«V« Z iTJIe W Ufiiiii Friedel halb-süß. Kloman von Fedor von Zobeltitz. (Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Feßler stand auf und verneigte sich gegen Dora. „Ich danke für gütige Belehrung," entgegnete er. Darauf setzte er sich wieder und fuhr fort: „Nichtsdestoweniger bin ich so klug wie zuvor. Ich behaupte mit Energie, daß Rütte- lung und Schüttelung unmöglich ein großes Geheimnis sein kann." j,,Nicht an sich," sagte Fritz lachend, „aber in Verbindung mit der Technik der Fabrikation. Nämlich, Teuerster: nach der Tirage, der Füllung des Weins in die Flaschen, die nun verkorkt und verdrahtet werden, erfolgt die sogenannte Flaschengärung unter bestimmten Temperaturen. Ist der Wein reif, so kommen die Flaschen auf dreieckige Gestelle und zwar in schrägem Winkel, mit dem Pfropfen nach unten, damit sich die ausgeschiedene Hefe allmählich im Halse ansammle. Das geschieht aber nicht von selbst; die Romuage muß der faulen Materie zu Hilfe kommen. Die Arbeiter, die für das Geschäft des Rüttelns angestellt sind, drehen etwa zwei Monate hindurch täglich jede einzelne Flasche mit einer kurzen eigentümlichen Bewegung einmal herum — sie schütteln sie. Dadurch zieht sich der Satz, das „dspot" — die technischen Ausdrücke sind Immer noch französisch — völlig nach dein Korken hin und heftet sich hier fest, während der Wein an Klarheit zuninnnt. Ist seine Klärung eine vollkommene geworden, so kommt der „Dogorgeur" an die Reihe, der die Flaschen entkorkt, Und bei dieser Prozedur fliegt mit dem Schaum auch die Hefe heraus, so daß die „Dosage" beginnen kann: der Likörzusatz." „Es ist gradezu fabelhaft," erwiderte Feßler. „Ich -Verde kein Glas Sekt mehr trinken können, ohne der „Rä- tnuage" zu gedenken. Und sie ist wirklich eine Erfindung Ihres Großvaters, Herr Kesselholz?" „In seinen hinterlassenen Papieren hat sich diese Behauptung gefunden. Jedenfalls hat er die Technik nach Deutschland gebrächt." „Er verdiente ein Standbild!" rief Feßler. „Er hat schon eins. Die Büste des Alten mit dem' sgimmermannsbart, die Sie in unserm Probiersalon sehen, stellt meinen Großvater dar. Mein Väter avancierte aus den Kellern in die Bureaus, und ich bin der erste Prokurist der Firma geworden. Habe ich unrecht, wenn ich behaupte, die Friedel und die Kesselholz wären nicht mehr so recht zu trennen?" — Der Kellner erschien wieder, um den letzten Gang zu servieren. Dann kam Fritz ans sein Thema zurück: er konnte einen leichten Aerger nicht unterdrücken, daß Kesselholz der Idee mit dem Excelsiorsekt so geringe Meinung entgegenbrachte. „Es spricht auch sonst noch mancherlei dawider, Herr Friedel," meinte der Prokurist. „Wenn die Ballongeschichte verunglückt, sind wir mit blamiert. Der Name unserer! Marke heftet sich an die Blamage. Wenn man „Excelsior" auf der Weinkarte liest, wird man sich sagen: „Ach herrieh — das ist der Taufsekt von dem lenkbaren Luftballon'/ 1 der sich nicht lenken ließ". Der Fluch der Lächerlichkeit wird auf der Marke liegen." Fritz schüttelte den Kopf. „Sie sind unausstehlich, Kesselholz, wenn Sie sich in eine Ansicht verrannt haben, Fräulein Dora, helfen Sie mir!" „Ach Gott, Herr Leutnant Friedel, ich tät's ja so gern! Aber ich kenne Vatern. Gegen seinen Dickkopf ist nichts zu machen. Ich könnte höchstens wie ein Frosch quaken. Da ärgert er sich jedenfalls." I „Wir wollen ihn ärgern. Quaken Sie los." Dora verstand es ausgezeichnet, die Tierstimmen näch- zuahmen. Sie konnte wie die Nachtigall flöten und schlagen wce oie Drossel und wie der Fink rufen. Jetzt steckte sie die Spitze ihres kleinen Fingers in den Mund und begann ungeniert zu guaken. Kesselholz war kirschrot geworden. „Schweig, Dora!^ befahl er. Dora hörte auf. „Soll ich lieber einmal wie der Totenwurm sägen?" fragte sie bescheiden. „Nein," rief ihr Vater, „auch nicht wie das Käuzst chen krächzen. Es ist närrisch, Herr Friedel, aber ich kann mir nicht helfen: gegen scheues Nachtgetier habe ich eine arge Aversion, i— „Um meine Nerven zu schonen, bin ich auch mit der Excelfiorreklame einverstanden!" „Ich will nicht nur Ihr Einverständnis, ich will Ihr Interesse. Ich will Ihr Interesse, zumal bereits ander« Firmen wie wild dahinter her sind, uns den Daufsekt M- spenstig zu machen." „Was?!" rief Kesselholz, „andere Firmen? Oho!" Er rückte sich auf seinem Stuhl zurecht. „Das geht nicht. Welche Firmen?" „Alle möglichen. Auch französische. Miquelon et fiU bombardieren den Herzog mit Bittschriften." „Donnerwetter!" Und Kesselholz schlug auf den Tisch. „Sollen wir Miquelon fils -freiwillig das Vorrecht lassen?" । „Um keinen Preis. Um keinen Preis, Herr Friedel! Wenn die Sache s o steht — ah, das ist ganz etwas anderes! Ich kenne sonst keinen Konkurrenzneid, aber Miquelon frls gönne ich nichts — nichts!" Er fuhr mit der Hand durch die Luft. „Diese Bande hat meinem Großvater das Erfindungsrecht der Remuage streitig gemacht — ich weiß es aus seinen Papieren; man hat ihn ohne jeden Grund entlassen, und als er klagbar wurde, haben die französischen Gerichte ihn mit zwölfhundert Franken für abgefunden erklärt. Was sind zwölfhundert Franken?! Unsre Fanntte wäre auch ohne die Lappalie nicht verhungert. Aber Die 614 Ehre, lieber Herr Friedel, die Ehre der Erfindung hat man uns gestohlen! Jetzt heißt es: die alte Veuve Miquelon k— ah, das war die berühmte Frau, die durch den Prozeß der Remuage die Champagnerfabrikation erst auf die Höhe gebracht hat! Ja, Kuchen — ein Deutscher war das, ein simpler Küfer, und hieß Nikodemus Kesselholz, Und sein Vaterhaus stand am grünen Rhein! . . . Also, Herr Friedel, kein Wort weiter, keinen Streit, keinen Widerspruch. Miquelon sils darf an Ihren Luftballon nicht heran. Wir liefern den Taufsekt — und meinetwegen, er soll „Excelsior" heißen!" „Halt!" rief Feßler. „Ehe wir weiter verhandeln: Herr Friedel, diese Flasche Ayala hat ausgeleöt. Ich proponiere: als dritte im Bunde wählen wir eine Bouteille Miquelon sils. Schandenhalber wollen wir sie leeren. Mit diesem Trosttropfen der Witwe stoßen wir an auf unsre neue Marke Excelsior, auf den Herzog von Abeelen Und auf den Sieg der deutschen Luftschifsahrt. So sei es!" „Ra, Gott sei Dank," sagte Fritz, „nun hätt ich auch Sie auf meiner Seite, alter Kesselholz! Denn Sie mußte ich haben — der Papa allein genügte mir nicht. Wird unsre neue Marke bald versandfähig sein?" »Ist sie jetzt schon. Ich habe vorgestern gekostet —i zusammen mit Ringer und mit Westermann, unserm Oberkellermeister. Delikat, Herr Friedel. Herr Friedel, wundervoll! Ganz Binkett, Kraft, Nerv, edelster Inhalt." Fritz nickte. „Scharmant! Kesselholz, da gilt es nur NoH, etwaigen Widerstand meines Großvaters zu überwinden. Ich bin überzeugt, er wird sich mit aller Gewalt gegen die Taufgeschichte sträuben. Aber auf Sie gibt er viel." Der Kellner hatte den Champagner gebracht. Er wurde diesmal nicht umgegossen. Er war auch nicht in Eis gesetzt worden; die Kellertemperatur genügte. Kesselholz stillte hie Gläser. Dann nahm er das seine, hielt es gegen das Picht und versetzte den Wein in leicht kreisende Bewegung. Kn der schimmernden Flüssigkeit von der Farbe alten Goldes Massen die Perlen der Kohlensäure durcheinander; ein winer heller Schaum sammelte sich an der Oberfläche. Nun setzte Kesselholz, das Glas an den Mund und atmete die Mume ein. Dabei wurden seine Augen glänzend, und Kn Ausdruck unbeschreiblichen Wohlgefühls trat ans sein dickes gutmütiges Gesicht. O, er verstand schon etwas von der Sache! Er hatte in den Kellereien ja eigentlich nichts ÄM tun: er gehörte in die Bureaus; aber die ererbte fein« Bunas schätzte man an ihm — er fehlte nie bei den AroM. M Dank. Er „rollte" den Wein; dann „kaute" er Mr. Und nun sah man an der leichten Bewegung des WanjDapfels sm Ausschnitt des Kragens, wie der Trunk ijst liebevoller Gemächlichkeit durch die Kehle glitt, als wolle W an jeden Geschmacksnerv rühren. ' Er sagte nichts; er stellte den Pokal schweigend wieder Ws den Tisch. Aber Fritz sprach. Auch er hatte wie ein Mahrsner Kenner getrunken; doch dabei verfinsterten sich feine Äugen. »Das bekommen wir nie fertig," sagte er. „Kesselholz, Warum nicht? Ist es nicht zum Verzweifeln?! Wir haben Me würzigere Traube und haben in bezug auf die Fabrika- hioü den Franzosen jede Einzelheit abgeguckt. Und dennoch ife einen Champagner wie diesen werden wir niemals her- stellen Dünen — nie!" „Doch," antwortete Kesselholz. „Unser Excelsior, ich Wette, wird sich an Bonität dem Miquelon würdig zur Seite stellen. Wird ihn an Bukett sogar übertreffen und zufolge seines geringen Gehaltes an Alkohol noch den Vorzug haben, leichter und bekömmlicher zu sein. Und wir werden dennoch schwere Kämpfe um ihn haben, die vielleicht das Geschäft Mchüttern, denn wir werden ihn nur zu einem verhältnis- Kaßig hohen Preise verkaufen können, und da ist es die Krage, ob wir genügend Abnehmer finden. Im Auslande Möglicherweise; doch das wird sich nicht lohnen. Wenn wir Wit dem Excelsior nicht auch die Vorurteile in der Heimat brechen, ist an ein Geschäft nicht zu denken." ' , „Lassen Sie erst den Namen der Marke in aller Munde fein, Kesselholz — däüu wird sich das weitere finden! Der Herzog von Abeelen ist mir ein lieber Freund. Er wird dafür sorgen, daß die Marke genaUnt wird. Mr sich selber rührt er die Werbetrommel nicht h für mich aber, wenn . es sein must, daß es schallt. Könüen wir'Ms Besseres wünschen: eine Reklame, ivie sie noch nicht da War und für ein Produkt, wie e§! ,in der deutschen Schaumwein-, industrie noch nie auf den Markt gekommen ist?! Ist da nicht ein Sieg zu erwarten?!" »Hoffen .wir es," entgegnete Kesselholz, und leiser setzte er hinzu: „Wir können den ..Sieg brauchen.'. .." Fritz war schon aufgestauden, die Taschenuhr in der einen Hand, das Glas in her andern; er stieß mit den dreien an. „Evoe," wiederholte er; „besser, der laute Jubel kommt nach, als daß wir ihn vorwegnehmen. Kellner, meine Rechnung! Und nun addio, Dame Dora, addio, Kesselholz. In drei Tagen legen wir los." . . Er drückte jedem die Hand. „In drei Tagen", wiederholte sich Feßler. Ein Schatten ging durch seine Stimmung. Zwischen heute und übermorgen lag ein törichter Zwew kamps. 5. lieber den Rheingau war während der Nacht ein rau- schender Mühlingsregen herniedergegangen. Unten rollte der Strom: breiter als sonst, in schweren Wogen mit grünlichen Gischtkämmen, und oben auf den Höhen tropfte es rhythmisch. Es war wie ein Flüstern der Natur; es war so, als raunten die Thyaden der Weinberge sich gegenseitig ihre Geheimnisse zu. Am Himmel hing weißes Gewölk; durch das Lenzgrün krochen beinfarbige Nebel. Die Sonne war nicht zu sehen; aber das lag nrcht daran, daß es noch früh am Tage war. Ein lichter Dunstschleier spannte sich über das Ta'l und fing die Strahlen auf. Dabei war die Luft treib!- hauswarm. Ein Zweispänner fuhr vom Niederwald zwischen dem Rebengelände abwärts nach Rüdesheim. Kein herrschaftlicher Wagen: ein einfaches Gefährt aus irgend einem Fuhrgeschäft des Städtchens, Mit zwei struppigen Gäulen', deren schwere Hufe tiefe Spureu im aufgeweichten Boden hinterließen. Der Wagen fuhr langsam. Der Kutscher hatte die Bremse angezogen, denn es ging ziemlich steil abwärts', und auf dem schlüpfrigen Erdreich glitten die Pferde leicht aus. Hinten auf dem zwischen Riemen hängenden Rücksitz saßen Feßler und Fritz. Beide blaß; Fritz mit dem starren Gesicht einer Maske. Er war in Uniform, hatte den Kragen seines Paletots aufgeschlagen und die Mütze tief in den Racken gezogen. Ihn sror trotz der Wärme des Morgens, und hin und wieder ging ein Zittern durch seine Glieder. Des Wegs kam ein Trupp Arbeiter: junge Leute, von einem Alten geführt, Frauen, Männer und Mädchen, auch ein paar Kinder waren dabeü Sie trugen Spaten und' Hacken und traten beiseite, um auf dem schmalen Pfade den Wagen vorbeizulassen. Die meisten grüßten, und die Kinder starrten verwundert die beiden Herren an. Besonders der Offizier erregte ihre Neugier; man wußte nicht recht, wy er herkam, in dieser Frühe des Tages und bei einem Wetter, das wenig verlockend für einen Ausflug war. Fritz hatte mechanisch zum Gegengruß die Hand an die Mütze erhoben. Er starrte über die Gesichter am Wege, die wenig von den Winzerfreuden erzählten. Er starrte über, sie fort auf die noch ziemlich kahlen Gehege, das! braune Mauerwerk der Umfassung, die Grenzpfähle mit den Farben und Signaturen der Besitzer. Der Nebel flog auf; um einen knorrigen Weidenbaum hing er seine weißen Lappen, aber ein Windzug kam und zerriß sie. In der Ferne lief der Nebel in langgezogenen schmalen Streifen über die Landschaft; blies der Odem des Morgens hinein, so zerfaserten sie wie aufgetrieseltes Gewebe, und dahinter wurden die Silhouetten von Bäumen sichtbar, von Landhäusern und Schlößchen. Aber auf der Höhe war es schon klar. Nur hatte das junge Laub des Niederwalds eine ockergelbe Färbung; um das Haupt der Germania des großen Denkmals krerste schon ein goldiges' Sonnenleuchten. Fritz sah das alles nicht. Er sah nur den Nebels einen weißen brodelnden Nebel, ein Meer von Nebel. Darinnen eine schwankende Gestalt: einen Mann, der sich' rasch um sich selbst drehte und dann zu Boden stürzte. Das' sah' er vielmals; es war ein Bild, das immer wiederkehrte. Und da seufzte er tief Und schmerzlich auf. Feßler legte seine Hand auf die des neben ihm Sitzens- den. „Beruhigen Sie sich, lieber Freund," sagte er. »Es ist ein matter Trost, es ist ein Gemeinplatz, aber es ist denji — 6iö noch ein gutes Wort: sich in das Unabänderliche mit Würde schicken." „Wie kam's nur, Feßler?" stöhnte Fritz. „Wie war's Nur möglich?" Feßler zog die Schultern hoch. „Liebster, sind wir nicht tausendfach ein Spiel des blöden Zufalls?" „Ja . . . lieber Gott, ein Zufall war's —! ein verfluchter Zufall. . . . Aber — sehen Sie, das wurmt tot Mir: ich hätte ihn vermeiden können. Ich war meiner Hand sicher — ich wollte nichts, als ihm eine Lektion geben t- die Kugel sollte an seinem rechten Ohr vorüberflitzen Fi sausen sollte er sie hören,. . , Nichts weiter. Aber ich traf die Stirn. . . ." Wieder ein Stöhnen. „Sahen Sie, wie er fiel?" »Ich sprang sofort hinzu," sagte Feßler, „er war auf der Stelle tot." Fritz schwieg. Er wußte das. Er war ja an seiner Seite niedergekniet und hatte seine Hand ergriffen. Gr wußte es: er hatte ja gesehen, wie des Doktors Gesicht verblichen war beim Anblick der Schußwunde. Man hätte ihm nicht erst zu sagen brauchen: „Er ist tot." Er wußte es in dem Augenblick, da Spannuth zusaMMenbrach, (Fortsetzung folgt.) Kapitän Croker. Ein Detektivaventeuer von Conan D o h l e.: (Fortsetzung.) Holmes' Wesen hatte sich verändert. Sein gleichgültiger Gesichtsausdruck war verschwunden und seine glänzenden, tiefliegenden Augen zeigten mir, daß sein Interesse wieder lebendig geworden war. Er nahm den Kork in die Hand und untersuchte ihn genau. „Womit haben sie den 'rausgezogen?" fragte et. Hopkins deutete auf eine halbofsene Schublade. Tarin lag einiges Tischzeug und ein großer Korkzieher. ^Hat Frau Brackenstall gesagt, daß sie diesen Korkzieher benutzt hätten?" „Nein; Sie werden sich erinnern, daß sie in deut Augen-- blick, als die Flasche aufgemacht wurde, gerade besinnungslos '„Ganz recht. In der Tat ist dieser Korkzieher nicht benützt worden. Tiefe' Flasche ist mit einem Taschenpfropfenzieher geöffnet worden, wie man sie an Taschenmessern hat, und er ist höchstens eineinhalb Zoll lang gewesen. Wenn Sie den Pfropfen genauer betrachten, so werden Sie am oberen Ende sehen, daß der Korkzieher dreimal angesetzt worden ist. Der Kork ist nicht ganz durchbohrt worden. Mit den: langen Pfropfenzieher würde er vollständig durchbohrt und' auf einen einzigen Zug herausgekommen sein. Wenn Sie den Kunden fangen, werden Sie finden, daß er ein solches Messer bei sich hat," „Ausgezeichnet!" sagte Hopkins. „Auf jeden Fall, diese Gläser bringen' mich in Verlegenheit, machen mich irre; ich kstnn mir nicht helfen. Tie Baronin hat doch die drei Männer wirklich trinken sehen, nicht wahr?" „Jawohl; darüber war sie sich vollkommen klar," „Tann begreif' ich's nicht. Was soll ich weiter sagen? Und trotzdem müssen Sie doch selbst zugeb'en, Hopkins, daß es mit den drei Gläsern eine auffallende Sache ist. Wie, Sie bemerken nichts Auffallendes! Gut, dann wollen wir's lassen. Es ist möglich, daß ein Mann mit besonderen Kenntnissen und einer besonderen Beobachtungs- und Kombiuationsgabe, ivie ick sie besitze, eine verwickeltere Erklärung sucht, wo eine einfachere auf der Hand liegt. Es nmß dann eben ein merkwürdiger Zufall feilt mit den Gläsern. Also, guten Morgen, Herr Hopkins'. Ich sehe nicht ein, wozu ich Ihnen hier Noch nützen sollte. Sie scheinen sich ja! über b'en Fall ganz klar zu sein. Lassen Siq mich wissen, wann Sie den Randal! festgenommen haben, und benachrichtigen Sie Mich! auch von! eventuellen sonstigen Ent- wickelungen. Ich hoffe, Sie bald zu einem erfolgreichen Ab- schluh beglückwünschen zu können. Komm', Watson, ich glaube. Wir können uns zu Hause nützlicher beschäftigen." Auf der Rückfahrt konnte ich meinem Freunde anmerkeN/ daß ihm Noch irgend etwas, was er beobachtet hatte, Kopfschmerzen machte. Hie und da suchte er gewaltsam diesen Eindruck los zu werden und so über die Angelegenheit zu sprechen, als vb sie ihm klar .wäre, dann kamen ihm aber wieder feiste! Zweifel, und die Falten aus seiner Stirne und sein Blick verrieten, daß seine Gedanken wieder in dem großen Speisezimmer von Abbey Grange waren, in dem sich die mitternächtige Tragödie abgespielt hatte. Endlich, als unser Zug sich an einer Bor- vrtstation gerade wieder in Bewegung setzen wollte, sprang er Mit einem Male hinaus auf den Bahnsteig und zog mich hinter fidj| fyCT. „Entschuldige, Mein Lieber," begann W, als! wir die letztÄl Wagest unseres Zuges ast einet Biegung verschwinden sahen; „es tut mir leid, dir mit einer Sache kommen zu müssen, die! dir als ein bloßes Hirngespinst von mir erscheinen mag, abech so wahr ich lebe, Watson, ich kann einfach den Fall nicht ist diesem Stadium ausgeben. Mein innerstes Empfinden empört sich dagegen. Es ist falsch — 's ist alles falsch — ich will d'rauf schwören, daß alles falsch ist. Uni doch, die Erzählung der Tawö war erschöpfend, die Bestätigung und Ergänzung durch die Dienerin ausreichend', es stimmte ganz genau. Was habe ich dem entgegenzusetzen? Weiter nichts als drei Weingläser. Aber, wenn ich die Tinge nicht von vornherein als wahr hingenommen, wenst ich alles mit der Sorgfalt untersucht hätte, die ich an den Tag gelegt haben würde, wenn wir vorurteilslos und ohne die schöst zurecht gelegte Erzählung vorher gehört zu haben, an die Sache! herangegangen wären, würde ich dann nicht eine festere Grundlage gefunden haben, worauf ich hätte weiter bauen können? Sicher! würde ich das getan haben. Setz' dich auf diese Bank, Watson- bis der Zug nach Chislehurst kommt. Ich will dir 'mal die! Sache klar legen. Vorher muß ich dich aber bitten, den Glaubest aufzugeben, daß das, was das Mädchen und die Herrin ausgesagt haben, unbedingt wahr sein muß. Tas reizende ,Aeußer!ei der Frau darf nicht unsere Urteilskraft beeinträchtigen. . „Ihre Erzählung enthält entschieden einzelne Punkte', die uns bei einer kühlen Betrachtung verdächtig Vorkommen würdest., Tie Einbrecher haben vor 14 Tagen in Sydenham einen gütest Fang gemacht. Die Zeitungen brachten eingehende Beschreibungest von ihnen, die natürlich von jemandem benutzt werden konnten^ der eine Geschichte erfinden wollte, worin Einbrecher eine Rolle! spielen sollten. Tatsächlich pflegen Diebe, denen eine reichliche! Beute in die Hände gefallen ist, das Gestohlene regelmäßig ist Ruhe und Frieden zu verzehren, bevor sie auf ein gefährliches Neues Unternehmen ausgehen. Auch ist es ungewöhnlich, daß Einbrecher so früh an die Arbeit gehen. Ferner ist es nicht ihre Art, eine Frau zu schlagen, um sie vom Schreien abtzuhaltest- denn Man sollte meinen, das sei das beste Mittel, sie zum Schreiest zu veranlassen. Sie ermorden auch kaum jemanden, wenn sie ist der Ueberzahl sind und einen einzelnen Mann so überwältigest können. Sie geben sich auch! nicht mit einer bescheidenen Beute! zufrieden, wenn sie eine viel größere haben können, und ends- lich möchte ich auch' noch sagen, haß solche Leute nicht die wohnheit haben, eiste Flasche halb leer zu lassen. Was für) einen Eindruck machen alle diese Unwahrscheinlichkeiten aus dicht' Watson?" „Zusammen üben sie eine beträchtliche Wirkung aus; doch ist jeder einzelne Punkt, für sich allein, durchaus nicht unmöglich,. Mir erscheint es am sonderbarsten, daß die Baronin an dest Stuhl gebunden war." „Tas iöS(t ich Nicht gerade sagen, Watson; sie mußten dis Frau entweder töten oder sie sonst derartig fest machen, daß sie nicht gleich die Verfolgung veranlassen konnte. Aber auf jedest Fall habe ich doch bewiesen, daß die Geschichte der Frau in mehr! als einer Hinsicht unwahrscheinlich klingt; ist das nicht_ wahr- Watson? Und den Gipfelpunkt bildet der Umstand mit dest Weingläsern." „Was ist denn mit den Weingläsern los?" „Kannst du sie dir noch richtig vorstellen?," „Ganz deutlich." „ „Man hat uns gesagt, es hätten drei Männer d'aräus tz'eü trunken. Hältst du das für wahrscheinlich?" „Warum nicht? Es war doch in jedem Wein gewesen." „Allerdings; aber nur in einem befand sich ein Rückstands, Tiefe Tatfache ist zu berücksichtigen. Was sagst du däzn?" „Daß in dem Glase, das zuletzt gefüllt wurde, ein Bodenst sah ist, ist doch sehr wahrscheinlich." „Durchaus nicht. IN der ganzen Flasche schwammen feste! Teilchen umher, und es ist unbegreiflich, daß die beiden erstest Gläser ziemlich rein sind, während! das dritte einen ganz dickest Niederschlag enthält. Dafür gibt es zwei mögliche Erklärungcst- aber auch nur zwei. Tie eine ist die, daß, Nachdem das zweite Glas eingeschenkt war, die Flasche stark geschüttelt worden ist und dadurch das dritte Glas sehr viel mehr abbekommen hak., Das ist nicht gut anzunehmen. Nein, nein; meine Vermutung! ist sicher richtig." „Was vermutest du denn?" „Daß nur zwei Gläser benutzt worden sind, und daß dev Satz .aus diesen beiden in ein drittes gegossen worden ist, um dest Anschein zu erwecken, daß drei Menschen dagewesen wären. Auf diese Weise würde das Ganze in das letzte Glas gekommen sein, nickt wahr? Ja, ich bin überzeugt, so ist's. Wenn sich! abeu dieser nebensächliche Umstand so verhält, wie ich bestimmt glaub'e'- dann wird der Fall augenblicklich, von einem gewöhnlichen zst einem außerordentlich merkwürdigen, denn dann haben Fräst Vrackenstall und ihre Zofe absichtlich die Unwahrheit gesagt, und! wir können ihnen ihre ganze Erzählung nicht mehr glauben; He! müssen dann sehr gewichtige Gründe haben, den wirklichen Verbrecher zu verheimlichen, und wir müssen dann ohne ihre Hilfs den Fall von vorne und für uns allein zu ergründen suchen- Diese Aufgabe haben wir jetzt vor uns, Watson, und hier kommt der Chislehurster Zug." > • • • v < “ ' ' ' ' (Fortsetzung folgt.) . t ■ — 616 vermischtes. * Aus dem Haushaltbuch Napoleons III. Als nach der Niederlage von Sedan Kaiserin Eugenie Paris fluchtartig verlassen mußte, wurde die Regierung der nationalen Verteidigung Herr über das kaiserliche Archiv: sie übergab damals einer besonderen Kommission die Fülle wichtiger Dokumente, die nn Archiv vorgesunden ivnrden, uiid erteilte den Austrag, die Schriftstücke zu ordnen und die wesentlichen zu veröffentlichen. So erschien damals der „Brieswechsel der kaiserlichen Familie", der ungeheueres Aussehen erregte und der Gegenstand heißer polemischer Kampfe wurde. Tie Publikation verschwand dann, und heilte bewahren nur noch ivenige ©animier als glückliche Besitzer ein Exemplar dieser gewichtigen Veröffentlichung. Ein Mitarbeiter des „Giornale d'Jlalia", der Gelegenheit gehabt hat, bei einem Bibliophilen das seltene Werk einzusehen, hat an§ ihm einige interessante Einzelheiten znsaininengestellt, die sich au! die finanzieNe Seite des napoleonischen Haiishaltes beziehen. Napoleon bezog eine Zivilliste von 30 Millionen Francs, von denen er jedoch auch die Reirten an die Mitglieder seines Hanses ausbezahlte, die mit der Zeit von 100 000 Frcs. aus 1310 S7ö Francs anwuchsen. Tie Zahl der Schmarotzer, die unter allerlei Vorwäiidelr von der kaiserlichen Schatulle zehrten, iviichs von Jahr z» Jahr; allein die Zeitungen und Joiirnalisten figurieren in dem Haushaltbilch Napoleons III. mit Jahressummen, die durchschnittlich 300 000 Frcs. erreichen. Auch die Schwiegermutter des Kaisers, ■ die Gräfin von Moniljo, pflegte der kaiserlicheii Schatiille des öfteren kräftige Aderlässe zii- ziisügen. Alleiii in einem Jahre ivurde ihr diirch die Berniittlimg von Rothschild dreiiiial eilte Atillion Frcs. ansgezahlt. Unter bett Ausgaben nehmen die Ansivendnngen für Brautausstattungen und Mitgiften, die Napoleon sich angelegen sein ließ, großen Raum em. Für die Herzogin von Mouchy hat er z. B. 1 738 062 Frcs. aus- gegeben. Interessant sind die Angaben über die Kosten, die die Geburt des Prinzen Lulii der kaiserlichen Schatuste auferlegten. Die Ankunst des kleinen Erdenbürgers verschlang genau 898 OuO Frcs. Für diainantbesetzte Medaillons wurden 2ä 000 Frcs. aus- gegeben, die Aerzte bezogen 62 000 Frcs., bie Hebamme 6000 Frcs., die Ausstattung des Babys kostete 100000 Frcs., die Gratifikationen an die Dienerschaft der Kaiserin verschlangen 11000 Frcs., die Gratisvorstellungen für das Volk 44 000, und die Geschenke an die Eltern der Kinder, die am gleicheii Tage, am 16. März, geboren wurden, 50 000 Frcs. Aste Dichter und Gelegenheitspoeten, die die den freudigen Anlaß benutzt halten, um Verse zu schmieden lind Kantaten zu ersinnen, die Angehörigen des Heeres, die Schiller erhielten Medaillen, beten Herstellung 85 000 Frcs. kostete. Tie Ausfertigung der Diplonie an die Eltern der Patenkinder des Kaiserpaares eriorderte 20 000 Frcs., die Tanfsestlichkeiten figurieren in der Ausgabenliste mit 172 000 Frcs., dazu treten noch 160 000 Frcs. für Geschenke an die Beamten und Diener des kaiserlichen Haushaltes. Schließlich ivurde auch einer Reihe von Wohltätigkeits- anstalten nanihaste ©tiftungen überwiesen, deren Höhe in die hunderttausende geht. * Hinter den Kulissen eines Schönheits- i n st i t u t e s. Eine ehemalige Assistentin eines großen Pariser Schönheitrinstitutes plaudert in einer englischen Wochenschrift die intimsten Geheimnisse ihres ehemaligen Arbeitsfeldes ails. „Die Kilndschaft der Dame, der das Schönheitsinstitut gehört, zählte nach vielen Huiiderten; natürlich waren es ausschließlich Angehörige des schönen Geschlechtes. Einige der Kundinnen tvaren anerkannte Schönheiten; diese besuchten das Institut, um ihre Schönheit zu erhalten, aber bie Mehrzahl war Häßlich ober mit Schönheitsfehlern behaftet unb kam, um biese beseitigen zu lassen oder sich in Schönheiten verwandeln zu lassen. Diese zweite Klasse bildete natürlich bte beste Kundschaft, wenn sie auch selten ihr Ziel erreichte. Die Reklame des Jnstitnts versprach alles Mögliche und Unmögliche und zeigte diese Erfolge in Bildern. Aber diese Bilder entsprachen nicht ganz der Wahrheit, denn meistens waren es Bilder hübscher, aber imbemittelter Damen, die sich gegen ein gutes Honorar „vorhe r" und „n a ch h e r" photographieren ließen. Für die Aufnahme „Vorher" wurden sie mit allerlei S ch ö n - h e i 18 s e h l e r n k ü n st l i ch a u s st a s s i e r t, mit Pigmentflecken, mit Haaren im Gesicht und mit Falten und Runzeln — nach einer Waschung konnte das Bild „Nachher" ausgenommen werden, das bie unfehlbare Wirkung ber Salbe ober Tinktur Soundso zeigt. Erstaunlich groß nennt die ehemalige Schönheits- assistentm die Anzahl der jungen Mädchen, die in dem Jnstilut eine Kur zur Erneuerung der Gesichtshaut durchmachten Tas Verfahren scheint eine wahre M a r s y a s k u r zn sein, denn wer sich ihm unterwirft, muß zunächst in dem Institute tagelang in einem heißen dunklen Raum sitzen und dann dies Verfahren bei sich zu Hause sortsetzen. Nach vier bis süns Wochen ist dann unter dem Einfluß der Behandlung die oberste Schicht ber Haut vollständig abgeschält, und an ihre Stelle eine neue, zarte Haut getreten. Diese Art ber Behandlung kostete gegen 600 Mk. Für eine tadellose neue Haut ist das ja nun nicht allzuviel, leider aber ist die neue Haut nach wenigen Wochen in dem Zustande der alten, abgeschälten. Zuweilen beklagten sich auch die Kundinnen des Schönheitsinstitutes und machten S ch a d e n s e r s a tz a u sp r ü ch e bei mißlungenen Kuren geltend, meistens aber endeten solche Streitigkeiten in' einem Vergleiche, weil keine Dame vor Gericht gern eilt- gestände, daß sie Kundin eines Schönheitsinstitutes war. Vom geschäftlichen Standpunkt ans. betrachtet muß sich das Schönheitsinstitut sehr gut rentieren, denn nicht nur bie einzelnen Kuren wurden teuer bezahlt, sondern auch ber Verkauf von SchönhAts- mitteln ivack erkleckliche Summen ab. Es gab ganze „Schönheit s a ns st a 11 u ii g e ti", bie 100 bis 3000 Franken kosteten; bas beste Geschäft aber muß wohl ber Verkauf von Salben und Crsmearten gewesen sein, beim eine Büchse Schönheitscrsme, bie für 25 Franken verkauft wurde, konnte für 2-3 Franken hergestellt werden. _____ ., . * Das Deutschtum in Ungarn. Die 40000 schwabi- scheu Bauern, bie bie Kaiserin Maria Theresia in den Jahren 1764 und 1765 in das durch die Türkenkriege verwüstete Ungarn berief, sind heute, nach 145 Jahren, allein im Temeser Banat auf 600 000 angewachsen. Die Gesamtzahl der Schwaben in Südungarn beträgt 900 000. Dazu kommen noch etwa 250 000 Sachsen in Siebenbürgen, ebensoviel Deutsche in und nniOfenpest, 100000 tm Bakonyer- wald (Weißbrunner Komitat), 150 000 in Nordungarn (Zips, um Kreniniß, Deutsch-Proben, um Mnnkacz) und 600 000 Deutsche in Westimgarn (Öebenburg, Wieselbiirg nnb Eisenstabt). Dies ergibt zusammen 2 250 000 Deutsche für Ungarn. Auch bie im Gebiete ber Schwaben angelegten französischen Kolonien und viele dazwischen befindliche ehemalige serbische und rumänische Dörfer tragen jetzt deutschen Charakter. * Die HaselnüssevonTraPezunt. Es ist nn Publi- kum kaum bekannt, daß die wenigsten der auf den.Tisch kommenden, allgemein beliebten Haselnüsse auf deutschen Sträuchern gewachsen sind. Wir beziehen Haselnüsse aus dem Kaukasusgebiet, ai,3. Spanien, vor allem aber aus der Türkei. Und hier ist es tvieder der Bezirk von Trapezunt, der den Haselnußbaum beherrscht. Jährlich werden dort etwa 150 000 Sträucher mehr angepflanzt, und die nähere und «weitere Umgebung hat . im letzten Jahrs 300 000 Doppelzentner geliefert. Deutschland bezog von dort im letzten Jahre nicht weniger als 200 Doppelzentner ungeschälte Nüsse und 12 294 Doppelzentner Kerne. * Abissel zurück. Schulinspektor (der zur Visitation ins Dorf gekommen): „Was, Sie haben zehn Kinder, aber das ist ja gar nicht mehr zeitgemäß." — Kreuzbauer: „Entschuldigen Sie, Herr Schulinspektor, aber hier im Dorfe sein mer noch in allem a bißl zurück!" Viichettisch. — D e u t s ch e D i ch t u n g von Karl H eine m a n n. Leipzig Verlag von Alfred Krön er. Dieses handliche und billige Büchlein, das äußerlich einen gefälligen und gediegenen Eindruck macht, ist so ziemlich das übelste Buch, das je über die deutsche Literatur geschrieben wurde. Dem Verfasser fehlt jeder Sinn für das wirklich Bedeutungsvolle, und neben den echten Dichtern nennt er Dutzende, bie nicht ber Erwähnung wert sind. Dafür läßt er aber auch bie „Modernen" vollständig beiseite — wenn es sich nicht um Namen handelt, die jeder kennt. Was er sagt, ist ziemlich belanglos, und wie er es sagt, das ist einfach ein Aneinanberreihen abgeklapperter Phrasen. Wir würden dieses Büchlein, wie so viele andere, gar nicht erwähnen, wenn bei dem billigen Preis nicht eine größere Verbreitung zu befürchten wäre. Schachaufgabe. Schwarz. b d 4». 8 7 6 5 3 2 1 f g h b c d e f g h Weiß. Weiß setzt mit dem zweiten Zuge Matt (Auflösung in ^nächster Nummer.? Auflösung des Versteckrätsels in voriger Nummer: Der ist atm, beit bie Sorge grau macht. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.