Zamtag den 2. Juli AÄechültMMMM 19(0 - M. 10t F 18? ti MWi v &gflWirfrtWW tf, - SH2L2. W IW? W£r" ;fr'. Das schlafende Heer. Roman von Clara Vie big. (Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Qcber Tänzer schlägt den langschößigen Rock über den Ärnr^nnd packt seine Tänzerin mit beiden Händen fest unt bie Tackle - dicht Brust an Brust —, und er schiebt sein Bein zwischen die Beine in den flatternden Röcken. Josef Grykasch hebt an: „Püppchen kommt gesprungen, Unt den Wachs köpf Löckchen, Mit dem Holzpupp-Jungen Im Krakauer Röckchen/" _ Rechtsum, linksum, immer in der Runde herum, in den Kineen gewippt, fest zugetrampelt, daß der Boden dröhnt. Tre Paare sind wie miteinander verwachsen. Rascher wird der langsam begonnene Tanz, enger noch die Umschlingung, starker das Knieewivpen, röter die Köpfe, feuriger der eintönige Rhythmus. Es trampelt rind stampft, es dudelt und keucht: rascher, rascher! Die Zuschaüenden brüllen den Refratil und klatschen in die Hände. , Der Ciotka war die Mütze ins Genick gerutscht, unbedeckt hlngen ihr die grauen Strähnen bis auf die verdächtig erglühende Nase. Ruda, der Lehrer, war totenblaß geworden, äuf den Backenknochen brannten ihm hektische Flecken, aber es lohnte sich die Anstrengung schon — wann hätte erste so viel verdient?! Krzywousth schlenkerte sein Horn hastig aus, allen Speichel aus deut Schiefmanl hatte er da hinein getutet. Der Mann ohne Nase blies die Backen auf, daß man die Nase nicht gesehen, auch wenn er noch eine gehabt hätte. Am Himmel blinkte der Abendstern. .Heißa! Krakowiak, Geld in der Tasche! Jetzt fehlte nur noch Schnaps! Aber o Weh! — nur Bier in den Krügen! Wie sie auch gossen und gossen, kein Schnaps floß heraus. Uird auch keiner war zu kriegen/ Es machten sich ihrer ein paar Verwegene auf und stolperten nach der Küche im Seitenbau. Dort hantierte die Mamsell, und auf dem Tisch stand die Satte mit der dicken Milch für die Herrschaft, Zucker und Zimt und geriebenes Brot dabei. Aber das reizte sie heute nicht — aitct). nicht der Schinken und die Bratkartoffeln in der Pfanne — sie hatten heute selber gut gegessen, nur trinken wollten sie, trinken! Loch trauten sie sich nicht recht; die Mamsell mußte erst dreimal fragen, was ihr Begehr sei. Sie grinsten ver- stießen sich an, traten von einem Bein aufs aiidre und wichen doch nicht. Endlich stotterte es der eine heraus: „Wodki!“ Wudki! Keinen Schnaps!. Der gnädige Herr saust,- verboten. Und als sie nicht gingen, hob die Entschlossene drohend die Schöpfkelle: „Paschall!" Gehorsam machtest sie sich fort, die Köpfe duckend: aber draußen murrte!', sie. Was, keinen Schnaps?! Nirgendwo ein Erntefest ohne den! Tas war auch den Nüchternsten! gegen den Spaß. Wenn denn der Pan durchaus keinen Schnaps gab zur Arbeitszeit, wollte .mau sich am Ende, wenn auch schwer, darein schicken; aber heute, heute, au dem Tag, wo man nicht Knecht ioar, wo man feierte, frei wie ein Herr, heute ivollte man Schnaps haben! Bier mochte man gar nicht mehr. Wenn man Krakowiak getanzt hat, gehört sich ein Schnaps drauf, sonst verkühlt man das Blut. „He, Tantchen, was meint Ihr zu einem Schnäpschen?" „Streicht auf! Ignaz Ruda, gebt nur den Takt an zuutz Trinklied! He, aufgepaßt: Kuba trinkt dem Jakob zu, Jakob trinkt dem Michal zu — stJiU Krug von Pociecha gib ist Schnaps genug bei Eljakim Eiweih — Brüder, auf, laßt uns hinqehen und einen trinken!" „Mein Seelchen, mein Täubchen, komme du auch mit uns!" „Aber sacht — sacht — ganz sacht!" — — — — „Ich weiß gar nicht," sagte Helene von Doleschal, dis anr offenen Fenster lehnte und auf den dunkelnden Park hinaussah, dem die Nebel des Sees weiße Schleier überzogen, „die Leute sind diesmal lange sticht so vergnügt!" „Das kommt dir nur so vor!" Ihr Mann trat zu ihr und legte den Arm um ihre Schultern. Sie waren beide fast gleich groß; Hochgeivachfen standen Mann und Frau in der Dämmerung und schauten Hinüber zum Lysa Gora, auf dessen hochstämmiger Kiefer eben noch ein letzter Tagesstrahl rot geglüht, aber jetzt jäh erloschen war. Bon bett Farben der Fahne, die den ganzen Tag lustig gewinkt hatte, war auch nichts mehr zu sehen; die Dunkelheit, die herbstlich herangekrochen war, hätte alles verschluckt. . „Ein dunkler Abend Heut," sagte er, „'s kann leicht sein, daß es morgen wieder trieb ist. Aber der heutige Tag ivav wie ausgesucht. Wie mich das freut!" „Nein, ich höre doch gar kein fröhliches Lachen," sagte sie und hielt den Kopf lauschend vorgeneigt. „Du kannist es nicht bis hierher hören. Geh an ein Fenster, das nach deut Hof hinaus sieht, da wirst du scholl was zu hören kriegen. Bor einer Stunde etwa war ich draußen, die Tanzerei und die Fröhlichkeit waren in vollem Gange!" „Nein, nein," — sie blieb hartnäckig dabei — „andre Male habe ich den Jubel gehört, säst bis zur Qual. Aber es war mir doch lieber. Weißt du, Hanns, die Leute sind wie die Kinder; wenn die so still sind, ist's immer nicht recht geheuer!" Er lachte laut auf. „Da merkt matt die Mutter von Fünfen! Nein, nein, du kannst dich beruhigen, die Lents sind kreuzfidel, harmlos vergnügt. Und seit ich dem Schnaps^' trinken Einhalt getan habe, auch viel gesitteter!" „HMum wolltest du heute eigentlich von dem — dem t— nun von dem ,andern Erbfeind' anfangen?" sagte sie ganz unvermittelt. „Ich weiß wohl, was du damit sagen wolltest, aber ich meine —" ' „Habe ich nicht gut gesprochen?" fragte er rasch, „Doch — das wohl — aber —" ■ „Dir bist nicht zufrieden mit mir, Helene?" Es klang leicht verletzt. „Das Herz floß mir über. Wenn man, wie wir, auf so vorgeschobenem Posten steht — eigentlich,exponiert — ohne rechten — nun, wie soll ich sagen? — ja, lohne rechten Rückhalt, dann tlanrrnert man sich um so fester an sein Deutschtum an. Es wird einem A und O. Man steift sich darauf. Verstehst bit das?" „O ja!" Ihr sehr regelmäßiges und dadurch Fremden Vst ansornckslos erscheinendes Gesicht wurde klug. „Ich verstehe es. Aber man dürfte nie vergessen, auch den Gefühlen andrer —" „Verstimme mich nicht!" Er unterbrach sie mit einer gewissen Gereiztheit. „Es tut mir leid, daß dir nicht gefallen hat, was ich sagte, aber ich mußte so sprechen, ja, ich Ivar in heutiger Zeit geradezu verpflichtet dazu. Wären nicht die Kontraste in unsrer Provinz jetzt so zugespitzt, und spitzten sie sich nicht noch immer mehr zu, hätte ich gewiß was andres gesprochen. Dann hätte ich" — er sah sie mit einer ausleuchtenden Freundlichkeit an — „von dir geredet! Za, ihr Leute, wem ein tugeudsaM Weib bescheret ist, die ist viel edler denn köstliche Perlen!" Er zog ihren Kdpf au seine Brust und strich ihr zart über das blonde Haar. „Und dann hätte ich auch von i h r e n Frauen gesprochen, daß sie die in Ehren halten sollen, — „hebt nicht die Hand gegen sie, sie sind, die Mütter eurer Kinder!" Und den Weibern hätte, ich auch ins Gewissen geredet, daß sie nicht herumschlampen sollen, wie sie es so gerne tun!" „O hättest du's gesagt!" Das brach laut aus ihr heraus. De» Kopf aufrichtend, warf sie beide Arme um des Gatten Hals. „Warum nicht das?! Dann, ja dann hätten sie dich verstanden! Mein guter Mann!" Sie hatte es mit großer Innigkeit gerufen, fast wie in zärtlicher Besorgnis; er fühlte, wie festste ihn umschlang. . Er küßte sie. Mund ruhte auf Mund in einer glücklichen Versunkenheit. 'Da schreckten sie aus: horch, was für ein Schrei?! Kein Gchreckensruf tvar es, vielmehr ein Aufjvhlen des Jubels. Vom Lysa Gora her kam's. Mer Ivie sie auch lauschten und sich spähend zürn Fenster hinausneigten, der Schrei erklang nicht zum zweiten Wal. liebernr See lastete schweigend der dunkle Herbst- abend, der Berg drüben war nicht mehr zu erkennen. Sie wandten sich ins Zimmer zurück. Als der Diener jetzt die Lampe hereinbrachte und die Mcimfel erschien, die Herrschaften zum Abendbrot zu bitten, sagte Doleschal: „Friert dich, Helene, du bist so blaß?!" „Ja." Sie schauerte leicht zusammen. „Und ich habe Mich erschrocken." „O! Hier nimm dieses Tuch um!" Es hing eines über ihrem Stuhl am Nähtisch, er legte es ihr sorglich uni die Schultern. „Geh schon hinüber ins Eßzimmer — ja, tvir müssen im Kamin zum Abend heizen, es wird Herbst — ich will nur eben noch einmal nach! den Leuten sehen, ehe wir uns zu Tische setzen. Zwei" Minuten, entschuldige!" „Die wird der gnädige Herr nicht mehr finden," sagte die Mamsell. „Nicht wahr, Karl?" Der altgeschulte Diener verzog keine Miene. „Zu Befehl, gnädiger Herr, fort sind sie, ganz, heimlich. Nur ein paar kleine Kinder haben sie dagelassen und die Ciotkä. Die liegt unter ihrer Tonne." „Was — fort?! Und ganz heimlich?! —" Helene sah, wie ihr Mann die Farbe wechselte. Er wurde glühend rot und dann ganz fahl. Mer er verlor kein Wort mehr darüber. Er sagte nur noch: „Sorgen Sie, daß die Ciotka ins Stroh kommt, in den Stall oder sonst unter Dach, 's ist nicht mehr die Jsthres- zeit, um draußen zu liegen!" „Ist schon besorgt, gnädiger Herr!" Die alte Mamsell lachte. „Sternhagelvoll, mit Erlaubnis zu sagen. M, so was kann Vorkommen!" Helene wachte in der Nacht einmal auf — was, was wär? Seufzte hier jemand? Wer — wo?! Was war's, das sie geweckt hatte?! Verschlafen, mit noch geschlossenen Lidern, tastete sie nach ihren; Manne — nein, her lag ganz still, der schlief ja! Beruhigt horchte sie ein paar Minuten auf seine Atemzüge. Sonst alles still! Dann schlief sie weiter. Aber sie träumte--!■—. •--- Aus der Ferne, vom Lysa Gora her, kauten Stimmen: Gesang, den Park entlang, am Garten vorbei — ah hin zu den Leutehäusern! Es war Sommer, ein schöner Tag — froh zogen die Schnitter heim, die Sense über der Schulter —- — i— — Wer jetzt — -——- r— In jähem Schreck fuhr sie empor: o, cs graute ja schon der Morgen! Die schweren Lider aufreißend, war sic plötzlich ganz wach. Bon jenseit der Parkmauer kam trunkenes Gröhleni Und dann, wüst geschrieen, und doch pathetisch, ein Lied —> jenes Lied —: „Mit dem Rauch von Feuersbrünsten, Mit des Bruderblutes Dünsten Steigt, o Herr, zu deinem Thron Unsrer Rächerstimme Ton!" 6. Die Fahne auf dein Buckel des Lysa Gvrä hätte Doleschal umgestürzt gefunden am Morgen nach seinem Erntefest, die Stange zerbrochen und zertreten, in Atome zersplittert, die deutschen Farben zerfetzt. An den unteren Aesten der Kiefer waren noch ein paar Läppchen hängen gebliebenj er nahm sie da herab; alles übrige hatte der Wind verweht, ersäuft im See. . Zu niemandem hatte er darüber gesprochen — Gott sei Dank, daß Helene nicht fragte! Er hatte auch nicht nach den Schuldigen geforscht. Wozu? Sollte er sie schlagen? Zur Anzeige bringen? Das hätte doch an der Tatsache nichts geändert Eine schmerzvolle Schnur hielt ihn ab: nur nicht darüber reden müssen! Der Mund war ihm wie verschlossen. Jenen Schrei, den einzigen, aber lauten Schrei des aufjohleuden Triumphs am dunklen Abend vom Lysa, Gorst hörte er immer noch; der hatte ihn nervös gemacht. —> Nun waren auch die letzten Mandeln längst eingebracht. Schwarz hing das Kartoffelkraut, und sein starker Geruch zog ivie Verwesungsdunst über die Felder. Der Przyborowoer war schon dabei, seine Rüben heraus- zunehmen. In Chwaliborczyce waren sie noch nicht so weit; in Riemczyce erst recht nicht, da stand die Rübeir- ernte noch am längsten aus, denn der Boden war nässer, kälter wie bei den attbern. kleb er all knallten Schüsse. Tie Hasen, die sonst so frech im Acker gesessen und Männchen gemacht hatten, sah mau jetzt nur in langgestrecktem Lauf auf der Flucht; die Rebhühner hatten längst den Reiz der Neuheit verloren, bloß die Bauern warfen sie noch mit Steinen tot. Der herrschaftliche Förster Frelikowski lief Hern»; und wärb bereits Treiber, da sich ihrer von selber nicht genug meldeten, zu der ersten großen Hstsentreibjagd auf Chwalh- borczycer Flur. Nüchterne Leute sollte« es fern — Trunkenbolde sind nicht verläßlich — aber da er selber gern eins trank, nahm er es mit dieser Bedingung nicht so genau. Beim ersteu Novemberschnee ivürde die Jagd stattfinden, bis dahin waren ja die Aecker sänrtlich blank, leer wie eine: gekehrte Tenne. Die Einladungen waren schon ergangen: den Landrat hatte man zuerst bedacht und diejenigen Herren von der Kommission, die Jäger waren; und Doleschal. Auch die Przyborowoer hatten angenommen; der Ritt- meister war nach dem Manöver zu Hause eingetroffen, um sich bei vier Wiochen Hasenjagd von den Strapazen zu erholen. Paul Kestner schlenderte viel umher. Die Flinte über der Schulter, die Hände in den Hosentaschen, stieg er Mer die Felder. Nie ging er an einer« Acker vorbei, ohne daß die Weiber, die beim Rübenausziehen so gebückt standen, daß sie mit der Nase den Erdboden berührten und Marr nichts von ihnen sah, als das in die Luft gereckte Hinterteil und die Waden bis zur Kmekchle, leise kicherten. „Pan Pawel", der war ein lustiger Herr! iFortsetzuug folgt.) Christine Hebbel. Ein Lebensbild. Non Dr. Richard Böhme. In früheren Zeiten hatte Christine Hebbel, wenn der. Sommer ins Land kant, die große Stadt verlassen nnd war hinansgezogen in das kleine Haus in Gilt rind'en am Traunsee, das Friedrich int Jahre 1855 erworben hatte. Greisenalter und Siechtum hat sie in den letzten Jahren an die Stadt, zuletzt an das Haus gefesselt, und so ist sic denn, im 94. Jahre, in Wren selbst heimgegangen, das' 70 Jahre hindurch ihre Heimat gewesen war. Bon 1840—1875 hat sie dem Hofbnrgtheater angehört; seitdem vor fast 5 Jahren Luise Schönfeld-Neumann im 87. Lebensjahre gestorben war, war Christine die letzte aus der alten Garde der berühmten Bühne. Daß sie schon mit 23 Jahren an diese bevorzugte Stätte gekommen war, verdankte sie wohl auch den BeNtühungen Amalie Haizingcrs, die sie bei einem Gastspiele in Bremen, dem ersten Orte ihrer Wirksamkeit, gesehen und lieb- gewonnen hatte. Schon mit 7 Jahren kam Christine, nm ihre bitterarme, verwitwete Mutter zu unterstützen, ins Kinderbett des Braun-- schweiger Hostheaters; der Monatlohn war IVa Taler; für kleine Rollen im Schauspiel erhielt sie noch 3 Taler besonders. Bis zu ihrer Einsegnung blieb sie dort; dann führte ihre Weigerung, als Knabe im Ballett zu tanzen, zu ihrer Entlassung und brachte sie auf die richtige Bahn. 9luf_ ihre Bitte prüfte sie der Dramaturg Dr. Köchh, fauch daß sie Talent, ein gutes Organ und äußere Mittel habe, studierte ihr die Jungfrau von Orleans, die Luise Müller und Körners „Toni" ein und verschaffte ihr das Gastspiel in Bremen, das zur Anstellung führte. Amalie Haizinger empfahl sie dann dem Direktor Schmidt in Hamburg; als sie vor diesem den ersten Monolog der „Jungfrau" gesprochen hatte, kleidete er sein Urteil in die Worte: „Nun, wenn man solche Posaune in der Kehle hat, da kanns nicht fehlen!" Christine wurde ^ald der Liebling des Publikums, und Ungern ließ der alte Schmidt sie ziehen, als sie 1840 den Rist nach Wien erhielt. Von den Kämpfen, die sic hier auszusechten hatte, um die ihrer Begabung entsprechenden Rollen zugewiesen zü erhalten, ist hier nicht der Ort zu reden. In Christine Hebbel, sagt Emil Kuh, Hebbels Biograph, brannte die Flamme des Dämonischen am hellsten, und das Zusammenleben der Künstlerin mit dem Dichter der Judith mußte gerade das Geheimnisschwere und Schicksalsvolle, worauf das Wesen des Dämonischen beruht, in ihr steigern und zur elektrischen Entladung bringe,!. Ihr breiter Strich und ihre einfache Mallveisc, charakterisiert er ihr Spiel, brachten die ;e- weilige Grundfarbe voll zur Anschauung, und ihr Pathos, zwischen Wehrlosigkeit und Notwehr wundersam geteilt, hatte die Monotonie >vie Ebbe und Flut. Während aber die Heftigkeit ihrer leidenschaftlichen Ausbrüche nicht selten etwas Unartikuliertes an- nahm, kleidete sich ihr Erleiden immer in den schönsten tragischen Ausdrucks Kuh lvcist noch darauf Hin, daß die begleitenden Motive bei ihr nicht immer genügend hervorgetreten seien, daß aber, wo zu ihrer seelcnvollen Macht im' Anschlag des Eharakterthcmas der Reichtum der Variation sich' gesellte und wo sich die ihr eigene Stimmungs- und Koloritstärke in den Wechsel der Lichter und Schatten auflöste, ihr Gebilde jedesmal ein Schmaus der Sinne und eine Erquickung des'-Gemütes.waren. Er spricht von Christine Hebbels in purpurne Sinnlichkeit gc- • tönchter, von rätselhafter Schwermut umfangener, gewitterschwüler Judith, er sagt von ihrer Klare in Maria Magdalene, daß im Gebiete des Scelenhaften und mit dessen Ausdrucksmitteln allein diese Nachschaffende Leistung nicht ihresgleichen in der Geschichte der Schauspielkunst aufzuweisen habe. Wir erwähnen von ihren Rollen noch die Kriemhild in Ranpachs „Nibelungenhort", von der Hebbel selbst den mächtigsten Eindruck erfahren hat, die Kriemhild, und die Brunhild in Hebbels Nchelnngen, die Iphigenie, die Deborah, die Maria Stuart. Der Künstlerin hat Hebbel die Verse gewidmet: „Ich will den Funken aus den Höh'n, Der sanft der Seele sich- verbündet, Und langsam wachsend, immer schön' Zuletzt zur Flamme sich entzündet: Zur Flamme, die den Leib durchstrahlt Ihn nicht verzehrt in blindem Toben Und uns in reinstem Purpur. malt, Wie sich Natur nnd Geist verwoben. Als wär' zum erstenmal ein Stern Sn menschlicher Gestalt erschienen, erschmolzen bis zum tiefsten Kern Mit Menschcnblick und Menschenmienen — Mit dieser Flamme kröntest du Stets' deine schöpfrischen Gebilde, / Drum sprech ich dir den Lorbeer zu." Aber Christine steht ihm als Weib noch höher denn 'als Künstlerin: „Ich brauche sic bloß abzuschreiben, um sicher zu sein, das Vortreffliche zu erreichen." Als Hebbel von seiner italienischen Reise nach Wien gekommen war, wie er glaubte, zu kurzem Aufenthalte und ganz ungewiß über seine Zukunft, da hatte Otto Prechtlcr ihm erzählt, daß die Schauspielerin Christine Enghaus die „Judith" zn spielen wünsche, und hatte ihn ihr zugeführt. Als sie das Drama gelesen hatte, da hatte sie Grauen und Bewunderung gepackt — Granen vor dem Dichter, der dies geschrieben, Bewunderung vor der Dichtung selbst, vor allem vor der Gestalt der Judith. Als sic nun aber den Dichter sah, da flößte diese hagere Gestalt und seine blasse Leidensmiene ihr Heine ersten Anblick das tiefste Mitleid ein. Als er dann über die dramatische Kunst sprach, da sah sie nicht mehr die hagere Gestalt, wie sie selbst erzählt hat, sondern nur sein blaues Auge, aus dem Funken sprühten. Roch ein zweites Mal kam er, um Abschied zu nehmen, und tiesa Trauer erfüllte Christinen. Aber tzeöbel verläßt Wien nicht, er kommt zum dritten Male, mit dem Geständnis: „Sie haltest mich hier fest." Und diesem Geständnis läßt er eine Beichte über sein früheres schweres Leben, auch über das unselige Band, das ihn an seine Freundin Elise Lensing fesselt, folgen. Auch sie legt die Geheimnisse ihres Lebens vor ihm dar. Am 26. Mai schlossen sie den Bund, in dem sie die Verwirrungen seiner Lebenslage gelöst hat, tote er die der ihrigen. Hatte Hebbel sich einst gegen die Ehe ausgesprochen, so weiß er jetzt gewiß, daß „ein Leben in frommer Ehe ein ganz anderes, ein verdoppeltes und ver-^ dreifachtes ist", so freut er sich jetzt unendlich „ins Nest zurückzukriechen", so ist „das Ivahre Leben" allein bei Christine. Siebzehn Jahre war es ihm und Christine vergönnt, dieses Glück zu genießen, in dieser harmonischen Ehe zu leben, in der es ihrer „unwiderstehlichen Güte" gelang, alle äußeren wie inneren Kämpfe zu überwinden. Ihr Glück wurde durch ein Töchterchen erhöht. Das Glückgefühl zwingt dem Dichter die Worte ab: „Götter, öffnet die Hände nicht mehr, ich würde erschrecken, denn ihr gebt mir genug: hebt sie nun schirmend empor." Aber schon mit 50 Jahren wurde Friedrich Hebbel am' 13. Dezember 1863 hiuweggenonrmen. Nach wenigen Jährest schien sein Werk fast der Vergessenheit anheimfallen zu wollen, Christine sah ihre Aufgabe darin, sein Andenken zu pflegen; aber lange mußte sie auf Erfolg warten. Erst in den 90 er Jährest haben Bambergs und Werners Bemühungen den Dichter wieder weiteren Kreisen zugänglich gemacht, haben die Bühnen sich ihrer Pflicht gegen den großen Dramatiker erinnert. Als das Berliner Schauspielhaus im Mai 1895 die „Nibelungen" aufführte, da: ließ es sich Christine trotz ihrer 78 Jahre nicht nehmen, Zeugin der getoalttgen Wirkung zu fein, die die Dichtung auf den Zuschauer ansübte. Und ich habe selbst gesehen, toie glücklich die! neue Anerkennung des Vielgeliebten sie gemacht, und voll jugendlicher Hofsmmgsfreudigkeit hat sie mir erklärt, cs sei ihr nicht zweifelhaft, daß Hebbel sich bei seinem Volke durchsetzen werde. Tic letzten anderthalb Jahrzehnte scheinen ihr Recht geben jn wollen. Und so hat noch ein spätes Glück ihren Lebeusabychi vergoldet, _____________ Prinz Friedrich Kail und Vazaine. In den Aufzeichnungen des Prinzen Friedrich Karl von Preußen über die Belagerung von Metz, die in dar! Stuttgarter Detttschen Revue erscheinen und im Juliheft zu Ende geführt werden, bildet ben Höhepunkt die Schilderung der Zusammenkunft des Prinzen mit dem besiegten Heer- sichrer nach der Kapitulation im Schloße zit Corny. Nachdem die Kapitulatiousverhandluugen, deren Verlauf in allen Einzelheiten dargestellt wird, zit einem für den deutschen Heerführer so ruhmvollen Ende geführt hatten, fand am' L9. Oktober nachmittags der Ausmarsch der kriegsgefangenen französischen Armee dtlrch sechs Tore der Festung gleichzeitig statt. Prinz Friedrich Karl wohnte dem Defilieren des Gardekorps bei, und in den Aufzeichnungen seines Tagebuches liest man über diesen wohl bedeutsamsten Augenblick in seinem Leben, nachdem er die einzelnen Regimenter aufgeführt hat: „Diese Truppen sahen unvergleichlich gut aus, und wer mit diesen nicht schlagen resp. sich nicht durchschlagen konnte, muß das selbst vertreten. Diese Truppe konnte alles leisten! Sehr hübsch und imponierend war die Art, leie mich die Zuaven begrüßten, jeder verschieden, alle sehr militärisch. Bazaine meinte nachher, sie würden sich sehr gefreut haben, mich zu sehen. Anstandsvolt war auch wie die Offiziere, die Fransecky die Rapporte übergaben, die Mützen abnahmen und hielten, wie. rührend, wie die alten Soldaten von einigen Offizieren Abschied nahmen." Um fünf Uhr trifft der Prinz dann mit Bazaine zusammen. „In Corny Marschall Bazaine begrüßt", sio berichtet er darüber. „Er sieht mehr polnisch als französisch aus, Ivar unbefangen und gar nicht bewegt. Er fing gleich damit an, daß er anerkannte, er habe es mit einem Ennerni loyal zu tun gehabt, wofür ich ihm dankte, und er freute sich, daß ich den Offizieren die Säbel gelassen. Ihn beruhigte immer der Gedanke, daß die Ehre der französischen Armee, die so vielfach angegriffen worden sei und es so nötig gehabt habe, gewahrt zu werden, gewahrt sei, und daun, daß, wenn man 404 nichts mehr zu leben habe, man sich nicht schlagen könne. Unsinn sei also die Bewegung gewisser Advokaten in Metz, auf die er sehr übel zu sprechen war — wie er mich auch wiederholentlrch vor der Mopulade dornt warnte —, die noch hätten fechten wollen. „Was wollten wohl diese Leute, wenn die Armee nicht mehr fechten konnte?" Es sei sehr übel in Metz gewesen, das eine schlechte Festung, Werl rrn Tal gelegen,' wo früher die Richtung der Invasionen war. Von den/Bergen habe man Einsicht in dieses Tal. ^Allerdings lägen einige Forts auf den Höhen, aber das Defilieren neben ihnen sei zu schwer. Auf meine Frage, warum er nie die Nacht zum Defilieren von einem Ufer auf das andre zu X)ilfe genommen, -erwiderte er, die Armee habe viele Reserven in sich, eine Panik sei möglich gewesen, diesd häbe er vermeiden wollen, und er sei kein Freund vonl Märschen des Nachts >- eine barocke Anschauung dieses überhaupt abgelebten Mannes. Er sagte noch, durch eilte vierzigjährige'Dienstzeit habe er nie Mißgeschick gehabt, weil er stets vorsichtig gewesen sei. Auf meine Frage, welche Stellen meiner Umfassung ihm besonders stark erschienen seien, sagte er, Sie. Barbe sei sehr stark, aber die Wege nach Amanvillers und über Rozörieulles seien es Wohl noch mehr. Hier sei die Schwierigkeit des Aufmarsches groß. Einen Durchbruch würde er nie auf zwei Ufern, immer nur auf einem gemacht haben. Wenn man ein- . geschlossen sei und durch einen Kreis durchstieße, so sei es eine üble Lage, daß stets beide Flanken bedroht seien. Jedoch gab er mir zu, daß er während Stunden überall die Uebermacht hätte haben können. Ein übler Moment aber hätte es für ihn sein müssen, aus der Gefechts-, in die- Marschformation überzugehen. Mit zwei bis drei Korps würde er in besserer Lage gewesen sein als mit dieser großen Masse, die er wirklich hatte. Ich meinte, der Eindruck in Europa würde immens sein, den der Fall von Metz hervorbrächte, von dem in Frankreich verspräche ich mir wenig, denn auf den Marschall und dessen Armee, die das republikanische Frankreich als gut kaiserlich kenne, habe dieses schon längst nicht mehr gerechnet. „Ja, leider", jagte er, „man hat nichts für milch getan"; aber in bezug auf den Fall von Metz meinte er doch, er würde seines Eindrucks in Frankreich nicht verfehlen. Für seine Person schien er insoweit besorgt, als er kein Vermögen habe. Er würde gern zin der Nähe der Garde bleiben, die er befehligt habe, und für sie sorgen. ■ Auf Wunsch Napoleons wird er mit allen Marschällen nach Kassel gehen. Er hatte viele Officiers d'ordonnauce um sich, seinen Generalstab aber nicht (vier Magen usw.). Heute reitet er nach Pont ä Mousson und schlug meinen Magen aus. Ec will gegen Ausfälle des Pöbels geschützt werden und bittet um eilt Planton (Ordonnanz) und so bald als möglich nach Deutschland fahren zu können. 53 Adler verhieß er mir im Arsenal zu finden. Es seien das beinahe alle, wenige seien zerbrochen worden bei Viouville und Amanvillers, als sie im Begriff gewesen, in unsere Hände zu fallen. — Heute war ein interessanter und bedeutungsvoller Tag. Ein S tü ck W elt g es ch ich t e rollte sich ab vor meinen A uge n. VsNM^chtes. * Einer, b e r Bilder in Museen schmuggelt. Ein lustiges Gegensttick zu den Mnseumsdiebstähleu, die sich fortwährend in F r a n k r e i ch ereignen, ereignete sich, tote der „Inf." aus Paris geschrieben wird, vor kurzer Zeit in dem Museum von St. Cloud. Bekanntlich werden in Frankreich ganz besonders viel Museumsdiebstähle ausgeführt, da von den 266 Museen nur 100 eine reguläre Verwaltung haben, 68 über einen Katalog verfügen und die meisten ohne Aufsicht sind. Es wurden also jetzt überall die Museumswärter darauf hingewiesen, ganz besonders scharf auf Museumsdiebe zu achten. Während bisher nur in 148 Museen je ein Wärter angestellt war, erhielten jetzt sämtliche 266 Institute je zwei Wärter. Das Museum von St. Cloud, in dem von Napoleon III. eine Sammlung von ungefähr 200 Gemälden, die im Louvre keinen Platz hatten, untergebracht war, hat sogar einen besonderen Wärter für die Nachtzeit erhalten. Vor einigen Tagen bezw. Nächten wurde der Wächter dieses Museums durch ein ziemlich heftiges Klopfen geweckt, das ganz so klang, als wollte jemand einen Nagel in die Wand schlagen. Neugierig, was der Eindringling wohl tun würde, ließ ihn der Wächter gewähren und noch größer wurde sein Erstaunen, als er gewahrte, daß ein Manu, noch recht jung an Jahren und dem Aussehen und der Tracht nach anscheinend ein Maler, auf das Eifrigste damit beschäftigt war, einen Nagel in die Wand einzuschlagen. Er tofte so leidenschaftlich bei seiner Arbeit, daß er weder etwas sah noch hörte, was um ihn vorging. Der Wächter ließ sich nicht blicken^ da er neugierig war, was der Eindringling wohl tun würde, wenn der Nagel eingeschlagen war. Noch größer wurde das Er-. staunen des Wächters, als er gewahrte, daß der junge Maler aus einem großen Tuch, das er mitgebracht hatte, ein Bild heraushvlte. Dieses Bild hängte er bann an dem Nagel auf, trat mehrerlö Schritte zurück und betrachtete es wohlgefällig von allen Seiten. Wohl eine Viertelstunde war der junge Mann in den Anblick des Bildes versunken. Endlich riß er sich mit einem letzten Abschieds- blick von ihm los und wollte sich entfernen. Da sprang deö Wächter auf ihn zu und verhaftete ihn, was der junge Malep ruhig über sich ergehen ließ. Auf der Polizei, wohin er am Morgen gebracht wurde, sträubte sich der junge Mann lange, seinen Namen zu nennen. Auch wollte er nicht angeben, was er in dem Museum wollte. Irgend welche Diebstähle hatte er nicht ausgeführt, wie eine sofortige Leibesuntersuchung bewies. Auch der Wächter sagte aus, daß der junge Manu offenbar keinerheil Absicht hatte, zu stehlen. Man wußte nicht, was man mit ihn» anfangen sollte. Da matt ihn nicht frei ließ, bequemte sich der seltsame Herr schließlich zu einem Geständnis, bei dem er bis an die Haarspitzen rot würde. Er heißt Charles Fournier und ist von Beruf Kiinftmäler. Sein höchster Ehrgeiz war bisher, eines seiner Bilder in einem öffentlichen Museum hängen zu sehen. Er hatte schon mehrfach der Museumsverwaltung eins seiner Bilder unentgeltlich angeboten, wurde aber stets ohne Bescheid gelassen, Nun wollte er eins seiner Bilder selbst itt dem Museum am bringen, in der Hoffnung, daß man den Zuwachs nicht bemerken; würde. Ein eigenartiger Ehrgeiz! * Das neue Goldla n d. Die Entdeckung einer Goldader von ganz unermeßlichem Reichtum, die bei der Stadt.Stewart in Britisch-Kolumbien gemacht worden ist, versetzt nicht nur ganz Amerika in wildeste. Erregung, sondern hat die Fluten des Gold- fiebers auch schon nach Europa getragen. In Loudon ist bereits ein Ausbruch zahlreicher glückshungriger Abenteurer nach dem neuen Eldorado zu konstatieren, und alle neuen Nachrichten von dieser tounberbat'en Goldmine werden gierig verschlungen. Das Goldfeld, auf das zuerst zwei Goldsucher, C. M. Delgrove und Louis Anderson, stießen, ist eins der größten, vielleicht das größte, das die Welt kennt. Es ist bereits aus zwanzig englische Meilen nach Osten und Westen hin untersucht worden, aber seine eigent- liche Ausdehnuitg ist noch unbekannt: es liegt direkt vor beit Toren von Stewart und ist sehr leicht zu erreichen. Tausende von Menschen streben daher bereits dorthin. Sensationelle Mitteilungen über Goldfuude werden auch nördlich von Stewart aus Alaska gemeldet. Im ganzen sind bereits 10 000 Goldgräber« in den so ungeheuere Schätze bergenden Gebieten angelangt; 5000 andere sind unterwegs. Die Entdecker glauben bei Stewart die Goldader gefunden zu haben, von der alle goldhaltigen Ströme ihren kostbaren Inhalt empfangen und daß auch die berühmtes Distrikte des Unakriver und der Alaskan creeks aus dieser Goldquelle gespeist werden. Nach den Schilderungen von Delgrove ist die neue Ader das wundervollste Goldfeld, von dem er je gehört hat. Es könne hier wohl au hundert Jahre geschürft werden, ohne daß die Ader erschöpft würde. Durch solche Mitteilungen, wird die ungeheure Aufregung, die schon so viele ergriffen hat, begreiflich. Ein Strom von Goldgräbern wird sich nach Britisch- Kolmnbien und Alaska ergießen. * Be sch e i de n. Fräulein leine Schulfreundin nach Jahren wieder treffend) : „Ach, wie geht's, Liebe, was macht dein Mann, hast du Kinder?" — Freundin: „Ach nein, weißt du, wir haben eine so kleine Wohnung!" * lieble Erfahrung. Sie: „Warum findest du es von einem verheirateten Manne töricht, daß er spielt?" — Er: „Nun, wenn er gewinnt, läßt ihm feine Frau keine Ruh', bis er ihh den Gewinn gegeben hat, und wenn er verliert, macht sie ihm noch tagelang Vorwürfe darüber, daß er gespielt hat." Tauschrätse!. Esche — Hand — Rad — Sichel — Puder — Zopf — Dachs — Uhr — Segen — Prunk — Hahn — Alm — Rest — Fabel Die Awangsbuchstaben vorstehender Wörter sind mit anderen Buchstaben derart zu vertauschen, daß man ebensoviele neue Wörter erhalt, deren Aiüangsbuchstaben den Namen eines Komponisten ergeben. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung der Königspromenade in voriger Nummer Wohl geht der Jugend Sehnen Nach manchem schönen Traum; Mit Ungestüm und Tränen Stürmt sie den Sternenraum. Der Himmel hört ihr Flehen lind lächelt gnädig: nein l Und läßt vorübergehen Den Wunsch zusamt der Pein. Uhland. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch« und Steindruckerei, N. Lange, Gießen-