Samstag den 9. April 19(0 - Nr. 55 WKMZ s iTapTy SBS1® Ihres Vaters Tochter. Roman von Lulu von Strauß und Torney. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) 7. September. drei "Tageletzte Zeile hier hinschrieb. Nur Tage, die mich um Jahre älter gemacht habe«. Jede Manute voll Qual. Keine Viertelstunde Schlaf in den Nachten. Was habe ich da zuletzt geschrieben? Ich Muß lachen, wre ich es lese. Aber es' ist kein Lachen, das gult tut. „Ich habe nichts als Vergangenheit." Nichts als Vergangenheit? Herrgott, wie reich Mar ich da noch ! Jetzt habe ich auch die nicht mehr. Ganz- bettelarm brn ich geworden. Was mir das Höchste und Liebste und Heiligste war, ist Schmutz. Ich weiß nicht mehr, woran ich mich halten soll. Den Boden unter den Füßen habe ich verloren! Ich wollte erst kein Wort davon-niederschreiben. Kaum auszudenken wagte ich -es. Es konnte ja nicht wahr sein. Es war nur ein häßlicher Irrtum, -von dem ich keine Spur aufbewahren wollte, wenn ich mir ihn innerlich auch nie vergeben würde, eine schwere Schuld gegen sein Andenken! Eingeschlossen habe ich mich und wie im Fieber zwischen den Papieren gesucht, Stunden und Stunden. Alles andere vergaß ich in dieser einen wahnsinnigen Hoffnung, diesem brennenden Wunsch, -es möchte nicht wahr jein! Es half nichts. Gestern abends als es in dem toten- strllen Haus dunkel wurde, ’fant die Gewißheit auf einmal über mich wie .eine erstickende Last: es muß wahr sein. Es ist unnütz, daß ich mich wehre. Die Dokumente da sprechen deutlich genug. Eine kleine verschlossene Mappe hatte ich in dem Schreibtisch gefunden. Ich suchte den Schlüssel, aber ich fand ihst- lange nicht. Eigentlich suchte ich mehr aus Pflichtgefühl, das kleine Ding sah mir nicht besonders interessant aus. Ich wußte ja nicht, was ich damit in der Hand hielt! . ,, Wenn ich sie nun nicht gefunden, nicht aufgemacht hatte? Vielleicht wäre das besser — Nein, nein! Lieber die Wahrheit, und wenn sie hart rst tote der Tod, — als die Lüge! Lieber mit eigener Hand die letzten Altäre umwerfen, als zu wertlosen Götzen beten! . ' ° 8. September. Ich will es mir selbst noch einmal vor die Augen stellen, was ich da Lefunden habe. schicksal -Papier, weiter nichts, Ein Menschen- Zuerst wieder ein Dutzend Briefe irr meiner MutteL Handschrift. Ach, was für Briefe! Zwei Jahre liegen zwischen den Brautbriefen und diesen. Die verhaltene Mädchenschüchternheit, mit der sie zu ihm — ihm! — aufsah, ist plötzlich verschwunden, ist zu vollste« Hingabe, zur Leidenschaft des Weibes geworden. Mer elu6 heimliche, schmerzhafte Angst liegt darin. Wie -das alles ans ein paar Worten sprechen kann! Es war mir bisweilen 6eint Lesen, als ob ich vor etwas Heiligeitt die Hände falten müßte. Anfangs nichts als sehnsüchtige Zärtlichkeit. Und dann einmal die schüchterne Klage dazwischen: „Die Tage sind so lang. Du läßt mich so viel allein, früher war das doch nicht so." Die nächsten Briefe. Die Klage wird deutlicher, sie wird -zur Bitte. „Womm Nnc'der, sei gut mit mir. Was hab ich Dir denn getan, daß Du so zu Mir bist?" Und dann — der Druck ist dem- jungen einsamen Ding zu schwer geworden. Aber statt sich zu empören, kommt sie zu ihm in einem rührenden gläubigen Vertrauen: ,/Komm, hilf mir! Sie haben mir da so Häßliches von Dir gesagt. Sie haben mir erzählt, Du hättest eine andere lieb, irgend eine leichtsinnige Person vom Theater. Sogar den Namen wußten sie. „Sei nicht böse, daß ich Tjir das' schreibe, Lieber. Ich glaube ja natürlich kein Wort davon. Ich habe denen, die Dich so verleumdet haben, mein — Dein Haus verboten.- „Aber alles das hat mich doch aufgeregt und unglücklich gemacht. Komm, komm zu mir! Zeig ihnen allen, daß es eine Lüge war. Hilf mir. . ." Es ist mir, als sähe ich das junge, weiße Gesicht beim Schreiben über das Blatt gebeugt. Ein Gesicht, in das das Leben noch nichts hineingeschrieben hat, meinte ich früher. Ja, damals, als die Zeichnung gemacht wurde, war es wohl noch so. Mer später nicht mehr. „Tu sagst mir kein Wort, Du kümmerst Dich nicht um mich," schreibt sie dann noch -einmal, „ist es denn wirklich wahr? Muß ich es glauben? Sag nein, Liebster, komm! Denk an unser Kind. Ich kann ja nicht leben ohne Dich. Ich bete jeden Tag, daß Du kommst." Das Herz tut mir weh, wie ich! die Wjorte lese, ttnbi eine siedeheiße Empörung steigt in mir aus gegen diesen! Menschen, der sie so leiden machte. Und dann aus einmal besinne ich mich. Der Manu ist mein Vater. Was muß in der Seele dieses hilflosen, verzweifelten jungen Weibes vorgegangen sein, bis sie ein paar Monate darauf ihrem Mann mitteilt, daß sie von ihm gegangen' sei. „Du weißt warum." Mir ein-kurzer Zettel, in harten,- trockenen Sätzen äbgefaßk, als ob sis fürchtete, die 'Selbste beherrschuug zu verlieren, wenn sie ein Wort zuviel sagte. Ein letzter Bri.es ist Saint noch da. „Ich kann nicht wieher zu Dir kommen. Verzeihen kann ich Dir, gewiß, denn Du hast wohl nicht recht bedacht, was Du tatest. Wer ich kann Dir nicht wieder vertrauen. „Und auch wegen meines kleinen Mädchens kann ich nicht wieder zu Dir kommen. Das soll lieber feilte« Vater nicht kennen, als Schlechtes von ihm hören und sehen —" Der Brief ist mit ihrem Mädchennamen Anna Dibelius unterzeichnet. Ein paar andere Schriftstücke sind dann noch da. Das Scheidungsdokument. Und Briefe von Bernardi. Briefe voll leidenschaftlicher Empörung, die das Ding schonungslos derb beim rechten Namen nennt. Theaterliebschast. Treubruch. Schmutz- Tas Blut stieg mir beim Lesen glühend in die Stirn, die, Buchstaben flintmerten mir vor den Augen. Wenn ich noch einen Zweifel gehabt hatte, mußten diese Briefe 'mich aufklären. Eine große, brennende Scham lief mir über den Körper. Tas war mein Vater, von dem Set so sprach ! Ich habe, keine Träne geweint. Ich bin ausgestanden und durch die offene Tür in den Warten gegangen. Ich war wie betäubt. Rach und nach besann ich mich. Ich ging wieder herein. Ich wallte nun alles, alles wissen., Es war nicht mehr viel. Ein Jahr später datiert, die schwarzgeränderte Todesanzeige meiner Mutter, „nach kurzer, schwerer Krankheit". Und ein Brief, Pastor Eichdorf unterzeichnet, in dem Herr Professor Weddigen gebeten wird, das Kind der Verstorbenen zu holen, da keine näheren Verwandten vorhanden feien und ihm daher die Sorge für dasselbe.zufalle. Ja, das ist alles'. Schön geordnet^ daß auch nicht ein Beleg, und Dokument fehlt. Ich kann es noch gar nicht fassen. Ich habe ein förmliches Grauen vor der schmalen, schwarzen Mappe, die da Jahre und Fahre stumm und verschlossen im Schreibtisch gelegen hat. Ein paar Handbreit von mir, Tag für Tag! Und ich habe nichts von dem Stück Schicksal darin gewußt Und geahnt und habe so hingelebt in dieser Lüge! Und er — er! Ich begreife das nicht! Er hat neben mir gelebt Und Hat mir ruhig in die Augen, gesehen — und hat dies alles gewußt! Hat es ertragen, daß ich! ihn liebte, ihn verehrte i— einen Menschen verehrte, der ein Lügner und Ehebrecher war! Wie ein toller, entsetzlicher Traum kommt es mir vor! Er war nur ja alles. Das Höchste, was es auf der Welt gab, die einzige Autorität. Was er sagte, nahm ich blind hin wie ein Evangelium! Mutter! Dein kleines Mädchen hast du schützen wollen. Du hast nicht geahnt, daß, es einmal die gleiche bittere Erfahrung machen sollte wie dp! Wer du hattest doch noch etwas, das dich hielt »—f deinen Glauben, deinen Gott! Ich habe den nicht mehr. Er^hat ihn mir weggenom- men, ganz sich,er und systematisch, und sich selbst an seine Stelle gesetzt. Und nun — , Run bin ich ganz bankrott. Was ,habe ich denn noch? Meine Philosophie? Tie Hat er mir ^gegeben. Lch svill sie nicht mehr. . Sein ganzes Leben wir gegenüber ist eine bewußte Lüge gewesen. Jedes Wort, das er sagte, war eine Lüge. Soll ich da noch Vertrauen auf eine Weltanschauung haben, hie mir daher kommt? Vater! Vater! Und wie habe ich dich lieb gehabt! 10. September, Es ist da ein Mann gestorben, dem Tausende und Tausende, dankbar sind für das, was >er ihnen gab. Sein Tod ist ein Ereignis, überall wo seine Sprache gesprochen wird. Sie türmen Kränze auf sein Grab, die alle von Lorbeer sind. Nachrufe über Nachrufe feiern den Toten. Er steht hoch Wer dem durchschnittlichen Menschentum. Und irr denn Haus, aus dem er hinausging, da muh sein Kind, der einzige Mensch, der ihm nah stand, Toten- äericht über diesen Mann halten. Muh ihn fragen, eine harte Frage nach der andern: Was hast du aus meiner Mütter gemacht? Aus der Frau, die dich liebte? Was hast du mit mir, deinem Kind, gemacht, mit meinem blinden, grenzenlosen Vertrauen? Was bist du selbst? Was ist dein eigenes Leben, das denen da draußen so makellos, so groß, so verehrungs> würdig aussieht? Die Daten richten das Leben eines Menschen. Lege in die eine Wagschale das, was du den Tausenden gäbest. > Und auf die andere das, was du deinen nächsten Menschen tatest. Und diese letzte Schale wird ganz tief sinken; denn was auf der andern liegt, ist ja nichts als.Worte, Worte! Was sind aber Worte, denen die »Tat widerspricht? Lügen! 11. September. Ich erschrecke vor meinen eigenen Gedanken. ■ Habe ich denn das Recht, so Wer ihn zu richten? Das Kind über den Vater? Muß ich nicht verzeihen? ■ Ich kann nicht, ich kann nicht. Taß er so handeln kann! DM er so hinleben konnte in Lüge und Feigheit und sich dabei sonnen in meiner blinden Verehrung! Daß ihn die, .Scham nicht innerlich verbrannt hat! > Nein, ich kann ihm nicht nur als Kind dem Vater gegenWerstehen! Ich bin eben kein Kind mehr. Ich sehe als Mensch den Menschen in ihm. Und ich fordere von ihm meine Seele. Wenn das unrecht ist —• , Aber ich weiß ja nicht mehr, was recht und.unrecht ist. Was ich davon weih, ist von ihm. Und sein Recht war Unrecht! 12. September. Ich zermartere mein Gedächtnis. Ich suche nach jedem Wort, scher leisesten Andeutung, die er Wer meine Mutter gemacht hat. Aber alles, was ich finde, ist, daß er ängstzi lich vermied, sie zu erwähnen. Er fürchtete wohl, daß ich nach ihr fragen könnte. Er hatte Angst, vor meinen Augen wie ein ertappter Verbrecher dazustehen! 13. September. Alles, was ich von ihm weiß und mit ihm erlebte, hat mir aus einmal einen anderen Sinn. Ich hörte Onkel Franz noch von ihm reden. „Alle mach- ten sie wunder was aus ihm. Besonders die Weiber Damals habe ich arglos darüber gelacht. Ich denke an die Bekanntschaften, die wir bisweilen aus Reisen machten. Meistens Damen. Sie hörten andächtig aus jedes Wort von ihm!, streuten ihm Weihrauch.» Ich erinnere mich einer österreichischen Gräfin in Ragatz, die ihm kaum von der Seite wich und so süß mit mir war. Er hatte so eine liebenswürdig nachlässige Art, all die Anbetung hinzunehmen. Er genoß es förmlich. Fch war dann so stolz, auf ihn. Ich glaubte, daß sie in ihm nur den großen Dichter verehrten. Statt dessen —i Der Ekel würgt mich plötzlich. Was mag da noch alles gespielt haben, bielleicht dicht neben mir, von dem ich nichts wußte und ahnte? Um Himmels willen, still. Richt weiter denken! (Fortsetzung folgt.) Der Damenstrohhut. Der TaMeustxohhut, dessen Auswahl jetzt im! Frühling ein so wichtiges Geschäft bedeutet, ist in der Geschichte der Mode eine! verhältnismäßig junge Erscheinung, wenn er uns auch heute so unbedingt zum SomMer zu gehören scheint. Bauern und Bauer- innen haben bei ihrer harten Feldarbeit schon im alten Griecheu-- läitb und Rom aus grobem' Stroh geflochtene Hüte getragen', um sich vor deut Sonnenbrand« zu schützen. Aber die vornehmen' Frauen blickten lange mit Verachtung aus die ländliche Kopfbedeckung. Wir hören in der germanischen Geschichte von beit Strohhüten der Franken, die dann die Sachsen übernahmen; einzeln« Landschaften zeichneten sich in ihrer Volkstracht durch besonders merkwürdig geformte Strohhüte aus; so trug man in der Umgegend von Turin breite gewölbte Hüte, dis bei ihrer! Massigen FvrM auch nicht einmal leicht waren, in Piemont un- chöne runde und hohe Strohhauben. Bittore Pisaiw hat einem! einer bäuerischen Heiligen einen solchen riesigen, gemütlich klumpen, das ganze Gesicht beschattenden Strohhut aufgesetzt. Es Mochte erfiNdorifchie Modedamen reizen, diesen als geschmacklos verschrienen Strohungetttzn'en eine aNmütigd und kleidsame ForN zu geben, und so hören wir denn schon im Italien atnb- Spanien! des 16. Jahrhunderts von einigen kühnen Revolutionärinnen!, die dem praktischen Strohhut eine neckische, wenn auch etwas seltsam« Form! geben und ihn sich bei großer Hitze aufstWpeu. t Von Spanien aus geht di« Made des Strohhutes nach Flandern und trifft hier auf einen bereits im VdÄ beliebten Brauch!, so baß sie allmählich auch in den vornehmeren Ständen Anklang findet. 219 Sur Geschichte der Sutter. mäUckM Gegenden des Reiches ist es neuerlich zu einer! Mittgm ^lusemandersetzung über die Butterpreise gekörnten. Um Mes mögliche ist in dieser streitlustigen Welt schon gekämpft >tor- WM, dvch Niemals, soweit sich zurückdeuken läßt, um1 Butter. In .Ein Beweis für die Neuheit Uttbi düs Anffehen, das diese 'kleidsame Hntform erregte, ist das berühmte „Der Strohhut" genannte Bildnis von Rubens, der mit Entzücken die goldigen Töne desoUecht- Werfes malte. Dioch bleibt der Strohhut inrMer noch eine aus- wntuschie Kvpfbedechmg, das Sinnbild ländlicher Freuden,. die LreWngstracht der Schäferin. Stvohhut nennt ein „deutsches Fraueiizim'merlexikvn" troinl Anfang des 18. Jahrhunderts „einen vvn, schwartzgefarbtöm Stroh zusamMengeslochteuen und hvch- acthürmten Huth, den das FmuenzimNter biÄdeÄm zur Somiuers- Zeit oitf dem Kopffe zu tragen pflegdt, um! selbigen wird eine Pievleu-Schnure oder anderer SchMUck geleget." Damen, die den Stvohhut trugen, erschienen Ms in einer allerliebsten sentimentalen -Maskerade, und diese Maskerade der Rückkehr zur Natur, der Freude am Hirten- und Bauernleben Mußte erst zirr Mode werden, um den Stvohhut natürlich und selbverstäudlich erscheinen zu Lassen. Die Stimmung des Rokokos triumphiert in dieser säßen Hmgabe an das Natürliche, in der Schwärmerei für das Landleben; die Schäferin wird zur Beherrscherin des Salons, ja zur Wirklichen Herrscherin. Ludwig XV. begegnet auf seinen Spaziergängen im Wald Won Senart des öfteren einer reizenden jungen' Frau, in ein zärülichies Rosa und Blau gekleidet, unter einem großen, Wit, Feldblunchn uiuivundenen Stvohhut lieblich hervor- kächelnd. Die Hirtin, die aus dem Rahmen eines Walteanschen Bildes hierausgetreten zu sein scheint. Wirb die Geliebte des Königs Und als Madame de Pionipadour die Tonangeberin der Mode. Als ,/schöne Gärtnerin" hat sie sich in dem verführerischen Reiz ihres Stvohhutes Malen lassen, der sich in weichen Linien um! das gepuderte Haar schmiegt. Mm erst Wird auch der Verfertigung des Strahhutes die größte Aufmerksamkeit zugeWendet. Bis dahin Waren die Huje ans grobem und schwerem' Strotz geflachten. Nun entwickelt sich eine ganze Industrie, die aus dem leichten, feinen italienischen Stroh die zartesten und leichtesten Gebilde formt. Hüte ä la Bäuerin, Hirtin, Milchmädchen, ja Kuhi- und Schafhiite erregen das Entzücken der wornehmen Damen. Tie junge Herzogin von Bourbon ist sogar von den Strohhüten so entzückt, daß sie sie durchaus auch im Januar tragen muß. Eine geniale Schöpferin neuer Modelle ersteht in Rose Berlin, bet berühmten Putzmacherin und „Ministers' der Mode", die die Freundschaft der Marie Antoinette genießt und in deren Vor-- zimter die Damen der höchsten Mistokratie Marten. Tie Berlin hatte fite die Du Barry einen vielbesprochenen Stvohhut „Jockey" entworfen aus gelbem, weißuMhandeten Stroh mit drei Federn Und einem Reiher. Marie Antoinette War in Stvohhüte beson-- Ners verliebt, da sie ihren schäferlichen Saunen entgegenkam. Die durch die Steuer arg verteuerten Strv-tzhüte ton Toskana Waren der SehnsuchtstraiNM der Bürgerinnen und der jungen Mädchen. Ta sie nämlich! als auffallend und Whn galten, so durften sie nur ton. Verheirateten Frauen getragen Werben, ein Grund mehr, um brennende Begier nach ihnen zu erwecken. In London erregte her erste Fliorentiner Hut einen Straßenauflauf und seine Trägerin mußte sich/ ton einer erregten Menge Verfolgt, schleunigst flüchten. Nber bald wird der Strotzhut auch' in England allgemein Mode Und umrahmt auf den Bildern von Reynolds und Gainsborvugh in farbiger Anmut die Gesichter englischer Schönen, ihren lelr- haften Teint in einem -arten.Schatten badend. Während die Revolution den Strotzhut etwas zurückdrängt, erscheint in der Mode- vrgie des Tirektoires die Weitvorgeschobens Schute als LiebliugK- Lipfbedeckung und nun iverden dem Stvohhut die kleidsamen breiten Samtbänder hinzugefügt, !die sich lieblich uNG Kinn schmiegen, Uber nach der strengen Mode um' den MrM gebunden werden, so haß sie Wie !der Henkel des als Korb herabhängenddu Hutes xr- schennn, was datels besonders' schick und stimMnugstoll erschien. Erne kurze Zeit scheint der bunte Papierhut mit dem Stvohhut W Wetteifern, aber die schwärmerische Romantik liebt wieher vor Meist die ländliche und sentimentale Stimmung, die vom Stwhhut ausgeht. .Verlockend ist auch für die Modedame der unter steigende Preis der guten Florentiner Hüte, die mit der höchsten Sorgfalt und Eleganz hergestellt sind und die schon ums Jahr 1825 bis zu 2000 Franks kosten. Neben das italienische Stroh tritt bald darauf das Reisstroh, das sich zur Verarbeitung für Hüte besvtsters gut eignet. Auf dem leichten Flechtwdrk wiegen sich bunte Federn, schwere Schleifen; die Äindebänder des Hutes Werden in verschiedenen Farben hergestellt, %■ B. das eine gelb, das andere lila, die Li-Miirgsfarben der Jeit. Um 1830 entdeckt man die feine Zusamltenstellmig durchsichtig zarter Spitzen Mit dem durchbrochenen FlechtWerk der Hüte. Freilich artet auch »ic Schmückung immer mehr aus und beschwert die duftige Form Mrt einer Ueberfülle von Reihern, Federn und Früchten. Nach 1850 tret en die ersten amerikanischen Stvohhüte auf, unter denen zunächst die von Kuba berühmt sind, während dann der Panama- Wit die vollendete Schönheit des Stwhgeflechts bringt. Tie Kaiserin Eugeuie ist eine begeisterte Verehrerin des Stvohhutes und ge- Mnnt ihm all lenes Raffinement der Eleganz ab, uM dessent-- Mllm auch heute upch schöne Frauen den Stvohhut lieben. der ganzen griechiMn und römischen Geschichte, im ganzen Gvotch EurtiuS, und Mmninsen findet sich nicht die Spur ton eineM Butterkriege!, höchstens solche eines mit Heldenmut geführten Krieges um Hamtel und Ziegen. UeberhaUpt ist es sehr fraglich, ob den Alten Butter bekannt wär, zumal sie ihre Speisen mit Del zu fetten beliebten — eine geschmackliche Besonderheit, die den fiitfc Men Völkern zum Entsetzen der Nordländer bis auf den heutigen Aag eigentümlich, geblieben ist. Nur die Araber sollen große! Butter'liebhaüer sein; ob sich jedoch diese Liebhaberei wirklich aus reute Kuhbutter und nicht auf Kamel- und Stutenbutter erstreckt, muß dahingestellt bleiben. Die Forschung hat mit Scharfsinn und Gelehrsamkeit sest- gestellß daß echte Naturbutter zuerst dort hergestellt Würbe, wo viele Kühe waren. Demgemäß schließt sie, daß die -Griechen, Mts sie gebuttert haben, die Kenntnis des Butterns von den Skythen, Thrakern und Phrygiern, die Römer aber von den @etn Manen erlangt haben. Diese geistreiche Hypothese, so ehrentoll fite unsere Vorfahren, Mßt sich leider aus den Michern des «Tacitus und der anderen römischen Autoren, die über Germanien handeln, nicht fest begründen; sie berichten w!ohl, daß unsere Ahnen stark «ist Bier, Lendenbraten ton Auewchsen, Eberköpfen, Speck und anderen kräftigen Delikatessen gewesen seien, aber sie schweigen die Sutten tot. Fast scheint es, als ob dem germanischen Gaumen Butter,$ul Weichlich und fade gewesen sei. Sogar in den ersten Jahrhunderten des Mittelalters muß es mit der Butter noch schwach bestellt gewesen fein, denn nichts wird zu ihrem Ruhme verkündet. Nur läßt sich mit Bestimmtheit toraussetzen, daß sie zahlreiche Liebhaber hinter den Klostermauern gefunden hat. Reden die Gläubigen der griechischen Kirche jetzt von der fogenannten „Butterwoche", einer den Wirklichen Fasten vor,ausgehenden Art Halbfasten, in der nut noch Milchspeisen und Eier genossen werden dürfen, so ist das ein Moderner Ausdruck, denn die ButterWoche, russisch müßleniza toll istaßlo, die Butter, hieß, früher nach dem griechischen tyrvphagos „Käsewvche". Also von der ButterWoche ist kein Schluß aus bat früheren Genuß der .Butter zu ziehen. Ms dem 14. Jahr-> hundert ist noch- ein handschriftliches deutsches Kochbuch vorhanden, dessen Ueberjchrift tautet: > ,/Dies Buch sagt ton guter Speise, Das macht die nnverrichtigen Köche weife." Aber das Wort „Butter" sucht man unter den kulinarischen! Fürchterlichkeiten dieses Buches vergebens. Bezeichnend ist auch, daß in den mittelalterlichen Städten unter dem Namen der Plätz« zunächst der „Milchmarkt" und -erst später der „Buttermarkt" auf- taucht; nicht minder, daß in bat Rechnungen für die entsetzliche-N Gastereien, die der Rat zu Nürnberg während des Karnevals 1496 dem Markgrafen Friedrich von Ansbach und anderen Fürstliche feiten gab, die Ausgabe für Butter fehlt, vbitohl alle geliefert^ Nahrnngs- und Genußmittel genau spezifiziert sind, daruniep auch 1002 Pfund Schmalz, das Pfund zu acht Pfennig. Möglich, daß ein Teil dieses Schmalzes mit Mitter identisch ist, denn in! spätmittelalterlichen Polizeiverorbnungen ist öfter von „Milch, schmalz" die Rede. Der gelehrte Erasmus ton Rotterdam, der über Küch!e, Keller und Wirtshaus sehr hübsch in elegantem Latein zu plaudern weiß, ignoriert die Butter, nicht aber den duftenden! lebendigen Wse. Später, in der zweiten Hälfte' des 16. Jahm Hunderts, redet der edle Hans von Schcheinichen ton „Butter-, schmalz"- Sein Bericht über die Hochzeit des böhmischen Edel-, Mannes Wilhelm von Rosenberg zählt wahre Chimborassos aller Möglichen Fressalien auf; — an Butterschmalz allein wurdest 117 Beutner verbraucht. IN den ältesten gedruckten Kochbüchern findet sich die Buitetr vereinzelt angeführt. Seit dem 17. Jahrhundert, Wo sie auch schon in Gebichten vor kommt — hat sie dann im feineren Haushalt mehr und mehr 'Aufnahme gefunden. M Stelle der Morgensuppei treten schon in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in den! reicheren Familien Tee, Kaffee und Kakao mit feinem Gebäck und Butter, an dem zWeiten Frühstück, das der Deutschje Martin ZeilleU in seinem „Fidus Achates" noch um die» Mitte des 17. Jahrhunderts als eine weise französische Einrichtung preist, findet'allmählich auch! der Sohu Germaniens Geschmack, das trockene Mot weicht mit dem wachsenden Wohlstände dem Butterbrot oder „Bvtcrham", und heute erscheint derjenige, der sein Brot ohne Butter essen muß, im höchsten Grade bejammernswert, obwohl' unsere Altvordern Sbei der Stulle ohne Butter recht Wohl befunden haben. Der! tterfrieg wird hoffentlich die Erkenntnis fördern, daß Krieg auf beiden Seiten wirtschaftliche Wunden schlägt, und daß. am besten gebuttert Wirb, wenn der goldene Friede lacht. O. K, vermischter. * Der Gassenhauer. Der Joachimstaler Pfarrer JiA Hann Mathesius sagt in seinen Predigten über Sirachj (I 52) toM Jahre 1586: „Wer aber Mit leichtfertigen Buben und gässeni- tyaWerit, welchie nichts als .deß, abends auff der gaffen schreyenl Und plöcken können, umbgehet, der Muß hernach bem Mittel zum Tvmptze (= Gefängnis) folgen." Sind das Gassenhauer in niv- seremi Sinne, ihrem Kunstwerte nach zumeist tiefftebenbe Sieber? Wein, es sind überhaupt keine Lieder, sondern junge, leichtlebige Seute, die auf den Gassen hauen, d. h. — in einer der ältevest Bedeutungen des Wortes — uucher'laasen. Tas ist die Grundbedeutung des Ausdrucks. IN einer zweiten Bedeutung begegnet. 220 uns sodann der ÄassenWuer äks Sieb, und ä-'tohr, wie es schesikt, lass Liebeslied, insonderheit als Ständchen, bei beni der Ort der HmiWung ebenfalls die Gasse ist. Sie ist und bleibt das Wesentliche im Worte. Allein.so niedrig tote heutzutage stand der Begriff in älterer Zeit nicht. Als Hans Sachs int Jahrs 1567 den Vorrat seiner Lieder itqchfah, fand er auch Psaline und ander kirchengsäng-, auch verendert geistliche lieber, auch gassen'häwer hin und wider. Nichts Verächtliches liegt in dein Worte, das hier lediglich das weltliche Lied int Gegensätze zu in geistlichen zn bezeichnen scheint. Ja, noch Bürger schreibt int Deutschen Museum! (1776): „Mein Ohr hat öfters in der Abenddämmerung dem! Zauberschalle der Balladeu und Gassenhauer unter den Linden der Dörfer, auf der Bleiche und in den Spinnsllüben gelauscht." Damit sind auch Nicht Gassenhauer in unsereur Sinne gemeint, wohl aber wahrscheinlich tveltlich-üppige Lieder, tote sie besonders in den Spimr- stuben beliebt waren. Dieselbe Bedeutung hat das Wort in den mancherlei alten Sammilungen bioit „Gassenhauern und Reuterliedern". Zu dritt erscheint das Wort in der dem Liede Nahe verwandten Bedentintg Tanz, der nach altertümlicher Sitte iebenfalls häufig auf der Straße (Gasse) stattfand. Sv wird im GiniplicissnuNs (1669) ein „trollichtcr Gassenhauer ausgemacht". Mllein aitch in dieser Bedeutung liegt von Hans atis noch nicht der verächtliche Siitii, den das Wort heute hat, sonst würde Pam'philus in des Herzogs Heinrich Julius Dramä von „Buhler jund Buhlerin" bei dem seiner Geliebten zu bringenden Ständchen £[. 1) den Spielleuten nicht zurufen: „O gNt Gesellen, seid stig und utacht einen hübschen Gassenhauer!" Daß cs' auch be- soudere Arten von Gassenhauern gab, bekundet Christian Reuters SchelinNffsky (1696), der sich von den Spielleuten den „Leipziger Gassenhauer anfstreichien" läßt. In dec Folgezeit überwog das 'Niedrig-Verächtliche imNker mehr in deut Worte; es wär trotz Bürger bereits allgemein herrschend, als Wieland in seinem- Aga-- Lhv» (10,7) schrieb: „Während die politischen Müßiggänger sich darüber zanken werden —-----, wird der Pöbel ein Paar Flüche wischen den Zähnen ntnrm'eTn, seine Gassenhauer aNstimN'.en und /— bezahlen." Sohns. * Wer Froschkeu l e n verspeist, sollte daran denken, daß sie allermeist nur in grausamster Weise gewonnen werden. So lange dies üblich ist, sollte man das Froschkeulenessen meiden. Wollte jemmtb aus einem lebenden Ochsen sich daS saftigste Stück herausschneideit und das Tier wieder laufen lassen, so würde man diesen Menschen für einen grausamen Ticrschinder erklären. Ist es aber hinsichtlich der armen Frösche anders, da ihnen bei lebendigem Leibe die Scheitkel abgeschnrtteu oder ans- Uerissen werden, nitb man die verstümmelten, zappelndeu Wesen Loh ihrem Schicksal überläßt? Wenn mehrere derartige. Unmenschen Nebeneinander „gearbeitet" haben, so erscheint der Rand des be- treffeuden Tümpels gaitz mit einer zappelitden, schleimig blutigeit Masse jämmerlich verwundeter Frösche überzogen, denen zum Teil auch die Gedärme heranshäugen. Sechs bis sieben Stunden lang wenden und drehen sich mm die Tiere oder sie kriechen verschmachtend int heißen Sonnenbrände umher. Wohl öffnet sich ihr Mund, der vor kurzem noch vergnügt sein „Quak guak" pernchmen ließ, aber er ist nunmehr nicht imstande, auch nur einen Laut von sich zu geben. Den gefühlloseic Froschfänger kümmert das wenig, sondern unermüdlich in seinem verachtungswerten Geschäfte zieht er vo>r Tümpel zu Tümpel, von Sumpf zu Sumpf, bis er sie alle ausgeplüildert und den Tagelohn ver- bteilt hat. Größtenteils sind es halberwachsene Leute, leider werden auch Kinder dazu heraugezogeu. Solche. Menschen schrecken schließlich auch vor der Marter größerer, höher entwickelter Tiere nicht mehr zurück und vom Tierguälcr zum Verbrecher am Menschen ist nur ein Schritt. Staat und Elternhaus, Kirche und Schule müssen diesem gräßlichen Mißbrauch der Frösche scharf entgegen» treten. Und jeder einzelne Verbraucher kann es gleichfalls tun, indem er keine Froschkeulen kauft. Die Frösche sind für uns sehr nützliche Tiere, genau so nützlich wie die Vögel, weil sie ebenso wie jene eine große Menge von Larven und Insekten verzehren. Vertilgt man recht viel Frösche, so gibt es z. B. zahllose Mücken mehr. Von Staats wegen sollte eine Schonzeit für Frösche von 1. (Februar bis 1. Juli eingeführt und jedes Abschneiden der Froschkeulen vor Tötung des Tieres streng bestraft werden. * Gläserne Häuser. In Pitts'burg wird mim in kurzer Zeit voraussichtlich den Bau eines seltsamen Hauses verfolgen! können, das nach der Meinung des Bauherrn berufen sein soll, die moderne Hausarchitektur vol'lkonimen zu ändern: denn dies peue lHaus wird ganz und gar aus Mas gebaut. „In zehn Jahren," sv versichert Roger S. Peäse, der einer der ältesten Glasfabrikanten Amerikas ist, „werden viele' Leute in Amerika gläserne' Häuser bauen, die au Dauerhaftigkeit, Schönheit und in hygienischer Beziehung die Steinhäuser bei weitem übertreffen und zugleich viel geringere Erhaltungskost«» 'verursachen wie die Häuser, die jetzt gebaut werden." Vom Keller bis jutit Dache soll das Haus des Mr. Paas« jaus Glas gebaut fein. Ti« Glasindustrie ist imstande, Glas in allein Stärken tritt» in äklest FarbschattieruNgÄst zu liefern; die Arbeit des Malers und des Däpezrers wird über- flüssig, selbst die Dachziegel sind ans Glas gearbeitet und bieteii gegen Hitze einen wirksameren Schütz als jede andere Dachvev, kleidung. Zugleich sind die! neuen Glashäuser feuersicher, Vor Feuchtigkeit gefeit. Für die Mauern wird selbstverständlich im- durchsichtiges Glas verwendet, das in jeder Farbtönung hergestellt werden kann. Das Wichtig« an dem neuen Wan aber ist der Umstand, daß Pease versichert, daß sein Haus ihn auf diese Weise bedeutend weniger kosten würde tote ein Steinhaus, von) den Nachteilen der Steinarchitektur ganz abgesehen. Denn das Glas zu Bauten kann anßxryrdöntlich billig hergestellt werden und darin liegt zrach Ansicht des neuen Glasbauherru auch die Gewähr dafür, daß die gläsernen Häuser schnell populär werden müssen. * Abgewinkt. „Dürfen wir Ihnen morgen abend ein Ständchen bringen, liebes Fräulein?" — „Morgen abend soll es mir recht fein — da bin ich nicht zu Haus." Ans dem Nachlaß Wilhelm Holzamers. Bei Egon Fleische! in Berlin erscheinen unter dem Titel „In hellen Halten" Gedichte ans dem Nachlasse Wilheliu Holz-- amers, denen weitere Veröffenttichmigen auS dem Nachlaß — u. a. der Lebensroman in drei Büchern: „Der Entaleiste" — folgen sollen. — Wir entnehmen daraus das folgende Gedicht: Des lieben Herrgotts heilige Hand. Des lieben Herrgotts heilige Hand Streicht über die schlafende Erde, Zn neuem Morgen ruft das Land Sein wundertätiges Werde! Sein feiner Finger zärtlich weckt Tas leise nickende Gräschen — ■ Die Hangenden Ohren lanichenb reckt Im grünen Klee ein Häschen. Weit über die Berge fährt seine Hand Und über des Waldes Kronen Und folgt des Flusses gewundenem Band, Au dem die Menschen wohnen. Und leise, wie sie sich senkt und hebt, Schafft sie dem Tage das Leben, Und ordnet, wie sie steigt und schwebt, Der Dämmer verworrenes Weben. In Licht und Sonne dann träumt daS Land Jus Zeiten- und Grenzenlose. Des lieben Herrgotts gewaltige Hand Ruht beglänzt ihm im Schoße. Vüchertlsch. — Fr au en-Zukunft, ein« Monatsschrift, hera'us- g eg eben von Gabriel von Lieber, Meta Hammerschlag, .Haus Dorn (Frauenverlag München und Leipzig). Aus dem Inhalt des ersten Heftes verdient besondere Beachtung ein Aufsatz von! Ta. Oskar Eivüld (Wien) über „Tas Weib in Kunst und Weltanschauung", in dem dse gegensätzliche Stellung der Künstlet und Philosophen zum Weib« dargelegt tollt b. Dr. Leon Zeitlin fordert in einem Aufsätze „Die soziale Frage — eine Frauenfrage", daß die Frauen, die als Käuferinnen dm Haupteinfluß auf den Verbrauch ausüben, zweckentsprechend erzogen und ausgebildet werben. Gleichzeitig begsimt ein Roman Bernhard Keller- Mmcns, „Das Meer". Die Zeitschrift bringt u. a. noch Aufsätze von Professor Dr. Ludwig Stein, Professor Dr. Robert Michels (Turin), Dr. Max Kemmerich, Minna Cauvr, Samuel Lublinski. — Das Eigenheim des Mittelstandes. Ratgeber für Bau loder Kauf eines eigenen Hauses mit Garten. Mit übev 350 Ansichten und Grundrissen von Einsam ilieu- und Doppelhäusern uebsh Angabe der Baukosten. Westdeutsche Verlagsgeftll- schaft m. b. H. in Wiesbaden 35. Wer bauen lassen oder selbst Plärre entwerfen will, fall sich an Hand guter Musterbeispiels ein Baupvogram'nr aufsts'llen. Eine Gelegenheit dazu bietet dieses Buch, das Ansichten und Pläne für Eigenhäuser in allen Größm und Preislagen enthält. Der Tert ist lehrreich und praktisch, die Hausbeispiele gut gewählt. Geographisches Berschiebräisel. Hamburg — Leipzig — Berlin — Bnbadest — Wien — Detmold — Eisleben — Breslau — Preßburg — Riga. Vorstehende Namen sollen derart untereinander geschoben werben, daß eine Buchstabenreihe, von oben nach unten gelesen, den Namen einer deutschen Universitätsstadt ergiebt. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Lvgogriphs in voriger Nummer: Sense, Senf. Redaktion: K. Ne ur a th. - Rotationsdruck und Verlag der Bruhl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießem