Donnerstag den 22. April 1909 — Nr. 63 Mi »MW ■■ai ibBj BliÖ «JWikii,1! jjjgl • WLIIII e 1 ••• gfeii Spätinghof. Roman von K. v. b. Eider. (Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.) Er trat in den Stall, wo noch alles dunkel war. Die Pferde klirrten mit der Sette, und vorn Schweinekoben her ertönte ein leises Grunzen. Er zündete die Stallampe an und sah umher. Nein, er hatte keine Angst; was konnte ihm passieren? Das kärgliche Licht erleuchtete den großen Raum nur ivenig. Wie Gespenster blickte es Jak aus allen Winkeln an. Was war das? Ach, es lvar nur eine Forke, die umge- falten war. Regte es sich nicht hinter ihm? Es wareni nur die Hühner, die hinter dem Verschlage rumorten. Aber dort? War das nicht ein Spatz? Was waren das für ein paar braune Kinderaugen? Wo hatte er sie gesehen? Was tuar das für eine Stimme, eine hohe, schrille Kinderstimme, die ihm ins Öhr schrie: Mörder! Mörder!? „Unsinn!" sagte Jak Thomsen. „Tine ist ja in der Küche und schrubbt das Milchgeschirr, und sie ist kein Kind mehr, sondern ein vernünftiges Mädchen." Er ging zu Tine. Sie stand am Herd und kochte für Mamsell die Abendsuppe. Es fiel ihm auf, daß ihre Augenlider inte vom vielen Weinen gerötet waren. Als er eintrat, wandte sie sich um und fragte, ob er nicht Abendbrot essen wollte. Aus dem Küchentisch stand Brot und Speck, daneben lagen Messer und Holzteller. Jak griff mechanisch nach seinem Messer; dann warf er es hin. „Ich habe keinen Appetit," sagte er. „Und die Alte stör' man auch nicht, die wollte schlafen." Er ging Ivieber in den Stall, fütterte die Pferde und warf ihnen frische Streu unter. Er trat aus der Stalltür auf den Hof und sah ins Wetter. Er ging ums Haus herum und sah die Trift entlang und ging wieder zurück iit den Stall, setzte sich auf die Futterkiste und. stopfte seine Pfeife. Dann wieder ging er auf der Hinterdiele auf und ab und horchte auf jedes Geräusch im Hause. Aus der Küche drang unterdrücktes Schluchzen, in der Wohnstube aber war es totenstill. Leise trat er näher an die Tür und horchte, er hörte seinen eigenen Atem; er hörte die Stubeuuhr drinnen ticken. Jetzt setzte sie zum Schlage au; es war acht Uhr. Zwei Stunden waren vergangen, seitdem er der Tante die Medizin eingerührt hatte. Ob sie ihre Wirkung getan hatte? . . . Jak öffnete leise die Tür. Sein erster Blick siel auf die Lampe, die noch auf dem Tisch stand und ein wenig blakte; der zweite Blick traf die Tante, die totenbleich mit geschloffenen Augen und ein wenig geöffnetem Munde int Bette lag. Ja, so sah eine Tote aus. Und plötzlich schlug er die Tür zu und floh. So kam er in die Küche. „Jak, um Gottes willen, was fehlt dir?" rief Tine. „Du siehst ja aus wie der Tod; die Haare stehen dir zu Berge!" „Die Alte — sie ist tot!" Mühsam brachte Jak die Worte heraus. „Tot?" sagte Tine leise. „Ach Gott!" „Geh du mal rein, Tine," bat er, „sieh mal nach." Sie sah ihn kläglich an. „Ich kann nicht. Ach, Jak, ich tarnt keinen Toten sehen. Fühl mal meine Hände, sie sind eiskalt." „Meine auch," sprach er. „Komm, Mädchen, wir wollen uns wärmen aneinander." lind er preßte das Mädchen heftig an sich, um durch beit Siunenrausch die fürchterliche innere Unruhe zu dämpfeu. Er bedeckte Hals und Wangen mit glühenden Küssen. „Du, du," sagte er, „fei still, du! Was willst du mir sagen? Nein, sprich nicht — nicht jetzt - hab utich lieb, du schwarze Deem, aber sieh mich nicht an." Und sie schwieg, und sie senkte die rotgeweinten Augenlider, daß die langen Wimpern wie Schatten auf der Wange lagen. Jak Thomsen hielt sie au deu Häudeu und sah sie an und schlang seine Arme um sie. Eine Tür int Hause ging. „Das war der Wind, die Alte ist tot — was willst du?" Hinter ihnen rauschte etwas. In der offenen Küchentür stand eine gespenstische Gestalt, in Tücher gehüllt, ein Kissen auf dem Rücken. Große, fürchterliche Augen blickten auf das Paar. Tine stieß einen Schrei aus. „Ihr Geist!" jammerte: sie und fant in die Knie. Jak fuhr herum. Wie versteinert starrte er die geisterhafte Gestalt an. Jetzt befant diese Leben. „Ihr freit?" krächzte sie. „Und ich armes, elendiges Mensch muß verhungern und umkornmen. Ihr — ihr freit!" Ihre Stimme brach. Jak gewann mit einem Male feine Selbstbeherrschung wieder. Also sie war nicht tot; sie lebte. Sie war vielleicht nach langem Warten eiugeschlafen und vorhin aufgewacht, als er die Tür zu sch lug. Da hätte sie die Unruhe heraus- getrieben. Wie tarn es, daß sie noch lebte, hatte sie eine noch zähere Natur als die Ratten? Jak wurde plötzlich sehr energisch und sehr ärgerlich. „Scher dich ins Bett, alte Eule!" rief er. „Was schnüffelst du hier herum!" „Wahr dich, mein Jung, wahr dich!" kreischte die Alte. Mühselig schlich sie fort. Tine, die merkte, daß es kein Geist wär, sprang herbei und half ihr. Bald lag die Alte wieder in ihrem Bett; sie schnappte nach Luft und hustete und krächzte dazwischen. „Wo — ist Jan? Morgen — komme — die Kühe — rein." Zwischen jedem Worte schnappte sie nach Lust. „Morgen — kommt — mir die Deern aus dem Hanse. - Morgen — morgen." Sie fuhr fort zu sprechen, abgerissen, wie jemand, der in Fieberphantasien liegt. Der alte graue Kater, der sich 250 herein geschlichen hatte, umstrich schnurrend ihr Bett, als ob er zuhörte. Tiue wärmte die Abendsuppe am Herd, und Jak ging mit finsterem Gesicht in der Diele auf und ab. Drohend schüttelte er die geballte Faust nach der Wohnstubentür. „Warte nur, morgen, morgen bekommst du die doppelte Portion. Wir wollen doch sehen, wer stärker ist, ich oder du!" Tine hatte die Suppe hereingebracht und kam fliegenden Schrittes über die Diele. Die Alte hatte ihr drohend die knochige Faust entgegengestreckt, und unter dem Bette hatte zusammengekrümmt der Kater gelegen mit glühenden Augen. „Tu bist narrsch!" sagte Jak. Er trat in die Küche, stopfte sich die Pfeife und nahm d.ie Mütze vom Haken. „Ich gehe noch mal zu Frie Kühl," sagte er. „Ich muß meinen Aerger versaufen!" „Geh nicht — geh nicht!" bat Tine. „Mir hat den ganzen Tag was auf der Seele gelegen, was ich dir sagen muß. Rein, geh nicht — ich muß dir's erst sagen — sonst kann ich die ganze Nacht nicht schlafen." „Deern, du bist mall," sagte er. „Weswegen weinst denn — weil uns die Alte überrumpelt hat? — Was hast denn noch? Deern, mach mich nicht wild!" Tine hatte ihre Hände gefaltet unb hob sie hoch bis zu Jaks Schulter. „Jak, Jak," jammerte sie. „Tu hast mich in Unehren gebracht; wenn du mich nicht'wieder zu Ehren bringst, komm ich um in Schimpf und Schande. Dann darf ich meiner Mutter nicht wieder ins Haus kommen. Jak, verstehst du mich?" . „Ja, ich versteh dich," sagte er. Er strich sich über die Stirn, sie hatte Falten, und seine Wangen waren blaß. „Ich versteh dich — ja, es wird Zeit — hohe Zeit!" Und plötzlich erfaßte ihn der alte Zornmut. „Was heulst du, Deern? Wenn du meine Frau wirst, dann wirst du die reichste Bäuerin in Witzwort. Sei still unb gib mir einen Kuß; Jak Thomsen läßt bich nicht sitzen." „So," fuhr er etwas milber fort, „nuu geh ins Bett. Ich geh noch mal in ben Krug. Ein gutes Glas Grog ist das Beste, gegen den Aerger." Er ging. Auf der Trift sah er sich noch einmal um. Dä lag Spätinghof vor ihn: im Mondschein in seiner ganzen stattlichen Größe. Alles Blut strömte ihm zu Kopfe. „Weh, iver mir das nehmen will," rief er fast laut. „Jak Thomsen ist nicht dazu geboren, ein Knüppelbauer zu werden." . . . Tine ging bald zur Ruhe. Einmal noch schlich sie auf Strümpfen ins Wohnzimmer, löschte die Lampe und zündete dafür das in einem Oelglase schwimmende Nachttämpchen an. Die Alte lag still in ihrem Bette; sie schien zu schlafen. Bor dem Bette lang ausgestreckt lag der Kater. Tine schlüpfte hinaus und ging zu Bett; aber sie fand lange keinen Schlaf. Immer wieder tönten ihr die Worte der alten Schaue ins Ohr: „Der bich will, den willst du nicht, und den Pu willst, der will dich nicht." Ja, das erste war wohl wahr, aber das zweite? Nein, nein, es konnte nicht sein. „Jak, Jak, verlaß mich nicht; ich bin in großer Not," so betete ihre Seele, und ihre Hände waren dabei gefaltet. „Jak, mein Herr und mein Gott!" Ivar eine unruhige Stacht. Am Himmel jagten sich offen. In dem alten Schornstein heulte es, als ob ein Sturm im Anzuge wäre. Halb im Traume hörte Tine eine Tür klappen. Sie hatte einen schlechten Traun: von einer großen, grauen Katze, die sie mit glühenden Augen ansah. Im Traume hörte sie ein Stöhnen; es rief jemand ihren Namen. Sie wollte ausspringen, aber die Katze lag ans ihrem Leib und hielt sie fest umklammert. Und plötzlich erwachte sie und lag in Schweiß gebadet. Alles im Hause war still, und die Uhr von: nahen Kirchturm schlug vier. Da legte sic sich auf die andere Seite und schlief weiter bis zum Morgen. Jan kam an diesem Abend erst gegen elf Uhr nach Hause. Er schlief, seitdem die Tante krank war, im Wohnzimmer in dem zweiten Wandbett. Bei dem Scheine des Nachtlämpchens entkleidete er sich leise und war bald eingeschlafen. Eine halbe Stunde mochte er wohl geschlafen haben, als er von einem Geräusch erwachte. Jak kam mit unsicheren Schritten ins Zimmer und machte sich noch ein Glas Grog zurecht. Jan sah, wie er an die Schatulle trat, Zucker aus der Tüte in das Glas schüttete, es halb voll Rum goß und aus den: heißen Kessel, der in: Ofen stand, Wasser dazu tat. Er rührte es im Stehen um und trank es in einem Zuge leer. Es kam Jan sonderbar vor, daß der Bruder heute abeud nicht ohne Grog einschlafen konnte; wozu war er dem: in dem Krug gewesen? Die ganze Stube roch widerlich nach den: starken Grog. „Hast du denn in: Krug nicht genug gekriegt," fragte Jan unwillig. „Nein," erwiderte Jak. „Frie Krügers Grog ist die reine Pflanmenfuppe. Willst du nicht auch 'nen Schlummerpunsch? Man schläft fein danach." „Nein," sagte Jan, „sei man ein bißchen still, die Tante wird wach." Jak hörte nicht mehr. Er taumelte zur Tür hinaus in seine Stube, die er jetzt allein bewohnte. Jan hörte, wie er sich im Dunkeln die Diele entlang tappte und die Tür zuschlug. Dann war alles still, und Jan schlief beruhigt ein. Nein, es war nicht still, Jan erwachte bald von einem Stöhnen. Er horchte auf. „Warst du es, Taute?" fragte er. Die unregelmäßigen Atemzüge der Taute antworteten ihm. „Ich habe geträumt," dachte er und schlief wieddr ein. Tie Pappeln von Spätinghof rauschten, und in: Schornstein heulte der Wind. 9. Grau und düster brach der nächste Morgen an über Spätinghof. Draußen wehte ein eisiger Wind. Eine dunkelblaue Wolkenwand stieg im Westen auf: nun mußte es bald Schnee geben. Spätinghof lag heute im Dunkel. Schatten fielen auf die Fenster; es sah heule in dem alten Hause noch öder und unfreundlicher als sonst aus. Mamsell Goos schien der gestrige Tag nicht gut bekommen zu sein. Still, mit halbgeschlossenen Augen lag sie da. Neben ihrem Bette stand die Obertasse nut dem Pulver, das Jan ihr soeben eingerührt hatte. Heute führte sie nicht einmal die Komödie des Einnehmens n:ehr aus; sie war vollständig apathisch. Einmal nur war sie aufgefahren, als Jan den Kater, der steif und lang ausgestreckt vor dem Bette lag, in dick Höhe nahm. „Er ist tot," sagte Jan, „was hat er denn gefressen?" Da fuhr die Kranke auf, verwirrt, entsetzt starrte sie Jan an; aber dann sank sie wieder matt in die Kissest zurück. Ihre Hände krallten sich in die Bettdecke. „Die Medizin," murmelte sie, „ausgeleckt." Als Jan ihr dann noch einmal die Obertasse reichen wollte, stieß sie ihn von sich. Jan war ratlos. Die Tante war augenscheinlich sehr krank; sie wollte aber nicht einnehmen. Was machte er nur? Wieder machte die Alte große Anstrengung, zu sprechen. Er beugte sich über sie. „Heute — Kühe — rein," weiter vernahm er nichts. Er nickte, und beruhigt schloß sie die Augen. „Es geht mit ihr zu Ende," dachte Jgn. „Aber Gott soll mich bewahren, die Kühe hereinzuholen, ehe ich mit Jak gesprochen habe." Da die Tante jetzt zu schlafen schien, ging Jan leise hinaus. (Fortsetzung folgt.) Das Alter des Menschen. Boi: Georg B u s ch a n. Wer auf entwicklungsgeschichtlichen: Standpunkte steht — und ein jeder exakte Naturforscher tut dies —> wird sich der Annahme nicht verichließen können, daß auch der Mensch aus niederen Lebewesen yervorgegangen ist. Nur darüber werden die Meinungsunterschiede bestehen, ob die nächsten Vorfahren des Menschen sch-on an der Stufe der Säugetierentwicklung (in: Eozän, wie Klaatsch annimmt) gestanden haben oder ob dieselben in Tieren aus geologisch jüngeren Erdschichten, im' besonderen in den vor- weltlichen Affen zu suchen sind. Die llebereinstimmung der heutige!: Anthropoiden und Menschen in ihrer ersten Kcimesanlage, vor allen: in der Beschaffenheit der Eihäute, sowie in der biologischen Blutbejchasseuheit (Serumrcattion nach Uhlenhuth's, Nuttals und Friedenthals Forschungen) fallen zu Gunsten der zweiten Auffassung ins Gewicht. Wo sich die Menschwerdung vollzog und zu welchtzw Zeitpunkte, ist zurzeit noch dunkel. Wer- 251 über werden wir erst Ausschluß erhalten, wenn die geologischen Schichten der verschiedenen Erdteile genügend erforscht worden sind. Indessen befinden wir uns bereits auf bemi besten Wege, dieser Frage näher zu treten. Bis vor noch wenigen Jahren ging die Ansicht der wissenschaftlichen Anthropologie dahin, daß die ältesten Spuren des Menschengeschlechtes bis in die Zwischeneiszeit (nach neueren Untersuchungen von Hahne und Wüst, genauer gesagt, in die Waldphase der Rißwurm-Periodei hinausreichen. Es waren dies die Funde von Taubach und Ehringsdorf bei Weimar. Indessen ließen sich schon seit langem Stimmen vernehmen, die dem Menschen ein noch höheres Älter zuschrieben. Da trat Rutot mit der Behauptung ans, daß bereits in den miozänen (tertiären) Schichten an zahlreichen Stellen unseres Kontinents Feuersteine gefunden worden seien, die deutliche Spuren einer Abnutzung von feiten eines bewußt mit ihnen umgehenden Wesens erkennen lassen. Es waren dies die Eolithen, und augenblicklich dürften Ivohl die meisten Urgeschichtsforscher diesen Standpunkt teilen, zumal wenn sic, wie Verfasser, Gelegenheit fanden, unter Rutots meisterhafter Führung nnd Erklärung im naturhistorischen Museum in Brüssel die verschiedenen Formen der Eolithen und ihre Handhabung zu studieren und aus den Lagerungsstättcn Belgiens sie direkt tut Ort und Stelle zu entnehmen. Nun ist allerdings mit der Anerkennung dieser Steine als primitiver Werkzeuge noch nicht gesagt, daß sic direkt von Menschen herrühren müssen: sie können auch tion Wesen stammen, die im Begriffe standen, Menschen zu werden, also von affenähnlichen Geschöpfen. Denn, wie Frie- derici kürzlich aus Reiseberichten wahrscheinlich gemacht hat, be- sitzen unsere heutigen Anthropoiden schon so viel Ueberlegung, daß sie auf ihre Feinde mit Steinen werfen, solche zum Aufschlagen von Nüssen aus einer ebensolchen Unterlage benutzen usw. Wir werden solange mit unserer Entscheidung, ob die Eolithiker fertige Menschen waren oder noch nicht, zurückhalten müssen, bis lvir die sterblichen Ueberreste dieser Wesen aufgefunden haben. Der Anfang hierzu ist erfreulicherweise schott gemacht. Im Oktober 1907 glückte es Dr. Schötcnsack, einem bekannten Urgeschichtsforscher, der schon lange nach Resten des Urmenschen fahndete, in den Sanden von Mauer (10 Km. von Heidelberg), denen ein tertiäres Atter zugeschriebcn wird, in einer Tiefe von 24,60 Meter unter dem heutigen Niveau einen Unterkiefer auf- zufinden, der wegen seiner massigen Entwicklung zunächst den Eindruck macht, als ob er nur einem größeren Affen angehören könne. Bei der genaueren Untersuchung hat sich aber herausgestellt, daß dieses bisher eiuzig dastehende Fossil einem ntenschcn- ähnlichen Wesen zugesprochcn werden muß; hierfür spricht vor altem die Anzahl der Zahne, die völlig der des Menschen gleicht. Selbstverständlich hat der Maner-Unterkiefer — Homo Hcidcl- bergensis hat Schötcnsack ihn getauft — das lebhafteteste Juteresse aller Anthropologen wachgerufen, das beinahe so groß ist, als das, welches taan dem Pithecanthropus entgegenbrachte, jenen Schädel- restcn aus Java, die man wohl jetzt allgemein eittcnt größeren ausgestorbenen Gibbon zuschreibt und für die direkte Abstammung des Menschen nicht mehr in Betracht koinuicn läßt. Die auffälligste Erscheinung an dem Mauer-Unterkiefer ist seine mächtige Knochenentwicklung, zu der die relativ kleinen Zähne, die aber int Verhältnis zu denen des modernen Europäers immer noch groß genug erscheinen, einen auffälligen Gegensatz bilden. Es spricht dieser Umstand offenbar dafür, daß die Vorfahren mehr Zähne besessen haben. Diese Massigkeit des Unterkiefers äußert sich einmal in der bedeutenden Dicke seines Körpers, sodann in der beträchtlichen Breite seiner Fortsätze. Weitere merkwürdige Eigenschaften des Heidelberger Fossils sind u. a. das Fehlen eines Kinns und die Ausbuchtung des unteren Randes des Symphysenteiles. Die meisten seiner charakteristischen Erscheinungen sind dein modernen Europäerschädel fremd; sie lassen sich höchstens tut den Unterkiefern der für niedrigst geltenden Rassen, wie der Australier und gewisser Neger, noch gelegentlich beobachten. Auf der andern Seite weisen sie auch wieder Annäherung an die bisher ältesten vorgeschichtlichen Unterkiefer der sogenannten Ncandertalgruppe (Unterkiefer von La Naulette, Krapina, Ochos, Spy I) auf; icdoch kamt eS keiner derselben hinsichtlich der Eigenart mit jenem auf- nehmen. Es darf daher keinem Zweifel unterliegen, daß tun es bei dem Mauer-Unterkiefer, der ja auch einer geologisch viel älteren Zeit als die angeführten diluvialen Unterkiefer angehört, mit einem Vorfahren dieser Diluvialmenschen zu tun haben. Ein Vergleich des „alten Heidelbergers" mit den Unterkiefern unserer Anthropoiden, ivie Schöten;ack ihn angestellt hat, läßt auch Be- ztehungcn zu diesen deutlich erkennen, so daß der Schluß voll berechtigt erscheint, in dem Mauer-Unterkiefer haben wir den Ueberrest eines gemeinsamen Vorfahren von Menschen und Menschenaffen oder tvenigstens eines diesen sehr nahestehenden Wesens z>t erblicken. Auf jeden Fall ist durch diesett Fund ein weiterer Schritt rückwärts in der Gestaltung des Menschenskelettes-getan. Weiteren Ausschluß über die körperliche Enlwickeli.ng des Menschenskelettes bringen itttS zwei Funde, die int Sommer vergangenen Jahres in Frankreich gemacht worden sind, der zu Le Moustier in der Dordogne und der zu La Cchapelle-aux-Saints im Departement Corrsze. Tas Skelett von M o u st i e r, dessen Entdeckung lvir dem schweizerischen Prähistoriker O. Hauser verdanken, gehörte einem noch recht jungen, anscheinend erst 16jährigen männlichen Individuum an. Aus bett beiliegenden Feuersteinwerkzengen zu schließen, stammt es ans altdiluvialen Schichten (Epoche von St. Acheul), ist also bebeutend jünger als ber Mauer- Unterkiefer. Soweit die Knochenreste erhalten sind, unterliegt es keinem Zweifel, daß dasselbe dem Formenkreis der Neandertal- gruppe angerciht werden muß. Besonders trifft dieses für beit Schübel zu, ber bie typischen Eigenschaften des Neandertalers, oder, wie man jetzt sagt, des Homo primigenius, aufweist: mächtig entwickelte Ueberaugettbrauen-Wülste, fliehende Stirn, runde Augcn- höhlen, eigenartige Bildung des Hinterhauptes, massige Entwick- lung des Unterkiefers, Fehlen des Kinuvorsprunges, große Zähne usw. In einzelnen Punkten ist der Moustier-Schädel noch primitiver als der von Spy. Auch der Schädel von La C ha pell e- aux-Saints ist eilt typischer Neandertalschädel; er gehört einem greisenhaften Individuum an. Leider liegt sein geologisches Alter nicht so deutlich zutage, denn der Fund wurde nicht fachgemäß gehoben. Es kann indessen mit Sicherheit behanptet werden, daß er der Diluvial- oder Eiszeit angehört, und zwar, tote Professors Boule aus den das Skelett begleitenden Feuersteittgcräten und Tierknochen (Renntier) vermutet, dem mittleren Diluvium. Ter Correze-Schädel ist somit noch jünger als der von Le Moustier. !Tie Beweise für das Vorhandensein einer einheitlichen Rasse zur Zeit des Diluviums, die sich deutlich von den heutigen Europäern unterscheidet, haben sich in ber letzten Zeit in erfreulicher Weise vermehrt, wie wir int Vorstehenden gesehen haben; ich betone dies noch besonders, weil vor ganz kurzem wieder, Prof. Kollmann bie Berechtigung, eine solche eigene Rasse aufzustellen, bestritten hat. Für ihn stellt der Neandertalschädpl nur eine, besondere Varietät des Modernen Menschen'vor, der in seiner heutigen Form bereits von Anfang an bestanden haben soll. Nach dem gegenwärtigen Standpunkte unseres Wissens dürfen wir mit vollem Recht für bett europäischen Menschen unseren Kontinent als Ort der Menschwerdung in Anspruch nehmen. Seine Urahnen lassen sich bis zu dem Homo Heidelbergensis zarückverfolgen: dieser aber wieder gibt das Bindeglied zu unseren Vettern, den Menschenaffen, ab, Mit denen wir also gemeinsame Großväter! haben dürften. Neben Europa dürften wohl noch andere Zentren für bie Menschwerdung bestanden haben: Genaueres wissen wir allerdings darüber nicht. Klaatsch nimmt Australien als ausschließliches Entstehungsgcbiet der Menschheit an. Es ist nicht unmögltch, daß, wenn auch nicht gerade dieses, so doch eine benachbarte Gegend der indischen Inselwelt, die ursprünglich ein größeres Festland bildete, ein zweites Zentrum abgegeben hat, von dem die schwarze Rasse ihren Ausgang nahm, zumal hochorganisierte Affen (Pitheous sivalenfisi dort gehaust haben. Ob wir für bie gelbe Rasse ebenfalls ein solches Zentrum annehmen dürfen, entzieht sich unterer Beurteilung. Hingegen ist für Amerika durch Hrdlickas For- schungeit festgestellt worden, daß hier die ältesten Skelettfunde aus relativ jungen geologischen Schichten stammen: es ist daher wahrscheinlich, daß die rote Rasse aus Europa seiner Zeit nach Nordamerika eingewandert ist, und dies wohl schon zur palaeoli- thischen Zeit. Zwar hat Ameghino in tertiären Schichten Südamerikas fossile Affen aufgefunden, die Annäherungen an bett Menschlichen Typus in mancher Hinsicht zeigen, und ebenso Leh- mann-Nitsche in dein pliocäuen Pampas-Lehm von Monte Hermosa (Argentinien) einen Wirbel uachgewiescn, ber Uebergänge zwischen menschlichen und tierischen Eigenschaften zeigt, aber doch schon mehr menschlich aussicht und offenbar einem Wesen angehörte, das schon aufrecht ging und einen Schädel mit geringem Gehirn besaß; aber uns fehlen bisher weitere Entwickelungsstufen dieses etwaigen Vorfahren des Menschen, so daß wir annehmen müssen, diese auf dem Wege der Menscheuwerdung begriffenen Wesen (Proanthropus-neogaeus) sind vorzeitig ausgestorben, bevor sie dieses Ziel erreicht hatten. vermischter. * Ein kurhessisch er Gedenkt«g. Am 22. April werden es 100 Jahre, seit Oberst v. Dörnberg einen Aufstand hervorrief, der der napoleonischen Herrschaft im Kurhessischen ein Ende bereiten sollte. Wilhelm v. Dörnberg, Oberst und Kommandeur des westfälischen Gardejäger- Bataillons in Kassel, ein tüchtiger Offizier, der zuerst in preußischen Diensten gestanden und als König Jerome int Dezember 1807 alle Eingeborenen ihres Territoriums, die in auswärtigen Diensten standen, bei Verlust ihrer Güter, zurückrief, nach Kurhessen zurückgekehrt war, wurde von Jerome zum Kommandeur der Gardejäger eruannt. Dörnberg stand mit der in Preußen die Erhebung gegen Frankreich vorbereitenden Partei in engster Fühlung und sah die Stellung im westfälischen Heere als besonders günstig an, für die gemeinsame Sache zu wirken, was ihn zum Ein- tritt bewog. Am 22. April 1809 kam es in Kurhessen zur Erhebung. Bauern und alte Soldaten aus Ober- unds Nieder-Hessett bildeten die Verschwörer. Von Homberg aus führte Dörnberg die 3000 Insurgenten — sein Bataillon hatte er tticht zum Abfall ztt bewegen vermocht — nachdem ihnen auf dem Marktplatz Hombergs Karoline von Baumbach die selbstgestickte Fahne mit der Inschrift: „Sieg oder Tod im Kampfe für das Vaterland" übergeben hatte gegen Kassel. Südlich der Stadt, an einem Gehöft, das seitdem die „Knallhütte" heißt, traf Dörnberg am 23. April früh zwischen 4 und 5 Uhr auf die Truppen ^eromes. -"ich halbstündigem Kampfe stoben Dörnbergs Scharen auseinander- Dörnberg entkam mit knapper Not der Gefangenschaft und floh nach Böhmen. . *' Schwäbisches Schulwesen m der guten alten Zeit. In der dieser Tage zum Abschluß gelangten großen Publikation des Württembergischen Geschichts- und Altertumsvereins über den württembergischen Herzog Karl Eugen und lerne Zeit wird von Dekan Dr. Schmid auch das Volksschulwesen, für das sich unter Herzog Karl Eugen ein bedeutender Aufschwung ani- bahute, ausführlich behandelt. Als Karl Eugen 1737 zur! Ra- gierilng gelangte, Ivar die Schulordnung von 1729 tn Kraft, der zwar von den Historikern mancherlei Vorzüge nachgeruhmt werden, deren Anforderungen aber die meisten Schulen des Landes nicht entsprachen. Ein Hauptgrund lag in der Person der Lehrer, denen es in weitgehendem Maße an der nötigen Bildung fehlte. Es gab Gegenden, wo es die Regel war, daß Bauern und Handwerker, insbesondere solche, die zu ihrem eigenen Beruf nicht mehr tüchtig waren, ohne weitere Ausbildung das Schulhalten uber- nahnien, so namentlich aus dem Schwarzwald, der schwäbischen Alp und Welzheimer Wald: aber wenn auch in den dichter bewohnten Landesteilen mit geschlossenen Dörfern in der Regel ausgebildete Lehrer wenigstens in den Pfarrdörfern waren, jo bestand die Ausbildung eben darin, daß man als „Lehrling" bei einem Schulmeister, die Schulmeisterssöhne bei ihrem Vater, die Kunst- grifse des Unterrichtens absah, die dieser ebenso handwerksmäßig seinerzeit gelernt und seither gewohnheitsmäßig geübt hatte. Von einer wirklichen Ausbildung konnte ebenso wenig wie bei den Schulmeisterlehrlingen, bei den Schulmeistevgesellen, den „Provisoren", die Rede sein. Dieses Provisoviat bestand darin, daß Man bei einem alten oder kranken oder durch seine Nebenämter als Gerichtsschreiber etc. am regelmäßigen Schulhalten verhinderten Schulmeister oder bei einem solchen mit zu großer schtiler- zahl sich verdingte. Außerhalb der Schule war der Provisor- eben der Knecht des Schulmeisters, der zu allerlei häuslichen und landwirtschaftlichen Arbeiten verwendet wurde. Bei der Wahl der Schulmeister durch die Gemeinden waren meist weniger die Tüchtigkeit des Bewerbers als andere Rücksichten ausschlaggebend, wenn auch die Uebung, daß bei der Wahl des Schulmeisters darauf gesehen wurde, ob er ein Handwerk auszuüben vermöge, das augenblicklich im Dorf nicht vertreten war, mehr und mehr aufhörte. Immerhin hieß es noch 1762 bei einer Gelegenheit, man habe mehr einen Barbier als einen Schulmeister im Ort gesucht. Einen großen Vorzug bei der Wahl hatte ein aus dem «Ort selbst stammender, zumal wenn er einige Güter hätte, deren Ertrag ein willkommener Zuschuß zu der schmalen Schulbesoldung war, sodaß die Gemeinde der Notwendigkeit der Erteilung einer Zulage überhoben war. Ueberhanpt war die Besoldung äußerst kärglich.*) Je nach der Größe der Schule belief sich die Einnahme auf 20—300 Gulden im Jahr, doch wurde dieses Maximum nur in sehr seltenen Ausnahmefällen erreicht. Auch war das Schulgeld oft sehr schwer einzutreiben; und wenn es in Naturalien zu leisten war, war je nach der größeren oder geringeren Beliebtheit des Lehrers die Qualität besser oder geringer-. Ein bedenkliches Kapitel war auch der Raummangel in den Schul- Häusern. Gab es doch in Stuttgart, vollends aber auf dem Land Schulhäuser, in denen nur eine einzige Stube war, die also nicht bloß als Unterrichtsraum für die Schüler, sondern auckt als Wohn- und Schlafraum für den Schullehrer und seine Familie diente; es läßt sich denken, welche Störung die Schultätigkeit dadurch erleiden mußte, zumal wenn ein Mitglied der Familie krank wurde oder diese Zuwachs erhielt. Mitunter gab cs sogar gar kein öffentliches Schulhaus, und das Häupterforderrtis, auf das bei der Lehrerwahl gesehen werden mußte, war dann, ob der betreffende Bewerber eine geeignete Stube hatte. Interessant für die heutige Zeit sind auch die Gehaltsbezüge an den höheren Lehranstalten. Der Rektor des Gymnasiums illustre zu Stuttgart, des heutigen Eberhard-Ludwigsgymnasinms, bezog um das Jahr 1764 neben freier Wohnung eine Besoldung von 547 Gulden 15 Kreuzer, davon 300 Gulden in Geld, das Uebrige in Naturalien nach dem üblichen Anschlag, z. B. acht Eimer (!) Wein gleich 64 Gulden. Die Professoren bekamen an Geld und Naturalien 389 Gulden, die Präzeptoren von 326 Gulden abwärts bis 256 Gulden im Jahr. Unter Herzog Karl Eugen, der, wie uns auch der bekannte Spottvers des Dichters Schubart bezeugt, selbst ein gutes Stück Schulmeisternatur in sich hatte, hat das gesamte Schulwesen Württembergs einen bedeutendenAuischwung genommen. *’ Der „Tag der Mütter". Aus New-Jork wird berichtet: Zum ersten Male in diesem Jahre wird in den großen Städten der Vereinigten Staaten ein neuersonnener Festtag feierlich begangen werden, den einstweilen weder der *) Man darf aber nicht vergessen, daß das Leben damals bedeutend weniger kostete als Heutzutage. Die Red. Kalender noch der Staat anerkennt: der Tag der Mütter. Schon vor einem Jahre hatte im Kongreß Senator Burkett vorgeschlagen, int Jahre einen Tag zu bestimmen, der der Ehrung der amerikanischen Mütter gewidmet sein soll. Erschlug vor, daß alle amerikanischen Männer am zweiten Maisonntage zu Ehren ihrer Mütter eine weiße Blume tragen sollten. Aber sein Vorschlag fand bei den Gesetzgebern wenig Anklang. Was im Parlamente scheiterte, fand bei den Frauen und bei der Geistlichkeit den lebhaftesten Beifall. Schon im vergangenen Jahre versuchte mau anknüpfend an den Tag der Kinder auch eine feierliche Ehrung der Mütter, aber der Gedanke war noch zu neu und die Feier nur beschräukt. Seitdem haben die Frauenklubs sich mit glühendem Eifer des Gedankens angenommen. Alle New-Iorker Damenklubs, 140 Vereine mit nicht weniger als 45000 Mitglieder, werden in diesem Jahre den Tag der Mütter feierlich begehen, Am Vormittage ziehen alle Vereine mit flatterndem Banner zu deu Kirchen der verschiedenen Distrikte, und am Nachmittage sollen besondere Andachtstunden für Kinder und Mütter abgehalten werden. Von der Kanzel herab sollen die Pflichten und die Verantwortung der Mütter geschilvert werden. Das Beispiel New-Iorks hat in den anderen großen Städten lebhaften Widerhall gefunden, man wird dem Vorbild nacheifern und überall sind die Vorbereitungen zu dem Feste bereits im Gauge. So schaffen sich die Frauen Amerikas ihren eigenen Ehren- und Feiertag, dem, wenn er sich einbürgert, voraussichtlich auch die Regierung schließlich Rechnung tragen wird. Modezeitungen. >— Das neu erschienene F avvrit-Modenalbn in für! Frühjahr und Sommer 1909 bietet eine anschauliche, gedrängte Uebersicht unb erleichtert die Wahl von Neuanschaffungen indem sie mit Hilfe der zu jedem dargestellten Modell erhältlichen Schnitte jede Fran in den Stand setzt, sich ihre Kleidung ohne viel Mühe selbst herzustellen. Das Heft erscheint im Berlage der Jn ter national en Schni 11ma nn fa k t nr in Dresden, wo auch ein nettes Heft über „Die Backfi sch kl eid n n g" erschienen ist. Alles was der Backfisch und die werdende junge Dame: an Kleidern und Wäsche braucht, ist darin enthalten und ans-, führlich beschrieben. Dabei ist nicht nur auf den guten Geschmack, sondern auch auf möglichste Beschränkung in den Auf- w-eudungen Rücksicht genommen. Auch das Was die Fugend braucht ist in reichhaltigster Weise übersichtlich vereinigt in dem Jugend-Album und reichhaltigem Wäschebuch, das im' gleichen Verlag erschienen ist. Zn all den dargestellten Modellen sind die leicht verwendbaren Favorit-Schnitte erhältlich. Auch für Wäsche enthält das Album die besten Vorlagen zur Selbstanfertigung. — Der neue Frühjahrsh n t. Gab die vorjährige Hutmode Spöttern reichlichen Anlaß ihren Witz zu Üben, so dürften die Formen der diesjährigen Frühjahrs- und Sommerhüte sie kaum! zum Schweigen bringen. Denn was sich die Mode im Vorjahis des Guten in der Breite zu viel getan hatte, das tut sie dieses Jahr in der Höhe. Tie bekannte „Modenwelt" von Lipper!- Heide in Berlin zeigt das an vielen Abbildungen in ihrem April- Hefte, das auch eine reichhaltige SaMmlnng von teilweise farbigen Kostümbilderu bringt, sowie Schnittmuster, Beschreibungen usw., die der praktischen Hanssvan sicherlich willkommen sind. Muttern bietet der umfangreiche Teil Kindevgardevobe eine Menge hübscher Knaben- und Mädchenkleidermvdelle für die wärmere Jahreszeit, viele hauswirtschaftliche Winke, Schönheits- und KörpestP pflege und interessante Lektüre. Leiterrätsel. In die Felder nebenstehender Leiterfigur sind die Buchstaben aabbehhiiijmn noprrsssuu derart einzutragen, daß die Sprossen der Leiter der Reihe nach Folgendes bezeichnen: 1. Berauschendes Gilt. 2. Niederländische Insel. 3. Türtische Ortschait. Die Buchstaben in den beiden Seitenbalken sollen teils von oben nach unten, teils von unten nach oben gelesen — den Namen eines Komponisten ergeben. Auflösung in nächster Nummer. Auflösung bcS Bilderrätsels in voriger Nummer: W a l l e ii st e i ii. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Bering der Briihl'jcheii Uuiversitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.