MM tlE Donnerstag den P. Mrz te i W MW Droestgl. Vornan von Georg Freiherrn von Ompteda. (Nachdruck verboten.) ttpTiiCbuug. Agathe begann, möglichst unbefangen, Pt berichten, baß die Kanalhochleitung für die elektrische Kraft, die Jahre tadellos gehalten, plötzlich Wasser durchließe und das ganze Bett wahrscheinlich ausgemauert werden müsse. Das nahm der alte Herr wie alles Technische mit Interesse entgegen. Da er aber zu befürchten schien, Fräulein Lüttge» könne sie unterbrechen, so schickte er Agathe hinaus, ihr zu sagen, sie möchte jetzt nicht hereinkommen. Sie fürchtete das Fräulein verletzt, vielleicht gar hi Tränen zu finden, aber die meinte nur: — Ach Gott, gnädige Fran, das kenne ich seit zwanzig Jahren. Und sie drehte dabei unablässig über dem Zeigefinger der linken Hand ihren Schlüsselbund. Als Agatha wieder eintrat, lag der Geheimrat mit geschlossenen Augen im Stuhl. Sie erschrak, doch er streckte ihr seine breite, sommersprossige Hand, auf der ein dickes Adergeflecht schwoll, entgegen. Es schien ihn zu beruhigen, daß er ihre Anwesenheit fühlte. Nun, wo er den Groll über seine Ehe von der Seele 'herunter hatte, begann er ho» '.wich zu werben, daß die junge Fran eine seltsame Ahnung beschlich, es ginge bald mit ihm zu Ende. In den Zügen dieses eisernen Ärbeits- rnenbyen lag etwas Verklärtes, als sü der wilde Trieb zur Tätigteit, der ihn in die Höhe gebracht und sein ganzes Leben hindurch beherrscht, erloschen' Er sagte stolze Worte. Er freue sich über vas, was er hinterlassen würde. Ein leiser Schalk klang daraus, als wollte er sagen: „Ihr werdet euch wundern! Ihr ahnt ja gar nicht, nuie viel es ist!" Dann, sprach er von seinen Enkeln, endlich über seinen Sohn, Er schien manchen Zusammenstoß mit ihm zu bedauern, aber sie seien doch zu verschiedene Naturen. Und ein wenig deutete er an, vieles, das ihm an seinem Sohne nicht grsrel, sei ein Erbteil der Mutter. Die fünfzig Unterröcke kehrten ivieder, gleichsam in Verbindung mit Ludwigs Sinn für Aeußerliehkeiten. Als nun der sonst so rücksichtslose Mann sah, daß Agathe die. Augen senkte, legte er auch noch die rechte Hand auf den Rücken ihrer Finger, die er mit der Linken umschlossen hielt, und sprach immer weicher werdend : Ich will dich nicht kränken. Ich weiß, du hast Louis .lieb, und ich danke dir dafür. Man .soll vor einer Fra.» nichts Böses über ihren Mann sagen. In meiner Natur licgt's nun mal, das Schlechte zu finden, weil man's eben verbessern möchte, und das Gute nicht weiter zu besprechen, weil's einem selbstverständlich scheint. Da werde ich mich jetzt acht Tage vor meinem Tode, jawohl acht Tage, nicht mehr ändern. Dazu Ws nun zu spät. Und nun will ich dir mal was sagen, ganz leise ins Ohr. Komm her. Er blickte sich um, immer als fürchte er, die mit dein Schlüsselbund könne eintreten. Dann sprach er beinahe zärtlich und preßte immer die Hand, die er in seinen beiden hielt: — Nie soll man einen ins Gesicht loben. Ich habe meinen Sohn nie gelobt. Deswegen sind wir auch wohl aneinander geraten wie Erde und Blitz. Aber dir will ich eine Freude machen, sieben Tage vor meinem Tode —> siehst du, jetzt hast du's auch schon eiugesehen und reddst nicht dagegen, nun sage ich: es können auch sechs seist. —• Ich habe mich mit Louis in meinem Innern versöhnst Seine Wege sind meine nicht. Ihr denkt übrigens, ich sähe nur hinter den Kontobüchern und hätte keine Phantasie^ Weißt du, daß einer, der Verbindungen schafft, Werte scheidet und eint, Phantasie haben muß? Ein Dichter bin ich nicht —- unnützes Gelichter — aber geträumt hab ich immer. Von was? Vom Vorwärtskommen. Ich bin vor- wärts gekommen. Je weiter meine Frau rückwärts zum Teufel fuhr, desto mehr ich vorwärts. Als ich eines Tages aicfwachte und hatte die ganzen Kohlensritzen unter einem Hut, da habe ich selbst erstaunt die Äugen aufgerissen. Aber ich tvar nicht etwa zur Welt gekommen mit dem Gedanken: du mußt der deutsche Oberkohlenmohr werden! Ich bin zur Welt gekommen mit dein Gedanken, du. mußt schuften'. Aber eines Tages war ich eben der Obermohr. Geld habe ich gemacht. Geld ist Macht! Die Macht, seine Absichten den andern Schweinepriesiern nnfzuzwingeu. Ich habe die Grundlage geschaffen. Louis kann weiterbauen. Ich hoffte, V er würde es einmal auf iWinenWegen tun, aber es ging' nicht, — jeder nach seinen Gaben. Ich rechne nicht mitcktn- möglichkeiten. Wenn ich sehe, etwas geht nicht: keinaLeichen- reden halten, Strich drunter. Heute freue ich mich, daß mein Sohn sich auf seine Weise ne Stellung gemacht hat. Ich-werde mal vergessen sei». In fünf Tagen, nein, sechs hab ich vorhin gesagt, Ws vielleicht aus.' Daun kommt ihr drau. Dann meine Enkel. Kind, es ist doch niemand, hier? Agathe schüttelte den Kopf. Und er fuhr fort, schwerer sprechend, immer leiser, als dürfe es niemand hören: — Mir ist mal ne Namensverlängerung angeboten worden. Verstehst du? Ich habe höflich dankend abgelehnt. Würde wohl nicht die passende Figur dazu sein! Bin immer fürs innere Und äußere Gleichgewicht gewesen. Ernst Drve- sigt als Baron wäre mir genau so lächerlich vorgekomiuen wie ’n verhungerter .Graf, der nichts aufs trockene Brot zu schmieren hat als feine siebenzackige Krone - ach so — du machst 'n Gesicht also wohl neun. Nee, ich will als Ernst Droestgl sterben. Was später kommt, werden wir sehen. Louis weiß- nichts davon. Ich sage dir's hier, weil ich dich von Herzen liebgewonneu habe. Ist schwer bei mir! Meine Frau hat. mal gesagt, ich kann feinen, Mensche» auf her Welt lieben. Also: merk dir's, daß du'G 154 — Weißt, oder wenn ihr's mal für die Jungen wollt. Ich habe abgelehnt — für meine Person. Wenn ihr's rcchttg Nnsangt — vielleicht wird man den ollen Droesigl nicht ganz vergessen — und der Eltern Segen baut den Kindern Häuser. Und nun Schicht, fertig mit dein Unsmn. Ich wollte dir nur sagen, das soll me,in Erbteil sein. Behalte das für dich. Nun wollen wir uns adien sagen. Konnte sonst auch ural grob gegen dich sein, und das täte mir leid. Reise ab, mein liebes Kind. Wenn mir's ganz schlecht geht, werde ich dir telegraphieren. Es wäre mir recht, wenn du da wärst und nicht nur die mit dem Schlüsselring. Grüß mir Louis und gib den Kindern einen Kuß. Agathe erhob sich. Sie wollte sagen, es wurde bei,er werden, sie bliebe noch hier, aber sie wußte, das alles war diesem unerbittlichen Mann gegenüber Unsinn, der ihn nur reizte. Er hatte auch schon geklingelt. Fräulein Lüttgen erschien. Sie wollte dein alten Mann wt Stuhl wieder auf- helfen, denn er war während der Unterhaltung nach vorn gerutscht. Doch als sie den unvermeidlichen Schlüsselbund dazu aus der Hand legte und die Schlüssel leise klirrten, gewann der Kranke mit einem Mal seine ganze Kraft wieder und rief: , — Zum Donnerwetter noch mal, warum kommt das Abendessen nicht? Er klingelte wütend dreimal. Alle weiche Stinnnung war dahin/ er achtete kaum auf seine Schwiegertochter, nur von bem einen Gedanken beherrscht: sein Abendessen. Ein älteres Mädchen ini schwarzen Kleid und leise ergrauten Haar brachte die Suppe. Er herrschte sie an: >— Sie wissen, ich will zur rechten Zeit essen! Keinen Übend und keinen Tag geschieht's. Die beiden Frauen bemühten sich um ihn, und Agathe ging langsam hinaus. Der Polizeihund. Eine ländliche Kriminalgeschichte von G. Zitzer^ Nieder-Eisenhausen. (Fortsetzung.) Jörg beachtete ihren Befehl nicht, entschlossen, die bisher errungene Position auf dstm unteren Bettende unter allen Umständen zu behaupten. „Wann aich noch c bische miss rücke," wurde er immer kühner, „dann kann aich bei Hand fasse." Schon hatte er ihre Finger ergriffen, die sie ihm nach schwachem! Widerstreben auch wirklich überließ. Eine weiche Stimmung hatte sie überkommen, sie fühlte sich mit einenÄnale matt und schläfrig. Und Jörg, das für Schwäche und Nachgiebigkeit auslegeud, faßte! darauf fester zu und wollte sie zu sich herüber ziehen. Hui, da sprang sie aber auf, flüchtete in die Zimmerecke, und ein Schüreisen ergreifend, rief sie ihm mit ^orubebender StimMS zu: „Sn wäi de alleiveil nach een Schpitt näher kimmst, darrt» fchwan aich dir dos Ding uff de Kopp, daß de durzeM, haste dann gvar koen Respekt in dir?" / Kampfbereit stand sie dein heft st atmenden Bursche!: gegen-- über. Mit seltsam stückelndem Wick maß er sie. , Aber er zwang sein kochendes Mut mit Gewalt zur Ruhe. brauen dicht unb Mrk. Seine Mutter wiederholte vor!-' wurfsvoll? — Nun, ist das nicht traurig? Der arme Großpapa! Der Knabe regte sich nicht. Agathe nahm seine Hand. Widerstrebend nur überließ er sie ihr. Erschrocken fragte sie: — Bist du denn nicht traurig, Egorl? Der schüttelte den Kopf, während Erich seinem Bruder! den erziehlich mißbilligenden Blick des Aelteren zu warf. Als seine Mutter ihm weiter zuredete, meinte der kleine Mann, immer mit gerunzelten Brauen, kurz und scharf: -- Mama, warum soll ich traurig sein? — Wenn Großpapa gestorben ist? — Er hat mir nie was geschenkt. Die Mütter zog ihn auf den Schpß und fragte, ob es ihm denn zum Beispiel gleich sein würde, inenn Mutti stürbe? Da wandte der Knabe seinen harten Schädel der Mutter zu uird verbarg ihn an ihrem Halst Agathe dachte an ihren Mann und ließ Egon sanft vom Schoß herab: — Nicht wahr, mein liebes Kind, das nrachst du nicht wieder! So ivas sagst du nicht vor Papa, wenn er dir von Großpapa spricht! Der Kleine schüttelte den Kopf: — Papa spricht nicht vorn Großpapa, nur dp, Mutti! Weil Herr Holzner dabei stand, schämte sich Agathe über das Wort ans den: Kinderinuud und ging schnell hinaus. — Ludwig trat blaß und ernst in das Zinnner seiner Frau: — Mein Vater ist gestorben. — Woher... — Du weinst! Was soll es daun anders fein? Er ging im Zinnner auf uird nieder, trat ans Fenster und blickte hinaus. Agathe griff schmeichelnd nach feiner Hand. Aber er machte sich sanft los. Mit einem Mal stürzte er apf sie zu, umschlang sie, küßte ihre Wange, ihrer: Mund, zog ihre Hand an die Lippen und sagte, indein Tränen ihm über die Wangen perlten: — Jetzt habe ich auf der ganzen Welt nur dich! — Und unsere Kinder! Er schloß sie noch einmal heftig in die Arme und rannte spornstreichs hinaus. Er ging zu einem der Fremdenzimmer im andern Flügel, klopfte, und als der Priitz „Herein" rief, streckte er seinen: Schwager die Hand entgegen: , — Mein Vater ist gestorben, ich muß gleny abreiseiu Unter diesen Umständen können hier natürlich keine Jagden mehr sein. Sage es bitte den Herren. Und bitte, jedem ein paar entschuldigende Worte von mir. Der Prinz wollte ein Wort des Beileides aubringen, doch Ludwig fuhr hastig fort: — Aber natürlich: wer bleiben will, bleibt. Drange niemand fort! Ich bin allerdings nicht imstande, mit jemand zu sprechen. Es werden.jetzt so bebentenbe Aende- rungen in meinem Leben. . . das wollte ich nicht sagen . . /ich meine nur, ich muß eben fort. Dann setzte sich Ludwig in einen Stuhl, und der korrekte, sonst so steinerne Mann schluchzte laut. (Fortsetzung folgt.) Als hätte der Geheimrat eine Ahnung von seinen» Tode gehabt, indem er scherzend die ihm noch gegönnte Frist herab setzte, kam unerwartet am fünften Tage nach Kem Besuch ein Telegramm an Agathe: „Geheimrat neun früh Herzschlag." Es war der bündige Stil des alten Herrn, seine Haushälterin war also offenbar nicht so ungelehrig, ivie er wegen des Schlüsselringes behauptet. Es gab keine Jagd heute. Ludwig ivar zum Kanal gegangen, um nach den Maurerarbeiten an der Elektrizitäts-Anlage zu sehen. Agathe schickte Oskar in den Park, ihren Mann zu holen. Er sollte schonend ein paar Worte sagen, der Geheimrat wäre kränker geworden. Inzwischen ging sie hinüber zu ihren Söhnen. Der Nachfolger des Herrn von Fstrow erhob sich und machte eine Verbeugung, wie sie Ludwigs Wünschen entsprach. .Sie wollte Erich die Nachricht mitt eiten, doch der hatte schon die Tränen in: Auge der Mutter bemerkt, sprang auf, schlang den Arm um sie, und wie er sie mit ritterlicher Artigkeit tröstete, die Absätze geschlossen in einer Art strammer Haltung, war er das Ebenbild seines Vaters: — Was hast du denn, Mutti? Sie strich ihm über den blonden Kopf: — Ich mutz euch was erzählen. Komn:, Egon. Egon sah sie an mit scharfen Augen, die ihm die Großväter gegeben zu haben schienen. Der kleine Mann hatte etwas Sicheres, als er aufstand, sein Buch zuklappte und zu der Mutter schritt. Während nun Erich schmeichelnd ihren Aermel glatt strich, denn er hatte einen auffallenden Sinn für Ordnung, begann Agathe ihren beiden Söhnen, indem ein Schleier sich über ihre Augen senkte, zu erzählen, der Großvater sei gestorben. Die Jungen.'schwiegen. Egon Machte ein ernstes Gesicht und say vor sich hin, Erich küßte seine Mutter und tröstete sie in förmlich wohlgesetzter Rede: — Mutti, du darfst nicht weinen, das mag Papa nicht gern. Nicht wahr, Herr Holzner, Mutti soll nicht weinen? Dann sagte er altklug: — Der arme Papa!• Er schien nur traurig zu sein für seine Mütter und! für seinen Vater. Sie kannten ja ben Großpapa beinahe nicht. Egon aber sagte fein Wort, so daß Agathe ihn fragte: — Nun, Egon, ist das nicht traurig? Er blieb vor sich hiustarrend stehen, jetzt, wo er bie Wiru in krause Falten legte, die zart geschwungenen Augen J — „Dam Tierche," sagte er dann, „fit r> Wudch DmgÜche wSi MM, tomtn «ich wollt, dann —" „Tann wiirfte de MersMaichste Kerl uff der ganze Welt," Wllendete sie. Ta machte er .Kehrt und begab sich wieder auf seine Lade. Lieschen wußte, das; der Sturm nun abgeschlagen war. Sie liest die erhabene Waffe finiten und plauderte in herzgewinnender Meise mit Jörg, als ob nichts porgefallen wäre. Es mochte gegen 1 Uhr sein, du fuhren sie erschreckt auf; der Uingende Ton zersprungenen Glases drang von unten her zu ihnen herauf. „Um Gotteswille, oin Leure sein wackerig," klagte sie, „se Keim ent gemerkt, woas soll doat gäws?" . Tem Eindringling lief der Schreck siedend heiß, den Rücken herab, doch raffte er sich zusammen .und beugt« sich spähend durchs Fenster. „Et is naiti," beruhigte er das Mädchen, „et is alles dunkel, bell eicht hett e Katze doat Gloas imgeworse ?" Aber ein seltsames Angstgefühl schnürt« ihr fast die Kehle zu mit) wollte nicht von ihr weichen. Ungestüm drängte sie ihren Schatz, der gar zu gerne noch ein bischen da geblieben wäre, zum Gehen. Auf Strümpfen, Jörg hatte seine Schuhe unterm Arm', Mich das Paar hochklopfenden Herzens di« Treppe hinunter. Tann schloß sie geräuschlos die Türe auf. Wie nun der Jörg schon draußen stand, fühlte er sich zu seiner freudigen Ueberraschung Vlitzschnell von einem Paar weichen Mädchenarmen umfaßt, und «he er sich dessen versah, hatte er einen Küß weg, so heftig! unÄ heiß, wie er ihn sein ganzes Leben lang nicht wieder bekommen hat. „Weil de bwav woarst," flüsterte sie ihm ins Ohr. Im Au tv'ar sie dann verschwunden. Einige Sekunden stand er fassungslos und wie betäubt. „Weil euch brvnv rotcar," wiederholte er mechanisch, „weil «ich broav zvvar? Kunstick!" lächelte er daun und schnalzte mit den Fingern. ---— Ms der Hannjnst am nächsten Morgen aufgestandcn war und sich zunächst einem guten Brauch zufolge — man hat als Gastwirt so mancherlei Verpflichtungen — durch eine Kostprobe davon überzeugen ivöllte, ob der FruchtschnapS noch genießbar sei, iftanb die betreffende Flasche nicht am vrdnimgsmäßigen Platze zwischen „Kümmel" und „Steinhäger". „Schwcrenut," brummte er, „aich woar doch nit besöffe gestern Olvend? Ei, wer hett denn," fuhr er mit steigender Entrüstung fort, „wer hett denn doat Kastche mit den „Zeppelin" eritunei geworse? Ei, do stieht joa die Thekschnbload uff, und käme Kreuzer Geld is drinn?!" Verwirrt griff er sich mit beiden Händen an den Kvps. Er träumte wohl? Rein, er war wach und vollkommen bei Sinnen. Immer mehr Zeichen der Venvüstung entdeckte der entsetzte Mann. Kein Zweifel, die grauenhafte Vermutung wurde zur Gewißheit: Einbrecher hatten hier gehaust, Räuber, Ticbe, Mörder! Mächtig gellte sein Alarmruf durch Haus. „Annekäth!" schrie er, „Liesche! Kommt uff der Stell mol her, mer sein bestöhle nun beraubt!" , „Wvas de net sähst," janniicrtc bis hereinstürzende Wirtin, „iS et meglich?" . < Lieschen sank wie vernichtet auf «inen -Stuhl. Weniger denk Verlust des Geldes, der paar Flaschen Schnaps und der „Zeppeline" galt ihr Schmerz, aber eine innere Stimme sagte ihr, daß Schweres über sie hereinbrechen wüirde. Welcher Art, das wußte fie selbst noch nicht. , , Unterdessen stellte AniieWth noch einige weitere Schandtaten des Einbrechers fest. „Guckt Hai, do is e «rinn komme, do hett der Kerl baut Glvas engedriecht, uffem Burrein leie die Scherwele, nun die Oarme- bücks, wvhrhastig, e hett se auch uffgebrvche. Sun Mettes, niient mer nach, das; et su Leut kennt egäwe? — Ei, Hannjnst, wuhin?" „Zaum Borjemeester, die Sache oauzeige." Ter Bürgermeister war im allgemeinen keiner von denen, die s eilig haben, aber irt d ieiem Falle sofort bereit, mitzn- Gurmen. In überraschend kurzer Zeit hatte er sich mit tzann- Wttfried, feinem Adiutanten, am Tatort eingefunden. Er traf bereits eine ansehnliche Gesellschaft von Neugierigen, Nachbareni Und Bekannten Hannfusts an, die einen erregten Disput darüber abhielten, wer wohl als Täter in Betracht kommen möge. , „Ihr Leure, ha alt mol Euer Maul nun macht Platz, bet super Sache muß sukzessive vergegange toern," besaht der Eintretende. .-„Jawohl, fukzcssive," wiederholte Hanngottpried Ta gab'S Ruhe, und sie schauten in ehrfürchtiger Bewunderung du, leie der Torfälteste mit prüfenden Blicken Fußboden, Wände Itrrtb zuletzt auch noch die Decke einer gründlichen Durchsuchung! Unterzog und schließlich zu deut Resultat kam, daß der Einbrecher durchs Fenster gestiegen sein müsse. „Jawohl, durchs Fenster, doat is kloar," bestattgte bei Ge- meindedieuer. , , ... Darauf umschritten die beiden dreimal ba» Haus, winitvw iftber nichts Perdächttges mehr finden. .. . . „En schwieriger Füll," schloß dann der Burgermeiitei ietne Untersuchung, „eit sugenaNUter Krumenoalfalk." lind „Krummeimaksall" auch der Hanngvttfrted. Ro, Bvrjemeester," erkundigte sich der Hcmn;ust, „Nwas meent ihr dann, woas soll wich mache?" Ter Bürgermeister versenkte beide Hönde nach hinteN' Wntej den tzosenbund, — eine Stellung, die er stets einnahm, wenn ed tief nachdachte — und schwieg, bis endlich ein guter Gedanke feine gernntzelts Stirn erhellte und die Falten des Unmutes scheuchte. „Aich hunns, Hannjnst, aich huims, verloaß daich druff, men fasse de Burscht, eh en Tvag vergieht — Hanngottfricd!" „Herr Bvrjemeester?" „Zöih snfort dem Kill oau nun Mach daich uff die Lapp«' uo der Staadt, de Scherschant soll noch haure mit sein» Bolizei-i- hitud komme, oawer teen Mensch därfs wisse. Hefte maich vev> stanue?" „Ion, Herr Borjemeester." Hanngottfried setzte sich in Trab, so schnell ihn feilte alten Beine tragen wollten. „Ei Aaler, woas is bann los?" forschte seine ungeheuer Neugierige Ehehälfte. „Bei Haniijnsts is bisse Noicht eugebroche wvarn, oawer ver-zehls feem Mensch, hett de Borjemeester gesoat. Behaals für daich" Kaum War er fort, als die Neuigkeit sie so sehr brannte, daß sie's nk'rt länger aushalten konnte. Unter dem Siegel de« tiefsten Verschviegeuheit mußte sie's einer guten Freundin erzählen, welchen ehrenvollen Auftrag ihr Hanngottfried auszuführen habe. Su gab’S denn gegen Mittag kaum ein Haus, in dem nicht mit Spannung das Eintreffen des Wundertieres wartet wurde. ... ., . „ Tie Nackwicht: „Se fittumc, se kumNte, Je sein schun do," scheuchte die Einwvhnerschast vom SonntagMiffce mit Zwetschew- kuciien auf. „„ „ , Gemessenen Schrittes zogen.die Drei die L«rnwaße herauf. Am rechten Flügel der Wachtmeister, dessen Schnnrrbartend«« dränend zur Höhe strebten, neben ihm der Stadtpolizist mit dem! karmesinroten Kragen und dem gebogenen Schlepps übel in des Lederscheide und zwischen ihnen Argus, der berühmte Pvltzem hntb, bewundernd von jedermann begafft. „Et iS eu Bracke," taxierte ihn einer der Bauern, der einem „Hundeverstand" hatte, „doal fein gescheure Hunne." „T imt feist noch en Bracke, guck emol, wäi e die Zahn slesichk, c Bnlldogg is er." , , „Verstieht Ihr dann mich ebbeS von Hunne?" milchte sich em Dritter ein, „en Oabstamm vom Scheferhund kanns eher {et/ Gut, daß Argus nicht deutsch verstand, er hätte erröten müssen über die Menge der Väter, die man ihm int wogenden Streite} der Meinungen zuschob. Ruhig ging er seines Weges und schaute wed-er rechts noch links. . Mit abgezogener Mütze wurden die Herren jetzt vom Btlrger- meister begrüßt. „Su, fit, boot is der Bolizeihund, no, mer wolle mol oabwarte, woas x fertig brengt." ; Sein Spitz, der ihm nachgelaufeu kam, zeigte ebenfalls Interesse für den ihm unbekannten Städter. Zierlich, auf drei Beineihüpfend, umkreiste er ihn mehrerem al mit Hellem Gekläff und beschnupperte ihn sachverständig von.hinten und pvrn, fand aber nicht das geringste Entgegenkommen. Empört, daß der Fremdling ihm, der doch unter allen Dorshunden feines Besitzers Ntegen eines gewissen Ansehens fltidjt entbehrte, mit solch' offenbaren Nichtachtung zu begegnen wagte, biß er khm, stech wie er war, schließlich ins Ohr. . . Es Wäre Argus ein kleines gewesen, den Wicht nut einem einzigen Biß feiner furchtbaren Fänge abzutun, aber er schaute ihn nur mit einem scharfen Blicke an, einem Blick, der dem Hündchen durch Mark und Bein ging. Jämmerlich heulend, jagte et mit eingezogenem Schwanz, ohne sich auch nur noch ein »m- ziges Mal umzufchaun, feiner schützenden Hütte zu. Bor Hannjnsts Haus forderte der Wachtmeister die Menge auf, ich zurückzuziehen, wahrend Argus und sein Gebieter die Gasttube betraten. Ter Sergeant machte die Seine lang und folgte einem Hunde, der eifrigst die Stube absuchte, ohne eilt Wort zu rebeit Bald wandte sich Argus mit knurrendem Laut zum beschädigten Fenster und stellte sich, an der Wand emporstrebend, auf die Hinterlaufe. Gleich darauf setzte er nut geübtem -Sprung! auf den Hof und fein Herr auf dem ungewöhnlichen Wege ihn, nach. .. , t . Diese turnerische Leistung trug Hund und Manu den ungeteilten Beifall deS Publikums ein: „GewLfser, wäi könne där (TCliyECHftC Y* Im Hof würde das Tier jedoch unschlüssig. MehrerEl wechiselte es die Füchte imd blieb am Ende mit hocherhobener Nase stehen. Winselnd schaute es feinen Herrn an. Ta kam der Wachtmeister herzu . „Im Garten habe ich eine verdächtige Fußspur ^erunttelh, die nicht von den Hausbewvhnem herrührt. Bringen Ste, bette, den Hund mal rüber 1" „ ,L1 , . Ter Sergeant war'S zufrieden. Argus Witterte ein bischen, machte Anstalten, au der Wand hinaufzuklettern und rannte, das Unmögliche seines Beginnes einsehend, m temgen Satzm auf die Haiistüre lös. Bon hier aus zog er eiitschlvflen durchs! Hostor bis auf die Straße. Hinter ihm drein die RachWÄew ligten und in respektvoller Entfernung der Hanfe der Gaffer. Die Spannung war aufs höchste gestiegen. In den mwMten Minuten, das sagte sich ein jeder, hat, «in Haris mt Lvrf, stimn ehrlichen Namen verloren, ist für ewige Zeiten zur Berbreckjev- — 156 Höhk gestentpelt. Aller Anse» richteten' sich in rührender Hebet# Einstimmung nach dem „Lnmpenküppel" zu, ivv in einigen ge# b rechlichen altersschivachcn Hänschen das geringe Volk wohnte Allein zur unaussprechlichen Berwunderimg der Menge machte Argus jetzt Linksmir und bog in die Silbergasse ein, Ein rrn-- gläubimS, verächtliches Lächeln zeigte sich auf allen Gesichtern.' Im Unterdarf, ny die Höfe der reichsten Leute find, der Ge-> meinberiite, der Feldgerichtsschöffe», der Kirchenvorsteher? — Ein sauberer Polizeihund das! „Toat kann oiir Karo nach!" „Et mär mir leed, wann mei Oskar fit diuu.iv wär!" „Ter soll sich begroawe lasse samt feint Bolizeihund!" Urrd was der abfälligen Redensarten mehr waren. Indessen trabte der Geschmähte mit weit vorgestreckter sttasö zmentwegt auf der angenommenen Fährte weiter. Was, zu Pittersch Ho freite hinein? Ausgerechnet in des alten Pittersch Haus? Mau war nah« daran, in lautes Lachen ttuszubrechen. „Ta aäl Pittersch hett uaut nirrig enzebveche, dä hett mieh toiii genunk," bemerkte einer, „nnn sei Fraa auch tret," ein zweiter. „Daun hetts dä Jörg getoan." Tie Umstchmdeir vermochten bei der Lächerlichkeit dieser Bor- stellmrg rticht mit ihrer Heiterkeit zurückzuhalteu. „Ruhig da," herrschte sie der Wachtmeister an, „R>the bitt ich mir aus!" Eine Bewegung ging durch die Versammlung. Wütend bahnte sich von rückwärts her ein Grau tropf seinen Weg. „E' Kreuzgewitter soll drin schloan!" schrie der alte Pittersch, „nid? sein feen Spitzbouwe net und «ach keeuS von meine Lcure, mit auerm schlaichte Hund do!" Einen Knüppel aufrassend, wollte er ihn Argus auf den Kopf schmeißen. Doch rechtzeitig fiel ihm der Bürgernreister in den Arm. „Pittersch Vetter, macht auch net unglücklich, de Bolizei ver# Weht feen Spaß, Hai heißttS: Snpernatiion." „Jawohl, Supernatiou," wiederholte Haungotisried, der Adjutant. (Schluß folgt-) Ein Besuch beim krauten Menelik. Im vorigen Jahr hat Friedrich I. Bieber eins Reise durch Süduttzi-opieu zum Ml unternommen, auf der er von König Menelik empfangen wurde. Sein im „Globus" veröffentlichbev Bericht gewarnt besonderes Interesse durch die beunruhigenden Nachrichten, die immer wieder über die schwere Krankheit und den nahenden Tod des Negus zu uns gelangen. Schon beim Be- treten der französischen Hafenstadt Dschibuti, von der die Reise ausging, wurden dem Reisenden die abenteuerlichsten Gerüchte über die Krankheit des Kaisers und die politische Lage des Landes zugctragen. Man erzählte, der Negus liege im Sterben, zahl- • reiche Kronprätendenten kämpften gegeneinander, Revolution und ■ Anfstand herrsche im Innern. Diese aufregenden Nachrichten traten immer bestimmter und in immer wirreren Formen auf, je weiter Bieber in das Land hineinkam. Auch in dem taufend# jährigen Harar, der Metropole des moslimischen Ostgal lala »des, die durch eine Fernsprechlinie mit der Hauptstadt Adis Ababa verbunden ist, wußte man nichts gewisser über die Entwicklung der Dinge in der Hauptstadt, und besorgt blickten die Kaufleime! in die nächste Zukunft. In der Residenz selbst aber ivar nichts besonders Aufregendes zu bemerken, sondern ein friedlich bewegtes Leben regte sich überall. Adis Ababa war früher nur ein großes Dorf, hat sich aber in den letzten vier Jahren "zu einer förmb lichen afrikanischen Großstadt entwickelt. Zwikchen den Tausenden .von Rundhütten mit Kegeldach erheben sich schon zahllose stockhohe .Häuser im indischen und europäischen Stil. Nur der Gibt, d. i. die Pfalz des Kaisers, die auf einem Hügel inmitten dey Stadt liegt, besteht, bis auf die alte GeriMshalie mit dem llftr# türm, ausschließlich aus Bauttm in einem halb indischen, halb arabischen ober europäischen Stil, ebenso die Pfalzen der Lehns' fürsten und der Minister. Die iveitbin ausgedehnte Stadt wirb von breiten Fahrstraßen, deren Bart Kaiser Menelik selbst geleitet hat, nach allen Richtungen hin durchzogen. Die Hauptstadt des Negus, deren Name „Neue Blume" bedeutet, erhält einen lieblichen Rahmen durch die unzähligen Haine und Gärten, in di« die Häuser eingebettet sind. Die bemerkenSNKrtesten Bauten sind außer der Billa des Kaisers und der 1OOOO Personen fassenden! Thron halle die neue Gcorgstirche auf dem Marktplätze, das weitläufige Zollamt, der Palast der Bank von Abessinien und der von der Kaiserin erbaute neue Gasthof, daS Postamt mit Fernst sprechzentrale, das kaiserliche Gymnasium, ein großes, nach dem • Pävillvnshstem angelegtes Krankenhaus und der' Palast der beut* .scheu Gesandtschaft, der wie die übrigen Gesandtschaften im Norden, außerhalb der Stadt, jenseits des Rennplatzes mit seinen .Klub' W» liegt. Im Straßenbild von Adis Ababa mischen sich in ' mtjflmer, Meise modernste Neuer»nigen mit uralter Tradition, j Neben Maultiertaramaucn und laugeil Zügen von Kamels» trifft! nkan aus Straßenlvkmwtiven und Automobile. Auch int täg- llchcn Leben des Aethiopiers finden Fernsprecher und RepctieW Redaktion: K. Neurath. — Notationsdruck und Benag der Br geivehr neben deut Krväterhausrat Bettvenditng'. Das Erfreu-- lichstc dabei ist, daß die Abessinier von Europa nur das nehmen, was sie brauchen, und dabei nichts iwt ihren, in einer nahezu 3000 jährigen nationalen Vergangenheit erprobten Sitten auf-- geben. Ateneliks Residenz ist heute der Stapelplatz und Mittelpunkt, des Handels für das unermeßliche Gebiet zwischen dem! Hawasch und dem Sobat. Alle Erzeugnisse Südäthivpiens strömen hier zusamnren und die .Einfuhr der ganzen Welt wirb von hier mts durch etwa 50 000 Wander Händler in die fernsten Täler getragen. Obgleich der Kaiser seit Mouaten keine dludi-enzen mehr abgehälteu hatte, wurde Bieber doch bei ihm Vorgvlassen. Er befand sich verhältnismäßig wohl und zeigte durch sein ganzes Auftreten, wie übertrieben die auch in Europa verbreiteten Gerüchte über seine Krankheit waren. Menelik leidet an progressiver Paralyse, die aber nur langsame Fortschritte macht, so daß er vielleicht noch lange rticht die Krone feinem Nachfolger übech geben dürfte. Er erkannte den Reisenden, den er vier Jahr« nicht gesehen hatte, sogleich bei der Begrüß trug wieder und wandt« sich an den ihm zunächst sitzenden Ras Wolde Giorg's. den Statthalter von Kassa, mit den Worten: „Das ist ja Musse Bi-Bi- Bicber." Lebhaftes Interesse zeigte er für das ihm überbrachte Geschenk, einem tragbaren Fernsprecher, fragte den Wiener u-ach der Gesundheit des Kaisers von Oesterreich und nach der Art dtp Thronfolge in Oesterreich. Zu seinem Nachfolger hat Menelik seinen Enkel Jahasu oder Jesus, eilten Sohn seiner Tochter Schvareka und des Ras Mikael, des Fürsten der Wollo, bestimmt und durch Heroldruf feierlich vstiMttden lassen. Mit Jahasu gelangt nicht mir ein Nachkomme des Ras Mikael, des möckst- ttgsten der Lehnsfürsten, sondern auch ein Abkömmling der Galla zur Herrschaft, die damit an politischer Macht gewinnen werden. Dies ist für die wirtschaftliche Zukunft Aethivpiens von Bedeutung, denn die mehr als zehn Millionen zählenden hamitischen Galla sind die einzigen produktiv tätigen Elemente, während die semi- tischen Amhara, soweit sie nicht als Beamte und Soldaten dienen, mehr ein Händlervolk sind. Die Lehnsfürsten haben Jahasu. anerkannt. Vormund des minderjährigen Thronfolgers ist der Ober- befehlshaber des Heeres, Fitaurari Aste Giorgis; als Mitvornnmd werden ihm beigegeben sein Bater Ras Mikael und der jetzige Regent Ras Tessama. Da diese vier Fürsten ihre Macht Menelik verdanken und sie ihrer Lehen nach äthiopischem Reckst mit benti Tode des Kaisers verlustig gehen, haben sie das größte Interesse daran, dem rechtmäßigen Herrscher die. Statute anfzusetzen. Di« Thronprätendenten haben wenig zu hoffen und auch die Macht der Kaiserin, die gewöhnlich überschätzt wird, endet mit dem Tode ihres Gemahls. Prinz Jahasu wurde kürz nach der Abreise Biebers pro forma mit einer Enkelin des Kaisers Johannes IV. verheiratet, um auch die Tigre für ihn zu gewinnen. Vorläufig! muß aber der junge Ehemann noch fleißig lernen; er hat das Gymnasium besucht, soll fließend Deutsch und Französisch sprechen und ist.von einem deutschen Erzieher ausgebildet. Der Einfluß der Deutschen und des Deutschen Reiches steht heute in. Aethiopien noch immer an erster.Stolle. Daneben' versuchten Frankreich durch seinen Eisenbahttbatt von Direh Dana nach Adis Ababa und Großbritannien wieder stärkeren Einfluß zu gewinnen. Vücherüsch. — Das literarische Ech o. Halbt'.iouatSscbrtft il'tr Ltte- raturirennbe fHerausgeber: Dr. Josoi Ettlinger, Verlag: Egon Fletsche! u. Co., Berlin W 9). Das 1. Märzhei! ist soeben mit folgeitbetn Jnbalt erschienen : H. Hilbert Honben : Eine jntigdettlsche Eptiode. — Ed. Platzhoff-Lejetme: Edouard Rod. — Jakob Scheret: Biblische und Glaubensdramen. — Richard Sexau: UleNspiegel. — Emil Horner: Gi illparzer-Literalnr. — Echo der Zeitungen und Zeitschriften. — Echo des Auslandes (Französticher, Italienischer Ungariichcr Brici). — Echo bet Bülmen. — Kurze LlnzeiAen. — Nachrichten. — Zuschriften. — Der Büchermarkt. Krenzriitsel» In die Felder iiebenstehender Figur sind die Buchstaben a aa ------------ a a a a a, b, c c, e e, h h h h _________1. - h h, 1 1 1 1, m m m m, nnn u n | n, ö ö, s s, 11, nun u, w w der- j ' j art einzutragen, daß die wage- —----—----rechten und senkrechten Reihen I— —— gleichlautend folgendes ergeben: ______ 1. Eine Zierpflanze. 2 Bedeutenden Mediziner. —3. Poetische Sammlung. Auftchnng . in nächster Nummer. Auflösung des Kapsel-Rätsels in voriger Nunimer: Was man mit nicht, das glaubt man gern. hl'scheu Universitäts-Buch- und Sleiudruckerei, R. Lange, Gietzew