t WW MMAMf? »fi M Spätinghof. Roman von K. V. d- Eider. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Im Winter gab es in Hellingstedt eine Hochzeit. Eine echt dithmarsische Kaffeehochzeit. Der Briefträger Holm Heinrichs heiratete die Tochter von Schneider Fips.. Da nun das junge Paar nicht reichlich mit irdischen Gütern gesegnet war, beschloß man, nur den großen Bekanntenkreis des Paares auszunutzen, eine Kaffee Hochzeit zu feiern. Hans Frie Detlefs, der Kirchendiener, Totengräber, Leichen- und Hochzeitsbitter, setzte seinen rostbraunen Zy- linderhut auf, zog den Leichenrock an und ging von Haus zu Haus, um jeden, der in Schneider Fipsens Hosen daherschritt, jeden und jede, die jemals einen Brief aus Holm Heinrichs Hand erhalten hatten, zur Hochzeit einznladen. Die Einladung war dem Wortlaute nach überall dieselbe, nur daß sie bet den feinen Leuten hochdeutsch und bei den Bauern plattdeutsch vorgetragen wurde, und daß bei den sogenannten kleinen Leuten ein gemütlicher Nachsatz folgte, wie zum Beispiel: „Aber bar bezahlen, Jochen Sötch!" „Mehr als sechs Tassen Kaffee lohnt es nicht, Mutter Heesch!" — „Bleib lieber zu Hause, Stammer Dose, der Schnaps macht wild!" Es war kein teures Vergnügen, an dieser Hochzeit teilzunehmen. Für fünfzig Pfennig Entree erhielt jeder so viel Kaffee und Kuchen wie er mochte. Das Entree war für das Hochzeitspaar. Die Schwiegereltern lieferten Kaffee und selbstgebackenen Kuchen. Der Wirt, Peter Blohm, stellte feine Räume und vor allein den großen Saal unentgeltlich zur Verfügung, da er nach dem Kaffee auf den Konsum von Schnaps und Punsch rechnete. Die Bedienung rekrutierte sich aus den Freundinnen- und Freundeskreisen des jungen Paares. Sie trugen große, weiße Schürzen und wurden Schaffer und Schafferinnen genannt. Ihnen gehörte der erste Tanz sowie eine Vor-, und Nachfeier. So kam jeder auf seine Rechnung. Die Musikanten machten sich selbst bezahlt; sie sammelten bei jedem Tanze die Groschen ein. Auch die Gäste kamen auf ihre Rechnung, was das Amüsement /inbetraf. Es war eine etwas bunte Gesellschaft, die bei einer solchen Gelegenheit zusammenkam. Da tanzten der Bauernsohn und der Knecht, die Bauerntochter und die Dieustmagd auf einer Diele. Ueberall herrschte die fröhlichste Stimmung. Die Herrschaften ließen nichts von Hochmut merken, und die Dienstboten blieben bescheiden; so vertrugen sich alle aufs beste. Als es später zum Punschen ging, setzten sich die Bauernsöhne mit ihren Tänzerinnen in eine Stube für sich; beim Punschen wollten sie unter sich sein. Nur eine einzige, die nicht zu dieser Gesellschaft gehörte, war in den Kreis um den runden Tisch gekommen: Janne Thomsen, die junge Näherin. Anfangs war es wohl den reichen Bauerntöchtern nicht ganz recht, daß sie mit der Hamburger Nähdeern an einem Tisch sitzen und mit ihr anstoßen sollten, aber neben ihr, als ihr Tischherr, saß Mars Harbek, der reichste und äuge- seheuste Bauernsohn der Gegend. Dazu kam, daß alle mehr oder weniger von Jannes Schneiderkunst abhängig waren, weil sie so nett nähte. So drückte man ein Auge zu und war so vertraulich und freundlich zu ihr, als wäre sie ihresgleichen. Janne glühte vor Lebenslust und Freude. Schon am Nachmittage, als sie neben Liese hinter einem Kuchenberg saß, war ihr der schmucke junge Mann mit den funkelnden, dunkelblauen Augen und dem schönen dunkelblonden Schnurrbart ausgefallen. Er war der Hübscheste, der Feinste von allen. Dann hatte sie mit ihm getanzt, ein-, zwei-, drei-, unzähligemal. Die Tänze waren viel zu kurz. Jetzt saß sie neben ihm, und er flüsterte ihr zärtlich ins Ohr und nötigte sie zum Trinken. Sie trank zum ersten Male dies süße, feurige Getränk. Wie leicht und froh es das Herz machte. Aas Mars Harbek für leuchtend« Augen hatte; wie er sie ansah! Spät am Abend begleitete der junge Mann sie nach Hause, wie es Sitte war. Liese war schon am Nachmittag«, gleich nach dem Kaffee, gegangen. Als sie vor der Haustür ankamen, drückte Mars Harbek Janne an sich und küßte sie auf die frischen, warmen Lippen. „Aojüs, meine kleine süße Deern, ich mag dich zu gern leiden." Tine lag schon int Bett, als Janne eintrat; ihre Augen suchten die der Tochter. Da kniete Janne an der Mutter Bett nieder, legte ihr heißes Köpfchen auf die kühle Bettdecke und flüsterte: „Ach, Mutting, es war zu schön." „Du bliebst ja so lange?" Selbst ihrem Kinde gegenüber wagte Tine nur eine schüchterne Frage. „Ich war mit Mars Harbek zu Punsch," sagte Zaune. „Weißt du, Mutting, mit dem reichen Harbek von Harbeks- hof in Dörpeln." Tine blickte in ihrer Tochter Antlitz; es war von heißem Glück überflutet. „O, Mutting, er ist zu nett!" „Kind, mein Kind, hänge dein Herz nicht an ihn; es tut nicht gut. Ein reicher Bauernsohn und eine arme Nähdeern passen nicht zusammen." „Ach, Mutting, was frag' ich nach dem Reichtum; er ist ja zu nett." Harbekshof in Dörpeln lag eine Stunde von Helling- stedt "entfernt. Es war ein stattliches Gehöft mit einem großen, von einer hohen Buchenhecke umzäunten Garten und ein paar schönen, alten Ähorstbäumen vor der Tür. Die Besitzerin des Hofes, die Witwe Harbek, saß stattlich — 326 und schmuck in ihrem Lederstuhl am Fenster und strickte. Nn- ablassig regten sich ihre Finger, die Nadeln klapperten, ihre Blicke aber schweiften über den sauber gefegten Hof- Platz und ivieder zurück zur Ofenbank. Hier saß ein Mann in den Vierzigern in Stalljacke und blauer Leinenhose, der Tracht nach ein Arbeiter oder Knecht. Er junr vom Futtern hereingekommen, hatte gefrühstückt und stopfte sich nun die kurze Pfeife. „Niele," sagte Frau Harbek. „Morgen früh kannst du mal nach Hellingstedt hinübersahren und die Rähdeern und ihre Maschine holen. Sie wohnt in Uhrmacher Petersen sein Hans. Die soll mir mein Schwarzseidenes zurechtmachen und noch ein neues Wollenes nähen und einen Beiderwandrock; acht Tage werden Wohl darüber hingehen. Nimm man den Schweinewagen, mit dem Einspänner; der Leiterwagen sieht so simpel aus, und in der Kutsche kann ich sie doch nicht holen lassen." Niels Sönkfen beobachtete, wie das verglimmende Zündholz dem Tabak sein letztes Lebensflämmchen einhauchte. „Dann bleibt sie wohl so lange hier?" fragte er. Frair Harbek seufzte. „Ja, was soll man machen. Sie muß wohl in der Fremdenstube schlafen. Es soll ja 'ne feine Person sein, sogar aus Hamburg." „Ich trau' die Hamburger Deerus nicht." „Ja, Niele, das verstehst du nicht. Man muß heutzutage froh sein, wenn man 'ne ordentliche Nähersche kriegt. Mars sagt, das soll die beste Nähersche sein. Für Rieke Fips soll sie das Hochzeitskleid genäht haben, das soll ja ein wahrer Staat sein. Tie Kanfmannsche hat sich auch schon ein Staatskleid nähen lassen, sagt Mars." „Mars muß das ja wissen." „Ja, Niele, er hat nicht unrecht, mit meinem alten Wollenen kann ich mich nicht mehr sehen lassen." „Hm, hm," machte Niels Sönksen. Er ging in den Stall, um hier nochmals nach dem Rechten zu sehen. Draußen traf er den sohn des Hauses. „Niele," sagte Mars Harbek. „Willst du mir einen Gefallen tun?" „Jh, warum nicht?" „Du, Niele" — Mars faßte Niels an den Knopf seiner Weste und hielt ihn daran fest — „du sollst morgen früh die Nähersche holen. Stimmt's?" „Stimmt!" „Ja, und ich muß nach, der Fohlenkoppel. Hör', da könntest du bei der Koppel absteigen, ich hole das Fräulein, und du siehst dich während der Zeit ein bißchen nach den Fohlen um. Wemr ich zurückkomme, steigst du wieder auf." „Junge, Junge!" Niels kratzte sich hinter den Ohren. „Das ist ja 'ne verteufelte Sache. Sag mal, ist das die, wo du neulich mit zum Punsch gewesen bist? Wo du mir damals die Ohren von volltutetest?" „Ja, Niele; aber sag nichts davon. Mutter hat keine Ahnung. Nicht wahr, Niele, du tust es?" „Junge, Junge, und darum und deswegen muß sich Mutter Harbek ein neues Kleid machen lassen?" „Niete!" „Jung, du bringst mich in 'ne gräßliche Bedrängnis." „Aber du tust mir den Gefallen, Niele, ja?" Der Westenknopf hing nur noch an einem Faden. „Ja, Junge, ja." Niels lachte. „Du bist ein gräßlicher Junge." Janne war nicht wenig erstaunt, als Mars Harbek selbst mit seinem Wagen vor der Tür hielt. Flink brachte sie die Maschine heraus und kletterte daun selbst zu ihm hinauf. Bon oben herab winkte sie der Mutter am Fenster einen glückstrahlenden Gruß zu. Sie war während der Fahrt etivas verlegen dem jungen Männe gegenüber, aber sie suchte dies durch ihr Plaudern geschickt zu verbergen. So sprachen sie über dieses und jenes, über das Wetter und die Gegend, über Hamburg und über die Menschen hier und dort. Janne hatte längst die Verlegenheit überwunden. Ihr Plappermäulchen stand jetzt still, sie gab sich dem süßen Zauber dieser Stunde hin. Es war Vorfrühling. Bäume und Büsche waren voller Knospen, hoch über ihnen zwitscherten die Lerchen. Der Himmel war bewölkt, der Acker war noch schwarz, fein grünes Blättchen hatte sich hervorgewagt, und doch ahnte alles den Frühling. Mars hielt die Leine lose und ließ den Braunen langsam gehen. „Ich sollte dich gar nicht holen," gestand er. „Ich habe mit unserem Großknecht getauscht, ich wollte ja so gern." „Sagt denn der Knecht nichts nach?" „Nein, der ist tren wie Gold." „Weißt du," fuhr er fort, „ich mußte alle Tage an dich denken, seit der Hochzeit." „Ich auch." „Es war doch schön. Weißt du noch?" „Ich weiß noch alles." „Du bist ganz anders als die Bauernmädchen, viel feiner und hübscher. Die anderen Mädchen sind so grob und dabei sp geziert; das kann ich nicht ausstehen!" „Ich auch nicht. Du bist auch viel netter als die anderen." „Weißt du, was ich möchte?" Mars Harbek nahm Seine, und Peitsche in die rechte Hand und legte die links um Jannes Schulter. „Ich wollte, du wärest meine kleine Braut und würdest meine Frau. Was sagst du dazu?" „Du machst Spaß mit mir." „Nein, ich mache keinen Spaß. Ich halte ja viel zu viel von dir. Hast du mich auch ein bißchen lieb?" „Ach, Mars, ja, ach, laß mich doch!" Aber er ließ sie nicht. Er küßte sie und sah ihr in die Augen und küßte sie wieder. Der Braune ging sachte, kopf- nickend weiter. Als sie bei der Fohlenkoppel ankamen, stand Niels am Heck und sah mit einem pfiffigen Ausdruck seines ]en Gesichts auf das junge Paar. Mars sprang vom :r, er winkte und grüßte hinter Niels Rücken. Dieser saß ernst nnd ehrbar neben dem jungen Mädchen. Er sprach nicht viel. Ab und zu warf er einen verstohlenen Seitenblick auf seine Begleiterin. Als er merkte, daß Janne unter seinen Blicken verlegen wurde, machte er Versuche, eine Unterhaltung anzi-bähneir. „Es gibt gräßlich viel Regen dies Jahr", hn an. „Ja, es gibt viel Regen." „Das ist man schlecht fürs Pflugland." „Ja, sehr schlecht." „Die Wintersaat kommt all auf." „Ja." Niels machte noch einen letzten Versuch. „Ob die Butter sich so im Preise hält?" Das' wär doch ein Thema für Weiber, aber auch dies schlug fehl. „Ich weiß nicht", sagte Janne verlegen. Jetzt gab Niels es endlich auf, sich mit der Stadtdeern zu unterhalten; ziemlich still legten sie die letzte Viertelstunde des Weges zurück. ... „Nun, was sagst du?" fragte Mars, der bald nachgekommen war und jetzt zusah, wie Niels die Pferde abspannte. Niels machte ein krauses Gesicht. „Hm, eine ganz rare Deern," meinte er, „abdr ob sie Roggen und Weizen auseinander kennt, ist die Frage." „Ach, das lernt sie, klug genug ist sie." „Ja," Niels dachte nach, „sie sieht einer ähnlich, die ich gekannt habe, als ich noch jung war, bloß die hatte braune Augen nnd schwarzes Haar. Sie war blaß und größer nnd viel ernster und lange nicht so plietsch; aber sonst ganz ähnlich." Mars lachte. „Ja, wenn alles anders war, -Ain; bestand denn die Aehnlichkeit? Niels kratzte sich hinter den Ohren. „Das weiß ich selbst nicht. Aber gräßlich ähnlich war sie ihr, und 'ne Maschine hatte sie auch," (Fortsetzung folgt.) Aus Haydns Leben. Zu seinem 100. Todestag (31. Mai). Von I. Lützelburge r. (Nachdruck verboten.) Als vor hundert Jahren Vater Haydn in Wien die Augen für immer schloß, waren alle, die seine Werke kannten, sich darüber klar, daß ein Großer im Reiche der Tonkunst geschieden war. Aber Haydns Talent war doch verhältnismäßig spät erkannt worden, und. es war gerade der Umstand, daß er in London bei seinem dortigen Aufenthalt viel gefeiert worden war, der dazu beitrug, auch rn den deutschen Landen die Aufmerksamkeit weiterer Kreise auf ihn zu ziehen. 327 Tas Leben hatte Haydn wahrlich nicht verwöhnt. Unter durstigen Verhältnissen ausgewachsen und ohne jedes Familien- gllick hat er die Kraft zu seinem musikalischen Schaffen ganz aus sich selbst geschöpft. Er entwickelte auf künstlerischem Gebiete zum mindesten eben so viel Energie, wie etwa ein amerikanischer Self- mademann auf geschäftlichem. Nur daß. er keine Millionen an- hänste, sondern Werke der Tonkunst schuf, die von unvergänglichem Werte sind und schon Millionen Menschen edle Genüsse verschafft haben. Franz Joseph Haydn ivurde om 31. März 1732 zu Rohrau an der Leitha, einem kleinen Marktflecken in Niederösterreich, nahe an der ungarischen Grenze, geboren. Er war von zwölf Kindern das zweite. Sein Vater war ein einfacher Wagner, aber „ein von Natur aus großer Liebhaber der Musik". Er war durch die deutschen Länder bis nach Frankfurt herumgewandert und hatte die Harfe spielen gelernt, auch ohne die Noten zu kennen. Abends nach der Arbeit spielte der Vater seine „simplen kurzen Stücke" und sang mit der Mutter die einfachen Lieder, die sie gelernt hatten. Der kleine Sepperl paßte gut auf, und so lernte er die Stücklein nach- singen. Sein Vetter, Matthias Frankh, der in dem benachbarten Städtchen Hainburg Lehrer und Chorregent war, lernte bei einer solchen musikalischen Abendseier das Talent des Knaben kennen Inti) nahm ihn mit sich, um ihm den ersten Unterricht zu erteilen. Tie Eltern dachten allerdings nicht daran, daß er Musiker werden sollte, dcNN namentlich die Mutter wünschte, daß er Geistlicher würde. Aus letzterem Grunde lvar es ihnen erwünscht, daß der Knabe, die Schule in Hamburg besuchen konnte. Schon mit sechs Jahren konnte der kleine Haydn im Chor mit- singeN und er lernte Klavier, Violine und andere Instrumente kennen. Er wurde aber schlecht behandelt, denn er erzählte später selbst, daß er mehr Prügel als Essen bekam. Dennoch blieb er dem „Herrn Vetter" sein ganzes Leben dafür dankbar, daß er ihn zu so vielerlei angehalten; es war ja auch gerade die frühzeitige Vertrautheit mit den Orchesters ustrumenten, die für seine künstlerische Entwicklung von Bedeutung wurde. . Nach zwei Jahren nahm ihn Georg Rentier, k. k. Hofkom- positeur und Tomkapellmeister zu St. Stephan in Wien, mit nach der Hauptstadt, weil der stimmbegabte Knabe ihm für den Chordienst geeignet schien. Im Kapellhause erhielt Haydn Unter» richt in Latein und in den übrigen Schulfächern, sowie in der Musik und zwar int Gesang, Klavier- und Violinspiel. Ta ihm fast teilt Theorieunterricht zuteil wurde, suchte der strebsame Knabe sich mit Hilfe einiger Lehrbücher weiter zu bilden, und er begann daun eifrig zu komponieren. Im übrigen mußte er tüchtig arbeiten, aber wenn auch die Kost schmal lvar, so verlor er doch sein heiteres Gemüts nicht, da er an Entbehrungen gewöhnt war. Als der Knabe heranwuchs und seine schöne Sopranstimme verlor, benützte Rentier einen von ihm begangenen Schülerstreich als Anlaß, nm ihn einfach vor die Tür zu setzen, nachdem er seinen jüngeren Bruder Michael als Ersatz für ihn angenommen hatte. So stand der achtzehnjährige Jüngling im Spätherbst 1749 ganz mittellos auf der Straße. Er brachte die erste Nacht hungernd ii»y frierend im Freien zu. Morgens fand ihn ein Bekannter, der Chorsänger Spangler. Dieser war zwar selbst arm, aber er nahm sm) seiner doch an und gewährte ihm für den Winter Unterkunft tu dem Tachzimmer, das er mit Frau und Kind bewohnte. Seine Eltern konnten ihm nicht helfen, und so mußte er sich durchschlagen, indem er bei Gelegenheitsmusiken mitwirkte, Musikunterricht gab, Noten abschrieb und Musikstücke arrangierte. Ein Wiener Bürger, namens Buchholz, erbarmte sich seiner und gab ihm ein zinsfreies Darlehen von 150 Gulden. Haydn konnte itch nun eine eigene Dachkammer im sogen. Michacler- hause am Kohlmarkt mieten und eilt altes kleines Spinett kaufen Den Luxus eines Ofens durfte et sich nicht leisten, aber er konnte nun wenigstens ungestört arbeiten. Er selbst erzählte später: „Wenn ich an meinem alten, von Würmern zerfressenen Klavier saß, beneidete ich keinen König um sein Glück." Die Sonaten von Philipp Emanuel Bach wirkten auf ihn wie eine Offenbarung, und er kam nicht mehr von seinem Klavier weg, bis> er sie durchgespielt hatte. Der Zufall wollte es, daß in demselben Hause der damals sehv bekannte Operndichter Metastaio wohnte. Durch diesen wurde Haydn dem vornehmen italienischen Maestro Porpora empfohlen. Einige Zeit versah er die Stelle eines Akkompagnisten bet Porpora in dessen Gesaugsunterrichtsstuuden. Er wurde hier wie ein Bedienter behandelt, doch erhielt er einigen Kompositivns- Nn tert ich t und wurde auch mit Gluck und Dittersdorf bekannt, jjn diesen Kreisen erwarb er sich die Gunst verschiedener musik- Itebeuber Edelleute. Seine Kompositionen, zunächst Klavier- sonaten, zirkulierten zunächst in Bekanntenkreisen, wenn auch nur un Manuskript. Die ersten Streichquartette komponierte er auf Anregung des Barons K. I. v. Fürnberg, der auf seinem Landgut Weinzierl kleine musikalische Unterhaltungen veranstaltete Nach einem kürzeren Aufenthalte bei dem Baron von Fürnberg wurde er Organist bei den Karmelitern in der Leopold- Vorstadt. .„.Auf Veranlassung des Schauspielers Kurz komponierte er 1751 das Singspiel „Der hinkende Teufel", allein dieses wurde schoni Nach der dritten Ausführung wegen seiner satirischen Tendenz verboten. Die Musik selbst ist uns nicht erhalten. Durch Baron v. Fürnberg erhielt Haydn 1759 die Stelle als Musikdirektor der Kapelle des Grafen Morzin zu Lukavee bei Pilsen, wo er seine erste Symphonie komponierte. Obschon er nur 200 Fl. Gehalt bekam, konnte er jetzt daran denken, sich zu verheiraten (1760). Seine Wahl fiel aber sehr unglücklich aus, denn feilte Frau, Maria Anna, Tochter des Friseurs Keller in Wien, war zänkisch, verschwenderisch, herrschsüchtig und ohne jedes Musikverständnis. Haydn hatte eigentlich die jüngere Tochter Kellers geliebt, allein diese war in ein Kloster gegangen. Keller redete ihm nun die ältere auf, und Haydn ließ sich bewegen, sie zu heiraten, weil er früher von dem Vater unterstützt worden war. Seine Fran hatte so wenig Verständnis für seine Kunst, daß sie seine Partituren zu Lockenwickeln benützte. Daß sie eine richtige Xanthippe war, ersehen wir daraus, daß der so liebenswürdige und geduldige Haydn sie in einem Briefe an die ihm befreundete italienische Sängerin Boselli geradezu „eine höllische Bestie" nannte und daß er. zu Griesinger sagte: „Ihr ist es gleich, ob ihr Mann ein Schuster oder ein Künstler ist." Trotz alledem hat er vierzig Jahre bei ihr ausgehalten; nur die letzten Jahre lebte er von ihr getrennt. Ter Fürst Paul Anton Esterhazy berief Haydn 1761 au die Spitze seiner Hauskapelle in Eisenstadt. Tie Kapelle umfaßte 16 Mann und wurde 1762 unter Fürst Nikolaus Joseph auf 30 Mann verstärkt. 1769 wurde die Kapelle nach dem neuen prachtvollen Schlosse Esterhaz am Neusiedler See verlegt. In Eisenstadt und Esterhaz konnte Haydn sich zu feiner künstlerischen Vollreife entwickeln. Er selbst erzählte Griesinger: „Mein Fürst war mit allen meinen Kompositionen zufrieden. Ich erhielt Beifall; ich konnte als Chef eines Orchesters Versuche machen, beobachten, was den Eindruck hervorbringt und was ihn schwächt, also verbessern, zusetzen, wegschneiden, wagen. Ich war von der Welt abgesondert, niemand in meiner Nähe konnte mich an mir selbst irre machen und quälen, und so mußte ich original werden." In dieser Zeit entstanden die meisten seiner schönen Sinfonien und seiner herrlichen Quartette. - Haydn ist bekanntlich der Vater unserer heutigen Instrumentalmusik. Auf dem von C. Ph. E. Bach, einem der Söhne I. S. Bachs, eingeschlagenen Wege weitergehend, hat er die Formen der Sonate und Sinfonie nicht nur erweitert, sondern auch durchgeistigt. Für die Instrumentation gewann er neue Gesichtspunkte, indem er jedes Instrument individualisierte und in seiner Eigenart verwandte. Haydn hatte bei dem Fürsten Esterhazy'eine zwar bescheidene, abev angenehme Stellung, und er blieb deshalb dort, bis 1790 der Fürst Nikolaus starb. Fürst Anton löste die Kapelle ans, doch gewährte er Haydn eine Jahrespension von 1400 fl. Nun konnte der Komponist als ziemlich unabhängiger Künstler sich in Wien niederlassen. Dem Drängen des englischen Violinisten und Konzert- nnternehmers Salomon folgend, begab er sich Ende 1790 nach London, wo er eine so glänzende Aufnahme fand, daß er nochmals dorthin! zurückkehrte. Er wurde nicht bloß in London als Dirigent sehr gefeiert, sondern auch auf den Landsitzen englischer Großen, die ihn mit Aufmerksamkeiten und Geschenken überhäuften. Tie künstlerischen Früchte dieser englischen Reisen waren die 12 sogenannten Londoner Sinfonien, die reifsten Arbeiten, die er auf diesem Gebiete hinterlassen hat. Auch die beiden Oratorien „Tie Schöpfung" (1795—98) und „Die Jahreszeiten" (1799 bis 1800) sind auf englische Anregung entstanden, namentlich infolge der vorzüglichen Aufführungen Händelscher Oratorien, die Haydn in Loudon kennen lernte. Geschrieben hat Haydn seine beiden großen Oratorien allerdings erst in Wien und zwar in dem Mariahilfer' Gartcnhause, das er bis zu seinem Tode bewohnte. Auf der Rückreise von England lernte er in Bonn den jungen Beethoven kennen, J>cr bald darauf (November 1792) in Wien eiutraf und sein Schüler wurde. Haydn war allerdings kein hervorragender Lehrer. Beethoven weigerte sich sogar, auf einem feiner ersten Werke seinem Namen den Zusatz „Schüler von Haydn" hinzuzufügen, weil er nichts von ihm gelernt habe. Später sah er doch ein, daß er Haydn vieles verdankte. Ter Unterricht dauerte übrigens nur bis Ende 1793, wo Haydn seine zweite Reise nach England antrat. Fürst Anton Esterzazy errichtete 1795 die Kapelle wieder und übertrug Haydn wieder die Kapellmeisterstelle. Er erfreute sich noch einer vollen Schaffenskraft. Er hatte bereits 65 Jahre überschritten, als er seine beiden größten Werke schuf, die „Schöpfung" und die „Jahreszeiten". Beiden Werken liegen englische Dichtungen zugrunde: der „Schöpfung" ein von Lidlev ans Miltons „Verlorenem Paradies" zusammengestelltes Gedicht und den „Jahreszeiten" das gleichnamige Gedicht von Thomson; beide wurden von dem Baron van Swieten ins Deutsche übertragen. Die „Schöpfung" wurde am 29. und 30. April 1798, die „Jahreszeiten" am 24. April 1801 znm erstenmal im Palast des Fürsten Schwarzenberg aufgeführt. Mit Haydn drang zum erstenmal deutsche Musik ins Ausland. Ende 1800 wurde die „Schöpfung" mit ungeheurem Erfolge in der Großen Oper in Paris mit französischem Text von Sögur aufgeführt, und Anfang 1803 schrieb der Pariser Korrespondent der „Allgemeinen musikalischen Zeitung": „Ohne Haydnsche Sinfonie gedeiht nun einmal hier kein Konzert." Haydns Musik durchfließt die Wiener Fröhlichkeit; feine gemütvolle Tiefe war allem Grübeln fern, aber er vermag auch — 328 ernste und leidenschaftliche Töne anzuschlagen, und er leitet direkt zu Beethoven über. . „ , „ . ...... Persönlich war der Komponist eut bescheidener, sympatht'cher und heiterer Mensch, dabei wohlwollend gegen alle, nut denen er in Berilhrniig kam. Mozarts überragendes Talent erkannte er neidlos an. Er war von kindlicher Frömmigkeit und pflegte ein Gebet zu verrichten, ehe er zu komponieren anfing. Er hatte >ich so an Ordnungsliebe gewöhnt, daß er nicht arbeiten konnte, wenn er nicht salonfähig angezogen war. Solange er als Kapellmeister tätig war, erschien er schon in aller Frühe sorgfältig gekleidet in Perücke und Jabot, in einem Rock aus seinem Tuch und Schnaileu- schuhen mit roten Absätzen, einen Ring, ein Geschenk Friedrichs II., am Finger. Als Tomaschek ihn, 1808 besuchte, fand er ihn in seinem Sorgenstnhl sitzend: -„Eine gepuderte, mit Seidentockeil gezierte Perücke, ein weißes Halsband mit goldener Schnalle, eine iveitze reichgestickte Weste von schwerem Seidenstoff, dazwischen ein statt- "liches Jabot prangte, ein Staatskleid von seinem ktnfeebrannen Tuche, gestickte Manschetten, schwarzseidene Beinkleider, weilgeidene Strümpfe, Schuhe mit großer, über den Rist gebogener siloerncr Schnalle, und ans dem zur Seite stehenden Tischchen neben dem Hut ein Paar weißlederne Handschuhe, waren die Bestandteile seines Anzuges." Das Spießbürgerliche in seiner Erlcheinung hatte schon Lavater erkannt, indem er unter seine Silhouette die Sßctfe fc^tc ’ Etwas mehr als Gemeines erblick ich im Äug' und der Nase, Auch die Stirne ist gut, im Munde was vom Philister Tie letzte musikalische Freude, die dem Meister in Wien bereitet wurde, >var eine Festaufftihrung der „Schöpfung' am 27. März 1808. Altersschwach und kränkelnd wohnte er der Auf-, führnng bei. Bei seinem Erscheinen erhoben sich alle Anivelenden von den Sitzen, und gls er wiäihreud des Konzertes zu friere» Vvgaun, flogen die Hüllen und Schals von den Schultern der Schönen, um die Kuiee des geliebten Meisters zu wärmen. Aach deq Feier trugen ihn die Lakaien in der fürstlichen Livree durch dre huldigende Menge hinaus, die er mit zitternder Hand segnete. Aus aller Welt erhielt er Anerkennungen und Ehrenbezeugungen, aber diese vermochten seine jetzt gelähmte Schaffenskraft nicht mehr zu beleben Mar er doch ein Siebziger geworden, und oa konnte er sich auf seinen Lorbeer» ausruhen. Immerhin komponierte er noch einiges. Dem letzten Quartett, das er nicht mehr vollendete, fügte er als Schluß die ersten Takte seines Bokalquartetts „Hin ist alle meine Kraft" an. , , Er lebte zuletzt still seinen Erinnerungen Ijin gegeben und freute sich, seinen Besuchern die zahlreichen Ehrengeschenke zeigen zu können, die ihm zuteil geworden waren. In seinen letzten Jahren vermochte er infolge seiner Gebrechen nur selten niehr sein Zimmer zu verlassen. Er erlebte noch den Einzug der en in Wien und wurde als aufrichtiger Patriot schmerzlich davon berührt Ter Schrecken über den Kanonendonner loll lern Ende beschleunigt haben. Er starb wenige Tage später, am 31. Mai 1809 gegen 1 Uhr nachts. Seine sterblichen lleberreste wurden in der Bergkirche zu Eisenstadt beigesetzt. . . Ta seine Ehe kinderlos geblieben war, hmterlietz er jem vermögen seinen armen Verwandten. Außerdem hatte er in seinem Testamente seine Dienstboten imb alle diejenigen Personen oder bereit Nachkommen bedacht, die ihm früher Wohltaten erwieien hatten So hatte er der Enkelin jenes Buchholz, der ihm einst rn äußerster Not 150 Gulden geliehen hatte, die er spater zuruckgezahlt hatte, ein Legat von 100 Gulden nnsgeworsen. . Schon bei seinen Lebzeiten hatte Graf Harrach ihm ut »einem Geburtsorte Rohrau ein Denkmal mit seiner Büste errichten lassen. In Wien aber wurde am 31. Mai 1887 sein von H. Natter geschaffenes Marmorstandbild enthüllt. Vermischtes. *’ Aus Hurets Notizbuch, dessen Veröffentlichung er Hin Figaro fortsetzt, seien noch einige interessante Bemerkungen über die Deutschen wiedergegeben. „Die Deutschen haben int 'allgemeinen keinen Sinn für Ironie und für Humor. Nicht sallein, daß sie einen Scherz nur schwer verstehen — es sei denn, er sei sehr grob — wen!» sie ihn verstehe»', so sind ne ent)«UL Die Ironie bringt sie zur Verzweiflung, itub da sie sie ntchEuach- ahmen können, werden sie grob. Sie beantworten einen -scherz mit einer Beleidigung oder mit langatmigen Rechtfertigungen. Dadurch werden sie pedantisch oder albern, aber niemals geistreich. ' Und dieser summarischen Verurteilung fügt der Franzose ent Beispiel an. In einer mitteldeutschen Stadt führt eine Konditorei den Namen „Zum Reichskanzler".. Ein französischer Konsul ist zum Diner geladen, et findet das Dessert ausgezeichnet mtb erkundigt sich, woher das stamme. „ÄoM _ Reichskanzler", antwortet man ihm. Scherzend sagt der Konsul: „Ach, das wußte ich gar nicht, daß der Reichskanzler auch Zuckerbäcker ist. . ." Niemand lächelt, man bemüht sich, die Aeußerung zu überhörest. Ein Jahr später erzählt die Dame des Hauses einem andern Fran-- zosen von dem Konsul: „Ihr Konsul war ein charmanter Mensch: aber wie naiv: denken Sie, et glaubte, Fürst Bülow betreibe eine Konditorei. ." Huret kritisiert dann die Titelsucht und zitiert einige amüsante Beispiele, wie eine „Rasiermesserhohlschleiferei- direktotswitwe", die es sich nicht versagen kann, ihren Titel voll in die Zeitung zn setzen, ober eine Fran Z., „Staatsschulden- tilgungsbuteauausgeherswitwe" . . Die Achtung und Sehnsucht nach dem Titel sei so groß, daß mjan den wirklichen Titel stets zn übersteigern liebe. Den Kommerzienrat rede man mit Geheimrat anj den Pikkolo mit Kellner, den Kellner mit Oberkellner und der Oberkellner schließlich verlange, daß man ihn Herr Oberkellner nenne, was auch geschehe. Leider erstreckt sich diese Titelrrhöhuug auch auf die. Waren. „Wenn Sie Zichorienbrühe wollen, so müssen Sie Kaffee verlangen, wollen Sie Kaffee, so müssen Sie Mokka bestellen, und wer Mokka haben will, muß einen Doppelmokka bestellen." In einem Restaurant ein Glas Wasser zu verlangen gilt säst als eine Beleidigung des Kellners. Er hält einen für einen Geizhals. Hütet hat nie „in einem Restaurant gewöhnliches Wasser aus dem Tisch gesehen". Das Kapitel „Gemütlichkeit" entlockt ihm die Erinnerung an unangenehme Erfahrungen. Et nennt Deutschland das Land der Toaste, man beschränke sich nicht ans eine abschließende Tischrede. „Beim ersten Gang erhebt sich jemand und beginnt zu reden. Unmöglich, in Frieden sein Hots-d'oeuvres zn essen. Und bei jedem neuen Gange erhebt sich ein neuer Redner. Es gibt nichts Langweiligeres, als diese Reden, die jedes Gespräch unmöglich machen, jede Fröhlichkeit unterdrücken und die Harmlosigkeit beseitigen gleich einer kalten Donche. . . Wenn der Redner dann trinkt, Müssen alle trinken. Wenn man doch wenigstens dabei sitzen bleiben könnte! Aber nein. Wen» der Tischrednet auf das Wohl eines Anwesenden einen Toast ausbringt, so muß alles anfftehen und dreimal Hoch! Hoch! Hoch! schreien. Dann muß jeder seinen Platz verlassen und mit dem Gefeierten anstoßen." Dadurch sei es unmöglich, in ein Gespräch zu kommen; übrigens erkennt Huret an. baß diese „veralteten Sitten" im Abnehmen sind. „Aber dieser naive wohlwollende Brauch spricht zugunsten der edlen traditionellen germanischen Gastlichkeit. Er verlangt viel Geduld, Zeit und Ruhr. Die Stunde naht, wo er mich in Deutschland schwinde» wird." * Ein lustiges Testa men t hat der kürzlich in Bromberg verstorbene Rechtsanwalt Geh. Justizrat Süßmannerrichtet, indem er jedem seiner Bromberger Kollegen ohne Unterschied des Alters, der Konfession und des Familienstandes den Betrag von 500 Mark ausgesetzt hat, während ein Legat von 5000 Mark „der reinlichsten Stadt der Provinz Posen" zufallen füll, bereit einzelne Gemeinden jetzt beit Reinlichkeitsnachweis zn führen bestrebt stnd. humoristisches. * Kindermund. Der kleine Hans hat einen Aufsatz geschrieben: „lieber meine Familie". Sei» Vater, der das genüge Produkt seines Söhnchens durchlieft, findet darin beit Passus: Ich würbe bei. meinen Großeltern geboren, während meine Eltern in Aegypten waren." „Aber Hans", sagt der Papa, „bas ist doch gar nicht wahr, Mama und ich waren doch hier, tote pit geboren wurdest." „Ich mag es aber nicht mehr ändern, meint der Kleine, „der Lehrer merkt es ja doch nicht." * Ein feinfühliger Spitzbube. Richter: etc geben also zu, in der Küche dieser Dame einen Braten gestohlen zus haben? — Angeklagter: Jawohl; aber ich habe der jungen Er au damit nur eine Blamage bet ihrem Mann ersparen wollen * BltnderSch 1 eichhandel. Bettler: „Geben Sie einem armen blinden Manne einen Groschen!" — Herr: „Blind? Sie habe» ja noch ein ganz gesundes Auge!" — Bettler: „Na, dann geben Sie fünf Pfennig!" .. . .... ... * Banernlogik. Pfarrer: „EL ist niemals zu spat, sich zu bessern, Huberbauer! Merk er sich das!" — H überbauet: „Nn, da kann i jo no a bisserl warten!" Bilderrätsel Aiiflösung des Diamanträtsels in voriger Nmmner: II Dan Anbei’ Habicht Eiche Ohm t Redaktion: I B.: E. Heß. — Rotationsdruck und Verlag der BrÜhl'schen UnlversitStS-Biich- und SteindrnÄerei, R. Lange, Dießen,