Samstag den 19. Juni !ä V »M-'rrE?n» «:»?rni«<,LUi r«n M3 !M ■ I I Der arme Lukas. Eine Geschichte in der Dämmerung von Wilhelm Holzamer. (Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) 3. Kapitel. Die Leute fragten mich immer nach der Mutter aus. „Wie geht's der Mutter? — Hustet sie noch viel, dein' Mutter? — Gelt, deine arme Mutter?" Ich gab Auskunft. Aber es war mir widerwärtig. Ich wollte nicht so nach der Mutter ausgefragt sein. Ich ging drum immer den andern Weg von der Schule heim. Es war damals eine Privatschule im Dorf, in die die „besseren" Kinder gingen. Die besuchte ich auch, lernte Französisch und Geometrie und all so Dinge, von denen man in der Volksschule damals noch nichts wußte. Ging ich von der Schule aus die Straße gradaus weiter, kam ich an unser Haus, das fast am Ende des Dorfes lag, ein wenig auf der Höhe. Aber ich mußte an den Leuten vorbei, die niich ausfragten. Ich wußte ja, daß die Mutter immer krank war, schwer krank, der Vater hatt' mir's schon lang einmal gesagt. „'s ist zu hart," hat er dainals gesagt. „Beständig die Angst, vor jedem Lüftchen hüten. 'Die Mutter sollte ja am besten gar nichts tun. Aber 's geht doch nit. Das Haus, der Garten, dcF bißchen Feldchen. 's kann doch nit alles zu Grunde gehen, 's will doch all besorgt sein. Ich kann doch nit alles tun, — und fremde Leut' ins Haus, das kost nur Geld und ist nichts. Schon die Jahre all so eine kranke Frau, 's ist eine große Last. Groß, groß!" Ich hatte das so mit angehört. Mer ich wollte keine kranke Mutter haben. Ich gab drum den Leuten gute Auskunft. Und ich ging den Weg aus der Schule heiin immer durchs Feld. Das war weiter, aber schöner. Stundenlang lies ich da draußen herum. Stundenlang lag ich im Grase. Wie der Frühling kam, der Sommer, was sie all brachten, das lebt ich all. Alles Einzelne. Mrt Gras und Blumen, mit Bogel und Wasser, mit Wolken uiib Wind, ich lebte mit ihnen. Ich sprach auch mit ihnen. Lauge Reden. Ich schalt und schmeichelte und lobte, und all meine klernen Sorgen mußten sie wissen. Wir kannten u,?$ ä11 gut, gar zu gut. Und wir verstanden uns, wie sich Menschen gar nie verstehen. , Ich hatte ein schönes Plätzchen am Wehr. Da stand eine hohe Pappel, die höchste in den Wiesen, und die rauschte tief wie die Orgel in der Kirche. Ich saß immer ganz andächtig und lauschte. Und manchmal fürchtete ich mich auch. Es war mir dann, als ob ein Mann da drinnen säße, oben in der Krone, und sein Bart wehte, und sein Auge ginge übers Land und seine Stimme sei wie Grollen und Fluchen. Ich duckte mich tief. Ich hörte ihn sprechen, und ich lauschte ihm. Ich vexstand seine Worte nicht, aber ich fühlte ihren Sinn. Und ich war so fromm zu ihm und betete. Immer, wenn ich kam, setzt' ich mich ganz scheu und ängstlich an den Platz. Aber trotzdem, es war etwas', das mich immer wieder dahin zog. Wenn ich zu den Wolken sah, die sich türmten und dann schwer über den Berg rollten, als liefen sie auf gewaltigen, himmelhohen Rädern, sah ich den Alten mit dem wallenden Barte und den gewaltigen Augen, die weithin übers Land gingen, oft drin, und sah ihn die Hände heben zu Segen und Wehr, und sah ihn die Fäuste ballen und seine Augen blitzen. Den Turm zu Babel sah ich, und den Sinai, darauf Moses die Gesetze empfing. Je älter ich wurde, je mehr sah ich. Ich sah die Ritter, die ins gelobte Land zogen, den Barbarossa und Gottfried von Bouillon. Und oft sah ich Burgen und Berge und herrliche Gefilde. Damals hatte ich einen Freund. Dem wollte ich alles zeigen. Und zeigt' es ihm auch. Aber er lachte mich aus. Da packte mich so sehr die Wut über sein Lachen, dW ich über ihn herfiel und ihn furchtbar schlug. Dann hatte ich wieder keinen Freund mehr. Ich strich allein am Bache hin, fing Schmetterlinge, suchte Muscheln, band Blumen zum Strauß und sang Lieder von der weiten Welt und frohem Wandern. Nur wenn der Herbst kam, war ich traurig. Ich war dann viel daheim. Die Mutter sagte, ich erkälte mich. Ich werde dann auch krank lvie sie und müsse sterben wie sie. Ich sagte, ich wolle nicht sterben. Auch sie solle leben bleiben. Wir wollten einmal recht fröhlich sein. Wir seien ja immer traurig. Warum wir denn immer so traurig wären? Sie lächelte halb. Ich sollte einmal recht froh sein. Und wenn ich erst groß wäre, dann- sollt' ich leben! Ich sei ein Bub und gesund. „Gesund, so Gott will," setzte sie hinzu. Aber der Vater sei doch auch nie froh. Der habe seine Arbeit. Und habe die Sorge mit ihr, weil sie doch die Jahre schon krank sei. Aber das werde nicht mehr lange dauern. Dann nehm's ihm der liebe Gott ab. Ich sagte ein Wort, das mir von der Schule her eiu- fiel: „Gott läßt sinken, aber nicht ertrinken." Die Mutter lächelte unter Tränen: Ja, grad drum, grad drum. Dein Vater werde das Glück kommen, wenn sie ginge. Und sie gehe bald, sehr bald. Der Baler war ein ernster, stiller Mann. Er sprach wenig. Er trug viel in sich verschlossen. Ich hab' gesehen, daß er sich heimlich an den Haaren hatte. Aber er faßte sich immer gleich wieder. Er war sehr streng. Er wollte, daß ich viel lerne, damit ich einmal nicht auf dem Dorfe zu leben brauche. Wenn seine Eltern ihn mehr hätten lernen lassen, es wäre ihm alles anders geworden im Leben. Die Mutter seufzte. — 374 „Nicht so zu verstehen," sagte er. „Krankheit kommt über einen, schont nicht reich, nicht arm. Aber das Leben so! Wir könnten ganz wo anders sein. Du Mutter könntest es viel besser haben, als da mit dem bißchen Verdienst, den paar Äeckerchen, dem Häuschen und dem Gärtchen —" Der Vater war nämlich der Gemeindeeinnehmer im Dorfe. An den Zahltagen sah ich ihn den ganzen Tag nicht. Manchmal mußte er auch über Feld gehen. Ein paar Leute hatten ihm übertragen, ihre Zinsen einznkassieren, ihr Geld ausznleihen, und was mehr war. Der Vater besorgte alles gewissenhaft und pünktlich. Den ganzen Tag ging'« ihin im Kopse herum, wenn er etioas auszuführen hatte. Wir waren nicht reiche Leute, aber wir zählten so zu den Besseren, wie man sagt. Der Vater schrieb aus der Bürgermeisterei, den Lehrern zahlte er den Gehalt aus, die Anweisungen alle gingen Hom Bürgermeister an ihn, und wer überhaupt Geld wollte, mußte sich an ihn wenden. Er wurde drum von jedermann freundlich behandelt, von einigen ward ihm geschmeichelt. So waren wir angesehen. Es hätte schon alles gut sein können, wenn die Mutter nicht krank gewesen wäre. Manchmal, wenn ich recht fröhlich aus der Schule heim kam, stand der Vater schon an der Haustür und rief mir zu: „Leise, leise, Lukas! Die Mutter ist wieder krank geworden. Der Herr Doktor ist drin. Wirst heut nicht viel zu essen kriegen. Nimm dir ein Stück Brot und Wurst dazu. Ich hab' dir schon abgeschnitten, und verhalt dich still, damit die Mutter nicht aufwacht, teil» sie schläft." Das machte mich dann immer doppelt traurig, weil ich so fröhlich gekommen war. Ich schlich in die Küche und versorgte mich und fetzte mich dann in den Hof, und wenn ich satt war, krümelte ich den Hühnern von meinem Brote bin oder tat's auch, weil's nur nicht mehr schmecken wollte. Wenn dann der Doktor wieder fort ging, fragte ich ihn, ob denn die Mutter bald wieder gesund werde. - „Bald!" — sagte der Doktor jedesmal. Ordentlich erleichtert lief ich dann ins Feld und verbrachte den Mittag, bis ich wieder Hunger hatte. Ich glaub', der Vater war ein wenig stolz auf mich. Wenn der Lehrer kam, der die Privatschule hatte, und seine Pension holte, wurde er immer in die Stube geführt, und der Vater fragte ihn aus, wie ich lerne und wie's überhaupt mit mir stehe. Andere Buben waren viel fleißiger als ich, aber ich War doch ein guter Schüler. Es fiel mir alles in die Hände, geradezu. Ich erfaßte rasch. Ich wußte gleich wo aus, wo ein. Und dann hatte ich mit so jungen Jahren viel gelesen. Der Vater hatte einige Bücher, von Goethe, von Schiller, von Körner, den Don Quichotte. Und alle Sonntage kam das Kreuzermagazin. Das las ich alles. Auch in der Bibel las ich, obgleich wir katholisch waren, und auch sonst' las ich alles, was ich auftreiben tonnte. Alles trug ich dann wie eigene Erlebnisse mit mir herum. Auch von dem, was mir in der Schule gefiel, ergriff ich so Besitz, als wenn's mein wäre und von mir stamme. Ich glaubte das selbst ost, imb erzählte von Dingen, die mir begegnet wären, und die ich doch nur gelesen hatte. Ich hält' so meine Einbildungen, sagte die Mutter. .Eine Einbildung allerdings quälte mich lange: ich sah den Tod leibhaftig, groß, schwarz gekleidet, am Hellen Tage pst draußen gehen, in der stillen Mittagszeit; bald auf der Landstraße hinschreiten, — an einen Baum sich lehnen, in den Weinbergen auf und ab gehen. Ich konnte das gar nicht los werden und wagte es auch niemand zu sagen. Denn ich hatte nur immer Angst- ihm einmal zu begegnen, Und ich fürchtete auch, er werde einmal in unser Haus eintreten und die Mutter abrufen. Aber wie viel auch die Mutter kränkelte- sie raffte sich immer wieder auf. Sie tat ihre Arbeit im Hanse und int Garten. Sie ruhte dabei dann und wann einmal, seufzte tief und sah vor sich hin. Sie dachte immer ans Sterben und fürchtete sich so davor. Sie wollte so gerne, gerne leben. Wenn ich mit ihr allein war in der Stube, weinte sie. Selten hab' ich sie lachen sehen. Sie durfte es auch gar nicht, denn immer schloß ihr Lachen mit einem Husten, und dann saßen wir alle in Angst und Schrecken. Ich war nun groß genug geworden, alles zu verstehen; ich verstand also auch die Gefahr, die uns drohte. Ich hatte manche bange Nacht. Denn oft hörte ich ja in meinem Stübchen oben den Husten der Mutter. Und ich hatte auch so eine Furcht vor den Krankheitstagen. Man mußte immer auf den Zehen schleichen, man durfte kein lautes Wort sagen; denn der Vater war schon böse, wenn man sich nur räusperte. „Denk doch an die Mutter!" schalt er mich dann. Tie Leute fragten von nun an weniger neugierig im Dorf, aber viel besorgter. Einmal war die Mutter schon tot gesagt. Mir brannt's auf der Zunge, es ihr zu sagen, denn Tötgesagte werden alt, ist der Glaube der Leute. Ich sagt's vorsichtig erst dem Vater. Er verbot mir, nur ein Wörtchen davon zu reden. Aber ich wußte jetzt wenigstens, daß die Mutter noch lange leben würde, und ich war sehr froh. (Fortsetzung folgt.) von der Tätigkeit des Großtzerzogiichen Denkmal' Pflegers für die Altertümer M8. Von Prof. Tr. A n t h c s , Darmstadt. Was die größeren archäologischen Sammlungen in Hessen, die Museen in Darmstadt, Mainz, Worms, Gießen und Friedberg auf dem Gebiet der Erforschung der einheimischen Altertümer leisten, das machen sie alljährlich in verschiedenen Zeitschriften bekannt. Es soll deshalb hier in Kürze über das berichtet werden, was auf Veranlassung und unter Leitung des Gr. Tenkmalpflegers für die Altertümer int Laus des letzten Jahres geschehen ist. Unterstützt durch die eifrige Tätigkeit mehrerer Bezirksstellvertreter und auch Vertrauensmänner konnte der DcnkmalSpsleger Prof. Tr. Müller, jetzt Direktor des Historischen Museums in Frankfurt a. M., mit den ihm zu Gebot stehenden Mitteln an einer ganzen Reihe von Punkten helfend und erhaltend eingreifen und unsere Kenntnis fast aller Perioden der heimischen Urgeschichte fördern. In früheren Jahren war die Verwendung dieser Mittel ins freie Ermessen des Denkmalspflegers gestellt, und diesem Umstand verdanken wir die Aufdeckung der sehr wichtigen vorgeschichtlichen Niederlassungen bei Butzbach, Traisa und Hepven- heim. Diesmal, wie in den letzten Jahren in steigendem Maß, war weitaus der größte Teil dieser Mittel zur Erledigung dringender Ausgaben in Anspruch genommen, deren Bearbeitung durch den Dcnkmalpfleger im Interesse der Sache nicht unterbleiben konnte; nur'verhältnismäßig wenige Aufgaben waren in das freie Ermessen des Tenkmalpflegers gestellt. Die jüngere Steinzeit, die neolithische Periode, der bU ältesten Funde im' Großherzogtum entstammen, ist vor allem durch die in der Gegend von Worms in den letzten Jahren gemachten überraschend reichhaltigen Funde in den Vordergrund des Interesses getreten. Auch diesseits des Rheins beginnen sich die Funde zu mehren, so daß aiizunehmcn ist, auch das rechte Ufergelände des Rheins sei schon in jenen fernen Zeiten reicher besiedelt gewesen, als man seither anznnehmcn berechtigt war. Aus der ältesten Periode, der Rcotithik, der sogen. Pfahlbau- oder Michelsberger Zeit, war bisher mir e i n e-Fundstelle bei uns bekannt, nämlich die von Prof. Müller bei Groß-Umstadt entdeckte und ausgegrabene Wöhngrube mit reichlichen Funden vom sogen. Michels- bergcr Typus. Nun wurde bei Büttelborn eine neue Fundstelle derselben Zeit festgeftcllt, von der ein wohlerhaltcner großer Glockenbecher ins Landesmuseum gekommen ist. Nähere Unter» suchung soll so bald als möglich erfolgen. Bei Auerbach an der Bergstraße wurde ein neolithisches Hockergrab entdeckt und bei Trebur einige Wohngruben der jüngeren Steinzeit, freilich nur mit dürftigen Funden, ausgehoben. Besonders reiche Spuren uralter Ansiedlungen haben sich auf dem überaus fruchtbaren Boden der Gemarkungen von Lengfeld und Habitzheim ergeben: mit Unterstützung eines sehr ortskundigen Einwohners von Lengfeld wurden hier zahlreiche Fundstellen aus ziemlich allen Perioden unserer Vorgeschichte festgestellt und zum Anhalt für spätere Untersuchungen' genau in die Karten eingetragen. Amy in anderen Landcstcilcn, Ivie in der Gegend von Gieyeii, fehlt es nicht an neuerdings beobachteten Siedlungen aus dmer Zeit, die zum Teil schon vom Oberhessischen Geschichtsverem ausgegrabcn sind, zum Teil »och der Untersuchung harren In spätere Zeit, wahrscheinlich die erste Eisen- oder tzMl- stattzeit, in einzelnen Teilen vielleicht noch die Bronzezeit, gehen die außerordentlich umfangreichen vorgeschichtlichen Anlagen »n nordöstlichen Oberhessen zurück, die teils von Hrok. Müller und den Mitarbeitern an der Denkmalpflege, tets von Prof. Schumacher, in der letzten Zeit auch vom «chiewe dieser Zeilen festgestellt worden sind. Da erst kürzlich unr' törichtes Zeug durch einen übereifrigen Korrespondenten, der c Dingen gänzlich fern steht, in die Tagesblätter gelangt w,! hier das Aussehen dieser Anlagen kurz geschildert. Sie M n aus den heute in uralten Wäldern versteckten Ueoerresten von.' siedlüugen, d. h. aus weit ausgedehnten Ackerterrassen, aiw 1 375 fettig en dm Seligen eingeebneten Hüttenplätzen von kreisrunder oder ovaler Form, aus Hügelgräbern und in vereinzelten Fällen mich auS Ringwällen, die in einfachem oder mehrfachem Zug die Ansiedlung oder einen Teil von ihr umziehen. Diese Befestigungen sind indessen lange nicht so hoch und stark, wie z. 93. die Werke auf dem Tünsberg oder die großen Ringwälle des vorderen Taunus. Ausnahmslos sind diese Siedlungen von sehr verschiedener Große so angelegt, daß sie nahe beim fließenden Wasser, häufig am Ende kleiner Seitentälcheip liegen. Tie Hütten bestanden ans Holzfachwerk, wie die Reste gebrannten Lehms beweisen, die in diesen Hüttenplätzen neben Resten des Herdfeuers Vorkommen. Solche Ansiedlungen finden sich, ohne daß man bis jetzt ihre Zeitstellung genau bestimmen könnte, in den Wäldern zwischen G r ü n b e r g und Lich, Schotten und L a u b a ch, bei Burg- Gemünden, Alsfeld, Lauterbach, Storndors und Schlitz in' großer Zahl und mit sehr bemerkenswerten Einzelheiten, und es ist nicht zu bezweifeln, daß sie in gleicher Weise auch über midre noch nicht durchsuchte Waldgebiete verbreitet sind. Tie Arbeit steht erst im Anfang; von den ausgedehnten Spuren von Ringwällen, Ackerterrassen und Gräbern, die sich auf dem Gäus berg hinter Altenburg bei Alsfeld finden, sowie von beit benachbarten großen Anlagen in der Oberförsterei Storndvrf sind bereits nach, kleinen Ausgrabungen genaue Ausnahmen gemacht worden, wenn auch eine eingehende Untersuchung darüber noch nicht stattgefunden hat, ob alle diese heute eng mit einander verbundenen Erscheinungen auch wirklich zeitlich zusammen gehören. Besonders interessant sind auch für weitere Kreise die Reste des alten Ackerbaus, der sich bei uns in Mitteldeutschland in gebirgigen Gegenden durchaus in der Form von Terrassen vollzogen hat. Man muß sich hüten, auf diese Terrassen den Namen „H o ch ä ck e r" anzuwenden, denn beide sind ganz verschieden. Tic richtigen Hochäcker, wie sie dem oberbayrischen Gebiet eigentümlich sind, bestehen int flachen Land aus 4—8 Meter breiten, oftmals Hunderte von Metern langen, in dichten Fluren aneinander gereihten bis zu 1 Meter hohen Beeten; etwas ähnliches gibts bei uns nicht; nördlicher wie Heilbronn kommen keine Hochäcker vor, und es ist durchaus unrichtig, bei uns von solchen zu sprechen. Tie Fortführung der Erkundigungen in den Wäldern sowie die Uniersuchungen mit dem Spaten werden hoffentlich in den nächsten Jahren wichtige Aufklärungen über die älteste Geschichte dieses Teils des Grotzherzogtums geben, der offenbar in frühgeschichtlicher Zeit ein ansehnliches Kulturzentrum gewesen ist. Nicht ausgeschlossen ist es, daß diese Neberreste sogar bis in die letzte vorrömische Zeit, also die chattisch-germanische, heraufreichen; die Ausgrabungen des Oberhessischen Geschichtsvereins, über die sorgfältige Ausgrabungsberichte von Hauptmann Kramer vorliegen, haben uns grade in der Gießener Gegend schon weit gefordert und eine Fülle wichtigen Einzelmaterials zutage gebracht. Ein Abschluß ist aber bei der Schwierigkeit und Weitschichtigkeit dieser ttutcrsnchungen noch nicht erreicht. Bon nicht geringerem Interesse ist eine Anzahl von uralten Ber- schanzungen im Lorscher und I'ägersburger W al d. Muß man auch bei Vermutungen über das Alter solcher Anlagen gerade in dem alten, vielbesuchten Jagdrevier dieser Gegenden sehr vorsichtig sein, so hat sich doch durch die vom Verfasser geleiteten Grabungen herausgestellt, daß ein Teil von ihnen sicher in vorgeschichtliche Zeit zurückgeht, während andere sich als mittelaltrige ober noch spätere, der Forstkultur halber angelegte Einfriedigungen herausgestellt haben. Auch die Rheinebeue zwischen dem Strom und der Bergstraße war nach den Ausgrabungsergebnissen in, den späteren Perioden der Vorgeschichte reich besiedelt. Abgesehen von einem Grab aus .der Bronzezeit mit. sehr zerstörten Beigaben! dürfte die intensivste Bewohnung der jetzt durchweg mit Wald bedeckten Dünen der Latsnezeit angehören, und zwar ihrer späteren Periode, an dis sich unmittelbar die Römerzeit anschließt. Jin Jägersburger Wald liegen, zwei solcher Schanzen; im Innern der einen wurden mehrere in den Boden vertiefte Wohngrnbeü und der Rest eines aus Holzbalken ruhenden Hauses gesunden. Eine weitere Anlage findet sich im Lorscher Wald; ihre UNtersüchung ist noch nicht ganz abgeschlossen. Im Zusammenhang mit diesen Arbeiten ließ Prof. Müller einen sehr großen, nahe der einen Schanze gelegenen Grabhügel, den sog. Römerbuckel, aus seinen Inhalt untersuchen. Er muß als Massengrab bezeichnet werden, denn er enthielt nicht weniger als 80 Brand- und ein Skelettgrab. Die Beigaben, die, tote auch die Funde in den Schanzen, nicht vonj einer hohen Kultur der Bewohner zeugen, reichen hin, die Be- fttittungen in die Hallstattzeit (ca. 1000 bis 400 v. Ehr.) zu versetzen. .Im Wald bei Mühlheim a. M, wurden bei Gelegenheit von Wegbauten Hügelgräber angeschnitten; sie gehören zu einem Sieolungsstreisen, der sich in langer Linie längs einer wichtigen vorgeschichtlichen Straße dem. linken Ufer des Mains entlang bis zit dessen Ausmündung hinzieht. Die notwendige Untersuchung ergab Hunde der Hallstattzeit. Demselben Siedelungsstreifen gehört ein großes, bei Dietzenbach untersuchtes Grab, an, doch war es ein Brandgrab der Bronzezeit mit interessanten Steinsetzungen int Innern. Von großer Bedeutung für die Chronologie der römischen Besetzung unseres Gebiets sind Grabfunde, die zwischen Nauheim Nud Trebur erhoben wurden. Sie gehören der ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts n. Ehr. an und bildest den Beweis, daß. bereits in jener Frühzeit der römischen Okkupation in der Nähe der Fundstelle eine vielleicht befestigte Niederlassung von Römern oder Germanen in ihrem Dienst (Suebi Nicretes) bestanden hat. Die Feststellung eines Kastells an dieser Stelle würde im Zusammeu- hang mit den seit mehreren Jahren bei tzofheim am Taunus' und neuerdings bei Schwanheim a. M. vorgenommenen Grabungen von hohem Interesse fein. Jedenfalls sind diese Waffenreste eines bestatteten Soldaten bis jetzt die ältesten, sicher beglaubigten römischen Funde in Starkenburg. Im Limeskastell Altenburg wurden die Arbeiten, soweit sie den Aufgaben der Denkmalpflege entsprachen, zum Abschluß gebracht. Es wurde in Ergänzung der früher von Hofrat K o f l e r gewonnenen Ergebnisse eine wahrscheinlich 'das Prätorium umziehende Straße festgestellt und Anhalt für die Lage des Osttors gewonnen. Auch gelang der Nachweis eines früheren Erdkastells. Pläne und Ausgrabungsbericht wurden der Reichs-Limeskommissivn übergeben, bereit Aufgabe die Vornahme weiterer Untersuchungen sein würde. Auch die Erforschung des römischen Straßennetzes in Starkenburg wurde, wenn auch in bescheidenen Grenzen, gefördert. Im Anschluß an ein bereits früher ansgegrabenes kleines Gebäude, das in Massen und Gestalt sehr an die vor der porta praetoria der Saalburg gelegenen canabae erinnert, wurde der. mutmaßliche Verlauf einer Straße von Spachbrücken bis Jugenheim und einer anderen von GroßpBieberau, einer bekannten Fundstelle, über Rohrbach nach Brandau zu hoher Wahrscheinlichkeit erhoben; endlich wurde eine Reihe von Verbindungen der Odenwaldlinie des Limes nach rückwärts festgestellt. Als mittelaltrig erwiesen sich die auf dem sog. Köpfchen bei Lindenfels, dem schönsten Aussichtspunkt in inimittel- barer Nähe des aufblühenoen Luftkurorts liegenden Neberreste. Man hat an einem Steinblock der malerischen Felsgruppe eine „Schale" gefunden Und deshalb, natürlich ohne jeden wissenschaftlichen Beweis, die Stelle für eine prähistorische Opferstätte erklärt. Meine bereits vor Jahren ausgesprochenen Zweifel sind durch die Grabungen vollkommen bestätigt 'worden. Der tiefe, in den Felsen eingeschnittene Graben sowie die Reste der Um» fassungsmauer erwiesen sich durch .die Funde als mittelaltrig. In Wimpfen wurden bei Neubauten umfängliche alte Kul- turschichten angeschnitten. Die sich anschließende Untersuchung ergab mehrere Gräber, die, ebenso wie die in der Nähe gefundenen, wohl aus einer Töpferei stammenden Gefäßscherben dem Mittelalter zuzuschreiben sind. Bei fast allen diesen Grabungen wurde der Denkmalpfleger aufs sorgfältigste durch 'Leutnant *a. D. Gieß in der örtlichen Leitung unterstützt. Außer diesen Arbeiten besuchten der Denkmalpfleger und einige seiner Bezitkostcllvecireter einzelne zur Meldung gelangte Fundstellen, wobei sich teils Gelegenheit zur Erwerbung von Funden, teils Anhalt für spätere Verfolgung solcher Funde ergab. Eisenbahn, Flurbereinigung, Dampfpslng, Wasser- und Lichtanlagen erweisen sich als Förderer, aber noch viel mehr als Feinde unserer Bestrebungen. Die schwierige Aufgabe des Denk- m al Pflegers, überall zur richtigen Zeit einzngreisen, um das, was selbst nicht erhalten werden kann, durch Wort und Bild für immer festzulegen, kamt nur dann gelöst werden, wenn er sich dauernd des verständnisvollen Mitwirkens aller Behörden, aber auch der Einzelnen, erfreuen darf. Mehr noch, als bisher, müssen ihm alle zutage tretenden Funde, mögen sic auch- noch so unscheinbar fein', gemeldet werden; erst dann wird es gelingen, ein zuverlässiges Bild von der ältesten Geschichte Hessens zu gemimten! Vermischtes. * Richard W agner als Mimiker. Aus einer Unterredung mit Emanuel Reicher, der am 18. Juni sechzig Jahre alt wurde, veröffentlicht Paul Wilhelm im „Neuen Wiener Journal" folgende interessante Wagner-Erinnerung: „Zu welchen Höhen sich das innere Pathos im äußeren Ausdruck erheben kann, erlebte ich 1876 in Bayreuth an dem hohen Meister Richard Wagner. Meine verstorbene Frau (die Sängerin Hedwig Reicher-Kindermann) wurde angefragt, oh sie für die plötzlich erkrankte Sängerin der Erda deren Rolle im „Siegfried" übernehmen könne. Auf ihr Ja wurde sic ersucht, sofort aus den „Hügel" zu kommen, um sogleich eine Klavierprobe abzuhalten. Ich begleitete sie hin. Wir fanden bereits den Meister in begreiflicher Erregung vor. Felix Mottl, der damals Korrepetitor war und den Klavierpart übernehmen sollte, war noch nicht gekommen, und der Meister setzte sich selbst ans Klavier. In seiner humoristisch-gewinnenden Weise entschuldigte er sich, daß er nicht gut genug Klavier spielen könne, aber „es werde schon gehen". Darauf begann die Probe und meine Frau sang aus dem Klavierauszug. Wagner schien sehr zu- rieden —, brach aber plötzlich bei einer Stelle ab und agte: „Hören Sie, mein Kind, die Stelle kommt mir nicht eelenvoll genug heraus Noch einmal: „.Was kamst du lörrischer Wilder zu stören des Wala Schlaf?!" Meine Frau wiederholte die Stelle. Mür noch war er nicht zu- 376 frieden. Er brach itriebet ab, ungeduldig und in der von ihm bekannten ziemlich schroffen Weise. Er haute auf die Tasten, guckte meine Frau wütend an und sang die Stelle mit unglaublich ungefüger, mißtönender Stimme, sogar etwas unrein. Wer das Auge, der Blick, der vermehrende Schmerz im Antlitz, das klagende Herausheben der Worte — „zu stören der Wala Schlaf" - das tvar hinreißend. Eine Urgewalt von Tragik ergoß sich aus des Meisters Innern auf mich. Ich stand wie in einem Bann, und so oft ich an diese Szene denke, erneut sich mir immer wieder das Gefühl dieses Bannes — und mancher gelungene Ausdruck in meinen tragischen Rollen schöpfte seine Kraft aus dem Quell dieser Minute." *' Mascagnis Anfänge. Pietro Mascagni hat für einen Band autobiographischer Skizzen, den der französische Schriftsteller Le Roux vorbereitet, seine Erinnerungen niedergeschrieben, von denen schon jetzt ein Stück bekannt wird. Als Mascagni noch Zögling des Mailänder Konservatoriums war, fiel ihm eine Uebersetzung von Heines ^Ratcliff" in die Hände, für die ihn eine leidenschaftliche Begeisterung ergriff. „Auch in der Nacht deklamierte ich mir die Verse, während ich in meinem Zimmer auf und ab ging. War ich dann eingeschlafen, so hörte ich im Traume den Text und die Musik des großen Liebesduetts zwischen William und Maria. So sand ich keine Ruhe mehr, bis ich davon drei Stücke nieoergeschrieben hatte." Ter junge Musikschüler verließ dann, einem unbändigen Freiheitsdrange folgend, das Konservatorium und nahm eine Stellung als Vertreter des Direktors in einer Operetten- Gesellschaft an — für fünf Lire den Tag, soferit das Geld vorhanden war. Eine lange Tournee durch Italien folgte, dann die Auflösung der Gesellschaft, die dem Bankerott nahe war, und nach sechs Monaten in Neapel ihre Neubildung. Mascagni ist jetzt wirklicher Direktor. Eines abends wird der „Satanello" gegeben, und das Publikum verlangt die Wiederholung eines Stückes; Mascagni bleibt taub, trotz aller „bis" und allen Pfeifens und Tobens, bis von der Galerie herab ein Kissen herabfliegt und den widerspenstigen Direktor unsanft trifft; seit jenem Tage wagt Mascagni kein „bis" mehr zu verweigern. . . Als Direktor mit Scognamiglio macht der Künstler gute Geschäfte, aber bald löst dre Gesellschaft sich wieder auf und er bleibt in Ascoli ohne einen Heller sitzen. Er schreibt die Ratcliff-Sinfonie und das Intermezzo, aber er blieb lange ohne Stellung. „Ich besaß eine Uhr mit silberner Kette, die ich an dem Tage verkaufte, als ich kein Geld für das Frühstück mehr ausbringen konnte. . . ." Mascagni lebte von einer Schüssel Makkaroni den Tag, wandert erfolglos von einer Operettengesellschaft zur anderen, bis er im Dezember 1883 nach Cerignola kommt. Er gibt Musikstunden, wird dann Kapellmeister des städtischen Orchesters und schreibt als solcher die Musik der „Cavalleria", mit der er int Sonzogno-Wettbewer'b den Preis davonträgt und endlich die Tur zu einer großen Zukunft geöffnet sieht.... * Das verwechselte Testam ent. In der Gemeinde Pfeddersheim findet gegenwärtig die Anlegung des Grundbuchs durch einen Amtsrichter statt, weshalb alle Leute, die in dortiger Gemarkung begütert sind, auf dem Gemeindehause zu erscheinen und die erforderlichen Papiere, Ehevertrag, Testament u. dgl. vorzulegen haben. An einem der letzten Tage fand sich nun auch ein Bäuerlein aus einer Nachbargemeinde ein und übergab dem Beantten verschiedene Papiere. Der Richter sah diese durch nnb fragte zuletzt den Bauersmann, ob er auch ein Testament vorzulegen habe. Bei dieser Frage griff der naive Landbewohner unter fein Wams und holte zwei vergriffene Bücher hervor, die er bent gestrengen Herrn mit den treuherzigen Worten übergab: „Ei, Herr Amtsrichter, in meiner Ladung is nit angegäwe, welches Testament eich mitbringe soll. Do hawe eich sei glei alle baad (beide) mitgebrocht, des alte und des neie Testament." Sprach's und legte die — Bibel auf den Tisch. * Steinerne Schiffe. Es klingt sonderbar, ist aber doch wahr. Das schmiegsame, billige und dabei überall herstellbare Material des eisenarmierten Betons ist mit Erfolg zum Bau von Schiffen verwendet und wird für gewisse Zwecke vielleicht eine bedeutende Zukunft haben. Der Italiener Gabellini hat die Sache ersonnen und vor Jahren mit einem leichten Boote dieser Art den ersten gelungenen Versuch gemacht. Man streckt einen leichten Eisenkiel aus irgend etnem Fassoneisen, läßt davon nach beioen Seiten dünne Rippen von Rundeisen auslanfen und verbindet alles durch Drähte oder ein Geflecht. Das ist das Gerippe, an das von innen und außen der Beton geworfen und gestampft wird. Die Wände brauchen nur wenige Zentimeter dick zu sein, um für alle praktischen Zwecke an Festigkeit zu genügen. Das ganze Fahrzeug hat nicht eine einzige Fuge. Wird ein Leck eingestoßen, was einer starken Ursache bedarf, so ist es in einer Stunde durch ein eingesetztes Drahtgewebe und Beton wieder gedichtet. Bei größeren Fahrzeugen, die seitdem mehrfach, auch z. B. als Kohlenkähne für die italienische Marine, gebaut sind, kann, der Boden doppelt gemacht und können mehrere wasserdichte Abteilungen eingebaut werden, alles aus denselben dünnen Betouwänben. Außen werden die Flächen geglättet und durch ein einfaches Verfahren so fest und dicht wie Marmor; jahrelange Versuche haben erwiesen, daß solche Schiffswände dem Seewasser und feiner Fauna und Flora mehr Widerstand als hölzerne und kupferne Schiffsböden entgegensetzen. — Nun braucht man nicht gleich zu denken, daß demtlächst fteineme Ozeanriesen die Wellen des Atlantik furchen ioerben. Für große Schiffe wird der eiserne Bau aus Festigkeitsgründeit immer maßgebend bleiben. Aber es gibt hundert Fälle, wo der armierte Beton den Zweck erfüllt intb billiger wird, auch bei gleichem Eigengewicht Schiffe von größerem Fassmigs- rauut ermöglicht. Vor allem in der Flußschiffahrt. In den Vereinigten Staaten baut man schon Flußmotorboote aus Beton. Die von Gabellini begriinbete Gesellschaft hat besonders Pontons für Brücken auf dem Po und Tiber nach der neuen Bauart geliefert. Aber auch die Kanal- und Flußschiffahrt wird von der Ersinbung bald starken Gebrauch machen können, besonders da sowohl Holz lirie Eisen unaufhaltsam im Preise steigen. * In ber Instruktionsstnndc. Unteroffizier: „Also wie jrußerr Sie, wenn Sie auf der Straße jeheit, und die Kaiserin fährt oben auf'm Omnibus vorbei?" — Rekrut: „Ich lege die rechte Hand an die Mütze." — Unteroffizier: „Del mache man, mein Junge! Weißt du auch, ltms dir da passiert? Herunterspringen vo-M Omnibus, auf dir zu, dir ein paar hinter die Ohren schlaget!, unb wieder ruf uf'n Omnibus, bet jetzt alles in einem Heidi!" * Neues von Serenissimus. Serenissimus >beobachtet in ber Hofküche, wie sich die Stücke eines eben zerschnittenen Aales zuckend bewegen): „Äeh, Kindermann, ist eigentlich der beste Beweis für das Fortleben nach dein Tode!" * D e r S a l o n l ö w e. Ein Löwe nimmt bet Löwenbändigerin ein Stück Zucker aus dein! Munde. — „O, das könnte ich auch!" ruft einer ber Zuschauer. — „Was, Sie?" erwidert erstaunt die Löwenbändigerin. —■ „Gewiß, geradeso gut, wie bet Löwe!" * Ein guter Kerl. „Sie haben mitt das Leben gerettet! Wie kann ich Ihnen danken?" — „Heiraten Sie meine Schwiegermutter, dann ziehen Sie mit ihr nach Australien — art einen Ort, wohin noch keine Eisenbahn geht!" * Im Gerichtssaal. Staatsanwalt: „Beantrage gegen den Angeklagten, den ich für überführt erachte, fünf M." — Vorsitzender: „Fünf M.? Herr Staatsanwalt, meinen Sie fünf Monate oder fünf Mark?" — ^Staatsanwalt: „Stelle anheim. Silbenrätsel. alt, ber, berg, che, doh, ei, erb, gi, ing, isch, le, ölt, reit, ri, sche, feit, sil, tib. Aus vorstehenden Silben und Buchstaben sollen acht Wörter gebildet und derart untereinander gefetzt werden, daß die Anfangs- bitchstaben von oben nach unten und die Endbuchstaben von unten nach oben gelefett das Ziel vieler Vergnügungsreifender bezeichnen. Es bedeuten aber die einzelnen Wörter folgendes: 1. Gelehrigen Vogel. 2. Bayrischen Wallfahrtsort. 3. Edles Metall. 4. Berg in der Schweiz. 5. Türkische Stadt. 6. Einen Banin. 7. Deutschen Dichter. 8. Nahrhafte Hülsenfrüchte. Auflösung in nächster Nummer. Auslösung des Städterätsels in voriger Nummer: Mainz, Bacharach, Bingen, Honnef, Mühlhausen, Erkelenz, Eschiveiler, Hoigeismar; 9)1 annhei in. Redaktion: K. Neurath. — Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Universitäls-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.