Samstag den 30. Januar Nr. u M9 «K8 s CTsM MW lj®WM Wfe M' w K LDH Auf Liebespfaden. Roman von H. Ehrhardt. 'Nachdruck verboten. (Fortsetzung.) Dee junge Offizier lachte mit blitzsude», Mitzen Zähnen. Was war ja eine tolle. Krabbe, und eigentlich liebte er das blonde Genre bei den Frauen, aber in den grauen, schwärmerischen j»md zärtlichen Mädchenangen der Anderen, die scheu und doch voll unverhohlener Bewunderung an ihm hingen, glimmte ein Funken, der ihn magnetisch anzog. Sie hatte jedenfalls mehr Temperament, als ihr schüchternes Wesen zuerst vermuten liest. Auch war sie viel hübscher als die Blonde, deren volles, rosiges Gesicht mit den kühlen, grünlichen Augen, die ihn so unbefangen sicher musterten, nicht nach seinen! Geschmack war. Und zuletzt — sie war sichtlich bis über beide Ohren in ihn verliebt, und gegen solch schmeichelhafte Tatsache ist kein Mann unenipfäuglich, „Also Sie sind neugierig, wie eine Leutnantswohnung aus- .sieht, meine Dame»?" amüsierte er sich. „Nun, das kommt ganz ans den betreffenden Leutnant au. Hat er Geld und einen erbeut» Stichen Burschen, so kauns bei ihm genau so aussehen, wie bei jedem anderen gutsituierten Menschen, der sich vom Möbelhändler ein sogenanntes Herrenzimmer einrichten lassen kann — hat er kein Geld, Ivie ich zum Beispiel — nun, dann must er sich seine Möbel von allen Seiten zusammenbetteln, niust in der Ausschmückung seiner Bude erfinderisch sein — er hebt alles Mögliche zum Andenken auf, tvas andere fortwerfen, weil die Wände »roch so leer sind oder schlechte Tapeten verdeckt werden müssen ,— da wirds dann so ähnlich tote im Zimmer eines jungen Mädchens — wenigstens so tote in dem meiner Schwester — wir Beiden Unterstützen uns immer ein bißchen — sie stickt mir suroeUeit was Nettes, und ich sammle Zigarrenbinden und -bänder für sie." Ein warmes Leuchten lag zuletzt über seinem jungen Gesicht, so daß Helene Falk sich veranlaßt fühlte zu fragen: „Sie haben Ihre Schwester wohl sehr lieb? Wie alt ist sie denn?" „Eben sechzehn geworden. Ich bin acht Jahre älter als sie, und ich hänge sehr an ihr, weil ich so furchtbar wenig von ihr gehabt habe. Sie war ja noch ein winziges Dingel, das kaum sprechen konnte, als ich ins Kadettenkorps kant — immer nur die kurzen Urlaubswoche» zu Haus, aber in denen war mein blondes, kleines Schwesterchen der Sonnenstrahl." „Ist sie auch in Pension?" mischte Lisbeth sich mit ihrer vorlauten Stimme wieder ein. Der junge Offizier schüttelte freimütig den Kopf. , „Rein, dazu reichte es bei uns nicht. Aber sie lernt bei rneiner guten Mutter tüchtig im Haushalt zugreifen, und daneben Nimmt sie Musik- und Sprachstunden." „Eine solche Zwangsanstalt von Pension ist für uns große Mädels — wir werden bald, ich sogar schon in allernächster Zeit, siebzehn — überhaupt Blödsinn!" erklärte Lisbeth Schäffer energisch, „was wir lernen, haben wir doch in ein paar Wochen wieder vergessen und sonst — was hat denn das für einen Zweck» uns wie die kleinen Kinder zu gängeln »ich zu bewachen? 311 Wahrheit tanzen wir der guten Möllern ja doch auf der Ras« herum." Run blitzte auch tit HelenenS eilt wenig schräg stehendes grauen Augen der Schalk auf. „Wenn sie uns zunt Beispiel jetzt Hier sähe!" kicherte sie belustigt, „mit einem Leutnant! Oh, sie fiele in Ohnmacht vor Entsetzen." , „Sie wüßte ja gar nicht, daß ich ein' Leutnant bin, den stS augenscheinlich ganz besonders verabscheut," bemerkte er neckendi „Oh!" das Mädchen musterte ihn mit förmlichem Stol- ttn Blick, „man sieht Ihnen doch sofort den Offizier an." .Er wurde unwillkürlich rot bei der einfachen Musterung, denn ihre Stimme hatte dabei wie eine leidenschaftliche Liebkosung gewirkt. Wie schon vorher einmal beschlich ihn ein Gefühl von Unruhe und Unbehagen. Tiefes junge Ding hatte sich augenscheinlich bis Über beide Ohren in ihn verliebt und dachte gar nicht daran, dieses GefüU zu verbergen aus dem ganz kindlichen, naiven Empfinden heraus, daß diese bei ihm einen Widerhall finden müßte. Für ihn al'er war dieses wocheulange Augenfpiel mit bet kleinen Pensionärin nur ein amüsanter „Flirt" gewesen, er hatte natürlich auch gern ihre persönliche Bekanntschaft machen wollen, aber an die große, sehnsüchtige Liebe, die Erwiderung heischend aus des Mädchens Augen leuchtete, hatte er nicht gedacht. Ec hatte sich daran gewöhnt, sein Herz mit fester Hand zu halten und war immer überzeugt davon, daß er sich nie Hals über Kopf verlieben würde. Heut rüttelte auf einmal eine seltsame Erregung an seinem Vernunftsgebäude. Er suchte nach einem banalen Wort, die Verwirrung, die ihn eiuspann, zu verscheuchen, aber Helenens Anblick benahm ihm das klare Denken, Den Kopf au die Felswand der Grotte gelehnt, saß sie da mit ihrem selig verklärten Gesichtchen, den halb geöffneten Lippert und den flimmernden Augen unter den leicht gesenkten Lidern, tote die verkörperte Hingebung in ihrer rührendsten, unschul» digsten Form, und an ihrem Blick entzündete sich auch das Feuer in des Mannes Augen. Sie sahen sich an — sekundenlang. Die blonde Lisbeth bewies, daß sie Verständnis für alle Situationen hatte, denn sie war ganz unauffällig an den Eingang der Grotte getreten, als wolle sie nach etwaigen Spaziergängern ausspähen. So Ivar es den beiden, als wären sie allein in dem dämmerige», heimlichen Raume, durch den nur ein paar einzelne Sonnettze strahlen zitterten. Und die Liebe spann geheimnisvoll nnd geschäftig ihre FädeN zwischen ihnen, ohne daß sie ein Wort miteinander sprachen. Rur ihre Augen redete». „Lisbeth! Helene!" klang es da von hellen MädchenstiMmen, und dann der bekannte Juchzer, den man so oft durch die Waldes- stille dringen hort, mit dem Verlorene sich suchen, und der vo» jedem Unberufenen natürlich beantwortet wird. „Helene, wir müssen gehen, ehe die Mädels nnS suchet 66 kommen," mahnte Lisbeth, ’ ohne sich umzmvendei!, unb jauchzte dann ihre verständnisvolle Antwort zu den Gefährtinnen hinunter. .Helene hatte sich bereits erhoben und stand nun wieder dicht neben dem jungen Offizier, der ebenfalls aufgestanden war und sich mit der Linken fest ans seinen Stock stützte. ’ Die Rechte griff nach einer warnten, weichen Mädchenhand, die sich willig wie ein scheues Bögelchen hmeinschmiegte. „Wann seh ich Sie wieder, Fräulein Helene?" flüsterte er, in einer jäh erwachten Zärtlichkeit auf ihr gesenktes Köpfchen niedersehen-, „dürfen Sie denn gar nicht allein ausgehen?" Ein trauriges Kopfschütte.n antwortete ihm. Zugleich überflog, von dem Druck seiner: Hand ausgehend, jptn Zittern ihren jungen, schlanken Körper. Auch ihn durchlief eilt heißer Schauer. „Aber ich kann Sie doch wieder einmal sprechen, wenn Sie hier Tennis spielen? Ar? Bitte! Ich werde jeden Nachmittag hier sein, wenn nicht in der Grotte, dann auf irgend einer Bank in der Nahe. Sie werden kommen, Fräulein Helene? Ja?" Sie sah voll rührender Hingebung zu ihm auf. „Ja!" flüsterte sie, unter seinem verliebten Blick errötend. „Helene! Nun komm aber." Die blonde Lisbeth ivandte sich in die ©rotte zurück. Langsam lösten sich die Hände der beiden jungen Menschen. Nun drückte er auch der Freundin, in der er eine Bundes-- Genossin ahnte, herzlich die Hand. „Adieu, Herr Leutnant! Auf Wiedersehen!" Die Augen, die das blonde Mädchen dazu machte! Sie verband Jfie bereits mit Bewußtsein zu gebrauchen. 1 „Tas ist was für Espach, dachte er, den lootse ich einmal. Mit, damit sie auch ein Amüsement hat und damit — ich mit Meiner Kleinen allein bin." Die „Kleine" drehte sich soeben, ehe sie im grünen Buchenlaub verschwand, nach ihm um. klebermütig warf er ihr eine Kußhand zu. Ein lustiges Mädchengckicher kam zurück. Dann lvar er allein, II. Der kurze Heimweg iw für Hans von Hassingeu eine wahre Kein. , Sein junges Gesicht ließ nichts mehr von der schalkhaften Heiterkeit erkennen, die vorhin aus ihm geleuchtet; er war jetzt sehr ernst und zeigte in den leicht geblähten Flügeln der ziemlich großen Mse den Zug ljoii, Hockmut, der bei dem gutmütigen Kinn und dem liebenswürdlgen Munde geradezu befremdete. Die gute Laune, in die das kleine Intermezzo auf dem Heidelberg ihn versetzt hatte, mußte wieder der gedrückten Stimmung tanger, entmutigender Krankheitstage Watz machen. Wie schwach er sich fühlte. Und dazu die laue, ermattende FrühlingÄnst. Er sehnte sich nach seinem Zimmer zurück, eben so heiß, tme er sich zuerst ins Freie hmans gesehnt hatte. w förmliche Wut faßte ihn gegen sich selbst, gegen seine Muoe Hinfälligkeit. _ Er war nie krank gewesen. Im Kadettenkorps aufgewachsen, früh etwaigen veriveichelnden Einflüssen einer ängstlichen Diutter entzogen, hatte er neben körperlicher Kraft Kua) eine^ gestählte Gesundheit in seinen Beruf mitgebracht. Mle Strapazen desselben überwand er spielend, in allen körper- richeu Hebungen, wie Schwimmen, Turnen, Tennis spielen, Radeln war er gewandt und ausdauernd, ja, er hatte seine Leistungen darin oft Wertrieben, auf seine Kraft und seine unverwüstliche Gesundheit bauend. Dann war ihm bei einer Felddienstübung im März dieser an sich geringfügige Unfall zugestoßen, der so schwere Folgen nach sich ziehen sollte. Ein Sturz aus glattgefrorenem Boden. Weiter uuytS. Er hatte sofort ivieder auf den Füßen gestanden und war noch zivölf Kilometer toeit marschiert, obgleich sich allmählich ,rm Kme stechende Schmerzen meldeten. t^rn Mannheim nämlich lebte ein französischer dilet, der in Christiania, wo er vordem beamtet tl}u^cuJ te~ne? gelernt hatte und eben in diesen er£?nte, rum erstenmale auf deutschem versuchte, ^zhn begleitete fein Freund, der Russe Graf Ti-wnhausen, der ebenfalls auf Reisen in Skandinavien den Schi- l1^ später in seiner Heimat weiter geübt be.s Berges traten ,ich zum größten wechsel» m ~er Peomere und unternahmeir eine gc» wo ihre begeisterten Schilderungen erweckten und schließlich zur Begründung ^änklubs führten (27. November 1892). Im Schwarzwald rrn$tl Yanike den Schilauf in beit nördlichen «rnwarzwald (derselbe, der wenige Jahre später die erste alvine LL^'bm. Durchquerung des'Berner Oberlandes! knbSb b ’M611 allen andern Teilen Deutsckj- 1888 ein Ä? besonders im Harz (wo bereits battet tw Schneeschuhe ans Norwegen verschrieben Hatte), tut Riesengebirge und in den bayerischen Alpen finiinf» träger der Beivegung war die akademische Jugend die den lieb- Sewonuenen Sport von eiiier Universität zm andern verpflaL Alpenlände?» Z'^en den Schi in den österreichischen S ber ®?ain ^m ’ ^ID<2T1 W'sten totr von einer Reisebeschrei- ®öiieni Ä 1?89' dort bereits damals die ed E zum W Ui ter 1889, bis sicy wieder in diesen Breiten 68 Bürgerliche waren damals wie Del und Wasser: im kleinen Topf vereinigt, sondern sie sich voneinander ab. Herzog Karl August und seine Mutter machten sich zwar nur wenig aus Standessragen; sie wendeten auf die Menschen an, was Voltaire von den Kunstgattungen sagte: „Tont les genres sout bonS, hors le genre enmcheux". Wer die regierende tzEogin Luise hielt desto strenger auf alte Ordnung. Der junge Doktor Goethe konnte Herz- b rüder mit dem Landesfttrsten sein und mit ihm ans einem Sofa und einer Spreu schlafen, aber an der Tafel der Herzogin zu speisen oder an ihrem Spieltische Karten in die Hand zu nehmen, dazu war er noch nicht würdig genug. Lehnten sich auch die „Genies" der Sturm- und Drangperiode gegen den Unterschied der Stände auf, weggeblasen konnten alte, gut verwurzelte Zustände doch nicht werden, zumal das ganze Volk noch an den gesellschaftlichen Unterschieden festhielt. „Fräulein" nannte man nur Adlige Mädchen, so daß dieses Prädikat das Wörtlein „von" entbehrlich machte. Die Tochter des angesehenen Bürgers war eine „Demoiselle", diejenige des ärmeren Mannes eine „Jungfer". Mit der Anrede „Frau" hielt man es ebenso. Nur die Gattinnen der Märmer, die mit „Herr" An zureden waren — und das waren nicht einmal alle Mlige —/bekamen sie in Amtsschreiben. Hinsichtlich der Sitten zwischen den beiden Geschlecht lern herrschte in dem Weimarer Kreise und auch bei Hofe keine große Strenge. Der Geist der Zeit und der genius loei sprachen für Freiheit und Duldsamkeit, und der Zeitgeist war ein weichlicher, schwärmender, gefühlsseliger Geist, der mit freudiger oder schmerzlicher Wonne sich der Allmacht der Liebe unterwarf, auch wenn sie in Tod und Unheil führte. Mit Seufzern und Tränen gingen die Leute von damals nicht allzu sparsam um; Umarmungen und Kusse waren fast so billig wie heute ein Händedruck. Hatten sich zwei Leute in einer schönen Stunde gefallen, so nannten sie sich Freund und Bruder, Freundin und Schwester. Sehr rasch kam bei neuen Bekanntschaften das „Du" auf die Lippen. Voltaire hatte unter eine Statue des Amor zu Versailles geschrieben: Wer du auch seist, sieh deinen Herrn hier: Er ist es, war es oder wird es birl Das waren berauschende Worte für junge Herzen! Wer wollte da nicht, solange es Vergnügen machte, „sehen, was ist, mit unbefangenen Augen" und willig sich der Macht Unterwerfen, die nun einmal Olymp und Erde beherrscht. Die Frauen gestanden ihre Unkraft gegen den kleinen Gott so offen ein wie die Männer. Die starke Verehrung der Liebe, der Leidenschaft und jeglicher „Empfindsamkeit" hatte ein sehr bereitwilliges Offenbaren und Zeigen der Gefühle zur Folge, nicht selten ein Renommieren mit Entzücken, Seligkeit, Kummer und Verzweiflung, ein Armewerfen, ein Zähneknirschen, Fußstampfen, Busenzerreißen, ein Ha- und Weh- und Ach-Geschrei. Rechnete mau auch die letzte Liebeshuld zu den erlaubten Vergnügen zärtlicher Freundschaft oder zu der: unvermeidlichen Folgen einer schönen Leidenschaft? War die Ehe ein undurchdringlicher Zaun gegen fremde Liebhaber? Das Ideal, daß Liebesbund und Ehebund ein und dasselbe sei, galt im achtzehnten Jahrhundert weniger als praktische Einrichtung, die den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wohlstand der Gatten verbessern ober zum Aufziehen eines neuen Geschlechts bie geschützte Stätte liefern sollte. Die Vorteile bes Familienlebens und der gemeinschaftlichen Haushaltung waren der wichtigste Beweggrund zur Eheschließung. Der Banernglaube war noch vorherrschend, daß Mann und Weib sich in der Ehe auch von selber liebgewimien, da sie sich gegenseitig Annehmlichkeiten bieten und der Welt gegenüber zu gemeinsamem Vorteil verbunden sind. Gar oft verheiratete man junge Leute, zumal hie Mädchen, in einem Alter, wo eine eigene, für das Redaktion: E. Anderson. Leben gültige Wahl überhaupt nicht'möglich ist. Zugrunde lag solchen Gewohnheiten die altdeutsche Geringschätzung der Fraitenseele, von der man wohl die vorgeschriebeneir Tugenden: Gehorsam, Treue, Aufopferung, Häuslichkeit, Sparsamkeit u. dgl., aber kein Eigenleben erwartete ober wünschte. In dieser Zeit, wo neue Menschen noch nach alten Anschauungen zur Ehe verbunden waren, blieb es nicht auch daß die mit feineren Bedürfnissen begabten Naturen ihre zärtlichen Gefühle oft auf fremde Männer ober Frauen richteten. Und eS war dann Sache des anderen Gatten, ob er dergleichen als vorübergehende Schwäche übersehest wollte. Ehescheidungen waren zunächst noch selten. Mast bedurfte ihrer nicht, solange man in der Ehe vornehmlich ein sozial-ökonomisches Bollwerk für Gatten und Kinder sah, und gar wie der junge Wilhelm v. Humboldt erklärte, die Ehe sei kein Baud der Seelen. Urteilt doch Schiller von den weimarischen Frauen: „Die hiesigen Damen sind erstaunlich empfindsam. Da ist beinahe keine, bie nicht eine Geschichte hätte ober gehabt hätte; erobern möchtest sie alle gern. Man kann hier sehr leicht zu einer Angelegenheit bes Herzens kommen, welche aber bald ihren ersten Wohnplatz verändert". Das Bebenklichste freilich, das Schiller über die Weimarer Gesellschaft mitteilt, ist, daß sie sein eigenes Verhältnis zu Frau v. Kalb gebilligt und begünstigt habe. Vermachtes. * Ko n ig in Wilhelmine und die Holländerinnen. Die Holländerinnen hängen mit seltener Liebe, undi Verehrung an ihrer jungen Königin, und das ganze Land nhnntt an den Freuden und Leiden der jungen Herrscherin lebhaften! Anteil. Als ein Zeichen ihrer Anhänglichkeit Haven die hollnndi- schen Frauen sich jetzt int ganzen Lande organisiert und veranstalten im Stillen Sammlungen, nm ihrer Königin an deut bevorstehenden Freudentage eine Reihe von Gaben darzubringen, die ein nationales Geschenk der Niederländerinnen darstellen sollen. Die junge Königin, die von dieser Bewegung erfahre» hat, hat zwar den Wunsch geäußert, daß wenigstens ein größerer Teil der Sammlungserträgnisse der öffentlichen Wohltätigkeit zugutekommen möge, aber die Holländerinnen werden wohl kaum ans die Freude verzichten, ihrer Königin die Geschenke zu überreichen, die sie seit langem vorbereitet haben. An dem Tage, da die Mutterhoffnungen der Königin Wilhelmina sich erfüllen, werden die Frauen vom Haag ihrer Herrscherin eine kunstvoll gearbeitete entzückende kleine Wiege überreichem die Frauen von Middelburg haben einen reizenden kleinen Kinderwagen zum Geschenk erwählt und die Frauen von Rotterdam werden der Königin ein silbernes Tafelservice nie Kinder als Gabe dar'öringen. Aber auch außerhalb der holländischen Grenze hat die Persönlichkeit der Königin der Niederlande lebhafte Sympathien Hervorgernfen, und selbst die Belgierinnen haben es sich nicht nehmen lassen, für den Freudentag der tungcN Monarchin ein Geschenk vorzubereiten. In Cent hat sich,ein Komitee belgischer Frauen gebildet, das der holländischen Königin ein kostbares mit seltenen Spitzen geschmücktes Wickelzeug iwet? reichen wird. * E in Geschäftsmann. Zigarrenreisender: „Wieviel macht das Fahrgeld?" — Droschkenkutscher: „Eine Mark! Zigarrenreisender: „So da haben Sie 'n Kistchen ausgezeiaMie Zigarren, spottbillig, für fünf Mark; nn geben Se mer vier Marr heraus!" "Vielseitig. „Was für einen Beruf hat der Meier?" „Beruf eigentlich gar keinen, aber er kamt von allein etwa»- Er ißr wie ein Drescher, sauft wie ebt Bürstenbinder, schnarM wir ein Nachtwächter und hat Schulden ivie ein Stabsoffizier! Magisches Dreieck, 1 In die Felder nebenstehender Figur sind J die Buchstaben a a a a e e i 1 1 m m b s * * 8 8 " derart eiuzutragen, daß die einander ent- ivrechendeu wagerechten und iemrectnen Reihen gleichlautend Folgendes bebeitten '• 1. Beliebten Singvogel. 2. Einen Fltiß. 8. Ein Tier. 4. Fürwort. 6. Einen Buchstaben, Auflösung in nächster Nummer t Auflösung des Logogrtphs in voriger Nummer: Tiger, Niger. — Rotationsdruck und Vertag drr Brühl'scheu Universitäts-Buch- und Slemdruckeret, R. Lange, Gteße»