MV «ZU U m g fi I ssii i H M? « I M.. ' . äl J Das schlafende Heer. Roman von Clara Bieb'ig. (Fortsebung.) (Nachdruck verboten.) Es war am folgenden Mittag zur Besuchsstunde, als Rittmeister Paul Kestner deni Herrn Baron von Doleschal seine Karte 'hereinschickte. Warum so steif?! Doleschal, der an seinem Schreibtisch gesessen hatte, tief in Gedanken verloren, mit der Feder, an der doch keine Tinte war, allerhand krause Schnörkel auf die grüne Tuchplatte ziehend,, blickte verwundert auf. Sonst war Paul nach flüchtigem Anklopfen gleich hereingestürmt — der alte, frische Junge! — und hatte ihn aus die Schulter geschlagen mit einem lachenden: „Da bin ich mal wieder." Warum schritt er heute so gemessen durch die Tür, die der Diener vor ihm aufwarf?! Verstört sah Doleschal ihn an. Der Rittmeister erschrak: Donnerwetter, hatte sich der Niemczycer verändert! Das Gesicht, trotz der Gebräunt- heit, fast fahl. Die Augen tiefliegend, die Stirn düster, und die Mundwinkel unter dem blonden Schnurrbart herabgezogen. Ein warmes Gefühl wallte in Paul aus, er wollte dem alten Freund beide Hände hinstrecken: „Wie geht's dir, Hanns-Martin, du bist doch nicht krank?" Aber er besann sich: nein, er mußte sich zurückhalten, hente kam er nicht in alter Freundschaft! Es wurde ihm schwer, so steif zu fei», noch schwerer, als sich jetzt des andern beschatteter Blick, fast mißtrauisch fragend, so trübe auf ihn richtete. „Was willst du?" fragte Doleschal. Und dann lachte er hart auf: „Du bist ja außerordentlich erfreut, mich zu sehen, das muß ich sagen!" Anch er streckte nicht die Hand hin; der Besucher hatte die seine ja auch nicht „Willst du nicht Platz nehmen? Bitte!" Die Arme fest an den Leib gedrückt, als hielte er den Säbel, blieb der Rittmeister stehen. Er schien den Stuhl nicht zu bemerken, den der Hausherr ihm hinschob; eine flammende Röte war in seinem hübschen, trotz der Ritt- meisterwürde und der Jahre noch immer jungenhaften Gesicht. Er räusperte sich und suchte nach einem Anfang. Das war schwerer, als vor der Schwadron zu halten und zu schreien: „Abgesessen!" Doleschal half ihm. „Ich weiß nicht, du bist so merkwürdig, Paul! Habe ich dir etwa auch etwas zuleide getan? Aller Welt tue ich ja was. Weiß Gott," — er stützte den Arm auf und den Kopf in die Hand — „ich bin es müde!" „Hanns-Martin —!" Da halte sich ein andrer zurück! Man ist doch kein Stock, wenn man einen leiden sieht, zumal einen, mit dem man im Niemczycer See gebadet, tn der Przyborowoer Allee Habichte gejagt und den Lysa Gora gegen die Rotznasen, die Polackis, verteidigt hat! Herz-- Mkeit und Vorwurf stritten in PMl Kestners. Stimme, als er jetzt sagte: „Donnerwetter, was hast du für 'ne Geschichte angezettelt! 'ne nette Stänkeret, das muß tu) sagen!" „Was denn, was denn?" Doleschal blickte wieder so seltsam verstört. „Ach so — das mit deinem Vater?! Darum kommst du? Ah, darum!" Er atmete auf tote einer, der sich noch viel Schlimmeres erwartet hatte. „Ich konnte nicht ahnen, daß der alte Herr meine Warnung — auf Ehre, Paul, es war nur eine Warnung! — so Übelnehmen würde. Es ist mir sehr fatal." Er seufzte. „Ich hatte es sehr gut gemeint."> „Das glaube ich, das glaube ich!" Rasch sagte Paul Kestner es; ein Unbehagen schlich ihm über den Rücken in diesem Zimmer, in dem er früher so oft behaglich ber der Zigarre gesessen hatte. „Ich habe mir ja gleich gedacht, daß dn nicht aus Absicht meinen alten Herrn so gekränkt hast." „Aus Absicht r- aus Absicht — ?!" „Na ja, das meint er doch! Am liebsten hätte er gesehen, ich forderte dich. „Komischer alter Knopp", wie meine kleine Schwester sagt — nicht wahr?" Er lachte leichtsinnig auf. Aber dann wurde fein Ton ernsthaft: „Wir werden uns doch nicht schlagen, Hanns-Martin?! Aber willst du mir nicht zu wissen tun, warum du zu meinem! Vater gekommen bist und meine Schwester verdächtigt hast, warum du — tote sie alle sagen — dich immer in Sachen mischst, die dich doch eigentlich nichts, gar nichts angehen?" „Das weiß ich nicht." Doleschals Stimme war ganz tonlos, und dann hob er plötzlich beide Arme in die Höhe mit einer Gebärde tiefsten Schmerzes: „Glaube du mir wenigstens, wenigstens du!" „Ja, ja, selbstverständlich — natürlich glaube ich dir," sagte der Rittmeister erschrocken. Merkwürdig, wie sich Hanns-Martin verändert hatte! Er, der früher immer der Gehaltene gewesen, war jetzt so, so — nun zum mindesten sehr eigentümlich war er geworden! Krankhaft erregt — damit mußte man rechnen! Und Paul Kestner tat das Beste, was er tun konnte, er rückte feinen Stuhl.neben! den eichengeschititzteit Sessel am' Schreibtisch, legte seinen Arm um des Freundes Schultern und sagte, ihnen einen sanften und doch kräftigen Druck gebend: „Na, nun erzähle du mal! Eines .Mannes Rede ist keines Mannes Rede, mau muß sie hören alle beede!" Was war da zu erzählen?! Es gibt Geschichten, die sich eben nicht erzählen lassen, man muß sie ahnen, uach- fühleu, und dann verstehen. Aber so viel wurde Paul doch klar aus den ruckweis herausgestoßenen Sätzen, aus den Andeutungen und bittren Selbstanklageii, daß er sich in seinem alten Hanns-Martin nicht getäuscht hatte. Herzhaft schlug er auf dessen ganz nach vorn gebeugten Rücken: „Weißt du was, schreibe meinem alten Herrn einen feinen Brief — du hast's ja immer los gehabt, zehnmal besser als ich! Ein paar nette Worte der Entschuldigung: du hättest es gut gemeint, aber nicht richtig angefangen, .es. 554 täte dir leid und so weiter und sv weiter. Donnerwetter, wer macht nicht mal was verkehrt in seinem Leden?! Und ich versichere dich, die Geschichte ist beigelegt. Willst du?" Sein Gesicht nahe zu dem des Freundes bringend, sah er ihm in die Angen. „Ich kann ja — gewiß — ich werde schreiben." _ Wie entsetzlich müde das klang! Aber dann, sich aufraffend, drückte Doleschal dem Freund die Hand: „Du solltest hier bleiben, Paul! Du bist treu, dii bist ehrlich, wir brauchen solche Männer. Und du bist frisch!" Ein Bitten lag in seinem Ton, ein dringendes Ersuchen: „Bleibe!" „Ne, mein alter Junge!" Das war wieder ganz des flotten Rittmeisters leichtherziges Lachen. „Papa möchte mir auch gern Przyborowo andrehen; ich werde mich aber schwer hüten, hier, wo Hasen und Füchse einander gute Nacht sagen, Hütten zu bauen. Man hat zu lange draußen gelebt, man paßt nicht mehr auf die Klitsche. Höre mal, mein alter Junge" — den lachenden Ton dämpfend und wieder ernsthafter werdend, sagte er überredend, indem sein Blick musternd über das fahle Gesicht mit dem zer-, grübelten Ausdruck glitt —: „Du solltest auch lieber machen, daß du hier fortkommst!" „Ich?!" „Na ja, du! Meinst du vielleicht, die siehst aus wie ein Vierzigjähriger? Nein, ebensoviel in die Fünfzig hinein. Das denkt doch kein Mensch, daß du nur fünf Jahre ylter bist als ich! Hier versauert man ja. Mach, daß du fortkommst, Verkaufes Niemczyce verkauft sich schon — schön gelegen, herrschaftlich — das wirst du los zu einem Liebhaberpreis, glänzend!" „Ich verkaufe nicht. Schande über mich, wenn ich's täte!" Der Deutschauer Herr staud auf. „Ne, aber" — ganz verblüfft sah der Husar zu ihm' auf —, „wenn ich du wäre, hätte ich längst verkauft. Macht denn nicht ein jeder, daß er hier fortkommt, sowohl Herr wie Knecht? Die Besitzer wollen verkaufen — alle! Lieber heut als morgen. Das Bolt sieht auch zu, daß es wo anders ankommt. Jetzt wird die Ausrückerei bald wieder losgehen, mein alter Herr hat schon Angst, er kriegt keinen mehr in die Ernte. Gerade als ich in Berlin abfuhr, kam bereits ein Schub an — alles Polacken — wie die Heringe einge-i pökelt im Viehwagen, sage ich dir, aber kreuzfidel. Nur weg, 'raus! Ich an deiner Stelle würde mich doch auch nicht lange mehr hier ärgern. Dank hast du doch nicht davon!" „Wer weiß!" Ein eigentümliches Lächeln zuckte für einen Moment über des Niemczycers Gesicht und es leuchtete in seinem Blick auf. „Es hat mir doch schon einmal jemand gedankt, wenn's auch nur eine in Lumpen war!" „Aha" — der Offizier lachte auf — „du meinst wohl die Ciotka, die alte Baßgeige?! .Haha! Die lebt sich ja nun einen guten Tag auf deine Kosten, höre ich. Wie ich vorhin herkam, troddelte sie gerade auf den Hof, wollte sich vom gnädigen Herrn, vom „zuckersüßen, goldnen, gna- oigen Herrn", die Monatsrente holen, fragte mich, ob sie tanzen solle? „Podloziolek, dziewcze moje" — sternhägel, na, ich danke!" „Die meine ich nicht." Des Niemczycers Gesicht verdüsterte sich rasch. Das Licht in seinem Auge erlosch. „Nein, du mußt von hier fort," drängte Paul, „Mensch, ich habe ja einen Schrecken bekommen, wie ich hier 'rein kam! Tu mir den Gefallen, Hanns-Martin!" Er war aufgesprungen; vor den Freund tretend und ihm beide Hände auf die Schultern legend, rüttelte er ihn eifrig: „Geh!" „Ich verkaufe nicht!" Eine unbeugsame Entschlossenheit lag in Doleschals Ton. „Unterm Stein am See werde ich bei meinen Vätern schlafen. Helene hat einmal gesagt: „Es muß einem im Grabe doch noch ein schönes Gefühl sein, im eignen Grund und Boden zu liegen, — das habe ich mir gemerkt. Und der Berg, ans dem ich so oft gestanden habe bei Sonnenuntergang und ins weite Land gesehen, wird über mir sein. Ich Verkäufe nicht!" „Na, du mußt ja nicht gerade Verkäufen!" Paul ließ nicht nach. „Dann geh doch wenigstens 'ne Weile fort, eine kurze Zeit nur — auf ein paar Jahre, auf ein Jahr, auf ein halbes Jahr! Du mußt mal 'raus, es wird dir so gut tun!" Doleschal zuckte die Achseln: „Es geht nicht!" „Mensch, sei doch nicht so umständlich. Warum denn nicht? Du hast 'nen ordentlichen Inspektor — unfern alten Hoppe habe ich immer gern gehabt, er ist ein Grobian, aber 'ne ehrliche Haut und ein tüchtiger Kerl! — die Kinder läßt du so lange bei den Schwiegereltern, und deine Frau geht mit dir. Du hast so viele Konnexionen, sprich mit dem Minister! Man schickt jetzt gern einen landwirtschaftlichen Beirat zu Gesandtschaften, dazu, bist du gerade der Mann, mit deiner Tüchtigkeit, mit deinen Kenntnissen. Geh nach Amerika, nach Konstantinopel, nach Rumänien — was weift ich, wohin sie dich schicken - - nur fort! Und wenn du's auch ohne Gehalt tust, nur fort, fort! Ich bitte dich, Hanns- Martin, ich bitte dich herzlich, ich habe solche Sorge um dich, ich — ich — ich bin direkt iit — ja, in Angst nm dich!" Man sah es Paul Kestner an, er war in Angst; das war teilte Redensart. Sein blühendes Gesicht war ganz blaß geworden. Und nun biß er die Zähne aufeinander, er konnte nicht weitersprechen; er hielt nur den Freund bei beiden Schultern gepackt und rüttelte ihn stumm. „Alter guter Junge! Mein lieber Paul!" sagte Do- leschal. „Wirst du fortgehen, versprich es mir, wirst du für eine Weile gehen?" „Nein, ich gehe nicht!" Des Niemczycers Gesicht, das eben heller geworden bei den besorgten Worten des Freundes, auf kurze Augenblicke von einem freundlichen Schein geklärt worden war, wurde wieder finster. „Fortgehen, hieße feige sein. Sie würden denken, ich habe Angst!" „Sie, sie — wen meinst du denn damit? Sie! Wer würde denken, daß dn feige bist?" ' „Nun, sie — die" — Dolefchal machte eine vage Haiid- bewegnng — „alle! Aber ich habe keine Angst. Man bleibt auf seinem Posten, solange man Ehre hat. Nein, mein Guter" — er lächelte flüchtig, und sein Blick, der starr geradeaus gesehen fjatte in einer finstern Entschlossenheit, wurde milder — „ich baute dir für deine freundschaftliche Besorgnis, aber die ist nicht nötig, wirklich nicht! Ich" — er wischte sich über die Stirn, und ein zerstreuter Ausdruck kam in sein Gesicht — „ich fühle mich hier am wohlsten, wirklich, Paul, ganz wohl! Ich könnte auch gar nicht wo anders leben. Man steckt hier doch so tief drin, man ist zu fest eingewurzelt. Du verstehst mich nicht, auch du nicht! Du meinst es Wohl gut mit mir - aber, nein, sprich fein Wort mehr! Nein, ich gehe nicht fort, ich kann hier nicht fortgehen!" Der andere wollte noch etwas einwenden, da hob Dole- schal gebieterisch die Hand: „Nein!" Und dann sich zu einem leichteren Ton zwingend, klopfte er dem Jüngeren auf den Rücken: „So, nun geh aber auch, geh zu Helene-», daß sie sich nicht wundert, daß du nicht gleich zu ihr gekommen bist. Ich bitte dich, laß sie nichts von unsrer Unterhaltung wissen. Sie ist ganz ahnungslos. Und, alter Junge, beruhige dich! Du weißt wohl nicht, daß ich mich zum Reichstag habe aufstellen lassen? Und wenn ich durchkomme — na, siehst du, dann muß ich ja doch ab und zw eine Weile fort. Du kannst dich beruhigen. Also geh jetzt, geh! Ich komme gleich nach. Ich will nur jetzt sofort an Seilten Vater schreiben — damit ich's nicht vergesse. Und dazu muß ich allein sein. Ganz allein!" Er lachte plötzlich unvermittelt auf, aber dann,, den verwundert-bestürzten Blick des Freundes bemerkend, faßte er ihn in die Arme und drückte ihn kräftig an die Brust. Was sic sonst noch nie getan hätten, sie küßten sich Als der Rittmeister den Gang hinunterschritt, sah er sich noch einmal nach der Tür um, die sich rasch hinter ihm geschlossen hatte, lieber die Schwelle hatte ihn Hanns- Martin geschoben — eins, zwei, drei — förmlich hinausgeworfen. „Hm, Hm!" Den Kopf schüttelnd, sah er sich noch einmal um. Und sein Gesicht blieb ernst, selbst setzt, da er zu der Frau ging, die ihm vielleicht von allen Frauen; auf der Welt am besten gefiel. Sein Herz war und wurde heut nicht wieder leicht — war das ein Willkommen?! Ihm war es, als fei's ein Abschied gewesen. 21. Noch eine andre dachte an Abschied — das war die braune Michalina. Oft ging sie um den Sohn ihres Gos- podarz herum und sah ihn an mit bangen Augen. Was fehlte ihm? Seit dem Tage des Ablaß war s ganz schlimm mit dem Walenty geworden, so schlimm, daß sie oft dachte: ob er wohl sterben muß? Heilige Mutter, wär er verhext ?! Hatte die Mora ihn nachts gedrückt?! Wenn e« doch erwachen möchte und die Böse festhalten in der Nacht! Michalina wußte ein Mittel. Es ivar einmal ein Mann 565 gewesen, unweit von P-ociecha-Dorf, den hatte auch die Mora gedrückt, so daß er zusehends verfiel, gerade wie der Walenty. Aber eine treue Seele wachte über ihm, und die sah, daß, als der Mann schlief, ein schönbackiger Apfel sich über seine Bettdecke kullerte. Weich und zart war der Apfel, w-ie aus Wachs gebosselt, recht zum Anbeißen — da rief sie so laut als sie tonnte: „Helse dir Gott!" Und der Mann erwachte, und als er den schönbackigen Apfel kullern sah, streckte er die Hand aus, ergriff ihn beim Stiel und aß ihn auf bis zum Kerngehäuse. Das Kerngehäuse warf er den Schweinen vor, die fraßen es, und da war die Mora auf einmal weg. Und der Mann wurde von Stund' an besser. Wo Valentin auch sein mochte, die braune Michalina wachte über ihm. Sie ließ ihn nicht aus den Augen. Nun war die Zeit, da er mit seinem Vater viel im Felde zn schaffen hatte. Die blonde Stasia blieb zu Haus, aber die braune Michalina ging mit den Männern hinaus. Es war ihre beste Zeit, bei dem Walenty im blühenden Korn zu sein. Der Gospodarz legte sich mittags, wenn die Sonne gar zn sehr stach, unter einen Busch, zog die Jacke über das Gesicht und brummte darunter, bis ein Schläfchen ihn tröstete. Sie aber schaffte weiter ; ihr tat die große runde Sonne nicht weh, die schon auf sie gebrannt hatte, als sie noch mit Bruder Jendrek im bloßen Hemdchen über die Flur gelaufen war. Michalina arbeitete immer unverdrossen, und Valentin stand bei ihr, wie damals, als er noch ein lediger Bursch gewesen war, und hielt die Arme über die Brust gekreuzt. Damals hatte sein Blick in die Ferne geschaut, wie ein recht Verliebter schaut, jetzt starrte er wieder in die Ferne, aber wie ein recht Betrübter. Da lächelte sie ihn an aus ihren braunen Augen, wenn er sie auch nicht ansah, und sang, ihn zu erheitern, alle Lieder, die sie wußte; sang sie hell und zart, so gut sie nur konnte, sang traurige und lustige, Tanzlieder und Wiegenlieder, und das Liebesliedchen vom Bürschchen iin Schornstein. „Ich ließe mich gern herunter durch den Schlot, Ich käme zerschlagen herunter, beinah tot. Ich ließe mich gern herunter durchs Essenrohr, Ich käme geschwärzt herunter, lvie ein Möhr. Ich schliche zu dir, mein Liebchen, gantz sacht mich, Ich höre, ach leider, mein Liebchen verlacht mich!" Dieses Liedchen hatte er früher immer gern gehört >— aber jetzt, o, was war ihm denn jetzt?! Heilige Mutter, weinte er?! Erschrocken blickte die Magd. (Fortsetzung folgt.) Aus der Zeit der Befreiungskriege. Das russisch-preußische Militärlazarett in Gießen 1813/1 4.*) Nach der Schlacht bei Leipzig am 18. Oktober 1813 hatte die Blü ch er' sche Arme e die Verfolgung der Napoleonischen Heerestrümmer unternommen. Infolge der Uneinigkeit in der obersten Heeresleitung der Verbündeten mürbe dem geschlagenen feindlichen Heere nicht mit dem Eifer nachgcsetzt, >vic es der Kriegsbrauch forderte. So kam es, daß Blücher bei Fulda Napoleons Rückzugslinie nicht mehr feststellen konnte, und in den Irrtum verfiel, der Feind sei über das' Vogelsgebirge nach deui Lahntal entwichen. Daher der beschwerliche Marsch der Blücher'schen Armee über Fulda--Grünberg—Gießen. Jfn den ersten Noveiubertagen kam die Blüchersche Armee, unter der sich auch russische Truppenteile befanden, in Gießen an. Gießen war damals noch für die Verbündeten eine feindliche Stadt; denn der bevorstehende Abschluß des Dörnigheim er Vertrags, durch den Großherzog Ludwig I. sich von Napoleon lossagte, war noch nicht bekannt. Während die Truppen vor der Stadt lagerten, kam der Generalstab in die Stadt ins Quartier. Blücher nahm Wohnung int „Einhorn". Aus dem Rathaus empfingen. die Spitzen der Behörden den Helden von be£ Katzbach Und Sieger von Leipzig. Ihm zu Ehren gab die Stadt eilt Festmahl, bei welcher .Gelegenheit der greife Feldmarschall den Trinkspruch ausbrachte: „Gut Deutsch, oder an den *) Benutzt: N n i v e r s i t ä t s - Ar ch i v a kt e n, Kriegs- a ii gclc g e nheite n 181 4. Galgen!" Stadt und Universität wurden Schutz und Schonung zugesichert. Im allerhöchst. Auftrag macht der zeitige Rektor Prof. Dr. (£munterer int „Gjeser Anzeigungsblättchen" bekannt: „l.Dnß Se. Excellenz der hiesigen Universität nicht um den Schutz von Seiten der hohen -Alliierten int allgemeinen, sondern auch 'ius'- bösondere Ihre eigene kräftige Unterstützung in vorkomm enben Fällen auf das humanste und liberalste zuzusichern die Gnade hatten. 2. Daß die Vorlesungen nunmehr nicht den 8 teil, sondern den löten (Nov.) um so gewisser ihren Anfang nehmen werden, da bis dorthin die Durchmärsche der alliierten Armeen durch hiesige Gegend beendet seyn werden und Se. Excellenz der Herr Feldmarschall sodann als Beweis Ihres hohen Schutzes für die hiesige Stadt die möglichste Schonung in Rücksicht der Einquar- tieruug zu versprechen die Gnade hatten." Leider zeigte die Folge, wie wenig die Zusicherung von Schutz und Schonung in Kriegszeiten bedeutet. Die Blüchersche Armee führte viele Kranke mit sich; unter ihnen befanden sich Russen, Preußen und gefangene Franzosen. Die Provinz Oberhessen wurde zunächst vertragsmäßig zur Aufnahme von 1000 Kranken verpflichtet; nach Gießen sollten 560 kommen. Sogleich nach Ankunft der Blücherschen Armee wurden von der preußischen Kriegskommission in Gießen 2 Lazarette errichtet, das eine in der früheren Entbind un gs a nst a lt (physiologisches Institut) in der Senckenbergstraße, das andere in dem alten Ze u g h aus, der heutigen a l t e n K a s e r u e. Neben der Großherzoglich-hessischen Kriegskommission, bestehend aus den Herren: Dr. Büchner, v. Bari, v. Krug, Goldmanit, wurde auch eilte Oberleitung b.c r M i l i t ä r l a z a r c t t e eingesetzt, der auch einige Prosessoreni zugeteilt wurden. Man tröstete sich in Gießen mit der Hofs- iftung, daß die Errichtung der Militärlazarette hierorts eine vorübergehend e Maßnahme sei, und daß mit Beendigung der Truppenmärsche die Lazarette nach W -e tz l a r und Limburg verlegt würden. Stand man doch noch zu sehr unter dem Eindruck der Nöte, die man erlitten, als im siebenjährigen Kriege 4 Jahre lang das Universitätsgebäude den Franzosen und dann wieder im Revolutionskriege 1793/94 den preußischen Truppen halte ein- geräumt werden müssen. Die gehegte Hoffnung war eine eitele. Die 'Truppetmachschiebungen rissen nicht ab; die Eiitquartieruitgs- lasten wurden nicht geringer, da Gießen preußischer „Etappenort" blieb. Die Nachzügler von Leipzig brachten täglich neue Kranken mit, darunter viele französische Gefangene. Am 27. November war in den Hospitälern durch eingebrachte kranke Franzosen! „typhus contagiosus" cmsgebrochen. Eine Verseuchung der ganzen Stadt drohte, da in dem Zeughaus täglich außer Soldaten auch bürgerliche Personen verkehrten, die dort die „herrschaftliche ober die auf ben Speichern für Private lagernde Frucht" zu holen! hatten. Aber auch die in der Nähe der Lazarette am „Brand" und in der Schloßgasse wohnenden Familien, sowie die Besucher des Universitätsgebüubes waren von der Ansteckungsgefahr bedroht. Deshalb forderte der „Lazarett-Kommissär" Professor Jaup die Familien auf, ihre Wohnungen zu verlassen. Bereits hatten viele Studenten wegen der zunehmenden Ansteckungsgefahr die Stadt verlassen. Rektor und Senat wandten sich am 30. November an den russischen Staatsrat v. Can er in, der „ehedem! der Universität angehörte" (ob als Student oder Dozent ist nicht ersichtlich), mit der Bitte um schleunige Verlegung der Laz ar eitle. Illi der Mugabe wird betont, es stehe zu ,be» fürchten, „daß nicht pur die temporäre Auflösung d eck' Universität erfolgen müsse, sondern es sei auch der ganze Ruin der Stadt und Um g e gen d zu erwarten, obgleich der König!. Preuß. Herr Feldmarschall v. Blücher schun in den ersten Tagen dieses .Monats der hiesigen Universität seinen besonderen Schutz und auch der ganzen Stadt möglichste Schonung zugesichert habe." Kloster A r n s b u r g wurde als Verlegungsort vorgeschlagen, das nach dem Bericht des Dr. Vogt bequem 600 Kranke aufnehmen könne. In Kloster Arnsburg war schön im Frühsahr 1813 ein Militär- bospital von den Franzosen 'bei' dem Hinmarsch nach dem fächisstchen Kriegsschauplatz errichtet worden. Außerdem kamen noch Wetzlar und Limburg als Krankeilstationen in Betracht. In Wetzlar standen mehrere Gebäude des Reichskammergerichts zur Verfügung. Aus der russischen Intendantur traf 'auch die Image ein, daß gegen eine Verlegung der kranken russischen und preußischen Soldaten nach Arnsburg nichts einzuwenden fei; auf Wetzlar und Limburg habe man keinen Einfluß. Mit diesem Bescher!) wandte sich der Rektor an die hiesige großh. Hess. Kriegskommission zur Veranlassung des Weiteren. Diese schlägt das Ge'mch um Verlegung kurz ab: denn „1. die Kosten des Unter Hansi des Lazaretts seien ,in Arnsburg um das doppelte höher. <>it Gießen hätten sie schon 100 000 Thaler (!) betragen. 2. In Arnsburg fehlen Apotheken und Anstalten für die topeijung der Kranken. 3. In Arnsburg fehlen Merzte und Chirurgen. In Gießen fet die ärztliche Versorgung nur durch die Hilfe der preußischen Aerzte und der dortigen „Barbierer" möglich gewesen." Die Universität ruft in dieser Sache am 11. Dezember die Hilfe des hessischen Staatsiiiinisteriums an. Man berichtet dem Ministerium, daß die Lazarette gegenwärtig mit 560 Kranken belegt seien. Die Sterblichkeitsziffer, betrüge täglich 10—20 Personen ; am 8. Dezember sogar 25. Mn Student sei ge- 556 Vermischte». * Der Mann von 30 Iahren. lieber die Lebensalter und ihre geiftigen nnd seelischen Stimmungen plaudert der bekannte Berliner Pädagoge und Psychologe Wilhelui M ü n ch in euiein Redaktion: K. Neurath" Rotationsbruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen. Vüchertisch. r — Aus dem Inhalt des jüngsten Heftes von ,,Wester- m a n n s M o n a t s h e f t e n" (Beginn des neuen Jahrgangs): Schnars-Alquist, der deutsche Seemaler. Von H. &■ Wallsee ssrarbia illustr) — Der Erzketzer. Ein Roman von dem Leiden des Wahrhaftigen. Von Ernst von Wolzogen. — Das Frauen- hildiüs im 18. Jahrhundert. Von Ernst von Webern. (Reich illustr.) — Brautbriefe Klaus Groths. Herausgeg. von, Prof. Hermann Krumm. — Das wiedergefundene Bildnis des langen Schiller. Bon Dr. Max Rubensohn. (Mit färb Einschaltbild.)—. Liechtenstein. Von H. von Hlppesi (Reich illustr^)— Das Graue Haus Erzählung von L. M. Schultheis. — Dre Lebensalter^ Von Wilhelm Münch. - Deutsche Volkslieder von heute. Von Hans Ostwald. — Das Ballett der Wiener Hofoper. Von Max Morold. — Von Badefreüden und Badeleiden. Von Paul Lmde- wein. (Farbig illustr.) — Max Liebermanns, Holland. Bon Prof. Dr. Oskar Bie. (Mit unveröffentlichten Zeichnungen Lieber-, manns.) — Der Sänger. Novelle von Ricarda Huch. — °oN Südwest zu Hause. Von S. Ando. — Die bildenden Künste. ^ Musikalische Rundschau. — Literarische Rundschau. — Von Kunsts und Künstlern. (Reich illustr.) storben: es >var der Kandidat der Medizin Anton Herold ans Münster in Westfaleir. (Auch, der am 4. Dezember rm Alter von 50 Jahren -verstorbene oerzeitige Rektor Joseph Kammerer, iveilaud grohh. Hess. Major, öffentlicher und ordentlicher Professor der mathematischen Wissenschaft , sowie der am ^ Februar 1814 beerdigte Kandidat der Medizin, Caspar Martini aus Brilon in Westfalen, werden wohl Opfer der Seuche geworden snm) Die Eingabe an das Ministerium betont werter, es könne „S e Königs. Hoheit das Wohl und dre Gesundheit der jungen Männer an der hiesigen Universität^ welck e die P f l a nz schu le für di e kunftr g e n S t aats- beamten sei, nicht gleichgiltig feilt'. ,.Gießen sei außerdem zur beständigen Bildung und Hebung des großh.Militärs bestimmV Das Ministerium antwortete am 3. ^anuar 1814, es i^en bei dem vreiiüischen Staatsrat v. Ribbentrop Schritte getan, um das Gießener Lazarett in das alte Schloß nach Butzbach zu verlegen, die nicht transportablen Kranken mußten aber nach wie vor in Gießen verbleiben. Am 24. Januar wird diese Anordnung wieder rückgängig gemacht, da Butzbach! nicht mehr als “Jrt erft» W w* *****: koinniifsiou die Universität, ihr die „studiosos Medlernae zu überlassen, da es „bey dem eintretenbett Abmarsch des am gestellten Preußischen Personals und wegen Vermehrung des Personals in Butzbach an Aerzten und Chirurgen fehle Dre Studenten sollten sich um 8 Uhr bet dem Professor Dr Hegar cinsinden. Die Universität erklärt, „daß s a m t l i ch e v o r h a n d e u e it S t ti deuten der Medizi n dem 9t u f e ihres resp. Vaterlandes zur Ergreifung der Wasfeu gefolgt seien"; es befänden sich nur hier 2. „rohe Am fanget (unausgebildete). Am 24. Januar wird die Universität von dem Ministerium benachrichtigt, daß der Eigentümer von I Kloster Arnsburg, der Graf von Solms-Laub ach, sich bereit erklärt habe, die Gießener Kranken dort aufzunehmen. Gießen würde demnächst von der Last befreit werden. Man möge sich selbst an den Grafen v. Laubach noch besonders, wenden Am 18. Februar richtet die Universität dann auch ein dringliches Gesuch an den Grafen um endliche Verwirklichung der Verlegung des Gießener Lazaretts. In eiudrücklichster Weise wird die Not dargestellt. Die Krankheiten hätten im Zeughaus die größten Verwüstungen angerichtet. Während.man sonst m Gießen rm Jahre durchschnittlich mit Einschluß der' Garnison 160 Verstorbene zähle, habe der Tod im Jahre 1813 290 Opfer gefordert, xn den letzten Monaten allein 160, und rm viahre 1814 innerhalb! eines Monats allein 160. Gießen habe außerdem durch das ständige preußische Etappenkommando gelitten. Am 23. Februar wird das Ministerium ersucht, der Hess Landes-Krtegskommtsfto» bei Strafe anzudrohen, die höchsten Befehle zu oefolgen. Da^ Betragen der hessischen Kommission werde ttt unoerantwortltcher Weise die Existenz der Universität aufs Spiel setzett, und das zu einer Zeit, „wo durch, die der Universität Heidelberg und den Instituten Pestalozzis zu Yverdun gewahrte Befreiung von Lazaretten die größten Mächte Europas bewiesen, welche Wung sie vlitten unter den widrigsten Kriegsereignissen, und Krtegs- bedrangnissen selbst auswärtigen gelehrten Bildungsaustal- jten zollen". (Es war dies das Verdienst des österreichischen Oberbefehlshabers v. Schwarzenberg, der über die Schweiz seinen Einmarsch, in Frankreich nahnü) . Am 18 März 1814 gibt das Ministerium Nachricht, daß der Graf v. Laubach im Kloster Arnsburg die Arbeiten soweit gefördert habe, daß die Gießener Kranken dorthin gebracht werden könnten. Allerdings könne inan „ftir die Zukunft auf das dor tge (Gießener) Lokal nicht verzichten, weil dasselbe zur , augenblicklichen Aufnahme durchziehender Kranker eingerichtet bleiben müsse . Mau halte es für bedenklich, sich an das preußische Hauptquartier zu wenden und dort Schritte wegen gänzli chcr ckn fhebung des Gießener Lazaretts zu tun, weil diese doch wahrscheinlich! ohne Erfolg sein würden. So blieben denn die Gießener Militar- lazarette auch für die Folge bestehen, wenn sie auch durch die Uebersührung der „leichten Kranken" nach Arnsburg entlastet 'VlU ®ie sehr nicht nur die Stadt Gießen, sondern auch die Um- qegend während dieser Zeit gelitten, geht aus einer Bekanntmachung des „Gießener Frauenvereins", vom Mai 1814 hervor, der sich duch hier Wie anderwärts .zur Zeit der deutschen Erhebung gebildet hatte. Es wird darin öffentlich aufgefordert, die Beiträge für dein Monat Mai einzusenden, „damit alles in der gehörigen Ordnung fortgehe und stets in der Kasse ein Vorrat bleibe, womit, wie bisher, besonders die am Nervenfleber (Typhus) krank gewesenen H ü l f sbe dür fti g en hier und tu der g a nz en Um g e g e n d unterstützt und mit den nötigen Nahrungsmitteln, Kleidungsstücken und anderen Bedürfnissen versehen^wer- hen können". e Aussatz des neuesten Heftes von „Westermanns Monatsheften". Die inamiigiachen WandliMgen, die Körper und Geist von Kindesbeinen an diirchznmachen haben, scheinen bei dem Erwachsenen zu einem gewissen Stillstand zu kommen, aber gerade in diesem Altgenbltck vollziehen sich ost einschneidende innere Metamorphosen. Bel ehr vielen Männern erfolgt mit den dreißiger Lebensiahren eme tiefgehende Reaktion gegen alle hochgelegenen Ziele und idealen Maßstäbe der vorherigen Periode. Man kann diese Altersstufe geradezu als eine Probe ansehen für den endgültigen Geha t der Personen. Das, ivas man als Idealismus auffassen tarnt, Glaube an das Recht der großen Lebensziele, an die mögliche Verwirklichung des Besten, des Schönen und Guten, geht allen solchen Naturen verloren, bei denen es eben nur mit den natürlichen Hofs- nungen der weltunkmidigen Jugendzeit sich eingestellt hatte, etwa nur mit übernommen war, aber nicht persönlich eingewurzelt. Z Realismus ist dieses Alter in der Tat berufen ; es soll die We reckt verstanden, beutlid) erkannt haben, um in ihr fruchtvar zu wirken. Indessen in Wirklichkeit macht sich dec Realismus hier m sehr verschiedener Weise geltend. Daß inaiwdie Macht des Seienden erkannt hat, führt leicht dazu, gegen diese Macht nut allem ihrem Druck nicht weiter ankämpien zu ivollen. Daß die Dielen rings um uns so gleichmäßig von so schwungloser Lebensansfassung er füllt siild, läßt eilt andersartiges Fühlen wohl als unreif und mehr ober weniger komisch erscheinen. 9lller(ei persönliche Enttäuschungen haben sich inzwischen eingestellt. Die erste untere Er- mudunqswelle geht durch die Seele. Mancherlei Gewöhnung hat sich bereits gebildet, und in ihr um jeden Preis zu beharren, wird das Bedürfnis aller Mittelmäßigen — um von deii durch überreichen, flemeinen Lebensgenuß früh Erschöpften nicht roet i■ J reden. Wirklichem Schwung des Wesens ist damit zunächst Dalet gesagt. Und doch erfolgt, wie eine praktisch sehr schatzbare Tätigkeit ausgeübt iverben mag, ost allniahltch auch einet Art voi innerer Wiederherstellung in den vierziger Jahren, wo die nnete Unsicherheit endgültig übetiuunbeit zu sem scheint, wo zitgleich mit körperlicher Vollkraft die allgemeine Leistungsfähigkeit auf lha'et sicheren Höhe attgelangt ist, wo der Mann nach der volkstümlichen Bezeichnung „in seinen besten Jahren" steht. * Ein bescheidenes Gemüt. In der Gemeindeschule eines Berliner Vororts nimmt — so erzählt man ine £ebreui die Schildkröte durch. Zum Schluß sagt sie: „Aus Um Fleisch der Schildkröte bereitet man eme Wohlschmeckende öW,. W heißt Schildkrötensuppe." Die kleine Anna meldet sich eifrig. Lehrerin: „Nun, hast du diese Suppe schon mal gegessen ? Anna Im Kaiserkeller gibt es welche." Lehrerin, erstaunt. „Warst du denn schon im Kaiserkeller?" , Anna L : „Nein, aber mew Vater hat einen Cousin, der ist Kaiserkeller tn der Garderobe, der hat uns mal eine Speisekarte mttgebracht, da stand 65 ^°Na ja! „Na, Fritzchen, soll ich Dein kleines Brüderchen mitnehmen?" — „Meinetwegen, wir kriegen doch noch genug. Magischer Sahlenquadrat. —i--In die Felder nebenstehenben Quadrats _____sollen bie Ziffern I 3 15 27 38 —!—--viermal berart eingetragen werben, baß bie Summe bet Zahlen in jebet der senkrechten, —--wagerechteit unb Diagonalreihen stets 83 _______ beträgt. Äüflösung in nächster Nummer. Auflösung bes Silbenrätsels in voriger Nummer: Abter — Neunauge — Terrakotte» — Ober — Narbonite — Virchow — Orion; Anton von Werner.