Vonnerstag den L April R* TQafm^^ ■■■Hl •ilti/jV :T1 Ihres Vaters Tochter. Ronran von Sulu von Strauß und Torney. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) 29. August. Ich habe wieder in Bernardis Briefen gesucht, unt nßcub welche Anhaltepunkte für diese nächsten Jahre in Baters Leben zu finden. 'Nachher fiel mit ein, daß das xa von vornherein vergebliches Suchen sein mußte. Vater war ja damals eben zu Bernardi nach München gegangen, •bw zwei hausten, hungerten und hofften zusammen. KZater schlug sich durch mit elend bezahlten Zeitungsartikeln. Er erzählte mir, tote er bisweilen morgens den andern geweckt hat: „Du, wieviel hast du noch? Ich bin ganz blank. Wovon werden wir heute satt?" Bernardi hat sich gähnend E.,,Bett umgedreht: „Geh wieder schlafen, Junge. Wer schläft, spart das Essen. Wir wollen uns heute besinnen." Ms dann plötzlich der Tag des großen, ersten Erfolges kam, den die Kameraden aus der Boheme mit Sekt begossen! Und der Morgen darauf,, an dem der erste Kritiker der: Mann des Tags in dem ungeheizten Atelier suchte, wo er eben für Bernardi und sich den dünnen Tee zum Frühstück braute! . Das ist das einzige, was ich durch Vater selbst davon weiß. Irgend etwas Schriftliches aus der Zeit habe ich nicht gefunden. Bernardis Briefe setzten erst später wieder 'ein, als Vater in Göttingen und später in Berlin war. Wer etwas anderes fand ich, was ich nicht gesucht hatte : eine liebe, traurige, kleine Geschichte in ganz wenig Worten, durch die mir vieles klar geworden ist. Zwei Briefe, bald nach Vaters Fortgang von München, etwa ein halbes Jahr auseinander. .Den ersten verstehe ich nicht ganz, er hat mich zum Teck peinlich berührt. Bernardi hat oft einen sonderbaren Ton in seinen Briefen, den sich Vater wohl nur nm der alten Freundschaft willen gefallen ließ. Er fängt immer abrupt an, ohne Einleitung und Horrede: „Die L. M. >var heute bei mir. Mensch, was hast Dar mit der denn wieder vorgehabt? Das arme Mädel dauert mich. Wann wirst Du endlich vernünftig werden? Bist sonst so ein netter Kerl, wenn die verd— Schürzen nicht wären. „Der Goethe? Laßt's mi aus ! Wann Du leistest, was der Goethe geleistet hat, kannst Dn's auch machen wie er. Mer erst beweisen. „Du wirst. Dich noch mälverrennen, das seh ich schon. Und ich hab nicht Lust, immer Deine Dummheiten in Ordnung zu bringen! „Eigentlich , sollte ich froh sein über diese neue. Da brauche ick) ^D-eine Konkurrenz auf einem gewissen Punkt . a 3 „Wenn Du zu Dibelins' gehst, erzähl der kleinen Ann« von mir. Und paß ans, was für ein Gesicht sie daz«. macht. Hörst Du?" Die kleine Anna Dibelins war meine Mutter. Dieses! feine, kinderinnge Köpfchen, das der Bernardi, dieser derb« Mensch, mit so ehrfürchtig zarten Silberstiftstrichen auf das weiße Blatt gestellt hat. Der zweite Brief ist nur ganz kurz, Jin Frühjahr 1874 geschrieben: „Daß ich Dir und ihr alles Güte wünsche, weißt Duf Daß ich zur Hochzeit komme, wirst Du Glicht verlangen. Ich! packe diese Woche auf und fahre nach Paris. Ein alteR Plan. Mensch — Dr. Peter Florenz Weddigen — Div gönne ich sie am ersten. Aber der Teufel soll Dich lebendig holen, wenn Du d> ihr nicht so gut rmrchst, Ivie solch eh£ feines, gläsernes Seelchen es nötig hat!" Ich weiß jetzt, was zwischen den beiden standj! Vater hatte damals fernen Doktor gemacht und wälz als Professor nach Bonn berufen. Erstand fest auf eigenen Füßerr. Er konnte seiner Fran eine Eristenz und ein Heim bieten. Mer ich weiß, ohne daß er es mir gesagt hat, daß es ihm weh genug getan, so über den Kameraden wegschreiten zu müssen. Ich liebe diese Feinfühligkeit an ihm, die ihm verboten hat, mir je davon zu sprechen. Aber auch dem andern muß ich gut sein mit seinem tapferen, wortkargen Verzichten. Er tut mir leid. Ob er wohl noch lebt? Und wo? Ich möchte ihn kennen. Vielleicht würde er jetzt gern von ihnen sprechen und erzählen, da sie beide mit uns hier unten und unsevrl unruhigen Wünschen nichts mehr zu schaffen haben! „v. 31. August, Mittlers Brautbriese! i Ich habe fast ängstlich vor denk dünnem Päketchen mit der fernen Schnlmädchenschrift gestanden und mich nicht getraut, sie anznfassen. Durfte ich sie lesen? Profanierte ich da nicht etwas, das nur diesen beiden Menschen allein gehörte und kenrem Trrtten? Fremde, unberufene Neugier ibäre Prosanation, ja. Mer ich bin ja ihr And! Ich habe ein Recht, darcrus, ihnen so nahe zu kommen, wie es nur möglich ist ohne ihre lebendige, persönliche Gegemoart. Etwas anderes können sie mir janicht nrehr gckbm als dieses! 1. September. Kleine, steife, schüchterne Mädcherrbriefe auf ordentlich in der Mitte geknickten feinen Bogen. Zuerst „geehrten Herr Doktor" uitb natürlich „Sie". Darrn fortschreitend M der Anrede „lieber Herr Doktor". Und endlich : ,Meber Peter Florenz, weil Du willst, daß ich beul Vornamen und Du sagen soll, nmst ich es rvohl tun, wenn es mir mich noch sehr sonderbar vorkommt." — 214 M SiÄtr Mr Leim Lesen der Briefe, als ob ich einer) Knospe zusah, die sich ganz leise, fast unmerklich öffnet. „Wenn ich Deine Briefe lese, schäme ich mich oft, daß ichÄir keine besseren schreiben kann. Wer ich iveiß nichts. Dch wundere Mch überhaupt jeden Tag mehr, daß Du Mich so gern haben tarnt. Besonders wenn ich in Deinen Büchern lese .. -S „Es macht mir oft angst, wenn Du so schön von mir ß riehst. Ich bin gewiß nutzt so. Und manchmal fürchte ) mich vor der Zukunft, wenn ich erst Deine Frau htm Wenn Dn nur nicht enttäuscht bist." „ES kommt mir oft fast unrecht vor, daß ich jetzt so diel an Dich denke. Fast als ob ich Vater und Mutter Nnd «illes zu Haus nicht mehr so lieb hätte wie früher . . ." a „. . . Dir bist ja viel Mger als ich, das weiß ich wohl, And ich gebe mir ja auch immer Mühe, Dir zu folgen und so wie Du zu denken. Aber diesmal konnte ich es nicht, sei nicht böse. Es ist doch nicht recht, daß Du die Trauung und alles das Überflüssig und Menschenwerk nennst. Mir ist es ein so schöner Gedanke, daß wir an dem gleichen Mtar getraut werden, wo ich vor drei Jahren konfirmiert bin. Ich mußte weinen, als ich Deinen Bries las —" Mir fiel Bernardis Ausdruck vom „gläsernen Seel- chen" ein. Wie wahr der ist! Durchsichtig, lauter wie Klas, aber auch ebenso zart und zerbrechlich! Vaters Briefe an ste hätte ich lesen mögen! Wie er W wohl geschrieben hat, daß es ihr fast angst machte? 2. September. Es ist so sonderbar — ich habe die beiden in meinen Webanken immer nur als meinen Vater, meine Mutter gesehen. Nie als Mann und Frau, ohne Beziehung aus Mich Ich versuche, das Bild meiner Verlorenen von dieser egoistischen Auffassung koszulösen, über sie umzudenken. Mer «s ist mir ein wunderlich peinliches Gefühl, fast wie Eifersucht. Als Freund habe ich mir Vater immer gut vorstellen Bunsn. Er war mir ja selbst immer der beste, liebste Freund. Aber als Mann? Daß es da irgend einen Menschen auf der Welt ge- tzesten hat, der ihm noch näher stand als ich! So eng Und nah ihm verbunden, wie überhaupt nur ein Mensch dem andern sein kann! / Ich sehe die junge Frau vor mir, im weißen Kleid, Mit hängenden, grünen Bändern am Hut. Sie geht mit ihrem Mann durch den Garten, Arm in Arm, mit einer leisen, weichen Bogelstimme. Und dann spricht er auch. Keine Stimme höre ich deutlicher. Nein, nein, ich kann es mir nicht vorstellen, wie sie «usammen waren. Meine Phantasie versagt einfach Es ist da etwatz Geheimnisvolles, eine verschlossene Tür für mich! Mann uüd Frau! Wird sich je eine Tochter ihren Vater rein als Mann, «ks Gatten einer geliebten jungen Frau denken können? Vielleicht, wenn sie ihn, wie die Teichinanns Töchter, noch leiden Tag einem lieben, weißhaarigen Mütterchen altmodisch ritterlich den Hof machen sähe. Oder sieht man auch das mrv mit den Augen des Kindes? 3. September., Ich möchte wissen, wie Tilla und ihr Mann zusammen- Kekommen sind, wie sie miteinander fertig werden Ich weiß nicht, tote mir das auf einmpl in den Kopf kommt: vielleicht, weil ich Beispiele suche. Wer ich glaube, dieses Beispiel toäre nicht das rechte. Ich kann mir kaum zwei Leute vorstellen, die weniger zusammen paßten. Wer ich kann mich ja irren. Mann und Weib sollen sich vollkommen ergänzen, sagte er ja damals selbst. Ergänzen heißt doch, daß der eine besitzt und gibt, was dem andern fehlt. Ich kann es nicht beurteilen, toterer Bei meinen Eltern noch bei andern. Es bleibt mir eben „verschlossene Tür." 4. September. Ich habe heute meine Noten durchgesehen. Es sind Bin paar Hefte von meiner Mutter noch dazwischen, [entU mentale englische Liedchen für hohen Sopran. Ich er innere mich, daß ich sie einmal, vor Jahren, zu singen anfing, als Vater dazukam. Es ist das einzige Mal, ix® ich ihn dis Selbstbeherrschung verlieren sah. Er schlug mir das Notenbuch heftig zu und verbot mir, daraus zu singen. Heute störe ich ihn nicht damit. Die kunstlose, fast zu ioeidje Melodie mit dem müden Refrain „Dv not sorget me" hätte zu einem altmodischen dünnbeinigen Spinett gepaßt. Die schwermütige Stimmung legte sich, während ich sang, tote ein graues Spinnweb über mich und bliest auch, gls ich nachher in den Garten ging. Es hat den ganzen Tag über geregnet. Jetzt ist es wieder klar geworden. Die Sonne ist schon hinter einer taubengrauen Molkenbank untergetaucht, aber darüber ist der ganze Himmel mit bernsteingoldenem Licht getränkt. Das Reseda in meinen Beeten füllt die Luft mit einer feinen, unsichtbar en Süßigkeit. Wieder pin Tag herum. Einer von meinen stillen Tagen, „so ohne einen Menschen", juie Frau von Teichmann sagt. i Ich muß an meine Mutter denken. Sie ist nicht so alt geworden, wie ich jetzt bin. Schon Jahre vorher hatte sie ihr Leben fertig gelebt, war Braut und Frau und Mittler gewesen. Eigentlich merkwürdig, daß ich mir noch nie so etwas gewünscht habe. Wer ich war so glücklich in unserm Stillleben, daß mir jeder fremde Mensch nur eine Störung! war. Und wen ich kennen lernte, maß ich mit Vaters Maß. An das reichte keiner heran. Ich habe nie darüber nachgedacht, ioeil Vater mir alles war. Und nun auf einmal habe ich nichts mehr. Mein Dasein ist so ganz, leer und überflüssig geworden. Ich sollte beide Hände voll Leben haben und habe statt dessen nichts als Vergangenheit! (Fortsetzung folgt.) Rautrnbusch. (Erlebnisse mit einem weidgerecl>!en Jäger, nebst zwei Stöckte in vorn Landgrafen Ludwig VIII.) (Schluß.) (Nachdruck verboten.) III. Im Oktober wurde in der Bensheimer Gemarkung, besonders im Stubenwald, bustUert. Ter Stuüemvald loar ein prächi- tiges Jagdrevier: Fasan, Reh, Hase, Fuchs und Raubzeug kamen vor. Auch die Feldjagd war ergiebig und wurde fleißig aus- geübt: ich hatte im Schießen einige Fortschritte gemacht. Mit dem Wetter hatten wir es scUechl getroffen. Trüb und nebelig! zog der Tag herauf, ein feiner Regen rieselte .nieder, 'der sich zu einem Bindefadenregen ausbildete. Tas Wild ging zurück. Wir hatten einige Treiber mitgenommen, die bald bis auf die Haut durchnäßt waren; sie weigerten sich, noch iveiter durch das dichte Unterholz zu gehen; also versuchten wir aus dem Felde zu jagen. Hier ging es beinahe noch schlechter; wenn man den Stiefel aus dem Schlamm zog, tat eS einen Quatsch wie beim Bäcker, der Teig knetet. Trotz alledem wurde lustig drauflos geknallt. „Sehen Sie, dort liegt einer!" sprach Raulenbusch und zeigte nach einer Schäle, hinter der sich ein Longiöffel gebucht hatte. „Aber nid# schießen, es ist imWeidmännisch, ein Wild im Lager zu schießen. Tagegen würde ein Hasonfluippler den Lampen von hier aus sicher erlegen." — „Sind die Kerls wirklich fo gefährlich?" fragte ich. „Heillose Nichtsnutze, Lumpen, Jagd- gierige sind es; tote der Teufel auf eine arme Seele und der Brauuttoemsäuser auf deu Schnaps versessen ist, so sind di« Kerls auf das Wildern versessen. Ebenso die Eiernvpfer auf den Eierdiebstahl. Im Frühjahr nifben die Wildenten zu Tausenden auf den geköpften Weiden in den sog. Kläuern am Rhein. Tie Eierklopfer durchstreifen in aller Herrgottsfrühe die Weidenschläge und klopfen ftorit1 an die Stämme. Sofort fliegt jede Ente ab, die ihr Nest auf einer Weide hat. Ter Räuber Rettert leicht hinauf und raubt die Ei-er, bte zu Tausenden übern Rhein g«- stmdt werden." Tas Wetter Würbe immer schlechter; bis aus die Haut durchnäßt, spannten wir ab und zogen mach Haufe. Beim JagdherrN gab es einen kräftigen Imbiß: Neues Sauerkraut mit Schweins-- knöchelchen und „ebbs hinnedruss!", wie der gediegene Gasthalter R. in Lindenfels zu sagen pflegte. Daß die Schüsse und dos Jagdiergebnis während des Eisens besprochen und kritisiert wurden, ist selbstverständlich. Rautenbusch hatte die abgegebenen Schüsse gezählt und notiert; sie wurden mit den gemeldeten Treffern verglichen, wobei sich her ausstellte, daß die Treffer zahlreicher als die Schüsse waren. Routenbusch brunrmte grimmig in den Bart; der Jagdherr tödjelte sein und trommelte mit den Fingern der rechten Hand auf der linken. „Sie haben noch nicht gemeldet!" bemerkte er und schaute mich fragend an. ,Jfch habe *■=” 215 ein eigentümliches MeinM auf einen Hase» geschofle», der Ibnnt« aber trotzdem tocf) besser laufen als ich," gestand ich aufrichtig. Ter Jagd- Wrr nickte. „Da hat doch einer die Wahrheit geredet und der Unterschied zwischen den Schüssen und den Treffern vermindert sich em wenig," bemerkte der Gastgeber. Er die Melle. Wird sie Ihm verweigert, so rrchl Er dmr »toten jene d-rer Worte zu und dann mache Er sich fcMeuniaS aus dem Staube." „Ich ,vage es und Wenn eß den Kopf kostet," «rüvorleüt der Kandidat. -MichE! nichts! es kostet feiiieu Kops! Irisch gewagt ist Mlv getvvnnen! Aber pünktlich must Er sein, verstanden?" ,^er Kandidat war wirklich pünktlich zur Stelle; er Eil den Herrn tm grauen Anzug von toettem henmkommet». Älopfenden Herzens steigt er die Treppe hinauf nach deut Berattrngsztmmer. Der Karrzleidiener ivill ihnr den Eintritt Mrlvtzhren, wird aber von beut Kandidaten beiseite geschoben. Der Pmsrdent mch die Rate erheben sich sobald sie den Eindringling! erblicken, sie zittern vor Erregung und Wut. „Wie kann Er sich erfrechen hier einzudringen?" ruft der Präsident. . '-Äch frage zum letzten Wale, ob ich die Pfarrei erhalte« KLrde? schreit der Kandidat entgegen. .. »Nw und ninrmer!" ruft das ganze Kolleg. Ter Präsident verstt die Klmgelschnur entzioei. schreit ihnen der Kandidat den GStzschen Ausruf entgegen, recht dte Maltüre auf, rennt den Kanzleidiener übern Haufe», sprmgt dte Treppe hinab, gelangt ins Freie und sieht den Herrn im grauen Anzuge kaum zwanzig Schritte vor der Türe stehen. „Sie wmMen!" ruft der Kandidat dem Herrn zu und beutet nach dem ersten Stock. „Ich habe Euren Auftrag ausgerichtet, mm seist, wie Ihr mit den Herren fertig werdet!" Kaum w»r der Flüchtling hundert Schritte lveiter gerannf, so ^schien ein hohes Kolleg im Portal des Hanfes, mit feuern roten Köpfen, als hätten sie die Hölle angeblasen, schnaufend, pustend, schtveißtriefend, bebend vor Zorn und Wut! Der graue Herr ging einige Schritte vorwärts, dann blieb et steyen. Es war Landgraf Subtuig VIII. Mit liefen Bücklingen und ehrerbietigen Kratzfüsten nahten die Herren dem Regeltien. Der Kandidat sah das Herankommen und dre ehrerbietigen Gebärden. „Jetzt gehts zu.bösen Häusern, eÄ cht der Landgraf!" rief der Alteiltäter und warf seine langen Beine durcheiumtder. - ,,WaS gibts? Was ist vorgesallen?" fragte Luistvig VIII.. die schnaufenden und pusteudett Herren. „Durchlaucht »vollen «Kergnädigst verstatten! Dieser abschen- liche Mensch, dieser Satan in Menschengestalt sagte — sagt« —" stotterte der Präsident, dann blieb er stecken. „Heraus mit der Sprache! was sagt« der Flüchtling?" fahl der Fürst. „Man kann es nicht wiederholen, Tnrchlancht, halte» zu Gnaden--" keuchte der Präsident. „Na! na! was ein solcher Mensch behauptet, können Ei« Mstandslvs tviederhvlen, also heraus damit!" befahl der Landgraf. „Er sagte — sagte — Durchlaucht Wien allergnädigs» ver- zeihen — wir sollten ihn — ---,!" „Svoo!" antwortete der .Landgraf; „eilt das so?!" SprackO, liest, die Herren stehen und ging weg. Eine Sßodje spiter trat der Kvtrsistorialbote bei den» Kandb- datrn ein und überreichte ihnr ein Sck>reiben mit takergnostem Siegel. Es war das Dekret für die gewünschte Pfarrei. Gg. Schäfer.' Bilöer vom Ausbruch des Aetna. Vvm jüngsten Ausbruch des Aetna gibt Luigi Barzini, der ausgezeichnete Korrespondent des „Corriere della Sera", der fä- fort an die Statte der großen Katastrophe geeilt ist, eine er- schöpfende Schilderung des gewaltigen Naturschauspiels. Tenn als «in großes Schauspiel wird der Ausbruch von allen Augenzeugen empfunden; nur in den ersten Stunden, «he der Laus der Lava erkennbar wurde, bemächtigte sich der Bewohner de» höchsten Dörfer Bangen und Sckjrecken. Nnn, da man die Gewißheit hat, daß Lebensgefahr nicht droht, so lange sich nicht neue Krater öffnen, genießt man wie in einem Theater daß wundervolle Schauspiel, und an allen Stätten, wo nach der Meinung! des Fernstehenden Angst und Grausen herrschen, waltet Fröhlichkeit und Freuden über die guten Einnahmen, die die Tausende von Fremden bringen, die herbeigeeilt sind, mit den Zorn des Ketnas zu sehen. Bon weitem ist der mächtige Berg in dicht« Rauchwolken eingehüllt; nur der feurige Widerschein am Himmel läßt die Stätte ahnen, aus der Feuer und Zerstörung ihren Weg neljnien. „Während Wir mrf den schmalen Bergpfaden empvr- klimmeu, haben wir fast den Eindruck, a!S ob der große Ausbruch versckKvunden und als ob alles nur eine große, furchtbare Täuschung getveseu sei. Die herrliche Landschaft unter uns, die irrt Mondlicht gebadet silbern flimmert, nimmt die ganze Aufmerlsanv- feit gefangen. . . Aber plötzlich bricht ein hohles Brausen los wie hundert TvnnersckMge, die Lust wirb erschüttert und von Hügel zu Hügel pflanzt sich das Echo fort. Taim erstirbt dies zornige, majestätische Dösen, und wir fühlen die Erde unter unsere« Füßen beben. Tas ist der grollende Aetna, der sich in feinen! Tiefen reckt. Mit dem furchtbaren Donner verschwindet die Fröhlichkeit der Bergsteiger. Wie drtrch ein Zauberwort erlischt das Gespräch, und in bangem Schweigen bringen wir weiter vorwärts. An einer WegkrüMmnng sehen wir dann die Lava, diesen gewaltigen Strom glühender Felsen, der eher an ein schreckhaftes „Kam da emes Tages ein Manu, so etwa 38—40 Jahre alt, fchivarz angetan, lang und hager und blaß, aus dem Hause her- Mrs, worin das Konsistorium seine Sitzungen hielt und wäre um -m Haar mit einem in Gran gekleideten Herrn zusammengeftößm, •er grade vorüber gehen ivollte. „Na, hat Er keine Augen!" tief der Graue den Schmerzen an. „Verzeiht meine 'UngMick- »ichkeit, Herr!" entschuldigte der Schwarze, „aber wenn ein Mevsth solches Mißgeschick hat Wie ich, kann ihm Hören und Sehen vergehen." „Sv, Er hat Mißgeschick!" erwiderte der Grane und schaute -en langen, hageren Menschen teilnahmsvoll an. „Was hat Er jür ein Metier? Wo seUts?" „Ich bin der Psarramtslandidat N„ war zum fünstemnak Heim 5konsistprium, bin schon unzähligemal übergangen worden! Nnd Wbe nie eine Pfarrei erhalten, weil ich weder einen Vetter, »och «men Onkel, noch eine Base, Noch mm smcstigeu Fürsprecher habe imb muß zuletzt noch mit meiner Braut verhungern " — „Wie lauge ist Er verlobt?" — „Siebzehn Jahre und einige ©iouate,Jcertee Herr." — „Also dient Er schon länger als Jakob p.m dte Rahel." — „Und nichts zu reißen, nichts zu beißen, ich »tu dieses Janrmrrl«l>en müde und stürze mich nächstens in den! Rhein." „Na, na, nicht so hitzig! Er muß es noch einmal probieren, MNß den Räten den Text lesen, daß es ein« Art hat/' — „Hafr F? soeben getan, da ließen sie mich hinausweisen; ich weift nicht, tot« ich es besser machen soll." „Ta scheint Er ja ein zartsinniger Prediger zu sein! K?nnt Er nulst das Schreiben, das Tr. Luther an den Herzog Einich von Braunschweig gerichtet hat? .Tort fommen kräftige Worte vor, he?" „Herr, teer Sic auch sein mögen, Sie wlssen mehr als znancher Konsistorialrat, ich gewinne Vertrauen: zu Ihnen. Heute «n ackst Tagen wage ich es noch einmal. Werfen sie mich hinaus, so gehe ich zum Kaiser oder zum alten Fritz, lasse mich »mverben mtb werde Soldat, da können sie mich---!" (Hier «ebrauck'te der Kandidat drei Worte, die Götz von Berlichingüm hem Trompeter zurief, der ihn aussvrderte, fich zu ergeben.) Der graue Herr brach in schallendes Gelächter aus und ant- «vrtete: „Gut! gut! Das kann helfen! Kimme Er heut in W Tagen Wieder um dieselbe Stunde; gehe Er zum Konsistorium Ausdruck für Angst und Schrecken. IV. Im November begannen die Treibjagden; Raitte-iibustH sorgte MS für einen guten Stand. Zuweilen brachte ich viel zur Strecke, dann aber auch wieder nichts. Tas hatte seinen Grund daß ich mich nicht ruhig genug verhielt oder das Wild verpaßt«, weil ich in Gedanken mit anderen Dingen beschäftigt war. Im Gebirg gehen die Böcke leicht zurück; deshalb stellte Mich Rantenbusch beim letzten Jagen — es war in der vierten Jannarn.Dche — auf den Rückwechsel, wo ich einen starken Bock zur Strecke brachte. Das Treiben fand im Felsberg statt. Beim zweiten Trieb kam ich nnmittellmr über den Weg zu stehen, per dicht am großen Felsenmeer« Von West »rach Ost hinzieht, „Heer wurmt sicher ein Fuchs!" ermutigte Rautenbusch; „ruhig! »erhallen, scharf zielen!" — Das Treiben begann; eine Viertel- Munde mochte ich gestanden haben, da er! ' " . ’ / /, : von Osten her; es wurde stärker, der Erdboden zitterte, gk Wipfel her, hohen Buchen kamen in Bsvegimg, die mächtigen! Blocke des Felsenmeeres rieben sich aneinander, daß es knirschte, tote es geschieht, wenn eine schwere Steinwalze ilber eine frisch- »eschotterte Straße fährt. Unter dem Erdboden schien sich eine Ungeheuere Schlange hinzuwälzen, die mit ihrem Schwanz beim VerickW-inüen noch einen fürchlerlicheat Schlag gegen die Ober- Wiche tat. Ein Fuchs schoß zwischen zwei Felsen heraus und v» eme andere Felsspalte hinein. Ihn hatte das Erdbeben — das w, das damals den Odenwald, die Rheinebene und besonders »as Ried mehrere Monate in Aufregung erhielt — aus dem Dan getrieben. Ter Trieb während des Erdbebens ivar völlig »rsoighs: Schützen und Treiber hatten das .Gefühl von UeblicK leit, von einer Art Seekrankheit, von Hilflosigkeit. Aehnlich war rs mc einem Eisenbahnzusammenstvß in der letzten Augustwvchie Nvtschen St. Ahold und Fanlancnwnt nachts gegen elf Uhr. Bei Erdbeben und Eisenbahnzusammenstößen verlieren die meisten Menschen ihre Kaltblütigkeit. Abenirs saßen wir beim „Rieseiilampert", der auch von ‘bet J agd Partie war. „Mir ist mein Weißgeng beiqefalleu *), als der Schlag imter meinen Füßen Losging," meinte der eifrig« Nimrod. „Vielleicht ähnlich wie jenem Pfarrkandidaten, der Ernt Konsistorium im Auftrag des Landgrafen eine unartige Antwort leben mußte," fiel Rautenbusch ein, der ziemlich aufgeräumt Mw deshalb zu Mitteilungen geneigt war. „Dann heraus mit »er Geschichte," hieß es von allen Seiten, „ivenns auch kein Kagdstückchen ist," Rautenbusch zwirbelte den Schnurrbart und »eganu: TraumbiN» als an die Wirklichkeit gÄnlahnt. Unb dann sehen Wir dir Krater, dicht nebeneinander liegen sie, aus allen strömen die Flammenmasscn und rereinigen sich zu einens einzigen, riesigen Feuermeer. Ganz hell ist es unb weithin durch die Nacht liegt die Gegend im Feuerschein erleuchtet. Die .Höhe, von der die Lava hevabströmt, mag gegen drei englische Meilen betragen. Eine Weite, formlose Masse in rotleuchtendem, einfarbigem Licht. Wenn man daim das Ganze überblickt, hat m'ffn den Eindruck eines ganzen, sich bewegenden Berges. Kleine Nebenflüsse zweigen sich Wnt Hauptstrom ab, kreuzen einander; bisweilen schiebt sich ein Hindernis ihnen entgegen: daun bilden sie große weite Feuerseen. " Hin und wieder schließen seltsame, durchsichtige Farbengarben Lmipor wie Massen rotglühenden Eisens; plötzlich werden sie von dein HauptstMin ausgestoßen; unwillkürlich mtsteht der Eindruck, Als sähe Man große Ströme von Blut. Und man denkt sich den Aetna üertomtbet, man sieht ihn sein Blut verlieren und hört ihn in Zorn und Wut grollen. Ue'ber den feuerspeienden Kratern liegt ein einzelner, einsamer Krater, der Bomben und Rauchwolken Koßwtzise «NporMeudert. Jede Entladung bringt einen Blitz Und einen Donnerschlag, als ob gewaltige Geschütze abgefeuert Würden." Aber man kennt jetzt die Richtung und die Schnelligkeit der Lava und alle Angst ist gewichen. Ter Pfad i$imf LavastrvM ist von Menschen erfüllt. Bauern tragen lange Störte, "bte hie in bat Feuerfluß tauchen; später zeigen sie die verbrannten Buden Mit dem gleichen Stolze, mit dem etwa ein heinikchrender; Krieg er ferne blutige Lauzenspitze vvrweifen Mag. Man tauscht seine Eindrücke, man verfolgt Mit Interesse den Lauf der Lava, diskutiert feine Schnelligkeit. Am ersten Tage hat sie 7 ;Kilometer zurückgelegt, am zweiten 3 und am dritten kaum ein Drittel. Es ist fast sicher, daß der Ausbruch sich nicht verstärken wird. Kein Dorf ist in Gefahr, nur einige Felder sind zerstört. Die Bauern kennen ihren Feind und nehmen seine Feindseligkeiten nicht allzu lernff. Es scheint, daß die Ausbrnchssphären des Aetna immer höher 'emporsteigen und sich den Gipfeln nähern. 1883 öffnete sich der Krater bei 3000 Fuß Höhe, 1886 bei 4600, 1892 bei 6000, und die jehiceil Krater liegen bei 7200 Fuß Höhe bereits int Reiche des ewigen Schnees. Ueberall sieht man Neugierige, die den Ausbruch beobachten wollen, aber das Interesse ist bereits im Abnahmen und jdde dramatische Gpamtung geschwunden. Der Ausbruch ist dem Bolle nur noch eine seltene freie Ausstellung, jein riesiges Felrerwerk, das jeder sehen will. Seit dem -letzten ywßen Jahrmarkt hat Nicolwfi nicht so viel Gasts gesehen.. Alles ist vergnügt und gWcklich und fast alle Sprachen der 'SBeft kann Mau in dem Keinen Dorfe hören. „'Der grollende Aetna, der Uns ^erschrecken wollte, ist diesmal gedemütigt. 60 000 Schaulustige find heute morgen gekommen, um den Lavastrom zu besich- tigen. Am Mend hallen die Täler und Dorfstraßen wieder von dem fröhlichen Gelächter der Menge, und ans der Eben« hevmtf tönen die Gesäuge der Bauern. Auf den Hügeln gehen die Ausflügler spazieren, in der Nacht trugen sie kleine Laternen, die wie Glühwürmer funkeln, so das; der Berg im Blau der Nacht wie ein sternbesäter Himmel aussieht. Am Morgen aber sieht man aus den Hügdlkanteu die Silhouetten der Besucher gegen die Margendämmermrg sich abhsben. In Rievlosi herrscht Feiertags- stimMnng. Alle Wirtshäuser sind belagert, die Huppen ankommender iAutomobfle klingen zusammen mit dem Geschrei der Esel, mit knallenden Korken und fröhlichen Rundgefängeu. Maultiertreiber bieten den Fremden ihre malerisch aufgeschirrten Tiere zu Aus- f (rügen zum Lava ström an. Wie dieser gewaltige Ausbruch so kurzerhand zu einem Schauspiel und zu einend einfachen Geschäft für die Gastwirte umgewandelt wird, das Muß wirklich ein schmerzlicher Anblick sein für einen alten imd geivissenhaften Vulkan." Vevmr-chtes. "■ Der Schwimmlehrer des Kapitän Webbs, des berühmten einzigen Ueberichivimmers des Aermelkanals, ist in London im Alter von 84 Jahren gestorben. „Marquis" Bibbero — so nannte er sich — war ein hervorragender Schwimmer und einer der ersten Berufsschwimmer in England. Er ivar, selbst noch in hohem Alter, Instruktor an einem großen Institut, dessen Zöglinge er in die Kunst des Schivimntens einweihte. Außerdem trainierte er verschiedene Kanalschwimmer, wie Weidman und BnrgeS, und es ivar erstaunlich, zu sehen, wie Bibbero im Jahre 1901, 75 Jahre alt, beim Training der Kaualschwimmer in Dover selbst noch eine englische Meile in der See schwamm. Als Weid- man int Jahre 1904 seinen Kanalschwimm-Versuch unternahm, begleitete ihn der Greis, dem ein langer iveißer Bart ein ehrwürdiges Ansehen verlieh, in einem Boot auf das Meer. Es ivar muten in der Nacht, und der Regen kam in Strömen vom Himmel herab; trotzdem hielt Bibbero fünf Stunden unentwegt bei [einem Schützling aus, bis diesen die schwere See zum Aufgeben zwang. Jetzt hat eine Lungenentzündung den betagten Sportsmaun dahin- gerafft. ch Geschäftsreklame vor 200 Jahren. Einen Einblick in die Geschäftsverhältnisse und das Reklameweseit Berlins gewährt eine Anzeige, die aus dem Jahre 1717 stammt und die jetzt vom „B. B.-C." veröffentlicht wird. Sie führt die Heber- l'chE „Speeiflcation derjenigen Euriofitäten, so bey Herrn Johann Michael Döbler, Hoff-Optico in Berlin nuff dem neuen Marks' dicht bei den Duo Episeovo an wohnhaftig, vermittelst der Cplte verfertigt worden." Die Anzeige fuhrt auf: 1. Eine optische Nacht- Ubr, so alle Stunden eine König!. Fürst!, oder sonst hohe Staudes- Persohn vom Hanse Brandenburg präsentiert, woben man die ganze Nacht sehen kann, ivas die tthre ist. 2. Eine Optische Nacht-Uhre, so aufs ein weißes Leder an der Wand präsentieret, ivenn matt aufwacht, daß man sehen kann, was die Klocke ist. 3. Ein großer höltzerner Breniüpiegel, damit mnn durch die Sonnenstrahlen alles schmelzen kätui. 4. Tubus opticus, dadurch man in den Mond und Sternen vieles genau erkennen kann. 5. Mieroscopium, dadurch man, wenn der Mensch Blut gelassen, sehen kann, ob Würmer drein feyn. 6. Vexier- oder Bergrößerungsspiegel, dadriiinen eines Menschen Angesicht 2 Schuhe lang sich präsentieret. 7. Windbüchsen, damit aceurat zu schießen. 8. Vergrößerungsgläser, das man in ein Fenster setzet, dadurch man einen auf 5000 Schritte erkennen kann. 9. Sprach-Rohre, dadurch man auf eine Viertel-Meile rufen kann. 10. Porspektivische Stöcke, damit man spazieren gehet. 11. Varesol und dabei Sprütz-Stücke. 12. Nachtlaternen, die matt an den Stiefel schnallen kann. Nachtlampen, auch dabei eine Nacht-Uhre, die man des Nachts gebrauchet, wenn man nicht schlafen kann, daß man im Bette lesen und schreiben kann, auch zugleich sehen, was die Klocke ist. 13. Ferngläser, vor Versöhne^ die die Weite keinen erkennen können, 14, Stahrgläser, welchem der Stahr gestochen. — Eine für damalige Verhältnisse recht nette Auswahl von optischen Dingen, die auf einen g -wissen hohen Stand der Mechanik und Optik in Berlin schließen lagt. 'Ein Gedicht ohne R. lieber die bekarntte Spielerei, ganze Atifsätze oder Erzählungen ohne den Btichstaben R zu schreiben, hatte kürzlich ein Aufsatz der „Zeitschrift für Bücherfreunde" zusammenfaffend berichtet.' Als Nachtrag dazu macht jetzt Prof. Dr. Robert F. Arnold in Wien darauf aufmerksam, daß die deutsche Literatur aucl) ein Gedicht ohne N, besitzt, und zwar in den Gedichten der bekannten unfreiwilligen Humonstm Friederike Kempner seligen Angedenkens. Es umfaßt nicht weniger als 66 Verse und tritt, wie so viele „Poesien" der trefflicheii Friederike, für bessere Behandlung der Tiere ein. Als Probe sei der Anfang im Wortlaut nutgetetlt: Wie viel Licht int Sonnenball, Wie viel Statlb im Weltenall, Wie viel Staub und wie viel Sand Gibt's nicht schon tm Heimatland t Wie viel hohes, schönes Licht Hat's tm deutschen Lande nicht t Wie viel Angst in Blitzes Scheich Wie viel Lust im Glase Wem l Doch ganz komisch ging man um, Alles schaffend meistens stumm; — Bloß den Menschen ausgenommen, Lebt sonst alles still beklommen. Dem Menschen adern die Kunst man gab, Zu zählen all sein Gut und Hab', Zn sagen, wie's unb was ihm tut, Uni) ivie ihm jetzt unb je zu Mut: Wenn ihn die Habsucht vollgefüllt, Und ivenn die heiße Sucht gestillt l Wie ivonneatmend das Gefühl, Wenn nah man einem hohen Ziel. Vnchertisch. — Di e n eu« Bau We lt. Das zweite Heft der int Bebla'gh Ullstein u. Eo., Berlin, erscheinenden Zeitschrift „Tie Bau- Welt" beweist, ivie gvoß das Bedürfnis ist, das durch die-Schaffung eines Nachrichteub'tattcs für alle Zweige des Bailivesens befriedigt wird. Tas zweite Heft enthält eine Fülle interessanter Mitteilungen! aus den verschiedensten Städten des deutschen Reiches; namentlich aber auch ans dem weiten Umkreise Grwß-Berllns. Ter erM Einheits-Bebauungsplan Mr eine Weltstadt, der durch das Prers- ausschireiben für Groß-Bmliu geschaffen w-orden ist, wird in betl Bauwelt ausführlich bespvockM. Das Heft bringt auch die Bildnisse der hauptsächlichsten Preisträger. Die illustrierte Beilag«! zeigt vorbildliche Bauten wn Mietshäusern und Villen unb ge- währt in einem reich illustrierten Aufsatz über Garten- und Parkanlagen einen interessanten Einblick in die moderne Gartenbaumust. Logogriph. Kennst du das scharfe Gerät mit s und mit e an dem Ende? Tausche s e gegen f, ist es nur scharf als Gewürz. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Diamanträtsels in voriger Nummer; K Rad Pirna Karpfen Hafer Reh n Redaktion: kl. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universität?. Buch- und Steindntckeret, R. Lange, Gieße».