Mittwoch den 5. Oktober M0 £ aTJisTy «g W @! Friedel halb-süß. Spontan von Fedor von Zobeltitz. (Fortsetzung.) * (Nachdruck verboten.) Von dem Nachher wußte er freilich kaum noch etwas. Er entsann sich des fatalen Gesichts des Grafen Eldringen, der dem Gegner sekundiert hatte. Der Mann hatte gelächelt. Nein, das war eine Täuschung gewesen. Der Mann hatte eine g,u kurze Oberlippe: ein ewiges Lächeln spielte Um seinen Mund; er konnte nichts dafür. Er entsann sich auch der wenig liebevollen Worte des Doktors, wenigstens des Tons, in dem er gesprochen hatte. Dann hatte Feßler ihn eilfertig zum Wagen geschleppt. Oben war der tote Mann zurückgeblieben: Eldringen bei ihm und der Doktor und der kleine Franck als Unparteiischer. Franck war der jiingste Leutnant im Regiment. Fritz fragte sich: warum blieb auch der zurück? Warum hat er dir kein Wort gesagt? Warum nicht einmal die Hand gedrückt? — War er des Glaubens, daß du den Gegner töten wolltest? ! Und da Fritz sich diese Frage stellte, fühlte er, wie ein seltsames Flattern durch sein Herz ging, ein Furchtempfinden, ein innerer Schrei der Angst. Er atmete schwer; ein bleierner Druck legte sich auf seine Brust. Er riß sich den Paletot auf. „Ruhe, lieber Freund," sagte Feßler und faßte wieder nach seiner Hand. „Es ist schwer, ich verstehe es. Aber — du lieber Gott, es war ungewollt, es war ein verfluchter Zufall. ... Es hätte auch ihm passieren können. O jawohl! Sie sahen nicht, wie er visierte. Ich sah es aber. Er zielte gut. Eine Handbreit llnks — und Sie hätten sein Blei zwischen den Rippen gehabt." „Es wäre vielleicht besser gewesen." „Ah bah — nicht verzweifeln! In jedem Zweikampf geht es um Leben und Tod." „So sollte es nicht sein — bei mir nicht! Was irritierte mich? War es der Nebel? Nein — es war ja licht zwischen den Bäumen. Auch meine Hand zitterte nicht. Und ich wußte tzenau, was ich tun wollte. Ich fehle sonst Nie. Eine einzige Möglichkeit liegt vor. Veränderte er im Moment, da der Schuß fiel, seine Stellung?" „Ich weiß es nicht, lieber Herr Friedel. Was nützte es auch, wenn wir es wüßten! Wenn mir ein Stein vom Dache auf den Kopf fällt und mich totschlägt, wer fragt noch, ob ich dem tückischen Zufall entgangen wäre, falls ich den Kopf nach rechts statt nach links gewendet hätte! (— Lieber Freund, ich beklage Sie tief. Aber ich llage nicht nutzlos. Das Unglück ist geschehen. Sie werden sich verantworten müssen und werden es mit gutem Gewissen tun. Man wird Ihrer Versicherung, daß keine böse Absicht vorlag, ohne weiteres Glauben schenken und es bei einigen Monaten Festung als Sühne belassen. .Selbstverständlich: ich weiß sehr wohl, daß die Strafe mit Ihrem Empfindest nichts zu tun hat. Aber Sie dürfen sich auch nicht ist schwarze Gedanken versenken.— ich sage offen: Sie dürfest nicht weichherzig sein. Spannuth war Ihr Gegner, persönlicher und der Ihres Hauses — und er provoKiertS das Duett. Er hat auch meinen Bermittelungsversuch schlankweg zurückgewiesen. Vergessen Sie das nicht." „Ich vergesse das alles nicht, Feßler. Es ist wahr! er wollte den Zweikampf. Aber das bringt mich, Mcht über die grausige Tatsache hinaus, daß einer Lappalie erst Menschenleben geopfert worden ist." , „Einer Lappalie — im letzten Grunde gewrß! Nur war es keine für ihn. Ihm hat der alte Haß die Waffe geführt. Sie selbst haben mir die Aufklärung gegeben. Sein Haß datierte Mit zurück. Zu dem Neid über das Aufblühen des Nachbarhauses kam der Aerger wegen des versagten Ofsizierspatents. Und zu guterletzt der Grrmrst über Ihr abweisendes Verhalten gegen Diane Helldorf. Das war die „Lappalie", die seinen geheimen Haß an dre Oberfläche trieb. Mer ich will schweigen, Herr Friedel. Sie werden in Ruhe kommen und sich selber wieder finden. Da liegt Rüdesheim! Wollen Sie in die Garnison zurück?" Fritz schüttelte den Kopf. „Zunächst nach Schrattsteitt. Ich muß den Eltern berichten, ehe die Fama ihnen m dest Ohren liegt. Haben Sie die Güte und melden Sie der Staatsanwaltschaft den Verlauf des Duells. Am Nachmittag bin ich wieder in der Garnison und stelle Mich meinem Gericht. . . ." Feßler nickte stumm. Der Wagen durchkreuzte das sogenannte Hinterhaus, die Rebenterrassen hinter dem Städte chen, und bog in den Weg zum Bahnhof ein. Der Himmel hatte sich inKtvischen mählich gelichtet. De« Dunst war verflogen, nur noch ein leichtes, durchsichtiges! Gewölk strich durch das sonnenerfüllte Blau. Der Rhein strömte in seiner vollen Glorie durch das Tal, breite und schwere Wellen durch sein Bette rollend, glasig grün mit smaragdenem Schaumschmuck. Dampfer furchten silberne Linien in sein stolzes Gewässer; langsam zog eine Schleppe von Kähnen seewärts, und an ihr vorüber flogen in rasender Geschwindigkeit die kleinen Boote eines Ruderklubs. Es war ein köstlicher Tag geworden. Die Häuserreihen von Bingen am jenseitigen Ufer lagen in hellem Lichtch darüber die Burg und das Maigrün des Rochusberges. Rechtsherab konnte man bis zur Biegung des Flusses sehest und bei Bingerbrück im Spiegel des Wassers ganz deutlich den Strom der Nahe untersch eiden — links herab bis zst den Hängen von Geisenheim und dein Roteberg. Der Zug war erst in einer Viertelstunde zu erwarten. Fritz hatte die Billetts gelöst und schritt nun mit Feßler die Straße hinab bis zur Brömserburg, hinter deren Gemäuer die neue Zinnenkrönung der Oberburg dunkle Zacken in das Blau der Luft schnitt. Während über den Weinbergen noch immer ein rostiger Don lag, war der ganze Niederwald in ein Glauzgefilde verwandelt. Die Sonne 618 spiegelte sich im blanken Grün der vom Nachtregen gewaschenen Blätter, und aus dem schillernden Glast wies das lorbeerbekränzte Schwert der Germania auf dem Nationaldenkmal gen Himmel. Fritz war nicht in der Stimmung, des frohen Tages gu achten. Schweigend schritt er neben Feßler die chauffierte Straße auf und ab, die Hände in den Paletottaschen, den Kopf gesenkt. Sein hängender Säbel klirrte hinter ihm her. Auch der Maler hatte den Frohmut verloren. Das helle Auge, das sich sonst so gern in die Freuden der Natur tauchte, war verschleiert und suchte den Boden. Durch sein Inneres fuhr ein kochender Grimm. Verfluchte Geschichte! Er hatte für Fritz zwar gute Worte gesunden, aber er begriff dessen Lage. Teufel, sie war ekblhaft! Das' Gericht war schließlich am wenigsten zu fürchten. Es hatte die Forderung bestätigt, nachdem Spannuth die Revozierung verweigert hatte. Der Zweikampf wär durchaus korrekt vor sich gegangen. Das Gericht mußte auch einsehen, daß es sich um keine vorsätzliche Tötung handelte, sondern Nm einen. blinden Zufall. Und Friedel war immer ein ausgezeichneter Offizier gewesen. Sicher, auch seine Konduite fiel in die Wagschale. Es war wahrscheinlich, daß man ihn nach einigen Monaten Festung begnadigen würde. Ein paar Monate Festung sind eine Kleinigkeit; sind namentlich im Sommer ein angenehmes Ausruhen, eine Wohltat für die Nerven wie irgend ein Badeort. Das alles sprach wenig mit. Aber der Klatsch! Der Klatsch im Rheingau, der war wieder einmal zu fürchten. Und nicht nur der Klatsch von Mund zu Mund: auch der geschriebene, der in der Presse. Der konnte der Firma gefährlich werden. Feßler hob seinen Spazierstock und schlug wuchtig gegen einen Kieselstein, daß er die Straße entlang hüpfte und von der Böschungsmauer zurückprallte. Das ließ Fritz aufblicken. „Feßler," sagte er, „wissen Sie, ob er Kinder hat?" Der andere verstand sofort. „Nein," entgegnete er, „bie Ehe ist kinderlos." Hinter dem Mühlstein wurde ein sich kräuselndes weißes Wölkchen sichtbar, das rasch näherkäm. „Der Zug, Feßler!" Die beiden beeilten sich, zum Bahnhof zu kommen. Sie fanden noch ein leeres Drpee. Fritz drückte sich in eine Ecke und blieb wieder stumm. Er schaute gedankenlos aus dem Fenster. Die Landschaft flog rasch vorüber: überall Weinberge, in denen fleißige Hände sich regten; ganze Wälder von hölzernen Stecken, an denen die Rebe zu grünen begann; kahle Umfassungsmauern und die gestrichenen Pfähle, die den Eigentümer bezeichneten. Nur hin und wieder einmal ein Parkstückchen, ein Gehöft, ein Landhaus: hier war jede Quadratrute kostbar. Fritz kannte die Gegend auf Schritt und Tritt. Oben tauchte der viereckige Kasten von-Schloß Jgelsburg auf, der alten Benediktinerabtei, in der die Fürstin Steinkirch sich langweilte. Da hatte man sogar den Terrassengarten aufgegeben, um noch mehr Raum für die Weinstöcke zu gewinnen: die Administration arbeite mit Volldampf. Dann kamen die Gehegepfähle des Freiherrn von Langern-Rvsen- stein, an dessen niedlichem Schlößchen die grasgrünen ?ensterjalousien herabgelassen waren; dann die des Ge- eimrats Ebrard. Der Weinberg des Bauern Nidderkopp lag dicht an der Bahn. Fritz sah: da stand er ja selbst, der Mann mit dem viereckigen Schädel, stand da in Hemdsärmeln und blauer Schürze und spritzte die jungen Blätter ab, während im linken Mundwinkel die kurze Pfeife hing. Mer der Zug sauste weiter. Wieder wurde auf der Höhe ein Schloß sichtbar: der stattliche Neubau des Grafen Wolsrad-Greifeneck, dessen Kabinettsweine immer gewaltiger im Preise stiegen. Nun ritschratsch ein Städtchen — eine weiße Mauer mit der leuchtend schwarzen Reklameschrift „Schneider und Kompagnie — Kronprinzensekt" — daun das Frühlingsgrün einer sauber gepflegten Parkanlage mit einem Chalet, dessen sonnenglitzernde Fenster in Blumen- kasten zu stehen schienen. Da wurde Fritz noch bleicher. Jeder Blutstropfen ioich aus seinem Gesicht. Es war das Weinbergsschlößchen Jacques Spauuuths, und jetzt zeigten sich auch die umfangreichen Fabrikanlagen der Firma, ein langgestreckter Komplex von Gebäuden, alle buttergelb und alle gekrönt von riesigen Blechschildern mit der Inschrift „Gebrüder Spannuth". Mer die sah Fritz nicht. Vor seinem geistigen Auge Wind noch immer die blumengeschmückte Villa im Frühlingsgrün. Er sah noch mehr: sah eine junge Frau, die ihren Gatten erwartete. Es War eine Reihe von Fahren her, daß er nichts mehr von ihr gehört hatte. Man sagte, sie sei eine stille Frau geworden ;unb leide an Anwandlungen schweren Trübsinns. Schon als Mädchen hatte sie nichts von der fröhlichen Kindlichkeit ihrer Alters- genossinuen. Aber grade diese Sonderheit ihres Wesens/ das seine eigenen Wege suchte, übte einen starken ReiZ auf ihn aus. Es war die Zeit, da er sich noch zuweilen in romantische Träume verlor und zwischen Rekrutendienst und Reitbahn seine Phantasie in idealen Geländen spazieren führte: die Zeit der holden Jünglingseseleien. Da hatte er sich gewaltig in die schöne Maud Günther verliebt, die „schwarze Perle" in der amerikanischen Kolonie Wiesbadens. Und es hätte auch wahrhaftig nicht viel! gefehlt, so wäre es zur Verlobung gekommen. Aber da hörte er eines Tages eine wunderliche Geschichte: Maud! sollte in Cincinnati einen ihrer Verehrer erstochen haben. Ein Kapitel aus einem Kriminalroman, und dennoch : dis Geschichte war verbürgt. Das Mädchen hatte auch vor den Richtern gestanden, war aber freigesprochen worden. Man glaubte Maud, daß sie sich eines brutalen Ueber- falls hätte erwehren wollen. Vielleicht wäre diese Episode für manchen ein Anreiz mehr gewesen. Aber die Psyche des jungen Leutnants war minder feinsträhnig verästelt. Der Virginia-Heroismus Mauds gefiel ihm nicht; auch andere Beobachtungen an ihr kühlten ihn ab. So zog er sich denn zurück. Und! dann kam das rasche Ende. Sie erschien eines Tages in seiner Garnison. Sie hatte eine Rheinfahrt mit Freundinnen vorgeschützt, um ihn aufzusuchen und zur Rede zu stellen. Die tiefe Leidenschaftlichkeit ihrer Natur brach in dieser Stunde alle Dämme der Erziehung; die sanfte Maud war eine zürnende Göttin, und das schöne dunkle Auge tvurde sprühend. Zwei Tage später wurde ihre Verlobung mit Jacques Spannuth verkündet. Von dieser Zeit ab hatte Fritz sie nie wieder gesehen'., In der Gesellschaft des Rheingaus wußte mau nichts von der heimlichen Liebe, die der Hochzeit der jungen Frau vorangegangen war; Fritz felbst aber ivar noch jung genug, die Täuschung zu überwinden, in die ihn sein Herz gelockt hatte. Gerade die Verlobung Mauds zeigte ihm, wie unglücklich er mit ihr geworden wäre. Sie wußte ganz genau, daß Jacques Spannuth einer der wenigen war. Die ihm von Grund aus antipathisch waren, und es lebte so etwas wie das sichere Empfinden in ihm, daß sie nur deshalb der Werbung des Fabrikanten nachgegeben hatte. Man erzählte sich, die Ehe sei sonderbar. Die junge Frau ging niemals aus. Andere wieder wollten wissen, daß Spannuth sie trotz seiner leichtsinnigen Eskapaden mit großer Liebe behandle, wie eine arme Kranke, die rücksichtsvoller Schonung bedarf. Und gerade dies on dit fiel Fritz ein, als der Zug an, dem reizenden Weinbergs!- schlößchen mit den blumengeschmückten Fenster kästen vorüberhuschte. Er sah wieder MUud vor sich, wie sie ihren Gatten erwartete. Sie hatte sein Bett leer gefunden; sie mochte sich sorgen um ihn. Vielleicht trat sie aus den Balkon, nach ihm auszuspähen: wegauf und wegab, über bunte Blumen und Frühlingsgrün. Und dann kam er wirklich. Ein geschlossener Wagen hielt vor dem Dore. Stille Männer trugen ihn in das Haus, denn auch er sprach nicht mehr. Und bann ein Schrei, der eine Anklage war. . . . Das sah und Hörte Fritz — oder vermeinte es zu sehen und zu hören. Ein Krampf zog durch sein Herz: er fühlte sich maßlos elend. Als der Zug pfiff und er sich erheben wollte,- taumelte er. Feßler fing ihn auf. „Um Gotteswillen, lieber Herr Friedel! . . ." Fritz schüttelte sich und strafste seine Haltung. „Es ist schon vorbei," sagte er; „es soll die letzte Schwäche gewesen sein. . . ." Er nahm die Hand Feßlers. „Tausend Dank für Ihren Freundschaftsdienst! — Sie fahren nach Wiesbaden?" „Auf Ihren Wunsch. Ich will der Staatsanwaltschaft Anzeige erstatten. Es dünkt mich auch besser, der Gegenseite zuvorzukommen." „Zweifellos. Nochmals Dank und auf Wiedersehn!" Auf bem Schrattsteiner Bahnhof grüßten ihn die Beamten und Gepäckträger. Alles kannte ihn. „Abfahren!" rief der Vorsteher und winkte mit der Hand nach der Lokvmosive zu. DjaUn legte er die Rechte 619 an den Mützenschirm. „Guten Morgen, Herr Leutnant," sagte er vertraulich, „schon so früh auf den Beinen?" „Urlaubsspruug, lieber Herr Schmidt, da zählt man die Stunden." Der Vorsteher begleitete Fritz ein paar Schritte. Wissen Sie das Neueste?" fragte er mit leiserer Stimme. >,Heute früh hat man Herrn Helldorf quer über den Schienen gefunden." „Zackri! Der Aermste! Ein Selbstmordversuch?" Der Beamte lachte. ,,J bewahre. Bloß sternhagelvoll. Er muß in Wiesbaden gehörig pokuliert haben. Dann ist er mit dem Schnellzuge vier Uhr achtundvierzig abgefahren und hier aus dem Wagen gesprungen. Auch gleich liegen geblieben. Ein Weichensteller hat in schnarchend gefunden." „Ekelhaft." „Er hätte sich Arme und Beine brechen Und den Schädel zerschmettern können. Nichts von alledem. Wer als Man ihn in seine Villa transportieren wollte, hat er einem der Träger eine Backpfeife versetzt, und da wäre es beinah zu einer großartigen Keilerei gekommen. Nun klagt der Männ. Ich bitte 'Sie — ich kenne den Helldorf jetzt seit zwölf Jahren — aber seit der unglückseligen Heirat — — na. . . Haben Sie keinen Wagen hier?" „Ich geh die paar Schritt ZN Fuß." „Ganz gehorsamst, Herr Leutnant." Der Beamte strhr wieder mit der Hand an die Mütze. Fritz grüßte zurück. Säbel und Sporen .klirrten über den Makadam. Dicht hinter dem Bahnhof des Städtchens erhoben sich die Fabrikgebäude der Firma Friedel: zwischen lange Schuppen, unter denen die Kellereien sich ausdehnten, schob sich ein alter Villenbau in Schweizerstil. Aber die Villa wurde nicht mehr bewohnt; unten beherbergte sie die Orangerie, oben war ein selten benutzter Probiersaal eingerichtet worden; das kleine Domestikenhaus daneben diente jetzt als Garage für die Automobile. (Fortsetzung solgt.) Kapitän Croker. Ein Detektivabenteuer von Conan Dohle. (Fortsetzung.) IN Abbey Grange war man über unsere Rückkehr sehr überrascht. Aber Holmes nahm, als er sah, daß Hopkins ins Haupt- polizeiamt gegangen war, um Bericht zu erstatten, einfach von dem Eßzimmer Besitz, schloß die Tür von innen ab und verbrachte gegen zwei Stunden mit einer jener genauen und anstrengenden' Untersuchungen, welche die seste Basis bildeten, worauf er feine glänzenden Beweisführungen gründete. Ich saß in einer Ecke und verfolgte wie ein aufmerksamer Student jeden Schritt dieser merkwürdigen Prüfung. Das Fenster, die Vorhänge, der Teppich, der Stuhl, der Strick — jedes Ding wurde wiederholt peinlich! üntcrsucht und alles genau erwogen. Tie Leiche des unglücklichen Barons war fortgeschasst, aber sonst lag und stand noch alles, wie wir's am Vormittag vorgefunden hatten. Tann kletterte Holnies zu meiner Ueberraschung auf das Kaminsims. Hoch über seinem Kopf hing das nur wenige Zoll lange rote Strickende. Er blickte lange Zeit hinauf, endlich stützte er sich, um näher daran zu kommen, mit dem Knie auf einen Querbalken an der Wand. Dadurch konnte er bis auf ein paar Zoll an das übrig- (lehliebene Stück Schnur mit der Hand hinanreichen, aber dieses elbst schien seine Aufmerksamkeit weniger zu fesseln als der' Querbalken selbst. Endlich sprang er mit einem Ausruf der Befriedigung herunter. „Es ist schon recht, Watson," sagte er. „Wir haben unseren Fall schon aufgeklärt — es ist einer der eigenartigste in unserer Sammlung. Aber, wahrhaftig, wie wenig gewitzigt bin ich doch vorhin gewesen, und wie leicht hätte ich nicht den gröbsten Schnitzer gemacht in meinem ganzen Leben! Nun denke ich, daß meine Kette, abgesehen von wenigen fehlenden Gliedern, beinahe vollständig ist." „Du weißt, wer die Mörder sind?" „Der Mörder, Watson, der Mörder. Es ist nur einer, aber ein fürchterlicher Kerl. Stark lvie ein Löwe — das bezeugt der Schlag, der den Ofenhaken krumm gebogen hat; sechs Fuß drei Zoll hoch, gewandt wie ein Eichhörnchen, von großer Fingerfertigkeit und auch nicht auf den Kopf gefallen, denn diese ganze Geschichte hat er ersonnen. Jawohl, Watson, wir sind der Arbeit eines ganz besonderen Verbrechers auf die Spur gekommen. Und doch hat er uns in diesem Klingelzug eine Fährte hinterlassen,- die uns über alle Zweifel hätte erheben müssest." „Worin besteht diese Fährte?" „Wenn du eine solche Schnur abreißen wolltest, Watson, W würdest hu erwarten, daß sie abreiße? Entschieden au den Stelle, wo sie M- der Leitung befestigt ist. Warum sollte sie drei Zoll darunter abreißen, wie es hier geschehen ist?" „Weil sie dort abgescheuert unti dünner ist." „Sehr richtig. Das Ende, welches' wir nachsehen können, rst abgerreben. Das hat er schlauerweise mit dem Messer gemacht. Aber das entsprechende andere ist nicht abgenutzt. Du konntsst es von hier aus nicht fehlen', wenn du aber aus dem Kaminj- sims ständest, würdest du 6enterten, daß es glatt mit dem Messer abgeschnitten ist. Daraus ergibt sich folgendes. Der ManU brauchte den Strick. Er wollte ihn nicht abreißen, aus Furcht, daß das Klingeln zu starken Lärm machen würde. Was tat er n Er sprang auf das Ofensims, konnte aber nicht ganz hinauf- reichen, er stemmte sein Knie an den Querbalken — der Eindruck ist noch im Staub zu sehen — nahm das Messer heraus und schnitt das Seil durch. Ich konnte nur -bis auf drei Zoll daran gep langen, woraus ich entnehme, daß er wenigstens drei Zoll größer ist als ich. Schau' den Flecken auf dem Stuhl da! Was ifl das?" „Blut." „Zweifellos ist's Blut. Das allein macht die Aussage Set Baronin unglaubhaft. Wenn sie, als das Verbrechen begangen wurde, auf dem Stuhl gesessen hätte, wie könnte denn dieser Blutflecken drauf sein? Nein, nein; sie wurde erst draufgebunden'/ als ihr Mann schon ermordet war. Ich möchte wetten, daß das schwarze Kleid einen entsprechenden Flecken aufweist. Ich' würde jetzt gern ein paar Worte mit dieser Theresa sprechen.. Wir müssen aber vorsichtig zu Werke gehen, um die nötige Information zn bekommen." Sie war eine interessante Person, diese kalte australische Amme, schweigsam, argwöhnisch, unfreundlich. Es dauerte längere Zeit, ehe sie meines Freundes Liebenswürdigkeit und Freimütigkeit erwiderte. Sie versuchte ihren Haß gegen ihren ermordeten Herrn in keiner Weise zu verbergen. „Ja, mein Herr, es ist wahr, daß er den Leuchter nach mir geworfen hat. Ich hörte, wie er meiner Herrin, ein Schimpfwort zurief, und ich sagte ihm, daß er in Gegenwart ihres BruderH nicht so zu sprechen wagen würde. Darauf schleuderte er mir den Leuchter an den Kopf. Mir hätte er ja ein Dutzend ins Gesicht werfen können, Wenn er nur mein gutes Kind in Ruhe gelassen hätte. Er hat sie immer schlecht behandelt, und sie war zu stolz, um zu klagen. Sie will mir noch nicht 'mal alles sagen, was er ihr für Leid angetan hat. Tie Flecken, die Sie heute morgen' bemerkten, kannte ich nicht, aber ich weiß sehr wohl, daß sie von einer Hutnadel sind. Ter elende Kerl — Gott verzeih' mir's, daß ich nach seinem Tode so von ihm spreche, aber er war einer der schlechtesten Kerle, die's je gegeben hat. Er zerfloß vor Süßigkeit, als wir ihn vor achtzehn Monaten zum erstenmal kennen lernten, aber sie kommen uns jetzt wie achtzehn Fahre vor. Sie war gerade in London angekommen — vorher war sie Nie von Hanse weg gewesen. Er gewann sie durch feinen Titel und sein Geld und durch seine Falschheit. Wenn sie eine Schuld dabei trifft, so hat sie die so schwer gesühnt wie nur je eistes Frau. In welchem Monat trafen wir ihn? Richtig, ich erwähnte ja bereits, daß es gleich nach unserer Ankunft in London war. Wir kamen im Juni an, es war also int Juli. Im Januars vorigen Jahres war die Hochzeit. Jawohl, sie ist unten in ihrem Zimmer und ich glaube sicher, daß sie Sie empfangen wird, aber Siiö dürfen sie nicht zuviel fragen, denn sie hat Tinge erlebt, die einem das Herz im Leibe erschüttern." Tie Baronin Brackenstall lag noch ebenso da wie am! Morgen'/ nur ihre Angen waren wieder heller und lebhafter. Tie Dienerin war mit uns eingetreten und begann wieder, die Wunde an ihrer Herrin Stirn zu kühlen.. „Ich hoffe," sagte sie, „daß Sie nicht gekommen sind, ein) zweites Verhör mit mir anzustellen." „Nein," antwortete Holmes sehr sanft, „ich will Sie durch- aus Nicht unnötig belästigen, gnädige Frau, ich will Sie im Gegenteil beruhigett, denn ich weiß, daß Sie viel durchgemacht; haben. Wenn Sie mich als Freund behandeln und mir Vertrauen schenken wollen, werden Sie sehen, daß Sir sich in mir nicht getäuscht haben." „Was wünschen Sie, daß ich tun' soll?" „Mir die Wahrheit sagen." „Herr Holmes!" „Gnädige Frau! Es hilft Ihnen nichts. Sie haben vielleicht von meinem kleinen Ruf gehört. Ich setze ihn ganz zum Pfand,' daß Ihre ganze Geschichte eitel Mache ist." Herrin und- Dienerin ftarrten Holmes starr und erschrocken an.: „Sie unverschämter Mensch!" schrie Theresa. „Meinen Sie damit, daß meine Herrin Lügen erzählt hat?" Holmes stand von seinem Stuhl aus. „Haben Sie mir weiter nichts mitzuteilen?" „Ich habe Ihnen alles gesagt." „Ueberlegen Sie sich's noch 'mal, gnädige Fran. Sollte es nicht besser fein, wenn Sie offen wären?" Sie besann sich einen Moment und zögerte, dann verzog sie eigensinnig ihr schönes Gesicht und sagte: „Ich habe Ihnen alles mitgeteilt, was ich weiß." Holmes nahm den Hut und zuckte die Schultern. „Es tut mir leid," sagte er, und ohne ein weiteres Wort verließen Wir "SC 620 das Zimmer u>nö das Haus. Fm Park wär titt Teich- SW Freund lenkte seine Schritte daraus zu. Er war mit einen Eisdecke überzogen, nur für einen einsamen Schwart war eine freie Stelle gelassen. Holmes blickte hinein und ging dann weiter dem Tore W. Hier schrieb er Me kurze Notiz für; Hopkins Md gab den Zettel dem Pförtner. (Fortsetzung folgt.) wer entwarf und leitete die deutschen Operationen (870-71? Lange hat man geglaubt und vie-lerseits Wird es heute Noch geglaubt, daß die Operationen des deutschen Heeres ihn Krieg mit Frankreich in einem gemeinsamen Kriegs- rat unter dem Vorsitz des Königs von Preußen beraten und beschlossen worden seien. Jit diesem Hrnblrck^ schreibt M'oltke am Schlüsse seiner „Geschichte des deutsch-,ranzosr- schen Krieges": .„In der Schilderung gesGchtlicher Begebenheiten, wie sie auf die Nachwelt übergeht, bilden sich Irrtümer zu Legenden heraus, die später nicht leicht richtig zu stellen sind. Dahm gehören unter anderem die Erzählungen, welche die großen Entscheidungen nnstrer letzten Feldzüge mit besonderer Vorliebe und trt hergebrachten Weise aus der Beschlußfassung eines zuvor versammelten Kriegs ra tes hervorgehen lassen. Eme solche Legende ist in. Versen, und sogar in recht schönen Versen, besungen worden: Der Schauplatz ist Versailles. Die Franzosen machen einen Ausfall aus Paris, und die Generale, statt sich zu den fechtenden Truppen zu begeben, werden zur Beratung darüber versammelt, vb man es ivagen dürfe, mit dem Hauptquartier noch langer in Versailles zu verbleiben. Die Ansichten sind geteilt; meMaM will recht mit der Sprache heraus, der Chef des Generalstabs, der doch vor allem berufen ist, zu reden, — schweigt ! Die Bestürzung scheint groß gewesen zu sein. Nur allem der Krregs- Niiutster erhebt sich und protestiert mit allem Nachdruck gegen eine politisch wie militärisch so nachteilige Maßregel wie die Rart- Mung. Er empfängt den warmen Dan? des Königs, als der einzige, der den Mut gehabt hat, die Wahrheit frei und furchtlos, herauszusagen. Die Wahrheit ist aber die, daß der zurückgebliebene Hof- strarschall, während der König mit seiner ganzen Umgebung zum 5. Armeekorps geritten, in übergroßer Sorgfalt die Hofequipageü hat anschirren lassen, was in der Stadt nicht verborgen gebliebem; ist und bei der sanguinischen Bevölkerung vielleicht allerei »ofs- uungen erregt haben mag. Versailles war durch vier Armeekorps geschützt; den Ort zu räumen ist niemand auch nur in den Sinn gKommen. Ich kann.versichern, daß weder 1866 noch 1870/71 j em als ein Kriegsrat abgehalten worden ist. Außer aut Marsch- und Gefechtstagen war regelmäßig UM 10 Uhr Vortrag bei Seiner Majestät, wobei ich, begleitet vom General-Quartwr- incifter, die eingegangeneu Nachrichten und Meldungen vorzu- tragen und auf Gründ derselben neue Vorschläge zu machen hatte. Zugegen waren; der Chef des Militärkabinets, der Kriegsmmister imd in Versailles, solange das Hauptquartier der 3. Armee dort lag, auch der Kronprinz, alle jedoch! nur als Zuhörer. Der König forderte von ihnen zuweilen Auskunft über das eine oder; das andere; aber ich erinnere mich nicht, daß er sie jemals UM Rat gefragt hätte, der die eingeteiteiten Operationen oder die von mir gemachten Vorschläge betraf. Diese Vorschläge, welche sch stets zuvor mit meinen Offizieren besprochen, unterwarf vielmehr Seine Majestät selbst einer meist sehr eingehenden Erwägung. Er bezeichnete mit militärischem Blick und stets richtiger Würdigung der Sachlage alle Bedenken, welche der Ausführung entgegenstehen konnten; da aber int Kriege jeder Schritt Mit Gefahr verbunden ist, so blieb es schließlich ausnahmslos bei dem Borgeschlagenen.--" Wiese, 1881 entstandene Richtigstellung wurde hauptsächlich veranlaßt durch ein Gedicht: „Ein deutscher Kriegsrat in Versailles", welches in dem von dem Verfasser Fedvr Von Köppen dem Feldmarschall übersandten Werke „Männer und Taten, vaterländische Balladen" Platz gefimben hatte und die alte Legende von jenem Kriegsrat poetisch behandelte. Der geschichtliche Hintergrund führt Aurück auf die Kämpfe bei Bry und Champignh östlich von Paris, wo die Franzosen am 2. Dezember 1870 einen Durchbruch versucht hatten, hauptsächlich auf die (falsche!) Nachricht hin, daß die Loire-Armee von Fontainebleau ;aus zum Entsatz heran- xücke. Moltke selbst schreibt über diesen Ausfall: >,Das nachdrückliche Vorgehen des Generals Duerot ist der ernstlichste Versuch, den Paris zu seiner Befreiung gemacht hat. Derselbe war gegen den augenblicklich schwächsten Punkt der Einschließung im Osten gerichtet, hatte aber nur anfangs einigen Erfolg gehabt. — Es hat sich später eine Legende gebildet, wonach auf deutscher Seite in eirtÄni Kriegsvat die StinkmÄ Generals gegen alle Übrigen die RäumunU von Versailles (ttfl Westen von Paris gelegen!) durch das große Hauptquartier verhindert habe. Abgesehen davon, daß int Laufe des ganzen Feldzuges ein Kriegsrat niemals berufen worden, ist es ist der militärischen Umgebung des Königs niemand auch nur trt den Sinn gekommen, der Armee ein so Übles Beispiel zU geben!" vermischtes. * Eine selten eBrief marke. Vor kurzem ist eines der seltensten Postwertzeichen der Welt, die seinerzeit viel besprochene O'Co nne ll -M ark e von Neil-Braunschweig, zur Freude aller Sammler, die für das Stückchen Papier ein kleines Vermögen bezahlen können, in einigen Exemplaren im Nachlaß eines New-Porker Sammlers wieder zum Vorschein gekommen. Fasts es sich dabei nicht um einen privaten Neudruck handelt, hat dies schon wegen der seltsamen Entstehungsgeschichte dieser Marke die Bedeutung eines philatelistischen Ereignisses. Als Charles O'Conuell die Stellung des Direklo s der Posten von Neu-Braunschweig bekleidete, und es sich um die Ausgabe eines neuen Markentypus handelte, schien es dem etwas eitlen Generalgewaltigen für angebracht, statt des sattsam bekannten Kopses der Königin Viktoria fein eigenes Antlitz der staimenden Mitwelt aus dem neuen Postwertzeichen darzubieten. Eine New-Porker Kunstdruüanstalt übernahm nach einer Photographie den Entwurf und Druck der Marken, von denen zuerst diejenige im Werte von 5 Cents fertiggestellt wurde. Der Direktor war über die sprechende Aehulichkeit überaus erfreut, weniger jedoch die Bewohner der Hauptstadt, die in dem geheim betriebenen Vorgehen O'Connells fast ein crimen laesae majestatis erblickten. Eine wenige Stunden nach der Ausgabe der Marken veranstaltete P r o t e st v e r s a m m l u u g setzte durch, daß der Direktor seine Entlassung nahm und die Marken noch an demselben Tage zurückgezogen wurden. Die übrigen, bereits vorbereiteten Markenwerte aber sind nie zur Ausgabe gelangt. * Wütende Stiere t in Gasthaus. Der Londoner, den sein Weg am Dienstag durch die W e st Street führte, konnte Zeuge und leicht Mitwirkender eines aufregenden, imgewöhiilichen Schauspiels werden. Drei Stiere wurden durch die Straße geführt : die mächtigen Tiere wurden scheu und konnten nicht mehr gehalten werden, rissen sich los und stürzten wütend in ein kleines Gasthaus. Die Wirtin im Vorzimmer ivar nicht wenig entsetzt und verschanzte sich Himer einen Stuhl, dann floh sie aus der Stube. Im Gange jedoch harrte ihrer eine neue Ueberraschung: hier kamen ihr zwei weitere Stiere entgegen. Zum Glück konnte sie sich retten. Inzwischen hatte der erste Stier im Vorzimmer seine Zerstörungsarbeit begonnen und aste Möbel zerstoßen. Er trabte dann ins Gastzimmer, und ehe der Wirt sichs versah, war er an den Schanktisch festgespießt. Doch die Verwundung war nur gering und er konnte flüchten. Auch im Gastzimmer wurde astes, Möbel wie Gläser, entzwei gebrochen. Dann marschierte das Tier durch den Hausgang und über den Hof zum Torweg. Hier waren durch den Lärm hunderte von Lenten zusammengeströmt, die beim Erscheinen des Stieres die Flucht ergriffen. Nach vieler Mühe konnten die Tiere endlich wieder emgefangen werden. * Das Zauberwort. Auf einem Balle wird ein älteres. Fräulein ohnmächtig. Alle Bemühungen, sie ins Leben zurück- zurufen, sind vergebens. Da kein Arzt anwesend ist, gerät die ganze Gesellschaft außer sich. Da tritt ein Herr aus der Gesellschaft an das ohnmächtige Fräulein heran und flüstert ihr ins Ohr: „Mein Fräulein, ich liebe Sie!" Das Mittel übte prompt seine belebende Wirkung. Silbenrätsel. a, bi, binsk, bur, chart, dü, er, fa, fa, san, gas, o, lau, li, na, ne, ni, pi, re, ri, ry, ter, the, u, um. Aus vorstehenden Silben und Buchstaben sollen zehn Wörter gebildet und derart untereinander gesetzt werden, daß die Anfangsbuchstaben von oben nach unten und die Endbuchstaben von unten nach oben gelesen den Namen eines bekannten Gelehrten und dessen Heimatland bezeichnen. Es bedeuten aber die einzelnen Wörter folgendes: 1. Stadt an der Wolga. 2. Germanischen Volksstamm. 3. Fluß in Rußland. 4. Ein Betäubungsmittel. 5. Flüssigkeitsmaß. 6. Ein Signal. 7. Italienischen Staatsmann. 8. Griechische Göttin. 9. Nebenfluß der Donau. 10. Stadt m Bulgarien. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Schach-Aufgabe in voriger Nummer: Weiß- Schwarz. 1) S f 1 — h 2. Beliebig. 2) D, T, 8 gibt Matt. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.