DsWMtag den 8. Mürz IO KW W U 8Ä*|^ irinnS 'WW •■ ... # MUWZ^ML WMEZÄ -eAK-WW Droesigl. Vornan von Georg Freiherrn von Ompteda. (Nachdruck verboten.) (SortfcBuitfl.) Als am Hubertustaae zur letzten Jagd des Jahres alle Ulanen, die ganze Artillerie, die meisten der Nachbarn und alles, was Gras Regnier in Berlin geworben, versammelt war, meinte man doch, das Gesetz des Hauses würoe einmal aufgehobelt werden. In der lustigen Stimmung nach Tisch rief Graf Sezögony, der schon immerfort an seine Brust- tascho gefaßt, sich zu vergewissern, daß er die Tausendmark- schcine auch wirklich eingesteckt hatte: — Gibt's denn gar lerne Karten mehr hier? Man blickte unwillkürlich Ludwig an. Er sagte sehr artig zu den Herren gewendet: — Ich danke Ihnen, daß Sie mir die Ehre geben, hei mir zu sein, mir die Möglichkeit verschaffen, durch Ihre Anwesenheit hinter den Hunden reiten zu können. Ich bin also in Ihrer Schuld und möchte das nicht mißbrauchen. Ich stehe hier an Stelle eines in ganz Deutschland bekannten, vornehmen, alten Herrn. Er durfte kraft seines Namens sich erlauben, was mir, seinen! bescheidenen Nachfolger, nicht zusieht. Das hieße das Kapital an Wohlwollen überschätzen. Ich muß hoffen, daß die Herren mit einem scharfen Run und Hallali, und nrit dem, tvas unser Haus zu bietest vermag, vorlieb nehmen. Alle Herren sahen den ruhigen, korrekten Mann, dem dieses Schloß gehörte, nicht unfreundlich, ja die älteren mit einer gewissen' Billigung an. Auch die Damen empfingen ihn mit freundlichen Blicken. Die Mütter für ihre Söhne, die Frauen für ihre Männer. Und die schöne Gräfin Sczügony, heute zum ersten Mal wieder hier, ging gerade auf Ludwig Droesigl zu, gab ihm die Hand und sagte: — Es ist so nett hier, und man kann so ruhig bei Ihnen sein. Die Hifthorntöne, das Geläut der Hunde, das Hallali waren verklungen. Still lag wieder die Heide, still der Park. Das Ehepaar befand sich in Kölln allein. Ludwig hatte die nur für die Jagden gemietete Dienerschaft ent-- lassen. In einer Kammer, wie beim Militär, lagen eingemottet und geordnet die Livreen aller Garnituren für Haus und Stall. Kein Strohhalm konnte umsonst angeschafft loerden oder umsonst auf den Düngerhaufen geraten. Sogar die Abfälle aus der Küche wurden verkauft. Dagegen übte Ludwig eine jetzt ganz programmäßige Wohltätiakeit, nickst des Herzens, die nnbesehen gibt, sondern des Kontobuches. Und bet all dem, was er tat, blieb em Rest, der die Beschenkten nicht zu ganzer Freude kommen ließ, Wenn er etwas gab. wurde es angekündigt, und auf Dank ward sorgsam gehalten. Doch wo bei Ludwig das Herz nicht redete, floß es bei Agathe über. Sie Ivar die Wintermonate, hindurch der gute Engel aller Bedürftigen. Sie klopfte an die Hütten, obwohl, da sie erwartete, ihr der Gang oft. nicht leicht wurde. Sie trat in die Stuben, sah nach' den Kindern, redete mit den Leuten über ihre Verhältnisse, und alle schütteten diesem weichen, so gar nicht stolzen Wesen gern ihr Herz aus. , Man hatte bald herausbekourmen, daß man bei Ludwig den „gnädigen Herrn" nicht vergessen durfte. Wer „Herr Droesigl" sagte, war drunter durch. Die Mütter (ernten ihre Kinder an, wenn Ludwig vorbeifuhr, die Mütze zu ziehen, und die Hemdenmatze und Rotzjungen machten sich ein Vergnügen daraus, zu winken und Hurra zu schreien. War er dann vorüber, wollten sie platzen vor Lachen und tobten umher, bis der Lehrer es ihnen verbot. Wenn der alte Graf Kölln durch die Dörfer ritt und ein Bengel nicht Platz machte, bekam er einen Jagd'hieb. Das nahm keine Mutter übel und kein Kind machte sich etwas daraus, denn dafür erhielten ein andermal die Mädel von dem alten Sausewind einen Kuß mit obligatem Taler, „zum Abwischen" wie er sagte, und die Burschen einen Preis beim Kegeln oder Scheibenschießen. Wie oft hatte der alte Herr mitgetan! Wenn er dann besser schoß als alle zusammen, mit seinen mehr als siebzig Jahren, dann strahlte er über das ganze Gesicht, dann schwamm das Dorf int Bier. Ludwig zeigte sich nie bei den Unterhaltungeii der Leute. Aber er hätte auch dem schönsten Mädchen die Wange nicht berührt. Dafür steckte er mehr und mehr mit dem Herrn Pastor zusammen. Der war den Winter zeitweise der einzige, der ab und zu mit seiner Frau im Schlosse ast. Agathe ließ sich von der Frau Pastorin gute Ratschläge über Kindererziehung geben und besprach mit der viel erfahrenen Frau endlos ihren Zustand, der sich bald der Erlösung näberte. Währenddessen saß Ludwig mit dem Pastor rauchend in seinem Zimmer, oder sie gingen zusammen durch den Park, der Schloßherr immer rechts, und immer war ein kleiner Abstand zwischen ihm und dem Seelsorger, den er bezahlte. Als nun das zweite Kind erwartet wurde, kam ein Brief der Prinzessin. Droesigls sollten mit ihr au die Riviera gehen; sie hätte wieder einmal große Sehnsucht nach Nizza. Agathe erklärte, warum sie nicht fort könne. Valy schrieb nur, daran hätte sie wirklich nicht gedacht. Als es Agathe ihrem Mann vorlas, sagte sie: — Und ich habe es doch mehrmals erwähnt l Ludwig lachte: — Vielleicht liest sie deine Briefe gar nicht. Da bekam die junge Mutter, die jetzt bisweilen ein wenig reizbar war, plötzlich rote Wangen und begann erregt ihre Schwester zu verteidigen. Ludwig schwieg. Als die Bäume im KMner Park wieder das erste Grün zeigten, ivar eines Morgens der zweite Sohn da Sechs — 138 Wochen daraus fand in der kleinen Hauskapelle bte Taufe statt. Aber diesmal hatte die alte Orgel schöne Pfeifen bekommen, sie dröhnte fast zu laut jn dem kleinen Raum. Und überall im Schloß war Neues, dort Butzenscheiben in den Fenstern, da Bilder gereinigt und gefirnißt, häßliche Rahmen au§ geschmackloser Zeit durch solche von vierzehn- vder fünfzehnhundert ersetzt. Das neue Gewächshaus lieferte wundervollen Blumenschmuck, der die Treppe hinauf über alle Gänge duftete und überall mit der Farbenpracht feiner Blüten das Auge erfreute. Die Taufgesellschaft war größer als das erste Mal. Zum Diner im Bankettsaal hatte Oberstleutnant von Herrn- werth als Ueberraschung sein Trompeterkorps mitgebracht. Die junge Mutter saß in der Mitte der Tafel, doppelt glücklich au diesem Tage, denn das Kind war, wie es Ludwig gewünscht, abermals ein Knabe. Er sagte zur Gräfin Lmden- bach, rechts neben ihm: — Jetzt habe ich zwei! — Nun, ein kleines Mädchen wäre doch nicht schlecht gewesen. Ihr Männer seid alle gleich, als ob iirir weniger bedeuteten. Immer Jungen müssens sein. Besorgt, auzustotzen, behauptete Ludwig plötzlich: — Ein kleines Mädchen würde mir auch recht gewesen fein. Sie hob die magerer^ gewordene Hand,'denn die Jahre begannen doch fühlbar zu werden: — Nun, lieber Beiter, warum denn die Meinung wechseln? — Ich sagte! ja nur so . . . — Nein, du willst lieber eineu Sohu, und ich kanu'K dir gar nicht verdenken. Ich habe auch nur Söhne gehabt. Und sie erzählte, bis auf einen seien alle jung gestorben: —- Ich weiß nicht, welche Absichten der liebe Gott damit verknüpft hat, mir meine Kinder im frühesten Alter zu nehmen. Die Liudenbachs sind doch sonst kräftige Menschen, die Hohengarts auch. Nur dein Schwager ist gerade kein Held, wie wir wissen. Und mein einziger Sohn? Haben wir etwas verfehlt? Soll ich gestraft werden? Man soll nicht hoffärtig sein, aber ich bin mir keiner Schuld bewußt. Und mein seliger Mann, den hättest du einmal kennen sollen, diesen Ehren- und Edelmann von altem Schrot und Korn! Ludwig fragte nach dem verstorbenen Grafen. Er neigte sich zu seiner Nachbarin, mit jener Gabe, die ihm eigen1, jedem Glauben beizubringen, als interessiere er sich mir für ihn. Und die kluge, alte Dame, sonst wie keine andere die Schwächen Ludwigs kennend, ließ sich gewinnen und schüttete ihm ihr Herz aus, wie viel Sorge ihr der Gesundheitszustand ihres Sohnes oft bereite. Ludwig neigte sich ganz zu ihr in dem Stimmengewirr, das durch den Saal tönte-, denn allein von den Ulanen waren acht Verheiratete mit ihren Damen da. Lachen klang, Anstößen, und immer schmetterten die hellen Kavallerie-Trompeten, die eben den Marsch aus dem Sommernachtstrautn zu Ende bliesen. Da mit einem Mal war alles still. Man blickte sich nm. Agathe hatte sich erhoben. Eine, große Gestalt, mit wildem, weißem Lockenbusch und ebenso wildem, weißem Bart schüttelte der jungen Mütter wie einem Geschäftsfreunde die Hand, unbekümmert- um die anderen Menschen: Ra, das habt ihr ja gut besorgt! Schon'das zweite? Macht mir so weiter! In der großen Stille Vernahm man jedes Wort. Ans der andern Seite der Tafel hatte Ludwig sich erhoben. Er war beinahe der letzte, der die Ankunft seines Vaters bemerkt. Das Blut trat ihm ins Gesicht. Er verlor seine ganze Sicherheit, tat ein paar Schritte, kehrte um, legte seine Serviette hin, schließlich ging er in dem großen Schweigen um den Tisch auf seinen Vater zu. Der rief: Guten Tag, mein Junge! Ja, ich dachte, ich fön nie nicht tommen, aber. . . Er blickte sich nm. unter den buschigen Brauen mit seinen scharfen Augen: - Donnerwetter, sind das eine Menge Menschen! Na, wenn ich das gewußt hätte — Immer noch sprach niemand. Ludwig war so fassungslos, oaß er nicht daran dachte, einen Stuhl zu bringen. Da stand- der Prinz vor dem großen alten Herrn, der immer noch, den struppigen Kopf nach vorn gebeugt, sich umblickte, und bot ihm seinen Sitz au. Der .Geheimrat schüttelte ihm die Hand: — Erkennen Sie mich wieder? Nein, nein, ich setze mich nicht. Die alte Gräfin rief über den Tischt — Herr Geheimrat, kommen Sie neben mich, wir iverden zurücken. Der alte Herr blickte sie erstaunt an. Für Damen hatte er keirwGedächtuis. Agathe flüsterte ihm zu: -'Meine Taute, Gräfin Lindenbach, du kennst sie von der Hochzeit. Der Geheimrat wollte artig sein. Mit einem F-reuden- ruf streckte er der Gräfin, sich weit über beit Tisch beugend- die Hände entgegen, schüttelte und drückte sie: — Ja, ja, wir kennen uns, wir kennen uns! Einzelne der Gäste begannen zu lachen. Der kleine, freche, blonde Leutnant klemmte fein Einglas ins Auge: — Verfault und zugenäht, den möchte ich nicht als Kommandeur haben. Der Geheimrat blickte auf die Teller und klopfte dem Haushofmeister, der regungslos mit erhobenem Kopfe da- stand, auf die Schulter: — Sagen Sie mal, was effen Sie denn jetzt? Mister White trat einen Schritt zurück. Es fehlte nicht viel, daß er sich ab gewischt hätte. Agathe begriff, was ihr Schwiegervater wollte: — Wir sind beim Eis. Der Geheimrat blickte den vornehmen Mann von oben bis unten an, begann zu lachen und sagte zu seiner Schwiegertochter: — Eßt ruhig fertig. Ich werde mich drüben so lange- Hinsehen. Aber 'n Glas Bier kannst du mir rüberschickeu. Ich habe schauderhaften Durst. Mit knarrenden Schritten ging der alte Herr hinaus. Alles verfolgte ihn mit 6‘en Blicken. Während Agathe Platz nahm, sagte sie: — Mein Schwiegervater hat nickst stören wollen. Und bei ein paar fragenden Gesichtern fügte sie hinzu, absichtlich laut sprechend: — Er hatte uns abgesagt, weil er im Herrenhaus jetzt so viel zu tun hat. Da ist gerade jetzt. . . was ist das für ein Gesetz, Ludwig, das sie machen? Doch die Frage verklang in der Luft, beim Lubwig ging mit den Tisch herum, kaute feinen kleinen Schnurrbart, taumelte beinahe, unb als er sich gesetzt, schüttete er ein Glas Wein hinunter und wandte sich mit tief gesenktem Kopfe zur alten Gräfin, die ihn ein wenig lächelnd ansah. Sie sagte nichts. Umsomehr tuschelte mau dort am Tisch, wo es nicht gerade einer der nächsten Angehörigen hörte. Manche wußten immer noch Micht, wer der Herr gewesen sei. Einer erklärte: — Der Vater von 's Janze. Und der kleine Leutnant putzte sein Einglas: — Den Alten zeigen se nich, der wird sonst versteckt. So'u Pech, daß der nu gerade heute aus der Versenkung rauste sah reu kommt. Darüber fingen die nächsten an zu lachen, und da andere wissen wollten, was gesagt worden, trug man das Scherzwort weiter. Beim Prinzen machte es Halt. Aber die Freifrau von Mengen geborene Honig musste es wissen. So ward es ihr aus eine Tischkarte geschrieben: „Den Alten zeigen sie nicht, der wirb sonst versteckt." Der Herr, der es über den Tisch 1 verfett sollte, holte aber zu weit aus, das Pappblättchen flatterte im Bogen herum und blieb genau vor Ludwig liegen. Er hatte kaum seine Fassung wiedergewonnen und nahm in der Meinung, jemand wolle ihm zutrinken, das Blatt auf, las es, aber verstand nicht. Als ihm einer zurief: —- Bitte für Frau von Mengen! Es ist nicht für Sie! -- gab er die Tischkarte nicht aus der Hand, denn eil war so erregt, daß er nichts hörte. Erst als er ein paar erstaunte, ja erschrockene Gesichter sah, begriff er, wurde aschfahl uud kaute wieder seinen Schnurrbart; dann nahm: er die Tischkarte und steckte sie in die Brusttasche. Niemand sagte eilt Wort. Ein Rittmeister meinte: — Das kommt von solchen Dummheiten! Wir sind! hier zu Gast, das darf nicht vergessen werben! (Fortsetzung folgt ) 139 was lehrt die Seit? Unter dieser Uebersch-rist bringt die Deutsche Arbeitgebers Zeitung folgende ergötzliche Plauderei: Im Olymp war grosser Götterrat! Athene, die Göttin der Weisheit und des GötterKuig» LieWngStochter, hatte sich bitter über das Menschengeschlecht, beschwert. Es sei unter den Menschen keine Spur mehr von vornehmer, abgeWrker Lebensführung, von wirklicher Hingabe an die grossen Ideale der Kuntz und Wissenschaft zu finden. Alles sei voll .Hast und Unruhe ans der Jagd nach schnellem Erfolg und Gewinn! „Was tun?" fragte Zeus in bekannter Weise! i Rasch war- Asklepios, der Heilkunde erfahrener Meister, bei der Hand. Er hatte gerade ein neues unübertreffliches Brompräparat hergestellt und schlug vor, dasselbe in die Wollen zu mischen, worauf sich dann bei nächster Gelegenheit ein sanften Bromregen über die Menschheit ergießen würde. Eine sofortige nervenberuhigende Wirbmg sei garantiert. „Alter Pflasterkästen", brummte Ares, der schneidige Kriegsgott, in seinen Bart, um1 mit kräftiger Stimme fortzrifahren: „Ich! werde mich sofort mit S';n Mann auf die Erde begeben, zunächst sämtliche Parlaments ließen und dann die Regierungen und Völker derartig durcheinander bringen, daß ein frisch-fröhlicher Krieg, die beste Blut!- reinigung für unruhige Gemüter, unausbleiblich ist. Der Menschheit geht es eben zu gut, sie muß einmal den. Ernst! des LebeiiA hosten." „Wenn es nur darauf ankäme!" polterte. Plutns', del" Gott der Unterwelt. „Habe ich nicht in den letzten Jahren! an Erdbeben,'Grubcnkatasttophen, UebersOvemmnngen das Alög- lichste geleistet, ohne daß sich. das übermütige .Menschenlorps zur Einkehr bequemt hätte?" „Das sind GewältmittÄ," sagte Apollo, der den Musen gebietet, und erklärte sich großmütig bereit, dir! Direktion des Berliner HebbeltheaterS zu übernehmen, wovon ihm aber der geschäftskundige H c r m e 8 dringend abriet, da dass Berliner Publikum jedenfalls mehr für das eigentliche Apollo- theatrr zu haben sei. Größere Uebereinstinrmnng unter den Göttern zeigte sich schon, als Apollo die unglücklich und unruhevolle Stimmung der Menschen auf die Musik von Richard Strauß zurück- führte. Nur die lieblich« Aphrodite glaubte diese Behauchung' noch dahin ergänzen zu müssen, daß sie einest großen Teil' der' Schuld den Susfragettes, Frauenrechtlerinnen (bei dem bloßen Gedanken schüttelte sich die Göttin der Anmut vor Entsetzen) und ähnlichen entarteten Geschöpfen zuschrieb. „So kommen wir Nicht weiter," sägte Zeus, „wir müssen einen erfahrenen Menschen selbst als Zeugen befragen." Er berief Iris, die von ihrem! Posten als Göttcrbotin längst zum himmlischen Telephonsränlein avanciert Ivar, intb befahl' ihr, eine Verbindung mit dein in der Unterwelt befindlichen Nestor herznstellen, bekanntlich deut weisesten Menschen, „der drei Menschenalter sah". Natürlich,kam die Verbindung nicht gleich zustande. Sie würbe immer wieder gestört, weil Thersites, der größte Schimpsbold im Hause, beständig mit seinem Genossen Stadthagen auf der Obcrp> weit zu telephonieren hatte. Die beiden tauschten 'nämlich gerade ihre Gedanken über die neuesten Wahlersvlge der Sozialdemokratie aus. Aber schließlich! gelang der Anschluß, rind der greise R e st ör erklärte sich auch sofort bereit, den gewünschten Rat zu erteilen, „Wie wenn ein mutiges Pferd," sagte er, „in vollem Lauf dahinstürmt, der Reiter aber fürchtet, er wird es nicht bändigen können, und darum lenlt er sein Roß auf ein weites Feld, wo es gcl- fahrleS seine Kraft austoben kann, also ist es auch um die Menschheit von heute bestellt. Kein Reden und Raten wird helfen, nur die Erfahrung kann auf den richtigen Weg führen. Im Geg«!- leil, willst du, >o Göttervater, die Menschheit von ihrem Wahn heilen, so jage sie erst recht hin und her, Hetze sie von einer Auf- regnug in die andere, bis ihr der Atem, ans'geht und sie endlich ihrer Verirrung, inne wird. Dann wird, man sich besinnen!, wo'der QuÄl'wahrer• Zufriedenheit und Lebensfreude zu suchen ist." Nach diesem Ratschluß! wurde verfahren. Eine Kommission, bestehens aus Hermes, teilt Gott des Handels, Hephaistos', , deut Gott der Ersindilngen, und Themis, der Göttin der Rechtspflege, trat in Tätigkeit, indem Hermes den Auftrag erhielt, monatlich mindestens hundert neue Altien-Geselischasten zu gründen, und Hephaistos den Auftrag, dafür zu sorgen, daß in der gleichen Zeit mindestens cbensovielc umwälzende Erfindungen gemacht würden. Das wichtigste Mandat aber erhielt Themis. Diese mußte, sich verpflichten, bei jedem Mondwechsel über die Erde einen großen Sack neuer..Gesetze auszustreuen, von denen jedes nicht unter hundert Paragraphen enthalten darf. , Rack diesem Rezept also werden wir Menschen regiert. Es m dafür gesorgt, daß. Handel und Industrie nicht nmchlaseu, und vor allem ist die liebe Obrigkeit mit rührender Sorgfalt darauf bedacht, die Menschen vor Lange weile. zu schützen. Kann inan' sich, i'u eine Zeit, in der ein Menschenalter hindurch, ja viel- leicht ein halbes Iahrhuubcrtlang die gleichen Gesetze, für ein ganzes Land in Gültigkeit geblieben sind hineindenten? Für die letzten Jahrzehnte ergibt die.Statistik, daß. tatsächlich Monat für Monat mindestens ein neues Reichsgesetz in Kraft getreten ist, von der l!u- zahl größerer und kleinerer Laudcsgefctze, Verordnungen und Ergänzungen völlig zu schweigen. Zwei Worte sind es, die m feuriger Schrift über der GecMnwärt leuchten, Reform und Novelle. Reform (nebenbei bemerkt, schon sprachlich ein Greuel!) ist übev- haupt das bezeichnende Schlagwvrl unserer nervösen, neueruuK- sückstigen Zeit geworden'. Die Reiormlleiduug, die Resormschulc, die Resormgemeinde sind die traurigen Ausgeburten einer Strömung, die nichts Ganzes vertragen, nichts Neues schaffen kann, aber doch das Alte gern auf die Seite werfen möchte. Wenn man in früheren Jahrhunderten „reformierte", dann erbebte die Welt; dann kam eine Reform zustande, die etwas' zu bedeuten hatte und den Böllern neu« Bahnen wies. Aber die Reformen von heute sind meistenteils sehr überflüssiges und klägliches Stückwerk, übetz das man sich ärgert und .aufregt, ohne in Wirklichkeit einen Schrit- vorwärts zu kommen. Ihre größten Triumphe aber hat die „Reform" auf juristischem Und verwaltungstechnischem Gebiete erlebt. Sein Stein darf auf dem anderen bleiben! So gründlich wird wenigstens! äußerlich an dem Gebäude'der Rechtspflege und Verwaltung herum- resormiert. Strafrechtsreform, Versichcrungsresorm', Finanz-, resvrm, Wahlrechtsreform, wie die Schneeflocken vor unserem! Fenster wirbeln alle diese Reformen lustig durcheinander. Und es gehört schon ein sehr scharfes,nud geübtes Auge dazu, um bei diesem lustigen und traurigen Spiel die Nebersicht nicht ganz zu verlieren. Wie länge wird die tolle Jagd noch dauern? Wie lauge wird es die Menschheit aushalten unter der Parole des schrankenlosen Fortschritts, von einer Neuerung in die andere, Mr einer! Reform wieder m eine Reform getrieben zu werden? Wann wird, sich ein gewisser Beharrungszustand, der zugleich ein ErholungK- zuftand wäre, einstellen, ein wenigstens relativ stabiles Gleichj-. gelvicht, das nicht fortwährend durch allerhand angebliche, oft recht zweifelhafte Verbesserungen gestört wird ? - - Freilich, eich Journal kst sollte derartige Wunsche nicht anssprech.cn, denn jhm liefert ja dieser sieberhäfts Zustand täglich überreichen Stoff. Aber fort mit so sträflichem Eigennutz! Es wäre für die ganze Welt ein Segen und mehr als ein Segen, wenn einmal die Zeitungen ein paar Jahre hindurch über keine „Fälle", Fragen/ Resormen, drohende Konflikte und ander« Spaninungsmomentj« zu berichten hätten! Die flüchtigen Landestin-er. In jenen Zeiten, als die Kolorierung der politischen Landkarte des Deutschen Reiches noch sehr groß« Ansprüche an den, Farbenkasten des Zeichners -stellte, war Fahnenflucht ans einem! Kleinstaate in den anderen an der Tagesordnung, zumal der flüchtig« Soldat hoffen durste, jenseits der Grenzpfähle mit offenen Armen! empfangen zu werden, falls er sich zur Einstellung, in den KriegK- dieust der neuen Heimat bereit finden ließ'. Um diesem llebelstand nach Kräften zu steuern, waren hie« und da zivischell einzelnen LandesväterU Militärkartell« in Kraft getreten. Mich die beiden HcssenfÜrstrN Wilhelm IX., nachmaliger Kurfürst, und Ludwig X., der spätere. GroWerzog! Ludwig I, hatten! gegen Ende des 18. Jahrhunderts einen solchen Vertrag geschlossen) der die wechselseitige Verfolgung und Auslieferung landesflüchtiger! Untertanen bezweckte. Seine Artikel wurden durch Berleselv von! den Kanzeln herab und öffentliches Ausrufen in den Garnisonen, unter.Twmlnelsck-lag und Trvm-petenschall alljährlich aufs_ncu.e! bekanntgegeben, außerdem war durch Mauerauschläge an deuStadt-- lvren, Zoll-und Jagdhäusern dafür gesorgt, daß die Bestimmungen nicht in Vergessenheit gerieten. Beide Bertragschiießende verpslichteten sich vor allem- dazn, feinen unter das Mttekl fallenden Flüchtling einzustellen, sondern ihn unverzüglich- zu feinem; Regiment zurückzubefördern. Jedes Offizier, der dieser Weisung nicht nachskmn, wurde mit.dem Verlusts seines Dienstgrades bestraft, und Mim eine Ortsobrigl'eit einen! FahneuflÄchtigeu passieren ließ, konnte sie unter llinftänben zu einem entsprechenden -Schadenersatz in Geld hcrangezogcii werden. Dagegen durste jeder, der einen militärischen. Durchbrenner, bei seinem Regimeutslvmmanbo «vlieferte, ein Kartellgeld von sechs Reichstälern bearffpruchen, wovon dem, der den Deserteur an» gezeigt hatte, fünf ReichStaler gebührten „mit Verschweigung seines Namens." Dem Ablieferer mußte eine Bescheinigung über die etwa zugleich mit übergebenen „Pferde, Armatur-Mvudieruugs- und Eauipcuu'uts-Stücke" ausgestellt werden. Für die täglich« Verpflegung eines Arrestanten wurden 8 Kreuzer ausgeworfen, während die Unterhaltung eines Pferdes pro Tag mit 18 Kreuzern! vergütet würde. Die Berfol'guug eines Deserteurs jenseits bei' Grenze war nur mit gewissen Einschränkungen gestattet. ®» dursten zwar Wälder und Felder abgestrcist werden, aber eine Hausmchuug war nur mit landesherrlicher Genehmigung erlaubt, auch hatten die Rachsetzr'udc» kein Recht, sich! au _ dem Eilige- sangcneu, so lange sie noch nicht auf heimischem Boden waren, zn „vergreisen". Viel zur Eutweicküiug der Soldaten trug das damals fo.de.r-. breitete und beliebte Werdespstem bei. Auch dieser Gepflogenheit begaben sich die beiden Landgrafen, soweit ihre, gegenseitig«« Territorien in Betracht kamen, stellten strenge BestrasiMg für' die, welche sich „in loco delicti und beprehensionis" betreten ließeul und richteten ihr .Hauptangenmerk auf die heimlichen Werber der außerhalb des. Kartells stehenden Länder. Tie vor VertraMchlnß ■ - 31. Dezember 1791 — in gegenseitigen Diensten stehenden Hessen warcü' von Verfolgung und MWesermg frei und konnten, gegen ein pon ihnen zu. erlegende« — 140 hierüber gibt uns der Bursche» n u gevschnet. Veknr??ehter V I) II II I) u u H Ü V U 4 5 6 7 8 9 tr ti ii u n ö n u einen H von II II II n ii u ii Fus 11 5 n u u v H u == 40 = 44 = 48 = 52 = 56 = 60 st» n v « e ti ii Reihe» gleichlautend folgendes bedeute». 1. 'Deutschen RomanschrtWeller. 2. Französischen Seehelden. 3. Geschenk der Erde. 4. Teil non Portugal. „ 10 „ 11 u 12 Auskunft: „Für n u ii M tt V u 5, Einen Buchstaben, Auslösung in niVfitcr Nummer. Auslösung des Logogriphs in voriger Nummer Dante, Tante. * Ein Lindernngsgrund. „Ich verstehe dich gar nrcht. warum läßt du dick beim nie mehr bei mrr sehen? ?& W Ick glaubte nämlich immer, ick sei dir uock was schuldig." __________— Wes üt 24 ft. Fus Zoll = 30 36 .-.sähet Dadurch wird die Erstickuikgsgefahr. beseitigt: es ist lungen, Tiere mit geöffneten Brustkasten auf diese Weise durch küust- licke Atmung drei, sogar vier Stunden am Leben zu erhalten. Nachdem diese Schwierigkeit beseitigt war, schritt Dr. Earrel zur operativen Behandlung der großen Mnstaorta DrenHimben. wurde die große Schlagader auer durchgeschnttten UmVerbluluiM zu verhindern, wurden mit Klammern die Schulttenden geschlosstn, so daß dm Blutiunlauf völlig stockte. Die beiden Enden der Aorta wurden daun vernäht und die Klammern entfernt. Die dr Hunde überstanden die Operation ohne Ickischenfatt und leben noch heute. Der vierte Hund erhielt eme n Ei schnitt tn W Mrxüoorta 3 steutimeter vom Herzen. Auch hier gelang Vie Bernähuug, ohne daß das Tier einen Schaden davon trug. Et» fünfter Versuch erstreckte sich auf die Uebertraguug emcr i«ntun Ader auf die Bruftaorta Hier erforderte die Bernahmia 1 / Minuten, ivährend deren die Blutzirkulation stockte. Auch dtes r Hund genast, trug jedoch eine Beeinträchtigung der BeweMNgs^ freiheit' der Vorderglieder davon, die aus die Beschädigung des Rückenmarks zurückgeht, welche durch die ange Aufhaltung des Blntumlauses eintrat. In einer neuen Operatwn versuchte nun Dr Karret diese Gefahr zu überwinden. Durch den Lang-IuMU wurde iit die Ader eine genau passende Parasiuröhre geschobeni, so datz Üe Blutzirkulation durch die Röhre fortlief indest außer, halb der Röhre ein Stück Halsader augc>etzt wurde. Die -'röhre wurde nachher natürlich entfernt. Der Hund überstand ration ohne jede schädliche Folge. Er amg l doch -wer ^Wochen später an einer Plötzlichen innere» Blutung Munde Die Äittopne zeigte, hast die angelegte Halsschlagader sich gelost lMe. nähere Unterfuckung erwies dann mangelhasre Befchanenyeu ov» «£.» & Md« buta «pgffiOf 8 praktische Heilkunde liegt m dem Beweis der wWjyj große Brustaorta in unmittelbarer Nahe des HerzWS zu behandeln. Damit eröffnet sich S bet so gefährlichen Pulsadergeschwülste, bereit Aufgeyeii treu w forti|en cH«.ilsarmee.. T er HeilSa nme Er, wie mau weist, wiederholt vorgeworfen wordem daß ^Äel^-r Mochte Finanz-Wirtschaft habe, und ihr deutscher x> ^g nnch Euglaud aMtzre. Hierzu veroyentlicht der .ArttGrus folgendes Gutachten des gerichtlich vereidigten Blmerv. vfioroR- utrr in'Berlin- „In allen Abteilungen habe ich aus WWt x» gelegten Büchern die Uebrrzeugimg genwmwm baß die Bucht- mck Kassensübrung bei der Berwaltiing ber Heilsariner sicher uoew sichtlicher' und ordnungsmäßig er Weise- .Mckelt so.daß i'M st £.£, «SS'&ÄÄÄ MXxü an England gemacht werden." Süchett'rjch. . . v, K-rfi-e Hilfe am Kra nken bett", Saiuariterlehr- d,M >md EÄdm«'» te S-Ufa*« '"Ä ’tt”sK Ls Praktische Krankenpflege, der Bau des menschlilurn »korP«-lN und die Tätigkeit der Organe, Borsichtsnmstregelü und Verbote ft - ö®ÄSen bei Blutungen, Heilung von Wmudei -- Samariterhilfe bei Plöhlichen Erkrankungen, bei K,»^enbn>ckm, Betreukuiigeu usw. — Die verschiedenen Verfahren bet Wievei belebung ----- Erste Hilfe bei Unfällen durch Raturgswalten, Mord- oder.Sswswwrdversuchen ".Regeln znm Anlegen von Schlüsse des Werkes ist ein Verzeichnis aller wichtigen mevrzlnischuii SMagwörter. * Von den kommenden Mode!» wird,aus Paris, berichtet: Tas milde Wetter, das uns bieses Jahr mitten im Wmter Naben des Frühlings vortauscht, laßt bit neuen iernöt-r Sr Ä gÄ rS heranblüheu und eröffnet uns schon heute weitackende^Perspektiven für den etil der Toilette, der en Vogue fein wird wenn wirklich die ersten Veilchen blühen. Für den Spaziergang behaiiptet das Schneiderkleid, wie seit Jahren, weitn seine Herrschaft Nur versucht man, seine monotone strenge auch LnÄ« reiche ©arnierung zu L terer frühlingshafter zu gestalten. Me Rocke bleiben Km rur« ÄÄK - die Sacken folgen ihrem Beispiel und werben ebenfalls kürzer und kürzer. Ter kurze Rock wird auch m der sonstigen Toilette beibehalten, abgesehen von der großen- Gesell schaftsrobe Schwarze Samtkostüme werden durch ToilÄten aus ickwarWr Seide ersetzt, die. der besondere Günstling der Mode sein werden. "Tie eigenartigste Note, die sich in den dicodewandlmigeii der letzten Wocheii bemerkbar macht, ist der Triumph fapanfimer Stoffe, die als Garnitur bei BesnchsNeHrrn. verwandt werden. Eine schöne Ausstellung japaiiifcher stickMien, du Migst ui Varifer Museum der dekorativen Kunsts stattsand, mag .-tula; zn dem graziösen Einfall gegeben haben-, diese herrlichen, zart farbige»/schön ornamentierten Stoffe zum Schwuck, der sUvden - sten zartesten Gewandungen zu verwenden. L'nt der, Äuch.,Mlt mid Freiheit, die man in der Dorlette erstmbt, steht dw B-onung des nackten Halses in Einklang, der die kleidsame, Isde der Krausen und Spitzenkragen weichen muß. Was du -sinhtii.gsyute anbetrifit so herrscht über die neuesten Wod-elle noch -Stillschweigen' denn die Modistinnen sind erst int Aatj mit ihren neue» Schöpfungen fertig. Doch tritt alS em verfrichte» -zmo her wärmeren Jahreszeit schon jetzt der Ltrohbur au und »eigt «a tn heu entzückendsten Formen und Garnierung,iU. jur Uno halb« Gkockenformen mit niedrigen Köpfeoi und breiten ^tanbern nnd Dogues mit engem, langem,Kbps. Zu.solch ernem stiophut trägt man ungeniert ein Pelzkostüm nnb freut sich Kontrastiermlci. So ungewiß -aber -auch noch alle ----- taits tvt Frühlingshüte sind, eins steht doch schon fest: sie werden an Große nichts verlieren. Und auch ihre Garnlerung wird an Umfang und Fülle den Dimensionen des Hutes nicht »aMtehen. „Wrmg Aigretten, feine Paradiesvöget," so gibt eme große - distin die Schlagworte, an, „aber enorm viel Bnimen nntm-u wir in diesen, ^rüb'ahr bringen." o.as Gest-echt der Hule st>.l, möglich,t weich, Astig unb zart sein, hie Blumen werden möglichst groß, und üppig gefordert. Tie Blumenkömgm, die Rose, wird auch auf den Hüten ihre Herrschaft uneingeschränkt behaupten, era- uebeu erscheint als beliebteste ©aruknmg eine fett langem ver- nachlLssigte, sehr ernste und finnige Pflanze, der Efeu, befielt Grün in diesem Frühling von vielen Fraiwnkopfeu leuchten wird, Neben den Riesenhüten mit den Massengarnitiiren werden auch elegante kleine Toques beliebt werden, schm-ai und hoch, mit cmeml sparsamen Dekor verziert. . Chirurgie des Herz euS. Unter diesem Titel berichtet R Romme in der Revue über die neuesten Versuche des bekannten Parller Chirurgen Dr. Carrel, die in der letzten Sitzung der französischen Geselllchast für Chirurgie lebhaftes Aussehen erregt haben Dr Carrels Versuche beschäftigten sich mit der Möglichkeit, die große Brustschlagader, die obere Fortsetzung der Banchaorta, chirurgisch zu behandeln. In der Bauchgegend smd solche operationell verhältnismäßig leicht, weil der Operateur ohne Schimeng- keiten zu der großen Ader tiorbringen kann. Dagegen war die chirugifche Behandlung der im Brustkasten liegenden Aorta rn unmittelbarer Nähe des Herzens bisher unmöglich, weil der Operateur nach Oeftuung des Brustkastens die Lungenflügel zur »eite biegen mußte. Bei einer großen Ocffnung des Brustkasten« ziehen sich die Lungen zusammen, die Atmmig stockt, und das operierte Tier stirbt an Erstickung. Die neuen Studien lwoen gezeigt, daß die Atmung der Lungen eine gewisse Zeit lang durch kilnsttiche VmtilaUon aufrecht erhalten Iverden kann. An die Luftröhre wird eine Tube angescht, die einen fchwacken Luftdruck der Lunge i Magisches Dreieck, i—'——f I» die Felder nebenstehender nigut i*li0 I die Buchstabe» abbeeerrrr sis t t z 1 derart einzutragen, daß die eiiiander em- .1 fvrechendcii wagereebten unb fennea)ien sfarif der ^uns gegenwärtig bei unteren veränderten DSchM abnötigen bann. . ' Lösegelv -vor Ablauf der.MtiÜÄwnLnM ** MLÄ -wi8 N**# Nedaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der BrÜhl'fche» Universitäts-Buch, und Steindnickere!, R. Lange, Gießen.