchaus mit dem Regenschirm auf Einen Hinweisen muß, und dabei schreit: Da ist er!" * Wie Vermögen in Minuten gewonnen und verloren werden. 20 Milliarden Mark, das ist die märchenhaste Summe, die in Amerika alljährlich durch Spekulation und Wetten verspielt oder gewonnen wird, genug Geld, so stihrt eine englische Wochenschrift auS, um alle Kriegsschiffe der Welt zn bezahlen. Allem bei einem Rennen wurden kürzlich von New-Borker Buchmachern nicht weniger als 6 Millionen Mk. umgeseht. Zu ihnen treten noch die Riesensummen, die in den übrigen Großstädten Amerikas verwettet werden, so daß nach einer genauen Schätzung in ganz Amerika im Laufe eines Jahres nicht weniger als 8 'Ö Millionen Mark allein für Pferderennen verwettet werden. Aber wie gewaltig diese Zahl auch erscheint, sie schrumpst fast zur Bedeutmtgs löst gkeit zusammen neben den Rieseitsummen, dte an den Börsen verspekuliert werden. Eine häufige Erscheinug ist es, daß der Millionär, der als reicher Dollarmagnat die Börse betritt, sie kaum eine halbe Stunde später als Bettler verläßt, indes ein anderer in der gleichen Zeit den Sprung vom armen Manne zum reichen Kapitalisten macht. Ganz Amerika wird verzehrt von dem Ehrgeiz, schnell, fast noch schneller als möglich, reich zu werden. Der Lausbursche eines Geschäftes spekuliert mit seinem Monatsgehalt, die Verkäuferin spielt mit ihren kleinen Ersparnissen in Eisenbahn-Aktien. Bor kurzem wurde in New-Por! bekawit, daß ein Ausläufer in einer glücklichen Woche nicht weniger als 40000 Mk verdient hatte; in der gleichen Zeit gewann ein Kommis die fünffache Summe in einer Spekulation mit Union-Paeisic-Aktien, und das Schreibma- schinenstäulein emeS bekannten New-Borker Börsenmaklers, das die Ratschläge seines Cheis sich zu nutze gemacht hatte, konnte nach Verlauf von wenigen Tagen mit einem Vermögen von 250000 Mk. der Schreibmaschine den Rücken teuren. Aber dies sind Glücks- fällc; wie hier das Schicksal günstig lächelte, so zeigt es anderen eine bittere Miene, und der Spiellrieb verschlingt in wenigen Stunden die Ersparnisse eines langen Arbeitslebens. Doch diese Zahlen bedeuten nichts gegenüber den uiigeheueren Gewinnsten und Verlusten, mit denen die Millionäre ihr Schicksal erproben. Erst vor kurzem gewann Joseph Hoadley nicht tveniger als 4 Millionen in fünf Minuten an der Ncw-S)o>kcr Baumwollbörse und als er sich dann nach der Börse zum MittagSllsch setzte, konnte er zufrieden vor sich hin lächeln, denn er war um 10 Millionen reicher als ivenige Stunden vorher, da er am Frühstückstisch sein Ei mckklopste. Der kürzlich verstorbene Eisenbahnköuig Harriman verdiente einmal 8 Millionen in acht Minuten; am selben Tage wurde einer seiner Portiers ein ver> mögender Mann: er gewann 200000 Mk. Theodore Pride gewann vor einigen Jahren in Baumwollspekulationen innerhalb fünf Minuten 2 Millionen. Als er eine Halde Stunde später die Börse verließ, hatte er diesen hübschen Verdienst sogar noch verdoppeln können. Aber ebenso großartig wie die Gewitmsie sind auch die Verlusts Joseph Letter verlor bei einem Preissturz in Weizen in einer Stunde nicht weniger als 6‘/2 Million Mk. und Fakes Altor mit zwei Ge- schä'tsireunden zwischen Frühstück und Lunch 12 Million Mk. Eine Kursschwankung in Union-Pacific-Aktien kostete mehreren Millionären, zu denen I I. Astor und Mr. Goelet zählten, das Riesen- vermögeu von 36 Millionen Alk. * Abdampf-Verwertung. Die Ausnutzung des Dampfes, der bei großen Maschinenanlagen aus den Zylindern abströmt, nachdem er seine Energie abgegeben hat, macht biet Schwierigkeiten. Man hat ihn z. B. für umfangreiche Heizanlage^ benutzt, aber nicht immer ist dazu Gelegenheit. Man kann di« ihnt noch innewohnende Wanne und Spannkraft durch Kondew- satoren vernichten und dadurch die Leistung der Dampfmaschine steigern, aber dazu gehören große Wassermassen oder Kühl- und Pumpwerke. Besonders brennend ist dies« Frage in den Vereinigten Staaten, wo man bekanntlich mehr Wert auf Billigkeit und ein« fache Bauart der Maschinen, als auf größten Wirkungsgrad legt, und wo deshalb aus den Kolbendampfmaschiiren gewaltige Wärmemengen ungenutzt entweichen. Für diesen Zweck hat sich ditz Dampfturbine als ein Retter in der Rot erwiesen. Sie vermag auch Dampf von ganz geringer Spannung, wenn er nur in großer Menge zu strömt, noch trefflich auszunutzen und zwar so vollkommen, daß die nachträgliche Kondensation sehr leicht ist. Schon! zn öfteren Malen sind ältere Hochdruckdampfmaschinen durch nactz- trägliche Hinzufügung von Turbinen ergänzt worden und leisten nun wesentlich mehr. Z. B. auf Schiffen verspricht man sich große Erfolge, wenn der Abdampf von einer oder mehreren Kolben-- maschinen in Dampfturbinen nochmals ausgenutzt und zum Antrieb einer dritten Schraube benutzt wird. Die größte Ausführung dieser Art dürfte eine Zusatzturbine von rund 7000 Pferdekräften seist, die kürzlich für den Betrieb der Newyorker Untergrundbahn aufgestellt ivorden ist. In der betreffenden Kraststation arbeiten zwei 7500 pferdige, je vierzylindrige Dampfdynamos von alter, spezifisch amerikanischer, d. h. recht schwerfälliger Bauart und entsprechendenk Dampsverbrauch. Um ihren Nutzgrad zu steigern, ist nun die erwähnte Turbine eingebaut worden, die den Abdampf aus bett vier Niederdruckzylindern der beiden alten Maschinen erhält. Es ist eine Dampfturbine mit stehender Achse und dreistufiger Expansion. Obwohl sie fast ebensoviel Kraft entwickelt, als jeds von den beiden älteren Maschinen, nimmt sie so weinig Platz ein- daß man sie nur als Zubehör betrachten kann. Während die bei beit Kolbeumaschinen eine große Halle ansfüllen, genügte für die Turbine der Raum, den man zwischen ihnen durch Weg nehmen einiger großer Dampfleitungen und Einbau eines neuen Kondensators schaffen konnte. Die Leistung der ganzen Anlage aber ist um beinahe 50 Proz. gesteigert worden, und wenn auch die alten Maschinen durch Wegnahme ihres Kondensators etwas mehr Dampf verbrauchen, so steht das doch in keinem Verhältnis zu den dadurch gettronnenen 7000 Pferdekräften. Tie alte und die netto Technik können nicht wirksamer nebeneinander illustriert werden, als in diesen alten Dampfriesen mit ihren ungeschlachten Zylindern, Wellen und Gestängen und der gllat > n kleinen Trommel der neuen, zwischen ihnen kreisenden Turbiidendynamo. R. M. Literatur. — Das literarische Echo. Halbmonatsschrift für Literatur- freunde-(Herausgeber: Dr. Josef GttUnger, Verlag: Egon Fleische! und Co., Berlin W. 9). Das erste Febrnarhesi ist soeben mit folgendem Inhalt erschienen: — Mar Hochdorf: Eine anssterbende Kunstform. — Karl Berger: Schiller-Schriften (I). — Wilhelm Poeck: Neu-Hambnrg im Roman. — H. Stegemann, G. Herrmann: Knaben-Tragödien. — Bodo Wildberg: Andersen- Ausgaben. — Echo der Zeitungen und Zeitschriften. — Echo des Auslands (Französischer, italienischer, weslschwefterffcher Bries). — Echo der Bühnen. — Kurze Anzeigen. — Kurze Notizen. — Nachrichten. —- Zuschriften. — Ter Büchermarkt. Geographisches Verschiebriitsel. Madrid — Persien — Basel — Weser — Pern — Tirol — Serbien. Vorstehende Namen sollen derart untereinander geschoben werden, daß eilte Buchstabenreihe, von oben nach unten gelesen, den Namen eines amerikanischen Staates ergiebt. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Gitterrätsels in voriger Nummerst > SST Seeottern e n a o t u Stu ttgart t g i e a n Trauring» nte Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R, Lange, Gießest«