Ur. 70 t BM \SMSS. s B illgwwb^.-,\ I "vD WM Ihres Vaters Tochter. Roman von Lulu von Strauß und Torney. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) 29. März. Heute waren wir bei Bornheimer. D::la konnte kein Ende findeir in beit glänzenden, mit Möbeln und Kostbarkeiten vollgestopften Zimmerfluchten und Gängen, verhandelte hier Wer ein Tischchen, da über eine Bronze- oder eine Wouleuhr. Es stand da ein Haufen klotziger Prunksessel mit goldenen Löwenköpfen. Vor denen blieb sie stehen: „Wer in aller Welt kauft denn solche Dinger?" Der Verkäufer wabf sich in die Brust. „Es muß doch ein Geschäft geben, wo die Majestäten kaufen." Sie sah den hochmütigen jungen Mann noch etwas hochmütiger an. „Die Majestäten haben nicht viel Geschmack, wenn sie das kaufei:." Ich versuchte ein paarmal zurückzubleiben, um mit Georg ins Gespräch zu kommen. Wer er war ganz vertieft in Barock und Empire, die ihn doch meines Wissens früher nie interessierten. Als wir hinausgingen, kam ein Herr vorbei, der mich grüßte. Der Doktor. Ich hatte ihn seit meinem Bries noch nicht gesehen, er hat sich an Damianis Mittagstisch nicht blicken lassen. Tilla sah inich plötzlich scharf an. „Aga, was hast du? Warum wirst du rot? Wer war der Herr eben?" Ach haßte sie beinah in dem Augenblick. „Eine zufällige Pensionsbekanntschaft." Sie lachte leicht auf. „Kindchen, verstell dich nicht. Sei ruhig, die Sache macht mir ja nur Spaß. Und wir sind diskret, nicht wahr, Georg?" Sie ging an ihres Mannes Arm. Ach versuchte, sein Gesicht zu sehen, aiber er hatte es zur Seit« gewandt. Er antwortete auch nicht. „Bitte, laß dergleichen taktlose Neckereien, Dilla!" sagte ich kurz und deutlich. 30. März. Sollte das wirklich der Grund sein? Der Doktor? Es steht irgend etwas zwischen uns, das sehe ich ja klar. Wenn er gewollt hätte, wir hatten uns längst gesprochen Und wären wieder int alten, lieben Gleis unserer Freundschaft, Und wenn er nicht will, so hat er seine Gründe. Die muß ich erfahren. Ach muß ihn fragen. Ach halte es mcht länger aius. Sieht er de:::: nicht, iv-ie er Mich quält? 31. Niärz. Wir fahren morgen für ein paar Tage in die Berge- Es ist warm wie im Juni, ein reingefegter Himmel. Lott« fährt mit, Bernhardt schickte sie fast zwangsweise von Staffelei und Reißbrett weg, weil sie zu sehr mit Dainpf arbeitet. Bisweilen packt mich der Trotz. Wenn ihn: so wenig an mir liegt, wozu soll ich denn mitgehen? Er wird ohne mich fertig. Als Staffage oder Bärenführer bin ich mir zu gut. Ach bleibe hier! Ich lasse mich nicht so behandeln! Wer ich kann ihn doch nicht verloren geben, wenn vielleicht ein Wort der Aufklärung alles wieder gut machen könnte! Ich kann nicht! Partenkirchen, 1. Aprih Es ist wieder Sonnenschein! Er ist nicht böse auf mich! Es ist alles wieder Kar zwischen uns! Ich hab meinen Freund »nieder! Bei dem' unruhig flackernden, kümmerlichen Kerzenstumpf kritzle ich dies noch mit Bleistift hin, in der kahlen Gaststube beim Kainzenfranz. Es war Lottes Idee, daß ivir so ländlich stilvoll wie möglich wohnen sollten. Ich wollte ja eigentlich nicht mitgehen, aber ich tat es schließlich doch Ich war wie unter einem Druck. Ich lief durch Sonne und warmen Wind, als ob ich blind unv taub wäre. Wir waren nach Schloß Berg gegangen, von Starnberg aus um den See herum. Die andern lachend und guter Laune. Georg hatte mich ein paarmal angeredet/ gezwungen höflich wie jetzt immer, daß es in mir siedete. Wie es eigentlich kam, weiß ich nicht, aber im Schloßgarten von Berg waren wir plötzlich ein Stück hinter den andern zurückgeblieben, er und ich. Georg fing cm, lange Schritte zu machen. „Wir müssen zusammenbleiben, meine Frau verirrt sich sonst noch," sagte er mit kurzem Lachen. Es war, als ob es, :hn drückte, nnt mir allein zu gehen. Da blieb ich stehen. „Georg!" Er konnte nicht anders, als sich umsehen. Und dann stand er auch still., „Was ist Ihnen, Agnes?" „Was mir ist?" Ich stampfte mit den: Friß auf vor plötzlichem Zorn; „es ist nicht recht von'Ihnen, Georg, daß Sie so gegen inich, sind! Ich ivill wissen, was Sie gegen! mich haben! Hören Sie? Ach will!" „Gegen Sie? Ach gegen Sie?" „Ja. Meinen Sie, ich wäre blind, daß ich' das nicht! merkte? Sie machen es mir, weiß Gott, deutlich genug! Wenn ich Ihnen etwas getan habe, sagen Sie es mir offen, aber nicht dies —" „Verzeihen Sie mir, Agnes!" Seine Stimme war sonderbar leise und ohne Don, „Wenn ich nicht bin )me sonst, so hat das — andere Gründe. Sie habe ich nicht kränken wollen, Agnes, Sie vor allem — 278 — nicht! Was soll ich! denn gegen Sie haben? Ich wäre ja wohl toll! Ihnen hab' ich doch nur zu danken. . ." „Also gewiß nichts gegen mich?" ! „Auf mein Wort." Ich iah ihn an. Den ganzen Weg trug er schon den Hut in der Hand. Mir fiel jetzt in der grellen Sonne plötzlich auf, daß sein Gesicht blaß Ivar und wie -erarbeitet von Sorgen und Gedanken. Eine heiße Angst um ihn schoß mir durch den Kopf. Ihn mußte irgend etwas drücken. Andere Gründe? „Was fehlt Ihnen, Georg? Können Sie es mir nicht sagen?" Er schüttelte den Kops. „Nein, Agnes, Sie würden es nicht verstehen. Gott sei Dank nicht!" „Also doch noch kein Vertrauen?" „Wollen Sie mich quälen, Agnes? Wenn ich es erneut Menschen sagte, wären Sie der erste. Wer ich kann nicht!" Mes Schlag auf Schlag, in kürzen, hastigen Sätzen. .Und nun auf einmal Tillas Stimme in kürzer Entfernung. Er streckte mir die .Hand hin. „Also gut Freund wie früher!" Ich nickte, wir sahen uns an, eine Sekunde nur. . . Tie Sonne hatte schon den ganzen Tag geschienett, Über mir war's, als ob sie in der Sekunde erst aufging. Ich hatte ihn wieder, in dem einen Blick wußte ich's! Meinen Freund, meinen Kameraden, den alten, lieben von diesem Winter! Hinter den Tannen kam Tilla mit Lotte, hochrot und .etwas geärgert. „Wo bleibt ihr denn? Wir haben euch gesucht! Komm, Schatz, ich bin müde." Sie hängte sich an ihres Mannes Arm. Lotte und id) gingen voran. Ich war auf einmal nicht mehr blind und taub. Ich sah, daß die Buchen dicke, braune Knospen hatten, blank in der Sonne. Daß der Boden unter den Büschen blau rind blaßgelb war von Hepatikasternchen und Himmelsschlüsseln. Dazwischen Seidelbast mit den zarten, blaßrö-t- lichen Blüten an nackten, sperrigen Zweigen und dem betäubend süßen Duft, der die ganze Luft erfüllt. Dicht am See standeir wir dann unterhalb der iveißen Gedächtniskapelle. Vor unseren Füßen der flache Kiesstrand, hell, bläulich-grün unter den Wassern, die längst die Spuren des Kampfes weggespült haben, den königlicher Wahnsinn hier um das Recht des Sterbens gekämpft hat. Weiterhin die Seefläche, in tausend Tönen vom tiefsten Stahlblau und dem Grün schillernder Pfauenfedern bis zu dem weißen, fließenden Silber der Ferne, über dem still Und blendend mit blauen Schueeschatten die Berge standen. Mit nadelscharfen Zinken uttb doch zart Ivie Wolken. Ich mußte atmen aus der Diese heraus. So viel Schönheit! So viel Freude! Die Arme hätte ich ausbreiten Mägen! ^,Wie kann man sterben wollen, wo es so schön ist!" Lotte träumte auf das Wasser hin. „Er hat gewußt, was er tat. Ec hat in Schönheit sterben wollen, weil er nicht in Schönheit leben konnte." „Er war eben krank," sagte Georg langsam und ernst über Tilla weg zu uns herüber, „für einen gesunden Meü- schen ist tapfer leben höher als in Schönheit sterben." Die paar einzelnen Reden fielen wie Tropfen in die sonnige Stille herein. Keiner sagte weiter etwas. Auch nachher kaum, als wir in das flüssige Silber herein- rüdertetr, nach Tützing hinüber. Bei jedem Ruderschlag ein kleiner Spritzer silberner Wasserfünkchen. An den seichten Stellen neben der Bootwand zarte, fieberige Wafserpflan- zen, die in metallisch blaugrünem Licht sich wie atmend bewegten. Ich legte den Hurt auf den Schoß und ließ die Sonne über Haar und Gesicht und Hände an mir herunterflietzcn. Als ich einmal aufsah, lagert Georgs Augen auf mir. Als wie ein Wunder oder ein Drau ne. Wir waren still, bis unser Boot mittags bei Tützing aüf beit Kies scharrte. Am Nachmittag fuhren wir hierher in die Berge. Heute abend haben wir zwischen ein paar winterlichen Hoche touristen und Partenlirchener Honoratioren im Tahaks- «sualm der Wirtsstube gesessen. Müde hin ich. Und bis in die Keele hinein froh ! ! WabüM denn eigentlich? Kein vernünftiges Wort haben wrr miteinander geredet, auch heute nicht. Wer ich habe meinen Freund doch wieder! Ich glaubt wieder an imsere Freundschaft, an alles Gute und Schöne aüf der Welt! Partentirchen, 2. April. Mitten durch die Partnachklamm geht der Weg auf halber Höhe. UNten das milchige Wassergeschäume, dröh-- nend, schreiend, kochend, daß man sein eigen Wort nicht hört. Und oben zu Hänpten, senkrecht Und kirchturmhoch!, die Wand der Klamm. Wir sind früh weggegangen mit Rucksack und Berg-, stöcken. Das feine Gras am Wiesenweg ist weiß bereift. Unten an der Partnach, wo die Sagemühle steht, arbeiten Holzknechte an prachtvollen, mastengeraden Dannenstämmen. Sie rufen uns etwas zu, das wir nicht verstehen, halten ein mit der Arbeit und schauen uns nach. Kellerkälte Luft in der Klamm, und kein Strahl Sonne durch den schmalen Felsenritz da oben. Statt dessen ein weißes, eisiges Licht von den hohen Schneewänden. Zuerst gangbarer Weg, aufgeweichte zähe Erde über Felsgrund. Glatte halbgetaute Eisstrecken dazwischen, dann harter körniger Schnee. Das Gehen wird mühsam, weil man gleitet und Halt suchen muß/ Die Oberwelt, Sonne, warme Luft, ist irgendwo weit weg. Oben vom Rand der Klamm Hängt es in weißen, schweren Massen, rissig und zackig, grüngläserne Eisgeschiebe! dazwischen. Weiße, flatterige Wasserbänder schießen, rinnen und wehen über den schmalen Weg in die Tiefe. Bisweilen kommen ein paar Steine mit, die sich über uns loslösen. Sie sehen im fliegenden Fäll aus wie Sandkörner und Kiesel, aber an dem gischtenden Aufspritzen des Wassers unten sieht man, daß es schwere Blöcke sein müssen. Ich voran, hinter mir Georg, dann Tilla und Lotte. Wir haben zu Anfang nicht bedacht, daß es besser wäre, wenn Georg als Erster in der Reihe ginge. Ich sehe mich um. Tilla bleibt stehen und sagt etwas. Ich höre kein Wort, aber ich sehe an ihrem Gesicht, daß sie nicht weiter mag. Ich lache laut in das Wassergebrüll hinein und höre mich selbst nicht. Ich will nicht umkehren. Das Abenteuer, die prachtvolle Gefahr ziehen mich wie mit Stricken. Dieses köstliche Kraftbewußtsein! Weiter, weiter! Noch ein halb hundert Schritt. Ich kann nicht mehr aufsehen, weil jeder Schritt Arbeit ist. Plötzlich ein dumcher Krach hinter mir, ein Bersten und Rollen. Ich fahre herum. Wo ich vor zwei Sekunden ging, senkrechte Tiefe. Zwei, drei Meter Weg einfach verschwunden. Ueber den Abgrund weg sehe ich gerade in Georgs Gesicht. Es ist sonderbar weiß. Er starrt mich an, schreit mir etwas zu. Ich schüttle den Kopf, ich höre Nichts als die schreienden Wasser, unten, oben, neuen mir. (Fortsetzung folgt.) Die Ghmebene als Teil der „hessischen Senke". Die erste Erdrinde, ans erstarrten vulkanischen Schmelzmassen gebildet, konnte, obgleich sie nach und nach durch die sie umgebenden Atmofphärendämpse etwas abgekühlt wurde, so daß sie von ihrer Oberfläche aus nach innen zu Gesteinsmassen erstarrte, noch kein organisches Leben entwickeln, weshalb dieses Zeitalter das azoische, d. h. kein Leben hervorbringendes, Zeitalter genannt wird. Zwischen den gegen das Ende des 'ersten Zeitalters! gebildeten Gebirgsfalten sammelte sich, das durch Abkühlung nieder? geschlagene Wasser und bildete den Urozean. Auf dein »durch? dessen äzende und zertrümmernde Ktaft gebildeten und durch Verdunstung der Wasserfluten freigelegten Boden konnte das jetzt erwachende Pflanzen- und Tierleben sein Dasein führen, daher dieses. Zeitalter das pal S »zische, d. i. Zeitalter des! alten oder ehemaligen Ticrlebens heißt. Im dritten, dem meso-, z o i s ch e n Zeitalter, findet dann Landbildung und Weiter- entwickelnng der Organismenwclt statt. Einen Ucbergang zu den noch jetzt bestehenden Tierarten, an deren Spitze der Mensch den! Schlußstein der gegenwärtigen Schöpfung bildet, erkennt man! in den im kä no-z ois che n Zeitalter zum Vorschein ge? kommenen Tieren. Perioden dieses, des letzten Zeitalters, sind die Tertiär- oder Braunkohlenformation und die Quartär- oder Torfformation. In der zweiten Hälfte der Tertiärperiode fandest großartige Faltungen der Erdrinde statt, wie in keiner der früheren! Entwicklungsperioden, hervorgerufen durch weit ausgedehnte, heftige Schwankungen und Erderschütterungen. Mit diesen ItKircn, quer durch das mittlere Europa ziehend, Ausbrüche von basaltischen und trachytischcn Gesteinen verbunden, durch die auch unser 1 < E u st sc 11 ki yl ,fe L bt sh vi K N m bc d, fr dc E ui b fr ol M Fl in fr !>c klc Di toi Bi Bi Vc du zu jer Ar oh' vkk Di Ml! der Sh dar Hai — 27§ Roulette und yellsehen. Von Dr. 9(. Hell w i g , Berlin In einem bekannten spiritistischen Verlag ist kürzlich' ein kleines Büchlein „Me Ronlette und das Hellsehen" erschienen. Der Verfasser ist so vorsichtig gewesen, sich nicht zu nennen; wir wissen nicht, ob aus Furcht vor der Rache der Spielbanken, denen seine Inspirationen Ruin bedeuten können, oder, um sich dem Dank der vielen Menschen zu entziehen, denen die Lektüre des Buches zu unermeßlichen Spielgewimien zu verhelfen vermag! Vielleicht auch — wir wagen es aber kaum zu hoffen — hat den Verfasser ein Funken Schamgefühl bewogen, seinen Namen nicht durch öffentliche Anerkennung der Autorschaft dieses Machwerks zu beschmutzen! , So gefährlich die Schrift auch wirken kann, indem sie die- lemgen, die nicht alle werden, geradezu dem Spielteufel in die Arme treibt, so sind wir dem Verfasser doch dankbar, da er uns, dh»e zu wollen, so recht deutlich zeigt, wie verderblich die iokkultistischen Phantastereien zu wirken vermögen und wie manche Dunkelmänner ans die Begierden der Menschheit spekulieren, um ihre eigenen selbstischen Zwecke zu erreichen. Zwar behauptet der Verfasser, daß er „in keiner Weise eine Lanze für das Roulette-i Spiel einzulegcn bestrebt" sei, meint aber schon zwei Seiten darauf, daß diejenigen gar nicht so unrecht hätten, welche vc- Kantzteii, „daß unsere Somnambulen, anstatt in verschlossenen I Büchern zu lesen oder Karten zu erraten, gut täten, dort int K ln ®eSen^t des Prinzen N und der Herzogs i Dritttiinetit bet böfeit 9toule?ttc zu. ettciteit ’utib bubitrcfii I 9^. Bon Franken nach wenigen Coups I SU1 ßalbes Vermögen zu verschaffen". So gibt uns denn der! I Verfasser auch eine lebendige Schilderung, wie er und viele N,W^«ssgeiiossen durch „Jnspirationsspiel" mit Hilfe „m>, Aderte und Tausende gewonnen haben. I OTrt ’\IrÄatwn Kchtbegnadeten Spieler kann arif dreierlei! I Ascheheu. Manche Personen haben „aufdämmernde Ah- I nungen , daß gewisse Nummern in bestimmter Reihenfolge er- I Archen. So sind viele Fälle bekannt, wo Spieler! z. B. beim Boruber-fahren eines Traniwagens oder mehreres I aufeinanderfolgender Droschken eine Reihe von Zahlen erblickten, die unwillkürlich nt ihrem Gedä Itnis mit der bestinimteu Vor-. I stellung haften bleiben, daß diese am selben Abend noch nm Kasino I jn derselben Weise herauskommen würden, „was auch tatsächlich j ?^Eah • Die zweite Art der Inspiration gründet sich auf I ein direktes Sehen oder Wahrnehmen einer Zahl, Dies kann sowohl 1 dei offenen, als auch bei geschlossenen Augen geschehen. I , , . Während bei diesen beiden Arten der Inspiration vermutlich | "digltch die eigene Psyche in Aktion getreten ist, wenngleich I md>t ausgeschlossen nst, daß auch eine „Suggestion aus der traus- I ^»dentalen Welt" vorliegen kann, dürfte die dritte Art, „das I ^rUhorerr , sicherlich auf „das wirkliche Eingreifen jenseitige» I geistiger Wesen zurückzuführen fein. Der „Jnspirationsspieler" | überlaßt sich, am Roulettetisch sitzend, oder ruhig einhergehend, leinen Gedanken; auf nichts achtend, vernimmt er plötzlich di« Eluffmderung: „Setz jetzt 15", oder er hört: „Jetzt kommt . Wir erfahren eine ganze Reihe von Fällen, wo ein Dr. N., eiil Herr M. I. und andere Aiionymi mit Hilfe derartiger In- spiratlonen Summen gewonnen haben, daß einem das Wasser Mi Munde zusammenläuft. Auch der Verfasser selbm hätte durch Vermittlung einer „Jntelligeiiz", die ihnt drei Gewinnummerni gesagt hatte, um ein Haar hunderttausend Mark gewonnen, — wenn er nicht den Ziig verpaßt hätte! Wers nicht glaubt, bezahlt einen Taler! , । Man muß sich eigentlich über die Selbstlosigkeit der Medien' wundern, welche Anderen Gewinnummern nennen, anstatt sie selber zu spielen und reich zu werden. Doeh auch da weiß der! Lobredner der Roulette-Inspiration Rat. Es sind ihm nämlich | mehrere Fälle bekannt, wo die Stimme wohl die betreffende Zahl angab, indes hoch und heilig verbot, sie zu setzen. So wußte! angeblich ein jedem „Neu-Psychologen und Spiritisten" bekannter gewisser Stead sehr wohl die herauskommenden Nummern, durfte sie selbst aber nicht setzen, dafür aber Anderen den Gewinn zugut« kommen lassen. „Und gerade aus diesem Moment möchten wir die Ansicht herleiten, daß , es sich um fürsorgliche Intelligenzen! handelt^ die wohl ihr Medium schulen, aber nicht des Mammons! teilhaftig werden lassen wollen." i , Eigenartig berührt es den Bölkerpsychologeu, daß mit eben oemselben Borwand auch betriigerische Schatzgräber dem Einwaude eines zweifelsüchtigen Bauern zu begegnen wissen, weshalb sie nicht selber die unermeßlichen Schätze heben, über die sie angeblich magische Gewalt haben. Der Verfasser weiß sogar zu erklären» wie es kommt, daß auch Jnspirationsspieler nicht immer gewinnen. Oft nämlich hörcil sie noch andere Stimmen als die ihrer „In- telligenz", denen sie aber auf keinen Fall folgen dürfen; tun sie es trotzdem, so haben sie sich den Verlust selber zu zuschreib e!n. So kannte der Verfasser ein „gutes, sehr glaubioürdiges Spiel-, medium", das ihm ausband — Pardon, wollte sagen, erzählte,, daß es beim Betreten des Spielsaales eine Menge Stimmen vernommen hätte, die alle auf die betreffenden Spieler losschrien; es sei ein tolles Durcheinander gewesen; nach kurzer Zeit aber seien alle verstummt, und klar und deutlich habe es die Stimm« seines geistigen Führers erkannt. Wir raten diesem Spielmedium dringend, sich einer Kält- wasserkur zu unterziehen oder noch besser, einen guten Psychiater zu Rate zu ziehen, denn die Hallnzinationeit und Illusionen haben bei ihm schon einen bedenklich hohen Grad erreicht! So etwas wagt man denr deutschen Volke am Anfang des 20. Jahrhunderts zu bieten! Es ist bedauerlich, daß sich kein« gesetzliche Handhabe bietet, um gegen derartige gemeiugesährlichü Literatur vorzugehen. Denn gemeingefährlich ist sie im höchsten Grade durch Bestärkung der Spielsucht. So heißt es noch am Schluß, man dürfe sich zwar der Roulette nicht mit Leidenschaft hingcben: „Doch soll man auch nicht die Gelegenheit versäumen, wenn eine gute Inspiration einen zum Spiel auffordert, sei es, um ein Beispiel jenseitiger Beeinslussnug zu bieten, sei es, nut einem einen Gewinn zuteil werden zu lassen. Denn auch für das Materielle sorgt, wenn auch in beschränkter, bescheidener Weise, die Geisterwelt." i Wir sürchten, daß für das materielle Wohl des findigen Verfassers und seines Verlages zwar nicht die Geisterwelt, aber die Legion der Geistesarmen bedauerlicherweise in durchaus nicht beschränkter, bescheidener Meise sorgen werden. Desseuland seine heutig« Gestalt größtenteils erhalten hat: A möueb n r g, Lahnberg, Vogelsberg, Äßüll, Habichtswald, Rhön w a. Gcbtrge verdanken, jenen Eruptionen ihr Dasein. Bei Bsil'l'.n dcr Tertiarzett ragte int mittleren Europa schon der Mößte Teil Englands, Frankreichs und auch Deutschlands aus dem Meeresspiegel hervor, und diese drei Länder hingen zusammen. An der Stelle der Nordsee und des Kanals breitete sich trockenes Land und an beifen Nordrand ein Meerbusen aus. Am Schlüsse des meiozoischen Zeitalters war das norddeutsche Tiefland noch -Fnfelland; erst bei Beginn der Lluartärperiode War es wieder Unter den spiegel des Diluviälmeeres zurückgesunken: Zahlreiche Kanäle und Seen fülltet große Gebiete Deutschlands aus. Mit dem damaligen schweizerisch-bayerischen Meere stand ein kanalartiger See in Verbindung, welcher von Basel bis Gingen reicht« Und von Mainz aus über Frankfurt, Gießen, Marburg, iKirch- h a i n, Ziegenhain bis Kdsscl zog, sogar darüber hinaus reichte und sich bis an die Weser und noch! weiter verfolgen läßt. Diese Fortsetzung des großen oberrheinischen Grabenbruches hat man! mit dem Namen „Hessische Senke" belegt. Sie läßt sich heute nicht mehr überall erkennen, wohl aber tritt die einstige Zugehörigkeit der Ohmebene zu dieser Senke klar zutage, wenn man an der Hand einer guten Karte letztere verfolgt. Eiil Vergleich lehrt auch, daß die bedeutendsten Ebenen in Hessen, das nur folche von kleinerem Umfange aufzuweisen hat, in das Gebiet der „Hessischen Senke" gehören. Allmählich zog sich aus dieser das Wasser zurück, und der fruchtbare Boden belebte sich mit Pflanzen und Tieren. Bekanntlich war vor 2000 Jahren Deutschland mit einem ungeheueren Walde, dem herzynischen Urwald, bedeckt. Der Teil dieses Waldes, welcher das Ohmbett von Kirchhain bis Homberg a. O. füllte, hieß „Wersloh". Noch heute wird eine Wiesensläche zwischen Kirchhain und Seelheim I das „Würfel" genannt. Der Wald wurde schon frühe an ein- I zelnen Stellen angerodet und mit Höfen und Dörfern belebt, nachdem die Unruhen der Völkerwanderung (375—540 n. Chr.) ihr Ende erreicht hatten und noch früher die Römer nach vielen und blutigen Kämpfen im! 4-) Jahrhundert nl Chr. über den Rhein zurückgeworfen worden waren. Langsam, aber unaushalt- fam, brachen sich nult in dieser denkwürdigen Zeit ibie wichtigsten Umwälzungen auf allen Gebieten, dem politischen, sozialen und kulturgeschichtlichen, Bahn, als das Licht des Christentums die hessischen Gauen durchflutete. Bonifatius begann gewiß nicht ohne Grund im Ohmtal seine Wirksamkeit. Bestand doch schon seit Jahrhunderten der Amöneburg gegenüber am Abhang des Lahnberges der Königshof Großseelheim. Die Herrschaft! der Frankenkönige brachte überall ein vollständiges Siedelungs- I system zur Anwendung; die Grenzen wurden durch Gründung I von Marken gesichert, im Innern neue Dörfer gegründet, das I Königsgut ausgeschieden und befestigte Lager zur Sicherung des I Neugegründeten geschaffen, wobei noch oft das Vorbild der Römer | maßgebend war, was sich vielfach bei befestigten Lagern und. selbst I bei den Klöstern irachweisen läßt. Das Oedlaud (erobertes And I durch Empörer eigentumslos gewordenes Land) gehörte nach 1 fränkischer Anschauung dem König. Ob nun die. Frankenkönige I das Gut zu Großseelheim durch Eroberung gewonnen, oder ob I Empörer in dieser Gegend ihr Eigentumsrecht verwirkt hatten, I 1111.(3 dahin gestellt bleiben. 9ceben Großseelheim mag Amöne- I bürg der älteste Ort dieser Gegend sein, dessen Ursprung in die I frühesten Zeiten des altgernignischen Heidentums zu verlegen ist, I ®Ijne daß mit Bestimmtheit das „Wann" angegeben werden kann. I Wo heute in bunter Fülle die weite Ebene mit ihren lachenden, I Fluren, Dörfern und Städten aufgeschlagen liegt, da heulte noch I in jener Zeit der Sturmwind durch die sich wiegenden und j krachenden Wipfel mächtiger Waldbäume, und darein mischteit I sich dröhnend die Stimmen von Auerochsen, Bären und Wölfen. I 280 VerMrZehLss. * Ailch ein Fest! Wie wir in Berliner Blätter lesen,! hat Harry Walden am Sonntag int Friedrich Wilhelm- städtischen Schauspielhaus zum 650. Male den Karl Heinz in „Alt-Heidelberg" gespielt. — Walden ist schon von jeher nicht nur ein bedeutender Mustler, sondern auch ein sonderbarer Kauz gewesen, der manchmal für ein paar Tage plötzlich verschwunden «war, jetzt kann man sich nur noch darüber ivunderu, daß er noch nicht in eine Heilanstalt mußte. 650 mal Karl Heinz! * Seltsame Uhren. Von allerlei Lannen der Uhren- liebhaber, die sich bisweilen wunderlich, gearbeitete Maschinen bauen ließen, um die Tageszeit zu messen, werden in iden Lectures' pour Tons hübsche Einzelheiten erzählt. Auf eine eigenartige! Art haben die Einwohner.einer kleinen Gemeinde Amerikas eine Natitrkraft in den Dienst der Zeitbestimmung gestellt. In der Whe des Ortes ist «eine heiße Springquelle, die genau alle 38 Sekunden eine mächtige Säule heißen Wassers in die Lüste schleudert. Dicht daneben hat man ein großes Ziffernblatt errichtet, das durch eine sinnreiche Bauart mit der Quelle verbunden ist: jedesmal, wenn die Wassersäule emporwirbelt, setzt sw eilten Hebel in .Bewegung, der die Zeiger der 8 Sekunden weiterrückt. Die größte Sanduhr der Welt ist wohl die von Milwaukee. Sie faßt nicht weniger als einen Zentner Sand, der genau in einer Stunde abläuft. Ein besonderer Mechanismus stülpt daun die ganze Uhr wieder um, wobei ein Glockenzeichen die abgelaufene Stunde anzeigt. Das englische Sprichwort „Zeit ist Geld" schwebte Mr. Norman Longkield ans Jlkley lil Yorkshire vor, als er sich ausschließlich aus Geldstücken eme eigene Uhr baute. 96 Pennies aus beni Jahre 1797 hat er mügsam mit dem Hammer breitgeklopft, um daraus das Gehäuse für seine Peudule zu schaffen. Die Zahlen des 'Zifferblattes! smd aus Münzen geschnitten und selbst die inneren Räder -des Werkes sind aus Geldstücken gefertigt. In ähnlicher Weise hat ein leidenschaftlicher Raucher in BaUersea seine Verehrung für den Tabak auf seine. Uhü übertragen: das Gehäuse ist aus Zigarren- klsten gefertigt, die römischen Zahlen des Zifferblattes' werden durch Zigaretten mit Goldmimdstück dargestellt, als Zeiger dienen Wer Pfeifen und das Ganze ist mit Zigarrenbäudern beklebt. Nsr.E.W. Eroydon ans Ipswich besitzt eine „Eieruhr": - sieben Eierschale,t kreisen aus eisernen Hebeln vor sieben feststehenden Nadeln; wdes der Eier hat seine besondere Aufgabe, das iciua leigt die Sekunden an, das zweite die Minuten, das chritts big Stunden, das vierte die Monate, das fünfte Flut und Ebbe, ein anderes die Mondphasen itsw. Aber noch seltsamer ist die Uhr, dw man tn Paris in der Avenue de la Grande-Armse vor einer Automobilgarage sehen kann: zuerst glaubt man nur ein seltsam angeordnetes Ehaos von Fahrrädern zu sehen. Aber in der -Mitte yt .ein Zifferblatt, die Zahlen sind aus Pedalachsen gemacht, die Zeiger aus Fahrradgerüsten, das ganze ist eine Uhr, die ausschließ- lich aus Fahrradteilen zusammengesetzt ist. Aber dies sind Uhren, die etn mechanisches Werk haben. Ein noch originelleres Verfahren, die Tageszeit zu bestimmen, Hat sich ein Blumenliebhaber ausgesonnen. Freilich, im Winter wird er seine Taschenuhr raum entbehren können, denn seine Lrebliugsuhr geht nur im Sommer: sie besteht nur aus Blumen. Er hat ein Beet mit Segen zwanzig Arten verschiedener Feldblurnert angelegt, die zif verschiedenen Zeilen des Tages ihre Blüten öffnen. Um 3 Uhr morgens entfaltet die Zauilwinde ihre Blumen, die vierte Stunde küncht das Mutterkraut, und morgens uml 5 Uhr öffnet sich der Kelch der Mohnblumen. Wenn der Blumenfreund dann im Garten arbeitete und sah daß die Kelche der Gänsedistel sich öffneten, so wußte er, es ist 7 Uhr Um 8 Uhr entfaltet sich der Beiius- spiegel, um 9 Uhr die Nolana, um 10 Uhr die Ringelblume, um 11 Uhr der Portulak, und wenn bann die Mittagsblume zitterte, SPS wusste er, daß die Sonne im Zenith stand und ging zu d^achtNlttagsstunde kündete das' Bauernkraut, um 6 Uhr entfaltete ftch die Wunderblume und gegen 7 Uhr die ,^?^.^ulgskerze. Wenn aber die nächtlichen Purpurwinden ihre Kelche öffneten, daun schlief der Blumenfreund, denn feine Blumen sagten ihm, daß es Nacht 'wäre, — für beit Fall, daß er das nicht ohnehin bemerken sollte. eltsam keiten aus b e r chin e sische n Z eitun gs - welt. Das Himmlische Reich, bas bie eigentliche Wiege unseres Zeitungswesens ist und dessen ältestes Blatt, die Pekinger Zeitung, -rv n s!1! suusendiahrtges Jubilämn gefeiert hat, ist doch im c!>. aller;ungsten Zett dem heutigen J-onrnalismus er» Mjloflen worden, lieber mancherlei Folgen, bie diese plötzliche 33e 1 f ep. cif t der Zopf träger mit der Presse nach sich zog, plaudert der Mandarin Ly-Ehao-Pe in der Revue. Die Chinesen stehen den Zeitungen nicht etwa interessenlos gegenüber, sondern sie nehmen den regsten Anteil an allen politischen Ereignissen und Neuigkeiten. Man braucht nur eins der unzähligen Heinen Tee- hchuser zu besuchen, um die unerschöpfliche Planderfucht der Söhne feftäuftenen. Auch die Frauen haben natürlich ihren gewichtigen Anteil an dieser Neugierde, und die Waschküchen Lstdeu, ganz tote bet Ms, tut ganzett Land eine lebendige Zeitung. Are Matter, bte sich seit dem Jahre 1900 entwickelt haben und die für bte breite Masse des Volkes bestimmt sind, treten in beit' verschiedensten Formen aus. Die Men erzählen von allem eiwach andere widmen sich dem Handel, dem Ackerbau, der Wissenschaft! oder Religion. Auch eine satirische Presse hat sich bereits ge- bildet, bte tu lustigen Karikaturen, scharfe Kritik an der Regierung ubt und das Treiben-der! Beamten aufdeckt, sich über bte Kandidaten, bet den schwierigen Prüfungen lustig macht, bie armseligen Beförderungsmittel oder mildere veraltete Einrichtungen verspottet Es gibt bekanntlich in. der chinesischen Literatur sieben verschieden« Stilarten: den antiken Stil, den literarischen Stil, den blühenden oder eleganten Stil, beit gewöhnlichen Stil, den halbliterarischen., halb gewöhnlichen Stil, den familiären und den Brief-Stil. Di« Blätter find natürlich int gewöhnlichen Stil geschrieben tmb| bedienen sich der neuen -alphabetischen Schriftform, die von der Regierung an Stelle der alten, schwerfälligen Schrift eingeführt und von den armen Klassen rasch erlernt worden ist. Aber es genügt nicht, eine ganz« Reihe von Zeitungen herausziigeben; die Leser müssen sie auch verstehen, und da zeigte sich, bald eins empfindliche Lücke. Man hat deshalb Gesellschaften gegründet, die unentgeltliche volkstümliche Vorlesungen in Städten nndDör-- fern veranstalten und nur den einen Zweck haben, den Inhalt der Zeitungen zu erklären. Der einfache Mann in China hat ja keine Ahnung, was unter bem „vorbereitenden Parlament" zu, verstehen ist, das die Regierung errichtet hat. Ob die Volksbildung durch solche Vorlesungen freilich sehr gefördert wird, ist fraglich, benn in ihnen wird z. B. lang und breit auseinanbergeseht, warum die Mitglieder in bett europäischen Parlamenten sich manchmal Faustkämpse liefern, und ähnliches der Art. Die Regierung erläßt unterbeffen beständig neue Gesetze, (bie sich mit der Presse bch schuftigen. Besonders besorgt ist sie itnt bie Verwendung des alten Zeitungspapiers. Da nämlich alle Schrift- zetchen und alles Gedruckte den Heiligen des Altertitms geweiht ist, so wäre jede Verwendung des Zeitungspapiers zu weltlichen Zwecken eine schwere Sünde, die Unglück nach sich ziehen, müßte. Nach dem Glauben des Volkes wird sogar der, bet etwas Gedrucktes entweiht, mit Blindheit geschlagen. Zum täglichen Gebrauch wird daher billiges dickes' Strohpapier angefertigt. Die Regierung verbietet aber z. B. auch ausdrücklich, zur Verstärkung der Schuhsohlen Zeitungspapier in die Schuhe zu legen. Eine bestimmt« Klasse von Bonzen durchzieht alle Städte, Dörfer und Straßen und sammelt mit sorgfältiger Andacht jeden Fetzen alten Zeitungspapiers ans, damit nicht Unfug damit getrieben werde. Das (alte Zeitungspapier wird dann feierlich vbr den Götterbildern dev alten Heiligen und zu ihren Ehren verbrannt. x *Verschnappt. Bettler (zu einer vorübergehenden Dame): „Schöne Frau, schenken Sie einem armen blinden Mann ein« Kleinigkeit!" Vüchertisch. — S ch u m ann - Heit. Die 100. Wiederkehr des Geburtstages des größten deutschen Romantikers in der Musik, Rodert Schumann, veranlaßt die „Musik für Alle" (Verlag von Ullstein & Eo., Berlin), ihre neueste Nummer dem großen Meister zu widmen. Sie bringt eine Fälle der schönsten Klavierstücke sowie volkstümlichster Lieder. Eine Würdigung Schumanns, mit seltenen Abbildungen versehen, geht dem Notenteit voran. — Deutsche Arbeit Monalsschrist für das geistige Leben der Deutschen in Böhmen (Prag, Karl Bellmann). Herausgegeben im Auftrage der Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaft, Kunst und Literatur in Böhmen. Nr. 7 des 9. Jahrganges enthält : Prof. Dr. A. N a e g l e „Die Gründung des Bistums Prag und bereit nächste religiös-kirchliche und poliiisch-nationale Be- beutung". — Dr. E. Utitz Ausstellung „Deutschbödmiscber Künstlerbimd". (Schluß.) — Dr. Franz Spina „Unser Verhältnis zur tschechischen Literatur." — Felix Adler „Gustav Mahlers Schaffen." — Fortsetzung von Ul (man ns Roman „Doppelleben". Gedichte. — In der Rundschau Dr. Utitz „Deutschböhmische Kimstscbau." (Fortsetzung.) - Literarische Rundschau. — Mitteilungen, Ueber- stcht, der Bilder von Pros. Emil O r l i k, August B r ö m s e und Willy Nowak beigegeben sind. Charade. DasErste ist gewebt so fein. Es läßt hindurch des Lichtes Schein. Und bei des Freundes jähem Tode Trägst Du's zur Schau — so wtll's die Mode. Mein Zweites such int Schwabenland, Beim Neckarfluß am linken Strand. Doch in Italien strahlt das Ganze In Schönheit und int Ruhmesglanze. w, Auslösung in nächster Nummer; Auslösung des Ergänzungsrätsels in voriger Nummer; Auf den Bergen ist Freiheit 1 Der Hauch bet Grüfte Steigt nicht hinauf in die reinen Lüste. Die Welt ist vollkommen überall, Wo der Mensch nicht hinkommt mit seiner Qual. Schiller, Redaktion: K N-.-rotb- - Rototio.'--druck und V-Aa-I der Brühl'fchen Universitäts-Buch- und Steindruckerei. Unge, Gießet i i I 1 r 8 1 k S r s sb Ü