Donnerstag den 8. September B Jmi ii'PSäSÄ'- RMM- 3 Jh UWM OMLA Das schlafende Heer. Roman von Clara Vie big. (Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Valentin 'hatte sich abgewendet. Mit gepreßter Stimme stieß er heraus: „Arbeite du, arbeite du weiter, ich komme gleich wieder," und rannte davon ins Feld hinaus. Und rannte so weit, bis ihn das Mädchen nicht mehr sehen konnte, nicht der Vater, niemand, und warf sich hin, so lang wie er war, an den blumigen Rain, schloß die .Hände zu "krampfhaften Fäusten niu die fetten Stengel zweier großer Maßlieben und weinte. Eine dumpfe Schmerz- ahnnng lastete schwer auf ihm. Er schluchzte wie ein -Knabe ins grüne Gras nnd konnte lange nicht zu sich kommen. Und als er endlich aufstand vom Rain,, war er so mürb und zerschlagen, als hätte er Jahr und Tag auf Steinen gelegen, auf lauter Steinen. Zur Michalina zurück mochte er nicht — sollte er sich auslachen lassen von der? Die war immer so fröhlich, tvas wußte die von tiefem Leid?! Sollte er sich vor dem Vater zeigen mit verweintem Gesicht? Rein, lieber ging er heim, recht leise, daß Stasia ihn nicht merkte, und legte sich in der Schlafkammer aufs Bett, denn ihm war >vie krank. Und als er nun ganz verstohlen in sein Haus schlich,- in dern er so leise anftrat, als wäre es gar nicht das seine, hörte er Plötzlich durch die mittägliche Stille, durchs verzauberte „Sumsum" schläfriger Fliegen ein leises Gekicher. Und daun ein Geflüster. Wer lvar denn drinnen?! Saß Stasia ganz allein in der um diese Zeit immer leeren Schenkstube und lachte sich eins? Oder wer war bei ihr? Nun, gleichviel, wer es auch sein mochte! Gleichgültig, müde, wollte er an der Tür vorbeischleicheu. Halt! Nun stutzte er doch auf einmal, und der trübselige, matte Blick seines Auges funkelte auf in Zorn: das war des polnischen Inspektors Stimme! War der jetzt nicht draußen auf dem Felde? Saß der schou wieder drinnen und noch dazu allein bei ihr? Und wie eifrig sie sich erzählten! Hurtig ging das Gespräch, aber so viel polnisch konnte er jetzt doch, um wenigstens den Sinn zu verstehen. Sie sprachen von der Wahlversammlung, die heut abend hier abgehalten werden sollte. Der Name des Niein- czycers fiel, da fuhr der Lauscher zusammen, so hart lachte Stasia plötzlich auf. Und der Inspektor fluchte und schlug auf den Tisch: „Der deutsche Huud, niemals, niemals!" Und dann wurde das Gespräch gleise, so tuschelnd, das; er nichts mehr verstand, bis er Stasia sagen hörte: „Ach Unsinn, der wird ja nie gewählt! Das wird der Herr Vikar schon nicht leiden!" Jetzt lachte auch der Inspektor auf: „Düs wäre auch, der Hetzer, der Zuträger, der alberne Schwätzer, der — Niemiec! Psia kreiv! Warte mein Bürschchen, du wirst schon kriegen, was dir gebührt!" Pfui, der gemeine Polack! In Valentins ehrlichem Gesicht zeigte sich Entrüstung: wahrhaftig, das hatte sich der Herr Rittmeister doch nicht verdient! Aber dann machte die Entrüstung, die ihm das Blut in die Wangen getrieben hatte, einer jähen Blässe Platz — er hatte plötzlich den eignen Namen gehört. ■ ' „Ach, der Walenty", sagte Stasia hell, recht leicht hin, wie abfällig, „was der sagt!" Obgleich Valentin draußen stand, glaubte er doch, sie mit deu Fingern schnippen zu sehen. „Was glaubst du wohl, mein Lieber, als ob man auf den hörteHaha, so ein Schwabb!" Sie lachte laut auf, und der Jigpektor lachte mit ihr. Valentin zitterte: Jesus, wie sprach sie verächtlich! Und nun das spöttische Lachen — das Lachen! Sie hörten gar nicht auf damit. Und „du" nannte sie ihn, und „mein Lieber"! Herr im Himmel, Herr im Himmel, was war das?! Des jungen Ehemanns Gesicht verzerrte sich: lachten sie ihn aus? Ja, sie lachten ihn aus mitsammen! Das ertrage ein andrer! Deutsche Fäuste wollte er ihn kennen lehren, deu poläckischeu Schweinigel! Wut, Eifersucht, Zorn, Scham, Haß übermannten Valentin; die Tür aufreißend, stürzte er in die Schenkstube. Da saßen Pan Szulc und die junge Frau recht gemütlich nebeneinander auf der Bank hinterm Tisch, und Stasia paffte mit von des Inspektors Zigaretten. Ein beißender, widerlich süßlicher Qualm erfüllte die ganze Stube. Stasia hatte hell aufgeschrieu, als ihr Mann so mit Gekrach hereinplatzte, aber nun hatte sie sich schnell gefaßt. Sie setzte sich ruhig wieder nieder auf die Bank, von der sie im ersten Schreck der Ueberraschung aufgesprungen war; dreist sah sie ihn an, nur am leichten Schielen ihrer schmalen, iveichgraueu Augensterne konnte mau merken, daß sie erregt war. Schwer atmend stand Valentin ihr gegenüber am Tisch; er rang nach Worten. Da kam sie ihm schnell zuvor: „Walenty, mein Lieber, spektakle nicht so! Hab' ich mich erschrocken! Man meint ja, die Tür füllt ein. Was willst du?" „Ich — ich — —" Die Fäuste auf die Tischplatte stemmend nnd sich nach Pan Szulc hinüberbeugend, ächzte er: „Heraus, heraus! Will de wohl gleich machen, dat de hier herauskömmt!" „Was sagt er? Er ist wohl verrückt?" sagte Pau Szulc und stieß die neben ihm Sitzende an. „Was sagt er, ich verstehe ihn nicht!" „Ich will dich wohl deutsch verstehen lernen, du po- lack'scher Schweinigel," schrie Valentin. Seine Rechte reckte sich über den Tisch weg nach dem Kragen des Verhaßten. Stasia kreischte laut aus. Sie wollte ihren Mann zurück- reißett, aber schon war Pan Szulc ailfgesprungen. Die Zähne zusammenbeißend, totenblaß, stand Valentin und erwartete den Gegner. Aber er wartete vergebens. 558 — »LÄH^LEWUS iI)U Ar Szulc war fort. Wrttbebeud kchrw sich Baldur ¥?Helt'Mt3W8&ßU’Slöstet wand ihr den Zipfel eirr s L Lerrrockes aus U Händen nicht ö^be W 1 Es tat ihr weh, sie sah chn an mtt bofen^Augva. weis? nicht, warum du so böse tust i <öte uoe^ > leate'Ä, daß es wohl das Klügste ser, ernzulen w Nnd dann - so hatte sie ihn noch nie gesehen, so gestel er^rhr, sich dabei wiegend wie ein- Buchsteh-, d.e aus >h.en «er liche» B-iuche» wippt, gmg sie ,ur Tu., n*ut) ! 1 |i£ ’g'KÄÄ Mi. der Stube, bi- etsiiNt wu- «fSÄ’-'S U »«" dich" ??' 8°/M°st° w-er. kein »HÄi Richt UNI Polnischs !sne, mit den (glichen »9en unb be.n P«*“ ftPÄ; Ä» fo H?b', »hrhgstig. so W b'& ffffg-ff di-1-ffn w. U *nt= aus 1U &»taf«- bis es vorn Turm Feierabend läutete &WSi SÄ.fc Herr von Niemczhce wurde erne Rede halten Ta y ep /» hie Tiicbe beiseite rucken und Platz schaffen uno -oree । gläftr bereit stellen und frischen Sand auf die Drelen streuen. Wffffu^geworstn worden in -«-^ns-^uud gi«8e »”f f*°"b MM den Rittergutsbesitzer Hanns-Martin von Doleschal! „ am Ansiedlungskrug au der Haustür, hing auch -in g-L-S b-Ng»» d-- «°»di Wn sichtbar *tffe;ä3ar)Icelfa,„„lluy6! Ansprache des einzigen Kandidaten aller n a tiori a len, st aats er h altend en Parteien, des Rittergutsbesitzers B a r o n v o n Doleschal auf Deutschau. Deutsche Männer, Ansiedler von Augenweide, kommt alle! , m «..saug 8 iihr. 96110,19 = Einen Blick des Bedauerns warf Michalina auf ihre , Z.fetett pfenster. Da hatte man auch solch gelbe -°nu°. daß -in-r... drr -GKWMZRM WW-Z^WLS? persönlich geärgert. ) > Sffi- oL hatte 'wie sie schon manchesmal getan hatte, um i nach'vwleu'i Len Run, heute wurde er nicht pochen, ?cetn, MRMGWB ßWWL-MOM ihr ^nmg . seiche zu dir, mein Liebchen, | ganz acht mich, . höre, ach leider, ment Liebchen verlacht mich!" I WniSHefe Leiden"hätteii sich pü»^11^ eing I Deutsche Männer, kommt alle ?! , 1" Langsam kamen endlich welche an, enter «ach deut ILSÄLMSS-L-» ^M-S,GGWMDW MWMMOUS sich Stas.a von Kuch. her, s gt. s 1 xommt nid) ...ehr (einige nwigen. «# " Hta ... iitni. Wann. O ä MSE^^WrsWK ©tafia pit - ä“Xnft?! „Statt«, Stasia!" Baten- 'A)°« m,ch w ®et »«"“ lein «ort daraus, siumu. ging er ... LbS stahlen. (Fortsetzung folgt.) Die Herbstmode. Von Cyprienne, ten sich um ihn. t Er bemerkte nicht, daß im Hintergrund ewige Gestalten, die sich vorsichtig hinter den breiten Rücken der Vordermänner gedeckt gehalten hatten, sich jetzt leise hinaus- Unter den neuen Modestoffen für ganze Kostüme dominieren starke, haarige Köpergewebc - Cheviots, Diagonals-' Ä? usw. — in braunen Tönen, papierblau, bleu eheste, pfauenblau, marengo, erdbeer-, rost-, kupfer--, sultan- und tulpenrot, uial-< venlila, rotviolett, steingran sowie in grau-grnnlicyen Schattierungen, ferner weiches Tuch von stumpfer Oberfläche in den gleichen Farben, englische Stoffe m gestreifter, schotti'ckM, zweifarbig karierter, gewürfelter und netzartiger Musterung, ganz- । dicke graue und bräunliche Loden, Seidenkaschinirs und Popelines. I Die beiden letzteren, die vorzugsweise tn dunklem, goldigem Grün, - bläulichem Violett und rötlichen Nuancen ,vorhanden W-d, dienert - I mehr für Repräsentationsgelegenheiten, Fiye o clocks usw. Die I sich ihnen einenden Umhüllen werden auch langer Fonfcftioniert I als die der gewöhnlichen Pronienadenkleider Sehr schön wm: em I dunkelgrünes Popelinckostüm von ausgesprochenem Auener Schich das sich aus schlankem Faltenrock und dreiviertellangem Menen! I Paletot mit Millefleur-Seidenfutter kombinierte Minne Sciden- tresscn in der Grundfarbe, die zweimal den Rock umliefen, wärest Io scharf eingeplättet, daß sie wie cmgewcbt aussahen; auf dem Paletot rahmten sie die langen schmalen Revers, die beiden seitlichen Tascben, die Aermelumschlage und die geschlitzten «eitenteila ein Ein "Anzug aus Seidenkaschmir m einem eigentümlichen aelblichen Rot, der, abgesehen von der sich vorn osinenden, Mit Passementerieknöpfen und -schlingen zurückgekndpsten vustenpasse und dem Devant ebenfalls tu Plisseefaltcn geordnet war, erhielt sein besonderes Cachet durch die geflochtenen Sc,denpaslcmentcrlc- schnüre, welche sämtlich« Nähte der offenen Jacke begrenzten und unten allemal in einem Bündel Quasten endigten. Tiescr Um- hülle fehlten die Revers gänzlich, dagegen waren ihr an den beldeir vorderen Rändern von oben bis, unten große Passemcntericknopfe, aufgcnäht. Entgegen dem herrschenden Geschmack, hatte man sie nicht mit abstechender, sondern mit gleichfalls roter, damaszurtep Seide gefüttert. Zwei andere Kostüme zeigten wieder ans den ersten Blick ihre Herkunft von jenseits des Rheins., Ter Rock des einen bestand aus violettem Tuch, das man unten ui Volants und U en eingereiht hatte, darüber fiel eine abgepaßte Draperie aus violettem Foulard mit weißpunktiertem Spiegel und breiter igyrte ,deren unterer Teil einfarbig violett und deren oberer! mit großen weißen Nullen gemustert erschien Sie war an beiden Seiten mit riesigen violetten Sammetrosettcn zusammengerasft/ 1ltn AUmnrfa nau diesen spitze Zipfel zu bilden; das ihr angeschnittene Blusenleibchen hatte großgemusterte SchoVpcnärmA und einen seinvunktiertcn Körper, den meiste Solspitzen labotaitig uvcr^ rieselten Ein Paletot aus violettem Tuch, Mit FoulardreverZ und harmonierendem Gürtel vervollständigte die Toilette. Dw zweite vorerwähnte machte vermöge ihrer Zusammenstellung «iuj EiMtÄFSS feüSiinifi dem Rock und Jackett eingchefte cm. blaulila Seidenteilen, die cremgelbe Spachtelspitzen uberlcgwn und rote Passepoils einrahmten, sowie dunkler getönten grauen ,ve de - gälons, zncrst einen in koloristischer Hinsicht geradezu sinnlosen Kenner der Mode haben uns oftmals versichert, daß sie int | .Herbst selten eine ausgeprägte Physiognomie zeig«. Nicht umsonst, sagen sie, spricht man von ihr als einer Uebergangssaison, denn alle die neuen Schöpfungen in Seide, Saminet, Pelz, Spitzen, Federn und Blumen, die man in der Seinestadt und anderen auf dem Gebiete tonangebenden Metropolen für den Winter vorbereitet,: treten im Herbst tastend, gleichsam versuchsweise und reichlich gemischt init Trachten des verflossenen Sommers auf die Bildflache. Zweifellos liegt, wie wir das auch in diesem Jahre konstatieren I können, viel Wahres in dieser Behauptung. Sehen wir uns das Toilettenpanorama auf den elegantesten Straßen nnd Plätzen großer Städte an, wie es sich an schönen, sonnigen Tagen vor unseren Blicken ausbrmtet, so fallen uns allenthalben die auf die denkbar möglichste Schlankheit der Konturen zurückgeführten weiblichen Gestalten auf — fehlanker können sie kaum sein, denken wir'— und dennoch ist das Bestreben unverkennbar, diesen hcrabgemindertcn Umfang der Rocke nnd Schul- tern bis zu einem gewissen Grade zu verhüllen oder fast mochte man sagen — zu entschuldigen. Noch wagt , mau es nicht, den Rock so eng zu schneiden, wie es für den Winter protektiert fit, aber inan drapiert ein straff zurückgebundenes Tunikaarrangeinent, der ihn knapper erscheinen läßt, darüber, oder legt ihn, von einer mittleren Stolabahu ansgehend, in tiefe Längsfalten, die Man über den Knien durch einen breiten Stossstreifen zusammenhalt,, Diese letztere Anordnung ist namentlich für gestreifte Gewebe beliebt, die man — einer Reminiszenz an die SomMermodc zuliebe — nie in gleicher Fadenlage, sondern abwechselnd horizontal, vertii- kal und schräg verarbeitet, wodurch allerhand aparte Wirkungen erzielt werden. Bei dem vorerwähnten Rockmodell fit z. B. die Grundform so gefertigt, daß die Streifen von oben nach unten gehen, während sic die Stolabahu und den ausgcstepptcn Streifen durchqueren. Bei den Timikaröcken wiederum schneidet man die Tunika meist in schräger und die darunter befindlichen Teile in gerader Streifenlage. Ein für leichtere Stoffe bevorzugtes Ar- rangemeiit zeichnet sich dadurch ans, daß dem Rock unten ein Stuck in beliebiger Breite angesetzt wird, in das man leinen oberen Teil einreiht. Manchmal läßt man die beiden Seitenbahnen auch offen bis zu den Hüften und schlägt sie beiderscittg um> garniert den so entstehenden Aufschlag mit Knöpfen und falschen Knopflöchern und setzt ein keilförmiges Plisseestück darunter. Wie man sicht, ist die Ausgestaltung des Rockes eine außerordentlich verschiedenartige, aber ganz glatt bleibt er eigentlich nie. Man kann aus den Formen, die er zunehmend veranschaulicht, deutlich erkennen, daß wir der Mode aus den siebziger Jahren pes, verflossenen Säkiilums mit ihren schmalen Linien und ihren icheinbap wurden. Das Herz schwoll Mn, wenn er des gestrigen Abends gedachte. In der Wirtsstube des Prochownik hatte er eine schöne Stunde verlebt. Sie hatten „Bravo" gerufen und in die Hände geklatscht. Freilich, die Honoratioren hatte er vermissen müssen: den Doktor Wolinski, den Apotheker, den Bürgermeister, den Postverwalter, den Steuerkontrolleur und so manche andre. Und Nasen, ähnelnd der Nase des Löb Scheftel, waren reichlich vertreten gewesen. Aber in seinem Eifer hatte er des nicht sonderlich geachtet. Und als am Schluß Löb Scheftel sich zu ihm herangedrückt und devot geflüstert hatte: „§at>eii sie mir zwar eingefchmissen 's Ladenfenster und mir genommen heraus das Kälberviertel, die Speck- TtU||CUCU un. - feite und 's pikfeine Geschlinge, hab' ich doch keine Angst I |0 komplizierten, in Wahrheit aber sehr leicht hcrzustellcnden gekriegt, bin ich doch gekommen, zu reichen dem Herr Baron I Tekorationsdetails entgegengehen. ,. die Hand. En freisinniger Mann, en aufgeklärter Mann, Ihr entsprechen auch die zwischen BluseniidKoiiagcdicAUte wer' icki ihm neben doch meine Stimme," hatte I haltenden, leicht verkürzten Taillen und offeiien, halbanliegenoui er keinen Ekel empfunden, wie, noch vor nicht allzu langer yenon;mw4lmrdn^!KKel^u^äSr Seit, sondern die Hand des jüdischen Schlächters gedruckt I -m ^Wahs. auf den Markt gebrachten, aber von den Tamert — war es doch eine Hand! ziemlich durchgehend abgelchnten Blusenjacken darstellem Ms Und hier, unter lauter deutschen Mannern — fast alle I Nouveautes bürfen dabei eigentlich nur bie Aermel der M-ostunw Idiome des Vaterlandes waren vertreten — sollte es da | umhüllen gelten. Entweder krausen sie sich einer unteren Aermei- nicht ein Leichtes sein, Hingabe zu erwecken, Liebe, Mfer I passe an ober sie erscheinen in halber Länge, stinten Uch erweiterns ÄUr deutschen Sache?! und mit breitem Umschlag versehen. An Anzügen, bte für ta tere D-I- ch»I »erga8, daß P-I-- Muer ihn durch I-l» I Tag- «nd,-rsord-m I>- braucht kaum erst versichert zu werden. ..Was die Lange der Straßenkleider anbetrisst, so wird für ben täglichen Gebrauch bei Trotteur immer noch seine Oberherrschast behalten, wahrend wiv an eleganteren Promenaden mäßigen Toiletten m allernächster Zukunft sehr langen Röcken begegnen dürsten. Sie besitzen zwar keine: Schleppen, sondern find ringsum tn gleicher Lange gfichntttM, Fehlen enttäuscht hatte, und so noch dieser und jener. Seine erst stockend begonnene Ansprache wurde flüssig. Die Worte strömten ihm zu; Gedanken, an die er vorher nicht gedacht, Vergleiche, Bilder drängteii sich ihm förmlich auf. Er bemühte sich, volkstümlich zu sein, sich einem doch immerhin bescheidenen Denkvermögen anzupassen. Das wenigstens mußten sie doch verstehen — erfuhren sie's nicht täg- i öajieppen, wiw«w n»" ^«^^^"wrtwäbrenb auf lich am eigenen Leibe? — wenn er ihnen sagte, daß sie die aber vollkommen genügt, daß man sich vorn wrtwayrcno aur hier ständen, einsam wie der Soldat auf der Wacht, ebenso I den Saum tritt. f. H siiromenoben» gefährdet und auch ebenso verantwortlich. Und daß er sie In den großenModesalonsl'^n Toiwtten snr auffvrdcre, ihrem Deutschtum Ehre zu machen, deutsch zur ! 1 wählen, regierungstreu, allen Machinationen von Polen | 5^0011*?eit bawn ge^en mib Klerus zum Trotz! Es war ihm eine Wohltat, einmal frei heraus sprechen zu können, ohne die Rücksichtnahme, die doch immerhin an andern Orten, wo die Zuhörerschaft eine gemischte, bedingt gewesen war. Hier waren ja lauter deutsche Männer, eine kleine Zahl zwar nur, aber tüchtige Pioniere. Pioniere des Deutschtums, Pioniere der Kultur. Und sie schar- 560 Vermachtes. * Geschmuggelte „Strab8". Einem Schmuggel mit kostbaren Violiuen, der dir Bereinigten Staaten um eine Einnahme van 90 000 Dollar gebracht hat, ist William Loeb, der Zollinspektor des Newporter Häsens, auf die Spur gekommen. Er hat festgestellt, daß in ben lebten 13 Jahren 50 kostbarö Bioliueu von Stradivarius, Guarnerius und anderen berühmten, Redaktion; K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts.Buch- und Steindruckerei. R. Lange. Gießen. Geigenbauern von Geigenvirtuosen eingeführt und M Preisen Von 1500—15 000 Dollar verkauft wurden. Die Gelgenkunstlev bezeichneten die Violinen als „Handwerkszeug mrd blieben sq zollfrei. Die Gesamtsumme der verkauften Vrollnen„betragt 200 000 Dollar, und da der Zoll für Geigen 45 v. Wertes ist, so haben also die Bereinigten Staaten gegen 90 000 Dollar Zoll zu beanspruchen. Diese Summe werd sich Loeb nicht entgehen lassen. Er hat bereits sorgfältige Nachforschungen! I nach den jetzigen Besitzern der geschmuggelten Instrumente an- aeltellt und will nicht eher ruhen, als bis alle die oO gluck sichen Besitzer der teueren „Strads" ihre Pflichten gegen den Staat erfüllt haben Zwar rechnet er damit, daß ihn die *(np ftndung all der Geigkn 45 000 Dollar kosten wird aber 'hm bleibt dann >roch die andere Halste und das warnende Bii>piel> Eiirdruck, vertiefte man sich aber in ihre Betrachtung, so loste sich die anscheineiide Disharmonie in vollkommene Harmonw.^ Künstlerischer Geschmack hatte eben das vielfarbige Material so raffiniert zusammengestellt und teilweise verschleiert, daß da^ Ganze gar nicht einmal so sehr bunt wirkte. ^mUierhiir suid derartig gewagte Kombinatioilen nicht sur Damen zu empfehlen, die sich ihre Toiletten nicht bei ersten Modefirmen bestellen. Unter den separat vom Kleide gefertigten Umhüllen ist die Auswahl, wie fast immer im Herbst, sehr germg. Dw meisten Damen, die Anspruch auf Eleganz erheben, tragen m doch KoMlm. Wir sehen Jacken ans schwarzem Tuch und Taffet, die ru ihrer Fasson von den Kostümjacken loeittg abweichen, nur etwas reicher Abeudinäntel dienen — und last not least Pelzstolas — und I gedehntere Verivendung im Bauwesen. sogenmi „ 1 Kragen jeglicher Fasson, aber im wesentlichen bestreiten doch die bauiteine”, die einen so guten Schutz gegen Warnte, Gerau ch. Echarpenboas aus Seide den Bedarf auf dem Gebiet. Sie sind I Feuchtigkeit bilden, werden schon seit taugent bei der Crrtchtm g melw als zwei Meter lang, haben die ganze Breite der setbe und I uon Grundmauern, Gewölben, Kranken-, Bade-, KuM, „m er werden abstechend gefüttert; unten kraust man sie eng zu ainmen mächshänsern verwendet. Auch als Belag inr Fubboden > „xgt jf,nen ehte große Troddel an. Gegenwärtig gelten die I Bürgersteige oder als Wandbekleidniig hat sich das Glao behaui lek. a s Ichwei m bX &Stnb mit weißen Punkten und g^bie eu unb ähnlichen Z.oecke.i (Fassadeuschm.M Treopeustuim weiße,K Atlassutter als die distinguiertesten, doch wird man sie fiqnet sich namentlich die vmr der Adlerhutte" m *en-g et in kurzem wahrscheinlich genau in der Farbe zum Kleide passend gestellte Glasart „Keramo". Dieses „Keramo , de r wählen In leichterer Ausführung, aus dünnstem Serdensatm, ein besonderes Benahren wahrend seiner tzahnkatw,, Regierungen aus Surah oder aus Spitzen, mit Seide unterlegt, benutzt man sre durch Truckwasserpressen einpragen kam^ubertrnff an Ha te alle auch als Theaterschal und Sorties. Während stemm Laden sehr Banstosfe, die wir kennen, lleberhanpt Ijat ^i^as vor amere, teuer sind, kann Inan sie sich selbst mit geringer Muhe für wenig Baumaterial einige so große Vorzüge ßtpfh Verstellen I öfter den Gedanken angeregt haben, massiv gtaserne -choynwlmrr Im Salon macht die Prinzeßrobe — gleichviel ob in Gestalt I errichten. Für die leider ins Master ge,alle große 'u\cx,"aUo eines hochgehenden Miederrockes mit Spitzenbluse oder als im ?,ale Ausstellung in Wien war em solches gla e 'eS Hais vor^ ganzen geschnittenes Kleid — allen anderen Fassons das Gebiet gesehen worden. Wie die „Glaser-Zeltlmg berichtet, si , eimev streitig. Sehr vornehm sind die Torletten aus Marquisette, I der ältesten Glasiabrikanten Amerika^, Mr. 8 « Saus wird Seidenvoile Etamine usiv. in doppelter, voneinander abstechender I SBittsburq, ein derartiges Gebäude soeben au . dieses Haus wrr StMMe mit weißem Unterzug So verursacht eine Robe aus zeigen, was die moderne Glasindiistne zu leisten vern ag d un gelblicher Marquisette, die sich über eine grünliche breitet, einen I Glas in allen Stärken rmd Farbeuabstusinigen kommt l er se,ein märchenhaft schillernden Effekt. Für bescheidenere Mittel berechnet Bau zur Verwendung und die Arbeit des ^^L,"'AeMe wirklsth sind Etamines ans Garn und Wolle rn rosa, grünlichen, lila wirb hier überflüssig sem. Ta das Hans de. Mr. lease vt und bläulichen Tönen, die, wenn man sie uberernander legt, die üom Keller bis znm Dache uus Glao enel , so at co a m gleiche Wirkung, wenn auch nicht in so zauberischer Weise, hervor- gläserne Dachziegel, die eine» >oe>t nnrksan ercn Schutz gege Vst bringen. Auch großgeblumte mrd türkisch dessrnierte Gewebe ver- gewähren sollen als jebe andere ©adjbefteibung. schleiert man mit einfarbigen. Am schönsten sehen sre aus, wenn sie, Hans wird auch keuersicher sem iiud außerdem geicrl. vor stcuch^ g aetältia drapiert den Linien der Gestalt folgend, ohne anoerwertrge. I seit. Von noch größerer Wichtigkeit aber ist der llmsiano, oa» Garnitur aefertigt werden, als ein paar diskret angebrachte Gold- gläserne Häuser weit billiger hergestellt werden können ais a' dere, schnürchen und -schlingen. Dann gelangt das reizvolle Farben,Pie daß auch ihre Unterhaltungskosten geru'ger e n werd i al am besten zur Geltung. Für alte Damen hat man prächtige gei gewöhnlichen Gebäuden. . Gerade m dieser Btltgfeit c ) Jt- schwarze Gewebe in Damasten, Surah, Merveilleux, Spitzen und Roger S. Pease eine,Garantie das,nr, das, die Ä*?*Le*(* Tüll mit Seiden-, Perlen- und Flitterstickerei. Man fugt ihnen massiv gläsernen Hauser bald eine gro e Let ebtheü eUange^ gern einen goldverzierten weißen Sprtzenlatz ein. I iverben. Seiner Meinung nach wnd da^ Gla.- l- Unter den Blusen sind die aus Spitzen gearbeiteten zurzeit I architektnr bald von Grmid aus umgestalten. fast einzig Md allein für den Salon, wia für jede elegantere Toilette! I ------------ bestimmt. Auch an kältesten Herbsttagen, ja, vermutlich sogar mt Winter, wird man sie den Röcken und Miederrocken der Kostüme VUHeNlM. beigesellen. Außer den kunstvoll aus weißen Spitzen, Tüll und I _ , M ö n i g s l i e b ch e n", historischer Roman aus der Zeit Stickereien mosaikartig zusammengesetzten färbt man das zarte, . $erönte8 von Dr. Gustav Klitscher, heißt das Erzahtlings- durchscheinende Material in der Farbe des Rockes und unterlegt mit dem die Familienzeitschrift „Zur Gu en Stuilde , es mit farbiger Seide, aber nicht in grell abstechenden Tonen. I (deutsches Verlagshaus Bong & Co., Berlin W. a7), ihren neue» Je diskreter diese sind, um so feiner ist der Effekt. Drapfarbige I lj4 gaLgang eröffnet. Der neue Jahrgang eröffnet mit einer Blusen werden mit fliederlila und meergrünem, stahlgrauem und I „staunlichen'Mannigfaltigkeit und Reichhaltigkeit. Von Hanna silbergrauem Satiti gefüttert usw. I Brandenfels gelangt ein Gesellschaftsroman „Der Stallbaron Hinsichtlich der Hntmode können mit noch manche Hebet« zum Abdruck. Erzählungen, Novellen, Gedichte >Ee drei große, raschungen zu gewärtigen haben. Vorläufig ist die Parole aus- I illustrierte Aufsätze über bas Münchener Oktoberfest, das gegeben worden, daß die großen, hochköpfigen, aber etwas zu- heuer zum hundertsten Male gefeiert wird, einenat Mg- aesvitzten Fassons mit mehr einseitiger Federgarnitur die maß- I schaftliche Plauderei von Bruno H. Bürgel ,Mne tailsenoirei gebenden ftin sollen, aber wer kann wissen, ob die Damen sich Sekunde" und eine gemütvoll geschrtebene Btographtk1 zum hundert« ben Befehlen der Tyrannin Mode fügen werben? Diese Modelle ft eit Geburtstag Fritz Reuters, s chl i e ßen 1 ch an. Be sonders erheischen eine enorme Menge großer und tadelloser Straußen- I juteressant ist die Zeitschrift von ieher durch ihre beiden großen federn und diese kosten bekanntlich viel Geld. Reizend smd ja Rubriken „Erfindungen und Entdeckungen auf allen Geb eten freilich diese Hüte aus Sammet, Seide, leichtem Velpel oder auch I ber Naturwissenschaft und Technik und „Fnr unsere Frauen mit mehreren Lagen Chiffon überspannt und gekrönt mit grauen, I gewesen. Sehr reichhaltig ist der Bilderschmiicr. weißen oder farbigen Federn. Das gleiche läßt sich leider von I --------— den kasserollenähnlichen Sammet- und Federmützen nicht sagen, I ~ m.-iti»,, „»ritiü denen mir ebenfalls häufig begegnen und die mit ihrem Federstutz j «cherz-ArttymogNpy. täuschend an die Kopfbedeckung der Husareil erinnern. Als ein I Ein weißes, sehr bekanntes Tier, Mittelding zwischen beiden nenne ich noch große, ziemlich rund I Man speist es gern: 1 2 3 4 gebogene Fassons, die meist mit Schleierscharpes auf dem Kopf 1 Sein Stimmlein, das nur alle kennen, festgebunden werden. Sie erweisen sich als sehr kleidsam rmd I Kann man „4 2 3 1" nicht nennen, lassen sich durch Wahl verschiedenfarbiger Schleier jeder Toilette I Auflösung in nächster Nummeri anpassen. ____ I 1 n, Auslösung des magischen Zahlenquadrats m voriger Nummer; 3 15 38 27 27 38 15 3 15 3 27 38. 38 27 3 15