Donnerstag den Dezember 1910 ms LLZLL« W lFortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Friedel halb-süß. Roman ton Fedor von Zobeltiß. an. Sie müssen doch Unsre Champagne kennen lernen! Und meine Weinberge! Und meine Meierei — !und La Vitrine, mein Jagdschlößchen!" — Sie rief einen der Diener heran nnd gab ihre Aufträge. „Um neun Uhr das Auto- mobil. Um zwölf Frühstück in La Vitrine. Zum Diner! sind wir wieder zurück. ... “ Eine Stunde später lag Fritz in seinem Bett int Hotel de l'Europe und versuchte zu schlafen. Aber es ging nicht so recht. Seine Mission hatte den Stachel verloren; sig begann unterhaltsam zu werden. . . . Fritz dehnte sich behaglich und lächelte vergnügt. Wie gut, daß von dem gräflichen Hause oer Hoche nur dies süße LeuchtküfercheU übrig geblieben ivar! Sie war ein prachtvolles Geschöpf, in das man sich rechtschaffen verlieben konnte. Aber bei diesem verliebten Gedankensprung schüttelte Fritz auch gleich energisch den Kopf. Nur das nicht — nur nicht verlieben ! Cs wäre grade jetzt eine Torheit ohnegleichen. Eine Torheit schon deshalb, weil dieser Liebe jeder vernünftige Zweck fehlen würde. Eine aussichtslose Herzenspassion! Die Erbin der Miquelons ist nichts für Herrn Fritz Friedel aus Schrattstein. Ein Herzog ist schon verabschiedet ivorden, ein Marquis auch. Die Komteß hat ihr eigenes Köpfchen. Wer die Auswahl ist nichtsdestoweniger groß, und in die Champagnerzone Frankreichs heiratet gewöhnlich nur legitimistischer Adel hinein, allenfalls noch der Schwertadel Bonapartes: die Montebello, Elchingen, Pomar, Tarente und wie die berühmten Geschlechter sonst noch hießen, die sich mit der Schaumweinaristokratie zwischen Reims und Avize vereinigt hatten. . . Fritz ivarf sich wuchtig auf die andere Seite. Nur jetzt keine Dummheit! Komteßchen hat helle Augen und eilt recht gescheites Gedankenspiel hinter der hübschen Stirn. Vielleicht ist ihr liebenswürdiges Entgegenkommen doch auch ein wenig Mittel zum Zweck. Vielleicht sieht sie deU bevorstehenden Einigungsversuchen keineswegs allzu rühm gen Gemüts entgegen nnd sucht in stimmungsvoller Prophylaxis der Strenge der Gerechtigkeit vorzubeugen. . « Jedenfalls mußte man vorsichtig sein. Das rief Fritz sich noch -einmal zu, ehe der Schlump mer kam und mit ihm der Traumgott. Aber es war sehr? verwunderlich: Fritz träumte von Maud. Ein wirrer Traum und ein häßlicher. Durcheinanderflutende Bilder/ und dann ein dumpfes Geräusch. Und da fuhr Fritz in bis Höhe und starrte mit schlaftrunkenen Augen in das Morgenlicht. Pochte das nicht? — Sein verschleierter Blick fiel auf die Uhr. Es war acht Uhr früh — und wirklich, es klopfte an der Tür. Der Briefträger trat ein, der ihnt den telegraphisch Mgemeldeten Eilbrief Ms der Heimat brachte. Beim Cafe au lait und dem vorzüglichen französischen Gebäck erbrach Fritz den Brief. Kesselholz schrieb zmrächsttz daß die meisten Privatglaubiaer des Kommerzienrats sich insofern verständig zeigten, als sie nicht drängend werden -wollten, nnd daß -auch mit den Banken ein Abkommen unt Das Diner war vortrefflich und wurde rasch serviert. Dagegen konstatierte Fritz heimlich, daß der zu den Forellen gereichte Rheinwein schlecht und parfümiert war Und sogar der Bordeaux zu wünschen übrig ließ. Zu den Hors d'oeuvres gab es einen Perrier Jouet, dann wurde Elicquot in die Schalen gefüllt Miquelon kam nicht auf den Tisch. Der Kaffee wurde auf der Terrasse genommen. Die Diener brachten Liköre und Zigaretten, und nun merkte Fritz, daß die Komteß in eifrigem Flüstertöne mit dem Haushofmeister verhandelte; schließlich wurde auch noch Madame Bailloud herbeigerufen, und das Geflüster ging fort, bis die Madame ihr Schlüsselkörbchen kommen ließ, lange darin herumsuchte und dem Chef der Dienerschaft endlich einen Schlüssel einhändigte, mit dem dieser verschwand. „Gottseidank," sagte Andree lachend, „die Ehre des Hauses ist gerettet. Es fragte sich nämlich, ob Zigarren zur Hauo wären. Sie sind seit endloser Zeit der erste Gast vom stärkeren Geschlecht bei uns —. " • „Der mit Vergnügen mit einer Papyrus vorlieb Nimmt," warf Fritz ein. „Aber nein — es hat sich herausgestellt, daß der Zigarrenschrank Papas noch gefüllt sein muß. Sehen Sie ।—da kommt Petitbon schon und bringt ein ganzes Warenlager mit!" In der Tat nachte der Haushofmeister mit einer .Unzahl größerer und kleinerer Kisten auf dem Arm. Es waren alles vorzügliche Marken, aber sie lagerten schon lange, und die Zigarren waren daher trocken und spröde. Nichtsdestoweniger erklärte Fritz seine Bock für ganz aus- gezeichnet; er war in der Laune, auch eine Fünfcentimes- Zigarre vortrefflich zu finden. Der Wend war köstlich und versprach für den kommenden Tag schönes Wetter. „Das müßten wir eigentlich benützen," sagte die Komteß. „Der Hühnerkrieg hat begonnen — sind Sie Jägersmann, Herr Friedel?" „Kein passionierter, Komteß —. immerhin, ich bin nie iföht pfh pphrvTipr l< „Zu wenig für das Handwerk. Ich würde einen Ausritt Vorschlägen, vielleicht bis Chateau-Thierry, wo Sie vor Lafontaines Geburtshaus den Hut ziehen könnten — Uber Sie haben keinen Dreß mit. Da bleibt als letztes eine Autofahrt. Wollen Sie h-? " „Mit Freuden. Nur bemerke ich gehorsamst, daß Sie mich für morgen vormittag elf .Uhr zu einer Konferenz befohlen haben." „Die schieben wir Ms. Es kommt Ms einen Dag nicht — 760 Moden, die nicht „ziehen". Wer alljährlich in den Zeiten des Modenwechsels die endlose Fülle neuer Erscheinungen beobachtet, imt denen die Pariser Modeschöpfer die aushorchende Welt buchenden, mag leicht zu dem Eindruck versührt werden, daß jede Neu- heit, auch die wunderlichste, bei der allzeit modefreudigen Frauenwelt sofort ihre mehr oder minder begeisterten An-, Hängerinnen findet und sich schnell durchsetzt. Wer der Schein trügt, und groß, viel größer als man denkt, ist die Summe der Arbeit und Mühe, die in den führenden Pariser Modewerkstätten umsonst geleistet wird. Denn mit de« Phantasie des ,,Modedichters" allein ist es nicht getan, das wichtigste bleibt, eine der tonangebenden Damen der Gesellschaft zu gewinnen, die die neue Meldung „lanciert", Paquin, Worth und alle eleganten Pariser „Ateliers" hasten Also warten wir ast, sagte sich Fritz. Gr sprang sröhi- lich auf und öffnete das Fenster. lieber der Straße lag lachender Sonnenschein: die Autofahrt konnte wundervoll werden. Er sah nach der Uhr: Herrgott, gleich dreivrertek auf neun! Hastig kleidete er sich an und machte sich nach der Villa Hoche auf den Weg Schon von wertem sah er, daß das Automobil bereits auf der Straße hrelt — und da stand auch die Komteß schon reisefertig Sie begann die Unterhaltung mit einer erfreulichen Mitteilung. Madame Bailloud hatte ein wenig Migräne; außerdem haßte die alte Dame die Kraftwagen, und, was die Hauptsache war: sie setzte ein so unbedingtes Vertrauen in Herrn Ferice (das hieß Fritz) Friedöel, daß es ihr nicht notwendig erschien, als Chaperonne an dem Ausflug teil, zunehmen. So blieb sie denn lieber zu Hause. „Sie haben ihr Herz im Sturm gewonnen, sagte „Ich habe mir die größtmöglichste Mühe, gegeben«, merkte es. Es war auch ein listiges Streben dabei. „Diplomatie, Komteß. Ich wollte ihr Vertrauen eüv* lullen, um sie von dem Zwang zu befreien, ständig den Engel des Paradieses mit dem flammenden Schwert spielen Andröe lachte. „Das ist Ihnen ,a auch glücklich gelungen!" rief sie heiter. „Nun steigen Sie ein! Sonst lenke ich meist selber, aber heut mag der Chauffeur seines Amtes walten — wir können dann besser plaudern. Sie winkte zurück, dem int Portal wartenden Diener, der mit einem Staubmantel über dem Wm und eine Brillen- maste in der Haiid näher trat. Fritz mußte in den Mantel schlüpfen und sich die Maske anlegen; der weiße Staub auf der Chaussee sei wenig erfreulich, erklärte die Komteß; Und dann ging es los, mitten hinein in die grüne Welt der Weinberge. Ay ließ man seitwärts liegen; man fuhr geradeswegs auf Reims zu. Die ganze Landschaft war wie ein einziger schöner, sorgsam gepflegter Garten. Andröe wies auf die Steine am Wegrande, die hier die Grenzpfähle der heimischen Gelände vertraten; r-der totem trug das Namenszeichen der Besitzer. Zwischen aststeruhm- ten Firmen sah Fritz mich eine Anzahl völlig nnbe- hannter Namen. Die Miquelons hatten unter deut Grafen Mfred ihren Befitz erheblich vergrößert; dann war em Stillstand eingetreten. Andröe sprach sich offenherzig darüber aus. Ihr Vater hatte gar kein Interesse fair das Geschäft gezeigt. Er war ein reger Geist gewesen, aber sein« sozialpolitischen Studien hatten ihn mehr beschäftigt als der Handel, dem er eine kühle Gleichgültigkeit entgegen- brachte. Vielleicht hatten auch die gehässigen Angriffe de« nationalistischen Blätter dazu beigetragen, ihm das schäft zu verleiden. Sie dauerten nach seinem Tode übrigens ununterbrochen fort. Andrste erzählte, daß sie zuweilen auf unerhörte Weise mit Schmutz beworfen werde. Und das war um so unerklärlicher, als sich außer der Firma Miquelon noch eine ganze Anzahl von Champagnerhausern in deutschen Händen besand. Viele der Herren hatten ihr Deutschtum freilich längst als unnützeii Ballast beiseite geworfen. Aber es waren doch auch manche da, die es verschinähten, sich von heute zu morgeit in einen franzcsl- schen Chauvinisten zu verwandeln; nur wareii sie, das gast Andröe zu, vorsichtiger in der Betonung ihrer Ueberzeu- gung, als es ihr Vater geweseii und als sie selbst es war. (Fortsetzung folgt.) _ Verlängerung der Zahlungstermine m der Schwebe sei. Auf eine Ueberwinduug der Krise ser also imt Sicherheit zu rechnet,, wmn auch zweifellos unter großen Schwierigkeiten Er schrieb ferner Näheres über den Tod Helldorfs. £0 er Selbstmord verübt habe oder vielleicht in der Trim- kenheit auf die Schienen geraten sei, habe sich nicht feststellen lassen; seine materiellen Verhältnisse seren so Unglaublich verworren, daß seine Witlve wahrscheinlich das Konkursverfahren über den Nachlaß beantragen werde. Der Rest des Briefes galt der anliegenden .Kopie des Protokolls über die Zeugenvernehmung des Herzogs von Abee- iken. Sie war in Rewyork erfolgt, da der Herzog sich aus unbekannten Gründen kurzerhand entschlossen hatte, auf halbem Wege umzukehren; daher kam es auch, daß ihn die Kabeldepeschen aus Deutschland erst so spat erreicht hatten. Die Vernehmung war vor dem Notar Herrn Jt G. Sanderson, Rotary Public County os kings certificate m Rewyork County, erfolgt und vor ihm eidlich bekräftigt worden. Der Herzog hatte sich auch bereit erklärt, dasselbe Zeugnis vor einem deutschen Gericht^zu wiederholen, Und Kesselholz wies darauf hin, daß gerade dieser Passus für die Verhandlungen mit der Firma Miquelon von Wichtigkeit fein werde. In dem Protokoll selbst gab der Herzog an: daß er bereits Anfang Mai des Jahres Herrn Fritz Friedel von der Firma K. A. Friedel in Schrattstein (Rheni) zugefagt, zu der Tause seines Luftschiffes Excelsior Wein der gen nannten Firma zu verwenden; daß er späterhin, als das Haus Friedel sich entschlossen, ihrer neuen Schaumwem- marke den Namen des Luftschiffes zu geben, seine Zusage dahin betätigt habe, diese Marke Excelsior bei dem Tauf- «kt zu benützen; daß er feinem Chefkonstrukteur Lefson ausdrücklich beit Auftrag erteilt habe, genannte Marke zu diestem Zwecke wie als Bankettwein in Empfang zu nehmen. Auf Vorhalt führt er weiter aus: daß er als Präsident der Deutsch-niederländischen Lnstschiffer-Gesellschast durchaus berecht gt gewesen sei, derartige Bestimmungen zu treten, Und daß es ihm ausgeschlossen erscheine. Herr Lesfon konnte mißverständlich gemeint haben, es handle sich um den Ex- eelsior benannten Champagner der Firma Miquelon. Aus ferneren Vorhalt: beim Taufakt selbst habe er die ihm von Herrn Lefson überreichte Flasche Champagner tn Empfang genommen, ohne darauf zu achten, ob es wirklich Friedelsches Produkt sei; jedenfalls habe er ,,e dafür gehalten, ebenso, wie er überzeugt gewesen sei, bei dem Festbankett sei als Champagner die Fricdelsche Marke Excelsior verschenkt worden. Wenn Herr Lefson trotz alledem Champagner der Firma Miquelon zu beiden Zwecken vorgezogen habe, fo sei dies gegen seinen ausdrückliche,r Willen geschehen, und aiich er könne diese Tatsache nur als eine „Unterschiebung" bezeichneir, gegen die er, wenn sie shm rechtzeitig bekannt geworden wäre, zum welligsten energischen Protest erhoben hätte. Das Aktenstück war von großer Bedeutung. Es war so wichtig, daß Fritz nicht mehr daran zweifelte, das Gericht würde auf der Grundlage dieser Aussagen die Mage der Firma Miquelon kostenpflichtig abweisen. Denn nun handelte es sich nicht mehr um die Frage, welcher Champagner bei dem Taufakt Verweiidung gefunden, fondern Um den Dolus, der die Benütziing der Miquelonschen Marke ^ermöglicht hatte. Fritz überlegte: damit WM im Grunde genommen feine Mission in Epernay erledigt. Das Blatt hatte sich zu feinen Gunsten gewandt; er konnte wieder abreisen, ohne in eine Verhandlung eintreten zu brauchen, und das Weitere in Ruhe abwarten. Wer das ging nicht au; nein, das war unmöglich. Der Kavalier trat ivieder vor den Kaufmann. Die Komteß Hoche hatte ihm Gastfreundschaft gewährt und war, augenscheinlich noch in dem Bewußtsein, daß das gute Recht ihrem Hause zustehe, zu einer gütlichen Einigung bereit: da konnte er nicht saus adieu abreisen und das Ende des Streits den Gerichten überlassen. Aber vielleicht wäre es das Richtige gewesen, heute schon mit dem Newyorker Protokoll zu der Komteß zu gehen und ihr den Sach- Verhalt vorzulegen. Auch das verwarf Fritz. Die Verhandlung sollte in Gegenwart des Geschäftsführers des Hauses Miquelon stattfinden, und kam es daun doch noch zu einer Einigung, so mußte das Ergebnis notariell festgelegt werden. 761 Unter ihrer Kundschaft bestimmte Set vornehmen Gesellschaft, denen zuerst die ersonnenen Neuheiten vorgelegt werden; findet sich eine von ihnen bereit, die „Premiere" zu übernehmen, dann ist der Triumph der Neuheit sicher, und in wenigen Wochen wird das Gebilde seinen Meislauf durch die Salons Europas vollendet haben. Aber oft, sehr oft kommt es vor, daß die tonangebenden Damen es adle hn en, der neuen Mode zu dienen, und gelingt es dann nicht, wenigstens eine der berühmteren Pariser Schauspielerinnen dazu zu bewegen, dann ist das Schicksal der neuen Schöpfung besiegelt und alle Arbeit verloren. Der berühmte „Humpelrock", der im vergangenen Jahre auskam und nun bereits von den Pariserinnen abgelegt tft, war keineswegs eine neue Schöpfung: er lag mehrere Jahre lang im Schrank, und keine Modedame wollte sich finden, die bereit war, dieses Erzeugnis einer bizarren Phantasie zu „lancieren", bis endlich im Borjahr eine bekannte Pariser Dame sich dazu herberließ. Diese Zensur, die die Pariser Modefübrerinnen heimlich ausüben, hat die Frauenwelt Europas in den letzten fünf Jahren vor manchen unsinnigen „Neuheiten" beschützt, die in Pariser Werkstätten ausgeheckt worden waren. Im Strand Magazine plaudert ein Eingeweihter allerlei Geheimnisse aus über diese Moden, die nie in die Oesfentlichkeit kamen und in den Schränken der Pariser Modehäuser unbenutzt hängen geblieben sind — bis sie vielleicht doch einmal das Licht der Oesfentlichkeit erblicken. Bor drei Jahren etiva hatte man in Paris den Plan, die Menschheit mit einer seltsamen Frauenmode zu beglücken: mit den „Ballon- Hüften". In dieser wunderlichen Schöpfung klingt auch das Prinzip des Humpelrockes an: der untere Teil des Nockes war bei dieser Toilette ziemlich eng geplant. Etwa Von der Kniegegend an aber erweiterte sich der Rock plötzlich zur Ballonform, um schließlich in der Taille wieder zur Körperlinie zurückzukehren. Eine ganze Reihe solcher Toiletten wurden hergestellt, auch Abendroben, 6ct denen der Ballon eine etwas länglichere Form annahm. Dazu hatte man eine ,^lrian gu l ar-Frisur" erfunden, eine Haartracht, die in mächtigen, weit ausladenden Flügeln zu den Seiten strebte und im ganzen mehr als dreimal so breit hmr wie das Gesicht selbst. Nach oben baute sich dann dieses Haargebilde in Form einer stumpfen Pyramide auf lind sollte von einer großen Straußenfeder gekrönt werden. Mer die Pariser Damen streikten; Ballonhüften und die neue Frisur wurden abgelehnt und nie getragen. Schon mehrfach ivar in den letzten Jahren von einer Wiederkehr der Krinoline die Rede. In der Tat war eine Reihe von Krinolinengewändern gemacht worden, die in der Zeichnung sogar geivisse Reize der Linie verrieten, aber es blieb immer nur bei den frommen Wünschen der Schneider: man fand keine Dame, die diese Mode einführen wollte. Als die Aufregung über Rostands „Chanteeler" in Paris das Tagesgespräch war, herrschte in den Pariser Schneiderwerkstätten eine fieberhafte Tätigkeit. Man zerbrach sich den Kopf, loie man die „Sensation" für die Mode ausnützen könnte, und einige Chanteclerhüte, -Hutnadeln und bergt kamen auch ans Tageslicht. Aber die meisten und die kühnsten Marten des Themas Chanteeler „versagten". Man hatte eine Toilette entworfen, bei der über einen zart- plissiersten Rock eine phantastisch drapierte Tunika geworfen war, die etwa, eine Handbrest unterhalb der Kniee abschloß. Diese Tunika war so geschnitten, daß sie sich in graziösem Faltenwurf nach hinten ein wenig aufrrch- tete und so in oer Silhouette tatsächlich! an die Fasanin gemahnte. Dazu sollte eine Frisur getragen werden, bei der über seitlichen Locken ein massives Häargebilde in Form eines kleinen Bienenkorbes sich auftürmte; als Schmuck zierten dann Federn diese Coiffure. Immer wieder legte man diese Kreation den Führerinnen der Pariser Mode vor, aber die schüttelten den Kopf, und die Chantecler- Robe harrt noch heute ihrer „Uraufführung". Zahllos sind die Versuche, die mit großen, konisch geformten Hüten gemacht worden sind, teils Stroh-, teils Filzhüten. Mer diese Gebilde, bei denen man unwillkürlich an Koreaner und Siamesen denkt, sind von den Pariserinnen lächelnd beiseite geschoben worden, obgleich manche dieser Schöpfungen sogar" einen gewissen Charme in der Linienführung nicht verleugnen. Auch Damenhüte, die eine freie Variation über das Thema „Zylinder" waren, teilten dies Schicksal. Bei diesen Hüten war die Krempe abwärts gebogen und eine Frisur in Aussicht genommen, die man „Rubinstein-Frisur" taufte: die Haare kamen in wellig en Linien unter dem' Hute hervor, bedeckten die Ohren und legten sich wie ein bauschiges Kissen um den Hinterkopf, der Hals jedoch war ganz frei gedacht. Doch auch diese Schöpfung konnte nicht durchdringen, ebensowenig wie ein sehr praktischer Herbsb mantel, der vor etwa drei Jahren komponiert wurde und immer noch einer Liebhaberin harrt. Das war ein ganzer Mantel, weite Aerinel, überall lose und weit gearbeitet; um die Taille schmiegte sich ein breiter Samtgürtel, der untere Teil des Rockes lief weit und bauschig aus. Er mutete wie eine Variante des männlichen Automobilmantels an, bot aber eine entzückende Farbenabstufung von hellem und dunklem Grün. Aber die graziöse Pariserin fürchtete wohl, daß in diesem höchst praktischen Kleidungsstück die zarte Anmut ihrer Gestalt zu sehr verhüllt würde, und die Neuheit wurde nie „modern". Sainte-Catherine. W. Paris, Ende November, s ' Sainte-Catherine ist das Fest der Mädchen wie Saint-Nicolas das Fest der Jungens ist. Während man aber von Saint-Nicolas nicht viel Aufhebens macht, feiert alle Welt Sainte-Catherine.! Am Nicolastag schickt man höchstens einem alten Junggesellen! der Beiänntschast beziehungsvolle Ansichtspostkarten, um ihn zu! verhöhnen; am Katharinentage schenkt man den kleinen Mädchen in kurzen Kleidchen Zuckerwerk und den anderen kleinen Mädchen in langen Kleidern — die aber auch nicht zu lang sind — Blumen oder sonstige schöne Sachen. Und wir finden das alles durchaus in der Ordnung, denn die Mädchen sind dazu da, verwöhnt zN werden, während die kleinen Rüpel uns nieift nur ärgern und während man bei den alten Gareons überhaupt nicht weiß, was sie eigentlich für einen Daseinszweck haben. Das Merkwürdige ist nuir aber, daß man hier Sainte-Catherine ganz überflüssigerwcisck mit einem einigermaßen schwermütigen Nebengedanken belastet hat. Die Pariserin, die das fünsundzwanzigste Lebensjahr erreicht hat, ohne einen Lebensgefährten vom Herrn Maire zugesprochen erhalten zu haben, gilt als „sitzen geblieben", als „alte Jungfer" und wie die freundlichen Redensarten sonst bei uns im alten! Deutschland heißen. Am Catherinentage hat die Unglückliche bk1 altüberlieferte Haube aufzusetzen mrd das nennt man coisser Sainte- Catherine. Nie war eine Sitte ungerechter, denn die Pariserinnen! werden doch mit jedem Jahre hübscher, auch nach den Fünsnnd- zwanzig — ihre Aussicht, einen Mann zn bekommen, müßte danach also eigentlich nach Sainte-Catherine noch znnehmen. Glücklicher- weise lassen sich auch die jungen Tarnen durch die große Haube keineswegs zu schwarzen Gedanken veranlassen, zuin mindesten! zeigen sie das nicht. Bor allem die Midinettes verlieren ihr« gute Lamee nicht. . Und Sainte-Catherine, das Fest aller Mädchen, tft ut allererster Linie das große Fest aller Pariser Midinettes. Am 25. November wird in allen Pariser Arbeitswerkstätten die Catherinck gekrönt. Im Viertel zwischen Avenue de l'Opsra, Rue de Rivoli, Rue Rohale wird das Fest natürlich mit allein Glanz gestiert» denn hier Hausen die Aristokratinnen unter deir Midinettes, dick in den Putzniacher- und Schiieideratcliers in ihren hübsches Köpfchen die Wunderwerke ausdenken und mit ihren kleinen! Handelt scrtigftelleu, die Hinterher den Ruhnt der Pariser Be- kleidnngskunst in aller Welt verkünden und die Arbeitgeber reich machen. Ach, die kleineit Midinettes werden nicht reich! Aber sie sind fröhlich und lebenslustig, wenn ihnen das Schicksal nicht tiefe- Wunden schlägt oder häusliches Elend sie nicht aufreibt. Sind sie schon sonst die Lieblinge des Volkes von Paris, so sind sie es am Catherinentage noch zehnmal mehr. Die Mittagspause wirt etwas verlängert und die Zeit benutzt man, um die Cathe-i ritten in der Rue de la Paix int Triumph herumznführen. Jedes Atelier ist stolz auf seine Catherine oder Catherincit. Dick Hauben sittd nicht alltägliche Hauben. Tie Phantasie und die Erfindungsgabe der Midinettes ist unersckSpslich im Ausdenstst vott neuen Haubenarten. Im vergangenen Jahr« gaben z. B. die Aeroplane den Ton an. Da sahen ivir niedlich« Monoplana und Biplane aller Konstruktionen, in allen Farben und in allem denkbaren Putzmaterial. Was wird in diesem Jahre Mode sein? Wir wissen es noch nicht. Die Midittettes liebelt es, mit ibra* Catherimnhanben die Pariser zu überraschen. Tie Hauptsache sind ja auch die Catherinen selbst, itttb ihre jungen, frisch eil undj von Daseinsfreude strahlenden Gesichtchen sind immer reizend, welche Haubcnart auch die blonden, braunen und schwarzen Haara zieren mag. Wer irgend kann, geht an diesem Tage Mchdey Rue de 'la Paix, dm Catherinen gebührend zu huldigen. Weit ans dem Quartier latin kommen die Studenten herbei UM veranstatten den Midinettes zu Ehren einm Aufmarsch durch die Rue de la Paix. Auch an braven Soldaten fehlt es utcht und schließlich stellm sich alle Verehrer des schönett Geschlechts ein — junge und alte Sünder. Die emftcn Polizeibpamtew lassen das der Straßenordimng widersprechende Treiben wohl-, wollend zu und die Midinettes mit ihrm Catherinen, zu merav fünfen untergefaßt, manchmal auch in ganzm Rudeln, beherrschest die Straße. Nachmittags trinkt man in den ?ttetters hier und ßü Äne Tasse SchokoMK, rmtbSÄlk Wch ehr Ibenig Torbe — gctante Geschäftsinhaber lassen auch wohl einen Champagnerpsropsen knallen. Manche Theater räumen abends den Catherinen und Midinettes einige Paterrereihen oder Galeriesitze ein; an einigen Stellen finden auch Catherinen-BLlle statt. In Hause aber, im ärmlichen Stübchen, legt die Catherine ihren Eintagsschmuck ab. Sie will nicht traurig sein, aber sie denkt an die so rasch entfliehende Jugend, an das graue morgen und an das gaw» lange Alltagsdasein von Arbeit und Sorge, das ihr bevqrsteht. sDie Natur hat diesen Kindern des alten Paris indes Humor tzegebein. Sogar neulich, als die Midinettes streikten und in der Arbeitsbörse Versammlungen abhielten, sangen sie nicht etwa blutdürstige Revolutionslieder, sondern das Lied vom „Petit « Panier und allerlei Liebeschansons. Denn was wäre die Midi- (nette ohne Liebe? Freilich, wemi !man die iCatherinenhaube getragen hat, denkt man immer mehr an den Ernst des Lebens, iunt> gar manche Catherine wird „klassenbewußt" und schließt sich einem Syndikat an. Immer aber sucht sie hübsch und chik zu bleiben, d. h. die eigentliche Midinette im Viertel der Rue de la Paix. Die kleinen Catherinen in der inneren Stadt setzen Kus freilich oft genug durch ihre Uuftisiertheit und den Mangel an peinlicher Sauberkeit in Erstaunen. Indes auch aus sie tragen die „weiße Rose" der Mimi-Pinson-Dichter und ,,rette slauir fe-s landerinette — c’eft la gälte!" heiteres vom Arbettsfeide der Dirigenten. Ein Chordirigent, der es mit (einer Aufgabe ernst nimmt, ist nicht auf Rosen gebettet, und neben der rein musikalischen Arbeitsleistung hat er auch noch manches andere zu vollbringen, das ohne Menschenkenntnis, Takt, Geduld und Energie gar nicht gelingen könnte. Einen großen Chor, in dem die verschiedensten Gesellschaftsklassen vertreten sind, nicht nur zusammenzuhalten, sondern auch jedes einzelne Mitglied zum Einsetzen seiner besten Kräfte zu vermögen, ist geradezu eine Kunst für sich. Aber wenn dann nachher in der Aufführung alles glänzend gelingt, fühlt sich der Dirigent hinreichend belohnt, itnb gern erinnert er sich nachträglich der kleinen Hnmore, die vorher z. B. der Briefwechsel mit seinen Chor- mitgliedern gezeitigt hat. Die „S i g n a l e f ü r d i e inusi kalis che Welt", Berlin, teilen folgende Proben davon mit: In einer größeren Stadt des Deutschen Reiches besteht ein Gemischter Chor, bei dem Probeoersäumnis recht drakonisch bestraft wird, aber der gestrenge Dirigent konnte nicht mehr zünten, als er den folgenden Entschuldigungsbrief erhielt: „Die letzte Dienstagprobe habe ich leider dadurch versäumt, daß ich in den Konzertsaal ging, anstatt wie immer in das Probe- lokal. Wollen Sie bitte diesen Fehltritt gütigst vergeben. Ihre sehr ergebene H. A." Von Mitleid gepackt, aber auch ein bischen in Verlegenheit gesetzt wurde der Dirigent, als sich ein verloren geglaubtes Schaf mit folgender Epistel meldete: „Sehr geehrter Herr Direktor! Ich fehle seit einiger Zeit in den Proben. Das kommt davon her, und bitte ich, es zu entschuldigen. Ich siel vor vier Wochen am Ausgang des Rathauses so aus ein eisernes Kiatzbrett, daß mir das Eisen durch die Kleider durch drang und mich 'schwer verletzte. Vom Oberschenkel lrechts) bis in den Rücken ist alles zerschlagen, voller Beulen, und ich kann noch jetzt weder geben noch sitzen. Auch am Leid sind einige aufgeschlagene Stellen, ganz wund und blau, teils noch offen und so liege ich zu Bell. Wollten Sie sich, Herr Direktor, persönlich von dem Tatbestand überzeugen, so wäre mir das sehr lieb. Ich habe wirklich nicht mir aus Leichtsinn gefehlt, sondern komme bald wieder. Besten Gruß! Ihre sehr ergebene W. M." Diese Schilderung des Unglücksfalls und seiner Folgen fand der Dlrigent so anschaulich, daß er auf die Besichtigung des Tatbestandes verzichtete und der gefallenen Sängerin aufs Wort glaubte. — Von dem Eindruck des folgenden Drohbriefes hat sich der Dirigent nur langsam wieder erholt: „Herrn Direktor . . . Sie haben gestern in der Probe behauptet, der 2. Sopran sänge zu stark und haben dabei nach der Richtung geblickt, in der ich sitze. Wenn das noch einmal vorkommt, zeige ich hiermit meinen Austritt aus dem Chor an. Mit gebührender Hochtung K. H." Auf einen anheimelnden Gemütston ist der folgende Brief gestimmt, der außerdem noch die überraschende Lösung eines Problems in Aussicht stellt: „Geehrter Herr! Sie dürfen mich ruhig am Dienstag mitsingen lassen. Ich verspreche Ihnen auch, nicht den Mund aufzumachen. JmR.'schen Chore ivurde ich früher oft gebeten, doch mitzumachen, trotzdem ich nicht in den Proben gewesen war. Also riskieren Sie nichts dabei. Freundlichst grüßend M. A." Knappheit und Vollständigkeit des Gedankenausdrucks ver- 1 uchte die Schreiberin des folgenden Brieses miteinander zu ver- »inden: „Werter Herr l Ihnen für die Uebersendung des Billetts herzlichst dankend, schließt K. SS." DcrmifÄte,. * Die Radiumhochzeit. Das neueste Ereignis in Paris ist die Feier der Radiumhochzeit, die, wie schon ihr Name sagt, ziemlich selten ist. Denn die „Radiumhochzeit'' ist die Feier der siebzigsten Wiederkehr des Tages, da zwei heute noch lebende Ehegatten vor dem Altar die Ringe wechselten. Die Jubilare sind Ferdinand D u g u 6 und seine Gattin, die zusammen die stattliche Summe von 187 Jahren zählen. Aber Ferdinand Dugus ist nicht nur Radiumgatte, er ist zugleich auch der älteste lebende Dramatiker der Welt. Er zählt 9ö Jahre und trat am 22. November 1840 vor den Altar. In seinem reich gesegneten Leben hat er nicht weniger als 42 Theaterstücke geschaffen. Die bekanntesten unter diesen Werken sind .Die Piraten der Lsavannah und „Cartouche*. Tie „Piraten" sind über tausend Mal in Szene gegangen. Sein letztes Werk, ein Drama, das aus dem Meeres« gründ spielt, wurde 1877 zuerst gegeben und erst vor wenigen Wochen in Paris wieder neu einftuöiert. Alme. Dugus hat in den letzten zwei Jahren das Bett hüten müßen, weil sie sich das Bein gebrochen hatte, aber sie ist im übrigen noch ebenso lebhaft und guten Mutes wie ihr rüstiger Gatte. „Meine Knochen sind zu alt, um noch zu heilen”, erklärte sie lächelnd den Festgästen, „aber schließlich ist es auch meine eigene Schuld. Ich siel auf der Treppe des Bahnhosts hin, als ich unsinnig lief, um einen adjahrenden Zug noch zu erreichen". * Die Hinrichtung einer Gottheit. Mit dem Eindringen europäischer Aufklärung in China vermindert sich, „wenn auch nur langiam, der Schrecken alten Aberglaubens, und fürdie chinesischdn Götter neigt die gute Zeit sich ihrem Ende zu. Eine seltsame Kunde kommt aus der Stadt Tschmzah, die südöstlich von Siitschow in der Präfektur Sungkiang liegt. In Tschinzah erhebt sich ein prächtiger alter Tempel, der einem mächtigen Gotte und einer Göttin geweiht ist. Vor kurzem erkrankte die Tochter eines reichen Bürgers, und man sagte der Mutter, daß der Gott des Tempels die Tochter zur Frau begehre und sie daher sterben mufie. In ihrer Herzensangst flehte die (Blutter ihren Mann an, doch schleunigst in den Tempel zu gehen und dem Gotte ein großes Opfer zu bringen. Aber der Vater der Kranken ging nicht zum Tempel, sondern zur Präfektur von Sungkiang und ersuchte die Behörden, sich einmal um die Geschäfte des Gottes zu bekümmern. Einige Tage später erschien der Präiekt mit einigen Kanonenbooten vor Tschinzah und gab Befehl, sofort die beiden Gottheiten aus dem Tempel herauszuschleppen. Die Arbeiter waren von den Priestern bestochen und erklärten, die Götter wären zu groß und zu schwer, um befördert werden zu können. Darauf schritt der Beamte in den Tempel und stürzte mit eigener Hand den Gott und die Göttin vom Throne. Ter Gott ivurde bann mit sechs „Klingen" hingerichtet, sein Haupt mit zwei „Klingen" abgeschlagen und sein Leib geviertelt. Die Göttin aber wurde verbrannt und ihre Asche zusammen mit den Ueberreften des Gottes in einen See geworfen. "Die Herkunft der „Fensterscheibe". Auf die Unrichtigkeit. tue in der Bezeichnung „Fensterscheibe” für unsere viereckigen Fensterglastafeln liegt, weist die „Glaserzeitmig" hin. Unter einer Scheibe verstand man von jeher eine runde Platte, ganz ursprünglich ivohl sogar eine solche, die zum Drehen bestimmt war (Töpferscheibe). Jedenfalls kennt der Sprackigebrattch das Wort „Scheibe” gewöhnlich nur für runde Dinge (Sonnenscheibe, Drehscheibe, Schießscheibe usw.) Wie kommt es nun, daß wir für die viereckige Fensterglastafel „Scheibe" sagen? Dies wird uns sofort klar, wenn wir uns in die Vergangenhest zurückversetzen und an dte aus vielen kleinen, runden „Butzenscheiben" zusammengesetzten Fenster unserer Altvordern denken. Aus jenen Tagen stammt also die heute nicht mehr ganz zutresseiide Benennung her. Die Butzenscheiben wurden bekanntlich vor mehreren Jahrzehnten zugleich mit den sogenannten altdeutschen Zimmereinrichtungen noch einmal Mode. SeiterrätfeL Die Buchstaben a eceehhhhiill ooppprrsssssttna sind in die Felder nebenstehender Leiterfigur derart einzutragen, daß die Sproßen derselben, von oben angefangen, folgendes ergeben: 1. Alten Namen für einen Fisch. 2. Badeort in Oberösterreich. 3. Römischer Kaiser. 4. Ein Spielzeug. Die beiden Seitenbalken der Leiter sollen, von oben nach unten gelesen, den Namen eines Geschichtsforschers bezeichnen. Auslösung in nächster Nummer. Auflösung des Versteckrätsels in voriger Nummer: Schöne Worte machen das Kraut nicht feit. Redaktion: K. Neuratb. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.