erst klopfte er die Honoratioren, alsdann die Bürger des Städtchens ab, schleppte unermüdlich seine vollgepackte Kiepe treppauf, treppab und schwätzte den Leuten allerlei Wolt- waren auf, wie sie in Apolda massenweise fabriziert werden. Er war in allen Familien wohl gelitten, weil er sich die Jahre her niemals aufdringlich oder wegen einer W-- weisung verdrossen gezeigt. In mancherlei Verhältnisse gewann er Einblick, machte sich seinen Vers dazu und> hätte über Menschen und Dinge in seiner Art ein gesundes Urteil. Die Meisterin befremdete es, daß der Hausierer, pin sonst so höflicher Mann, sich nicht nach dem Ergehen Friedmars erkundigte, ja, es ängstlich zu vermeiden schien, ihre häuslichen Angelegenheiten zu berühren. Er breitete seine Artikel vor ihr mt§, pries deren Güte und Billigkeit, gab einen „Mordiucks" zum besten, rühmte sich seiner Beziehungen zu angesehenen Bürgern der Stadt und plapperte soviel, daß der Meisterin der Kopf weh tat. ? „Här'n Se, wie wär's mit dem Halstuch, Meisterin? Für Sie aus Freindschaft eene Mark fufzig. Oder'n scheenest Unterrock. Hübsch wärm für'n Winter. Jediegene Ware. Für Sie für fünfundzwanzig. Die Frau Bäcker Fuß hat noch eenen jenommen. Här'n Se, haben die Leite Bech. Drei Jungen und dangen alle nischt. Die kriegen's kleiii, ivas der Alte zusammengebacken hat. Oder'n Kopftuch? Sähn Se mal, wirklich elejant. Wie ist's, junge Frau? Halb geschenkt. Eene Mark zwanzig. Här'n Se, Herr Gipping, wieviel Kopfticher hab' ich Sie ihrer lieben Fran verkauft. Schade um die Frau. Die war treu wie Jold und konnte nich handeln. Nee, wahrhaftig nicht Wie ist's denn mit Strümpfen, Meisterin? Nee, nu bitt' ich ihnen, lassen Sie man das Stricken. Das machen wirj jetzt billiger in die Fawriken. Da ist der Steuereinnehmer Mendel, ein guter Bekannter von mir. Trägt nur noch jewebte Strümpfe. Här'n Se, is der dick jeworden. Ich jlauöe, den fittert seine Frau aus lauter Zärtlichkeit dot." Also schwadronierte der Hausierer; Kipping hörte ihm, sein Pfeifchen schmauchend, vergnüglich zu, und die Meisterin, die Schwadtke selten leer ausgehen ließ, legte allerlei beiseite, iras sie ihm abzukaufen gedachte. Da öffnete sich leise die Türe, und der „narrige Balduin" schob langsam seinen verwachsenen Körper durch den Spalt. Kichernd zog er eine kleine Flöte ans der Tasche nnh'blies die Melodie des Volksliedes „Ach, wie ist's möglich dann". Den Schlosser stampfte zornig mit dem Fuß auf und rief: „Mach, daß du hinauskommst, Buckel!" Die Meisterin aber sagte in ihrer Gutmütigkeit: „Laß doch den armen Teufel." Balduin, die Blick unverwandt aus die Meisterin richtend und die Flöte int Takt auf und ab schwingend, sang jetzt mit ividerlich krähender Stimme: „Du hast die Seele mein. So ganz genommen ein, Daß ich kein' andren lieb Als dich allein." Montag den 26. Mi IIMMH ME Mi Die Pflastermeisterin. Roman von Alfred Bock. (Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Der Händler nahm zum Schein für Friedmar Partei, nur um den Bürgermeister noch besser ausholen zu können. „Fatal, fatal! Da ist nicht leicht raten. Sie dürfen sich nicht verhehlen, daß Sie einen braven Mann und ein unbescholtenes Mädchen schwer gekränkt haben." „Selbigmal hab' ich nachgeschwützt, ivas in aller Leut' Mäuler war." „Das war sehr unvorsichtig von Ihnen, mein Lieber." „No, und jetzt —" „Was denn?" -< „Jetzt hab' ich ’nen Zeugen im Notfall." „Wer's glaubt." „Weiß Gott, Herr Freigäng. Der Lorenz Becker, wissen Sie, der Schmied, gegenüber dem Einhorn — „Ja, ja." „Der hat den Friedmar um drei Uhr früh aus dem Einhorn kommen seh'n." „Bei Nacht sind alle Katzen grau." „'s war schon dämmerig. Und er ist ihm ein Stück Wegs nachgegangen und hat ihn erkannt." „So, so. Wenn sich das so verhält, können Sie's darauf änkommen lassen. Ich überlege eben. Der Straßenaufseher und die Gemeinderäte waren dabei." „Schon deswegen —" । „Ich will Sie nicht aufhetzen, Bürgermeister. Sie sind tätlich beleidigt worden. Wollen Sie's einstecken, gut. Aber bei .ihrer amtlichen Stellung. Nein, Sie können's hoch nicht güt auf sich sitzen lassen." „Das denk' ich auch." ! „Gehen Sie doch gleich mal zum Doktor Sternbeck. Da haben Sie einen tüchtigen Advokaten." „Was kann's dem Friedmar eintragen?" „Das kommt darauf an. 'ne Geldstrafe. Unter Um« ständen auch lacht Tage Loch." „Der Schubiak soll dran glauben." „Der Friedmar ist ja halb unb halb ein Verwandter von mir," sagte der Händler mit einem Anflug von erheucheltem Bedauern. „Ich hätte sonst ein gutes Wort für ihn eingelegt. Wer wenn so'u Hungerleider aus GUad' Und Barmherzigkeit in ’ne wohlhabende Familie ausgenommen wird und hinterdrein seine Frau so gemein betrügt, verdient er feine Rücksicht. Also aus ihn!" — Während im Ladenstübchen des Kaufmanns der rach-, süchtige Plan gegen den jungen Pflastermeister geschmiedet wurde, saßen im Wohnzimmer der Meisterin diese selbst, der Nachbar Mpping und der Hausierer aus dem Thüringischen beisammen. Aus feiner beschwerlichen Wanderfahrt machte Schwadtke die Gegend wieder unsicher. Zu 458 — „Ein seines' Lied, ein süßes Lied. Gelt? Hi hi hi! Wärst du ein Vöglein, Meisterin, flögst zu ihm. Gott behüt', nicht in den Himmel, wo alles mit goldenen Platten gepflastert ist. Zum Friedmar flögst ölt nach Ortend ach. Bon da greifst bn mit der Hand nach Dietkirchen. Ei,, du mein Vater, was für Dinge gehn in der sündigen Welt vor. Trau, schan, wem." Er trat an den Tisch, auf dem der Hausierer seine Waren ausgelegt hatte. „Was für wunderschöne Sachen, Herr Schwadtke. Gesegnet sei dein Eintritt. Du schenkst alles den lieben Menschen um Christi willen. Du braver Mann! Denn dein ist das Himmelreich Herr Schwadtke, Herr Schwadtke, ich weiß dir gute Kundschaft. Drüben in Dietkirchen. Kennst du den Weg? Rechts und links Pappelbäum'. Ei wie hoch! Zwei Stündchen, und du bist da. Du braver Mann! Gleich vorn liegt das 'Einhorn. Drin, blüht ein Blümelein. Ei was für ein schön' Fräulein. Die nimmt dir alles ab. Und der Friedmar bezahlt's — bei meiner Seligkeit. Der tut alles, was sie will. Rote Wänglein, weiße Händchen und ein Paar Augen. Ei du mein Mater, ist der Friedmar vernarrt. Scheut Falk und Habicht nicht und fliegt zu ihr. Und bezahlt's, Herr Schwadtke, auf Heller und Pfennig. Ei du mein Pater!" Die Meisterin wechselte die Farbe, und ein Schauer lief ihr über den Rücken. „Nachbar," wandte sie sich an Kipping, „ich bitt' dich, tu' ihn hinaus." Der Schlosser faßte Balduin beim Kragen und setzte ihn an die Luft. Dieser pflanzte sich draußen vor dem Fenster auf und blies unaufhörlich: „Ach, wie ist's möglich dann." Der Hausierer parkte still seine Sachen zusammen, strich! die Münze ein,, die bte Meisterin. aus ihrem Lederbentelchen hervorgesucht hatte, und machte sich! fort.. In der Stube war's auf einmal still, ganz still. Der Schlosser, dem die Pfeife ausgegangen war, rauchte kalt. Die Meisterin saß ihm regungslos, den Blick zu Boden geheftet, gegenüber, lieber eine Weile hob der Alte an: - „Nachbarin, du wirst dir doch kein' Floh ins Ohr! setzen lassen hon dem Simpel, dem Balduin?" Die Meisterin schwieg, der Schlosser aber sprach weiter: „Der Balduin ist das Mundstück von deinem Mann selig seinen Verwandten. Die haben 'ne Wut auf den Friedmar, 's ist nicht auszudenken. Und möchten ihm was anhängen. Da ist ihnen nichts zu schlecht und zu dreckig.. Ich hab's in auch gehört, was so geträtscht wird," Die Meisterin richtete sich auf. „Was hast du gehört?" „Daß er's mit dem Mädchen in Dietkirchen hat, der Medmar. Wer ich glaub's nicht. Nein, ich glaub's- nicht." „Warum glaubst du's nicht?" „Weil ich durch den Friedmar guck' wie durch! 'ne. Glas- scheib'. Der hat nichts Gelüstriges an sich und ist nicht auf die Frauenzimmer versessen, 's gibt ja unter! den Mannsleut', die hinter jeder Schürz' hergeilen. Aber der Friedmar nicht. Da möcht' ich einsteh'n." Die Meisterin erhob sich und sagte kalt: „Du kannst für kein' einsteh'n, als für dich selbst." , „Meisterin, weißt du, bit tatst mir leid, wann du dich wild machen ließ'st von dem Narr." „Kinder und Narren sprechen die Wahrheit." „No gut," stieß der Alte rauh heraus, „wann du deinem Mann nicht traust, kuudschaft's doch aus." ,/K'ch?" sagte sie stolz und verächtlich. „Da bin! ich mir zü gut. Darum tu’ ich noch kein' Schritt. Wann der Friedmar schlecht ist — er hat freie Bahn!" Ms der Alte sich entfernt hatte, verlor die Meisterin ihre mühsam behauptete Selbstbeherrschung, und eine quälende Unruhe trieb sie in ihrer Stube hin und her. Der Balduin war ein Schwachkopf, aber ein Heimtücker war er auch. Und er hatte große Löffel. Das Gerede über den Friedmar hatte er irgendwo aufgefangen und gleich wieder austrompetet. Nun lief er womöglich von Haus zu Haus. Dessen braucht es gar nicht mehr. Die Sache war stadt- kuiwig, denn der Nachbar Kipping wußte bereits davon. Und der Hausierer wohl auch. Der Nachbar sprach freilich den Friedmar von vorneherein frei. Wer seine Meinung wog nicht schwer. Offenbar wollte er die Geschichte vor; ihr „ver- tuckeln", weil er den Friedmar immer als Muster hinge- stellt und mächtig herausgestrichen hatte. Und klein bei- tzeben, daß er ihn falsch geschützt, tat er ums! Leben nicht. Lieber verstopfte er sich die Ohreil und sagte schlechthin, ich glaub's nicht. Und das war billig. In Dietkirchen, ging die Sprache, hatte er sich eingelassen. Und im Einhorn war das Mädchen. Wie mochte sie ausschauen? Jüng und hübsch? Auf jeden Fall.' Sonst wär' er nicht in die Hitze geraten! Jiung und hübsch! Hätte sie sich's doch früher überlegt. „Alte Frau und junger Mann Haben nie nit gut getan." Jetzt war das Unglück da. Zwei, drei Nächte trieb er sich draußen herum. Daß er den Weg von Ortenbach herein scheute, war nur die Ausflucht, seine Schlechtigkeit zu verdecken. Sie sank gebrochen auf einen Stuhl, und iwührer Brust fühlte sie einen nagenden Schmerz. Es kränkte sie tief, sich so schändlich betrogen zu wissen. Aber dochswieder stieg ein Zweifel an Friedmars Schuld in ihr auf. Deh Kipping sagte, er tat für ihn einsteh'n. So fest glaubte er an seine Bravheit. Ja, war's denn bewiesen, daß er sie hinterging? Oder war's wieder ein böswilliges Gerücht, das die gottlose Verwandtschaft aussprengte? Wie lange war's denn her, daß der Friedmar mit ihr vor dem! Tisch des Herrn gestanden und ihr eheliche Treue gelobt hatte, Treue bis in den Tod. War er aller Gottesstrrcht bar, daß er solch Gelöbnis abschüttelte, wie den Staub von seinem Arbeitskittel? Der höchste Richter sah in sein .Herz. Bor dem gab's kein Heimlichtun und kein Verbergen. Wenn man's bedachte, was Gott den Männern und Frauen, die nicht verheiratet waren, miteinander zu tun verbot, das befahl er ihnen in der Eheschaft. Also strafte er gewißlich die doppelt, die sein Gebot mißachteten und außerhalb ihrem Gelüst nachgingen. Gott hatte unter den Menschen das! höchste Richteramt. Und sie sollte auskundschaften, riet der Nachbar, ob der Friedmar sich versündigt hatte? Am! Ende ihn gar selber fragen? Nein, dreimal nein. Mist anklägerisch Wort sollte über ihre Lippen kommen. Mär' er unschuldig, war schon die Frage frevelhaft. Und sie wollte sich nichts vorwerfen. War er schuldig, kam's doch ans den Tag, so wahr Gott lebte, der den Treuebruch strafte. (Fortsetzung folgt.) ’s Nefasle. Von Ludwig Ganghofer*). .... Es schien, als hätte der Vater das Bedürfnis, seinen nachdenklichen Ernst zuweilen in solche ein schallendes Lachen aufzulösen. Um diese Zeit bekam er eine tiefe! Furche zwischen den Brauen. Und durch viele Nächte brannte die Lampe seiner Kanzlei bis in den Morgen hinein. Eine immernahe Sorge umschlich dieses grüne Haus des Lachens, ohne doch einzutreten. Die Eltern hatten ihr kleines Vermögen int Laufe der Jahre langsam zugesetzt, der bescheidene Gehalt für sich allein wollte nimmer aus- reichen — und die „Beamtenaufbesserung", von der an den Konsumvereinsabenden unermüdlich geredet tottrbe, wollte halt gar nie kommen. Und wenn ich einen Wunsch hatte, der über das Nottvendige hinansging, bekam die Mutter feuchte Augen und sagte": „Kindle, das geht nicht! Der Papa muß das teure Geld so viel hart verdienen!'' Damals fing die Mutter auch an, ivas sie ihr „grünes Geschäftle" nannte — allen Erfolg ihrer Gartenmühe, die Blumen, das Obst und Gemüse/verkaufte sie an einest Handelsgärtner in Augsburg. Und Papa begann für Fachzeitschriften und für die Augsburger Wandzeitung zst schreiben, machte Wirtschaftspläne für GemeindewaldungeN und übernahm die Forstkontrolle über herrschaftliche .Guter. Der Tag gehörte seinem Amte, die Nacht seinem Nebenverdienst. So kämpften Vater und Mutter sich über die Sorgen hinüber. Es sind mir aus dieser Zeit, in der die Mutter seltene« lachte und der Vater immer so ernste Augen hatte, eist *) Das am 23. Juli erschienene Augustheft der SiiddeutsckM Monatshefte bringt den Schluß des „Buchs der Kindheit" aus Ludwig Ganghofers Erinnerungen „Lebenslauf eines Optimisten". Wir entnehmen daraus Mit Genehmigung des Verlags die folgende Episode aus einer Zeit, da Ganghofer seine Eltern mit schlurrest morgen kämpfen sah. Das Kapitel bildet gleichzeitig' euren » tereffanten Beitrag zur Psychologie des Beamtentums und eist« schone Erinnerung an dqn späteren hervorragenden Vertreter der bayenscheu Beamtenschaft- Gaughofers! Vater, der damals Revier- forster tn Melden war. 459 — Paar Reflexlichter dieses harten Beamtenkampfes im Ue- dächtnis geblieben. Eines Tages, als ich mit der Mutter im Garten schanzte, kam von irgendwo aus der Umgebung eine Beamtenfrau angefahven, um ihre Bisite zu machen. Mama wusch die Hände, nahm die Schürze herunter und führte den Gast zu einer von Blumen umdufteten Gartenbank. Die blau aufgedonnerte Dame, die einen großen schillernden Bogel auf dem Hut hatte, sah neben meiner Mutter aus wie ein hohes Kirchenfest neben einem Werkeltage. Diese fremde Frau redete furchtbar schnell und stellte viele Fragen, um herauszubringen, wieviel die Revierförsterei Melden eintrüge. Die Mutter gab Antwort. Und da sagte diese blaue Dame mit eigentümlichem Lächeln: „No ja, Und 's Nefasle wird wohl au no e bissele was bringe?" Mama machte verwunderte Augen: „'s Nefasle? > . Ich weiß nicht, was Sie meinen!" Die fremde Frau wurde verlegen, fing aber dann lustig zu lachen an, drohte mit dem Finger, als hätte meine Mutter etwas witzig Schelmisches geredet, plapperte immer hurtiger, ließ den schillernden Bogel auf ihrem Hut sehr flinke Bewegungen machen — und empfahl sich mit etwas auffälliger Hast. Als Papa gegen Mittag heimkam, fragte die Mutter gleich : „Du, Gustl, was ist denn das: das Nefasle?" Der Bater hob den Kopf: „Warum?" Mama erzählte. Und stellte wieder die gleiche Frage: „Das Nefasle? Mas ist denn das?" Papa sah die Mutter mit ernsten Augen an und sagte: „Sei froh, Lotte, daß Du das nicht weißt! Und in unser Leben soll das auch uie hereinkommeu. Dafür sorg' ich schon!" Dann ging er in seine Kstnzlei. Es gibt ein lateinisches Wort: nefas. Und dieses Wort bedeutet: Unrecht. Unter dem schwäbischen Diminutiv „Nefasle" verstand man ein kleines, ein halbes Unrecht, bei dem die Gerechtigkeit ein Auge zudrücken konnte — und mit diesem Terminus der Gutmütigkeit bezeichnete man Beamteneinkünfte, die gerade nicht unehrenhaft, aber doch auch nicht anständig waren. — Eines Wends hörten wir Papa in seiner Kanzlei so laut und heftig sprechen, wie es sonst nicht seine Art war. Und dann kam ein fremder Mann heraus, der flink davonging. Dem rief der Vater durch die Türe nach: „Sie Kerl! ging. Dem rief der Vater durch die Türe nach: „Sie Holzhändler. Papa hatte ihm eine große Partie Sägblöcke zugeschlagen, weil der Händler unter mehreren Konkurrenten den besten Preis geboten hatte. Der Fremde glaubte sich bedanken zu müssen und hatte den Versuch gemacht, eine Banknote auf Papas Schreibtisch zu legen. Einmal um die Mittagszeit, als wir bei Tisch saßen, gab es für uns Kinder einen vergnügten Jubel, weil die Mutter eine große Zinnplatte mit einem Berg von dampfenden Leberwürsten hereingetragen brachte. Der Vater machte .erstaunte Augen. „Lotte?" Mama lachte: „Geh, Gustl, das sind billige Wärst! Der neue Metzger hat sie geschickt, mit einem schönen Gruß." „Sooo? Und gestern war er bei mir und hat Waldstreu haben wollen. Und ich habe sie ihm abschlagen müssen. Und jetzt meint er wohl, durch die Küche wär's leichter zu machen, als auf dem ehrlichen Weg in die Kanzlei! Marsch, fort mit den Würsten!" „Wer Gustl! Man kann sie ja bezahlen! Und jetzt find sie doch schon gesotten." „Wer noch nicht gegessen! Gott sei Dank!" Der Vater packte die zinnerne Platte, riß das Fenster auf, die schönen rauchenden Leberwürste flogen in hoher Kurve über den Staketenzaun auf die Straße hinaus — und Papa sagte mit einer Härte, wie sie sonst nicht in seinem Wesen lag: „Würste? Wirrste? Wozu braucht ein Staatsbeamter Würste? Der soll Kartoffel schlucken, bis ihm der Dampf zum Hals herausfährt!" . Wir Kinder wurden nicht satt bei dieser Mahlzeit. Und nr den Nächten, die dann kamen, verbrannte Papa sehr viel Petroleum. Weil bei der schwülen Sommerszeit auch in der Nacht alle Fenster offen standen, konnte ich's droben in meinem backosenheißen Mausardenstübchen häufig Horen, Ivie die Mutter nach! Mitternacht aus ihrem Schlafzimmer gegen das Kanzleisenster hinimterrief: „Ach, Gustl,. schau, so geh doch endlich schlafe!" Immer seltener ging Papa auf die Birsche; er mußte die schönen Tage, wie Mama sich auszudrücken pflegte, atn Schreibtisch „verhocke". Aber diese bösen Zeiten bauten eine Brücks zu besseren Jahren; bei den vielen Artikeln, die der Vater für Fachjournale und Zeitungen verfaßte, weitete sich ihm der Blick des Forstmannes; drei Jahre später publizierte er unter dem Pseudonym „Silvius" eine Broschüre mit Vorschlägen zur Reorganisation des Forsti- wesens; die Wirkung dieser Broschüre, die viel Aufsehen machte, verwandelte sich für Papa in eine Leiter, über die er zur höchsten Stelle seines Faches emporstteg. Da bekam er schließlich einen schönen Gehalt. Und lachend Pflegte er sagen: „Jetzt Hütt' ich mehr als genug zu essen. Aber inzwischen sind die Zähn' ein bisserl schlecht geworden. Jetzt kann ich nimmer beißen." — Vermischtes. * Ein Kampf der Leipziger Universität irnt ihre Freiheit. Die bevorstehenden Festtage der Leipziger Universität erinnern an die Kämpfe, in denen die junge Hochschule um ihre Existenz ringen mußte. Man darf dabei des Jahres 1446 nicht vergessen, in dem die Unwersität wohl das schwerste Ringen um ihre Freiheit mamchaft durchgeführi hat. Ein Streit der bevorzugten, freiwaltenden Artistenfakultät mit den anderen Fakultäten führte dazu, daß schließlich der Landesherr der Universität Kurfürst Friedrich und der Bischof ton Merseburg eine Kommission zu umfassenden Reformen einsetzten, die aus dem Rektor Konrad Thüne, Dietrich v. Buksdorff und dem Brandenburger Dompropst Peter Klietzke bestand, Mle drei waren Gegner der Artistenfakultät, und die Knebelung der Freiheit war daher ihr Ziel, während man allgemein von ihrem Wirkest erhoffte, daß sie die Gehalter der Dozenten erhöhen und vor allem! die lästige Bierstener wieder aufheben würden, deren Einführung! die braNenden Professoren und die trinkenden Studenten besonders empfindlich berührt hatte. Am 11. Januar 1446 wurden der gesamten Universität die von dem Kurfürsten genehmigten Beschlüsse vorgetragen. Zunächst bestieg der Dompropst Klietzke das Katheder und hielt eine feierliche Predigt im scholastischen Stil. Er verbreitete sich, so erzählt Zarncke, über die Geschenke, welche die heiligen drei Könige dem Christnskinde brachten, und schließe- lich verglich er mit diesen das Triumvirat der Reformatoren, die heute der Universität ebenfalls reiche Geschenke brächten, das! Gold des Glanzes und des Reichtums, den Weihrauch des Ruhmes, dis Myrrhen gesicherter Dauerhaftigkeit. Freilich, fügte er etwas spitz hinzu — und hier mag schon der eine ünb der andere stutzig geworden sein —, freilich für einige, gewiß nur wenige, würden ihre Geschenke auch des bftteren Geschmackes der Myrrhe nicht entbehren. Dann verlas Buksdorff die Statuten, und da tvar nichts zu finden von voller Steuerfreiheit des Bieres, nichts von Besoldung des Dekans und des Vizekanzlers, nichts von! Sicherstellung der versprochenen Einkünfte, sonderst in barschem ToN wurde der Universität eine nahezu klösterliche Zucht vvst vbeil herunter vorgeschrieben, zu deren Aufrechterhaltung vier Exekutoren vom Fürsten ernannt wurden. Eine gewaltige Aufregung entstand unter ben Professoren u. Magistern: man empfand! diese Befehle als einen Eingriff in die heiligsten Privilegien bet Sel bstpetwaltung und lehnte es 'höflich, aber bestimmt ab, sich das Recht der eigenen Statutengebung irgendwie schmälern zst lassen. Darauf versuchte man mit Geivalt, Drohungen und Versprechungen, die widerspenstigen Magister umzustimmeN, aber das mißlang völlig; alle Mitglieder der Universität verlangten vielmehr einhellig, direkt an die Person des 'Kurfürsten Friedrich zu appellieren. In langem Zuge wälzte sich nun die Schär der Magister rind Doktoren, umwogt von der gesamten Studeuten- schast, an der Nicolai-Kirche vorüber über den Markt durch die Burgstraße in den Schloßhof der kurfürstlichen Pleißenburg. Völlig! überrascht, aber in rasch gefaßter Würde trat der Fürst der Deputation entgegen in demselben Saale, in dem spater die berühmte Disputation zwischen Luther und Eck stattgefunden hat. Der Theologe Johannes Kone führte das Wott; er erklärte freimütig, kein König, kein Kanzler habe sich imt die Gesetze der Universität zu kümmern; die Professoren ließen sich nicht behandeln, „gerade Ivie wenn wir Knaben unter der Rute wären". Auch andere leidenschaftliche Stimmen erhoben sich und riefen drohend, daß nie und nimmer die Universität dem Fürsten die Aussicht über sie zuerkennen werde. Eine wilde Szene entstand-, als nun noch die drei voni Kurfürsten eingesetzten Resormatorest hereinstürmten, übel behandelt, ausgepfiffen und verhöhnt vost den Studenten, die Straßen und Burghof füllten. Gewaltiger Tumult und starkes Schimpfen Hub an vor des- Kurfürsten Majestät. Und sollte er zur Hölle fahren, schrie Johannes' Koste, so werde er doch nie und nimmer diesen Gesetzen gehorchen; als ihn bet kurfürstliche Kanzler schmähte, antwortete er mannhaft: „Herr Kanzler, man kennt Euch schon als Verleumder!" (Cancellarie, Vos bene Prius prottckistis alias blasphemias!) Jnbigniert bereit bete der Kurfürst die grimmige Szene, indem er mit seinem! Gefolge den Saal verließ, während die Mitglieder der Universität trotzig, ohne zu grüßen, nach der änderest Seite abgingem Doch hatte dem Kurfürsten dies ungestüme Aufbegehren ber Magister bewiesen, daß es sich hier stnj einen Kampf der Ideen handelte. 460 — in dem heiligste Rechte verletzt waren, u!nd ein unbesieglicher Widerstand sich erhoben. Obgleich die Verhandlungen noch lange hin und her dauerten, war doch von der Ausführung der Statuten keine Rede mehr. Die Universität hatte einen vollen Sieg über die Staatsgewalt davongetragen, und stolz wie die antiken Selben , vor Troja konnten die Professoren in den Straßen Leipzigs daherschreiten. * Aus Kenexal Galliffets Leben. Ter General . Gaston-Alexandre-August Marquis von Gallifset, der kürzlich : gestorben ist, galt mit Recht im französischen Heer und Volk für die Verkörperung jenes heldischen Geistes unerschrockener Kühnheit . und ritterlicher Schueidigkeit, dem die „Grande Nation" stets eine so begeisterte Verehrung entgegengebracht hat. Unter den Männern, die sich in den letzten Jahrzehnten um die Nachfolge des französischen Lieblingshelden Bayard, des „Ritters ohne Furcht und Tadel", beworben haben, gebührte ihm zweifellos die erste Stelle. Ein.Haudegen war er und ein Ehrenmann, im Lieven nicht minder . stark wie im Hassen, sein Witz so scharf und schneidend wie fein Schwert. In Krieg und Frieden hat er seinem Vaterlande Treue und große Dienste geleistet und der entschlossene Wagemut, der ihn früh auf dein Schlachtfeld reichen Lorbeer pflücken liest, half ihm auch im politischen Leben, sich mannhaft durchzuschlagen. Mit achtzehn Jahren tritt er als Freiwilliger bei beit Husaren ein, kämpft als Leutnant im Krimkrieg mit und zeichnet sich vor Sebastopol aus. Er wird Ordonnanzoffizier beim Kaiser Napoleon, aber das ruhige Hosleben ist ihm unerträglich und auf seine eigene Bitte erhält er die Erlaubnis, 1862 in Mexiko zu kämpfen. Hier setzt er sich tollkühn der Gefahr aus, bis ihm eine Granate beit Bauch aufreißt. Es ist eine schreckliche Verwunbung und die Äerzte gestehen, daß. die Heilung hauptsächlich der außerordeittlicheit Energie und Widerstandskraft des Verwunbeten selbst zuzuschreiben sei. Nach einer schwierigen Operation werden die ausgeschuittenen Teile. seines Unterleibs durch eine silberne Platte ersetzt. An diese Verwundung knüpfte sich später eine amüsante Bemerkung ■ des Generals. Er wurde von einer englischen Zeitung aufgefordert, einen Artikel über seine Kriegsabenteuer in Mexiko zu. schreiben und antwortete nur „Artikel überflüssig: Der Bauch ist Silber, Schweigen ist Gold." Ihm wurde nach seiner Heilung die Ehre zuteil, die in Mexiko eroberten Fahnen dem Kaiser überreichen zu dürfen. Als Husarenoberst kämpft er dann in Afrika, bis ihn der Krieg von 1870 nach Frankreich zurückruft und er als General den Befehl über eine Brigade erhält. Bei der berühmten Reiterattacke von Sedan befand er sich an der Spitze der Schwadronen, obwohl er die Nutzlosigkeit dieses Todesrittes vorausgesehen hatte. Er hatte der Attacke widersprochen! als sie trotzdem angeordnet wurde, stellte er sich mit einem kaltblütigen: „Ganz wie Sie wollen" in die vorberste Reihe. Tödlich verwundet wurde er vom Schlachtfeld getragen; bei seinem Anblick soll König Wilhelm den mitleidigen Ausruf getan haben: „Ach, diese braven Leute!" Aus der preußischen Kriegsgefangenschaft kehrte er im März 1871 nach Versailles zurück und unterdrückte mit .eiserner Faust den Aufruhr der Kommune. Tann ging er wieder nach Afrika hinüber und drang mit einer kleinen Truppe nach dem äußersten, bis dahin noch ganz unbekannten Süden der algerischen Provinzen vor, bis El-Golsa, wo damals noch keine französischen Truppen hingekommen waren. Nach Frankreich zn- rückgekehrt, befestigte er seinen Ruf als glänzender Kavallerie- general Und hob die Ausbildung der französischen Reiterei durch glückliche Reformen, durch schneidig geleitete Manöver ans eine auch in Deutschland bewunderte Höhe. Auch als Kriegsmiitister int Ministerium Waldeck-Rousseau erwarb er sich außerordentliche Verdienste um die Stärkung bet Wehrkraft Frankreichs. Zur Charakterisierung seiner -Persönlichkeit seien hier aus der Fülle von Anekdoten, die von ihm erzählt werden, zwei Geschichten herausgegriffen, die ihn als ritterlichen Verteidiger weiblicher Ehre und strengen Vorgesetzten zeigen. Der verwegene Offizier war stets ein vergötterter Liebling der Tamenwelt und diese Bevorzugung hat ihm auch ^manches Abenteuer eingetragen. Als Guy de Charnais sein Buch „Tie Frauen von heute" herausgab, fühlten sich eine Anzahl Pariser Damen der Gesellschaft mit Recht beleidigt, denn sie Händen in dem Buche recht durchsichtige Konterfeis ihrer selbst, die nicht immer schmeichelhaft waren. Besonders die Fürstin Metternich, die Gemahlin des österreichischen Botschafters, mürbe etwas bitter behandelt. Tie Damen suchten einen Verteidiger ihrer Kollektivehre und wählten: Galliffet. Galliffet war damals Oberst und nahm sofort den ehrenvollen Antrag an: „Mein Degen und mein Glauben gehören Ihnen." Tas Duell bildete das allgemeine Gespräch. Da am Abend vorher noch ein großer Ball stattfand, ließen am Morgen die Damen es sich nicht nehmen, in der Äall- toilette nach den Wohnungen der Kombattanten zu eilen und sich nach dem Schicksal der Gegner zu erkundigen. Tas Duell endete, nach scharfem Kampfe schließlich mit einer leichten Verwundung des Marquis de Charnaiö. Im Dienste war Galliffet von gerechter Strenge und von allen gefürchtet, die ihre Pflicht nicht erfüllten. Als Kriegsminister pflegte er oft in Zivil auszugehen. So tritt er eines Abends an einen Wachtposten vor einer Kaserkte heran und ladet den Posten ein, mit ihm in dem benachbarten Lokal 'eine Lage Wein zu nehmen. Ter Soldat schüttelt den Kopf: „Nein, nein, wenn der Galliffet das erführe, ich wäre verloren." Aber schließlich läßt der Posten sich doch überreden. In der nächsten Wirtsstube wird ein Glas Wein getrunken; aber-nun besteht der Soldat darauf, anch seinerseits eine Lage zu zahlen Um 'einen Auftritt zu vermeiden, muß Galliffet nachgeben. Eine halbe Stunde später ließ Galliffet den Soldaten zu sich in die Kaserne rufen. „Kennen Sie mich wieder?" „Jawohl, Herr General." „Sie haben Ihren Posten tiertaffen, um Wein zu trinken." „Jawohl, Herr General." „Sie haben für mich eine Lage Wein bezahlt, darum will ich nicht allzustreng fein. Diesmal kommen Sie mit 14 Tagen davon. . ." * D a s Geheimnis des langen Lebens. Auf Grund zahlreicher Experimente und sorgfältiger Krattkenbeobachtungeu trägt jetzt Dr. Distaso, ein bekannter Pariser Arzt, interessantes Material zusammen, um die berühmte Theorie von Metschuikosf zu stützen, die als das „Geheimnis der Langlebigkeit" so lebhaftes Aufsehen erregt hat. Metschnikoffs Theorie gipfelt in der Behauptung, daß der Tickdarm die gefährlichste Brutstätte verderblicher Bazillen sei, die die meisten Krankheiten und chronischen Leiden hervorbringt. Während eines längeren Studienbesuches in London hat Tr. Distaso im St. Mary-Hospital die Darmbazillen einer Anzahl Patienten untersucht, denen der Tickdann auf operativem Wege entfernt worden war; seine Feststellungen gipfeln in der Ansicht: „Jedem Kinde sollten der Tickdann und der Blinddarm im Alter von zwei oder drei Jahren herausgenommen werden." Tie Patienten, die sich dieser Operation unterzogen haben, sind heute von ausgezeichneter Gesundheit: zwei von ihnen,. die vor der vor etwa vier Jahren erfolgten Operation ständig bettlägerig waren, erfreuen sich nun einer robusten Gesundheit und haben an Gewicht zugenommen. Man hat auch bei den Operierten wiederum neugebildete Bazillen gefunden, aber sie erwiesen sich als völlig harmlos und zum Teil sogar dem Organismus wohltätig. Einem Londoner Journalisten gegenüber äußerte sich der französische Gelehrte: „Meine Experimente beweisen, daß wir uns alle ohne diesen gefährlichen Darm viel wohler befinden würden, berat er ist nur ein idealer Brutplatz für verderbliche Krankheitskeime. Fast alle chronischen Leiden sind auf die Wirkungen dieser Bazillen zurückzuführen." Als ein außerordentlich gefährliches Nahrungsmittel werden die Eier bezeichnet: „Das Ei durchläuft in unseren Eingeweiden dieselben Zersetzungsprozesse wie außerhalb unseres Körpers und bildet in unserem Innern die güitstigste Entwicklungs- gelegenheit für die Bazillen." Literatur. — Nord u n b 6 ü d. Eine deutsche Monatsschrist. 33. Ja heg Julihest 1909. Verlag Nord und Süd, G. m. b. £>., Berlin W. 36 Stus dem Inhalt des Juliheftes: Sigurd Ibsen: Natur und Mensch — Hans Rosenhagen: JcuneS TlcQieitl Whistler. — Hermann Kienzl Kettenkleid, Gedichte. — Kurt Aram: Die Hagestolze, Roman (Schluß). - Ludwig Gurlilt: Neber den Kampf der Erziehungs- rctornter. — Otto Braun: Ans Schellings Nachlaß. Leopolö Schmidt: Parstial. — Erich Felder: Franz von Stuck. — August Strindberq: Mittsommer, Drama (Fortsetzung). — Julius Hart: Der Ursprung ber Aesthetik. — Paul Schüler: Ter Alaun int Spiegel. — Religiöse Grundgedanken und moderne WtsiensttM. Eine Umtrage (Fortsetzung). Antwort von Geb. Regierungsrat Prof. Dr. Paul Sorauer. — Rundschau: Arthur Eloeßen. Goelhetage in Weimar unb Lauchstädt. — M. O.: „Zur Weinprobe van der Meers. — Richard M. Meyer: Italienische und engltzche Liebesbrieie. — Wilhelm Hüttemann: Heinrich Fürchtegott Dippelmann: Nachgelassene Schriften eines Alpinisten. — Illustrierte Bibliographie. — Kunstbeigaben: Otto Böhler: Richard Wagner, dirigierend. — Whistler:. Vierfarbendrucke. — Van der Meer: Wemprobe. — Franz von Stuck: Aktstudie, Phantastische, Jagd, Aktstudie, Mädchenbildnis, Aktstudie, Sphinx. — Musikbeigaben: Kart Goldmark: Der wilbe Jäger (Text von Pros. Dr. Wilhelm Altmann). — Lessinggefellschait für Kunst unb Wissenfcha't. Bilderrätsel. Auslotung tu naaiiter Summer. •9 f6'. 'M Mi Auflösung des Zitatenrätsels in voriger Nummer: D a macht iv jeder jemand einmal einen dummen Streich. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fchen Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gieße»-