w K8s Ws iS N -| WW M 7T*Lj Wil WD uüuMvÄ Ihres Vaters Tochter. Roman von Lulu von Strauß und Torney. (Nachdruck verboten.) (Fortsebuua.) Nach Tisch zeigte ich ihnen das Haus. Eigentlich merk- toürbtg, daß Ti!la es noch nicht kannte. Aber wir waren ja immer nur zusammen, wenn Vater und der alte van Straateu das soiniuerliche Rendezvous in den Bergen hatten. Tilla ist in Möbeln und Zimmereiurichtungen sachverständig wie ein gelernter Dekorateur. Sie ging kritisch von einer Stube in die andere, aber mir fanden Gnade vor ihren verwöhnten Augen, die Empirestühle in dxx Gartenstube neidete sie mir sogar fast ab. Ich erzählte Herrn von Berg von meinem Arbeitsplan, als ich ihm Vaters Arbeitstisch zeigie. Er war einen Augenblick still. „Finden Sie die Idee nicht auch schön?" fragte ich. „Doch gewiß. Die Entwicklung eines bedeutenden Menschen ist immer das interessanteste Studium. Aber ich glaube, man darf ihm nicht zu nah stehen. Das macht leicht Ungerecht." „Sie meinen parteiisch?" „Nein, ungerecht. Keine Enttvicklung ohne Irrwege Und Fehler. Aber Fehler wollen wir nicht an einem verehrten Menschen. Wir tragen es ihm nach, wenn er nicht ist, wie wir ihn sehen wollen. Wr vergessen dann eben, daß wir selbst doch viel in die Menschen hineinlegen und hineinlieben." „Ich nicht, Herr von Berg. Ich kenne Vater genau, wie er ioar." Er schüttelte den Kopf. „Sehen Sie, das ist schon der Beweis für meine Behauptung. Meiner Ansicht nach gehört überhaupt ein männlicher Geist dazu, um die Entwicklung eines Mannes zu verstehen." Ich ärgerte mich. „Das wissen wir armen Frauen ja Nun allmählich, daß der Mann uns bergeweit überlegen ist." „Wie kampfbereit!" Er lachte etwas, _ „die, Frauenfrage wollte ich wirklich nicht anschneiden. Ein Wertuutcr- schied existiert zwischen Wann unb Weib doch nicht, nur ein Wesensunterschied. Sie sollen eben füreinander sein und sich vollkommen ergänzen." „Sie widersprechen sich selbst, Herr von Berg. In dein Fall müßte ja gerade eine Frau die Entwicklung des Mannes verstehen können." „Trugschluß, gnädiges Fräulein. Ergänzen ist uccht ergründen. Das Weib ist dem Mann ein Stück Entwicklung, aber es versteht sie nicht." Er war einen Augenblick in Gedanken. „Wer versteht denn überhaupt im Grund die Entwicklung eines andern Menschen? Wir können da ja immer nur raten, Hypothesen bau eit, aus Analogien mit eigenem Erleben Schlüsse ziehen. Geistige Entwicklungsgeschichte tst eine Wissenschaft wie andere auch, aber mit keiner andern wird so frivol uingesprungen wie —" Tillas etwas spöttische Stimme schnitt ihm fernen Sah mitten durch. , „ , ... „Mir scheint, du hältst dich im voraus schadlos dafür, daß du dann ivieder geistig bei mir darben mußt, Georg!" Wir nahmen das Thema nicht wieder auf. Nur zuletzt kam er noch einmal zu mir. „Sind Sie mir böse?" Ich lachte. „Böse? Nein, aber auch nicht einverstanden." „Das tut nichts, lieber verständigen Widerspruch sind übrigens auch nur ungebildete Leute böse. Ich hatte Ihnen das im Ernst auch nicht zugetraut." — Tilla lud mich, ehe sie gingen, dringend zu sich ettt. „Große Gesellschaften kannst du ja in der tiefen Trauer nicht mitmachen, aber du siehst doch hin und wieder einen Menschen, die Damen vonr Regiment sind wirklich sehr nett, besonders die Gräfin Wallmoden." Ich schlug im Geist drei Kreuze. Bewahre mich her Himmel vor derartigen Zerstreuungen! Mir ist meine grüne Gartenstille tausendmal mehr wert und meine geliebte Arbeit — trotz Herrn von Berg! 22. August. Einen ganzen Haufen alter Briefe und Bilder habe ich heute gefunden. Mes ans Vaters Studentenzeit. Ver-, blaßte Gesichter, über denen die grob angetuschte Verbin-, dungsmütze noch tvie ein greller roter Klex steht. Namen sind nicht darunter geschrieben, aber ein paar erkenne ich doch. Das feine Gelehrtengesicht ist Tillas Vater, der alte — oder hier vielmehr noch junge van Straatenft Er hat nie in diese Hamburger Großkaufmannsfamilie! hineingepaßt, wenn er sich auch nach den paar Studienjahren der Tradition fügen und auf den Kontorbock setzen mußte, Tilla und ihr Bruder sind dann ja dafür wieder echte van Straatens geworden. Das daneben ist Bernhardt, der Maler. Vater must ihn sehr gern gehabt haben, er sprach noch- öfter von ihm. Ich möchte wissen, warum er schon so lange jede Verbindung mit ihm aufgegeben hatte. Damals müssen sie noch wie Brüder gewesen sein. Es sind eine Masse Briefe von Bernhardt da, ein paar habe ich gelesen. Junge, ausgelassene Briefe, nur bisweilen ein komisch väterlicher Ton dazwischen: „Ich muß Dir eine Standpauke halten, alter Kerl. Läßt wieder zwei Monate nichts von Dir hören. Womit vertust Du Deine Zeit? Die fili-a hospitalis sollte doch nun Über-! wund en er Standpunkt sein. Meine Aufsicht fehlt Dir, was ?" „Mensch rappele Dich ans und komme hierher. Es ist unerhört schön, wie die weiße böse Wettersteinwaild sich gegen den hartblauen Februarhimmel reckt und wie die Regimenter schwarzer Tannen um die toten eingefrorenen Gebirgsseen stumme Wache halten. 'So. viel gesunde Härte — 206 — tu dem affen. Ich schüttele mich, to'eiut ich an Euer Güttingen, an Hör sä le und Ballsäle denke. Ein Pereat aller Stubenhockerei!" Beruhardi hatte es ähnlich ivie Vater gemacht, er Hütte das Corpus juris in die Ecke geworfen und war nach München unter die Maler gegangen. Dies befreite junge Künstlertum in den beiden führte sie wohl zusammen. Das jungenhaft Frische in den Briefen zieht mich an, ich will sie später weiterlesen. Ein paar Zeichnungen von ihm lagen lose in dem Schreibtischfach. Flotte, spaßhafte Dinger, Kneipszenen mit ungeheuren Bierschoppen und von Schmissen zerhackten Gesichtern. Eine plump aus Füßen wandelnde Tonne mit einem lustigen, augenscheinlich porträtierten Kopf. Ein paar Bilder gehen wohl auf Vater, wenigstens steht ein winziges P. F. W. darunter gekritzelt. Und in der Karikatur mit der kühnen Stirnlocke ist Vater auch wirklich etwas zu erkennen. Das eine Mal verfolgt von eitlem ganzen Trupp dicker Folianten, die drohend mit langen Beinen ihm nachrennen. Auf dem andern Ding stolz in einem Kreis von winzigen Weibchen, die bettelnd dünne, spinnige Arme nach einem großen Herzen ausstrecken, das er in der Hand hält Und brockenweise verteilt. Eigentlich ein höchst alberner Sekundanerwitz. Ich habe das Blatt verbrannt. — 23. August, Anatomie. P. F. W. Ein dünnes Heft zwischen zwei schwarzen Pappdeckeln. Und noch eins, zwei, vier ebensolche, nur mit andern Aufschriften über dem Namen. Auf den ersten Seiten der Kolleghefte eine seine, lineal- arade korrekte Schrift. Satz für Satz farbloses Professoren- deutsch, etwas komprimiert durch Weglassung überflüssiger Worte. Aber auf der fünften, sechsten Seite schon bisweilen rin eigenmächtiges spöttisches Ausrufungszeichen oder ein ratloses Fragezeichen in Klammern. Dann auf einmal ist es, als ob dieser junge, eigene lebendige Geist diese Schranken nicht mehr aushält. Mit 'einem Sprung hinüber! Mitten in einem Satz über Muskelbänder ein paar ungeduldig gekritzelte Zeilen: „Spitze Worte und spitze Seziermesser. Wenn sie glücklich die Seele herausgetrieben haben, was bleibt? Tote Materie. Für das Leben hat doch nur Leben Wert. Könnten sie das wegbeweisen, sie täten es." Vater hat nie Verse veröffentlicht, auch nie viele geschrieben. Er war nicht leicht genug beanlagt, um sich in flüssiger, lyrischer Form auszugeben. Er ließ, was er zu sagen hatte, erst ausgären und verbrausen, und wenn es innerlich durchgearbeitet war, formte und bildete er aus seinem Material diese wuchtigen Dramen, mit denen er hen Stoff bis in die Tiefen ausschöpfte. Aber hier in diesen Brausejahren fliegt doch bisweilen stoch ein Blatt Verse Dazwischen. Hastig hingeworfene Strophen, schülerhaft mit dem störrischen Wort ringend. Mitten In den Kollegheften steht solche Konterbande, bruchstückweise, fast wie widerwillig herausgestoßen. Der Torso eines „Kain", in dem ich schon den späteren Dramatiker erkenne. „Der da droben Will nur zitternde Knechte, Denn die Starken Stehen zu nahe Seinem 'Throne — Aber ich will mich nicht beugen, Ich will ihm trotzen, Ich bin stark wie er, Ich recke die Arme Ihm entgegen Und lache, lache Seines Zornes!" Die ganze Zeit ist Auflehnung', Kamps, Trotz. Aber der verzweifelte Trotz der Liebe, die nicht verlieren ivill, was sie liebt. Der alte Mann auf Weddigeuhof war von strengster Kirchlichkeit. Was seine Söhne ins Leben mitbekamen, war eine Last von Dogmen und Formeln, die jede freie Regung Unterdrückten. Scheuklappen und Maulkorb. Das war die geistige Atmosphäre in Vaters Elternhaus. Er selbst hing an diesem Elternhaus mit allen.Fasern seines Wesens. Der Kampf zwischen Autorität und' Selbständigkeit'must furchtbar für ihn gewesen fein. 24. August. Ich habe heute mit heißen Backen über den altem Blättern gesessen und konnte bisweilen vor Tränen die Worte nicht lesen. Diese Kolleghefte eines jungen Studenten gehören mit zu dem Heiligsten, was ich besitze. Ich gehe darin Schritt für Schritt den Weg nach, den feine Seele gegangen ist. Wie er gelitten hat! Es mußte ja abfallen, was ihn festbinden wollte, aber er hat schwer dabei gekämpft und' sich zerrieben. Ich fühle und weiß es. Und doch ist es so wenig, aus dem ich es herauslese. Ein paar Seiten kurzer, nervöser Fragen und Antworten. Fragen an sich selbst, Antworten ans sich selbst. „Kausalitätsgesetz und Gottesglaube. Schließt eins das andere aus? „Kausalität läßt keinem frei wirkenden Gott Raunt. „Ja, aber wenn Gott alles und in allem ist, so ist er eben selbst die Kausalität. Oder verliert er dann sich selbst?" * „Es gibt keine objektive Wahrheit. Was ich glaube, ist meine Wahrheit. Die Wahrheit hat viele Gestalten. Oder: sie ist wie eine Gestalt, die viele Künstler von verschiedenen Seiten zeichnen. Jedes Bild ist anders als alle anderen, und doch stellen alle die gleiche Gestalt dar. So hat jeder Mensch seine eigene Wahrheit, und meine ist anders als eure." * „Faßt man Gott als der Natur innewohnend, so bleibt die Frage: was ist das Böse? Oder eher: gibt es überhaupt das Böse? Wo alles Gottesofsenbaruug, da ist eben alles Natürliche weder gut noch böse. Gott kann sich nicht selbst negieren." * „Gott-Natur-Kausalität. Wo bleibt Gott? Er ist ein Begriff geworden. Er ist tot. Der Glaube ist Aberglaube. Die Kirche ein Possenspiel." „Meine Kinderheimat liegt so weit, Liegt in einem anbern fernen Leben, Meiner Seele ruheloses Streben Suchte neuer Ziele Glück und Leid. .Wo mein Knaben fuß im Spiel einst flog, Lockt mich heute keines Vogels Rufen, Längst vergaß ich des Altares Stufen, Wo ich betend einst die Knie bog. Fremd ist euch, was meine Seele spricht, Die ihr einst mein Kinderwort gedeutet, Hände, die den ersten Schritt geleitet, Wissen meine neuen Wege nicht. Ach, ich weiß nicht, was den Sinn mir lenkt Weit zurück von junger Zukunft Sehnen, Und mir wird das Herz so schwer von Tränen, Schwer, als ob es' lieber Toter denkt." Es waren aber nicht Tote, es waren Lebende, mit denen er zu rechnen hatte. Vater hat den alten Mann auf Weddigenhof in Ehrfurcht geliebt. Er hat gewußt, daß er die Heimat aufgab, wenn er sich zu seinem „Wfall" bekanntet, Diese Ferienwochen zu Haus müssen böse Zeiten gewesen sein. In dem einen Heft liegt ein alter Brief, aus dessen Rückseite ein paar Verse gekritzelt sind: „Kein Wort spricht aus, wie weh mir das getan. Ich sah dein graues Haar schon durch die Menge', Und deine guten, alten Augen sahn Froh nach mir ans im schiebenden Gedränge. Dann stand ich vor dir, gab dir meine Hand! Und hörte dein Willkomm in meinen Ohren Und wußte doch — wenn du mein Herz gekannt, Ich hieße dir gestorben und verloren —" Der Brief selbst ist in Großvater Weddigeus steiler',- ungeübter Schrift. Er hat besser mit Pflug und Egge umgehen können als mit der Feder. „Lieber Sohn! Da Du mir schreibst, daß Du Dein Studium aufgeben und etwas anderes werden willst, so kann ich Dich ja dar an nicht hindern, da Du ein erwachsener Mensch bist. Mit m eilt ein Willen geschieht es aber nicht. Und ich will Dir 1 hiermit nur sagen, haß Du bann selbst sehen mußt, wie Du — 207 durchloimnst, indem ich nicht Lust habe, mein sauer Erspartes aus beut1 Fenster zu werfen und an einen Menschen Mi verschwenden, der mir bis jetzt nichts als Kummer gemacht hat. Dein Vater F. W." Weiter nichts, kein gutes Wort mehr. Die paar knappen, harten Sätze stehen wie Marksteine vor dem dunkelsten Stück seines Weges. Er sprach nie gern von dieser Zeit, und wenn er es muhte, standen aus seiner Stirn ein paar böse Falten. (Fortsetzung folgt.) Der verleumdete Maulwurf. Bon Karl Witzel. „Von der Parteien Gunst und Haß verwirrt schwankt sein Charakterbild. . . ." — | Sv läßt der unsterbliche Dichterfürst -Schiller in dem Prolog zuM Wallenstein sich vernehmen. Tresfend! sind biefe Tichterwvrte auch ans den Maulwurf anzuweuden-. Wie viele Feinde hat er aufznweisen! Keiner wird wohl so viel geschmäht tote er. Wie üble Nachreden Mrt Man gegen ihn! Welch ein ungerechtfertigter Leumund verdichtet sich gegen ihn! Er kann unser Mitleid erregen, dieser lichtscheue Geselle mit seinem samtweichen Röckchen, — weil er es nicht verdient. Wien» er im schönsten Blumenbeete Unordnung schasst, in dem er Erde und Mit ihr Pflanzen Herausstößt, so ruft 'er ja! den Unwillen des Gartenfreundes hervor. Int Felde und auf den Wiesen baut er Hügel und erwirbt sich! sv iM Landwirt einen! Feind. Wie töricht ist aber das Handeln vieler jC-eitte, w!eNn sie! Mit hochgehobener Hacke dastehen, uni einem stoßenden Tier den Todesstoß zu versetzen. Forscht man nach den« treibenden Grunde, so ist es das herrschMdt's Vorurteil', das' diese imvcrnüitst,ig-e! Handluugsioeise zeitigt. Hier nun Muß die Arbeit der MfMrung von Seiten des' Wissenden und Verständigen einsetzen. Man soll nicht jemand verurteilen, ehe man genau fein Wirken geprüft hat. Es' ist aber seine durch langjährig« Versuche sich ergebende und daher unumstößliche Tatsache, daß der Maulivurf kein Vegetarier ist, also keine Pflanzen frißt. Darauf Weifen schon hin die Kürze seines Darmies, seine inneren Organe und seine Kauwerkzeuge. Wo der Maulwurf anzutreffen ist, kann man mit Bestimmtheit annehmen, daß Ungeziefer im Boden zu finden ist. Tiefe Feinde des -Garten- freundes ziehen den selbstlosen Burschen herbei, denn hier hat sich! für ihn ein Jagdgebiet erschlossen. Hat er dem1 Ungeziefer den' Garaus gemacht, so wandert er, um sich neue Arbeit zu suchen; seins Bauten zerfallen. Es ist nicht zu verkennen, daß er etto.t Schaden zufügt. Tew kleinen Schaden fassen viele Menschen ins Auge; und ein ganzer Schiwall von Schim'pfworte'n ergießt sich über den großen Segensstifter. Gar oft toird ihm nachgcsagt, daß, er an dem Untergang' Manches Pflänzchens und Bäumchens schuld sei: er soll die Wurzel, die Ernährer der Pflanzen „zernagt" haben, — obwohl er cs gar nicht kann. Kann denn ein Handwerker, der irgend eine Arbeit leisten soll, zu der er bestiMuite zweckentsprechende. Werk- Truge braucht, den Auftrag erfüllen, Weint ihm die Mittel, die' zum Ziele führen, fehlen? Eine andere Sache ist es', wenn der als so schädlichiBerschrienc in großer Anzahl austritt. Tann kann er den ganzen Untergrund zerwühlen. Ta schadet aber nicht der Maulwurf int einzelnen, sondern die Menge. Hiergegen muß, man natürlich den! Garten in Schutz nehmen. Wie bei allem, so ist es tauch hier;! Uebereifer schadet nur. Gegen den kleinen Bergmann, der in Masse auftritt, darum' nennenswerten Schaden zufügen kann, muß Man also geeignete Mittel zwecks Vertreibung zur Anwendung bringen. Es sind meist starkriechende Stoffe, die so sehr seine! fcinem'pfindende Nase reizen, daß ihm! der Aufenthalt verleidet! toird. Heringsköpfe tun es schon, wie auch Heringsbrühe, Jauche,» Petroleum, Tieröl und KarboliueüM von der Firma F. Schacht- Braunschweig gute Vertreiber darstellen. Lappen, mit den angegebene» Flüssigkeiten getränkt, werden in die Gänge gelegt, die festen Stosse shc'ckt man so in »dieselben hinein. Di« bezeichneten Produkte lassen ihn bald die Flucht, ergreifen. EL eftttf einen anderen Garten über, tim' da seine' von Segen! eitete Tätigkeit zu entfalten. Ans diese Weise ist^man den ÜNiv'illkomMenen Gast los geworden', der ob seiner „Fahrläfsig!- kcit" die Unebenheiten int. Garten erzeugte. Die Folge dieser! für uns unbequemen Eigenschaft braucht doch nicht ein Moro unsererseits an dem' kleinen Erdenbewohnsr zu sei». Maulwürfe', die für deinen Gärten zu viel sind, vertreibe, denn bei Mddrew Gartenliebhaber'n fehlen sie. Diese haben sie notwendig, MN! ein von Ungeziefer freies Gelände zu bekommen'. Tötest du den! Maulwurf, so entziehst du ihm eine» nützlichen Freund. Wenn 'aber nur einer oder einige in deinem Garten leben, svimetßt, du, 'es ist Ungeziefer vorhanden, das dir Schaden bringt. Dieses TU vertilgen, bemühst du dich, itfen» du rationell wirtschaften willst. Der, welcher dir dabei die helfende Hand bietet, ist der —- Maulwurf. Er ist es, der dich schön«' Erfolge erzielen lassen will, der bei deiner Arbeit dir helfend zu Merks geht. Vtzele Larven« verzehrt er täglich, weil er ein sehr gefräßiges Ti«r ist- Dte SWeibeir dieser Zeilen, der dem Gartenliebhaber das Auge offnen toiW, fürchtet wohl, daß bei vielen Lesern seins Worte, die den Mert eines Tieres dartun sollen, lautlos im Winde verhallen. — Allein sei nicht so herzlos, ein Leben zu vernichten, dessen JUHaber dir kein Leid gebracht hat. Mir ein gefühlsrvher Mensch wird ein solches Tier vernichten, das des Laudmanncs bester Freund ist. ■— Erwäge es und handle darnach'! Die Aunst -es Diebstahls in Japan. Tie jäpäuifchen Diebe, die so länge Zeit unter dem Schutze einer merkwürdigen Entente cordiale mit den Polizeibehörden! sorglos iHv gewinnbringendes Gewerbe ansüben konnten, gehen schweren Zeiten entgegen. Tie Klagen über die Lässigkeit der Behörden in der Bersdl'guug der Diebe sind so sehr angewachsen, daß vor kilrzem bei einem neuen großen Mandat, der Mikado einen neuen Pvlizeiches ernannt hat, der mit rücksichtsloser Energie den Stier bei den Hörner» faßte und den berühmten, gefürchteten! Chef der Tokioter Diebe, Gingi den Schneider, sestnehmen und sein Hauptquartier von der Polizei besetzen ließ, G. de Banzemont gibt in der neuesten Nummer der stievue eine interessante Schilderung von dar KWrheit -und Geschicklichkeit der japanischen. Verbrecher, von den gewaltigen, straffen Organisationen, die sie gebildet haben und von dem Werdegang! des japanischen Diebes, der von Kindheit auf nach, allen Regeln der Kunst auf seilt Gewerbe vorbereitet und von erfahrenen Lehrern allgemach! zum Meister seines Gewerbes häraugebildet wirb. Jedermann in Tokio kannte Gingi beit Schneider, den Leiter der größten Diebcsvrganisatiou! Japans, den Obermeister der Zunft, der seine Untergebenen in strenger Zucht hielt und schrankenlos sogar über Leben und Tod- feiner Unterboten verfügte. Alle großen Städte Japans waren in Distrikte eingeteilt und jedes Mitglied der nach taufenden zählenden Bande besaß seinen eigenen, streng abgegrenzten Wir-. kungKkveis, der von Men anderen als To-mäue respektiert wurde. Tie Polizei kannte diese Organisation ganz genau, aber nur bis- weilen bei wichtigen Fällen nutzte sie ihre Kenntnis aus, um hier und da, mehr zur Beruhigung' des Publikums, irgend ein unbedeutenderes Mied der Tiebeszunst festzunehmen. An Gingi hätte man sich vorher nie heran gewagt. Er hauste in seinem' Hauptquartier, wo alle seine Untertanen ihm getreulich ihre Beute ablieferten, wo die Hehler kamen uud kauften, und wo vor allem! mit einer musterhaften pädagogischen Sorgfalt der Nachwuchs für sein sauberes HandMrk vorbereitet wurde. Schon in der Wiege beginnt diese« Erziehung, dieses Training der Hände, das später den Jüngling zitm Meisterdieb macht. Aber neben den Kindern der Verbrecher werden auch zehnjährige Shtaben in die Hochschule des Diebstahls ausgenommen, kleiuc Burschen, die in der Schule oder daheim vielversprechende Zeichen krimimi- Mischen Talentes gegeben haben. Im „Oyabun", im .Hauptquartier Gingis, wurden triefe Zögling« des Verbrechens täglich unterrichtet, im Taschendiebstahl, int Einbruchsdiebstahl, in der' Führung der Waffen; turnerische und athletische Uebnugen dienen der Abh'ärt-mg der Muskeln, ja sogar Martern wurden systematisch angewandt, Um die Rekniteu des Diebstahls zum' Ertragen von Schmerzen zu stählen und Energie- und Widerstandskraft zu steigern. Wenn die Schüstr dann ihr erstes Examen bestanden hatten, sandte man sie hinaus, nmi bei großen Volksfesten ober in eleganten Gesellschaften di« erste praktische Probe ihres Könnens abzulegeu. Erfüllten sie ihre Aufgabe, so harrte ihrer Lohn und Auszeichnung; miUingt das Werk, läßt der Neuling sich ergreifen, so überlaßt mau ihn seinem! Schicksal und der Justiz; er" zählt nicht mehr zu den wertvollen Elementen. Auf diese Weise bildete mau eine große Armee erprobter und geschickter Twbe heran. Merkivürdig bleibt, daß keiner dieser Gesellen je auf dm Gedanken gekommen ist, auf eigene Faust zu arbeiten, fte alle sind selbstlose Seelen, die nie im Stillen persönlichen.Vorteil suchen und selbst die kleinste Beute getreulich dem Chef abliefern. Rach kiwzer Zeit wird jedem ausgebildeten Gesellen sein besonderer Wirkungskreis zugewieseu, in dem er sich znm Spezialisten! ausbildet. So arbeitet der eine nur auf der Straße, der andere iM Theater, der teilt» in bat Läden, der vierte auf der Eisenbahn, ein anderer auf Schissen. Tie gewandtesten, kühnsten unter ihnen sind die Eisenlmhnd-icbe. In Tokio- ereignete sich vor kurzem' ein Fall, der für den. Berufsstolz und- den Ehrgeiz dieser Meister des Diebstahls' charakteristisch ist. Im TMo-Expreß, in eurem1 Kupee zweiter Klasse, kam ztvischeu. den Reifende», das Gespräch -auf die Taschendieb« und auf ihre Listen und- Geschlckltch- keit. Ei» bekannter Tokioter RcchisanWalt brüstete sich, daß.er noch nie auf seinen Reisen- bestohlen worden sei. „Man wird nur befWeit, wenn man es' selbst will. Ter Bestohlene ist immer! ein Tölpel, der nicht aufge-paßt hat, und sich durch' eigene Schuld ausplüuderti läßt. Weil» ihm' das im Zuge passiert, geschieht cs ihm ganz reckst." Ma» plauderte weiter; der Zug hält, wer Rechtsanwalt steigt aus, der Expreß fährt weiter. D a hört man vom Bahnsteig noch de!» Schrei: „Meine HaMascye! Eine 208 Vüchertisch. , — „Der E v a n ge lt m ann", Kienzls volkstümliche Oper, bringt das soeben im Berlage van Ullstein 'n. (So., Berlin, er> Menens neueste Heft der „Musik für Alle". Wie in den bis- herrgen Opernheften, ist auch diesmal, in chronologischer Weist d?r Inhalt der Oper wiedergegeben. Ml« die entzückenden hum-o-i «sttschen ebenen sind zum Abdruck gelangt; ein Gegensatz hierzu! smd die «tleaiscken Stücke, wie das große Liedes-Tnett zwischen Martha Md Matthias, die rührend« Kinder-Szene, das Lied Magdalenas „O schöne Ju-Mdtage". Ten Schluß des Lleftes bildet die choralartige Melodie des Adatthias „Selig sind, die Verfolgung leiden", mit der er tvieder als Evangelimann in dig vermat einzieht und die denk reumütigen Bruder in der Sterbe stunde tröstend -erklingt. Brieftasche voll Banknoten war darin." Das Opfer war niemand anders wie der Rechtsanwalt. Fruchtlose Klagen! Der Dieb war nicht anfzufinden. Als in der nächsten Station der Zug drrrchisncht wird, bleibt alle Mühe fruchtlos. Verzweifelt kommt der Advokat nach Hause. Der Diener empfängt ihn mit den Worten: „Ein Herr hat ihre Handtasche abgegeben." Tie Tasche war_ intakt, die Banknoten vollzählig in der Brieftasche. Aber dabei lag ein Zettel: „Wir ivollten .Fhneu eine Lehre geben. Reden Sie nicht über die Diebe. Sie verstehen nichts davon, seien Sie lieber das nächste Mal klüger, vorsichtiger und ytMfa merksamer. Ein großmütiger Taschendieb." Redaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universttäts'-Buch. und Stemdruckereß N. Lang-, Gießew Vsr»mr?ehtes. Die, Orgie vor dem „Weltuntergang". In Nagy-St. Mikkos, einem ungarischen Dorfe in der unteren Theist- gvg-end, schwebte die Beivvhnerschast schon seit einigen Wochen in Erwartung des Haltet) 'scheu Kometen in beständiger Furcht vor dem Weltuntergänge. Als nun in einer Stacht der vergangenen Woche infolge eines mehrere Kilometer entfernten Brandes ein gewaltiger Feuerschein am Himmel erschien, glaubte der Nacht- iruchter, der schreckliche Komet fahre am- Himurel daher, und er stieß in das Horn mit btirt Schreckens rufe: „Der jüngste Tag ist angebrochen!" Alles stürzte halbnackt und fassungslos alis den Häusern, um wenigstens unter freiem Himmel dieses armselige Erdendasein zu beschließen. Auch der alte Pfarrer hielt den Feuerschein für den Kometen und «Märte, nach seiner Schätzung Müsse es ungefähr noch einen halben Tag dauern, bis der Zu- saMmeupWll erfolge. Tie Leute sahen also noch einige Stunden vor sich, intb einmütig beschlossen sie, diese Galgenfrist so gut als möglich auszuuutzen. Man schstppte eiligst aus Küche und Köller herbei, was irgend darin vorhanden war, und alsbald begann, auf, dem Kirchplatze vor schnell entzündeten Feuern eine wahre Orgie des Genusses. Man ast itnb traust in aller Mle, was das Zeug hielt, betet« auch mitunter ein Stücklein, dast die «rote Seele nicht zu kurz komme. All-h. Rücksichten und M-e Borsicht waren gewichen, jeder gab sich so, wie er war. Heimliche Liebesleute hielten mit ihren Beziehungen nicht mehr langer hinter dem Berge, und- die verschiedenen Elternpaare waren zahlreich-en Ueberraschungen ausgesetzt, da manches junge Mädchen, dessen Tugend bisher für eine ilneinnehmbare Festung geaalten , hatte, plötzlich! vor allen Sötten in den Armen irgend «rnes jungen Burschet: gesehen wnrde. Je kürzer die vermeint- kch-e Taseinsfrist wurde, umso größer wurde die Lebenslust. Der reichliche Wein tat fein« Wirkung, und bald war niemand mehr im ganzen Dorfe nüchtern. Man fohlte und tanzte, bis die meiste!: entkräftet zu Boden sanken und einschliefen. Als das Dorf endlich bei Hellem Sonnenschein« wieder erwachte, konnten sich die Leute vor Verwunderung nicht fassen, daß die Welt nicht pflichtgemäß uickergegangen sei. Adan war darüber geradezu entrüstet n:L umso nnangenchNter berührt, als die Vorgänge der letzten Nacht nicht auf ein weiteres Fortleben berechnet getoäfeit waren. Aber schließlich hat man sich auch in Nagy-St. Miklos mit ben: Fortbestände des Erdballes «bfinden müssen. * Verband der Landstreicher. Die ameri- kanrschen Soziologen, di« erst vor kurzem begonnen haben, sich Mit dem Landstreichertum und der stetig wachsenden Zahl der Eigenttmtsverbrochen zu beschäftigen, haben bei ihven Forschungen dre überraschende Entdeckung machen müssen, daß die Vagabunden Amerikas dem Beispiel der großen Geschäftsleute gefolgt sind: seit Jahren besteht in Amerika ein Mächtiger Verband, dem fast alle Gauner Amerikas angehören. Prof. Wallace E r n ste r von der Michigan-Universität hat vor kurzem die Organisation und die gehemten Verständigungsmittel dieses Landstreicherbnndes zum Gegenstand genauer Forschungen gemacht und gemeinsam mit dem Poltzetcheg McCabe von New^Jersey die Geheimsprache dieser Herren «ntzckfert. n.as Ergebnis dieser Stndien wird nun im Antenean Magazine veröffentlicht und gibt ein überraschendes Brld von der Große dieser Berbrechergesellschaft, deren Mitglieder iMh Hnnderttauscnden zählen. Im ganzen Land« verstreut hat der Verband «er Vagabunden seine geheimen Versammlungsorte Und ferne -Schlupfwinkel, w-o die „Offiziere" dieser Verbrecher- armre rochieren. Mittel werden stets bereit gehalten, um gefährdeten Genossen durch rasche Bertleidungsmöglichkeit in Angen- Krcken der Gefahr zur Flucht zu verhelfen: die bei.den einzelne» Rauo- oder Bettelzügen gesammelten Erfahrungen werden zusain- Mengestellt und überall im Lande verraten besondere Zeichen den Mcherziehenden Bagabnnden die Stätten, die für ihre Tätigkeit gefährlich -oder geeignet sind. Jeder Angehörige des Verbandes fft verpflichtet, an ;edem Orte, wo er seine Bettler- oder Diebes- nmst versucht hat, durch ein kurzes Symbol die gelvounenen Erfahrungen sichtbar anzudenten. T-er ehrsame Bürger, der an feiner Haustür -oder an seinem Gartenzaun z. B. einen Minen Kve:s anfgezelchnet findet, den ein gerader Strich durchkreuzt Umn daraus «riehen, daß sein Hab und Gut den Geifall der Land- ilfWicher gefunden hat, denn der Kreis mjit deut Strich bedeutet, »Dirbstah: lohnend", und der glücklich-e Eigentümer kann mit -Dnherhett m,s häufigen Landstreichcrbesuch rechnen. Wer dagegen -ain seinem Besitztstm- «ine Mit gvober Hand hingiemälte Spiral«! findet, mag bernhigt schlafen, denn dies Zeichen gibt den Wink „vvrübxrgehen"; es wird bei den Häusern aller Polizei- und Jnsttzbeamten und bei jenen Privatleuten angebracht, die mit der Polizei gute Fühlung haben und deren Beranbung daher cinjä besonders rührige Verfolgung befürchten läßt. Wo Alarmglocken int Hause angebracht sind, wird der Einbrecher durch einen grob hingezeichneten Hahn gewarnt, wo di« Besitzer Schießwaffen habet: und damit uMzugehen wissen, mahnt -ein Dreieck mit zwei daran- gesetzten Händen zur Vorsicht. Wo- dagegen an irgend einech Gartenzann vder vielleicht an der Türschw-elle die unbeholfen lflw gezeichnete Karikatur einer Katze zn sehen ist, da weiß der Landstreicher: „Hier wohnen nur Frauen, leichte Arbeit". Zwei übereinander gesetzte Zickzacklinien warnen den Vagabunden vor wachsamen und bissigen Hunden. Bei abgelegenen G-ehöften findet Man gewöhnlich verschiedene Zeichen, die genau Aufschluß geben über die Zahl der Bewohner. Ein senkrechter Strich z. B. bedeutet ein Kind, ein Strich auf einer Kurve eine Frau, ein X einen Mann. Sind der Mann oder die Frmr alte Leute, so wird der senkrechte Strich o-d-er das X mit zittriger Hand-gemalt, so daß der Einbrecher schon vorher genau Weitz, -ob er es mit gefährliches Gegnern zu tun hat -oder nicht. Ein Hanrmer verrät dem Landstreicher, dast er hier zwar leicht ein Mittagsmahl bekommt, dafür aber arbeiten muß. Der Verband, der den Namen „Vaga- bmrdra" führt^ hat seins „Kvt-etten", seine „Rekruten", seine „Offiziere^. Di« einzelnen Offiziere, die „Begnmeu", arbeit-'ü Hand rn H-and und nnterstlitzen einander; es sind meist kühn« gefährkrche Einbrvcher, die in der Welt des Verbrechens sich einen! Namen gemacht haben. ° Brasrlier und Verwandtes. Au! eine Frage ans Rio Grande do Sul wird im Brieikasien der Zeitschrift des Sprachver- etu® .roit ^lgt geantwortet: Gewiß soll man neben „brasilisch" statt „brasilianisch auch "B rasilicr" statt „Brasilianer" sagen. Nichts verpfttchtet tmS, die freinden Endungen aiizuweudeii; im Gegenteil, wir sollen auch hier möglichst deutsch sein, ganz abgesehen von dem Gewinne größerer Kürze. „Javaner" und „javanisch" sind ja auch tm ganzen durchgedrungen, während man srüher mir „Japanese" und „mpanesich" sagte. Sehr erireulich ist es, daß sich jetzt der „Rtograndenser Bauernverein" in einen „Riogrander B." um» wandeln will; und hoffentlich finden die brasilischen Deutfchen auch noch eine angemessene Form iür „Paulistaner", wie sie bisher die Bewohner von Sao Paulo nennen, das Vorbild des portugisischei: Paulista noch übertreffend. Sollte ihnen nicht „Pauler" oder „Sankt-Pauler" genügen, zumal ivenn sie sich den Namen der Stadt selbst in der Form „Sankt Paul" aneignen? Und sollten sie dazu nicht das Recht haben bei einer Stadt und Provinz, wo die Deutschen eine so wichtige Roste spielen? Wir neunen auch die portugiesische Guinea-Insel nicht SaoThome, sondern „Sankt Thomas", und die englische Insel,, Sankt Helena", nicht Saint Helen. Uebrigen^ g»bt es in dieser Beziehung im lieben deutschen Vcnerlande selbst noch genug zu tun. Die„Weimaraner" und „Kasselaner", die „Bremenser", „Jenenser", „Hallenser" und „Seesenser" (!) u. v. a. wollen noch immer nicht verschwinden. — Tauschrütfcs. Gabel — Nest - Engel — Vase — Wiege — Tonne — Leder — Maus — Ohr — Hund — Ober — Segen — Kanne. Die Anfangsbuchstaben vorstehender Wörter sind mit anderen Buchstaben derart zu verta>tsche», daß inan ebensoviele neue Wörter erhält, deren Anfangsbuchstaben den Namen eines Komponisten ergeben. Auflösung in nächster Nummer> Auflösung des Rösselsprungs in voriger Nummer: Nicht mit dem Mund ist's abgetan, Willst du dich deinem Goite imb’n, Brauchst auch die Hände nicht zn ringen, Woll' nur dein Herze mit dir bringen. Und legtest du au? den Altar Der Gaben reichste Opser dar, Sie werden nicht von Gott gemessen, Hast di: dein Herz dabei vergessen. F. Stolle.