MV Msntag den 5. Zanuar KSK S b W Ig E RMS KWMHK ®1»W Sommerseele. Bon Helene Böhlau. (Nachdruck Verboten.) Meine Großmutter hatte einen alten Küchenschrank. — „Unter der Linde, aus Melcher der alte Schrank gezimmert tvurde, hat eine goethische Liebste gesessen." Das sagte die Großmutter, als mir Enkel oben in ihrer Küche zu- schanicn, wie die Ananaserdbeeren aus einem kupfernen Tops, in dem sie in lauter Zucker und Gürt ihre duftenden Seelen aushauchten, in Gläser gefüllt werden sollten. Die kleine Küche duft-ste herzbeioegend. Der würzige Geruch drang durchs offene Fenster hinaus in sonnedurchschienene Juniluft. Die Schwalben zogen in kristallener Bläue ihre zarten, schrillen Wonne- und Jagdrufe nach sich. Der Küchenschrank bekam ein Gesicht; ich sah ihn gewissermaßen zum erstenmal. Da stand er — aus weichem, mie sammet- weich gescheuertem .Holz, trug etliche Kupfergefäße, eine messingene Teemaschine — altes Hausgerät, das nur noch blank gerieben, aber kaum mehr gebraucht wurde. Aus seinem Innern drang Brotgeruch; aber ein eigentümlicher Brotgeruch, ein Geruch nach Brotgenerationen, die bis hinab in die Jugendzeit meiner Urgroßmutter reichten. Unvergeßlich ist mir dieser Geruch". Er verband uns mit einer fernen, fernen Zeit, mit nie gesehenen, uahver- wandten, vergessenen Menschen. .„Unter der Linde, aus der dieser Schrank gemacht wurde, hat eine goethische Liebste gesessen." Der Schrank trieb Blätter und Blüten unb ward zu einem Baum voller Geheimnisse. Damals Maren die Ananaserdbeeren gerade in Gefahr gekommen, anzubrenuen. Es entstand ein Durcheinander, kleine, eifrige Schreie der Großmutter: „Ei — et '— ei — ei — ei der Tausend!" Die alte Köchin brummte, die Ananaserdbeeren dufteten auf höchster Höhe des Duftes. Um den Topf wob sich eine Wolke weißen Dampfes, der Großmutter lief die Brille an. Sie schob sie auf die Stirn. — Sie rührten und schauten. Die Beeren waren. Gottlob, gerettet. Wir aber wurden hinausgeworfeu. Regine, die Köchin, verstand keinen Spaß, Henn sie Ivar eine alte, sonderbare Person mit sonderbaren Schicksalen, die ihre erste Jugend im goethischen Hause verlebt hatte. Mit zwölf Fahren war sie Spielgefährtin und Wärterin von Goethes Enkelin Alma, worauf sie sich gar viel zu gute tat, und von uns Kindern wurde sie deshalb wie ein heiliges Wunder angestaunt und verehrt. «- .„Großmutter," sagte ich am Abend, als ich nut der lieben Frau in ihrem blumengeschmückten Zimmer saß, „was für eine Geschichte mag das sein, von der goethischen Sielte unter dem Lindendanm, aus bent dein Küchenschrank gemacht wurde?" .„So," sagte meine Wroßmutter, „willst du das wissen? — Ja, das war etwas . - 's ist nie so recht ans TagesliM geiommen. — Bei uns daheim, in meiner Fugend war auch gar mancherlei davon bekannt. Die Sache ist mit den Leuten» die davon wußten, begraben worden. „Mein alter Küchenschrank, der von der Urgroßmutter stammt, ist freilich aus dem Holze gemacht von jenem! Lindeubaum, unter dem der alten Bäckermeisterin Bauchen, von der wir die Semmeln bekommen, ihre Großtante mit den Schwestern gesessen hat." „Ja, das sagtest du schon einmal," unterbrach ich sie, „Das hab' ich ost gesagt," wiederholte meine Großmutter, „und oft hat es mir meine Mutter gesagt. Zu deren Aussteller kaufte dein Urgroßvater bei der Bauchscheu Familie, die damals Metzgersleute waren, das Holz zu diesem! Schranke, altes, ausgetrocknetes Lindenholz —" und die Großmutter erzählte mancherlei, was sie wußte. Wir gingen au einem schönen Sommertage, gegen Abend, die liebe Frau unb ich, auf der leichten Anhöhe, von der aus man in das grüne Ilmtal blickt, oben am Horn, spazieren. Es war zur Zeit, als die Mohnblumen wie Blutstropfen in den Feldern standen; das Laub der Bäume wav von einer ganz erstaunlichen Dichte und Mächtigkeit, denn noch hatte man rurbewußt die kahleir Bäume int Sinn, Unb die neue Gestalt hatte noch etwas Befreindliches an sich. Sie rauschten so weich und voll, tote sie im Juli, wenn die Blätter härter sind, rticht mehr rauschen. Mau spürte int Rauschen dieser Blätter weiche Zartheit, und es" löste sich noch ein junger, würziger Duft von ihnen. Meine Großmutter und ich, wir trugen beide große Mohnblumensträuße. Um diese Zeit zogen wir gar zu gern miteinander aus. tlud ich sah sie noch, tote eifrig sie in die Kornfelder einbrach mit einer jugendlichen Freude ernt Blumenraub. Ich war die Aengstlichere. „Das geht nicht, Gomelchen, das geht nicht, so tief darfst tnt nicht hinein!" „Geh, laß mich, du siehst doch, wie geschickt ich's mach'." Ich: „Wenn dich wer sieht." Sie: „I gar — laß nur!" Und tote sie ging, so leicht unb ungebeugt von Zeit und Erfahrungen, ein lieber Trost für bie, die auch einmal alt werden müssen. Alter, wo ist dein Stachel, Kummer, wo ist dein Sieg? ! — Leid unb Kummer waren ihr hoch über die Seele gegangen; aber wie ein buntschillerndes Entlein war ihre Seele immer wieder glatt und schimmernd aus der trüben Flut anfgetaucht und war im Sonnenlichte weitergeschwommen. „Sich' einmal da," sagte sie und wies ans ein knorriges Daxusgebüsch, das, in einem Zaun aus Korneliuskirschen eingeklemmt, ersticken wollte. Seine unterdrückten, aus der Erde schwer herausgerungenen Aeste waren mit wenigem saftigem Grün bedeckt. .„Siehst du, von demselben Busche hiev haben meins Schwester und ich in unserer Kinderzeit im Winter gar oft frisches Grün geholt zum Geburtstag und auch für unsere Pyramide zu Weihnachten. Damals war der Taxus schon genau so uralt; aber er hatte doch viel mehr Grün. Es war auch noch mehr von ihm da, man sah damals noch, daß er zu einer Taxushecke gehört hatte." Dabei brach sie mit leicht in dem Gelenk sitzender Hand einige Kornelius- rirschenzweige, um ihrem alten, treuen Freunde Luft zu Machen. Ich hatte sie schon einmal so gesehen, wie sie die wild- gewachsenen Rosenranken auf einem ihr sehr teueren Grabe beiseite schob, weil sie den Efeu zu ersticken drohten. Mich hatte damals ein großes Weh überlaufen, wenn ich daran dachte, daß sie dem Schläfer dort unten das Haar gar oft zärtlich aus der Stirn gestrichen haben mochte, wie jetzt hie Rosenrankeu von seinem Grabe. Und ihre Äugen hatten freundlich ernst dabei geblickt, genau lvie jetzt. Sie ging auf Gräbern, wo sie auch ging, die liebe, alte Frau, und sie ging mit einer hohen seelischen Anmut, — die ich nie wieder gesehen habe, — bei meiner Mutter in schweren Tagen, da sah ich, wie dieselbe rührende, heilige Unmut wie ein Schleier ihren großen Schmerz verhüllte. Und ich dachte: So hinterläßt eine Generation der anderen das Ornat der wehmütig schmerzlichen Menschenwürde. Unserer Großmutter Menschenwürde war ein leichtes, weiches Schleierchen. Aber ich gehe andere Wege, als ich zu gehen beabsichtige. Ich wollte sagen, wie ich zur Kenntnis einer seltsam schönen Geschichte kam, die ich gar lange Jahre mit mir llmhertrug, ehe ich sie niederschrieb. Wir standen also vor dem alten Korneliuskirschenzaun, der den verknorrten Taxus zu ersticken drohte. „Weißt du," sagte meine Großmutter, „hier, an dieser Stelle ist meiner Mutter Küchenschrank gewachsen." „Hier war das?" fragte ich betroffen, denn ich wußte nun schon so manches. „Ja, hier, hinter dem Zaun, standen zwei große Linden vor einem Häuschen, und darin wohnten sie. Das Häuschen hat der Metzgermeister Bauch äbtragen lassen, weil es jedenfalls baufällig war, und am Ende des Gartens wurde zu meiner Zeit das neue dort gebaut, mit dem Blick auf die Stadt." „Was du nur weißt, das fng' mir doch!" bat ich, „und daß niemand mehr diese Geschichten kennt?" „Die sie kannten, sind vergessen," sagte meine Groß- Mutter wehmütig. „Die alte Bäckermeisterin die muh uoch Merlei von ihrer Mutter toissen, denn deren Mutter war ja eine von den Schwestern." * Unsere Köchin Regiue sagte einmal, daß es in Goethes Garten zu Goethes Lebzeiten gespukt hat. Sie bleibt dabei. „Was ich weiß, das weiß ich So ist ihre Redensart. — „Und es hat nicht etwa in der.Nacht gespukt, sondern .am hellichten Tag, mittags zwölf Uhr, und nur int Sommer in heißer Sonnenglut." „Das gibt es ja gar nicht, Regiue." „So?" sagte sie, „das gibt's nicht? — Und wem, ich Ihnen sage, die Alma Goethe hat's selbst gesehen, als ich dabei war, und ist vor Schrecken ein paar Tage im Bett gelegen — und der alte Herr ist so oft zu ihr hinein. Ich hab' damals immer bei ihr sitzen müssen und weiß, 'was sie geredet haben — die Alma war damals ein Kind — Gott, so'n drei bis vier Fahr. Ich mocht' so'n zehn, zwölfe gewesen sein, etwa; das weiß ich nicht mehr so ganz genau. Die Alma, was die Enkelin vom alten Herrn war, und ich, wir saßen int Garten, und ich lehrte sie stricken. '—Die Alma war eilt ganz außerordentliches Kind, und schön, sag' ich Ihnen. Wenn ich an bie. Hundert werde, die Alma vergess' ich nicht. — Aus ihren Augen brach's wie Sonne heraus, so braune, große, dunkle Augen in einem Gesicht lvie eine zarte Rose, und die Haare goldblond, eine ganze Mähne, nicht zum durchkämmen. Mau konnte gar nicht von ihr fortsehen. Sie sprang und hüpfte. Nie sah man sie ruhig gehen. Die war so voller Leben, das ist gar nicht zu beschreiben. Und solche müssen so früh sterben! — — Der Tod von der Alma ist mir seiner Zeit arg gewesen. — Du mein Gott, — du mein Gott! Ach, und wer alles fo weiß. Na, wie wir so damals saßen — — — — es war in Mitte Sommer, die Rosen blühten am Hause hin, überall blühten auch die Centifolien — und der Eisenhut und der Mohn und die Aglei, — Ja, was der goethische Garten damals gewesen ist, ist nicht zu sagen, Ter Paradiesgarten kann nicht schöner sein. Es war im letzten Fahr des alten Herrn. Geblüht hat's damals, ich sag' Ihnen — nie seitdem hat's wieder so geblüht. Es war, als wüßien's alle Sträucher im Garten, daß der alte Herr bald fort müßte, und wollten Abschied nehmen. — Wir saßen int Schatten; aber heiß war's, kein Wölkchen am Himmel, die Schwalben schrieen, und ein Duft stieg auf von all den Rosen und Blumenzeug. Es mochte so gerade Mittag sein, und still war's ringsumher, als wenn alles eingefchlafen wär'. Mit einem Mal — da sehe ich, daß die Alma ganz blaß ist, und sieht so eigen vor sich hin. „Alina!" ruf ich — „Alma, was ist denn?" Die antwortet nicht und regt sich nicht. Ich fass' vor Schreck ihre Hand; aber sie rührt sich nicht. „Ich fürcht' mich," sagt sie jetzt ganz leise, kaum hör-, bar wie im Traum. -- „Es ist jemand im Garten, hierbei uns." Aber sie rührt sich immer uoch nicht. — Da seh' ich den alten Herrn aus dem Hause treten, die Arme auf dem Rücken, im weißen Hausrock. Und wie er so einige zwanzig Schritt von uns uoch entfernt ist — da erhebt sich die Alma, geht mit starren Augen, schneeweiß, ihm entgegen, bleibt stehen, faltet die Hände. —, Und ich höre, wie sie sagt — aber es klingt wie ein schwerer, tiefer Seufzer — „O! — o! — o!" Der alte Herr ist auch stehengeblieben. Er saht sich an die Brust und fährt so sacht an seinem Arm hin. Er sieht auch ganz eigentümlich aus---Und so stehen sie. Nie im Leben ist mir so bange gewesen, — denn da war etwas, und da sehe ich, daß die Alma ganz matt hinsinkt, ganz auf bie Seite, so sanft sah 'das aus. Ich kaun mich vor Schreck nicht rühren und denke, sie ist tot; — aber der Herr ist schon bei ihr und hebt sie ans und hat das Kind in den Armen. Auch er ist, ganz bleich. Ohne ein Wort zu reden, trägt er sie durch den Garten, und durch die Zimmer, und durchs ganze Haus, und legt sie in ihrem Stübchen auf ihr Bett. — Sie hat die Augen weit auf. — Sie war aber bei sich. Gr hielt ihre beiden Händchen in den seinen, und so bleibt er neben ihr sitzen; und keins regt sich. Ich stehe an der Türe, die ich hinter mir zugemacht habe, und wage kaum zu atmen. „Ist dir bange, Alma?" Sie schüttelt den Kopf. Nach einer Weile sagte sie leise: „Sie war so schön." „Wer, mein Kind?" „Die bei dir war, bie aus dem Schatten zu dir hinwehte," so sagte die Alma. „Kennst du sie?" „Kind — was sprichst du?" „Du weißt ja," sagte Alma ruhig. Dann fielen ihr die Augen zu, und sie schlief. Er saß uoch lauge nachdenklich neben ihrem Bettchen und hielt die kleinen Hände — dann erhob er sich und sali- sehr ernst aus. Er erblickte mich und sagte: „Verlasse sie keinen Augenblick!" Nach einer Stunde schon kam er wieder, nahm wieder an ihrem Bettchen Platz, da erwachte sie gerade und sagte: „Haare, wie ein gold'nes Schleierchen und dunkle — dunkle Augen." „Du teures And!" das sagte er sehr bewegt und ganz erschüttert. „Ja, dunkle — dunkle Augen--das war die Sommerseele." —. Und gegruselt hat michs wie nm Mitternacht auf deut' Friedhof. Unsere Dienstboten hatten immer vom Sommermitiags- spuk im Garten gesprochen. Die kleine Alma aber hatte ihn gesehen. — Sie war einige Tage sehr matt und still, und der alte Herr behielt sie viel um sich. Gesprochen hat sie nie von deut, was sie gesehen. —, Und bann hat sie es wohl wieder vergessen. Und nun sagen Sie nicht, das hat sich die kleine Alma! eingebildet. So'n kleenes Kind. Wenn Sie die beiden gesehen hätten; die Alma und den alten Herrn. Nie sah rch etwas Feierlicheres, als den alten Herrn im weißen, langen Schlafrock, wie er das arme, schöne Kind durch den Garten und durchs Haus trug und dann an ihrem! Bettchen sah, so tief in Gedanken, daß eins ehrfürchtig davon? hätte niederknien können." Gyrtsetzung folgt.) 3 Die Pistole. Mir Albert Johannsen. lNachdruck verboten.) Run waren drei Monate seines Urlaubs verstossen und Noch Wmer wollte die schreckliche Nervosität nicht weichen. Hätte er sich doch- in eine Nervenheilanstalt begeben, nm dort fcittc ordnungsmäßige Kur durchzumachen, dann wär« er jetzt Vielleicht genesen. Aber dazu hatte er sich nicht entschließen Wunen, ans Furcht, sich in seiner Karriere zu schaden. Noch war Dm der Posten eines Vortragenden Rates im Ministerium, das ZiM seiner Sehnsucht, dem er Gesundheit und Lebensglück g®= opfert hatte, ganz sicher, man konnte ihn unmöglich übergehen. Menn Man aber seinen Zustand genau gekannt, der manchmal stahezu an Verrücktheit grenzte, würde man sicherlich eher an seine Pensionierung als an seine Beförderung gedacht haben'. Nachdem die Berg- und Waldluft Thüringens keine Bessv- Vulrg seines Befindens herbcigeführt hatte, wollte er noch sein Heil auf einer stillest! Nordsee-Insel versuchen. Aus der Reise d.ahm hatte er einen halben Tag und eine Nacht Aufenthalt in einer kleinen Küstenstadt, da der Tampser, der zwischen dem Festlande und der Insel fuhr, erst die Flut des andern Tages Kbwarteu mußte. Mim Verlassen des Bahnhofes wär er recht scharf mit dem Schaffner zusammengerate», darüber ärgerte er sich noch, als er mit ferner Handtasche durch die Straßen schritt, um ein .Hotel «nfzusncheu. Tas; auch jede Kleinigkeit ihn so entsetzlich anfregen mußte. Erue au sich höchst gleichgültige Sache Lunte ihn noch immer vo'llWndcg aus dem Gleichgewicht bringen/ genau so wie beim Antrrtt serues Urlaubs. Damals hatte er beim Anblick der un- «rledrgteu Arbeiten, die sich ans seinem Schreibtisch häuften, Wernen Mussen, wre ein Sextaner, der rakloS vor seinen EchuE nrberten sitzt. Und doch hätte er nur zuzugreifen brauchen, und m emigen Tagen wäre alles erledigt gewesen, aber dazu fehlte rhm eben die Kraft. Bedenklicher noch als diese Schl räche waren die Zwangs- VVrstellrmgen, die blitzartig über ihn fomcn und die er mit Arrfbrctmrg seiner ganzen Willenskraft nicht abzuwehren vermochte Wie bösartige und ekle Insekten bohrten sie sich ihm ,ins Gehirn. Um feinen Gedanken eine aridere Richtung zu gebest, griff er wohl zu dein Mittel, sich körperliche Schmerz«« zuzufügeü; er schnitt sich mit dem Messer ins Fleisch oder brachte nch mit einem brennenden Zündhölzchen eine Brandrvnstde bei. sH solchen Augenblicken der Verzweisluiig fragte er sich, wohl: bist du noch bei gestiuder Vernunft, ist das nicht Heller Wahnsinn? „Hotel zur Sonne"! Das Hans machte einen zu bescheidenen Eindruck. Weiter! „Behrens Hotel"! Auch nichts! Eine Dogge rag der Treppe, und er konnte- die Hunde nicht leiden.. Mwr, so e,n Köter ihn anbellte, geriet er gewöhnlich in sch-reE- ,ich« Aufregung; bann schlug er drein, nnd das gab immer einen, furchtbaren Spcktaftl. en, &ln =n bki-.dr-m Schaufeitsler eines Eisenwaren- nnd Waffeiihändler» vorbei. Dabei fiel fein Mick auf eine Pistole. Er machte Halt Sonderbar, daß du noch keine Pistole hast. Und nun - Herrgott! da war wieder eine dieser schrecklichen, Ztmrngsborstellungen — er konnte nicht anders, er iustßte hinein und die Pistole kaufen. Y, , ®r Mte das Gefühl, einen gefährlichen Schritt getan zu haben. Was wollte er nut der Pistole? Ta war es ihm, als -wem« einer ihm zuflüsterte: Sie luirb dir noch einmal einen» guten Dienst leisten! Ilnd nun sah er schon, wie er den blitzenden Lauf an die Stirn setzte und losdrückte--- — Allerbarmer! Er wußte, dieser fürchterliche Gedanke wÄrde ihn nun wvcheip- lang verfolgen. fo.eiiig durch 'die Straßen, daß die Leute i,hm kopsschüttelnd nachschauten. Da war er am Hafen. Wenn er sich der Pistole entledigte, sie ins Wasser warf? Er hob den wacht« eine schleudernde Bewegung, aber die Finger schlossen sich krampfhaft nm den Griff. Erst als er die geschlossene Hand in die Tasche steckte, da Dosten dre F-mger sich Gänzlich geknickt ging! er in die! erste Gastwirtschaft, die gst ,eurem Weg lag. &ie war noch einfacher als das „Hotel zur Sonne", aber das war ihm jetzt gleichgültig. Beim Auskleideu. legte er die Pistole in eine Ecke, möglichst Weit von seinem Bette entfernt. Aber nun fand er keine Ruhe: ds war Dm, als wenn ein magnetischer Strom- ihn mit dem schrecklichen Trug verband. Er mußte aufstehen und die Pistol« steben sich auf den Tisch legen. Sinn erst 'tonnte er die Augen schließen und ein tuenig schlafen. Nn< andern Morgen, als er mit der Tasche in der Hand das ZrMmer verlassen wollte, raffte er seine ganze Willenskraft Mammen und warf die Pistole in den Ofen. Der Schweiß nand ihm auf der Stirn und seins Glieder flöge« vor Anf- ‘regnng. Es- war -ihm, als toäm er eine furchtbare Tat vvlh- -bracht hätte. Dämt rannte er die Treppe hinunter. Als er aber ans der Tür der Wirtschaft auf die Straß«! treten- wollte, da konnte er nicht weiter. Er machte ein furchtbar Verstörtes Gesicht. Ter Wirt, der ihn zur Tür begleitete, fragte Msnehmeich: „Sft,d Sie nicht wvyl, Herr Geheimrat?" Er schüttelte ben Kopf. „Ich habe et'wds aus meinem Zimmer vergessen!" Und mit schnellen Sätzen eilte er ivicber die Treppe hinauf. Rach einig« Minuten war er wieder da. Der Wirt machte ihn.' ans einen großen Rußflcck an seiner rechten! Hand aufmerksam: „Sie haben sich 'die Hände beschmutzt, Herr Geheimrat." Er aber hörte nicht; ohne den höflichen Gruß des Wirtes zu «rp widern, ging er rasch davon. In seiner Verstörtheit irrte er durch eine Anzahl Straßenj umher, ehe er den Weg zum Hasen, fand. Tas Dampfschiff pfiff fchon zum drittenmal, als er atemlos herangelaufen kam. Eine Minute später, und er hätte das MaG> sehen gehabt. Es dauerte lang'«, bis er sich ein wenig beruhigt hatte. Und wÄhreud das Schiff feine Bahn durch die- aufschäumenden! Wellen schnitt, schaute er ins Wasser und hing schweren Gedanken nach-. Niemals würde er die Pistole wieder los werden, das fühlte er. Und Nun sah er auch schon das Ende: eines schönen Tages würde sie ihm- den letzten Dienst erweisen. Noch schauderte ihm! bei diesem- Gedanken. Aber was half es? Er mußte sich mit dem Unabänderlichen vertraut machen. Als er ans Land stieg, dachte er schon daran, .Bestimmung» über sein«« Nachlaß zu treffen. Wenn er kein Testament hinterließ, würde fein ganzes Vermögen an seinen Bruder Hans fallen'. Das durfte liicht fern1, denn er hatte seit Jahren wegen einer leidigen Erbscha stsangeleg en heit jede B eziehung mit ihn« abgebrochen. Es handelte sich damals nm die Kosten seines Studiums, die er sich nicht, >vie sein Bruder verlangte, ans dis Erbschaft anrechnen lassen wollte. Sie- hatten sich zwar schließlich verglichen, ein brüderliches Verhältnis war aber nicht wieder zustande gekommen. Sonstige Verwandte hatte er nicht. Was blieb ihm anderes übrig, als Legate- zu stiften? Vielleicht füL die Schule oder die Armen seiner „Heimat, oder zum- Besten altersschwacher Hottentotten. Es war ja ganz gleichgültig, wohin bat? Geld siel. Die Seeluft brachte ihm auch keine Erholung, im Gegenteil, sein Leiden verschlimmerte sich immer Mehr. An jedem Morgen nahm er die Pistole, zur Hand, die stets neben ihm auf einchst Tischchen am Kopfende seines Bettes lag. Er spielte dann mit ihr wie ein Kind Mit seiner Puppe. Streichelnd glitten seine! Finger über den glatten Laps: Tu entsetzliches, liebes, liebes Ting! Ja, fast verliebt war er .jetzt ini sie, bei allem Grauen!, das ihre dämonische Einwirkung ihm verursachte. Eines Nachts träumte ihm, daß er vor seinem elterlichen! Hanse stand. Gar zu gern tuäre er hineingegangen, aber er durfte ja nicht, da drinn.cn lauerte di« Feindschaft auf ihn. Er erwachte ans diesem- Traum, und-, merkwürdig, obgleich er schon die Augen ausgeschtagen hatte, stand das Haus noch einige Sekunden lang ganz deutlich vor ihm. Nun erfaßte ihn eins gewaltige Sehnsucht; seine Heimat mußte er wieder sehen, bevor er mit allem ein Ende machte. i Er packte sein« Sache« und verließ mit dem nächsten Dampfer dis Insel. Noch am selben- Tage brachte di« Eisenbahn ihn in die Nähe seines Heimatdorfes. Eine Fußwanderung von einer kleinen Stunde, und er hatte sein Ziel erreicht. So flach die Gegend Wär, erschien sie ihm! doch nicht ohne Reiz, denn allerlei Jugendcrinnerungen lUüpften sich an die alten Häuser an der Landstraße und die knorrigM Eichen auf den- mit Binsen und Heidekraut bewachsen«« Wällen, lind als bei einer Wendung des Weges der Kirchturm auß- stieg, da wurde ihm ganz wehmütig ums Herz. Ta lag nun das Haus feiner Eltern hinter einer schÄM-ft grünen Wiese, etwas abseits vom Dorf. Häufig hatte er an schönen Sonntag-Nachmittagen ans dieser Wiese im Gras gelegen und war tränimenbm Auges den langsam dahinsegelnden! Wolken am blauen Firmament gefolgt. Er formte nicht widerstehen; mit einem langen Schritt setzt« er über den schmalen Graben, der sich zwischen der Wiese und dem Weg dahinzog. Das Gras war lang- und zur Nachmahd reif. Er warf sich nieder, mit dem Gesicht auf die Erde. Die hohen! Grashalme schlagen über ihm zusammen und verbargen ihn vor den Blicken der Vorübergehenden. Lange lag er so und atunte den Tust des- HeiMatbvdens, Allmählich kam eine wunderbare Ruhe über ihn, und dann verfiel er in eilten Zustand, der nicht Schlaf und nicht Wachen- war. Zu blitzschnell wechselnden Bilbern zog seine Jugend- wie in einem! Panorama an ihm vorbei. Sein Vater in seinem ruhigen! würdigen Wesen, die bewegliche, immer freundliche und tätige Mutter, die schlanke, feingebaute Schwester, die nun alle schon längst Unter der Erde ruhten, den kräftigen Hans und dazu oll die guten Nachbarn und Bekannten sah er wieder in voller! Lebendigkeit. Dabei verließ ihn nicht einen Augenblick das Bewußtsein, daß er im Gras aus der Wiese lag und daß alles dies Nichts als Visionen eines überreizten Gehirns sei. Ms er die Augen aufschlug, dämmerte es schon. Schwarze. Nedennäuse schossen im Zickzack durch di« Lust, und von bw Dvrfstraße klang xi« Ringelreihenlied: Ringel ringel Rosen, Milchen, Aprikosen! — 4 Ve kaufchle andächtig: die eintönige Kindermelodie, die ihm! MS fernen Jugendtagen zu kommen schien, griff ihm wnnderbms ans Her-. Nun erhob er sich und verlies; die Wiese. Nur noch einen! Blick auf sein Baterhaus werfen rind daun wieder fort — — Nur einige Minuten hatten seine Augen auf dem Hause geruht, da trat sein Bruder aus der Tür. Er erkannte ihn sofort Ml der aufrechten kräftigen Gestalt. Wie sehr glich er dem Bater! Heftig schlugen seine Pulse. Wenn sein Bruder ihn nun erkannte ? Um Gottes willen, nur das nicht! Diese Stundet heiliger Erinnerung, die lindernden Balsam auf seine itmtt.be Seele gelegt hatten, durften' nicht durch eine hässliche Szene entweiht werden. Wie konnte er erwarten, das; die Begrüßung freundlich ausfallen würde? Er stand im Schatten eines höhet; Hollunderl-aumes, der seine mit schwärzen Beerendolden beschwerten Zn>eige über die Gartenpforte bog. Noch konnte fein Bruder ihn nicht gesehen .haben. Schnell trat er in' den Garte», um sich zu verbergen. Dännl Ober lockte es ihn, noch ein wenig weiter zu gehen. Alles war hier noch wie eiirst. Mit tiefen Zügen zog er bett Duft des Goldlacks und der LÄ>kojert ein. Auch der große ApselkHüst stand noch da; goldgelb leuchteten seine Früchte durch das dunkle Geäst. Gern hätte er sich einen Augenblick auf die Bank gesetzt, die neben der Tür stand, aber es war ihm hier keine Ruhe be- schiedcn. Unten int Garten tauchte hinter den Hoheit Johannisl- dserhscken der Kops einer Frau .auf. Die Stalltür in seiner Nähe war nur angelehnt; einige schnelle Schritte, und er war geborgen. Eine' Kuh brüllte auf, als so plötzlich eilt fremder Mensch hsveinkam Im Koben in der Ecke grünsten die Schweine, sonst war alles teer, da das Bieh sich niach auf der Weide befand!.- Alles heimelte ihn hier an, selbst der eigentümliche Siallgernckh den er doch längst iticht mehr gewohnt war. Da sieht man, daß dat eiin Bauernsohn bist, sagte er sich, ein Städter würde sich hier die Nase Inhalten. Bon dem Stall ging er auf die große Lohdiele. Auch hier war rhm twch alles feemnnt und vertraut. Die an den Haken! hängenden Dreschflegel zeigen, daß sein .Bruder twch mit der Hand drosch. Unwillkürlich schwang er die Arms. Ach, nur eine Stunde läng den Dreschflegel schwingen — — , Aber er war ein Flüchtling in seinem Baterhause. Wurden iucht Schritte laut? Aengstlich horchte er auf. Richtig, es nahte sich jemand. Und nun kletterte er schnell die Leiter hinauf, nie Mm Heuboden führte. Er durfte sich hier nicht ertappe!! lassen. Als er den Fuß aus die ersten Bretter des Bodens gesetzt hatte, betrat eine Frau die Lohdiele. Vorsichtig bewegte er sich jetzt auf den Brettern; festes Auftreten hätte ihn verraten. Der Boden barg bis zum Dachfirst die Heu- und Kornernte. Nur ein kleines Stück war freigelassen, er wußte, darunter lag das Wohnzimmer. Als Kind hatte er hier manchmal auf dem Leib gelegen und durch einen kleinen Spalt in die Sttibe hiilunter- Seguckt, die ihm daiur immer so sonderbar fremdartig erschienen war. Er legte sich hin und kroch auf Händen und Füßen weiter. Sonderbar, da lvar iwch 'immer derselbe Spalt im Bretterboden. Neugierig schaute er hinunter. Die Stube wurde von einer Lamps erhellt; er sah gerade auf den Tisch, art dem zwei Knaben Mit ihren Schularberten beschäftigt waren. Genau so hatte er dort früher mit seinem Bruder gesessen und gearbeitet. Dann kam Hans herein rind setzte sich, um die Zeitung zu Nau, und nach, kurzer Zeit gesellte sich 'auch die Frau zu den Dreien mit eurer Näharbeit. Er konnte sich v;on dem Bilde nicht losreißen. Erst als dw Lampe ausgelöscht wurde, erhob er sich. Nun hörte er, wie die Haustür zugeschlossen und die Riegel vor Stall- und Tenuen- tiiw vorgeschoben wurden. Der Weg stand ihm offen; er hätte nur eirt halbes Stündchen KU warten brauchen, bis alles im Hause schlief. Diü Riegel waren leicht m der Dunkelheit zu finden. Aber er konnte sich wicht entschlreßeit, das Haus' fetzt schon zu verlassen; nun er hier doch einmal, war, wollte Br wenigstens eine Nacht unter kenn Äterttchen Dache verbringen. dem herbduftenden Heu jvühlte er sich ein Lager. Er Mief wunderbar schon; so gut wie seit Jahren nicht. Frühzeitig erwacht« er vom ungewohnten Krähen der Hähne Mmr lag er lauge und famt und sann. Er hatte ans allem den Eindruck gewonnen, daß Hans nicht auf Rosen gebettet sei Das Haus war in den zwanzig Jähren nicht erweitert und der- bessert worden, alles war noch genau so, wie sein Bater es hinter-- lassen hatte. War der Besitz wirklich zu schwer belastet und der Kamvf fernes Bruders um das Geld em' Kampf um die Existenz gewesen? Seit gestern war fein' Wesen verwandelt: er' kannte sich kaum wieder. Ter kurze Aufenthalt in der Heimat hatte auf sein krankes Gemüt gewirkt wie ein warmer NrüUlugsrcgert 'auf den frosterstarr tert Erdboden. Auch gegen seinen Bruder hegte er keinen Groll mehr. Nu» hatte! er einen Entschlich gefaßt: er sprang aiif und reinigte seine Kleider von dem anhaftenden Heu. Die Sonne mußte schon hoch stehm.; durch bas Seine Dachfenster siel eirt Strahlenbündel gerade auf seine Lagerstatt. Eine Katze kam 'leise herangeschlicheu und glotzte den unerivarteteak Gast mit runden grünen Augen an. Darüber mußte er lachest wie ein Kind. Das scheue Tier erschrak und verschwand mit einem kühnen Satze im Gebälk. Dann ftieg er langsam die. Leiter hinunter. Auf der Lohdiele stand sein Brüder mit einem Späten in der Hand. Grenzenloses Erstaunen malte sich ut feilten Mimest, als so Plötzlich ein Fremder vom Heuboden fR.nntterfam. Der Geheimrat aber ging stracks auf ihn zu und strMej ihm beide Hände entgegen. „Hans ! Kennst du mich nicht mehr!" Einen Augenblick schaute Hans ihn mit starren Auge!»' Ort. Dann flog ein Leuchten über fein Gesicht. „Bernhard, wie kommst du hierher?" Nun ergriff er die dargebotenen Hände. Dem Rat aber schossen die Tränen aus dkrt Augen. Diese plötzliche Weichherzigkeit kam ihm aber wieder so komisch vor, daß er lachen mußte. Unter Lachen und Weinen hielt er dann diö rechte Hand seines Bruders' und streichelte sie. „Hans, Hans —!" Am Nachmittag gingen beide übers Feld, Hans wollte seinem Bruder eine Koppel zeigen, die er kürzlich gekauft hatte, die. erste seit er den Besitz angetrcteii hatte. „Ich habe einen schweren Stand gehabt," sagte er, „abeö MU bessert es sich, gottlob!" Während sie mm über das Land gingen, iichlte der Rat Plötzlich, zum erstenmal seit viernüdzwanzig Stunden, die Pistole in seiner Tasche. Der Atem stockte ihm; sing das Wend wieder an? Plötzlich zog er sie mit einem Ruck heraus' und warf sie in' weitem Bogen empor, das; sie auffl'atschemd tu eine nahe Trinh' kühle fiel. | „Was war das?" fragte Hans bestürzt. Der Rat stand noch einen Augenblick wie erstarrt Daust schaute er seinen Bruder mit glänzenden Angen. äir. Es hatte gar kein« Uebenviudnng gekostet, das Ding von sich zu schleuder». Run Ste er sich frei. Glückselig lachte er auf; Gott fei Lob wchi :t, jetzt war er wieder Herr über feine Gedanken. „War das nicht ein« Pistole, Bernhard?" Der Rat nickte. Run schauten sie sich in di« Auge». Hans verstand. „Armer Junge!" „ , „ „Weißt du, Hans, ich bleib« vorläufig hier — did Heunsth- luft wird mich noch ganz gesund machen." Vermi Sicktes. * 30 0 00 0 Smiths. Aus London wird berichtet: Gistei interessante Stattstik über die Berbreiinng der Etgennameit ist England hat Sir Rolnwt E. Nialhefoic, der vb«:ste Beamte tnr irischen Standesämter, herausgegeben. Nach ihr gibt es in Groß- britamtien nicht weniger als 300 000 Mönsschem, die alle denselbail Zunamen führen, den ehrenwerten Namen Smith. Sie gehören, natürlich nicht einer Famsilie an; der Name Miede in albest Zeiten von dem damals so wichtig«« SchMtedehändiverk abgeleitet. Dir Robert Alatheso» hat mts den Geburtsregistern das Jahres 1.853 sestgeftellt, daß unter der damaligen Bevölkerung Englands lohne Schottland und Irland) genau 253 000 Individuen dm, Zunamen Smith führten und 242100 den Namen Jones. Der Name Williams folgt mit 159 900 Vertretern, Taylor mit 124 400, Davies mit 113 600, Brwpn mit 105 600, Thomas mit 94 000, Evans mit 93 000, Roberts mit 78 400 und Johnson mit,69 500. Ti« sckwttischen Geburtsregister von 1863 geben ebenfalls Heist NaMen Smith di« höchste Ehre: bei einer Bevölkerung vvn «ttvvK über 3 MAliowsn heißen 44 200 S'Mith. In Schottland folgert dann die Namen Mc'Tona.'ld, Brown, Thomson, Robertson, ©tewait, EaMMell, Wilson, Anderson und Swtt. In Irland ist der Name M'nrphp der verbreitetste; von 4 700 000 Einwohnern führet 62 600 diesen Namen. Es ststheu Kelly, Sullivan, Walsh und erst an fünfter Stelle rangiert hier der Rarste Smith. Alles in allem gibt es in England gern» 330 900 SmjithS. Magisches Dreieck, In die Felder nebenstehender Figur sind ________ die Buchstaben abbeeeiinnrrrra ~ derart eiuzutrage», daß die einander ent* ----- sprechenden wagerechten und senkrechten Reihen gleichlautend folgendes bedeuten ’• —— 1. Germanischen Volksstamm. 2. Stadt in der Schweiz. 3. Altgriechische Bergfeste. 4. Teil von Norwegen. 6. Einen Buchstaben» Auflösung in nächster Nummer. Auflösung des Rätsels in voriger Nummer: Schlaf, Schaf. ■...... —— ■ ■■ ■' ' -------------------------- ---------------- ■ ■ - ■■■ — ... -------- Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steinbrnckerei, R. Lange, Gießen,