Zamstag den 29. Mai pr M Pfingsten. Ströme der Liebe mit flammenden Zangen Künden frohlockend den mächtigen Geist l Haben zum Lichte empor gerungen. Was im Herzen längstens vereist. Ströme der Liebe! Hört ihr sie branden lieber den blühenden Landen? — Seht ihr das Wunder? — In heiligen Weihen Saugt es die dürstende Erde voll Kraft; Schmückt sich wieder mit Blumen und Maien, Sprengt des Grabes drückende Haft! Wunder der Liebe! Es grüßen die Toten Euch, ihr ewigen Boten! Kommet, es harret die erste Gemeinde! Schönheit und Friede ist Zeichen und Band. — Komm, du göttlicher Geist, der sie einte, Wieder herab auf das sehnende Land! Komme und führ' uns zu reineren Sphären! Schenk uns zur Ernte die vollen Aehrenl Friedrich Natteroth. Spätinghof. Roman von K. v. d- Eide ft: (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Acht Tage 'blieb Janne Thomson auf Harbekhof und rührte die flinken Finger. Die Maschine rasselte so teilt, daß sie mitunter das Sprechen übertönte. Während der acht Tage hatte Mars' Harbek .Halsschmerzen und mußte tu der Stube bleiben. In diesen acht Tagen zeigte Mars Harbek ein auffallendes Interesse und Verständnis für die Garderobe seiner Mutter. Die Maschine rasselte. Sie rasselte am lautesten, wenn Frau Harbek in der Küche war. An dem Tage, an dem Niels Janne wieder nach Hanse fuhr, ging Mars zum erstenmal ins Freie. Wieder stand er am Heck der Fohlenkoppel und wartete. Mit einem Satze war er oben und hatte die Zügel ergriffen. Niels sah dem davonfahrenden Wagen nach. Wenn das mau gut geht, dachte er. Mars und Janne saßen dicht nebeneinander. Mars seufzte. „Deern, Janne," sagte er, „wie soll ich es nun ohne dich aushalten? Harbekshof wird mir ganz einsam und leer Vorkommen." „Du wirst dich daran gewöhnen." Er schüttelte den Kopf. Nein, ich weiß nicht mehr, wie das Leben ohne dich werden soll. Sag Jamie, willst du meine Braut sein, bis ich dich als Bäuerin aus Harbekshof führen kann? Willst du mir treu bieibeit?"- „Ja, Mars," entgegnete sie, „wenn ich dir nicht zu gering)biM st hübscheste und gescheiteste Mädchen, das ich kenne. Freilich einen Kampf wird es geben." „Deine Mutter," flüsterte das Mädchen zaghaft, „ich glaube, sie ist sehr stolz." „Nein, stolz gerade nicht. Sie kann sich nur nicht von der alten Sitte trennen; sie denkt, ein Bauernsohn mutz notwendig eine Bauerntochter freien." „Wir müssen uns hinter Mele stecken. Er muß uns helfen." „Niele, der Knecht, was soll der dabei tun?" „Mele gilt viel bei der Mutter; die tut nichts ohne seinen Rat. Niele ist ja so viel wie mein zweiter Batev.« „Ah, ist er schon lange bei euch?" , „lieber zwanzig Jahre. Er war schon bet uns zu meines Vaters Zetten und hat mich schon als Junge Huckepack auf seinem Micken reiten lassen, all wie sauer es ihm wurde. Ich will dir erzählen, wie es gekommen, daß Niele Mutters Beirat geworden ist." „Ja, erzähle r o . „Es sind wohl fünfzehn Jahre her, da gab es im Winter das erste Glatteis. Mein Vater wollte am Sonnabend zum Wochenmarkt nach Heide fahren, und'Niele riet tf,iH ist Glatteis, Bauer," sagte er, „die PferLeZind nicht scharf; wir wollen lieber erst nach dem Schmied gehen." , , Mein Vater lachte. „Wenn ich selber fahre, dann nnrhs Wohl gehen." . .... Da ist Niels zu der Mutter hereingekommen. „Haltet ihn zurück, Frau," hat er gesagt, „es gibt ein Unglück!" Als die Mutter, die schon damals viel ans Nietes Worte gab, herauskam, hatte der Vater schon angespannt und fuhr davon. Einige Stunden später brachten ihn ein paar Arbeiter von der Nachbarschaft. Auf dem Wege von Dörpelshöhe hinab waren die Pferde zu Fall gekommen, der Vater war aus dem Wagen geschleudert und hatte eine schwere Wunde am Kopf bekommen. Er starb nach wenigen Stunden; aber vor seinem Tode kehrte die Besinnung noch einmal zurück. „Niele, verlaß die Frau nicht. — Frau, halte dich an 'Miete. — Mars, hör auf ihn." — Das sind seine letzten Worte gewesen.... 'Aber Janne, Liebchen, du weinst ja!" Janne trocknete ihre Tränen. „Erzähl weiter!" bat sie. „Ja, seit der Zeit ist Mele auf unserem Hofe mehr —- 330 — Verivalter als Knecht gewesen. Was er sagte, das galt. Mutter tat nie etwas ohne seinen Rat. Ja, ich glaube, wenn Niete ein bißchen klüger und ein bißchen mehr auf seinen eigenen Vorteil bedacht gewesen wäre, er hätte leicht Bauer von Harbekshof werden können. Aber er blieb so wie er war. Tas gerade rechnet ihm auch die Mutter so hoch an, daß er immer der Knecht geblieben ist, alt wie hoch sie ihn stellte. Wenn einer uns helfen kann, so ist es Niele." „Ob er es tut?" „Ja, er tut es. Er hält ja so viel von mir. Ein wirklicher Vater könnte nicht mehr von seinem Jüngen halten. Niete geht für mich durchs Feuer." „Das ist Treue", sagte Janne mit einem tiefernsten Ausdruck in ihren kindlichen Zügen. .Hand in Hand saßen die beiden Liebenden. Immer langsamer ging der Braune, als wollte er die beiden jungen Leute diese Stunde des Glückes auskosten lassen. Als sie endlich vor dem Häuschen in Hellingstedt au- langten, glühten Jannes Wangen Wie Purpurrosen, und Mars Harbek sah aus, als wenn er sagen wollte: „Was kostet, Hellingstedt? Ich kaufe es, aber Janne Thomsen muß drin sein!" Mars Harbek hob sein Mädchen vom Wagen und dann die Maschine und folgte ihr ins Haus. Dann traten beide Hand in Hand vor die Mutter, und Janne sagte: „Mutter, das ist mein Bräutigam; er heißt Mars Harbek!" Tine blieb auch jetzt schüchtern und verlegen. Sie wollte gern aufstehen, fühlte sich aber zu schwach und genierte sich ihrer Schwäche wegen. „Ich bin eine arme, kranke Frau", flüsterte sie mit Tränen in den Augen. „Du bist meine gute, liebe Mutter, die beste und süßeste, die es gibt", flüsterte Janne. „Bleib nur hübsch sitzen, du weißt doch, was der Doktor sagt, du mußt dich ruhen." Mars war tief ergriffen von dem Anblick der Kranken, hie, neben der iebenssrischeu, blühenden Janne wie ein bleiches Schattenbild aussah. „Ich wollte Ihnen gern guten Tag sagen", sprach er. -/Ich hoffe, daß ich mir bald Janne als meine Brant holen darf, und daß Sie nichts dagegen haben." „Ja, nein", sagte Tine. "Sie wußte vor Schüchternheit nicht die richtigen Worte zu finden. Da trat Liese herein. Sie hatte im Nu die Situation begriffen. Sie holte, so rasch es ihre alten Füße gestatteten, eine Flasche Wein und Gläser. „So, jetzt stoßen wir inal an und trinken eins auf das Brautpaar Mars sah aus dem Fenster. Der Braune stand ruhig mit gesenktenr Kopse. Liese stieß au eins der Gläser. „So, nun stoßt an, daß es kingt! Ja, Tine, bit mußt auch mit anstoßen, bist ja die Brautmutter. Uno trinken mußt du auch, ich hab' ihn ja extra für dich gekauft. Und ihr, junges Volk, setzt euch man einen Augenblick ins Sofa, habt euch doch gewiß noch was zu erzählen. Nein, wir sehen nicht nach euch, wir gucken aus dem Fenster und passen auf den Braunen." Stille ward es jetzt in dem Stübchen, nur ein leises, zwitscherndes Geflüster wurde laut. Seit diesem Tage kehrte Mars Harbek oft in dem kleinen Hause mit der Sonnenuhr ein. Bald merkten es auch die Leute im Dorfe. Man sprach dies und jenes. Das ^Gerede kam auch, zu den Ohren der Witwe Harbek. Sie sprach kurz und bündig mit ihrem Sohne. „Ich habe nichts dagegen wenn du heiratest", sagte sie. „Du bist scchsundzwm^ig Jahr; das ist gerade das rechts Alter. Heirate, wen du willst. Da ist Jörn Ahrens seine, die kriegt wenigstens sechzigtausend Mark mit. Da ist neben» an die Witfrau von Thieß Thiessen, der Hof ist man klein, über es ließe sich schön zusainmenschmeißen. Willst du nicht nach Geld heiraten, nimm Vollmacht Reimers seine pochier, die ist jung und schmuck, und die Alten stehn in Ansehen. Bloß bring mir keine Nähdeem ins Haus, die nicht eine Bütte Milch abrahmen kann." ,, „„Johanne ist mir lieber als alle, und sie ist brav und fleißig." '• . , .kann ja gern sein. Ich frage auch nichts danach, daß sw kem Geld hat; aber was nützt dir eine Frau, die Nicht die Butter aus der Karne holen Fairn9" Mele, du muht mir helfen," sagte Mars, als er Niels im Stalle traf. Sie gingen in eine entferntere Ecke, damit der zweite Knecht sie nicht hörte. „Mein Jung'," sagte Niels, „schlag dir die Deern ans dem Kopfe, heirate eine, die deine Mutter für dich aussucht. Glaub mir, es ist das beste. Erst mag es dir wohl em bißchen bitter Vorkommen, aber das vergeht. Als ich in deinem Alter und noch jünger war, da dachte ich auch immer, Eier und Zucker, das müßt' 'nen guten Pfannktichen- terg abgeben. Nach Jahren erst'kam ich dahinter, Salz mußte es fein, nicht Zucker." Mars Harbeks Gesicht hatte sich schmerzlich verzogen „Nrele," sagte er. „Hast du nie in deinem Lehen eine kleine Braut gehabt, die dir lieber war als alles auf der Welt?" Niels fuhr sich mit dem Hemdsärmel übers Gesicht. „Hab' ich, mein Jung'. Gräßlich lieb habe ich sie gehabt. Ich dachte, sie gehörte zu mir wie die Bohne zum Staken, und nun steh ich alter Staken hier, und sie ist — Gott weiß, wo." „Und darum soll ich meiner lüttjen Deern untren werden, Vater Niele?" Niels war butterweich geworden. „Jung', Jung'," sagte er. „Wenn es nach mir ginge, du kriegtest sie, wahrhaftig, du kriegtest sie." . . . Eine halbe Stunde später war Mels drinnen bei Frau Harbek. „Niels," sagte sie. „Stopf dir die Pfeife, dann hast du mehr Ruhe. Und dann setz dich zu mir her. Wir müssen die Sache an allen Ecken und Stinten überlegen." Niels stopfte die Pfeife; Frau Harbeks Stricknadeln klrrrten. Ihr Gesicht nahm einen bekümmerten Ausdruck an. „Was machen wir man dabei, Niele? Zugeben kann ich es doch nicht, daß er die kleine Nähdeeru freit." „Ja, wenn er sie aber so gräßlich gern haben will?" „Aber Niele, sie ist doch man bloß eine arme Nähersche!" Niels zog an seiner Pfeife. „Ich habe mal einen Bauern gekannt, der hat seine eigene Dienstdeern geheiratet." „Und ist es etwa zum Guten ausgeschlagen?" Frau Harbek überhörte in ihrem Eifer die unverständliche, leise gemurmelte Antwort Niels. „Und das geht auch noch eher," fuhr sie fort. „So eine versteht wenigstens was von Milchwirtschaft; aber was soll eine Nähersche auf einem Bauernhof?" „Na, ich denke, es ist nicht uneben, wenn eine Frau mit der Nadel umgehen kann. Für die Molkerei sind ja noch die Deems da, und ivenn wir hier nächstes Jahr eine Genossenschaft kriegen, dann ist cs leichter Kram," ~ „Das sag' nicht, Niele. Da bleibt noch genug nach. Da ist genug zu sorgen in Küche und Keller. Da kommt die Erntezeit mit dem vielen Leuteessen und das Einmachen imb Einschlachten." „Na, das kann die kleine Deem ja alles noch lernen. Sie ist ja plietsch und. anstellig. Die Frau muß auf dem Hof bleiben und sie anlernen." „Niele, nun kommst du auch damit. Du bist ganz gegen die Welt, Niele!" „Ich mein's gut." . „Ach Gott, Niele, und du meinst wirklich, und wahr- haftig, wir sollen dem Jungen seinen Willen lassen?" „Da wird wohl nichts anderes rauskommen. Wenn er die lütt Deern nun mal absolut haben will, kriegt er sie auch ohnedem; er ist ja mündig. Die Frau will doch nicht, daß der Junge von dem Hof runter soll!" Frau Harbek seufzte. „Ach Niele,, es ist ein Kreuz mit den Kindern. Und du redest, nun auch nodji zu. Was ist denn bloß an der Deern, so abscheulich schmuck ist sie doch gar nicht? Sag mir doch bloß!" „Die Frau hat recht; es gibt schmückere. Aber sie hat solche blieden Augen; ich glaube, Mars wird sich gut mit ihr vertragen." Das will ich ja gar nicht bestreiten, freundlich und nett ist sie ja. Ich mag sie auch ganz gern leiden, das alte Gör. Aber was mich am meisten vor den Kopf stößt: die Leute sagen, ihre Mutter soll nicht recht richtig im Kopfe fein. Sie soll die Menschenscheu haben. Hast dn mal was davon gehört?" „Kein Sterbenswort." „Du..warst doch da, als du die Deern holtest und hinbrachtest. Hast du sie da nicht gesehen?" „Nein, sie war nicht zu Hause." „Das kann nicht sein. Sie soll ja gar nicht ans dem Hanse gehen. Ate hat sich gewiß versteckt gehabt." 331 „Das ist möglich." „Ach, Niele, dann tu mir den einzigen Gefallen und sieh dich um, wie die Sache steht. Du kannst doch mal vorgehen und fragen, wann die Deern wieder zu uns herauskommen kann, zu nähen. Das laßt sich ja nachher immer wieder abbestellen. Sieh bloß zu, daß du die Frau zu sehen kriegst. Wenn sie sich versteckt hat, dann suche sie." „Werd'» ausrichten!" versprach Niels. „Gleich morgen nach der Kirche gehe ich 'ran. Das Weibstück muß heraus, sie mag wollen oder nicht." (Fortsetzung folgt.) Pfmgftzauber. Eine Frühlingsgeschichte von Reinhold Ortmann. (Nachdruck verboten.) Mit ganz erstauntem Gesicht war der jiinge Rechtskandidat Rudolf Kästner auf der Schwelle des Zimmers stehen geblieben, und cs fehlte nicht viel, daß er seiner Verwunderung über das veränderte Aussehen seines DfjeimS in einer Weise Ausdruck gegeben hätte, die vielleicht nicht als ein Kompliment ausgenommen worden wäre. Er hatte dem Herrn Oberlehrer, bei dem er sich allezeit willkommen und wohlgelitten wußte, durch, seinen unangemeldeten Pfingstbesuch eine Ueberrafchung bereiten wollen; vorläufig war aber diese Ueberrafchung lediglich auf seiner Seite. Denn so wie heute hatte er den Doktor Theodor Kästner seit Jahren nicht mehr gesehen. Es war, als ob der Zweiundfünfzigjährige sich über Nacht um zwei oder drei Lustren verjüngt hätte, so frisch blühende Farben' zeigte sein Gesicht, ein so Heller Glänz war in seinen! Augen, und so straff erschien die Haltung seiner bei Rudolfs letztem Besuche schon etwas gebeugten Gestalt. Der modische Sommeranzng mit der Hellen Weste und der flotten bunten Krawatte stand ihm vortrefflich und der Kandidat hegte einen stärken Verdacht, daß seines Oheims sorgfältig zugestutzter Bollbart recht genaue Bekanntschaft mit den wimderkräftigen Haarfärbemitteln eines geschickten Friseurs gemacht habe. Es kostete ihn, lvie gesagt, einige Mühe, seine freudige Verwunderung über diesen augenfälligen Verjüngungsprozeß zu unterdrücken und sich nach alter Gewohnheit auf einen harmlos herzlichen Gruß zu beschränken. „Grüß Gott, lieber Onkel! — Da hast du mich "wieder einmal! — Ich komme dir hoffentlich nicht ungelegen." „Niemals, mein Junge — niemals! Grüß dich Gott! — es ist gut, daß du nicht eine Viertelstunde später gekommen bist. Hättest mich sonst schwerlich noch in dem verfluchten dumpfen Mauerloch gefunden. Ich bin eben im Begriff auf und davon zu gehen." Tas klang so verwegen und unternehmungslustig, wie wenn es aus dem Munde eines Jünglings käme. Rudolf kannte seinen ernsten, bedächtigen Oheim wahrhaftig kaum wieder. Und beinahe zaghaft fragte er: . „Du willst einen Pfingstausslug machen? — Ja, ist dir meine Gesellschaft dabei auch wirklich nicht störend?" ,. . „Nickst tut geringsten! — Ich habe mich mit der Landgerichts- ratuc Hellwig und ihrer Tochter zu einer Partie auf den Buch- berg verabredet. Du bist ja mit den Damen bekannt. Und wenn du gegen die Gesellschaft nichts einznwenden hast, bist du als Teilnehmer herzlich willkommen." Man hätte den Kandidaten nur anzusehen brauchen, um als- imld überzeugt zu sein, daß er iticht das utindeste gen eit die Gesellschaft einzuwenden habe. Er strahlte über das "ganze Gesicht und schüttelte dem Oberlehrer nochmals die Hand, wie wenn er ihm irgend ein großes Geschenk gemacht hätte. , „Das ist ja reizend, Onkelchen! — Ich freue mich außcrordent- ltch, daß tch es so glücklich getroffen habe. — Fräulein — ich meine, dte Frau Landgerichtsrätin Hellwig ist eine so nette, liebenswürdige Dame." „Ja, das ist sie. — Ich habe während der letzten Wochen! t■■ 11 Nbend in ihrem Hanse zugebracht und mich da so wohl gesuhlt, wie in einem eigenen Heim. — Sie ist eine wahrhaft verehrungswürdige Matrone," Dabei stand er schon wieder wie vorhin bei Rudolfs Eintritt vor dem «ptegel, bürstete noch einmal sogfältig Haar und Bart öoa fein beinahe kokett geschnittenes Röckchen straff in die Taille. .,,".®°, da waren wir ja wohl fertig," meinte er. „Wenn dir's recht ist, brechen wir auf. Der lachende Sonnenschein draußen läßt mtr gar keine Ruhe! mehr, und der Frühling prickelt mir sozusagen Nerven. Schade um jede Minute, die man von diesem köstlichen Pfingstmorgen verlöre." . d«un konnte sich der Kandidat doch nicht mehr enthalten, eine kleine Bemerkung zu machen. "Wie frisch und wie gut aufgelegt du heute bist, Onkelchen! — E konntest fürwahr, einen Dreißigjährigen beschämen." Lachend klopfte ihm der Oberlehrer auf die Schulter tn, "Fühle mich auch so, mein Junge — fühle mich auch ganz so. — Am Ende hat jeder doch njur soviel Jahre, als er spürt. t Und am heiligen Pfingstfest geschehen zuweilen auch heute noch I Wunder. Wer weiß, ob wir nicht heute noch eines erleben." So gingen sie denn in den sonnigen Feiertagsmorgen hinaus, und es wäre schwer zu entscheiden gewesen, wer von ihnen ver- gnügter war, der Oberlehrer mit dem gefärbten Bart oder der Kandidat, dein es eben erst weich und flaumig auf der Ober- lippe sproßte. Kaum zehn Minuten lang brauchten sie aus dem von geputzten, fröhlichen Menschen _ wimmelnden Bahnhofe zn harren. Tauft hatten Rudolfs scharfe Augen die Erwarteten erspäht. „Da kommen sie, Onkel! — Und wie reizend sie wieder aussieht!" „Wer? — Tie Landgerichtsrätin?" „Na, diesmal meinte ich eigentlich Fräulein Eva. — Aber ihre Mutter kann sich wahrhaftig auch noch sehen lassen, ja, Idas kann sie." Es geschah aus Diplomatie, daß er so sprach. Es war ihm nämlich allgemach eilt leiser Verdacht aufgestiegeit, daß sein Oheim sich für die in Wahrheit noch immer ganz stattliche Witwe so jugendlich schneidig gemacht habe. Und er wurde aus bestimmten Gründen gar nicht so ungern gesehen haben, wenn da ein zartes Band von Herz zn Herzen gesponnen worden wäre. Tie beiden paßten seiner Meinung nach ja auch ganz gut zueinander. Und daß der Oberlehrer die Landgerichtsrätin, vorhin eine verehrnngs- würdige Matrone genannt hatte, war doch wohl nur scherzhaft zu verstehen gewesen. Fräulein Eva in ihrem duftigen weißen Kleide und in ihrem blumengeschmückten Strohhnt aber war ohne allen Zweifel das reizendste Und holdseligste Geschöpfchen, das man sich nur vorstellen konnte. Und erst seitdem sie in seinem Gesichtskreis erschienen war, nahm der Kandidat so recht wahr, wie heiter an jenem gesegneten Pfingstmorgen der blaue Himmel lachte und mit wie goldigem Glanze die Sonne ringsumehie. Welt verklärte. Sie war sehr rot geworden, als sie den Kandidaten so un-t erwartet an der Seite des Oberlehrers erblickt hatte, und während er in artigen Worten vor der Landgerichtsrätin seine Aufdringlichkeit entschuldigte, blickte sie angelegentlich vor sich nieder ans den Boden. Gegen den Doktor Theodor Kästner aber war sie dann gleich nachher so unbefangen und zutraulich, daß es fast wie eine Regung der Eifersucht in Rudolfs Herzen aufstcigeft wollte. Während der Eisenbahnfahrt konnte von einer ordentlichen Unterhaltung kaum die Rede sein, denn es waren nicht weniger! als 20 Personen im Kupee nnd nur die rosige Psingsttaune sämtlicher Passagiere konnte diese drangvoll fürchterliche Enge einigermaßen erträglich machen. Um so mehr Gelegenheit aber Tjatte.. der Kandidat, Evas Lieblichkeit in stummer Bewunderung zu gemeßen und sich in her Stifte seines Herzens immer auss Neue zu dem glücklichen Einfall dieses Besuches bei seinem Oheim zu gratulieren. In Reimbach stiegen sie endlich ans und begannen durch den ftinggrünen Wald ihren Aufstieg auf den Buchberg. Es war im großen und ganzen eine recht bcgueme Partie, die an die körperliche Leistungsfähigkeit der Ausflügler keine allzu großen Anforderungen stellte. Einzig das letzte Stück vom Rasthaus bis zum Gipfel war eut_ bischeu steil. Aber so weit war man noch lauge nicht und einstweilen ging es auf den sanft ansteigenden Serpentinen fast gemächlich wie auf ebenem Boden. z Nur, daß der Weg gar zu schmal war, wollte dem Kandidaten nicht recht gefallen. Es konnten da nicht mehr als zwei Personen nebeneinander gehen, und da sich Fräulein Eva beharrlich an der Seite des Herrn Oberlehrers hielt, mußte der Neffe wohl oder übel den Kavalier der Frau Laudgerichisrätin machen. Für die ttnter- haltung aber sorgte der Herr Doktor fast ganz allein. Es war erstaunlich, was für eine Beredsamkeit er an diesem herrlichen Pfingstmorgen zu entwickeln wußte, ftud bei allem Respekt vor den Kenutulssen des Oheims hatte der Kandidat ihm eine solche Fvfte von Gelehrsamkeit wirklich kaum zngetraut. Jeder neue Ausblick gab ihm Gelegenheit, ein anderes Register seines schier unerschöpflichen Wissens zu ziehen, und es gab im buntesten Wcchftl historische, botanische, geologische oder ästhetische Exkurse, je nachdem eine in der Ferne auftanchende Ruine, eine von Fräulein Eva gepflückte Blume, ein sonderbar aussehender Stein oder das Landschaftsbild im allgemeinen den Anlaß dazu gewährte. Ter Kandidat kam sich ganz dumm und klein vor neben dieser lebendigen' Enzyklopädie des gesamten Wissens der Gegenwart und es wurde ihm merkwürdig beklommen zn Mut, wenn er daran' dachte, einen tote gewaltigen Eindruck solche Fülle von Geist wohl auf Fräuleift Eva machen müsse. Sicherlich würde er ihr jetzt wie ein recht unbedeutender und langweiliger Mensch Vorkommen, denn es war ganz unmöglich, nach so tiefsinnigen Gesprächen noch mit Ehren zu bestehen. Erst als man den freien Platz vor dem Rasthause erreicht hatte, bekam er Evas Gesicht wieder zn sehen. Und er war überrascht, daß es einen Ausdruck von Abgespanntheit und Ermüdung zeigte, wie er nach einer so anregenden Konversation eigentlich etwas verwunderlich scheinen mußte. Die. Landgerichtsrätin, der sich ihre neunzig Kilo doch mehr nnd mehr bemerklich gemacht hatten, wollte von! dem beschwerlichen Ausstieg auf den Gipfel nichts mehr wissen Und der Kandidat hätte ihr geradezu um den Hals fallen mögest, als sie sagte: *' Eine Anekdote aus des KaisersJugendzeit wird in den Erinnerungen des Malers Ziem erzählt, die letzt ut Cassels Magazine veröffentlicht werden. Der Künstler berichtet, tote er im Jahre 1864 vom Hofe ausgefordert wurde, nach Berlin zu tommeu. Der Kronprinz und die Prinzesiin Viktoria be>- suchteil ihn oft in seinem Atelier, wo er mit der Fertig,tettung von Aufträgen, die der König von Preußen ihm erteilt hatte, beschäs- tiqt war. Der kleine Prinz Wilhelm faßte eine lebhafte Zuneigung für den französischen Künstler, der oft mrt dem kleinen Prinzen Soldat spielte und ihm zeigte, wie inan die kleinen Ssuelkanoneni abieuerte, die seiir königlicher Großvater ihm geschenkt hatte. Prinz Wilhelm ivar damals ein sehr liebenswürdiges ftohftclM Kiiid, aber bisweilen überkamen ihn phantastische Launem Manch- mal belustigte er sich damit, die Wände nut Ziems Farben M beschmieren oder er ging mit den Pusteln des Malerv aus die Fliegeniagd. „Eines Tages," so erzählt Ziem inseinenMemoiren, ,war ich in meinem Atelier, als die königliche Prinzessin sich auf einige Augenblicke entfernte und mich mit ihrem Sohne allein ließ. Ich 'arbeitete an entern großen Bilde, das der König bestellt hatte. Alles ivar still, mr Atelier herrschte die größte Ruhe, aber ich spürte wohl, daß diese vollkommene Stille nicht lange dauern würde und fragte mich nicht ohne tiorge, welchen Streich der steine Prinz mir Wohl spielen wurde. Plötzlich höre ich ein Geräusch 'wie von berstender Leinwand. Mitten durch die Nase einer Göttin, an der ich gerade nut großem Eifer arbeitete, erschien ein kleiner Finger uild winkte mir sreund- schaftlich zu. „Hihihi, Herr Franzo e," riet vergnügt eine klars Kinderstimme, „Wilhelm will Sie besuchen!" Die Kronprinzessin wurde von der Missetat ihres Sohnes verständigt und der über- mittige kleine Prinz empfing durch die Hand ferner Mutter eure sehr tatkräftige Aufklärung über das Tadelnswerte feines Be- Das wollen wir den jungen Leuten überlasten — nicht ivahr, lieber Herr Doktor? — Ich denke, wir beiden Alten warten hier, bis fie wieder herunter kommen.' - Der Oberlehrer fdjnitt ein etwas säuerliches Gesicht, aber daun schien ihm ein Gedanke zu kommen, der ihn wieder nut dem Vorschlag der Matrone aussöhnte, denn er Dimmte mit fast befremdlicher Lebhaftigkeit zu und wollte Fräulein Evas schuch- terne Einwendungen durchaus nicht gelten lassen. Nein, nein, Sie müssen hinaus, erklärte er. „.xUjie per ehrte" Frau Mutter und ich —- wir werden uns inzwischen hier unten schon die Zeit vertreiben." „• hprs, Da entschloß sie sich denn wirklich zu gehen. Mit nieder oekckiiaaenen Anaen schritt sie an der Seite des Kandidaten dem schmalen Gipfelpfade zu und war den Blicken der Nachschauenden bald zwischen den Stämmen des Hochwaldes entschwunden. , Zwischen dem Oberlehrer und der Fran Laiidgerichtsratin aber entspann sich nach einigem diplomatstchen Vorgeplankel eme sehr ernsthafte Unterhaltung. Mit einem Kompliment über Fraulein Evas gutes Aussehen und ihre vortrefsliche Erziehung stng es an tun allgemach auf den Segen eines traulichen Heims und aus das bedauerliche Schicksal eines vereinsamten Junggesellen über- zugehen. Auch von der Unzuverlässigkeit der jungen Manner von beützntage war des längeren die Reoe und-davon, bafj ein zarti» weibliches Wesen am besten unter dem Schutze eines ernsten, gereiften Mannes aufgehoben sei. Und nachdem so ein das . nnbere gegeben hatte, ereignete sich wirklich und wahrhaftig da^ I , Psiiiastwunder, auf das der Oberlehrer seinen Neffen vorbereitet hatte, und Herr Dr. Theodor Kästner hielt bei ihrer Mutter ui aller Form um Fräulein Evas reizendes Händchen an. Vielleicht hatte die Frau Landgerichtsrätin nach der ^e^iitigeiiCm- leituiig etwas anderes erwartet. Da aber der Herr Oberlehrer immerhin noch ein Mann in den besten Jahren war, auch einige Andeutungen bezüglich seines recht beträchtlichen Vermögens ge- macht hatte und sich bei aller Welt des denkbar besten Rusev erfreute, sagte sie nicht nein, sondern erklärte mit einem kleinen Anflug von mütterlicher Rührung, daß sie nichts anderes wolle als das Glück ihres geliebten Kindes und daß sie dem Herrn Doktor von Herzen ihren Segen geben würde, ivenn es rhnl gelange, Evas ^'"Darüber ivar aftglmach mehr als eine ©tobe vergangen und in immer kürzeren Zwischenräumen blickte Dr. Kastner auf seine Uhr Fch weiß nicht — meinte er. „Von hier bis auf oen Gipse? sind es doch nicht mehr als zehn Minuten. Sie mußten eigentlich schon längst toieber ba sein. Es wird sich doch Nicht !Om Jim des Himmels willen!" rief die etwas zartnervige Ratin. „Eva ist zu unvorsichtig. Wenn sie nahe an den Abhang getreten luäre! Tun Sie nur die einzige Liebe, Herr Doktor, und sehen Sie nach ’ben beiden. Ich würde sonst bor Angst hier ver- „Na, habt ihr ba droben etwas vom Pstngstzauber verspürt?" fragte mit neckischem Augenzwinkern der Oberlehrer. Und als sich Fräulein Evas liebliches Antlitz daraufhin mit dunkler Röte färbte, nahm er mit väterlicher Zärtlichkeit ihre beißen Hände und küßte die Erglühte auf die Stirn. Den beiden Verliebten aber war es, wie wenn der SUaug von tausend fernen Kirchenglocken durch die Lüfte zitterte. Die Blumen blühten, die kleinen Vögel sangen — und sie waren jung. Da mußte ihnen fteilich wohl das Verständnis dafür uus- gehen, daß das Fest der Pfingsten noch heute das Fest der wonnevollen Wunder ist. vermischter. * Volksmedizin. Ein Mitarbeiter der Zeitschrift „Ros Lectures" gibt eilte amüsante Uebersicht über die „HeilnnWt 5 die die französischen Bauern gegen die am häufigsten vorkom . menden Krankheiten anwenden. Zahnschmerzen kuriert mau auf ttcbcn." I eine böcßft cinfctc()c : ntnn nut etncit _ L..«» ' Dem Oberlehrer war der Auftrag ersichtlich nicht unwill- I e-n£ Mauer zu schlagen, und das Zahnweh hört von iE auf. kommen und mit langen Schritten eilte er ut derselben Richtung I mehreren Dörfern ist man jedoch von der Wirkung oiffes davon in der die jungen Leute vorhin verschwunden waren. I nicht ganz fest überzeugt, man behandelt daher den kranken Der Weg war steil nub er merkte bald, daß ein jugendlich flotter ZZ^ls nichts ganzen uv^ J roten Ochset,. Gegen Anzug und ein bißchen Bartfarbe doch noch nicht ausreickfenb sind, I gibt es nur ein sicheres Mittel: man gehe tu cinuS aus einem Zweiuttbft'tnfzigjährigen einen Dreißiger zu machen. I sich einen fest gewurzelten .Dornstrauch aus und Aber er gönnte sich keine Rast und war völlig außer Atem, I ^che darunter hindurch: man tue das drei ^age hintereiitaubev als das kleine Gipfe'lplateau vor ihm anfmuchte. I gOnnenawfgang, aber .ohne daß es jentanb sieht, sonst ut Die ’ Da konnte er sich dann freilich ;U,^ner Beruhigung mit Kur verlorene Mühe. Witt man lentanb von Letbschmerzeii einem einzigen Blick überzeugen, daß kein Unfall passurt ivar. I j)ec(:e|en >0 nehme man vor Sonnenaufgang einen ZirgilstcM Denn er sah die beiden, die er suchte, heil und ^fud vor sich, ° k Kirchenmauer und lege ihn auf den Unterleib besPatn-ut-u. so voll Gesundheit und Lebensfülle, wie es zwei lugenbliche R e{lt<,8 Sonnenstichs schafft man aus der Welt, wem Menschenkinder in den glücklichsten Augenblicken ihres Lebens nur I Mittagszeit in freier Lust ein großes Gla^ mit immer sein können. Schars hoben sich ihre schlattken, blühenden I » gßaffer aus den Kopf des „von der Sonne Gestochenen Gestalten gegen den lichtblauen Frühlings hmiinel ab, vom gol- ^eI(t ^as Wasser beginnt sofort zu kochen, und der Kranke ist bigett Sonnenschein umslosfeu und Nichts konnte besser ut bi I gesund. Handschweiß beseitigt man, tubem man tu der lachende Herrlichkeit dieses Psingstmorgens hm em basten aG das I t , ten einen kleinen Frosch erwürgt. Sehr groß ist die Bild des anmutigen Paares, das sich m seliger Bergesseiiheft I □ ,.( Mfttel, die gegen Fieber empfohlen werden. Am be umschlungen hielt und der gesprochenen Worte nicht bedurfte, ! ^e£)tertert unt) Dekokte von Schlangenhaut, die als wirksames Um sich tausend köstliche Dinge zu sagen. Sie hatten sich ohue ^^„,^tel für Chinin geltem Bon unfehlbarer Wirkung fmb jedes Aufgebot von Gelehrsamkeit verstanden und der Ka dlbat ft^ei Handvoll Gras, die man sich am Vorabend des mo- kam sich gar nicht mehr unwissend und unbedeutend vor, sondern I r.nnn^taqefl nu§ dem Straßengraben holt, ferner 3nfuitonet. alS der stolzeste, reichste und glücklichste Mensch unter der■ ^tnute. Misteln, die mit Gräberstaub bedeckt sind. Eines der besten Der Oberlehrer aber, von dessen Annäherung sie Nichts wahr- I a^er c{n ltm den Magen gebundenes Säckchen, dao eu genommen hatten, drückte ein paar Mnulten lang die HEcinf g Papier mit den geheimnisvollen Worten: „Abraca sein nicht bloß von der Anstrengung des feigem- stürmisch gnritoge, eglatns, agfa, abra, bra" enthalt, floppendes Herz. Dann wandte er fiel) gaitg MUe wleoer v.igau i ------------ Cyä Ynrrr 4fim mit einenunal LUM goto Hinten, van I . f < freilich wohl noch immer an einem schönen Pfingstmorgen Wunder Geographlfch-s Berfchtebtatfel. geschehen mögen, daß es aber im Grunde immer nur dasselbe I Nanking, Ktao-Tschou, Heriugsdors, Nordsee, Spanten, Wunder ist wie in der lenzlichen Natur, wo sich in stürmischem I Amerika, Havaua, Newhork, Nymphcuburg. , Drange. Jugend mit Jugend paart, damit die lachende, prangende I Vorstehende Namen sollen Derart untereinander gen) Welt aufs neue ersteht. , . ... , m ' P I werben, daß eine Buchstabenreihe, von oben nach unten gei I » Unb Dr. Theodor Kästner war trotz seines gefärbten hartes 1 ^en ^a]nen ejneg beliebten Seebades ergibt.' ein verständiger Mann. Die durch die Besorgnis um Eva unter- I Auslösnttg in nächster Rümmer. brocbene ernste Iluterhaltung mit der Landgerichtsratin sand eine I -- nicht minder ernsthafte Fortsetzung, unb als eine Viertelstunde I Auftöftma bes Bilderrätsels in voriger Nummer: später hie beiden jungen Leute etwas verwirrt und echauffiert > Austoftmg >°es ttocrivnie 1» .j auf der Bildfläche erfchienen, trafen sie auf gütig lächelnde Gesichter, i Wo Worte feiten, haben sie ^eiuiin . Redaktion: K. Neurath. - Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universitüts.Buch- und Steinbruckerei, R. Lange, Gießen-