Donnerstag den 9. Juni N 1910 M. 88 M! Ihres Vaters Tochter. Momart von Sulu vou Strauß unb Torney. (Nachdruck verboten.) (Schluß) „Agnes, Sie dürfen nicht nach München! Ich will es nicht! Oder nur, wenn Sie mir eins versprechen: daß Sie dem Buben wirklich sein wollen, was Sie ihm jetzt schon innerlich sind, seine Mutter! Dann kriege ich doch auch noch ein bissel ab! Sonst halt ichs nicht aus!" War das möglich? Ich brachte kein Wort heraus, wir schoß alles wirr und wild durch den Kopf. Seine Frau? Ja, ja! Nein, darf ichs denn? Kann ichs denn? — Ja — nein — Er mißverstand mein Zögern, mit einem Ruck ließ er mich los. ^Verzeihen Sie. Es war ja ein toller Einfall! Wenn Sie das nicht vorhin gesagt Hütten, daß für Sie alles vorbei wäre, hätte ich auch den Mund gehalten!" „Ja, ja — das damals ist auch vorbei — aber — wenn ich nur könnte —" Georg! An ihn konnte ich ganz: ruhig denken in dem Augenblick, zum ersten Mal ruhig! Aber die andere Frage: muß ich das jetzt nicht sagen? Hab ich mein Bestes nicht schon verschenkt? Hat der Mann da nicht Besseres verdient, als ich ihm zu geben habe? — Er mußte aus meinem Gesicht mehr verstehen als ans meinen verwirrten Reden. Ich war auf einmal in seinem Arm. „Ich weiß, ich weiß! Still, Kind, ich will keine Beichte. Ich will überhaupt nichts von dir, nicht mal lieb haben', wenn's noch nicht geht! Nur Vertrauen! Hast du das?" — Ja, ja, das hab ich! Wenn ihm das genug ist! Ich habe kein Wort gesagt, er verstand mich so. Ein Gefühl von Geborgensein und großer Ruhe kam über mich, daß ich nichts tun konnte, als mich an ihn lehnen wie ein müdes Kind. Ich hörte nur seine gute Stimme, wie er mir mit der großen Hand sacht über den Kopf strich!: -,So ein verflogenes Vögerl, so ein liebes!"--* Bor Vaters Bild haben wir gestanden, ohne zu sprechen. Und haben innerlich doch viel gesagt. Und nachher sind wir hinaufgegangen zu Seppl, zu unserm Buben. Der saß und sah uns mit verweinten .Augen entgegen, und die Augen wurden immer größer. Er sah wohl unsern Gesichtern etwas Besonderes an. Die Zenz, die mit dem Strickzeug bei ihm saß, begriff auch. Sie heulte plötzlich auf. ./Jesses Marie Jusep! Der .Herr Professor und's Fräule! Jetzt das Margretl, wann's das wissen tat! Das Herz tät's ihr abdrucken!" Wer ich hab! ihr die runzligen Hände vom Gesicht gezogen. „Nicht weinen, Zenz! Das' Margretl freut sich auch! Und ich hab das Margretl lieb, weil es mir solchen lieben Buben gelassen hat!" Und den hab ich dann geküßt, als ob ich ihn erdrücken wollte. „Seppl, Liebling, wir bleiben beisammen, Vater hat's erlaubt! Aber nur, wenn du brav bist und von heute ab Mutter zu mir sagst! Willst du das?" Er verstand es nicht gleich'. Wer der Professor —. fein Vater — Bernhard — schob sich auf einmal breit unbl behaglich zwischen uns'. '„Nä, Seppl, sag, wen hast nun am liebsten, die da oder mich? Gelt, die? Ist auch recht!" Aber Seppl, der Schelm, besinnt sich, schüttelt den Kopf und wirft die Arme weitauseinander und lacht urts an: „Alle beide!" * * * 16. Juni 1903. Selbstgespräche habe ich eigentlich nicht mehr nötig.. Mein Leben ist so real und so voll lieber, guter Tatsachen/ daß ich die Worte nicht mehr brauche. Aber die paap letzten Seiten in diesem alten Heft sind nun schon seit zwei Jahren so hübsch weiß und blank und hungrig nach Buchstaben. Und eigentlich gehört der Tag gestern noch eilt wenig zu dem, was ich damals .in die Hefte schrieb'.- Wir haben nämlich unferm Jungen Partenkirchen gezeigt. Es war ihm versprochen -als Belohnung, wenn er brav lernte — obgleich er eigentlich keinen Ansporn braucht. Und die Partnachklamm ist ein Stück Gebirg, das Seppl mit seinem Bein — er zi-eht's nur noch unmerklich nach) — jetzt bewältigen kann, und das ihm doch alle Hochgebirgsschönheit auf einmal schenkt, dem empfänglichen kleinen Menschen mit den ernsthaften Augen. Die Zenz hütet urii) verzieht mir zu Haus mein Anne- Margretl für die zwei Tage. Das kann noch keine Berge krareln. Quer durch die Stube ist schon eine Reise auf den lieben täppischen Füßchen. Aber unsere Hausgenossin und Hauskobold, die Lotte, haben wir mitgenommen, trotzdem sie, seit ihr hübscher Pole vor einem Jahr auf mystische Weise von der Bildfläche verschwand und damit ihre Jugendtorheit ein rasches' und unschädliches Ende nahm, nur noch mit Gewalt von der Staffelei zu bringen ist. Aber wenn der Herr Professor mitmacht, gönnt sie ihrem heiligen Eifer auch einen Feiertag. Mein lieber großer Bär von Mann war den ganzen Tag unter seinem Lodenfilz übermütig wie ein Bub, jodelte etwas mißtönend die hohen grauen Bergmauern an und neckte si.ch mit Seppl. Ich habe zwar die Sentimentalität verlernt, aber mir wars doch etwas eigen zu Sinn, als ich wieder den Weg zwischen den grünen Gebirgswiesen und Heustadeln ging, dev zuletzt bei der Sägemühle in die kühle Klamm führt. Wie lebendig alles von damals mir wieder wurde! Die ganze unruhige Vorfrühlingsstimmung: frostige, fau« — 350 — sende Windstöße in den Tarnienkrvnen und ästf dem Stein- geröll der MHLnge verzehrende Sonnenhitze. Heimliche Leidenschaft, Schuld und Glück und Elend zugleich. Wie nah, imb doch wie fern I Es ist mir, als ob! ein fremder Mensch das alles erlebt hätte, nicht ich. Agnes Weddigen war ja auch ein ganz anderer Mensch, als Agnes Bernhardt heute ist! Ich must mit halbem Lächeln meinen Mann anschauen, der breitschulterig und fest neben mir geht, das Gesicht frisch von der Berglust, mit dem blondroten Bart, der schon viele weiße Fäden hat. Der eigensinnige Haarbusch über der Stirn ist schon ganz silberig. Ich ärgere ihn damit, daß 'es vom Ehestandskreuz kommt. Kriegsjahre zählen doppelt! — Die Klamm! Nicht in Schneevorhängen und grün- aläsernen Gletschern wie damals. Nur graues Gestein, kirchturmhoch, mit Moos überkrustet, überall blank von feuchtem Geriesel und kleinen, aufgeregten Wasserfällen, die silberig und schaumig in die Tiefe schießen, hie und da in Strahlen und Schleiern über den schmalen Weg stäubend, Mer die Wasser sprechen nicht so laut wie damals.; Es ist lange trockene Zeit gewesen, die Parin ach ist zähm' heute. Ich bleibe auf einmal unwillkürlich an einer Felsecke stehn und sehe an den Steinwänden hinauf. Hiev war es ja. Weiter kenne ich die Klamm nicht. Hier stellte sich mir damals der Tod in den Weg. Lotte steht unbeweglich neben mir. Ich weiß, daß sie jetzt auch daran denkt. Es ist nie seitdem zwischen uns ein Wort über Tilla und Georg gefallen, obgleich Lotte oft wieder in Darmstadt bei ihrer Mutter war. Aber durch gleichgültige gemeinsame Bekannte habe ich einmal zufällig gehört, daß es der hübschen Frau von Berg und ihrem Mann gut geht. Es wäre ja früher so allerlei über ihre Ehe gemunkelt, aber na, man mußte eben nicht jeden Klatsch glauben, jetzt wäre jedenfalls in keiner Weise etwas über die beiden zu sagen. Frau von Berg lebte jetzt viel mehr für Haus und Kinder als früher es ist noch ein Töchterchen da, etwa in Anne-Margret-i chens-Alter — und wie er, der Mann, besonders in dem bildhübschen Jungen aufging, das war einfach rührend. Nein, wrrklich ein reizendes harmonisches Heim, das Bergsche! Wenn die guten Bekannten geahnt hätten, was ich aus ihrem hannlosen leichten Geplauder heraushörte! Ganz war ich ja nie das heimliche Schuldbewußtsein losgeworden — und nicht nur dem Kind gegenüber! Seit ich selbst verheiratet bin, ist es mir erst aufgegangen, daß die Ehe etwas so Heiliges und Vertrautes ist, daß auch bei Irrungen zwischen Mann Und Frau jeder Dritter, der die Hand einmischt, Sakrileg begeht. Ich hatte mich länge mit dem Gedanken getragen, Tilla zu schreiben, und doch den Entschluß nie gefunden. Nun wußte ich, daß Georg den Weg gegangen war, den er damals in der schwersten Versuchung als den rechten erkannt hatte. Daß sie sich in den Kinsern wiedergefunden hatten, er und seine Frau. Der Stein war mir von der Seele, alles war gut. Das Beste, was ich ihnen tun konnte, war, daß ich für sie verschollen blieb. Tilla wird mit der sseit auch milder und ruhiger über mich denken, sie war tnt Grund nie eine harte und kleinliche Natur. Das alles geht mir rasch durch den Kopf, wie ich da neben Lotte rn die Tiefe hinunterträume. „Aga, weißt du noch, damals?" sagt fie jetzt auf einmal lief aus Gedanken heraus und wird in der nächsten Sekunde dunkelrot und wagt nicht, mich anzusehen. Mein Mann, der Seppl an der Schulter festhält auf dem schmalen, in den Felsen gesprengten Weg, wendet sich um, er hat es zufällig gehört. „Was war damals?" Lotte und ich sind erst still. „Ich bin hier fast einmal abgestürzk. Die Klamm war stoch vereist. Ich war mit Freunden hier, Hauptmann von Berg und seiner Frau. Wenn er, der Mann, nicht gewesen wäre, läge ich da unten." Die Erinnerung an die schrecklichen Stunden ist der Mamin Must mir eiskalt über den Rücken, Ich muß! eine Hekuude die Augen Mießech >,Berg? Berg?" besinnt sich Bernhard, „von den Freunden Käst du mir ja nie erzählt." Lotte bückt sich seitwärts nach ein päär winzigen' Farnen. Sie will diskret fein. Mer das ärgert mich auf einmal. Ich verlange gar feine Diskretion. Ich schiebe; meinen Arm in den meines! Mannes und sehe ihm ins! Gesicht. „Es wär auch eine traurige Geschichte, Bernhard. Wißt du, die Beichte, die du nie hast hören wollen!"■ „Aha! Hm." Einen Augenblick ist er doch überrascht. Wer dann legt er auf einmal feinen Arm gemütlich um meine Schultern und schaut mich! au, mit einem humoristischen Zuckest um die hellen Augen: „Hm. Also dem Mann habe ich eigentlich meine Frau zu verdanken! Was meinst du, Schatz? Platz haben wir ja int Haus. Wollen wir uns die mal als! Logierbesuch einladen?" Wir sehen uns an und verstehen uns und lachen. Dicht zufammengedrängt, meinen Arm in seinem, gehest wir werter auf dem schmalen Weg, unfern Jungen vor uns, der stumm mit großen, ehrfurchtsvollen Augen um sich schaut. Wer sprechen rönnen wir nicht mehr, die Wasser- stimmen werden nun doch zu laut zwischen den echofangeu- den Steinwänden. Ich horche. Und das große verworrene Brausen wird mir traumhaft int Ohr zu einer starken, geheimnisvollen Melodie. Wie getragen fühle ich mich darauf. Und was ich heraushöre, ist nicht Tod und Sterben wie damalch Immer nur: Leben! Leben! Leben! Das Mort, das mein Vater liebte mit einer tiefen; verstehenden, glaubenden Liebe! Und das wir beide, meist Mann und ich, mit der gleichen Liebe unfern Kindern ist die kleinen Hände weitergeben wollen! Die LufLWMrL in ihrem gegenwärtigen Stande. I. M okorb allo ns. Die jüngsten Ereignisse auf dem Gebiete der Luftschissahrt, dis Kaiserpromenade bei Homburg, die Katastrophe bei Weil- bürg, Paulhans Flug London—Manchester, sein jüngster Höhest- rekord, die zweite Ueberflijegung des Kanals durch Lesseps, habest die allgemeine Aufmerksamkeit wieder stärker aus diesen tteuenl Zweig der modernen Technik gelenkt. Es sind eigentlich feilte Ucberraschungen, was uns die Luft- schifsahrt in diesem Jahre gebracht hat. Wir sehen das im vorigen Jahre mit so überwältigender Geschwindigkeit, fast Ueberstürzung! Herangewachsene aus einem gewissen Grad der Vollkommenheit, und aus der verwirrenden Masse der Entwürfe, Erfindungen, Experimente heben sich! führende Typen fest und bestimmt heraus Und erringen sich bleibenden Bestand. In Deutschland sind es auf dem Gebiete der Lenkballons noch immer die drei Systeme Groß- Basenach, Parseval und Zeppelin, die um die Vorherrschaft ringest. Tenn ein? Rivalität Herrscht, das läßt sich nicht leugnen, und nach der Weilburger Katastrophe schien der Kampf zugunsten der Bal- lonet-Lustschiffe Groß und Parseval entschieden. Der Fall lag anscheinend klar: Tie drei Luftschiffe führen die Fahrt nach Homburg sämtlich einwandfrei aus, aber der Z. II vermag nicht mehr zurückzukehren, er zerschellt an den Weilburger Felsent während M. II und P. II, der eine mit der Bahn, der andere auf dem Luftwege, glücklich und unversehrt wieder in Köln eintreffen. So einfach ist die Sache nun aber doch nicht. Zwar der Militärbehörde vorzuwerfen, sie hätte nicht auf die Warstustg der Md- teorologen gehört und in erster Linie hierdurch die Katastrophe verschuldet, will zur Verteidigung des Zeppelinschen Systems nichts heißen, da ja die beiden anderst Schiffe unter denselben Bedingungen (?) fuhren und trotzdem den Hafen glücklich erreichtem Aber andere, schwere Fehler sind gemacht worden. Zunächst; warum ließ man den Z. II nicht zusammen mit P. II in der Nacht noch fahren? Die Militärbehörde sagt: Wie recht man daran getan hat, zeigte die schwierige Heimfahrt des P. II. Liegt es nicht viel näher zu sagen: Wie unrecht man daran tat; zeigt die Zerstörung des Z. II, während P. II ohne Unfall den Hafen erreichte? Es liegt in dieser Erklärung eine entschiedene Zurücksetzung des starren Systems, da darin doch gerade- zu gesagt ist, daß der „Parseval" Schwierigkeiten zu überwindest vermag, denen das Z.-Schiff nicht gewachsen ist. Für die Ballonet- luftschisfe Ungünstiges wird verschwiegen. So wird behauptet' eS hätte im Plan gelegen, das M.-Schiff abzurüsten, um' hierin Erfahrungen zu sammeln. Nun, es wurde bisher noch nicht daraus hingewiesen, daß der Ms I nach feiner Ankunft in Homburg mit Gas nachgefüllt wurde, Und zwar so reichlich, daß für Z. II nicht mehr genügend übrig blieb. Das wäre denn doch mehr als überflüssig gewesen, wenn ist der Tat die Absicht von porst- Mein Mcmdest hätte, M Luftschiff zu LeMÜtjexM, 351 Noch anderes fiel mir in Homburg auf. Vor allem eine gewisse Unsicherheit der Steuerung bei der LanduUg des y. Iff fe recht weit von der bezeichneten Stelle niederging. Wer die verblüffende Sicherheit des Landens gerade der Z.-Schiffe z. B. in Frankfurt zu beobachten Gelegenheit hatte, den mußte dieses Lavieren befremden. Und Nach der Landung die Einstellung der Höhensteuer, die von der, wie ich sie in Frankfurt beobachtet hatte, und die entschieden als die günstigste einlenaften muß, weit abwich. Aus diesem allem und besonders aus den Feststellungen die über die Handhabung des Schiffes in Weilburg von berufener Seite gemacht wurden, ergibt sich als unumstößliche Tatsache, daß Z. II nicht sachgemäß oder wenigstens nicht im Sinne und nach den Vorschriften seines genialen Erbauers geführt wurde Und daß die Katastrophe demnach nicht dein System zur Last gelegt werden kann. Es ist verständlich und war gerechtfertigt, daß zur Zeit, als leine blinde Begeisterung Neben Zeppelin nichts gelten lassen wollte, energisch auf die Verdienste anderer Konstrukteure und die Vorzüge anderer Systeme hingewiesen wurde. Tses ist nun aber allmählich soweit gegangen, daß fast nur noch von den Vorzügen Und Erfolgen der andern und den Nachteilen und Unfällen des starren Systems gesprochen wird. Und es dürste sich verlohnen, wieder einmal klar abzuwägen, wie sich die Systeme gegeneinander verhalten. Es ist dies umso leichter, als die Motorluftschifsahrt, wie bereits oben gesagt, tatsächlich gegenwärtig der Grenze des auf diesem Gebiet Erreichbaren nahegekommen ist und' Ueber- vaschungen, wie sie im vergangenen Jahre, Schlag auf Schlag einander folgten, kaum mehr zu erwarten sind. Veränderungen Und Verbesserungen werden sich hauptsächlich auf technische Einzelheiten erstrcchen, wie Antrieb und Durchbildung der Schrauben, Festigkeit und Leichtigkeit des Ballonstoffs sowie vor allem beim starrdn System des zum Bau des Gerüstes notwendigen Materials, Zuverlässigkeit der Motoren usw. Die Lösungen dieser Aufgaben werden gleicherweise allen Konstruktionen zugute kommen und lassen die Prinzipien der einzelnen Systeme unberührt. Das System des Grafen Zeppelin hat durch seine in jeder Beziehung hervorragenden Leistungen alles gehalten, was sein Erfinder von ihm verheißen hatte, und die Einwände, die gegen les erhoben wurden, einen nach dem andern durch die Tat widerlegt. So steht heute unleugbar fest, daß der Z.-Typ alle andern bisherigen Systeme an absoluter Tragsähigkeit, an Wetterfestigieit, Steuerbarkeit, relativer Geschwindigkeit und vor allem an Fähigkeit^ sehr lange in der Lust zu bleiben, weit übertrifft., Das starre Gerüst, das dem System diese Ueberlegenheit gibt, bedingt auch wieder verschiedene Nachteile. Bei der verhältnisi- Mäßig geringen Geschwindigkeit, die unsere gegenwärtigen Motoren einem Ballon zu gebtn vermögen, ist es noch! nicht möglich), gegen jeden Sturm aufzNkommen. Die Ballortetlustschiffe können in diesem Fall entleert und mit der Bahn befördert werden, während ein starres Fahrzeug daraus angewiesen ist, auf freiem Felde oder in der Lust das Abflauen des Sturmes zu erwarten. Dies kann zwar ohne Gefahr für Schiff und Bemannung geschehen, bereitet aber ost erhebliche Schwierigkeiten und erfordert Umfangreiche Maßregeln. Der Vorwurf der durch das MekallgeriMe bedingten Verminderung der relativen Tragfähigkeit kann nicht in Anschlag gebracht werden, da die Z.-Schiffe in einer Größe gebaut werden, daß sie in Bezug auf absolute Tragkraft stets den unstarren Fahrzeugen überlegen bleiben. Dagegen haben die Ballonetlust- schisfe die verhältnismäßige Billigkeit voraus, ferner den Umstand, daß sie bei der Landung sowie überhaupt auf festem Bodett weniger einer so völlig vernichtenden Katastrophe ausgesetzt sind als ein starres Fahrzeug. Die beiden unstarren Luftschiffe unserer Armee, der „Groß" Und „Parseval", geben einander in ihren Leistungen kaum etwas nach. Beide haben durch Dauerfahrten bewiesen, daß sie auch itt dieser Hinsicht alle ihre Konkurrenten (außer dem „Zeppelin") Übertreffen, und in bezug auf Zuverlässigkeit und Betriebssicherheit stehen sie unter den unstarren Fahrzeugen au der Spitze. Das neueste Militärlustschiff System „Groß-Basenach" ist gegenwärtig das schnellste der Welt, da es mit feinen vier Motoren mit zusammen 300 PS. eine Geschwindigkeit Von über 16 SekundeN- Metern erreicht hat. Eine so starke Mvtorkrast für ein verhältnismäßig kleines Luftschiff war natürlich nur auf, Kosten der Fahrtdauer zu erreichen, da infolge des Höhen Gewichtes der MotoreN die Aufnahmesähigkeit fiir Betriebsmaterial und Ballast erheblich beschränkt wird. Der gangbarste Typ von Motorlustschiffen ist wohl gegeUI- wärtig der „Parseval", und zwar verdankt er dies,vor allem seinen geradezu genialen technischen Durchbildung, sowie seiner Fähigkeit, sich allen Aufgaben anzupassen. Als kleines Sportlustschisf für 2—3 Personen, als schneller AusklärnUgslnftkreiyer,, als Passagwrschiff füN-Vergnügungsfahrten — in jeder Größe, zu jeuein Zweck läßt er sich bauen und erweist sich für lebe Aufgabe durchs äus zuverlässig Und brauchbar. Von anderen deutschen Luftschiffen wären noch der „Clouth , det „Rutheuberg" und das Luftschiff der Rheinischi-Westfälischen! Motorluftschiffgesellschaft zu erwähnen, die alle drei gute Fahrten, aber keine bedeutenderen LeistnÜgeU zU verzeichnen haben und auch sämtlich nur für Sportzwecke gebaut sind. Viel erwartet man von den im Bau befindlichen bezw. zum Aufftieg in nächster Zeit bereiten Luftschiffen von Siemens u. Halske und!Professor Schütte, das im Auftrag des Großindustriellen Und eifrigen Förderers der Luftschisiahrt Lanz in Mannheim gebaut wird. Das ersterwähnte Fahrzeug ist im größten Stil nach dem Halbstarren Prinzip gebaut und soll hauptsächlich als Transportschiff Verwendung finden, das Luftschiff von Schütte ist starr, und zwar ist sein Gerüst nicht aus Metall wie bei Zeppelin, sondern aus Holz gebaut. Tas Schiff hat einen Rauminhalt von 19 000 Kubikmeter, und seine Motore sollen ihm eine Geschwindigkeit bis zu 18 Meter in der Sekunde verleihen. Die Aufstiege dieser beiden interessanten Luftschiffe sind allerdings schon sehr lange ungesagt; hoffen wir, daß nun endlich den Versprechungen die Tat folgt. Im Ausland hat die Motorluftschifsahrt, mit Ausnahme! Italiens, wenig Fortschritte gemacht. Frankreich hat seine ursprünglichen Erfolge nicht zu überbieten vermocht. Die besten Leistungen hat noch immer der Julliot'sche Halbstarre Typ geboten, nach dem die „Patrie" und die „Republigne" gebaut waren.. Daß diese beiden ausgezeichneten Schiffe zerstört wurden) hat das Ansehen dieses Typs ungerechtfertigter Weise herabgesetzt zu guusten des vom Ingenieur Clement geschaffenen Typs „Clement- Bajard", der allerdings bisher mehr versprochen, als gehalten hat. Das erste Schiff dieser Bauart, die „Ville de, Paris", besitzt eine zu geringe Eigengefchwindigkeit, nm als Kriegsluftschiff in Betracht zu kommen, und das neueste hat die schon lange und etwas laut oder vorlaut angekündigte Fahrt Paris—London noch nicht angetreten. Einige gut verlaufene Fahrten von 2—3 Stunden Wollen gegen die Leistungen der deutschen Luftschiffe und auch des Julliot-Typs noch nicht viel heißen. Auch der „Zodmc Les Grafen de la Vaulx kann keine besondere Bedeutung für M in Anspruch nehmen. Was aus dem starren Fahrzeug nach der „echt französischen Idee" inach hem Ausspruch des obengenannten Grafem des Herrn Spieß (wirklich auch ein echt stanzösischer Name) wird, der dem Grafen Zeppelin die Priorität der Erfindung streitig zu machen versucht, das Entzieht sich vorläufig noch der Bcur- nischem Gebiet an hervorragender Stelle steht, noch fern einziges taugliches Luftschiff gebaut hat. Alle Versuche sind so gut Ww gescheitert, so daß sich die englische Regierung an französische Firmen, vor allem die „Astra"-Ge,ellschaft (Typ ClÄnent-Barard) gewandt hat, und nult wartet man auf den oben erwähnten großen Flug von Paris' nach London. Außerdem baut man e,n! starres Schiff nach dem Vorbild des Zeppelinschen Auch Rußland' Und Oesterreich beziehen ihre Luftschiffe vom Ausland, und zwar von Deutschland (Parseval) und Frankreich (Cläment-Bajard). Für kurze Zeit herrschte in Oesterreich große Bemusterung für das „Luftschiff" der sog. Rennerbstben, bis mau dahinterkam, daß dieser „Lenkbare" noch weniger als ern schönes! Spielzeug, daß er geradezu ein UnsinN war, und man sah ein, däß man sich mit seiner Begeisterung für dieses gänKliH unbraUch- bare Unding gründlich blamiert hatte., . Rur Italien hat noch auf dem Gebiete der Lustsanffahrt große! Erfolge errungen, und die Leistungen des durchaus originellen italienischen Militärlustschiffes stehen keineswegs hinter denen dep deutschen zurück. Seine kühne Form mit der weit vorn unter) der fast kugeligen Spitze aufgehängten Gondel und deM west ausladenden Schwanz gewährleistet eine außerordentlich leichte; Steuerbarkeit besonders in der Horizontalen, und, auch zur Erzielung einer hohen Geschwindigkeit ist die Form äußerst günstig, K. b. ^^Unbegreiflich ist es, daß .England, das doch, sonst aus technischem Gebiet an hervorragender Stelle steht. Noch kern einziges wie Christine Hebbel ihren Gatten fand. Christine Hebbel, die ehrwürdige schwererkrankte Witwe des Dichters, hat die Geschichte ihrer Bekanntschaft Mit Friedrich Hebbel selbst geschildert. Nach ihren Briesen an Ennl, Kuh, der im Verlage von Wilhelm Braumüller, Wien und Leipzig, eins Biographie des Dichters veröffentlicht hat, wird die Geschichte! dieser Bekanntschaft folgendermaßen erzählt: , , . Zuerst schildere ich Ihnen mein Vorgesuhl sur Hebbel beim Lesen der Werke, die ich früher als ihn selbst kennen lernte!; es waren Judith und Maria Magdalena. Judith sollte in Hamburg zur Aussühruug kommen .... Ich ließ nur das Stuck schicken. Ich las cs, mich packte Gramm und Bewunderung dabei, •— Grauen vor dem Dichter, der dies geschrieben, Bewunderung vor der Dichtung selbst, besonders vor der Gestalt der ^udith, die mich wahrhaft- begeisterte . . . Erst naa; einigen -nähren und vielen Schicksalsschlägen, die mich darin getroffen,, — fiel mir Maria Magdalena in die Hände — mein eigenes härtestes Schicksal stand mir in Klara vor Augen; ich war, nachdem ich tzs zu Ende gelesen, zerschmettert! Ich sah in Meister Anton und in Hebbel meine Richter — letzterem wünschte ich nie zu begegnen. ---Ta trat eines Tages Otto Prechtler zu mir ins Zimmer mit den Worten: Hebbel ist in Wien! Wolken Sw ihn kennest lernen, ich bring' ihn her. Nein, nein, rief ich, ich fürchte ihn! Er ist nicht so fürchterlich, wie Sw glauben, gab xp mir, zur Sateijrt, fx möchte Sie gerne persönlich sprechxn, Ä 352 Hat Sie schon in Hamburg aus b'er Mhue betomtb'ert, schlagen Sie es ihm nicht ab. Ich willigte, wenn auch mit Widerstreben, ein. Prechtler werde ihn noch am selben Abend sehen und wolle mit ihm den nächster: Tag komme::. Ich bereute, nachdem er Mich verlassen, meine Einwilligung gegeben zu haben. Mein ängstliches Gefühl, die Furcht, ihn zu sehen, vermehrte sich, ja sogar die Nacht im Tranme erschien er mir als Meister Anton — ich als Klara — ich sah die Ziegel von den Dächern fallen, doch keiner traf mich — mit diesem Angstgefühl erwachte ich und Herharrte darin, bis Prechtler die Tür öffnete und Hebbel her- tzintrat. Seine hagere Gestalt, die blasse Leidensmiene flößten mir beim ersten Anblick das tiefste Mitleid ein. Meine Furcht war verschwunden. — Seiner ersten Worte entsinne ich mich nicht mehr, doch glaube ich, es tvar ein Lob auf mein Talent. Er bedauerte, die Judith nicht von mir sehen zu können, dann sprach er über die dramatische Kunst, über Dichter, nie hatte ich ähnliches gehört, ich war begeistert. Ich sah nicht mehr die Hagere Gestalt, ich sah nur sein blaues Auge, aus dem Funken sprühten, als er so sprach. — Beim Fortgehen sagte er mir Lebewohl, da er an einem der nächsten Tage abreisen wolle. Mir wurde recht traurig zumute, als er mich verlassen — ich hatte von seiner Armut gehört, seine ärmliche Kleidung, der schwarze Frack, der ihm nicht paßte, bezeugten sie nur zu sehr. Wenn ich reich wäre, sagte ich mir, so würde ich ihm eine sorgenlose Zukunft schaffen — dies war mein Gefühl bei seinem ersten Scheiden. Welche geraume Zeit liegt jetzt zwischen dem ersten und letzten Scheiden, — welche Kampfe, welche Leiden, aber auch welche Freuden! die nur der zu Ymrdigei: weiß, der wie Sie, lieber Freund, Hebbel als Geist, -ls Charakter kannte. Längst glaubte ich Hebbel abgereist, da tritt er eines Tages wieder in die Tür, aber wie veredelt dem Aeußeren nach — eist feiner eleganter Oberrock, ein gleicher Hut und Handschuhe — ich traute meinen Angen kaum. Sie staunen gewiß, mich hier -roch zu sehen, sagte er, ja, so spielt das Glück zuweilen mit einem Fangball und vereitelt unsere Pläne. Mir tvarf es einen Freund und Verehrer meiner Werke in den Weg, der mich zurückhielt, mich einlud, bei ihm zu wohnen und noch einige Zeit in Wien zu bleiben. Ich nahm die Einladung mit Vergnügen an, da sie mir Gelegenheit bot. Ihnen noch einmal Lebewohl wünschen 8Ü können, weil Sie doppelt wohl zu leben verdienen. Ich verlebte wieder eine glückliche Stunde, in der ich ihn sprechen hörte; etwas zu erwidern jungte ich kaum in meiner Schüchternheit, denn mir erschien alles, was ich hätte sagen können, zu Unbedeutend, zu kindisch. Nur aus meinen Augen (auf deren Ausdruck er später alles gab) konnte er sehen, tvelchen Eindruck ler auf mich machte. Diesmal glaubte ich wirklich an seine Abreise, die er in den nächsten Tagen antreten wolle — mit tiefer* Trauer darüber sagte ich ihm ein herzliches Lebewohl! Acht Tage waren vergangen, da stürzte eines Morgens mein Mädchen in die Tür und meldet, da es noch früh war, Herrn Dr. Hebbel. Ich traute meinen Sinnen nicht, doch ein freudiges Ach! entrang sich meiner Brust. Diesmal komme ich nicht, um Lebewohl zu sagen, wohl aber um zu fragen, ob ich öfter kommen darf. Sie halten mich hier fest. Was ich darauf erwiderte, weiß ich nicht mehr —• ich glaube, es war ein stummes und doch beredtes Zeichen, das einem Kuß nicht ganz nuähnlich sah . . ." Vermischtes. * Eine kühne Reiterin. Eiiren verwegenen Ritt, dessen Ziel nicht weniger als 5420 englische Meiler: von seinem Antrittspunkt entfernt ist, hat ein abenteuerlustiges Kosakeumädchen namens Kudascheff soeben angetreten. Auf ihrem kleinen grauen mongolischen Ponny will das Mädchen von Charbin bis nach Petersburg reisen. Ganz allein hat sie den Ritt angetreten, nur ein großer Bernhardiner Hund wird sie begleiten. Die mutige Reiterin sitzt im Männersattel und führt als Waffe nur ein Jagdmesser und einen Revolver mit. Sie war früher an der sibirischen Eisenbahn angestellt und hat sich im russisch-japanischen Kriege besonders ausgezeichnet. Damals erhielt sie die goldene Medaille für patriotischen Eifer. * Der Abb 6 der fahrenden Leute. Ein Seitenstück zu dem ehrwürdigen Pilger Luka in Gorkis „Nachtasyl" tvar der allgemein verehrte Abbs Bazire, der dieser Tage in dem von ihm gegründeten und geleiteten Nachtasyl in Rouen gestorben ist. Er erfreute sich einer besonderen Volks- tümlichkeit in Kreisen, die sonst allem Kirchlichen fern zü stehen pflegen: bei den Angehörigen der untersten Artistenwelt, den Seiltänzern, Feuerfressern, Karussell- und Schießbudenleuten und allem, was sich sonst als fahrendes Volk auf Jahrmärkten und Messen zusammenzufinden pflegte. Vor ettva 20 Jahren, als er noch Anstaltsgeistlicher bei den Ursulinerinnen war, hatte Abbe Bazire zum ersten Male in Rouen die Kinder der Jahrmarktsleute um sich vereinigt, um sie auf die Kommunion vorzubereiten. Bald danach gründete er mit den Mitteln, die er sich dafür zu verschaffen wußte, eine ständige „Jahrmarktsschule" ans Rädern, die der Budenstadt überallhin auf die großen Märkte und Messen nur Paris und bis nach Havre und Rouen folgte. Die fahrenden Leute betrauern den Tod des so lange väterlich um ihre Kinder besorgten Priesters aufrichtig. * A u s S a ch s e n u n d B a y e r n. Die Behörden im König-: reich Sachsen sind nach wie vor in geradezu vorbildlicher Weise bestrebt, innerhalb ihrer Verwaltungen der deutschen Muttersprache auch bei Titeln, Bezeichnung von Dienststellen, bei Fach- ausdrücken und bergt zu ihrem Rechte zu verhelfen. So hat, wie die Zeitschrift des Allgemeinen Deutschen Sprachvereins berichtet, das sächsische Finanzministerium vor kurzem angeordnet, daß die bisherigen Wasser-Bauinspektioiren künftig die Bezeichnung „W a s s e r - B a n a m t" und die T a l s pe r r e n - B a u- b u r e a u s die Bezeichnung „T a l s p e r r e n - B a u a n: t" zn führen haben. Man sieht, daß das „Bureau" keineswegs, wie vielfach behauptet wird, zu den schlechthin unentbehrlichen Fremd-. Wörtern gehört, das man durch die Schreibweise „Büro" cich- deutschen solle. Büro ist und bleibt selbstverständtich ebenso un- deutsch wie Bureau. Auch ist „Bureau" nun einmal die amtlich vorgeschriebene Form. — Ferner sind Mitte Febrnar auf Grund der genehmigten neuen Gehaltsordnung durch „Signat" des Prinzregenten Luitpold von: 21. Dezember 1909 für die königlichen Hofbeamten eine große Anzahl von Aenderungei: der Tienstbezeichiningen (so heißt's dabei statt „Titel") verfügt worden. Darunter befinden sich folgende verdeutschende Verbesserungen: Oberstabsrat statt bisher Hofjustizrat, Stabsrat statt Intendanz- rat, Oberstabsinspektor statt Jntendanzoberinspektor, Stabskassierer statt Jntendanzkassierer, Stabsdiener statt Intendanz- oder Bureaudiener, Schloßwart statt Garderobenaufbewahrer, Leinwandkammergehilfin statt Offizengehilfin. * Unmöglich. Bürgermeister (z:im Dorfpolizisten): „Den Gauner hast du entwischen lassen?! . . . Warum hast du ihn nicht festgehalten?" — Polizist: „Wie hab' ich das können? — In einer Hand hab' ich den Säbel gehalten und in der anderes den Revolver!" Büchertisch. — „Süddeutsche M o n a t s h e f t e" (München, Süddeutsche Monatsbelte, G. in. b. £>.). Das Junihelt enthält: „Die Tarantel", Erzählung aus dem süditalienischen Volksleben von Hector G. Preconi. Eine Ueberschunq des 15. Gesanges von Homers Odyssee durch Rttdolf Alexander Schroeder, eine zwei große Kapitel umfassende, an heiteren Episoden und beherzigens- iverten Betrachtungen reiche Fortsetzung von Ludwig Ganghofers „Lebenslaus eines Optimisten". Briese des Komponisten Heinrich Marschner und seines Dichters E. Devrient von Edgar Jstel, die sich voriviegend aus die Oper „Hans Helling" beziehen. In schaner Stellungnahme brandmarkt I. Hoimiller „Die Not des dentschen Unterrichts" an unseren Mittelschulen und gibt Vorschläge zu seiner Reform. Ebenso energisch gehalten ist der Artikel von Georg v. Skal in Newyork über „Dentsche Pankeepolitik"; im Hinblick aus die Vorgänge, die zur Verschiebung der amerikanischen Ans- stellung in Berlin gesührt haben, wird das Verhalten der Reichs- regierung Amerika gegenüber der schärfsten Kritik unterzogen. — Grieben s Reiseführer. Baud 53. D i e N o r d - seebäder. Band 55. Die Ostseebäder. Verlag von Albert Goldschmidt, Berlin. Wer ein passendes Bad finden und sich schon zu Hause über alle wissenswerten Dinge orientieren will, dem seien die genannten Gricbeiischei: Reiseführer empfohlen^ Beide sind soeben in neuer Bearbeitung in 14. Auflage erschienen. Nach einleitenden Betrachtungen geben die Bücher Ratschläge über den Gebrauch von Seebädern soivie Angaben über das Leben des Meeres, Seezeichen, Flaggensprache, Dampfschiffverbindungen nsw. Den Hauptteil der Führer bilden die Aufführung der einzeluent Bäder (mit Angaben über Kurtaxen, Bäderpreisen, Hotels, Pensionen, Vergnügungen, Ausflüge usiv.) ihrer geographischen Lage nach. Sorgfältig ausgeführte Karten ergänzen den reichen Inhalt, Stal-Aufgabe. Es wird Zwaugsramsch gespielt, günstigsten erscheinenden Karten erhält Die für den Ramsch am Mittelhand: Obwohl Mittelhand die Pique-Zehn abtversen kann, längt sie den Ramsch. — Wie saßen die Karten und wie mußte gespiel werden? — Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Versteckrätsels in voriger Nummer: Erfahrung ist eine teure Schule. Q Q O <> Q Q Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universttäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.